Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Bin so verzweifelt
Hallo,
mein Vater kämpft seit vier Jahren mit DK und Metastasen in Leber und Lunge. Ich habe ungezählte Tränen geweint, ungezählte Nächte durchwacht, bin von Pontius zu Pilatus gelaufen um Infos über diese Scheißkrankheit zu bekommen, habe immer wieder die Hoffnung in meiner Familie und meinem Vater hergestellt doch immer mehr ergreift mich jetzt ein Bewusstwerden mit eiskalter Hand... Ich lebe 800 km von meinem Vater entfernt, ich fliege hin und her, alle sechs bis acht Wochen, für ein paar Tage. Begleite ihn zum Arzt oder telefoniere mit Krankenhaus und Ärzten in der Zeit in der ich nicht bei ihm sein kann.
Sein Krankheitsbild ändert sich ständig und stets zum schlechteren. Neuestes Problem ist Wasser in der Lunge, welches punktiert wird. Mein Vater ist seit Dezember nicht mehr in Therapie - zu schlechte Werte, zu schwacher Gesamtzustand.
Bitte schreibt mir, wenn Ihr Erfahrungen mit diesem "Wasser" habt. Bitte schreibt mir auch sonst. Fühle mich so alleine und hilflos.
Gela
Liebe Gela,
kann Dir zu Wasser in der Lunge leider keinen Tipp geben, bei meinem Vater haben sie es nicht absaugen können. Immerhin hast du schon 4 lange Jahre für Deinen Vater da sein können und täglich kommt ein weiterer gelebter Tag hinzu. Meinem Vater waren nur 2 Jahre vergönnt.
Freu Dich auf jeden Tag, den Du bei ihm sein kannst, geniesse die Zeit, sei für ihn da.
Liebe Grüße, viel Kraft und Hoffnung
Trude.
Liebe Trude,
danke für Deine Antwort. Es tut mir sehr leid dass Du Deinen Vater bereits verloren hast. Es ist so schrecklich einen lieben Menschen leiden zu sehen oder zu verlieren. Und wie ergeht es Dir? Ich kann mir diese Welt nicht ohne meinen Vater vorstellen. Ich kann ihn nicht ständig sehen, doch sind wir in Kontakt. Ich lebe heute mein Leben nicht mehr in meiner Heimatstadt und frage mich, ob ich für eine Weile wieder nach Hause ziehen soll. Wieso konnte man bei Deinem Vater nicht absaugen? Ich hoffe ich kränke Dich nicht mit meiner Frage.
Auch Dir viel Kraft und alles Gute.
Gela
Liebe Gela,
meine mutter hatte wasser im bauch und in den füßen, da hat auch keine tablette und nichts mehr geholfen. sie hatte eierstockkrebs. sie ist dann relativ schnell gestorben-mehr kann ich nicht schreiben, es kommt dann alles wieder hoch..
wenn du irgendwie kannst würde ich zu deinem vater ziehen, diese zeit kannst du nicht zurückholen!
so, sei erstmal lieb gegrüßt
claudia
Liebe Gela,
kann dir nur raten, ziehe zu deinem Vater und geniesse die Zeit noch mit ihm. Meinen Vater habe ich vor knapp 16 Jahren an Lungenkrebs verloren, war jeden Tag bei ihm im Krankenhaus, auch wenn es mich viel Kraft gekostet hat, so bereue ich heute nach so langer Zeit nichts.......bin dankbar dafür, dass ich die kurze letzte Zeit noch mit ihm gehen konnte und ihm zeigen konnte, dass er wichtig für mich ist und immer einen Platz in meinem Herzen hat.
Wünsche dir viel Kraft und alles Liebe
Michelle
Liebe Claudia, liebe Michelle,
ihr habt so Recht, ich glaube ich wollte es nur mal gesagt bekommen. Es ist nicht so einfach für mich wieder nach Deutschland zu ziehen, zumal ich (wir) uns gerade erst eine Wohnung gekauft haben, aber es ist auch nicht unmöglich. Werde mal sehen, vielleicht kann ich von der Arbeit freigestellt werden und pendeln.
