Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Magenkrebs im Endstadium
Mein Vater klagte seit Weihnachten immer wieder über Schmerzen. Diese Woche wurde er ins KH gebracht, weil ihm absolut ned gut ging.
Gestern haben wir dann erfahren was mit ihm los ist und seither fehlt mir der Boden unter den Füssen.
Die Diagnose ist Magenkrebs, Methastasen in den Lymphknoten und der Leber. EIne Op kann nicht mehr gemacht werden und es wird noch geschaut ob ne CHemo in Frage kommt bzw welche Maßnahmen zur Schmerzlinderung gesetzt werden.
Für mich ist das alles noch so unbegreiflich und ich kann noch ned klar denken.
Habe ein Gefühl der ANgst und der Hilflosogkeit.
Was mir im Moment bleibt ist die ANgst, das Gefühl keinen Kraft zu haben um die kommende Zeit durchzustehn
Hallo zwuuu,
ich weiß ganz genau wie es dir geht.Mein Papa hat die Diagnose September.12 "Lungenkrebs" mit Leisten Metastasen bekommen.Auch mein Papa hat sehr starke schmerzen wegen denn Metastasen.Auch ich denke jeden Tag,wie schaff ich das nur.Ausbildung und mein Papa zuhause Pflegen.
Aber ich denke immer positiv,jeden Tag dem ich meinen Vater helfen kann, macht mich stärker..Ich denke nie daran warum muss ich das machen,sondern ich DARF es machen...Bleib stark und geh mit deinem Papa all die Wege,damit er nicht allein dadurch gehen muss.
Ich schicke dir ganz viel kraft für die Zukunft!!!
LG Vavi
Hallo zwuuu,
auch ich kann sehr gut verstehen, wie du dich fühlst. Meine Mutter bekam exakt die gleiche Diagnose im Mai '12. Aber ich möchte dir auch ein bisschen Hoffnung machen: meine Mutter lebt noch, obwohl die erste Prognose verheerend war. Sie bekommt seitdem Chemo, mit der es ihr mal besser, mal schlechter geht. ABER: sie ist noch da und wir tun unser bestes jeden einigermaßen guten Tag zu geniessen. Es mag hart klingen: aber es ist ein Abschied auf Raten. Die ersten 2 Wochen war ich auch mega down, inzwischen haben wir uns mit der Krankheit so gut es eben geht arrangiert und ich bin dankbar für jeden Tag. Vor allem auch für den Umstand, dass sie noch in der Lage ist zu 'leben' wenn auch zunehmend eingeschränkt. Ich verbringe so viel Zeit wie es geht mit ihr, wir erzählen viel, arbeiten auf und versuche sie zu unterstützen so gut ich kann. Auch ich mag noch nicht an den Tod und das Ende denken, aber ich weiss, das die Zeit endlich mit ihr ist und versuche dieses Wissen zu nutzen, die Zeit zu nutzen, die uns bleibt. Ich wünsche dir/euch ganz viel Kraft und hoffentlich noch einiges an schöner, gemeinsamer Zeit.
Liebe Grüsse, Lara
Vielen Dank für Eure lieben Worte und Eure Erfahrungen mit dieser Situation. Seit der dem 10.01 hat sich doch Einiges in unserem Leben verändert. Einerseits muss man das alles erst mal verdauen und einen Weg finden damit umzugehn. ANdrerseits ist es nun auch an uns (meiner Mama und mir) dem Papa Kraft, Halt und MUt zu geben.
Diese WOche am Montag hatte er Befundbesprechung und da wurde er vorsichtig mit der Diagnose konfrontiert. Der Arzt hat die Bombe nicht auf einmal platzen lassen, wofür wir auch sehr dankbar sind. Mein Papa hat es zu seiner eigenen Überraschung relativ gelassen aufgefasst. WObei nun die INformationen sich langssam durcharbeiten, er sehr viel grübelt oft traurig ist. Am MIttwoch war es dann serh schlimm und er meinte zur Ärztin sie soll ihm was geben damit er gleich sterben kann und wenn nicht dann tut er sich selber was an. Es wurde ssofort ein Therapeut hinzugezogen und wir alle zusammen haben ihm Mut zugesprochen. Heute wurde er auf die Onkologie überstellt wo nun die Palliativtherapie abgestimmt wird. Wenn alles gut geht, darf er Beginn der kommenden Woche nach Hause :) Darauf freut er sich sehr.
Lara du hast Recht, es ist nun ein Abschied auf Zeit. Und keiner kann einem sagen wie lange dieser Weg dauern wird. Ich mag auch nicht danach fragen. Es erscheint mir für mich nicht gut sich hier an irgendwelche Zeitrahemn zu fixieren. Ganz nach dem Motto, " Der Mensch denkt und Gott lenkt".
Ich sehe jeden Tag als Geschenk und bin glücklich über die Zeit die uns noch geschenkt wird.
Natürlich bin ich jeden Tag traurig und es kommen immer wieder Wellen über mich in denen ich nur am Heulen bin. Aber ich denke auch das ist völlig normal.
Auch ich wünsche Euch ganz viel Kraft und natürlich glückliche Momente, die ihr tief im Herzen für immer festhalten könnt.
Alles erdenklich Gute für Euch
Lg Edith
PS: hab vorhin den Befund gelesen
ulzeriertes, niedrig differ. tubuläres Adenocarcinom G3, 60 mm, vorderwandig
Lungenemphysem, Lebermetastasen
aber das ist alles voll fachchinesisch :(
Liebe Edith,
ich kann gut nachfühlen wie es dir und deiner Familie geht – wir standen letztes Jahr um diese Zeit mit der gleichen Situation da.
Ich kann dir natürlich keine Heilung in Aussicht stellen, aber ich kann dir und deinem Vater vielleicht doch Mut machen.
Ich finde es gut, dass ihr Euch nicht von zeitlichen Prognosen verrückt machen lasst.
Wie viel Zeit noch bleibt, kann euch für euren Fall ohnehin niemand sagen.
Wenn du im Internet danach forschst, wirst du Zahlen für ‚medianes Überleben’ und alles Mögliche finden.
Sie beziehen sich aber auf ein statistisches Mittel. Diese Zahlen haben mich damals völlig fertig gemacht, bis ich begriffen habe, dass sie für den individuellen Krankheitsverlauf keinerlei Bedeutung haben und für uns auch tatsächlich keine Bedeutung hatten.
Also lass dich bloß nicht davon runterziehen!!! Such am Besten gar nicht erst danach.
Der Anfang ist schwer, natürlich müsst ihr alle das nun erst verdauen – soweit das überhaupt geht.
Mein Mann hat – nachdem der Nachlass geregelt war – den Stier bei den Hörnern gepackt und beschlossen, sein Leben unter der Palliativtherapie einfach so normal wie möglich fortzusetzen.
Er hat das im letzten Jahr durch – und mich noch dabei mitgezogen. Wir hatten bis jetzt sehr viel Glück.
