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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : One day we will be united....


Laesperanza
24.11.2015, 20:22
Noch nicht einmal eine Woche ist es her...es ist bei mir noch nicht angekommen. Ich funktioniere, ich funktioniere einfach nur. Ich kann nicht einmal weinen, nicht einmal als ich die Sterbeurkunde in der Hand hielt. Ich dachte nur: aha, so sieht die also aus. Tja, und das mit den Zeichen funktioniert auch nicht. Ich habe ein Küchengerät gesucht und seine Stimme im Kopf sagte mir auf dem Dachboden. Also habe ich mir nen Wolf auf dem Dachboden gesucht, und das blöde Teil war im Keller. Es hat ihn immer genervt, dass ich nie wusste, wo was ist. Er konnte es mir immer auf Anhieb sagen.
Heute habe ich den größten Adventskranz gekauft, den es im Aldi gab - dem Schicksal zum Trotz.

monika100
24.11.2015, 20:54
Liebe Laesperanza,

vielleicht hat er dich mit dem "Dachboden" ein bisschen veräppelt....:)

Das mit dem Adventskranz finde ich gut.

Wie geht es eurer kleinen Tochter?

Eine feste Umarmung für dich,

Monika

Laesperanza
24.11.2015, 21:05
Liebe treue Monika, unsere Tochter leidet schon. Ich habe nächste Woche auch ein Vorgespräch für Trauerbegleitung für sie. Ich bin aber auch sehr stolz, dass sie sich von ihm (aufgebahrt) verabschiedet hat. Das kann ihr keiner mehr nehmen.

monika100
24.11.2015, 21:47
Das find ich bewundernswert, das schafft manch Erwachsener nicht! Da kannst du wirklich stolz auf sie sein.

SIE ist das was dich nun am Weiterleben hält...

Ich denk an dich,

Monika

Mia96
24.11.2015, 21:54
Liebe Laesperanza,
ich wünsche dir mein Beileid, es tut mir so unendlich leid für dich und deine kleine Tochter. Das Leben ist so unfassbar hart und schwer. Kaum zu begreifen und erst recht nicht zu verstehen. Ich wünsche euch in dieser schweren Zeit ganz viel Kraft, denn glaub mir, die werdet ihr brauchen.
Ich weiß wie du dich jetzt fühlst, es ist als wärst du irgendwie in einer Blase dir dich davon abhält wirklich zu kapieren was das alles bedeutet. Aber irgendwann wirst du weinen können. Weinen und schreien und alles hassen. Und dann muss es irgendwie wieder weiter gehen. Irgendwie.. Niemand weiß wie. Bei mir fühlt es sich an als würde die ganze Welt weiter und immer weiter gehen während ich stehen bleibe. Aber weißt du was? Dann bleiben wir eben stehen. Wir haben einen Menschen verloren, den wir über alles geliebt haben, einen Menschen, der viel zu jung war um gehen zu müssen. Aber jetzt ist es passiert und wir müssen damit fertig werden.

Ich habe mich manchmal gefragt ob es besser gewesen wäre, wenn wir nicht so viele wunderschöne Erinnerungen und Momente zusammen erlebt hätten, aber lieber spüre ich dieses riesen Loch in meinem Herz, als diese schöne Vergangenheit mit meinem Papa nicht zu kennen.
Halt dich an den schönen Dingen fest, die ihr gemeinsam erlebt habt. Auch wenn es dir deinen lieben Mann nicht ersetzt. Es ist mehr, als alles was andere jemals erleben durfte.

Ich drück dich ganz fest! Und wenn du mal jemanden zum reden brauchst dann schreib mir.
Mia

Laesperanza
24.11.2015, 22:12
Liebe Mia,
Dein Papa hat am gleichen Tag Geburtstag wie ich :winke:
Danke für die netten Worte. Du hast vollkommen recht. Und ich bin auch so froh, dass wir soviele tollen Erinnerungen haben. Mein Mann und ich haben sehr viel Zeit miteinander verbracht und er hat auch immer ganz viel mit unserer Tochter zusammen gemacht. Es gibt ja auch viele Väter, die sich groß gar nicht um ihre Kinder kümmern. Oder wenn ich Paare sehe, die missmutig neben einander herlaufen, denke ich auch, was bin ich froh, dass ich meinen tollen Mann hatte, wenn auch nur für eine begrenzte Zeit, und Du weißt ja - one day we will be united...

Mia96
24.11.2015, 22:26
Ja genau, du sagst es. Wir duften Dinge erfahren die andere niemals kennen lernen werden, wenn wir das auch gerne noch viel länger erfahren hätten. Mein Papa war auch ein richtiger Papa, mit Herz und Seele und voller Stolz.
Ich bin mir sicher, für irgendwas war das alles gut. Vielleicht waren sie ja wirklich einfach zu gut für diese harte Welt? Vielleicht hätten sie nur noch mehr Leid auf sich nehmen müssen. Jetzt sind sie einfach erlöst und frei..
Aber wie du schon sagst, eines Tages sehen wir uns wieder! Vielleicht dein Mann und mein Papa jetzt irgendwo
zusammen dort oben und sorgen dafür, dass wir das alles schaffen. Bestimmt sind sie dort glücklich und warten darauf, dass wir auch diese Erleichterung erleben dürfen.
Sah dein mann auch so unendlich zufrieden aus?

Laesperanza
24.11.2015, 22:48
Nicht wirklich, aber auch nicht verbittert. Man hat ihm die fast 4 Jahre harten Kampf angesehen.

Laesperanza
26.11.2015, 08:34
Noch nicht einmal 1 Woche ist es her und es kommt mir wie eine Ewigkeit vor. Morgen ist die Trauerfeier. Habe ich Angst? Nein, aber ich bin komplett erschöpft und müde. Alle Glieder schmerzen.

Lunaselene
26.11.2015, 09:56
Liebe Laesperanza!

Ich wünsche euch zweien viel Kraft für den morgigen Tag, ich werde an euch denken! ich finde es auch ganz wichtig und toll, dass deine Tochter nochmal bei ihm war. Kurz vorm Begräbnis, habe ich nochmals den Sarg öffnen lassen, ich wollte ihm noch einen Brief vorlesen, sehen ob alles noch so ist wie ichs gemacht habe und hab ihm nochmal gestreichelt.
Wir werden nie ohne sie leben, ihre Wertvorstellungen, die Erinnerungen leben in uns und den Kindern weiter. Ich seh immer meine Tochter an und denk mir wieviel sie nicht von ihm in sich trägt. Sie hat manch gleiche Angewohnheit :-)
Leider hält der Schmerz an, ich hoffe auch noch sehr, dass es irgendwann erträglicher wird. Und Mia96, ja du hast recht, dann bleiben wir eben stehen, das sich die Welt so weiterdreht ist unbegreiflich. Da fällt mir das Lied von Glashaus ein..."Haltet die Welt an" und das Lied "In mir". Sie drücken das aus, was ich fühle....

Mitfühlende und mitleidende Grüße :winke:

monika100
26.11.2015, 21:43
Liebe Laesperanza,

das ist völlig normal, dass du so erschöpft bist.
Hast unmenschliches geleistet und das über lange Zeit und dazu die Trauer, wie schwer ist das alles.

Das morgen schaffst du auch noch! Für deinen Mann!
Wir alle hier sind in Gedanken morgen bei dir und deiner Kleinen.

Umarme dich,

Monika

Arona
26.11.2015, 23:25
Liebe Laespernaza,
ich habe erst heute erfahren, dass dein Mann gestorben ist.
Ich möchte dir mein Mitleid aussprechen und dir für morgen ganz viel Kraft wünschen. Ich bin sehr traurig.
Ganz stark gedrückt,
Arona

shahan
28.11.2015, 09:54
LIebe Laesperanza

Mein aller herzlichstes Beileid für dich und deine kleine Tochter und für den heutigen Tag viel, viel Kraft.
Es ging miir damals wie dir, ich konnte nicht weinen, habe funktioniert in meiner Schutzblase, habe Dinge vollbracht über die ich heute selber erstaunt bin, was für eine Kraft in einem verborgen ist.

Meine Gedanken sind bei euch

Shahan

Laesperanza
28.11.2015, 18:36
Habe gerade das heulende Elend. Auch wenn es keine Antwort drauf gibt, WARUM? Wen ich anrufe, bekomme ich zur Antwort, tut mir leid, wir sind heute Abend nicht da oder wir sind eingeladen....

Laesperanza
10.12.2015, 18:25
Gestern war die Urnenbeisetzung. Es ist immer noch alles so unwirklich. Ich kann es einfach nicht begreifen. Außerdem macht es mich so wahnsinnig wütend, wenn andere meinen sie müssten Ratschläge erteilen oder mich mit ihren Pseudoproblemchen belästigen. Meine Nerven liegen brach. Gerade habe ich mit meiner Tochter wegen einer Nichtigkeit ganz arg geschimpft. Sie weint jetzt ganz arg und obwohl ich mich entschuldigt habe, lässt sie mich nicht an sich ran. Sch......leben!

Laesperanza
12.12.2015, 23:52
3 Wochen ist es erst her, es kommt mir schon wie eine Ewigkeit vor. Ich realisiere es immer noch nicht, habe Angst, dass ich die Trauer verdränge. Ich kann sie noch nicht zulassen. Heute Abend war ich mit einer Freundin etwas trinken. Es hat gutgetan mit ihr über alles zu sprechen. Es war seltsam dort, da wir oft zusammen dort waren.
Es ist anstrengend, dass man plötzlich seine Abende wieder planen muss, wenn man nicht alleine zu Hause sein will. Früher haben wir ganz spontan entschieden und oftmals uns in letzter Minute wieder anders entschieden, dass wir doch lieber zu Hause einen gemütlichen Fernsehabend machen. Du fehlst!! Trotzdem bin ich froh, dass diese existentielle Angst nicht mehr ständig mein Begleiter ist. :(

Laesperanza
20.12.2015, 22:55
4 Wochen und 2 Tage -,so kurz und doch schon so lange....ich fühle immer noch nichts. Warum? Warum nach 4 Jahren harter Kampf dann doch das Unausweichliche?

Tinele
23.12.2015, 23:34
es gibt Fragen auf die es niemals antworten gibt .... :(

Lunaselene
24.12.2015, 01:23
Ja stimmt....warum kommt immer wieder aber es gibt keine zufriedenstellende Antwort. Und immer wieder taucht auch diese Gefühl der absoluten Hilflosigkeit und nicht wahr haben wollen auf. Es sind noch immer Momente wo man es noch immer nicht glauben kann. Die Zeit rund um Weihnachten und Sylvester machts nicht leichter. Ich schick auch dir Laesperanza eine mitfühlende Umarmung!

Laesperanza
24.12.2015, 01:27
Komme gerade von einer Freundin, die ich vor 20 Jahren das letzte Mal gesehen habe. Es war als ob die 20 Jahre nie gefehlt hätten. Es war ein wunderschöner Abend. Ihr Partner hat uns mit mehreren Gängen bekocht. Tochter liegt in (zum Glück) ihrem eigenen Bett und schläft, d.h. die Chance ist relativ groß, dass sie mich morgen früh schlafen lässt. Weihnachtstage sind auch verplant. Jetzt gehe ich ins Bett und wünsche Euch schöne Feiertage.

Laesperanza
31.12.2015, 11:56
Der letzte Tag des letzten Jahres, das wir noch gemeinsam verbringen durften. Ab morgen beginnt das Jahr, das Du nicht mehr erleben darfst. Als Du vor 4 Jahren die Diagnose bekamst, dachte ich 2016 / 2017 haben wir es dann geschafft. Ich bin davon ausgegangen, das alles gut wird. Dass 2016 so beginnt, hätte ich niemals gedacht. Vielleicht sollte man weniger denken und planen und mehr leben. Es kommt ja doch immer anders. Gestern hatte ich das erste Mal einen richtig schlimmen Heulanfall. Ich denke immer mehr an Dich, die letzte Zeit auf der Palliativstation, an die Gespräche mit den Ärzten......Euch hier im Forum wünsche ich einen guten Rutsch ins neue Jahr.

