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molüfunidami
13.05.2012, 20:29
hallo!
ich bin zum ersten mal in einem forum,und das aus ganz großer not!
im märz diesen jahres wurde bei meiner ma (63 jahre) ein nebennieren-tumor festgestellt.es hieß:op, 24 std. intensivstation und nach 1 woche geheilt wieder nach hause. dann röntgen der lunge, ct und bronchioskopie.

seit 6 tagen wissen wir: bronchialkarzinom kleinzellig, linke lungenhälfte komplett zerstört, weitergewachsen in den rücken. die ärzte sagen jetzt,es kann jeden tag vorbei sein, da der tumor in das herz geht oder ein gefäß der bronchien durchbohrt und damit eine blutung auslöst. dienstag die erste chemo.die hat sie gut vertragen.
vorab vielleicht noch:
gewichtsabnahme seit januar ca. 15 kg
rückenschmerzen seit januar
künstliche ernährung seit 10 tagen, da sie selber nichts mehr isst
seit 7 jahren blutkrankheit poligloboli

wie gesagt, die chemo hat sie gut vertragen, heute hat sie sich zum ersten mal wieder selber gewaschen,was (wie jeder andere "fortschritt" wieder hoffnung erlaubt!

wir (mein pa, meine schwester und ich ) sind nach wie vor mit der diagnose
und all den folgen völlig überfordert und man kommt mit dem verarbeiten all dieser schrecklichen nachrichten überhaupt nicht hinterher.
ich bin trotz meiner 42 jahre ein absolutes "mamakind" und es ist die hölle auf erden, was im moment alles passiert!

ich hoffe, irgendjemand kann dieses "kopf- und bauchchaos" verstehen und kann vielleicht auch irgendetwas dazu berichten!?!

Mirilena
14.05.2012, 12:27
Liebe Molüfunidami,

ich glaube, wir alle hier können dein Gefühls- und Kopfchaos sehr gut nachempfinden und viele von uns Angehörigen befinden sich in genau derselben Situation. Die Diagnose Krebs ist so extrem, dass sie eigentlich immer den Boden unter den Füßen wegreißt und einen ins Bodenlose fallen lässt... Man ist hilflos, ohnmächtig und auch wütend! Genau, wie du das beschreibst! Es ist schrecklich, dass deine Mama auch so schwer erkrankt ist. Wie verkraftet sie denn all diese Hiobsbotschaften? Da du von einem anfänglichen Nierentumor schreibst, gehe ich davon aus, dass deine Mutter Lungenkrebs mit Metastasen hat. Ihr Zustand klingt nicht gut... Und es ist erschreckend für euch mit anzusehen, wie schnell ein geliebter Mensch so "verfällt", der extreme Gewichtsverlust, die Appetitlosigkeit, die allgemeine Schwäche und die zermürbenden Schmerzen... Das kommt mir alles sehr bekannt vor, denn auch mein Vater hatte Lungenkrebs mit Knochenmetastasen. Leider war es für eine Heilung bereits zu spät, als die Diagnose kam. Er hat 10 Monate gekämpft und doch verloren. Ein Kampf, der nicht gewinnen war...
Ihr habe jetzt innerhalb so kurzer Zeit so viel verkraften müssen. Wahrscheinlich funktioniert ihr derzeit nur noch und du fühlst dich wie ein ferngesteuerter Roboter. So gint es mir, ich habe mich stets gewundert, wie ich eigentlich die Tage überstanden habe. Gut ging es mir immer nur, wenn ich bei meinem Papa war und er auch einen halbwegs angenehmen Tag hatte. Als Angehörige kann ich dir nur empfehlen: Nutze die Zeit mit deiner Mama und genieße das Zusammensein. Dass sie sehr schwer krank ist, weißt du ja! auch wenn du dich hilflos und machtlos fühlen solltest, es ist für deine Mama einfach schön, wenn du in ihrer Nähe bist, ihre Hand hältst und mir ihr sprichst.
Ich denke, du wirst hier viele Menschen kennen lernen, die dich sehr gut verstehen und sich mit dir austauschen werden!

Alles Liebe für dich und vor allem viel Kraft wünscht
Miriam

Mel_1
14.05.2012, 14:10
Für mich wars damals ein echter Schlag,als meine Mutter die Diagnose kleinzelliges Bronchialkrazinom bekommen hat.
Bei ihr wars ähnlich, die ganze Lunge voll und nur noch Chemo zur Lebensverlängerung.
Meine Mama hilt sich wacker, erst nach 8 Monaten (3 Monate wurden ihr noch gegeben...) verstarb sie aber dann auch rasend schnell.
Für mich war die Zeit doch sehr anstrengend, da kaum nach 4 Wochen Diagnose meiner Mutter mein Mann an Krebs erkrankte und 6 Wochen später auch verstarb.
2 solch Schläge sind kaum zu ertragen.....wenn man weiss, keiner der Liebsten hat ansatzweise die Chance gesund zu werden.
Man schafft es irgendwie....aber es ist ein schwerer Weg.
Meine Mama hat bald ihren 5 Totestag und sie fehlt noch immer...!
Ich wünsche Euch viel Kraft für die nächste Zeit!

molüfunidami
14.05.2012, 14:25
liebe mirilena!
vielen dank für die lieben worte!
meine ma will von ihrer krankheit überhaupt nichts wissen.sie weiss wohl, dass sie nicht mehr "richtig gesund" wird, schickt aber die ärzte einfach wieder aus dem zimmer, fragt auch nie nach,verschweigt sogar manchmal, dass sie schmerzen hat. das macht das ganze für uns noch unerträglicher!

wir wissen durch arztgespräche, wie es um sie steht,aber sie will es einfach nicht wissen.

erschwerend kommt für mich persönlich noch hinzu, dass ich es fast garnicht ertragen kann, in ihrer nähe zu sein,sie so leiden zu sehen.
ich muss jedesmal vorher beruhigungsmittel zu mir nehmen,
weil ich es sonst keine 2 minuten im krankenhaus aushalte.
das macht es noch schwerer, da ich mich selber als totalen versager sehe, der meiner ma auf ihrem schweren weg nicht einmal wirklich die hand halten kann. ich schäme mich sehr dafür und habe den ganzen tag solch ein schlechtes gewissen! ich kann selber kaum noch essen, habe in den letzten wochen 5 kg abgenommen.
meine ma kennt mich als diesen "angsthasen" nur zu gut und ich versuche auf jeden erdenklichen anderen weg ihr beizustehen und ihr zu zeigen, wie sehr ich sie liebe.
ich habe noch nie so etwas schlimmes wie die letzten wochen erlebt.

Mirilena
14.05.2012, 15:40
Ach, mach dir bloß keine Vorwürfe! Einige Menschen haben da keine Berührungsängste und andere haben ganz schlimme Probleme mit dieser Begegnung, weil es ihnen so weh tut und das Herz zerbricht... Du darfst dich nicht so quälen!!! Die Atmosphäre im Krankenhaus ist ja auch immer sehr speziell und ich mag diesen Geruch dort auch nicht... Weißt du, wenn es dir schwer fällt, deine Mama dort zu sehen, dann schreib ihr doch einfach liebe kleine Briefe und gib diese Nachrichten deiner Schwester oder deinem Papa mit! Oder du machst ihr eine kleine Collage aus Fotos! Erzähle ihr von deinem Alltag, das lenkt sie einerseits ab und zum anderen hat sie doch an deinem Leben Anteil.
Besonders schwierig ist die Situation, wenn deine Mama nicht wahrhaben will, wie gravierend krank sie ist und auch nicht darüber reden möchte. Mir hat ein Arzt gesagt, das sei ein Schutzmechanismus der Seele, denn viele Menschen könnten es einfach nicht ertragen, die ganze Wahrheit auf einmal zu realisieren. Sie könnten dann auch nicht mehr weiter machen, verlören jegliche Hoffnung. Schau, da hat deine Mama ihr Problem... sie hat also auch eines. Wenn du dich mit dem Gedanken auseinandersetzt und das alles "sacken lässt", vielleicht fällt es dir dann leichter, deine Mutter doch auch zu besuchen. Vielleicht kannst du dir auch vorstellen, wie es für dich wäre, wenn du krank wärst und Besuch erhältst. Du würdest dich sicherlich freuen! Ich glaub an dich, du schaffst das! Wir alle sind mit dieser Krankheit irgendwie gewachsen und da sind Kräfte frei geworden, von denen wir nie dachten, dass sie uns innewohnen:)

Du bist sehr viel stärker als du meinst!
Alles Liebe
Miriam:knuddel:

molüfunidami
14.05.2012, 17:02
liebe miriam!
vielen, vielen dank für diese worte! ich hätte nie gedacht, dass jemand für mein "fehlverhalten" verständnis haben könnte!
meine familie kennt mich und auch meine riesen angst, und sie sind sehr verständnisvoll, aber der größte teil der freunde und bekannten sagen mir immer wieder "du musst, du musst, du musst!!!"

wenn man dann nicht so funktioniert, geht es einem noch schlechter.

heute morgen ging es meiner ma sehr schlecht, sie kann nicht einmal mehr tabletten zu sich nehmen, sie hat schaum erbrochen. ausserdem konnte sie ihren stuhlgang nicht kontrollieren. jetzt bekommt sie alle schmerzmittel über einen zugang, im moment geht es ihr dadurch wieder besser.

morgen soll sie evtl. ihre zweite chemo bekommen, mein pa bringt ihr ein notebook, weil sie dabei gerne "avatar" gucken möchte :) !

Mel_1
14.05.2012, 19:00
Vielleicht hilft Dir evtl ein Buch von Elisabeth Kübler-Ross zu lesen?
E.Kübler-Ross beschreibt die Phasen der Krankheit bis hin zum Sterben sehr genau und man kann den Menschen damit auch besser verstehen.
Was Deine Mama macht, gehört zu diesen Phasen...das absolute Ignorieren, nicht wahrhaben wollen usw.
Es wird umschlagen...oft auch in Wut etc, da ist dann der Kranke auf jeden und sich sauer und zeigt es auch.

Du musst Dir keine Vorwürfe machen, dass es Dir in dieser Situation so schlecht geht.
Auch Du musst das erstmal verarbeiten und lernen damit umzugehen.
Auch da empfehle ich Dir wieder Elisabeth Kübler-Ross.
Ich kann Dich so gut verstehen....ich hab damals so Angst gehabt und das Mitleid hat mich fast aufgefressen...es ist so hart, zugucken zu müssen, dass ein Mensch in so kurzer Zeit so kaputt geht.

Mirilena
14.05.2012, 20:22
Na, dann drücke ich ganz fest die Daumen, dass deine Mama die Chemo gut übersteht und es ist doch klasse, dass sie dabei "Avatar" schaut!!! Ich musste irgendwie lächeln, als ich das las!

Weißt du, lass dir von niemandem einreden, wie du dich wann verhalten sollst und was zu tun ist. Du machst es einfach so, wie du es kannst und das ist für dich dann auch richtig und niemand hat das Recht darüber zu urteilen. So wie Mel denke ich auch, dass du selbst diesen Schock verarbeiten musst. das geschieht nicht von heut auf morgen. Das braucht Zeit! Und ich habe schon oft von Angehörigen und Freunden gelesen, denen es genauso schwer fiel wie dir. Du bist damit keinesfalls allein!!!

Das wird schon! Es gibt da einfach kein "Falsch" und kein "Richtig". Mein Freund beispielsweise hatte auch arge Probleme mit der Krankheit meines Vaters. Er hat ihn auch sehr, sehr selten besucht. Einfach, weil er solche Angst hatte und dennoch hat er genauso getrauert und gelitten. Wir sind halt alle sehr unterschiedlich und das ist auch gut so und hat seine Berechtigung!

