Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : 2 Hirntumore am rechten Schläfenlappen
Monika Rasch
19.01.2013, 23:24
Meine Mama sagt,sie wird wieder gesund !
Das würde ich so gerne glauben.
Erst mal müssen die beiden kleinen Mistdinger draussen sein.
Es ist lt.Arzt nur eine minimale 5%ige Chance, dass es eigenständige Tumore sind.
Er vermutet Metastasen eines unerkannten, noch zu suchenden Krebses.
Ich selber habe davon NOCH viel zu wenig Ahnung- und ich will mich im Moment auch noch nicht blödlesen.
Erst will ich die Histologie wissen.
OP frühestens am Freitag, wahrscheinlich erst am Montag danach.
Wäre mir wegen der schlechten Personaldecke übers Wochenende lieber, und ausserdem bekomme ich meinen Gips(der mich sehr behindert beim schreiben und googeln)an diesem Montag dort im Krankenhaus abgenommen und könnte dann -selber Hundert Jahre Intensiverfahrung,jetzt Wachkoma)- hoffentlich einfach dort am Bett sitzen und aufpassen.
Liebe Moni,
ist deine Ma operiert worden? Ich habe den ganzen Tag an Euch gedacht!!
Wie geht es dir? Wie geht es deiner Ma? Deiner Hand?
Ganz liebe Grüße von Undine
Monika Rasch
26.01.2013, 09:19
Meine Mama ist gestern operiert worden.
Ich habe gerade angerufen, sie ist gut über die Nacht gekommen und wird wahrscheinlich heute schon wieder verlegt.
Den operierenden Arzt hatte ich auf dem Flur angesprochen und gefragt,
aber er war wohl nicht in Stimmung,mit der Angehörigen einer Kassenpatientin zu reden.
Schaute mich nur einmal an und liess mich stehen- das war noch bevor ich
meine Mutter auf der Intensiv kurz sehen konnte.
Ich wusste ja schon vorher, dass Chirurgen eine besondere Sorte Mäuse sind.
Ich nehm das jetzt auch nicht irre übel,
denn er war gerade erst nach der OP wieder im richtigen Leben angekommen- etwas neben der Spur nach einer sehr langen anstrengenden Konzentrationsphase.
Ich versuch es gleich noch mal, sollte ich einen Arzt sehen.
In den letzten Tage hatte ich direkt bei Hirntumor geschrieben.
http://www.krebs-kompass.de/showthread.php?t=58041&page=2
Nachtrag für Undine:
Der Gips drückte mich, vorgestern habe ihn mal abgenommen und ein ordentliches Stück überm Handknöchel rausgebröckelt.
Jetzt ist gut.
Montagmorgen um 8 kommen die Fäden raus, das hab ich etwas Schiss vor-
ist ein langer Faden, durchgenäht, die Narbe geht durch die Handfläche und am Handgelenk etwas ums Eck.
Liebe Monika,
toll, dass Deine Mama die Op gut überstanden hat. Ich weiss, dass es aufregende Stunden und Tage sind. Meiner Mama wurde auch vor drei Wochen an einer Hirnmetastase operiert. Die Ärzte waren sich vorher auch nicht sicher, ob es sich um eine Metastase oder eventuell um vernarbtes Gewebe handelte. Die Hisotologie hat dann aber leider eindeitig ergeben, dass es sich um eine Meta handelte, die von ihrer Grunderkrankung -kleinzelliges BC- herrührt.
Ich drücke Euch die Daumen für die Histologie. Falls dabei herauskommen sollte, dass es sich um Metas handelte, drücke ich die Daumen, dass der Primärtumor schnell gefunden wird.
Ich kenne Deinen Thread von Dir und Deiner Schwester Heike...
Ich sende Dir ganz viel Kraft und Energie und wünsche Deiner Mama alles, alles Gute und nur das Beste!
LG! Tina
Monika Rasch
26.01.2013, 15:29
Mama ist auf ihrem Zimmer, habe ihr ein schönes Nachthemd angezogen (sie war noch im Flügelhemd) und Socken.
Dann haben wir auf der Bettkante gesessen und geschwatzt, miteinander, mit den Zimmernachbarinnen.
Dann hat sie Papa angerufen und gesagt dass es ihr gut geht.
Papa, wein nicht, es ist alles gut.