Meinem Vater gehts immer noch so schlecht. Er muss jetzt jeden Montag, Mittwoch und Freitag zum Ultraschall wegen des Wassers in der Lunge und ggfls. punktiert werden.
Liebe Claudia und Michelle, ich danke Euch für Eure Antwort, bitte fühlt Euch umarmt.
Bitte an alle die mit Wasser in Lunge zu tun hatten, schreibt mir doch bitte Eure Erfahrungen. Woher kommt es und wieso? Und wie könnte es weitergehen?
Ich fühl mich schon ganz hohl vor Ohnmacht, würde mich am liebsten ins Bett legen und die ganze Zeit nur schlafen. Bloss nicht nachdenken, Vogel Strauss Kopf in den Sand.
Mir wird alles zuviel.
Gela
Liebe Gela,
wie geht es dir? Ich hab an dich gedacht aber nichts mehr von dir gelesen...
Lieebe Gela,
wie geht es dir? Kann deine Gefühle sehr gut verstehen, weiß wie das ist. jeder möchte mal die Decke über den Kopf ziehen.
Kennst die drei Affen, nichts hören, nichts sehen, nichts reden?
So wird es dir jetzt gehen. Glaube mir, du bekommst die Kraft die du benötigst.
Umarme dich in Gedanken und grüsse dich ganz lieb
Michelle
Hallo,
gestern habe ich mit meinem Boss gesprochen und ihm gesagt dass ich teilzeit in Deutschland arbeiten möchte. (Arbeite für eine internationale Firma).Jetzt heisst es erst mal Daumen drücken und abwarten. Wenn es keine Möglichkeit gibt muss ich unbezahlten Urlaub nehmen doch das kann ich mir eigentlich nicht leisten.
Ich bin so nervös und kann mich auf nichts mehr richtig konzentrieren. Kennt ihr das auch? Schlüssel verlegen, Treppe runter fallen, mit dem Absatz umknicken, dumme Fragen stellen die vor einer Minute bereits beantwortet wurden usw.
@ Claudia, ich schau jeden Tag ins Forum doch manchmal fällt es mir schwer auszudrücken was ich fühle.
@ Michelle, ja die Affen, sind das nicht sogar die drei weisen Affen? Kann mich nicht mehr richtig an deren Story erinnern.
Wie geht es Euch? Schreibt Ihr in einem bestimmten Tread? Fühlt Euch umarmt,
Gela
Jetzt hab ich endlich was im Internet gefunden. Dieses Wasser in der Lunge heisst Pleuroerguss und unter Pleuraerguss gibt es etliche Seite in google.
Leider erreichte mich heute wieder eine niederschmetternde Nachricht, es hat sich wieder soviel Wasser gebildet dass mein Vater wieder ins Krankenhaus muss. Ich habe mit Ihm telefoniert und garnicht seine Stimme erkannt!! Es ist so schlimm.
Gela
Hallo,
meine Mutter weint nur noch am Telefon, Sie muss selber Betablocker nehmen wegen Herzstoerungen. Mein Vater leidet vor sich hin, jetzt soll er am Freitag zum Onkologen um eine neue Chemo zu besprechen. Er ist so schwach doch der Internist hat zu mir gesagt, es gibt keine Alternative mehr zur Chemo, er wuerde sterben. Die Chemo wuerde im Krankenhaus stattfinden da er schon so schwach ist und beobachtet werden soll. Mein Gott, wie soll es nur weitergehen? Ich habe jetzt erst mal kurzerhand Urlaub eingereicht und werde heute zu ihm und meiner Mutter fliegen. Bitte drueckt mir die Daumen, weiss nicht mehr was zu tun ist. Wir haben nun 4 Jahre lang alles moegliche ausprobiert und verschiedene Behandlungen in Betracht gezogen, doch irgendwie habe ich das Gefuehl dass sich der Kreis schliesst. Hab solche Angst.
Ich weiss nicht ob ich dort Internetanschluss habe, es kann also ein bisschen dauern bis ich mich wieder melde. Bitte denkt an meinen Vater und meine Mutter. Und an mich.
