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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Bauchfellkrebs mit Metastasen in der Lunge, Leber, Milz..


TraurigeWahrheit
10.01.2017, 09:58
Hallo,

ich bin neu hier, war bis jetzt immer eine stille Mitleserin, möchte nun selber einen Beitrag veröffentlichen.
Es geht um meine Tante. Vor 3 Jahren hatte sie Darmkrebs, es wurde damals alles operativ entfernt, danach lehnte sie eine Chemotherapie ab.
Im Juli 2016 ging es mit Bauchschmerzen los, die Ärzte vermuteten die Galle. Ihre Blutwerte waren allerdings so schlecht, dass sie nicht operieren konnten. Sie hielt sich mit Schmerztropfen über Wasser. Im November kam sie zum MRT und dann kam die traurige Wahrheit ans Tageslicht. Ich habe den Arztbericht gelesen:
-ausgedehnte Metastasen an der Leber, nicht mehr operierbar
-Metastasen an der Lunge, nicht mehr operierbar
-Metastasen an der Milz
-Bauchfellkrebs

Zum Teil sind die Metastasen 3 cm groß. Die Ärzte rieten ihr zu einer Chemotherapie, die sie ablehnte...
Inzwischen ist es so, dass sie nachts solche Schweißausbrüche hat uns sich zum Teil 2 mal umziehen muss, essen kann sie nur noch ganze leichte Kost. wollte an Weihnachten Rinderfilet essen, dass hat sie gar nicht mehr vertragen.... sie isst nur noch Schonkost. Hat auch entsprechend viel abgenommen, war schon immer sehr schlank und jetzt noch viel dünner..

Herzlichen Dank!

fluturi
10.01.2017, 22:02
Hallo traurige Wahrheit,

mein Vater hat auch Darmkrebs mit Bauchfellbefall. Eine Chemotherapie bewirkt bei Peritonealkarzinose leider oft wenig. Ich kann deine Tante insofern verstehen. Wie lange sie noch bei euch sein wird, kann keiner sagen. Wird sie von einem Palliativdienst betreut? Es gibt sehr kalorienreiche Drinks, die konnte sie probieren, um nicht noch mehr Gewicht zu verlieren. Mein Vater bekommt Astronautennahrung übers Blut.

Ich wünsche euch noch viel schmerzfreie Zeit.

Alles Liebe!

TraurigeWahrheit
11.01.2017, 07:16
Das mit deinem Papa tut mir auch unenlich leid. Wie lange ist diese Diagnose schon bekannt? Wie geht es deinem Papa momentan? Kann man ihm irgendwie noch helfen?
Meine Tante wird momentan von niemanden betreut. Das möchte sie auch gar nicht, sie möchte weder in ein Krankenhaus, noch von irgend jemanden betreut werden. Ich biete ihr permanend meine Hilfe ab, aber sie lehnt ab. Sie ist der Meinung noch alles selber erledigen zu können. Essen kann sie kaum noch etwas. Wiegt jetzt vielleicht noch 45 kg bei einer Größe von 1,65 m. Fleisch geht gar nicht mehr und Fisch in sehr kleinen Mengen. Sie ernährt sich hauptsächlich von Gemüse, aber davon nimmt man nichts zu.
Wie befindet sich dein Papa? Wird er betreut?

Alles Liebe und viel Kraft!

Chivas
11.01.2017, 14:25
Hallo,

bei meiner Mutter sieht die Prognose auch nicht gut aus. Sie ist vor 2,5 Jahren an einem Siegelringzellcarcinom im Dickdarm operiert worden. War Pt41.. Grading und alles Mist - R1 opperiert..

Dann hatte sie eine palliative Chemo bekommen, aber schon immer Bauchschmerzen. Diese wurden nun immer schlimmer, Montag ist sie ins Krankenhaus, herausgekommen ist sie heute.
Nach Ultraschall - CT und Röntgen wurde im Darm nichts gefunden, dafür aber in den Lymphbahnen, in beiden Lungenflügeln, großer Verdacht auf Bauchfellkrebs. Ausdruck des Arztes, der Krebs ist überall.
Im Becken und Leber wurde allerdings nichts gefunden.