Laesperanza
01.01.2016, 04:08
Ein gutes neues Jahr. Ich hoffe ihr habt es gut angefangen...

Adlumia
03.01.2016, 11:56
Ja es kommt doch immer anders im Leben als man denkt. Das müssen wir oft feststellen. Es ist gar nicht in Worte zu fassen, welchen Schmerz du erleben musst bzw. Menschen erleben müssen, die ihren liebsten Menschen verloren haben und von nun an ohne diesen Menschen leben müssen. Diesen Schmerz kann einfach niemand nehmen. Ich wünsche dir ein Jahr, mit vielen schönen, erinnerungsreichen Momenten mit deiner Tochter, ein Jahr in dem du vielleicht durch sie oder durch etwas auch öfter zum Lachen gebracht wirst, ein Jahr in dem du Zeit zum Innehalten hast um an viele Momente mit deinem Mann zu denken, du hast ihn immer tief im Herzen, das wird dir niemand wegnehmen.

Laesperanza
03.01.2016, 23:25
Danke Adlumia, vielen Dank für Deine Worte. Ich vermisse ihn so sehr. Letzte Nacht habe ich von ihm geträumt. Er hat übers ganze Gesicht gestrahlt und es ging ihm gut. Er hatte seine schwarze Jacke an (er hatte sehr viele Jacken in verschiedenen Farben). Ich habe heute Mittag zu meiner 8 Jährigen Tochter gesagt, dass ich vom Papa geträumt habe. Mehr habe ich nicht gesagt. Dann hat sie ganz freudig gesagt, dass sie auch vom Papa geträumt hat und dass es ihm im Traum gut ging. Ich habe nur noch gefragt, welche Jacke hatte er an und sie hat gesagt die Schwarze. Ist das nicht Wahnsinn? Ich bin echt nicht sehr gläubig oder esoterisch angehaucht, aber das finde ich schon einen sehr großen Zufall, zumal seine Winterjacken, die er zuletzt trug ganz andere Farben als schwarz haben.

Adlumia
04.01.2016, 13:11
Ein wunderschöner Traum, den ihr beide hattet und ja ich glaube an diese kleinen Zeichen und ich glaube auch daran, dass es in irgendeiner Weise für unsere Verstorbenen "weitergeht". Vielleicht ist das naiv, weltfremd? Das ist mir egal, es hat mir noch niemand das Gegenteil bewiesen also glaube ich an das was mir gut tut. Es hat euch sicher gut getan, ihn so strahlen zu sehen, befreit von jedem Schmerz. Ein Bild, was vielleicht auch wieder Kraft geben kann, wenn einen die Trauer wieder umgreift.

Tinele
04.01.2016, 18:38
Ich bin sicher er wollte euch beiden zeigen das es ihm gut geht , wo er jetzt ist . :1luvu:

So einen Traum hatte ich auch mal von jemandem , allerdings eine ganz andere Hintergrundgeschichte . Ich war ihm sehr dankbar das er mir im Trau erschienen ist , er hatte mir damals eine drückende Last von den Schultern genommen für alle Zeit ! :engel:

Laesperanza
10.01.2016, 21:13
Du fehlst uns sooo. Heute Abend habe ich Pizza gemacht, das war ja sonst immer Dein Part. Als ich die Mehltüte in der Hand hatte, dachte ich nur, die hattest Du zuletzt in der Hand. Es ist so unwirklich....

Laesperanza
13.01.2016, 10:40
Heute vor 4 Jahren hast Du Deinen Port eingesetzt bekommen. Wir waren so voller Hoffnung, dass nach 2012 alles ausgestanden ist. Zum Glück wussten wir nicht, was die 4 Jahre brachten....wir hatten aber auch sehr schöne und intensive Momente zusammen....Sch....Schicksal:(

Tinele
13.01.2016, 21:11
Wow , dieses Datum wüsste ich nimmer . Obwohl er damals auf der Intensiv landete .

Ja manchmal ist es besser nicht zu wissen was auf einen zu kommt ...... :(

Laesperanza
13.01.2016, 21:24
...es war Freitag, der13.....

monika100
13.01.2016, 22:01
Liebe Laesperanza,

eine Umarmung für dich!:pftroest::knuddel:

Denke oft an dich.

Monika

Laesperanza
15.01.2016, 19:10
Hocke hier und heule und heule und heule und hadere mit dem Schicksal. Morgen gehe ich mit meiner Tochter zum Skifahren. Bin das letzte Mal vor 35 Jahren auf Ski gestanden, aber wir machen morgen beide einen Kurs. Jetzt habe ich Angst vor meiner eigenen Courage. Meine Bronchien schmerzen immer noch, obwohl ich keine Erkältung habe. Ob das die Trauer ist? HNO sagte nur ich soll inhalieren.

Yogi 12
15.01.2016, 20:29
Hallo Laesperanza,

wie gut, dass du viel weinen kannst. Die Tränen helfen, den Trauerprozess durchzustehen.
Auch wenn du denkst, dass es nicht viel bringt, ist die Unternehmung, mit deiner Tochter Ski zu fahren ein guter Versuch, für ein paar Stunden aus dem Traueralltag auszubrechen.

Ich wünsche dir und deiner Tochter so viel " Freude" wie möglich dabei.


Liebe Grüße

Yogi

Laesperanza
16.01.2016, 23:12
...wieder zu Hause. Heute Abend noch Komissarin Heller geschaut. Das haben wir immer gerne zusammen geschaut. Wie gerne hätte ich heute Abend mit ihm noch ein Glas Wein getrunken. Alleine mache ich das nicht. Jeder einzelne Muskel tut weh, morgen geht es weiter...danach bin ich komplett am Ende. Also 1 Woche Skiurlaub würde ich glaube ich nicht überstehen....Aufgefallen ist mir aber, dass es auch gut tat, dass die Angst wegen der Krankheit nicht mehr da ist. Die letzten Jahre war sie ja ständig präsent und ich habe mir immer und überall Gedanken um vergrößerte Lymphknoten oder erhöhte Entzündungswerte gemacht. Schwacher Trost, aber diese Angst war schon megafies. Schlaft gut! Ich falle jetzt nur noch ins Bett....

Laesperanza
18.01.2016, 22:10
Was mich so wahnsinnig wütend macht sind die vielen
Dinge, die er noch vor hatte und die er nicht mehr machen kann. Mir wird immer mehr bewusst, wie schlimm es für ihn gewesen sein muss jeden Tag im Angesicht des Todes gelebt zu haben. ES IST SO UNGERECHT. Natürlich gehört der Tod zum Leben, trotzdem soll mir einer mal erklären, warum manche steinalt werden und andere sterben müssen, oft auch bevor das Leben überhaupt begonnen hat. ich will dieses Leben nicht, so nicht.

Tinele
19.01.2016, 00:48
Erst kommt ein großes Stück Trauerarbeit und dann erkämpft man sich ein Leben zurück , daß man gerne lebt . Und das braucht Zeit ......
Ich finde es toll , daß du auf Achse bist und dich nicht verkrümelst . Und das es ein kleiner Vorteil ist , jetzt ohne Angst zu leben kann ich gut nachvollziehen . :o

monika100
19.01.2016, 12:02
Liebe Laesperanza,

ja es ist ungerecht. Es erscheint uns zumindest so.
Nur kann man nichts machen, absolut nichts - man wird einfach gezwungen damit zu leben.

Als mein Vater damals starb - kein Krebs, schlimme Herzgeschichte, die ihn und uns sehr gequält hat..., hatte ich immer eine Stinkwut auf Johannes Heesters, wenn ich den so uralt trällernd an einem Klavier stehen sah...:mad:.
Der konnte natürlich nichts dafür...

Umarme dich,

Monika

Tinele
20.01.2016, 00:47
hatte ich immer eine Stinkwut auf Johannes Heesters, wenn ich den so uralt trällernd an einem Klavier stehen sah...:mad:.
Der konnte natürlich nichts dafür...



Bist du böse , wenn ich mir jetzt ein lachen nicht vekneifen konnte . Du hast das so süß geschrieben ! :D


Es ist immer ein Alptraum Eltern früh zu verlieren natürlich ! :(

Laesperanza
20.01.2016, 09:19
...so geht es mir auch...ich musste lauthals lachen. Der arme Heesters weiß wahrscheinlich gar nicht, was für Hassfantasien er auslöst, wenn er trällernd am Klavier steht....:smiley1:

monika100
20.01.2016, 11:22
Hallo Ihr Lieben,


...Bist du böse , wenn ich mir jetzt ein lachen nicht vekneifen konnte .
...musste lauthals lachen...

DANN hat das Ganze doch wohl einen Sinn gehabt...:)

Drück euch,

Monika

Lunaselene
20.01.2016, 11:51
Ach ja, diese Ungerechtigkeit. Ich weiß nicht, mir geht's manchmal gut...dann aber wirklich von einer Minute auf die andere schlägt es in absolute Verzweiflung um. Da kriecht die Angst und die Panik hoch wie nur was.
Habt ihr eigentlich (abgesehen von der Angst selbst an Krebs zu erkranken) irgendwelche Beschwerden wg. der Trauer gehabt? Ich hab jetzt nach 5 Monaten fast kein Vitamin B12 mehr. Vitamin D ist weg (aber da glaub ich wg. der Sonne die fehlt), rotes Blutbild passt auch nicht (angeblich auch wg. Vit. B12). Ab 13:00 bin ich sowas von müde und unkonzentriert. Ich hab Nervenstörungen in den Zehen und Nervenschmerzen zwischen den Rippen.
Kennt ihr sowas? Bekomm jetzt monatlich eine Spritze.

Hab letztes WE mit der Ausbildung zur Sterbe und Trauerbegleitung begonnen und festgestellt, dass ich noch lang nicht lebe. Ich funktioniere noch immer...

lg an euch alle

Laesperanza
20.01.2016, 13:57
Liebe Lunaselene,

Was die Gesundheit angeht: ich habe so komische Schmerzen ganz oben im Hals und auf den Bronchien und Husten (fing ca. 4 Wochen nach dem Tod von meinem Mann an, wobei den Husten habe ich schon länger, das hatte ich auf den Blutdrucksenker geschoben. Den haben wir jetzt aber gewechselt und Husten habe ich immer noch). Nicht stark, aber mal mehr mal weniger. Hausarzt meinte vielleicht der Reflux. HNO meinte nur (hat auch den Kehlkopf angeschaut), dass sie nichts sieht und dass ich halt inhalieren soll. Ich habe zeitweise schon Panik, dass ich Lungenkrebs oder auch Speiseröhrenkrebs habe. Zumal ich früher auch mal geraucht habe. Wahrscheinlich ist es aber echt die Trauer oder die Heizungsluft. Beim Skifahren an der frischen Luft hatte ich nämlich gar nichts.

Trotz der ganzen Sch.... denke ich oft, dass ich eigentlich auch erstaunlich gut damit zurecht komme. Hatte vor dem Tag X gedacht, dass ich danach sicherlich nur noch heulend im Bett liege. Aber so ist es dann auch nicht. Momentan fröne ich dem absoluten Konsumrausch (was ja nicht wirklich hilft, aber was solls). Habe mir eine neue Skiausrüstung gekauft und mir das neue Iphone gegönnt. Ändert ja nichts an der Situation, aber irgendwie muss ich mich auch belohnen. Dann habe ich wieder das megaschlechte Gewissen, weil im Grunde genommen ist es das Geld von meinem Mann, das ich jetzt "verprasse". Er hat doch immer sehr aufs Geld geschaut, wobei ich schon immer eher der Mensch des "Ausgebens" war. Auf der anderen Seite denke ich, sollte es ein Leben nach dem Tod geben, dann spielt Materielles sicherlich keine Rolle mehr und er sieht es mir hoffentlich nach. Sollte es kein Leben nach dem Tod geben, ist es auch wurscht, was ich mit der Kohle mache.