Die Therapie war längst nicht so belastend wie befürchtet und hat deutlich mehr gebracht als angekündigt. (Genaueres kannst du in meinem thread nachlesen)
Und genau das wünsche ich euch auch!
Nun zu deinen Fragen. Sie betreffen überwiegend den histologischen (feingeweblichen) Befund.
Adenokarzinom ist das ‚Standardkarzinom’ im Magen. Adenokarzinom besagt, dass das ursprüngliche Gewebe aus dem der Tumor stammt, das Drüsengewebe der Magenschleimhaut ist.
Das Wachstumsverhalten des Tumors und damit seine Aggressivität kann mit Hilfe des Differenzierungsgrads bestimmt werden. Wenn die Tumorzellen - vereinfacht gesagt - den ursprünglichen Magenschleimhautzellen noch sehr gleichen, spricht man von hoher Differenzierung. (G1) Bei schlechter Differenzierung (G3) haben sie sich bereits sehr in ihrem Verhalten von normalen Schleimhautzellen entfernt, wachsen also z.B. schneller.
Mein Mann hatte auch G3, uns hat man erklärt, dass diese Zellen zwar rasant wachsen, damit auch für die Metastasierung verantwortlich sind, aber auch besonders gut auf die Chemotherapie ansprechen, was sie Biester in unserem Fall ja auch brav getan haben.
Ulzeriert (geschwürartig) beschreibt ebenso wie tubulär (röhrchenförmig) die Wuchsform des Tumors, also grob gesagt das Aussehen des Tumors und seine Verteilung im Magen. Dazu kann ich dir aber weiter nichts sagen, das habe ich mir gerade selbst im Internet zusammen gesucht.
Ich hoffe, ich konnte dir ein bischen helfen, wünsche Euch alles Gute, viel Mut und Kraft und hoffe, dass die Behandlung so schnell wie möglich beginnt!
Arona
Vielen Dank Arona für deine Erklärung.
Habe mich nun ein Weilchen ned gemeldet.
Habe eine ANgina ned ordentlcih auskuriert und lag mit Herzmuskelentzündung im KH. Kommt halt nun alles daher, nur leider keine Besserung in unserer Situation. Manchmal , an Tagen so wie heute, denke ich mir wie viel Mist kann eigentlcih noch so daherkommen? Reicht es nun ned schon für die nächsten 100 Jahre :(
Meinem Papa gehts ned wirklcih besser. Die 1. Chemo hat er noch im Jänner bekommen. Es hieß es ist eine Palliativchemo, aber auch die hat alles an Nebenwirkungen dahergebracht was nur so geht. Immer wenn ich zu ihm raufkomm (Anm: Mein Mann , ich und unsere 3 jährige Tochter wohen im EG meines Elternhauses) seh ich wie er den Spiegel hält uns sein Äusseres ansieht. Er leidet, dass die Haare weg sind und dass er immer schmaler wird. Sein Gesicht ist schon serh sehr schmal und spitz. Gewicht hat er ziemlich verloren und er liegt zu 95 %. Wenn er aufsteht fürs Klo oder kurz um am Tisch zu essen ist er nach 3 min vollkommen erschöpft, schwitzt und es wird ihm unangenehm übel. Zug um Zug bekommt er dann starke Schmerzen, so dass er sich wieder hinlegen muss.
Eigentlcih häte er sollen schon heute vor einer Woche die 2. Chemo bekommen. ABer sein Allgemeinzustand lässt dies im Moment ned zu. Der Arzt meinte heute, dass wir da auch noch weiter zuwarten müssen...wenn überhaupt noch eine möglich sein wird bzw SInn macht und ihm das Leben ned nur schwerer macht.
Wir werden sehn.
Es ist nur so verdammt schwer zu sehn wie er leidet und immer weniger wird. Die krankkeit hat ihn voll gezeichnet und es fällt mir Tag für Tag schwerer ihm Mut zuzusprechen. Weil ich merke, dass er selbst keien mehr hat. Er redet auch schon von der zeit wo er nicht mehr bei uns sein wir. Diese Gespräche erschöpfen mich und machen mir mein Herz schwer.
Natürlich möchte ich ned dass er leiden muss. Acher die letzten Wocxhen habe ich einfach versucht zu verdrängen. Was nun ahlt gar nicht mehr geht. UNd von der Realität wieder eingeholt zu werden zog mir die Füsse weg.
Merh kann ich im Moment gar ned schreiben. Mir fehlt grade einfach die Kraft, normale Gedanken zu denken.
Alles Liebe Euch
Es geht weiter bergab. Mein Vater hat sich letzten Freitag für den 2. Chemo Zyklus entschieden. Es ist eine sogenanntes Toga Studion Protokoll, was da gemacht wird. Am Freitag hat er auch Blutkonserven bekommen, da die Werte sehr miserabel waren. Danach wurde gleich mit der Chemo begonnen. Es war für ihn selbst , auch für den Arzt sowie für uns sehr überraschend wie gut es ihm dann ging. Er hat jetzt echt eine super Woche hinter sich, ohne Schmerzen , kein Erbrechen quasi ohne jegliche Nebenwirkungen. Er war ganz viel auf, ging herum, hat sich einen Kaffee gegönnt und war , so wie wir auch guter Dinge und voller Hoffnugn. Er hat sich auf gestern gefreut, wo er entlassen wurde und eben gehofft, dass es die richtige Entscheidung war, die Chemo zu machen und die ihm noch viel Zeit schnekt.
Um 11 uhr wurde er gestern wieder nach Hause entlassen, meien Mama hat ihn abgeholt und es war gut.
Leider wurde im Verlauf des Nachmittags sein Zustand stetig schlechter. Er hat sich nicht mehr wohl gefühlt und am Abend hat er frisches Blut erbrochen. Wir waren sofort alamiert und haben seinen betreuenden Arzt kontaktiert. Dieser sagte wenn er iinnerhalb der nächsten 2 std nochmal erbricht ud Blut bei ist musse riweder zurück ins KH. Dies blieb uns erspART.
Dann kam aber die Nacht und die war be****. Er könnte ned schlafen, hatte Schmerzen und gegen halb 6 am morgen werbrochen, gestocktes Blut. Er ist geschwächt, hat wahnsinnige Angst, wollte auch nicht ins KH. Wirhaben mit ihm gesprochen, dass eswichtig ist, das abzuklären. Nun wurde er wieder ins KH gebracht. Da wird dann eine Magenspiegelung gemacht und geguckt was los ist.
Ich hab Angst und zugleich Panik vor dem was nun kommt.
Liebe Edith,
das tut mir so leid! Ich drücke ganz fest die Daumen, dass es geklärt wird und auch behoben werden kann. Jedes Down muss nicht immer gleich das Ende bedeuten... diese Erfahrung habe ich mit meiner mama gemacht. Es gab auch sehr, sehr oft noch wieder gute Tage/Wochen. Also tief ein und ausatmen und das Beste hoffen! Und wie schön, das er doch gerade auch wieder eine wirklich gute Woche hatte!