Es geht ihr allerdings bis auf die Schmerzen noch recht gut. Aber richtig Hunger hat sie auch nicht mehr. Alleine schon durch die Sorgen denke ich.

Sie wird hier in einem kleineren Stadtkrankenhaus betreut, will hier aber nicht weg. Meine Mutter ist 74 geworden.
Eine Prognose wie lange hat man ihr nicht gegeben, besser ist das auch denke ich - Hoffnung trägt einen immer noch ein Stückchen weiter.

Sie bekommt zu ihrer normalen Chemo jetzt noch Oxoplatin hinzu, vielleicht um die Lungenmetas einzubremsen. Bin gespannt wie sie das vertragen wird.

Bin hier gerade auf der Suche nach diese Mittel, was den Appetit steigern soll und die Schmerzmittelaufnahme verbessert. Meine da gestern Abend was gelesen zu haben.

Meine Tochter ist gerade rüber zu Oma um sie auf andere Gedanken zu bringen. Die Zwei sind ein Herz und eine Seele und ich denke auch der Motor der meine Mutter noch voran treibt.

Allerdings sprach sie im Krankenhaus schon von: Ich wünschte es gäbe eine Pille - die könnte ich nehmen und alles wäre vorbei. Sie hat natürlich vor dem Leiden große große Angst.

fluturi
11.01.2017, 18:44
Mein Papa ist zuhause. Wir haben mehrmals am Tag den Palliativdienst da. Den Rest macht meine Mutter. Ehrlich gesagt geht es ihm nicht gut. Am 29.12.15 hat er die Diagnose bekommen. Inzwischen ist die Peritonealkarzinose so weit fortgeschritten, dass er mit einer offenen Bauchwunde zuhause liegt, weil der Darm nicht mehr genäht werden kann. Er wird künstlich ernährt. Aber er steht zwischendurch tatsächlich auf. Damit hatte bei Entlassung im Dezember keiner mehr gerechnet. Insofern hat er noch etwas Lebensqualität.

Ich wünsche deiner Tante alles Gute und dir auch ganz viel Kraft. Du tust, was du tun kannst. Alles andere liegt leider nicht in unserer Macht. Schwer zu akzeptieren.. ich kämpfe jeden Tag.

TraurigeWahrheit
12.01.2017, 07:42
Das ist alles so traurig und man kann nichts machen außer abwarten. Das schlimmste ist eigentlich für mich, dass man nicht mehr an sie ran kommt. Sie möchte keine Hilfe annehmen. Nun hat sie am Samstag Geburtstag und wird 76 Jahre alt. Wir wollten sie eigentlich besuchen aber das würde sie nur anstrengen. Ich denk es wird ihr letzter Geburtstag sein. Echt traurig.
Was ihr so geschrieben habt tut mir sehr leid. Das wird uns noch einiges an Kraft kosten. Ich hab auch schon abgenommen wegen der Sache.
Soll ich sie mal fragen, ob man sich wegen einem Hospiz informieren soll? Oder meint ihr, ich soll abwarten bis von ihr was kommt?

ennasus2016
12.01.2017, 08:24
Hallo Ihr Lieben,

Meinem Mann wurde vom Arzt für die Appetitlosigkeit Dronabinol verschrieben, hat ihm sehr gut bei der Chemo geholfen und neulich einer Freundin die mit Bauchspeicheldrüsenkrebs sogar damit 2 Tage vor ihrem Tod noch etwas gegessen hat damit.

Liebe Grüße und alles Gute ind vor allem viel Kraft Euch

Safra
12.01.2017, 10:45
Hallo,

@TraurigeWahrheit:
Soll ich sie mal fragen, ob man sich wegen einem Hospiz informieren soll? Oder meint ihr, ich soll abwarten bis von ihr was kommt?
Deine Tante wird sich nicht bis zum Schluss selber versorgen können. Ich weiß ja nun nicht, ob Ihr oder jemand anderes sie unterstützen kann. Davon abhängig kann man Pflegedienste/Palliativcare mit einbinden oder eben versuchen, einen Hospizplatz zu bekommen. Aber ich bin mir nicht sicher, ob es die in ausreichendem Maß gibt. Ich würde auf alle Fälle mal mit der Tante reden, wie sie sich das vorstellt. Dass sie sich nicht mehr belastenden Therapien unterziehen will, ist ihre Entscheidung, das sollte man akzeptieren.

