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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Mein Papa hat Darmkrebs, so viele Fragen...


Daschas
23.11.2011, 09:31
Hallo ! Guten Tag ! Ich hätte eine Frage bitte, vielleicht könnt Ihr mir weiterhelfen Danke !
Ich bin 70 Jahre und habe eine Leberzirrhose aufgrund einer Autoimmunkrankheit (Child A) jetzt werden bei mir halb jährlich AFP und Ultraschall gemacht was mir Sorgen macht ist der Tumormakrer
kann man da noch von Schwankungen sprechen bzw wie hoch wäre da die Grenze das man es als Schwankung bezeichnen kann.
AFP (Ref bis 7) Dez 2010 2,1; Juli 2011 2,3; und Nov. 2011 2,8 !
Ultraschall hab ich erst in 14 Tagen !
Was meint Ihr dazu hab echt Angst !
Danke Liebe Grüße
Karin

dphw
23.11.2011, 12:51
Hallo Karin,
nun entspann Dich man erst mal.
Ich hab als Anfangswert bei HCC u. Zirrhose/Child A 79,3 (Ref 5).
Mittlerweile bin ich bei 195,4!!!
Du bist ja noch im absoluten Anfangsstadium,noch nicht mal leicht erhöht!!
Du brauchst Dir absolut keine Sorgen zu machen.

Viele Grüsse

Dieter

Daschas
23.11.2011, 12:56
Hallo ! Vielen Dank erstmal für die Antwort ! Aber sind das noch Schwankungen ? Warum sagt man nicht einfach negativ und basta... ??? Liebe Grüße

dphw
23.11.2011, 13:32
hallo karin,
wieso schwankungen...?
2,1----2,3-----2,8 sind für mich ein leichter anstieg,trotzdem aber absolut
gering,in einem jahr eine erhöhung um 0,7,....das ist doch garnichts.
nochmal,mach dir keinen kopf deswegen.
sieh dir meine werte an!!!

gruss dieter

Daschas
23.11.2011, 13:52
Guten Tag ! Dann muß sich da in der Leber was "tun" wenn es ansteigt, wenn ich ans Ultraschall denke wird mir schon schlecht... Liebe Grüße

dphw
23.11.2011, 17:31
in einem jahr o,7 ist doch garnichts,bei mir waren es bei diagnosestellung im
juli 2010 schon 74,jetzt sind es 195 und morgen ist erneute blutabnahme,mal sehen wie es dann ist.
bis jetzt eine zunahme von 120 in einem jahr,bei dir 0,7 in einem jahr.
du bist noch nicht mal über normal,in den werten!!!!!!!
mach dich und vor allen dingen die anderen hier nicht verrückt!!!!!!
ich lebe scchon ein jahr mit der diagnose hcc und zirrhose,und ich lebe deshalb so gut,weil ich mich in keinster weise verrückt mache(n) lasse.
schön die füsse still halten,panik bringt nichts.

gruss dieter

Leutzscher84
04.03.2012, 20:30
Isolierte Krebsmarkermessungen sind nicht aussagefähig.
Bei mir wurde im August 11 ein AFP von 974!! gemessen. Da wurde man schon mal nervös. Ich hab damals nicht gegoogelt, aber später im Netz gefunden ab 1.000 ziemlich sicher HCC.

Zu dem Zeitpunkt war eine sichere Diagnose meiner Erkrankung noch nicht gestellt, außer Leberzirrhose Child B und etwa 15-fach erhöhte Leberwerte (GOT + GOP).

Die Leberambulanz der Uni Leipzig konnte mir dann endlich eine Diagnose stellen. Autoimmunhepatitis. Behandlung hochdosiert (abnehmend) Prednisilon und Azathioprin.

Werte wurde schnell besser. Inzwischen AFP bei 12! und Leberwerte normal. Leberzirrhose Child jetzt A.

In diesem Sinne ruhig bleiben.

Leutzscher84

Daschas
16.10.2013, 11:11
Guten Tag !