Liebe Gruesse, Gela
Liebe Gela,
das sind ja traurige Nachrichten von euch. Es tut mir sehr leid, dass es deinem Vater so schlecht geht. Ich hoffe dass du und deine Mutter euch gegenseitig stützen könnt dennihr braucht alle Kraft für deinen Vater.
Bei mir liegt das alles schon ein viertel Jahr zurück und ich bin so froh, dass meine Mutter nicht mehr leiden muss. Ich kann dir im Moment nur wünschen, dass ihr die Situation einigermaßen durchstehen könnt. Mehr als dasein und dafür sorgen, dass dein Vater keine Schmerzen hat kann man leider nicht. Habt ihr über ein Hospiz nachgedacht?
Bis bald
Claudia
Liebe Gela
überlegt euch das mit der Chemo gut! Wollt ihr euren Vater wirlich noch so quälen? Wenn es dir soviel bedeutet: Hast du keine Möglichkeit, ihn zu dir zu nehmen? Es gibt spitalexterne Dienste, die du in Anspruch nehmen könntest, vorher ev. noch mit der Krankenkasse sprechen. Es tut mir leid, dir das sagen zu müssen, aber ich denke, dein Vater befindet sich in der Endphase seiner Krankheit. Als bei meinem Schatz die Wasseransammlungen begannen, hat er noch 4 Wochen gelebt!!! Er wurde gerademal 61 Jahre alt!! Während dieser Zeit habe ich vor allem darauf geachtet, dass er keine Schmerzen hat. Er war während der ganzen Zeit zuhause, ich hab Urlaub genommen und war ganz für ihn da. Es war eine sehr schmerz- aber auch noch wundervolle Zeit. Das hilft mir jetzt sehr. Ich wünsch dir alles Gute Barbara
Hallo Ihr Lieben,
bin wieder zurueck. Ich bin mit meinem Vater und meiner Mutter zum Onkologen gefahren. Wir haben den Rollstuhl mitgenommen so dass er ueberhaupt nicht hat laufen muessen und dieser Ausflug war gerade seine Belastungsgrenze. Der Onkologe hat gemeint warum wir nicht eher gekommen waeren (zuletzt im Dez). Er hat meinen Vater eingehend untersucht und die Lunge punktiert. Diesmal waren es 1.5 Liter. Der Onkologe hat uns trotz der ernsten Lage nochmals Hoffnung gemacht und meinem Vater eine Chemo in TABLETTENFORM verschrieben. Die kann er zuhause einnehmen und seien "sanft". Xeloda heisst das Medikament. Mein Vater sagte zu ihm dass er ja soviele Medikamente nimmt und sich trotzdem so schlecht fuehlt, da koenne er doch gleich aufhoeren Tabletten zu nehmen! Der Doc war ganz sicher dass er sich bald besser fuehlen werde und dass Xeloda dazu beitragen wuerde.
Nun nimmt er die Xelodas seit Freitag und seit gestern fuehlt er sich tatsaechlich besser! Er hat wieder richtig Appetit und isst gut. Ich freue mich darueber riesig, jeder schoene Tag ist ein guter Tag. Der Doc hat gesagt, dass diese Chemo ihm wieder ein bisschen Zeit gibt, noch dazu sich besser fuehlt.
Liebe Claudia, vielen Dank fuer Dein guten Wuensche, ich kann im Moment jeden Zuspruch brauchen. Hospiz darf ich meinem Vater gegenueber nicht mal erwaehnen. Er glaubt daran wieder gesund zu werden.
Liebe Barbara, ich wuerde nichts lieber tun als meinen Vater zu mir nehmen und meine Mutter noch dazu doch leider lebe ich im Ausland. Erstens kann mein Vater nicht mehr reisen und zweitens haben wir ein anderes Gesundheitsystem hier dass ich niemanden zumuten moechte!