Alles Liebe
Miriam

molüfunidami
14.05.2012, 21:21
liebe mel,liebe miriam!

es tut so unendlich gut, mit jemandem gedanken auszutauschen, der diesen schmerz versteht!
bin gerade total am weinen,weil es guttut und gleichzeitig so weh tut.

ich bewundere, dass ihr nach euren schicksalsschlägen noch so viel wärme und kraft für andere menschen habt!
das ist was ganz wertvolles für mich!

ich musste auch lächeln, als meine ma "avatar" für sich haben wollte, war für mich ein kleines highlight!

meine tochter (11 jahre) und mein pa waren heute gegen abend bei ihr, und nach nicht mal 10 min. wollte meine ma, dass sie wieder gehen. sie möchte nicht mehr viel reden. dabei hängen oma und enkelin total aneinander.

so schnell ändert sich die situation zwischen "avatar" gucken möchten und selbst enkelin nicht mehr um sich haben können.
kennt ihr das auch?

liebe grüsse dani

Mel_1
14.05.2012, 21:55
Huhu Dani.....fein Du hast nen Vornamen :-)

Glaub mir, Du wächst in die Situation rein...man glaubt nicht,was man für Stärke aufbaut um auch wieder ganz tief in nen Loch zu fallen.
Heute kann ich aber von mir behaupten, dass mir diese Schicksalsschläge doch sehr in meinem Leben helfen.
Ich seh vieles nicht mehr so eng...ich rege mich grundsätzlich über nichts mehr auf was andere auf die Palme bringt usw.

Bei meiner Mama war es irgendwie so, dass man es kommen sehen musste. Das halbe Leben quarzen wie ein verstopftes Ofenrohr...alles Reden half nix...erst als der Befund da war, hörte sie sofort das Rauchen auf :(
Für mich war wichtig, dass sie doch sehr tapfer das Schicksal annahm und ich denke auch mit Würde sterben durfte.
Sie wurde nur 58 Jahre alt!

Mein Mann wurde so plötzlich krank und musste auch so plötzlich gehen.
Ich war so unsagbar traurig...eine lange Zeit. Auch heute gibt es noch Zeiten wo ich hier sitze und die Tränchen kullern.
Aber er hat mir in dieser Zeit wo er selbst damit klarkommen musste, bald zu sterben, vermittelt was Stärke ist.

Dani...wenn Du Interesse an den Büchern von E.Kübler-Ross hast, schreib mich privat an...ich hab sie hier!

Viele Grüße
Mel

micky117
14.05.2012, 21:58
Hallo Schwesterherz :winke:

Ich drück' dich


Micky

molüfunidami
14.05.2012, 23:01
hallo micky!
schön, dass du da bist! danke für deine kraft, dass du mama so zur seite stehst und sie so liebevoll begleitest, obwohl auch dir manchmal die kraft dazu fehlt.
hab dich lieb, dani

liebe mel und miriam!
micky ist meine schwester.ich habe ihr heute von diesem wundervollen forum erzählt und habe total geweint, als ich gesehen habe, dass sie auch hier ist.
obwohl wir viel und auch sehr intensiv miteinander reden,ist es super schön,sie auch hier an meiner seite zu haben.

vielleicht könnt ihr uns schwestern auch weiterhin so lieb begleiten und uns zur seite stehen.
liebe grüsse, dani

micky117
14.05.2012, 23:30
Hallo Dani,

ich bin momentan auch so ziemlich aus der Bahn geworfen, da Mama sich meiner Meinung nach seit Samstag verändert hat. Seit dem Tag wirkt sie so abwesend, in sich gekehrt, müde. Sie spricht wenig, schickt uns nach wenigen Minuten nach Hause und hat heute auch alle Mahlzeiten für die nächsten Tage abbestellt.
Ich soll sie morgen erst anrufen bevor ich zu ihr fahre, wahrscheinlich wird sie jeden Besuch ablehnen, ich rechne damit. Laptop steht hier, Avatar ist eingelegt.
Das ist alles so Unbegreiflich...

Gute Nacht

molüfunidami
15.05.2012, 09:17
hallo mel!
vielen dank für den tipp! ich habe vorhin im netz die fünf sterbephasen nachgelesen.
im moment ist mir total schlecht, weil ich das gefühl habe, dass meine ma schon in phase fünf angekommen ist. dadurch, dass sie so wenig über ihre gefühle spricht und gesprochen hat, habe ich bewusst auch nur phase eins mitbekommen. und jetzt sprechen so viele anzeichen für die letzte phase!

hallo micky!
hast du auch schon nachgelesen?
ich befürchte, du wirst das gleiche denken.

Mirilena
15.05.2012, 10:01
Guten Morgen Dani und Mickey,

ja, das kenne ich auch, dass man sich über jedes "Hoch" riesig freut und unter der Decke schwebt, um dafür hinterher wieder um so tiefer abzustürzen... Das ist eine wilde Achterbahnfahrt der Gefühle. Sehr schwer auszuhalten, aber man lernt irgendwie damit umzugehen. Es belibt ja auch nichts anderes übrig. Auch ich kann im nachhinein sagen, dass mich der Tod meines Vaters verändert hat. Ähnlich wie Mel betrachte ich viele Dinge heute aus einer anderen Perspektive und versuche, mich und meine Probleme nicht mehr ganz so ernst und wichtig zu nehmen bzw. sie zu relativieren. Oft dunktioniert das gut, manchmal eben auch nicht;-) Dann ärgere ich mich trotzdem über blöde Bemerkungen und ekelhafte Chefs...

Ja, die unheilbar kranken Menschen machen unterschiedliche Phasen durch. Jedoch muss das nicht unbedingt "lehrbuchmäßig" in der Reihenfolge geschehen. Da ja alle Menschen sehr unterschiedlich sind... Eure Mama will ja nach außen nicht wahrhaben, dass sie so krank ist und mag auch nicht darüber reden. Andererseits wendet sie sich offensichtlich nach innen und leht Besuch von Menschen ab, die ihr doch so wichtig sind. Es kann auch sein, dass sie euch "schützen" will. Das habe ich bei meinem Vater so erlebt. Er hat uns weitere Knochenmetastasen verschwiegen, weil er uns nicht beunruhigen wollte. Bei ihm war in den letzen 2 Wochen vor seinem Tod erschreckend, dass er jegliche Nahrung abgelehnt hat. Er brauchte das nicht mehr und hat nur noch getrunken. Für meine Mama war das besonders hart, obwohl sie es akzeptierte. Sie hatte ihm versprochen, dass sie ihn nicht mit Essensaufnahme quälen würde und sie hat es auch nicht getan. Dennoch hatte sie immer das Gefühl, ihn verhungern zu lassen, weil er so abgemagert und schwach war. Aber Sterbenskranke benötigen diese Nahrung nicht mehr... Und es ist besser und leichter für sie, wenn wir das akzeptieren, so schwer es uns fällt. Auch das Sprechen fiel ihm schwer am Ende. Zum schluss ging es gar nicht mehr. Aber er hat es immer genossen, wenn jemand bei ihm war und an seinem Bett saß.
Alles Liebe
Miriam

carla44
15.05.2012, 11:09
Liebe Micky, liebe Dani,

es ist wirklich schwer, so ein Schicksal zu ertragen, diese Hilflosigkeit, wenn man den geliebten Menschen so krank sehen muss und irgendwie nichts dagegen tun kann.

Es ist nicht schlimm, wenn Du Dani da nicht hingehen kannst. Mach Dir keine Vorwürfe bitte. Vielleicht kann auch jemand Deiner Mama mal das Telefon ans Ohr halten und Du erzählst ihr kurz etwas.
Es wurde hier schon von den anderen gesagt. Es gibt kein Richtig oder Falsch. Alles was Du von Herzen tust, ist gut und richtig, egal wie viel oder wie wenig das ist.

Dass Eure Mama den Besuch nur kurz bei sich haben möchte, das kenne ich auch noch von meinem Vati. Manchmal her er Besucher weggeschickt (mich aber nicht) oder ist einfach eingeschlafen. Ich habe dann ganz oft einfach nur dagesessen und nichts gemacht oder hatte ein Buch dabei. Aber auch diese Stille, nur sein Atem, dass er einfach noch da war - das hat mir im Nachhinein viel gegeben.

Vielleicht ist es Eurer Mama einfach auch zu viel. Und Schmerzen vor anderen zeigen, das konnte mein Vati auch nicht. Er hat sogar recht unwirsch reagiert, wenn er gefragt wurde. Nur nachher zum Schluss konnte er es nicht mehr aushalten und hat häufiger Morphium bekommen.

Ich wünsche Euch viel Kraft in dieser schweren Zeit.
Liebe Grüße
Carla

micky117
15.05.2012, 11:44
Hallo,

ich habe heute Morgen gegen halb zehn versucht sie anzurufen, wie immer um diese Uhrzeit. Nur hatte sie keine Zeit weil wohl Visite war.

Dani, diese fünf Phasen kenne ich nicht, habe ich noch nichts drüber gelesen, werde mich aber noch durch das Forum lesen.

Momentan ist Mama (meiner Meinung nach seit Samstag) sehr in sich gekehrt, abwesend und abweisend. Von Knall auf Fall, ganz plötzlich. Freitag haben wir noch sooo ein Spass im Krankenhaus gehabt....
Den Avatar-Film hat sie auch nicht von sich aus haben wollen, ich hatte ihr den am Wochenende "aufgeschwatzt", sie hatte dann nur eingewilligt um die Zeit der Chemo-Gabe zu überbrücken.

Lieben Gruß

Micky

molüfunidami
15.05.2012, 11:50
hallo miriam, hallo carla!
ich kann mich immer wieder einfach nur für die tröstenden worte bedanken.es tut so unendlich gut, offen über gefühle reden zu können. die meisten freunde sind auch alle lieb, aber es ist so viel mitleid dabei. und mitleid kann man im moment fast garnicht ertragen.

vor 9 jahren ist schon unsere oma (die mama unserer ma) im alter von 80 jahren an lungenkrebs gestorben. wie bei unserer ma ist sie das erste mal mit 63 jahren an lungenkrebs erkrankt,allerdings nicht der kleinzellige. sie wurde operiert und erst mit 79 jahren ist er wieder ausgebrochen. dann mit metastasen in brust und knochen.
die letzten beiden wochen war ich viel bei ihr im krankenhaus und habe sie praktisch auch sterben sehen. sie hat auch nichts mehr gegessen.an ihrem letzten tag bekam sie noch eine lungenentzündung und innerhalb kürzester zeit 3 schlaganfälle.
abends um 7 habe ich sie das letzte mal kurz gesehen, aber sie wollte nicht mehr, dass ich in ihr zimmer komme. um ca. 22 uhr ist sie dann eingeschlafen, nachdem der letzte besuch (mein onkel) gegen 21.30 gegangen war.

das war schon eine schlimme erfahrung für mich, jetzt bei meiner ma ist es aber tausend mal schlimmer!
vielleicht fällt es mir auch deswegen so schwer, zu ihr zu gehen...

molüfunidami
15.05.2012, 11:56
hallo micky!

wenn du elisabeth kügler-ross googelst, dann kannst du die fünf phasen in kurzform lesen.
wir telefonieren später noch, okay ?

liebe grüsse, dani

micky117
15.05.2012, 12:17
Hallo, ich möchte noch etwas erklären,

Es ging um die künstliche Beatmung, ob wir die wollen oder nicht, so die Frage am Donnerstag. Dies könnten wir nicht entscheiden und haben um ein Gespräch gebeten. Am Freitag nachmittag haben unser Papa und ich mit der Ärztin gesprochen.

Die Ärztin war sehr mitfühlend, kam aber nicht wirklich weiter. Ich habe sie angebettelt doch ein anderes Chemo-Mittel auszuprobieren, alles für Mama zu tun. Sie stand nach etwa 20 min. auf und versprach gleich zurück zu sein.

Sie kam mit Verstärkung in Form eines Arztes wieder zu uns.
Und der hat Tacheles geredet!