Vielleicht könnt Ihr mir bitte ein paar Fragen beantworten. Vielen Dank.

ich bin völlig erledigt, habe am Freitag erfahren das mein Papa (70) Jahre an Darmkrebs erkrankt ist, dzt. liegt er noch im Krankenhaus, soll aber in den nächsten Tagen entlassen werden, da noch ein MRT gemacht werden muss.
Mein Papa wurde aufgrund von anhaltenden Durchfall und Gewichtsabnahme ins Krankenhaus gebracht, wo man dann Dick Darmkrebs feststellte, im moment kann ich keinen klaren Gedanken fassen, bin oft am weinen.
Zu den Untersuchungen und weiteren Plänen :
CT/Röntgen/Ultraschall wurden bis jetzt keine Metastasen gefunden, der Plan sieht so aus, wobei sich noch ein Team von Chirugen und Onkologen zusammensetzen wird und den genauen Plan absprechen wird.
Geplant ist:
Chemo, oder Bestrahlung ca 8 Wochen, dann eine OP .
Ich habe so viele Fragen:
Wie läuft eine Chemo ab, wie lange dauert das zeitmässig, wie oft hintereinander muss er ins Krankenhaus ?
Gibt es auch Tabletten ?
Was ist die beste Behandlung (Tabletten, Infusionen, Bestrahlung) ?
Wie oft wird das Blutbild gemacht ?
Wie oft CT ?
Wann kann man mit Nebenwirkungen rechnen ? Gleich nach der Chemo ?
Wie lange dauern die in etwa ab ?
Was kommst alles auf uns zu ????? 10000 Fragen und ich weiss mir überhaupt keine Antwort, hab jetzt ein wenig im Internet durchgelesen, mein Kopf raucht... und ich sollte mich auch auf meine Arbeit konzentrieren, geht nicht...
Liebe Grüße Dieter

aureli
16.10.2013, 15:26
Hallo lieber Dieter ,
so eine Diagnose stellt das Leben von einem auf den anderen Tag auf den Kopf.
Gut ist,das dein Papa keine Metastasen hat.
Es wird im Vorfeld eine Chemo meistens in 2 Blöcken gegeben und gleichzeitig Bestrahlung so 5 Wochen.
Damit wird der Tumor verkleinert und die Tumorzellen zerstört.
Dann ist meistens 4 bis 6 Wochen Pause damit sich der Körper erholen kann.
Die OP erfolgt entweder über einen Bauchschnitt und minimalinvasiv,das ist schonenender.Das entscheidet meistens der Operateurim Krankenhaus.
Sucht euch ein gutes zertifiziertes Bauchzenrum die auf Darmkrebs spezialisiert sind.
Nach der OP ist auch Pause und je nach dem ob Lymphknotenbefall vorliegt gibt es eine Chemo in Blöcken im zeitl.Abstand von 4 Wochen.
So war bei mir der Ablauf.
Es ist ein großer Berg aber ist zu schaffen.
Ich drück euch die Daumen.

Safra
16.10.2013, 16:14
Hallo Dieter,

zu den Nebenwirkungen: Das hängt davon ab, womit Dein Papa behandelt wird, und das wiederum vom Befund, wie Aureli schon sagt. Es gibt stärkere Chemos, wo auch gleich die Haare ausfallen, bei "milderen" werden sie nur feiner (so war es bei mir). Die meisten haben schon mit Übelkeit zu kämpfen, meist nur in den ersten paar Tagen. Es werden ja Zellen bekämpft, die sich schnell teilen, und überall dort kann es auch zu Störungen kommen. Das wird Euch aber dann der zuständige Onkologe erklären, er kann auch die Dosis anpassen oder das Medikament wechseln. Und ein bisschen hängt es auch vom Patienten selber ab, wie es es empfindet und damit umgeht. Auch in dieser Zeit sollte man schon versuchen, auf den Beinen zu bleiben.
Erst mal klingt es ja ganz gut, das in den anderen Organen anscheinend nichts ist.
Alles Liebe!

Nicole15
16.10.2013, 17:39
Hallo Dieter!