Naechste Woche kann ich 3 Tage in unserem Deutschlandbuero arbeiten und so auch fuer meinen Vater da sein. Das hat man mir nun in der Firma erlaubt. Ich wuerde am liebsten ueberhaupt nicht mehr arbeiten sondern nur noch fuer meine Eltern dasein, doch das geht nicht. Ich kann mein Leben nicht komplett aufgeben, werde aber dennoch alles versuchen um recht oft bei ihm zu sein.
Ich melde mich bald wieder, bitte schreibt mir wenn ihr wollt.
Bis Bald,Gela
Alles alles Gute für deinen Vater-ich drücke euch ganz doll die Daumen!
Claudia
Liebe Gela
Meine mum ist im Dez.03 gestorben,ich war die letzten vier tage 24 std.mit meinen geschwistern bei ihr.dad hat sehr gelitten und mum war so tapfer.ich wünsche dir und deinen eltern das ihr es schafft!!!es tut so weh einen geliebten menschen gehen zu lassen.ich kann damit nicht umgehen,meine mum hatte fast 14 jahre diese besch.krankheit.wann gibt es in der forsching entlich hilfe?ich denke an dich,sei umarmt elisabeth2
Liebe Gela,
ich kann verstehen wie du dich fühlst. Mein Vater hat auch Krebs, der Primärtumor wurde allerdings nicht festgestellt, es sind aber Metastasen in Leber, Lunge, Bauchraum und Knochen. Die Diagnose war ein Zufallsbefund im Oktober 2003. Im Nov. hat er 2 Chemos gemacht, aber dann alles abgebrochen, es ging ihm schlecht. Er sagte, das hat sowieso keinen Sinn, da werden außer den bösen Zellen auch noch die paar guten zerstört. Am 8. März ist er das letzte Mal Auto gefahren, am 14. März wurde er 75 Jahre. Wir waren mit der ganzen Familie schön essen, obwohl er wahnsinnige Schmerzen hatte. Zwei Wochen später musste er dann ins Krankenhaus, er bekam dann 10 Bestrahlungen. Es ging ihm zuerst sehr mies, durch Cortisontabletten dann aber eigentlich ganz gut. Vor 5 Wochen kam er aus dem Krankenhaus heim, wir haben ein Krankenbett und ein Rollotron etc. für ihn besorgt. Er ist damit gut klar gekommen, hat Einkäufe gemacht und war wenigstens wieder etwas mobil. Meine Mutter ist natürlich auch runter mit den Nerven, sie ist sehr besorgt. Da ich Einzelkind bin, bin ich natürlich auch ständig präsent, die großen Einkäufe erledige ich mit meinem Mann und versuche auch die letzte Zeit möglichst oft bei meinem Vater zu sein.
Seit einer Woche hat er jetzt Wasser in der Lunge, Luftbeschwerden und totale Schwäche. Ich glaube, die 4 Wochen wo es ihm besser ging, waren ein kurzes Aufbäumen!?
Man ist so machtlos, wenn man sieht wie ein geliebter Mensch, der immer nur gut war und stets für seine Familie da war, so leiden muss. Das einzig Possitive an der Sache ist, dass er wohl keine Schmerzen hat, wie im April, denn Knochenschmerzen müssen entsetzlich sein.
Liebe Gela, ich drück dir auch ganz fest die Daumen, dass die kommende Zeit einigmaßen erträglich für euch wird, wir müssen einfach die bleibende Zeit "geniesen".
Bis ein anderes Mal, liebe Grüße aus Hessen Yvonne
Hallo,
nach langer Zeit melde ich mich wieder. Mein Vater hat zwischenzeitlich Chemo mit Xeloda gemacht und einige sehr schoene und einige gute Tage gehabt.
Seit letzter Woche geht es ihm jetzt wieder sehr schlecht. Er hat einen riesen Bauch bekommen. Er war zur Kernspin und wir waren fest ueberzeugt, dass dies wieder punktiert werden muss. Doch der Onkologe sagte dass Wassertabletten ausreichend waeren. Die nimmt er nun seit 3 Tagen und uebergibt sich staendig. Er hat in den letzten 7 Tagen 13 Kilo zugenommen! Seine Haut am Bauch ist gespannt und juckt von der ganzen Dehnung. Sein Umfang betraegt 113 cm am Bauch! Ist das nicht Wahnsinn? Sein schwachen Beine tragen ihn nicht mehr und er kann sich alleine nicht mehr aufstetzen. Nur mit Mueh und Not schafft er es sich in den Rollstuhl zu setzen. Mein Mutter kann ihn nicht heben. Wer hat aehnliche Erfahrungen gemacht? Wer weiss Rat?
