Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Endstadium
Am 22.01.1999 kam mein Vater ins Krankenhaus. Wenige Tage später erfuhren wir das er ein stenosierenden Colontumor hat, mit anderen Worten Dickdarmkrebs. Als wenn das nicht schon schlimm genug wäre, haben die Ärzte uns gesagt, das der Krebs schon auf die Leber gestreut ist. Im Mai 1998 wurden Schatten auf der Leber gefunden. Der damals Behandelnde Arzt meinte das wäre eine Fettleber und nichts worüber man sich Sorgen machen müsste. Leider falsch gedacht. Der Dickdarmkrebs wurde erfolgreich 1999 operiert. Nun hieß es die Lebermetasthasen in den Grief zu bekommen. Mein Vater erhielt verschiedene Chemotherapien im Februar 99, im Januar 2000, im September 2000 und im März 2001. Dazu wurde er 4mal operiert. Dreimal davon wurden ihm Teile der Leber entfernt. Im Juli 2001 wurde er Austherapiert weil keine Hoffnung mehr bestand. 3 jahre zwischen Hoffnung und Trauer sollten zuende gehen. Im Oktober 2001 verschlechterte sich sein Zustand. Er war schnell müde und hatte immer weniger Kraft. Im Dezember 2001 konnte schon kaum mehr laufen und immer weniger Essen. Im Januar 2002 war er auf den Rollstuhl angewiesen und aß nichts mehr. Er trank nur noch und ernährte sich von Sondennahrung. Wir bekamen verschieden Pflegemittel wie Rollstuhl, Toilettenstuhl, Badewannenlift, Dekubitusmatratze und einen Einlegerahmen für das Ehebett meiner Eltern. Er war ab mitte Januar voll auf die Hilfe von seiner Frau, meiner Mutter angewiesen. Sie mußte ihn aus den Bett heben, auf Toilette setzten usw. Vom 2. Februar habe mir 2 Wochen Urlaub genommen um meiner Mutter bei der Pflege meines Vaters zu helfen. Am Abend hat er zum ersten Mal Krämpfe bekommen. Am 19. Januar bekam mein Vater Morphiumpflaster verschrieben um ihm das Elend zu erleichtern und damit er ruhig schlafen konnte. Am 20. Februar 2002 verstarb mein Vater nach 2stündigen Todeskampf zu Hause im den Armen meiner Mutter um 15Uhr nachmittags mit 62 Jahren. Am 26. Februar wurde er beerdigt und durfte zum ersten Mal seit 3 Jahren ausruhen. Ich werd dich nie vergessen Papa
Liebe Silke,
ich konnte Deine Zeilen kaum lesen. Sie erinnern mich so sehr an meine eigene Geschichte. Bei meinem Vater begann alles Ende 99. Es folgten 2 Jahre, in denen wir den Kampf gegen den Krebs aufnahmen. Im Dezember 2001 starb mein Vater. Auch ich habe mir Urlaub genommen. Ich war bei ihm, als er seinen letzten Atemzug gemacht hat. Ich bin dankbar, daß er nicht mehr leiden muß. Aber der fehlt mir unendlich. An manchen Tagen kann ich es nicht fassen, daß er nicht mehr lebt, daß ich nie wieder seine Stimme höre, daß er mich nie wieder in den Arm nimmt, daß er mich nie wieder anlächelt ... Er fehlt mir unendlich.
Ich weiß, daß dieser Schmerz irgendwann mal leichter wird und daß schlimme Bilder der vergangenen 2 Jahre verblassen werden. Ich weiß nicht, wie lange das dauern wird. Dieses Forum ist für mich ein Trost, weil ich sehe, daß ich mit meinem Schmerz nicht alleine bin. Ich wünsche Dir, daß Du liebe Menschen um Dich hast, die in dieser schmerzlichen Zeit an Deiner Seite sind.
Danke Anna. Es tut immer gut zu wissen das man nicht alleine ist. Zum Glück hab ich eine ganz tolle Familie und einen guten und verständnisvollen Arbeitgeber. Dafür bin sehr dankbar. Ich mußte die Geschichte meines Vaters einfach aufschreiben, um den Schmerz besser ertragen zu können.
Liebe Silke, liebe Anna!
Mein Vater hatte ein ähnliches Schicksal wie eure. Er starb im Dezember 2001. Ich teile euren Schmerz...
Liebe Silke, ich kann so gut nachvollziehen wie es dir geht, meine Mutter ist vor 2 Jahren an Darmkrebs verstorben....das ist zwar schon ein weilchen her aber es schmerzt immer noch sehr. Meine Mama mußte zwar nicht so lange leiden wie dein Vater, aber es war einfach grausam mitanzusehen wie einem einer der liebsten Menschen langsam wegstirbt und leidet und man machtlos danebensteht und nichts machen kann.
Auch ich wünsche dir liebe Menschen die dir helfen den Verlust zu verarbeiten.
Ganz liebe Grüße, Andrea
Jetzt sitze ich hier und muss bei dem was Du geschrieben hast anfangen zu weinen. Mein Vater hat Darmkrebs, die Ärzte haben ihm noch ein Jahr gegeben, wenn die Chemo nicht anschlägt.Ich liebe meinen Vater über alles, und muss zu sehen wie es ihm von Tag zu Tag schlechter geht. Ich suche im Internet wie eine Wilde nach neuen Möglichkeiten, und habe dabei das Gefühl, das mir die Zeit davon rennt.Vor dem Tag X habe ich eine heiden Angst, aus dem grunde wende ich vielleicht für einige die Falsche Taktik an> ich ignoriere es einfach das mein Vater sterben könnte. Ich gebe die Hoffnung nicht auf.
Ich danke Dir dafür, das Du die Geschichte Deines Vaters aufgeschrieben hast.
Viele Grüsse Britta
Liebe Britta, ich mußte dies aufschreiben um meinen ersten Kummer von der Seele zu schreiben und Leute zu finden denen es genauso geht. Mich erschreckt es immer wieder wie viele Gleichgesinnte es gibt. Dabei ist die Vorsorge für Darmkrebs so einfach. Wenn sich nur die Krankenkassen und Ärzte mehr engagieren würden. Mit einen einfachen Stäbchentest läßt sich nachweisen ob sich Blut im Stuhl befindet. Das trauige für mich ist, das mein Vater noch leben könnte, hätten die Ärzte seine beschwerden für Ernst genommen. Den Darmkrebs hatte er nämlich besiegt, den gestreuten Krebs auf die Leber nicht. Ich hoffe Du wirst diese Zeilen hier lesen. Ich wünsche Dir und Deinen Vater viel Glück aus ganzen Herzen das er den Krebs besiegt. Er darf niemals die Hoffnung aufgeben, sonst verliert den Kampf. Haltet alle zusammen. Mein Vater meinte immer fas wichtigste war ihm immer die Familie, und das er nicht alleine ist. Er hatte dass Glück uns zu haben und er hat uns immer noch. Er ist heute seit genau zwei Monaten tot. Auf den tot kann man sich nicht vorbereiten. Obwohl wir ein halbes Jahr wußten das er sterben wird, tat und tut es immer noch verdammt weh. Aber bitte, bitte verliert die Hoffnung nie.
Liebe Grüsse von Silke
hallo silke,
das mit der früherkennung des darmkrebses ist leider doch nicht so einfach. meine frau hatte im dezember 01 eine not-op, da ein kindskopfgroßer tumor im dickdarm einen darmverschluß verursacht hat, und das ganze ohne jegliche vorankündigung (keinerlei beschwerden, kein blut im stuhl, blutwerte ok, etc.). kein mensch hat mit einem tumor gerechnet. mein freund, der sie operiert hat, hat mir nachher gesagt, dass er auf einen kleinen eingriff wegen des verschlusses vorbereitet war und dann stundenlang geackert und heraus geschnitten hat, was ging (bis an die grenze des chirurgisch machbaren). es wurden 16 lymphknoten mit entfernt, von denen 15 befallen waren. es haben sich noch metastatsen in leber und lunge gebildet, die tumorwerte sind wahnsinnig hoch (cea über 300, cea 19-9 pankreas über 2.500, tpa über 300), trotz chemo, bei der es ihr von mal zu mal schlechter geht (während der chemofreien zeit geht es ihr zum glück recht gut und man sieht ihr auch nicht an, dass sie schwer -unheilbar und hoffnungslos- krank ist). alle ärzte und auch ein heilpraktiker, den ich seit vielen jahren kenne, haben meine befürchtungen bestätigt: ihre zeit ist sehr knapp bemessen, noch ca. 12 - 18 monate. diese zeit versuche ich jetzt so angenehm wie möglich zu gestalten, ihr noch viele dinge zu ermöglichen, von denen sie geträumt hat und für die wir im normalfall noch viele jahre zeit hätten. ich frage mich nur, wie unsere beiden töchter (im schwierigen alter von 12 und 14 jahren) damit fertig werden, wenn ihre mutter stirbt, wie der leidensweg aussieht, der uns bevorsteht, wieviel davon ich den kindern zumuten kann, und und und .. aber bis dahin versuchen wir, das (restliche) leben zu geniessen so gut es eben geht.