Erst nach der OP wird entschieden, welche Therapie anschließend gemacht wird. Je nachdem wo der Tumor sitzt, wird nicht unbedingt bestrahlt. Mein Tumor war im Sigma und ich hatte weder ein Stoma noch Bestrahlungen. Die kurative Chemotherapie läuft über 6 Zyklen a 2 Gaben. Bei mir war es so, dass ich die Chemo ambulant bekommen habe und das alle 2 Wochen. Ich habe die Chemo gut vertragen, wenige Nebenwirkungen. Allerdings ist es bei jedem Patienten anders. Jenachdem wie die körperliche und auch seelische Verfassung ist.
Also wartet erstmal den histologischen Befund ab, danach kann man dann klarer sehen...

Ich wünsche Deinem Vater, Dir und Euer Familie viel Kraft für die nächste Zeit!

LG Nicole

PeterBoe
16.10.2013, 17:49
Lieber Dieter,

ich habe die ganze Sache jetzt so ziemlich hinter mir; am 8. November feiere ich den ersten Jahrestag meiner OP:

Juni 2012 Diagnose
Juli-Oktober 2012 Radiochemo-Therapie
November 2012 OP
Dezember 2012- Februar 2013 Radiochemo
März 2013 Kur
2. April 2013 wieder in Vollzeit am Arbeitsplatz zurück

Auch wenn man die Erfahrungen des Einen nie auf den Anderen übertragen kann, ist es manchmal doch hilfreich, zu wissen wie es dem Einen ergangen ist.
Wenn Du meine ganze Geschichte mal lesen magst (da sind schon eine Menge Seiten zusammen gekommen), dann schick mir eine PN mit Deiner email-Adresse an die ich Dir meine Story schicken kann.
Eine Geschichte von einem der alles durchgestanden hat, kann Deinem Vater helfen, den Mut zusammen zu nehmen und macht es ihm vielleicht leichter, es auch durchzustehen.

Alles Gute

Peter

Renate60
16.10.2013, 22:54
Hallo Dieter,

also erstmal freu Dich dass Dein Vater keine Metas hat. Darmkrebs ist so nämlich eigentlich gut zu behandeln und auch zu heilen.

Welche Chemo er bekommen wird wird sicher erst nach der endgültigen pathologischen Bestimmung des Karzinoms erfolgen. Die Ärzte werden die Chemo auf den allgemeinen Zustand deines Vater abstimmen. Und da gibt es dann sehr viele Möglichkeiten von regelmäßigen Gaben per Tropf oder sogar Tabletten das könnte man dann sogar zu Hause machen.
Aber ich rate Dir stell all diese Fragen den behandelnden Onkologen.

Verliere nicht den Mut und denke daran du mußt jetzt Deinem Papa Kraft spenden.

Renate60

Daschas
24.10.2013, 08:45
Guten Tag !

Vielen Dank für Eure Antworten, gestern war ja die Besprechung.
Zuerst hat man vorgeschlagen vorher Chemo, dann OP, dann wieder Chemo, der Tumorboard hat aber am Dienstag beschlossen gleich am 29.10. zu operieren, man will keine Zeit verlieren.

Es wurde Röntgen, CT, MRT gemacht:

MRT: Zikuläre Raumforderung des Rektosigmoids über eine Strecke von knapp 7 cm mit einer Wandverdickung bis 1,3 cm und mit pathalogisch konfigurierten Lymphknoten lokoregionär linkd
parasigmoidale und pararektal. Keine erkennbare Infiltration des Mesorektums und der mesorektalen Faszie.

CT Abdomen u. Thorax zeigt sich kein Hinweis auf eine Metastasierung.

Colonoskopie: zeigt sich im Rektum ein mit Druck, passierbarer exophytischer Tumor (länge 4 cm) von 9 bis 13 cm ab ano, der sich zirkulär ausdehnt, mit der Verdachtsdiagnose eines teilstenosierenden aber noch passierbaren Erstkarzinom im Rektum.

Histologie: Hier werden Formationen eines ulcerierten, invasiven, mittelgradig differentzierten Adenokarzinoms, im vorliegenden Material Grad 2 nach WHO, beschrieben.

