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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Meine Mum wird sterben....


27.04.2004, 09:12
Hallo,

ich bin völlig verzweifelt und langsam auch mit den Nerven runter.
Bei meiner Mum (47) wurde im August Brustkrebs festgestellt, leider ein seltener und sehr aggressiver. Nach chemos und Brust abnahme wieder Chemo bei der letzten Abbruch, es wurden Metastasen auf der Leber, Rücken und Becken gefunden. Ostern ein kompletter zusammenbruch der Leber.
Haben sie auf Intensiv wieder aufgebaut.
Er streut.
Nun haben sie meinem Bruder, ihrem Mann und mir gesagt, das sie nichts mehr tun können, der Krebs hat gesiegt.
Sie ist seit einer Woche zu Hause, hat schmerzen, kann kaum aufstehen und ißt nichts.
Zum sterben nach Hause geschickt!!!
Sie ist so schwach, ißt kaum, bzw, eigentlich nichts. schläft viel.
Alle wissen es das uns nicht mehr viel zeit bleibt, der arzt sagte was von höchstens ein paar monate, nur sie nicht....
Wir haben uns geeingt ihr nicht zu sagen wie es wirklich um ihr steht, aber ich glaube sie ahnt es.

Ich kann damit nicht umgehen, meíne Mutter!!!!
Sie ist doch noch so jung.....
Ich sehe sie so leiden und kann ihr nicht helfen...
Sie hatte noch so viele Träume...
Das ist doch nicht fair...
Sie liegt im Bett, weint sieht mich an und sagt, ich hab Angst, Nicole, solche Angst....
Ich weiß nicht was ich tun sol..

Nicole

Amily
27.04.2004, 09:27
Liebe Nicole , es tut mir so leid dass es deiner Mutter so schlecht geht .
Sie ist wirklich noch jung ...leider fragt der Krebs nicht wie alt jemand ist wenn er kommt .
Du musst für deine Mutter stark sein und ihr beistehn , bestimmt habt ihr alle Angst aber vielleicht findet ihr einen Weg damit umzugehn ...
Es ist leider so dass irgendwann die Zeit kommt wo wir "gehen" müssen , der eine bälder als der andere , ich finde es auch nicht fair aber wir können leider nichts daran ändern .
Mein Mann hat auch Krebs seit einem Jahr fast, Lungenkrebs und Hirnmetastasen ...kann auch nichts mehr gemacht werden , wir müssen auch damit leben und das tun wir auch , mal gut und mal weniger gut .
Wir haben auch drei Kinder 24 , 22, 16 .
Die haben auch ihre Probleme damit umzugehn .

Ich wünsche dir und deiner familie viel Kraft , Mut und Zuversicht .
Seid füreinander da , so könnt ihr euch gegenseitig helfen .
Grüße dich ganz lieb , Anne .

27.04.2004, 10:01
Liebe Nicole,
es tut sehr weh ich weiß. Man ist mit dem Nerven total am Ende. Es gibt nur noch diese Krankheit und alles spielt sich ab als ob man Achterbahn fährt. Es geht alles so schnell.
Versuche die verbleibende Zeit so oft wie möglich bei Ihr zu sein. Du wirst dich später oft an diese Zeit zurück erinnern. Diese Zeit wird sehr wichtig für dich sein, da du sehr oft an die letzten Tage im Leben deiner Mutter denken wirst.
Ich glaube deiner Mutter weiß im tiefsten Inneren genau Bescheid wie es um sie steht. Sie hat Angst und Ihr als Angehörige natürlich auch. Verständlich.
Nun habe ich in einem anderen Forum ein wunderschönes Gedicht gefunden. Vielleicht hilft es Euch. Leider kann ich nicht mehr sagen von wem dieses stammt.

Ich stehe an einem Ufer.
Eine Brigg segelt in der Morgenbrise und steuert aufs offene Meer.
Sie ist ein herrlicher Anblick, und ich stehe da und sehe ihr nach, bis sie zuletzt am Horizont verschwindet und jemand neben mir sagt:
„Jetzt ist sie nicht mehr da.„
Nicht da! Wo dann? Nicht „da„ für meine Augen, das ist alles …
Die Ferne und das Nicht-da-Sein sind auf meiner, nicht auf ihrer Seite,
und gerade in diesem Moment, da hier, neben mir, einer sagt: „Jetzt ist sie nicht mehr da„, gibt’s andere, die sie kommen sehen, und andere Stimmen rufen freudig aus:
„Da ist sie„.
Und das heißt Sterben.

LG Nancy

27.04.2004, 14:08
Liebe Nicole

meine Mutter ist vor 7 Jahren an den Folgen eines Brustkrebses gestorben, für mich eine sehr schwierige Zeit. Wir haben damals meine Mutter nach Hause genommen, und ich bin heute noch dankbar für diesen Entscheid. Mein Vater ist Sizilianer, meine Mutter war damals in einem KH in Sizilien, als man feststellte, das sie voll Metastasen war, und da die Betreuung nicht so gut war, entschieden wir uns, sie nach Hause zu nehmen. Ich war eh per Zufall da unten, und konnte mich einrichten, sie zu betreuen. Schwierig waren neben den Kämpfen mit den Aertzen um Morphin vor allem die Situation mit meiner Mutter. Sie fragte mich, nachdem klar war, dass sie nach Hause kommt, ob jetzt das Ende nahe. Ich sagte ihr damals, ja, man könne nichts mehr machen, ich würde mich jetzt ums sie kümmern. Sie drehte den Kopf zur Seite, und sagte bis zu ihrem Tod kein Wort mehr über das Sterben. Wir, mein Vater und mein Bruder, haben sie bis zu ihrem Tod Tag und Nacht begleitet, und sind auch dort viel an unsere Grenze gestossen, doch sind wir auch heute noch überzeugt, das Richtige getan zu haben, mit allen Fehlern und Aengsten, die damit verbunden waren.
Meine Mutter hat sich nach vielen Jahren intensiver Arbeit als Krankenschwerster sehr auf die Pensionierung gefreut, die Reisen, die sie machen wollte, die Pflanzen, die sie setzen wollte, da war so viel. Auch ich finde heute noch : es ist nicht fair, und doch ist es passiert. Der Krebs kümmert sich nicht um unsere Gefühle, dem ist das egal. Doch nützt das Hadern mit dem Schicksal nichts, es macht es eher dem Kranken schwer zu gehen. Mir hat es geholfen, dass ich die Krankheit und den Tod akzeptiert habe, einfach als Teil unseres Lebens, und den Schmerz und die Trauer zugelassen habe. Noch heute weine ich um diesen Mensch, und weiss, dass mich dies für immer begleiten wird, aber mit jedem Jahr wird der Schmerz nicht kleiner, aber ruhiger, schwierig das zu beschreiben.

Ich wünsche dir viel Kraft für die nächste Zeit, umarme dich ganz fest

Claudia

27.04.2004, 15:27
Hallo Nicole

ich bin auch 47 Jahre alt und seit 2 Jahren an BK erkrankt. Leider schon mehrmals (Rezidiverkrankungen und jetzt Metastasen). Vor 6 Jahren ist eine jüngere SChwester von mir an dieser Sch... Krankheit gestorben. Leider gibt es manchmal nur diesen WEg ehraus aus dieser Krankheit.
Aber trotzdem könnte man Deiner Mutter helfen. Denn heutzutage bräuchte sie kaum bis keine Schmerzen ertragen müssen. Und wenn der behandlende Arzt dazu nicht in der Lage ist, dann soll er doch gefälligst einen Schmerztherapeuten mit in die Behandlung einbeziehen.
Es ist schon schlimm genug zu wissen, das man stirbt... oder zusehen zu müssen, das die Mutter, SChwester oder andere Angehörige sich auf die letzte Reise begeben müssen.

Aber eines weiß ich ganz sicher - Meine Schwester hatte eine tolle Gynäkologin. Sie war in den letzten Wochen ständiger Hausgast bei meiner Schwester und hat erst Morphiuminfusionen - später Morphiumpflaster in die Behandlung einfliessen lassen.
Meine Schwester starb zu Hause mit einem Lächeln in Gesicht - obwohl sie die letzten Tage davor in einer Art Koma-Zustand verbrachte.

Bitte kümmert Euch um medizinische Hilfe... zuständig könnte auch eine ambulante Hospitzeinrichting sein. Scheut Euch nicht Kontakt dazu aufnehmen - es gibt für einen todkranken Menschen kaum etwas besserers, als eine gute Begleitung bis zum Tod..

Ich wünsche euch allen viel kraft für diese Zeit

viele Grüße
elisabeth

27.04.2004, 17:16
Hilfe, ja, meine auch!
Vielleicht heute, vielleicht morgen, vielleicht auch erst in ein paar Tagen oder Wochen??? Vielleicht tut es mir gut, hier darüber zu schreiben? Vielleicht macht es meine Seele noch schwerer, das Schicksal anderer hier zu lesen und mitzufühlen?

Meine Mutter hat seit über 4 Jahren Brustkrebs, Operation, Chemos, Herzeptin, Lymphknoten, Hautkrebs, alles mitgemacht und so stark gekämpft, und konnte immerhin ihre Enkelkinder noch 2 mal besuchen und im Meer baden! Eine schöne Zeit!
Letzten Sommer dann leider Gehirn Metastasen, Operation, bettlägrig...Pflegefall.
Ich lebe im Ausland, mit 2 Kids, alleinerziehend, die Entfernung macht mich wahnsinnig! Habe allerdings letzten Sommer und Herbst mehrmals in Deutschland sein können, in kürzester Zeit alle Behördengänge im Eiltempo durchbraust und sie konnte dann einen Heimplatz in einem wunderschönen und ausgezeichneten Palliativ-Pflegeheim in der Nähe bekommen - mit Besuchen von alllen Freundinnen und Bekannten. Die Krebs-Behandlungen wurden dann im Oktober allerdings endgültig eingestellt, trotzdem hat sie den Prognosen der ärzte noch mal ein Schnäppchen geschlagen - anstatt wenige Wochen wurden es einige Monate.

Leider konnte ich weder Weihnachten noch Ostern mit ihr verbringen, da nun alle finanziellen Resourcen aufgebraucht sind, ein Teil der Pflegeheimkosten muss man selbst tragen und auch die neue Gesundheitsreform 2004 ist der neueste Mist auf dem Haufen.... das wird mir wohl bis ans Lebensende ans Herz gehen.... Wenigstens habe ich die Gewissheit, dass sie bestens versorgt und untergebracht ist - bei ihr zu Hause mit Treppen wäre selbst mit meiner 24 Stunden Pflege nicht mehr gegangen, leider (ich habe es in Erwägung gezogen).

Vor 2 Tagen hat sie nun leider, neben allem andern plus Hautkrebsgeschwüren/Metastasen auch noch einen Pleura Erguss und kann nur noch mit Sauerstoffzufuhr atmen.
Heute nachmittag oder morgen früh soll entschieden werden, ob sie noch stark genug ist, eine Pleurapunktion zu verkraften.