Ansonsten "wurschtle" ich mich so durch den Tag durch mit Höhen und Tiefen. Mache auch bewusst Dinge, die mein Mann nicht so sehr mochte, wie wandern oder skifahren. Nur die Abende am Wochenende finde ich extrem schlimm, wenn niemand Zeit hat. Eigentlich total doof, denn mit meinem Mann war ich am Wochenenden abends meistens auch zu Hause und es hat mir nichts gefehlt. Aber jetzt ist es halt komisch. Und ich denke immer, alle Welt hat etwas vor, nur ich nicht (volles Selbstmitleid). Was macht Ihr in solchen Situationen?

Seid ganz feste gedrückt.

LG

Lella
20.01.2016, 19:01
Hallo zusammen

Darf ich mich auch zu euch gesellen? :) Auch wenn der Anlass ja nun wahrlich kein schöner ist... :(

Was mich so wahnsinnig wütend macht sind die vielen
Dinge, die er noch vor hatte und die er nicht mehr machen kann. Mir wird immer mehr bewusst, wie schlimm es für ihn gewesen sein muss jeden Tag im Angesicht des Todes gelebt zu haben. ES IST SO UNGERECHT.

Laesperanza, genau so geht es mir auch... Du hast recht, es ist so ungerecht, so sinnlos, so sinnfrei... Mich macht das genauso wütend und auch traurig. Mein Mann war jemand, der so gerne alt geworden wäre... Er hat sich gesehen, wie er mit 70, 80 oder 90 immer noch fit und sportlich unterwegs ist, hatte keine Angst vor dem Alter. Und für ihn muss es unfassbar schrecklich gewesen sein, zu wissen, dass er gehen muss, dass er uns alle hier zurücklassen muss... Dieser Gedanke erscheint mir oft unerträglich...

Ich habe nie gesundheitliche Probleme gehabt. Kurz nach dem Tod meines Mannes war ich einfach unsäglich müde, das führe ich aber auf die anstengende Zeit mit wenig Schlaf zurück. Und ich merke heute noch, dass es mir schwer fällt mich zu konzentrieren. Ich denke mir oft, dass ich doch eigentlich mehr "leiden" müsste. Es gitbt Höhen und Tiefen, Tage an denen ich sehr traurig bin, traurige Momente, Stunden, immer wieder. Aber im Grossen und Ganzen ist es ok. Auch ich liege nicht jeden Tag heulend im Bett und ab und zu fühle ich mich sogar glücklich, freue mich. Ich weiss, mein Mann hätte das so gewollt, doch manchmal befällt mich auch ein schlechtes Gewissen, weil es mir 1/2 Jahre nach seinem Tod so "gut" geht. Kennt ihr das auch?

Obwohl ich immer schon auch ab und zu gerne alleine war, merke ich manchmal, dass es mir alleine nicht immer gut geht. Ich versuche mich somit auch am Wochenende immer irgendwie mit Menschen zu verabreden, wenn auch manchmal nur für 1, 2 Stunden, so dass ich wie einen Ankerpunkt habe, auf den ich mich freuen kann, an dem ich mich festhalten kann. Das kann auch nur mal ein Friseurbesuch oder ein sonstiger Termin sein... Und ich habe auch oft die Erfahrung gemacht, dass man nur meint, es habe niemand Zeit, sehr oft sind andere Menschen bereit, einen "mitzunehmen", wenn sie etwas unternehmen. Wenn einen das nicht stört...

Liebe Grüsse
Lella

Lunaselene
21.01.2016, 11:16
Ja dieses Gefühl kenne ich, hab ich auch. Einerseits viele Leute die für einen da sind...sagen sie...aber im Endeffekt melden sie sich ab und wann mal und das wars. Dann denk ich mir wieder, soll ich aktiv auf sie zugehen, fragen ob sie mich "mitnehmen", aber dann fühl ich mich wieder so halb. Und eben als Anhängsel. Aber ja...es fühlt sich wirklich so an, als hätte die ganze Welt etwas vor, ist glücklich und es fehlt ihnen an nichts.

Bezüglich deines Reflux, wird da etwas gemacht? Nimmst du etwas? Da gibt's doch diese Säckchen zum Trinken die die Speiseröhre mit einem Film auskleiden, damit sie nicht zu sehr gereizt wird.

Das Belohnen ist schon gut! Immer wieder kommen die Gedanken mit "wie hätte er gemacht, was würde er dazu sagen", aber da sind sie bestimmt nachsichtig mit uns :-) Im gemeinsamen Leben hat man seine Position genau gekannt. Jetzt fühl ich mich oft so unfähig und denk mir ohne ihm kann ich manche Entscheidungen gar nicht treffen. Dann muss ich mich bewusst daran erinnern, das die Finanzen immer bei mir waren und ich sehr wohl die letzten 2 Jahre mehr oder weniger allein geregelt hab. Also warum soll ich es jetzt nicht können...aber Sag das mal meinem Gefühl :-))

Schade das wir alle soweit auseinander wohnen. So ein Treffen ab und wann mal, Essen gehen, spazieren, ins Kino, austauschen, das alles wäre persönlich mal echt nett! Würd euch gern kennen lernen.

Nagut, ich mach mal wieder im Büro weiter.

glg euch allen

Laesperanza
21.01.2016, 13:19
Das mit dem Treffen hast Du recht. Wo wohnst Du denn? Ich wohne zwischen Karlsruhe und Freiburg.

cicabohna
21.01.2016, 15:20
Liebe Laesperanza
Erst jetzt hab ich gesehen was passiert ist... mein herzlichstes Beileid für dich und deine Tochter. Ich denke an euch!

Laesperanza
21.01.2016, 20:22
Danke Cicabohna, ich denke auch oft an Euch

Laesperanza
21.01.2016, 20:28
Liebe Lella, natürlich darfst Du Dich dazugesellen. Ich freu mich sehr, wenn der Thread etwas belebt wird. Möchte ja nicht nur Monologe halten :smiley1:

cicabohna
22.01.2016, 00:23
Ach ja... ich könnte dir so viel sagen...
Ich hab gelesen, dass du sein Leid nicht ertragen kannst. ..ja gewiss..es war furchtbar für ihn , unfair und schrecklich. Aber es ist vorbei. Es geht ihm gut und es spielt keine Rolle mehr. All unsere Ziele und Wünsche hier auf Erden, soielen im Jenseits keine Rolle mehr.
Das einzige was jetzt zählt, seid ihr zwei. Befreie dich aus seinem vergangenen Schmerz. Es tut nicht mehr weh..du musst nicht mehr für ihn leiden. Befreie dich und gehe immer weiter. Oft noch wirst du im Nebel stehen. Aber gib nicht auf..lauf weiter... vertraue und lebe
Lg Cica

Laesperanza
24.01.2016, 22:36
Ich gebe nicht auf und ich lebe weiter und ich mache auch viele Dinge, die mir gefallen und Spaß machen. Trotzdem kann ich mich nicht von seinem Schmerz befreien, trotzdem hadere ich mit dem Schicksal. 3 Tage vor der Portentfernung wurden damals wieder Metastasen entdeckt. Das ist für mich vom Schicksal verhöhnt. Anders kann ich es nicht sehen...

Laesperanza
01.02.2016, 21:50
Der Yogi Tee hat es mal wieder auf den Punkt gebracht...

Adlumia
02.02.2016, 11:16
Nein, du gibst nicht auf.
Du stehst jeden Tag auf und bewältigst den Tag mit seinen Aufgaben, wieder und wieder, jeden Tag.
Und was ich hier so gelesen habe von dir, packst du dein Leben weiter an, du hast Dinge unternommen, die dir gut tun, auch gelacht.
Aber dennoch finde ich du darfst auch hadern mit seinem Schicksal, denn sein Schicksal ist auch ein Stück weit deins, denn jetzt musst du ohne ihn weiterleben. Sein Schmerz war auch ein Stück weit deiner, denn du hast ihn leiden sehen. Sein Schmerz ist jetzt vorbei aber bis dein Schmerz vergeht, wird es dauern, niemand weiß wie lange und ob er je ganz vergeht. Ich wünsche dir einfach nur den nötigen Halt bei lieben Mitmenschen, die all deine Gefühle so annehmen können, wie sie gerade sind.

Laesperanza
04.02.2016, 13:13
Herr Yogi hat mal wieder recht

Lunaselene
05.02.2016, 09:35
@Laesperanza: Leider in Österreich :-( Hab zwar Verwandte in Deutschland, also...vielleicht klappts ja doch mal :-)

Heut ist unser 11. Hochzeitstag. So fühlt sich das also an, wenn man ihn das erste mal alleine "feiert"?! Ich hab ein Herzbukett bestellt, mit roten Rosen und einem Stein in der Mitte, rundum mit Efeu geschmückt. Nach der Arbeit fahr ich zum Friedhof, hoff die Kinder wollen mit. Grad heut wieder alles so unwirklich...wer versteht mich besser als ihr alle.

Fühlt euch gedrückt :pftroest:

Laesperanza
18.03.2016, 21:34
Du fehlst so sehr....jeden Tag mehr

monika100
19.03.2016, 01:12
Du hast lange nicht geschrieben.
Eine Umarmung für dich:pftroest::pftroest:

LG Monika

Laesperanza
19.03.2016, 20:45
Liebe Monika, stimmt, ich habe schon lange nicht mehr geschrieben. Ich versuche diesen steinigen Weg irgendwie weiterzugehen. Mal besser, mal schlechter. Morgen kurz nach Mitternacht sind es 4 Monate. Kapiert habe ich es immer noch nicht. Aber es wird immer bewusster, auch das Nie Wieder. Sch....Leben. Heute auf dem Markt hat eine Frau vor mir am Stand rumposaunt, dass sie ja soooo froh ist, dass ihr Mann 1 Woche weg ist, dass sie mal ihre Ruhe hat und einkaufen kann, was sie will. Ich hätte sie würgen können.

Laesperanza
19.03.2016, 20:52
Um diese Zeit vor 1 Jahr waren wir am Gardasee. Wenn ich die Fotos anschaue, zerreißt es mir das Herz. Wir sahen so glücklich und gelöst aus. Stand doch der Termin für die Portentfernung fest. Wir dachten, wir hätten es geschafft. Die Metastasen OP war ja zu dem Zeitpunkt auch 2 Jahre her. Und dann der Schlag 3 Tage vor der Portentfernung... Mein Mann hat in den 4 Jahren immer gesagt, ich wil doch einfach nur gesund werden...und mit Euch ein schönes Leben leben....

monika100
19.03.2016, 21:23
Liebe Laesperanza,

ja, ich glaube dir das, wie blöd dieser Spruch von der Frau für dich rübergekommen ist. Sowas ist immer leicht daher gesagt, hat man selbst vielleicht auch schon mal gemacht "Boah mein Mann nervt heute, bin froh wenn der raus ist... usw".
Aber in so einer Situation ist das der pure Hohn. Das ist echt übel.

Denk an dich,
Monika

carlchen
20.03.2016, 11:26
Liebe Laperenza,
falls du noch da bist, ich wünsche euch einen schönen tag.
Ich denke ich werde auch gehen.
LG Carolin

Laesperanza
20.04.2016, 22:32
Heute vor 5 Monaten bist Du uns vorausgegangen....wir "wurschteln" uns so durch unser neues Leben. Du fehlst.

