Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Lungenkreb bei meiner Ma
Meine Ma ist Jahrgang 1957, seit den 90ern raucht sie nicht mehr.
Habe eine kurze Zeitraffer über den aktuellen Verlauf erfaßt:
14.02
Grippe anschließend Bronchienentzündung (Antibiotika)
Hiernach hatte Ma immer Husten und es drückte ihr immer in der Bronchien-Gegend. Da Sie auch Probleme mit den Nacken hatte wurde Sie zum Orthopäden geschickt.
26.02
Orthopäde.
MRT Untersuchung wegen Verschleiß an der Wirbelsäule.
Es wurde Wasser in der Lunge festgestellt, muss unbedingt abgeklärt werden.
27.02
Hausarzt Termin.
Wurde festgestellt das in der Lunge sich Wasser befindet, wahrscheinlich nach einer Grippe.
05.03
CT Untersuchung,
Wasser in der Lunge (vermutlich Überbleibsel einer Lungenentzündung)
Knoten über der Lunge ca. 3cm groß (muss abgeklärt werden)
08.03
1. Untersuchung in der UNI. Ärzte waren sehr direkt und teilweise auch hart. Körperscan soll gemacht werden.
16.03
UNI, Körperscan (Dauer ca 3 Std.) hat gezeigt das der Krebs nicht gestreut hat.
20.03
Termin, Besprechung für die kommende OP-Probeentnahme
28.03
OP Tag, Probeentnahme in der UNI.
29.03
Entlassung aus der UNI nach der OP.
10.04
Warten von 9:00-16:00 Uhr in der UNI auf das Ergebnis.
Bösartiger Tumor, Lungenwasser muss noch untersucht werden ob dort sich bereits Krebszellen befinden.
Lungenkrebs Stadium 3a.
16.04
Lungenwasserentnahme, Untersuchung auf Krebszellen.
20.04
Ergebnis, in der Probe sind bereits Krebszellen vorhanden.
ab 25.04
Genetische Untersuchung der Zellen dauert an, um eine effiziente Therapie zu finden.
Das blöde ist, das es noch nicht so richtig bei uns angekommen ist das Ma Krebs hat.sie hat keine Schmerzen, sieht genau so aus wie immer und verhält sich auch so...
Aber wir haben aber alle Angst wenn es zu behandlung kommt, wenn der Tag kommt wenn es anfängt los zu gehen. Was kommt alles auf uns zu..Zur Zeit immer nur warten u warten.
Man liest hier auch viel negatives...das der Krebs erst quasi besigt ist und dann nach paar Monaten fängt es von vorne an, da überlegt man sich „wie lange hat die noch....“
Vater 61, geht ab mitte Mai in Frührente, eigentlich wollten die beiden es jetzt als Rentner die Zeit auskosten.
„7 Minuten nach Mitternacht“
Ein wertvoller Film über Krebs, Vetlust und Trauer.
Nachtrag:
So 3 Zyklen Chemo sind geschaft...leider letzte Untersuchung hat ergeben das die Chemo nicht anschlägt. Der Tumor ist jetzt um 1cm gewachsen.
Das einzige positive ist, keine Metastasen.
Ma würde jetzt runtergestuft auf Stadium 4a.
Ma wird in die Immunstudie - Therapie aufgenommen.
Pet 1968
09.08.2018, 06:54
Hi Krom!
Ich hatte auch zwei verschiedene Chemos ueber ein Jahr und die hatten nicht gewirkt, habe jetzt immun therapie und die wirkt bei mir....seit 2 Jahren!!!!
Also nicht verzweifeln, es gibt noch viele Moeglichkeiten fuer Deine Mama, wird sie denn operiert??
Liebe Gruesse Petra
Nein zur Zeit keine OP...die meinen man würde heutzutage nicht so schnell wie früher operieren.
Wie wirkt sich die Immun Therapie aus?
So wie ich gelesen habe ist Lungenkrebs nicht heilbar, sonder wird nur auf Zeit gespielt.
Pet 1968
09.08.2018, 09:52
LK ist heilbar, es kommt darauf an was fuer LK und ob er gestreut hat.
Man sagt nur wenn es schon Metastasen gibt, wie bei mir, dann nicht heilbar, was aber nicht bedeuten muss gleich zu sterben. Ich habe meinen jezt schon 3 Jahre und mir geht es immer noch gut.
Die Immun therapie wirkt gut bei mir, habe als Nebenwirkung nur probleme mit der Schilddruese bekommen aber dagegen gibt es Tabletten.
Welche art von LK hat denn Deine Mama? Und welche Immun Terapie wollen die machen??/
Und jeder reagiert anders sowieso... , Petra
NSCLC Stadium IIIA
- Wasser in der Lunge mit Krebszellen
- Tumor über der Lunge 4cm
Sonst keine Metastasen
Pet 1968
10.08.2018, 01:29
Das hoert sich gar nicht so schlecht an, was sagt denn der Oncologe??? Ich wuerde ein bissi Druck machen fuer ne OP. Wenn moeglich!