Ich sitze hier wie auf Kohlen, erschrecke wenn das telefon klingelt (war nur ein Kunde, ich erfinde Ausreden...), kann mich kaum darauf konzentrieren zu arbeiten oder meinen Kids etwas zu kochen (alles so unwichtig und belanglos), würde am liebsten sofort nach Deutschland fliegen, weiss aber noch nicht, ob das überhaupt so auf die schnelle und finanziell klappt!?

Nicole, ich beneide Dich, dass du diese Zeit des Abschiednehmens mit deiner Mutter zu Hause verbringen "darfst", auch wenn du es jetzt noch nicht so siehst, weil es natürlich alle Kraft aufzehrt - wenn ich Pech habe, kann ich meine Mutter nicht mal mehr in den letzten Stunden begleiten - ich muss mich zwischen den Kids und Mum entscheiden, das ist leider auch sehr schwer und zehrt an den Nerven - aber meine Kids brauchen mich hier, mitnehmen will ich sie auch nicht, meiner Mum kann ich nicht mehr helfen - ausser für sie da zu sein - wenigstens in Gedanken? Ob mir das genügt? Wahrscheinlich nicht. Ob ihr das genügt? Vielleicht, sie war imme r so verständisvoll und wollte nie, dass ich mir Sorgen mache....

Wenn es mit deiner Mutter zu hause wirklich nicht mehr geht erkundige Dich nach Hilfe und medizinischer Betreuung, (Schwer-)Pflegeheim, Palliativpflege, spreche mit dem sozialen Dienst, dem Hausarzt, der Krankenkasse, der Kirche .... google, gelbe Seiten, gute Freunde, alles! Mir hat es geholfen, wenigstens etwas für sie tun zu können - wenn es auch "nur" der organisatorische Kram war.

Vielleicht finde ich in den nächsten Tagen ja doch noch eine Lösung für meine Reise nach Deutschland? Vielleicht ist es dann schon zu spät? Ich weiss es nicht, mein Kopf ist leer, mein Kleiner (3 Jahre) spricht mit mir und ich merke es nicht....

Mir tropfen schon wieder Tränen die Wangen herunter...
3.000 km, vielleicht setze ich mich einfach ins Auto und fahre los?

Es tut so weh, ich weiss das es hier im Forum vielen Menschen ähnlich geht, schön dass jemand da ist, der zuhört/liest.
Danke, und viel Kraft für alle

27.04.2004, 21:19
war heute wieder bei Ihr, kann leider auch nicht so oft da sein wie ich es will, hab eine kleine Tochter von zwei die ich auch nicht immer irgendwie unterbringen kann.
Sie hat sich so verändert, innerhalb von zwei tagen, sie ist so dürr. Und auch wieder so gelb, und so verdammt schwach.
Sie kann nicht mehr.
Es tut so verdammt weh sie so zusehen.
Sie tut mir so leid, ich würd ihr am liebsten was abnehmen.

Liebe PtBabe

es tut mir so leid das Du nicht bei Deiner mum sein kannst, ich will versuchen bei ihr zu sein wenn sie geht, aber ich weiß ja nicht ob es klappt, es kann ja auch sehr schnell gehen. Ich hab Angst vior dem moment,und der zeit danach, sie fehlt mi ja jetzt schon, obwohl sie noch da ist, aber eben nicht wie sonst.

es tut so weh

gruß Nicole

PTBabe
28.04.2004, 12:35
Hallo Nicole,

slebst wenn du in den letzten Tagen oder Wochen nur ab und zu bei deiner Mum sein kannst, nenne ich das schon "bei ihr zu sein wenn sie geht", was ja ein längerer Prozess ist und nicht urplötzlich von einer Stunde auf die andere passiert.
Deine Mutter scheint resigniert zu haben, meine macht es sich selbst schwerer da sie selbst jetzt noch so sehr kämpft - sie will nach Hause und hat mit dem Leben noch nicht abschliessen können (was ich persönlich sehr schade finde aber akzeptieren muss - sie wollte mir ihre Angst noch nie zeigen - sie war auch in ihrem Leben immer zu nett und selbstlos und wollte mir nie Sorgen bereiten).

Leider war in den letzten Jahren auch das Thema "Krebs" oder "Krankheit" absolut tabu, sie hat es immer als ihren eigenen Kampf angesehen und mir sogar bis vor einem Jahr noch ausdrücklich verboten, bei ihren ärzten Informationen einzuholen.
Wenigstens hat sie mich selbst immer über alle Medikamentenamen auf dem laufenden gehalten und so konnte ich mir, dank Internet und KK, immer eine genaue Lage der Situation und der diversen Behandlungsversuche machen.

Falls du gerne liest, habe ich einen Buchtipp für dich:
Monika Schwalb, Ich bring dich bis zur Tür (Tagebuch einer Sterbebegleitung).
Ist die Geschichte einer Tochter und deren krebskranker Mutter. das Buch lag Wochen bei mir herum, bis ich es geschafft habe, es durchzulesen, in einer Nacht - dann bis in den Morgengrauen geheult, es geht um "Lieben und Loslassen".
(mir hat das Heulen sehr gut getan - besorge dir ein Kilo Taschentücher und ein Glas Whisky falls du das Buch lesen möchtest - und/oder auch jemand der dich hinterher in den Arm nimmt ohne dumme Fragen zu stellen).

Vielleicht schaffe ich es doch noch nach Deutschland um meiner Mutter das "loslassen" leichter zu machen? ich werde sehen, ich bin freiberuflich tätig also werde ich heute nachmittag mal versuchen, mich auf im Moment so belanglose Dinge wie Kunden und Buchhaltung zu konzentrieren, ob das allerdings klappt weiss ich noch nicht.

Umamrmung an dich und ein Knuddel an deine kleine Tochter
(Mein Kleiner ist 3 und mein Grosser 15, der beschwerte sich gestern schon dass ich so "unausgeglichen" bin! Ich belaste meinen Grossen im Moment sehr, aber ich brauche seine Hilfe hier im Haus und mit seinem kleinen Bruder, das habe ich ihm auch gesagt - ob er es wohl verstanden hat mit all seinen Teenager Träumen?)

Gruss
PTBabe

PS: wie geht denn dein Bruder und dein Vater/Stiefvater (?) mit der Situation um? ünterstützt ihr euch wenigstens gegenseitig?

28.04.2004, 13:21
Hallo PTBabe,

es ist alles so schwer und schmerzhaft. Es geht von Tag zu Tag bergab. Ihre Geschwister liegen uns im Nacken wir sollen sie ins Krankenhaus stecken. Das wollen wir nicht, dort machen sie nichts anderes als was wir jetzt auch tun. Um uns aber abzusichern haben wir bei der Ärztin angerufen, auch sie sagte, wir machen alles richtig. Es kann jetzt sehr schnell gehen, sie ist im Endstadion. Wir wollen sie zu Hause lassen da kann sie unter ihren lieben gehen. Und wenn es keiner versteht, können wir damit leben.

Ich funktioniere nur noch, alles läuft an mir vorbei.
Für meine Tochter muß ich funktionieren.

Mein Bruder ist fast 24 std. bei Ihr, er hat Altenpflege gelernt und weiß was zu tun ist. er wohnt um die ecke und hat keine Verpflichtungen. Mein Stiefvater ist runter mit den Nerven, hab grad mit meinem Bruder telefoniert. Ist alleine von heute morgen bis heute mittag schlechter geworden.
Werde heute abend hinfahren wenn mein Mann aus HH wieder da ist.
Danke Gruß Nicole

28.04.2004, 14:01
Liebe Nicole,
viel Kraft für die ankommende Zeit. Wollte das einfach loswerden, nicht nur stille Mitleserin sein. Das gleiche gilt natürlich auch für dich PTBabe.

LG Nancy

28.04.2004, 15:21
Hallo Nancy,
vielen Dank für deinen guten Zuspruch, Seele streicheln tut so gut! Und an alle anderen stillen Mitleser:
Ich glaube wir zwei Häufchen Elend brauchen noch mehr davon!


Hallo Nicole,
viel Kraft für den Besuch heute abend!
Ein Bruder als Altenpfleger, was für ein Glück - meiner spricht seit letzten Sommer nicht mehr mit mir - seufz.
Und Mann habe ich auch keinen, bin alleinerziehend, gerade jetzt könnte ich mal eine starke Schulter zum anlehnen brauchen.

Behalte deine Mutter zu Hause, egal was andere sagen oder denken, es ist die friedlichste Art und Weise von Begleitung auf dem letzten Weg - ich würde alles dafür geben, beneide dich sogar!

Manchmal stelle ich mir vor, dass ich sie einfach nochmal hier her hole, zu mir, und wir fahren noch mal an den Strand und schauen zusammen auf das Meer - das wird wohl nie mehr möglich sein - wäre auch keine gute Idee da sie hier wohl keinerlei medizinische Versorgung hätte - dann wieder denke ich mir: vielleicht wäre das ganz gut so.

Oh weh, da schwirren meine Gedanken nun wieder völlig durcheinander in der Gegend herum......
Dabei wollte ich dir doch etwas Kraft geben für heute abend ....

Eine dicke Umarmung
PTBabe

28.04.2004, 17:01
Liebe Nicole,

es tut mir so leid, was Du über den Zustand Deiner Mutter geschrieben hast. Es braucht sicherlich sehr sehr viel Kraft für diese Situation, die wünsche ich Dir von Herzen. Meine Mutter leidet selbst seit 2 Jahren an einem Eierstockrebs und es gab in dieser Zeit viele Auf und Abs, die sehr belastend waren. In den schlechten Zeiten, ist einfach alles nur elendig. Man hat selbst so schreckliche Angst und mag sich die Angst der Betroffenen gar nicht ausmalen. Und schlimm ist das Gefühl, gar nichts tun zu können. Abr was Du tun kannst, ist für Deine Ma da zu sein. Als meine Ma im Krankenhaus war und es ihr so schlecht ging, sie Schmerzen hatte und teilweise in einem Dämmerzustand war, habe ich mich manchmal gefragt, ob es überhaupt Sinn macht, da zu sitzen. Aber es macht Sinn,das Gefühl nicht allein zu sein, ist, glaube ich, sehr sehr wichtig für die betroffene Person. Wenn sie zwischen durch aufwachte und d´sah, dass jemand bei ihr war, hat ihr das ein gutes Gefühl, ein Gefühl der Sicherheit gegeben und das braucht Deine Ma jetzt bestimmt ganz besonders.
Ich finde es toll, dass ihr sie nicht ins Krankenhaus bringt, selbst, wenn das andere nicht verstehen. Wenn es wirklich so ist, dass nichts mehr für sie getan werden kann, dann hat sie es in einer heimeligen und familiären Atmosphäre bestimmt am besten. Wer möchte wohl in so einer Situation in einem anonymen Krankenhauszimer liegen?