Laesperanza
20.04.2016, 23:16
Nachdem die Tochter sich wochenlang geweigert hatte auf den Friedhof zu gehen, wollte sie nun gleich 2 Tage in Folge hin (Papas Stein mit der Harley drauf ist halt auch Megacool :D und liegt seit gestern auf seinem Grab) Dann wollte sie unbedingt über den Friedhof laufen und andere Gräber anschauen, um "abzugucken" was man dem Papa noch Gutes tun kann. Dabei haben wir gleich noch Mathe geübt (sie hat bei jedem Grab ausgerechnet wie alt der Verstorbene wurde). Dann hat sie sich überlegt, wie ihr Grab mal aussehen soll (Hallelujah, auch eine Form der Trauerbewältigung) und in welchem Alter sie stirbt. Ich habe ihr gesagt, dass niemand weiß wann er stirbt. Sie meinte dann, doch, Gott, ich dann wieder: der sagt es uns aber nicht und das ist auch gut so. Sie: Warum? Wäre doch besser, wenn wir wüssten, wann wir sterben. Ich: dann lebt man aber nur noch mit dem Gedanken auf den Tod hin und wenn man früh sterben muss, wäre das schlimm, weil man weiß, dass man bald stirbt. Sie: aber dann kann man mit allen Leuten schon mal drüber sprechen und alle wissen es und man ist vorbereitet. Ganz schön philosophisches Gespräch mit einer 8jährigen...

Löffel
21.04.2016, 09:54
Liebe Laesperanza,
ich wollte dir nur sagen dass du ganz stolz auf deine Tochter sein kannst und darauf wie ihr miteinader umgeht und versucht die Trauer zu bewältigen.
Kinder machen sich manchmal Gedanken auf die man als Erwachsener gar nicht kommt.
Als letztes Jahr mein Schwiegervater starb stand mein 8jähriger mit Rose in der Hand vor dem Grab und fragte mich : Darf ich die von oben reinwerfen oder muss ich runterklettern ?
Irgendwie erschreckend die Vorstellung aber auch rührend was sich so kleine denken.
LG
Löffel

Tinele
22.04.2016, 21:22
Kinder im Umgang mit dem Tod haben ab und an fazinierende Ansichten und zeigen einem Seiten , auf die man manchmal als Erwachsener nicht kommt .

Klingt nach einem tollen Stein . Ich gehe gerne über Friedhöfe, schon immer . Es ist so schön anzusehen , was manche Gräber an Liebe der Familie gegenüber dem Verstorbenen zeigen .

monika100
23.04.2016, 12:29
Liebe Laesperanza,

ich glaube dass deine Tochter auf einem guten Weg ist.
Die Auseinandersetzung mit dem Tod ist sehr wichtig, viel besser als ein Verdrängen.
Natürlich kriegst du Gänsehaut, wenn sie in dem Zusammenhang auch über ihr irgendwann mal eigenes Sterben spricht, nichtsdestotrotz siehst du daran aber, was sie für eine Denkweise und Umgangsweise hat. Ich finde das gut so.

Auch die Frage von Löffels Kleinem mit dem "muss ich runtersteigen um die Rose für Opa zum Sarg zu bringen" - das ist für mich ein ganz offener normaler Umgang mit der Materie. Kein Verschweigen, kein Verdrängen, kein Weghalten und "Schsch..". Ich find das richtig so und würde jedem Erwachsenen dieses Stückchen "Normale" wünschen.

Wie geht es dir?

Eine Umarmung für euch beiden tapferen Mädels,

Monika:1luvu:

Lunaselene
25.04.2016, 13:19
Hallo ihr Lieben!

Danke Laesperanza für deinen Beitrag! Erst unlängst ist mir erst bewusst geworden, dass meine Kinder kaum am Friedhof gehen. Ich habe sie gefragt, ob sie nicht gern hingehen und sie haben mir mehr oder weniger "gestanden", dass dort die Traurigkeit so groß ist und sie deshalb sehr ungern hingehen (7 und 9 Jahre). Warum mir das nicht eingefallen ist :-(
Ich lass sie jetzt, wenn können sie jederzeit mit mir mitgehen. Vielleicht kommt auch bei ihnen der Tag, an dem sie aufs Grab gehen.

lg euch allen

Laesperanza
12.05.2016, 23:07
Meine Reha wurde abgelehnt, auf den Antrag meiner 8jährigen Tochter habe ich von der Rentenanstalt ein Schreiben bekommen, dass dafür die Krankenkasse zuständig ist (diese wiederum hatte den Antrag an die Rentenanstalt weitergeleitet). Ich komme mir dermaßen verarscht vor. Jetzt habe ich doppelte Rennerei, Widerspruch bei der Rentensnstalt für mich einlegen und bei der Krankenkasse den Antrag für meine Tochter. In meinen Augen alles Taktik, damit man irgendwann aufgibt. Die Krankenkasse müsste ja wohl wissen, dass die Rentenanstalt bei Kindern nicht zuständig ist, ich könnte ausflippen...

Tinele
13.05.2016, 00:27
Komisch , bei unserem Sohn geht die Reha über die Rentenkasse .

Ich drück dir die Daumen , daß es bald klappt !

Laesperanza
13.05.2016, 09:43
Liebe Tinele,
vielen Dank für Deine Rückmeldung. Ist Dein Sohn schon zurück?
Ich kapier eh nicht, wann wer zuständig ist. Nur so viel, dass bei mir die Rentenanstalt zuständig ist, weil die ja Interesse haben, dass ich weiterhin im Berufsleben bleibe und noch nicht in Rente wegen Arbeitsunfähigkeit gehe.

Mich regt das ganze Prozedere dermaßen auf. Die Krankenkasse schiebt es zur Rentenanstalt, die Rentenanstalt schiebt es zur Krankenkasse. Mir ist schon klar, dass keiner Bock hat zu zahlen.

Mein Antrag wird abgelehnt mit der Begründung, dass eine ambulante psychotherapeutische Behandlung ausreichend ist. Mein Hausarzt hat ins Formular geschrieben, dass ich keinen Platz bei einem Psychotherapeuten bekomme (ich weiß nicht, wo ich schon überall angerufen habe und immer nur zur Antwort bekomme, momentan keine Kapazität, auf die Warteliste setzt man mich aber auch nicht mit der Begründung ich brauche jetzt Behandlung). Nachdem ich die Formulare, mit dem Vermerk vom Hausarzt, dass ich keinen Platz beim Psychotherapeuten bekomme, an die Rentenanstalt geschickt hatte, kamen Formulare von der Rentenanstalt, die ich meinem Psychotherapeuten zum Ausfüllen weiterleiten sollte. Daraufhin habe ich bei der Rentenanstalt angerufen und hatte ein richtiges A.... dran, der mich dermaßen herablassend behandelt hat und mir ständig ins Wort gefallen ist. Daraufhin habe ich ein Beschwerdeschreiben an die Rentenanstalt geschickt, dass das so nicht geht und dass so ein Verhalten auch nicht mit einem schlechten Tag des Mitarbeiters zu entschuldigen ist. Auf dieses Schreiben habe ich gar keine Reaktion erhalten, dafür die Absage. Wahrscheinlich denken die solange "die Alte" noch Rabatz machen kann, braucht die auch keine Reha. Ich bin es so leid, für alles immer nur zu kämpfen. Wir haben 4 Jahre gekämpft und jetzt möchte ich einfach nur diese 4 Jahre und die Trauer irgendwie aufarbeiten.

Wenn ich sehe, was ich Krankenkassenbeitrag für die Witwenrente zahlen muss, könnte ich grad nochmals ausflippen. Mir ist schon klar, dass Rentenanstalt und Krankenkasse 2 komplett unterschiedliche Institutionen sind, trotzdem nervt es mich, dass ich jahrelang brav in beide Kassen einzahle und nichts dafür zurückbekomme.
Grrrrrrrrrrrrr, so das musste dann mal raus.

monika100
13.05.2016, 10:16
Liebe Laesperanza,

das tut mir leid zu hören. Sowas braucht man gar nicht.
Normal ist ja die Stelle zuständig, dessen "Mitglied" die Reha beantragt.
Ist es für deine Tochter und du begleitest sie, wäre das die Krankenversicherung, ist es für dich, um deine Arbeitskraft zu erhalten, ist es die Rentenversicherung. Eigentlich ganz einfach...

Bist du rechtsschutzversichert? Wenn, dann geb die Sache an einen Anwalt für Sozialrecht. Die erreichen nämlich oft schneller was.

Ansonsten erkundige dich nochmal beim Müttergenesungswerk, da werden auch Mutter-Kind-Kuren bewilligt. Ihr braucht Hilfe und keine Stellen, die sich über Zuständigkeiten streiten.
Wie geht es dir im Moment? Und deiner Tochter?

Übrigens schön, dass wir hier wieder schreiben können. Hab das schon vermisst.

LG Monika

vintage
13.05.2016, 10:16
liebe l.,


schreibe die Therapeut(inn)en per email an, auch mit dem thema, worum es bei dir geht.
wenn du fünf schriftliche absagen zusammen hast, übernimmt deine kk auch die therapeutinnen, die sonst nicht von der kk bezahlt werden.

die absagen der rentenkasse sind fast immer gang und gäbe.
90 Prozent bekommen sie, glaube ich.
widerspruch einlegen ist also fast normal.
ich weiss, man hat kaum kraft und nerven dafür.


verklopp sie alle in Gedanken :twak:



:knuddel:

Laesperanza
13.05.2016, 10:33
Liebe Monika,

ja es ist schön, dass wir wieder schreiben können. Im Verwitwet Forum sagte mir eine andere Betroffene, dass ich das Kind nicht als Begleitperson, sondern als eigenständige behandlungsbedürftige Person mitnehmen soll, da das Kind sonst an gar nichts, nicht mal an den Sportprogrammen teilnehmen darf. Also bin ich mit meinem Formularen zur Krankenkasse. Dort sagte mir der Bearbeiter, meines läuft auf jeden Fall über die Rentenanstalt und bei der Tochter, hmmm, mal schauen, sagte er, wir leiten es mal an die Rentenanstalt weiter. Daraufhin sagte ich ihm: mir ist es komplett wurscht, wer es bezahlt, ich will für uns beide eine Reha und das Ganze in den Sommerferien. Daraufhin sagte er nur lapidar: das will jeder. Schön, wenn man immer so kompetente Antworten erhält.
Danke für den Tipp mit dem Mütter-Genesungswerk. Bin rechtschutzversichert. Mit Eigenbeteiligung (und da schlägt dann bei mir Trotz und Eigensinn gepaart mit Geiz durch). Ich sehe es nicht ein, für was noch extra zu zahlen, was mir in meinen Augen zusteht ;-)))))
Meine Tochter und ich wurschteln uns so durch den nicht gewollten Alltag. Es geht uns eigentlich recht gut.Trotzdem kommt die Trauer im Alltag einfach zu kurz und ich möchte das Ganze aufarbeiten. Auch die Krankheitsphase mit den ganzen Krankenhausaufenthalten.

Liebe Vintage, auch danke für den Tipp mit der schriftlichen Absage, leider haben die ganzen Therapeuten, die ich kontaktiert habe keine email-Adresse hinterlegt...

Euch einen schönen Freitag, der 13. und ein schönes Wochenende.

monika100
13.05.2016, 11:46
Ja, das kann ich verstehen mit der Selbstbeteiligung.

Vielleicht stellst du den Betrag hier nochmal unter "Rechtliches und Fianzielles" o. ä. ein.
Ich kann mich erinnern, dass hier einige verwitwete Frauen waren, die mit Kind in Reha gefahren sind. Vielleicht meldet sich jemand, wie das bei denen gelaufen ist.

Viel Glück.

LG Monika

Tinele
14.05.2016, 01:44
Mir sagte der TKK Mitarbeiter glasklar , ich könne mir aussuchen ob die rentenversicherung oder die krankenkasse meines sohnes reha übernehmen soll. Der Unterschied ist , das man bei der rentenkasse ein Anrecht auf Schulzeit hat für das Kind , weil die eigenen Häuser dafür haben und einige . Bei der Krankenkasse ist es da schwieriger .