Ich wünsche euch Kraft, positive Energie und Hoffnung sowie Gottvertrauen!
Drück dich, Lara
:pftroest:
Die Blutungen kommen von der Magenschleimhaut. Da ist scheinbar alles offen und man kann es nicht veröden da so meinte der Arzt, das großflächige Blutungen sind und nicht nur einzelne Stellen. Zwar hat sich Gott sei Dank das Erbrechen des Blutes die Tage nun nicht mehr wiederholt, aber über den Stuhl kommt immer noch massiv Blut. Sein Blutbild ist demzufolge halt super schlecht und nur nach Gabe von Blutkonserven erschupft er sich dann für 1 od 2 Tage. Ohne Konserven ist sein Zustand dann rasch wieder sehr schlecht. Er möchte aber zuhause sein und Blutkonserven darf/kann die Hausärztin ned verabreichen, das geht nur im KH. Heute wird wieder Blut abgenommen. Die Nächte sind eine Katastrophe. Er klagt über Bauchschneiden und dass er nicht schlafen kann. Ist aber dann öfter auch sehr wirr, dass er dann morgens gar ned weiß was los war. Es wurden ihm aber keien zusätzlichen Medis gegeben, dass man sagen könnte, nun hat er mehr , das macht ihn wirr.
Aufstehn kann er kaum noch, da die Beinmuskulatur schon serh schwach ist. Es ist mir und meiner Mutter auch kaum noch möglich ihn zum Aufstehn zu motivieren. Er liegt, guckt sich stundenlang in eine kleine Handspiegel und rätselt und grübelt. Wir lassen den Kopf ned hängen und versuchen ihm Mut zuzusprechen. Aber wies scheint kommts gar ned wirklich bei ihm an :(
Hello again.....Ich hab mich ja heute schon gemeldet und kurz geschildert, was im Moment so Sache ist. Nun das nächste tief. Labor hat bei Ärztin angerufen, weil die Werte nicht ok sind. HB 3,4 und Erythrozyten 1,8
Ärztin rief dann umgehend bei uns an und er musste sofort ins KH für Blutkonserven.
Ich denke mir nun, dass die 3. Chemo die für Freitag geplant wäre nciht funken wird. Aber vielleicht irre ich mich ja auch.
Evt hat von Euch da auch jemand Erfahrung mit diesen Werten. Lg
Geliplie
20.03.2013, 11:47
Liebe Zwuu,
die Erythrozyten sind zu niedrig mit 1,8, normal ist was zw. 4,5-5,8, so der Bereich. D. h. er hat zu wenig rote Blutkörperchen, zu wenig Blut allgemein. Folge sind Konzentrationsschwäche, Antriebslosigkeit ... vielleicht deshalb die Verwirrtheit?
Der HB-Wert ist der Eisenwert, das Eisen ist im Blut, also das selbe eigentlich. Er hat zu wenig Blut, um vernünftig Sauerstoff zu bekommen etc.
Wie alt ist dein Vater? Oder habe ich das überlesen?
LG und alles alles Gute! Geli
@ Geli : Mein Vater wurde 72 im November :)
Mein Vater ist aus meizinischer Sicht nun austherapiert. Sie können soweit nichts mehr tun als ihn schmerzfrei zu halten. Seine gesamte Magenschleimhaut blutet und dafür verliert er viel Blut. Die Ärztin sagte heute, dass sie ihm nicht genug Konserven anhängen können um den erlust auszugleichen. Die Sickerblutung arbeitet wohl perfekt :(
Die Palliativstation hat mit uns Kontakt aufgenommen jedoch möchte mein Vater nciht dorthin verlegt werden. Er sagt er will siene letzte Zeit zu Haus verbringen.
Ich bete nun für viel Kraft.
Alles Liebe
Liebe Zwuu,
oh Mann, das sind wirklich keine guten Nachrichten.
Ich bete mit dir um Stärke und Kraft.
Ich habe gerade mal in den Leitlinien der deutschen Krebsgesellschaft nachgesehen.
Die empfehlen in der palliativen Situation und Tumorblutung Radiotherapie (Bestrahlung) oder sogar Entfernung des Magens.
http://www.krebsgesellschaft.de/download/s3_magenkarzinom_2011_langversion.pdf S. 112
Haben die Ärzte das vorgeschlagen oder erklärt, warum sie das nicht machen?
Möglicherweise will dein Vater aber auch nicht mehr....
Ich würde es auf alle Fälle versuchen zu klären.
Ganz liebe Grüße,
Arona
Liebe Edith,
das sind keine schönen Nachrichten!
Aber aus eigener Erfahrung kann ich dir sagen, dass Palliativ nicht unbedingt der Horror sein muss. Ich hatte ein Bett im Zimmer meiner Mutter, es kann rund um die Uhr jemand bleiben, ich und meine Mutter wurden phantastisch versorgt oder auch in Ruhe gelassen...je nach Wunsch. Ich denke, auch sie wäre lieber zu Hause verstorben, aber dort wurde sie medizinisch rund um die Uhr versorgt, Medikamente konnten jederzeit verabreicht werden, insbesondere dann, wenn die Angst zu gross wurde.
Ich schicke dir unglaublich viel Kraft für die kommende Zeit und auch die Möglichkeit noch schöne Momente mit deinem Vater zu teilen.
ich drück dich, Lara
:pftroest:
Guten Morgen Euch allen :)
Ja ich weiß auf einer Palliativstation wäre er super versorgt, jedoch mein Papa will das ganz und gar nicht und schließt das absolut aus. Er sagt er will zuHause sterben, in dem Haus was er selber gebaut hat und dort wo er sich wohl fühlt.
Meine Mutter kümmert sich super um ihn. Egal was er braucht und was zu tun ist, sie hat null Ekel und macht das. Dafür bin ich sehr dankbar und bewundere sie für diese Kraft. Sie hat es im Moment ned leicht. Mein Papa ist im AUgenblick wahnsinnig trauarig udn zugleich aggresiv auf die Krankheit und alles um sich herum. UNd ´hadert damit, dass er so krank ist. Es kommt immer wieder der Satz " Warum ich?" "WIeo muss ich so leide?". Dann weint er innerlich und lässt bzw kann die Traurigkeit ned rauslassen und benutzt die Mam dann als eien Art Ventil. Nicht einfach für Sie. Ich versuche sie zu unterstützten. Bin nun aber wieder krank grade und kann im Moment ned zu Nahe zu ihn, damit ich ihn ned anstecke.
Wenns kommt dann halt immer Dicke.