Ich wünsche Dir viel Kraft.
Liebe Grüße
Katharina

28.04.2004, 23:11
Hallo Nancy&PTBabe
Ich nehm euch beide ganz fest in den Arm,drück euch und wünsche euch ganz viel Kraft.Auch ich biber um meine Mama....sie wird morgen das zweite mal am Herzen operiert.Ich hoffe das alles gut geht.Einen Lieben Gruss aus NRW M3

28.04.2004, 23:26
Hallo
Wie gut ich euch alle verstehen kann. Bei uns geht es auch gerade so. Heute kam vom Doc die Mitteilung, dass ausser Schmerztherapie nichts mehr gemacht werden kann. Bin total am Boden zerstört, obwohl es eigentlich absehbar war. Meine Mam hat Eierstockkrebs und bereits drei verschieden Chemos hinter sich. Wie ich die nächsten Tage überstehen werde? Irgendwie muss und wird es gehen. PTBabe, danke für den Buchtip. Werde morgen schauen, dass ich es mir kaufen kann.
Wünsche euch eine ruhige Nacht ohne Träume.
Liebe Grüsse Gaby

29.04.2004, 10:02
Hallo,

vielen lieben Dank für eure Worte, und bestätigung das wir das richtiger machen. Meine Mum hast Krankenhäuser, was noch ein grund ist sie zu Hause zu lassen.

Gestern abend war schlimm. Sie sitzt im Sessel und starrt, Dünn eingefallen, spitze Nase, total gelb und aufgerissene Lippen.
Redet kaum kann nicht mal richtig ihre Zigarette halten.

Es tut so weh sie so zu sehen. Ich würd ihr so gern helfen. selbst richtig in arm nehmen kann ich sie nicht weil es ihr wehtut wenn man sie drückt und anfässt.

Liebe PTBabe

ich hoffe für Dich das Du es noch schaffst nach deutschland zu fliegen und Deiner Mum beizustehen. Ich werd ja hier schon wahnsinnig den ganzen Tag zu Hause zu sein und nicht bei Ihr zu sein. Wie muß es Dir dann erst gehen mit so viel Kilometer dazwischen.


Euch allen die so etwas grad durchstehen müssen wünsch ich alle Kraft der welt, ich weiß ja wie schwer es ist.
Seid für Eure lieben da.

Liebe Gaby

Bei jeder neuen Nachricht ist man wieder am boden zerstört, egal ob man damit rechnet oder nicht. Als gestern die ärztin zu uns sagte sie wäre jetzt im Endstadion hat uns das total umgeworfen obwohl man es ja sieht und wir auch wissen.
Wünscht Dir alles Gute und viel Kraft für die nächste Zeit.

gruß Nicole

29.04.2004, 10:50
Guten Morgen ihr Lieben,

heute bin ich ausnahmsweise voller Energie für den Kampf, ganze Berge zu versetzen um zu sehen, ob ich nächste Woche doch noch irgendwie nach Deutschland kommen kann. Hoffentlich bleibt diese Energiewelle heute den ganzen Tag lang so ...!?

@ Gaby:
hier ein Link direkt zum Verlagshaus, das Buch kann man auch online bestellen, wurde mir sogar bis nach Portugal gesendet (was bei deutschen online Shops absolut nicht gang und gebe ist!).

https://ssl.kundenserver.de/s90427303.einsundeinsshop.de
(Schnellsuche: Schwalb)

Mich hat das Buch schlichtweg umgehauen, gleichzeitig aber auch ein wenig meiner Ungewissheit, Unwissenheit und Unsicherheit von dem unbekannten Damokles-Schwert genommen, dass über unser aller Köpfen schwebt.

@Nicole
einen ganzen Eimer voll Kraft für Dich!
Frag doch Deine Mum, an welchen Stellen Du sie drücken kannst, ohne dass es ihr wehtut, lass dir Tips von deinem Bruder geben? Falls du und deine Mutter das wollen? Bring ihr ein Lippenbalsam mit? Vielleicht dumme Ideen, aber ich hatte letztes Jahr auch "Berührungsangst" um nicht wehzutun.
Nach der Hirnmetastasen Operation meiner Mutter letzten Sommer konnte sie sich wochenlang nicht mal mehr alleine im Bett aufrichten, ich hatte die ersten 2 Tage Angst, sie zu berühren um nicht weh zu tun und sass ziemlich hilflos am Krankenbett rum - bis sie dann mal dringend auf die Toilette musste und die Schwester nicht sofort kommen konnte - da hab ich halt zugepacken müssen - in grösster Angst und Panik! Aber wir haben es zusammen rechtzeitig auf die Toilette geschafft :-)

Das hat mir geholfen, seitdem habe ich diese ängste nicht mehr, und sie lies sich auch jederzeit wieder von mir helfen, von anderen nicht immer oder nur unter viel Gemecker.

Und hier noch ein paar Eimer voll Kraft extra an Gaby, Mechthild, Katharina und allen die gerade ähnliche Situationen durchmachen müssen.

Kommt gut durch den Tag!

PTBabe aus Portugal

29.04.2004, 13:50
es tut einfach nur weh dies zu lesen. Man kann nichts tun, einfach nichts tun, außer ein paar tröstender Worte fällt ein leider nichts ein.
Ich hoffe für dich PTBabe, daß du es noch schaffst nach Deutschland zu kommen um deine Ma zu sehen und sie dich. Darf ich fragen in welchem Bundesland deine Mutter liegt?
Ich war bei meinem Mann fast bis zur letzten Minute da. Nach fast 3-wöchigen Krankenhausaufenthalt, bei dem ich rund um die Uhr bei ihm war mußte ich einfach mal raus. Ich wollte unsere kleine Tochter von 6 Jahren endlich mal wieder sehen. Ich hatte glaube ich fast einen Nervenzusammenbruch. Acht Stunden später starb mein Mann mit nur 30 Jahren. Ich kann es bis heute noch nicht richtig fassen, aber ich bin so froh darüber das ich bei ihm sein konnte. Er wußte genau das er sich auf mich verlassen konnte. Jedesmal wenn er Schmerzen hatte, habe ich die Schwester kommen lassen. Wenn diese nichts tat, bloß weil die Zeit noch nicht rum war um erneut Morphium zu bekommen, habe ich solange auf sie eingeredet bis sie die Ärztin anrief und um Rat fragte.
Was wäre wenn ich in dieser Zeit nicht dagewesen wäre?
Hätte man ihn dort so liegen lassen mit seinen Schmerzen?
Es ist einfach wichtig das jemand da ist ! Jemand der einen klaren Kopf hat.
Kann nicht weiter schreiben, es kommt dann wieder alles hoch.

LG Nancy

30.04.2004, 09:28
Hallo ihr lieben,

heute bin ich ab nachmittags bei meiner Mum, mein Stiefvater muß heute abedn weg und da bleib ich bei ihr bis er wieder da ist. Ich hab ein wenig angst davor, sie ist schon so schwach.

Gestern ist eingetreten wovor wir uns die ganze zeit gefürchtet haben. Wir haben immer gesagt, du schaffst das schon, nicht aufgeben und so. Obwohl wir ja wissen das es nicht mehr lange ist.
aber in einer tour kommen leute, wollen sie besuchen bringen Geschenke. Nun hat gestern einer ihrer Brüder angerufen mit den sie seit über 20 Jahren kein Kontakt hat. Der kommt jetzt samstag und will sie besuchen. Als sie aufgelegt hat, hat sie mein Bruder angeschaut und hat bitterlich geweint. Mein Bruder hat sie in arm genommen und mitgeweint. Und da sagte sie ich weiß ich schaffe es nicht mehr, alle kommen sie auch mein Bruder. Es ist zu spät.
Mein Bruder war fertig.
Seit dem ist es noch schlimmer, sie ist abwesend und teils auch aggresiv.

ich hab Angst was sag ich wenn sie mich heute abend drauf anspricht. Mit mir darüber reden will? Find ich die richtigen Worte?

Liebe PTBabe,

ich hoffe Du hast es geschafft nach deutschland zu kommen.
Ich merke jetzt wie wichtig es ist immer da zu sein.

Meld Dich wie es aussieht.

Ich danke Euch allen das es Euch hier gibt, es tut gut hier zu schreiben.

Mein Bruder hat jetzt grad in dieser sekunde angerufen und gesagt das es heute noch beschissener aussieht, ich soll kommen.
scheiße ich hab angst.

Gruß Nicole

30.04.2004, 09:43
Liebe Nicole,

ich habe die ganze Zeit mitgelesen und es tut mir so leid!! Diese Zeit erfordert von Dir alle Kraft und glaub mir, Du wirst diese Kraft auch haben. Dass Deine Mama mal abwesend und manchmal agressiv ist, ist total normal. Auf der einen Seite will sie natürlich nicht gehen, auf der anderen Seite ist da ihr großes Leiden, ihr Schmerz. Fahr hin und sei einfach für sie da. Wenn sie davon reden will, dass sie es nicht schaffen wird, rede mit ihr, aber offen und ehrlich. Wenn sie es nicht möchte, akzeptiere das auch und sag ihr einfach, wie sehr Du sie liebst. Das sind ganz schlimme Momente, aber gleichzeitig auch so wertvolle. Du hast die Möglichkeit, sie zu begleiten und einfach bei ihr zu sein. Deine Mama hat nicht das Gefühl, alleine zu sein.
Klar, hast Du Angst (hatte ich auch), aber Du kannst Deiner Mama durch deine Anwesentheit soviel geben.

Ich wünsche Dir und auch allen anderen ganz viel Kraft und sende Dir ganz liebe Grüße

Sabine

30.04.2004, 11:01
Hallo Nicole,

viel Kraft für dich heute, meine Mum ist im laufe der Zeit auch sehr dickköpfig, sturr und mürrisch geworden. Das ist wohl normal für einen Menschen in solch einer Situation. Nimm es einfach nicht persönlich, sehe darüber hinweg so gut es geht, schimpf ruhig auch mal auf die nette Art, hat bei meiner Mum auch geholfen wenn sie zu sehr unvernünftig geworden ist als z. Bsp. der Tee nach 3 oder 4 Versuchen nicht gut, zu heiss, zu kalt, was auch immer war. Zur Not so wie Du mit deiner 2-jährigen Tochter umgehst: nett aber mit Nachdruck.
Ich habe meiner Mom auch oft gesagt, dass sie das oder jenes jetzt tun soll oder das ich dafür sorge, so wie sie es früher für mich gemacht hat, beim Tablettenschlucken zum Beispiel, da habe ich mich als kleines Kind auch immer sehr sehr gesträubt - heutzutage weigert sie sich des öfteren - da sagte ich nur immer: Mum, is nich und stell dich nicht so an, schluck jetzt. So ähnliche Worte hat sie zu mir als kleines Kind auch gesagt - dann muss sie meistens lächeln und schluckt dann auch mit etwas Anstrengung (und verzogenem Gesicht) brav die Tabeletten.

Zu den Besuchen: meine Mutter hatte Zeiten, da hatte sie strikt Besuche bis auf wenige Ausnahmen abgelehnt, ebenso Telefonanrufe. Vielleicht solltest Du Deine Mutter fragen, wem sie sich so nun noch gerne zeigen möchte und wem nicht - sie sollte dies selbst entscheiden und Du und Dein Bruder könnten dann Besuche und Telefonanrufe "filtern" und dies dann nur auf den wirklich für deine Mutter wichtigen Personenkreis beschränken.