Wenn ich ihn anrufe, sagt er nur seinen Familiennamen, dann hört er zu, sagt kein Wort.
Kann nicht, ist so angeschlagen- aber will sich nicht beim weinen erwischen lassen.
Ha, als wenn ich es nicht immer schon geahnt hätte.
Mein Papa ist sensibel- die große Klappe nur Show.
Der Arzt hat heute schon mit meiner Mama gesprochen und gesagt, es wäre alles raus.
Jetzt warten wir auf den histologischen Befund.
Ich drück euch die Daumen für den Befund!
Liebe Moni,
Schön, dass deine Mama die OP so gut überstanden hat. Sie ist wirklich eine große Kämpferin. Du klingst sehr ruhig und gefasst - hast ja auch schon eine lange "Karriere" als Begleiterin hinter dir... :(
Ich hoffe sehr, dass die Histologie möglichst gute Nachrichten bringen wird, ihr hättet euch das wirklich verdient, auch mal Glück zu haben.
Liebe Grüße
Edith
PS: ich drück dir für Montag die Daumen....
Liebe Moni,
ich bin sehr froh, dass deine Ma alles gut überstanden hat! Ich hoffe so sehr auf es bald nur gute Neuigkeiten geben wird!
Jetzt habe ich auch im Hirnturmor-Forum nachlesen können....ich hatte dich nämlich schon vermisst.
Deine Ma ist wirklich sehr tapfer und nicht nur ihr, sondern auch deinem Vater wünsche ich alles Liebe. Es ist gut, dass er sich zurücknehmen kann. Das fällt manchen Menschen schwer, gerade, wenn sie Angst um ihre Liebste haben.
Beim Fäden ziehen werde ich auch an dich denken: das klingt wirklich abenteuerlich....als hättest du nicht genug Sorgen.
Liebe Moni, ich drücke dich ganz fest und wünsche mir so von Herzen, dass es Lichtblicke gibt und zwar ganz, ganz viele!
Monika Rasch
27.01.2013, 11:46
Schönen Tag Euch allen.
Meine Mama hat um Viertel vor 10 bei mir angerufen, weil sie es zuhause versucht hatte und Papa nicht ans Telefon ging.
Sorge !
Ich habs dann auch 3 x versucht, erst beim dritten Mal ging er dran.
Da spielt großes Kino im Kopf.
Alles gut, er hatte das telefon nicht gehört.
mama spricht heute ganz flüssig, keine Stolperer oser Verdreher mehr in ihrem Reden.
Gleich kommt Papa zum Mittag zu uns und dann fahren wir Beide zu Besuch.
Wir haben ja das unschätzbare Glück, diese Top-Abteilung kein 2 km vor unserer Tür zu haben.
Monika Rasch
30.01.2013, 13:09
Bösartig !
Aber keine Metastasen eines bisher unerkannten Krebses.
Das Mistding hat einen Namen.
Es heisst Glioblastom 4.
Mama kommt Freitag aus dem Krankenhaus und hat schon am 5.2. einen ambulanten Bestrahlungstermin.
So wie ich den Stationsarzt verstanden habe, wird es eine einzelne Bestrahlung werden.
Und dann können wir wohl nur hoffen, dass wirklich alles raus ist.
Nichts nachkommt.
Mir hatte der Gedanke, dass es Metastasen sein könnten echt Angst gemacht.
Mit Glioblastom muss ich mich erst Mal auseinandersetzen, habe aber im Bekanntenkreis jemanden, der selber das Gleiche hat und mit kleinen Einschränkungen lebt und mir durchaus Mut macht.
Liebe Monika! Bösartig hört sich natürlich nie gut an, aber auf jedenfall mal positiver als Metastasen von einem unbekannten Tumor.
Ich wünsch euch, dass alles raus ist, die Bestrahlung ihre Arbeit leistet und dann nieeeeeeeeeeeeeeeeeee wieder was nachkommt!
Alles Gute und liebe Grüße Nina
Monika Rasch
30.01.2013, 18:43
Hallo Nina,
Glioblastom IV ist der bösartigste Hirntumor den es gibt, soviel weiss ich schon.
Aber ich glaube nicht an Statistiken, und ich will einfach glauben, dass meine / unsere Mama noch eine gute Zeit haben wird.