Meine Frage:

Sollen wir uns nach einen Spezialisten (Chirurg) umsehen und die OP verschieben bis wir einen gefunden haben ?
Soll er sich überhaupt operieren lassen, bis jetzt hatte er keine Beschwerden (die Darmblutung war eine versteckte Blutung wir haben nichts bemerkt) ?
Wird nach der Operation alles noch schlimmer ?
Bekommt er einen Seitenausgang ?
Was wenn Bauchfellmetastasen gefunden werden ?
So ein Tumor kommt ja nicht von heute auf morgen, ich habe Angst das es ihm psychisch danach nicht gut geht man weiss man hat Krebs.....

Vielen Dank Dieter

Daschas
01.11.2013, 20:08
Guten Tag. Ich bitte um Hilfe. Danke.
Mein Vater wurde am Dienstag laproskopisch ein Rektumkarzinom entfernt und ein Stoma für 8 Wochen gelegt.
Meine Frage: er blutet leicht aus dem After, ist das normal ?
Und der Stuhl im Stoma ist ganz flüssig ? Vielen dank für antworten.


Liebe Grüße Dieter

PeterBoe
02.11.2013, 16:52
Hallo, Dieter,

ich denke Du musst Dir da nicht zuviele Sorgen machen.
Wenn Dein Vater seine Rektum-OP erst vor ein paar Tagen hatte, dann ist das wahrscheinlich davon dass er blutet.
Dass der Stuhl jetzt flüssiger ist, istauch normal.
Erstens wird er wahrscheinlich Schonkost mit wenig Ballaststoffen bekommen,
Zweitens ist ja das letzte Stück Darm vorübergehend "stillgelegt" und weil es dessen Funktion ist, dem Stuhl das Wasser zu entziehen, ist das natürlich flüssig/er,
Ich habe ein endgültiges Stoma und bei mir ist es höchstens mal breiig; meistens aber dünner.
Gruss und Daumendrück
Peter

Safra
03.11.2013, 11:23
Hallo Daschas,
habe das auch durch. Ist völlig normal, da brauchst Du Dir keine Sorgen machen. Aufpassen dann bei der Ernährung, damit das Stoma nicht verstopft. Oder zuviel Blähungen entstehen (das Entweichen kann nicht gesteuert werden und ist dann mal zu hören :grin:)

Daschas
15.11.2013, 16:42
Guten Tag. Ich hoffe auf Hilfe, bin verzweifelt das es was schlimmes ist. Mein Mann 70, wurde aufgrund von Darmkrebs, ohne Lymphknotenbefall,vor 14Tage laproskopisch operiert. Mit vorübergehenden Stoma. Alles gut gegangen. Appetit war im Kh ok. Er ist jetzt eine Woche daheim, sehr schwach, wenig Hunger, Luftbeschwerde beim gehen,müde.DerHausarzt war da,kleinesBlutbild wurde gemacht, Lunge abgehört alles ok. Gestern waren wir beim Chirurgen zur Kontrolle,der meint durch das Stoma gehen viel Vitamine verloren. Mein Mann wird in den nächsten Tagen im KH aufgenommen, da bekommt er Vitamine und Infusionen....mache mir Sorgen ob es wirklich der Mangel ist, gibt es das ? Danke Liebe grüsse SENTA und Dieter

mucki53
16.11.2013, 02:32
Hallo Senta,
schön, dass Du hier bist, auch wenn der Grund kein schöner ist.
Wegen des Stomas bekommst Du wohl mehr Infos im Stoma-Forum.
Wenn es ein Ileostoma ist (Dünndarm), dann kann es schon sein, dass nicht alle Nährstoffe im Körper ankommen.
Allerdings so schnell, da müsste er evtl. vorher schon grenzwertig gewesen sein.
Wie gesagt, schau mal im Stoma-Forum.
Mir wurde dort und wird hier sehr geholfen und ich bin dankbar, dass es diese beiden Foren gibt !
Alles Gute für Dich und Deinen Mann :knuddel:.