Ich weiss wie du dich fühlst, ich hatte das Glück an meiner Mutter ihrem Geburtstag bei ihr zu Hause zu sein, da lag sie gerade noch sehr schlapp auf der Intensivstation nach Hirnmeta OP. Ich musste damals den ganzen Tag hunderte von Male die Ereignisse der letzten Wochen all den lieben und besorgten Bekannten die gratulieren wollten als Kurzbericht wiedergeben, und die verscheidenen Antworten dazu mitanhören, das hat mich vielleicht zermürbt!!! Mit einigen wenigen netten Freundinnen meiner Mutter haben wir dann auch mal ne Runde am Telefon geheult, das hat erleichtert.

Ich weiss gar nicht, ob dir meine Erzählungen hier überhaupt helfen, da doch jeder Mensch so unterschiedlich reagiert und individuell ist. HOffentlich wenigstens als Gedankenanregung....
mir hilft es sehr, darüber zu schreiben.

So, und nun noch zu den guten Nachrichten:
ich werde definitiv in den nächsten Tagen nach Deutschland fliegen können, im günstigsten Fall am Sonntag (wohl eher nicht), oder Montag oder spätestens am Mittwoch (so viele Tage noch!?).
Ich hoffe ich komme nicht zu spät :-(
Warte auch noch auf die Erlaubnis vom Chefarzt, mich 24 Std. bei meiner Mutter im KH einquartieren zu dürfen, hoffentlich klappts.

Mein Kleiner (3) kommt zu Papi und Oma (mit denen er erst seit drei Monaten regelmässig Kontakt hat), mein Grosser (15) muss alleine und mit einem Berg tiefgefrorenem zurechtkommen.

Wenn ich heute auch noch alles erledigen kann, was so anliegt, kann ich sogar erst mal auf "unbestimmte" Zeit los - Tage, Wochen, wir werden sehen......

Ich melde mich auf jeden fall noch vor Abflug, und werde nachdem alles durchstanden ist mich auch wieder hier im KK melden - dann wohl leider unter einem anderen Thema.
Falls ich während dieser ganzen Zeit mal einen Eimer Kraft brauche, werde ich mich in Deutschland in ein Cybercafe setzen und mir alles von der Seele schreiben - ihr hört also bestimmt noch alle von mir.

So, nun weiter mit meiner grossen "Zu Tun" Liste für heute!

PTBabe
Portugal

30.04.2004, 11:58
Hallo Nicole
Du wirst es bestimmt schaffen, aber das Gefühl kenn ich. Man weiss einfach nicht was einem zu Hause erwartet und die Gedanken bis man "dort" ist sind wohl die Schlimmsten. Mir geht es auf alle Fälle so! Wenn ich dort bin, werde ich etwas ruhiger und kann gelassener damit umgehen. Schlimm finde ich, dass man es der Verwandschaft noch mitteilen muss/soll. Klar reagieren die mit Tränen und es ist sicher auch für sie schwer. Aber ich werde es wohl auch so machen wie es PTBabe vorgeschlagen hat. Probiere sie zu fragen wen sie noch sehen möchte und wen lieber nicht mehr. Liebe Nicole, lass Dich drücken und sei Gewiss wir sind bei Dir und helfen Dir diesen schrecklichen Weg zu meistern.

PTBabe, bin froh zu hören, dass Du es doch noch schaffst nach Hause zu gehen. Stelle mir das schrecklich vor so weit weg zu sein und nicht bei Deiner Mom sein zu können. Auch Dir eine Portion Kraft retour und fühl Dich auch begleitet von uns.

Heute bin ich wieder am arbeiten, aber mit der Konzentration happerts gewaltig. Rufe immer wieder an um zu sehen wie es ihr momentan geht. Endlich wirkt das Morphium-Pflaster und sie muss nicht mehr so starke Schmerzen ertragen. Bin froh, dass bald Weekend ist und ich dann immer bei ihr sein kann.

Viel Kraft und alles Gute für heute
liebe Grüsse Gaby

30.04.2004, 17:05
Hallo Nicole,

ich wünsche dir viel Kraft und alles Gute. Meine Mutter ist vor zwei Jahren, wie sie es sich gewünscht hat, bei uns zu Hause gestorben. Zwischen dem Tag ihrer Entlassung und ihrem letzten Tag lagen genau fünf Wochen. Für uns war das damals zu wenig Zeit um wirklich optimal auf alles Vorbereitet zu sein. Trotzdem würde ich es immer wieder so machen.

Habt ihr euch an einen Hospitz-Verein gewendet? Omega eV zB gibt es in vielen Städten, die Mitarbeiter sind Tag und Nacht erreichbar und kümmern sich auch um die Angehörigen. Es ist ein besseres Gefühl, wenn man weiß da ist jemand, den kann man auch Nachts um 3.00 anrufen, wenn es sein muß und der weiß dann genau was zu tun ist. Jemand mit dem man reden kann und der Antworten weiß. Mit "normalen" Ärtzen haben wir damals keine sehr guten Erfahrungen gemacht.

Wenn du magst schreib mir. Im Nachhinein weiß ich soviel, was mir damals geholfen hätte, aber leider für mich und meine Mom zu spät. tanja@elternlos.de

Alles Gute!

Tanja

01.05.2004, 15:57
Ach ihr Lieben,

wenn ich gestern noch euphorisch war, bin ich heute wieder ein Nervenbündel :-(
Werde erst um 17 Uhr 100%ig erfahren, ob ich auf der Passagierliste für morgen früh drauf bin!

Nicole, wie ging es mit Deiner Mum gestern abend?
Ich hoffe es ist alles in Ordnung, da lässt heute gar nichts von Dir hören?

Gruss
PTBabe

01.05.2004, 20:18
Hallo Ihr lieben,

meine Mutter ist heute morgen um 4.20 Uhr eingeschlafen. es ging sehr schnell und wir drei waren bei Ihr. Ich hatte das Glück ihre Hand zu halten, während sie ihre letzten atemzüge machte. friedlich und ohne schmerzen. sie fiel ins Koma als sie von uns allen sozusagen abschied genommen hatte.
Für Ihren langvermissten Bruder wachte sie noch mal auf.Um dann anschließend ganz ins Koma zufallen.
es war schwer, so verdammt schwer, sie hinterlässt eine riesen Lücke. es tut so weh.

Donnerstag steht die Beerdigung an. Ich hoffe ich pack auch das noch.

Ich danke Euch allen für die kraft die Ihr mir gegeben habt.

Liebe PTBabe,

ich bin so froh das Du nun fährst. Ich hab jetzt gemerkt wie wichtig es ist. Und ich hoffe Du schaffst es noch rechtzeitig.

mein Onkel aus Berlin hat es nicht mehr geschafft, obwohl er sich beeilt hat.

Meld Dich, werde trotzdem weiter hierschreiebn und an Dich denken.
in den nächsten Tagen stehen noch soviele Sachen zu erledigen an.

Gruß Nicole

01.05.2004, 21:31
Liebe Nicole,

es tut mir leid. Ich freue mich für dich, dass deine Mom so friedlich gehen konnte.

Alles Gute und ganz viel Kraft für dich und deine Familie.

Tanja

PTBabe
02.05.2004, 00:40
Oh nein! Oh je, oh je.....
ich bin schockiert - es tut mir so leid für Dich Nicole, ich weiss gar nicht was ich sagen soll..... :-(

Ich werde morgen früh im Flieger sitzen und dann auch endlich meiner Mum ihre Hand halten können. Ich habe ihr es heute gesagt dass ich morgen komme und sie hat sich sehr sehr gefreut.
Sehr schwer war der Abschied auf unbestimmte Zeit von meinem kleine Wonneproppen (er wollte unbedingt mein Versprechen haben dass es nur für eine Nacht ist!).
Die Zeit im Flieger wird noch schlimmer sein, 3 Stunden nichts tun ausser Sitzen und mit den Gedanken alleine sein.....

Ich werde im Laufe der nächsten Zeit auch noch hier weiterposten, wenn auch etwas seltener (habe ein Cybercafe in der Nähe des KH).

Viel viel Kraft für Dich Nicole, um die nächsten Tage so gut wie möglich zu überstehen!

Grüsse
PTBabe
Portugal

02.05.2004, 10:45
Liebe Nicole!
Habe deine Einträge gelesen, möchte dir sagen, wenn deine Mutter über das Sterben reden möchte rede mit ihr. Kann dir aus meiner Erfahrung sagen, bei meinem Vater sagte der Arzt mir, ich soll ihm nicht sagen, dass er sterben wird, hatte vor 16 Jahren Lungenkrebs.<habe mich daran gehalten und heute bereue ich es zutiefst. Nach meiner Erfahrung mit meinem Sohn, der vor zwei Jahren an krebs erkrankt ist, weiß ich, dass man das Thema Tod nicht todschweigen darf und soll. Aus Rücksicht auf einander haben wir dieses Thema nicht angeschnitten,(schwirrte immer herum) meine Freundin kam uns besuchen und wir redeten über den Tod. Mein Sohn war offen und auch froh, dass dieses Thema endlich angeschniten wurde (auch er hatte riesige Angst davor, wollte mich schützen. Doch nach unserem Gespräch ging es uns beiden besser.
Wünsche dir ganz viel Kraft für die schwere Zeit die jetzt kommen wird.
Ganz liebe Grüsse Ursula

02.05.2004, 11:37
Liebe Nicole
es tut mir so leid, da fehlen mir die Worte. Mein herzliches Beileid und für die nächsten Tage viel, viel Kraft. Schön war es, dass Du ihre Hand halten konntest und bei ihr warst. Das hat ihre Reise sicher erleichtert. So weh es tut, die Erlösung der Schmerzen für Deine Mum ist sicher das Beste.

@PTBabe, wünsche Dir eine kurze Reise. Schön dass es klappt und Du heute bei Deiner Mum sein kannst. Das Versprechen für Deinen Wonneproppen war sicher sehr schwer für Dich, aber Du wirst froh sein endlich bei Deiner Mam zu sein. Ich denke an euch.

Meine Mum hat sehr Schmerzen, manchmal weiss ich einfach nicht mehr weiter. Solange es geht darf sie zu Hause bleiben was für sie sehr viel bedeutet. Hoffe, dass wir diese Schmerzattacken endlich in den Griff bekommen und sie ruhiger werden kann. Es ist schon verdammt schlimm, das mitanschauen zu müssen und einfach nicht helfen zu können. So, mache mich auf den Sprung, denn mein Vater verkraftet es nicht alleine mit ihr zu sein.

Liebe Grüsse Gaby

02.05.2004, 12:43
Liebe Nicole,
mein herzliches Beileid zum Tod Deiner Mutter. Es ist traurig, daß sie keine Chance mehr hatte. Daß Ihr sie auf Ihrem Weg begleitet habt und Du ihr die Hand gehalten hast, hat ihr ganz bestimmt geholfen. Ich wünsche Dir, daß es auch für Dich eine tröstliche Erinnerung bleibt. Außerdem wünsche ich Dir Kraft für die kommende Zeit und daß der Schmerz über den Verlust Deiner Ma auch wieder Raum läßt für die schönen Erinnerungen an die gemeinsame Zeit. In Deinen Gedanken wird sie weiterleben können, sie wird Dir vielleicht über die Schulter schauen; und bei Deinen Entscheidungen wirst Du daran denken, was sie Dir mit auf den Weg gegeben hat.

