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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Chemo- / Antikörpertherapien bei Darmkrebs


Jutta
22.05.2004, 17:21
Hallo,

Mit den folgenden Beiträgen werde ich die einzelnen gängigen Chemotherapien vorstellen. Alle Beiträge sind, bis anders gekennzeichnet, von www.Darmkrebs.de , eine Webseite der Felix-Burda-Stiftung.

Ich möchte darauf hinweisen, daß jede Behandlung von den Ärzten individuell abgestimmt wird, und die Beiträge nur als Informationsmaterial betrachtet werden sollen.
Das Gespräch mit dem Arzt und seine Empfehlungen sind wichtig.

Liebe Grüße

Jutta
22.05.2004, 17:23
Bei allen Chemotherapien wechseln sich Behandlungsphasen mit Erholungsphasen ab.
Den Zeitraum vom Beginn einer Behandlungsphase bis zum Ende der anschließenden Erholungsphase nennt man Zyklus.
Eine komplette Chemotherapie bei Darmkrebs besteht üblicherweise aus vier bis sechs Zyklen.

Wie lange ein einzelner Zyklus dauert ist sehr unterschiedlich und hängt ab von den verwendeten Medikamenten und dem gewählten Therapieschema: Es gibt Behandlungsphasen, die fünf Tage dauern und sich monatlich wiederholen.
Andere laufen über 24 Stunden, sie wiederholen sich dafür wöchentlich.

Quelle: Darmkrebs.de

Jutta
22.05.2004, 17:25
Die Standardbehandlung mit 5-FU/FA zur adjuvanten (unterstützenden) Chemotherapie nach einer Darmkrebsoperation kann nach unterschiedlichen Behandlungsplänen ablaufen. Ärzte bezeichnen solche Schemata auch als Behandlungsprotokolle.

• Eine Möglichkeit: Sie erhalten am ersten bis fünften Tag des Chemotherapiezyklus - also an fünf Tagen hintereinander - das Medikament Folinsäure (FA) während einer zweistündigen Infusion in eine Vene verabreicht, dazu 5-FU als so genannte Bolusgabe, das heißt in einer Injektion, die maximal fünf Minuten dauert. Nach einer zweiwöchigen Erholungsphase beginnt ein neuer Zyklus mit erneut fünftägiger Behandlung. Die Erholungsphase ist dann drei Wochen lang, ab dem vierten Zyklus gilt eine vierwöchige Erholungszeit. Insgesamt laufen sechs Zyklen, was alles in allem sechs Monate dauert. Dieses Behandlungsschema nennen Ärzte das Mayo-Klinik-Protokoll, benannt nach der Mayo Clinic in Minnesota, USA.

• Andere Möglichkeit: Sie erhalten an einem Tag der Woche Folinsäure als zweistündige Kurzinfusion, während der Infusion wird Ihnen 5-FU als Bolusgabe verabreicht. Diese Therapie erfolgt einmal pro Woche, bis insgesamt sechs Wochen lang behandelt wurde. Mit einer zweiwöchigen Erholungsphase endet der Zyklus. Insgesamt werden vier Zyklen behandelt. Mediziner nennen dieses Schema Roosewelt-Park-Protokoll, benannt nach dem Roosewelt Park Memorial Institute in New York, USA.
Oft werden diese Behandlungsprotokolle geringfügig verändert, insbesondere dann, wenn sich nach den ersten Zyklen herausstellen sollte, dass bei Ihnen zu starke Nebenwirkungen auftreten. In diesem Fall versuchen die Ärzte, die Dosierung der Medikamente anzupassen, oder sie wechseln auf ein anderes Behandlungsprotokoll.

Alternativ kommen andere Krebsmedikamente in Betracht, die im Rahmen klinischer Studien für die adjuvante Chemotherapie nach einer Darmkrebsoperation getestet werden. Hierzu zählen derzeit die neueren Zytostatika Oxaliplatin oder Irinotecan, genauso wie Capecitabin oder Ftorafur/Uracil - letztere werden in Tablettenform eingenommen.
Sprechen Sie mit Ihrem Onkologen über die Möglichkeiten, als Patient an einer solchen klinischen Studie teilzunehmen.

Quelle: Darmkrebs.de

Jutta
22.05.2004, 17:27
Darmkrebs im fortgeschrittenen Stadium IV kann in der Regel nicht mehr vollständig operiert werden. In jedem Fall ist es jedoch wichtig, durch eine palliative (beschwerdelindernde) Chemotherapie das Fortschreiten des Tumors so gut es geht zu verlangsamen und drohende Komplikationen abzuwenden.
Ziel muss es sein, die Lebensqualität des Patienten zu verbessern.
Wie bei der adjuvanten kommt auch bei der palliativen Chemotherapie das Zytostatikum 5-FU in Kombination mit Folinsäure (5-FU/FA) zum Einsatz. Um eine gute Wirkung gegen das Tumorgewebe zu erreichen, wird die Dosierung von 5-FU möglichst hoch gehalten, jedoch möglichst ohne die Nebenwirkungen unnötig zu verstärken.
Beispielsweise kann 5-FU einmal pro Woche als 24-stündige Dauerinfusion gegeben werden. Dieses Behandlungsprotokoll erscheint besser verträglich als kurze Einmalgaben des Medikamentes in einer hohen Dosierung. Eine Verlängerung der Überlebenszeit bei den schwerkranken Patienten konnte jedoch dadurch nicht nachgewiesen werden.
Auch Metastasen in anderen Organen können in manchen Fällen mit Hilfe einer Chemotherapie bekämpft werden. Dabei versucht man beispielsweise Lebermetastasen mit Hilfe der regionalen Chemotherapie zu behandeln.

Quelle: Darmkrebs.de

Jutta
22.05.2004, 17:28
Für die palliative Behandlung beim fortgeschrittenen Darmkrebs haben insbesondere die neueren Zytostatika Irinotecan und Oxaliplatin zu Verbesserungen der Behandlungsergebnisse geführt. Irinotecan oder Oxaliplatin werden dabei oft mit der 5-FU/FA-Chemotherapie kombiniert.
Solche neuen Behandlungsschemata sind zum Beispiel:

• Das FOLFOX-Protokoll: Eine Chemotherapie mit hochdosierter 5-FU/FA-Therapie, zusätzlich wird Oxaliplatin gegeben.

• Das FOLFIRI-Protokoll: Auch hier wird mit 5-FU/FA in hoher Dosierung behandelt, zusätzlich wird Irinotecan eingesetzt.

Die Chemotherapie mit Irinotecan oder Oxaliplatin in Kombination mit 5-FU/FA wird schon heute regelmäßig an den großen Tumorzentren bei Patienten mit fortgeschrittenem Darmkrebs angewendet.
Fortlaufend überprüfen Ärzte dabei mit klinischen Studien die Wirkung und Verträglichkeit solcher Behandlungsprotokolle.

Auch weitere neue Krebsmedikamente wie Capecitabine oder Ftorafur/Uracil, die in Tablettenform eingenommen werden, werden getestet und bedeuten weitere Fortschritte bei der Behandlung dieser Patienten.

Die Auswahl an verschiedenen Behandlungsprotokollen und Zytostatikakombinationen haben den Vorteil, dass auch dann, wenn der Darmkrebs auf eine erste Chemotherapie nicht richtig anspricht, eine zweite oder dritte Therapie (Zweit-/Drittlinientherapie) mit anderen Medikamenten durchgeführt werden kann.

Welches Medikament mit welchem Behandlungsprotokoll für Sie als Patient das beste Behandlungsergebnis erwarten lässt, hängt sehr von Ihrem individuellen Zustand und der besonderen Krankheitssituation ab. Es ist deshalb wichtig, dass Sie sich diesbezüglich von einem erfahrenen Onkologen (Krebsspezialisten) beraten lassen.

Quelle: Darmkrebs.de

Jutta
22.05.2004, 17:30
Irinotecan wird in Deutschland und den USA seit 1998 eingesetzt.

Eine Chemotherapie mit Irinotecan erfolgt entweder in Kombination mit 5-FU/FA oder auch als Einzelbehandlung, wenn der Tumor auf eine Behandlung mit 5-FU/FA nicht anspricht.
Bei Studien schlug die Kombinationstherapie von Irinotecan mit 5-FU/FA (Kurzbezeichnung: FOLFIRI) doppelt so gut an wie die alleinige 5-FU/FA-Standardtherapie. Zudem verlängerte sich die Überlebenszeit der Patienten um einige Monate.

Derzeit wird Irinotecan regelmäßig bei Patienten mit fortgeschrittenem Darmkrebs eingesetzt. Klinische Studien prüfen nun seine Verwendung auch in der adjuvanten, postoperativen Chemotherapie.

Viele Patienten berichteten, dass Irinotecan besser verträglich sei als 5-FU/FA.
Allerdings gibt es problematische Fälle, bei denen als Nebenwirkung starke Durchfälle auftreten können, die bei Nichtbehandlung für den Patienten gefährlich werden können. Diese Nebenwirkung kann man durch eine Dososverringerung von Irinotecan und eine Zusatzbehandlung mit Durchfall-Medikamenten eindämmen.

Wichtig ist, dass Sie sich als Patient über diese Nebenwirkung gut aufklären lassen.

Quelle: Darmkrebs.de

Jutta
22.05.2004, 17:31
Oxaliplatin wird in Deutschland seit 1999 beim fortgeschrittenen, metastasierten Darmkrebs in Kombination mit 5-FU/FA eingesetzt.

Klinische Untersuchungen haben bewiesen, dass im Vergleich zur Standardtherapie mit 5FU/FA alleine auf die Kombination mit Oxaliplatin doppelt so viele Patienten ansprechen.
Zudem verlängert sich die Überlebenszeit um mehrere Monate.

Behandlungsprotokolle mit 5-FU/FA/Oxaliplatin (Kurzbezeichnung: FOLFOX) werden derzeit regelmäßig zur Behandlung beim fortgeschrittenen Darmkrebs angewendet.
In klinischen Studien prüft man, ob Oxaliplatin auch bei der adjunvanten, postoperativen Chemotherapie eine Verbesserung erzielen kann.
Oxaliplatin hat eine gute Verträglichkeit hinsichtlich der Nebenwirkungen wie Durchfall und Störung der Knochenmarksfunktion.

Hauptnebenwirkung sind Missempfindungen wie Ameisenlaufen oder Pelzigsein, vor allem an Fingern und Zehen, die meistens innerhalb weniger Tage vorübergehen. Geht die Behandlung über einen längeren Zeitraum, können die Beschwerden auch zunehmen, so dass es den Patienten beispielsweise schwer fällt, Knöpfe zu schließen.
Ärzte sprechen von einer sensorischen Neuropathie. Bei älteren Menschen muss die Behandlung in seltenen Fällen wegen dieser Nebenwirkung abgebrochen werden. In der Regel verschwinden die Missempfindungen nach Therapieende wieder.

Liegen Lebermetastasen vor, ist eine Therapie mit Oxaliplatin empfehlenswert. Die Metastasen können dadurch in besonderen Fällen soweit vermindert werden, dass der Chirurg sie durch eine Operation entfernen kann. Hierdurch kann die Überlebenszeit zum Teil um Jahre verlängert werden.

Quelle: Darmkrebs.de

Jutta
22.05.2004, 17:33
Capecitabine wurde im Frühjahr 2001 in Deutschland zugelassen, in den USA und in der Schweiz bereits 1998.

Man nimmt Capecitabine in Tablettenform ein. Es handelt sich dabei - genauso wie beim Uracil/Ftorafur - um ein so genanntes „Prodrug“, also um eine chemische Vorstufe zum eigentlichen Wirkstoff.
Im Körper wird Capecitabine in mehreren Schritten chemisch verändert und zuletzt durch ein Enzym in den das krebsbekämpfende Zytostatikum 5-FU umgewandelt. Dieser letzte Schritt findet vorwiegend im Tumorgewebe statt, so dass 5-FU vornehmlich im Tumor angereichert wird und dort wirken kann.

Die Behandlung mit Capecitabin zeigte sich besser verträglich als die 5-FU/FA-Standardtherapie. Dies bedeutet einen Vorteil für die Lebensqualität der Patienten, eine Verlängerung der Überlebenszeit gegenüber 5-FU/FA konnte mit Capecitabine bisher nicht gezeigt werden. Patienten schätzen vor allem die bequeme Einnahme als Tablette.

Quelle: Darmkrebs.de

Erika56
23.05.2004, 21:20
Liebe Jutta,
Ganz herzlichen Dank, dass du dir hier die Mühe machst, alle Behandlungsmöglichkeiten aufzulisten.
Ich bin sicher optimal behandelt worden, wäre aber froh gewesen, wenn ich nach der Diagnosestellung gleich auf so gute Informationen gestossen wäre.
Danke dir auch im Namen der Neuen hier im Form.
LG Erika

Jutta
25.05.2004, 15:58
Hallo Erika,

Ich danke Dir für Deine Worte, und ich werde mich auch weiterhin bemühen, so viel als möglich an Informationsmaterial zu sammeln.
Bei der Diagnose hört man ja zuerst nur das Wort "Krebs" und die Gedanken fahren Achterbahn. Tausend Fragen schwirren durch den Kopf, doch viele gehen verloren, dadurch, daß man garnicht weiß, was man als Betroffener fragen soll.

Liebe Grüße

Jutta
25.05.2004, 15:59
AVASTIN

Hemmung der Gefäßneubildung- ein Hoffnungsschimmer!

Auf dem ASCO Kongress dieses Jahr wurde die erste große Phase III Studie vorgestellt, in der ein Wirkstoff (Avastin®) die Blutgefäßneubildung im Tumor so bremste, dass das Leben von krebskranken (Darmkrebs) Patienten verlängert wurde.

Der neue Antikörper mit unaussprechlichen wissenschaftlichen Namen Bevacizumab greift am vaskulären endothelialen Wachstumsfaktor (VEGF) an. Dieser ist maßgeblich beteiligt an winzigen, neu sprossenden Kapillaren, die ein wachsender Tumor für die Versorgung mit Sauerstoff und Nährstoffen braucht. Und das schon ab der Größe eines Streichholzkopfes.

Diese Studie ist deshalb von großer Bedeutung, weil deren Ergebnisse der erste Beweis dafür sind, dass das Prinzip der Hemmung der Gefäßneubildung grundsätzlich funktioniert. Das lässt uns auf neue Entwicklung in dem Bereich hoffen, die möglicher Weise mehr Wirkung haben. Die Kombination derartiger Medikamente mit der Chemotherapie könnte die Behandlung von Krebs revolutionieren.

In Deutschland laufen derzeit zwei große Studien ( CONFIRM 1- und CONFIRM 2-Studien) mit dem Wirkstoff PTK 787/ZK 222584, ein Gemeinschaftsprodukt von Schering und Novartis, in Kombination mit Chemotherapie (FOLFOX 4) bei Patienten mit Darmkrebs.
Informationen zur Teilnahme an den Studien können Sie bespielweise unter:
Krankenhaus Nordwest
Hämatologie und Onkologie
Steinbacher Hohl 2-26
60488 Frankfurt am Main
Tel. 069-76013380

erfragen.

Quelle: Krebs&Leben

Jutta
25.05.2004, 16:00
Cetuximab

Die Schweizer Gesundheitsbehörde Swissmedic hat dem neuen und gezielt wirkenden Krebsmedikament Cetuximab die weltweit erste Zulassung erteilt. Für Patienten mit fortgeschrittenem, metastasiertem Darmkrebs, die nicht mehr auf die Standardtherapie mit Irinotecan ansprechen, ist die gezielte Kombinationstherapie ein neuer Grund zur Hoffnung.

Die Therapie mit Cetuximab wurde, aufgrund überzeugender Daten zur Wirksamkeit und Sicherheit, in einem beschleunigten Zulassungsverfahren geprüft. Europaweit wird die Zulassung Mitte 2004 erwartet.

Cetuximab ist ein monoklonaler Antikörper vom Typ IgG1, der den epidermalen Wachstumsfaktor-Rezeptor (EGFR) gezielt blockiert. Dieser spielt an der Oberfläche von Krebszellen eine entscheidende Rolle bei Wachstum und Ausbreitung des Tumors. Bis zu drei Viertel aller Darmkrebstumore sind EGFR positiv. Die Blockade des Rezeptors soll die weitere Ausbreitung des Tumors in gesundes Gewebe hemmen und die Nährstoffversorgung beeinträchtigen. Auch sorgt sie dafür, dass sich die Krebszelle von den Auswirkungen klassischer Chemo- und Strahlentherapie nur noch bedingt erholen kann. Dies führt in der Summe zu einer generellen Unterdrückung des Tumorwachstums.

„Cetuximab wird mit hoher Wahrscheinlichkeit den therapeutischen Standard bei der Behandlung von Darmkrebspatienten ändern, deren Erkrankung trotz klassischer Chemotherapie weiter voranschreitet,"sagte Prof. Cunningham. „Diese Zulassung eröffnet eine neue Ära bei der Behandlung von metastasierendem Darmkrebs."

Quelle: Krebs&Leben

26.05.2004, 12:28
Hallo Jutta, ich bedanke mich für die umfangreiche Information. Morgen wird bei meiner Mutti festgelegt, wie die Behandlung der Lungenmetastasen (durch Darmkrebs) behandelt werden soll. Ich denke, ich kann mich wenigstens in Hinsicht auf die Zytostatika optimal vorbereiten.
Herzlichen Dank.
Simone

Jutta
05.06.2004, 17:15
Campto® ist ein Zytostatikum (Medikament, das das Wachstum der Zellen hemmt), und wird aus dem aus China stammenden Baum Camptotheca acuminata (Xi Chu = Glücksbaum) extrahiert.

Zellen (d.h. auch Krebszellen) benötigen für das Wachstum und die Zellteilung verschiedene Substanzen, z.B. auch Enzyme wie Topoisomerase I. Campto® wirkt auf das Enzym Topoisomerase I und verhindert das Wachstum und die Teilung der Zellen. Da sich Krebszellen schneller vermehren als gewöhnliche Zellen, hat Campto® eine grössere Wirkung auf die Krebszellen als auf normale Zellen, und erlaubt so eine Verkleinerung des Tumors.

Wie andere Medikamente kann Campto® Nebenwirkungen verursachen.

Dosierung und Nebenwirkungen von Campto®

Campto® wird normalerweise als intravenöse (d.h. in die Venen) Infusion während mindestens 30 Minuten verabreicht. Häufig wird es mit anderen Zytostatika, vor allem 5?FU (5-Fluorouracil), kombiniert.

Nach der Verabreichung von Campto® können verschiedene unerwünschte Wirkungen auftreten. Diese treten jedoch nicht bei allen Patienten auf.


Nebenwirkungen und Ratschläge
Es ist wichtig, dass Sie Ihren Arzt oder das Onkologie-Ambulatorium sofort benachrichtigen, wenn eine Nebenwirkung auftritt, insbesondere:

In den ersten 24 Stunden nach der Anwendung kann ein Symptomkomplex auftreten, der Durchfall, übermässiges Schwitzen, Bauchschmerzen, Tränenfluss und Sehstörungen umfasst.
Diese Symptome sind nicht sehr intensiv und vorübergehend. Teilen Sie das Auftreten dieser Symptome in jedem Fall Ihrem Arzt mit. Er wird Ihnen sagen, wie Sie sich verhalten sollen.


Spätdurchfall
Nach Verabreichung der Infusion, kann ein sogenannter Spätdurchfall auftreten (frühestens nach 24 Stunden).
Das empfohlene Mittel zur Durchfallbehandlung ist Loperamid (z.B. Imodium). Beginnen Sie unverzüglich nach dem ersten flüssigen Stuhlgang mit der Einnahme von 2 Kapseln à 2 mg. Dann muss die Einnahme von einer Kapsel à 2 mg alle 2 Stunden fortgesetzt werden. Die Behandlung muss während 12 Stunden nach dem letzten flüssigen Stuhlgang weitergeführt werden. (Nicht länger als 48 Stunden einnehmen).
Trinken Sie reichlich salzhaltige Getränke (kohlensäurehaltiges Mineralwasser, Soda oder Bouillon) oder mindestens Wasser.

Liebe Grüße

Jutta
06.07.2004, 15:10
Seit heute gibt es in Deutschland ein neues Darmkrebsmedikament:
Erbitux(R) ist eine biotechnologische Innovation für die Behandlung von Patienten im fortgeschrittenen Stadium. Es ist ein maßgeschneiderter Antikörper, der das Wachstum des Krebses hemmt. Die sehr gute Wirksamkeit der neuen Antikörpertherapie ist durch mehrere international anerkannte Studien belegt.


http://www.presseportal.de/story.htx?nr=571648

Studienausführende Kliniken:
Berlin:
http://www.tumor-online.de/index.php?module=trials&func=display&sid=105
Hamburg:
http://www.ak-stgeorg.lbk-hh.de/html/fachabt/innere/onkologie2.php


Liebe Grüße

Jutta
02.11.2004, 11:52
Zur Information neuer Chemo`s, Erkenntnisse und Forschung

Neue Hoffnung für Patienten mit Kolon-Ca

Therapie mit dem Tyrosinkinase-Hemmer Gefitinib könnte nach ersten Daten die Prognose verbessern

INNSBRUCK (sto). Für Patienten mit fortgeschrittenem Kolonkarzinom könnte eine Behandlung mit dem Tyrosinkinase-Hemmer Gefitinib in Kombination mit weiteren Chemotherapeutika zu einer Verbesserung der Prognose führen. Das legen zumindest erste Daten aus Studien mit dem neuen EGFR-Blocker nahe.

http://www.aerztezeitung.de/docs/2004/11/02/198a1801.asp?cat=/medizin/krebs

Liebe Grüße
Jutta

02.11.2004, 13:09
Liebe Jutta,

es geht um meinen Mann (51 J., Diegnose 10/2002 KolonC. T 4, Lebermetastasen, Chemo-Palette: 5 FU/Folin, Oxaliplatin, Inrinoteca und nun seit 6 Wochen Erbitux mit Irinotecan)der zur Zeit mit Erbitux behandelt wird. Wir wissen noch nicht, ob dieses Mittel anschlägt. Ich hab nun schon verscheidentlich auch von Avastin als Alternative gelesen. Stolpere dabei aber immer darüber, dass dieses als "First-Line-Therapie" bezeichnet wird. Meine Frage an dich: Was bedeutet "First-Line-Therapie". Heißt dies, dass es nur für Patienten gilt, die vorher noch keine Chemo hatten?? Oder bedeutet es, "Therapie der ersten Wahl"? Ich wäre dir dankbar, wenn du mit diese Frage beantworten könntest. Darüber hinaus möchte ich mich auch für die vielen Beiträge bedanken, die du hier schreibst. Ich lese seit zwei Jahren im Krebs-Kompass und es hat mir schon oft geholfen, die Dinge besser zu verstehen, leider nicht, sie auch zu aktzeptieren.
Also, herzilchen Dank und viele Grüße
Randi

Jutta
03.11.2004, 15:59
Liebe Randi,

Es ist auch nicht leicht, Dinge so zu akzeptieren wie sie sich ergeben, besonders wenn es die eigene Familie (be)trifft. Die Logik und die Emotionalität können sich selten die Waage halten, mal ist das eine stark, und dann wieder das andere. Wenn Du möchtest, kannst Du mir gerne die Dinge schreiben (mailen) die Dir das Akzeptieren schwer machen.

First-Line-Therapie bedeutet die "erste Behandlungswahl". Je nach Diagnose, Stadium und histologischen Befund entscheiden die Ärzte aufgrund von Statistiken und Erfahrungen, welche Therapie sie als erstes ansetzen. In den meisten Fällen sind es die Therapien mit der höchstwahrscheinlichen Erfolgsrate, entweder adjuvant, kurativ oder palliativ. Avastin kann eingesetzt werden, auch wenn schon andere Chemotherapien gegeben wurden. Da diese Chemo relativ neu ist, wurde bei einigen Patienten das Avastin während der Studien als erste Chemo gegeben, um Erfahrungswerte zu sammeln.

Ich hoffe, daß ich Deine Fragen beantworten konnte.

Liebe Grüße
Jutta

03.11.2004, 17:04
Liebe Jutta,

herzlichen Dank für deine Antwort und dein Angebot, dir direkt zu schreiben. Wir leben nun schon seit mehr als zwei Jahren mit einer Diagnose, die von Anfang an wenig Raum für (längerfristige) Hoffnung gab. Auch wenn es zwischendurch immer wieder auch gute Nachrichten und auch gute Phasen gab, das Damoklesschwert der "Unheilbarkeit" schwebt immer über mir und mal kann ich besser, mal schlechter damit umgehen. Aber, ich denke, alle die hier schreiben, ob als Betroffene oder als Angehörige, erleben diese Achterbahn der Gefühle und müssen sie letztendlich akzeptieren.
Möglicherweise erfahren wir morgen oder zumindest in den nächsten Tagen (man lernt ja auch zu warten - mehr oder weniger), ob die bisherige Erbitux-Behandlung schon überprüfbar etwas gebracht hat. Einmal mehr: Hoffen und Bangen und blanke Angst.
Ich habe gelesen, dass Avastin evtl. Anfang nächsten Jahres zugelassen wird und vielleicht ist dies dann (falls Erbitux nichts oder nichts mehr) bringt auch noch eine Behandlungsoption.

Ich danke dir nochmals sehr für deine Antwort
und schicke dir viele Grüße
Randi

04.11.2004, 09:26
Also dass hier Jutta 'alle Behandlungsmöglichkeiten' aufgelistet hätte könnte ich nicht erkennen. Im Gegenteil es sind meines Erachtens nur die gängigen und statistisch nicht eben erfolgreichsten.
Ich habe lange gesucht und zwei meiner Meinung nach sehr effektive Möglichkeiten gefunden. Die Beiträge darüber wurden mittlerweile von einer der Moderatorinen so gut 'versteckt' dass ich sie nun selber nicht mehr finde :-(
Da es aber für viele wichtig sein könnte nochmal hier in Kurzform:
Mit IPT (Insulin potenzierte Therapie) kann die Menge der Chemo- Substanzen drastisch verringert werden bzw. der Tumor zu höherer Giftaufnahme gebracht werden.
Mit CST (Chemotherapie Sensitivitäts Testung) kann schon vorab getestet werden auf welche Chemo- Substanzen der jeweilige Krebs am besten anspricht.
Baha

guenther34
04.11.2004, 11:29
Liebe Jutta, liebe Randi,

obwohl auch in meiner Familie verhäuft Darmkrebs vorkommt, habe ich das Glück, einen guten Freund zu haben, der Arzt ist. Das ist ganz praktisch, wenn man bei ihm komplizierte medizinische Sachen nachfragen kann. Deswegen weiß ich auch ganz gut über Chemotherapien usw. bescheid.
Jutta, ich finde es wirklich toll, was Du hier an Infos zusammen gestellt hast. Leider haben sich in Deinem Text vom 3.11. ein paar Fehler eingeschlichen. Sie mir nicht böse, dass ich Dich ein bisschen verbessere.
Avastin ist keine Chemotherapie. Es ist ein Antikörper, der die Blutzufuhr zum Tumor abschneidet. Er ist alleine aber total unwirksam und muss mit einer Chemo zusammen gegeben werden. Außerdem ist Avastin bei uns noch gar nicht zugelassen und wird bisher nur in Studien benutzt. Wir sollten hier also keine falschen Hoffnungen wecken, dass Randis Mann das schon bekommen kann. Erbitux ist – ganz wie Du geschrieben hast – auch ein Antikörper, mit dem Unterschied, dass er schon seit dem Sommer bei uns zugelassen ist. Er wird zwar auch mit einer Chemo zusammen gegeben, wirkt aber auch ohne, nur mit Chemo eben noch besser.
Randi, es kann sein, dass die Ärzte nach den ersten Wochen noch nicht sagen können, ob Erbitux bei Deinem Mann wirkt. Aber das wird sie höchstwahrscheinlich, bei den meisten Patienten reagiert der Tumor – wirst Du ja hier im Forum auch schon gelesen haben. Aber ich möchte Dich und Deinen Mann schon mal vorwarnen: Es kann sein, dass er einen Hautausschlag, wie Pickel, bekommt. Das ist bestimmt nicht angenehm, aber es gibt wohl einen Zusammenhang zwischen Pickeln und Wirkung. Also, nicht ärgern – Hauptsache es wirkt! Ich wünsche Dir und Deinem Mann alles Gute

Günther

04.11.2004, 14:15
Hallo Baha!
hab mich über die IPT und CST im Internet umgesehen. Diese Behandlungsmethoden werden in einer Klinik im Wien praktiziert. Und natürlich muss man da ALLES selbst bezahlen. Als ich die "Erfolgsergebnisse" durchgelesen habe, ist mir das ganze sehr unrealistisch vorgekommen: da waren Endstadium-Patienten und Menschen, die schon im Sterben lagen, sehr schnell gesund. Irgendwie klingt es für mich ein wenig unseriös... Kennst du da jemand, der schon in dieser Klinik behandelt wurde?
Gruß, Rollerolga

04.11.2004, 16:06
Hallo Günther,
es ist schon möglich in Deutschland noch nicht zugelassene Arzneimittel ausserhalb von Studien einzusetzen. Näheres regelt §73.3 des Arzneimittelgesetzes. Da Avastin bereits in den USA zugelassen ist, kann es importiert werden. Lediglich das Problem der Finanzierung könnte sich ergeben, da viele Krankenkassen eine Kostenübernahme verweigern (wollen).

Jutta
06.11.2004, 05:15
@Baha

>Also dass hier Jutta 'alle Behandlungsmöglichkeiten' aufgelistet hätte könnte ich nicht erkennen.<

Der Titel dieses Threads heißt "Chemotherapien bei Darmkrebs" und NICHT "alle" Behandlungsmethoden bei Darmkrebs. Lese Dir die Postings doch genau durch, dann siehst Du, daß es eine Kurzfassung von Informationen mit Quellenangaben und KEINE von mir ausgesprochene Empfehlung ist. Außer ein User stellt eine spezielle Frage, wie es Randi tat.

Information und Empfehlung sind 2 Paar Stiefel.


Anstatt Spitzen zu verteilen, wäre ein konstruktiver Beitrag für alle User/Suchenden/Leser garantiert hilfreicher. Eventuell auch wo diese von Dir angesprochenen Behandlungen (ITP und CST) durchgeführt werden.

>Beiträge darüber wurden mittlerweile von einer der Moderatorinen so gut 'versteckt' <

Nutze die Suchfunktion um Deine Beiträge wiederzufinden. Als ich noch Moderatorin war, faßte ich gleiche Anfragen/Informationen/Austausch zusammen, um es neuen Usern einfacher zu machen, das für sie wichtige Thema schnellstmöglichst zu finden. Als ich dies damals ankündigte, bekam ich weder von Dir noch anderen User eine Email oder einen Beitrag, daß es nicht erwünscht ist. Denkst Du nicht, daß zusammengefaßte Themen unter einem Titel Informationen von verschiedenen Usern hilfreicher sind? Anstatt sich durch (damals) 21 Seiten Informationen zu wälzen?

Zusammenfassend möchte ich nur sagen, daß es traurig ist, immer nur durch Anmache aufzufallen, anstatt konstruktiv und für die User hilfreich sich auszutauschen.

Liebe Grüße
Jutta

Jutta
06.11.2004, 05:24
Hallo Günther,

Danke für den Hinweis, ich hätte den Titel ändern sollen..... :-)

Lieben Gruß
Jutta

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Basel, 22. Oktober 2004

Avastin erhält in Europa eine positive Stellungnahme für die Behandlung von Patienten mit metastasierendem Dickdarmkrebs

Roche hat heute (22.10.2004)bekannt gegeben, dass ihr innovatives Krebsmedikament Avastin eine positive Stellungnahme seitens des Europäischen Ausschusses für Humanarzneimittel (CHMP) erhalten hat.

Das CHMP hat empfohlen, dass Avastin (Bevacizumab) in Kombination mit den intravenös (i.v.) verabreichten Medikamenten 5-Fluorouracil/Folinsäure bzw. 5-Fluorouracil/Folinsäure/Irinotecan i.v. für die Erstbehandlung von Patienten mit metastasierendem Dickdarmkrebs (Kolon- oder Rektumkarzinom) indiziert sein soll.