Liebe Gruesse, Gela
Hallo!!
Ich kann das alles nachvollziehen.
Meine Mum hat seit März 2002 Brustkrebs.Es schien alles sich zum Guten zu wenden mit nach OP,Chemo,Bestrahlungen und Kur.Dann letztes Jahr im Sommer der Rückfall: ein Rezidiv auf der erkrankten Seite.Dann seitdem Rückenschmerzen,die Ärzte meinten immer nur"Sie müssen geduld haben,das kommt von der OP",im Februar endlich wurde ein CT gemacht: Metas am Brustbein und in der Lunge.Es wurde wieder bestrahlt und dann die Taxol/Gemzar-Chemo(der absolute Hammer).Und die in dem beschissenen Krankenhaus haben die Chemo 6mal durchgezogen,ohne mal zu gucken,ob sie überhaupt anschlägt.Nun war sie 14 Tage in Klinik zwecks Blutübertragung,dann wurde auch Wasser in Lunge festgestellt,Punktieren ist fehlgeschlagen(sie landete danach auf ITS),letzten Sonntag wurde sie entlassen,inzwischen 20 kg abgenommen im Vergleich zu vor der Chemo.Ich leide furchtbar mit,noch schlimmer wohl mein dad und mein Bruder,die mit ihr zusammenleben.Nun kriegt sie schon abends Morphium gespritzt,weil sie die Rückenschmerzen nicht mehr aushält,dazu noch starke Schmerzmittel früh und abends.Die Spritze hält gerad mal 5 Stunden vor.Sie liegt fast nur auf dem Sofa zu Hause.Es soll noch eine Kur gemacht werden,erst dann Xeloda und evt. Bestrrahlung.Ich befürchte,das wird zu spät sein.Dabei ist sie doch erst 53.ich weiß gar nicht,wie ich das meinen Kindern erklären soll (6 und fast 2 Jahre),na die Kleine kriegt zum Glück noch nicht soviel mit.
Meine Mum hat keinen Lebenswillen mehr.Sie hat die Schnauze voll von den Schmerzen(seit Herbst letzten Jahres).
Ich wünsche sowas keinem.
Traurige Grüße
Kathrin
Mein Vater ist am 9. September um 23.40 gestorben.
Traurige Gruesse, Gela
Liebe Gela,
es tut mir so leid, ich denke an dich und hoffe, dass du diese schlimme Zeit überstehst.
Die schrecklichen Bilder werden mit der Zeit etwas in den Hintergrund gerängt, zum Glück.Aber es ist wie eine Narbe, die sich nicht richtig schließen kann, immer wieder muss ich an die letzten Tage mit meiner Mutter denken.Jeden Abend vor dem Schlafen denk ich ganz fest an meine Mutter und rede in Gedanken mit ihr. Ich überlege, wie sie die eine oder andere Sache entschieden hätte oder welchen Rat sie mir in bestimmten Dingen geben würde. Das hilft mir sehr.
Lass etwas von dir hören und sei ganz lieb gegrüßt
Claudia
Liebe Gela,
mir tut es so leid, auch mein Paps ist am 17.09 verstorben. Warum ? Vor der Trauerfeier hat man immer so viel zu erledigen, aber jetzt kommt die Ruhe........und man denkt immer nur nach.
Wünsche Dir ganz viel Kraft..... Liebe Grüße
Alex K.