Liebe Grüße
Claudia F.

PTBabe
03.05.2004, 11:43
Kurze Grüsse, diesmal aus Deutschland!

Endlich bei meiner Mum zu sein, ist genauso schön und genauso schrecklich, wie ich es mir vorgestellt habe.
(Habe bei ihr im Zimmer nun Quartier bezogen, die Schwestern hier sind alle auffallend freundlich zu mir, zu auffallend!)

Bis bald mal wieder
PTBabe

03.05.2004, 13:54
Liebe Nicole,

es tut mir sehr leid für Dich. Ich weiß nicht viel zu sagen. Es ist schön, dass ihr bei ihr sein konntet, als sie gegangen ist. Ich wünsche Dir ganz viel Kaft für die nächste Zeit.

Liebe Grüße
Katharina

03.05.2004, 19:31
Hallo,

es ist alles furchtbar, so sehr man Ihr auch Ihre Ruhe gönnt, so sehr fehlt sie mir auch. Ich weiß das sie nun keine schmerzen hat aber ich vermisse sie so.

Sie wurde aufgebahrt, damit ihr Bruder der es nicht mehr geschafft hat von ihr abschied nehmen kann. Ich bin auch reingegangen. Obwohl ich bis zur letzten sekunde und letzten atemzug bei ihr war hab ich mich so erschrocken. ich war richtig fertig. Ich höätte es nicht tun sollen. Sie sah ganz anders aus.
Das war nicht meine mutter.

Liebe PTBabe

ich freu mich mit Dir das Du bei Ihr sein kannst und hoffe das auch Du bis zur letzten sekunde bei ihr sein kannst. es ist sehr schön wenn auch schwer loszulassen. Aber ein schönes gefühl dabei gewesen zu sein.

Ganz viel Kratf schick ich Dir. Wo bist Du denn in Deutschland?

Nicole

PTBabe
04.05.2004, 16:59
Hallo Nicole,

ich bin im Stuttgarter Raum.
Erinnere dich an die schönen Zeiten mit deiner Mutter und behalte sie so in Erinnerung!
Viel Kraft für den Donnerstag!

Meine Mutter bekommt nun seit heute früh Morphin gespritzt und spürt nun hoffentlich keine Schmerzen mehr. Es war schön, ihre Hand zu halten, ich werde auch gleich wieder zurück rennen ins Krankenhaus um weiter bei ihr zu sein, zu Bewusstsein wird sie aber wohl nicht mehr kommen. Heute früh hat sie nach ihrer Mama und nach ihrer Oma gerufen, danach meinte sie dass sie ein Licht sieht.... ich hoffe sie wird bald erlöst.

Wir werden wohl keine Aufbahrung und Erdbestattung machen wollen, sie ist leider zu entsetzlich enstellt. Obendrein haben vor 2 Stunden auch noch die Nieren versagt und sie quellt nun auf, ich hoffe es geht schnell.
Heute habe ich zum ersten Mal Angst, mit ihr nachts alleine zu sein!

Grüsse
PTBabe

04.05.2004, 23:36
Hallo PTBabe,nehm dich mal ganz fest in den Arm und drück dich.Meiner Mutter gehts es den Umständen entsprechend gut.Ich wünsch dir viel Kraft.Lieben Gruss Mechthild3

PTBabe
06.05.2004, 00:56
Meine Mutter ist am 05.05 um 03:58 verstorben, es war schön dass ich bei ihr sein konnte um ihr beim loslassen zu helfen.

PTBabe

06.05.2004, 01:44
Hallo PTBabe,
herzliches Beileid. Gut dass Du es noch geschafft hast dabeizusein. Habe so oft an Euch gedacht, schon am Anfang Deines Schreibens, wie man Dir und den Kindern evtl. helfen koennte. (Wohne auch im Ausland und habe Kinder die wiederum in einem anderen Land wohnen, schon deshalb). War so froh zu lesen dass Du geflogen bist. Wünsche Dir viel Kraft und Stärke für die nächste Zeit. Deine Mutter wird immer bei Dir sein. Sie hat es bestimmt gespürt dass Du da warst. Sie ist bestimmt ganz stolz auf Dich und dankbar für Deine Liebe.
Alles Gute für Dich und Deine Kinder. Liebe Grüsse - Ute-c

Jutta
06.05.2004, 06:26
PTBabe,

Mein aufrichtiges Beileid für Dich.
Ich bin froh für Dich, daß Du diese Zeit noch mit Deiner Mutter verbringen konntest, als hätte sie auf Dich gewartet.

ich wünsche Dir viel Kraft für die kommende Zeit.
Liebe Grüße

06.05.2004, 08:33
Liebe PTBabe,

ich glaube sie hat auf dich gewartet und konnte nun gehen. Mein Mitgefühl hast Du, ich weiß wie es ist. Auf der einen seite gönnt man ihr den frieden und endlich den schmerz loszuseoin und anders tut es weh sie verloren zu haben.

Ich wünsch Dir viel kraft für die nächsten Tage.


Heute steht bei uns die Beerdigung an, konnt kaum schlafen und bin ziemlich fertig. Wäre froh wenn ich es hinter mir hätte.

Lieben Gruß und drück Dich
Nicole

06.05.2004, 13:49
Liebe PTBabe
es tut mir sooo leid. Weiss gar nicht was ich Dir sagen soll. Sicher hat Deine Mam auf Dich gewartet und konnte anschliessend in Ruhe gehen. Es ist so schlimm und schwer zu verstehen. Wünsche Dir alle Kraft für die kommenden Tage.

Liebe Nicole
Denke den ganzen Tag an Dich und dass Du es schaffst, diesen Tag hinter Dich zu bringen. Auch Dir alles Liebe und viel Kraft.

Gestern musste ich meine Mam ins KH bringen. Es wäre unverantwortlich gewesen sie alleine zu Hause zu lassen. Heute hatte ich mit dem Oberarzt ein Tel.Gespräch. Sie bekommt seit gestern Nacht Morphium gespritzt, damit die Schmerzen einigermassen erträglich werden. Meine Mam weiss genau um ihren Zustand und hat sich nochmals gewünscht, dass sie eine Bluttransfusion erhält, damit sie noch ein letztes Mal nach Hause kann. Der Arzt weiss auch nicht wie lange es noch gehen wird ist aber überzeugt, dass der Darm nicht mehr lange durchhält. Auch dass der Tumor in den letzten Tage massiv gewachsen ist! Bin mit den Nerven ziemlich unten und weiss nicht mehr wie ich mich verhalten soll. Auch mein Vater wird damit fast nicht fertig und kann überhaupt damit nicht umgehen! Dann lässt er mich mit ihr alleine und ich bin doch selber am Anschlag. Ach es ist alles so sch.... Momentan habe ich meine Mam ja noch, aber was wird sein wenn sie nicht mehr ist??
Liebe Grüsse Gaby

06.05.2004, 15:11
Liebe PTBabe,

es tut mir sehr leid für Dich. Ich habe Deine Beiträge zum Teil mitverfolgt. Es ist schön, dass Du in den letzten Tagen noch bei Deiner Mutter sein konntest. Ich wünsche Dir für die nächste Zeit ganz viel Kraft und ich hoffe, dass Du spüren kannst, dass andere mit den Gedanken bei Dir sind.
Fühl Dich fest umarmt.
Liebe Grüße
Katharina

07.05.2004, 22:01
Hallo zusammen ... es ist wirklich beeindruckend, wie ihr euch gegenseitig Mut macht und Trost spendet. Bei meiner Mama bekamen wir die niederschmetternde Diagnose erst Anfang März d. J. Diese Woche hat die Chemo begonnen. Ihr geht es täglich schlechter. Und mir auch. Ich liebe meine Mutter über alles. Sie ist meine beste Freundin. Seit ich die Diagnose kenne, drehen sich meine Gedanken nur noch um ihren Tod. Jeder sagt mir, "warte ab", "sei nicht pessimistisch", "wird schon wieder" ... mein Bauch sagt mir aber etwas anderes. Und ich habe eine Scheiss-Angst ...

Eva-KK
08.05.2004, 00:30
Liebe PTBabe,

ich weine mit Dir!

Eva

PTBabe
10.05.2004, 00:27
Es tut so gut, euren Zuspruch hier zu lesen! DAnke!
Mir geht es oberflächlich erstaunlich gut weil ich noch gar keine Zeit zum Nachdenken oder Weiterheulen hatte... zu viele Termine, Friedhof, Erbe, Haus, Bank, Auto, Notar, Verwandte - alles im Eiltempo (Heimweh nach Portugal)!
Ich werde meiner Mutter ihre Katze vielleicht mit zu mir nach Portugal nehmen - dass wird eine grosse Umstellung für die schon etwas ältere Katzendame - aber besser als weiter alleine im Hause zu verweilen!
Am Dienstag ist die Trauerfeier (bei geschlossenem Sarg), da wird bei mir wahrscheinlich wieder alles aufgewühlt werden, von unten nach oben bis zum Kopfstand quer - hoffentlich überstehe ich dies so einigermassen...
Ich habe Sehnsucht nach meinen Kids, wir haben täglich nur ein paar Minuten Telefon :-(

Nicole,
wie geht es Dir?
Ich hoffe du hast letztem Donnerstag gut überstanden. Vielleicht sollten wir uns demnächst im Forum für Hinterbliebene austauschen? Auf jeden Fall wünsche ich Dir viel Kraft für die nächsten Wochen!

Gruss
PTBabe

10.05.2004, 01:45
Hallo PTBabe,
denke an Dich, besonders am Dienstag. Viel Kraft und Stärke für Dich und alles Liebe für Deine Kids.
LG - Ute-c

10.05.2004, 09:01
Liebe PtBabe,

ich hab auch gemerkt wieviel Bürkram und erledigungen zu machen sind, obwohl es ja noch ihren Mann gibt, aber der war total überfordert.
Die Beerdigumg hab ich soweit ganz gut überstanden. war noch mal ein harter Tag. Wir haben alle Luftballons steigen lassen an ihrem Grab, das war sehr schön und ich glaube auch sie hätte es schön gefunden.
Am freitag sind mein Mann und ich mit unserer Tochter nach Günzburg ins Legoland gefahren mit zwei Übernachtungen. Das war schon seit Monaten gebucht und meine Familie und der Mann meiner Mutter haben darauf bestanmden das wir fahren.
es tat gut, nach der schweren zeit mal abzuschalten. Obwohl es nicht wirklich gelungen ist.
Die Gedanken wandern in einer Tour zu den letzten zwei Wochen.
Auch der gestrige Muttertag tat ganz schön weh....

Wird noch so manches mal schwer werden.

Ich wünsch Di ganz viel Kraft für morgen, und werde an Dich denken.