Die positive Stellungnahme des CHMP wird jetzt der Europäischen Kommission zur abschliessenden Genehmigung vorgelegt. Die Stellungnahme basiert auf Daten einer entscheidenden Phase-III-Studie, die zeigten, dass die Überlebensdauer von Patienten, die mit Avastin plus Chemotherapie* behandelt worden waren, um durchschnittlich 30% höher war als diejenige der Patienten, die nur eine Chemotherapie erhalten hatten (20,3 Monate versus 15,6 Monate)1. Ausserdem erhöhte die Zugabe von Avastin im Vergleich zur alleinigen Chemotherapie die Zeitdauer, in der die Krankheit bei den Patienten nicht fortschritt, um durchschnittlich 71%.

William M. Burns, Leiter der Division Pharma von Roche, dazu: „Das sind sowohl für Ärzte als auch für Patienten äusserst gute Nachrichten. Die positive Stellungnahme des CHMP stellt ein wichtiges Etappenziel für Avastin dar, wird doch damit der Nutzen anerkannt, den das Medikament – zusätzlich zum Therapieschema, das in der zulassungsrelevanten Studie verwendet wurde – bezüglich einer weiteren gängigen Chemotherapie erbringen kann. Die Stellungnahme bestätigt auch den echten Nutzen, den Avastin Patienten mit fortgeschrittenem Dickdarmkrebs bieten kann“.

Mehr dazu im folgenden Link.

Quelle: http://www.roche.com/de/med-cor-2004-10-22

06.11.2004, 14:50
Hallo, diese Studien zu Avastin sehen so toll aus und ich hatte auch große Hoffnungen ;-(((
Ich habe nun Avastin bisher 4 x bekommen in Verbindung mit Xeloda. Bei den Untersuchungen stellte sich leider heraus, daß meine Lungenmetastasen sich munter weitervermehren und wachsen !!! Nun soll ich noch 3 x Avastin bekommen und dann wieder CT. Meine Onkologin meint, daß vielleicht noch ein "verzögertes" Ansprechen kommt.
Aber etwas positives gibt es doch: habe bei dieser Behandlung keinerlei Nebenwirkungen von Avastin - ist doch auch schon mal was ;-))
Liebe Grüße
Angeli

06.11.2004, 19:40
Hallo Jutta
Ich finde es sehr gut, daß du dir dieMühe gemacht hast mal mehrere Therapien aufzuschreiben, großes Lo von mir dafür
Gruß Ulla

guenther34
08.11.2004, 17:22
Hallo Heiko,
sicherlich ist es in Einzelfällen möglich, Arzneimittel aus dem Ausland zu importieren. Aber mit der Finanzierung sprichst Du ein nicht unerhebliches Problem an: Da Avastin noch nicht in Europa zugelassen ist, übernehmen die Kassen die Kosten nicht. Und diese belaufen sich immerhin auf 500 bis 1000 Euro monatlich! Erbitux ist wohl auch relativ teuer, aber da es zugelassen ist, übernehmen die Kassen die Kosten.
Gruß, Günther

Jutta
25.11.2004, 17:05
Ärzte Zeitung, 24.11.2004

Oxaliplatin erhöht Chance für Tumorentfernung
Metastasen-Op oft möglich


INNSBRUCK (sto). Für die Heilung eines Patienten mit kolorektalem Karzinom ist die kurative Resektion des Tumors zwar Voraussetzung, sie reicht aber allein nicht aus. Das sagt der Chirurg Professor Wolf Otto Bechstein von der Universität Frankfurt am Main. Gefragt seien auch hier interdisziplinäre Therapieansätze. Zunehmend wichtig sei dabei die adjuvante und die neoadjuvante Chemotherapie.

http://www.aerztezeitung.de/docs/2004/11/24/214a1502.asp?cat=/medizin/krebs/darmkrebs


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Ärzte Zeitung, 18.11.2004

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Neue Indikation für Oxaliplatin
BERLIN (eb). Die US-Zulassungsbehörde FDA hat Oxaliplatin zur Injektion in Kombination mit der herkömmlichen Chemotherapie (Infusionen von 5-Fluorouracil/Leucovorin) zur adjuvanten Therapie für Patienten mit Kolonkarzinom zugelassen.

Die Zulassung bezieht sich auf das Stadium III bei Patienten, die sich einer vollständigen Resektion des primären Tumors unterzogen haben. Dies hat das Unternehmen Sanofi-Synthelabo in Berlin mitgeteilt. Die neue Therapie biete den Patienten bei dieser Tumor-Erkrankung neue Aussichten auf eine mögliche Heilung.


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Liebe Grüße
Jutta

06.12.2004, 01:49
Liebe Jutta,
auch ich möchte mich bedanken für das Infomaterial. Es ist nicht immer leicht alles zu verstehen was die Ärzte sagen oder als nächste Therapie vorschlagen. Meine Mutter erkrankte letztes Jahr im Mai an Darmkrebs mit Lebermetastasen. Nach OP bekam sie erst Chemo 5 FU mit Irinotecan(18 Stück) und dann Oxaliplatin mit Campto(6 Stück).Nach den ersten 12 Chemos gab es einen kurzen Erfolg doch dann wuchsen die Metastasen wieder. Wir entschlossen uns für die LITT(Laserindizierte Thermotherapie). Wo wir die Kosten selber tragen mußten. Erst wurden die Metastasen duch Chemoembolisation auf kleiner 5cm gebracht und dann gelasert. Im Juni war die Leber metastasenfrei. Nach 3Monaten ohne Therapie stellte man nun erneut welche fest. Der Onkologe meint das die Chemotherapie die sie schon bekommen hat nichts erreichen würde. Jetzt bekommt sie ein Chemotherapeutikum in Tablettenform-Xeloda 500mg. Wenn ich vorhin richtig gelesen hab wird das Capecitabin im Körper umgewandelt zum krebsbekämpfenden Mittel 5FU. Ist das dann das gleiche als wenn sie 5FU als Infusion bekommmen würde? Der Onkologe meinte doch das das nicht bringen würde das gleiche wie sie schon hatte zu verabreichen! Kannst Du mir oder jemand anders eine Antwort geben? Liebe Grüße Nicki

bellaschmu
25.01.2005, 12:43
Hallo Jutta, hallo Angeli,
kennt Ihr Euch etwas genauer mit Avastin aus? Ich habe gehört, dass die Chemotherapie, mit der das zusammen gegeben wird, schon längst kein Standard mehr ist und die Behandlung richtig heftige Nebenwirkungen (Bluthochdruck, Durchfall) hat. Wisst Ihr da was genaueres zu?
Danke für Eure Antwort.
Isabell

25.01.2005, 16:50
Hallo Isabell,

ich bekomme Avastin in Kombination mit 5FU und habe keinerlei negative Veränderungen im Blutbild und keinen Bluthochdruck. Gerade Avastin zeichnet sich ja durch die geringen bis garnicht vorhandenen Nebenwirkungen aus. Gelegentlich auftretender Durchfall (der aber durch das 5FU ausgelöst wird wenn überhaupt) kann sehr gut mit Loperamid oder ähnlichem behandelt werden.

Liebe Grüsse Angeli

27.01.2005, 14:20
Hallo Angeli,
darf ich nach Deiner Diagnose fragen? Würde mich sehr interessieren. Ich hatte für meine Mutter nach dem Medikament Avastin gefragt, doch man sagte mir das es in Deutschland nicht zugelassen ist! ??? Wo bekommst Du das? Bin ich falsch informiert worden??? Danke für eine Antwort. Liebe Grüße Nicki

27.01.2005, 14:53
Hallo Nicki,

ja du bist falsch informiert worden. Avastin hat seit dem 14.1.05 die EU-Zulassung!!!! Hat sich leider wohl noch nicht bis zu allen Ärzten durchgesprochen. Meine Onkologin ist aber gottseidank immer auf dem letzten Stand.
Meine Diagnose wurde Juni 02 gestellt: pT3 N1 M0 G2 RO
Inzwischen seit einem Jahr Metastasen in beiden Lungenflügeln.

Liebe Grüße Angeli

31.01.2005, 21:08
Hallo Angeli,
Danke für Deine Antwort. Da werd ich mich nochmal befragen. Ist ja noch nicht so lange her. Gefragt hatte ich im Dezember. Naja...wenn man sich nicht um alles selbst kümmert...! Ich wünsche Dir alles Gute, liebe Grüße Nicki

01.02.2005, 17:33
Hallo Angeli,

ich bekomme auch Avastin. Du schreibst, da es seit 14.01.05 die EU-Zulassung gibt. Bedeutet dies, daß alle Patienten Avastin von der Kasse bezahlt bekommen?

Viele Grüße
Imi

02.02.2005, 14:03
Hallo Imi,

ja, Avastin wird jetzt wieder von den Krankenkassen bezahlt.

Liebe Grüsse
Angeli

02.02.2005, 15:13
Hallo Angeli,

ich wurde im 07.02 operiert. Habe auch in beiden Lungenflügeln Metastasen. Bekomme seit 07.04 Avastin, Campto und bis vor kurzem Oxaliplatin. Im November 2004 wurde bei den CT-Untersuchungen festgestellt, daß sich die Metastasen verkleinert haben. Wie hat Avastin bei Dir gewirkt.
Mein Onkologe sagte mir, daß Avastin nur bei Erstbehandlungen von der Kasse bezahlt wird. Kann das sein?

Viele Grüße
Imi

Jutta
02.02.2005, 18:08
Hallo imi,

Leider hat Dein Onkologe recht, hier ein Ausschnitt aus der Pressemitteilung von Roche:

"14.01.2005 - 15:09 Uhr, Hoffmann-La Roche AG [Pressemappe]
Grenzach-Wyhlen (ots) -

Die europäische Zulassungsbehörde EMEA hat jetzt den monoklonalen Antikörper Avastin(R) (Wirkstoff: Bevacizumab) in Kombination mit einer Chemotherapie für die Behandlung von Patienten mit nicht vorbehandeltem metastasiertem Darmkrebs zugelassen.
Avastin bietet als erster und bislang einziger Hemmer der Gefäßneubildung (Angiogenese-Hemmer) Patienten mit fortgeschrittener Erkrankung eine wesentliche Überlebensverlängerung. Damit beginnt eine neue Ära in
der Tumortherapie."


Liebe Grüße
Jutta

02.02.2005, 22:22
Liebe Jutta,

vielen Dank für Deine Information.
Ich habe schon mehrere Behandlungen bekommen. Wie sich bei mir gezeigt hat, hilft Avastin auch dann, wenn man vorher andere Chemotherapien bekommen hat. Es ist also schade, daß nicht alle Patienten dieses Medikament bekommen können.

Viele Grüße
Imi

04.02.2005, 18:15
Hallo Imi und Jutta,

es bringt auf jeden Fall etwas, sich mit der Krankenkasse in Verbindung zu setzen. Kein Patient kann dafür "bestraft" werden, daß er den Krebs "zu früh" bekommen hat und schon andere Chemotherapien zum Einsatz kamen. Mit einer Ablehnung würden sich die Krankenkassen auf einem rechtlich sehr dünnen Eis bewegen. Bei mir hats nur einen Anruf bei meiner BKK gekostet und ich bekam die mündliche und auch schriftliche Zusage, daß ich Avastin "auf Kassenrezept" verordnet bekomme.
Also nicht so schnell abwimmeln lassen!

Viel Glück
Angeli

09.02.2005, 15:50
Mein Vater wird derzeit mit Oxaliplatin behandelt und hat die wohl typischen Nebenwirkungen von Kribbeln in den Fingern und Zehen. Kann mir jemand sagen, ob es eine Möglichkeit gibt, diese zu reduzieren.

09.02.2005, 18:55
Viel Trinken und Vitamin C sowie B12 hilft ein bischen.
Das Kribbeln lässt aber bis zur nächsten Therapie immer etwas nach. Wieviele Mal hat Dein Vater denn schon bekommen. Ansonsten hat man mit Übelkeit und angegriffenen Schleimheuten zu kämpfen. Ist das bei Deinem Vater auch so?

09.02.2005, 19:16
Liebe MarieB,

meine Mutti bekommt auch Chemo mit Oxaliplatin (Folfox-Schema) und hatte auch mal eine Zeit lang dieses Kribbeln, allerdings nicht sehr lokal ausgepraegt, sondern eher so eine Art generelle Unruhe. Ihr Onkologe hat ihr geraten, Magnesium und Kalzium in Form von Brausetabletten zu trinken. Das schien ein bisschen zu helfen. Ich bin nicht sicher, ob es wirklich daran oder auch an anderen Faktoren lag, aber ich denke, es ist einen Versuch wert, denn schaden tut Magnesium und Kalzium vermutlich nicht.

Alles Gute fuer Dich und Deinen Vater!

Nenna

10.02.2005, 12:18
Hallo Angeli,

bekommst Du Avastin in Kombination mit einem anderen Medikamenten?
Hat Avastin bei Dir gewirkt?

Viele Grüße
Imi

11.02.2005, 11:04
Danke an Nenna und Katja,

mein Vater hat jetzt erst 3 mal Chemo hinter sich, 5 mal steht ihm noch bevor. Ansich geht es ihm gut. Übelkeit und Durchfall hatte er nur beim zweiten mal. Nach dem dritten mal haben sie jetzt ein CT gemacht und das Ergebnis war eigentlich recht postiv (er hatte einen Zwölffingerdarmtumor, T4N2M1, der großflächig operativ entfernt wurde.)Metastasen wurden in der Lunge vermutet, aber nach dem neuen CT jetzt wurde diese Vermutung wieder zurückgenommen, da es sich wahrscheinlich um Verkapselungen handelt. Er ist ein wenig niedergschlagen , weil er jetzt noch fünf mal hin muss. Als Tochter sucht man immer nach Möglichkeiten um zu helfen, er selber will sich aus Angst, glaub ich, nicht so sehr mit dem Thema beschäftigen.
Ich lese hier immer so viele Schicksale und hoffe, dass mein Vater noch mal mit einem blauen Auge davongekommen ist.

Liebe Grüße

11.02.2005, 14:20
Hallo Imi,
ich bekomme Avastin in Verbindung mit 5FU, daß ich in Form von Xeloda-Tabletten bekomme. Zur Zeit ist bei den Metastasen in der Lunge ein Stillstand festzustellen. Wenigestens etwas! Nächstes CT habe ich im April, dann kann man schon etwas genaueres über die Wirkung feststellen. Der Tumormarker ist auch leicht zurückgegangen.

Liebe Grüße
Angeli

Jutta
15.02.2005, 19:52
Hallo, zur Information auch hier in diesen Thread:


Ärzte Zeitung: 15.02.2005

Antikörper ist neuer Standard bei kolorektalem Karzinom
Mit Bevacizumab behandelte Patienten leben im Mittel fünf Monate länger / Antikörper als Teil einer Kombinationstherapie zugelassen

FRANKFURT/MAIN (nsi). Der Antikörper Bevacizumab (Avastin®) ist jetzt europaweit für die Erstlinien-Therapie von Patienten mit metastasiertem Kolon- und Rektumkarzinom zugelassen worden.

Gesamtartikel:
http://www.aerztezeitung.de/docs/2005/02/15/027a0402.asp?cat=/medizin/krebs

Liebe Grüße
Jutta

16.02.2005, 16:18
Hallo Jutta,

habe von einer Bekannten erfahren, daß es in den USA einen neuen Antikörper gibt gegen Darmkrebs. Dieser Antikörper soll besser sein als Avastin.

Kennst Du den Namen von diesem Antikörper?

Viele Grüße
Imi

Jutta
23.02.2005, 08:02
Hallo Imi,

Leider kann ich Dir darauf keine Antwort geben, da ich bis dato noch kein Feedback von der amerikanischen Krebsvereinigung erhalten habe. Aus meinen abonnierten Newslettern aus den USA kann ich nur ersehen, daß ein weiteres Antikörpermittel in Verbindung mit Avastin getestet wird.

Liebe Grüße
Jutta

23.02.2005, 12:19
Hallo Jutta,

vielen Dank für Deine Information. Habe den Arzt angerufen, der dies angeblich gesagt hat. Leider hatte die Bekannte dies falsch verstanden. Es handelt sich um Avastin.

Wenn ein Antkörpermittel getestet wird, kann man das noch lange nicht bekommen?

Liebe Grüße
Imi

Jelly
24.02.2005, 14:42
Halle Jutta,
mein Doc meinte, Avastin in der first-line-Therapie sei nur mit FOLFORI (Campto) freigegeben, hat er Recht ?
An alle: Am 9.3. ist meine erst Chemo-Sitzung mit FOLFIRI+Avastin. Am 11.3. möchte ich gerne auf ein Familienfest fahren, glaubt Ihr, daß das mit den Nebenwirkungen geht ? Jeder verträgt die Chemo anders, ich weiß, aber vielleicht könnt Ihr mir Eure ganz subjektive Einschätzung mitteilen.
Liebe Grüße und alles Gute für Euch

24.02.2005, 18:11
Hallo Jelly,

Dein Onkologe hat recht. Ich bekomme aber trotzdem Avastin, obwohl es nur in der first-line-Therapie freigegeben ist. Die meisten Kassen bezahlen Avastin in Kombination mit einer anderen Therapie nicht. Ich habe Oxaliplatin, Campto jede Woche und Avastin jede zweite Woche bekommen. Jetzt vertrage ich Oxaliplatin nicht mehr und bekomme nur Campto. Ich habe heute Campto bekommen und morgen bekomme ich Avastin. Mir geht es nicht schlecht und ich wäre fähig am Samstag auf eine Feier zu gehen. Die Nebenwirkungen von Campto kommen meistens nach ein paar Tagen. Das ist aber bei jedem unterschiedlich. Es kann sein, daß Du gar keine Probleme hast.

Viele Grüße
Imi

Jelly
24.02.2005, 20:08
Hallo Imi,
danke für Deine Antwort. Das macht mir Mut und ich werde zu der Familienfeier fahren, wir müssen drei Stunden mit dem Auto fahren und können abends nicht heim, so daß ich hoffe, daß ich über die Tage klar komme. Ich kriege sowas wie Torschlußpanik, kennst Du das auch ? Ich hab das Gefühl, es könnte das letzte mal sein, daß man die Verwandten sieht und es einem noch gut geht. Im Moment laß ich den Kopf ganz schön hängen, aber man kann auch nicht immer stark sein. Der Doc meinte, daß ich nicht mehr gesund werde und dann hab ich an die Beiträge von Sunny gedacht und es stieg die blanke Angst in mir auf. Was passiert uns da - das ist so unfaßbar. Sorry, wenn ich so schreibe. Wie geht es Dir mit der Situation, Du kämpft ja schon länger als ich, hast Du gute Hilfe und Freunde, die Dich stützen ?
Alles Liebe und Gute für Dich, ich umarme Dich
Deine Jelly

24.02.2005, 23:10
Hallo Jelly,
genau wie Du denke ich auch. Wir waren am Samstag bei Rüsselsheim zum 40. Geburtstag eingeladen. Ich war die ganze Zeit überzeugt, daß wir hin fahren. Am Freitag habe ich dann schlechte Nachrichten erhalten. Mein Mann und ich waren so fertig, daß wir bis Heilbronn zu meinen Eltern gefahren sind. Auf die Geburtstagsfeier sind wir nicht gefahren, da 100 Leute eingeladen waren und wir es nicht geschafft hätten, bei so einer Feier lustig zu sein.
Ich mache, wenn es mir gut geht, alles mit, da ich auch immer meine, daß es mir nicht mehr lange gut geht.Wir haben hier gute Freunde und sind sehr oft eingeladen. Jede Woche treffe ich mich mit Freundinnen zum Kaffee. Die Familie hilft mir auch sehr, aber leider wohnen die 250 km weg von hier.
Die Diagnose ist furchtbar. Die meisten Leute, die nicht Bescheid wissen über die Krankheit sagen zu mir immer wieder das schaffst Du. Zwischenzeitlich habe ich aufgegeben, den Leuten zu wiedersprechen.

Ich wünsche Dir, daß die Chemo anschlägt und Du keine Probleme mit den Nebenwirkungen hast.

Viele Grüße
Imi

25.02.2005, 12:15
Hallo Imi und Jutta,

wenn ich richtig informiert bin gehts um Erbutux.Das soll gerade in der USA in Verbindung mit Avastin gestestet werden.

Grüße

25.02.2005, 13:24
Hallo Nese,

kann ich nicht ganz verstehen. Bei beiden Medikamenten handelt es sich um Antikörper.

Hast Du richtig gelesen?

Gruß
Imi

25.02.2005, 14:15
Liebe Nese, liebe Imi,

der Antikörper Erbitux wird üblicherweise in Verbindung mit einer Chemo gegeben. Erbitux soll die Fähigkeit der Krebszelle sich zu teilen unterbinden, darüber hinaus wurde festgestellt, dass es die Wirkung von Chemos (die zuvor bereits nicht mehr wirkten) verstärkt. Dass Avastin zusammen mit Erbitux gegeben wird habe ich noch nie gehört und kann es mir auch nicht vorstellen.
Mein Mann bekommt Erbitux seit Mitte September 2004 in Verbindung mit Irinotecan einmal wöchentlich. D.h. in der einen Woche nur Erbitux, in der nächsten zusammen mit Irinotecan und so immer im Wechsel. Das erste CT im Nov. 2004 zeigte, dass die Lebermetas kleiner geworden waren, das zweite CT vor einigen Tagen war ebenfalls erfreulich, zumindest ist nichts gewachsen und nichts neues dazu gekommen. Erbitux ist seit Sommer 2004 in Deutschland unter bestimmten Voraussetzungen zugelassen, Avastin glaube ich seit Anfang diesen Jahres, aber auch nur unter bestimmten Voraussetzungen.

Imi, ich habe es auch aufgegeben den Leuten mit ihrem "ach, das wird schon..." zu widersprechen, musste mir schon öfter anhören, dass ich zu wenig Optimismus ausstrahle.

Ich wünsche euch alles Gute.
Liebe Grüße
Randi

Jelly
25.02.2005, 16:30
Hallo Randi,
ja das Avastin ist für die first-line-Therapy in der Kombination mit dem Folfiri-Schema (Campto) zugelassen. Genau diese Chemo werde ich am 9.3. beginnen. Es gibt Studien in Amerika, die das Avastin mit dem Folfox-Schema kombinieren, aber diese sind noch nicht abgeschlossen, daher hat sich mein Doc geweigert, diese Kombination anzugehen. Vielleicht gibts die Zulassung dann nächstes Jahr. Hallo Imi, Dein letzter Beitrag klingt so, als seist Du "gut aufgehoben". Das freut mich sehr, habe meinem Mann oft gesagt, wenn man so eine Diagnose und die Behandlung alleine durchstehen müßte, das wäre ja noch grausamer, ich bin froh, daß ich meinen Mann habe, er steht mir ganz toll zur Seite. Einpaar Freundinnen treffe ich gelegentlich, die Nachbarn sind auch informiert und einige kümmern sich auch ganz lieb. Trotzdem, den Weg müssen wir gehen, das kann uns keiner abnehmen.
Ich wünsch Euch allen viel Kraft und Gesundheit !!
Liebe Grüße zum Wochenende

26.02.2005, 17:08
Die Kombination von Erbitux + Avastin macht durchaus Sinn, da beide Antikörper gegen VERSCHIEDENE Rezeptoren gerichtet sind. Man verspricht sich dadurch einen Synergieeffekt, hauptsächlich dadurch, dass der Krebszelle durch die gleichzeitige Hemmung zweier Zellteilungsmechanismen das Überleben erschwert wird. Bildlich vorgestellt: Wenn ein Eimer voll Wasser 2 Löcher hat, dann ist das gleichzeitige Stopfen beider Löcher effektiver, als das Stopfen nur eines Loches.
Allerdings gibt es bisher nur anfängliche Studien, die die MÖGLICHKEIT eines Synergieeffektes nahelegen.

Gruß,
Heiko

26.02.2005, 19:25
Hallo Imi und Randi,

wie gesagt ich bin mir nicht sicher ob die Infos richtig sind. habe es von einem Onkologen aus der USA gehört, daß es zur Zeit in der USA getestet werden soll.

Grüße

Jutta
03.03.2005, 09:03
Ärzte Zeitung: 02.03.2005


Capecetabin nach Kolon-Ca-Op

BASEL (eb). Das orale Chemotherapeutikum Capecitabin hat eine positive Stellungnahme der EU-Behörden für die postoperative Begleittherapie von Patienten mit Dickdarmkrebs erhalten, hat das das Unternehmen Hoffmann-La Roche bekanntgegeben.

Mit der Marktzulassung werde in den nächsten Monaten gerechnet. Die Resultate einer Studie hätten belegt, daß Capecitabin ein günstiges Profil unerwünschter Wirkungen habe und mindestens so wirksam sei wie die nach einer Operation routinemäßig verwendete intravenöse Chemotherapie. Vorteil sei, daß die Patienten die Therapie zu Hause machen können.

http://www.aerztezeitung.de/docs/2005/03/02/038a1302.asp?cat=/medizin/krebs/darmkrebs

Liebe Grüße
Jutta

Jutta
09.03.2005, 12:10
ASCO - News zum kolorektalen Karzinom

Alle Artikel:
http://www.onkodin.de/zms/content/e20556/e20635/e27215/e27716/index_ger.html



Liebe Grüße
Jutta

Jutta
12.04.2005, 08:15
Ärzte Zeitung: 12.04.2005 (Jetzt offiziell)


Neue Therapie bei Darmkrebs

EU-Zulassung für Capecitabine-Begleittherapie nach Op

NEU-ISENBURG (eb). Das orale Chemotherapeutikum Xeloda® mit dem Wirkstoff Capecitabine hat die EU-Zulassung für die (postoperative) Begleittherapie bei Dickdarmkrebs erhalten.
Nach Angaben von Hoffmann-La Roche zeichnet sich das Medikament durch ein günstigeres Profil unerwünschter Wirkungen als die derzeit übliche Standardtherapie mit intravenös verabreichtem 5-Fluorouracil/Leucovorin (5-FU/LV) aus.

In der X-ACT-Studie (Xeloda in Adjuvant Colon Cancer Therapy) habe das Mittel bezüglich der krankheitsfreien Überlebenszeit mindestens gleich gut abgeschnitten wie 5-FU/LV, aber im Vergleich zur Standardtherapie das Rezidivrisiko deutlich gesenkt, so das Unternehmen.

Liebe Grüße
Jutta

Jutta
22.04.2005, 06:40
Ärzte Zeitung: 22.04.2005


Irinotecan plus Antikörper gegen metastasiertes Kolon-Ca
Erstlinien-Therapie mit der Kombination verzögert Progression / Zulassung des Topoisomerase-I-Hemmers auch bei Magenkrebs beantragt

NEU-ISENBURG (otc). Der seit zehn Jahren in Deutschland zugelassene Topoisomerase-I-Hemmer Irinotecan erobert weitere Anwendungsgebiete. So profitieren Patienten mit metastasiertem kolorektalem Karzinom (mCRC) von Irinotecan in Kombination mit monoklonalen Antikörpern. Zudem wurde die Zulassung bei Magenkrebs beantragt.


Gesamtartikel:
http://www.aerztezeitung.de/docs/2005/04/22/073a0903.asp?cat=/medizin/krebs

Liebe Grüße
Jutta

Jutta
24.05.2005, 04:25
Ärzte Zeitung: 18.05.2005


Antikörper gegen Darmkrebs
Patienten profitieren von Cetuximab plus Chemotherapie

Gesamtartikel:
http://www.aerztezeitung.de/docs/2005/05/18/089a0404.asp?cat=/medizin/krebs/darmkrebs

Liebe Grüße
Jutta

Christa50
27.12.2005, 13:15
Hallo,

also mir hat die wöchentliche Therapie (7 Monate) abwechselnd (Campto + Erbitux) und 1 x nur Erbitux geholfen. (Chemo + Antikörper). Meine Met sind von Juni 7 cm auf 2 cm (Dez05) geschrumpft und sind jetzt operabel.
Jedem krebskranken Wiener kann ich das AKH nur empfehlen!

christa50

Jutta
02.03.2006, 18:37
Cetuximab in der Therapie des metastasierten kolorektalen Karzinoms



Nachdem für Jahrzehnte 5-FU die alleinige Therapie des metastasierten kolorektalen Karzinoms war, verbesserte die zusätzliche Therapie mit Irinotecan und Oxaliplatin die Prognose dieser Patienten. Die Chemotherapieregime FOLFOX (Oxaliplatin/5-FU/Folinsäure) und FOLFIRI (Irinotecan/5-FU/Folinsäure) erhöhten die Ansprechraten auf ungefähr 50% (1-3). Die Sequenz beider Regime führte zu Überlebenszeiten von ca. 20 Monaten (1-3). Erheblich erweitert wurden nun die Therapiemöglichkeiten des metastasierten kolorektalen Karzinoms durch die Neuzulassung von zwei Antikörpern.

Gesamtartikel: http://www.journalonko.de/aktuellview.php?id=1218 (http://www.journalonko.de/aktuellview.php?id=1218)

Jutta
05.03.2006, 04:36
Ärzte Zeitung, 02.03.2006



Mittel gegen Darmkrebs nützt besonders alten Patienten

Capecitabin ist verträglicher als Standardtherapie / Beim krankheitsfreien Überleben ist das oral anzuwendende Zytostatikum ähnlich effektiv

BERLIN (grue). Das Zytostatikum Capecitabin ist für operierte Patienten mit Darmkrebs eine gute Option. Die oral verfügbare Substanz hat sich vor kurzem in einer Studie als ebenso effektiv erwiesen wie die intravenöse Standardtherapie mit 5-Fluorouracil plus Folinsäure. Unerwünschte Wirkungen allerdings kamen seltener vor.

Gesamtartikel:

http://www.aerzte-zeitung.de/docs/2006/03/02/039a1301.asp?cat=/medizin/krebs (http://www.aerzte-zeitung.de/docs/2006/03/02/039a1301.asp?cat=/medizin/krebs)

Sabine Wagner
17.03.2006, 09:22
Hallo zusammen,

letztes Jahr erhielt mein Vati im Alter von 52 Jahren die Diagnose Darmkrebs. Lt. der Gewebeproben war dieser Tumor innerhalb eines halben Jahres so schnell gewachsen, dass es als unheilbar eingestuft wurde.

Dank AVASTIN konnte nach nur vier Monaten der Tumor komplett entfernt werden. In drei Wochen muss er nochmals ins Krankenhaus und dann wird der künstliche Darmausgang wieder verlegt.

Hätte er dieses Mittel nicht zusätzlich erhalten, dann wär er noch lange nicht dort wo er jetzt ist.

Viele Grüße
Sabine

Jutta
31.03.2006, 07:22
Ärzte Zeitung, 31.03.2006



Bei Kolorektal-Ca ist Antikörper oft indiziert

Angiogenese-Hemmer als Zusatz zur Standardtherapie

BERLIN (ugr). Der Angiogenese-Hemmer Bevacizumab, ein Antikörper, ist für beinahe alle Patienten mit metastasiertem kolorektalem Karzinom geeignet.

Selbst bei älteren Rheumakranken mit Darmkrebs, die potentiell gefährdet sind, mit Bevacizumab eine Perforation des Darms zu erleiden, sei der Nutzen des Medikaments größer als ein möglicher Schaden. Diese Ansicht vertrat Dr. Axel Grothey von der Mayo Klinik in Rochester im Staat New York beim Krebskongreß in Berlin.

Gesamtartikel:

http://www.aerzte-zeitung.de/docs/2006/03/31/060a1104.asp?cat=/medizin/krebs/darmkrebs (http://www.aerzte-zeitung.de/docs/2006/03/31/060a1104.asp?cat=/medizin/krebs/darmkrebs)

Jutta
20.04.2006, 19:53
Immuntherapie gegen Dickdarmkrebs

Menschlicher Antikörper bringt Vorteile bei fortgeschrittenem Dickdarmkrebs


Ein neuartiger Medikamentenwirkstoff verspricht für Patienten, die an weit fortgeschrittenem Dickdarmkrebs leiden, verbesserte Lebensqualität: Panitumumab, ein vollständig menschlicher monoklonaler Antikörper, verlängerte in einer Phase III-Zulassungsstudie die Zeit bis zum Fortschreiten der Krankheit deutlich. Allerdings konnte nach den auf der 97. Jahrestagung der American Association for Cancer Research (AACR) vorgestellten Ergebnissen keine Verbesserung der Gesamtüberlebenszeit beobachtet werden.




Gesamtartikel: http://www.krebsgemeinschaft.de/ (http://www.krebsgemeinschaft.de/)

Jutta
22.04.2006, 10:19
Ärzte Zeitung, 19.04.2006

Chemotherapie bei Kolorektal-Ca, neu kombiniert

BERLIN (sko). Bei metastasiertem Kolorektal-Ca ist die Chemotherapie mit Folinsäure, 5-Fluorouracil und Oxaliplatin (FOLFOX) mittlerweile Standard. Immer neue Kombinationen werden getestet, immer bessere Ansprechraten erreicht.