Daschas
16.11.2013, 07:23
Danke für die Antwort, aber wann kann es sonst sein das es ihm nicht ein wenig besser geht ? Liebe Grüsse

Daschas
20.11.2013, 10:13
Guten Tag !

vielleicht könnt Ihr mir weiterhelfen, das wäre nett, Danke schon mal.

Ich blicke da bei der TNM Klassifikation nicht ganz durch.
Mein Vater hat ein Rektumskarzinom T 3, N 0, M 0, am 15.10. wurde ein Thorax und Abdomen CT gemacht, da wurden keine Metastasen gefunden.

Mein Vater wurde aufgrund des Stomas jetzt wieder ins Krankenhaus gebracht, weil er nicht genug trinken konnte und sich Krea verschlechterte und er einen Vitaminmangel hatte, das scheint jetzt wieder im Griff zu sein, er hat auch mit Atemproblemen gekämpft und war total schwach. Das ist jetzt dank der Infusionen weit besser.

Jetzt wird wieder ein CT gemacht um sicher zu gehen das es keine versteckte "Lungenembolie" ist.

Kann es sein das man doch Metastasen noch findet in der Lunge ?
Gibt es das überhaupt das keine Lymphknoten befallen sind (ich glaube 30 wurde entnommen) aber doch Lungenmetastasen auftreten ?
Eine weitere Therapie nach Stomarücklegen ist lt. Tumorboard nicht geplant .
Danke
Liebe Grüsse Dieter

PantaRei
20.11.2013, 13:41
Lieber Dieter,

willkommen hier, auch wenn der Anlass kein schöner ist.

Die TNM-Klassifikation ist ja eindeutig. Es gibt einen Tumor (T) aber keine befallenen Lymphknoten (N) oder Fernmetastasen.

Unter den Bedingungen ist es eher unwahrscheinlich, dass es Lungenmetastasen gibt aber keine in der Leber. Aber leider ist bei Krebs nichts ausgeschlossen oder sicher.

Trotzdem würde ich nicht davon ausgehen, dass die Atemprobleme mit Metastasen in der Lunge zu tun haben, da sich Metastasen nicht zuallererst durch solche Beschwerden zeigen. Seid also mal hoffnungsvoll, dass das nichts mit dem Tumor zu tun hat. Das CT wird Euch Sicherheit geben.

Dass keine weitere Therapie geplant ist (bspw. Chemo) ist - soweit ich mich auskenne - Leitlinienkonform. Weil Metastasen bei der Situation Deines Vaters (Stadium II) eher unwahrscheinlich sind, verzichtet man auf Chemo. Gerade bei älteren Menschen (kenne das Alter Deines Vaters nicht) ist eine Chemo auch für den Organismus anstrengend, sodass man sich oft dagegen entscheidet.

Aber gut ist, dass jetzt genau geschaut wird, woher die Beschwerden kommen.

Euch alles Gute und viele Grüße

PantaRei

Daschas
20.11.2013, 13:47
Hallo ! Guten Tag !

Danke für die Antwort, aber kann man auch Lungenmetastasen haben ohne das die Lymphknoten befallen sind ?

Liebe Grüße Dieter

PantaRei
20.11.2013, 17:30
Hallo,

hatte geschrieben:



Unter den Bedingungen ist es eher unwahrscheinlich, dass es Lungenmetastasen gibt aber keine in der Leber. Aber leider ist bei Krebs nichts ausgeschlossen oder sicher.


Damit meine ich:

Befallene Lymphknoten würden bedeuten, dass sich Tumorzellen schon auf den Weg gemacht haben durch den Körper. Sind keine Lymphknoten befallen, dann heißt das aber leider nicht, dass man sicher sein kann, dass sich noch keine Tumorzellen auf den Weg gemacht haben. Es ist nur eher unwahrscheinlich. Aus diesem Grunde wird dann auch meist keine Chemo gemacht. Das ist Euer Fall.

Wahrscheinlich ist das aber nur Spekulation jetzt. Am Besten ist, wenn Ihr auf den CT-Befund wartet ....

Ich drücke Euch die Daumen.