ALso der eine Arzt der auch meinte, die CHemo ist super und wird Ihnen helfen und sie verlieren keien Haare udn sie verkraften das mit links, der meinte gestern auch , dass man noch operieren sollte, Magen weg und so, damit die Blutung stoppt. Er sagte zm Papa auch noch vor Verabreichung der letzten Cheomo wörtlich " EIn paar Jährchen werden wir dem Krebs schon noch abzwicken". Dann war Papa voller Hoffnuung...aber nur für paar Sunden, dann erbrach er Blut und seither hat er sich ned mehr wirklich erholt. Ist deswegen auch so zornig, weil er sagt, der hat mcih angelogen.
Aber durch die OP könnten sie gegen die Metastasen in der Leber nix machen meinte der Arzt, weil das zu weit ausgebreitet ist und zu die schon zu groß sind. Papas Allgemeinzustand kann auch keine Bestrahlungen od zusätzlichen Chemos mehr verkraften . Die Oberärztin der Palliativ schrie Feuer und ist ausgesprochen gegen eine OP. Sie sagte zur Mama , dass ihm eine OP noch anzutun sein mögliches Ende sein kann.
Heute werden Sie entscheiden, wann er entlassen wird. Ich hofffe, dass ich schnells möglich wieder gesund bin, damit ich der Mutti helfen kann wo sie mcih braucht .
Ich danke EUch für eure lieben Worte von ganzen Herzen udn halte euch al laufenden.
Lg
Hallo
das dein Vater Blut erbricht ist doch eigentlich ein Zeichen, dass die Krankheit bereits sehr weit fortgeschritten ist, leider.
Das man dann hier noch von einer OP spricht kann ich echt nicht verstehen? Diese OP ist wirklich nicht einfach und er scheint mir auch schon sehr geschwächt zu sein, zu dem sind auch viele Metas vorhanden. Weshalb dann noch die Op, eine Heilung ist wohl leider nicht mehr zu erwarten. Manchmal verstehe ich die Ärzte nicht?
Hoffentlich findet ihr eine gute Wahl um Lebensqualität noch möglichst lange zu erhalten vielleicht wie der Arzt sagt: "Noch ein paar Jährchen dem Krebs abzwicken"!
Mein Vater ist nach genau 4 monatiger Leidenszeit am DI den 07.05.13 friedlich eingeschlafen.
Mir bleibt ein schweres Herz voller liebevoller Erinnerungen. Er fehlt.
Es tut mir sehr Leid, dass du deinen Vater so schnell gehen lassen musstest.
Ich hoffe, dass es dir ein kleiner Trost ist, dass ihm einiges erspart geblieben ist (damit konnte ich mich ein wenig trösten - mein Papa starb 7 Monate nach der Diagnose).
Ich wünsche dir viel Kraft für die kommende Zeit - und Menschen, die für dich da sind!
:pftroest:
Hallo...
ich habe gerade hier alles gelesen...es tut mir unendlich leid...auch mein Vater hatte Krebs,zwar Lungenkrebs aber er hat nach genau 6 Monaten den Kampf verloren...Mein Papa schlief friedlich am 22.03.´13 ein...Friedlich ohne schmerzen und weiteren leid,habe ich ihm das einschlafen gewünscht.Ich bin auch voller trauer und weiß ganz genau wie es dir geht und was noch auf euch zukommt.R.I.P ....
trauriger Gruß
Danke Euch für die lieben WOrte. Ja im MOment bin ich noch wie im Vakum. Ich kanns es gar nicht genau beschrieben es ist eine Gefühlsmischung aus allem. Aber am schlimmsten ist die Leere und dass ich ihn überall suche.
Ich werde dann gerne, wenn ich mich bissschen gefangen habe nch schrieben was seit meinem letzten Posting Ende März noch passierte bzw gemacht wurde.Damit das Bild für alle abgerundet wird. Aber im MOment fehlt mir dazu noch die Kraft. Lg Euch allen und viel Kraft in Euren momentanen Lebenslagen
Hallo zusammen.
Es geht um meinen Papa.Seit März dieses Jahres klagte er an Apettitlosigkeit und Völlegefühl.Von heute auf morgen hat er starke Abneigung gegen Fleisch bekommen.Er ist damit beim Hausarzt vorstellig gewesen der ihn jedoch auf Magen-Darm infekt behandelt hat.Es wurde aber nicht besser.Mein Papa hat sich aber sein Urlaub in Florida nicht nehmen lassen und ist dort hingeflogen in April was er aber ganz schnell bereut hat den es wurde immer schlimmer und er nahm 10 kg ab.Am 26 haben wir ihm ins Krankenhaus gebracht und dort musste er bis 30.5.2013 bleiben.Am 29.5 kamm die schreckliche Diagnose-Magenkrebs.Stadium LAUREN TYP 3-T1A,N3,M1.
Das hat uns völlig umgehauen.Ab diesen Tag hat sich das Familienleben komplett geändert.Mein Papa bekommt ab heute die erste Palliative Kombi Chemotherapie.
:confused:ich habe solche Angst.Ich kann an nichts anderes mehr denken.Meine Mama und meine Geschwister(25,27)J,sind ebenso völlig verzweifelt.Wir hoffen das er das schafft!!! Er ist so dünn geworden und so schwach.Er hat schmerzen...das zereist mir das Herz.Gibts da noch Hoffnung bei dem Stadium??????
Magda, das tut mir leid :(
Ich kenn mich bei den ganzen Fachzeugs auch ned so toll aus, da gibts sicher viele hier, die das viel besser wissen.
T1A....dürfte eine Typiesierugn des Karzinoms sein ,N3.... Lymphknotenmetastasen,M1 ....... Fernmetastasen
Aber hat denn kein Arzt mit Ech genauer besprochen. Ich mein wenn ihr denn schon genau wisst wie die Therapie aussieht, werdet ihr ja schon mehr wissen.
Mein Vater war Endstadium und bekam als Therapie ne ähnliche CHemo.
Wünsche Dir und Deiner Familie viel Kraft udn noch viele gute Tage, die Du fest in Erinnerung behalten kannst.
Alles liebe
Liebe/er Zwuu,
erst einmal vielen,lieben dank für deine Antwort.
Also die Ärzte(Onkologen)haben zu uns gesagt das der Krebs schon so fortgeschriten ist das man den weder operieren oder heilen kann.Deswegen haben die nur noch eine Palliative Chemo empfohlen.Mehr haben sie nicht gesagt.Seit 2 Tagen bekommt er seine erste Chemo und es geht ihn gut.Er hat keinelei nebenwirkungen bis jetzt.Ich hoffe sehr das das so bleibt.Ich habe wahnsinnst Angst was alles auf uns noch zukommt.Ich kann es irgendwie auch nicht glauben das man nicht mehr viel machen kann.Die Diagnose kam so plötztlich,einfach so aus heiteren Himmel,damit hat niemand gerechnet.Das hat uns völlig umgehauen und das Leben total auf den Kopf gestellt.Ich fühle mich so machtlos,so zerbrechlich,klein,orientieringslos...ich bin ganz klar mit der Situation masslos überfordert.Papa hat schon 12 kg abgenommen und es zereist mir das Herz ihn so zusehen.:weinen:wenn ich konnte,würde ich den sch..krebs mit blossen Händen aus seinen Körper raus kratzen.Ich bin voller Angst,unsicherheit...