Hallo Jürgen.
Tut mir leid mit Deiner Frau. Du solltest wirklich die Zeit geniesen, die euch euch vieren nich bleibt. Ich hatte bei meinen Vater das Gefühl, daß uns die Zeit wegrennt. Und als ich mir endlich Zeit genommen hatte und der Wahrheit ins Auge blickte, war es zu spät und ich konnte ihn nur mithelfen zu pflegen. Ich kann dir nur den Rat geben viel mit Deinen Töchtern zu reden. Wir haben in der Familie auch viel geredet und es hat úns allen geholfen. Meine Nichte war 10 als ihr Opa starb (wir stehen uns alle sehr Nahe) und sie hat sich die erste Zeit total verkrochen und nur für sich alleine getrauert. Dies war eine schwierige Situation für uns. Aber auf einmal ist sie aus sich rausgekommen. Sie hat Zeit gebraucht um alles zu verarbeiten zu können. Ich bin vom Beruf Erzieherin und dachte ich wär dem ganzen gewachsen. Aber wenn man davor steht ist man ziemlich alleine. Gib deinen Töchtern das Gefühl das sie nicht alleine sind. Haltet zusammen.
Hallo Britta, hallo Silke - Jürgen, Anna...
Mir ging es ähnlich beim Lesen von Silkes Zeilen: mir kam die Tränen. Ich habe vor 5 Tagen erfahren, daß mein Stiefvater Darmkrebs hat; es haben sich bereits Metastasen gebildet, und man kann nicht mehr operieren. Die Ärzte geben ihm noch ungefähr ein Jahr. Nun hocke ich wie Britta seit gestern fast nur noch im Internet, suche verzweifelt nach Therapien etc., stehe dem Ganzen aber ziemlich ratlos gegenüber. Ich weiß nicht mehr, was ich machen soll, zumal ich vor 2 1/2 Jahren schon meine Mutter verloren habe (Multiple Sklerose) und vor 2 Jahren meinen richtigen Vater (Organversagen); beide waren noch keine 60 Jahre alt. Ich bin damit nur schwer klar gekommen und habe vor allem den langsamen Tod meiner Mutter nur schwer verkraftet, und jetzt das!!!
Urpsrünglich wollte es mein Stiefvater mir gar nicht sagen: er weiß es schon seit Februar. Ich habe es vergangenen Donnerstag nur zufällig erfahren, weil ich ihn zu meinem Geburtstag eingeladen hatte. Naja, Ihr kennt das ja... man trinkt ein, zwei Gläser Wein zu viel, und mitten in der Nacht hat er es mir dann erzählt. Er wollte mich eigentlich gar nicht damit belasten, wie er es nennt... Ich frage und frage, aber er redet im Moment nur oberflächlich darüber. D.h., ich weiß nicht mal, wo er Metastasen hat, wie seine Tumorwerte sind; nicht mal seinen Arzt will er mir nennen...
Zuerst habe ich wie Britta auch die Tatsache ignoriert, daß mein Stiefvater sterben könnte. Aber im Internet habe ich bis jetzt wenig Ermutigendes gefunden, und jetzt packt mich der pure Horrer bei dem Gedanken, was mir noch alles bevorsteht... ich bin die Einzige, die es weiß, und werde alles regeln müssen. Und wenn ich dann die Schilderung von Silke lese... dieses traurige Ende...
Ich bin so froh, dieses Forum gefunden zu haben. Man fühlt sich nicht mehr so ganz allein mit dem Sch...
Baghiera*
Hallo Heike.
Da hast Du recht. Es ist zwar traurig, wie viele Menschen das gleiche Schicksal haben, aber man fühlt sich dank des Forums nicht alleine.
Ich wünsche Dir und deinen Stiefvater alles Gute. Versucht den Kampf gemeinsam zu gewinnen.
Gruß Silke
Am 16.06 kam mein Dady auf die Palliativstation weil er zu starke Schmerzen hatte. Am 14.06 ist sein Zimmernachbar gestorben, da an dem Tag aber schon 3 gestorben waren konnten Sie ihn nicht aus dem Zimmer nehmen. Mein Vater hat dadurch das Sterben seines Nachbarn mitbekommen was bei ihm einen Schock auslöste. Von dem Tag an fing mein Vater an zu Sterben. Von Sonntag an war ich ununterbrochen bei ihm. Mein Vater hat einen ganzen Film von seinem Leben abgefahren, von seiner Kindheit( das war das schlimmste)zur seiner Lehre bis zu dem Tag als sein Nachbar starb. Tagsüber war er ganz ruhig aber nachts, das war Horror pur, so habe ich meinen Vater nie kennen gelernt. Nachts hatte er solche Kräfte entwickelt, das selbst die Angehörigen der anderen Patienten auf der Station Angst hatten. 1 Woche hat er gegen den Tot gekämpft, bis er Donnerstag um 21:20 ganz ruhig eingeschlafen ist. Ich bin froh das ich die ganze Zeit bei ihm war, und Ihm bei seinem Schwersten Schritt begleiten konnte. Zu der Palliativstation kann ich folgendes sagen > so viel Unterstützung hätten wir niergends bekommen. Es war immer jemand für uns da, wir waren nie alleine. Es waren Ehrenamtliche da, die immer ein offenes Ohr für uns hatten, eine Psychologin und natürlich Personal das so wunderbar war und uns alles erklärt hat. Zu Hause hätten wir das nicht geschafft.
Hallo,
ich bin 37 Jahre alt und habe vor 14 Tagen erfahren, das ich an Krebs erkrankt bin. Man hat mich wg. drohendem Darmverschluß bereits 4 Tage nach der Diagnosestellung operiert. 2 große steuende Turmore wurden aus dem Dickdarm operiert, ebenfalls ein Eierstock entfernt und ein Teil der Gebärmutter. Meine Lunge ist mit Metastasen durchsetzt, lt. Meinung der Ärzte inoperabel! Heute nach einer Lungen CT habe ich erfahren, daß ich auch Metastasen in der Lunge habe. Die ganze Sache ist ein riesengroßer Schock für mich. Ich bin verheiratet und habe einen 5 Jährigen Sohn. Was soll ich machen? Zur Zeit gibt es niemanden, der mir Hoffnung macht.Seit 4 Tagen bin ich Zuhause und habe übermorgen einen Termin beim Onkologen zwecks einer Chemotherapie. Manchmal denke ich, ich träume.... Vor allem morgens ist meine Angst so groß, das ich fast in Panik ausbreche. Mein Hausarzt hat mir ersteinmal Valium verschrieben, das ich aber auch sehr sehr vorsichtig nehme, aber das muß ich, meine Angstzustände nehmen immer mehr zu. Kennt einer von Euch diese große scheiß Angst???? Gibt es irgendjemand unter Euch, der mir Hoffnung machen kann, noch ein paar Jahre zu leben? Irgend Jemand, der auch betroffen ist??? Bitte bitte meldet Euch. Meine E-Mail-Adresse lautet: star.wars@kielnet.net
Sabine Olschenka aus Kiel
Hallo Sabine,
am 25.7. habe ich erfahren, dass meine Schwester ein Rectum-Ca hat. Am 2.8. hieß es inoperable Lungenmetastasen. Die Chemotherapie soll am Freitag beginnen. Sie ist 33 Jahre, hat einen Sohn(13 Jahre) alt und einen Freund. Keiner weiß was auf uns zukommt. Hast Du schon eine Chemo bekommen, wenn ja welche??
Ich melde mich wieder, aber nicht hier.