Viele Grüße

PantaRei

Elisabethh.1900
20.11.2013, 17:48
Lieber Dieter,
um Veränderungen in einem bildgebenden Verfahren wie MRT, CT oder auch auf einer Röntgenaufnahme zu erkennen, müssen diese eine bestimmte Größe erreicht haben. Dies ist unterschiedlich bei den einzelnen Verfahren und teilweise abhängig vom Gerät.
Ich wünsche Deinem Vati, dass er keine Veränderungen in seiner Lunge hat.

Mein Vater wurde aufgrund des Stomas jetzt wieder ins Krankenhaus gebracht, weil er nicht genug trinken konnte und sich Krea verschlechterte und er einen Vitaminmangel hatte, das scheint jetzt wieder im Griff zu sein, er hat auch mit Atemproblemen gekämpft und war total schwach. Das ist jetzt dank der Infusionen weit besser.
Die beschriebenen Beschwerden können auch ihre Ursache in einer Herzerkrankung (z.B. Veränderungen in den Herzkranzgefäßen) haben, wurden da entsprechende Untersuchungen durchgeführt (z.B. EKG)?Manchmal bestanden die Veränderungen schon vor der Krebserkrankung und werden erst durch die Belastungen der Behandlung sichtbar.

Es ist vorallem für ältere Menschen schwierig, den Flüssigkeitsverlust auszugleichen, der durch ein Stoma entsteht. Manchmal fehlt auch der Appetit, etwas zu essen oder zu trinken.

Eine weitere Therapie nach Stomarücklegen ist lt. Tumorboard nicht geplant
Mein Rat an Euch wäre, holt eine Zweitmeinung in einem zertifizierten Darmzentrum ein, nicht immer findet die Therapie nach den Leitlinien statt.

Alles Gute für deinen Vater,
Elisabethh.

Daschas
30.11.2013, 18:14
Guten Abend!

Könnt ihr mir vielleicht weiterhelfen. Danke. Mein Vater wurde aufgrund eines Rektumkarzinom, das operiert wurde, ein Schutzstoma gelegt.
Gestern war die Rückoperation, da die Darmspiegelung ok war. Die Op ist gut verlaufen, der Chirurg meinte nur,man muss schauen ob die Darmnaht hält.

Da krieg ich die Panik.... Warum wird ein Schutzstoma gelegt um vorher das zu verhindern, wenn die Gefahr ja trotzdem da ist das die Naht reisst.?

Bis jetzt hat er nur eine klare Suppe bekommen, er hat schon so grossen Hunger...Kontrolliert man dann die Darmnaht ob sie dicht ist ? Grüße an Euch.

mucki53
01.12.2013, 01:25
Hallo Daschas,
normalerweise wartet man mindestens 3 Monate mit der Rückverlegung des Stomas.
Für Deinen Papa alles Gute !

Safra
02.12.2013, 12:18
Hallo Daschas,

ich hatte den selben Befund, auch Ileostoma. Hätte schon nach 4 Wochen (lt. Chirurgen) zurückverlegt werden können. Ist (wegen einer Familienfeier) erst nach 7 Wochen passiert. Keine Probleme, Darm dicht. Also nicht so viele Sorgen machen. Hinterher ist es erst mal anstrengend, wenn der Dickdarm wieder in Gang kommt, aber es wird im Laufe der Zeit besser. Nur viel Geduld braucht man :(

Daschas
02.07.2014, 08:34
Guten Morgen!

Ich möchte um Ratschläge und Meinung um Hilfe bitten.

Ich bin echt verzweifelt, eine schlaflose Nacht liegt hinter mir :-((((

Bei meinem Vater 76 Jahre: wurde im Dezember 2013 ein Rektumkarzinom pT3 , N0, G 2 Stadium II A entfernt, ein Schutzileostoma wurde gelegt (keine Vor und Nachtherapie lt. Tumorboard) und auch nach einigen Wochen zurückverlegt, seit der OP gab es immer wieder Tage mit Durchfall, eher vormittags 3-4 mal Stuhl, mit Imodium alle paar Tage mal aber gut in den Griff zu bekommen.
Weiters wurden noch Eisentabletten und Zuckertabletten (Diabetes M II)bis jetzt eingenommen und er hat auch eine Schilddrüsenüberfunktion.