Gesamtartikel: http://www.aerzte-zeitung.de/docs/2006/04/19/071a1102.asp?cat=/medizin/krebs (http://www.aerzte-zeitung.de/docs/2006/04/19/071a1102.asp?cat=/medizin/krebs)

Jutta
02.05.2006, 22:09
Ärztezeitung: Forschung und Praxis, 02.05.2006


Adjuvantes Capecitabin bewährt sich bei Kolon-Ca

Die adjuvante Therapie mit dem oralen Zytostatikum Capecitabin ist bei fortgeschrittenem Kolon-Ca ähnlich effizient wie die Standardtherapie mit 5-Fluorouracil plus Folinsäure i.v. (5-FU / FS).

Gesamtartikel:

http://www.aerzte-zeitung.de/docs/2006/05/02/430f2003.asp?cat=/medizin/krebs (http://www.aerzte-zeitung.de/docs/2006/05/02/430f2003.asp?cat=/medizin/krebs)

Jutta
20.05.2006, 16:06
Ärzte Zeitung, 17.05.2006
(http://www.aerztezeitung.de/adserver/adclick.php?n=a4ad2e69)
Capecitabin für adjuvante Therapie bei Kolon-Ca geeignet


Orales Arzneimittel ist gut verträglich / Abbrecherquote geringer als bei i.v.-Therapie / Auch für Patienten über 65 Jahre geeignet

BERLIN (gvg). Die adjuvante Therapie mit dem oral applizierbaren Capecitabin ist eine wirksame und gut verträgliche Alternative zu Schemata mit intravenösen Therapien. Dies gilt vor allem auch bei älteren Patienten.

Gesamtartikel: http://www.aerzte-zeitung.de/docs/2006/05/17/090a1303.asp?cat=/medizin/krebs (http://www.aerzte-zeitung.de/docs/2006/05/17/090a1303.asp?cat=/medizin/krebs)

Jutta
23.06.2006, 07:23
Ärzte Zeitung, 20.06.2006


Chemotherapie mit Pause punktet bei Darmkrebs


Studien zu Oxaliplatin



BERLIN (gvg). Eine Oxaliplatin-basierte Chemotherapie nach dem FOLFOX4-Schema muß bei Patienten mit metastasiertem Kolonkarzinom nicht fortgeführt werden, bis ein Rezidiv auftritt. Wird eine Pause gemacht, kann die gleiche Wirksamkeit wie mit einer Therapie ohne Pause erreicht werden.


Gesamtartikel:
http://www.aerzte-zeitung.de/docs/2006/06/20/111a1102.asp?cat=/medizin/krebs (http://www.aerzte-zeitung.de/docs/2006/06/20/111a1102.asp?cat=/medizin/krebs)

Jutta
29.06.2006, 12:20
Ärzte Zeitung, 29.06.2006


(http://www.aerztezeitung.de/adserver/adclick.php?n=a4ad2e69)

Vorteile für orale Therapie bei soliden Tumoren

Behandlung mit Capecitabin-Tabletten ist weniger zeitaufwendig als die Therapie mit 5-Fluorouracil-Infusionen


ELTVILLE-ERBACH (kat). Es gibt Hinweise darauf, daß das oral verabreichte Zytostatikum Capecitabin schon bald intravenös verabreichtes 5-Fluorouracil als Standard-Chemotherapeutikum bei soliden Tumoren ablösen könnte. Denn bei mindestens ebenso guter Wirksamkeit bringt Capecitabin Vorteile bei der Compliance und den unerwünschten Wirkungen.


Gesamtartikel:
http://www.aerztezeitung.de/docs/2006/06/29/118a1102.asp?cat=/medizin/krebs (http://www.aerztezeitung.de/docs/2006/06/29/118a1102.asp?cat=/medizin/krebs)

Jutta
19.07.2006, 18:13
Ärzte Zeitung, 18.07.2006


Kombitherapie verlängert Leben bei Darmkrebs


Irinotecan und Cetuximab kombiniert / Wirksam auch, wenn andere Therapien Progression nicht stoppen

BARCELONA (awa). Sprechen Patienten mit fortgeschrittenem Darmkrebs nicht mehr auf eine Irinotecan-haltige Chemotherapie an, gibt es noch eine Option: die Kombination von Irinotecan mit dem monoklonalen Antikörper Cetuximab.

Gesamtartikel:
http://www.aerztezeitung.de/docs/2006/07/18/131a1401.asp?cat=/medizin/krebs (http://www.aerztezeitung.de/docs/2006/07/18/131a1401.asp?cat=/medizin/krebs)

nobbidobbi
15.08.2006, 04:58
hi Jutta!
vielen dank für deine beiträge!
ich habe seit mai 06 die diagnose darmkrebs mit 4 lebermetastasen! meine frage an Dich ist nun, warum die lebenserwartung bei meinen umständen denn so gering ist. müsste denn nach op der leber nicht so ziemlich alles ausgestanden sein? immerhin ließ ich mir ja schon den dickdarm entfernen. woran liegt es also, dass selbst nach gelungenen ops die chance auf heilung so gering sind???
Yours truly
norbert

Jutta
18.08.2006, 08:43
09.08.2006

Bevacizumab und Capecitabin erreichen in der großangelegten Phase-III-Studie zur First-Line-Behandlung von metastasierendem Kolorektalkrebs primäre Endpunkte


Die großangelegte, internationale Phase-III-Studie (NO16966), an der 2.035 zuvor unbehandelte Patienten mit metastasierendem Kolorektalkrebs teilnehmen, hat beide primären Endpunkte erreicht.Die Ergebnisse der Studie zeigen, dass die als XELOX bekannte Chemotherapiekombination Capecitabin plus Oxaliplatin bzgl. des progressionsfreien Überlebens (PFS), also des Zeitraumes, den der Patient ohne Verschlechterung der Krankheit erlebt, genauso wirksam ist, wie die als FOLFOX bekannte 5-FU/Leukovorin plus Oxaliplatin-Infusion. Die Ergänzung der Chemotherapie (FOLFOX und XELOX) durch Bevacizumab führte zu einer signifikanten Verlängerung des progressionsfreien Überlebens gegenüber Chemotherapie allein.


Quelle: http://www.journalonko.de/newsview.php?id=1590 (http://www.journalonko.de/newsview.php?id=1590)

nobbidobbi
18.08.2006, 23:46
Hi Jutta!
Ich bin selbst ein T4 (hört sich für mich an wie ein technischer Begriff aus einem Terminator-Film!), bin ein Krebskranker mit Lebermetas. Man nahm mir den Dickdarm heraus bis auf wenige cm. in der Hoffnung, den Darm irgendwann zurückzuverlegen + in wenigen Tagen (ich warte auf den Anruf!) operieren die Ärzte meine Leber. Auch bekam ich mittlerweile 3 Chemo-Zyklen inkl. Oxaliplatin. Schon VOR der Chemo verkleinerte sich ein Tumor von 3 auf 2,6 cm, was ich auf meine tägliche Visualisierung + meine positive Geisteshaltung zurückführe. Mittlerweile sagen selbst meine Ärzte, dass sie in meinem Fall alles auf eine vollständige Heinung setzen, meint doch jeder, der mit mir zusammenkommt, dass meine Haltung mehr als bewundernswert ist. Dabei tue ich nicht mehr als mein Bestes + denke oft, dass meine Freunde viel mehr auszuhalten haben als ich.
Deshalb empfinde ich die rein statistischen Daten, einen T4 als nur noch palliativ zu behandelnden Patienten zu sehen als zu oberflächlich. ICH jedenfalls werde auf diesen Seiten nicht mehr respektieren, dass eine Diagnose von Fernmetastasen nicht mehr vollständig heilbar ist. Ich habe viel zu viel vor als das ich es zulasse, dass der KREBS MICH KRIEGT!!! Ich lasse Begriffe wie "um mehrere Monate lebensverlängernd" einfach nicht mehr gelten + will jeden Menschen dazu ermuntern, alles zu tun, um das unmögliche möglich zu machen!!!
Yours truly
Norbert

Jutta
19.08.2006, 06:59
Hallo Norbert,

Diese Informationen sind halt was sie sind:

Informationen

über die verscheidenen Chemotherapien, medizinische Erfahrungen, Studien.

Ich setze sie deshalb rein, damit man/frau nachlesen kann - sich informieren kann -, oder erfährt, was es an neuen Therapien gibt usw. Sie ersetzen keinesfalls irgendeine vom Arzt angewandte und durchgeführte Therapie, und Informationen basieren auf durchschnittlichen Werten.

Erika56
19.08.2006, 14:57
danke Jutta,
Du hast mir wieder mal sehr geholfen mit deinen Informationen über die "modernere" Chemo. Da auf mich jetzt auch wieder eine zukommt, weiss ich dann wenigstens schon im Voraus, worauf ich mich einstellen muss.
LG Erika

Jutta
24.08.2006, 08:49
Zytostatikum:

Hier einmal ein kurzer Überblick:

Zytostatika (oder Cytostatika, vom griechischen (http://de.wikipedia.org/wiki/Griechische_Sprache) Cyto = Zelle und statik = anhalten) sind natürliche oder synthetische Substanzen, die das Zellwachstum (http://de.wikipedia.org/wiki/Zellwachstum) bzw. die Zellteilung (http://de.wikipedia.org/wiki/Zellteilung) hemmen. Sie werden vor allem zur Behandlung von Krebs (http://de.wikipedia.org/wiki/Krebs_%28Medizin%29) (Chemotherapie (http://de.wikipedia.org/wiki/Chemotherapie)), teilweise auch bei der Behandlung von Autoimmunerkrankungen (http://de.wikipedia.org/wiki/Autoimmunerkrankung) eingesetzt. Neben den klassischen Zytostatika werden heute in der Behandlung von Tumorerkrankungen auch weitere Substanzen wie z.B. Hormone (http://de.wikipedia.org/wiki/Hormon), therapeutische monoklonale Antikörper (http://de.wikipedia.org/wiki/Monoklonaler_Antik%C3%B6rper), Zytokine (http://de.wikipedia.org/wiki/Zytokin) und sogenannte "small molecules" wie z.B. Signaltransduktionshemmer (http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Signaltransduktionshemmer&action=edit), Proteasominhibitoren (http://de.wikipedia.org/wiki/Proteasom) etc. eingesetzt.


Quelle:
http://de.wikipedia.org/wiki/Zytostatikum (http://de.wikipedia.org/wiki/Zytostatikum)

Jutta
19.09.2006, 09:05
Ärzte Zeitung, 18.09.2006

Zusatznutzen durch Antikörper bei Kolon-Ca


Kombi aus Oxaliplatin-basierter Chemotherapie und Bevacizumab / Erfolg bei metastasiertem Kolonkarzinom


BERLIN (gvg). Patienten, die bei einem metastasierten Kolonkarzinom ein Oxaliplatin-haltiges Therapieschema bekommen, profitieren von der zusätzlichen Therapie mit dem Antikörper Bevacizumab.



Quelle: http://www.aerztezeitung.de/docs/2006/09/18/165a1102.asp?cat=/medizin/krebs (http://www.aerztezeitung.de/docs/2006/09/18/165a1102.asp?cat=/medizin/krebs)

Jutta
19.09.2006, 09:06
Ärzte Zeitung, 18.09.2006



Kombitherapie mit Antikörper bei Kolorektal-Ca



ATLANTA (pr). Patienten mit Kolorektal-Ca profitieren offenbar von einer Erstlinien-Therapie mit einer Kombination aus dem Antikörper Cetuximab und mehreren Zytostatika. Das geht aus vorläufigen Ergebnisse einer Phase-II-Studie hervor.




Quelle:
http://www.aerztezeitung.de/docs/2006/09/18/165a0902.asp?cat=/medizin/krebs (http://www.aerztezeitung.de/docs/2006/09/18/165a0902.asp?cat=/medizin/krebs)

lgs755
25.09.2006, 23:18
Ärzte Zeitung, 18.09.2006



Kombitherapie mit Antikörper bei Kolorektal-Ca



ATLANTA (pr). Patienten mit Kolorektal-Ca profitieren offenbar von einer Erstlinien-Therapie mit einer Kombination aus dem Antikörper Cetuximab und mehreren Zytostatika. Das geht aus vorläufigen Ergebnisse einer Phase-II-Studie hervor.




Quelle:
http://www.aerztezeitung.de/docs/2006/09/18/165a0902.asp?cat=/medizin/krebs (http://www.aerztezeitung.de/docs/2006/09/18/165a0902.asp?cat=/medizin/krebs)


Antikörper sind immer so eine Sache... je nach Grösse und Herkunft (kombinierter Mensch/Maus-AK) werden sie eher prmär abgebaut, sodass nur ein relativ kleiner Teil für die Wirkung zur Verfügung steht. Aber immerhin ein neuer Ansatz, der auf den Wachstumsrezeptor (EGFR) zielt.

Interessant sind auch die sog. Tyrosinkinaseinhibitoren, z.B. ptk787 (Vatalanib), die gezielt z.B. an bestimmte Rezeptoren für die Gefässneubildung gehen (VEGF-B bei ptk787) und diese hemmen.
Vermutlich ist erst eine Kombination dieser verschiedenen Ansätze effektiv wirksam...

Gruss,

Lu.

Jutta
17.10.2006, 19:16
16.10.2006
Neue Erstliniendaten zu Cetuximab bei gastrointestinalen Tumoren


Auf dem diesjährigen Kongress der European Society of Medical Oncology (ESMO) wurden neue Daten zu Cetuximab in der Erstlinientherapie des Kolorektal- und des Magenkarzinoms vorgestellt. Besonders interessant sind dabei zwei Studien aus Deutschland, die von der Arbeitsgemeinschaft Internistische Onkologie (AIO Study Group) durchgeführt werden. Bei der CIOX-Studie, einem vom wissenschaftlichen Komitee der ESMO ausgewählten Highlight, handelt es sich um eine randomisierte Phase-II-Studie der AIO CRC Study Group, die an 35 Zentren in ganz Deutschland durchgeführt wird.


Quelle: http://www.journalonko.de/newsview.php?id=1652 (http://www.journalonko.de/newsview.php?id=1652)

Jutta
10.11.2006, 16:56
10.11.2006

Neue Daten zweier klinischer Studien mit Cetuximab in der Behandlung des metastasierten Kolorektalkarzinoms


Zwei aktuelle Phase-III-Studien bestätigen erneut die Wirksamkeit von Cetuximab in der Behandlung von metastasiertem Kolorektalkarzinom. In einer Studie zur Drittlinientherapie wurde der primäre Endpunkt einer statistisch signifikanten Verbesserung der Gesamtüberlebenszeit erreicht, während in der Studie zur Zweitlinientherapie die progressionsfreie Überlebenszeit und die Ansprechrate gesteigert wurden. Damit ist Cetuximab die einzige gegen den Epidermalen Wachstumsfaktor-Rezeptor (EGFR) gerichtete Therapie, die je einen statistisch signifikanten Überlebensvorteil belegt hat.


Quelle: http://www.journalonko.de/newsview.php?id=1692 (http://www.journalonko.de/newsview.php?id=1692)

Jutta
03.12.2006, 06:09
Ärzte Zeitung, 01.12.2006

Cetuximab steigert Wirkung einer Radiochemotherapie

Vorteile auch bei Patienten mit Rektum-Karzinom / Trend zu intensiver neoadjuvanter Therapie / Randomisierte Studien gestartet

LEIPZIG (grue). Der monoklonale Antikörper Cetuximab hat wohl Vorteile bei Patienten mit Rektum-Karzinom: Er kann vermutlich die Wirkung einer neoadjuvanten Radiochemotherapie verbessern.

Quelle: http://www.aerztezeitung.de/docs/2006/12/01/217a1204.asp?cat=/medizin/krebs (http://www.aerztezeitung.de/docs/2006/12/01/217a1204.asp?cat=/medizin/krebs)

soshilfe
03.12.2006, 10:16
liebe jutta!

seit september bin ich hier im forum unterwegs. meine mama (68) hat ein rektum-ca. montag geht sie wieder in die klinik und erhält ihren zweiten zyklus der chemo, kombiniert mit bestrahlung. als chemo erhält sie jedoch nur 5FU. ich habe bereits mit dem arzt gesprochen und er sagt, es entspräche dem standard?! dabei lese ich hier im forum immer ganz andere therapien bei krebskranken. kannst du mir irgendetwas über diese monotherapie sagen? ich habe angst, dass sie sich umsonst durch diese therapie quält und gar keine so besonders großen chancen damit hat. meiner mutter geth es psychisch gar nicht gut, den pysischen zustand kann ich nicht beurteilen...

lieben gruß

maret

Jutta
22.12.2006, 19:03
20.12.2006
Fortgeschrittenes Kolorektalkarzinom: XELOX-Schema zögert in Phase-III-Studie Progression hinaus

Die Kombinationschemotherapie XELOX (orales Fluoropyrimidin Capecitabin mit Oxaliplatin) zögert das Fortschreiten der Erkrankung ebenso wirksam hinaus wie FOLFOX4 (infusionales 5-Fluorouracil (5-FU)/Folinsäure plus Oxaliplatin). Dies ist das Fazit einer groß angelegten internationalen Phase-III-Studie (NO16967) bei Patienten mit fortgeschrittenem kolorektalen Karzinom. Die viel versprechenden Ergebnisse deuten darauf hin, dass XELOX als neue wirksame Behandlungsoption in der Therapie des fortgeschrittenen kolorektalen Karzinoms eingesetzt werden kann. Aufgrund der positiven Studienergebnisse sollen weltweit Zulassungsanträge eingereicht werden.


Quelle: http://www.journalonko.de/newsview.php?id=1747 (http://www.journalonko.de/newsview.php?id=1747)

Jutta
19.01.2007, 06:19
Ärzte Zeitung, 15.01.2007

Hoffnung für Darmkrebskranke mit Cetuximab


DARMSTADT (eb). Eine Ersttherapie mit Cetuximab (Erbitux®) plus Irinotecan verlängert das progressionsfreie Überleben beim metastasierenden Kolorektalkarzinom. Das hat eine Phase-III-Studie ergeben.


Quelle: http://www.aerztezeitung.de/docs/2007/01/15/006a0902.asp?cat=/medizin/krebs (http://www.aerztezeitung.de/docs/2007/01/15/006a0902.asp?cat=/medizin/krebs)

Jutta
24.02.2007, 18:15
Ärzte Zeitung, 21.02.2007

Cetuximab als Erstlinien-Therapie bei Darmkrebs geprüft


Mit dem monoklonalen Antikörper laufen bereits mehrere Studien / Mehrfach-Kombinationstherapien gegen kolorektales Karzinom


LEIPZIG (grue). Der monoklonale Antikörper Cetuximab wird hauptsächlich für die kombinierte Therapie von zuvor bereits behandelten Patienten mit kolorektalem Karzinom genutzt. In mehreren Studien wird nun geprüft, ob die Substanz auch in der Erstlinientherapie wirkt.

Besonders zwei deutsche Studien lenken das Interesse auf eine mögliche Firstline-Therapie. Wie Professor Volker Heinemann aus München auf einer Veranstaltung der Unternehmen in Leipzig berichtet hat, ist die erste Studie die CIOX-Studie, die an 35 deutschen Zentren gemacht wird. Die Patienten der Studie haben ein metastasiertes Kolonkarzinom und werden mit Cetuximab, Capecitabin und Oxaliplatin behandelt. Eine Vergleichsgruppe bekommt statt Oxalipatin Irinotecan.

Quelle: http://www.aerztezeitung.de/docs/2007/02/21/033a1302.asp?cat=/medizin/krebs/darmkrebs

UschiNorgall
11.03.2007, 11:53
Hallo,

Mit den folgenden Beiträgen werde ich die einzelnen gängigen Chemotherapien vorstellen. Alle Beiträge sind, bis anders gekennzeichnet, von www.Darmkrebs.de , eine Webseite der Felix-Burda-Stiftung.

Ich möchte darauf hinweisen, daß jede Behandlung von den Ärzten individuell abgestimmt wird, und die Beiträge nur als Informationsmaterial betrachtet werden sollen.
Das Gespräch mit dem Arzt und seine Empfehlungen sind wichtig.

Liebe Grüße
Hallo Jutta, ich noch relativ neu hier und suche eine Stelle, wo ich meine Fragen loswerden kann. Mir geht es um Chemo und deren Auswirkungen. Meine Schwester wurde an Darmkrebs operiert und
erhält noch 12 mal Chemo. Nach der ersten, vor 14 Tagen, klagt sie schon über 10 Tage über Durchfall. Die kommende Chemo wurde deshalb abgesetzt. Hat jemand damit Erfahrungen??
Würde mich über eine Antwort sehr freuen.
Liebe Grüße
Uschi

teerose10
13.03.2007, 23:40
Hallo

bin neu hier, habe heute bei einer Darmspiegelung erfahren, dass ich ein Rektumcarcinom habe, morgen muss ich ins Krankenhaus zu einer Ultraschalluntersuchung und dann bin ich mal gespannt was auf mich zukommt. Würde mich freuen, wenn jemand auch sowas hatte, dass der oder die sich ruhig mit mir in Verbindung setzt.

Lieben gruss
teerose10 (Margret) :)

Claro*
02.04.2007, 09:48
Hallo Jutta, ich noch relativ neu hier und suche eine Stelle, wo ich meine Fragen loswerden kann. Mir geht es um Chemo und deren Auswirkungen. Meine Schwester wurde an Darmkrebs operiert und
erhält noch 12 mal Chemo. Nach der ersten, vor 14 Tagen, klagt sie schon über 10 Tage über Durchfall. Die kommende Chemo wurde deshalb abgesetzt. Hat jemand damit Erfahrungen??
Würde mich über eine Antwort sehr freuen.
Liebe Grüße
Uschi

Wenn's tatsächlich Durchfall ist, so kann *imo* nur ein erfahrener Onkologe dazu fundierte Aussagen machen. Wenn es sich aber "nur" um Verdauungsstörungen handeln sollte, so ist das - wie man hier im Forum oftmals lesen kann - eine durchaus normale Erscheinung. Einerseits ist ja eine Darmoperation kein Sonntagsausflug, andererseits wirkt die Chemotherapie aufgrund ihrer "zerstörerischen" Tätigkeit zwar gegen den Krebs, gleichzeitig beeinflußt sie aber auch den gesamten Organismus, und das individuell ganz unterschiedlich von Fall zu Fall.

In meinem Fall vertrug ich die ersten 4 Zyklen (FOLFOX4, allerdings mit geänderter Dosis und Ablaufdauer) hervorragend: keinerlei Übelkeit, kein "Kribbeln", kaum Verdauungsprobleme (außer die durch die Operation hervorgerufenen) -alles bestens. Ab der 5.Chemo (seither althergebrachtes FOLFOX4-Schema, die 7. ist erst wenige Tage vorbei) ist eine latente Übelkeit bei gleichzeitigem Appetit da (völlig paradox!), Abgeschlafftheit, 380-Volt-Kribbeln, mir ekelt vor dem Anblick von Fleisch, vor manchen Gerüchen (z.B. Früchtetee!!!), mich giert nach Gemüse und Fisch (worauf ich auch schon von der ganzen Angelegenheit Appetit hatte, aber eben nicht ausschließlich). Ich konnte leider noch kein "Verfahren" ermitteln, wie ich dieses Übelsein wegbekomme - Paspertin alleine taugt zu wenig ...

Es wird also bei deiner Schwester ebenfalls zu Erscheinungen kommen, mit denen sie in Gemeinschaft mit ihrer Umgebung zurecht kommen wird müssen. Ein Ausspruch meines Spital-Onkologen: "Sie werden während der Chemotherapie nicht der selbe Mensch sein wie davor und danach ..." sagte eigentlich (fast) alles.

Viel Glück und Stärke für deine Schwester
Heinz

Claro*
02.04.2007, 10:12
Was mich ganz besonders interessieren würde ist, welche Begleitmaßnahmen man z.B. hinsichtlich Nahrungsmittelergänzungen, Medikamente, Vitaminpräparate udgl. wählen sollte? Was ist z.B. von Rote-Rüben-Extrakten (Anthozym Petrasch), von Rotweinextrakten (Resveratrol), von Selen (Selenase), von Vitaminen (Cetebe) & Co zu halten? Natürlich lobt jeder Krämer seine Ware und man sollte am besten gleich einen ganzen Rucksack mit diesen Dingen rumschleppen - aber was kann uns denn den Heilungsprozeß wirklich unterstützen, die Nebenwirkungen lindern helfen?

Oder: Wie kommt man gegen dieses fürchterliche "Kribbeln" (was für ein untaugliches Hilfswort!!!) infolge Eloxatin-Gabe an??? Was tun gegen dieses latente Übelsein (ich habe eigenmächtig meine sonstigen "Helferlein" Pantoloc und Lisinocomp abgesetzt, um meinen Organismus nicht unnötig zu belasten) ?

Aber wie heißt es so schön: Alles was uns nicht umwirft macht uns härter ...

Jimbo
02.04.2007, 13:18
Oder: Wie kommt man gegen dieses fürchterliche "Kribbeln" (was für ein untaugliches Hilfswort!!!) infolge Eloxatin-Gabe an???

Also nach Aussage des Onkologen meines Vaters gibt es gegen diese neurologischen Störungen in Folge der Oxaliplatin-Verabreichung bisher keine Gegenmittel. Ich habe dazu auch im Internet bisher keine Hinweise gefunden. Aber vielleicht hat ja jemand mit irgendwelchen "Hausmittelchen" gute Erfahrungen gesammelt.

rednose
03.04.2007, 17:00
Hi Claro,

mein Vater (74) lebt seit rund 6 Jahren mit metastasierendem Darmkrebs -gegen das "Kribbeln" gibt es bis heute offensichtlich noch immer nichts - wir haben so ziemlich alles probiert, was Alternativ- und Schulmedizin hervorbringen.

Er wurde bei den neusten Zyklen vom Onkologen auf Cabecitabine/Irinotecan/Bevacizumab umgestellt - ok das kribbeln ist weg, dafür waren die anderen Nebenwirkungen auch nicht ohne: Durchfall, Apathie, Übelkeit, heftigste Schmerzen im Darm, Lebensunlust.....

Der Alternativmediziner schafft Wohlbefinden leider nur mehr am Behandlungstag - ist auch nicht sinnvoll, dort täglich anzutreten und vor allem sehr kostenintensiv.

So wie es scheint, dürften wir nun gegen die Nebenwirkungen endlich etwas gefunden haben: mehrere ALOE VERA-Säfte und Pomesteen. Es tritt von Tag zu Tag eine "schleichende" Besserung auf, er bezeichnet die Prozedur (CHEMO) nunmehr als erträglich und ich bin ersmals vorsichtig optimistisch, was die Nebenwirkungen betrifft - Er geht wieder spazieren (sonst hat er nicht einmal die Kraft länger aufzustehen), das Gesicht hat eine andere Farbe als gelb, die heftigen Magen/Darmbeschwerden sind weg, die Lebensfreude wieder da und er nimmt wieder sehr aktiv an seiner Umwelt teil.

Man mag über das Naturheilzeug denken, wie man will, den Krebs kann es definitiv nicht heilen, Insgesamt hoffe ich allerdings, dass die Wirkung anhält. Werde von Zeit zu Zeit berichten, wenn gewünscht.

nobbidobbi
03.04.2007, 22:04
hi leute!
um die nebenwirkungen besser auszuhalten gehe ich derzeit den weg zu einer heilerin, 1x/ woche, zusätzlich ruft sie mich täglich abends an + macht kurze fernheilungssitzungen. besonders die große sitzung bringt ungeheuer viel.
vielleicht ein weg für einige, um die chemo besser zu vertragen+ die chemo in der wirkung zu unterstützen, nach der erfolglosen 1. chemo springt diese jetzt nun endlich an, die metas lösen sich nach nur 8 tagen förmlich auf!

Yours truly
norbert

Claro*
04.04.2007, 01:39
@nobbidobbi
Obwohl ich selbst pendle und auch mit Ruten sehr gut kann - aber der Begriff "Heiler/in" ruft bei mir immer eine unangenehme "Nebenwirkung" hervor: Da wird so viel Tolles (und immer auch Teures) angeboten und hinter den Kulissen dreht es sich meistens ums Abkassieren - oder?

Wie ist es bei dir? Was passiert bzw. wie passiert es?

Ich bin zwar durchaus der Meinung, daß die Sache in Ordnung geht, wenn sie wirkt - selbst wenn es sich um eine Art Placebo handelt. Nur: wenn ein solches Placebo einen stolzen Preis kostet, dann ist's kein ehrlicher Handel!

Daher wäre es wirklich interessant, von dir mehr Details zu erfahren - und keine Sorge, ich möchte dich oder andere keinesfalls von irgendwas abhalten oder aus Bestemm dagegen opponieren! Nein!!! Ich bin ehrlich interessiert ... das gesamte Leben besteht ja aus erfahren, lernen und weitergeben.

@rednose
Obwohl es natürlich nicht erbaut, daß weit und breit kein Kraut gegen dieses blöde Kribbeln bislang gewachsen scheint: Danke für deinen Bericht und selbstverständlich soltest du weiterberichten - siehe voriger Absatz, letzter Teilsatz ...

Interessieren würde mich. ob irgendjemand bereits Erfahrungen z.B. mit homöopathischen Mitteln hat. Der Gang zum H. ist leider meist mit viel Geldscheinen gepflastert und nur um dann nach Einnahme vieler Globuli daraufzukommen, daß auch dieser Weg zwar nicht umsonst, aber vergebens war ... auf diese Erfahrung kann man gerne verzichten.

In diesem Sinne:

rednose
04.04.2007, 03:09
Hallo Heinz

die homöopathischen Mittel gab es auch vom Alternativmediziner, zusammen mit Bachblüten, Bioresonanz und einigen anderen Dingen. Wie gesagt - irgendwann waren die Nebenwirkungen der Chemo zu "erdrückend" - so ungefähr ab dem 4.ten Zyklus und der Alternativbehandlungserfolg hielt dann nur mehr einen Tag lang an (davor war es definitiv länger)

Wie auch immer - es käme auf einen Versuch an, das sollte jeder für sich selbst überprüfen, da jeder anders reagiert. Deinem Standort entnehme ich, dass der Arzt in Reichweite wäre - wenn es interessiert kannst du eine mail senden.

bye & Alles Gute

Claro*
04.04.2007, 13:11
... die homöopathischen Mittel gab es auch vom Alternativmediziner, zusammen mit Bachblüten, Bioresonanz und einigen anderen Dingen. Wie gesagt - irgendwann waren die Nebenwirkungen der Chemo zu "erdrückend" - so ungefähr ab dem 4.ten Zyklus und der Alternativbehandlungserfolg hielt dann nur mehr einen Tag lang an (davor war es definitiv länger) ... wenn es interessiert kannst du eine mail senden.

Danke für dein Angebot! Ich komme gerne darauf zurück, wenn auch mich die Chemo-Begleiterscheinungen erdrücken - noch halte ich aus und durch (dabei spielt sicher die Gesamtverfassung und somit auch das Alter eine nicht unbedeutende Rolle und ich bin ja erst +64 ;)).

@nobbidobbi
Ein Link, der zum Thema "Heiler" paßt: http://www.krebsinfo.de/ki/empfehlung/supportiv/732-38-Sauer.pdf

Jutta
07.04.2007, 16:57
Ärzte Zeitung, 03.04.2007


Antikörper stoppt Nachschub für Darmkrebszellen

Bevacizumab wird mit konventioneller Chemo kombiniert / Fusionsproteine könnten neue Therapieoption werden


DÜSSELDORF (grue). Der gegen Gefäßwandzellen gerichtete Antikörper Bevacizumab schneidet Krebszellen von der Nährstoffversorgung ab. Das Darmkrebs-Medikament wird dabei stets mit konventionellen Chemotherapeutika kombiniert.

Krebszellen können ohne Anschluss an das Gefäßsystem nur ein bis zwei Millimeter groß werden. Daran hat Privatdozent Joachim Drevs von der SanaFontis Klinik in Freiburg erinnert. Die Zellen produzieren den Wachstumsfaktor VEGF (Vascular Endothelial Growth Factor) und ziehen damit Endothelzellen zu sich heran.