Gruß Antje
hallo ! ich bin so froh, daß ich heute diese seiten gefunden habe. am 05,05,2002 ist meine mutter ins krakenhaus gekommen. Darmverschluß, metastasen in den eierstöcken, eine in der leber und im bauchfell.meine mutter hat sich gegen eine chemo entschieden. sie ist 64 jahre und hatte vor 17 jahren schon einmal brustkrebs.sie sagt, sie hätte bereits 16 jahre geschenkt bekommen. die ärzte sagten im mai noch etwas von wenigen wochen, heute haben wir bereits august und bis freitag letzter woche ging es ihr noch gut. z.zt.lieg sie im krankenhaus, infektion im darm, ich hoffe kein erneuter darmverschluß. das problem ist, meine mutter lebt in spanien und kann sie z.zt. telef. nicht erreichen. freunde halten mich auf dem laufenden. ich habe solche angst davor meine mutter zu verlieren. Es tut gut eure zeilen zu lesen, da ich mich so allein gelassen fühle. alles liebe annabelle
Zum Thema " Armstrong" moechte ich mir die Bemerkung erlauben, dass Herr Armstrong Hodenkrebs Stage 4 hatte. Hodenkrebs hat neben Morbus Hodgkin fuer jeden Betroffenen eine gute Heilungschance.
Hallo! heute möhte ich mich nochmal melden. leider ist meine mutter mitlerweile verstorben. als ich im august geschrieben habe, daß meine mutter wieder im krankenhaus ist, bin ich wenige später nach spanien geflogen. ich bin noch rechtzeitig da gewesen, da sie bereits im sterbe lag. es ging so schnell. zwei wochen zuvor ging es ihr doch noch so gut. es kann eben ganz schnell gehen. man muß die zeit nutzen die einem bleibt......... euch allen alles liebe und gute annabelle
Hallo Andy Also ich kann dir nur sagen wie es bei mir gelaufen ist. OP und nach 14Tagen KH sofort mit der Chemo angefangen. Ich könnte mir aber denken das solange dein Vater Fieber hat nicht mit der Chemo angefangen wird.Da muss wirklich alles stimmen Blutwerte usw.Lass dir einen Termin geben und frag nach wie die Behandlung aussehen wird.Ich drück euch ganz feste die Daumen.Gruss Dagmar
Bitte nicht die Hoffnung aufgeben! Meine Krankengeschichte bis heute: 30. Juni 2000 1. OP - Entfernung Stück Dickdarm, 1/2 Leber, Gallenblase, div. Lymphdrüsen. 10.7. zweite OP Darmverschlingung - das war heftig! Entlassung 1.8.2000.
Chemo-Therapie mit 5/FU/FA + Oxaliplatin nur 3 x - mußte wegen Nichtvertragens abgebrochen werden. Ich arbeite seit November 2000 wieder! Habe langsam angefangen. Im Mai 2001 wurde eine vorher bereits vermutete Lebermetastase mit Erfolg gelasert.
Dreimonatige Untersuchungen hier im Klinikum Krefeld,in dem auch alle OPs durchgeführt wurden, zeigen danach immer ein positives Bild. Am 4.12. muss ich wieder hin. Endstadium war allerdings für meine Beziehung. Ich wurde gut, mein Partner nicht mit dieser Diagnose Krebs fertig. Alleine alles durchzustehen und doch nicht aufzugeben - das sehe ich als meinen Kampf an. Wer weiß, was das Leben mir noch alles zu bieten hat? Schließlich bin ich erst 50!
Es ist gut, dass ich diese Seite gefunden haeb. Mein Vater ist seit einem Jahr an Darmkrebs erkrankt.(68 Jahre) Erst hat er Chemo bekommen, dann hieß es, der Krebs hat gestreut. Lunge, Leber... Die Therapie wurde abgesetzt. Jetzt pendelt er zwischen zu Hause und dem Krankenhaus. Schluckauf bis zum Ersticken, Müdigkeit usw. Wir sind alle völlig fertig. Ärzte?? Kaum eine vernünftige Auskunft, keine Zeit! Völlige Verzweiflung! Meine Mutter ist ein Schatten ihrer selbst! Weiss jemand was uns noch erwartet?
Hallo,
es schossen wieder Tränen hervor als ich Eure Einträge gelesen habe. Ich bin selbst momentan sehr stark betroffen.
Ich wollte Euch einfach mal um Rat fragen, vielleicht könnt Ihr mir ja helfen.
Bei meinen Vater wurde vor ca. 1,5 Jahren Darmkrebs diagonstiziert. Er hatte schon sämtliche Chemo-Therapien durch, aber im November erkannten sie im ct dass der zweite Leberlappen auch voll Metastasen ist. Jetzt bekommt er nur noch Schmerzmittel, weil die Ärzte sagen dass eine weitere Chemo die Leber nicht mehr mitmacht, weil sie schon sehr geschwächt ist. Seine Augen sind nicht mehr weiss, sondern schon gelb. Bei seinem Gesicht sieht man auch dass es gelblich ist. Habe gehört dass dies von der Leber kommt weil sie nicht mehr richtig funktioniert. Vergangenen Freitag wurde er punktiert (bei der Leber), damit das Blut herausläuft. Es ging im nach der Punktion wieder besser, er konnte atmen und einwandfrei wieder Treppensteigen. Doch 4 std. später begann es zu bluten (aus der Wunde wo er punktiert wurde). Er musste sofort ins Krankenhaus. Am Mittwoch wurde er entlassen, nachdem es aufhörte zu bluten. Ich erkenne ihn nicht wieder. Er hat andauernd Schmerzen. Er kann gar nicht mehr richtig gehen. Man muss ihn stützen, weil er so geschwächt ist. Er liegt jetzt meistens im Bett wegen den Schmerzen. Hin und wieder redet er sehr undeutlich. Was ist bloss mit meinen lieben Pa los. Wenn ich ihn ins Gesicht schaue könnte ich sofort wieder losweinen. Mir tut er so leid. Wie kann ein Mensch leben wenn er weiss das er jeden moment sterben kann. Das bereitet mir so viel kopfzerbrechen. Ausserdem der Gedanke dass er nicht mehr bei mir ist. Ihm habe ich mein ganzes Leben zu verdanken. Ich muss ständig daran denken und könnte den ganzen Tag weinen. Jetzt kommt auch noch Weihnachten (wo es immer sehr sensibel abgeht).
Hat einer von Euch was ähnliches erlebt, wo die betroffene Person dennoch überlebt hat?
Kennt jemand irgendeine Hilfe wie man meinen lieben Pa doch noch retten kann?
Bitte schreibt wenn ihr etwas wisst. Meine Hoffnung dass er überleben wird wird von Tag zu Tag kleiner, wenn ich sehe wie er leidet.
Danke für Eure Hilfe!
Liebe grüsse
jochen
Lieber Jochen,
etwas ähnliches habe ich im letzten Jahr um diese Zeit erlebt. Nach meinen Erfahrungen und nach meinem Wissen kann man in einem solchen Stadium, in dem sich dein Vater befindet, nichts mehr machen, um ihn zu heilen.
Was ich nicht ganz verstanden habe, ist die Sache mit der Punktierung. Heißt das, dass die Leber deines Vaters innerlich blutet?
Eine Gelbfärbung der Haut kann ein Anzeichen dafür sein, dass die Leber nicht mehr richtig arbeitet. Bei einem Ausfall der Leber würde dein Vater aufgrund einer Vergiftung (denn die Leber hat ja die Funktion des Entgiftens) in das sog. Leberkoma fallen und wahrscheinlich darin versterben. Aber die Gelbfärbung kann auch wieder verschwinden. So ist es bei meinem Vater gewesen.
Darf ich dich fragen, wie alt du selbst bist? Würde mich interessieren, musst es aber nicht mitteilen, wenn du nicht magst.
Ich werde jetzt erstmal deine Antwort abwarten, aber wenn du möchtest, helfe ich dir auch bei der Beantwortung anderer Fragen.
Liebe Grüße. Anja
Hallo Anja,
ich bin 24 Jahre alt. Deswegen macht es mich noch trauriger weil ich weiss dass er nicht erfährt wie es mit mir weitergeht (beruflich), meine Kinder mal sieht.
Mein Pa ist erst 55 Jahre. Ich weiss nicht genau was sie beim punktieren machen. Ich war heute mit bei der Ärztin. Die haben ihn wieder punktiert (hoffentlich fängt es nicht wieder an zu bluten, denn dann muss er wieder ins Krankenhaus). Sie stechen schon in dem Beriech wo die Leber ist ein, aber ob das Blut von der Leber kommt weiss ich nicht. Sein Bauch ist ganz aufgewölbt.
Anja was mich jetzt noch interessieren würde ist wie lange er noch Leben wird (vielleicht weisst Du es ja nach eigener Erfahrung, Problem wird jedoch sein dass Du nicht beurteilen kannst wie er ausschazút und wie es ihm geht).
Was macht man bloss wenn man weiss dass er bald sterben wird? Soll man sich bedanken dass er es ermöglichte dass ich studieren konnte und für alles so wie ich jetzt geworden bin?