Ich hab NSCLC stadium IV, seit 3 !!! Jahren!!!
Nein zur Zeit keine OP...die meinen man würde heutzutage nicht so schnell wie früher operieren.
So wie ich gelesen habe ist Lungenkrebs nicht heilbar, sonder wird nur auf Zeit gespielt.
Hallo,
Das klingt ja, als wäre eine OP nur im Notfall in Erwägung zu ziehen.
Im Gegenteil, die OP ist die einzige Chance auf Heilung, und die Voraussetzungen scheinen gegeben zu sein.
Da würde ich tatsächlich nochmal nachhaken bzw. eine Zweitmeinung einholen.
Ist sie denn in einem zertifizierten Lungenkrebszentrum?
Alles Gute,
triece
Pet 1968
14.08.2018, 09:47
Da stimme ich Triece voll zu!!!!
dagehtnochwas
14.08.2018, 10:12
Hallo Krom,
das hast nicht über den Lymphknotenbefall geschrieben. Schreib doch mal die komplette Tumorformel hier hin (TxNxMx).
Das T4a, dass du genannt hast, bezieht sich ausschließlich auf die Primärtumorgröße.
Ich habe jetzt keine Lust die Leitlinie im Detail zu lesen, tatsächlich wurde bisher beim Stadium IIIa operiert - allerdings muss man schon alle Fakten sehen.
Wie ist der Gesundheitszustand allgemein,
welche spezielle Umstände liegen in der Lunge vor.
Wie liegt der Tumor in der Lunge.
Am Ende kann man schon auch zu dem Entschluss kommen, die Chance zu überleben ist relativ gering - bereits im Stadium IIIa, die Einschränkungen durch eine OP könnten aber so gravierend sein, dass man sich abstimmt (mit dem Pat zusammen) die OP nicht zu wagen.
Ich würde empfehlen sich in einem zertifizierten Lungenkrebszentrum behandeln zu lassen und wenn man mit dem Verlauf dort nicht zufrieden ist oder nicht letztes Vertrauen hat, einfach mal eine Zweitmeinung in einem anderen Zentrum einholen.
Irgendwelchen Druck irgendwo zu machen wäre wohl das Falsche und geht möglicherweise zulasten des Patienten.
LG dagehtnochwas
Jop muss genauer nachschauen...
dagehtnochwas
20.08.2018, 19:32
Hallo Krom,
die Klinik in Münster ist kein zertifiziertes Lungenkrebszentrum. Was nicht heißt das sie nicht auch über profundes Wissen verfügen, allerdings habe ich auch auf den Seiten der Klinik zum Beispiel keinen Hinweis auf eine spezialisierte Thoraxchirurgie gefunden.
Ich denke eine zweite Meinung kann da nicht schaden.
LG dagehtnochwas
So...Chemo hat nix gebracht, Tumor ist gewachsen.
- Meiner Mutter wurde wieder Flüssigkeit (ca. 1 Liter) aus der Lunge rausgeholt.
- Seit Montag fing man mit der Bestrahlung an, jeden Tag soll diese erfolgen dazu bekommt sie jetzt auch eine Immuntherapie Nivolumab
So hier mal wieder was aktuelles.
Strahlentherapie ist im Anfang Januar zu Ende gewesen.
Die Immunisierung hat angeschlagen wie eine Bombe. Ein Rumor ist kompl. verschwunden der andere ist minimal zu sehen, stark geschrumpft.
Aber jetzt kommts, die Nebenwirkungen der Strahlentherapie und von der Immunisierung sind enorm.
Vor einer Woche hat Sie Cortison in der Uni bekommen.
1. Im Mund kaum Speichelfluss, muss dauernd Wasserschlucken sonst zieht sich der Mund zusammen. Kein Geschmack.
2. Das Gefühl in den Händen läßt nach. Linke Hand fühlt sie kaum was, rechts beginnt es auch bereits langsam. Und die Füße werden langsam auch betroffen.
3. Ca. 12 kg abgenommen
4. Keine Kraft
5. Durch Cortison Einlagerungen von Wasser in den Beinen und Bauchgegend (12 Kg zugenommen)
Seit 4 Tagen Immunisierung ausgesetzt da die Nebenwirkungen zu krass sind.
Heute zu Nottaufnahme in die UNI da die Nebenwirkungen seit 3 Tagen unerträglich sind.
Jetzt warten auf Ergebnisse.
Hallo,
Oh Mann, das nennt man wohl Unglück im Glück.
Erst solch tolle Verbesserungen, und dann diese schlimmen Nebenwirkungen.