Der Tumor umschließt das Herz, es besteht die Gefahr das ein Tumorgefäß in das Herz bohrt, was durchaus passieren kann, die Folgen wären tödlich!
Ausserdem könnte ein Tumorgefäß in ein Lungengefäß eindringen und es kommt zu Blutungen in die Lunge, die Folgen wären ebenfalls verheerend.
Die Ärzte wollten von uns wissen ob wir auf eine künstliche Beatmung oder Reanimation bestehen oder sie von ihrem Leid erlösen und sie gehen lassen können. Die Frage war also nicht so gemeint wie wir sie anfangs verstanden hatten.
Ihr Zustand ist kritisch, die Chemo wollen die Ärzte aber weiterhin machen, um ihr etwas Qualitätszeit zu ermöglichen, ist aber auch nur eine Verlängerung des Leidens.

Unsere Mutter möchte keinen schlechten Nachrichten, sie weiß also nicht wie schlecht es um sie steht. Wir müssen sie anlügen. Samstag hat sie zu mir gesagt das sie so voll gepumpt wird, aber irgendwie hilft das alles nicht, warum geht es mir nicht besser?! In dem Moment wurde mir klar was ausserdem noch auf uns zu kommt! Sie tat mir unendlich leid, ich durfte aber nichts sagen. Dieser Blick von ihr, wie sie mich ansah, ich könnte so losheulen...

Auf der einen Schulter sitzt das Teufelchen und sagt: "Lass sie ganz schnell sterben, dann hat sie es hinter sich"
Auf der anderen Schulter sitzt ein Engelchen und flüstert: "Bitte halte durch, du darfst noch nicht gehen, ich brauche dich doch......."

Ich bin traurig

Lieben Gruß

Micky

micky117
15.05.2012, 12:23
Ja gut, ich hole jetzt die Kinder ab und melde mich später bei dir.
Drück dich ganz doll, du machst das gut :knuddel: !

Micky

molüfunidami
17.05.2012, 10:55
hallo ihr lieben!
vorgestern hatte unsere ma die 2. chemo. es geht ihr sehr schlecht seitdem.
sie hat wahnsinnige schmerzen. gestern wollte sie zum ersten mal gar keinen besuch haben.
seit vorgestern bekommt sie auch sauerstoff, weil ihr das atmen so schwer fällt.

morgen hat meine tochter geburtstag. ich hoffe, dass oma und enkelin sich dann sehen können und ich habe wahnsinnige angst, dass meine ma danach für immer einschläft.

die verzweiflung wird momentan immer grösser, der kloss im magen immer schwerer. dei tränen laufen fast ständig und überall.

liebe grüsse an euch, dani

molüfunidami
30.05.2012, 20:38
hallo!
habe mich länger nicht gemeldet,weiß auch nicht, ob noch jemand hier liest.

molüfunidami
30.05.2012, 21:21
habe gerade den falschen knopf gedrückt, schreibe deswegen nochmal.

ich bin durch zufall auf den pancoast gestossen. meine ma hattwe seit januar die gleichen anzeichen, schmerzen in der linken schulter und in den arm strahlend, bis in die linke kopfhälfte.

laut letztem ct (anfang mai) ist der nierentumor von 3,2 auf über 11 cm gewachsen.

2 wochen lief die chemo ( 1. woche cisplatin, 2. woche gemzar ), jetzt 2 wochen pause, letzte woche dafür aber 2 bluttransfusionen.
es ging meiner ma unter der chemo mega schlecht, ständige übelkeit, wahrnehmungsstörungen (ihr fehlen echt ein paar tage! ).

im moment geht es ihr nach diesen schwülen tagen ( sie war teilweise so geschwächt, dass wir dachten, sie stirbt jeden momemt!!!), recht gut.
unsere ma hat durch die astronautenkost jetzt 4 kg zugenommen:1luvu:,

es gibt zwar keine hoffnung mehr für sie, aber man lernt, dass nicht die grossen, sondern die ganz, ganz kleinen dinge im leben einen ganz grossen wert haben..., wie das lächeln einer mama, die nicht mehr so viel zu lachen hat...

mai-regen
30.05.2012, 21:42
Seit meine Mum gestorben ist,bin ich nicht mehr oft hier.Man braucht dann manchmal etwas Abstand.Aber dein letzter Satz hat mich so berührt.Auch meine Mum hat noch oft gelächelt,obwohl sie keinen Grund mehr hatte.Mir wird erst jetzt klar,wie tapfer sie im Angesicht des Todes war,wohl für uns....Als Tochter kann man nur beistehen,standhalten,aushalten....
Ich schick euch alle Kraft,die ich noch habe. Geniesst alles ,jede Geste,jedes Lächeln,jede Möglichkeit,ihre Hand zu halten.Es hilft....für später!
Alles Liebe!
Sylvia

rita2210
30.05.2012, 21:50
es gibt zwar keine hoffnung mehr für sie, aber man lernt, dass nicht die grossen, sondern die ganz, ganz kleinen dinge im leben einen ganz grossen wert haben..., wie das lächeln einer mama, die nicht mehr so viel zu lachen hat...

Liebe Dani,

da sagst du aber mal was. Wenn ich es schaffe meine Mama zum Lachen zu bringen oder besser noch sie mich richtig herzhaft zum Lachen bringt, dann komme ich am Abend nach Hause und berichte meinem Mann "Heute war ein guter Tag", aber leider und völlig verständlich sind nicht alle Tage solche Tage und diese sind dann besonders schlimm.

Alles hat sich verändert, Prioritäten völlig verschoben...nichts ist, wie es vorher war, nichts wird wieder gut, nur anders...

Mich erschreckt immer wieder aufs Neue eine Art Aufwachen, meistens mittwochs, wenn ich nicht bei meiner Mama sein kann, wegen meiner Kinder. Dann läuft der Alltag so weiter, als wäre nichts und ich mache das Essen oder mache den Haushalt und plötzlich trifft es mich, dieser Schlag, wie ein Stich, mir wird warm und kalt, mein ganzer Körper kribbelt und mir wird aufs Neue bewusst "Rita, ja, das passiert gerade wirklich, ist kein böser Traum, es ist die Realität"
Diese Momente hauen mich völlig runter.

Dani, ich wünsche deiner gesamten Familie viel Ausdauer und Kraft für die kommende, so schwierige Zeit und ganz wichtig noch viele viele viele lächelnde Momente mit deiner geliebten Mama.

Meine Mama ist übrigens auch erst 63 und obwohl ich 29 bin, eigenständig und Familie habe, fällt es mir genauso schwer wie dir :weinen:

Liebste Grüße
Rita

molüfunidami
30.05.2012, 22:01
liebe sylvia!
ich habe deine ganze geschichte gelesen, und nicht nur einmal! sie hat mich zutiefst berührt und ich habe so oft weinen müssen, bei deinen so lieben beschreibungen,wie du deine ma begleitet hast. ich habe auch das bild deiner ma mir bestimmt 10 mal angesehen, und diese liebe total nachempfunden.
ich bin leider nicht so stark, wie du es warst. mir fällt es immer noch schwer, meine ma im krankenhaus zu besuchen. aber wenn ich da bin, bin ich es mit leib und seele, es gibt situationen, die mich total schocken, sie hatte vorgestern solch einen schleim in der lunge, da hat sie gedacht, sie bekommt keine luft mehr. dann die panik in den augen zu sehen, geht fast über meine kräfte...

liebe sylvia: ich wäre gerne wie du, nicht erst seit heute.

deine geschichte ist so bewegend, du hast so wundervolles vollbracht, danke,
dass gerade du mir antwortest, das ist was ganz wertvolles für mich !

molüfunidami
30.05.2012, 22:14
liebe rita! danke für deine lieben worte!

ich musste wirklich in den letzten wochen lernen, was "gute" tage sind!
es tut total weh, aber trotzdem auch genauso gut.

welches schicksal hast du?

was mir persönlich auch unheimlich schwer fällt, ist, dass ich immer, auch jetzt noch mit 42 jahren, "kind" sein durfte, diese bedingungslose liebe erfahren durfte, und jetzt auf einmal erwachsen sein muss. die liebe ist
immer noch bedingungslos, aber sie ist auch hilflos..., das bricht mir das herz!

Mirilena
31.05.2012, 09:27
Liebe Dani,

es ist wirklich wahr, man lernt auf einmal, dass ein Lächeln mehr wert ist als alles andere auf der Welt und man wird so demütig und dankbar... Irgendwie auch eine sehr wertvolle Erfahrung, nur das Schlimme daran ist, dass eine geliebte Person so leiden muss.

Ich hoffe, dass du und deine Schwester noch ganz viele dieser magischen Momente muit eurer Mama erleben dürft! Das sind diese Augenblicke, die Sylvie immer mit ihrer inneren Kamera festgehalten hat. Unbedingt empfehlenswert!!! Mir geht es auch so! Und Rita hat so recht, nichts ist mehr, wie es einmal war, alles ist anders. Aber anders heißt nicht, dass es schlechter sein muss... Es dauert nur seine Zeit, bis man sich an dieses "Anders" gewöhnt hat und sich darauf einlassen kann. Du schaffts das doch jeden Tag! Und jede/r von uns hat seine ureigene Art, wie er / sie mit diesem Schicksal umgeht. Das, was du tust und gibst, ist gut, denn es komtm von dir und das zählt!!!

Weiterhin viel Kraft euch beiden auf dem Weg, den ihr da gemeinsam mit eurer Mama geht!

Alles Liebe
Miriam :pftroest: :pftroest:

molüfunidami
31.05.2012, 21:22
hallo ihr lieben!
vielen dank nochmal für eure lieben zeilen!

rita: es ist wirklich immer wieder ein schock zu wissen, dass das leben auf einmal ein ganz anderes ist. für mich ist es wie gefangensein in einem albtraum!

meiner ma ging es heute nachmittag wieder schlechter, ganz viel schlafen mit viel zucken, und sie sagte, sie ist sehr schwach heute.

ich habe ihr nochmal arsenicum album c30 gegeben, meistens hilft es.

ansonsten habe ich ihre hand gehalten, ihr neue kalte waschlappen auf die stirn gelegt und jeden, wirklich jeden tei lihres körpers aufgesogen.

ich weiss, dass uns nur noch ganz wenig zeit miteinander bleibt...

rita2210
31.05.2012, 22:32
Liebe Dani,

unsere Geschichte (weil du nach unserem Schicksal fragtest) kannst du hier nachlesen bei Gelegenheit

http://www.krebs-kompass.de/showthread.php?t=54955

Meiner Mama ging es heute vergleichsweise zu Montag etwas besser. Hilfreich war auch das Gespräch mit unserer Onkologin. Wir konnten nochmal mit ihr besprechen, dass meiner Mama immer so schwindelig ist, wenn sie steht, sie sehr wackelig auf den Beinen steht, aber nicht so orientierungslos ist, dass sie nicht wisse, wo und dass sie ihre Füße jetzt aufsetzt. aber ihre Hände haben neuerdings auch so stark und unkontrolliert gezittert, dass sie regelmäßig Wasser aus dem Glas kippt oder auch die Tabletten fallen lässt. Die Feinmotorik leidet gerade total. Die Ärztin möchte nochmal die Medikation besser einstellen (man ist wirklich sehr bemüht), so dass Mama am Tage weniger müde ist und dafür die Nächte durchschlafen kann. Die letzten zwei Wochen war es so, dass sie tagsüber auch oft wegdämmert und nach eigener Aussage sofort anfängt zusammenhanglose Dinge zu träumen und sogar dabei spricht. Verarbeitung, schätze ich. Wenn sie schläft, zuckt sie auch unheimlich viel und auch der gesamte Oberkörper hebt sich so heftig, dass es für mich fast immer wie schwere Atmung wirkt, wie ein unheimlicher Kraftakt, aber sie selbst sagt, sie bekommt gut und genug Luft.