Quelle:http://www.aerztezeitung.de/docs/2007/04/03/062a1202.asp?cat=/medizin/krebs (http://www.aerztezeitung.de/docs/2007/04/03/062a1202.asp?cat=/medizin/krebs)

Jutta
12.04.2007, 07:32
Irinotecan punktet bei Kolonkrebs

Topoisomerase-Hemmer als Kombi-Partner für Antikörper / Keine kumulative

DRESDEN (gvg). Patienten mit metastasiertem kolorektalem Karzinom (CRC) profitieren von einer möglichst andauernden Therapie mit Antikörpern. Irinotecan scheint dafür ein besonders günstiger Kombinationspartner zu sein.

Es gebe zunehmend Anhaltspunkte dafür, dass es rasch zu einer Neubildung von Blutgefäßen im Tumor und damit potenziell zu Rezidiven komme, wenn die antiangiogenetische Therapie mit Antikörpern wie Bevacizumab zu früh abgebrochen werde. Das hat Dr. Ralf-Dieter Hofheinz vom Interdisziplinären Tumorzentrum Mannheim bei einer Tagung in Dresden betont. Der Grund sei wahrscheinlich, dass die außen auf den Blutgefäßen sitzenden Zellen, die Perizyten, trotz antiangiogenetischer Therapie erhalten bleiben und so nach Ende der Antikörpertherapie eine rasche Regeneration der Blutgefäße erlauben.


Quelle: http://www.aerztezeitung.de/docs/2007/04/11/066a1502.asp?cat=/medizin/krebs (http://www.aerztezeitung.de/docs/2007/04/11/066a1502.asp?cat=/medizin/krebs)

Jutta
15.04.2007, 16:25
Ärzte Zeitung, 13.04.2007



"Infusion ist bei Darmkrebs die effektivste Option"

Bei Darmkrebs Irinotecan plus 5-FU-Infusion erfolgreich

DRESDEN (gvg). Bei Patienten mit metastasiertem Kolonkarzinom sollte als Partner von Irinotecan bevorzugt 5-Fluorouracil als Infusion verwendet werden. Die Zwischenergebnisse einer großen Vergleichsstudie stützen dieses Vorgehen.

Quelle: http://www.aerztezeitung.de/docs/2007/04/13/068a1202.asp?cat=/medizin/krebs (http://www.aerztezeitung.de/docs/2007/04/13/068a1202.asp?cat=/medizin/krebs)

Windlicht
16.04.2007, 22:22
Hallo Jutta
habe mit grossem Interesse deine Beiträge gelesen.
Mein Vater hat seit 6 1/2 Jahren Darmkrebs (Stoma) Ableger auf Lunge
opperiert nun Ableger in der Luftröhre, Zuerst Campto abwechslungsweise
mit Avestin alle 2 Wochen. Dazu 5 FU. Wirkung war gut, dann nur noch¨
Avestin und Xeloda Wirkung nicht gut. Sofort entfernung mit Laser, nun
Campto 5 FU und Leukoverin,. Habe nirgends etwas über diese Zusammen-
setzung gefunden kanst du uns weiterhelfen

Jutta
19.04.2007, 08:31
Hallo Windlicht,

Das Leukoverin wird gerne zusätzlich gegeben, es verstärkt die Wirkung von Fluorauracil (5FU Behandlung). Es soll gleichzeitig ein Schutz der Knochensubstanz bringen.
„Leukoverin moduliert (verstärkt) die Wirkung von Fluorouracil, ohne jedoch selbst eine chemotherapeutische Wirkung zu haben. Dabei ist nur eine geringe Dosis von Leukoverin nötig. Das Medikament ist ein Folinsäurederivat.“

lolle
27.04.2007, 11:15
hallo jutta

kannst du mir vielleicht sagen, wie lange eine chemotherapie im körper noch nachwirkt?
lieber gruss
LOLLE

Jutta
01.05.2007, 16:40
Hallo Lolle,

Die Chemo an sich verläßt den Körper ja relativ schnell, aber die Auswirkungen-Nebenwirkungen-Nachwehen können Monate andauern.

Möchtest du etwas spezielles wissen?

lolle
02.05.2007, 12:33
hallo jutta
danke für deine antwort.
roger hat ende märz die letzte chemo bekommen. die nebenwirkungen hielten sich totel in grenzen ( meine ich ).
der CEA wert ist nach jeder therapie schön gesunken.
ich wollte wissen , ob die chemo auch noch länger im körper gegen die krebszellen wirkt.
liebe grüsse
LOLLE

Gerti
10.05.2007, 22:42
Hallo Jutta
mein Mann ist 12/04 operiert Rektum Ca.
bis Juli 2005 Strahlentherpie un Chemo Xeloda und Oxiliplatin. Die Chemo
wurde um einen Zyklus gekürzt, da starkes Kribbeln und Kältegefühl in Händen
und Füßen auftrat. Das war so stark, dass der Gang stolpernt wurde.
Auch jetzt nach fast 2 Jahren ist das Taubheitsgefühl in den Fußen bis zur
Wade vorhanden. Auf Fragen beim Arzt , was ausser Vitamin B-Komplex helfen
könnte heißt es nur : abwarten.
Auf was und wie lange ?
Hat jemand ähnliche Erfahrungen ?
Gerti

summsi
18.05.2007, 22:38
Hallo Gerti,
ich habe von April 2ßß4 bis Juli 2005 die gleiche Zusammensetzung erhalten. Mein Nervenarzt sagte, dass die Nachwirkungen ca. 3 Jahre nach Absetzen der Chemo anhalten. Bei mir ist es so, dass ich letztes Jahr immer nur kurze Strecken unter Schwierigkeiten gehen konnte. Dann musste ich mich hinsetzen. Meine Beine schliefen während des Gehens ein. Heute kann ich schon eine ganze Stunde am Stück gehen. Ich musste mich zwar seit Januar wieder einer Chemotherapie unterziehen, jedoch in einer anderen Zusammensetzung. Aus meiner Erfahrung kann ich nur sagen: Dein Mann muss Geduld haben:D
Vielleicht spielt das Alter auch eine Rolle. Ich bin heute 45 Jahre alt. Da ich noch "relativ" jung bin, kann es evtl. variiren.

Liebe Grüße und alles Gute für Deinen Mann: :winke:
Erika

nobbidobbi
18.05.2007, 22:49
hi gerti!
ja, mir ging es mit oxaliplatin genauso. schon nach 3 durchgängen hatte ich die dafür typischen nebenwirkungen + selbst 8 monate danach hielt das taubheitsgefühl + gewisse lähmungserscheinungen in den beinen an. nachts schüttelten sich dann plötzlich manchmal die beine + wurden unruhig... wenn ich daran denke kann ich nur dem leben/ schicksal dafür danken, dass ich ich die schulmedizin mit allem was mir sinnvoll erscheint ergänze.

Dir + allen chemogeplagten hier ganz viel kraft,
Yours truly
norbert

lufti
25.05.2007, 19:06
Hallo Leidensgenossen/innen,

habe mich mal durch die ganzen Beiträge durchgelesen und möchte mal meine eigenen Erfahrungen kundtun:

Ich habe nach der Diagnose Rektumkarzinom (T3,N1,M0) in 12/2005 erst eine neo-adjuvante Radio-Chemotherapie mit 5 Wochen Bestrahlung und in Woche 1 und 5 Dauerinfusionen mit 5FU bekommen(02-03/2006). Dadurch hat sich der Tumor stark zurückgebildet und war bei der OP in 04/06 "nur" noch T2,N0,M0 .
Die operierenden Ärzte im St.-Josef-Hospital in Bochum sind übrigens echte Fachleute, so dass mein Prof. hier in Münster mich lieber dorthin verwiesen hat.Die haben auch die Vorbehandlung initiiert und mich somit vor einem lebenslangen Stoma bewahrt. Der Tumor saß nämlich Anfangs so nah am Schließmuskel, dass man ihn nicht hätte erhalten können. So hatte er sich aber fast 2 cm zurückgebildet und der Prof in BO hatte genügend Sicherheitsabstand für die Totalresektion. Ich bekam nur ein vorübergehendes Dünndarmstoma und behielt es auch während der nachfolgenden Chemotherapie nach dem FOLFOX-Schema. Die ging mit 12 Durchgängen von 06-12/2006 und die Nebenwirkungen hielten sich anfänglich in Grenzen. Übelkeit war dank Kevatril und Dexamethason nicht vorhanden. Nur das Oxali hat mir mächtig mitgespielt. Nach der Infusion bin ich immer wie eine Marionette herumgestolpert und wenn ich dann auf dem Sofa lag, zuckten meine Waden und Zehen völlig unkontrolliert. Kälteempfindlich waren die Hände , die Nasenspitze und die Lippen. Neben dem Kühlschrank lag immer der Grillhandschuh für die kalten Sachen. Dieses Kribbeln etc. ging nach etwa drei Tagen zurück, dafür kam dann der Durchfall (Stomabeutel sei Dank!) und mächtige Geschmacksveränderungen. Etwa 3-4 Tage schmeckte mir nur extrem süßes, alles andere schmeckte wie Gaslaterne ganz unten;) . In den letzten 3 Tagen vor dem nächsten Durchgang war ich immer topfit. Allerdings habe ich mich nie hängen lassen und bin sogar 2 x in Urlaub gefahren. Im Juli 10 Tage nach Dänemark und im Oktober 10 Tage nach Österreich, alles mit dem Wohnwagen. Das gab immer neue Kraft.
Die richtigen oxali-bedingten Ausfälle kamen erst im Januar 07. Taube gefühllose Finger und Füße, und pelziges Gefühl in den Waden bis zum Knie.
Auch diese "Elektroschocks" in Händen und Füßen habe ich. Etwas Abhilfe hat in der Reha-Klinik das Vierzellenbad gebracht.
Jetzt gehe ich wieder arbeiten, habe aber -bedingt durch 9 Monate Stoma- seit der Rück-OP Ende 01/07 leichte Funktionsstörungen beim Stuhlgang, weil mir ja das Rektum fehlt. Aber so langsam kommt eine Regelmäßigkeit, nach der es sich gut leben läßt. Sogar so gut, dass ich mein Hobby "Heißluftballonfahren" seit 6 Wochen wieder ausüben darf und kann. Das tut besonders gut, wenn man nach 18 Monaten Krankheit seinen Pilotenschein wieder in der Hand hält.
Also, allen betroffenen wünsche ich einen so guten Heilungsprozess wie bei mir, so gute Ärzte wie ich sie hatte (und habe) und gaaaanz viel Kraft, auch die Tiefen zu überstehen. Denn wenn man ganz unten ist, gibt es nur einen Weg: "bergauf".

Alles Gute
Lambert

Claro*
25.05.2007, 21:15
... Das Leukoverin wird gerne zusätzlich gegeben, es verstärkt die Wirkung von Fluorauracil (5FU Behandlung). Es soll gleichzeitig ein Schutz der Knochensubstanz bringen.
„Leukoverin moduliert (verstärkt) die Wirkung von Fluorouracil, ohne jedoch selbst eine chemotherapeutische Wirkung zu haben. Dabei ist nur eine geringe Dosis von Leukoverin nötig. Das Medikament ist ein Folinsäurederivat.“
In meiner Therapieanordnung steht "Leucovorin - liegt da nur ein Schreibfehler vor oder handelt es sich um 2 verschiedene Medikamtente?

Gott sei Lob und Dank: Meine Oxaliplatin-Nebenwirkungen halten sich nach wie vor in Grenzen, die Fingerkuppen sind etwas "lädiert", in summa ist es aber locker zu ertragen. Nur die Leukozythen sind vor der gestern abgeschlossenen 10.Chemo auf 2,7 zurückgegangen und ich erhielt als "Abschiedsgeschenkt" 1 Ampulle Neulasta, die ich mir heute mittags spritzte. Ich las von tw. unangenehmen Nebenwirkungen (Knochenschmerzen und so) - Frage: Nach welcher Einwirkzeit treten die erfahrungsgemäß auf?

Lt. letztem Blutbild (wird ja immer vor Beginn der Chemo im Spital gemacht) waren Leukozyten (2,7), Erythrozyten (3,72), Thrombozyten (99) unter den Referenzwerten, detto Hämatokrit (34,6), hingegen RDW-CV (18,7) sowie die Senkung (32-1h/61-2h) zu hoch. Nun ist mein "Leidensgefährte", der immer synchron mit mir ins Spital "einrückt", wg. zu geringer Thrombozyten nach Hause geschickt worden - wie sind meine Werte zu beurteilen (im Spital heißt es ja immer nur "alles eigentlich sehr schön" ...)?

hinnamaus
02.06.2007, 12:59
hallo mahlzeit..ich bin ganz neu hier im forum...bei meinem mann 60 jahre wurden metastasen in der leber festgestellt, bzw.diagnostiziert der radiologe eine metastasenleber mit max durchmesser einer metastase von ca 8cm...der primärtumor war bei ct nicht darstellbar....wer kann uns gute tumorzentren im norden von deutschland empfehlen,wer hat erfahrung mit der behandlung von lebermetastasen gemacht? die liegen auf beiden leberlappen...wer kennt gute chirurgen usw. falls sich der verdacht des coloncarzinoms bestätigt...vielen dank....habe letztes jahr meinen vater mit 62 an lungenkrebs verloren..auch er hatte metas in leber allerdings auch in lunge...ihm konnte ich nicht helfen...meinem mann will ich versuchen unter die arme zu greifen....mistelkur?...

lufti
02.06.2007, 16:44
Hallo Hinnamaus,

das hört sich ja gar nicht so gut an.

Ich weiß ja nicht wo du wohnst, aber die besten Chirurgen, die ich kennengelernt habe, sind die bereits oben erwähnten im St.Josef-Hospital in Bochum.
Die haben bei mir (Rektum-CA T2N0M0) ganz großartige Arbeit geleistet und der Chefarzt dort ist eine ganz große Nummer. Da hat mich mein Prof. hier aus Münster extra hingeschickt, mit dem Kommentar, "der ist absoluter Spezialist".
Mit dem kann man sogar abends spät noch telefonieren und er nimmt sich viel Zeit.
Für weitere Details (Namen, Anschriften etc.) bitte Email oder PN.

Alles Gute

hinnamaus
02.06.2007, 21:57
hallo..keine ahnung wie ich dir meine email durchgeben kann..kenne mich hier nicht aus...dann einfach hierrüber...hinnamaus@yahoo.de...vielen dank...vielleciht kannst du mir ja nähere infos geben..ob du chemo hattest...metastasen usw.....schönen abend erstmal noch:winke:

Jutta
05.06.2007, 17:40
24.05.2007


Antrag auf Zulassungserweiterung für Bevacizumab und Capecitabin bei metastasiertem kolorektalem Karzinom in Europa eingereicht



Bei der europäischen Arzneimittel-Agentur EMEA ist der Antrag auf Zulassungserweiterung für den Angiogenese-Hemmer Bevacizumab und das orale Chemotherapeutikum Capecitabin eingereicht worden. Der Antrag umfasst die kombinierte Gabe von Capecitabin (Xeloda®) mit Oxaliplatin (XELOX) und Bevacizumab (Avastin®) zur Erst- und Zweitlinientherapie des metastasierten kolorektalen Karzinoms. Darüber hinaus sieht die Zulassungserweiterung den Einsatz von Avastin in der Erstlinientherapie des metastasierten kolorektalen Karzinoms in Kombination mit den Chemotherapieschemata FOLFOX4 (5-Fluorouracil/Folinsäure-Dauerinfusion plus Oxaliplatin) und XELOX vor.

Der Antrag auf Zulassungserweiterung basiert auf Ergebnissen der drei großen, internationalen Phase-III-Studien NO16996 (Erstlinientherapie) und NO16967 (Zweitlinientherapie) für Xeloda sowie NO16996 und E3200 für Avastin:

- Für Xeloda zeigen beide Studien, dass XELOX bezüglich des progressionsfreien Überlebens mindestens genauso wirksam ist, wie die derzeitige Standardchemotherapie FOLFOX4.

- Nach den Ergebnissen der NO16996-Studie führt die zusätzliche Gabe von Avastin zu XELOX oder FOLFOX4 zu einer signifikanten Verlängerung des progressionsfreien Überlebens (1) in der Erstlinientherapie im Vergleich zur alleinigen Chemotherapie (10,4 versus 7,9 Monate; p<0,0001). Das progressionsfreie Überleben ist auch in den separaten Auswertungen mit FOLFOX4 bzw. XELOX plus Avastin signifikant höher als im Vergleich zu den Chemotherapieschemata XELOX oder FOLFOX4 ohne Avastin.


Quelle: http://www.journalonko.de/newsview.php?id=1965 (http://www.journalonko.de/newsview.php?id=1965)

Jutta
12.06.2007, 16:58
06.06.2007

ASCO: Überzeugende Wirksamkeit von Cetuximab beim kolorektalen Karzinom und bei Kopf-Hals-Tumoren erneut belegt



Zu Cetuximab wurden diese Woche auf der diesjährigen Jahrestagung der American Society of Clinical Oncology (ASCO) vielversprechende neue Daten aus einer großen Fülle von Studien präsentiert. Die Ergebnisse belegen eindrucksvoll die konsistent gute Wirksamkeit und Vielseitigkeit dieser zielgerichteten Therapie. Cetuximab überzeugt dabei sowohl in der Erstlinienbehandlung als auch bei der Therapie von vorbehandelten Patienten mit metastasiertem kolorektalem Karzinom (mCRC) oder mit Plattenepithelkarzinomen des Kopfes und Halses (SCCHN).


Große Bandbreite an Studien zum Einsatz von Erbitux bestätigt die Wirksamkeit in beiden Indikationen und allen Behandlungslinien: Ergebnisse von der Jahrestagung der American Society of Clinical Oncology (ASCO)

Quelle: http://www.journalonko.de/newsview.php?id=1981 (http://www.journalonko.de/newsview.php?id=1981)

nordost
14.06.2007, 01:41
Hallo!
Zuerst möchte ich alle bedanken, die hier auf einer oder anderer Weise sich beteiligen.
Meiner Mutter (58) wurde im März die Diagnose Colonkarzinom festgestellt. Die OP ist gut verlaufen. Das genaue Ergebnis war T3,N1,M0,R0. Im Mai hat sie ihre adjuvante Chemotherapie angefangen, die nach dem FOLFOX-Protokol läuft, Wiederholung alle 2 Wochen, uber 6 Monate. Die bekommt FOLFOX-4: Folinsäure, Oxaliplatin, Leukoverin, 5-Fu.
Ich habe hier in Forum über Antikörper Bevacizumab (Avastin®) gelesen und meine Frage ist, ob ich darauf bestehen soll, dass meine Mutter diese monoklonale Antikörper bei der nächsten Chemo auch bekommen soll.
Ich werde mich freuen, wenn Sie mir dazu eine ausführliche Antwort geben würden!
Ich wünsche allen Mitbetroffenen und Angehörigen weiterhin ALLES GUTE!!! :winke:

Jimbo
18.06.2007, 16:48
Hallo (nach) Nordost,

also Deine Mutter hat Dickdarmkrebs im UICC STadium III. Hier ist das FOLFOX4 Schema das aktuell anerkannte Schema, welches auch von Krankenkassen und Privatversicherungen bezahlt wird.

Präparate wie Avastin oder auch Erbitux werden aktuell in aller Regel nur beim metastisierten Darmkrebs in verschiedenen Kombinationen gegeben. Es laufen aber Studien, die die Wirksamkeit dieser Präparate auch schon im Stadium III untersuchen (u.a. Petacc-8 für Erbitux). Ob sie einen Nutzen haben, weiss man aber erst in einigen Jahren. Es gibt aber durchaus Grund dies zu vermuten.

Ob es im Falle Deiner Mutter angebracht wäre, kann nur der Onkologe in Verbindung mit den genauen Befunden sagen. Wenn dann müsstet Ihr einen Onkologen finden, der an den entsprechenden Studien teilnimmt. Er muss dann prüfen, ob Deine Mutter für eine entsprechende Studie in Betracht kommt. Und dann muss sie Glück haben in den richtigen Arm der Studie reingelost zu werden. Alternativ käme vielleicht noch die vollkommene Privatfinanzierung in Frage, falls der Onkologe dies mitmacht. Allerdings sind die Kosten nicht gerade unerheblich (>> 10.000 EUR für die gesamte Behandlung). Für Petacc-8 werden auf jeden Fall noch Patienten gesucht.

Gruß
Jimbo

Nachtrag: Ich muss mich korrigieren...Deine Mutter hat ja bereits mit einer Chemotherapie begonnen. Dies schliesst sie für Petacc-8 (und vermutlich auch andere Studien) aus, da dies die Ergebnisse verfälschen würde.

Sina35
11.07.2007, 01:53
Liebe Jutta,

ich hätte eine Frage zu Cetuximab. Meine Freundin hatte vor der BauchfellOP die Chemo mit Cetuximab (alle 14 Tage 3 Tage, das eine und die andere Woche dann immer nur an einem Tag) weiß jetzt nicht wann was gegeben wurde. Jedenfalls ging das 6 Wochen. Nach der OP wurde jetzt in dem Schema weitergemacht. Im Moment das zweitemal. Ein Doc sagt jetzt 4 Monate, der andere zwei. Gibt es da eigentlich Vorgaben oder Richtwerte oder nimmt man das so lange es gut geht...???

Danke Dir -wie immer!
LG Sina

Jutta
11.07.2007, 06:19
Hallo liebe Sina,

Es kommt ganz drauf an, inweiweit deine Freundin die Chemo verträgt, bzw. wie sie anschlägt. Eigentlich wird gemeinsam in einem Konsil der Zeitrahmen festgelegt. Ich denke, dass da ein Dok nicht richtig in die Patientenakte geschaut hat :rolleyes: .

Meistens wird eine kurative Chemo so lange gegeben, wie sie notwendig ist, d.h. man Erfolge der Therapie sieht, oder der Körper sie verträgt. Wurden nach der ersten Gabe alle notwendigen Untersuchungen durchgeführt? Auf Grund dieser Untersuchungen wird dann der Zeitraum festgelegt, und eventuell abgeändert, je nachdem wie die Werte und die körperliche Verfassung sich während der Chemo verändern.


Drücke deiner Freundin weiterhin die Daumen. Und ein Dankeschön an dich, dass du dich so liebevoll um sie sorgst :knuddel: .

Jutta
13.07.2007, 15:48
Oxaliplatin setzt neue Behandlungsstandards bei Patienten mit metastasiertem kolorektalem Karzinom


FOLFOX4, eine Chemotherapie auf Oxaliplatin-Basis, zeigte bei Patienten mit metastasiertem kolorektalen Karzinom eine signifikante Verbesserung des Fünf-Jahres-Überlebens und der Zeit bis zur Krankheitsprogression. Die Ergebnisse des FOLFOX4-Therapieschemas waren deutlich besser als bei einer Chemotherapie auf Irinotecan-Basis (IFL-Schema) und bei IROX, einer Kombination aus Irinotecan und Eloxatin. Die Daten wurden auf dem 43. Jahrestreffen der American Society of Clinical Oncology (ASCO) in Chicago vorgestellt, als Ergebnis einer aktualisierten Analyse der N9741-Studie.


Nach der anfänglichen Präsentation der Ergebnisse der N9741-Studie im Jahr 2003 und der im Januar 2004 erfolgten Zulassung seitens der Food and Drug Administration (FDA) etablierte sich FOLFOX4 (Eloxatin® in Kombination mit 5-FU/LV als Infusion) in den Vereinigten Staaten zur Firstline-Therapie bei fortgeschrittenem kolorektalem Karzinom. Die aktualisierte Analyse bestätigt die vorausgegangenen Daten und macht die FOLFOX4-Therapie zum stärksten Prädiktor für eine Verbesserung des Gesamtüberlebens und der Zeit bis zur Krankheitsprogression.




Quelle: http://www.journalonko.de/newsview.php?id=2001 (http://www.journalonko.de/newsview.php?id=2001)

Jutta
13.07.2007, 15:50
03.07.2007

Oxaliplatin-Therapie verbessert signifikant das progressionsfreie Überleben bei Patienten mit resektablen Lebermetastasen

Die Ergebnisse der randomisierten EORTC 40983 Phase III-Intergroup-Studie, auch unter dem Namen EPOC-Studie bekannt, zeigen zum ersten Mal eine signifikante Verbesserung des progressionsfreien Überlebens bei Patienten mit reserzierbaren Lebermetastasen. Patienten, die infolge eines kolerektalen Karzinoms Lebermetastasen entwickelt haben, erhielten anstelle einer ausschließlich operativen Behandlung das FOLFOX4-Schema (Oxaliplatin in Kombination mit 5-Fluorouracil/Leucovorin) perioperativ, also vor und nach der Operation.1 Die Ergebnisse der EPOC-Studie (Eloxatin Peri-Operative Chemotherapy) wurden auf der Plenarsitzung des 43.Jahrestreffens der American Society of Clinical Oncology (ASCO) in Chicago, USA, vorgestellt.


Quelle: http://www.journalonko.de/newsview.php?id=2002 (http://www.journalonko.de/newsview.php?id=2002)

Jutta
13.07.2007, 15:52
10.07.2007

Therapieziel-adaptierte Behandlung des metastasierten Kolorektalkarzinoms (mCRC) empfohlen


Die Standardchemotherapie des mCRC besteht in der Kombination von 5-Fluorouracil (5-FU, als Dauerinfusion) mit Irinotecan (FOLFIRI) oder Oxaliplatin (FOLFOX). Sowohl FOLFIRI als auch FOLFOX verdoppeln im Vergleich zu 5-FU die Ansprechrate. Dennoch haben die Patienten von einer Erstlinientherapie mit FOLFIRI möglicherweise einen entscheidenden Vorteil: Wie Claus-Henning Köhne, Oldenburg, erläuterte, führte Irinotecan in 3 von 4 Phase-III-Studien, in denen eine Irinotecan/5-FU-Kombination mit 5-FU alleine verglichen wurde, zu einer signifikanten Verbesserung des Gesamtüberlebens. Dagegen ließ sich in keiner der entsprechenden Studien mit Oxaliplatin/5-FU ein Gesamtüberlebensvorteil nachweisen.


Quelle: http://www.journalonko.de/newsview.php?id=2032 (http://www.journalonko.de/newsview.php?id=2032)

Jutta
13.07.2007, 15:54
11.07.2007

Cetuximab: Konsistente Wirksamkeit auch in der Erstlinienbehandlung des mCRC


Cetuximab bestätigt seine konsistent gute Wirksamkeit auch in der Erstlinienbehandlung des metastasierten kolorektalen Karzinoms (mCRC). Dies zeigen Daten, die auf dem neunten World Congress of Gastrointestinal Cancers (WCGIC) erstmals in Europa vorgestellt wurden.


Quelle: http://www.journalonko.de/newsview.php?id=2033 (http://www.journalonko.de/newsview.php?id=2033)

hope38
13.07.2007, 23:13
Lieber Hansi!
Es tut mir sehr leid, daß Deine Mutter verstorben ist.

Ob es sich um einen Arztfehler handelt, vermag ich leider nicht zu sagen. Aus Erfahrung aus unserem Forum weiß ich aber, daß einzig der operative Eingriff wirklich die letzte Klarheit bringt über das, was da im Körper los ist. Es gibt durchaus bildgebende Untersuchungen, nicht nicht das volle Ausmaß gezeigt haben. Leider ist es so...

Dir viel Kraft und alles Gute,

hope

Windlicht
15.07.2007, 09:41
Hallo Jutta
Bin Gestern aus den Ferien zurückgekommen und musste erfahren das die Metastase in der Luftröhre meines Vaters gewachsen ist nun sind die Aerzte
am abklähren, ob man nochmals Laesern könnte und der Arzt hat eine andere
Chemo (bisher Campto und 5FU vorher Avastin) vorgeschlagen nähmlich
Erbitux nun habe ich deinen Artikel über Cetuximab gelesen kanst du mir
sagen ob man dieses Mittel in Europa schon bekommt ? Die Zeit drängt
anscheinend ist die Luftröhre schon ziemlich eingeengt.
Liebe Grüsse Daniela

Sina35
15.07.2007, 12:49
Liebe Jutta,

danke für Deine schnelle Antwort, inzwischen ist die Chemo auf zwei Monate beschränkt und dann beginnt das normale Nachsorgeprogramm, ihre Hoffnung ist wieder da und ich freu mich gerade sehr :-)).

Liebe Danile,a

meine Freundin bekommt Cetuximab seit März 07 und sie hat gut darauf angesprochen und die Nebenwirkungen halten sich einigermaßen in Grenzen (Hautprobleme etc.) (wie man das auch als Aussenstehender sagen kann...)

Alles Gute
Sina

Jutta
17.07.2007, 06:29
Hallo Jutta
Bin Gestern aus den Ferien zurückgekommen und musste erfahren das die Metastase in der Luftröhre meines Vaters gewachsen ist nun sind die Aerzte
am abklähren, ob man nochmals Laesern könnte und der Arzt hat eine andere
Chemo (bisher Campto und 5FU vorher Avastin) vorgeschlagen nähmlich
Erbitux nun habe ich deinen Artikel über Cetuximab gelesen kanst du mir
sagen ob man dieses Mittel in Europa schon bekommt ? Die Zeit drängt
anscheinend ist die Luftröhre schon ziemlich eingeengt.
Liebe Grüsse Daniela

Liebe Daniela,

Ach menno, kaum kommst du etwas erholt zurück, kommt eine Hiobsbotschaft.:pftroest:


Erbitux wird schon seit Ende 2004 in der Behandlungstherapie eingesetzt.

Bitte frage umgehend den behandelnden Arzt deines Vaters, ob Erbitux und Irinotecan für ihn in Frage kommen könnte.

Wünsche euch alles alles Gute.

Jutta
17.07.2007, 06:30
Liebe Jutta,

danke für Deine schnelle Antwort, inzwischen ist die Chemo auf zwei Monate beschränkt und dann beginnt das normale Nachsorgeprogramm, ihre Hoffnung ist wieder da und ich freu mich gerade sehr :-)).

Alles Gute
Sina




Liebe Sina,

dann übertrage deine Freude auf deine Freundin, damit es ihr nach den 2 Monaten wieder gut gehen wird, und ihr noch viel Freude zusammen haben werdet.

Windlicht
18.07.2007, 08:34
Hallo Jutta:1luvu:
Vielen Dank für deine Antwort. Er wird voraussichtlich nächste Dienstag
das erste mal Cetuximab (Erbitux) bekommen. Nun wird abgeklährt ob
man zusätzlich die Luftröhre von innen oder aussen nochmals
bestrahlen könnte.(hat schon beides vor ca. 1 Jahr gemacht). Auch
wurde evt. die Möglichkeit bestehen die Meta nochmals mit dem
Laeser von innen abzutragen muss aber auch noch abgeklährt werden
weil es schon das 5 Mal wäre. Evt. ist die Wand schon zu dünn, diese
blöde Meta wächst von aussen nach innen. Kennst du evt. jemand
der das auch hat ? Oder weisst du noch etwas was man versuchen
könnte?
Uebrigens der Urlaub mit meinem Mann und meinem Sohn war sehr
schön und wir haben uns alle prächtig erholt.....
Daniela

riha
28.07.2007, 12:35
hallo , ich hätte auch mal ne Frage. habe seit jan. darmkrebs T3 G2 N1
hatte zunächst cemo (Xeloda) in zusammenhang mit Bestrahlung, hatte wenig Nebenwirkungen,zum Schluß noch ziemlich heftigen scheidenpilz aber ansonsten ging es gut.
Wurde im Mai R0 operiert und soll nochmal ne Xeloda-Cemo machen.
hatte an meiner Narbe ne Fistel die nicht zuheilte und ich fing trotzdem mit der Cemo an, was war Narbe wurde total entzunden musste cemo wieder aufhören. Jetzt ist mein bauch nach 10 Wochen endlich zu , was soll ich tun ?
gleich weitermachen oder meint ihr ich kann mit Cemo noch warten bis sept.wollten ende Aug. in Urlaub gehen..... wäre schon schöner ohne Cemo.
Aber ich bin so unschlüssig , habe nächste woche noch Gespräch mit onkologen. Was würdet ihr tun........

Jutta
10.08.2007, 14:50
07.08.2007

Capecitabin plus Oxaliplatin: Neue Option beim metastasierten kolorektalen Karzinom


Aktuelle Daten, die auf der diesjährigen Jahresversammlung der American Society of Clinical Oncology (ASCO), präsentiert wurden, zeigten, dass XELOX das aufwändige infusionale Schema FOLFOX in der First-Line-Therapie des metastasierten kolorektalen Karzinoms ersetzen kann: progressionsfreies und Gesamtüberleben waren, ebenso wie die Verträglichkeit, vergleichbar. Auch in der Second-Line-Therapie ist die Kombination mit dem oralen Fluoropyrimidin Capecitabin eine gute Alternative zu FOLFOX.