Von einer MuKi Kur würde ich persöhnlich jetzt abraten . Erstens gehen die nur drei Wochen und zweitens sind die nicht speziell für Trauernde ausgelegt . Da ist eine Reha deutlich besser und flexibler .

Ansonsten , nochmal kämpfen und Zähne zusammen beissen und dann holt ihr euch , was euch zusteht ! :megaphon:

Laesperanza
20.05.2016, 22:15
6 Monate auf den heutigen Tag...es ist alles so unwirklich...ich kann es immer noch nicht glauben, dass Du nicht mehr bei uns bist.
6 Monate, die uns alle verändert haben.Dennoch oder gerade deshalb (weil niemand weiß wie lange er hat) genieße ich auch das Leben (oftmals mit einem ganz schlechten Gewissen). Am Montag geht's nach Italien und da die Reha nicht genehmigt wurde und ich keinen Bock mehr auf Kämpfen habe, habe ich heute für die Sommerferien eine Kreuzfahrt gebucht. Eigentlich ist es ja Dein Geld, das ich fleißig in Urlaube investiere, aber auf der anderen Seite: das letzte Hemd hat keine Taschen...
Wie gerne würde ich die ganzen Urlaube mit Dir machen. Du fehlst.

Mia96
21.05.2016, 19:05
Hallo Laesperanza
es ist genauso, wie du schreibst. Einfach so unwirklich. So viel Zeit ist vergangen und so viel passiert jeden Tag, aber nichts ist mehr wie es war.. Man kann es einfach noch immer nicht verstehen. Bei Papa sind es genau heute 7 Monate, die er schon nicht mehr bei uns ist. Und irgendwie lebt man weiter. Nicht einfach und kein bisschen wie vorher. Aber man lebt weiter, weil man muss. Ich lache, ich freue mich über Dinge, ich träume. Aber nichts davon ist mehr so, wie es immer war. Diese Leichtigkeit kommt einfach nicht mehr.. Da ist immer dieses Loch, das sich einfach nicht füllen lässt. Manchmal kommt man damit zu Recht und an manchen Tagen fühlt es sich an, als würde es einen auffressen.
Ich wünsche dir und deiner Tochter, dass dieses Gefühl irgendwann besser wird und weiterhin ganz, ganz viel Kraft, denn das einzige was man machen kann ist stark sein. Und das bist du! Scheiß Behörden! Du hast eine gute Entscheidung mit dem Urlaub getroffen! Auch wenn es eine unverschämteheit ist, wie mit euch umgegangen wird. Ich kann verstehen, wie du dich fühlst, und auch, dass du die schnauze voll hast. So läuft das wohl.. Gerecht ist anders.
Genießt den urlaub, ich wünsche euch erholsame Tage
LG
Mia

monika100
22.05.2016, 00:08
Liebe Laesperanza,

6 Monate - schon oder erst, wie man es sieht.
Du kannst stolz auf dich sein, dass du dein Leben in dieser Zeit mit deiner Tochter so gemeistert hast. Am Anfang hast du gedacht, das schaffst du nie.

Das mit dem Urlaub finde ich toll.
Schöpf da Kraft für euer Leben.
Und dann beantragst du die Mutter-Kind-Kur demnächst nochmal und sollte das nicht klappen, dann knallst du denen einen Widerspruch um die Ohren:). Du wirst sehen, dann klappt das schon.

Alles Liebe zu euch,

- und natürlich auch zu dir Mia,
mein Papa fehlt mir nach 13 Jahren auch immer noch,
aber der Schmerz wird erträglicher...

LG Monika

Laesperanza
25.05.2016, 10:21
Guten Morgen Ihr Lieben, habe es tatsächlich durch den italienischen Verkehr geschafft und wir sind angekommen. Die Nächte sind schlimm, da denke ich an meinen Mann. Immer wieder schießen mir Krankenhausszenen durch den Kopf. An Schlaf ist groß nicht zu denken (die harte Hotelmatratze gibt den Rest). Gestern waren wir im Ort und Hotel, wo wir vor 2 Jahren noch glücklich waren. Weinen kann ich immer noch nicht. Trotz allem sende ich Euch sonnige Grüße von Lago

vintage
25.05.2016, 10:42
liebe l.,

immerhin seid ihr da und vielleicht wird das mit dem schlafen ja noch besser?
ich war auch eine woche in dänemark, nächte schlaflos...
trotzdem hat es gut getan, wenn die erinnerungen auch manchmal schmerzten,
da ich viel mit meinem mann da war, zuletzt dez 2014, kurz danach die diagnose.

ich bin oft kurz vorm weinen und weine auch.
aber nach einem jahr ist es für andere schon "lange her" hab ich das gefühl.

ich wünsche euch eine gute zeit, aus der ihr kraft mitnehmt!
es ist wieder einer der schritte (urlaub ohne mann),
aber wenn wir diese schritte schaffen, zeigt es uns,
das wir auch anderes schaffen.

:winke:

monika100
25.05.2016, 17:51
Liebe Laesperanza,

also ich finde es toll, dass du das überhaupt geschafft hast.
Das hätte ich mich nie getraut.

Ich wünsche dir schöne Momente und dass du dich trotzdem ein kleines bisschen erholen kannst.

LG Monika

Laesperanza
26.05.2016, 11:09
Mal schauen, ob es mit dem Foto diesmal geklappt hat...

Tinele
26.05.2016, 12:09
Laesperanza , ich hab tiefen Respekt vor dir . Das du an diesem Ort bist , der euch beiden so wichtig war.

Unser Ort ist Heidelberg . Ich bräuchte Jahre um da wieder hinzugehen .

monika100
26.05.2016, 12:43
Das ist wunderschön!!
Geniessen soweit es geht.

GLG Monika

Laesperanza
02.06.2016, 10:08
Guten Morgen,
manchmal frage ich mich, ob ich überhaupt normal bin. Mein Mann ist letzten November gestorben und eigentlich geht es mir gut (ich habe immer ein ganz furchtbar schlechtes Gewissen, wenn ich das sage). Es ist nicht so, dass ich gar nicht weine. Ich weine gelegentlich, aber so richtige Sturzbäche sind es auch nicht. Ich habe eine wunderbare Tochter, ein traumhaft schönes Haus (natürlich war es mit meinem Mann um einiges traumhafter), habe wenige gute Freunde, sehr viele Bekannte mit denen ich auch Unternehmungen mache, finanziell ist es auch kein Desaster, einen Halbtags-Job, der mir größtenteils Spaß macht und mache nun all die Dinge, die mein Mann nicht gerne gemacht hat, die ich aber schon immer machen wollte (wandern, ski fahren, gestern habe ich nun mit Tennis begonnen...). Es ist auch nicht so, dass ich das Gefühl habe, dass ich wirklich eine Psychotherapie brauche. Die letzten 4 Jahre mit der Krankheit waren so mit Angst und Furcht beladen, bei jedem CT ist ein Stück mehr von mir "gestorben". Das letzte Jahr vor seinem Tod war von schlaflosen Nächten geprägt, da immer irgendetwas war (Schmerzen, Erbrechen, Nachtschweiß etc). Ich habe keine Nacht durchgeschlafen, was mir den Rest gegeben hat.
Und dann kommt irgendwann die Furcht hoch, dass ich die Trauer nur komplett verdränge und in 2 Jahren der komplette Zusammenbruch kommt (ich kann es mir zwar nicht vorstellen). Der Hausarzt sagte mir, dass die Trauer erst nach 6 Monaten eintrifft. Aber es ist jetzt nicht anders als am Anfang. Ja, ich vermisse meinen Mann, aber es geht mir eben auch gut und ich habe in den letzten 6 Monaten auch so viel Schönes erlebt (schöne Abende mit Freunden, Urlaube), Und dann wäre ich manchmal einfach nur froh, es würde mich mal so richtig runterziehen, dass ich die Trauer komplett ausleben könnte, um danach neu anzufangen. So habe ich eben das Gefühl, dass ich nicht wirklich trauere (die Trauerbegleiterin meiner Tochter sagt immer zu mir, vergessen Sie nicht, dass Sie bereits am Tag der Diagnose angefangen haben zu trauern). Auf der anderen Seite geht es mir aber eben auch nicht schlecht.
Gibt es hier noch jemand, dem es genauso geht? Ich komme mir echt schon wie ein Alien vor.
LG

Löffel
02.06.2016, 10:57
Liebe Laesperanza,
ich denke deine Trauerbegleiterin hat recht.Du hast bereits am Tag der Diagnose angefangen zu trauern und das dann über einen langen Zeitraum.
Im Freundeskreis meiner Eltern sind einige Frauen wo der Partner bereits verstorben ist und die haben auch alle irgendwann mit Sachen angefangen die der Partner nicht mochte/wollte.
(Hund,Chor,Urlaub in den Bergen statt an der See etc.)
Bei den Frauen wo der Tod plötzlich kam (Herzinfarkt) hat es etwas länger gedauert als bei denen die sich über Jahre darauf vorbereiten mussten.
Ich denke deine Seele und dein Körper wollen und müssen jetzt auch zu ihrem Recht kommen damit du weiterleben kannst und deiner Tochter weiter so eine tolle Mutter sein kannst.
Falls irgendjemand sagt du trauerst nicht, der weiss nicht was die letzten Jahre für dich kräftemässig und gefühlsmässig bedeutet haben.
lg
Löffel

Berry2012
02.06.2016, 11:56
Ja, mir ergeht es auch so!
Ich fing am Tag der Diagnose an zu trauern, bei jedem Ereignis dachte ich, das ist sein letztes Mal, Geburtstag vom Enkel, Weihnachten, wars so, an Silvester stand ich auf dem Balkon und sagte zu mir - das ist sein letztes Silvester.

Man trauert da schon und wünscht dem Partner, daß er nicht so lange und schwer leiden muß!

Auch ich änderte mein Leben, zog aus der Stadt aufs Land, holte mir einen Zweithund.

Die Trauer ist da, aber auch die Gewissheit - da wo mein Mann jetzt ist, hat er keine Schmerzen, hier gab es keine Hilfe mehr.......

LG
Anna

LiebesHerz
02.06.2016, 12:42
Liebe Laesperanza,

Es geht mir ganz genauso!! Du bist kein Alien!

Der Tag an dem klar war, dass meine Mutter schwer krank ist, das war der schlimmste Tag. Die Wochen danach bis nach überstandener OP die schlimmsten Wochen. Alles was nach ihrem Tod kam, war nie so schmerzhaft wie der Tag an dem mir klar war, dass sie nicht mehr lange leben würde. Auch ich habe von Anfang an getrauert. Das haben nicht viele verstanden, weil alle immer sagten, ich müsse doch versuchen, optimistisch zu bleiben. War ich aber nicht.
Als sie starb, war ich neben natürlich großer Traurigkeit, auch erleichtert! Diese Angst frisst einen irgendwann doch auf! Nichts macht richtig Freude, ALLES ist überschattet von diesem großen Monster Angst. Es ist verständlich und vor allem auch erlaubt, eine Erleichterung zu spüren, wenn diese Angst endlich weicht.

Auch ich warte noch auf den großen Einbruch.. Denke, irgendwann muss ich doch mal heulend zusammen brechen. Passiert aber nicht. Es ist eine gewisse Leere in mir, auch eine Traurigkeit. Dankbarkeit, dass sie mir soviel Liebe schenkte und starkes Vermissen. Aber Verzweiflung? Nein. Tränen? Selten.
Ich hätte vorher nie gedacht, dass es mir so ergehen würde. Aber es ist so und ich weiß, dass meine Mutter nie gewollt hätte, dass ich traurig bin. Wer weiß, vielleicht hält sie weiterhin ihre schützende Hand über mich und schenkt mir Kraft?

Mach Dir keine Vorwürfe, es ist alles gut so wie es ist und völlig normal!
Genieß dein Leben, lass es Dir gutgehen!!