Danke für Deine Hilfe.
liebe grüße , jochen
P.S. evtl kannst Du mir ja persönlich eine mail schreiben. wie Du magst. Honin6@aol.com
Hallo Jochen,
also, wenn der Bauch ganz aufgewölbt ist, wird es wahrscheinlich Wasser sein, welches sie abziehen. Mich hat deine Angabe mit dem Blut verwirrt, denn davon habe ich noch nie gehört. Wenn die Leber bluten würde, würde es sich ja um eine innere Blutung handeln, und das ist ziemlich gefährlich. Das Wasser im Bauch deines Vaters deutet darauf hin, dass die Leber nicht mehr richtig arbeitet. Mir ist nicht bekannt, dass man ein solches Stadium rückgängig machen kann. Die Leber scheint dabei zu sein, ihre Funktion zu verlieren.
Was in jedem Fall wichtig zur Beurteilung seines Zustandes ist, ist sein Allgemeinzustand und sein Ernährungszustand. Ist er abgemagert? Hat er Schmerzen? Hat er Hoffnung?
Ich weiß aus eigener Erfahrung, dass es das Schlimmste ist, was einem passieren kann, wenn ein naher Mensch sterben muss. Bei uns ist es über ein Jahr her, aber ich habe noch nichts begriffen. Manchmal denke ich, dass ich damit klarkomme, weil es ja schließlich ganz natürlich ist, dass Menschen sterben, aber immer wieder gibt es diese Momente, in denen ich ganz verzweifelt bin und nicht weiß, wie ich mit meiner Traurigkeit umgehen soll. Es ist unsere Lebensaufgabe, unser Trauma. Krebs ist mein Trauma, damit muss ich zurechtkommen. Du musst das auch.
Was für mich heute sehr belastend ist, ist die Tatsache, dass ich meinem Vater meine wahren Gefühle nie richtig zeigen konnte. Ich habe ihm nicht sagen können, dass ich ihn liebe und ich habe ihm auch nicht für alles gedankt. Er wusste, dass ich ihn liebe, aber ich habe es ihm nicht gesagt. Das bereue ich heute. Wenn du irgendeine Chance siehst, die Distanz, die Fremdheit (falls sie bei euch besteht) zu überwinden, dann tue es. Es wird dir später Trost geben.
Tja, die für dich wahrscheinlich wichtigste Frage nach dem "Wie lange noch?" kann ich dir natürlich nicht beantworten. Im Nachhinein gesehen spielt die Zeit auch eigentlich keine Rolle. Du lebst weiter, Jahre oder Jahrzehnte, und aus einer entfernten Perspektive ist es nicht mehr wichtig, ob der geliebte Vater nun noch zwei Monate oder ein Jahr hatte. Wichtig ist einzig, was ihr aus der euch verbleibenden Zeit macht. Ich für meinen Teil bin davon überzeugt, dass der Betroffene ahnt, wie viel Zeit ihm noch bleibt. Wenn du deinem Vater ganz genau zuhörst und versuchst, zwischen den Zeilen zu lesen, wird er dir mitteilen, wann er mit seinem Tod rechnet. Uns hatte damals ein Arzt gesagt, dass es sich noch um Monate handeln würde, wenn wir eine bestimmte Behandlung beginnen würden. Es war noch eine Woche... Du siehst, ein Außenstehender, nicht einmal ein Arzt, kann es genau festlegen. Das wäre unverantwortlich.
Ich wünsche euch für heute viel Kraft. Anja
Hallo Anja,
Er hatte Schmerzen. Aber gestern warne wir bei der Ärztin und die hat im Morphin-(Pulver) ausgeschrieben. Dieses haben ich ihm gestern um 18.00 Uhr gegeben. Danach ist er gleich eingeschlafen. Wir sollen ihm alle 8 h das Mittel geben. um 22.00 Uhr haben wir ihn dann ins Bett gebracht. Er scheint ziemlich benommen von dem Mittel. Er registriert nicht mehr so viel. als er im Bett ankam hat er wieder gleich geschlafen. Um 02.00 Uhr haben wir es ihm wieder gegeben. und vorher gerade um 10.00 Uhr habe ich es ihm wieder gegeben. er schläft die ganze Zeit. Ich musste ihn um 10.00 Uhr aufwecken. dann wollte er schon trinken obwohl er das Glas noch nicht in der Hand hatte. Was ist bloss mit ihm? Mit dem Mittel scheint er irgendwie „weg“ zu sein. Er schläft die ganze Zeit. Am besten ist dass ich vielleicht mal die Ärztin anrufe. gegessen hat er schon immer was. Aber seit gestern Vormittag nichts mehr weil er die ganze zeit geschlafen hat. Wir werden ihn Mittag mal aufwecken und ihn mal fragen ob er nicht aufstehen möchte und ein bisschen was esse.
Hoffnung hat er, so wie es sich anhört keine mehr. Er verstand immer was die Ärzte aufgeschrieben haben (auf die Befunde oder ähnliches). Da er viele Fremdsprachen kann, vor allem Latein und er ein sehr kluger Mensch ist.
Und Anja, durch mich werden jetzt bestimmt wieder alte Gefühle auferweckt. ich hoffe dass Du den Tod Deines Vaters verkraften wirst! Für mich wird es auch sehr schwer werden den Tod meines Pa zu verkraften.
Hoffentlich kann mein Pa noch einmal einen klaren Gedanken fassen
liebe grüsse, jochen
Hallo Jochen,
es tut mir so leid, was ich von dir lesen muss. Aber ich danke dir sehr, dass du mich auf den Tod meines Vaters angesprochen hast. Ich vermisse ihn immer noch so sehr. Er hat auch immer genau gewusst, wie es um ihn stand, denn er war selbst Mediziner und hat oft Menschen behandelt, die das gleiche Schicksal erleiden mussten wie er. Auch er wusste, dass es keine Aussicht auf Heilung mehr bei ihm gab. Wie schlimm muss es sein, wenn man dies weiß und der Tod immer näher rückt, ohne dass man es abwenden kann zu sterben. Ich denke oft darüber nach, wie ich mich wohl fühlen würde, aber ich bin nicht in der Lage, diese Gedanken zu Ende zu denken.
Es wühlt mich nicht auf, hier über meinen Vater zu schreiben. Ich komme mit meinem Kummer ganz gut zurecht. Vielleicht liegt es daran, dass ich mich schon seit drei Jahren sehr intensiv mit dem Sterben und dem Tod auseinandersetze. Seit dieser Zeit hatte ich nämlich extreme Angst um meinen Vater und habe täglich nach Informationen gesucht und darüber nachgedacht. Ich vermisse ihn und das werde ich immer tun, aber ich werde nicht am Tod meines Vaters zerbrechen. Wichtig ist nur, dass man seine Gefühle und Trauer auslebt und zulässt. Dabei kann dieses Forum sehr helfen.
Aber ich glaube, ich sollte weniger von mir schreiben. Du wirst sowieso keine Ruhe haben, dich mit dem Leid anderer zu beschäftigen. Für dich sollte es im Moment nur deinen Vater geben. Für alles andere hast du ein Leben lang Zeit.
Das Morphin macht einen benommen, das ist der Grund, warum mein Vater es nicht wollte. Er hat lieber diese Schmerzen ertragen als keinen klaren Geist zu haben. Das war für ihn immer eine schlimme Vorstellung.
Ist dein Vater eigentlich zuhause? Seit wann kannte er seine Diagnose?
Ich freue mich auf deine Antwort und wünsche dir, dass dein Pa nicht so leiden muss. Vielleicht kann er ja nochmal einen klaren Gedanken fassen.
Anja
Hallo Anja,
mein Vater ist am Sonntag um 13.40 Uhr friedlich eingeschlafen. Er war zum Schluss im Leberkoma. Er hat auf nichts mehr reagiert und hat immer langsamer geatmet. Er hat nicht leiden müssen und ist zu Hause gestorben.
Wollte mich nochmals bei Dir für all Deine Informationnen und Ratschläge bedanken.
gruß
Jochen
Hallo Jochen, hallo Anja,
ich habe gerade euren Schriftwechsel gelesen. Jochen, dir möchte ich ganz besonders viel Kraft wünschen, die kommenden Tage zu meistern.