Gestern habe ich dann den Blutbefund abgeholt (für die 1/2 jährl. Kontrolle), ich hab geglaubt mich trifft der Schlag !!!

Ist der Krebs zurück ? Sind es Metastasen ???????????

Der Tumormarker CEA lag im KH vor der Krebs OP bei 3,1 (Ref bis 3,8) und jetzt bei 12 !!! (anderes Labor Ref bis 5) !!!

auch die Leberwerte sind gestiegen sie waren bis jetzt immer ok, das deutet doch auf Lebermetastasen hin ?????
ALP 180 U/l (Ref -129)
GGT 133 U/l (Ref-64)
LDH 317 U/l (Ref-220)

Lymphozyten 18,7 (Ref 25-40)

und die Nierenfunktion ist auch gestört
KREA 1,50 mg/dl (Ref bis 1,3)
GFR 43 ml/min (Ref<60)

Die Hämatoloige Werte sind ok
Hämostaseologie wurde nicht gemacht
Elektrolyte und Entzündungswerte auch nicht

Ist nach 6 Monaten der Krebs, oder Metastasen schon wieder da ??????????? Wir haben in den nächsten Tagen ein Gespräch beim Chirurgen, ich bin auf das schlimmste eingestellt.

Liebe Grüße Euer Dieter

Daschas
14.07.2014, 10:48
Guten Tag !

Da melde ich mich wieder, leider mit keinen guten Nachrichten, es treibt mich zur Verzweiflung ich verstehe es nicht. !!

Ein halbes Jahr nach Rektumskarzinom OP pT3N0, Staidum IIA, ohne Vor und Nachtherapie (keine Chemo, Bestrahlung etc.) gibt es lt. CT zwei nebeneinander gelegene Raumforderungen v 41 mm im Bereich des Lebersegmentes VII/VIII.

Ich bin sooooooo verzweifelt, habe so viele Fragen.

Jetzt wird es wahrscheinlich doch eine Chemo geben, was wäre die verträglichste ?
Warum wachsen die Metastasen so schnell ?
Kann man das überhaupt aufhalten ?
Kann man im Blutbild sehen ob sich noch Krebszellen herumtummeln ?
Warum schon nach so kurzer Zeit ?
Der Tumor wurde ja bereits als ganzer entfernt.

Mein Paps ist über 70 Jahre, wie wird er das alle verkraften .... :-(

Liebe Grüße Euer Dieter

Elisabethh.1900
15.07.2014, 16:55
Lieber Dieter,
es tut mir sehr leid, dass bei deinem Vater nach so kurzer Zeit Lebermetastasen aufgetreten sind.
Aus welchen Gründen hat er keinerlei Nachbehandlung erhalten?
Die Behandlung der Lebermetastasen richtet sich nach dem Primärtumor. Es gibt Methoden, wo man die Lebermetastasen isoliert behandeln kann, also z.B. mit speziellen Methoden veröden.
Man muss sehr genau abwägen,welche Behandlung dein Vater verkraften kann, denn die Lebensqualität spielt dabei eine große Rolle.
Bitte sprecht sehr genau mit den behandelnden Ärzten, hinterfragt ihre Vorschläge und holt euch unbedingt eine Zweitmeinung an.

Liebe Grüße an euch,
Elisabethh.

berliner-engelchen
15.07.2014, 19:24
Lieber Dieter,

das tut mir leid für Euch. Aber es ist sicher nicht das Ende des Weges. Ihr habt noch einige Behanldungsoptionen vor Euch, mit der Dein Vater gut behandelt werden kann.

Eine wichtige Frage vorab: wird Dein Vater in einem zertifiziertem Darmkrebszentrum behandelt? Die Vorgeschichte könnte darauf hinweisen, dass nicht. Falls er da nicht ist, solltet ihr sofort dorthin wechseln.

ich versuche mich mal an deinen Fragen:
- Jetzt wird es wahrscheinlich doch eine Chemo geben, was wäre die verträglichste ?
Da sollte das Tumorboard bzw. die behandelnden Onkologe einen Vorschlag machen. GGf. könnt Ihr (kostenfrei) eine Zweitmeinung einholen. Immer nachfragen: warum diese, warum keine andere, oder gibt es Alternativen, wie unterscheiden sich die Behandlungen?