Jetzt geht es mit Bestrahlung weiter, und ob es mit Medikamenten weitergehen wird,
wird mir sicher der Chef des örtlichen Krankenhauses noch schreiben.
Und natürlich werden wir auch noch am Uniklinkum in Essen eine zweite Meinung einholen.
Liebe Monika,
ein lachendes und ein weinendes Auge! Ich bin froh, dass es keine Metastasen von einem kleinzelligen BC waren, aber dass es direkt der bösartigste Hirntumor sein muss, ist leider auch keine gute Nachricht. Ich kenne mich damit natürlich gar nicht aus, aber wie bei jeder anderen Krebsart auch, ist der Verlauf bei jedem Menschen anders. Das weisst Du ja auch und ich muss es nicht großartig ausführen. Deshalb ist es richtig von Dir, nicht die Statistik als Basis zu nehmen.
Eine gute Ausgangslage habt ihr aber ganz bestimmt schon dadurch, dass alles entfernt werden konnte. So hoffen wir, dass die Bestrahlung dem Mist den Rest gibt!
Ich wünsche Deiner Mama alles Liebe und Gute und vor allem Heilung!!!
LG und fühl Dich gedrückt! Tina
PS: Das ihr Deinen Papa nicht erreichen konntet und sofort an Schlimmes gedacht habt, kann ich gut nachvollziehen. Man hört die Flöhe husten und ist rundum in Dauersorge, sobald etwas von der Norm abweicht...
Monika Rasch
31.01.2013, 10:15
Gerade ging das Telefon.
Mama ist ENTLASSEN.
Das ganze Zimmer wurde für einen Notfall geräumt.
Ich fahr dann jetzt gleich hin und guck mal in den Arztbrief.
Liebe Monika,
das ging jetzt aber schnell, nicht wahr? Es sind ja erst ein paar Tage nach der Op. Allerdings wurde meine Mama auch nach 1 Woche entlassen. Meine Schwester und ich waren aber schon erstaunt, dass man so zeitig nach Hirnop entlassen wird. Uns wären ein paar Tage länger lieber gewesen...Aber die Ärzte können es anscheinend verantworten, sonst würden sie es ja nicht machen. Und es kommt wahrscheinlich auch immer auf den Patienten an. Deine Mama scheint ja auch eine besonders tapfere Person mit unbedingtem Willen zur Heilung zu sein!
Ich schließe mich Svenja an und wünsche Euch auch alles, alles Gute. Bitte berichte weiter!
LG! Tina
Monika Rasch
31.01.2013, 21:26
Ich habe gerade bei Hirntumor geschrieben.
http://www.krebs-kompass.de/showthread.php?t=58041&page=2
Gute Nacht
maja-s04
31.01.2013, 21:40
Hallo liebe Moni,
ich möchte Dir sagen, dass ich an EUCH denke und deiner Mutti alles, alles Gute und ganz viel Kraft wünsche! Meine Daumen sind ganz fest gedrückt!
Ich umarme dich lieb
Maja aus Buer/Hassel die Lukas unendlich vermisst
Für deine liebe **Heike** brennt eine Kerze bei Lukas
Monika Rasch
12.02.2013, 19:07
Hallo Maja,
ich sehe gerade erst dass Du hier an mich geschrieben hast.
Vielen Dank für deine lieben Worte.
Ich schreibe momentan eher im Hirntumor.
Bin dabei eine Linkliste zu allen wichtigen Links zum Glioblastom, Strahlentherapie
und Temodaltherapie zu erstellen und auf unserer Seite zu bunkern, so dass nicht nur
ich auf meinem Rechner was davon habe.
Gruß aus Beckhausen
moni
Und dass Du für Heike eine Kerze bei Lukas brennen hast treibt mir die Tränen in die Augen.
Was ist das Leben doch für ein.........ß
Man darf gar nicht anfangen über gerecht oder ungerecht nachzudenken...ich verzweifel gerade ziemlich an dieser neuen Situation.
Monika Rasch
26.02.2013, 10:05
Am letzten Wochenende sind wir in einer Blitzaktion 280 km nach Stollhamm / Butjadingen gefahren, weil Mama
noch einmal das Grab ihrer Mutter besuchen wollte.
Auf dem Friedhof angekommen stellten wir entsetzt fest, dass das Grab nicht mehr vorhanden war.