In diesem Forum bin ich gelandet, weil auch bei meinem Vater nach einer Darmkrebsdiagnose vor zwei Jahren, der Krebs immer weiter um sich greift (Bauchfell und Leber). Er war für zwei Wochen im Krankenhaus, wo sie auch nichts für ihn tun konnten. Trotz Glukose- und Fett-Tropf hat er rapide abgenommen und wurde immer schwächer und mutloser. Am Hl. Abend haben wir ihn morgens aus dem Krankenhaus geholt. Die Betreuung erfolgt nun durch seinen Hausarzt, der sich in rührender Weise trotz Weihnachtsfeiertagen und Glatteis kümmert und mehrmals täglich vorbeischaut, um den Nahrungstropf anzuschließen. Am Hl. Abend ging es meinem Vater auch recht gut, er war fast 3 Stunden auf. Seit gestern wird er aber immer schwächer... Meine Mutter spritzt ihm sechsmal am Tag Morphin, er hat ständig den Drang, sich zu übergeben, kann außer ein paar Löffeln Suppe nichts essen, und hat jeglichen Mut verloren.
Anja, ich habe über deine Sätze nachgedacht: Du hast geschrieben, dass es dich noch immer belastet, vielleicht nicht die richtigen Worte gesagt zu haben, deine Gefühle nicht klar ausgedrückt zu haben. Mir geht es im MOment genauso... Wir hatten immer ein sehr gutes Verhältnis zueinander und ich liebe meine Eltern sehr, aber die Worte wollen mir nicht über die Lippen. Ich weiß in dieser Situation nicht, wie ich meine Gefühle richtig zeigen soll, welche Worte wählen... Ich versuche, ganz viel Zeit einfach "da" zu sein und hoffe, dass er es spürt, auch wenn die Worte fehlen...
Liebe Grüße, Kerstin
Hallo Kerstin
und der Rest der nicht ich Liebe Dich sagen kann.
haben wir verlernt das zu sagen ???
seit mir nicht böse aber ich werde sauer, wenn ich das lese.Wir haben/hatten noch die Möglichkeit uns zu verabschiede, noch alles zu sagen, andere haben die Möglichkeit nicht.
Ein Autounfall oder Herzinfarkt und das war es, die Menschen würden sonst was geben um noch etwas zeit zu haben und zu sagen ich liebe Dich. Ich habe mich bei meinem Vater bedankt, das ich ihn kennenlernen durfte und das ER mein Vater war--der beste Vater der Welt-- und das egal was ist, er immer in meinem Herzen ist und ich ihn nie vergessen werde. ER hat danach versucht zu weinen, und mich zu streicheln --naja so weit es noch ging er konnte sich nicht mehr gut bewegen. Ich bin sooo froh das ich das noch gemacht habe, ich würde mir das nie verzeihen ihm das nicht mehr gesagt zu haben.
Ihr habt die Chance kein zweites mal, also macht es jetzt und wenn Ihr nicht --Ich Liebe Dich-- sagen könnt dann wählt andere Worte aber macht es. Die Welt wird immer schlimmer --lug und betrug-- aber einem Sterbenden zu sagen das man ihn liebt das können wir nicht mehr --traurig traurig
So und nun höre ich auf, ich werde noch wütender beim Schreiben.
Hallo Kerstin,
auch ich habe meinen geliebten Lebenspartner bis zum Tod begleitet. Er ist am 17.12 morgens um 10.30 Uhr in meinen Armen gestorben.
Weißt Du, über seine Situation haben wir gar nicht mehr viel geredet. Ich glaube, er wollte es auch nicht.
Viele Worte müssen auch gar nicht sein, wichtig ist doch, daß Ihr da seid, bei ihm, seine Hand haltet, ihn versorgt. All das spürt er ganz bestimmt. Jedes Wort ist vielleicht auch viel zu anstrengend für ihn und würde ihn nur aufregen.
Handele nach Deinem Gefühl, das ist bestimmt richtig. Er wird wissen, was Du damit ausdrücken willst. Du kannst nichts mehr nachholen. Das ist nicht negativ gemeint. Er soll doch jetzt seine Ruhe haben, also denke nicht zuviel darüber nach, was und wie Du ihm noch etwas sagen kannst. Sei einfach für ihn da. Nur das zählt.
Liebe Grüße und viel Kraft
Mucki
Habe lange mit mir gerungen, nachdem ich Euere Einträge gelesen habe. Bin immer noch so voller Trauer. Falls Ihr Euch erinnert, war am 28.11.2002 das letzte Mal im Forum und erhielt Hilfe und Trost durch eine vielzahl von Antworten.
Am 12.12. kam mein Vater (Diagnose Darmkrebs/Leber- und Lungenkrebs nach Streuung) ins Krankenhaus. In der Nacht wäre er fast verblutet und bekam eine Blutkonserve. Die nächsten vier Tage waren meine Mutter und ich immer Tag und Nacht bei ihm. Ich hatte die Gelegenheit ihm in endlosen Stunden im Krankenhaus zu sagen, wie sehr ich ihn liebe und für alles danke. Er fiel am 14.12 ins Leberkoma und ich habe ihn gestreichelt und geküsst und soviel an seinem Bett geweint. Am 15.12, die Ärzte meinten, er bekommt nichts mehr mit, habe ich ihm ins Ohr geflüstert, dass ich ihn liebe und er hat die Augen aufgemacht und gesagt, er liebt mich auch. Soviel dazu, dass man angeblich im Leberkoma nichts mehr mitbekommt. Am 16.12. morgens um 7:40 Uhr verstarb mein Vater in meinen Armen. Das waren die schrecklichsten Minuten in meinem Leben. Er hörte einfach auf zu atmen und ich wollte es nicht wahr ahben, dass er tot ist. Wichtig ist einfach nur da zu sein und eine Hand zu halten. Viele Worte sind nicht mehr nötig, da schliesse ich mich Mucki an. Ich wünsche Euch allen die Kraft, die ihr noch braucht
herzlichst
Simone
Ich möchte euch für eure Antworten danken. Auch euch wünsche ich natürlich ganz viel Kraft für die nächste Zeit!
Habe heute mit meinem Vater ein ganz intensives Gespräch gehabt. Danke nochmal für den Aufrüttler, Britta. Es geht ihm mit jedem Tag schlechter. Ich möchte einerseits nicht klammern und ihn entgegen seiner Kräfte bei uns halten und es so für ihn noch schwerer machen, andererseits fällt es mir so schwer, ihn gehen zu lassen...
(Ich würde gern noch mehr schreiben, aber zur Zeit fehlen mir die Worte und ich lösche meine Buchstaben ständig wieder....)
Kerstin
Hallo Kerstin,
leider habe ich erst gerade wieder ins Forum schauen können. Es hat gut getan, von dir zu lesen.
Lieber Jochen,
es tut mir sehr leid, dass dein Papa gestorben ist. Und dass es so schnell ging. Ich hoffe, du kannst diese Tage trotzdem irgendwie überstehen. Es wäre schön, wenn du dich noch einmal meldest.
Liebe Britta,
schade, dass du die Sache so einseitig siehst. Ich denke, man muss seine Gefühle nicht immer in Worte fassen, es gibt auch eine nonverbale Verständigung. Mein Vater hat zum Beispiel gewusst, dass ich ihn liebe. Er war mir auch sehr dankbar, dass ich in seiner letzten Lebenszeit so oft für ihn da war. Das weiß ich von meiner Mutter und doch hat auch er es mir nie selber sagen können. Ja und? Ich weiß es und das ist das Wichtigste? Es hat ein Leben lang nicht diesen direkten emotionalen Austausch gegeben, meinst du, dass man im Angesicht des Todes dann auf einmal all seine Hemmungen einfach so überwinden kann? Ich kann es noch nicht einmal im Nachhinein, aber es ist meine Aufgabe, daran zu arbeiten. Wenn du für dich schon so weit bist, freu dich darüber. Aber werde nicht wütend, wenn andere noch nicht so weit sind.
Euch allen wünsche ich ein so gut wie mögliches Jahresende und einen möglichst hoffnungsvollen Neuanfang 2003. Anja
Liebe Kerstin,
es ist nur allzu verständlich, daß du ihn nicht gehen lassen willst. Ich kann das sehr gut nachempfinden. Der Gedanke, daß er irgenwann nicht mehr da ist, tut weh.
Andererseits ist da das Leiden, daß er durchmacht und nur er weiß, wann er endlich nicht mehr leiden will und wird sich dem Ungewissen hingeben, damit er seine Ruhe hat. Wir alle haben dann keinen Einfluß mehr.
So habe ich es erlebt. Ich würde alles darum geben, lebte mein über alles geliebter Mann noch. Ich hatte die gleichen Gedanken wie Du. Dadurch, daß ich in den letzten Tagen bei ihm sein konnte, wußte ich auch, wie sehr er sich quälte. Im nachhinein habe ich von anderen erfahren, mit denen er noch sprach, daß er gesagt hat "Bald werde ich keine Schmerzen mehr haben" oder "Weihnachten bin ich nicht mehr da". Das hat mir gezeigt, daß er wußte, daß es nicht mehr lange dauern würde, ja, vielleicht hat er es sich auch gewünscht. Ich war bei ihm, als er aufhörte zu atmen und auf einmal war ich ganz ruhig, es war so, als würde seine Ruhe plötzlich auf mich übergehen. Irgendwie war es jetzt gut!