- Warum wachsen die Metastasen so schnell ?
Tja, das gehört zu den Fragen, die nicht beantwortbar sind. Es ist vor allem nicht einheitlich. Bei den einen geht es schnell und bei anderen langsam. In der Leber sind metastasen sehr gut versorgt, dort haben sie sehr gute Wachstumbedingungen ....

- Kann man das überhaupt aufhalten ?
Ja, mit etwas Glück kann man es aufhalten und mit einer gut anschlagenden Chemo kann man sie sogar wegbekommen. Meine Lebermetas waren geringfügig kleiner als die deines Vaters und sind weg !!
Aber eine Garantie gibt es nicht. Vor allem das traurige: in den allermeisten Fällen kommen sie wieder :weinen::rotier2::rotier2:

- Kann man im Blutbild sehen ob sich noch Krebszellen herumtummeln ?
So direkt nein. Es gibt halt nur die einschlägigen WErte, die auf Tumorgeschehen hinweisen.

- Warum schon nach so kurzer Zeit ?
:confused::confused::confused: ja, das frage ich mich für mich selbst auch. Das ist einfach nur traurig, wenn es so ist. und ist Schicksal, das man annahemen muss, denke ich zumindest.


Ich wünsche Euch viel Glück, gute Therapieerfolge und viel Kraft
Birgit

Daschas
16.07.2014, 09:36
Guten Morgen !

Vielen Dank für die antworten.

Wir sind in einem normalen Krankenhaus in NÖ in Behandlung und wohnen ca 1 1/2 Stunden von Wien entfernt.
Warum keine Chemo gemacht wurde lt Arzt: Es wird dann Nebenwirkungen und Gefahr des wiederauftreten abgeglichen, nachdem kein Lymphknotenbefall war und mittelm. differenziert wurde keine Chemo, oder Bestrahlung gemacht.

Ich lese mir jetzt schon seit einigen Tagen alles durch, mein Kopf raucht.

Wenn ich es richtig lese wäre für meinen Vater die Methode mit LITT mit Tabletten Chemo die Beste. Aber ich habe natürlich überhaupt keine Ahnung ob uns das vorgeschlagen wird , oder ob das überhaupt möglich wäre.

Ich glaube eine OP würde er sich nicht mehr machen lassen, es war alles so viel in den halben Jahr....

Ganz liebe Grüße
Dieter

Daschas
07.08.2014, 12:37
Hallo ! Es ist echt zum verzweifeln...

Wir haben auch jetzt das MRT Ergebnis : Leberläsion, eher dorsal im re. Leberlappen gelegen, mit ovalärer Konfiguration, von bis zu 8,1 cm x 5,3 cm. Die Läsion zeigt eine gewisse Septierung, nach i.v KM Gabe zeigt sich eine moderate periphe Aufnahme, zentral verbleibt die Läsion demgegenüber relativ hypointes. Weitere fokale Leberherde sind nicht erkennbar.

Das CT (nicht das selbe Institut) lautet jedoch : zwei nebeneinander gelegene hypodene Raumforderung mit einem Durchmesser von 41 bzw 42 mm im Bereich des Lebersegmentes VII/VIII !!

OP wird aufgrund der schwere der OP nicht in Frage kommen ?? Aber wenn das dann so eine große Metastase ist kann man da trotzdem Chemo in Tablettenforum geben ? Bestrahlung LITT, Radiofrequenz usw, wird ja aufgrund der Grösse wegfallen, oder ? Wir möchten die "schonenste" Methode haben.... da mein Vater genug durchgemacht hat das letzte halbe Jahr !!

Der Praktische Arzt meinte nur wenn man nicht operiert schaut es in einem halben Jahr sehr sehr schlecht aus !!!! Vielen Dank für antworten.

Liebe Grüße Dieter.