Nicole

11.05.2004, 08:31
Liebe Nicole, Liebe PTBabe,
habe die ganze Zeit eure Beiträge verfolgt. Es schmerzt sehr mitzuverfolgen wie es langsam bergab geht. Bei mir selber kommt es alles wieder zum vorschein. Diese Aussichtslosigkeit, Hilflosigkeit und vor allen dieser unendliche Schmerz einen geliebten Menschen verloren zu haben.
Mein tiefstes Beileid an Euch beiden starken Frauen. Es ist schön das Ihr bei Euren Müttern ward, als sie in eine bessere Welt eintauchten. Sie werden es Euch irgendwann danken. Ich glaube fest daran das man sich irgendwann wiedersieht.
Ich wünsche Euch beiden viel, viel Kraft für die bevorstehende schwere Zeit. Ich kann Euch nur sagen der Schmerz wird anders, man lernt damit umzugehen - allerdings wird er nie vergehen......

Seid beide ganz lieb umarmt
Nancy

14.05.2004, 16:22
Hallo
Nach hartem kämpfen konnte meine Mam gestern Nacht gehen. Es war sehr schmerzhaft und doch war ich froh in diesen Stunden an ihrer Seite sein zu dürfen. Auch bin ich froh, dass sie nicht mehr leiden muss. Trotzdem tut es unheimlich weh :-(
Liebe Grüsse
Gaby

14.05.2004, 17:41
Hallo Gaby,
herzliches Beileid beim Heimgang Deiner Mam.
Wünsche Euch nochmals einen großen Schub Kraft und Stärke für die nächste Zeit.
Liebe Grüsse - Ute-c

25.05.2004, 22:57
Hallo BTBabe,
hoffe dass Alles wieder einigermassen normal bei Euch ist. Denke oft an Dich und Deine Kids.
Die werden sich bestimmt sehr gefreut haben, dass Du wieder zurück bist. Hoffe dass Du alle Angelegenheit in der kurzen Zeit regeln konntest. Kann mir vorstellen, dass es nicht so einfach ist. Wünsche Dir und Deiner Familie das Beste.
Lass mal wieder etwas von Dir hoeren, wenn Du kannst oder willst.
Mache mir sonst Gedanken. Grad mal "piep" wenn's geht.
Liebe Grüsse
Ute-c

11.06.2004, 16:17
Halo BTBabe !

Meine Hochachtung ! Du bist ein wunderbarer Mensch, und Deine Mum hat das gewußt !
Sie wird immer bei Dir sein, denn Du bist ja ein Teil von ihr, und ihr hattet Euch sehr lieb.

Ich wünsche Dir viel Kraft und Gottes Segen aus allen Deinen Wegen.
Wo bist Du in Portugal ?
Wir haben ein Haus auf den Azoren, Pico.
Es ist schön da, und wenn Du auf´s Meer schaust, diese Sonne, die Brise und die "Musik" der Wellen - merkst auch sicher DU, das GOTT da ist, für Dich und für Deine Mum !
Gott liebt uns !

Moni

doris hobza
13.06.2004, 14:15
HAllo Nicol
ich verstehe dich ich bin momentan auch in dieser situation meine mutter hat hirnmetastasen und der arzt sagt auch nur noch ein paar monate meine mutter ist das heiligste was es in meinem leben gibt ich weiß auch nicht mehr ein noch aus allerdings hat sie gott sei dank noch keine schmerzen ich glaub es hilft im moment nur noch eines für sie da zu sein jede minute versuchen bei ihr zu sein so schwer es auch ist du mußt ihr die stärke geben die sie selber nicht mehr hat auch wenn es sehr sehr schwer fällt und sehr weh tut
liebe güße doris

doris hobza
13.06.2004, 14:38
sorry nicol ich habe eine artikel gelesen vom april
deshalb mein schreiben ich habe erst dann gelesen das sie gegangen ist es tut mir so leid für dich es tut mir richtig weh obwohl ich weder dich noch deine mum kenne ich hoffe du wirst alles gut überstehen wünsche dir viel kraft
doris

15.06.2004, 20:41
Hallo nicole!
Ich konnte deine beitrag nicht richtig lesen ich bin den tränen nah.
Meine Mutter ist am 16 august 2000 an Brustkrebs operiert worden .sie hat 4 Jahre gekämpft ich habe sie seid dezember bei mir gehabt.Sie ist am 22 April gestorben und ich finde mich immer noch nicht zurecht ich denke immer an die letzten tage und frage mich immer nur wo ist sie jetzt ,was tut sie nun warum sie . Sie war auch erst 57 jahre und immer so lebenslustig.Tut mir leid wenn ich dich wieder runterziehe ,aber ich weiß nicht wohin mit meiner trauer und wie ich damit fertig werde vielleicht wenn andere genauso leiden das man sich gegenseitig helfen kann. wenn es dich aufregt vergesse einfach was ich geschrieben habe Liebe Grüße chocco

21.06.2004, 13:08
Hallo ihr Lieben,

hier kommt ein "Piep" Lebenszeichen aus Portugal (für Ute), dicke dicke Umarmungen für Nicole und Gaby, einen Schub Kraft für Doris und liebe Grüsse und viel Kraft an alle anderen lieben Menschen hier.

Es ist erst 6 Wochen her seitdem Mum gegangen ist, aber dieser grosse Abstand - eben diese 3.000 km Entfernung die mich in den letzten Jahren und vor allem in den letzten Monaten zu sehr oft beinahe um den Verstand gebracht haben - helfen mir im Moment, mich auf das zu konzentrieren, was jetzt wichtig sein sollte: meine selbstständige Tätigkeit und meine Kids (die übrigens beide meine Abwesenheit letzten Monat wunderbar überstanden haben). Wäre ich in Deutschland würde diese Kunst des Verdrängens wohl nicht so einfach klappen!

Meine Schultern sind etwas leichter, da ich mir nicht mehr Tag und Nacht Sorgen machen muss oder vor dem nächsten Telefonat Bammel habe: das Leiden meiner Mum hat endlich ein Ende gefunden.

Ich sollte mich nebenher nun auch mal dran machen, weiterhin die Erbangelegenheiten in Deutschland zu regeln aber manchmal stelle ich mir vor, ich fliege nach Deutschland, klopfe an Mum´s Haustür und sie öffnet strahlend und fragt mich, ob ich lieber Pfannekuchen oder Kartoffelpuffer essen möchte!!!

Monika: ich habe die letzten Wochenenden so oft wie möglich mit den Kids am Strand verbracht (Energie tanken!) - und ja, meine Mum hat den Strand und die Sonne genausosehr geliebt wie wir - und Wellen sind so wunderbar beruhigende Töne... Nun denke ich eben, dass sie zusieht und sich freut, dass wir es uns gut gehen lassen.
(Leider sieht sie nun wahrscheinlich ebenso, wenn es mir nicht so sehr gut geht, :-( mhhh!)

Mum´s Katzendame geht es hier prima, mittlererweile ist sie das einzigste Haushaltsmitglied hier in Portugal mit dem ich Deutsch spreche - schon komisch - so irgendwie ein Teil meiner Mum, schliesslich hat die Katzendame die letzten 10 oder 11 Jahre mit ihr verbracht. Nun trösten wir uns eben gegenseitig wenn wir beide sie zu sehr vermissen .....

Nun, das grosse Elend wird schon noch mal kommen, muss im Sommer nochmal nach Deutschland, mein Klavier holen und das Haus leerräumen und verkaufen ...... also sozusagen auch meine "Zelte" in Deutschland endgültig abbrechen, danach werde ich mich hoffentlich endgültig auf mein Leben in Portugal konzentrieren können.

Nun schick ich euch allen ein paar Sonnenstrahlen zusammen mit einer grossen Portion Hoffnung für all die Töchter, die bangen und ihren kranken Müttern zur Seite stehen, Kraft für alle Hinterbliebenen, deren Lieben nun nicht mehr Leiden müssen und viel viel Licht für all jene, die den Lebensabschnitt mit uns beendet haben und nun neue Wege gehen ....

Grüsse aus Portugal
PTBabe

22.06.2004, 09:05
Hallo PtBabe,

es ist schön was von Dir zu lesen. ich hab schon immer mal geschaut ob Du Dich mal wieder meldest. Obwohl es mir schwer fällt hier her zugehen.

Ich hab immer gedacht mit der zeit wirds leichter. Aber genau das Gegenteil tritt ein.
Sie fehlt mir so sehr das ich schon wieder fast jeden Tag weine.
Wir haben jeden Tag telefoniert. Ich hab ihr immer alles erzählt. Plötzlich ist da nichts mehr. Leere!!
Ich würd ihr so gern erzählen das ich die Pille wieder abgesetzt habe weil wir unser 2.Kind planen, oder das es auf der Arbeit die ich kurz vor ihrem Tod angefangen habe super ist...Das unser Bad fertig renoviert ist, sie sollte sich ads anschauen. Das die Blume im Garten, die sie mir geschenkt hat, nun doch noch schön anwächst...
Die Fortschritte meiner Tochter, nichts kann ich ihr mehr sagen...
Ich fühl mich so allein.
es tut so weh das sie so früh gegangen ist das sie gern noch bei uns gewesen wäre.


An alle anderen Töchter hier, die das gleiche durchmachen oder durchmachen mußten.
Ich wünsche Euch alle Kraft der Welt und seid bei Eurer Mutter wenn ihr es könnt, ich drücke Euch ganz tüchtig.

Nicole

22.06.2004, 09:29
Hallo PTBabe, hallo Nicole,

auch ich habe eure beiden Geschichten hier verfolgt und schicke euch mein vom Herzen kommendes Beileid.
Ihr seid soooo stark und das ist gut so!
Seid stark für die anderen Angehörigen, die, genau wie ihr, noch hier auf dieser Welt seid und noch hier bleiben sollt und wollt. Wir alle machen diese Welt doch lebenswert!

Ich muss den Weg noch gehen, den ihr schon gegangen seid.
Meine mum baut zur Zeit immer mehr ab. Es tut so weh, sie so "gehen" zu sehen und ihr nicht helfen zu können.
Man weiß nicht, dauert es noch 2 Wochen, dauert es noch 2 Monate oder 1 Jahr.
Zwischendurch geht es ihr mal besser und dann wieder schlechter.
Jede Chemoapplikation tut ihre Sache dazu.
Es bleibt einem nur, ihr Kraft zu geben. Jeden Tag auf's neue. Solange wie es eben noch dauert.
Und dann selber wieder Kraft finden. Die Gedanken "danach" wieder auf's eigene Leben, auf's eigene Umfeld zu konzentrieren.
Jeder darf immer wieder ein Tief haben und dieses auch voll und ganz "auskosten".
Aber das Hauptaugenmerk SOLLTE auf dem eigenen Leben liegen. Denn das geht weiter. Und soll SCHÖN weitergehen. Nicht in ewiger und tiefer Trauer.
Schafft man es vielleicht irgendwann nur die POSITIVEN Erinnerungen an die über alles geliebte Mutter im Kopf aufzubewahren? Nur diese wieder hochzuholen?

Ich wünsche allen Töchtern mit diesem Schicksal viel, viel Kraft und immer eine ordentliche Portion Sonne im Herzen (irgendwo müssen die ganzen Sonnenstrahlen doch sein, jetzt zum Sommeranfang. In den Herzen sind sie gut aufgehoben!)