Viele Grüße! Safra

TraurigeWahrheit
15.01.2017, 20:04
Danke für den Tipp mit dem Medikament. Ich werde ihr das vorschlagen. Wäre vielleicht ganz gut, damit sie wieder etwas Appetit bekommt. Sie hat sich nun einen Mixer gekauft und möchte selber Getränke damit zubereiten. Ihr Arzt meinte, Zucker wäre ganz schlecht, genauso Milch und dunkles Fleisch. Ich habe gestern auch mit ihrem Lebensgefährten gesprochen. Ihm geht es dadurch natürlich auch nicht so gut. Verständlich! Er meinte, vielleicht bleibt sie uns noch 2 Jahre erhalten.

Liebe Safra,
Ich werde meine Tante unterstützen soweit es in meiner Macht steht. Ihr Lebensgefährte ist zwar auch noch da allerdings schon 85 Jahre alt und wird sie nicht mehr so unterstützen können. Ich kann es auch nur bedingt, da ich eine Tochter habe, die in der ersten Klasse ist und meine Hilfe braucht. Außerdem geht ich arbeiten. Wir werden wahrscheinlich schon Hilfe von außen brauchen

TraurigeWahrheit
17.01.2017, 12:57
Danke für euren tollen Beiträge. Bin euch echt sehr dankbar darüber. Ich habe mit ihr gesprochen. Sie hält sich mit tropfen über Wasser gegen die schmerzen. Was das allerdings für tropfen sind kann ich nicht sagen. Sie meinte, sie musste die Kosten selber übernehmen, da der Arzt das nicht zahlen wollte. Momentan kommt sie gut damit zurecht und muss die tropfen 2 mal am Tag nehmen.

Sie möchte nichts einnehmen das den Appetit steigert. Sie hat sich nun einen Mixer gekauft und macht so Getränke selber... Essen kann sie ja nicht mehr alles und auch nicht mehr in großen Mengen....
Ich werde euch wieder berichten wenn es was neues gibt

TraurigeWahrheit
23.01.2017, 20:04
Hallo meine lieben,
Heute melde ich mich wieder. In den letzten Tagen ging es mir psychisch gar nicht so gut. Mir wurde erst jetzt so richtig bewusst was es heißt todkrank zu sein.
Heute hatte ich ein Telefonat mit meiner Tante. Sie ernährt sich hauptsächlich von Getränken die sie selbst mixt. Über ihr Gewicht brauchen wir uns allerdings nicht unterhalten. Sie hat wieder abgenommen und das wird so schnell auch nicht mehr werden.
LG

Adlumia
24.01.2017, 09:21
Hallo,

das hört sich leider nicht gut an. Verständlich, dass du dir viele Sorgen machst.
Heißt das, dass sie momentan nicht ärztlich betreut wird? Hat sie denn Schmerzen? Es hört sich ein bisschen so an, als würde deine Tante vielleicht die Wahrheit/die derzeitge Lage nicht so sehen wollen, gerade bezüglich des Appetits scheint es als wolle sie da keine Hilfe annehmen. Nun, das ist ihr freier Wille. Man kann nur versuchen mit ihr zu sprechen aber letztlich so lange sie entscheiden kann, wird sie ihren Weg so gehen, wie sie es möchte.

Grüße
Adlumia

TraurigeWahrheit
24.01.2017, 12:52
Herzlichen Dank für deinen Beitrag. Fakt ist, dass sie an Gewicht verloren hat und vielleicht noch 45 kg wiegt. Sie ist in keiner ärztlichen Betreuung. Das möchte sie auch gar nicht. Ins Krankenhaus kommt für sie auch Überhaupt nicht in Frage. Sie nimmt hauptsächlich gemixte Getränke zu sich. Angeblich kommt sie seit dem ohne Schmerztropfen aus.