Alles Liebe,

Jana

Lella
02.06.2016, 14:03
Liebe Alien-Laesperanza :D

Du bist total normal! Und auch kein Alien... Nein, Dein Text hätte von mir sein können!

Mein Mann ist im Juli gestorben. Auch wenn ich aktuell die Zeit mit allen Erinnerungen schwierig finde und mich auch vor dem ersten Todestag fürchte, so geht es mir nicht schlecht. Und "Nicht schlecht" ist genau die richtige Bezeichung. Manchmal geht es mir sogar gut. Und ich habe deswegen oft ein schlechtes Gewissen, auch wenn ich weiss, dass er nichts weniger gewollt hätte, als dass es mir schlecht geht. Und ich musste ihm versprechen, meinen Weg zu gehen. Daran denke ich immer, wenn ich zweifle. Auch ich weine ab und zu, aber meist nur kurz und dann ist wieder gut. Ich fühle mich oft immer noch wie betäubt und alle Empfindungen sind wie gedämpft, aber ich bin auch fähig Freude und Glück zu geniessen, mich über kleine Dinge und auch in einem gewissen Masse wiedergewonnenen Freiheiten zu freuen. Die Krankheit hat vieles nicht mehr möglich gemacht, was ich heute wieder tue... Auch diese Angst, die Jana anspricht, die ist weg und das ist eine riesige Befreiung. Ich habe weniger Mühe damit, zu wissen, dass zu Hause niemand wartet, als nicht zu wissen, was mich erwartet...

Mir geht es genauso wie Dir, ich habe nicht das Gefühl eine Therapie zu brauchen. Und auch ich habe manchmal Angst davor, dass der grosse Zusammenbruch kommt. Auch ich wünsche mir manchmal, dass ich mal so richtig traurig wäre. Und ich stelle mir Fragen wie, habe ich ihn denn weniger geliebt, als die Frauen ihre Männer lieben, die so richtig feste trauern? Oder bin ich einfach oberflächlich?

Aber weisst Du, Trauer ist genauso individuell wie alles andere auch. Und auch sonst gehen die Menschen mit unterschiedlichen Erlebnissen unterschiedlich um. Es gibt die "Dramaqueens" (und kings), es gibt die stillen Leider, es gibt die hysterischen, es gibt die, die nie was alleine auf die Reihe kriegen und die Macher. Und noch viele Typen mehr. Und ich finde, auch in der Trauer darf man verschieden sein. Oft denke ich mir auch, dass wie ein gewisser "Leistungsdruck" von aussen kommt. Je mehr Du weinst, desto trauriger bist Du. Doch weinen ist nicht der einzige Ausdruck von Trauer, das ist doch kein Gradmesser. Oft denke ich sogar, dass es für die, welche offensichtlich "leiden" in der Gesellslchaft viel einfacher ist. Ich merke oft, wie mich gewisse Menschen verurteilen, wenn ich lachend irgendwo sitzen. Und mich auch nicht ernst nehmen, wenn ich dann mal sage, heute geht es mir schlecht. Es gibt auch viele Dinge, die ich (noch) nicht schaffe, ich kann z.B. nicht an Veranstaltungen mit vielen und auch noch fremden Menschen gehen (eine grosse Party, eine Einladung mit vielen Menschen etc.). Viele denken dann, ach, sonst ist sie ja auch immer lustig... Ich glaube irgendwie (und habe das auch schon mal geschrieben), dass meine Seele den Schmerz und das Leiden dosiert und mir immer nur soviel zumutet wie ich vertragen kann. Ich habe auch ein sehr gutes Gespür dafür entwickelt, wer und was mir gut tut und was nicht und versuche auch danach zu handeln.

Liebe Laesperanza, ich bin froh, dass Du dieses Thema angesprochen hast und ich bin froh zu hören, dass es hier mehrern gleich geht. Das tut gut, denn irgendwie sind wir dennoch alle ganz anders, als wir es vorher waren...

Liebe Grüsse
Lella

Laesperanza
02.06.2016, 15:10
Danke, danke, danke, jetzt fühle ich mich echt besser....ja, die Dramaqueens, da musste ich echt lachen.

Lella
02.06.2016, 16:32
:D Da mussten wohl noch mehrere lachen...

Ich habe gerade in ein paar anderen Threads hier gelesen und möchte deshalb noch etwas anfügen.Es liegt mir (und wahrscheinlich allen hier) fern, darüber zu urteilen, wie andere mit ihrer Trauer umgehen. Es gibt kein richtig oder falsch. Einige leiden einfach anders. Jemand, der mit seiner Trauer und seinem Schmerz kaum umzugehen weiss, den bezeichne ich auch nicht als Dramaqueen, sondern es tut mir für diesen Menschen einfach nur unendlich leid. Ich möchte nur nicht, dass sich einige, die hier auch schreiben, angegriffen fühlen oder denken, sie werden nicht ernst genommen, als schwach betittelt oder sogar als eben solche Dramaqueens. Alle haben ihr Schicksal, alle haben ihr Päckchen zu tragen, alle haben ihre Art damit so gut es auch nur geht umzugehen. Und alle, die daran nicht zerbrechen, haben meinen vollen Respekt. Dramaqueen ist man oder ist man nicht, das ist nicht ein Verhalten, sondern eine Charaktereigenschaft. Und: die äusserts sich nicht darin, dass man untröstlich ist, wenn man einen geliebten Menschen verliert, sondern viel mehr darin, wie man Dingen eine Bedeutung zumisst, die im Gegensatz zu einem solchen Verlust schlichtweg unbedeutend sind.

Lella

monika100
02.06.2016, 23:19
Liebe Laesperanza,

ich bin froh, dass es dir so geht wie es dir geht!

Lies dir mal deine alten Beiträge durch. Überall nur Angst und Kummer, Hoffnung, Schmerz und Leid - die ganze Zeit war die Trauer schon dein Begleiter. Die ganze Zeit, in der du wusstest, dass es keine Heilung mehr gibt für deinen Mann.

Darum lass es jetzt sein wie es ist, mal ganz gut, oft traurig aber eben nicht hoffnungslos. Kein Grund für ein schlechtes Gewissen - Alles gut!

Umarmung von
Monika

little-elsie
02.06.2016, 23:50
Liebe Laesperanza,
ich habe bisher stets nur still mitgelesen, aber in diesem Moment das dringende Bedürfnis, mich Monikas Worten anzuschließen, denn ich kann jedes ihrer Wörter unterschreiben und sie hat es treffend auf den Punkt gebracht.
Deine Beiträge in der Vergangenheit, das heißt in der Zeit der Ungewissheit, haben mich so traurig gemacht... Man hat deine Verzweiflung, deine Schmerzen und Trauer herausgelesen. Ich freue mich deshalb sehr, sehr doll, dass es dir häufig "gut" geht, und du darfst da in gar keinem Fall ein schlechtes Gewissen haben, auch wenn es nachvollziehbar ist, dass sowas aufkommt.
Viele liebe Grüße

Laesperanza
03.06.2016, 12:51
Vielen lieben Dank für Eure durchweg positiven Antworten (auch per PN). Ich bin wirklich froh, dass ich nicht die Einzige bin, der es so geht. Gestern abend hat mich noch mein Hausarzt angerufen, warum ich keinen Widerspruch für die Reha einlege. Er war auch ganz erstaunt, als er hörte, dass es mir eigentlich gut geht. Hat aber auch ganz lange mit mir gesprochen und mir gesagt, dass er nicht von einer verdrängten Trauer ausgeht. Davon spricht man wohl, wenn man sie wirklich komplett verdrängt und nicht drüber spricht. Also zum Beispiel weiterhin so tut als ob der Partner noch lebt. Das ist bei mir ja nicht gegeben. Durch die lange Krankheitsphase und die damalige Auseinandersetzung bereits mit dem Tod habe ich wohl wirklich schon sehr viel "Vorarbeit" geleistet. Also wäre alles ganz normal und im Grunde genommen gut, so wie es ist. Und ich bräuchte wirklich kein schlechtes Gewissen haben, da mein Leben eben weitergeht und ich ja auch noch eine Tochter habe, die mich auch braucht.

P.S.: ich habe gestern abend tatsächlich nochmals meine alten Beiträge durchgelesen und musste sehr weinen, weil ich die Zeit komplett verdrängt hatte und mir jetzt gar nicht mehr bewusst war, wie sehr meinem Mann doch der nahende Tod bewusst war. Ich glaube, das ist auch das Schlimmste für mich, dass er nicht mehr leben darf und das Wissen auf den nahen Tod hatte.

Lella
03.06.2016, 18:15
Liebe Laesperanza

Und wieder sprichts Du mir aus dem Herzen... Auch für mich ist der Gedanke daran, was mein Mann erleben musst, dass er wusste, dass er sterben muss und uns zurücklassen muss und der Gedanke, was er alles nicht mehr erleben darf, viel schlimmer, als die Tatsache nun ohne ihn zu sein. Auch wenn ich es oft nicht verstehe und unfair finde, dass es so ist.

Ich glaube ebenfalls, dass die Trauer, das Abschiednehmen nicht erst mit dem Tod beginnt. Auch mein Hausarzt hat mir das genauso bestätigt. Das anzunehmen, ist einfach oft schwer, denn irgendwie bleibt das Gefühl, dass man doch mehr trauern müsste.

Aber ich bin sicher, dass Dein Mann stolz auf Dich ist, wie Du alles meisterst!

Grüss Dich lieb!
Lella

Laesperanza
13.06.2016, 17:03
Heute fehlt mir mein Mann ganz furchtbar.

vintage
13.06.2016, 17:11
:knuddel:

ja, das kommt dann immer wie eine wand auf einen zu...

Laesperanza
14.06.2016, 13:13
zu allem Überfluss habe ich mir dann gestern auch noch den Film "heute bin ich blond" angetan. Bei der Szene als sie am Schluss bei der Freundin am Bett sitzt, die ihr mitteilt, dass sie Hirnmetastasen hat und man nichts mehr machen kann, habe ich Rotz und Wasser geheult. Dieser furchtbare Kontrast zwischen "Leben" und "Tod" hat mir den Rest gegeben. Genauso muss sich mein Mann damals gefühlt haben. Er im Bett und die anderen gesund davor....

Tinele
14.06.2016, 16:11
Um solche Filme mach ich seit zwei Jahren meistens einen Bogen . Du wirst ihn nicht umsonst angeguckt haben. Und siehst du , auch du trauerst und lässt es zu. Das ist gut . Ich drück dich .....

Laesperanza
14.06.2016, 19:16
Ach Tinele, vielen Dank für Deine Worte. Wie geht es Deinem Sohn?

Tinele
14.06.2016, 20:29
Dem gehts ziemlich gut . Und wir strengen uns alle an , daß es auch so bleibt ! :) Danke der Nachfrage .

monika100
14.06.2016, 20:44
Liebe Laesperanza
und alle anderen hier,

man ist einfach so furchtbar hilflos.

Meine Cousine, 58, hatte letzes Jahr Brustkrebs, 2 Metastasen in der Leber und im Bauchfell.
Mir war nach den ganzen Erfahrungen hier eh klar, dass sie damit nicht wirklich gesund werden kann. Aber sie war kämpferisch und gut drauf und hatte vor ca. drei Monaten richtig gute Ergebnisse nach den Chemos. Sie sollte jetzt endlich ihre Reha antreten.

Nur kurze Zeit später - sie ist gar nicht zur Reha gekommen - ein Befall dess Darms. Operation - Diese Wunde heilt einfach nicht mehr zu. Wie kann das? Kann das durch den Krebs sein? Oder evtl. ein Keim?

Sie kann nicht mehr essen, wird künstlich ernährt, ist total schwach... Palliativstation!
Ihr Bruder muss sich schon auf den Weg machen, ein Hospiz zu suchen, sie kann dort im Krankenhaus wohl nicht mehr lange bleiben.
Ich hatte so gehofft, dass ihr noch mehr Zeit bleibt und dieses drastische jetzt erschreckt mich.