Auch hat die Ärztin dringlich dazu geraten, sie solle sich so weit wie möglich aufrappeln, um ihre Muskulatur zu aktivieren, ansonsten befürchtet sie, dass noch alles viel schneller viel schlimmer werden könnte.

Ich habe Mama dann überreden können mit mir Hand in Hand drei (das ist wahnsinnig viel) Runden durch die gesamte Station zu gehen, sehr langsam, aber sie war super, absolut stark. Ich war so stolz auf sie. Ich habe mich so gefreut und habe einfach die Hoffnung gespürt, dass wir, wenn wir uns ranhalten vielleicht ein wenig mehr Zeit gewinnen könnten.

Aber danach war sie platt. Ich bin dann gefahren und sie wollte einfach nur schlafen. Nächste Woche soll sie entlassen werden. Es geht nach Hause. Sie freut sich gar nicht darüber und hat große Angst davor. Es bricht eine ganz neue und ungewisse Zeit an. Raus aus dem Schutz des Krankenhauses. Ich hoffe, sie spürt schnell, dass es angenehmer für sie sein wird, aber dafür muss alles bestens organisiert sein. Ich sehe das als meine größte Herausforderung. Problem nur, wir wohnen 50 Km/h voneinander entfernt. Ich fahre bis ans Ende der Welt für sie, aber ich habe Angst z.B. nicht schnell genug da sein zu können...etc. Ich hoffe, ich bekomme es auf die Reihe. Ich wünsche mir nun nur noch, dass sie (sie muss es nicht aussprechen) in ihrer Lage noch so oft wie möglich Freude zu empfinden...ich bin für Anregungen eurerseits übrigens sehr dankbar.

Dani, die Hand zu halten und ein gutes Gespräch zu haben biete ich auch immer immer immer an und ich spüre, dass gerade dass ihr sehr viel Kraft gibt. Manchmal drückt sie einfach ganz fest zu ohne Worte. Sie sucht Halt in all ihrer Angst und Verzweiflung und ich drücke umgehend ganz fest zurück und antworte ihr wortlos "Mama, ich bin immer für dich da und bei dir"

Ich schätze, dass wird bei deiner Mama ganz ähnlich sein. Dani, es ist gut, dass es uns gibt und ich (in aller Bescheidenheit) danke Gott, dass unsere Eltern uns haben, denn trotz begleitender Zweifel, ob ich alles richtig mache und nicht doch noch mehr oder besseres tun könnte, spüre ich in meinem Inneren, dass wir alles geben und bald schon noch über uns hinauswachsen werden.

Darf ich dir und allen, die hier lesen noch eine Frage stellen? Meine Mama war heute sehr sehr klar und wir haben wie immer über Gott und die Welt geredet, aber die Gespräch haben heute sehr konkret dahin geführt...nun ja...meine Mama hat mir genaue Angaben dazu gemacht, was sie anziehen möchte, wenn sie geht, wie das Grab aussehen soll, was mit Papa wird und ach...ich habe nach außen so rational gewirkt, meine Stimme war sanft und ich habe wie automatisiert Gegenfragen zu stellen, damit wirklich alles so läuft wie sie es möchte, als wäre auch dieses Gespräch das normalste auf der Welt, aber es hat mir Gänsehaut verpasst und mir ist schlecht geworden. Könnt ihr das verstehen? Innerlich bin ich mal kurz zusammengebrochen, aber ich wollte ihr den Mut nicht nehmen darüber zu sprechen, weil es ihr so wichtig ist und sie schon den Mut hatte das Thema von sich aus anzusprechen.

Vor wenigen Monaten habe ich solche Aussagen, die in die Richtung gingen, immer sofort gekappt "Och Mama, hör auf damit, du wirst noch alt und runzelig und du darfst dir in 15 Jahren nochmal Gedanken zu dem Thema machen" ....und jetzt...:weinen::weinen::weinen:

Dani, entschuldige, das ist soooo lang geworden, und doch nur ein Bruchteil meiner Gedanken täglich, aber das würde den Rahmen sprengen.

Aber du sollst wissen, du machst alles richtig, alles, du bist da, du tauschst dich hier aus, sowohl für dich als auch für deine Mama, du hast den Mut zu sprechen und deine Gefühle zuzulassen und bist vielen anderen Betroffenen somit weit voraus.

Bleib so, mach weiter und ich wünsche dir und deiner Schwester, der gesamten Familie alle Kraft der Welt für deine Mama da sein zu können, bis sie loslässt.

Eine warmherzige Umarmung von einer der vielen hier, die deine Gefühlswelt mit dir teilt.

Rita

micky117
31.05.2012, 22:57
Hallo Rita,
ich habe gerade deine Frage gelesen und endlich gelesen wie ich mich auch fühle! Mir geht es auch so, wenn ich bei meiner Mutter bin schalte ich irgendwie um und bin erstaunlich sachlich und gefasst. Ich stelle ihr Gegenfragen um herauszubekommen wie sie ihren Zustand einschätzt, was sie fühlt, wovor sie Angst hat, sie weiß ja nicht wie schlimm es um sie steht und wir müssen uns Tag für Tag ihr gegenüber zusammen reißen um nicht in Tränen auszubrechen und uns zu verraten. Das ist sooo schwer... Wenn ich dann wieder zuhause bin fühle ich mich wie ausgepumpt, ich kann nichts mehr geben, bin leer! Ganz beiläufig frage ich sie ob sie die Vollmachten schon unterschrieben hat, sie sagt sie will sich die erst in Ruhe durchlesen, ich sage okay, ist ja nicht dringend...

Irgendwann sage ich zu ihr das ich los muss, drücke ihr einen dicken Kuss auf, knuddel sie und gehe zur Tür. Ich drehe mich dann immer noch einmal um, noch einige Luftknutscher und winken, dann stehe ich auf dem Flur, habe nasse Hände und mein Herz rast, den Puls spüre ich im Hals, kann kaum schlucken. Mir ist wie immer schlecht!

Von den Ärzten haben wir schon längere Zeit keine Informationen erhalten, wir wissen nicht ob die Chemo weitergeführt oder abgebrochen wird. Es steht wieder eine Lungenentzündung im Raum, Untersuchungen diesbezüglich wurden aber bisher nicht durchgeführt...

LG

Mirilena
01.06.2012, 08:33
Liebe Dani,

ich habe eben noch mal den Anfang deines Threads gelesen... Du hast eine ganz schöne entwicklung innerhalb dieser kurzen Zeit gemacht, findest du nicht? Schau mal, welche Kräfte du mobilisiert hast und dass du deine eigenen Grenzen weit, weit hinter dir gelassen hast. Du schriebst, dass du es kaum aushalten könntest bei deiner Ma und jetzt bist du immer an ihrer Seite! Das ist doch wunderbar! So traurig es ist, dass deine Mama diese Krankheit erleidet, es hat dich wachsen lassen. Und du machst das alles wunderbar! Dass du dich leer und ausgepumpt fühlst, ja, das kenne ich auch noch allzu gut. Es erschöpft psychisch und physisch und ich war eigentlich immer müde. Manchmal geht es mir heute noch so, das sind wohl die Nachwirkungen dieser Zeit. Aber es ist so schön, dass du diese Zeit mit deiner Mutter nutzt und jetzt so stark für sie bist.

@Rita: Das hast du großartig gemacht, dass du dieses Gespräch über den Tod, das Sterben und die Wünsche deiner Mutter zugelassen hast und auf alles eingegangen bist. Ich weiß selbst, wie schwer das ist und dass es einem geradezu das Herz bricht. Für uns sind unsere Eltern unsterblich und darum fällt es uns so schwer, über ihr Sterben zu sprechen. Aber du hast dadurch deiner Mama ein Geschenk gemacht und ihr eine Last abgenommen. Nun hat sie wieder etwas für sie seht, sehr Wichtiges geklärt und damit weiß sie, dass alles geregelt sein wird und ihre Wünsche berücksichtigt werden. Wieder etwas erledigt, so dass sie, wenn die Zeit eines Tages gekommen sein wird, gehen kann in dem Wissen, dass alles irgendwie weiter geht. Ich habe auch solch ein Gespräch mit meinem Vater geführt. Und wir haben beide geheult wie die Schlosshunde und uns in den Armen gelegen. Aber Rita, als mein Vater verstarb, war ich so froh zu wissen, wie er seine Trauerfeier gestaltet haben wollte. Wir konnten alles seinen Wünschen entsprechend ausrichten und auch das war ein Trost (wenn du es jetzt auch noch nicht glauben magst)...

Ihr macht das wunderbar und seid großartige Töchter!!! Weiterhin viel Kraft und ihr dürft auch mal weinen, wenn euch danach zumute ist und ihr dürft auch mal schwach sein, denn man kann nicht immer stark sein...

Alles Liebe
Miriam

molüfunidami
01.06.2012, 09:55
@ liebe rita!
ich kann mir sehr gut vorstellen, wieviel überwindung ein solches gespräch braucht! und auch wahnsinnig viel kraft!

ich wünschte, wir könnten mit unserer ma auch etwas offener reden. leider
möchte sie nach wie vor nichts über ihre schwere krankheit wissen, sie hat immer noch sooo viel hoffnung! für uns angehörige wird es auch immer belastender und schwieriger, unsere sorgen und ängste vor ihr zu verbergen, wir müssen ja auch immer drauf achten, dass wir uns nicht mal verplappern!
Sicherlich habe ich eine wahnsinns angst davor, dass dieses gespräch über den tod und auch beerdigung bald kommen könnte, aber uns wäre es auch ganz, ganz wichtig, alles im sinne unserer ma zu machen.

@liebe miriam!
ganz lieben dank für deine worte!
vielleicht hast du recht, dass auch ich ein bisschen gewachsen bin.
nur muss ich leider zugeben, dass es mir nach wie vor noch sehr schwer fällt, meine ma zu besuchen. ich schaffe es auch immer noch nicht, jeden tag zu ihr zu gehen, aber mittlerweile geht es schon fast jeden zweiten tag.
Bin ich erstmal bei ihr, geht es mir gut, aber der schlimmste moment ist der, wenn ich vor ihrer zimmertür stehe und nicht weiss, was mich dahinter erwartet! hat sie einen sehr schlechten tag und ich sitze bei ihr, habe ich totales herzrasen und muss die ganze zeit gegen meinen flucht-reflex ankämpfen, weil mir ihr leiden das herz zerreisst!

trotzdem hat mir dieses forum schon unglaublich viel geholfen im umgang mit meiner ma und vor allem viele kleine dinge sehr viel bewusster wahrzunehmen!

dafür möchte ich euch danken!

liebe grüsse, dani

molüfunidami
03.06.2012, 13:08
hallo!
es gibt neuigkeiten bei unserer ma, leider keine allzu guten.
freitag wurde sie geröngt und ein neues ct wurde gemacht.
die chemo hat leider nicht angeschlagen.

jetzt haben wir die wahl zwischen therapie-abbruch und raus aus dem krankenhaus, oder aber unsere ma kann eine andere chemo bekommen.
laut chefarzt hat sie leider die schlechtesten voraussetzungen für irgendeine therapie.
die andere chemo ist wohl noch relativ neu. der doc sagte, sie könne wunder bewirken, die er selber wohl schon erlebt hat, sodass unsere ma noch ein paar monate "relativ gute " zeiten haben könnte.
der nachteil ist wohl, dass diese chemo so dermassen agressiv ist, dass sie genauso gut innerhalb kürzester zeit (wohl am selben oder nächsten tag) dran sterben kann. allerdings wohl nicht an der chemo sondern an dem Tumor.

hat jemand von euch mit solch einer chemo schon erfahrungen gemacht, oder davon gehört?

wir haben morgen nochmal ein gespräch mit dem arzt, weil auch unsere ma sich bis morgen entscheiden soll, welchen weg sie jetzt gehen möchte.
dann werden wir sicherlich noch mehr über diese chemo erfahren.

liebe grüsse, dani

molüfunidami
05.06.2012, 21:12
hallo!
am donnerstag kommt unsere ma ins hospiz, sie hat zu viel angst vor den nebenwirkungen einer neuen chemo, die sowieso nur unter 10 % wirkung verspricht.
sie hat sich heute ganz bewusst dafür entschieden, und diese entscheidung war gut! es ist alles geregelt, morgen schauen wir uns das hospiz an, regeln noch die wichtigen dinge. micky und ich haben entschieden, dass wir gemeinsam in ihren letzten stunden bei ihr sein möchten.

wir haben extrem viel geweint heute, weil es jetzt keinen strohhalm mehr gibt...

aber mamas entscheidung war die richtige.

liebe grüsse, dani

rita2210
05.06.2012, 21:28
Liebe Dani, Liebe Micky,

ich fühle so sehr mit euch. Diese Zentner der Sorgenlast, die Angst über die Ungewissheit, Gedanken über das wie und wann...auch mich plagt all das, und es fühlt sich fürchterlich an, aber ich kann auch eine Erleichterung darüber verstehen, dass eure Mama ganz alleine eine klare Entscheidung getroffen hat.