Quelle: http://www.journalonko.de/newsview.php?id=2073 (http://www.journalonko.de/newsview.php?id=2073)

Jutta
28.09.2007, 17:04
25.09.2007


Adjuvante Therapie des Kolonkarzinoms: 5-Jahres-Daten der X-ACT-Studie bestätigen Überlebensverlängerung unter Capecitabin


Das orale Fluoropyrimidin Capecitabin (Xeloda®) ist dem infusionalen Mayo-Klinik-Schema mit 5-Fluorouracil/Folinsäure (5-FU/FS) hinsichtlich des Gesamtüberlebens überlegen. Dies zeigen die 5-Jahres-Follow up-Daten der X-ACT-Studie mit Kolonkarzinom-Patienten im Stadium III, die heute im Rahmen der 14. Europäischen Krebskonferenz (ECCO) präsentiert wurden. In der Capecitabin-Gruppe konnte eine 5-Jahres-Gesamtüberlebensrate von 71,4% und unter 5-FU/FS eine Überlebensrate von 68,4% erreicht werden. Capecitabin verbesserte zudem das rezidivfreie Überleben und wurde mit signifikant weniger Nebenwirkungen in Verbindung gebracht als 5-FU/FS (p<0,001). Das krankheitsfreie Überleben in der Capecitabin-Gruppe war mindestens äquivalent zur 5-FU/FS-Gruppe (p<0,0001).

Ziel der X-ACT-Studie (Xeloda in Adjuvant Colon Cancer Therapy) war es, die Sicherheit und Wirksamkeit von Capecitabin in der adjuvanten Therapie des Kolonkarzinoms im Vergleich zur früheren Standardbehandlung, dem infusionalen Mayo-Klinik-Schema mit 5-FU/FS, zu untersuchen. An der randomisierten Studie nahmen insgesamt 1.987 Patienten teil, die 24 Wochen entweder orales Capecitabin (n=1.004) oder 5-FU/FS-Bolusinjektionen (n=983) erhielten. Der primäre Endpunkt war das krankheitsfreie Überleben. Weitere Endpunkte waren rezidivfreies Überleben und Gesamtüberleben.

Quelle: http://www.journalonko.de/newsview.php?id=2135 (http://www.journalonko.de/newsview.php?id=2135)

Jutta
13.10.2007, 05:12
09.10.2007

Cetuximab auf dem Weg in die Erstlinientherapie beim metastasierten kolorektalen Karzinom und bei Kopf-Hals-Tumoren


Die aktuellen Daten von der gemeinsamen Jahrestagung der Deutschen, Österreichischen und Schweizerischen Gesellschaften für Hämatologie und Onkologie (DGHO) in Basel zeigen, dass der monoklonale Antikörper Erbitux auch in der Erstlinientherapie von metastasierten kolorektalen Karzinomen wirksam ist. Darüber hinaus konnte gezeigt werden, dass auch die Lebensqualität von vorbehandelten Patienten unter einer Erbituxbehandlung länger erhalten bleibt. In der Behandlung von Kopf-Hals-Tumoren setzt Erbitux neue Maßstäbe, sowohl im lokal fortgeschrittenen als auch im metastasierten und/oder rezidivierten Stadium.


Quelle: http://www.journalonko.de/newsview.php?id=2161 (http://www.journalonko.de/newsview.php?id=2161)

Jutta
13.10.2007, 05:14
12.10.2007


Fortgeschrittener Darmkrebs: Gesteigerte Rate von R0-Resektionen nach Bevacizumab plus Chemo als First-Line-Therapie


Die First-Line-Therapie mit Bevacizumab in Kombination mit einer Standard-Chemotherapie ermöglicht bei vielen Patienten mit metastasiertem kolorektalen Karzinom (mCRC) eine vollständige operative Entfernung aller Metastasen. Das zeigen neuen Daten der internationalen Beobachtungsstudie First BEAT, die auf der diesjährigen European Cancer Conference (ECCO) in Barcelona vorgestellt wurden.



Quelle:http://www.journalonko.de/newsview.php?id=2166 (http://www.journalonko.de/newsview.php?id=2166)

Jutta
08.12.2007, 06:16
06.12.2007


EU-Zulassung für Vectibix®


Amgen hat eine EU-Zulassung für den humanen monoklonalen EGFR-Antikörper Panitumumab (Vectibix®) zur Behandlung des metastasierten, EGFR exprimierenden kolorektalen Karzinoms bei Patienten mit nicht-mutiertem (Wildtyp-)KRAS-Gen erhalten, bei denen Fluoropyrimidin-, Oxaliplatin- und Irinotecanhaltige Chemotherapieregime versagt haben.


Die Zulassung basiert auf einer Biomarker- Analyse einer randomisierten Phase-III-Studie, welche die Behandlungseffekte des KRAS-Status (nicht mutiert vs. mutiert) in Patienten mit mCRC untersuchte. Die Analyse zeigte, dass Panitumumab das progressionsfreie Überleben bei jenen rund 60% der Patienten beeinflussen konnte, deren Tumore nicht mutierte KRAS-Gene aufweisen.


Quelle:
http://www.journalonko.de/newsview.php?id=2239 (http://www.journalonko.de/newsview.php?id=2239)

Jutta
02.02.2008, 07:04
31.01.2008


Studien belegen eine gesteigerte Wirksamkeit von Cetuximab bei Patienten mit metastasiertem kolorektalen Karzinom und K-RAS-Wildtyp

Auf dem Gastrointestinal Cancers Symposium der American Society of Clinical Oncology 2008 in Orlando wurden Daten präsentiert, die zeigen, dass unter Erbitux plus FOLFIRI mehr Patienten mit K-RAS-Wildtyp als Patienten mit K-RAS-Mutation auf die Therapie ansprachen. Das belegt die potenzielle Rolle von K-RAS als prädiktivem Biomarker in der Therapie dieser häufigen Krebserkrankung. (1-3)


Die Ansprechrate für Patienten mit K-RAS-Wildtyp lag bei 55 Prozent im Vergleich zu 32 Prozent bei Patienten mit einer Mutation im K-RAS-Gen. Das relative Risiko einer Progression war in der Subgruppe mit K-RAS-Wildtyp um 53 Prozent geringer als in der Gruppe mit Mutation.


Quelle: http://www.journalonko.de/newsview.php?id=2314 (http://www.journalonko.de/newsview.php?id=2314)

Jutta
13.02.2008, 17:32
11.02.2008

Panitumumab für Patienten mit metastasiertem kolorektalen Karzinom

Panitumumab, der erste voll humane Anti-EGFR-Antikörper, ist der Beginn einer neuen Ära für Patienten mit einem metastasierten kolorektalen Karzinom, so der Tenor der Experten auf der Einführungs-Pressekonferenz von Panitumumab, die am 15. Januar 2008 in München stattfand. Panitumumab zielt auf den epidermalen Wachstumsfaktor-Rezeptor (EGFR) und ist wirksam, wenn der Patient ein nicht mutiertes KRAS-Gen im Tumor aufweist. Die Tatsache, dass mit Hilfe des KRAS-Mutationsstatus ein potenzielles Ansprechen auf die Behandlung vorhergesagt werden kann, ist dabei ein Meilenstein in Richtung individualisierter onkologischer Therapie.

Quelle: http://www.journalonko.de/newsview.php?id=2327 (http://www.journalonko.de/newsview.php?id=2327)

Jutta
21.02.2008, 12:47
18.02.2008


Intraoperative Chemotherapie: Deutsche Krebshilfe fördert Peritonealkarzinose-Schwerpunkt am Tübinger Uniklinikum


Krebszellen können sich vom Tumor lösen und streuen, Metastasen in der Bauchhöhle sind besonders gefährlich. Denn zum einen können sich die bösartigen Zellen dort relativ lange vermehren, ohne Beschwerden auszulösen. Zum anderen ist die klassische Chemotherapie hier nur begrenzt wirksam. Die Deutsche Krebshilfe unterstützt am Universitätsklinikum Tübingen mit 20.000 Euro den Aufbau eines Netzwerks, um ein noch relativ junges Therapiekonzept zu etablieren: die intraoperative Chemotherapie.

Bei diesem Verfahren wird eine aufwändige Operation mit einer lokalen Chemotherapie kombiniert, wobei die zellzerstörenden Medikamente während der Operation direkt in den Bauchraum gespült werden.


"Am Südwestdeutschen Tumorzentrum Tübingen sind die Voraussetzungen für eine enge und kooperative Behandlung von Patienten mit Beteiligung aller erforderlicher Fachdisziplinen gegeben", so Priv-Doz. Dr. Björn Brücher, verantwortlich als Oberarzt für die Onkologische Chirurgie der Abdominalchirurgie. Eine wesentliche Aufgabe ist es dabei, die Diagnostik und Therapie der Betroffenen zu standardisieren und ein bundesweit einheitliches Therapiekonzept zu entwickeln.

Quelle: http://www.journalonko.de/newsview.php?id=2346 (http://www.journalonko.de/newsview.php?id=2346)

Jutta
12.04.2008, 21:24
04.04.2008


Panitumumab zur Individualtherapie von Darmkrebs

Ein neu entwickeltes Medikament auf Basis humaner Eiweißstrukturen zur Behandlung von Tumoren im Dickdarm ist in Wien vorgestellt worden. Der Wirkstoff Panitumumab ist der erste sogenannte vollständig humane monoklonale Antikörper auf dem Markt. Anwendung finden soll das Medikament bei Patienten mit Tumoren, die bereits Tochtergeschwülste ausgebildet haben und denen bereits mehrere Chemotherapien verabreicht wurden. Voraussetzung für die als Monotherapie vorgesehene Behandlung ist das Vorhandensein des KRAS-Gen-Wildtyps.

Eine gegen den EGFR-Signalweg gerichtete Therapie des kolorektalen Karzinoms ist nur bei erfolgreich, wenn der Tumor den Wildtyp des KRAS-Gens aufweist. Diese Konstellation trifft statistisch gesehen für 60 Prozent aller Patienten mit einem kolorektalen Karzinom zu. Bei Patienten mit mutiertem KRAS-Gen ist das Ras-Signalprotein dauerhaft aktiviert, unabhängig davon, ob EGFR stimuliert oder therapeutisch gehemmt ist. Trotz einer Anti-EGFR-Therapie bleibt deshalb bei Patienten mit einem mutierten KRAS-Gen das Ras-Signalprotein aktiviert und der Tumor spricht nicht auf die Behandlung an.

Quelle: http://www.journalonko.de/newsview.php?id=2442 (http://www.journalonko.de/newsview.php?id=2442)

Jutta
12.04.2008, 21:26
07.04.2008


Selektive Interne Radiotherapie bei HCC und Lebermetastasen

Seit Anfang des Jahres bietet das Institut für Klinische Radiologie und Nuklearmedizin des Mannheimer Universitätsklinikums ein neues Therapieverfahren zur Bekämpfung von Krebserkrankungen der Leber an: die Selektive Interne Radiotherapie (SIRT). Diese neuartige Therapie wird in Deutschland bisher nur an wenigen Kliniken durchgeführt und kann sowohl Patienten zugute kommen, die an einem Primärtumor der Leber erkrankt sind, als auch solchen, bei denen im Verlauf einer anderen Krebserkrankung Lebermetastasen aufgetreten sind.


Quelle: http://www.journalonko.de/newsview.php?id=2443 (http://www.journalonko.de/newsview.php?id=2443)

Jutta
30.04.2008, 07:02
Cisplatin No Better than Standard Therapy for Anal Canal Cancer

Replacing mitomycin with cisplatin in chemoradiotherapy for cancer of the anal canal failed to improve either disease-free or overall survival and resulted in more patients needing colostomies, according to a study in the April 23 issue of the Journal of the American Medical Association (http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/18430910).

Current standard therapy for anal canal cancer consists of fluorouracil plus mitomycin and radiotherapy. Previous studies have established that chemoradiation is more effective for smaller tumors. Researchers wondered whether initial chemotherapy with fluorouracil and cisplatin could improve outcomes by shrinking tumors before they were treated with the same agents and radiotherapy.

Quelle: http://www.cancer.gov/ncicancerbulletin/NCI_Cancer_Bulletin_042908/page3 (http://www.cancer.gov/ncicancerbulletin/NCI_Cancer_Bulletin_042908/page3)

Jutta
09.05.2008, 17:55
06.05.2008


EPIC-Studie: Cetuximab verlängert PFS und erhöht Ansprechrate bei Oxaliplatin-refraktären Patienten mit metastasiertem kolorektalen Karzinom



Cetuximab in Kombination mit Irinotecan ist wirksam in der Therapie von Patienten mit metastasiertem kolorektalen Karzinom, die auf eine Erstlinientherapie mit FOLFOX nicht mehr angesprochen hatten. Die vor kurzem im JCO veröffentlichten Ergebnisse der Phase-III-Studie EPIC belegen, dass die Hinzunahme von Erbitux signifikant das progressionsfreie Überleben verlängert und die Ansprechrate vervierfacht.


Quelle: http://www.journalonko.de/newsview.php?id=2512 (http://www.journalonko.de/newsview.php?id=2512)

Jutta
22.05.2008, 06:55
20.05.2008

mCRC: Signifikanter Überlebensvorteil unter Erstlinientherapie mit FOLFIRI + Bevacizumab


Die Überlegenheit des FOLFIRI-Regimes, der Kombination aus infusionalem 5-FU/FS plus Irinotecan als Erstlinientherapie für Patienten mit metastasiertem kolorektalem Karzinom (mCRC) wurde jetzt auch in Kombination mit dem Antikörper Bevacizumab bestätigt. Die aktuelle Auswertung der BICC-C-Studie zeigt, dass die Patienten unter der Behandlung mit FOLFIRI + Bevacizumab statistisch signifikant länger überleben als unter der Erstlinientherapie mit dem modifizierten Bolus-Regime mit 5-FU/FS/Irinotecan (mIFL) plus Bevacizumab. Die mediane Überlebenszeit von 28 Monaten unter FOLFIRI + Bevacizumab ist eine der längsten, die bislang bei Patienten mit mCRC innerhalb klinischer Studien erreicht wurde.


Quelle: http://www.journalonko.de/newsview.php?id=2542 (http://www.journalonko.de/newsview.php?id=2542)

Jutta
22.05.2008, 06:57
21.05.2008

Capecitabin und Bevacizumab erhalten Zulassungserweiterung für die Therapie des metastasierten kolorektalen Karzinoms

Das orale Fluoropyrimidin Capecitabin und die anti-VEGF-Therapie mit Bevacizumab haben von der Europäischen Arzneimittelagentur EMEA die Zulassungserweiterung für die Therapie des metastasierten kolorektalen Karzinoms (mCRC) erhalten. Capecitabin ist somit für alle gängigen Chemotherapieschemata mit oder ohne Bevacizumab sowie für alle Behandlungsphasen des mCRC zugelassen und kann künftig das aufwändige Standardschema mit 5-Fluorouracil plus Folinsäure (5-FU/FS) ersetzen. Bevacizumab kann in Kombination mit allen Fluoropyrimidin-basierten Chemotherapien inklusive Oxaliplatin und Capecitabin eingesetzt werden



Quelle: http://www.journalonko.de/newsview.php?id=2546 (http://www.journalonko.de/newsview.php?id=2546)

Jutta
03.06.2008, 08:27
30.05.2008

Cetuximab ermöglicht hohe Resektionsraten von Lebermetastasen beim kolorektalen Karzinom

Ein vieldiskutiertes Thema auf dem 125. Kongress der DGCh vom 22. bis 25. April in Berlin war die Bedeutung des Paradigmenwechsels in der Chirurgie von Lebermetastasen für die Therapie des metastasierten kolorektalen Karzinoms. Durch verbesserte chirurgische Verfahren sowie wirksamere systemische Therapien können heute mehr Patienten einer potenziell kurativen Operation unterzogen werden als noch vor wenigen Jahren. Ein vielversprechender Ansatz scheint hierbei die Therapie mit dem monoklonalen IgG1-Antikörper Cetuximab zu sein.

Die vollständige Resektion von Lebermetastasen bedeutet für viele Patienten mit metastasiertem kolorektalen Karzinom eine Chance auf Heilung. So liegen die 5-Jahres-Überlebensraten für Patienten mit einer R0-Resektion ihrer Lebermetastasen bei bis zu 30 Prozent. Bis dato kamen allerdings nur wenige Patienten für einen solchen Eingriff in Frage. Anzahl, Größe und Verteilung der Läsionen sowie extrahepatische Befunde stellten bisher häufig Kontraindikationen dar.


Quelle: http://www.journalonko.de/newsview.php?id=2566 (http://www.journalonko.de/newsview.php?id=2566)

Jutta
12.06.2008, 18:38
09.06.2008

Fachinformation von Oxaliplatin in den USA enthält 6-Jahres-Gesamtüberlebensdaten der MOSAIC-Studie


Die US-Zulassungsbehörde FDA (Food and Drug Administration) hat dem sNDA-Antrag (supplemental new drug application) zur Aufnahme der 6-Jahres-Gesamtüberlebensanalyse aus der MOSAIC-Studie in die Fachinformation für Eloxatin® (Oxaliplatin) zugestimmt. Die neue Fachinformation enthält die 5-Jahres-Daten zum krankheitsfreien Überleben bei Patienten mit Kolonkarzinom im Stadium III, die nach der operativen Entfernung des Primärtumors mit Oxaliplatin behandelt wurden.


Die randomisierte Phase-III-Studie (MOSAIC) verglich die Sicherheit und Wirksamkeit von FOLFOX4 (Eloxatin + 5-FU/LV) mit einer 5-FU/LV-Monotherapie bei Patienten mit Kolonkarzinom in Stadium II und III. Es wurde kein signifikanter Nutzen bei Patienten im Stadium II beobachtet. Der primäre Endpunkt war das krankheitsfreie Überleben.


Quelle: http://www.journalonko.de/newsview.php?id=2591

lolle
24.06.2008, 17:48
hallo jutta

mein mann hat letzte woche eine neue chemotherapie bekommen.

VECTIBIX

seit gestern totale hautrötung im gesicht . brust und rücken.

ich habe gegoogelt und festgestellt das es wohl bei 90 % der patienten
vorkommt.

kennst du dieses VECTIBIX ??

was kann man wohl gegen die hautrötung und pusteln tun ??

liebe grüsse
LOLLE

Jutta
25.06.2008, 08:30
Hallo Lolle,


der Handelsname Vectibix ist auch als Panitumumab bekannt, hier kannst mehr darüber nachlesen http://www.journalonko.de/newsview.php?id=2442 (http://www.journalonko.de/newsview.php?id=2442)

Leider können die Nebenwirkungen recht heftig werden.
"Dermatologische Nebenwirkungen wurden bei 90 Prozent der Panitumumab-Patienten beobachtet. Dabei waren akneartige Ausschläge beziehungsweise Akne mit 70 Prozent am häufigsten. Weiterhin litten die Patienten an Juckreiz, Rötungen, Exanthemen, Hauteinrissen, Hautabschuppungen und trockener Haut. Bei 14 Prozent der Patienten wurden die Nebenwirkungen als schwer beurteilt, das heißt Grad drei oder vier gemäß der Kriterien des Nationalen Krebsinstitutes (NCI-CTC, National Cancer Institute common toxicity criteria). Schwere Hautreaktionen wurden meistens durch Superinfektionen hervorgerufen, die eine Sepsis oder Abszesse zur Folge hatten.“

In den USA wird inzwischen des öfteren empfohlen das Mittel sofort abzusetzen, wenn sich schwere dermatologische Nebenwirkungen zeigen.

Ich würde umgehend den Onkologen darüber informieren, und auf Hilfsmittel gegen diese Rötungen und Pusteln ansprechen.

Hoffentlich geht es deinem Mann inzwischen besser?

lolle
25.06.2008, 13:58
hallo jutta

danke für deine schnelle antwort.
letzte woche dienstag hatte er die chemo, und samstags fing es an.
eine ader an der nase war geplatzt .
die nase ist recht dick, knallrot und die haut pellt sich ab.

gesicht , nacken , brust und rücken überall kleine pusteln.

wie ein richtig fetter sonnenbrand.

mein mann hat den onkologen in soest angerufen.
er meinte, das es aber auch ein zeichen dafür wäre, das sich da was tut.

advantan salbe würden seine patienten dagegen benutzen.

schaun wir mal....
am 4. juli muss mein mann ja wieder hin.
ist ja jetzt nichts mehr dran zu ändern.

alles liebe
und danke nochmal
LOLLE

advantan salbe würden seine patienten dagegen

Jutta
04.07.2008, 19:47
Metastasiertes kolorektales Karzinom:

Überlebensvorteil von Avastin® unabhängig von K-RAS-Status und Chemotherapie-Regime




Als derzeit einziges Biological ist der Angiogenese-Hemmer Bevacizumab (Avastin®) mit allen gängigen Chemotherapie-Regimen kombinierbar und aufgrund der nachgewiesenen Verlängerung des PFS und des Gesamtüberlebens auch in den aktuellen Leitlinien zur First-Line-Therapie empfohlen. Die jetzt bei der ASCO-Jahrestagung präsentierten Daten unterstreichen die Ausnahmestellung des VEGF (Vascular Endothelial Growth Factor)-Antikörpers beim metastasierten kolorektalen Karzinom (CRC) gleich in mehrfacher Hinsicht.

Bereits seit einigen Jahren ist bekannt, dass CRC-Patienten mit Mutationen des Protoonkogens K-RAS von Bevacizumab in gleichem Maße profitieren wie solche mit Wildtyp (16,17). War das K-RAS-Gen mutiert, so betrug das PFS unter der alleinigen Chemotherapie 5,5 Monate. Durch die Kombination mit Bevacizumab konnte das PFS auf 9,1 Monate gesteigert werden.

Bei Wildtyp-Patienten betrug das PFS 7,2 Monate unter alleiniger Chemotherapie und 13,3 Monate, wenn zusätzlich Bevacizumab gegeben wurde. Auch das Gesamtüberleben der Patienten wurde durch die Kombination mit Bevacizumab verlängert – ebenfalls unabhängig vom K-RAS-Status (13,6 vs. 19,9 Monate bei mutiertem K-RAS-Gen und 17,6 vs. 27,7 Monate bei K-RAS-Wildtyp).

Dagegen ist die Wirksamkeit von Antikörpern gegen den EGF (Epidermal Growth Factor)-Rezeptor bei CRC-Patienten eindeutig vom K-RAS-Status abhängig. Nur beim K-RAS Wildtyp kann eine Verbesserung des PFS erreicht werden (um 0,5 bis 1,2 Monate). Ist das K-RAS-Gen mutiert, kann die Gabe von Cetuximab sogar das PFS verkürzen, wie verschiedene beim ASCO 2008 zu Cetuximab präsentierte Studien zeigten (18, 19). Auch die zusätzliche Gabe von Cetuximab in Kombinationstherapie mit Bevacizumab ist nicht sinnvoll, wie die Ergebnisse der als Late Breaking Abstract vorgestellten Phase-III-Studie CAIRO-2 zeigen. In dieser Studie wurden 755 chemotherapeutisch nicht vorbehandelte Patienten mit fortgeschrittenem CRC randomisiert mit Capecitabin/Oxaliplatin/ Bevacizumab +/- Cetuximab behandelt.

Entgegen der Studienhypothese, die von einer Verbesserung der Effektivität durch ein weiteres Biological ausging, zeigten die zusätzlich mit Cetuximab behandelten Patienten ein signifikant schlechteres PFS als die Kontrollgruppe (median 9,8 vs. 10,7 Monate; p=0,019). Bei Tumoren mit mutiertem K-RAS-Gen verkürzte die Zugabe von Cetuximab die Zeit ohne Krankheitsprogress sogar um fast 4 Monate, verglichen mit der Bevacizumab-basierten Dreierkombination (8,6 vs. 12,5 Monate; p=0,043). Patienten mit K-RAS-Wildtyp hatten weder einen Nachteil noch einen Vorteil von der zusätzlichen Gabe des EGFR-Antikörpers (PFS: 10,5 vs. 10,7 Monate; p=0,10) (20).

„Somit ist Avastin bei Patienten mit mutiertem K-RAS-Gen das einzige Biological, das überhaupt eingesetzt werden kann“, so Privatdozent Dr. Ullrich Graeven, Mönchengladbach. Patienten, die Bevacizumab erhalten sollen, müssen nicht auf K-RAS getestet werden, sondern die Therapie kann unverzüglich eingeleitet werden.

Xeloda® beim kolorektalen Karzinom: Aktuelle Daten bestätigen Vorteile gegenüber 5-FU und definieren neue Standards
Die orale Darmkrebstherapie mit Xeloda® (Capecitabin) hat die intravenöse Gabe von 5-Fluorouracil (5-FU) nicht nur in der Monotherapie abgelöst, sondern kann 5-FU künftig auch in Kombinationsschemata mit Oxaliplatin bzw. Irinotecan ersetzen. Capecitabin definiert damit auch in dieser Anwendung neue Therapiestandards, wie mehrere in Chicago präsentierte Studien zeigten. AIO-Studie zur First-Line-Therapie des kolorektalen Karzinoms In der randomisierten Phase-II-Studie 0604 der Arbeitsgemeinschaft für Internistische Onkologie (AIO) wurden bei 255 Patienten mit fortgeschrittenem/metastasiertem CRC die Kombinationen Bevacizumab/Capecitabin plus Oxaliplatin (AVA/XELOX) und Bevacizumab/Capecitabin plus Irinotecan (AVA/XELIRI) untersucht. Um die gastrointestinale Verträglichkeit von XELIRI zu verbessern, wurde dabei die Dosierung von Capecitabin und Irinotecan um jeweils 20% reduziert.

Beide Schemata waren hoch aktiv und sicher: Unter AVA/XELOX waren 76% der Patienten nach 6 Monaten progressionsfrei (= primärer Endpunkt), das mediane PFS betrug 10,4 Monate. Unter AVA/XELIRI belief sich der Anteil der Patienten ohne Progress nach 6 Monaten auf 84% bei einem medianen PFS von 12,1 Monaten. Die Behandlung war sehr gut verträglich, wobei in diesem Therapiearm sogar weniger Diarrhöen auftraten als im AVA/XELOX-Arm. Die in der AIOStudie eingesetzten reduzierten Dosierungen von Capecitabin (800 mg/m2) und Irinotecan (200 mg/m2) können daher als neues Standard-XELIRI-Regime angesehen werden (21).
Äquivalenz von XELOX und FOLFOX in der First-Line-Therapie
Die Ergebnisse von zwei großen Metaanalysen bestätigten erneut die Gleichwertigkeit einer Erstlinientherapie von Oxaliplatin in Kombination mit Capecitabin (XELOX) und 5-FU (FOLFOX). In der gemeinsamen Auswertung von sechs randomisierten klinischen Studien mit insgesamt 3.405 Patienten betrugen die Hazard Ratios für das PFS und Gesamtüberleben (OS) 0,98

Zu einem ähnlichen Ergebnis kamen Porschen et al. in einer Metaanalyse von fünf randomisierten Phase-II- und -III-Studien mit insgesamt 2.575 Patienten, bei denen XELOX mit 5-FU verglichen worden war. Die Hazard Ratio von 1,05 sowohl für das PFS als auch das OS belegten ebenfalls eindeutig die Gleichwertigkeit von XELOX und FOLFOX in der First-Line-Therapie des metastasierten CRC (23).

Die finalen Ergebnisse der First BEAT-Studie, eine internationale, prospektive Beobachtungsstudie, die Sicherheit und Wirksamkeit von Bevacizumab in Kombination mit verschiedenen Chemotherapie-Regimen bei mCRC-Patienten im Praxisalltag untersucht, bestätigen die überzeugenden Ergebnisse der XELOX-Kombination mit Bevacizumab (24). Das mediane PFS betrug unter XELOX 10,8 Monate (FOLFOX 11,3 Monate; FOLFIRI 11,6 Monate).

Capecitabin vereinfacht nicht nur komplexe Therapieregime, es bietet den Patienten zudem eine eindeutige Verbesserung der Lebensqualität, da die Infusionsdauer sowie Ambulanzbesuche und Krankenhausaufenthalte erheblich verkürzt werden können, so Graeven.
Auch eine Portimplantation ist nicht mehr notwendig.


Quelle: http://www.journalonko.de/newsview.php?id=2632 (http://www.journalonko.de/newsview.php?id=2632)

Jutta
17.07.2008, 14:53
14.07.2008

Bevacizumab etabliert sich als neuer Standard in der First-Line-Therapie


Nach einer umfassenden Zulassungserweiterung zu Beginn dieses Jahres kann Avastin® (Bevacizumab) mit allen Fluoropyrimidin-basierten Chemotherapien, inklusive Oxaliplatin und Xeloda® (Capecitabin), in der First-Line-Therapie des metastasierten kolorektalen Karzinoms (mCRC) eingesetzt werden. Gute Verträglichkeit, hohe progressionsfreie Überlebenszeiten, die sich auch im Praxisalltag reproduzieren lassen und eine gesteigerte sekundäre Resektabilität von Metastasen machen den VEGF-Antikörper zum neuen Standard in der Darmkrebstherapie.


Quelle: http://www.journalonko.de/newsview.php?id=2641 (http://www.journalonko.de/newsview.php?id=2641)

Jutta
17.07.2008, 14:54
14.07.2008

ASCO:
Tegafur Uracil als patientenfreundliche Alternative in der neoadjuvanten Therapie des lokal fortgeschrittenen Rektumkarzinoms

Auf der Jahrestagung der American Society of Clinical Oncology (ASCO) wurden die Ergebnisse einer Studie zum neoadjuvanten Einsatz des oralen Zytostatikums UFT beim lokal fortgeschrittenen Rektumkarzinom präsentiert. Die vorgestellten Daten zeigen, dass der Einsatz von UFT, das bisher beim metastasierten kolorektalen Karzinom zugelassen ist, auch schon in diesem früheren Stadium sinnvoll ist.1 Die patientenfreundliche Anwendung geht dabei nicht auf Kosten der Effektivität.

Die Zielsetzung der Phase-II-Studie war die Evaluation von Wirksamkeit und Sicherheit einer präoperativen Radiochemotherapie mit UFT in Kombination mit Calciumfolinat bei 85 Patienten mit lokal fortgeschrittenen Adenokarzinomen des distalen Rektums. Die Patienten erhielten über fünf Wochen an fünf Tagen der Woche UFT 300 mg/m² pro Tag in drei separaten Dosen alle acht Stunden in Kombination mit je 25 mg Calciumfolinat. Gleichzeitig wurden sie an fünf Tagen der Woche bestrahlt (1,8 Gy/Tag). Nach einer Pause von vier bis sechs Wochen erfolgte der chirurgische Eingriff. Drei bis sechs Wochen nach dem Eingriff schloss sich für Patienten mit Lymphknotenbefall eine adjuvante Chemotherapie mit UFT, 5-Fluorouracil oder einem Oxaliplatin-basierten Regime an.


Quelle: http://www.journalonko.de/newsview.php?id=2638 (http://www.journalonko.de/newsview.php?id=2638)

Jutta
17.07.2008, 14:56
14.07.2008

Cetuximab – Individualisierte Erstlinientherapie für Patienten mit kolorektalen KRAS-Wildtyp-Karzinomen

Patienten mit metastasiertem kolorektalem Karzinom (mCRC), deren Tumoren das KRAS-Wildtyp-Gen aufweisen, profitieren in besonders hohem Ausmaß von Cetuximab in Kombination mit einer Standardchemotherapie. Dies zeigen die Ergebnisse aktueller Analysen der CRYSTAL-Studie, die Prof. Eric van Cutsem, Leuven, auf der Plenarsitzung der 44. Jahrestagung der American Society of Clinical Oncology (ASCO) vorstellte. Unterstützt werden diese durch die Auswertung der OPUS-Studie, die Prof. Carsten Bokemeyer, Hamburg, präsentierte. Die Daten etablieren Cetuximab als eine neue Standardtherapie in der Erstlinientherapie des metastasierten kolorektalen Karzinoms bei Patienten mit KRAS-Wildtyp-Tumoren.

Die in Chicago auf der Jahrestagung der ASCO vorgestellten Ergebnisse haben den KRAS-Status als wichtigen Prädiktor für den Therapieerfolg mit Cetuximab (Erbitux®) hervorgehoben. Dies bereitet den Weg für eine erstmals individualisierte Therapie des metastasierten kolorektalen Karzinoms.