Wir beide haben das zusammen durchgestanden und das gibt mir den inneren Frieden, was nicht heißen soll, daß ich nicht vermisse, im Gegenteil. Was ich damit sagen will, ist, wir alle können nicht ermessen, was in unseren lieben Menschen vorgeht. Wir können ihr leiden, ihre Schmerzen, ihre Gedanken nicht nachempfinden. Wir denken in dem Moment nur an uns, wir wollen diesen Menschen nicht loslassen, wir wollen, daß er bleibt, wir wollen diesen seelischen Schmerz nicht ertragen. Aber welche körperlichen Schmerzen mußten sie ertragen.
Vielleicht kann Dich dies ein bißchen trösten. Helfen kann niemand so richtig.
Höre auf Dein Gefühl und handele danach, es wird richtig sein.
Liebe Grüße und viel viel Kraft
Mucki
Weihnachten ist vorbei. Das erste Mal ohne meinen Vater. Ich habe am Heiligen Abend eine Kerze angezündet und an Ihn gedacht. Es war nicht leicht. Aber das Leben geht weiter. Ich wünsche allen die hier schreiben, viel Kraft und ein gutes neues Jahr, soweit das möglich ist.
Eure Silke
Ich hatte vor einigen Tagen schon hier ins Forum geschrieben... Mein Vater ist noch immer zuhause. Nachdem wir in den letzten Tagen noch einigermaßen miteinander sprechen konnten und er viel geschlafen hat, ist er seit gestern mittag in einer völlig anderen Welt. Er phantasiert, sieht "Gespenster" und Fäden an der Decke etc.... Leider kann ich oftmals nicht verstehen, was er sagen will. Dazu kommt eine erschreckende motorische Unruhe. Ständig sind die Hände in Bewegung oder er will aufstehen, so dass wir ihn nun auch keine Sekunde mehr aus den Augen lassen mögen. Der Arzt hat die Haldol-Dosis etwas erhöht und hofft, dass mein Vater so etwas zur Ruhe kommen kann. Ich bin leider ziemlich ratlos. Erst dachte ich, die Bewusstseinstrübung käme vom Morphin, aber bei gleicher Dosis wird es immer schlimmer.... Was kann ich noch tun? Wäre euch dankbar, wenn jemand noch einen Tipp für mich hätte. Liebe Grüße, Kerstin
Liebe Kerstin, bei meinem Vater war es genauso. Er war schrecklich unruhig und wollte sich ständig aufsetzen. Auch seine Hände waren unruhig und ich hatte teilweise das Gefühl, er spricht mit jemandem, wir konnten ihn aber nicht verstehen. Du kannst nichts tun, fragwürdig ob die Haldol Tropfen etwas bewirken. Er ist ganz weit weg. Sei einfach bei ihm, denn zwischendurch wurde mein Vater nochmal klar und ich konnte mit ihm sprechen, bevor er dann immer ruhiger wurde und nur noch viel schlief. Liebe Kerstin, ich wünsche Dir und Deiner Familie viel Kraft!
Liebe Simone,
danke für deine Antwort. Mein Vater ist heute früh nach einer Nacht, in der er schon in einer vollkommen anderen Welt war, eingeschlafen. Ich bin so froh, dass wir die ganze Nacht und auch fast die kompletten letzten Tage mit ihm verbracht haben und immer ein Stückchen mehr Abschied genommen haben.
Trotzdem habe ich das Gefühl, in mir drin ist zur Zeit alles nur noch leer...
Ich wünsche dir ein gutes neues Jahr.
Liebe Grüße, Kerstin
Liebe Kerstin, fast habe ich es mir gestern gedacht. Schön, dass ihr da gewesen seid, ich bin mir sicher, es hat ihm geholfen. Schön auch, dass Du die Zeit mit ihm hattest, das hilft dir mit Sicherheit in den nächsten Tagen. Ich habe das Gleich am 16.12. mitgemacht und bin in Gedanken bei Dir und Deiner Familie. Denke daran, dass es ihm jetzt besser geht, wo immer er auch jetzt ist. Herzlichst, meine ganze Familie und ich!
Liebe Simone!
DANKE! Ich hoffe, ihr alle hattet einen "erträglichen" Jahreswechsel. Auch hinter euch liegt einen harte Zeit. Wir haben gestern mit meiner Mutter zusammengesessen und es ging einigermaßen. Die EReignisse waren auch noch zu frisch. Die nächsten Tage werden voller Aktivitäten sein, so dass wir wohl außer abends im Bett nicht viel zum Nachdenken kommen werden. Ist ja auch ganz gut so. Am Samstag ist dann die Trauerfeier und die Beerdigung. Ich habe einen Riesen-Horror davor.
Nun versuche ich mich mit dem Gedanken zu trösten, dass wir die letzten zwei Jahre alle intensiver gelebt haben, als wir es sicherlich ohne die Krebsdiagnose getan hätten. Viele Momente habe ich immer ganz bewusst einzufangen versucht, für den Fall, dass mir einmal nur die Erinnerungen bleiben. Momentan will es mir aber nicht gelingen, diese aus meinem Gedächnis hervorzukramen. Es drängen sich immer die Bilder der letzen zwei Tage in den Vordergrund... Wie du schon geschrieben hast... es sind wirklich die schrecklichsten Minuten des Lebens, wenn einen plötzlich diese Endgültigkeit trifft..
Liebe Grüße auch an deine Familie!
Kerstin
Hallo Annabelle, das mit Deiner Mutter tut mir sehr leid. Ich kann es nachvollziehen, weil meine Mutter das gleiche hat und der Zeitpunkt kommt auch ungefähr hin. Wie geht es ihr jetzt ? Wollen wir uns austauschen?
Mein vater mußte am 05.02.03 ins Krankenhaus wegen blut im stuhl es wurde die diagnose festgestellt das es krebs im enddarm ist was kann man tun.wäre schön wenn mir jemand antwortet.
Hallo Andre!
Es wird sicherlich eine OP gemacht, möglicherweise wird ein künstlicher Ausgang gelegt. Dann wird je nach Ausdehnung des Tumors (Stadium, umliegendes Gewebe oder Lymphknoten befallen?) eine Bestrahlung sowie Chemo gemacht. Da werden euch sicherlich eure Ärzte beraten, wenn sie genaueres wissen. Wichtig ist, dass ihr jetzt die NErven behaltet und euch gut informieren lasst. Es ist auf jeden Fall einiges möglich!
Liebe Grüße, Kerstin
Ich weiss seit Weihnachten, dass ich Darmkrebs habe, bei dem nur noch eine palliative Operation sinnvoll war.
Gibt es hier niemand, der als Kranker mailt?
Ich habe einige Mühe, mich mit meinem absehbaren Ende auseinanderzusetzen, die Gefühle meiner fünf erwachsenen Kinder zu begleiten und viele äussere Vorbereitungen zu treffen und wäre glücklich, wenn ich von Erfahrungen anderer in vergleichbarer Situation profitieren könnte.
Subjektiv geht es mir gut, meine Kontakte sind besonders intensiv - aber ich habe nicht die leiseste Ahnung, welche Fristen es in meinem Fall gibt (alle curative Therapie erscheint mir sinnlos - in Übereinstimmung mit der Medizinerwelt)
Gute Wümsche an alle Mitleidenden (aktiv und passiv)!name@domain.de
Kann jemand aus Erfahrung einen Rat gegen ständige Übelkeit und Erbrechen geben? Mein Vater hat Darmkrebes im Endstadium, bekommt Morphium. Am meisten macht ihm die Übelkeit zu schaffen. Essen kann er schon länger nichts mehr, bekommt einen Tropf (Port ist zu...). Danke!
Hallo Anna,
Falls Dein Vater es mag, ich machte meiner Mutti mit Cola Eiswürfel zum Lutschen. Das half ihr gegen die Übelkeit. Das Erbrechen ging leider bis zum Schluss nicht weg. Damit sie das Erbrochene nicht so riecht, habe ich ihr immer einen Tupfer Vick Vaporub unter die Nase gereiben. Das empfand sie als sehr angenehm.
HG, Jutta
Liebe Anna,
gegen die Übelkeit kann vielleicht auch ein Tropfen Japanisches Heilpflanzenöl auf einem Taschentuch helfen, das dein Vater einatmen kann. Hilft vielleicht nur ein bisschen, aber ich wollte dir den Tip trotzdem gerne geben.