Unerträglich wäre es gewesen die Hilf- und Ratlosigkeit bzgl. des weiteren Vorgehens in ihren Augen sehen zu müssen. Sie ist eine echt starke Frau und hat euch das abgenommen für sie eine Entscheidung treffen zu müssen und so wisst ihr, dass ihr unter diese Umständen den einzig richtigen weg geht - GEMEINSAM.

Ich wünsche euch im Hospiz so viele Glücksmomente wie nur möglich, so lange es geht ein Lächeln in euren Gesichtern und dass ihr die Zeit und den Mut findet euch alles zu sagen, was ihr euch noch auf den Weg mitgeben wollt.

Ich bin in Gedanken ganz fest bei euch und eurer lieben Mama.

Fühl euch lieb gedrückt von mir.

Rita:knuddel::knuddel:

molüfunidami
05.06.2012, 21:37
liebe rita!
habe dir zeitgleich in deinem threat geantwortet!!!

fühle dich einfach nur gedrückt, ohne worte...

mai-regen
05.06.2012, 21:41
Liebe Dani,
eine bittere Entscheidung.Ein schwerer Tag für euch.Kein Strohhalm mehr.Kapitulation.
Ich kenne diese Gefühle gut.Bei uns war gleich kurz nach der Diagnose klar,das es zu spät zum Kämpfen ist.Ich arbeite im Krankenhaus und kenne ja jeden Strohhalm,und sei er noch so kurz.
Meine Mum hatte keinen.Gegen eine Chemo hat sie sich aufgrund des geringen Gewinns fragwürdiger Lebenszeit entschieden.Ich war ihrer Meinung.Zwischenzeitlich,so acht Wochen vor ihrem Tod,kam bei mir das "Was wäre,wenn" Gefühl.Jetzt sehe ich,es war purer Egoismus.Ich wollte nicht ohne sie,ihre bedingungslose Liebe sein.....

Eure Tränen,die Traurigkeit,eventuell auch Wut,alles das steht euch zu.Aber die feste Entscheidung eurer Mama ,keine unnötige Qual mehr,ein Sichfügen ins Schicksal,wird euch bald zu einer Ruhe kommen lassen,einer ehrfürchtigen Ruhe,und die gibt euch die Kraft,sie zu begleiten.Es wird eine schwere Zeit,eine harte Lektion über die Allmacht der Natur.
Aber,auch wenn du jetzt denkst,wie kann man sowas nur sagen,es ist auch eine kostbare Zeit.
Wachsen,erwachsen werden und spüren,wie stark man ist.Spüren,dass man die Liebe zu r Mutter tief in sich hat,und sie ihre Liebe zu dir.Und erleben,dass der Tod das Ende des Lebens,aber nicht des Liebens ist.
Liebe Dani,alle innere Stärke für dich.Glaub an dich.Hör auf dein Bauchgefühl.Es ist zu schaffen.
Ich drücke dich mal gaaaaaanz fest!
SYlvia

molüfunidami
05.06.2012, 22:08
liebe mai-regen (so ein schöner name!)

ich weiss, was du meinst. der erst gedanke war, warum?
der zweite war: es ist richtig so!

deswegen haben wir wirklich fast alles schon geregelt, was es zu regeln gibt.

unsere ma soll noch ein paar schöne stunden?, tage haben, das ist das, was sie sich wünscht, und auch das, was wir ihr wünschen.

danke, mai-regen (sylvia) !

liebe grüsse, dani

mai-regen
05.06.2012, 22:18
Liebe Dani,
ihr macht das völlig richtig.Beistehen,schöne Momente schaffen,eure Liebe zeigen.
Mein Nickname "Mairegen "ist ein Songtitel von meinem Lieblingsliedermacher Reinhard Mey.
Hör mal rein,das war MEIN Lied,seit ich die Diagnose meiner Mum im vorigen September erfuhr."Mairegen,lass mich wachsen,Mairegen,gib mir Mut,Mairegen,lass mich glauben,alles wird wieder gut" singt er da.
Als ob ich es geahnt hätte,dass meine Mum im Mai sterben wird.Jetzt hat der Name noch eine neue Bedeutung.Mairegen,dass sind die Tränen für meine Mum!
Liebe Grüsse!
Sylvia

molüfunidami
05.06.2012, 22:26
mai-regen ist wunderschön...

undine
05.06.2012, 23:21
Liebe Dani,

ich habe Deinen Thread nicht gelesen. Da ich noch versuche, den Tod meiner Ma zu verarbeiten, lese ich eigentlich so gut wie gar nicht mehr hier im KK.
Ich weiß auch nicht, warum ich gerade heute vorbei geschaut habe und die Nachricht las: "Am Donnerstag kommt unsere Ma ins Hospiz".... Ich habe irgendwie nur das gelesen.

Liebe Dani, als meine Ma ihren Hospizplatz bekam, habe ich furchtbar geweint... vor unglaublicher Erleichterung. Denn ich wusste:nur da konnte sie perfekt medikamentös versorgt werden. Ich war nacher körperlich nicht mehr aussreichend in der Lage, sie zu pflegen. (Sie hatte Erstickungsanfälle und mein Vater lag mit Hüftbruch im Krankenhaus.)
Als meine Ma von in das Hospiz geschoben wurde, bin ich fast zusammen gebrochen, weil mir die Endgültigkeit bewusst wurde. Es war unglaublich schlimm.

Aber dann, liebe Dani, dann war es eine der besten Entscheidungen unseres Lebens! Und es ist eine so mutige Entscheidung von deiner Mom.

Mit dem Eintritt ins Hospiz hat meine Ma das erste Mal den Gedanken akzeptiert, dass sie sterben wird. Sie wurde wunderbar versorgt, umsorgt, medikamentös eingestellt. Sie hat Hof gehalten, hat die Menschen eingeladen, die sie liebt und sich verabschiedet. Es waren die letzten Tage einer Königin. So würdevoll, trotz Sauerstoffgerät, trotz Morphium... Ich war jede erdenkliche Zeit bei ihr. Mein Vater, der im selben Krankenhaus lag, schlief nachts bei ihr. Aber mit all dem Trouble, der Pflege usw. hatten wir nichts zu tun. Wir waren nur für uns. Wir haben alles ausgesprochen, keine Frage blieb unbeantwortet und meine Ma ist schließlich nach drei Wochen eingeschlafen. Ich habe ihre Hand gehalten.

Was ich dir sagen möchte, ist, dass Hospiz für einen selbst erst ein riesiger Schock sein kann. Aber dann ist es - wenn es ein gutes Hospiz ist - eine wunderbare Chance zusammen Abschied zu nehmen.

Als meine Ma Weihnachten gestorben ist, war ich erst entsetzt, dass der Bestatter sie gleich mitnehmen wollte. Aber dann dachte ich, um so eher wird eine andere Tochter, ein Sohn oder ein Ehemann oder eine Ehefrau die Möglichkeit haben, hier einen geliebten Menschen unterzubringen. Und vielleicht weint am zweiten Weihnachtstag auch irgendwo jemand in meinem Ort vor Erleichterung, weil nun endlich ein Platz im Hospiz frei ist.
Für mich war es die intensivste Zeit in meinem Leben... auch im positiven Sinne.

Ich wünsche dir, deiner Mom und deiner Familie von ganzen Herzen alles, alles Liebe! Und entschuldige bitte, dass ich in deinen Thread gepurzelt bin. Ich hoffe, ich habe nicht vollkommen aus dem Zusammenhang meinen Post platziert, weil ich ja deine / Eure Vorgeschichte nicht kenne.

Ganz viel Kraft! :pftroest:
Undine

Mirilena
06.06.2012, 07:56
Liebe Dani,

ich kann mich mai-regen und undine nur anschließen. Wenn es keine Hoffnung mehr gibt, dass es wieder besser wird, sondern jeder halbwegs angenehme Tag ein Geschenk, dann ist es gut, dass sich deine Ma jetzt für das Hospiz entschieden hat! Undine beschreibt die Zeit ihrer Mama im Hospiz auch so schön... Da muss ich wieder schlucken und mich konzentrieren, nicht zu weinen. Es ist bestimmt sehr schwer, aber wenn ihr euch das Hospiz anschaut und euch überzeugen könnt, welch schöner, heller und warmer Ort das sein kann, dann tröstet und beruhigt das ungemein. Und als hinterbliebene Tochter kann ich nur bestätigen, dass die Menschen, die mit Palliativmedizin oder-pflege sowie Hospiz zu tun haben, auf ihre eigene Art wundervoll sind. Auch als Angehöriger oder Freund fühlt man sich dort aufgehoben und angenommen mit all seinen Ängsten, Zweifeln, Unsicherheiten und Tränen.
Es ist gut so wie es ist und ich wünsche euch weiterhin viel Kraft. Eine Frage habe ich aber, weiß eure Mama jetzt darum, wie schlecht ihr gesundheitlicher Zustand ist und dass sie wohl bald gehen muss? Bisher musstet ihr beiden ihr das doch immer verschweigen, oder?

Alles, alles Liebe
Miriam

micky117
06.06.2012, 22:06
Hallo Mirilena,

ich bin die Schwester von Dani :winke:

Letzten Freitag hat Mama gesagt bekommen wie es um sie steht...
Seitdem ist sie ganz anders, abwesend, alle Stärke von ihr gewichen.
Heute war ich bei ihr, sie war wie im Delirium, hat vieles durcheinander bekommen, Träume und Realität vermischt.
Morgen kommt sie in ein Hospiz, bei mir herrscht Kopfchaos...

Sie hat wieder Schmerzen, wohl eine Darmentzündung :shocked: die in dem Stadium "völlig normal" :( sein soll. Es ist so schlimm...

Sie hat mit dem Leben abgeschlossen!

LG

undine
06.06.2012, 23:42
Liebe Micky,

alles Liebe! :pftroest: Ich hatte vor einem halben Jahr, als meine Ma ins Hospiz kam, in einer Broschüre gelesen, dass nach dem Begreifen, dass man sterben wird, eine Phase der Resignation kommt. Und dann wiederum ein Aufblühen erlebt wird.
Und so war es tatsächlich auch bei meiner Mom. Wir haben diese Tage sehr genossen; sie waren ein riesiges Geschenk. Auch wenn ich unglaublich meine Ma vermisse, so weiß ich auch, dass es ein Privileg war, dass wir uns in dieser intensiven Zeit einander hatten; ohne Masken, ohne Gefühle verstecken. Sie war "pur"; wir waren es.
Deshalb wünsche ich Euch beiden von ganzen Herzen, dass Ihr es schaffen werdet, gemeinsam von Eurer Ma Abschied zunehmen und diese Zeit nutzen werdet, Euch Eure Liebe zu zeigen.
Auch wenn ich furchtbar trauere, hilft es mir, wenn ich daran zurückdenke. Und es ist schön, dass du und deine Schwester einander habt. Mein Bruder war total überfordert und hatte sich zurückgezogen.