Ich wünsche euch, das sich das nochmal deutlich bessert.
Denn eins greift ja ins andere.
wie soll man zu Kräften kommen, wenn man nicht essen mag, weil nichts schmeckt.
Das alles ist Lebensqualität, die natürlich auch vorhanden sein muss,
sonst ist das reine Überleben wertlos.
Ich drücke euch die Daumen, dass dies ein, zwar schwerer, aber letztlich nur ein Übergang ist.
Pet 1968
09.03.2019, 01:54
Hallo Krom!
Ich hatte das auch mit dem Mund ( trocken wie Sand in Mund ) das ist bei mir aber nach ca 2 Monaten wieder verschwunden. Und das mit dem Kribbeln in Haenden und Fuessen ist auch ne bekannte NW, hatte ich aber zum Glueck nicht so das ich dazu nix sagen kann. Mit dem Cortison sollte Sie nun aber wieder zunehmen, weil ( bei mir ) hat es die NW das man nur noch essen will.
Daumen sind gedrueckt!
Petra
So melde mich mal wieder nach Monaten:
Nivolumab hat solche Nebenwirkungen bei meiner Ma hinterlassen....
Erst wurde alles auf die Strahlentherapie geworfen, man glaubte nicht das es alles durch Nivolumab entstanden ist...Ma konnte kaum ihre Hände bewegen und es breitete sich weiter aus auf die Nerven im Körper. Als man es endlich gesehen hat das nach der letzten Behandlung mit Nivolumab schlimmer wurde, wurde die Therapie sofort unterbrochen und Ma musste in der UNI bleiben.
Dann Kamm 4 Tage lang Blutwäsche. Man versuchte Nivolumab aus dem Körper zu entfernen damit er nicht weitere Nerven zerstörte.
So zur Zeit bekommt Ma ein neues Medikament.
Seit heute liegt die in der Uni da jetzt zu den ganzen allen die Gürtelrose dazu kam. Und das vor Weihnachten.
Mach den neusten CT Test sind neue mini Tumuroen in der Lunge sichtbar doch die davor sind richtig geschrumpft.
Man fühlt sich wie Versuchskarnickel, diese verdauten ewigen Wartestunden bei jeden Termin usw.
Schauen wie es sich weiter entwickelt.
So bin wieder zurück.
Leider keine guten Nachrichten. Man kann meiner Ma nicht mehr helfen.
Immunisierung hat bei meiner Ma alle Nerven in den Händen angegriffen.
In der Uni konnte man uns nicht sagen wie lange die noch hat.
Wird aber noch behandelt z.B. Bestrahlung gegen Schmerzen, dann Bluttransfusion wenn die Blutwerte richtig im Keller sind.
Ist echt hart sie so zu sehen und das mit 61.
https://www.krebs-kompass.de/images/misc/progress.gif
Es tut mir leid zu lesen, was deine Ma alles ertragen muss. Und ich weiß auch, wie schwer das für dich sein muss.
Diese verdammte Hilflosigkeit kann einen verrückt machen. Ich hoffe, dass die Bestrahlungen helfen können und wünsche Euch beiden ganz viel Kraft und alles Liebe.
Als ich meine Ma begleitet habe, wusste ich oft nicht, wie ich es ertragen kann, sie so leiden zu sehen. Wir haben es aber dennoch geschafft trotz allem bis zuletzt schöne Momente zu haben. Nur Momente, aber kostbarer als alles andere. Diese Momente wünsche ich dir. Alles Liebe!
So nach langer Zeit bin wieder ON
Wir haben jetzt Ergebnis letzter Untersuchung welches richtig schlimm ist.
Ma ist voll mit Metastasen (sogar im Gesicht ) Mma ist erst 61....
Die Ärztin fragte meine Ma wie sie ihren Weihnachten verbringen wird trotz COVID. Mama sagte mit der ganzen Familie! Daraufhin die Ärztin das sie es auch so machen würde.
Dann fügte sie hinzu das Ma den Brief für den Hausarzt nicht lesen soll.
Ma ist zu Hause mi Pa...der ist auch schon am Ende seiner Kräfte...wie das alles noch weiter gehen wird
Wenn es so weit sein wird wie soll ich es den Kids beibringen, Oma ist alles für die
Liebe Krom,
jaa, das wird euch niemand verdenken, wenn ihr Weihnachten mit allen verbringt, die ihr wichtig sind.
Wer weiß, wie lange das noch geht.
Du sagst, die Metastasen sind überall? Auch im Gehirn?
Es tut mir sehr leid, dass euch das alles ereilt. Besonders für deine Ma.
Ich wünsche euch viel Kraft.
Vielleicht nehmt ihr schonmal Kontakt zu einer Palliativpflege auf.
Ein SAPV-Team muss ja nicht sofort tätig werden, aber dann habt ihr im Falle des Falles schnell jemanden an der Hand.