Hab ihr nun einen kleinen Schutzengel in die Klinik geschickt - ich wünschte, der könnte was ausrichten - und will sie nächste Woche besuchen gehen. Es fällt mir sehr schwer....:embarasse

Tinele, ich freu mich dass es deinem Sohn gut geht. Haben sie ihm doch helfen können in der Kur.

LG Monika

Laesperanza
15.06.2016, 13:00
Liebe Monika,
es tut mir furchtbar leid für Deine Cousine. 58 Jahre ist ja kein Alter. Ja,diese Krankheit ist unheimlich fies, gemein und unberechenbar. Sie lässt einem keine "Verschnaufpause". Ich wünsche Euch viel Kraft und dass Deine Cousine nicht leiden muss. Ich hoffe einfach, dass wir uns alle eines Tages wiedersehen.
Meine "naive" Vorstellung ist ja, dass das Universum unendlich ist, weil jeden Tag neue Seelen hinzukommen....

Laesperanza
20.06.2016, 20:59
Heute vor 7 Monaten musstest Du von uns gehen. Ich habe beschlossen doch eine Psychotherapie zu machen. Heute habe ich einen Termin für nächsten Monat bekommen. Es ist Dein Psychotherapeut. Er hat mir vor einiger Zeit ein Beileidsschreiben geschickt. Ja, und da ist es mir wie von Schuppen von den Augen gefallen: warum nicht zu ihm. Das Schreiben habe ich als Zeichen gedeutet, heute angerufen. Seine Frau, die die Termine vergibt, wusste sofort, wer ich bin. Sie sagte nur, das mit den Terminen bekommen wir hin (ich will die parallel zur Trauergruppe meiner Tochter, damit ich nur 1x die 20 km fahren muss). Es gibt einfach keine Zufälle im Leben.:)

monika100
21.06.2016, 00:25
Laesperanza,

das ist doch super!

So schnell ein Termin und dann noch bei Jemandem, der die ganze Geschichte kennt.
Find es toll, dass er dir ein Beileidsschreiben geschickt hat. Scheint noch Jemand zu sein, dem der Mensch wirklich wichtig ist.

Viel Glück! Tut dir bestimmt gut.
Vielleicht gibt es ja sogar noch das eine oder andere Fragezeichen in deinem Kopf, wobei er dir helfen kann.

LG Monika

Tinele
21.06.2016, 12:14
Finde ich eine sehr gute Entscheidung . :)

Laesperanza
06.07.2016, 11:18
Guten Morgen, brauche mal Euren Rat. Habe bald Geburtstag und zu einem reinen "Frauen-Brunch" eingeladen. Nun hat eine Freundin geschrieben, die etwa 30 km von mir entfernt wohnt, dass Ihr Lebensgefährte mittags in unserem Ort ein Fussballturnier hat und er deshalb mitkommen würde (die beiden haben nur 1 gemeinsames Auto und die Zugverbindungen zu uns sind grottenschlecht). Eigentlich passt mir das überhaupt nicht, aber der Lebensgefährte hat mir schon bei sehr vielen Dingen seit des Todes meines Mannes geholfen. Bin jetzt komplett in der Zwickmühle. Was würdet Ihr machen? LG

Tinele
06.07.2016, 12:18
Da er dir schon geholfen hat würde ich wohl in den sauren apfel beissen . vielleicht wirds ja mit ihm ganz nett ?!

Laesperanza
06.07.2016, 17:30
Liebe Tinele, ha, nett wirds bestimmt. Alleine unter Frauen :lach:kann sich ja dann unseren "Weibergesprächen" anschließen. Aber hast recht, ausladen kann ich ihn fast nicht

monika100
06.07.2016, 19:05
Denke auch, du solltest ihn dabei lassen.

Musst du es den anderen Damen vielleicht erklären, warum ER dabei ist und ihre Männer nicht.. Sonst gibt es noch Futterneid.:lach2::lach2:

LG Monika

Tinele
07.07.2016, 00:24
Also ich hatte unter so einer Konstellation schon wirklich witzige Stunden . Sei einfach offen :prost:

Laesperanza
07.07.2016, 10:16
Danke Euch. Hatte das Gleiche im "verwitwet" forum gepostet und solch unmöglichen Reaktionen bekommen, dass ich mich dort abgemeldet habe (aber vielleicht bin ich ja einfach zu empfindlich :eek:)

monika100
07.07.2016, 11:32
Magst du erzählen?

Das erleichtert die Seele.

Manchmal bleiben so "Unterhaltungen" ja doch noch ein bisschen im Kopf.

LG Monika

Tinele
07.07.2016, 11:40
da wäre ich jetzt auch neugierig , wie man auf sowas lapidares unmöglich reagieren kann ?! :confused::eek:

Laesperanza
07.07.2016, 11:47
Ach Ihr seid so lieb, ehrlich.
Ihr könnt es gerne selbst nachlesen. Ich war dort "Alegria" und mein Post heißt "Brauche mal Euren Rat". Zum lesen muss man nicht angemeldet sein.
Mein letztes "Statement" hatte ich dann abgegeben, nachdem ich mich gestern 1 Stunde beim Tennis ausgepowert habe und mit den Leuten danach noch 2 GLäschen Sekt getrunken hatte (ja, ja, dann wird man halt "hemmungslos" :lach2:)

Laesperanza
07.07.2016, 11:48
Man muss allerdings runterscrowlen (scheibt man das so???) damit man auch die chronologische Reihenfolge hat...ansonsten macht es keinen Sinn sich da "durchzuwurschteln"

Tinele
07.07.2016, 12:11
scrollen schreibt man das ;) auf verwitwet.de ?

Laesperanza
07.07.2016, 12:19
genau, ich ärgere mich ja dann immer über mich selbst, dass ich mich über sowas überhaupt aufrege. Aber man ist halt auch nur Mensch....

Laesperanza
07.07.2016, 12:38
Ok, der Thread wurde gelöscht

Laesperanza
07.07.2016, 12:54
Angefangen hatte alles, dass viele es nicht verstehen konnten, dass ich einen reinen Frauen-Brunch mache. Schließlich könne kein Mensch etwas dafür, dass ich jetzt allein bin und warum ich die Männer ausschließen möchte. Eine Frau hatte dann geschrieben, dass sie solche Einladungen früher generell nicht angenommen haben, wenn der Partner nicht eingeladen war. Als ich dann erklärte, dass es in einem Teil vom Freundeskreis durchaus üblich ist, dass wir einen Frauenbrunch haben (da bei 8 Frauen mit Mann und im Schnitt 2 Kinder einfach kein Platz ist, und es nichts damit zu tun hat, dass mein Mann gestorben ist), hieß es ich hätte komische Einladungsstrategien und bräuchte mich nicht wundern, wenn die Leute komisch darauf reagieren. Als ich die eine Frau fragte, ob sie denn nie was getrennt gemacht haben, kam zur Antwort, sie hätten beide gearbeitet und am Wochenende war die Zeit zu schade, dass man was alleine gemacht hätte. Und außerdem wäre bei ihnen die Tür immer offen für Besuch gestanden (unterschwellige Nachricht an mich: ich bin nicht gastfreundlich). Irgendwann ist das Ganze dann eskaliert. Ich habe manchmal auch das Gefühl, dass wie in allen Foren, die Leute am Anfang etwas anderes verstehen (wie jetzt, dass der reine Frauen-Brunch aufgrund mangelnden Platzes stattfindet und nicht wegen meiner Trauer), dann aber auch nicht mehr zurück rudern, sondern einfach blöde werden, nur um ihre Meinung durchzusetzen. Gut mein letztes Statement war auch nicht sehr charmant, aber es geht einfach nicht in mein Schädel, dass die Leute nicht kapieren wollen, dass ich keinen Platz und auch nicht die Muse haben 30 Leute (und davon 15 Kinder unter 10 Jahren) zu bewirten. Außerdem war das ja auch nicht die Frage, ich wollte einfach einen Tipp wie ich meiner Freundin nett durch die Blumen klar machen kann, dass es halt nur Frauen sind und ich eigentlich auch keine Männer dabei haben möchte (eben wegen dem Platz und weil es ja sonst ungerecht gegenüber den anderen ist). Einer hat dann noch geschrieben, er soll halt dazu und wenn er sich wie der Hahn im Korb aufführt, könnten wir Frauen in der Mehrzahl ihm den Schneid ja abschneiden. WIR WÜSSTEN JA GENAU WIE DAS GEHT. Grrrr....nein ich rege mich nicht auf. Und wenn meine Freundin wüsste, dass sie Thema in 2 Foren ist oder war, würde sie wahrscheinlich auch vom Glauben abkommen....

vintage
07.07.2016, 14:16
:rotier2:

also ich mache auch frauentreffen. und das ist auch gut so.
aber in deinem fall, weil der partner der freundin so geholfen hat,
wäre es halt auch cool, ihn dabei zu haben.

das verwitwet sein "vereint" eben auch die unterschiedlichsten leute und
das ist ebend nur ein gemeinsamer nenner, den man hat...
ist wie mit hundehaltern, gibt auch solche und solche

schade, das die dich nicht verstanden haben/verstehen wollten.


:winke:

GlidingGeli
07.07.2016, 15:12
Hallo Laesperanza,

ich kann dich gut verstehen, dass du einen Frauenbrunch machst. Wer das nicht verstehen will, soll halt wegbleiben.
Es ist dein Tag und du hast das Recht den Tag so zu feiern, wie du es möchtest.
Meine Freundinnen und ich feiern unsere Geburtstage mal so und mal so. Wie die Kinder klein waren, war eine Feier ohne Kinder immer schön und Väter können Kinder besaßen.

Dir alles Gute
Geli

Tinele
08.07.2016, 00:40
Ich glaube du bist noch sehr verletzlich , sonst wäre es dir am Hinterteil vorbei gegangen .....

Im Eltern.de gibts ein Forum , daß ist richtig harte Schule . Seit ich da rum gurke bringt mich nix mehr so schnell aus der Ruhe . Was hab ich da schon Prügel bezogen , weil ich anders bin , als Andere . Aber interessant isses dort trotzdem und es gibt einige liebe Seelen , deswegen bin ich da noch . :D

Laesperanza
08.07.2016, 07:23
War früher bei den netmoms. Das war auch Fun pur. Da musste man nur das Wort Fruchtzwerge oder Milchschnitte in die Runde werfen, und schon war der Abend gerettet. Sicherlich bin ich noch sehr verletzlich, trotzdem "der Ton macht die Musik", auch bei geschriebenem. Aber so wie Vintage geschrieben hat, es prallen komplett unterschiedliche Charaktere aufeinander. So jetzt muss ich mich aus dem Bett quälen. Arbeit, dann Kind samt ihrer Freundin zum Tennis kutschieren, Schwimmbad, heute Abend Gäste zum Essen (man bemerke MIT Partner :lach2:) und irgendwann sollte ich noch für heute Abend einkaufen. Hat jemand ne geniale Idee für ein schnelles Dessert? Ansonsten gibt's Eis. Euch einen schönen Start ins Wochenende.

Tinele
08.07.2016, 07:42
eis bei dem wetter gerade finde ich am besten :1luvu: wünsche dir einen schönen tag . ich bin nach nur 4 stunden schlaf auch um 5 aus dem bett gefallen , warum auch immer . :augen:

Laesperanza
20.07.2016, 12:02
8 Monate, warum nur? Unsere Tochter hat zum Glück nun angefangen von Dir ganz viel zu sprechen. Wie sehr sie dich vermisst. Was soll ich ihr nur sagen? Du fehlst mir ja auch so sehr.

petsi999
22.07.2016, 00:34
Jetzt schreibe ich mal bei Dir..
Hat deine Tochter auch erst nicht über ihren Papa sprechen wollen?