Alles Liebe wünsche ich Euch, aus ganzem Herzen! :1luvu:

Mirilena
07.06.2012, 11:25
Liebe Mickey,
Liebe Dani,

auch wenn es für euch beide sehr, sehr schwer in dieser Zeit ist... als hinterbliebene Tochter kann ich aus eigener Erfahrung sagen, dass es besser ist, wenn eure Mama jetzt mit dem Leben "abschließt", d.h. dass sie ihren Friedenmacht und nicht kämpft um jeden Preis. Die Tage oder Wochen, die euch bleiben, da wird es vielleicht ähnlich ablaufen, wie Undine es beschrieben hat. Ich wünsche es euch von Herzen.

Und dass eure Mama jetzt alles durcheinander bringt... Nun ja, ihr geht bestimmt auch sehr vieles durch den Kopf. Erhält sie bereits morphinhaltige Medikamente? Wenn ja, dann wundert es mich noch weniger, dass sie Realität und Traum vermischt. Auch das bessert sich in der Regel, wenn der Körper sich an das Morphin gewöhnt hat. Und bei meinem Papa war es so, dass er die letzten Tage sehr nach innen gekehrt war. Ich würde fast sagen, er hatte den Blick bereits nach innen gewandt. Sprechen konnte er kaum noch, weil er keine Kraft mehr dazu hatte... Aber ich saß immer bei ihm und habe seine Hand gehalten. Ich war einfach da. Es erschien mir verdammt wenig, doch ich war froh, dass ich wenigstens das tun konnte.

Alles Liebe für euch beide
Miriam

molüfunidami
08.06.2012, 21:37
hallo ihr lieben!

wir mussten erstmal "hospiz" verarbeiten. auch wenn man sagt, es ist richtig, bedeutet es trotzdem, jetzt wird es wieder anders. seit gestern ist unsere ma da. wir (papa, micky und ich) haben sie dort in empfang genommen. wir haben ihr zimmer vorher schön dekoriert, mit blumen und mit ganz vielen bildern von uns und auch ihren geliebten enkeln.

sie hat sich unglaublich gefreut, dass wir sie empfangen haben!

es gab jetzt noch diskussionen wegen der künstlichen ernährung. unsere ma hat dem palliativ-arzt gesagt, sie möchte sie, zumindest noch zum eingewöhnen. nach einigen diskussionen bekommt sie in diesem moment ihre nahrung.
sie möchte sie einfach noch haben, ist eine "sicherheit" für sie.

heute hat sie von ihrem bett aus ein eichhörnchen beobachten können, das auf ihre terrasse gekommen ist, hat sie uns mit einem lächeln im gesicht erzählt.

mama fühlt sich wohl. :1luvu:


liebe grüsse an euch, dani


@miriam
unsere ma bekommt schon :sad: seit über 4 wochen morphine, seit einer woche in form von pflastern...

Mirilena
08.06.2012, 22:04
Liebe Dani,

das ist ja lieb, dass ihr das Zimmer so schön dekoriert habt und eure Mama willkommen geheißen habt! Das ist dann ein bißchen wie daheim, oder? Und die Leute im Hospiz sind bestimmt alle sehr herzlich und liebevoll. Ich kann mir gut vorstellen, wie es sich für euch anfühlt. Aber versuch es so zu sehen, wie Undine es beschrieben hat. Vielleicht fühlt sich deine Mama im Hospiz viel besser, weil sie dort gut betreut und umsorgt wird und man ihr die Zeit so angenehm und schmerzfrei wie irgend möglich gestaltet. Und ihr könnt jederzeit bei ihr sein, ich glaube sogar über Nacht.
Ich musste lächeln, als ich von dem Eichhörnchen las, das deine Mama erfreut hat. Ich wünsche ihr noch ganz viele wunderschöne Momente wie diesen und vor allem mit euch gemeinsam!!!

Alles Liebe
Miriam :pftroest:

micky117
09.06.2012, 21:57
Hallo Ihr Lieben,

Hier ein Auszug aus der ärztlichen Bescheinigung:


1. Bronchialkarzinom des linken Lungenoberlappens mit Einbruch in das Mediastinum, Nebennierenmetastase links, Lebermetastasen und Rekurrensparese links, teilweise spindelzellig, sarkomatoidöses Karzinom
(T4, NX, M1, G3)[/B] Erstdiagnose 04.2012
- mit Zustand nach Portanlage am 02.05.2012
- mit normochromer, normozytärer Anämie und Zustand nach Transfusion von 2 Erythrozytenkonzentraten am 22.05.2012
- mit Progredienz nach Einleitung einer palliativen systemischen Chemotherapie mit Cisplatin/Gemzar (Tag 1 am 08.05.2012)

2. Infekt mit Fieber unklarer Genese
- unter antibiotischen Therapie mit Meronem Entfieberung im Verlauf
3. Bekannte Polyglobulie unklarer Genese
4. Zustand nach mehrfachen Beinvenenthrombosen (2006/2007)


LG Micky

micky117
09.06.2012, 23:28
Hallo,
dazu noch folgende Schlüsselnummern (?):

C 34.1
C 34.9
D 44.1
D 75.1

LG Micky

molüfunidami
10.06.2012, 15:27
hallo ihr lieben!

seit vorgestern baut unsere ma mit drastischen schritten weiter ab.
im hospiz sin die schwestern unglaublich bemüht um sie.

letzte nacht war unsere schwester, die vor 22 jahren im alter von 15 jahren gestorben ist, bei meiner ma. ihren namen hat unsere ma laut und deutlich ausgesprochen und dann leise zwiesprache mit ihr gehalten...

liebe grüsse, dani

Mirilena
10.06.2012, 17:51
Liebe Dani,

oh, dann klingt so, als würde eure Mama sich so langsam auf ihre Reise begeben. Auf jeden Fall ist sie nicht allein. Eure verstorbene Schwester wird dann wohl auf sie warten und ihr helfen, ins Licht zu gehen. Das glaube ich zumindest. Ich habe es vor dem Tod meines Vaters bei Elisabeth Kübler-Ross gelesen, dass wir alle nicht allein gehen müssen. Wir haben immer jemanden, der uns begleitet und oft sind es diejenigen, die uns vorausgegangen sind.
Ich wünsche euch beiden ganz viel Kraft für die kommende Zeit!
Alles Liebe
Miriam :knuddel:

molüfunidami
10.06.2012, 18:41
liebe miriam!

ja, es ist wohl so, dass wir alle von unseren lieben abgeholt werden (ich hoffe es zumindest!)
seit der diagnose sind noch nicht einmal 6 wochen vergangen, es geht alles so verdammt schnell.

heute mittag waren wir bei meiner ma, irgendetwas war anders als sonst, reines bauchgefühl.
im hospiz gibt es einen raum der stille, da sass ich im arm von schwester karin, habe ihr unsere geschichte erzählt und dabei wie ein kleines kind geweint.

seit 6 wochen denken wir, es kann nicht mehr schlimmer werden, nicht noch mehr weh tun..., doch, es tut jeden, wirklich jeden tag noch mehr weh!

liebe grüsse, dani

mai-regen
10.06.2012, 21:26
Liebe Dani,
ich kenne deinen Schmerz.Wir hatten nur mehr Zeit,uns darauf einzustellen.Vom Tag der Diagnose am 6.10.11 bis zu ihrem Tod am 6.5.12 vergingen genau sieben Monate....
Das Hospiz als "letzte Anlaufstelle" hatte ich immer im Kopf,aber nachher ging alles sehr schnell.Du schreibst das so schön vom Raum der Stille,ein Raum,wo DICH jemand aufgefangen und gehalten hat.
Es ist so wichtig,diese Arbeit der Hospizschwestern und Helfern.Es ist gut,dass du dich dort fallen lassen kannst und Trost bekommst.Es sind schwere Zeiten und auch danach wird es nicht gleich besser.Auch wenn der Schmerz täglich schlimm ist und man denkt,man schafft es nicht,wächst man über sich hinaus.Ich denke manchmal jetzt,dass mir meine Mum bis zuletzt Kraft gegeben hat,selbst im Sterben noch.Und jetzt ist sie mir näher als je zuvor,als wäre sie in mir,als wären wir eins.
Alle Kraft für diese schwere Zeit.Es ist zu schaffen.Und diese Zeit wird dir später ,so unglaublich das jetzt klingt,als sehr kostbar in Erinnerung bleiben.Wir lernen alles von unseren Müttern,Essen und Laufen und Fahradfahren und Lieben und Kochen und selbst Mutter sein....und zuletzt lernen sie uns, sie loszulassen und ohne sie weiterzuleben.....

rita2210
10.06.2012, 23:34
Liebste Dani, Liebste Micky,

entschuldigt, dass ich übers WE nicht gleich geantwortet habe. Es gab viel zu tun und ich bin ehrlich gesagt, wenn man es nach außen auch nicht so merkt, ziemlich erschöpft.

Wie lieb von dir Dani, dass du dich nach meiner Mama erkundigst. Da wird mir ganz warm ums Herz, wenn ich bedenke, wie viel du selber gerade durchmachst.

Meine Mama ist am Freitag nach Hause gekommen. Es war so weit, der für sie und irgendwo auch für mich so gefürchtete Tag, die Rückkehr an den Ort, den wir zwei Monate zuvor mit so viel Hoffnung verlassen hatten und an den wir jetzt als völlig andere Menschen wieder angekommen sind, mit trauriger Gewissheit.

Du weißt ja wie groß die Panik meiner Mama war, dass sie nicht beschützt und versorgt sein würde, dass es mehr Schmerz und Angstzustände geben würde. Aber das erste was sie gesehen hat waren ihre zwei kleinen Enkel, die sie lange zwei Monate nicht gesehen hat und sie mit einem ganz großen herzlichen und freudigen "Hallo Omi" empfangen haben. Allein das hat ihr gleich so viel Glückseligkeit verliehen, man hat es ihr angesehen. Das hat mich so glücklich gemacht. Die Kids haben sie zum Lachen gebracht, sie hat es so genossen, gleichwohl sie so abgeschlagen ist. Die Mattigkeit ist wirklich erheblich und zur Zeit ihr größtes Problem.
Sie wäre so gerne mobiler und hätte gerne die Kraft alleine aufzustehen und sich ihr Frühstück zu machen, sich im Bett besser betten zu können. All das fällt ihr so unheimlich schwer und ist z.T. momentan einfach nicht zu schaffen.

Am Freitag habe ich alle Medikamente für sie vorbereitet für die ganze Woche, meinen Vater in allem instruiert, Notfallnummern und sonstige wichtige Listen erstellt. Bin mit ihr Abläufe zu Hause durchgegangen und hab mir auch die Zeit genommen sie zu genießen und sie uns genießen zu lassen.

Die beide ersten Nächte zu Hause sind Gott sei Dank ganz ruhig und abgelaufen und morgen kommt unser Palliativarzt zum ersten Mal gemeinsam mit dem ambulanten Pflegedienst und ich bin sehr gespannt auf das Zusammentreffen und habe schon eine Liste voll Fragen, die ich morgen abklären will.

Die Ergebnisse des Hirn Cts sind für meine Mama positiv ausgefallen. Keine Hirnmetas und auch keine Anzeichen für eine Thrombose. Allerdings kann sich auch niemand erklären weshalb es vor einer Woche so schwierig mit dem Sprechen war und der Mundwinkel hing. Ich traue dem Braten noch nicht ganz, aber was will man machen...?

Ich nehme jeden halbwegs guten Tag wie ein Geschenk an und versuche trotzdem so weit wie möglich vorbereitet zu sein, wenn ein schlechter Tag kommt und mich nicht aus der Bahn werfen zu lassen und weiter richtig funktionieren zu können.