Solange sie noch alle Unterschriften selbst leisten kann, sollte sie das alles anleiern. Vorsorgevollmacht usw... Haben sie Eigentum? Regelt das vorher, das ist sonst irre Rennerei, dein Pa kommt an nichts dran. wenn man das nicht zu Lebzeiten anleiert.
Wir haben das alles durch. Daher mein Rat: Tut es jetzt, solange die Gedanken noch kontrollierbar sind. Später ist man nicht mehr gut in der Lage dazu. Da will man trauern, nicht regeln.
toastbrot81
20.12.2020, 15:17
Liebe Krom,
das sind ja keine guten Nachrichten. :( tut mir sehr, sehr leid. Meine Ma war auch erst 62. :(
Die Tipps von Clea kann ich auch empfehlen. Unschöne Themen aber super wichtig.
Ich wünsche Euch, dass Ihr trotzdem noch einigermaßen (den Umständen entsprechend gut) Weihnachten verbringen könnt. Genießt die Zeit miteinander!
Liebe Grüsse und viel Kraft an Euch,
Yvonne
Beccamaus
21.12.2020, 11:56
Das tut mir auch sehr leid :-( Ich kann Clea da auch nur voll und ganz zustimmen! Feiert schön Weihnachten, regelt alles und sprecht offen über Ängste und Gefühle. Genieße einfach jede Minute die du mit ihr verbringen kannst. Fühl dich umarmt....
Ma baut immer weiter ab. Hat große Schmerzen und zwar überall (Beine, Brust, Rücken) Sitzt nur rum da sie kaum laufen kann und dadurch weiter Muskelkraft verliert.
Medikamente gegen Schmerzen wurden weiter erhöht. Dadurch ist die immer schläfrig. Der Hausarzt ruft jeden Tag an.
Ich glaube das Sie zu Hause sterben will, da zur Zeit mit Corona usw. wegen Besucherbeschränkungen Probleme gibt usw.
Waren mit den Kids heute bei Oma (alle 5, 8 und 11) haben sich gewundert das Oma nicht mehr so mobil ist, oder oft einschläft.
Das die Todkrank ist wissen die Kids nicht.
Heute war noch jemand wegen Rollstuhl da...
Die schweren Tage werden noch kommen.
Eine Umarmung aus der Ferne. Ja, du hast recht. Die schwere Zeit kommt noch, aber du kannst dich vorbereiten.
Auch wenn ich das Gefühl hatte, meine Ma stückchenweise zu verlieren, wenn sie oft schlief, so war ich so dankbar, dass sie in diesen Momenten Pause von den Schmerzen hatte.
Und jeder Moment, den ich sie relativ schmerzfrei bei mir hatte, war ein Fest für meine Seele.
Ich weiß nicht, wie schwer es ist, Kindern eine solche Krankheit zu erklären. Vielleicht gibt es ja Lektüre dazu, die helfen. Auf alle Fälle wünsche ich dir unendlich viel Kraft und alles Liebe! :pftroest:
Beccamaus
05.01.2021, 08:18
Ja, das ist die wohl härteste Zeit im Leben sowas begleiten zu müssen. Aber es stimmt, in der Zeit wo sie schlafen, verspüren sie weder Angst, Trauer noch Schmerzen. Mein Daddy hat die letzten Tage auch so viel geschlafen, aber mit einem entspannten Gesicht. Ich wünsche dir weiterhin ganz viel Kraft für die kommende Zeit. Und ich denke deinen Kindern solltest du es sagen, in diesem Alter wissen sie das es den Tod gibt und das man dann im Himmel weiter lebt. Ich denke sonst kommt alles zu unvorbereitet für die Kinder.
toastbrot81
05.01.2021, 23:42
Es hat mich bei meiner Mama immer beruhigt, wenn mir gesagt wurde, dass sie viel schläft bzw. den ganzen Tag geschlafen hat. So wusste ich, sie hat keine Schmerzen, Ängste und Sorgen in dem Moment.
Na klar ist das schwer mit anzusehen. Aber zu sehen, wie die Mama leidet ist ja noch schwerer.
Mit den Kids ... tja, da hab ich keinen Rat. Eventuell weiss der Hausarzt, ob bzw. Wie man mit Kindern da umgehen sollte? Oder gibt es da irgendwelche Beratungsstellen, wo man mal nachfragen kann? Wobei es vermutlich eh nicht DIe eine Lösung dafür gibt. Ich wäre da wohl überfordert mit.
Fühl Dich gedrückt!
Heute war Ma in der Uni da die Blutwerte schlecht waren. Ma bekommt ab und an Blut zugefügt wenn die Werte sehr tief sind. Heute haben die gefragt wo das ganze Blut hingeht da die Abstände immer kleiner würden. Man wollte Ma in der Uni behalten, Palliative behandeln und das Sterben wurde angesprochen, Ma wollte nach Hause.