Alle guten Wünsche...
Anja
Alle Geschichten hier gehen mir sehr nahe. Nach allem Hoffen in 2 Jahren sind wir em Ende des Darm- und Bauchfellkrebes mit permanentem Erbrechen angelangt. Nicht mehr lange und mein Paps wird von un gehen, noch tage, Wochen..vielleicht.. Es ist schwer, damit umzugehen. Schwer ist eigentlich hauptsächlich, diese Quälerei mitanzusehen. Ich weiß gar nicht mehr, woher ich die Kraft nehmen soll, arbeiten zu gehen und nicht bei ihm sein zu können. Ich hoffe sehr, er wird ruhig einschlafen können. Ich habe Angst davor. Angst vor der Endgültigkeit. Wir geht Ihr damit um? Hilft Euch Euer Glaube? Nehmt Ihr leise schon vorher Abschied - Stück für Stück????? Tröstet Euch die Zeit, die am Ende viel mit Euren Liebsten verbracht habt? Eure Erfahrungen würden mir sehr helfen. Liebe Grüße an alle Traurigen. Janine
Liebe Janine,
das ist sehr traurig, was du schreibst. Wenn du keine Kraft hast, arbeiten zu gehen, gibt es nicht die Möglichkeit für dich Sonderurlaub oder unbezahlten Urlaub zu nehmen, um bei deinem Vater sein zu können?
Mein Vater ist vor über einem Jahr gestorben und ich hätte gerne die letzte Zeit nur mit ihm verbracht, aber er wollte es nicht. Im Nachhinein finde ich das sehr schade, was ist schon ein Job gegen das Leben des eigenen Vaters? Ich hätte alles für ihn getan...
Liebe Grüße an dich. Anja
Liebe Janine,
dein Beitrag ist mir sehr nahe gegangen. Bei meinem Vater war es in den letzten Wochen ganz ähnlich, aber so richtig wahrhaben wollten wir es alle nicht.Es tut so weh, mitanzusehen wie er sich quält und Stück für Stück mehr verfällt, und doch so hilflos danebenzustehen... Erst als er im Krankenhaus ein Hospizzimmer bekommen hat, wurde es uns klar, dass es nun zu Ende gehen würde. Wir haben ihn einen Tag vor Weihnachten nach Hause geholt und gemeinsam mit unserem Hausarzt die Pflege übernommen. Mein Bruder und ich hatten beide frei, so dass wir unsere Mutter unterstützen können. IM Nachhinein muss ich sagen, lässt mir diese Woche, die wir noch einmal ganz intensiv erleben konnten, die ganze Endgültigkeit wohl ein wenig leichter ertragen. Ich habe zumindest für mich das Gefühl, jede kostbare Minute genutzt zu haben. Wenn du die Möglichkeit hast, für die nächsten Tage oder Wochen frei zu bekommen, so würde ich das tun. Tu es für dich und für deine Familie. Die Zeit kannst du leider nicht mehr zurückdrehen.
Ich habe immer ein wenig mehr Abschied genommen und doch trifft mich jetzt nach neun Wochen der Schmerz viel stärker als in der Zeit kurz nach seinem Tod. Wir haben ihm versucht das Gefühl zu geben, dass er nicht mehr stark sein muss für uns, haben versucht ihn loszulassen, obwohl es so unsagbar schwer fiel...
Ich wünsche deinem Vater, dass er genauso friedlich und ruhig von dieser Welt gehen kann, wie meiner es Silvester getan hat. Er hat einfach ganz ruhig geatmet und dann war es schon passiert. Ich war gerade nach einer durchwachten Nacht kurz nach Hause gelaufen, um mich etwas frisch zu machen, mein Bruder hatte sich kurz hingelegt. Nur meine Mutter war dabei... wahrscheinlich hatte er auf diesen Moment gewartet...
Ich wünsche euch ganz viel Kraft für die nächste Zeit,
liebe Grüße, Kerstin
Mein vater ist auch erst 52 Jahre alt und ich habe furchtbare Angst, ihn zu verlieren. Bei ihm wurden vor sechs Tagen lebermetastasen festgestellt, die jedoch operabel sind. Er klagt oft über Müdigkeit und auch seine Haut sieht gelblich aus. Ich kann bei diesen Anzeichen überhaupt nicht einschätzen, wie schwerwiegend sie sind. Ich habe Angst, dass er ganz plötzlich stirbt. Wie merkt man denn, dass es schlimmer wird? Ich wohne auch nicht in seiner Nähe und kann nicht jedes Wochenende hinfahren. Wie war das bei Euren Lieben?
Obwohl mein Vater bereits vor über zwei Jahren gestorben ist, verschlägt es mich hin und wieder in dieses Forum. Aus meiner Erfahrung möchte ich allen Angehörigen den Rat geben, sich soviel Zeit wie nur möglich für den Kranken zu nehmen. Im nachhinein erscheint alles andere, auch die Arbeit, so unwichtig. Redet mit euren Vätern/Müttern solange ihr noch die Gelegenheit dazu habt, es kann alles so schnell gehen. Mein Vater hatte Darmkrebs, der bei der Diagnose schon sehr weit fortgeschritten war (Hirnmetastasen). Trotzdem hat man nach der OP mit einer Chemotherapie begonnen und ihm eine Überlebenszeit von 12-18 Monaten prognostiziert. Dies erschien uns damals unglaublich kurz und wir haben uns viele Gedanken gemacht, wie es ihm und uns in dieser Zeit gehen würde. Dann kam alles ganz anders: nach der 2. Chemo hatte er ganz plötzlich Herzprobleme und ist noch in derselben Nacht im Krankenhaus - vermutlich an einem Herzinfarkt - gestorben; alleine und ohne dass wir eine Chance hatten, uns zu verabschieden. Es blieb uns nur der Trost, dass ihm vermutlich viele Qualen erspart geblieben sind, die ihn in den nächsten Wochen und Monaten erwartet hätten. Trotzdem läßt es mir seither keine Ruhe, dass so vieles ungesagt blieb und in all der Hektik nach der Diagnose (es waren nur drei Monate bis zu seinem Tod) unterging. Deshalb wirklich der Rat, sich hauptsächlich Zeit für Besuche und Gespräche zu nehmen und alles andere zurückzustellen. Ich bin sicher, dass man den Tod eines lieben Menschen besser verkraftet, wenn vorher noch Gelegenheit war, wichtige Dinge zu klären und zu sagen. Selbst habe ich es leider nicht mehr geschafft, weil ich dachte, es bliebe noch genügend Zeit.
Meine Mutter ist am 06.04. in der Nacht vom Samstag auf Sonntag an den Folgen ihres Darmkrebses verstorben. Eigentlich war ich selten jemand mit wirklich vielen Worten, doch diese Erfahrung schmerzt so fürchterlich! Sie musste grausam leiden und die letzten Wochen waren einfach unerträglich. Doch sie war zuhause und wir waren als Familie bei ihr. Mit 52 Jahren ist sie von uns gegangen und ich habe immer wieder Probleme wirklich zu realisieren, dass sie nicht mehr da ist. Obwohl ich ihre Hand hielt, mit ihr redete, sie streichelte, die Wache an ihrem Bett übernommen hatte und für sie da war, die anderen weckte, als ich merkte, dass sie in dem Augenblick sterben würde. Ich habe sie umgekleidet und bin zum Beerdigungsinstitut gefahren und doch schaffe ich nicht der Realität ins Auge zu sehen! Selbst als sie aufgebahrt in der Totenhalle lag, habe ich sie mehrfach aufgesucht und immer noch will ich nicht, dass sie tot ist. Es tut so furchtbar weh!