Das erinnert mich an unsere Situation am 08. Jänner. AM Tag genau 4 Monate hat dann der Leidensweg meines Vaters gedauert. IN mir ist alles noch so frisch und es tut so weh an das alles zu denken. Ich habe das alles noch gar ned richtig ralisiert geschweige denn verabeiten können. Ich versuche gerade händeringend mein Leben wieder in den Griff zu bekommen und die Trauer zu verarbeiten. ABer die Schritte sind halt noch sehr schwer.
Ich kann nur zu gut nachvollziehn wies Dir nun geht. Ihr werdet viel Kraft brauchen. Was alles auf deinen Papa und Euch zukommen wird, welchen Situationen ihr begegnen werdet, das kann keiner vorhersagen. Der Mensch denkt udn Gott lenkt ;) Auf jedenfall ist jeder Tag ein Geschenk. Ich wünsche DIr nicht so einen dramatischen Verlauf wies bei uns war udn das EUch noch viel viel schöne Zeit gemeinsam bleibt :) Das wünsch ich EUch von Herzen
Alles liebe
Liebe Zwuu,
es tut mir wahnsinns leid für dich und was du durch stehen musstest und der grosse Verlust deines Papas.Ich wünsche dir vom Herzen Kraft.Als ich deine Geschichte gelesen habe habe ich viele Tränen vergossen.:weinen::weinen::weinen:
Ich hoffe sehr für dich das es dir bald etwas besser geht...:pftroest:
Heute morgen war ich bei meinen Eltern und ich dachte ich sehe nicht richtig.Mein Papa stand im Wohnzimmer,schick angezogen,sehr zurecht gemacht (wie das sonst der Fall war als er noch gesund war),strahlte und sah so gut aus,so Fit,so stark.Dabei hat er gestern sein ersten Ziklus Chemo beendet.Er sagte es geht ihn so gut,er hat absolut keine schmerzen mehr und er kann wieder laufen.:confused::confused::confused: in diesen Moment war ich sowas von glücklich,das hat unheimlich gut getan.Man hat ihn vor schmerzen erlöst.Er hat sogar gestern Abend noch Fleisch gegessen was er schon seit März gemieden hat weil durch die Krankheit er einfach ekel gegen das Fleisch hatte.Ich habe wirklich wie ein Elch geguckt.Er kann wieder essen.:1luvu: Aber ; ich habe trozdem Angst-sehr grosse Angst den ich weiss das das nicht lange so bleibt.Oder doch?Das verwirrt mich so sehr.
Ich hoffe das der Liebe Gott uns noch viel,viel schöne Zeit schenkt.UNd das er nicht leiden muss.
Liebe Zwuu,ich möchte mich auch bei dir herzlichst bedanken das du für mich ein offenes Ohr hast obwohl es dir selber nicht gut geht.Ich drück dich ganz fest und freue mich von dir zuhören.Bis Bald-<magda
Annette_D
25.05.2013, 18:23
Hallo ihr lieben,
mein Name ist Annette und mein Papa hat Magen-Krebs im Endstadium.
Bisher war ich einige Wochen nur stille Mit-Leserin.
Auch uns hat die Diagnose so hart und schnell getroffen, dass es immer noch schwer ist damit um zu gehen.
Es fing bei meinem Papa zu Weihnachten an das er im Oberbauch leichte Krämpfe hatte er damit aber gut umgehen konnte.Zu der Zeit hatte er schon so ungefähr 4-5 Kilo abgenommen. Wir dachten zuerst das es vielleicht eine Magenschleimhaut-Entzündung ist oder ein leichter Magen-Darm Infekt. Da aber nach einer Woche keine Besserung kam, ging mein Papa sofort zu seinem HA. Der hat erst eine Ultraschalluntersuchung gemacht, aber ohne Befund. Nach ein paar Tagen sollte er zur Magenspiegelung kommen, leider waren zu viele Essensreste im Magen so dass eine Untersuchung nicht möglich war. Einige Tage später sollte er noch eine Magenspiegelung bekommen und Mittags das letzte mal Essen. Bei der Untersuchung konnte der Arzt eine verdächtige Stelle entdecken wovon er auch Proben nahm. Nach 3 Tagen rief der HA bei meinem Papa an, er möchte bitte nächsten Tag sofort zu ihm kommen. Meinem Papa war da schon klar was los ist. Und die Diagnose kam auch am nächsten Tag, Krebs...
Das war Anfang Feburar, am 7 Februar wurde mein Papa operiert, er hat die sogenannte Umgehung gelegt bekommen, d.h. der Darm wurde vom unteren Magen abgemacht und oben am kleinen Stück gesunden Magen verlegt.
Die Op hat er sehr gut verpackt, die Heilung der großen Narbe war super und wir waren so stolz auf ihn und haben uns gefreut.
Aber die Ärtze haben uns noch im Krankenhaus mitgeteilt das keine Heilung mehr möglich ist, keine Chemo, keine Bestrahlung nichts... Es würde durch diese ganzen Sachen keine Heilung keine Besserung mehr kommen.
Er hat ein fortgeschrittenes Magenkarzinom mit Peritonealkarzinose und Siegelringzellig differenzierte Metastasen. Der gesamte Bauchrauch ist befallen. Wie der verdacht auf Lebermetastasen und Metastasen in den Lendenwirbelkörpern.
Und da habe ich zum ersten mal wirklich begriffen das mein Papa sterben wird.
Nach der Op ging es auch nur noch bergab, es war nicht einmal eine Zeit dabei wo er sich mal gut fühlte. Er ist so schwach, er kann nicht mehr alleine laufen oder schafft den Weg alleine zur Toilette. Immer nur mit Unterstützung. Essen geht fast nichts mehr, nur noch flüssig. Ich glaube er hat in den 3 Monaten nach der Op wenigstens 20 Kilo verloren. Mein starker Papa... und jetzt nur noch Haut und Knochen, das tut mir so weh. (und schon habe ich wieder Tränen... )
Papa bekommt jetzt schon seit einiger Zeit Fentanyl Pflaster und Tabletten.
Wir haben seit ca. 2 Wochen die ambulante Palliativ- Medizin in Anspruch genommen. Und ich bin so froh das wir das gemacht haben. Der Palliative Pflegedienst und auch der Schmerzmediziner sind so super. Ich glaube das ist das beste was wir machen konnten. Seit 4 Tagen hat Papa einen Schlauch im Bauch wo jeden Tag das Bauchwasser abgelassen wird. Es sind jeden Tag um die 1,5 Liter. Und das alles wird zuhause gemacht, Infusionen alles. Und er ist glücklich das er dafür nicht ins KH muß. Einmal die Woche kommt der Schmerzmediziner und untersucht Papa und fragt nach den Schmerzen. Wir fühlen uns wirklich gut aufgehoben und irgendwie auch geborgen.