Mein siebenjähriger möchte nämlich auch nicht darüber reden.

Und ich frage mich ob das wohl gut ist...
Glg
Petsi

Laesperanza
22.07.2016, 09:17
Liebe Petsi, es sind immer Phasen. Eine Zeitlang hat sie gar nicht vom Papa gesprochen, dann wieder mehr, dann wieder gar nicht mehr. Am Anfang wollte sie auch überhaupt nicht ans Grab. Jetzt möchte sie immer am 20. (Todestag) gehen und ihm Blumen bringen. LG

Laesperanza
20.11.2016, 10:42
365 Tage ohne Dich...Why?

monika100
20.11.2016, 13:21
Ich denke heute ganz besonders an dich :knuddel::knuddel:

Wie geht es dir?? Ich hoffe, du kommst einigermaßen durchs Leben!

LG Monika

Laesperanza
20.11.2016, 13:40
Liebe Monika, danke für Deine Worte. Ich schäme mich ja immer es zu sagen, aber ich komme sehr gut mit meiner Tochter durchs Leben. Ich habe viele Bekannte, mit denen ich sehr viel unterwegs bin, habe neue Hobbys angefangen und genieße einfach wieder die Leichtigkeit des Seins. Was ich noch verstärkt habe sind körperliche Beschwerden wie Bauchschmerzen und dass ich für vieles immer noch länger brauche und mich schnell gestresst fühle.

Tinele
20.11.2016, 15:39
Liebe Laesperaza ,

nein du brauchst dich NICHT zu schämen ! Ich freue mich wirklich sehr das von dir zu lesen ! Und sei dir eins gewiss , sollte hier der Fall mal eintreten , würde es mir ganz genauso gehen . Das weiß ich jetzt schon .

Denn das Leben mit dieser scheiss Angst im Nacken ist und bleibt nicht einfach . :(

Liebe Grüße Tinele

monika100
20.11.2016, 21:06
Kein Grund dich zu schämen. Du hast es (dir) verdient mit allem, was du getan hast für deinen Mann. Weit über deine eigenen Kräfte hinaus...
Genug Schmerz gewesen...

Freu mich für dich.

Umarmung,

Monika

Angel0812
06.12.2016, 20:39
Liebe Laesperanza,

ich habe mir heute deinen ganzen Thread hier durchgelesen und muss sagen, dass vieles was du erlebt hast und erlebst, mir sehr ähnlich ergeht. Deine Leidensphasen, deine Traurigkeit, aber auch dein Unverständnis, das man ja gar nicht sooo viel weint und es einem ja gar nicht soooo schlecht geht, man Urlaube plant und erlebt und so vieles mehr. Ich musste, nachdem ich bei einem deiner Posts furchtbar geweint habe unter Tränen so laut lachen zwecks dem Johannes Heesters, das war richtig gut.
Was ich aus deinen Schreiben rauslese ist, das du eine starke innere Seite hast. Das hat auch gar nichts damit zu tun, ob man weint oder lacht, sondern das du versuchst, nach vorne zu schauen, schon allein deiner Tochter zuliebe.
Diese Kaufsucht.....hüstel.....die du beschrieben hast, in der befinde ich mich auch gerade. Und denke auch dabei, ist ja sein Geld und nicht meines. Und trotzdem kaufe ich munter weiter. Naja.
Was mich aber tatsächlich zum Schreiben bewegt hat hier, ist, das du zwecks deinem Brunch so angegangen worden bist. Ich denke, da treffen einfach so viele verletzte Seelen aufeinander, die vielleicht in ihrer Trauer bestimmte Dinge, die andere anders machen wollen und möchten, nicht akzeptieren können, weil sie in ihrem neuen Leben noch nicht angekommen sind. Denn mit Sicherheit machen auch sie ihren Mädelsabend oder Frauentag ohne Männerbegleitung und es fällt ihnen einfach jetzt schwer das jetzt so mal zu hören, während man noch in der Trauer steckt(...stecken muss, sollte etc...:D )
Tja, insgesamt hast du eine tolle Frauengruppe hier und ich wünsche dir und deinen Mitschreiberinnen viele gute Stunden, viele gute Freunde die euch beistehen, und eine Familie die auf euch aufpasst. Natürlich mit eurem Schutzengel der jetzt im Himmel wohnt.

Liebe und traurige Grüße
Geli

Laesperanza
24.12.2016, 18:56
Ich wünsche Euch alle besinnliche Weihnachten. Genießt die Zeit miteinander. Und an unsere Lieben da oben: lasst es krachen und schickt uns auch mal ein paar Zeichen, damit wir wissen, dass es euch gut geht

Maria Sofia
24.12.2016, 19:21
Liebe Laesperanza,

habe still mitgelesen und möchte Dir sagen, wie leid es mir für Dich und Deine Tochter tut.
Mein Mann ist vor 10 Monaten verstorben. Es war ein nicht-kleinzelliges Bronchialkarzinom. Von der Diagnose bis zum Tode waren es nur sieben Monate. Ich weiss, wie Dir zumute ist.

Ein geruhsames Weihnachtsfest für Dich und Deine Tochter. Wünsche Dir viel Kraft.


Liebe Grüße
Maria Sofia

monika100
06.01.2017, 15:12
Erzaehl!!!!! :-):-)

Wolle2
06.01.2017, 16:13
Hallo Laesperanza.

"Eine neue Liebe ist wie ein neues Leben", Jürgen Marcus, 1972.
Das wünsche ich Dir von Herzen als Jahresauftakt. :1luvu: :rotier:

Mit vielen Grüßen.
Wolle2

P.s. Wahnsinn, wie lange der Titel schon her ist. Mir kommt es vor, wie gestern.

Verlassen
06.01.2017, 20:14
Ich freue mich wirklich sehr für Dich, liebe Laesperanza. :)

monika100
06.01.2017, 20:38
Ich freu mich sehr für dich:1luvu::1luvu:

Du hast es verdient.

Ist es jemand ganz Neues oder kanntest du ihn schon, aber vielleicht nur flüchtig?

LG Monika

Laesperanza
06.01.2017, 21:54
Ganz neu

monika100
06.01.2017, 21:56
Drück dir fest die Daumen, dass sich was Schönes daraus für dich ergibt.

LG :winke::winke:

Arona
06.01.2017, 22:12
Super! Freut mich!

Lucy96
06.01.2017, 22:20
Ja meine liebe
Ich freue mich auch ganz dolle für Dich.
Halt mich auf dem Laufenden und ich hoffe wir sehen uns ganz bald wieder.
Liebe Grüße
Lucy😘

Laesperanza
07.01.2017, 15:43
Ja das hoffe ich doch auch liebe Lucy.
Der Mittag war richtig schön

Laesperanza
11.01.2017, 13:54
Ihr Lieben,
als mein verstorbener Mann im Januar 2012 die Diagnose fortgeschrittener Magenkrebs erhalten hat, waren wir trotzdem der Meinung, dass er es schaffen wird. Ich dachte immer im Januar 2017 ist der Alptraum vorbei. Da sind dann 5 Jahre geschafft.

Ich habe in diesen 5 Jahren hier im Forum sehr viel gelesen, weniger geschrieben, gelacht, geweint, getrauert und mich gefreut. Ihr wart immer für mich da. Dafür möchte ich Euch ganz herzlich danken.

Heute im Januar 2017 kann ich zumindest sagen, ich habe es geschafft. Es tut mir immer noch furchtbar weh (und das wird es auch weiterhin), dass mein Mann nicht mehr leben darf. Aber ich habe mir ein neues Leben aufgebaut. Nicht unbedingt schlechter, einfach nur anders und ich stehe am Anfang einer neuen Beziehung und bin mehr als guter Dinge.

Es ist jetzt einfach an der Zeit das Kapitel "Krebs" hinter mir zu lassen (und hoffe auch, dass es uns nicht nochmal trifft, aber das weiß man ja nie).
Ich werde sicherlich auch immer mal wieder reinschauen.

Ich wünsche Euch von Herzen alles Liebe und Gute auf Eurem weiteren Weg.
In der Danksagung hatte ich folgenden Spruch:

"Es sind die Lebenden, die den Toten die Augen schließen,
Es sind die Toten, die den Lebenden die Augen öffnen"

In diesem Sinne:
Machts gut und halet die Ohren steif,
Eure Laesperanza

monika100
11.01.2017, 16:07
Tschüß Laesperanza,

ich wünsche dir nur das Beste!!

LG Monika

Wolle2
11.01.2017, 16:16
Hallo Laesperanza.

Alles Gute für Deinen weiteren Weg. Ich wünsche Dir von Herzen, dass Dir das Schalentier nie wieder begegnet. Schau einfach hier mal rein, wenn Dir danach ist.

Viele Grüße.
Wolle2.

Verlassen
12.01.2017, 22:13
Dir alles Gute, Laesperanza :winke:

Laesperanza
14.01.2017, 11:18
Ich kann das alles gar nicht glauben und habe einfach nur furchtbare Angst. Aber es wurde bei ihm am Donnerstag ein Tumor festgestellt. Wie grausam kann denn das Schicksal sein????

monika100
14.01.2017, 11:56
Ach Laesperanza,

das tut mir soo leid.

Wieso muss immer was neues sein, kann man nicht einfach mal ein bisschen glücklich sein...

Weisst du schon was genaueres?

In Gedanken bei dir,

Monika

Laesperanza
14.01.2017, 12:00
Da er meine Vorgeschichte kennt, will er uns schützen und sagt nicht viel.

Verlassen
14.01.2017, 18:08
Oh Mensch, das kann doch alles nur ein schlechter Scherz sein. Es tut mir so leid für euch. :embarasse

monika100
14.01.2017, 18:15
Schön und gut - aber eine Lösung ist das auch nicht.

Man kann immer besser vernünftig informiert sein, als wenn die Gedanken sich ununterbrochen ohne Richtung im Kopf drehen.

Drück dich mal,

Monika

Laesperanza
14.01.2017, 23:57
Von Heilung sprechen wir wohl nicht

monika100
15.01.2017, 13:16
So eine Sch....

Was willst du denn weiterhin machen??

Umarmung für dich,

Monika

Laesperanza
15.01.2017, 13:35
Er versucht jetzt jeglichen Kontakt zu blocken. Ich soll ihn vergessen. Das schaffe ich nicht. Wie grausam kann denn das Schicksal sein???
Ich verstehe das alles nicht. Sollte es Gott geben, so kann ich seine Wege nicht mehr nachvollziehen. Warum muss ich das alles nochmals durchmachen nach so kurzer Zeit?

Lunacat_91
15.01.2017, 13:57
Für so eine Ungerechtigkeit gibt es einfach keine Worte... Es tut mir so leid, das zu lesen. Fühl dich gedrückt!

Verlassen
15.01.2017, 20:34
Liebe Laesperanza. Ich drücke Dich ganz fest. Ich kann nachempfinden, wie es Dir nun geht. Mein Lebensgefährte hat vor zwei Monaten seine Sachen gepackt, als die Nachricht kam, dass sich Metasthasen gebildet haben. Er blockt auch alles ab und ich weiß nicht, wo er ist.

Ich komme mit dieser falschen Rücksichtnahme überhaupt nicht zurecht. Dass es alles nur noch schlimmer macht, scheint überhaupt nicht durchzudringen.

Ich hoffe für Dich, dass es seine Entscheidung noch einmal gründlich überdenkt, denn ich glaube nicht, dass Dir damit geholfen ist, wenn er den Kontakt abbricht. So etwas lässt sich noch viel schlechter verarbeiten.

Ich wünsche Dir ganz viel Kraft.

Verlassen
29.01.2017, 20:26
Meine Gedanken sind ganz oft bei Dir, liebe Laesperanza.

Tinele
30.01.2017, 11:05
Daher deine Frage ..... au man :(