Quelle: http://www.journalonko.de/newsview.php?id=2639 (http://www.journalonko.de/newsview.php?id=2639)

avastinjunkie
17.07.2008, 19:19
14.07.2008

Nach einer umfassenden Zulassungserweiterung zu Beginn dieses Jahres kann Avastin® (Bevacizumab) mit allen Fluoropyrimidin-basierten Chemotherapien, inklusive Oxaliplatin und Xeloda® (Capecitabin), in der First-Line-Therapie des metastasierten kolorektalen Karzinoms (mCRC) eingesetzt werden. Gute Verträglichkeit, hohe progressionsfreie Überlebenszeiten, die sich auch im Praxisalltag reproduzieren lassen und eine gesteigerte sekundäre Resektabilität von Metastasen machen den VEGF-Antikörper zum neuen Standard in der Darmkrebstherapie.


Liebe Jutta, dass wir von Anfang an (seinerzeit etwas regelwidrig weil damals für First-Line nicht zugelassen), auch auf meinen klaren Wunsch hin Avastin nach Schaffen der nötigen Voraussetzungen eingesetzt haben, hat mir m.E. jetzt 3 Jahre das Überleben ermöglicht. In den letzten 2 Jahren nur minimales Wachstum und eine unverändert freie Leber. Verträglichkeit (im Gegensatz zu Campto) hervorragend.

Wir gehen ab nächste Woche jetzt auf Avastin in Verbindung mit Oxa und Xelo. Also Wechsel von folfiri auf ein modifiziertes folfox, weil wir einen Grössenrückgang der Metas erzwingen wollen.
Dass Avastin jetzt für First-Line zugelassen ist ist aus meiner Sicht nur begrüssenswert. Allerdings sind die Kosten für die KK ziemlich heavy.

@all: die obigen Aussagen gelten natürlich nur für mich, da jeder Krebsfall anders gelagert ist.

Jutta
01.08.2008, 08:39
28.07.2008

Europaweite Zulassungserweiterung für Cetuximab einschließlich der Erstlinientherapie des metastasierten kolorektalen Karzinoms

Der monoklonale IgG1-Antikörper Erbitux hat von der Europäischen Arzneimittelagentur (EMEA) die Zulassungserweiterung für die Behandlung von Patienten mit EGFR (Epidermal Growth Factor Receptor)-exprimierendem, metastasiertem kolorektalen KRAS-Wildtyp-Karzinom in Kombination mit Chemotherapie, einschließlich der Erstlinie, erhalten. Darüber hinaus kann Cetuximab als Monotherapie bei Patienten mit KRAS-Wildtyp-Tumoren, die auf eine vorangegangene Oxaliplatin- und Irinotecan-basierte Chemotherapie nicht angesprochen hatten und die eine Intoleranz gegen Irinotecan aufweisen, eingesetzt werden.

„Diese breite Zulassung von Erbitux beim metastasierten kolorektalen Karzinom wird von allen Onkologen begrüßt, da uns damit jetzt eine neue Therapieoption für unsere Patienten in der Erstlinie zur Verfügung steht“, kommentierte Professor Eric Van Cutsem, Professor für Medizin und Onkologie des Gastrointestinaltraktes am Universitätsklinikum Gasthuisberg in Leuven, Belgien, die Entscheidung der EMEA. “Die Daten, auf denen die Zulassung beruht, sind von besonderer Bedeutung, da sie die gesteigerte Wirksamkeit von Erbitux bei Patienten mit KRAS-Wildtyp-Tumoren belegen. Die Indikationserweiterung für Cetuximab (Erbitux®) ist demnach auch ein großer Schritt hin zum Einsatz einer individualisierten Therapie in der Behandlung des metastasierten kolorektalen Karzinoms.“


Quelle: http://www.journalonko.de/newsview.php?id=2673 (http://www.journalonko.de/newsview.php?id=2673)

Jutta
28.08.2008, 23:35
26.08.2008


MCRC:KRAS-Status erlaubt erstmals individualisierte Therapie


Patienten mit metastasiertem kolorektalem Karzinom können jetzt erstmals in allen Therapielinien einer individualisierten Behandlung unterzogen werden. Ergibt die Analyse des Onkogens KRAS, dass ein KRAS-Wildtyp-Tumor vorliegt, sprechen die Patienten auf den IgG1-Antikörper Cetuximab in Kombination mit allen Standard-Chemotherapien an. Der KRAS-Status ist also ein prädiktiver Faktor für die Wirksamkeit von Cetuximab. Kein Ansprechen ist indessen zu erwarten, wenn es sich um eine KRAS-Mutation handelt. Zudem lässt sich Cetuximab bei KRAS-Wildtyp-Tumoren als Monotherapeutikum einsetzen, wenn eine vorherige Oxaliplatin- oder Irinotecan-basierte Chemotherapie versagt hat und Irinotecan nicht vertragen wird.


Quelle: http://www.journalonko.de/newsview.php?id=2737 (http://www.journalonko.de/newsview.php?id=2737)

Sabine Spanien
01.09.2008, 15:24
Hallo !
Ich bin neu hier! Meine Mutter, 74 Jahre, hat Darmkrebs und die Behandlung wurde heute eingestellt. Sie kommt heute noch nach Hause und die Doktoren haben mir wenig Hoffnung gemacht und erwarten, dass sie leider in Kürze sterben wird.
Ich bin die einzige Tochter und Anghörige und ziemlich ratlos!Ich werde versuchen meine Mutter so gut wie möglich zu versorgen und zu pflegen. Hab aber keine Ahnung was da alles auf mich zukommen wird. Hat schon jemand Erfahrung und kann mir ein paar Tipps geben ?
Ich wohne schon seit 25 Jahren im Ausland, seit dem letzten Jahr in Spanien und kenne mich hier überhaupt nicht mehr aus!

Renate23
01.09.2008, 20:21
Hallo Sabine,
also ich würde zuerst zum Hausarzt gehen und mich informieren. Der kann Dir auch sicher bezüglich Sozialstation etc. weiterhelfen. Unter Umständen auch bei der zuständigen Gemeinde oder Rathaus. Ich hoffe, Du kriegst die nötige Unterstützung. Liebe Grüße Renate

Jutta
16.09.2008, 13:02
Ärzte Zeitung, 16.09.2008


Der Angiogenese-Hemmer hungert die Tumore aus




Der rekombinante monoklonale Antikörper Bevacizumab (Avastin®) ist der erste Angiogenese-Hemmer für die Krebstherapie.


Bevacizumab ist ein Angiogenese-Hemmer, der den Wachstumsfaktor VEGF, ein Schlüsselfaktor der Tumorangiogenese regelrecht bindet. So hungert er Tumore aus. Inzwischen ist er für die Therapie von Patienten mit Darm-, Brust-, Lungen- und Nierenkrebs zugelassen.

Tumore sind schon sehr früh auf eine gute Blutversorgung angewiesen. Für die Gefäßneubildung hat sich der Wachstumsfaktor VEGF als wirksamster Stimulator erwiesen. Daher lag es nahe, Substanzen zu entwickeln, die VEGF gezielt blockieren. Beim Unternehmen Genentech wurde deshalb ein Antikörper entwickelt, um VEGF zu blockieren: Bevacizumab. Er hindert den Faktor, an seine Rezeptoren auf den Zellen zu binden.


Quelle: http://www.aerztezeitung.de/medizin/krankheiten/krebs/kolorektales-karzinom/default.aspx?sid=505947 (http://www.aerztezeitung.de/medizin/krankheiten/krebs/kolorektales-karzinom/default.aspx?sid=505947)

Jutta
16.09.2008, 13:04
Ärzte Zeitung, 16.09.2008


Kolorektales Karzinom
- Gute Kombinierbarkeit


In der Phase-III-Zulassungsstudie für Bevacizumab bei Darmkrebs gelang es, durch die zusätzliche Therapie mit dem Angiogenese-Hemmer die mediane Gesamtüberlebenszeit signifikant auf nahezu 20 Monate zu erhöhen (NEJM 350, 2004, 2335). In der Placebo-Gruppe lag sie nur bei 15,6 Monaten.

Erstmals lebten Patienten mit Bevacizumab im Median 10,6 Monate ohne Fortschreiten der Erkrankung und damit signifikant länger als Patienten der Vergleichsgruppe mit nur 6,2 Monaten. In der Studie mit mehr als 800 Patienten lebten nach einem Jahr Therapie noch 74 Prozent der Bevacizumab-Gruppe (Vergleichsgruppe: etwa 63 Prozent). Auch die Ansprechdauer war deutlich länger (10,4 vs 7,1 Monate).

In Studien mit mehr als 5000 Darmkrebs-Patienten konnte gezeigt werden, dass sich die Ergebnisse auch mit anderen Chemotherapien als Kombipartner und unabhängig vom K-RAS-Status erzielen lassen.


Quelle: http://www.aerztezeitung.de/medizin/krankheiten/krebs/kolorektales-karzinom/default.aspx?sid=505949 (http://www.aerztezeitung.de/medizin/krankheiten/krebs/kolorektales-karzinom/default.aspx?sid=505949)

Jutta
24.09.2008, 18:24
23.09.2008


Darmtumore mittels c-MYC Onkogen für Chemotherapie sensitivieren

Das Gas- und das Bremspedal der Zellteilung sind Onkogene und Tumorsuppressorgene, die beide im menschlichen Genom vorkommen. Klemmt das Gaspedal, ist also ein Onkogen permanent aktiv, so können sich Zellen unkontrolliert teilen und einen Tumor bilden. In rund 50 Prozent aller Tumoren ist das so genannte c-MYC Onkogen überaktiv. Dadurch wird zu viel c-MYC Protein gebildet, das wiederum andere Regulationsmechanismen beeinflusst. Forscher um Prof. Dr. Heiko Hermeking (Institut für Pathologie der RUB) haben jetzt herausgefunden, auf welchem Weg c-MYC wirkt und Tumorzellen auf Chemotherapeutika mit Zelltod und nicht mit einer Blockade der Zellteilung reagieren lässt. "Mit Hilfe dieser Erkenntnisse könnte es Zukunft möglich sein, das Wachstum von Tumoren gezielter zu unterdrücken", hofft Hermeking. Die Studie ist in der aktuellen Ausgabe der Proceedings of the National Academy of Science (PNAS) veröffentlicht.

Das c-MYC ist ein zentraler Knotenpunkt der Zellteilungsregulation und z.B. beim Dickdarmkarzinom immer in zu großer Menge vorhanden. Es ist ein Transkriptionsfaktor, der andere Gene reguliert, welche wiederum die Effekte von c-MYC auf die Zellteilung vermitteln. "Um die Entstehung von Tumoren zu verstehen, ist es daher wichtig, die Gene und Mechanismen zu identifizieren, mit Hilfe derer das c-MYC Protein Zellen dazu bringt sich unkontrolliert zu teilen", erklärt Prof. Hermeking. Aufgrund seiner zentralen Bedeutung gilt c-MYC als attraktive Zielstruktur für Krebstherapeutika.


Quelle: http://www.journalonko.de/newsview.php?id=2782 (http://www.journalonko.de/newsview.php?id=2782)

Jutta
16.10.2008, 19:34
15.10.2008


Oxaliplatin-haltige Chemotherapie:
begleitende Schmerzmittelgabe empfohlen

Eine Chemotherapie mit Oxaliplatin erhöht bei Darmkrebspatienten deutlich die Überlebensraten. Leider verursacht die Behandlung als Nebenwirkung häufig Schmerzen und Nervenschädigungen, so dass das Medikament gering dosiert werden muss, was den Nutzen schmälert. Die Ursachen für die Nebenwirkungen haben Kieler Forscher nun untersucht. Mit einfachen Tests ermittelten sie ein charakteristisches Schmerzprofil bei Patienten, die Oxaliplatin erhalten, und schlossen darauf, welche Schmerzmedikamente bei einer Chemotherapie lindernd wirken könnten.

Für ihre Studie wurden die Wissenschaftler um Dr. Andreas Binder und Dr. Maike Stengel beim Deutschen Schmerzkongress in Berlin mit dem mit 3.500 Euro dotierten zweiten Preis der Kategorie Klinische Forschung des Förderpreises für Schmerzforschung 2008 ausgezeichnet. Der Preis wird jährlich vergeben von der Deutschen Gesellschaft zum Studium des Schmerzes e.V. Stifterin ist die Grünenthal GmbH (Aachen).

Kälteüberempfindlichkeit, Missempfindungen und Schmerzen vor allem an den Händen sind die unangenehme Nebenwirkung, die der Therapie mit Oxaliplatin oft enge Grenzen setzt. Bisher war nicht bekannt, was diese Neuropathie auslöst, und entsprechend auch nicht, wie man ihr am besten entgegen treten kann. Die Kieler Forscher untersuchten daher 16 Patienten neurologisch, mittels Fragebogen und Quantitativer Sensorischer Testung (QST). Bei der QST werden unterschiedliche Reize, z.B. mit taktile oder Temperaturreize, verabreicht und so die Empfindlichkeit für diese Reize gemessen. Neun der 16 Patienten klagten über Schmerzen, vor allem durch Kälte, zwei Patienten hatten spontane Schmerzen in den Händen. Der Schmerz wurde meistens als kribbelnd, kalt und einfrierend beschrieben. Patienten mit akuten Schmerzsymptomen waren auch überempfindlich gegen mechanische und Hitzereize.

Quelle: http://www.journalonko.de/newsview.php?id=2828 (http://www.journalonko.de/newsview.php?id=2828)

Jutta
31.10.2008, 08:48
30.10.2008


Metastasiertes Kolorektalkarzinom: Therapeutische Optionen deutlich verbessert

Dank ausgefeilter medikamentöser Therapie hat sich die mediane Überlebenszeit der Patienten mit metastasiertem kolorektalem Karzinom seit den neunziger Jahren in etwa verdreifacht. Zurückzuführen ist diese erfreuliche Entwicklung auf moderne Chemotherapeutika wie beispielsweise Irinotecan (Campto®), neue biologische Substanzen wie monoklonale Antikörper und neue Behandlungsschemata. Anzustreben ist eine Differenzialtherapie, die sich an der klinischen Ausgangssituation orientiert – etwa am Vorliegen von Lebermetastasen.


Laut aktueller Datenlage nimmt die Häufigkeit des kolorektalen Karzinoms absolut und prozentual permanent zu. So geht das Robert-Koch-Institut jetzt von rund 60.000 Neuerkrankungen pro Jahr aus. Wie Dr. Dirk Arnold, Halle-Wittenberg, berichtete, ist das Kolorektalkarzinom mittlerweile auf Platz eins unter den malignen Neoplasien vorgerückt.


Quelle: http://www.journalonko.de/newsview.php?id=2867 (http://www.journalonko.de/newsview.php?id=2867)

Jutta
12.11.2008, 08:39
Ärzte Zeitung, 12.11.2008

Für Patienten mit Dickdarmkrebs gibt es viele Therapien

Alter spricht nicht per se gegen eine Chemotherapie / S3-Leitlinie "Kolorektales Karzinom" - Aktualisierung 2008 vorgestellt

BERLIN (otc). Für Patienten mit kolorektalem Karzinom gibt es heute sehr viel bessere Therapieoptionen als noch vor wenigen Jahren. Eine Übersicht der Diagnose- und Therapiemöglichkeiten bietet die jetzt publizierte S3-Leitlinie "Kolorektales Karzinom" - Aktualisierung 2008*.

In Deutschland erkranken pro Jahr über 70 000 Menschen an einem kolorektalen Karzinom (KRK), erinnerte Dr. Dirk Arnold bei der Präsentation eines Auszugs aus den Leitlinien. Dank moderner Chemotherapeutika, neuer biologischer Substanzen und Therapieschemata konnte die Prognose der Patienten verbessert werden, so der Onkologe auf der Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten (DGVS) in Berlin

Quelle: http://www.aerztezeitung.de/medizin/krankheiten/krebs/kolorektales-karzinom/?sid=517783 (http://www.aerztezeitung.de/medizin/krankheiten/krebs/kolorektales-karzinom/?sid=517783)

Jutta
14.11.2008, 17:12
07.11.2008

Kinase-Inhibitoren zur Behandlung von Patienten mit Dickdarmkrebs und Lebermetastasen


Die Entwicklung von Kinase-Hemmstoffen ist derzeit das weltweit das am stärksten bearbeitete Gebiet der Krebsforschung. Inzwischen weiß man, dass eine Gruppe von eng miteinander verwandten Eiweißmolekülen, Proteinkinasen genannt, eine wichtige Rolle bei der Entstehung von Krebs spielt. Kinase-Hemmstoffe werden als innovative Medikamente bereits gegen verschiedene Tumorerkrankungen eingesetzt. An vier Zentren in Deutschland wird jetzt im Rahmen einer klinischen Studie (Phase II) ein neuer Kinase-Hemmstoff zur Behandlung von Patienten mit metastasiertem Dickdarmkrebs (Kolonkarzinom) geprüft.

"Der neue Wirkstoff wird als Erstlinientherapie eingesetzt und soll die Tumorangiogenese, das heißt die Gefäßneubildung und das Wachstum von Tumorgewebe hemmen, indem er über genau definierte Zielstrukturen in die komplexen Signalwege der Zellteilung eingreift", erklärt Privatdozent Dr. med. Klaus Mross, Geschäftsführender Oberarzt an der Klinik für Tumorbiologie in Freiburg, Studienkoordinator und Leiter der Klinischen Prüfung in Deutschland.

Quelle: http://www.journalonko.de/newsview.php?id=2879[/font] (http://www.journalonko.de/newsview.php?id=2879[/font)

Jutta
04.12.2008, 18:45
01.12.2008



Capecitabin in allen Phasen der Darmkrebstherapie Standard



Capecitabin gilt sowohl in der adjuvanten Situation des Kolonkarzinoms als auch in der First- und Second-Line-Therapie des metastasierten kolorektalen Karzinoms (mCRC) als zeitgemäßer Standard. Der hohe Stellenwert des oralen Fluoropyrimidins, der sich auch in den Empfehlungen der aktuellen S3-Leitlinie widerspiegelt, resultiert aus konsistent guten klinischen Daten und der patientenfreundlichen Anwendung, so die übereinstimmende Meinung der Experten bei einem Pressegespräch der Roche Pharma AG im Rahmen der Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten in Berlin.
Überlegenheit gegenüber 5-FU/FS in der adjuvanten Situation

Nach Operation eines Kolonkarzinoms im Stadium III stellt Capecitabin nicht nur eine patientenfreundliche, besser verträgliche Alternative zu Fluorouracil/Folinsäure (5-FU/FS) dar, sondern ist nach den aktuellen Ergebnissen der Phase-III-Studie X-ACT (Xeloda in Adjuvant Colon Cancer Therapy) auch wirksamer als ein 5-FU-Bolusregime (Mayo-Schema). Mit einem unter Capecitabin verbesserten krankheitsfreien 5-Jahres-Überleben (60,8 % vs. 56,7 %; p=0,07) und 5-Jahres-Gesamtüberleben (71,4% vs. 68,4 %; p=0,06) zeigte eine Effektivitätsanalyse die Gleichwertigkeit der beiden Regime und deutete zugleich auf eine potenzielle Überlegenheit von Capecitabin hin. (2) „Außerdem zeigte Capecitabin ein besseres Toxizitätsprofil mit weniger Durchfällen, Übelkeit, Stomatitis und febrilen Neutropenien als das Mayo-Protokol“, so Prof. Dr. Stefan Kubicka, Hannover.

Quelle: http://www.journalonko.de/newsview.php?id=2941 (http://www.journalonko.de/newsview.php?id=2941)

Jutta
29.01.2009, 17:40
27.01.2009

Chemoembolisation bei Darmkrebspatienten mit Metastasen


Das Institut für Diagnostische und Interventionelle Radiologie setzt die Chemoembolisation als neue, lebensverlängernde Behandlungsstrategie für Darmkrebspatienten ein. Die häufigsten Metastasen bei Darmkrebs sind Lebermetastasen. Etwa 60 bis 70 Prozent der Darmkrebspatienten sind von ihnen betroffen und therapeutische Möglichkeiten wie die Chemotherapie oder die Entfernung durch eine Operation sind in einem fortgeschrittenen Stadium der Krankheit nicht immer gegeben. Manche Patienten sind deshalb nicht mehr kurativ behandelbar.

Aus diesem Grund hat sich am Institut für Diagnostische und Interventionelle Radiologie des Klinikums der J.W. Goethe-Universität Frankfurt am Main ein Ärzteteam unter der Leitung von Direktor Prof. Dr. Thomas Vogl im Rahmen einer Studie mit der sogenannten transarteriellen Chemoembolisation (TACE) beschäftigt. Bei dieser handelt es sich um eine alternative, zumindest lebensverlängernde Behandlungsmethode. Ziel der Untersuchung war es, die Kontrolle über den Tumor und die Überlebensdauer der Betroffenen nach einer TACE zu bewerten.

Transarterielle Chemoembolisation
Bei der transarteriellen Chemoembolisation handelt es sich um ein minimal-invasives, radiologisches Verfahren, bei dem durch einen Katheter ein Chemotherapeutikum verabreicht wird. Zusätzlich werden dabei diejenigen Arterien gezielt verschlossen (Embolisation), die den Tumor mit Sauerstoff und Blut versorgen. Auf diese Weise wird der Tumor unterversorgt und stirbt ab, während das ihn umgebende Gewebe unberührt bleibt.

Quelle: http://www.journalonko.de/newsview.php?id=3061 (http://www.journalonko.de/newsview.php?id=3061)

Jutta
06.02.2009, 06:02
05.02.2009

SIRT-Therapie: Mit winzigen Mikrokügelchen gegen den Krebs


Mit bloßem Auge sind sie nicht zu erkennen, jedoch hochwirksam im Kampf gegen den Krebs: Mit kleinsten radioaktiven Kügelchen geht ein interdisziplinäres Ärzteteam am Klinikum der J.W. Goethe-Universität Frankfurt am Main gezielt gegen bösartige Tumoren und Metastasen in der Leber vor. Im Gegensatz zur herkömmlichen Bestrahlung werden bei der Selektiven Internen Radiotherapie (SIRT) die Krebsherde nicht von außen, sondern direkt in der Leber bestrahlt. Das Team um Prof. Dr. Thomas Vogl hat sich darauf spezialisiert, die Therapie ohne Krankenhausaufenthalt des Patienten durchzuführen, und gilt nun als Vorreiter der ambulanten SIRT in Deutschland. Die SIRT-Therapie wird von allen Krankenkassen erstattet.

Im November 2007 erstmalig am Frankfurter Klinikum der J.W. Goethe-Universität praktiziert, hat sich die SIRT als gängige Behandlungsmethode bei Leberkrebs am Institut für Diagnostische und Interventionelle Radiologie und in der Nuklearmedizin etabliert. Es handelt sich um einen minimal-invasiven Eingriff, bei dem nur ein kleiner Schnitt in der Leistengegend notwendig ist. „Bei der SIRT werden Millionen radioaktiver Kunstharzkügelchen – so genannte Mikrosphären – über einen Katheter in die Leberarterie eingebracht und auf diese Weise direkt zum erkrankten Gewebe geleitet. Dort sammeln sie sich in den kleinen den Tumor versorgenden Blutgefäßen, geben ihre Strahlung punktgenau an die Krebszellen ab und verkleinern oder zerstören diese“, erläutert Institutsdirektor Prof. Vogl das Verfahren. „Mit der SIRT können wir Tumoren und Metastasen in der Leber präzise und hoch dosiert bestrahlen. Das umliegende gesunde Gewebe wird dabei weitgehend geschont“, betont Prof. Vogl die Vorteile der Methode.


Quelle: http://www.journalonko.de/newsview.php?id=3086 (http://www.journalonko.de/newsview.php?id=3086)

Jutta
12.02.2009, 16:10
10.02.2009

Metastasiertes Kolorektalkarzinom: FOLFIRI Kombinationschemotherapie der ersten Wahl


Kombinationschemotherapien waren in den letzten Jahren die Basis des Fortschritts beim metastasierten Kolorektalkarzinom (mCRC) und bleiben auch in der Ära der zielgerichteten Therapien unverzichtbar. Firstline-Therapie der Wahl ist die Kombination von Irinotecan plus infusionalem 5-Fluorouracil/Folinsäure (FOLFIRI), die über einen langen Zeitraum ohne kumulative Toxizität gegeben werden kann. Ein weiterer Vorteil von FOLFIRI ist die gute Kombinierbarkeit sowohl mit Bevacizumab als auch mit Cetuximab.

Das Kolorektalkarzinom gehört zu den Tumorerkrankungen, bei denen im metastasierten Stadium eine signifikante Verlängerung des Gesamtüberlebens durch systemische Therapien erreicht werden konnte. Vor einigen Jahren wurde noch diskutiert, erinnerte Claus-Henning Köhne, Direktor der Klinik für Onkologie und Hämatologie am Klinikum Oldenburg, ob mCRC-Patienten von einer Chemotherapie mehr profitieren als von einer reinen Supportivtherapie. Heute werden Überlebenszeiten im Bereich von 24 Monaten erzielt. Ca. 10% der Patienten erreichen dank der Fortschritte in der Behandlung von Patienten mit mCRC sogar ein Langzeitüberleben von über 5 Jahren [1].


Quelle: http://www.journalonko.de/newsview.php?id=3098 (http://www.journalonko.de/newsview.php?id=3098)

Jutta
05.03.2009, 18:01
27.02.2009

Darmkrebs-Metastasen: unverändertes KRAS-Gen im Tumor macht Antikörpertherapie aussichtsreich


Jeder Dritte, der eine Erkrankung mit Dickdarmkrebs überlebt, bekommt später Metastasen. Diese sind in einem Punkt immer mit dem Anfangstumor identisch, wie Würzburger Mediziner herausgefunden haben. Für Diagnostik und Therapie hat das Konsequenzen.

Rund 60 Prozent aller Tumoren des Dickdarms sprechen auf eine spezielle Behandlung an: Den Patienten wird dabei zusätzlich zur Chemotherapie ein Antikörper verabreicht, der sich an das so genannte EGF-Protein der Tumorzellen bindet. Deren Wachstum wird dadurch blockiert.

Seit Anfang 2008 ist dieser Antikörper in Deutschland zur Behandlung von metastasiertem Dickdarmkrebs zugelassen. Erst kurz vorher hatte man herausgefunden, welche Patienten auf den Antikörper ansprechen und welche nicht: Immer wenn in den Tumoren das Gen KRAS mutiert ist, versagt der Antikörper. Stellen Pathologen diese Mutation bei der Untersuchung des Tumorgewebes fest, so ist eine Therapie mit dem Antikörper von vornherein aussichtslos.

Mediziner von der Universität Würzburg haben jetzt entdeckt: Wenn bei Dickdarmkrebs-Patienten Metastasen auftreten, dann sieht deren KRAS-Gen immer so aus wie im Anfangstumor: War es dort mutiert, ist es in den Metastasen ebenfalls mutiert. War das Gen im Tumor normal, dann ist das auch in den Metastasen so.

Quelle: http://www.journalonko.de/newsview.php?id=3135 (http://www.journalonko.de/newsview.php?id=3135)

Sandy1976
05.03.2009, 21:50
Hallo Jutta,

gilt das auch für den Antikörper AVASTIN?
Wirkt dieser auch wenn KRAS-Gen mutiert ist?

Oder gilt die Wirkung nur für die Antikörper Vectibix und Erbitux?

Vielen Dank im Voraus
Sandra

Jutta
18.03.2009, 20:14
18.03.2009

Metastasiertes CRC:
Hohe Rate an sekundären Resektionen unter Cetuximab

Etwa ein Drittel der Patienten mit kolorektalem Karzinom hat bereits zum Zeitpunkt der Diagnosestellung Metastasen, von denen ein Großteil nicht mehr resektabel ist. Dank neoadjuvanter Chemotherapie und optimierter chirurgischer Verfahren konnte der Anteil erfolgreicher sekundärer Resektionen in den letzten Jahren gesteigert werden, was zumindest einigen Patienten die Chance auf Heilung bietet. Wesentlich für eine hohe Rate an sekundären Resektionen ist eine hohe Ansprechrate auf die neoadjuvante Therapie. In der randomisierten Phase- II -Studie CELIM* [1] zeigte die Kombination aus Cetuximab und einer Standardchemotherapie konstant hohe Ansprechraten bei Patienten mit KRAS-Wildtyp- Tumor und initial nicht resektablen Lebermetastasen und ermöglichte eine hohe Rate sekundärer Resektionen. Die Ergebnisse der CELIM-Studie bestätigen somit die Daten der randomisierten Studien CRYSTAL** und OPUS***.

Quelle: http://www.journalonko.de/newsview.php?id=3172 (http://www.journalonko.de/newsview.php?id=3172)

Jutta
18.03.2009, 20:15
18.03.2009

Metastasiertes kolorektales Karzinom:
Überlebensvorteil mit Bevacizumab first-line für breites Patientenkollektiv bestätigt

Studiendaten, die auf dem diesjährigen Symposium über gastrointestinale Tumoren (ASCO GI) in San Francisco präsentiert wurden, bestätigen den Überlebensvorteil von Bevacizumab (Avastin®) für ein breites Patientenkollektiv. Der VEGF-Hemmer (vascular endothelial growth factor) bleibt das einzige Biological mit einer erwiesenen Verlängerung des Gesamtüberlebens in der First-Line-Therapie des mCRC. Patienten profitieren von Bevacizumab unabhängig von Alter, Biomarker oder Geschlecht.

Von dem VEGF-Hemmer ist bekannt, dass er das Gesamtüberleben von Patienten mit metastasiertem kolorektalem Karzinom (mCRC) um annähernd 5 Monate verlängert, wenn er in Kombination mit einer Irinotecan-haltigen Chemotherapie (IFL) eingesetzt wird (20,3 Monate vs. 15,6 Monate unter alleiniger Chemotherapie, p < 0,001) [1]. Einen ausgeprägten Überlebensvorteil gegenüber dem Einsatz mit mIFL bietet die Kombination mit dem modernen FOLFIRI-Regime: In der Phase-III-Studie BICC-C [2] betrug das Gesamtüberleben unter Bevacizumab/mIFL 19,2 Monate und 28,0 Monate (p=0,037; HR=0,55) wenn der VEGFHemmer mit FOLFIRI eingesetzt wurde (Abb. 1).

Quelle: http://www.journalonko.de/newsview.php?id=3169 (http://www.journalonko.de/newsview.php?id=3169)

Jutta
18.03.2009, 20:16
18.03.2009

Metastasiertes kolorektales Karzinom:
Kombinationstherapien mit Capecitabin sind neuer etablierter Standard

Das orale Fluoropyrimidin Capecitabin (Xeloda®) ist ebenso wirksam wie 5-Fluorouracil und Folinsäure. Capecitabin ist für die Therapie des metastasierten kolorektalen Karzinoms (mCRC) in Kombination mit allen gängigen Chemotherapieschemata mit und ohne Bevacizumab (Avastin®) und ohne Einschränkung der Therapielinie zugelassen.

Die meisten Patienten mit metastasiertem kolorektalen Karzinom werden heute mit Kombinationschemotherapien behandelt. Dass Capecitabin mit Oxaliplatin als XELOX-Protokoll sowohl in der Erstlinientherapie des metastasierten kolorektalen Karzinoms als auch in der Zweitlinientherapie ohne Wirkungsverlust an Stelle von FOLFOX eingesetzt werden kann, zeigten die internationalen Phase-III-Studien NO16966 (First-Line-Therapie)[1] und NO16967 (Second-Line-Therapie)[2], in denen XELOX (orales Capecitabin plus Oxaliplatin i.v.) mit dem FOLFOX-4-Schema (5-Fluoruracil/Folinsäure plus Oxaliplatin) verglichen wurde. Primärer Endpunkt beider Studien war die Nichtunterlegenheit von XELOX hinsichtlich des progressionsfreien Überlebens (PFS).


Quelle: http://www.journalonko.de/newsview.php?id=3171 (http://www.journalonko.de/newsview.php?id=3171)

Jutta
03.04.2009, 18:48
Ärzte Zeitung, 03.04.2009

Antikörper bereichert Darmkrebs-Therapie

LEUVEN(ple). Bei Darmkrebs verlängert die zusätzliche Therapie mit dem Antikörper Cetuximab verglichen zur Chemotherapie allein die Krankheitsphase ohne Fortschreiten der Krebserkrankung.

Das bestätigen die Ergebnisse einer Studie mit fast 600 Patienten, die zur Ersttherapie Irinotecan, 5-Fluorouracil plus Leucovorin allein oder mit Cetuximab erhielten. Von dem Antikörper profitierten im Wesentlichen Patienten mit unverändertem KRAS-Gen.