Wir waren am Nachmittag mit den Kids bei meinen Eltern. Ma sitzt im
Sofa und kann nicht mehr laufen. Morgen wieder UNI weiter Blut Zugabe.
:(
War 21:00 Uhr joggen um freien Kopf zu bekommen.
toastbrot81
26.01.2021, 20:37
Es ist so wahnsinnig schwer die Mama so zu sehen und nichts machen zu können, oder? Meine war ja in etwa im gleichen Alter.
Respekt vor Dir und Deiner Mum, die ja schon viel gekämpft hat. Deine Nachricht klingt nur leider wirklich nicht sehr gut . Das tut mir sehr leid :( wenn das schon vorgeschlagen wurde, dann klingt Palliative Versorgung vermutlich wirklich sinnvoll.
Fühl dich umarmt...
Gestern kam in der Uni vom Prof zu meiner Ma: Sie entscheiden wann sie gehen wollen, wenn wir die Zugabe des Blutes abstellen dann fängt das Sterben an...“
Ma hat mir das erzählt, das „wie soll das gehen, ich soll selber entscheiden wann ich sterbe „
War völlig perplex, der Prof hat gemerkt das Ma vom Kopf noch nicht so weit ist und rief sofort den Hausarzt an und bat um Termin bei meinen Eltern zu Hause am nächsten Tag.
Mama ist echt noch nicht so weit...
Man wollte Ma in der Uni behalten, auf Station 13 ist so was wie Hospiz, aber dann dürfte am Tag nur eine Person sie besuchen und das wollte Ma nicht.
Mama bekam für zu Hause heftige Tabletten bei Panikattacken wenn diese plötzlich kommen sollten.
Oh Mannnnnn
Heute haben wir Kinderbücher über Sterben bestellt. Keine Ahnung wie, wann ich den Kids das erzählen soll (11,8 und 5).
Alle hängen so sehr an Oma.
Es gab es extra für die Kids immer Montag-Oma-Tag. Da wurden die von der Schule von Opa abgeholt und bekamen alles was die wollten bei Oma (zu Essen, wurde extra für die gekocht was die mögen, wurde gespielt usw.)
Weh man holte die dann zu früh ab.....
Beccamaus
01.02.2021, 12:51
Ich kenne diesen Oma/Opa Tag, wir hatten das immer Freitag. Und dann plötzlich war alles dabei. Meine große Tochter war damals 11 und wusste von Anfang an das Opa Krebs hat und das er mit hoher Wahrscheinlichkeit daran sterben wird. Wir reden generell sehr sehr offen über alles... sie hat ihn zu jederzeit im Hospiz besucht, hatte nie eine Scheu, auch zu Zeiten wo er nicht so gut aussah. Mein kleiner war damals 2, er hat mich viel weinen gesehen und natürlich gefragt. Wir haben von Anfang an gesagt weil Opa sehr sehr krank ist, Kinder können damit gut umgehen, wichtig ist die Zeit "danach". Man merkt das Kinder viel darüber nachdenken und eigentlich viele Fragen haben, diese Zeit sollte man sich nehmen. Ein Hospiz ist für mich der schönste Ort um Abschied zu nehmen, aber dieses sch... Corona macht natürlich alles kaputt. Vor allem hat man zu Hause nicht immer die Erinnerung da es im Hospiz passiert ist. Aber wenn ihr es schafft eure Mama zu Hause zu begleiten ist das natürlich auch wunderschön. Wir konnten es leider nicht. Und da ist meine Mutter sowie ich eine Krankenschwester, aber es ging nicht. Die Symptome waren einfach zu stark :-( Das ist sehr schade, ich würde es aber trotzdem überlegen in Erwägung zu ziehen, also die Sache mit dem Hospiz. Vielleicht gibt es ja Sonderregelungen??
Ich wünsche dir weiterhin viel Kraft für die kommende Zeit.
__________________
Wegen Schneechaos wurde heute der Termin in der Uni abgesagt. Dafür war gestern der Hausarzt da und hat das Blut untersucht.
Heute kam Ergebnis das wieder Hämoglobin-Wert unter 7 liegt.
Ma und Pa haben beschlossen noch einmal Blut Mama zu geben und dann möchte sie sterben, d.h, keine weitere Zugabe von Blut. Ich schätze das dann nicht mehr lange dauern wird.
Jetzt wird’s entschieden ob zu Hause oder Hospiz 😢😩
Ich fühle mit dir.
Die Entscheidung ist hart, aber dem Leben jetzt künstlich mehr Tage zu geben, ist wahrscheinlich am Ende nur Quälerei, zuerst für deine Mutter, letztlich aber auch für euch. Denn es wird nur das Leiden verlängert.