Ich hoffe und bete das ich meinen papa noch einige Monate bei mir haben darf, denn ich bin ein absolutes Papa-Kind, und meinen Papa nenne ich immer "Liebe meines Lebens", dann schmunzelt er immer...
Ich danke Euch für das "zuhören" und entschuldige mich das es so lang geworden ist.
lg Annette
Hallo Annette,
es tut mir sehr Leid, dass es deinen Papa auch erwischt hat...ich kann mir ungefähr vorstellen, wie du dich fühlen magst, ich habe vor einiger Zeit genau das selbe erlebt.
Auch mein Vater hat diese Magenumgehung in einer OP bekommen, er hatte auch das ganze Bauchfell voller Metas und zusätzlich welche in der Wirbelsäule. Er musste alle paar Tage stationär, um das Bauchwasser abzulassen - das hat ihn immer sehr belastet.
Im Gegensatz zu deinem Papa bekam er jedoch noch einige Chemos, die ihm außer den Nebenwirkungen rein gar nichts gebracht haben. Es war ihm aber sooo wichtig, nicht kampflos an die Sache ranzugehen, und es ging ihm die ersten 3 Monate sogar noch einigermaßen "gut", weil er so voller Hoffnung war, dass die Chemo was bewirkt. Als dann das Ergebnis feststand, dass alles weitergewachsen ist, hat ihn das so sehr runtergezogen, dass es ab dem Moment nur noch steil bergab ging....
Ich wusste durch Arztgespräche, dass uns nicht mehr lange Zeit blieb (leider nur einige Monate) und ich bin im Nachhinein sehr dankbar, dass ich diese Zeit ganz intensiv und bewusst mit meinem Vater verbringen konnte. Wir hatten noch soviele tolle Gespräche und Momente der Liebe - ich war ihm in all den 40 Jahren vorher nie so nah, und das ist etwas, was ich trotz der traurigen Geschichte für mich mitnehmen konnte...
Ich wünsche euch, dass ihr es noch schafft, ganz viele schöne, nahe Momente zu erleben, und dass deinem Papa weiterhin Schmerzen erspart bleiben!
LG
Annette_D
26.05.2013, 12:56
Hallo puppe88,
vielen lieben Dank für deine Worte. Es tut mir sehr Leid mit Deinem Papa. Das sind so Sachen wo man fast nie die richtigen Worte findet, aber sie fühlen kann.
Meine Mama hat heute Geburtstag, und Papa geht es heute richtig schlecht. Nachher kommt der Arzt noch vorbei. Papa hat heute Schmerzen in der Nierengegend. Ich hoffe das nicht auch noch was mit den Nieren ist. Ich möchte nicht mehr das er leiden muß.
Ich genieße die Zeit die ich noch mit meinem Papa habe. Vorgestern war es richtig schön, ihm ging es relativ gut. Und wir haben Karten gespielt. Er liebt es zu gewinnen, und er hat es natürlich auch wieder...
Vor fast 2 Wochen im Krankenhaus war ich alleine mit Papa und er sagte mir das er nicht mehr kann. Da habe ich mich zu ihm ins Bett gelegt und ihm gesagt , dass wenn er gehen möchte er das kann und das ich auf Mama aufpassen werde. Da haben wir uns beide im Arm gehalten und geweint. Ich weiß nicht ob es richtig war es zu sagen, aber mir war in diesem Moment danach.
Nachher fahre ich zur meiner Mama, denn ich habe im Auftrag von Papa Blumen für sie besorgt. Mal schauen was der Arzt nachher sagen wird.
Liebe Anette,
es tut mir so unendlich leid für dich das auch du das durch machen musst was ich auch gerade durch mache :-( Es ist verdamt schwer,ich weiss.Man hat mir neulich gesagt ich muss anfangen zulernen damit zuleben.Wie soll das bitte funktionieren???Das ist keine Grippe die nach 2 Wochen verschwindet sondern es bleibt ein bitterers Ende.Mir geht es genau so wie dir.In meinem Kopf herscht Chaos,Angst,hilfslosigkeit,traurigkeit pur....ich könnte rund um die Uhr nur weinen.Aber ich geniese auch die Zeit mit meinen Papa.Ich hoffe sehr das wir noch richtig schöne Zeiten miteinander haben werden und das er uns noch lange erhalten bliebt.
Liebe Anette,ich wünsche dir noch einen schönen Sonntag und ich hoffe dich bald hier wieder zulesen.Bleib Stark.Liebe Grüsse-Magda:winke:
Annette_D
26.05.2013, 22:34
Hallo liebe Magda,
hab ganz lieben Dank für deine Worte. Und fühle dich von mir gedrückt. Es ist alles so unfair und sch....
Heute geht es Papa richtig schlecht. Der Palliativ-Arzt war heute schon 2 mal da. Papa hatte unerträgliche Schmerzen. Jetzt ist er ruhig gestellt, hat 2x Morphium in die Vene bekommen und hängt jetzt an der Morphium Pumpe. Die Pflaster und die Tabletten haben heute nicht angeschlagen.
Die Ärztin meinte er hätte sich zu heute Nachmittag verändert und auch im Bauchraum ist etwas passiert.
Ich war vor einer halben Stunde nochmals da, und Papa lag oder besser saß entspannt in seinem Bett und hat Fernseh geschaut. Habe ihn gefragt ob er Schmerzen habe, und er sagte "Na wenn es so bleibt bin ich zufrieden"
Ich habe heute schon den ganzen Tag ein unheimlich dummes Gefühl in der Magengegend. Kann man einfach nicht beschreiben. Aber gegen Abend wurde es besser und ich war irgendwie entspannt und ruhig.
Was total schlimm für mich war, das ich heute Nacht geträumt habe das mein Papa beerdigt wurde. Und dann war der Schlaf natürlich aus.
lg Annette
Liebe Anette
das tut mir unheimlich leid und weh das zu lesen was du schreibst. Wenn ich es könnte,würde ich dich jetzt am liebsten ganz fest in Arm nehmen.Diese wiederliche krankheit...es trift immer den falschen! Ich hoffe sehr für dein Papa das er schmerzlos bleibt.Deine Gedanken,träume kann ich richtig gut nachvollziehen denn mir geht es genau so.Man ist so hilflos,orientierungslos...ich funktioniere nur aber ich bin nicht mehr ich selbst und ich denke das wird sich so schnell nicht ändern.Ich hoffe das unsere Papas uns noch lange schmerzlos erhalten bleiben :)
Ich grüsse dich vom Herzen:knuddel:
Annette_D
27.05.2013, 07:50
Guten morgen liebe Magda,
mal gucken wie der heutige Tag wird. Im Moment führe ich 2 Leben. Einmal das um für meine Eltern da zu sein, und eins mit meiner Familie zu Hause (Mann und 2 Kinder).