Adlumia
24.01.2017, 13:31
Hmm, da bleibt euch nichts anderes übrig als ihren Weg mitzugehen, auch wenn ihr ihn vielleicht für falsch haltet. Ist sicher nicht leicht aber wahrscheinlich ist es besser, sie gehen zu lassen, nicht zu drängen. Ich denke ihr habt sicher schon mit ihr gesprochen, die Ärzte ja auch und wenn sie nach Beurteilung aller Fakten diesen Weg so geht, dann ist es so. Also müsst ihr schauen, wie ihr diesen Weg akzeptieren könnt.

TraurigeWahrheit
21.02.2017, 07:13
Guten Morgen,

als erstes muss ich mich dafür entschuldigen, dass ich mich so lange nicht gemeldet habe.

Letzten Freitag besuchte ich meine Tante zu Hause. Es ist in der Zwischenzeit viel passiert und ich bin ehrlich gesagt über einiges ziemlich erschrocken. Am Anfang kam sie noch gut mit Schmerztropfen zurecht, dann wurden es Tabletten und nun sind es Pflaster. Die Tabletten hat sie nicht mehr vertragen, da sie nichts handfestes mehr essen kann. Trotz den Pflastern, die sie alle 3 Tage wechselt klagt sie über Schmerzen. Heute hat sie einen Termin bei ihrer Ärztin und da möchte sie darüber mit ihr sprechen. Auto fahren darf sie mit den Pflastern laut Arzt nicht mehr, da da eine Art Rauschgift drin ist. Nun steht der schöne SLK in der Garage und wird dort nicht besser. Verkaufen kommt für sie zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht in Frage, was ich auch verstehen kann. Man hängt ja daran und das ist auch ein Stück "Freiheit" oder "Unabhängigkeit", die man dann abgibt.
Meine Tante war immer schon sehr schlank, aber inzwischen ist sie wahnsinnig abgemagert, sie besteht nur noch aus Haut und Knochen. Ernähren tut sie sich von Smoothies, die sie selber mit dem Mixer zubereitet. Fleisch oder andere feste Dinge kann ihr Körper gar nicht mehr verarbeiten.
Zu dem ganzen Leid kommt noch ihr Lebensgefährte, er war geistig mit seinen 85 Jahren immer fit, hat aber innerhalb von sehr kurzer Zeit wahnsinnig abgebaut. Er wohnt im gleichen Mehrparteienhaus, aber in einer eigenen Wohnung. Er hat eine ziemlich starke Demenz entwickelt. Nun hat meine Tante schon selber mit sich zu tun und darf ihn auch noch bedienen und unterstützen. Auf Dauer geht das nicht mehr gut. Frage ist nur, was man da machen kann?! Ich würde ihr so gerne helfen, aber ich weiß gar nicht wie, wo man da anfangen soll. Meine Tante möchte auch in ihrer Wohnung bleiben, ein Hospitz oder ähnliches kommt gar nicht in Frage.....

Safra
21.02.2017, 07:42
Hallo,

ich würde schnellstmöglich für die beiden einen Pflegedienst bestellen. Dann behalten sie noch ein gewisses Maß an Freiheit, haben aber Unterstützung, je nach Absprache.

Safra

TraurigeWahrheit
28.03.2017, 07:45
Guten Morgen,

in der Zwischenzeit ist so einiges passiert. Ich muss mich einfach mal bei euch ausheulen :weinen:

Sie liegt nun seit 3 Wochen im Krankenhaus. Zuerst war sie in einer kleinen Klinik, die aber auf das Gebiet nicht spezialisiert sind. Nach 2 Wochen wurde sie verlegt, da die Klinik die Verantwortung dafür nicht mehr übernehmen konnte und wollte, was ich auch sehr gut nachvollziehen kann.
Seit einer Woche wird sie nun so richtig unter die Lupe genommen. Eine Gewebeprobe von der Leber wurde entnommen, ein Lungenfunktionstest wurde durchgeführt, beim CT war sie und heute machen sie eine Darmspiegelung. Danach wird entschieden, ob Chemo noch Sinn macht oder nicht. Am Samstag war ich bei ihr und bin richtig erschrocken. Sie war im Nachthemd und wollte ein bisschen raus gehen, Wetter war sehr schön. Sie zog ihr Nachthemd aus und ich sie nur in der Unterhose. Mir war plötzlich ganz anders, mir war schwarz vor Augen und ich musste kotzen. Ich suchte die nächste Toilette auf, um mich erst einmal zu übergeben :-(. So etwas habe ich in meinen ganzen Leben noch nie gesehen und diese Bilder werde ich auch nicht mehr rausbekommen aus meinem Leben. Sie ist nur noch Haut und Knochen, ich habe noch nie so dünne Arme gesehen, aber einen Wasserbauch, da meinst, der pltzt gleich und die Beine sind auch sowas von dick. unglaublich. Sie kam in keine Hose mehr rein, einfach nur krass. Sie hat auch eine leicht gelbliche Gesichtsfarbe. Man sieht ihr förmlich an, dass sie sterbens krank ist. Einfach nur traurig. Meine Tochter nehme ich gar nicht mit ins Krankenhaus, ich möchte ihr den Anblick ehrlich gesagt ersparen.
Ich habe keine Ahnung wie das weitergeht. Momentan liegt sie auf einer normalen Station. Laufen kann sie nur noch bedingt und ist auf einen Rollstuhl angewiesen. Sie denkt nicht an die Zukunft, sondern lebt jetzt in der Gegenwart. Ich hätte halt noch vieles geklärt, so lange sie da ist aber daran denkt sie gar nicht, wer sich um alles dann kümmern solll. Ist eine sehr verzwickte Situation. Sie hat keine Kinder, ich bin ihre Nichte. Sie hat einen Lebensgefährten, er ist 85 Jahre alt und hat so eine Demenz entwickelt, dass er selber Hilfe bräuchte und sie ist auch noch verheiratet, aber getrennt lebend. Mir ist das ja im Prinzip egal, wer die Wohnung erbt usw. aber wer soll sich um die Wohnungsauflösung um die Beerdigung und um alles andere kümmern?? Sind alles so Themen, die man schon längst regeln hätte müssen...

Safra
29.03.2017, 14:28
Hallo,

weiß Deine Tante nicht, was mit ihr los ist? Verdrängt sie es? Oder hat sie resigniert, und ihr ist alles egal? Sie hat Leberversagen und wird nicht mehr lange leben. Es wäre gut, wenn Ihr noch die Dinge besprecht. Vielleicht fragst Du sie doch einmal, wie sie sich das vorstellt, oder ob sie noch irgendwelche Wünsche hat. Es kann sein, dass sie bald hochdosierte Schmerzmittel braucht, und dann ist es vorbei mit dem klaren Denken.

Alles Gute für Dich! Safra

TraurigeWahrheit
30.03.2017, 07:38
Danke für deinen Beitrag. Doch, ich habe schon das Gefühl, manchmal zumindest, dass ihr bewusst ist, wie schwer krank sie ist. Aber manchmal hat sie leichte Aussetzer, vielleicht kommt das vom Morphium. Sie bekommt Schmerzpflaster und noch was anderes dazu, ich meine Tabletten.
Nun soll ein Port eingesetzt werden, da ihre Venen so schlecht geworden und Infusionen darüber nicht mehr möglich sind. Über diesen Port soll sie Infusionen und Medikamente bekommen. Ob nun eine Chemo noch gemacht wird kann ich nicht sagen. Ich wollte gestern mit ihr sprechen, aber sie war nicht da. Habe versucht sie abends anzurufen, aber da ging dann die Bettnachbarin hin und meinte, sie wäre auf ein hausinternes Konzert gegangen. :confused:
Ok, dann geht es ihr soweit gut.. ist ja auch nicht schlecht.
Sie sagte schon zu mir, sie denkt nicht an gestern oder an morgen, sie lebt in der Gegenwart. Ist vielleicht auch keine schlechte Einstellung. Sie genießt ihr Leben und nimmt noch mit was geht. Ich denke, sie verdrängt es in gewisser Weise, würde uns wahrscheinlich in der Situation nicht anders gehen. Besser so, als das man sich aufgibt und die Lebensfreude komplett verliert.

Bezüglich dem, wie sie sich manches vorstellt oder auch nicht muss ich es jetzt einfach laufen lassen. Ich werde da nicht nachbohren. Bin für sie da und den Rest wird man sehen, wenn es soweit ist