Bei mir ist es jetzt vier Jahre her.
Es wird besser, langsam. Aber es dauert.
Ma hat sich für die Hospiz entschieden, aber hier muss man erst warten auf freien Platz.
Sie ist von Tag zu Tag immer schwächer, kann kaum was essen da sie kaum schlucke kann.
Bekommt aber weiter jede Woche Blut in der Uni...
toastbrot81
24.02.2021, 16:15
Ich hoffe für Euch, dass im Hospiz bald ein Platz frei wird. Ist immer doof, weil das ja heisst, dass einer stirbt...
Dort ist sie dann aber gut versorgt und ihr könnt zumindest diese Sorgen vergessen und ganz für sie da sein.
Viel Kraft für Euch!
Liebe Krom,
was ist denn in der Zwischenzeit passiert?
Ich hoffe so, dass ihr die Zeit noch etwas genießen könnt.
Mama, da sie garnicht schlucken kann, ist seid 10.03 in der UNI auf einer Palliativstation untergebracht. Dort bekommt sie Nahrung über die Vene...
Hat richtig abgenommen. Die möchten Ma aufpäppeln und dann nach Hause schicken.
toastbrot81
17.03.2021, 21:22
Das tut mir leid :(
Wollte sie nicht ins Hospiz? Ist vermutlich aber noch kein Platz frei? Steht ihr da wenigstens auf der Warteliste?
Wir hatten damals soviel Glück. Am gleichen Tag der Anmeldung kam die Zusage. Wahninn. Ich hab damals am Telefon vor Erleichterung geweint.
Oh nein.
In dieser Zeit im Krankenhaus zu sein ist nicht leicht, für niemanden. Ich hoffe, dass sie es nochmal nach Hause schafft.
Viel Kraft wünsche ich dir.
Ma hat sich umentschieden und will wenn es geht in der Uni bleiben auf der Palliative-Station. Aber die soll wenn es geht nächste Woche erst nach Hause. Die kümmern sich echt gut um sie, sogar der Chefarzt kommt vorbei und sieht nach ihr.
Ma hat einfach Angst das in der Hospiz ihr keiner helfen kann. Es geht hin und her.
Ma sieht echt abgemagert aus, da die Nahrung über Tropf ist ja nicht das gleiche wir normales Esse. Donnerstag war TC unter Vollnarkose. Alle Metastasen wachsen, aber der Kopf ist noch frei.
Ma ist komplett bei der Sache und voll da wenn man mit ihr spricht. Es schockierte mich als Mama sagte, lass uns zu Hause abstimmen (habe noch 2 Geschwister) was mit mir geschieht denn Vater verlängert alles...da war ich echt platt.
Beccamaus
22.03.2021, 07:47
Oh man, das ist die wohl schlimmste Zeit für euch alle, ich kann mich sehr gut an solche Aussagen erinnern, die lassen mir heut noch das Blut in den Adern gefrieren. Die Betroffenen sind am Ende ihrer Krankheit so wahnsinnig "abgeklärt" und sehen dem ganzen so realistisch ins Auge. Dennoch kann ich nur sagen, sauge diese Zeit auf wie ein Schwamm. Ich würde, auch wenn die Zeit die härteste meines Lebens war, die Zeit gern nochmal zurück drehen um meinen Daddy noch viel mehr Zeit zu schenken als ich es ohnehin schon getan habe :-(
Ein Trost kann dir sein das deine Mama gern auf der Palliativstation ist, ihr scheint es dort sehr gut zu gehen. Kannst du sie wenigstens wegen der ganzen scheiß Corona Verordnungen regelmäßig sehen??
toastbrot81
22.03.2021, 16:11
Was sind genau die Sorgen bzgl. des Hospiz? Eventuell kann man die mit der Verantwortlichen dort einmal absprechen. Ich hab gute Erfahrungen mit dem Hospiz gemacht. Mir wurde auch mehrfach gesagt, dass ich sagen kann und soll, wenn mir irgendwas nicht passt, ich etwas nicht verstehe o.ä.
Da sind ja keine Ärzte laufend wie im Krankenhaus, ja. Aber der Ansatz ist ja auch ein anderer. Schmerz- und Symptomlinderung. Und genügend Personal sollte auch da sein, ist ja ein anderer Personalschlüssel da.
Aber wenn es ihr auf der Palliativstation gefällt, ist das ja auch erstmal sehr gut. Ich meine aber, dass dort eher aufgepäppelt und entlassen wird. Während im Hospiz man ja schon paar Monate bleiben kann.
Ich drücke euch die Daumen, dass ihr es gut gelöst bekommt und deine Ma sich - wo es auch immer sein wird - gut aufgehoben fühlt.