Kein Stein, keine Blumen, weg !
Wir sind dann in die Siedlung gefahren wo meine Oma früher lebte und haben eine alte Schulfreundin
meiner Mutter aufgesucht.
Die bestätigte uns, was wir vermuteten.
Das Grab war auf betreiben meiner mit mir gleichaltrigen Tante im letzten Sommer abgeräumt worden.
Sie könne es nicht mehr pflegen.
Diese Tante hat die letzten Jahre mit meiner Oma im Haus gelebt und es so ermöglicht dass meine Oma nicht ins Heim musste,
als es ihr zum Schluss nicht mehr möglich war alleine zu leben.
Diese Tante ist schon lange wegen psychischer Probleme berentet und
unterschiedlich gestimmt, je nachdem ob sie ihre Medikamente einnimmt oder nicht.
Seit einigen Jahren haben wir keinen Kontakt mehr zu ihr,
weil sie beim letzten Besuch meiner Eltern bei meiner noch lebenden Oma sehr sehr ausfällig geworden war und meine Mutter tätlich angegriffen hat.
.
Meine Mama hätte Oma gerne zu uns geholt, aber das wollte die Tante nicht.
Die ganze Geschichte lief dann über einen Anwalt.
Nun ist Oma seit 7 Jahren tot,und das Grab ist weg.
Dass meine Mutter am Grab zusammengebrochen ist kann sich jeder vorstellen.
Andererseits , hinterher im Gespräch sagte sie dann, dass sie jetzt beruhigter sei,
weil sie nun wisse was mit dem Grab sei.
Oma liegt ja noch an der Stelle.
Danach sind wir nach Wilhelmshaven gefahren, mal eben zum Schiffchen gucken, auf der Werft ein Ersatzteil vorbeibringen.
Danach dann zur Tankstelle, und auf der Tankstelle nach dem Toilettengang ist Mama gestürzt und
Kopf voran mit Brille und Jochbein aufgeschlagen.
Als ich dazukam, halfen wir ihr auf, setzten sie erstmal ins Auto und ich schaute mir ihr Gesicht an.
Wurde blau an der Aufprallstelle.
Ich dann sofort wieder in die Tankstelle rein, 2 Kratzeis gekauft,
im Auto hatte ich von morgens noch einen Coffee to go Becher.
Ein Kratzeis in diesen Pappbecher, und dann musste sie (klar bei Bewusstsein) den kalten Becher mindestens eine halbe Stunde auf die Stelle pressen.
Es wurde nicht weiter dick, und gestern, also 2 Tage nach dieser Aktion,
war meine Mama hier bei mir und ich war sehr erfreut zu sehen, dass kaum was zu sehen war.
Die Brille bringe ich heute zum richten, zum Glück waren wir ja in der letzten Woche in der Stadt und haben eine alte stabilere Brille
von ihr aufhübschen lassen mit neuen Ohrengummis und Nasenpads, so dass sie diese Brille jetzt als Ersatz tragen kann.
Gestern hatten wir bei mir MädelzKaffeetrinken.
2 Freundinnen von meiner Mama (1 alte Nachbarin=Tante Lisbeth und die geschiedene Schwiegermutter Hannelore meiner Schwester Heike)
waren hier,
und dazu 2 Freundinnen von mi r( Karin=Nachbarsmädchen vom Haus gegenüber, 2 Monate vor mir geboren, und Wilma= eine Schulfreundin von mir, die ganz oft bei uns war und mit der wir immer noch sehr guten Kontakt haben).
Wir hatten einen superschönen Nachmittag, Kaffee und Kuchen, später dann Champagner-
diese Flasche hatte mir meine Mama mal geschenkt für einen besonderen Anlass.....
ich fand der war gestern...
Ich fürchte das war der letzte schöne Tag ohne Nebenwirkungen der Medikamente und Therapien.
Medizinisches hier
http://www.krebs-kompass.de/showthread.php?t=58041&page=4
Monika Rasch
01.03.2013, 16:29
Insgesamt ist Mama sehr unrastig,
aber auch unglaublich langsam in Allem was sie tut.
Geistig ziemlich fusselig und sprunghaft.
Die Füße sind so dick, dass keine Schuhe mehr passen, ein Paar haben wir vorgestern neu gekauft, damit sie welche zum anziehen hat.