Liebe Claudia, liebe Alex,
vielen Dank fuer Euer Mitgefuehl und auch mein Beileid zu Eurem traurigen Verlust. Ich konnte es anfangs gar nicht glauben, wie eine Wahnsinnige hatte ich Versionen, dass mein Vater gar nicht tot sei, vielleicht "nur" im Koma liege und bald wieder aufwacht, oder sich nicht wehren kann und zeigen dass er doch noch lebt. Ich konnte auch niemanden sagen dass er gestorben ist, ich wollte es einfach nicht wahrhaben. Nun habe ich mich wieder gefangen und seit ein paar Tagen haben auch meine dauernden Traenen aufgehoert. Was bleibt ist ein tiefer Schmerz des Verlusts eines so wichtigen, beliebten und geliebten Menschen.
Ich fuehle fuer Euch mit, ich glaube dass man erst so richtig versteht was es bedeutet, wenn man es selber mitgemacht hat. Fuehlt Euch umarmt, schreibt mir wenn Euch danach ist. Ich wuerde mich Freuen.
Liebe Gruesse, Gela
Hallo Ihr Lieben,
ich habe heute einen schlimmen Tag. Kann mich nicht konzentrieren, kann nicht aufhoeren zu heulen, mag eigentlich mit niemanden sprechen und auch niemanden sehen. Bin hier in der Arbeit richtig fehl am Platz, sollte die Kommunikation von berufswegen foerden doch davon kann heute keine Rede sein. Heute sind es genau 3 Wochen, seitdem mein so geliebter Vater verstorben ist. Ich wuerde so gerne einfach bei ihm anrufen und mit ihm reden. Seine Stimme hoeren. Nie mehr.
Gela
Hallo Gela;
wie geht es dir? Mir so lala.Habe gerade Urlaub und dadurch viel Zeit um Nachdenken, das ist nicht so gut.Ich frage mich , ob man diese furchtbaren Bilder jemals vergessen kann, ich glaube fast nicht. Geht es euch auch so?
Viele Grüße
Claudia
Hallo Claudia,
ob gut oder nicht, ich verdraenge die schlimmsten Gedanken. Ich kann noch immer nicht Fotos von ihm anschauen. Das ist einfach zu schmerzhaft. Ich habe ihn in meinem Herzen wie einen kleinen Schatz, ich vermisse ihn und sende ihm immer wieder Gedanken. Er hat es nicht gemocht wenn ich traurig war oder geweint habe und daran erinnere ich mich und versuche zu laecheln und vorwaerts zu schauen. Auch Kleinigkeiten, mein Vater hat es gerne gemocht wenn meine Mutter und ich Make-up trugen und Parfume, ich schminke mich jetzt zu seinen Ehren. Klingt irgendwie doof wenn ich das schreibe, doch es hilft mir und ich fuehle mich mit ihm verbunden. Ich hoffe, dass Dir das hilft und vielleicht auch eine Anregung sein kann. Fuehl Dich gedrueckt,
Liebe Gruesse, Gela
Liebe Gela,
ich sitze hier und kann nicht schlafen-meine geliebte Mama ist heute morgen um 5:45 verstorben-es war ein harter-langer Weg für sie und für uns mitanzusehen,das sie sich so quält.Wir waren Tag und Nacht bei ihr-sie war nicht allein und sie hat es gespürt-gestern war sie noch trotz starker Medikamente kurz ansprechbar-sie lächelte-es war schön nochmal mit ihr zu sprechen-sie zu küssen und sie hat es bewußt mitbekommen-für kurze Zeit.Habe eben versucht mal zu schlafen-kann nicht-habe immer dieses Bild meiner Mutter vor Augen-vor Augen,das ich nie mehr mit ihr reden und lachen kann.Sie war eine solch liebe und tolle Mutter-eine starke Frau.Ich kann so nachfühlen wie es dir geht und ich werde meine Süße Mummi ewig vermissen-sie war erst 54-und ich bin wie in Trance-ich fasse das alles nicht und heule und heule und heule!Liebe Gela-ich wünsche dir noch eine Menge Kraft und Mut-was ich mir auch wünsche.[gaby_72@gmx.de]
Liebe Gaby,
das tut mir sehr, sehr leid. Mein Beileid liebe Gaby. Versuche Dir dieses letzte laecheln, sprechen und kuessen in kostbarer Erinnerung zu halten. Ich konnte nicht bei meinem Vater sein als er eingeschlafen ist und das tut mir immer noch weh. Du hast alles getan was Du tun konntest, Du warst bei Ihr und hast Ihr beigestanden und sie hat es auch noch mitbekommen. Das ist etwas sehr kostbares.