Wie geht es eigentlich Deinem Papa? Wie lange ist bei deinem Papa schon die Krankheit? Nimmt Dein Papa auch schon starke Schmerzmittel?
Ich finde es alles nur so erschreckend, weil es so schnell geht. Man hatte überhaupt nicht die Zeit sich mit der Krankheit richtig auseinander zu setzen. Ich habe immer am Anfang gehofft das mein Papa die Einschulung von meiner Kleinen im September noch mit erlebt, aber ich weiß das es nicht sein wird.
Ich drücke dich auch liebe Magda:knuddel:
Liebe Annette,
das mit den 2 Leben habe ich auch so empfunden...auch ich habe 2 Kinder und meine Eltern lebten 100km weg von uns. Ich bin so oft es ging hin und her gefahren und habe dann in Auto meine Emotionen rausgeheult so gut es ging, damit ich bei der Ankunft wieder für die jeweilige Familie da sein konnte. Es ist schon erstaunlich, wozu man in solchen schweren Zeiten imstande ist. Irgendwoher kommt die Kraft, die man braucht...
Dass du deinem Papa gesagt hast, dass er gehen kann, finde ich ganz arg mutig und vor allem richtig! Ich hatte das meinem Papa auch gesagt - und ihn getröstet, dass ich für meine (auch kranke) Mutter da sein werde. Er hatte wegen ihr so ein schlechtes Gewissen.
Ich könnte mir schon vorstellen, dass das Loslassen dadurch ein ganz kleines bisschen leichter fällt. Auch ich habe zusammen mit meinem Papa geweint und das sind Momente, an die ich heute noch oft denke - aber es waren eben auch diese ganz besonders nahen Momente.
Ich wünsche euch so sehr, dass deinem Papa schlimme Schmerzen erspart bleiben und dir und deiner Mama wünsche ich ganz viel Kraft.:knuddel:
Ganz liebe Grüße
Annette_D
27.05.2013, 18:41
Hallo puppe88,
leider gibt es keine guten Neuigkeiten.
Papa befindet sich in der Präfinalenphase, der Arzt meinte es könnte innerhalb von ein paar Tagen sein oder auch länger.
Er hat jetzt eine Schmerzpumpe bekommen mit Morphium und gleichzeitig eine Infusion mit Kochsalzlösung und einem Schlaf/Beruhigungsmittel.
Vorhin bin ich nochmal schnell hin gefahren (ich wohne zum Glück nur ein paar Minuten weg) und diesen Anblick vergesse ich nicht. Ich dachte mein Papa wäre tot...
Er schläft mit offenem Mund, offenen Augen und verdreht. Und als ich das gesehen habe, wußte ich wie der Tot aussieht...
Ich bin fast nur noch am weinen, ich hoffe so sehr für ihn das es bald vorbei ist, und er glücklich sein kann
hallo Anette, fühl dich gedrückt. Ich weiß das hilft nicht und nimmt Dir auch ned den Schmerz, aber dennoch sei Dir gewiss, dass hier Leute sind die dich verstehn und wissen was Du grade zu verarbeiten hast.
Bei meinem Papa war die Situation auch so. Mo der 06.05. Schmerzpumpe und so wie du eben beschrieben hast lag er mit offenen Augen im Bett. Er hat auch nicht reagiert wenn man ihn berüht hat oder angesprochen hat. Am Di 07.05 hat er sich auf die Reise gemacht.
Ich wünsche Dir viel viel Kraft. Alles liebe
Liebe Anette,
wie war es heute bei deinem Papa???
Meinem Papa gehts na ja,es geht so,er hat zwar keine schmerzen(bekommt nur Novalgin)wenn was weh tut,aber heute morgen hat er mir gesagt das ihn ein lungenflügel weh tut... :-( wir wissen erst seit ca 3 wochen das er krebs hat,ist alles noch ziemlich frisch.Letzte Woche hat er seine erste Chemo bekommen.Palliativ kombi chemo mit cisplatin und 5F.Die hat er gut überstanden bis auf den ersten tag da war ihn so ziemlich übel.Er hat seit März 2013 bis jetzt 12 kg abgenommen weil er nichts essen mochte besonders kein Fleisch.Aber seit der chemo isst er wieder fleisch was mich sehr verwundert.
Momentan spricht er ganz viel über Tod... :-( das ist so schrecklich dies zuhören geschweige dem es zu verarbeiten.Ich glaube es ahnt was den er hat letzte woche am freitag jegliche Versicherungen usw auf meine Mutter überschrieben bzw vollmacht ...er weisst zwar das er Magenkrebs hat aber er realisert nicht das es sehr fortgeschritten ist und vor paar tagen hat sein Onkologe gesagt das die Metastasen schon die leber angegriffen haben.Ich gehe davon aus das er es genau spürt das er nicht mehr gesund wird...er sieht so dünn aus,er hat so sehr abgebaut.:confused::weinen:
Irgendwie finde ich schön hier zusein und zuwissen das ich nicht alleine bin jedoch hätte ich euch alle gerne auf einen anderen wege kennengelernt aber nun müssen wir versuchen es gemeinsam durch zustehen.Es ist wirklich nicht fair.Anette ich drück dich ganz fest und Liebe Zwuu dich natürlich auch.Liebe grüsse an euch alle:)
mir hat eine ganz liebe freundin im jänner eine mail geschickt :)
es war das bildchen hier
http://i534.photobucket.com/albums/ee348/Menelaos73/Tiere/traurigeente.jpg (http://s534.photobucket.com/user/Menelaos73/media/Tiere/traurigeente.jpg.html)
dazu war der text geschieben:
Wenn Dir jemand sagt: " Die Zeit heilt alle WUnden"
Hau ihm auf die Fresse und sag:
"Ist gleich wieder gut"
An diesem Tag gings mir gar ned besonders, aber diese kleine Mail hat mich doch zum schmunzeln gebracht und ich hab mir das Bildchen ausgedruckt und muss immer noch schmunzeln wenn ich es angucke
Es würde mich freuen, wenn ich EUch in dieser schweren Zeit auch ein Schmunzeln entlocken kann
Alles liebe
Annette_D
28.05.2013, 05:35
Guten morgen ihr lieben,
ich wollte Euch nur kurz mitteilen das mein Papa es um 23.50 endlich geschafft hat, und von nun an keine Schmerzen mehr haben muß.
Mein lieber Papa ich danke Dir für die wunderschönen Jahre die ich mit dir haben durfte, für die tolle Kindheit, für die Wärme und Liebe die du mir gegeben hast. Ich liebe Dich so sehr, weil Du mein Papa warst.
Laesperanza
28.05.2013, 07:48
Liebe Annette, mit Tränen in den Augen drücke ich dich ganz fest und spreche Dir mein Beileid aus. Viel Kraft wünsche ich Dir!!!
Laesperanza
28.05.2013, 07:49
Zwuu: mit Tränen in den Augen musste ich gerade auch lächeln. Ja, der Text trifft es....