Ja man kann sie dort besuchen, Pa wohnt quasi mit in den Zimmer. Es darf eine zusätzliche Person am Tag vorbeikommen. Man bekommt einen Zettel den man vorne vorzeigen muss und dann ohne Problem kommt man auf die Station. Ma kommt am Donnerstag nach Hause...
Ma ist gerade abgeholt worden. Sie hat voll abgebaut in den letzten 48h zu Hause. Der Hausarzt war da und rief Rettungswagen.
Er sagte das Ma ins KH Palliative Abgl verlegt wird und das die wahrscheinlich von dort nicht mehr zurück kommen wird. Hat auf der Überweisung geschrieben das man mit der künstlichen Ernährung aufhören soll und das mit Fragezeichen versehen. Sollen vor Ort mit Ma und Pa abklären.
Zur Zeit darf nur 1 Person hin.
Er sagte wenn es weiter in solchen Tempo geht dann dauert es nicht mehr lange.
toastbrot81
27.03.2021, 18:27
Das tut mir sehr leid :(
Das mit der Ernährung muss natürlich sie entscheiden, oder aber ihr, wenn ihr es dürft und sie nicht mehr entscheiden kann.
Bitte verstehe meine Worte jetzt nicht falsch: Aber wenn es wirklich so schlecht aussieht, dann hoffe ich, dass sie sich nicht mehr lange quälen muss. Dann ist wirklich die Frage, ob künstl. Ernährung noch eine gute Idee ist.
Einen geliebten Menschen so zu sehen und nicht wirklich etwas machen können , ist wirklich schwer. Diese Hilflosigkeit... es tut bei mir auch immer noch weh, wenn ich an letztes Jahr denke. Man kann einfach nichts machen. Zum Kotzen.
Viel Kraft Euch für die nächste Zeit
Ich weiß was du meinst. Danke
Meine liebe Mama ist heute um 4 Uhr eingeschlafen.
Bin gestern um 5 Uhr morgens gerufen worden von Pa im Krankenhaus.
Es hat sich sehr verschlimmert, gegen 18 Uhr habe ich noch normal mit ihr gesprochen und um 5 Uhr hatte sie Bewusstsein verloren. Es dauerte aber trotzdem fast 24 Std.
Hab dich lieb Mama.
Beccamaus
30.03.2021, 12:45
Es tut mir sehr leid :-( Fühl dich in Gedanken umarmt von mir. Deiner Mama wird es nun besser gehen, ganz ohne Leid und Schmerz. Ich wünsche dir für die kommenden Wochen viel Kraft, ein schwerer Gang steht noch bevor, danach wirst du Zeit finden und sie dir auch wirklich nehmen müssen, um das alles zu verarbeiten.
toastbrot81
30.03.2021, 18:04
Mein Beileid für Deinen Verlust.
Man weiss, dass der Tag kommen wird und trotzdem kann man sich nicht drauf vorbereiten. Es tut einfach so unfassbar weh. Auch wenn man weiss, dass sie nun nicht mehr leidet ... es tut so sehr weh. Daher mein tiefstes Mitgefühl und ganz viel Kraft für die nächste Zeit. Bei mir ist es erst 5 Monate her und ich bin auch noch in der Verarbeitung. Es braucht Zeit. Nehmt sie Euch.
Meine Ma ist am 30.03 eingeschlafen, wenn man es so nennen darf...
Samstag war die Beerdigung. Nachmittags waren wir mit den Kids aufm Friedhof und haben zusammen Luftballons für Oma steigen lassen. Damit die Kinder auch Abschied nehmen konnten.
Die ersten Tage waren echt heftig. Konnte nicht mal mir das Bild von Ma anschauen. Jetzt gehts einigermaßen...Bin dauernd müde, habe keine Kraft und Lust irgendwas zu machen. Gut das ich 1 Woche Urlaub habe.
Kurze Zusammenfassung, ich beschreibe was bei uns los war:
Mama Jahrgang 1958 vor fast 3 Jahren bekam Lungenkrebs. Wir haben alles ausprobiert und nichts half.
Was heftig war, waren die letzten 2 Monate. Mamas Blutwerte waren echt schlecht. Mußte erst alle 2 Wochen in die UNI (ab Januar 2021) um Blut zu bekommen da Hämoglobin Wert bei 7 lag.
Diese Zeitspanne wurde immer kürzer wo Ma eine Transfusion brauchte. Nachher fast alle 5 Tage.
Den letzten Monat konnte Ma kaum schlucken da ihr Metastasen im Rachen störten.
Hat mächtig abgenommen, konnte nicht mehr laufen. War aber immer komplt da mit Gedanken usw.
Die letzten 2 Wochen war Ma auf Palliativstation in der UNI...der große Fehler!!!! Den am Donnerstag wurde sie nach Hause entlassen obwohl Mama es nicht wollte, hatte richtig Angst gehabt! Und trotzdem mußte sie nach Hause.