Im vergleich zu dir und auch zu Sylvia haben Mama und ich ja schon nun mehr als zwei Jahre mit diesem neuen Leben hinter uns gebracht. Und trotzdem habe ich das Gefühl überrannt zu werden, wie eine Welle im Meer, die dich einfach mitreißt und du weißt beim Überschlagen und dem Hin und Her gerissen werden durch die Wucht einfach nicht mehr wo oben und unten sind. Genauso überschlagen sich die Gedanken. Es geht alles so schnell, dass man Gedanken nicht zu Ende denkt, Gefühle aufeinander prallen...der Kopf raucht und ist plötzlich leer, um sich ohne Ruhephase sofort wieder in neue Gedanken zu stürzen. Und ich kann verstehen, wenn es bei dir und deiner Schwester alles um ein vielfaches extremer ist als bei mir. :(

Um so mehr bewundere ich deine Kraft, alles was du aufbringst, um an der Seite deiner Mama sein zu können. DU BIST DA, obwohl du weißt, der Schmerz wird noch schlimmer werden, DU BLEIBST DENNOCH DA, AN DER SEITE DEINER MAMA, du wirst das schaffen. Und ich kann Sylvias Worten so viel Wahrheit abgewinnen. Ich kann es mir auch noch so vorstellen und hoffe so sehr, dass es bei mir auch so sein möge, dass ich mit jedem schlimmeren Tag noch mehr an Kraft gewinnen möge.

Dani und auch Micky, ich bekommen Gänsehaut, wenn ich über das Gespräch zwischen eurer Mama und eurer Schwester lese. Es gibt wirklich keinen stärkeren Wunsch, den ich hege, als das Mama nicht alleine gehen muss. Sie hat mich seit meiner Geburt begleitet und irgendwann gab es einen fließenden Übergang und langsam habe ich sie begleitet und ich mache es so gerne und mit so viel Liebe, dass ich mir wünschte ich dürfte sie auch hierbei begleiten. Nur sicher rüberfahren an das andere Ufer. Ich würde auch noch nicht vom Boot steigen, denn ich muss ja noch für meine Familie das sein und meine drei Männer hier auf dieser Seite begleiten. Aber ich würde nur sicher gehen, dass sie gut angekommen ist ihr einen dicken Kuss aufdrücken und fest umarmen sie vorsichtig aussteigen lassen und sagen "Mama, hier wird es dir gut gehen, ich fahre jetzt wieder nach Hause und komme bald wieder, dann werden wir endlich wieder zusammen sein".

Meine Nichte (6 Jahre) ist dieses Jahr im Januar schon so jung rübergefahren. Ich denke jeden Tag an sie und bitte sie ihre Oma, wenn es soweit ist abzuholen und zu begleiten. Dieser Gedanke erleichtert mir und meiner Schwester vielleicht das Unvermeidliche.

Ich möchte euch lange lange drücken und halten und tue es auch aus der Ferne :knuddel::knuddel::knuddel::knuddel::knuddel::knud del::knuddel:

Ihr sollt noch einmal wissen, dass hier jemand an euch denkt und Kraft sendet.

Liebe Grüße ihr zwei

Rita

molüfunidami
12.06.2012, 20:36
hallo ihr lieben!

ich danke euch für eure (miriam & rita & sylvia!) so wahnsinnig lieben und auch ausführlichen antworten! ihr seid sooo toll!

ich bin nicht so die grosse schreiberin, das habt ihr wohl auch schon gemerkt..., trotzdem möchte ich das wichtige für mich schreiben (im nachhinein merke ich jedesmal wieder, dass ich schon wieder mindestens die hälfte vergessen habe...!)

heute morgen rief micky mich um 7.14 uhr an. das hospiz hat angerufen.

unsere ma hatte totale panik und wollte ihre kinder sehen!!!
oh, schreck!

wir waren heute fast 10 stunden bei ihr, mit unserem papa zusammen, sie war um kurz nach acht immer noch total aufgelöst und voller angst.

unsere ma hat ganz schlimme halluzinationen gehabt, ist aufgestanden, hat sich katheter und andere zugänge selber rausgerissen und voller panik an die terassentür getrommelt,weil sie dachte, man wollte sie entführen.

arme mama! sie ist seit wochen nicht mehr aufgestanden, welch kraft muss sie dieses erlebnis gekostet haben.

ich habe heute abend noch auf den palli-arzt gewartet, er ist super nett.
unsere ma bekommt gerade alle 4 stunden palladon, und er sagte, es ist wohl einfach zu viel.

jetzt wird sie umgestellt, bekommt wohl eine pumpe an ihren port , wieder mit morphium, keine pflaster mehr, weil sie wohl nicht so fein einzustellen sind.

heute wirkte sie den ganzen tag wie zugedröhnt, man sah meistens nur noch das weisse ihrer halb geöffneten augen, dazu dieser gequälte atem...

es war kein schöner tag, sehr, sehr anstrengend, aber es war schön, den ganzen tag bei ihr zu sein...!

mehr kann ich gerade nicht schreiben, bin zu kaputt!

liebe grüsse an euch, dani

Mirilena
12.06.2012, 21:11
Liebe Dani,

ach Mensch, deine arme Ma! Es ist schlimm, dass diese Medikamente so starke Nebenwirkungen haben... Vielleicht wird es besser mit der Umstellung, damit sie nicht mehr solche Angstzustände hat. Es hat sie sicherlich beruhigt, als ihr alle bei ihr gewesen seid. Ist doch etwas anderes, die vertrauten und geliebten Menschen bei sich zu wissen.
Ach, das tut mir so leid, dass es deiner Mama so schlecht geht. Und euch somit ja auch. Und ich weiß, wie viel Kraft das kostet. Man fühlt sich seelisch und körperlich derart erschöpft und kraftlos. Wahrscheinlich könntest du immerzu nur schlafen, oder? Das kenne ich auch noch.
Schön, dass ihr bei deiner Mama wart und ihr Halt geben konntet. Ich glaube, dass Menschen, auch wenn sie wie weggetreten wirken, doch immer die Stimmen und die Berührungen ihrer Lieben erkennen und dass es sie tröstet und beruhigt.

Nun schlaf gut, liebe Dani und ruhe dich aus! Du brauchst jetzt deine Kraft!
Liebe Grüße und Umarmung
Miriam

molüfunidami
12.06.2012, 21:34
liebe miriam!

bin immer noch hier, kann einfach nicht abschalten.

ich habe heute deinen threat gelesen (neben seiner eigenen geschichte, die einen so gefangen nimmt, kann man gar nicht immer auch für andere schicksale offen sein...) . wie machst du das?

ich bewundere die kraft, ein schicksal zu verarbeiten, und noch so viel kraft für andere menschen zu haben!

liebe miriam, du bist seit dem anfang unseres schicksals immer an unserer seite.
ich danke dir dafür!

liebe grüsse, dani

molüfunidami
12.06.2012, 22:09
liebe micky!

denke an dich und hab dich dolle lieb! :kuess:

auch wenn wir völlig unterschiedlich sind, sind wir aus einem holz geschnitzt!

lg und dk dani

molüfunidami
13.06.2012, 19:30
hallo ihr lieben!

meine ma ist auch heute wie weggetreten. sie schläft fast nur, und das mit halb geöffneten augen. gestern abend hat sie alles verweigert, schmerzmittel, beruhigungsmittel und auch ihre beutelnahrung, die ihr sonst immer so viel sicherheit gegeben hat.

ich habe spät abends am telefon mit engelszungen auf sie eingeredet, sie möchte doch zumindest ihre schmerz- und beruhigungsmittel nehmen. sie sagte, ja, mache ich, ich liebe dich doch...

gemacht hat sie es erst heute morgen wieder.
den hospizschwestern hat sie heute gesagt, sie hat angst, dass sie keiner mehr besuchen kommt, weil ja in den letzten tagen auch keiner bei ihr war...!

sie weiss von nichts mehr. hat panische angst vor dem sterben, und ist zudem leider überhaupt nicht mehr ansprechbar.

wir können sie nicht einmal mehr beruhigen, weil wir sie nicht mehr wirklich erreichen.

ganz, ganz grossen dank an die hospizschwestern, die uns zu jeder tag- und nachtzeit mit rat, tat und trost zur seite stehen!!!
wie sehr diese schwestern einen auffangen können, ist schon unglaublich!

liebe grüsse an euch! dani

rita2210
14.06.2012, 22:16
Liebe Dani,

ich möchte mich am liebsten jeden Tag bei dir melden. Würde ich hier jedes Mal eine Nachricht hinterlassen, wenn ich über den Tag an euch denke, dann wären es ganz schön viele. Aber ich schaffe es nicht von meiner Kraft her.

Ich habe deinen letzten Eintrag bei Doris eben gelesen und ich möchte dich einfach lieb und feste in den Arm nehmen. Ich wünsche dir von Herzen und deiner gesamten Familie, dass ihr die Kraft habt weiter durchzustehen, da zu sein, es schafft die Erschöpfung noch weiter hin zu halten und deine Mama zu begleiten.

Halte durch:knuddel::knuddel::knuddel::knuddel: !!!

Rita

micky117
15.06.2012, 09:19
Mama, 27.08.1948 - 15.06.2012
um 01:58 Uhr im Kreise ihrer Lieben eingeschlafen

Sie hat es geschafft!

Mama, ich liebe Dich unendlich,
deine Micky

mai-regen
15.06.2012, 10:04
Liebe Micky,liebe Dani,
mein tiefes Mitgefühl für euren Verlust.Bei aller Trauer wird es euch immer trösten,dass ihr bis zum Ende bei ihr ward.Es hilft auch,im wahrsten Sinne des Wortes,zu begreifen.....
Die Natur ist allmächtig,das hatte ich in den letzten Stunden bei meiner Mum so erlebt.
Man kämpft,man sorgt sich,man ist wütend und verzweifelt,aber für mich kam in den Stunden ihres Sterbens der Moment völliger innerer Ruhe.Die Natur übernimmt die Führung und man kann sich nur ergeben.Fast wie bei einer Geburt....
Ich hoffe,ihr konntet diesen Frieden auch fühlen.Die nächsteZeit wird schwer,aber es ist zu schaffen.Ich wünsche euch liebe,verständnisvolle Menschen an eurer Seite.
Mit stiller Umarmung,
Sylvia

molüfunidami
15.06.2012, 13:04
unsere liebe ma ist eingeschlafen.

wir waren bei ihr und haben ihre hand gehalten. es war alles ganz friedlich, und ich bin unendlich froh und dankbar, dass ich in diesem moment
bei ihr sein durfte.

euch allen lieben vielen dank für eure lieben worte, und viel, viel kraft
für euch und eure lieben!



liebe mama!
danke für deine bedingungslose liebe, danke, dass du meine mama bist und ich deine tochter sein darf!
ich liebe dich so sehr.

deine dani

Mirilena
15.06.2012, 18:11
Liebe Dani,
Liebe Micky,

es tut mir sehr leid, dass eure Mama so früh gehen musste. Doch wenn keine Kraft und auch keine Hoffnung auf Besserung mehr da ist, ist es gut, wenn man gehen darf. So traurig es für die Zurückbleibenden ist, aber eure Mama hat jetzt nie, nie wieder Schmerzen. Und ihr habt sie bis zum Schluss begleitet und sie war umhüllt von eurer Liebe. Das hat sie sicherlich gefühlt und so konnte die dann loslassen.

Ihr könnt stolz auf euch sein, dass ihr in dieser sehr schweren Zeit an der Seite eurer Mama sein konntet und die Kraft hattet, ihre Hand zu halten. Wenn es euch auch wenig erscheinen mag, so ist es doch sehr viel! Und so seltsam es jetzt klingen mag, ich denke, dass man auch auch so einem endgültigen Abschied sehr viel Kraft mitnehmen kann.