Quelle: http://www.aerztezeitung.de/medizin/krankheiten/krebs/kolorektales-karzinom/default.aspx?sid=541010 (http://www.aerztezeitung.de/medizin/krankheiten/krebs/kolorektales-karzinom/default.aspx?sid=541010)

Jutta
09.04.2009, 13:10
03.04.2009

Ergebnisse einer Phase-III-Studie in der Erstlinientherapie mit Cetuximab bei mCRC-Patienten

Daten der Phase-III-Studie CRYSTAL(a), die den Nutzen einer zusätzlichen Gabe von Cetuximab zu einer irinotecanbasierten Standardchemotherapie (FOLFIRI) bei Patienten mit metastasiertem kolorektalen Karzinom belegen, wurden im New England Journal of Medicine (NEJM) veröffentlicht. (1) Patienten mit KRAS-Wildtyp-Tumor zeigten unter der Therapie mit Cetuximab und FOLFIRI eine signifikant höhere Ansprechrate (59 Prozent, p = 0,0025) und eine Reduktion des Risikos für eine Progression um 32 Prozent im Vergleich zu Patienten, die nur FOLFIRI erhielten (HR = 0,68; p = 0,017).

„Diese Ergebnisse sind ein wichtiger Fortschritt in der Erstlinienbehandlung des metastasierten kolorektalen Karzinoms und zeigen deutlich die Wichtigkeit der richtigen Therapieauswahl durch die Bestimmung des KRAS-Status vor Behandlungsbeginn“, erklärte Professor Eric Van Cutsem, Studienleiter der CRYSTAL-Studie und Professor der Medizin und Onkologie des Gastrointestinaltraktes am Universitätsklinikum Gasthuisberg in Leuven, Belgien. „Die Ansprechraten sind besonders spannend: Durch die Verkleinerung des Tumors können wir Patienten von Beschwerden und Symptomen befreien oder sogar den verkleinerten Tumor operativ entfernen, was eine Chance auf Heilung bedeutet. Diese Ergebnisse legen nahe, dass Cetuximab als eine wichtige neue Therapieoption in dieser Indikation betrachtet werden sollte“, so Van Cutsem weiter.

Quelle: http://www.journalonko.de/newsview.php?id=3213 (http://www.journalonko.de/newsview.php?id=3213)

Polly1961
16.06.2009, 19:41
Hallo!

Ich habe eine Frage zur Therapie mit Avastin. Zur Zeit bekomme ich Chemotherapie in Kombination mit Avastin wegen eines hepar und pulmolar metastasierten Kolonkarzinoms. Bisher hat alles gut angeschlagen. Im Forum las ich nun mehermals, dass bei einigen Patienten nach völliger Remission der Metastasen die Chemo wegelassen wurde und aller 3 Wochen nur Avstin verabreicht wird, damit die Metas nicht wieder ausufern. Als ich meine Onkologin darauf ansprach, meinte sie, dass diese alleinige Therapie die Kasse nicht bezahlt, da sie keinen nachgewiesenen Nutzen bringt. Vielleicht hat jemand Erfahrung mit einer solchen alleinigen Avstintherapie.
Liebe Grüsse Polly

Jutta
17.06.2009, 14:28
Hallo Polly,

inzwischen hat sich in mehreren Studien heraus gestellt, dass Avastin alleine nicht die optimale Lösung ist, als damals angedacht. Einige Betroffene aus meinem Umfeld, und auch hier, bekamen die Avastinbehandlung ... leider brachte es bei keinem den ersehnten Erfolg.

Bitte frage bei deiner Krankenkasse nach, ob sie die Kosten bei dir übernehmen würden, falls du diese Behandlung erwünschst.

Ded
19.06.2009, 00:28
Hallo zusammen,

meine Frau hat Zwölffingerdarmkrebs der vor dei Wochen diagnostiziert wurde.
Sie wurde vor einer guten Woche über die Whipple-OP-Technik operiert. Der Primärtumor konnte komplett entfernt werden, leider hat die Untersuchung von 11 Lymphknoten einen Befall von 5 Lymphknoten ergeben. Es wurden keine Fernmetastasen entdeckt. Der Krebsmarker hatte noch keine Anzeige. Der Primärtumor war aber relativ groß über die Darmwamd des Zwölffingerdarms gezogen. Der Chefarzt der Inneren nannte mir eine Chemo mit FOLFOX (Oxaliplatin, 5-FU und Folinsäure) als beste Therapiemöglichkeit. ER sagte mir aber auch, das es keine Studien diesbezüglich über Dünndarmkrebs gibt, sondern die Therapie bei Dickdarmkrebs hier analog zur Anwendung kommt (da dieser extrem selten ist) . Weiterhin sagte er uns das Dünndarmkrebs (insbesondere der Zwölffingerdarm Krebs) etwas schlechtere Heilungschancen hätte als der Dickdarmkrebs. Stimmt das? Weiß jemand über Dünndarmkrebs bescheid? Ist die genannte Behandlung tatsächlich die 1. Wahl.

Tumorklassifikation nach UICC:
pT4, pL1, pN1 (5/11), pV0, M0, Stadium III
Malignitätsgrad: G2
Residualtumor-R-Klassifiktaion: R0
ICD-0: C 17.0 M 8140/3

Wer kennt Kliniken, welche über Erfahrung mit Dünndarmkrebs (Zwölffingerdarmkrebs) verfügen.

Danke!

Gruß

Detlef

Jutta
25.06.2009, 13:59
24.06.2009

ASCO: Tegafur Uracil erhöht signifikant die pathologische komplette Remissionsrate beim rektalen Adenokarzinom


Während der diesjährigen Jahrestagung der American Society of Clinical Oncology (ASCO) wurden die Ergebnisse der ersten randomisierten Phase-III-Studie zum neoadjuvanten Einsatz von UFT in Kombination mit einer Strahlentherapie und Leukovorin bei Patienten mit rektalem Adenokarzinom vorgestellt. Sie belegen eine erhöhte pathologische komplette Remissionsrate (pCR) und ein verlängertes progressionsfreies Überleben (PFS) im Vergleich zur Strahlentherapie bei akzeptablem Nebenwirkungsprofil.

Quelle: http://www.journalonko.de/newsview.php?id=3411

Jutta
16.07.2009, 17:43
4.07.2009
WCGIC: Neueste Daten zu mCRC unterstreichen die Wirksamkeit von Cetuximab bei KRAS-Wildtyp-Tumoren


Die neuesten Ergebnisse zum IgG1-Antikörper Erbitux, die während des diesjährigen World Congress on Gastrointestinal Cancer (WCGIC) in Barcelona vorgestellt wurden, bestätigen die Relevanz der zielgerichteten Therapie bei Patienten mit metastasiertem kolorektalen Karzinom (mCRC) und Tumoren des KRAS-Wildtyps. Sowohl die CRYSTALa– als auch die CELIMb-Studie unterstreichen mit neuen Auswertungen die Bedeutung des KRAS-Mutationsstatus als prädiktiver Biomarker in der Therapie des mCRC mit Cetuximab. Zusätzlich zeigen neue Untersuchungen, dass der Hautausschlag unter der Therapie mit Erbitux wirksam mit Vitamin K-Salbe behandelt werden kann. (1,2)

Die neuesten Auswertungen der randomisierten, kontrollierten Multicenter-Phase-IIIStudie CRYSTAL zeigen, dass die Hinzunahme von Erbitux zu der Standardchemotherapie FOLFIRI bei mCRC-Patienten mit KRAS-Wildtyp-Tumor im Vergleich zu FOLFIRI allein signifikant die Ansprechrate erhöht (59,3 Prozent versus 43,2 Prozent; p = 0,003) und das progressionsfreie Überleben verlängert (9,9 Monate versus 8,7 Monaten; HR = 0,68; p = 0,017).3 Eine retrospektive Analyse zum Einfluss von BRAF auf die Wirksamkeit von Erbitux ergab, dass nur etwa 5 Prozent der evaluierbaren Patienten eine Mutation im BRAF-Gen aufwiesen (3). Auf Basis dieser Daten erscheint momentan die routinemäßige Testung des BRAF-Status nicht sinnvoll. KRAS bleibt damit aktuell der einzige etablierte prädiktive Biomarker in der Therapie des mCRC.

Quelle: http://www.journalonko.de/newsview.php?id=3435

Kurze
17.07.2009, 15:13
Hallo Jutta,
ich bin ganz neu hier und total froh,das es solch ein Forum gibt.
Ich habe gerade die Berichte von dir durchgelesen und muss sagen,dass ich damals von meinen Ärzten nicht so aufgeklärt wurde.
Vieleicht lag es auch daran,dass ich relativ jung (mit 21) Darmkrebs bekommen habe.
Meine Chemo setzte sich aus 5-FU,Oxaliplatin und noch nen Stoff den ich allerdings nicht entziffern kann-somit Model FOLFOX.
Ich bekam 10 Zyklen in einer Woche an zwei aufeinander folgenden Tagen und die darauf folgende Woche hatte ich Erholungszeit-dann wiederholte sich das Spiel.
Ist diese Anwedungsform auch normal bei dieser Chemo?

Ganz liebe Grüße an alle Kurze

chaosbarthi
12.08.2009, 22:26
Hallo @all,

folgender Warnhinweis findet sich seit dem 28.06.2009 bei den AWMF-Leitlinien, Leitlinie 021/007 "Kolorektales Karzinom":

Die Empfehlung, auch ältere Patienten mit einer Kombinationstherapie mit Oxaliplatin und 5-FU/FS zu behandeln, wird aufgrund aktueller Daten derzeit überprüft, da ein mögliches Sicherheitsrisiko vorliegen kann.

Wir empfehlen daher, bei Patienten über 70 Jahren bis zur abschliessenden Klärung momentan von einer Kombinationstherapie mit Oxaliplatin Abstand zu nehmen. Ein Amendment ist in Vorbereitung. Nicht betroffen davon ist die Empfehlung, ältere Patienten über 70 Jahre bei entsprechender Indikation und ECOG Status mit einer Fluoropyrimidin-Monotherapie zu behandeln.


Leitlinie "Kolorektales Karzinom" (http://www.uni-duesseldorf.de/AWMF/ll/021-007.htm)

sternchen2
15.08.2009, 19:40
Hallo Jutta,
bei der adjuvanten Chemotherapie gibt es noch eine Variante, die ich gerade selber durchlaufe:
Von Montag bis Freitag Dauerinfusion mit Fluorouracil 383, mg. Dieses Infusion umfasst 100 ml und wird jeden Tag 24 Std. lang über einen Port gepumpt. Dann ist Samstag und Sonntag Erholungsphase, am Montag geht es wieder weiter.
Das ganze geht über 6 Wochen und ist mit einer täglichen Bestrahlung kombiniert.
Wenn diese 6 Wochen vorbei sind, gibt es 3 Wochen Pause, dann nochmal eine Chemotherapie mit 4 Zyklen, dazwischen jeweils 3 Wochen Pause. Das ganze kann auf dem ambulanten Weg gemacht werden.
Wie diese Variante jetzt aber heißt, kann ich nicht sagen, habe jetzt die 1. Woche hinter mir und bis jetzt geht es mir noch relativ gut bei der ganzen Geschichte.
Liebe Grüße,
Sternchen2

Jutta
08.10.2009, 18:16
07.10.2009

Capecitabin als Fluoropyrimidin-Backbone in der Therapie gastrointestinaler Tumore
Die guten Wirksamkeitsdaten und ein überzeugendes Sicherheitsprofil machen Capecitabin zum Fluoropyrimidin-Backbone bei der Therapie gastrointestinaler Tumore, so lautete das Fazit der Experten auf dem Pressegespräch der Roche Pharma AG anlässlich des DGVS (1).
Das orale Fluoropyrimidin Capecitabin erwies sich in verschiedenen Phase-III-Studien der infusionalen Gabe (5-FU) gegenüber als mindestens gleichwertig.

Quelle: http://www.journalonko.de/newsview.php?id=3638

sanjana
26.10.2009, 19:43
Bei meiner Mutter (65 Jahre) wurde vor 3 Jahren ein Darmtumor entfernt (Stufe IV). Sie hatte bereits damals schon Metastasen in der Leber. Seitdem bekommt sie Chemotherapien. Zuletzt bis Anfang Oktoberm viermal mit Avastin. Beim 5. Mal erlitt sie einen allergischen Schock gegen Avastin. 1 Tag auf Intensivstation. Ihr Kreislauf ging völlig in den Keller. Vor zwei Wochen sollte sie wieder eine andere Chemo (ich weiß leider nicht welche. ) bekommen. Jedoch wurde ihr im Vorfeld noch Mittel gegen allergische Reaktionen gegeben. Es waren 4 verschiedene Präparate. Auf diese Infusion erlitt sie wieder einen allergischen Schock (wieder Intensiv für einen Tag). Chemo wurde nicht weiter verabreicht. Es konnte keiner sagen, gegen welches Präparat sie allergisch reagierte. Jetzt kam mir der Gedanke, ob man sich evtl. auf Präparate, die in Verbindung mit der Chemotherapie verabreicht werden,man sich im Vorfeld allergisch testen lassen kann. Leider hat meine Mutter erst am Donnerstag wieder einen Termin bei ihrer Onkologin. Wie es weiter geht weiß noch keiner. Wo kommen auf einmal die allergischen Reaktionen her? Meine Mutter hat Angst vor weiteren Chemo´s. Falls sie wieder allergisch reagiert. Weiß hier vielleicht jemand Rat? Ich wäre euch sehr dankbar.

Jutta
29.10.2009, 18:13
Hallo Sanjana,

es ist nicht einfach aus all den Stoffen den heraus zu finden, auf welchen die allergische Reaktion erfolgte. Ich persönlich kenne nur einen Fall, wobei der Patient nach herfacher Gabe allergische Reaktionen auf Avastin bekam. Hier sollte evtl. ein Allergologe hinzu gezogen werden, die Mediziner sind hierbei oft überfragt. Der Spezialist kann anhand der genauen Beschreibung der Reaktion oft weiter helfen.

Jutta
29.10.2009, 18:15
29.10.2009

Erstmals signifikante Überlebensverlängerung bei Patienten mit metastasiertem Kolorektalkarzinom vom KRAS-Wildtyp durch EGFR-Inhibition erreicht

Im Follow-up der CRYSTAL-Studie* [1], das auf dem 15. Kongress der ECCO/ESMO in Berlin vorgestellt wurde, konnte für Patienten mit metastasierten kolorektalen Karzinomen (mCRC) mit KRAS-Wildtyp-Tumoren erstmals ein signifikanter Überlebensvorteil in der Erstlinientherapie mit Cetuximab (Erbitux®) plus FOLFIRI gezeigt werden. Das Risiko einer Krankheitsprogression reduzierte sich durch die Hinzunahme von Cetuximab ebenfalls signifikant, gleichzeitig verdoppelte sich die Wahrscheinlichkeit eines Therapieansprechens. Bestätigt werden diese Ergebnisse durch neue Daten der OPUS-Studie**, welche die Kombination Cetuximab/FOLFOX4 untersuchte, sowie durch eine Metaanalyse der Studien CRYSTAL und OPUS, die ebenfalls auf dem ECCO/ESMO Kongress in Berlin erstmals vorgestellt wurden.


Quelle: http://www.journalonko.de/newsview.php?id=3682

Gynko64
09.12.2009, 06:24
Hallo ihr Lieben,

ich möchte eine Monotherapie mit Erbitux durchführen. Hat jemand Erfahrungen gesammelt oder kennt Ärzte im Raum Köln, die auch Monotherapien mit Antikörpern durchführen.
Ich bin im Dezember 2005 am Darmkrebs (ICD C20, pT3, pN1, M0, G2 Stadium IIIb) operiert worden. Nach Chemo- und Strahlentherapie war bis September 2008 auch alles soweit in Ordnung. Im Oktober 2008 sind 2 Lungenmetastasen entdeckt und entfernt worden. Im Sommer 2009 ist ein Rezidiv an den Samenbläschen entfernt worden und im September eine Lungenmetastase stereotaktisch in München bestrahlt worden. Im November sind nun wieder 2 Metastasen im Steißbein und 2 Metas in den Lymphknoten des Lungenbereichs aufgetreten.

Ich möchte vor der Chemokeule noch mal eine andere Therapie versuchen wollen. Deshalb suche ich einen Onkologen, der vielleicht auch mit Naturheilverfahren das Krebsproblem ganzheitlich bekämpft.
Wenn jemand mit solchen Therapien Erfahrungen gesammelt hat oder Ärzte kennt, würde ich mich freuen, wenn er sich meldet.

Liebe Grüße

Jutta
17.12.2009, 18:25
15.12.2009

Konversionstherapie beim kolorektalen Karzinom:

Präoperative Bevacizumab-Gabe erhöht Chance auf Lebermetastasenresektion

Welche Therapie für Patienten mit metastasiertem kolorektalem Karzinom (mCRC) und nicht-resektablen oder „grenzwertig“ resektablen Lebermetastasen die Beste ist, lässt sich derzeit nur indirekt beantworten. Direkte Vergleichsstudien liegen nicht vor und eine Standardempfehlung zum Einsatz der zur Verfügung stehenden Therapien gibt es bisher nicht. Neue Evidenz für die präoperative Gabe des VEGF (Vascular Endothelial Growth Factor)-Hemmers Bevacizumab (Avastin®) bei primär irresektablen Lebermetastasen liefern jetzt die Daten zweier Phase-II-Studien, die auf dem ESMO/ECCO präsentiert wurden.

Quelle: http://www.journalonko.de/newsview.php?id=3783

hope38
24.01.2010, 08:56
Hallo Tamara!
Willkommen hier bei uns! Hier bist Du mit Deinen Sorgen richtig.

Was Du schreibst über Deine Gefühle bezgl der Chemo, kann ich sehr gut nachvollziehen. Auch ich gehöre eher zu der Gattung der Ablehner;) Ich war sehr skeptisch,was die Therapie anging und habe mit mir gerungen, um einen Weg zu finden, denn mir war klar, daß ich diesen Weg der Chemo und bei mir auch Bestrahlung gehen muß, um wieder gesund zu werden. Aber da habe ich meine Familie sicherlich nicht nur einmal zur Verzweiflung gebracht;)
Mein Gefühl der Thrapie gegenüber war das des Ausgeliefertseins. Das empfang ich als bedrückend und als etwas, was ich für mich niemals gewollt hätte.
Aber ich habe es durchgestanden:) Und vertraut habe ich meinen Ärzten dann auch.
Wenn Du eine gute Onkologin hast, dann ist das viel wert. Bekommst Du einen Port? Oder kannst Du eine Tablettenchemo machen?

Die Arbeit ist Dir wichtig, sagst Du. Das glaube ich Dir, denn mit dieser Diagnose steht das Leben Kopf. Ich habe zwar nicht in der Außenwelt gearbeitet, aber ich konnte dann plötzlich auch nicht mehr meine Mutterpflichten übernehmen und für meine Kinder nicht mehr die Mama sein, die ich war. Das brachte und bringt natürlich auch wieder Probleme mit sich, was die kleinen Kinderseelen angeht. Ach, es ist einfach alles falsch, nicht wahr? So eine Diagnose!!! Das ist der Tsunami im eigenen Leben.

Aber ich wünsche Dir ganz viel Kraft und Mut und hier wirst Du immer wieder aufgebaut, ganz sicher!

Liebe Grüße,
hope:winke:

Flieder50
25.01.2010, 13:53
Hallo Tamara,
vielleicht helfen dir meine Erfahrungen ein bisschen, Klarheit zu finden,
mir ging es ähnlich wie dir, bin am 14.9.2009 operiert, Sigmacarzinom) alles raus, (T3/ G1-2/N1(2/15)M0/R0), und mir wurde auch Folfox4 angeraten. Das entscheidende Argument für mich war, wenn je wieder was auftaucht, denkt man "Hättest du damals nur... vielleicht wäre dann jetzt nicht ..."
Mir wurde übrigens gesagt, der Prozentsatz stiege von 55 auf 85 Prozent.
Am 14. Oktober fing die Chemo an, jetzt habe ich 7 von 12 hinter mir. Ich habe eigentlich immer eine schlechte Woche, die mit den Infusionen, und eine gute Woche, die dazwischen. An den drei Infusionstagen könnte ich auf keinen Fall arbeiten, da bin ich nur müde, k.o., zittrig, schlapp. Aber so ab dem 2. Tag danach geht es dann wieder aufwärts, und nicht allzu anstrengende Sachen kann man gut erledigen. Ich selbst kann nicht arbeiten gehen, ich bin Lehrerin, und wenn ich nur jede 2. Woche käme, hätten sie nichts davon, außerdem sich mit Pubertierenden auseinandersetzen ist schon, wenn man bei guten Kräften ist, nicht leicht, obwohl es mir immer noch Spaß macht. Mir wurde auch gesagt, in der 2. Woche ist die Ansteckungsgefahr mit Infektionen sehr groß, an Tag 8 bis 11 der Therapie, da man dort wenig Leukozyten hat, und ich soll Menschenansammlungen meiden, Leute mit Grippe etc.. Aber in einem anderen Beruf kann ich mir vorstellen, dass man die 2. Woche locker arbeiten geht.
Ich hoffe, ich konnte dir etwas helfen mit meinen Erfahrungen.
Flieder50

hope38
25.01.2010, 16:53
Liebe Tamara!
Deine Gedanken sind sehr gut nachzuvollziehen. Ich suche gerade nach einem Beispiel, um das Paradoxum der adjuvanten Therapie zu veranschaulichen. Mir fällt aber auch nichts Vergleichbares ein:( Ist wie ein Check obenauf mit einem hohen Einsatz. Aber die Wahrscheinlichkeit, den letzten restlichen Metas eins auf die Mütze zu geben, ist immens groß!
Auch ich, der ich nie arzthörig war und auch selten Medikamente einnahm, war überfordert mit der Situation.
Dein Grübeln indes sehe ich als sehr Positiv: Du setzt Dich mit der gesamten Situation auseinander, beschaust Dir alle Wenns und Abers und wirst nur dadurch zu DEINEM ganz eigenen Tamara-Weg finden. So ging es mir auch. Es ist mühsam, teilweise zermürbend, aber für mich geht es nur so, denn damit fühlte ich mich authentisch. Ich habe dann letztenendes Entscheidungen getroffen, von denen ich aber auch wußte, ich kann sie zurücknehmen, wenn ich nicht mehr kann. Diese Option war mir wichtig. Ich habe sie nicht wirklich genutzt (ich habe schon 2 mal vor der OP und 2 mal´nach der OP die Chemozusammensetzung reduzieren lassen), aber allein das Wissen, ich könnte es, war mir wichtig.
Ich wünsche Dir alles Gute weiterhin,

hope

cypher61
25.01.2010, 17:08
Hallo Hope/Tamara,

erlaubt mir die Bemerkung: ich finde die adjuvante Chemo keineswegs paradox. Es ist einfach nicht auszuschliessen, dass bei der Operation Tumorzellen ins Blut gelangt sind, und die will man damit erwischen. Vielleicht sollte man das denjenigen Ärzten nochmal in Erinnerung rufen, die nach einer OP "Tumorfreiheit" verkünden. DAS halte ich nämlich für bedenklich, da sie das Risiko schlafender Tumorzellen kennen müssen. Im Fall meiner Eltern, die beide an Krebs verstorben sind, habe ich leider des öfteren solche Aussagen von Ärzten erlebt, obwohl beide Fälle von vornherein aussichtslos waren.

Ich habe mich aus demselben Grund für die adjuvante Chemo entschieden wie Flieder50: Falls was schiefläuft, will man doch alles gemacht haben was geht. Komme übrigens gerade von meinem ersten "Schuss" beim Onkologen. 5-FU als Bolus geht wirklich schnell, eine Spritze in den Port, das war's.

Viele Grüsse
Frank.

hope38
25.01.2010, 21:28
Hei Frank,
ja, ich meine auch nicht, daß die Gabe paradox ist, aber das eigene Gefühl paßt eben nicht dazu, wenn man einerseits hört, daß alles "raus" ist, aber man doch sicherheitshalber noch ordentlich nachschießt. Das muß man erstmal sortiert bekommen.
Für mich war aber auch klar, daß ich den Weg gehen muß. Das Risiko wäre mir zu hoch gewesen, es so zu belassen. Außerdem hatte ich ja schon die neoadjuvante Chemo und da leider LK befallen waren, was die Histo nach der OP ergeben hat, blieb mir die adjuvante Chemo noch als Sicherheitsweg.
Hat ja bisher auch gut geklappt:)
Ich bin kein Chemogegner. Aber ich denke, es ist legitim, wenn Menschen erstmal ihren Weg damit finden müssen. Und für mich gehört immer ein Abwägen dazu. Das ist eben mein Weg.
Ich würde das immer wieder so machen.
Ich wollte nur Tamara deutlich machen, daß ich ihre Gedanken verstehen kann.
Viele Grüße,
hope

Jutta
04.02.2010, 17:53
04.02.2010

ASCO-GI: Signifikante Überlebensverlängerung durch Erbitux plus FOLFIRI bei mCRC-Patienten mit KRAS-Wildtyp-Tumoren

Der monoklonale EGFR-Antikörper Cetuximab verlängert signifikant das Gesamtüberleben in der Erstlinientherapie bei Patienten mit metastasiertem kolorektalen Karzinom (mCRC) vom KRAS-Wildtyp in Kombination mit Standardchemotherapie (FOLFIRI). Das belegen neue Daten der Phase-III-Studie CRYSTALa, die während des diesjährigen Gastrointestinal Cancers Symposiums der American Society of Clinical Oncology (ASCO-GI) in Orlando präsentiert wurden. Darüber hinaus zeigt die aktuelle Analyse dieser Studie, dass Mutationen im BRAF-Gen keinen Einfluss auf die Wirksamkeit von Erbitux in dieser Indikation haben. Damit bleibt KRAS der einzige validierte prädiktive Biomarker in der individualisierten Therapie des mCRC mit Erbitux.


Quelle: http://www.journalonko.de/newsview.php?id=3859

Jutta
05.03.2010, 16:48
01.03.2010

Praxisdaten bestätigen gutes Gesamtüberleben unter Bevacizumab beim kolorektalen Karzinom

Neue Studiendaten zum Einsatz von Bevacizumab in der klinischen Praxis, die auf dem diesjährigen ASCO GI präsentiert wurden, bestätigen eindrucksvoll die Stellung des Angiogenese-Hemmers als Therapiestandard beim metastasierten kolorektalen Karzinom (mCRC): In zwei großen Beobachtungsstudien mit über 3.200 Patienten wurden hohe Ansprechraten und Gesamtüberlebenszeiten von mehr als 2 Jahren erzielt, wenn Bevacizumab mit einer Standardchemotherapie kombiniert wurde.


Quelle: http://www.journalonko.de/newsview.php?id=3910

Jutta
12.03.2010, 06:57
10.03.2010

DKK 2010: Cetuximab plus FOLFIRI verlängert Gesamtüberleben signifikant bei mCRC-Patienten mit KRAS-Wildtyp-Tumoren


Beim 29. Deutschen Krebskongress in Berlin wurden im Rahmen des Symposiums „Herausforderungen in der individualisierten Therapie des mCRC“ der ***** Serono GmbH die neuesten Daten zu Cetuximab in der Erstlinientherapie des metastasierten kolorektalen Karzinoms (mCRC) vom KRAS-Wildtyp vorgestellt. Im aktuellen Follow-Up der randomisierten Phase-III-Studie CRYSTAL konnte erstmals eine signifikante Überlebensverlängerung in der Erstlinientherapie des mCRC bei KRAS-Wildtyp-Tumoren durch einen EGFR-Antikörper erreicht werden.

Quelle: http://www.journalonko.de/newsview.php?id=3925

Jutta
12.03.2010, 06:58
09.03.2010

Praxisdaten bestätigen gutes Gesamtüberleben unter Bevacizumab beim kolorektalen Karzinom


Neue Studiendaten zum Einsatz von Bevacizumab in der klinischen Praxis, die auf dem diesjährigen ASCO GI präsentiert wurden, bestätigen eindrucksvoll die Stellung des Angiogenese-Hemmers als Therapiestandard beim metastasierten kolorektalen Karzinom (mCRC): In zwei großen Beobachtungsstudien mit über 3.200 Patienten wurden hohe Ansprechraten und Gesamtüberlebenszeiten von mehr als 2 Jahren erzielt, wenn Bevacizumab mit einer Standardchemotherapie kombiniert wurde.

Quelle: http://www.journalonko.de/newsview.php?id=3914

Flieder50
12.03.2010, 12:18
Frage: Früher aufhören?
ich habe eine Frage, Folfox 4 betreffend. Mache grade die adjuvante Therapie mit Folfox 4, habe 10 Behandlungen hinter mir, 12 waren vorgesehen. Eigentlich fand ich, dass ichs ganz gut verkrafte, der Onkologe sprach aber beim letzten Mal davon, dass man sich vielleicht die 12. Behandlung sparen könnte, weil ich doch ziemlich stark reagieren würde. Ich hatte eigentlich vor, alle durchzuhalten, aber wenn er es schon anbietet? Was riskiert man, wenn man die letzte oder die letzten 2 weglässt? ich hatte keine Metas und auch R0 nach der OP. Kann ich mir dann die letzte Chemo sparen?
Was meint ihr? hat jemand Informationen dazu?
Liebe Grüße
Flieder50

Jutta
13.03.2010, 08:16
Hallo Flieder,

ich denke, aus persönlicher Erfahrung, dass du mit deinem Befund da auf der sicheren Seite bist. Der Onko sieht es ja auch so.

hope38
13.03.2010, 11:29
Hei Flieder!
Finde ich toll, daß der Onko Dir das anbietet. Ich habe von der neoadjuvanten FOLFOX die letzte Oxali weggelassen, nur das 5FU, von der adjuvanten die beiden letzten Oxali weggelassen. Damit war auch meine Onkologin einverstanden und mir ging es in jeder Hinsicht damit besser.

Ich denke schon, daß Du dem Arzt und auch Deinem Gefühl vertrauen kannst!

Alles Gute,
hope

Astreya
13.03.2010, 11:54
Bei meinem Vater meinte der Onkologe ganz am Anfang, als er ihm die Nebenwirkungen (auch FOLFOX4) erklärte, dass man, falls diese zu schlimm werden, auch das Oxaliplatin weglassen kann, aber er würdee, wenn es irgend ginge, 6 Oxaliplatin Zyklen machen. So wie er das erklärte, schien es, dass seiner Ansicht nach 6 Zyklen das Minimum sind, um auf der sicheren Seite zu sein, insofern klingt es, als ob das Weglassen des 12. Zyklus nicht zu sehr risikobehaftet ist.

hope38
13.03.2010, 14:41
Hallo Astreya,
klar ist es besser für die Ärzte, ein festgelegtes Schema durchzuführen, weil es wohl nur dazu Statistiken gibt.
Aber es ist auch nicht klar, ob zB einePenicillingabe wirklich nur richtig wirksam ist, wenn man die 10 Tage einhält oder ob es nicht auch nach 6 Tagen schon gut ist. Das wird bei der Chemo so ähnlich sein.

Bei mir war es auf jeden Fall so, daß meine Lebensqualität total bescheiden war und ich das nicht länger ausgehalten hätte...

Schönen Tag noch,
hope

Flieder50
13.03.2010, 15:39
Danke allen, dass ihr mich bestärkt, man ist in vielem doch so unsicher, ob man was verpasst, aber wenn 10 Chemos ausreichen, warum soll man dann 12 machen. Ich reagiere halt immer so stark mit den Blutwerten, mehrmals musste schon verschoben werden.
Und diese zittrigen, taprigen, leicht kötzeligen 4-5 Tage braucht man ja auch nicht, wenns nicht unbedingt nötig ist. Hab auch schon so aufgequollene Cortisonbäckchen und ca. noch etwa 1/3 meiner Haare.
Dazwischen erhol ich mich eigentlich immer wieder ganz gut, war über Fastnacht 5 Tage in den Bergen mit 5 Freundinnen, das machen wir seit Jahren, und ich konnte wieder Erwarten alle Wanderungen mitmachen und kam alle Berge hoch. Zuhause kam ich manchmal auf der Treppe schon ins Keuchen. Davon zehr ich immer noch.
Mein toller Onkologe hat übrigens gerne die Termine so geschoben, dass der Urlaub so am Ende der Chemozyklen lag, wo es mir immer am besten geht, er meinte, die Psyche sei ja auch wichtig, und wenn mir der Urlaub mit den Frauen gut täte, wär das genauso wichtig wie die Chemo.
Danke und liebe Grüße
Flieder50

Jutta
14.03.2010, 08:37
Hallo Flieder,

was fürn Mensch an Onko :prost: ... Klar ist man unsicher, man liest und hört so viel.