In Gedanken sind wir beieinander. DAS macht stark!

Liebe Grüße

Dani A.

10.07.2004, 08:24
hallo!

ich habe gestern erfahren das meine mum (44) es nicht schaffen wird. sie hatte letzte woche noch ihre brustop (brustabnahme nach immflamatorischem krebs) und vorgestern haben wir uns noch über die überstandene op gefreut und neue hoffnung geschöpft, jetzt die nachricht das die leber und die wirbelsäule befallen seien und sie heute nach hause kommt weil man nichts mehr tun kann. ich sitze seit gestern nachmittag wie versteinert da und weine. ich hab kaum ein auge zubekommen die nacht. ich weiss nicht wie es weitergehen soll....ich hab solche angst. ich weiss nicht wie ich ihr heute gegenüber treten soll...mein kopf ist soo voll mit dingen ... aber auch sooo leer. ich weiss das ich es nicht verkraften werde...

10.07.2004, 08:48
Liebe Melli,
auch wenn es sich abgedroschen anhört: Du wirst es schaffen! Kannst du für deine Mutter dasein, ich meine zeitlich ? Wenn du einfach nur da bist hast du schon soviel für deine Mutter getan.. Erzähl doch ein bisschen von euch, hier hören dir soviele Menschen zu und können dir viele Ratschläge aus eigener Erfahrung geben.
Bis dahin viel Kraft,
Claudia

10.07.2004, 09:06
hallo claudia,

ich weiss das ich es "schaffen" werde...nur wie? ich hab solche angst! ich werde bei ihr sein. ich werde mit meinem chef reden und ihm alles erklären.
die gedanken daran das ich vor 4 wochen noch ihren 44 geburtstag mit allen zusammen gefeiert habe und das ihr letzter war, das wir weihnachten nicht mehr
zusammen sein können und ich mit papa allein da stehe, das meine eltern seitdem sie 16 sind zusammen sind und seit 26 jahren glücklich verheiratet sind und das jetzt alles vorbei sein soll...bringen mich um den verstand. ich kann nicht mehr klar denken...nur noch weinen. ich weiss ich muss stark sein für sie, ich muss bei ihr sein. nur ich weiss nicht was ich sagen oder tun soll. alles geht so schnell. sie sieht so krank aus. sie hat keine haare mehr, dank der 4 chemos, sie ist sehr dünn geworden, und sie sieht alt aus. ich will sie so nicht sehen!! auf meinem 25ten geb. am 30ten märz war die welt noch in ordnung. und jetzt? ich hab solche angst vor der zukunft, ich hab angst sie leiden zu sehen, ich hab angst sie gehen zu lassen und ich hab angst vor dem leben ohne sie. es kommt mir alles zu unreal vor. immer wieder muss ich mir bewusst machen das es echt ist und das alles bald zuende ist. heute mittag fahren mein freund und ich zu ihr. ich weiss nicht was ich sagen soll oder wie ich mich verhalten soll. mein vater sagt ich solle erstmal ganz normal sein. WIE DENN`??? er hat mir gesagt das die ärzte ihm das so gesagt haben wie es um sie steht und das sie nicht sagen können wie lange es dauert. ein paar wochen vielleicht meinte der dr. nur ihr haben sie es lt. meinem vater "durch die blume" gesagt.....was das bedeutet weiss ich nicht. weiss sie es? weiss sie nur die hälfte? was soll ich nur tun?? ich bin vor 1nem jahr erst von zuhause ausgezogen und wir sind oft zusammen losgefahren um dinge für die wohnung zu kaufen. vor 2 monaten ca. sind wir noch zusammen blumen für meinen balkon kaufen fahren. wir haben darüber geredet das wir weihnachten alle wieder zusammen sitzen und bis dahin alles wieder ok sei. sie hat sich auf die kur gefreut die in der nächsten zeit anstehen sollte und sie hat sich so gefreut das mein paps mitfährt. und jetzt soll alles vorbei sein? jetzt soll mein leben mit meiner mutter auf ein paar tage oder wochen begrenzt sein? ich glaub ich pack das nicht. ich kann nicht mehr....der weg ist so hart. für was werden wir so bestraft??? ich verfluche dieses leben!!

10.07.2004, 16:25
Liebe Melli!
Fühle Dich erst mal ganz feste von mir gedrückt. Ich weiß, dass diese Situation einfach hilflos und wütend macht. Wie Du das schaffen wirst? Schritt für Schritt - so blöd es sich anhört. Das Wichtigste in dieser Zeit ist, dass Du danach handelst, was Dein Gefühl im Bauch Dir rät. Liegen Dir Fragen auf der Seele, die Du Deiner Mutter stellen willst? Willst Du ihr einfach sagen, dass Du sie lieb hast? Willst Du sie in den Arm nehmen? Und natürlich kannst Du ihr auch sagen, dass Du Angst hast, sie zu verlieren. Aber sage ihr auch, wie Du die Jahre mit ihr erlebt hast.
Vertraue auf Dein Bauchgefühl und folge ihm. Der Weg ist verdammt hart und die Zeit, die vor Dir liegt wird wirklich schlimm (warum sollte ich lügen?). Die einzige Person, für die Du stark sein mußt, bist Du selbst - nur so kannst Du Deiner Mutter helfen. So altbacken, wie sich das jetzt anhören mag, aber jetzt ist die Zeit, Ihr so beizustehen, wie sie es für Dich getan hat - schöpfe aus der schönen Zeit die Kraft, um für sie da zu sein. Und - so schmerzhaft es für Dich ist und sein wird - lasse sie los, wenn sie gehen muß.
Quäle Dich aber nicht mit dem Gedanken, dass ihr für irgendetwas bestraft werdet.

liebe grüsse
tini

PTBabe
11.07.2004, 18:58
Hallo Melli,

eine dicke Umarmung für Dich!
Auch wenn es abgedroschen klingt, Tini hat ja SO SO recht!
Mein grösstes Problem war Zeit zu haben + der grosse räumliche Abstand zwischen Portugal und Deutschland. Wenn die Welt kopf steht und Du es irgendwie einrichten kannst, ZEIT zu haben (unbezahlter Urlaub, räumlich Nähe,...) tue es! Verbringe diese Tage/Wochen/Monate so oft wie möglich zusammen mit Deiner Mum! Keiner weiss, wieviel Zeit euch noch bleibt, Deine Mum wird mit Siherheit ein grösseres Mitteilungsbedürfniss verspüren. Höre zu!
Sei da!
Alles andere wird sich von selbst ergeben wenn Du auf dein "Inneres Ohr" hörst! Trau Dich und sei stark - Du wirst es schaffen bei ihr zu sein und Du wirst es nie bereuen - im Moment brauchst Du viel Kraft dazu (hier noch eine Tonne von dem "Zeugs"
für Dich), später kannst Du davon zehren und wirst stark geworden sein.
Wir können in fordernden Situationen über unsere eigenen Kräfte hinauswachsen - wir wissen es nur nicht bis wir mitten drinstecken und einfach "müssen" - wo ein Wille ist ist auch ein Weg!

Herzliche Umamrmungen und viel viel Kraft
PTBabe

12.07.2004, 00:33
Hallo Melli,ich stimme den anderen zu,versuche soviel Zeit wie es geht mit ihr zuverbringen.Meine Mutter ist fast 6 wochen tot,immer wieder durchlebe ich die letzten Tage mit ihr.Du schaffst es,glaube mir.Einen riesengrossen Eimer Kraft schicke ich Dir .Lieben Gruss M3

12.07.2004, 15:34
ich komme gerade aus dem kkh. das war das härteste was ich je gesehen hab. si eist kaum wiederzuerkennen und sie ist dadurch das die leber gift absondert so durcheinander, nicht da....ich hab sie in den arm genommen, ihr gesagt wie sehr ich sie liebe und sie gefragt ob sie das weiss, sie nickte. dann wollte sie ständig aufstehen, hat gesagt das sie nicht da liegen will, verwirrte dinge und dann das papa bei ihr bleiben soll. ich weiss nicht mehr wie die welt sich weiterdrehen soll...alles steht still, aber auch wieder läuft alles zu schnell an einem vorbei. ich kann nicht mehr klar denken, sie ist doch erst 44 !!!! am mittwoch haben wir noch vorm kkh in der sonne gesessen und über die gut verlaufenen brustabnahme gesprochen, über unwichtige dinge. denn es konnte ja keiner ahnen!!!! sie sieht so anders aus, so schrecklich. sie lag vorhin im bett und alle kamen nach und nach rein, haben sie in den arm genommen ihr dinge gesagt die einem auf dem herzen lagen. sie saß so teilnahmslos teilweise da, das man dachte es erreicht sie eh nicht. dann aber wieder hielt sie meine hand und ihr kinn zitterte. man merkt wie sie sich wehrt. sie will nicht schlafen und die ärzte haben ihr heute morgen extra ein mittel gegeben das sie schläft, diese dosis haben die mitlerweile 3x erhöht und sie kämpft noch immer gegen an zu schlafen....

ich bin so hilflos...so leer....ich weiss nicht wie lange ich das noch aushalten kann.

12.07.2004, 15:34
ich komme gerade aus dem kkh. das war das härteste was ich je gesehen hab. si eist kaum wiederzuerkennen und sie ist dadurch das die leber gift absondert so durcheinander, nicht da....ich hab sie in den arm genommen, ihr gesagt wie sehr ich sie liebe und sie gefragt ob sie das weiss, sie nickte. dann wollte sie ständig aufstehen, hat gesagt das sie nicht da liegen will, verwirrte dinge und dann das papa bei ihr bleiben soll. ich weiss nicht mehr wie die welt sich weiterdrehen soll...alles steht still, aber auch wieder läuft alles zu schnell an einem vorbei. ich kann nicht mehr klar denken, sie ist doch erst 44 !!!! am mittwoch haben wir noch vorm kkh in der sonne gesessen und über die gut verlaufenen brustabnahme gesprochen, über unwichtige dinge. denn es konnte ja keiner ahnen!!!! sie sieht so anders aus, so schrecklich. sie lag vorhin im bett und alle kamen nach und nach rein, haben sie in den arm genommen ihr dinge gesagt die einem auf dem herzen lagen. sie saß so teilnahmslos teilweise da, das man dachte es erreicht sie eh nicht. dann aber wieder hielt sie meine hand und ihr kinn zitterte. man merkt wie sie sich wehrt. sie will nicht schlafen und die ärzte haben ihr heute morgen extra ein mittel gegeben das sie schläft, diese dosis haben die mitlerweile 3x erhöht und sie kämpft noch immer gegen an zu schlafen....

ich bin so hilflos...so leer....ich weiss nicht wie lange ich das noch aushalten kann.