Auch ich hoffe, dass ihr euch jetzt gegenseitig Halt geben könnt und dass ihr die Atmosphäre des Friedens noch ein wenig beibehalten könnt. Ich wünsche euch beiden und euren Familien viel Kraft für die kommende Zeit und auch Zeit, um eure Mama zu betrauern, offene Ohren, wenn ihr reden möchtet und offene Arme.

Stille Grüße
Miriam

micky117
15.06.2012, 19:24
Hallo Miriam, Rita und Sylvia

ist diese Leere normal??? Ich bin zuhause, schaue mich um und alles ist mir fremd :( ...

Heute Vormittag waren wir bei ihr im Hospiz um ihre persönlichen Sachen abzuholen, da lag sie in ihrem Bett, ganz toll zurecht gemacht.
In Rosenblättern gebettet, einen Rosenstrauss in den Händen ...
Alles wunderschön dekoriert, mit Kerzen und Deckchen ...
Aber sie war kalt, ich konnte sie nicht mehr berühren, ich hätte sie sooo gerne gestreichelt, geküsst, liebkost ... aber es ging einfach nicht.

Wir hatten viel zu wenig Zeit :weinen: zwischen Diagnose und ihrem Tod, alle Ereignisse haben uns innerlich kaputt gemacht, nichts konnten wir verarbeiten, konnten uns auf keine Aussage der Ärzte einstellen, kein Hoch, nur Tiefs..... es ging immer nur steil Bergab :weinen:

Was sind 8 Wochen :huh:

Mittwoch um 13 Uhr ist die Trauerandacht, das ist mir viel zu viel, alles geht so schnell :undecided

Ich wünsche ALLEN mit dem gleichen Schicksal mehr Zeit, mehr Möglichkeiten sie zu nutzen und ganz ganz viel Kraft!
Wir konnten uns auf dieses Forum gar nicht richtig einstellen, es nicht voll nutzen da alle Ereignisse sich überschlagen haben oder wir einfach zu überfordert waren, ich weiß es nicht...
Ich wünsche aber JEDEM Betroffenen solche Menschen an ihrer Seite wie IHR es seid, ich möchte mich ganz herzlich und ehrlich bei euch bedanken, ihr habt vieles bewirkt und uns das Gefühl gegeben nicht alleine dazustehen, vielen Dank!!!

Lieben Gruß, Micky

mai-regen
15.06.2012, 21:42
Liebe Micky,
ja,ich denke,dieses Gefühl von Leere,dieses Fremdsein im eigenen Leben ist normal.
Es hat sich für euch alles geändert und man hat das Gefühl,das Leben an sich,das sich einfach weiterdreht,passt nicht mehr zu einem selbst.Dazu kommt ein Gefühl,wie betäubt zu sein,irgendwie neben allem zu stehen....all das habe ich auch so empfunden.Und dazu eine Beklemmung,als drückt einem etwas den Hals zu,vor allem in der Wohnung meiner Eltern.
Und du hast völlig Recht,ihr hattet keine Chance,euch drauf einzustellen,acht Wochen sind nichts!!! Wir hatten etwa acht Monate,und auch diese Zeit scheint mir kurz.
Irgendwann wirst du Trost darin finden,dass ihre Leidenszeit dadurch auch kurz war.
Jetzt werdet ihr alles Schritt für Schritt verarbeiten.Lass alle Gefühle zu,lass die Gedanken kreisen,vertrau auf das Urwissen deines Körpers und deiner Seele.Trauer bedeutet nicht nur,traurig zu sein.Wundere dich nicht über die seltsamsten Symptome,ich hatte ein Engegefühl im Hals,Bauchkrämpfe,Schlafstörungen und konnte mich auf nichts konzentrieren....
Ich wünsche dir,dass du heute Nacht schlafen kannst,zur Ruhe kommst!
Liebe Grüsse

Doris71
15.06.2012, 21:56
Liebe Micky und liebe Dani

es tut mir sehr leid, dass Eure Mum so früh gehen musste! Ihr wird es jetzt gut gehen und sie wird immer bei Euch sein.
Leider bin ich nicht so gut mit Worten :( Schreiben ist nicht so mein Ding.:(
Ich wünsche Euch beiden für die kommende Zeit viel Kraft, bin mit meinen Gedanken bei Euch!:knuddel:

Herzlichst, Doris

Mirilena
16.06.2012, 09:08
Liebe Micky,

genau das, was du beschreibst, habe ich auch empfunden. Und Sylvie hat es es so passend ausgedrückt. Ein Leben, das nicht mehr zu dir passt. Ist es zu eng geworden oder zu weit? Auf jeden Fall erscheint es fremd. Und die Welt sieht auch so seltsam anders aus, oder? Wie Sylvie schreibt, vieles ändert sich und das Leben ist tatsächlich nicht mehr so, wie es vorher war. Dennoch muss nicht alles schlechter sein... Die Trauer wird dich jetzt in ihrem Griff haben und das ist auch gut so, denn damit deine Seele wieder ganz werden kann, brauchst du diese Trauer, den Schmerz und alles, was da hochkommen mag.
Ich hoffe, du kannst dir die Zeit,die es braucht nehmen! Und ich wünsche dir die Kraft, in diese Trauer einzutauchen, so schmerzhaft es ist. Wenn du alles zulassen kannst, wird es dir helfen... So zumindest ist meine Erfahrung! Verdrängen bringt hingegen nichts, denn dann kommt es noch heftiger zurück. Irgendwann.
Liebe Micky, lass dich mal in den Arm nehmen! Die Zeit ist relativ... 8 Wochen, 8 Monate, 8 Jahre.... Letztlich ist es immer zu wenig Zeit. Und vorbereiten können wir uns nie so richtig. So heftig diese Zeit auch war, ich kann nur bestätigen, dass ihr alles gemacht habt, was zu tun war und dass ihr beiden eure Mama liebevoll begleitet habt. Sie ist in dem Wissen gestorben, zwei wunderbare Töchter durch's Leben begleitet zu haben, von denen sie sich nun verabschieden musste...

Alles, alles Liebe und viel Kraft für die Trauerfeier
Miriam

molüfunidami
19.06.2012, 21:43
hallo ihr lieben!

morgen um 13 uhr ist es dann soweit.
puuh, der "offizielle" part findet statt. bisher war alles intim, in familie, wo man
für sich geschützt ist.
die angst wird immer grösser, dem sarg entgegen zu sehen, "ihre" musik zu hören, sich wieder auf eine (schon wieder andere) trauer einlassen zu müssen...

wir waren dabei, als unsere ma eingeschlafen ist, so weh es tat, so schön war es auch, ihre hand zu halten, einfach bei ihr zu sein, frieden zu finden. liebe zu geben, kraft zu bekommen.

hab trotzdem angst vor morgen, je näher es kommt, desto mehr.

liebe grüsse, dani

Mirilena
20.06.2012, 08:55
Liebe Dani,

ich denke heute ganz besonders doll an dich und stell dir vor, wir alle hier halten deine Hand... Es ist ein schwerer Gang und dennoch ist es auch tröstlich, mit all den Menschen dort in Trauer um eure Mama vereint zu sein. Es vermittelt ein schönes Gefühl zu wissen, dass deine Mama so vielen menschen wichtig war und ist und dass sie alle sich heute verabschieden möchten und traurig sind. Natürlich ist es auch anstrengend, aber es hilft symbolisch...

Ich wünsche dir und deiner Schwester sowie eurer Familie heute viel Kraft für diesen letzten Gang. Und wir alle hier denken an euch!!!

Umarmung
Miriam :knuddel:

mai-regen
20.06.2012, 14:18
Liebe Micky,liebe Dani,
ich habe heute Mittag ganz fest an euch gedacht.Ich hoffe,es ist alles nach euren Wünschen verlaufen und das ihr Trost in der gemeinsamen Trauer finden konntet!
Alles Liebe!
Sylvia

molüfunidami
20.06.2012, 20:12
ihr lieben
unsere trauerfeier ist vorbei. der pastor hat eine schöne rede gehalten.
unsere ma hat adoro geliebt, wir haben drei schöne stücke von ihnen für sie spielen lassen.
es war sehr ergreifend, emotional für alle, wir haben viel geweint.

so, jetzt ist das auch vorbei.

was kommt jetzt?

undine
21.06.2012, 00:10
Von Herzen wünsche ich Euch alles Liebe.
Das "Danach" ist ein weiterer, anderer Kampf. Auch dafür wünsche ich Euch unendlich viel Kraft. Alles Liebe!

micky117
24.06.2012, 23:30
Hallo Rita, Doris, Miriam, Undine, Sylvia :winke: (ich hoffe ich habe niemanden vergessen?)

Ich möchte mich auf diesem Weg noch einmal ganz herzlich bei euch für die letzten Wochen an Unterstützung und schließlich der Anteilnahme zum Tod unserer Mutter bedanken, ihr seid einfach toll :1luvu:

Zur Zeit versuchen wir die Wohnung unserer Mutter aufzulösen, das ist schwer... Man fühlt sich wie ein Schmarotzer :( kramt in ihren Sachen, entscheidet was in den Müll kommt, wer was mit nach Hause nimmt, schrecklich... aber auch das ist bald vorbei :cry:

Ich wünsche euch von ganzem Herzen alles erdenklich Gute, ich weiß nicht ob ich hier im Forum noch viel Zeit verbringen werde, muß unbedingt mal abschalten und auf andere Gedanken kommen :undecided
Ab Morgen gehe ich auch wieder arbeiten, der Terminkalender ist proppevoll, hoffe das ich durchhalte :(

Ich drücke jeden einzelnen von euch ganz doll,

bis bald...

Micky

Mirilena
25.06.2012, 10:53
Liebe Micky,

vielleicht verirrst du dich ja mal in den neuen Thread deiner Schwester... wenn dir danach zumute ist.

Es ist eine sehr schwere Zeit für dich, alles ging so schnell und dein Leben wurde komplett durcheinander geschüttelt. Ich hoffe, dass du demnächst mal zur Ruhe kommen kannst und Zeit für dich und deine Trauer ist. Es ist hart, wenn man dann wieder in den Alltag geschleudert wird, obwohl man noch Stille bräuchte. Aber das Leben nimmt da wenig Rücksicht. Vielleicht ist es auch richtig, damit man seinen vorgegebenen Strukturen wieder folgt, ich weiß es nicht. Mir fiel es im Februar sehr schwer, aber inzwischen hat mich der Alltag wieder überrollt. Da bleibt nur abends Zeit zum Nachdenken und Trauern. Mittlerweile kann ich ganz gut mit meiner Trauer umgehen und ich wünsche dir auch, dass du einen Weg findest. Deine Mama bleibt immer in deinem Herzen und so lebt sie in dir weiter...

Alles, alles Gute für dich
Miriam

molüfunidami
26.06.2012, 20:16
hallo ihr lieben!

auch ich möchte mich aus diesem threat zurückziehen. ich bin ja ins hinterbliebenen-forum umgezogen.

ich möchte euch allen von herzen danken, dass ihr uns begleitet habt, für mich ward ihr ein ganz grosser anker in der schweren zeit, ich habe unglaublich viel gelernt von euch, und ich hoffe, ich werde noch vieles weitergeben können.

ich werde immer wieder hier reinschauen und vielleicht werde auch ich mal jemandem helfen können.

allen angehörigen, auch gerade den neuen, wünsche ich unglaublich viel kraft, ihr werdet sie in diesem forum finden!

ganz liebe grüsse an euch, dani

rita2210
27.06.2012, 05:54
ich werde immer wieder hier reinschauen und vielleicht werde auch ich mal jemandem helfen können.



So wie du mir gestern geholfen hast. Ich umarme dich in innigster Dankbarkeit dafür Dani!

:knuddel:

molüfunidami
28.06.2012, 21:45
:remybussi sehr gerne, und danke, liebe rita!