Sie wird eine halbe Stunde vor der Bestrahlung mit dem Taxi abgeholt, in die Strahlenabteilung begleitet, mit Rollator(haben wir noch von Heike).
Eine halbe Stunde nach dem Bestrahlungstermin ist sie schon wieder zuhause und legt sich erst mal hin.
Das Bett steht ja jetzt im Wohnzimmer.
Heute habe ich einen Toilettenstuhl abgeholt und einen Badewannenlifter.
Die Firma wollte leider erst am kommenden Dienstag liefern, also habe ich mal einen kleinen Anruf getätigt und gesagt wie dringlich es ist.
Mama nimmt ja 3 x 4 mg Fortecortin ein,und damit sie nicht aus allen Nähten platzt bekommt sie etwas zum entwässern.
Weil sie aber so unglaublich langsam ist schafft sie es nur schwer bis zur Toielette.
Den Toilettenstuhl haben wir jetzt eingekeilt in die Nische am Fußende des Bettes geschoben, das wird ihr das Leben hoffentlich erleichtern.
Ach Moni - es tut mir richtig weh, das alles zu lesen. Es tut mir so leid, dass du das Ganze jetzt zum x-ten Male mitmachen musst. Als ich das gerade gelesen habe mit dem Toilettenstuhl ist mir wieder alles hoch gekommen, was bei uns vor 3 Monaten war und das Gefühl, das ich hatte, als ich den Toilettenstuhl nach Hause gebracht habe und die traurigen Augen meines Mannes.....
Ich weiß genau, wie du dich fühlst. Und du musst immer die Starke sein - du bist ja auch sehr stark - aber manchmal wird es einfach zuviel.
Ich wünsche euch von Herzen, dass die Bestrahlungen eine gute Wirkung haben werden und deine Mama noch viel gute Zeit haben wird.
Und dir wünsche ich, dass du deine Stärke behalten kannst und nicht an diesem ganzen Leid zerbrichst.
Ich schicke dir eine dicke Umarmung :knuddel:
Liebe Grüße
Edith
Monika Rasch
01.03.2013, 16:55
Hallo Edith,
ich habe mich schon unter Antidepressiva setzen lassen,ich könnte sonst nicht mehr helfen.
Bin so traurig.
Mein Papa sieht es - ich weiss gar nicht wie ich es nenne soll- mit Fatalismus
http://de.wikipedia.org/wiki/Fatalismus
Als Mama vorhin zur Bestrahlung abgeholt wurde, blieb ich noch etwas da und wollte irgendwie was sagen was ihn aufbaut.
Er ist verzweifelt, will aber nicht dass ICH das sehe-
da kommen dann so Sätze wie "Irgendwann sind wir alle mal dran".
Ja so ist das.
Irgendwann sind wir alle mal dran...ja !
Aber ich wünsche mir für mich, meinen Klaus, meine Familie und Freunde ein langes gesundes Leben und dass sie(ich/wir) dann im Schlaf sterben dürfen wenn sie ca.92 Jahre alt sind.
Ich will nicht, dass mir Einer nach dem Anderen an dieser Sch..xxxx Krankheit wegstirbt.
Ich hatte mich für gestern nach meiner Sportstunde für Abends noch mit meiner Freundin verabredet, mein Klaus hat Donnerstags Kirchenchor, mein Sport ist um 20 Uhr zuende.
Ich dann dorthin...und höre dass ihr Bruder am Tag vorher von jetzt auf gleich(wegen Nierenbeschwerden im Krankenhaus auf Intensiv) verstorben ist.
Sie wollte es mir gar nicht erzählen.
Kleines dickes Peter....schon lange berentet wegen Herzkasper vor einigen Jahren, aber eigentlich gings ihm doch gut.
Keine 60 ist er geworden.
Jetzt hat meine Freundin auch keinen mehr ausser ihrem Ralf und mir.
Sie hat vor 2 Jahren ihren Cousin Paul an metastasiertem Prostatakrebs verloren, und dann letztes Jahr die Frau des Cousins gleich hinterher, Brustkrebs und Hirnmetastasen.
Ich bin dieses sterben hier um mich rum einfach so unglaublich leid.
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Ich muss jetzt etwas vorschlafen, habe Nachtdienst, aber nur heute.
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