12.07.2004, 15:34
ich komme gerade aus dem kkh. das war das härteste was ich je gesehen hab. si eist kaum wiederzuerkennen und sie ist dadurch das die leber gift absondert so durcheinander, nicht da....ich hab sie in den arm genommen, ihr gesagt wie sehr ich sie liebe und sie gefragt ob sie das weiss, sie nickte. dann wollte sie ständig aufstehen, hat gesagt das sie nicht da liegen will, verwirrte dinge und dann das papa bei ihr bleiben soll. ich weiss nicht mehr wie die welt sich weiterdrehen soll...alles steht still, aber auch wieder läuft alles zu schnell an einem vorbei. ich kann nicht mehr klar denken, sie ist doch erst 44 !!!! am mittwoch haben wir noch vorm kkh in der sonne gesessen und über die gut verlaufenen brustabnahme gesprochen, über unwichtige dinge. denn es konnte ja keiner ahnen!!!! sie sieht so anders aus, so schrecklich. sie lag vorhin im bett und alle kamen nach und nach rein, haben sie in den arm genommen ihr dinge gesagt die einem auf dem herzen lagen. sie saß so teilnahmslos teilweise da, das man dachte es erreicht sie eh nicht. dann aber wieder hielt sie meine hand und ihr kinn zitterte. man merkt wie sie sich wehrt. sie will nicht schlafen und die ärzte haben ihr heute morgen extra ein mittel gegeben das sie schläft, diese dosis haben die mitlerweile 3x erhöht und sie kämpft noch immer gegen an zu schlafen....

ich bin so hilflos...so leer....ich weiss nicht wie lange ich das noch aushalten kann.

12.07.2004, 15:53
Liebe Melli,
ich weiss gar nicht, was ich dir sagen soll.
Es ist so unglaublich und so furchtbar, dass alles so schnell geht...
Ich wünsche Dir ganz viel Kraft, alles zu überstehen.

12.07.2004, 17:24
Liebe Melli,
ich bin in Gedanken bei Dir und ich wünsche Dir alle Kraft der Welt für diese Zeit.
Suche Dir eine schöne Erinnerung an Deine Mutter und versuche Dich daran aufzubauen, die Kraft, das alles durchzuhalten, wird sich in Dir von selbst moblilisieren. Mir ist es so gegangen - die schlimmste Zeit war immer, als ich den Raum verlassen habe und sie nicht mehr sehen konnte. So schwer es auch fällt - bereite Dich darauf vor, Deine Mutter loszulassen und sage es ihr. Natürlich brauchst Du Deine Mum, aber es geht dabei nicht darum Angst und Trauer zu verdrängen, sondern Ihr zu zeigen, dass sie Dich in den Jahren, in denen ihr miteinander gelebt habt, auf den richtigen Weg gebracht hat. Gib Deiner Mutter das Gefühl, dass Du ihre Liebe weiterträgst. Ich habe es getan und es war unglaublich schwer - aber ich liebe sie.

tini

12.07.2004, 17:41
Liebe Melli
Ich schicke dir mein ganze Mitgefühl. Du kannst das noch so lange aushalten, wie deine Mutter dich braucht!! Ich weiss, dass man die Kraft dazu hat. Tini hat Recht, du solltest ihr sagen, dass sie gehen darf. Bedenke, dort wo sie hingeht, geht es ihr besser. Davon bin ich ganz fest überzeugt!!
Ich wünsche dir alles Liebe Barbara

12.07.2004, 21:38
Melli,
ich weiß, dass das die schwierigste Situation in Deinem Leben ist. Deswegen nehme Deinen gesamten Mut zusammen und gebe sie frei - natürlich wirst Du mit Deiner Angst, Deiner Trauer zurück bleiben, aber es wird Dir auch helfen, nicht daran zu verzweifeln.

Liebe Barbara, seit meine Mutter vor ein paar Wochen in meinen Armen "gegangen" ist, weiß ich, dass es ein "drüben" gibt. Das ist eines der Dinge, die ich in dieser Nacht mit meiner Mutter erleben dürfte, jedenfalls ein wenig.

liebe grüsse
tini

13.07.2004, 08:33
Hallo Melli,

genau das was Du jetzt mitmachen mußt, hab ich mitgemacht. Exakt die gleiche Diagnose und diese Hilflosigkeit.
Meine mutter war auch erst 47 und es ging sehr schnell.

Das was Du jetzt schilderst, sie ist verwirrt und schwach und so, das hatte meine Mutter auch.
Bitte verbring die Zeit mit ihr, schlaf bei ihr wenn du kannst, ich hab es auch getan.
Geht den letzten weg zusammen, ich hab jetzt auch gemerkt wie wichtig mir das war, meine Mutter bis zum schluß zu begleiten.
Es tut weh, ja, es ist als würd was von Dir mitsterben.
Aber es ist nicht aufzuhalten.
Liebe Melli, falls Du magst, nicht jetzt, vielleicht irgendwann, kannst du mir schreiben.
Deine Geschcihte ist die meine.

Lieben Gruß und ganz viel kraft
Nicole

13.07.2004, 12:41
ich komme gerade aus dem kkh. sie sieht noch schlechter aus wie gestern. mein vater war die ganze nacht bei ihr und hat neben ihr geschlafen. er meint sie war die ganze nacht ganz ruhig. nur als ich ins zimmer kam, und man konnte mich fast nicht hören, hat sie die augen aufgemacht und wollte ab dem moment nicht mehr liegen, immer griff sie nach dem haken um sich !!selbstständig!! hochzuziehen. und dann hatte sie tränen in den augen als sie dort lag, mir kommt es so vor als wenn sie noch irgendetwas sagen will wenn ich da bin, das sie so unruhig wird weil sie weiss das ich da bin und sie dann noch etwas zu sagen hat, nur nix rausbekommt und wenn dann nur wirres zeug. ihr fallen immer die augen zu und sie wird ruhig, dann in der nächsten sekunde reisst sie die augen wieder auf und atmet tief durch und sucht nach unseren händen. ich habe meine oma (mamas mutter) zusammen mit ihr genau vor 2 jahren beim sterben begleitet. und als ich sie dort gestern so gesehen hab, sah sie genauso aus wie oma in ihren letzten stunden. so anders...so hilflos. sie kämpft so sehr dagegen an, das sieht, hört und fühlt man...und gerade DAS tut so weh. zu sehen wie sie hilflos dieser situation ausgeliefert ist und sich nicht wehren kann, geschweige denn was sagen kann. weiss jemand von euch wie das in diesem stadium ist? bekommt sie davon etwas mit? versteht sie alles? oder liegt ihre reaktion zum grössten teil an dem amoniak das die leber freigibt?

13.07.2004, 18:04
Hallo Melli!
Habe bis jetzt nur gelesen, Dir nie geschrieben.
Meine Mami ist jetzt seit 3 1/2 Monaten nicht mehr da und ich vermisse Sie sehr.
Meiner Mutter ging es genauso wie Deiner und auch Nicole´s.
Am Ende war sie so nervös, hat sich auchständig am Haken festgehalten, wollte nicht mehr liegen und endlich wieder aufstehen, obwohl sie es nicht mehr konnte. Sie war ganz anders. Ist ständig mit ihren Händen durchs Gesicht und durch ihre Haare gegangen, und hat immer von ihrer Kindheit erzählt. Auch so hilflos...
Du siehst die Angst in ihren Augen und kannst ihr nicht wirklich helfen.
Ich denke schon das sie alles mitbekommt, was um ihr rum vorgeht. Vielleicht aber auch in Trance, oder so!
Ich weiß genau, was Du durchmachst. Bin auch erst 26.
Sei für Sie da, wann immer Du kannst. Die Stunden kann man später nie mehr nachholen.
Ich wünsche Dir viel Kraft für die kommenden Tage.
Sternchen

15.07.2004, 01:31
es ist vorbei...
meine mum ist um kurz vor 23h eingeschlafen. mein vater war bei ihr.
der bevorstehende weg wird sehr schwer und hart für mich und meinen dad werden.
ich werde mich trotz allem noch hier blicken lassen...

ich wünsche euch und euren familien ganz ganz ganz viel kraft.
danke das ihr mir hier so oft geantwortet habt. das hat mir zum teil wirklich gut getan. danke!!!

viele grüsse und eine gute nacht!
melli

15.07.2004, 10:17
Liebe Melli,

es tut mir unendlich leid, das sich dieser wichtige Mensch aus deinem Leben verabschiedet hat.

Ich wünsche dir und deiner ganzen Familie viel Kraft für die nächsten Tage.

Wir sind alle in Gedanken bei dir und versuchen dir etwas von unserer Kraft abzugeben.

In Gedenken an alle, die das erleiden müssen liebe Grüße

Dani A.

15.07.2004, 15:48
Liebe Melli,
mein tiefes Mitgefühl auch von mir.
Deiner Mami geht´s jetzt bestimmt gut, da wo sie jetzt ist.
Viel Kraft in den kommenden Tagen.
Sternchen

15.07.2004, 15:59
Liebe Melli,es tut mir sehr leid,ich wünsche dir und deinen Angehöhrigen viel viel Kraft.Liebe Grüsse M3

15.07.2004, 17:38
Liebe Melli,
habe immer still mitgelesen und geweint-- drücke Dich-- und wünsche Dir Kraft !!! Bleibe uns erhalten schreibe wann immer Dir danach ist.
Elli

15.07.2004, 18:18
Liebe Melli,
ich wünsche Dir ganz viel Kraft für die anstrengenden Tage, die jetzt folgen werden und die ruhigeren Wochen, die sich ihnen anschließen werden.
Da, wo Deine Mutter jetzt ist, geht es ihr bestimmt gut, deswegen schenke ihr, neben den vielen Tränen, auch jeden Tag ein Lächeln - sie hat es verdient.

Bis bald.
tini

15.07.2004, 18:38
HAllo Melli
es tut mir so leid zu hören was passiert ist.
Sei aber auch dankbar, dass sie nicht mehr leiden muss.
Mein Schwiegervater befindet sich seit 8 Wochen in einer solchen Situation, und wir hoffen dass er es bald besser hat.
Dieses Leid ist wirklich unmenschlich.
Ichg drück dich ganz fest und wünsche dir alles Gute - ich bin sicher das schlimmste habt ihr hinter euch.
Irm

22.07.2004, 14:14
Hallo
ich wünsche erst mal möglichst viel Kraft. Ja ich bin in einer ähnlichen Situation. Bei mir ist es aber nicht die Mutter, sondern "nur" die Oma. Für mich ist das aber schon schwierig genug. Es ist fat nicht auszuhalten. Mein Oma ist jetzt auch nach Hause entlassen worden. Zum Serben... Sie wird von Tag zu Tag schwächer. och denkt sie, ihre Kraft komme schon wieder. Das wird nur nicht so sein, sagen die Ärzte. Heute Mittag kommt eie Hospiez Schwester zu meiner Oma. Mal sehen, was dabei herauskommt. Ich habe solche Angst um Oma. Ich finde es schrecklich. Wir, bei uns läuft alles trunter und trüber. Was kann ich noch tun????
Warte auch auf Antwort.
Celina

26.07.2004, 21:00
hallo Celina,ich habe jetzt erst deinen Eintrag gelesen.Das du Angst um deine Oma hast, das ist gut nachzuvollziehen.Das alles drunter und drüber läuft ist auch normal.Ich kann dir nur empfehlen,sei so oft wie möglich für sie da.Geniesse die Zeit mit ihr,sooft es geht.Lieben Gruss M3