Fuehl Dich gedrueckt und getroestet. Gela
Heute ist mein Geburtstag. Du hast mich immer gleich in der Frueh angerufen. Wie fehlte mir Dein Anruf heute morgen. Deine Stimme. Deine Wuensche. Deine Liebe.
Liebe Gela
alles Liebe zum Geburtstag-dein Vater ist bei dir-er denkt sicher ganz fest an dich!Halte dich daran fest-sei ganz fest gedrückt.
Liebe Grüße Gaby
Alles Liebe auch von mir zum Geburtstag. Ich glaube auch dass dein Papa bei dir ist. meine Mutter hätte letzte Woche Geburtstag gehabt und es war der furchtbarste Tag seit langem, so leer, so traurig und so sinnlos.ich hab mir Fotos angesehen und geweint.. Ich habe alles gemacht was ich konnte, habe meine gesamte freie Zeit bei ihr verbracht und war auch bei ihr, als sie eingeschlafen ist. Das ist sehr töstlich, ich habe nicht eine Sekunde bereut, dass ich zwei Jahre mein Privatleben auf Eis gelegt hab.
Gaby und Gela, ich denk oft an euch und wünsch wie immer alles Liebe
Claudia
Liebe Claudia, liebe Gaby,
vielen Dank fuer Eure Wuensche! Es tut so weh, alles was das erste Mal ist, seitdem mein geliebter Vati nicht mehr ist. Das erste Mal als die ganze Familie zusammen beim Essen war - ohne ihn, als dann im Restaurant ein Akkordeonspieler die Gaeste ueberrascht hat - mit dem selben Lied mit dem mein Vater seine froehlichen Akkordeonstunden immer begann, es tut so weh ihn nicht mehr hier zu haben. Er fehlt mir so sehr.
Ich fuehle mit allen die dies auch selber mitmachen, ich hab eine solche Wut auf den Krebs! Immer wieder muss ich ins Forum schauen und ich verfolge so einige Schicksale stumm und mitfuehlend mit.
Neid liegt eigentlich nicht in meiner Natur doch manchmal schaue ich neiderfuellt aeltere gesunde Ehepaare an die ihr Leben geniessen und reisen und frage mich warum das meine Eltern nicht haben durften. Geht Euch das auch so? Und so mancher bekommt Krebs schon so frueh. Ich hadere heute mit der Welt und was so passiert. Halts einfach nicht aus.
Ich wuensche Euch allen viel viel viel Kraft. Traurige Gruesse, Gela
Liebe Gela!
Wie geht es dir heute?Wie ist dein Geburtstag gestern noch verlaufen-du warst hoffentlich nicht allein...
Mir geht es so wie dir-ich habe auch einen riesen Hass auf den Krebs und das er uns unsere süße Mum genommen hat.Und daran gedacht habe ich auch schon-WARUM SIE?Andere werden steinalt-was ich ihnen auch nicht nehmen will-aber es gibt so viele schlechte Menschen die ewig leben und die lieben-guten Menschen nehmen sie uns-WARUM?!
Ach Gela-ich habe Angst-Angst davor was noch kommt-am Dienstag ist die Trauerfeier-und ich habe einen riesen Schiss davor.
Ich habe vor so vielem Angst-diese Sch.... Krankheit ist bei uns in der Familie wie eine lästige Fliege-man wird sie nicht los.Meine Oma(mütterlicherseits)ist schon dran erkrankt-2x aber mit gutem Ausgang,ALLE meine Vorfahren sind an dieser Krankheit schon verstorben,mein Opa väterlicherseits ist daran verstorben-wer weiß was noch kommt.Wenn du magst-können wir uns auch mal über Email austauschen-vielleicht kann man sich gegenseitig ein bißchen aufbauen und helfen.