Zu Hause angekommen war echt schlimm. Immer Panikattacken (bekam Morphium und Mittel gegen Angst mit einer Pumpe verabreicht)
Freitag war ich bei ihr...der Tag ging ihr nicht so gut. Samstag morgens wurden wir von meiner Schwester gerufen das Mama überhaupt nicht gut geht und das ihr Hausarzt auch schon da ist und das die RTW rufen werden.
Der Hausarzt hat erstmal in der UNI angerufen und dort alle zu Sau gemacht das die Mama entlassen haben!!! Die meinten Mama war stabil.
Als RTW kam hat Mams mich und meinen Bruder gerufen, wir sollten die Tür schließen. Es gab erstmal eine Ansage das wir unseren Pa nicht alleine lassen sollen und auf ihn aufpassen sollen.
Mama hatte richtig Angst mit den RTW abzufahren, die wußte das sie nicht zurück kommen wird.
Am Sonntag abends habe ich Ma im KH auf Palliativstation besucht. Hatte enorme Schmerzen, konnte mich aber mit ihr unterhalten. Vater durfte mit auf Zimmer bleiben und übernachten. Bin um 20 Uhr abgehauen und habe Mama gesagt das ich Dienstag vorbeikommen werde.
Von Sonntag auf Montag um 4 Uhr kam Anruf ausm KH ich soll meine Geschwister einsammeln und sofort kommen.
Als wir da waren hatte Ma geschlossene Augen und heftig geatmet (diese Atmung dauerte 20h)
Man gab ihr um 2 Uhr mehr Beruhigungsmittel und Morphium da die aufgewacht ist und Panik bekam das sie ersticken würde. Die Schwester sagte wenn ich ihnen zu viel gebe werden sie einschlafen und im Wachkoma schweben, Ma sagte sie will bisschen mehr da sie unerträgliche Schmerzen hat. Da düste sie weg und dies komische Atem fing an, deswegen rief man uns an.
Um 8 Uhr riefen wir einen Pfarrer um letzte Salbung zu empfangen.
Um 10 Uhr kam ein Arzt und sah sich Mama an und sagte das es in den nächsten 24h passieren wird kann aber auch schneller sein.
Mama schwitzte heftig, den Geruch im Zimmer habe ich immer noch in der Nase! Vater sagte es kommt vom Morphium (so ein süßliches Geruch)
Ich musste öfters raus ausm Zimmer konnte meine Ma nicht so sehen. Ich verzog mich in die kleine Kapelle und habe dort geweint.
Gegen 14 Uhr war ich mit meinen Pa, Schwester und Bruder bei Mama als die auf einmal ihre Augen öffnet und schlug ihre Bettdecke weg und zeigte mit der anderen Hand aufs Fenster....ich bin fast umgekippt, es war zu viel für mich und meine Schwester.
Mein Bruder beruhigte meine Ma ich rannte zu einer Schwester, diese hat meiner Ma Beruhigung verabreicht und sagte das es ca 10-15min dauern wird bis es wirkt.
Um 18 Uhr kam Arzt und sagte das der Zustand jetzt weiter als morgens ist und das Ma Nachts sterben wird.
Ich bin mit meinen Geschwistern nach Hause gefahren mein Pa ist bei Mama geblieben.
Wir brauchten bisschen Abstand nach 14h. Wir haben Papa gesagt der soll und sofort zurückrufen wenn Änderung kommen.
Um 4 Uhr rief Pa mich an das Mama verstorben ist.
Ich bin sofort ins KH gefahren. Dort blieb ich bis 10 Uhr.
Um 9 Uhr hörten wir wir Luft aus Mas Lunge entweicht. So ein pipsiges Geräusch.
Es war wirklich intensive Erfahrungen!!!!
Den Geruch vergessen ich nie.
Jetzt seit ihren Tod bin ich ständig müde, keine Kraft...bin jeden Tag Punkt 4 Uhr wach.
Jeden Tag bei Pa und aufm Friedhof.
P.S. sorry wegen Rechtschreibung aber mit Handy zu tippen ist Zumutung.
Liebe Krom,
es tut mir unendlich leid, dass deine Mutter das erleben musste und ihr hilflos zusehen musstet.
Es war gut, dass ihr so viel da ward, das hat ihr sicher geholfen.
Es ist das einzige, was man tun kann, aber Beistand ist so viel wert.
Ihr gebt euch jetzt gegenseitig Halt, auch das ist gut. Auch wenn man nicht mehr darüber reden will, ist es doch wichtig, dass ihr wisst, was ihr aneinander habt und dass ihr alle das gleiche erlebt habt und wisst, was der andere fühlt.
Mein herzliches Beileid zu deinem Verlust.
Einen stillen Gruß sendet dir
Clea.
vBulletin® v3.8.7, Copyright ©2000-2026, vBulletin Solutions, Inc.