Liebe Anette, aufrichtige Anteilnahme
Fühl DIch umarmt :knuddel:
Ich wünsche Dir und Deiner Familie viel Kraft für die kommende Zeit
Liebe Annette,
nun ging es doch so schnell....
es tut mir sehr Leid, dass du deinen Papa gehen lassen musstest.
Der Kopf sagt, es ist das Beste so, aber das Herz will ihn noch halten....
Ich wünsche dir liebe Menschen, die für dich da sind und dass es nicht allzulange Zeit dauert, bis du dich mit einem Lächeln an deinen Vater erinnern kannst.
Ich nehm dich mal ganz vorsichtig virtuell in die Arme....
Liebe Anette
es tut mir wahnsinns Leid:huh: Mein herzliches Beileid an Dich und deine Familie.<ich wünsche euch vom Herzen viel,viel Kraft und nehme dich ganz doll in den Arm.:(:(:(
Annette_D
28.05.2013, 20:10
Hallo ihr lieben,
ich Danke Euch so sehr für die schönen und lieben Worte. Ich :knuddel: Euch alle.
Im Moment befinde ich mich in einer Art Trance Zustand. Heute Nacht habe ich mich für meinen Papa gefreut. Und jetzt bin ich in so einem Zwischending. Ich habe immer noch das Gefühl das er bald wieder kommt, nicht für immer weg ist. Noch habe ich es nicht wirklich realisiert.
Dann das ganze Ding mit dem Beerdigungsinstitut,man will es überhaupt nicht wahr haben, und irgendein Zeug aussuchen.
Meine Kleine hat heute gefragt ob ihr Opa jetzt im Himmel ist. Das habe ich bejaht, sie fragte mich wie er dort hin kommt. Ich habe ihr gesagt das der Liebe Gott Opa abgeholt hat. Darauf hin fragte sie mich wie die beiden denn nach oben in den Himmel kommen, ich sagte ihr das Opa wie ein Engel nach oben geflogen ist. Für sie stand dann natürlich fest, das es Feenstaub war damit die beiden auch fliegen können. Das sind so Momente das ich mir auch wünschte so unbeschwert wie ein kleines Kind damit umgehen zu können.
Fühlt Euch alle von mir vom ganzen Herzen gedrückt. Ihr seit so tolle Menschen, danke schön das es Euch gibt.
Liebe Anette,
schön das du dich meldest.Das hast du wirklich super deiner kleinen erklärt.Ich glaube man begreift es erst am Tag der Beerdigung und die Zeit danach.So war das jedenfalls damals bei meiner Oma die urplötztlich verstorben war.Ich hat anfang auch das Gefühl das sie jeden moment wieder nach hause kommt...
Ich wünsche dir wirklich vom ganzen Herzen viel,viel Kraft weil mehr kann man einfach dazu nicht sagen.Ich bin in Gedanken bei dir und deiner Familie und ich drück dich ganz fest.Und riesen dank das du dich gemeldet hast.:knuddel::knuddel::knuddel::knuddel::knuddel: :knuddel:
Liebe Anette,
bisher war ich nur stille Mitleserin, aber jetzt muss ich Dir doch mein Beileid aussprechen.
Auch mein Papa ist vor 1,5 Jahren an dieser sch... Krankheit verstorben, wir hatten soviel Hoffnung! Auch er war groß, stark, mein Hafen...
Ich kann es bis heute noch nicht richtig begreifen.
Du bist nicht alleine, fühl Dich gedrückt, es ist alles nicht einfach.
Liebe Grüße
Tina
@Anette : Ich hab für unsere Kleine ein Buch besorgt. "Opa auf dem Apfelbaum: oder wie ich einer 4jährigen den Tod erkläre"
Das Buch war goldwert :) Für unsere Maus ist er nun im Apfelbaum im Garten und sitzt dort als Schutzengerl und passt auf sie auf..so hat sie mir das dann erklärt nachdem wir das Buch gelesen haben und ich ihr gesagt hab dass der Opa gestorben ist. Jeden Tag nach dem KIGA müssen wir auch unbedingt nach hinten gehn, weil sie dem Opa Küsse schicken muss und ihm erzählen mag wies im Kindergarten war. Die ersten Male wars für mich unglaublich hart. Aber nun bin ich froh und glücklich, dass sie es nun so in ihrer Vorstellung hat und es ihr gut geht damit. AUch wenn sie ihn sehr vermisst und sucht
Annette_D
31.05.2013, 07:48
Hallo lhr lieben,
habe jetzt ein paar Tage nicht geschrieben.
@zwuuu, das Buch hört sich ja klasse an, ich werde nachher direkt mal online nach dem Buch gucken. Meine Kleine ist zwar 6, aber es sollte dennoch immer noch alles kindlich erklärt werden.
Gestern war ich mit meiner kleinen in der Kinderklinik, Magen-Darm Grippe. Das fehlt mir auch noch. Ich hoffe und bete das ich verschont bleibe.
Am Mittwoch Nachmittag waren wir auf dem Friedhof und durften die Grabstätte für Papa aussuchen, es wird eine Urnenbeisetzung, nächsten Freitag.
Wir haben einen schönen Platz ausgesucht. Das war so ein komisches Gefühl zu wissen das er dann dort sein wird.
Am Montag gehen mein Mann und ich zum Blumenladen und bestellen einen Kranz. Ich möchte gerne ein Herz mit roten und weißen Rosen. Ich muß mir nur für die Schleife (Spruch) was ganz besonderes oder besser gesagt schönes einfallen lasse.
Für Euch alle einen ganz dicken :remybussi
lg Annette
Hallo zusammen,
ich hab mal ne ganz andere Frage.
Nehmt ihr irgendwas (pflanzliche Tropfen , Tees usw.) die euch ein bisschen helfen den Alltag besser zu schaffen.
Ich hab im Moment das Gefühl meinen Tag gar nicht mehr zu schaffen. Meine Nerven sind zum Zerreissen gespannt und jede noch so kleine Kleinigkeit haut mich aus der Bahn. Ich erkenn mich selbst gar nicht mehr wieder. Ich dachte immer besser gesagt hab gehofft, dass es mit der Zeit leichter wird und ich den Verlust akzeptieren kann. Nur jetzt merk ich , dass es jeden Tag noch mehr weh tut udn noch schwieriger wird. Auf der einen Seite will ich stark sein, schöne Tage für und mit meiner Tochter erleben und am ENe des Tages seh ich dass ich zu nix im Stande bin und wahrscheinlich besser in der Klapse aufgehoben wäre. Ich bin unrund, gereizt und völlig aus der Spur. Das zerreisst mich dann wieder und ich bin am Heulen bis ich endlich einschlafe.Werd morgen zur Ärztin gehn, aber ich mag kein Antidepprisiva oder sowas einnehmen, die mich dann erst recht nur verädern. Deswegen wär ich froh, wenn ihr evt Tipps und Rat habt. Lg
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