Wer so bergsteigen kann, der schafft das auch ohne 11. und 12. :D
Lieber a paar Cortisonbäckchle als Hängebäckle ;);). Es ist schon erstaunlich wieviel wir an der frischen Luft schaffen, was zuhause fast nicht geht.

Flieder50
14.03.2010, 16:40
Ja, mein Onko ist super. Sie sind dort alle total nett, wenn man mal n bisschen rumjammert, dass es einem schlecht war, rennen immer gleich 3 Leute zusammen und überlegen, was sie einem geben können, dass das besser wird.
Immer haben sie Zeit, wenn der Schlauch ab soll, auch wenn erst später abgemacht war, bringen einem Kaffee oder Tee und rennen den ganzen Tag.
Ich war am Anfang beim Hausarzt zum Blutabnehmen, der ist grade gegenüber von meinem Haus, aber da saß ich dann immer 1/2 bis 1 Stunde, bis ich drankam, damit ich mich nicht anstecke teilweise in so ner Art Besenkammer statt im Wartezimmer in der Grippezeit. Der Hausarzt ist sonst auch sehr nett und kompetent, aber jetzt geh ich immer in die Onkologie zum Blutabnehmen, da bin ich in 10 Minuten wieder draußen und man unterhält sich noch nett. Da sind ja wesentlich schlimmere Fälle als ich, und sie sind immer sehr fürsorglich mit denen, bringen Kuscheldecken wenn man friert und versuchen alles, um es einem erträglich zu machen. Alle Bescheide kriegt man kopiert und er setzt sich zu einem, um den Befund zu erörtern. Er kam schon nach der OP direkt an mein Krankenbett, um mir die Chemo zu erklären, da war mein Mann auch dabei und draußen vor der Tür hat er ihm noch ohne mich gesagt, dass das alles auch psychisch belastend sei und mein Mann es nicht persönlich nehmen sollte, wenn ich manchmal ungeduldig oder patzig zu ihm wäre, das käme dann von der Chemo. Ich fand das witzig, wie sich die beiden Männer über mich verständigt haben.
Ich fühle mich da gut aufgehoben.

hope38
14.03.2010, 17:34
Hallo Flieder!
Das hört sich richtig gut an, wo Du betreut bist. Schade, daß es nicht überall so gute Ärzte gibt.
Ich kann von meiner Onkologin auch nur Gutes berichten. Es war eine kleine Praxis und ich als damals 38 jährige Frau immer die Henne im Korb zwischen mehrern älteren Herren;)
Meine Onkologin hat auch meinem Mann damals angeboten, daß er sie immre anrufen kann, wenn er Sorgen hätte. Das fand ich sehr lieb.

Laß es Dir gut gehen und supi, daß Du den Urlaub mit Deiner "Weibergruppe" so toll genießen konntest:)

Liebe Grüße, hope

Jutta
29.04.2010, 17:22
23.04.2010

Kolorektalkarzinom: Panitumumab in der Erst- und Zweitlinientherapie


Der gegen den epidermalen Wachstumsfaktorrezeptor (EGFR) gerichtete humane monoklonale Antikörper Panitumumab (Vectibix®) verbesserte bei Patienten mit Kolorektalkarzinom und KRAS-Wildtyp das progressionsfreie Überleben signifikant in Kombination mit FOLFOX4 in der Erstlinientherapie und in Kombination mit FOLFIRI in der Zweitlinientherapie.

In der PRIME-Studie (Panitumumab randomized trial in combination with chemotherapy for metastatic colorectal cancer to determine efficacy) wurde die Erstlinientherapie mit FOLFOX4 ohne und mit Panitumumab untersucht. In die Studie wurden bislang nicht behandelte Patienten mit metastasiertem Adenokarzinom von Kolon oder Rektum aufgenommen. Der KRAS-Status konnte bei 93% der Patienten bestimmt werden. 60% waren vom KRAS-Wildtyp, bei 40% war KRAS mutiert. Primärer Endpunkt war die Wirkung auf das progressionsfreie Überleben (PFS). Weitere Endpunkte waren Gesamtüberleben (OS), Ansprechrate, Zeit bis zum Tumoransprechen, Dauer des Ansprechens und Verträglichkeit.

Quelle: http://www.journalonko.de/newsview.php?id=4029

Jutta
17.06.2010, 19:05
11.06.2010

Umfrage: Cetuximab neuer Therapiestandard bei Patienten mit metastasiertem kolorektalen KRAS-Wildtyp-Karzinom


Auf der Jahrestagung der American Society of Clinical Oncology (ASCO) wurden die Resultate einer aktuellen Umfrage vorgestellt, die zeigen, dass Cetuximab einen neuen Standard in der Therapie des metastasierten kolorektalen Karzinoms (mCRC) mit bestätigtem KRAS-Wildtyp darstellt.1 Demnach wurde bei 42 Prozent aller mCRC-Patienten Anfang des Jahres 2009 eine KRAS Mutationsanalyse durchgeführt, um zu bestimmen, ob der Patient von einer personalisierten Therapie wie z.B. Cetuximab profitieren kann. Im Jahr 2008 lag die Anzahl der Patienten, deren KRAS-Status bestimmt wurde, noch bei 2,5 Prozent. Bereits 44 Prozent aller Patienten mit bestätigten KRAS-Wildtyp-Tumoren erhalten heutzutage eine Therapie mit Cetuximab.

Quelle: http://www.journalonko.de/newsview.php?id=4126

Flieder50
20.06.2010, 23:08
Hallo Jutta,
vielen Dank für die Infos, die du hier immer einstellst.
Ich bekomme jetzt nach Feststellung von Bauchfellmetas nach Sigmacarzinom Chemo mit Irinotekan und Bevacizumab (Avastin). Hatte letzte Woche Dienstag die erste.
Was mich an diesen ärztlichen Veröffentlichungen immer schockt sind die Fristen, die da so angegeben werden. Die Therapie verlängert das Überleben signifikant von 18 Monaten auf 22 Monate.
Ich will aber nicht noch 22 Monate leben, ich will noch Oma werden und möchte meine Enkelkinder miterleben und noch so einiges im Leben vollbringen!!! Da reichen mir 22 Monate nicht. Deshalb les ich solche Studien schon gar nicht mehr, das deprimiert mich zu sehr.
Ich bekomme jetzt 6 Chemos und dann wird evaluiert. Was mich hoffen lässt, ist, dass ich das Gefühl habe das Bauchwasser geht seit heute etwas zurück. Vielleicht ist das ja der Indikator dass die Chemo greift.
Na es bleibt einem sowieso immer nur das Prinzip Hoffnung.
LG Flieder

wiss-cat
14.07.2010, 20:42
hey ,
Ich habe mal eine Frage an euch( Sie ) meine schwägerin 24 hat Darmkrebs wo ein Lümpfknoten betroffen war ! Momentan bekommt sie Chemo und ihre Hände fangen an sich schwarz zu verfärben was ist das ? bisher äußern sich die ärzte nicht dazu (sie liegt im Krankenhaus da sie nicht mehr Trinken und essen konnte) danle schonmal im Vorraus!:confused:

Jutta
22.02.2011, 17:37
18.02.2011

Capecitabin beim Kolonkarzinom – hohe Wirksamkeit durch aktuelle Daten erneut bestätigt
Die Kombination XELOX (das orale Fluoropyrimidin Capecitabin plus Oxaliplatin) ist auch in der adjuvanten Therapie des Kolonkarzinoms genauso wirksam wie das infusionale FOLFOX-Regime oder das intravenöse Bolus-Regime FLOX. Die Wirksamkeit von XELOX bleibt selbst dann erhalten, wenn die Dosis von Capecitabin (Xeloda®) modifiziert werden muss. Dies gilt sowohl für die adjuvante Therapie im Stadium III als auch für die Erst- und Zweitlinien-Therapie des metastasierten kolorektalen Karzinoms. Aktuelle, auf dem diesjährigen ASCO GI vorgestellte Daten der X-ACTund XELOXA-Studie bestätigen zudem, dass die Wirksamkeit sowohl von Capecitabin mono als auch von XELOX unabhängig vom Alter ist.



Quelle: http://www.journalonko.de/newsview.php?id=4604

Roland S.
24.03.2011, 09:49
Hallo

Mich würde interessieren ob jemand von euch Erfahrungen mit einer Chemotherapie mit UFT+Folsäure hat. Die hat mir jetzt jetzt mein Onkologe verordnet,da ich mit vorangegangen Therapien immer Verträglichkeits-Probleme hatte.
Grüße Roland

hema61
12.05.2011, 11:19
Meine Mutter bekam seit Anfang April 11 .
Xeloda, da auch bei ihr die intravenöse Chemo unverträglich war (Taubheitsgefühl im Gesicht).
Auf Xeloda bekam sie eine sehr sehr starke Darmentzündung, so dass sie 2 Tage vor der letzten Einnahme in der 1. Therapie abgebrochen hat.
Sie liegt nun seit 18.04. in der Klinik - derzeit auf Intensiv, da der Darm abgestorben ist und eine schwere Sepsis aufgetreten ist.
Wir machen uns schreckliche Vorwürfe, da wir meine Mutter "fast dazu überredet" haben - sie wollte keine Chemo, da jedoch eine Lymphe befallen war, wurde ihr dazu geraten.

Alpenveilchen
16.05.2011, 23:47
Liebe Hema,

wie geht es Deiner Mutter?

Liebe Grüsse
vom Alpenveilchen

Jutta
01.07.2011, 07:03
30.06.2011


ASCO 2011: Überlebenszeitverlängerung durch Panitumumab plus FOLFOX bei CRC-Patienten mit ECOG 0-1

Immer mehr Erkenntnisse liefern Hinweise, wie Patienten mit einem Kolonkarzinom individueller behandelt werden können: So zeigen die Ergebnisse vom ASCO, dass der vollhumane Antikörper Panitumumab in der Erst- und der Zweitlinie mit Chemotherapie-Kombinationen wie mit FOLFOX und FOLFIRI eine Bereicherung der Therapieoptionen beim CRC darstellt. Insbesondere bei Patienten mit Wildtyp-KRAS und ECOG 0-1 führt Panitumumab/FOLFOX zu einer signifikanten Überlebenszeitverlängerung. Zudem belegt die Subgruppenauswertung der 181-Studie, dass Patienten auch nach einer Erstlinienbehandlung mit Bevacizumab von der weiteren Gabe von Panitumumab profitieren. Auf diesen positiven Ergebnissen basiert das erst kürzlich erteilte positive Votum der Europäischen Zulassungsbehörde (EMA) für Panitumumab.


Quelle: http://www.journalonko.de/newsview.php?id=4918

Jutta
19.08.2011, 07:39
18.08.2011


Immunsystem erlaubt die Wirksamkeit der Chemotherapie vorherzusagen

Darmkrebspatienten, bei denen der Tumor bereits Lebermetastasen gebildet hat, profitieren eher von einer Chemotherapie, wenn am Tumorrand eine erhöhte Anzahl von bestimmten Immunzellen vorhanden ist. Diesen Zusammenhang haben Wissenschaftler des Nationalen Centrums für Tumorerkrankungen Heidelberg (NCT) im Rahmen einer Analyse von Gewebeproben beobachtet. Die individuelle Zelldichte ist die Antwort des Immunsystems auf den Tumor. Sie kann nun als so genannter Marker für eine personalisierte Behandlung genutzt werden und die Therapieentscheidung für Ärzte erleichtern.


Zuerst definierten die Forscher Kriterien für die Immunantwort. Dazu zählten sie angefärbte Immunzellen am Tumorrand von operierten Patienten. Diese speziellen Immunzellen bilden dabei die körpereigene Abwehr gegen Bakterien und auch Tumorzellen. „Wiesen die Patienten im Rand der Lebermetastasen viele Immunzellen auf, so sprachen sie auch besser auf eine Chemotherapie an“, fasst Dirk Jäger die Ergebnisse zusammen. „Die Metastasen bildeten sich deutlich zurück und der Therapieerfolg der Chemotherapie hielt länger an.“


Quelle: http://www.journalonko.de/newsview.php?id=5046

Jutta
07.09.2011, 08:49
05.09.2011

Anzahl spezifischer Immunzellen beeinflusst Erfolg der Chemotherapie bei Darmkrebspatienten mit Lebermetastasen


Darmkrebspatienten, bei denen der Tumor bereits Lebermetastasen gebildet hat, profitieren eher von einer Chemotherapie, wenn am Tumorrand eine erhöhte Anzahl von bestimmten Immunzellen vorhanden ist. Diesen Zusammenhang haben Wissenschaftler des Nationalen Centrums für Tumorerkrankungen Heidelberg (NCT) im Rahmen einer Analyse von Gewebeproben beobachtet. Die individuelle Zelldichte ist die Antwort des Immunsystems auf den Tumor. Sie kann nun als so genannter Marker für eine personalisierte Behandlung genutzt werden und die Therapieentscheidung für Ärzte erleichtern.

Wird Darmkrebs früh erkannt, kann er mit einer Chance von 90 bis 100 Prozent geheilt werden. Ergänzend zur Operation wird oftmals eine Chemotherapie oder Strahlentherapie durchgeführt. „Hat der Krebs bereits Metastasen entwickelt, beispielsweise in der Leber, sinken die Heilungschancen dramatisch auf meist weniger als 20 Prozent“, erklärt Dr. Niels Halama aus der Forschungsgruppe. „Viele Patienten leiden außerdem unter den starken Nebenwirkungen einer Chemotherapie. Deshalb ist es wichtig, diejenigen Patienten zu identifizieren, die von einer solchen Therapie nicht profitieren würden, und damit unnötige Behandlungen zu vermeiden.“


Quelle: http://www.journalonko.de/newsview.php?id=5072

Jutta
21.09.2011, 16:15
20.09.2011


Removab® erhält Zulassung für verkürzte Infusionsdauer zur Behandlung von malignem Aszites


Die Europäische Kommission hat die Zulassung für den Antikörper Removab® (catumaxomab) von Fresenius Biotech zur Behandlung von malignem Aszites für eine verkürzte Infusionsdauer erweitert. Die Infusionsdauer kann damit von sechs auf drei Stunden halbiert werden.



Quelle:

http://www.journalonko.de/newsview.php?id=5115

Jutta
18.11.2011, 07:04
6.11.2011

mCRC: Zulassungserweiterung für Panitumumab in der EU

Die Europäische Kommission hat eine Erweiterung der Zulassung von Vectibix® (Panitumumab) genehmigt . Die Zulassungserweiterung bezieht sich auf die Indikationen für die Behandlung von Patienten mit metastastiertem Kolorektalkarzinom (mCRC) mit Wildtyp-KRAS als Erstlinientherapie in Kombination mit FOLFOX und als Zweitlinientherapie in Kombination mit FOLFIRI bei Patienten, die in der Erstlinientherapie eine Fluoropyrimidin-haltige Chemotherapie erhalten haben (ausgenommen Irinotecan). Die Zulassungserweiterung gilt für alle 27 Mitgliedsstaaten der Europäischen Union (EU). Vectibix wurde in der EU bereits unter besonderen Bedingungen für die Monotherapie zugelassen. Die bisherige Monotherapiezulassung wurde ebenfalls überarbeitet, um klarzustellen, dass Vectibix® für die Behandlung von Patienten mit mCRC und nicht-mutiertem Wildtyp-KRAS-Gen, nach Versagen von Fluoropyrimidin-, Oxaliplatin- und Irinotecan-haltigen Chemotherapieregimen, indiziert ist.

Das Kolorektalkarzinom ist weltweit die zweithäufigste Krebsart bei Frauen und die dritthäufigste bei Männern.

Quelle: http://www.journalonko.de/newsview.php?id=5231

Jutta
14.12.2011, 07:03
First-Line-Therapie des metastasierten Kolorektalkarzinoms: Kombinationstherapie mit Cetuximab steigert Behandlungsergebnisse bei KRAS-Wildtyp-Patienten über alle Patientengruppen hinweg

In Kombination mit dem FOLFIRI- oder FOLFOX-Regime ermöglicht der anti-EGFR-Antikörper Cetuximab Verbesserungen in der Erstlinienbehandlung von Patienten mit metastasiertem Kolorektalkarzinom (mCRC) und KRAS-Wildtyp. Inwieweit hiervon die Patienten der verschiedenen Patientengruppen profitieren, erläuterten Experten auf einem wissenschaftlichen Symposium anlässlich der gemeinsamen Jahrestagung der Deutschen, Österreichischen und Schweizer Gesellschaften für Hämatologie und Onkologie in Basel.

„In der Erstlinientherapie des mCRC finden wir drei Patientengruppen vor, bei denen man unterschiedliche Behandlungsziele verfolgt“, so Prof. Dr. Claus Henning Köhne, Oldenburg. Während man bei Patienten mit initial nicht-resektablen Lebermetastasen (Gruppe 1) meist auf eine kurative, neoadjuvante Therapiestrategie setzt, erhalten Patienten der Gruppen 2 und 3 eine palliative Behandlung. Hierbei wird zur Tumorkontrolle bei aggressiven, symptomatischen Tumoren mit multiplen Metastasen (Gruppe 2) die aktivste anwendbare Therapie eingesetzt. Bei Patienten mit langsam wachsenden, symptomlosen Tumoren erfolgt bislang eine weniger aktive, verträglichere Therapie mit dem Ziel der Überlebensverlängerung (Gruppe 3).

Quelle: http://www.journalonko.de/newsview.php?id=5293

Jutta
08.02.2012, 06:58
06.02.2012

Bevacizumab-Einsatz:
Individualisierte Therapie beim Darmkrebs als Ziel

Die Prognose für Darmkrebspatienten hat sich in den vergangenen Jahren erheblich zum Positiven hin verändert. Dies ist vor allem auf verbesserte Chemotherapien zurückzuführen sowie auf den Einsatz von Substanzen, die „zielgerichtet“ dem Tumorwachstum entgegenwirken. Der Angiogenese-Hemmer Bevacizumab – bekannt unter dem Handelsnamen Avastin – zählt zu diesen Substanzen. Viele Patienten profitieren von der Therapie mit Bevacizumab. Es gibt aber ebenso Patienten, die nicht auf die Therapie ansprechen.

Die Europäische Union hat jetzt ein Projekt initiiert, das zum Ziel hat, Avastin künftig nur noch zielgerichtet denjenigen Patienten mit Darmkrebs zu verabreichen, die tatsächlich einen Nutzen von der Therapie haben. Das Projekt „Angiopredict“ läuft über drei Jahre und wird in diesem Zeitraum mit insgesamt 6 Millionen Euro gefördert. Davon gehen rund 600.000 Euro an Professor Dr. Matthias Ebert von der II. Medizinischen Klinik der Universitätsmedizin Mannheim (UMM).

Quelle: http://www.journalonko.de/newsview.php?id=5410

Ded
18.03.2012, 18:38
Hallo zusammen,

hab mal eine Frage.
Meine Frau bekommt seit 2 Wochen den Antikörper Cetuximab (Erbitux) zum FOLFIRI-Regime. Wird dachten eigentlich das der Antikörper jeweils zur FOLFIRI im zweiwöchentlichen Rythmus dazugegeben wird. Leider scheint es wohl so zu sein, das Cetuximab im wöchentlichen Rythmus gegeben werden muß und somit öfters als FOLFIRI. Da hat uns unsere Onkologin anscheinend nicht richtig aufgeklärt. Wenn wir das gewußt hätten, hätte sich meine Frau wahrscheinlich für Panitumumab (Vectibix) entschieden, da dieser Antikörper anscheinend im zweiwöchigen Rythmus gegeben wird. Hab jedoch auch eine Stelle im Internet gefunden, wonach es auch möglich wäre Cetuximab mit doppelter Dosis im zweiwöchigen Rythmus zu geben. Der einwöchige Rythmus belastet meine Frau, da dadurch nach einer Woche immer wieder eine "Zwischenchemo" erforderlich ist. Hat jemand aus dem Forum Cetuximab auch schon im zweiwöchentlichen Rythmus bekommen? Wenn nicht will meine Frau evtl. zum Antikörper Antikörper Panitumumab (Vectibix) wechseln. Geht das jetzt überhaupt noch?

Jutta
22.03.2012, 08:35
20.03.2012

DKK 2012: Verlängertes Gesamtüberleben beim metastasierten Kolorektalkarzinom

Eine Kombination aus Chemotherapie und Cetuximab (Erbitux®) ermöglicht einen Überlebensvorteil bei Patienten mit nicht-resezierbarem metastasierten Kolorektalkarzinom (mCRC) und Wildtyp-(wt)-KRAS-Status, und ist daher mittlerweile Standard in der Erstlinientherapie.

Die derzeitigen Behandlungsmöglichkeiten beim mCRC wurden im Rahmen eines durch ***** Serono unterstützten Symposiums auf dem deutschen Krebskongress von Experten diskutiert. So berichtete Prof. Wolf O. Bechstein, Frankfurt am Main, dass bei einer nur auf die Leber beschränkten Metastasierung (LLD) eine Erstlinientherapie aus Standard-Chemotherapie plus Bevacizumab bei KRAS-wt-mCRC-Patienten eine Konversion primär irresektabler Lebermetastasen zu sekundär resektablen ermöglichen kann. Studiendaten belegen, dass Patienten mit einer R0-Resektion signifikant länger leben als Patienten, die nicht reseziert werden konnten.

Quelle: http://www.journalonko.de/newsview.php?id=5545

Jutta
28.04.2012, 07:37
25.04.2012


Erstlinientherapie des metastasierten Kolorektalkarzinoms: Cetuximab plus FOLFIRI bewirkt signifikant längeres Gesamtüberleben bei KRAS-Wildtyp-Patienten mit leberüberschreitender Metastasierung

Die Kombination des anti-EGFR-Antikörpers Cetuximab mit dem FOLFIRI-Regime ermöglicht bei KRAS-Wildtyp-Patienten mit leberüberschreitendem metastasierten Kolorektalkarzinom (mCRC) eine Verlängerung des medianen Gesamtüberlebens um 5,1 Monate. Dies zeigt eine retrospektive Subgruppenanalyse der Zulassungsstudie CRYSTAL, die auf einem Symposium im Rahmen des Deutschen Krebskongresses in Berlin vorgestellt wurde.



Quelle: http://www.journalonko.de/newsview.php?id=5636

Jutta
29.06.2012, 07:12
27.06.2012

mCRC: Fortgesetzte Bevacizumab-Gabe kombiniert mit Zweitlinien-Chemotherapie verlängert Gesamtüberleben

Ergebnisse einer großen 
Phase-III-Studie zeigen: Wenn der Angiogenese-Hemmer Bevacizumab (Avastin®) nach der Erstlinien- auch in der Zweitlinientherapie verabreicht wird, verlängert dies das Gesamtüberleben. Der bislang bis zur Progression zugelassene Antikörper ist somit auch über die Tumorprogression hinaus wirksam und verlängert bei fortgesetzter Gabe das Überleben.

An der auf dem diesjährigen Amerikanischen Krebskongress in Chicago vorgestellten internationalen multizentrischen Studie ML18147 nahmen insgesamt 820 Patienten mit metastasiertem kolorektalen Karzinom (mCRC) teil (1)]. Die Studie war ursprünglich von der deutschen Arbeitsgemeinschaft für Internistische Onkologie (AIO) begonnen und später zu einer großen europäischen Studie erweitert worden.

Quelle: http://www.journalonko.de/newsview.php?id=5791

TinaTochter
25.10.2012, 23:21
hallo zusammen!

mein Vater ( Darmkrebs mit Lebermetastasen) erhält nun eine Tablettenchemo welche sich MFT nennt. Kennt sich da jemand zufällig mit aus? Wäre um jede Antwort dankbar!

LG

TinaTochter
10.02.2013, 21:15
Hallo!
Ich hoffe mir kann jemand Antworten. Mein Papa ( Darmkrebs mit Lebermetastasen ) macht eine Chemo mit UFT und Avistin. Er leidet unter Knochenschmerzen an den Armen und am Rücken. Kennt das jemand?
LG

Schweitz
04.08.2013, 14:39
Hallo, die Kopfschmerzen kommen von Avastine. Ich selbst habe Darmkrebs mit Lebermetastasen im Stadium IV. Die anderen Abkürzungen wie UFT und MFT sind mir noch nicht bekannt.
Gruß
Jo.

MIKEMT
03.01.2014, 16:57
Letzte Aktualisierung zu regorafenib
siehe:
http://www.gesundheitsinformation.de/metastasierter-darmkrebs-welche-vor-oder-nachteile-hat-regorafenib.1181.de.html
• Letzte Aktualisierung: 02. Januar 2014 12:15
• Erstellt am: 02. Januar 2014 12:15
• Quellen:
Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG). Regorafenib – Nutzenbewertung gemäß § 35a SGB V. Dossierbewertung A13-37. Köln: IQWiG. 02.01.2014.

Niki1972
03.01.2014, 17:48
Hallo,
komme aus dem Darmkrebs mit Lebermetas Forum und habe einige Fragen. Der Primärtumor im Darm wurde mir Anfang Dezember 13 (R0) entfernt. Habe leider 9 Lebermetastasen auf der rechten Leberhälfte. Also erstmal nicht operabel. Am 8.1.14 soll meine Chemo beginnen (FOLFOX + Cetuximab + Irinotecan). Hat jemand Erfahrung mit dieser Therapie? Sind die Metas geschrumpft und dadurch operabel? Wie waren die Nebenwirkungen?
Bitte um Antwort! Bin etwas verzweifelt, da ich erst 41 Jahre bin und eine 6jährige Tochter habe.
Lg Nicole

Anne1971
05.01.2014, 23:21
Liebe Niki,

Ich bin auch so alt wie du und habe eine 5 jährige Tochter, mein Diagnose war im Mai 2013 und übermorgen habe ich erstmals alles hinter mir. Ich hatte keine Metastasen aber die Therapie folfox mit avastin spricht gut an, da eine bekannte von mir die Diagnose im August bekam mit 8 lebermetasen, zusätzlich hat man bei ihr mit Radio Frequenz die Metastasen bestrahlt bzw verbrannt. Vorher markiert und dann nachdem die hälfte der Zyklus rum war mit Radio Frequenz behandelt.

Ich drücke dir die Daumen und umarme dich es ist schon schlimm vor allem wenn man kleine Kinder hat, anderseits geben sie und die Kraft zu kämpfen
Lg Annemarie

Niki1972
06.01.2014, 21:55
Hallo Annemarie,
Sind denn die Metastasen bei deiner Freundin nach der Chemo operabel?
Oder wird sie nicht operiert ?
Kommt ihr auch aus dem Ruhrgebiet? Habe schon überlegt mal zu einer Selbsthilfe Gruppe zu gehen, da ich noch so viele Fragen habe.
Lg Nicole;)

Strohhalmsucher
07.01.2014, 17:45
Hallo Nicole

Ich kann deine Verzweiflung gut nachvollziehen. So eine Diagnose zieht einem den Boden unter den Füssen weg... Ich bin in einer ähnlichen Situation wie du, nur ist mein Mann (40) betroffen und wir haben eine zweijährige Tochter.

Aber zuerst gilt es einmal einen kühlen Kopf zu bewahren (und ich weiss, dass ist einfach gesagt): Eine systemische Therapie, also eine Chemo, hilft nicht nur die Metastasen zu verkleinern, sondern killt auch die im Körper noch umherschwirrenden Krebszellen. Darum ist die Chemo wichtig. Dann kann in einem zweiten Schritt den Metas auf den Leib gerückt werden. Z.B. mit einer in-situ-split Leberresektion. Das ist ein neueres Operationsverfahren und funktioniert auch bei mehreren Lebermetas. Voraussetzung ist, dass sich die Metastasen wirklich nur auf einen Leberlappen beschränken. Google mal danach. Es gibt auch noch das sogenannte TACE-Verfahren, welches bei mehreren Metastasen eingesetzt wird um den Mistdinger beizukommen. Google doch auch mal danach. Es gibt also noch ein paar Möglichkeiten, die weiterhelfen können.

Ich wünsch dir ganz viel Kraft, Mut und Engerie!

Niki1972
07.01.2014, 21:59
Hallo,
vielen Dank für deine aufbauende Nachricht. Laut meinem Befund ist nur der rechte Leberlappen befallen. Ich hoffe es ist auch noch so. Meine Diagnose bekam ich am 03.12.13 und morgen beginnt die Chemo. Es sind ja schon wieder 5 Wochen vergangen. Ich hoffe es funktioniert. Wie weit ist denn dein Mann in seiner Behandlung? Hat er schon eine Chemo erhaĺten oder wurde er schon operiert?
Lg Nicole:)

Strohhalmsucher
08.01.2014, 21:13
Liebe Nicole

War heute deine erste Chemo, oder ist sie morgen? Ich drück dir die Daumen, dass alles gut geht. Bei uns resp. meinem Mann, der immer noch in Behandlung ist, läuft es eigentlich recht ordentlich. Am 2. Tag nach der Behandlung ist er ziemlich müde. Aber sonst halten sich die Nebenwirkungen recht im Rahmen. Ich hab es mir immer schlimmer vorgestellt.

Und das beantwortet vielleicht auch deine Frage. Er ist immer noch an der Chemo. Denn bei uns ist die Situation ein wenig ernster. Leider sind bei ihm beide Leberlappen mit Metastasen befallen. Aber die Therapie zeigt die ersten Fortschritte: Einige Metastasen sind bereits verschwunden und der Rest ist differenzierter...

Niki1972
08.01.2014, 22:20
Hallo,
habe heute meine erste Chemo. War heute morgen fast vier Stunden in der Praxis. Dort ist der erste Beutel durchgelaufen. Jetzt habe ich bis morgen Mittag noch eine Pumpe um den Hals. Im Moment geht es mir auch erstaunlich gut. Mal sehen wie es mir morgen geht. Hat dein Mann auch Folfox + Cetumixab?
Habe auch gegoogelt wg. der in Situ-Split Leberresektion. In einer Klinik in Münster wurde es auch schon erfolgreich gemacht. Naja, ich kann jetzt nur abwarten bis die 12x Chemos fertig sind und das Re-Staging gemacht wird. Ich hoffe das die blöden Metas auf einer Leberhälfte geblieben sind.
Ich komme aus Gelsenkirchen ( Ruhrgebiet ) und hoffe das die Klinik eine gute Wahl ist.
Vorher kommt Ihr denn?
Ganz viele Grüsse, auch an deinen Mann
und haltet die Ohren steif
Nicole;)

Strohhalmsucher
10.01.2014, 22:18
Liebe Nicole

Ja, mein Mann bekommt auch die selben Medikamente...

Und wegen den Ärzten hör auf dein
Bauchgefühl. Hast du ein gutes Gefühl, ist alles OK. Anders können wir Laien ja die Ärzte nicht beurteilen, oder? Wir waren auf jeden Fall mit den ersten Ärzten nicht zufrieden. Sie waren mir zu lasch. Aber das war mein pers. Gefühl. Daraufhin haben wir eine Zweitmeinung bei einem Spezialisten eingeholt. Und ich fand den um Welten besser. Viel dynamischer, aktiver und informierter. Und bei dem sind wir dann auch geblieben.

Ach ja, und wir kommen aus der Schweiz.

Bis bald und halt auch du die Ohren steif!

Niki1972
10.01.2014, 22:43
Hallo,
habe die erste Chemo echt gut vertragen.
Ich denke das bleibt aber nicht so, oder?
Die Nebenwirkungen werden doch bestimmt noch stärker?
LG Nicole

Niki1972
10.01.2014, 22:45
Hallo,
habe die erste Chemo recht gut vertragen.
Werden die Nebenwirkungen jedes mal stärker?
LG Nicole😊

Strohhalmsucher
13.01.2014, 18:04
Hallo Nicole

Nicht unbedingt. Jeder Mensch reagiert anders auf die Chemo. Gewisse haben stark damit zu kämpfen, und andere ertragen das leichter. Zudem kann es auch durchaus sein, dass man einmal mit Nebenwirkungen zu kämpfen hat, das andere mal nicht. Dass man einmal stark müde ist, und sich das andere mal der Körper rasch davon erholt. Vielleicht wirst du mit der Zeit mehr Nebenwirkungen haben, gut möglich, dass das aber nicht der Fall sein muss...

Niki1972
13.01.2014, 19:57
Hallo,
ich hoffe das die Chemo erträglich bleibt und wichtiger, das die anschlägt.
Vielen Dank!
Lg Nicole:)