Sei ganz fest gedrückt!!!
Liebe Grüße
Gaby
[gaby_72@gmx.de]
Liebe Gela!!
Mein aufrichtiges Beileid!!
Ich bin die Kathrin(Beitrag vor Dir),meine Mum ist dann am 13.9. verstorben,aber sie hatte wenigstens eine letzte sch´merzfreie Woche in einer sehr schönen Palliativ-Klinik mit nettem Personal.Sie mußte sich da nicht quälen,ist ganz friedlich eingeschlafen.
Aber für die Hinterbliebenen ist es trotzdem immer ein Schock und sehr sehr großer Verlust!!
Ich fühle mit Dir und wünsche Dir viel Kraft!!
Liebe Grüße
Kathrin
Liebe Gela und all die anderen, denen es so geht wie uns........
Als erstes mein aufrichtiges Beileid an euch. Ich habe am 27.5.04 hier ins Forum geschrieben, schon 5 Monate her...
Mein Vater ist am 1.8.04 um 2.55 Uhr gestorben, ich war bei ihm und konnte zwar mitbekommen, dass er nicht mehr leiden musste, aber trotzdem war es fürchterlich. Meine Mutter war die letzten 4 Wochen Tag und Nacht bei ihm, ich habe auch einige Nächte bei ihm im Krankenhaus verbracht, so war er nie allein. Wir haben noch so viel reden können, er sagte immer "fragt mich jetzt, jetzt bin ich noch da", aber die wichtigen Fragen kommen immer erst Wochen später....
Eigentlich wollte mein Vater zu Hause sterben, aber im Krankenhaus, es sollte erst nur Wasser aus dem Bauchraum punktiert werden, hat er auf den Rat seiner Ärztin gehört und eingesehen, dass wir die kommende schlimme Zeit zu Hause nicht bewältigen können. Er ist in eine Klinik für palliative Medizin in FFM verlegt worden. Es war auch wirklich richtig, wir hätten es nicht geschafft, er ist im Grunde genommen 4 Wochen lang gestorben, man kann fast sagen verr....., aber das hört sich so schrecklich an. In der Klinik wurde alles für ihn getan, er hatte ein Einzelzimmer und meine Mutter ein Gästebett. Alles war schön eingerichtet, er wurde mit allem versorgt. 4 Wochen, davon 1 1/2 im Krankenhaus, dann 2 1/2 im "Hospitz" hatte er einen Morphiumperfusor, zum Schluss noch Dormicum und verschiedene andere Mittel. Es war furchtbar, er war bis zum letzten Tag bei vollem Bewusstsein und wollte doch nur sterben. Er hat mich oft angefleht, ihn zu erlösen.... ich konnte es kaum ertragen. Der dicke Bauch, den auch dein Vater gehabt hat, liebe Gela, dass ist oft zum Schluss das Zeichen, dass es evtl. nur noch ein paar Wochen geht, diese Zeit ist so wichtig dem geliebten Menschen beizustehen, alles andere muss in den Hintergrund rücken. Deshalb bin ich auch froh, dass ich die 9 Monate, die mein Vater krank war immer für ihn da war. Oft war es schwierig, Familie (Kinder und Ehemann) unter einen Hut zu bringen, aber es war machbar. Die Zeit, die nach dem 1.8. kam, war ebenso schwer. Meine Mutter leidet fürchterlich, nach 51 Ehejahren plötzlich allein zu sein ist ja auch die Hölle. Ich versuche sie zwar oft aufzuheitern, aber für meine Trauer ist so wenig Platz, ich heule auch jeden Tag, er fehlt mir ebenso sehr wie ihr und jetzt kommen oft viele Fragen...... aber er ist nicht mehr da. Die nächsten 2 Monate werden für euch alle bestimmt auch schwer werden - die Weihnachtszeit steht vor der Tür. Bis vielleicht demnächst, wünsche ich allen viel Kraft und hoffentlich Halt in der Familie und im Freundeskreis, der ist nämlich auch sehr wichtig.
Seid lieb gegrüßt
Yvonne
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