Hallo,
ich kann das hier kaum lesen ohne zu weinen. Es macht mich furchtbar traurig, was ihr erleben musstet, und es macht mir auch Angst. Meine Oma hat im November 2002 die Diagnose Darmkrebs bekommen, 1 Tumor im Dickdarm mit Gefahr von Darmverschluss, Metastasen in Leber und Lunge, und wurde darauf hin ins Krankenhaus eingewiesen. Da hat sie eine Chemo gemacht, und es wurde besser, ihr ging es auch besser, bis sie dann, ca. vor 2 Monaten, immer öfter erbrechen musste. Das wurde von den Ärzten im Städtischen Krankenhaus Sindelfingen zuerst als Magen-Darm-Grippe und dann als Nebenwirkung der Chemo angesehen. Vor ca. 3 Wochen kam sie dann ins KH wegen einer Zyste, die sich an den Eileitern entwickelt hatte. Am Tag nachdem sie eingeliefert wurde, wurde sie dann notfallmäßig operiert (4-Stunden-OP), da die Ärzte nun endlich darauf kamen, dass sie einen Darmverschluß hat, der sich die ganze Zeit, als es ihr so schlecht war, immer mehr verdickt hat. Der Tag der OP war dann der, an dem es ganz zu ging. Gott sei Dank war sie schon im Krankenhaus, denn sonst wäre sie wahrscheinlich gestorben. Bei der OP haben sie dann den Tumor, etliches vom Darm, die Eileiter und die angebliche Zyste entfernt, die sich jetzt auch als bösartige Metastase herausgestellt hat. Danach lag meine Oma über eine Woche auf der Intensiv, da sie die Operation nicht so gut überstanden hat, weil sie einfach wahnsinnig abgebaut hatte schon vorher (sie hat seit der Diagnose insgesamt 30 kg abgenommen). Nach einer Woche kam sie dann endlich auf die normale Station zurück, auch die Magensonde, Katheter und so weiter wurden entfernt. Jetzt geht es ihr jeden Tag besser, und bald soll sie in eine Reha, wo auch die Chemotherapie weitergemacht werden kann. Soweit ist also wieder alles in Ordnung, aber trotzdem habe ich wahnsinnige Angst, das es wieder kommt, und dann schlimmer wird, und sie dann stirbt... Ich weiß nicht, wie ich das ertragen sollte...
Nun sind schon wieder so viele Wochen vergangen und mein Vater quält sich noch immer. Was mich tröstet ist, wir sind sehr viel zusammen und ich schaffe es, Job und "den Weg gemeinsam zu gehen", unter einen Hut zu bringen. Der Arzt hatte vor knapp zwei Wochen, als das Lymphsystem begann zu versagen, gesagt, wenn er noch etwas ungesagt oder ungetan habe, solle er es jetzt tun. Er ist so unglaublich tapfer. Wir haben uns an einem Abend alle bei ihm getroffen und uns alles gesagt, was gesagt werden mußte, wir waren alle zusammen. Es war schön und unglaublich traurig zugleich.
Seit dem schläft er unter dem Morphin nur noch, ausser wenn er erbrechen muß. Er ist unglaublich zäh. Ich bete jeden Tag, dass er endlich erlöst wird.
Das komische ist, dass ich von der ersten Zeit der Diagnose an wußte, dass es so kommen wird. Das war vor zwei Jahren.
Ich hoffe mit allen, die ähnliches erleben, dass Ihr rechtzeitig Abschied nehmen könnt. Es ist so wichtig. Wichtig auch zu erkennen, dass unser aller Zeit auf dieser Erde begrenzt ist und wir keine Zeit verschwenden sollten.
Hofft dafür mit mir, dass es bald ein Ende hat. Es ist genug für ihn. Schon lange.
Ich wünsche Dir, Deiner ganzen Familie und vor allem Deinem Vater, ganz viel Kraft, diese letzte Zeit gemeinsam durchzustehen. Schön, dass ihr alles gesagt habt, was gesagt werden musste. Es gibt nichts schlimmeres als jemanden zu verlieren, und man immer das Gefühl hat, es hätte noch etwas gesagt werden müssen.
Ich hoffe für Dich, die Familie und vor allem Deinen Vater, dass er bald erlöst wird von seinen Qualen. Er hat es nicht verdient, so zu leiden.
Viele Grüße
Yvonne
Liebe Yvonne
vielen Dank für die lieben Worte.
Heute morgens um 4.30h ist mein Vater endlich eingeschlafen. Es waren drei Tage Kampf unf neun endlose Stunden herzzerreissendes Aufbäumen. Das schlimmste, was ich je in meinem Leben erlebt habe. Ich stehe wie unter Schock.
Wir waren alle dabei, die ganzen 9 endlosen Stunden.
Ich weiß noch nicht, wie ich das verkraften soll, was ich gesehen und gehört habe. Mein Glaube hilft nicht über diese Verzweiflung im Moment, die Wut darauf, dass er sich so lange so unglaublich unmenschlich quälen mußte.
Ich wünsche allen in ähnlichen Situationen, dass der geliebte Mensch ruhig einschläft und einfach loslassen kann.
Janine
Papa ich vermisse Dich.
Liebe Janine,
es tut mir unendlich leid, dass Dein Vater sich noch so quälen musste auf seinem letzten Weg. Und es tut mir sehr leid, dass es so überhaupt so gekommen ist. Krebs ist eine schreckliche Krankheit. Ich wünsche Dir die nötige Kraft, trotzdem weiter zu machen. Ich weiß, es ist hart, und nichts hilft einem drüber weg, aber es muss weiter gehen. Auch für Deinen Vater. Er will nicht, das Du dich quälst. Und denke daran, er ist immer noch bei Dir, Dein ganzes Leben lang wird er da sein, auch wenn er nicht körperlich da ist. Ich wünsche Dir und Deiner Familie alles alles Liebe, viel Kraft und Mut, um das Leben jetzt zu meistern. Melde Dich jederzeit bei mir, Evey6580@web.de, wenn Du reden möchtest.
Liebe Grüße
Yvonne
Hallo Ihr Lieben,
ich habe eure berichte gelesen und es tut mir unendlich leid um jeden der von diesen Krebs betroffen ist. Ich habe gemerkt außer ein paar wenigen Ausnahmen, das es sich am meisten um eure Väter handelt. Bei mir ist es mein Mann gewesen, er war 42 als man den Krebs feststellte und 43 wie er zu Hause starb. Wir haben drei Kinder und es ist nicht einfach zu sehen, wie der Körüer eines geliebten Menschen immer mehr verfällt. Weder für mich war das einfach noch für die Kinder, geschweige denn für meinen Mann.
Nun ist er über ein Jahr tot, aber wir vermissen Ihn immer mehr. Doch irgendwie geht das Leben weiter... zwar anders, aber es geht weiter. Ich versuche nun jeden Tag neu zu entdecken, intensiver zu leben und unsere Träume, die wir hatten zu erfüllen.
Hallo Zusammen,
Janine, zuerst mein Beileid an Dich und Deine Familie.
Diese Bilder der letzten Stunden sind so grausam, habe sie bei beiden Eltern miterlebt. Und benötigte unglaublich lange, diese zu verarbeiten.
Was mir geholfen hat, war zu erkennen, daß sie Beide so gestorben sind, wie sie gelebt haben. Nicht aufgeben, kämpfen, glauben und hoffen.
Janine, spreche darüber, wie sehr Dich diese Erinnerung belastet.
Denke darüber nach, warum es so schwer war. Eine Mutter möchte ihre Kinder beschützen, sieht die vielen Dinge, die sie noch erleben möchte und einfach nur noch da sein.
liebe Grüße
Danke, Ihr Lieben,
und Dir Irene, es tut mir so unglaublich leid. Was Du durchgemacht hast, ist unsagbar. Und wie schön doh, dass Du so viel Mut schöpfst und hier noch anderen Trost spendest.
Heute war Beerdigung. Mein Bruder und ich haben eine wunderschöne Trauerrede gehalten.
Die Bilder beginnen langsam zu verblassen. Es tut weh, aber es wird gehen. Ich bin froh, dass ich da sein konnte, -um wieviel leichter, diese Bilder zu verarbeiten, als selbst diesen Weg beschreiten zu müssen. Mehr konnte ich nicht für ihn tun. Es mit ihm ertragen. Es tröstet mich.
Das Leben ist eins der schönsten. Nur zu kurz. Seine Worte.
Meins geht weiter. Diese Bilder gehören jetzt zu mir. Ein Teil von mir, den ich annehme, um sie in mein Leben einzufügen, als etwas Positives, ich muß sie nur annehmen.
Und Jutta, Du hast Recht. Er ist gestorben, wie er gelebt hat. Er hat gekämpft, nie aufgegeben, er wollte bei uns bleiben.
Er hat es sich damit schwer gemacht, aber das war nun einmal sein gewählter Weg. Ich war bei ihm auf diesem Weg. Schön.
Ich wünsche allen viel Kraft.
Janine
das stimmt. Mein dad hatte vor 16 Jahren auch Hodenkrebs. Den konnte man heilen. Jetz hat er leider Darmkrebs mit Metastasen in der Leber. Wir haben die ärzte auch auf Armstrong hin angesprochen und die haben uns gesagt, das man bei Hodenkrebs mit der chemo noch abwartet, auch wenn er schon früh erkannt wird. Hodenkrebs ist so gut wie immer heilbar. Egal, wann er diagnostiziert wird. alles gute
Hanna
Hallo Ihr zusammen,
ich bin doch sehr betroffen, wenn ich Eure Geschichten lese, welch qualvolle und schmerzliche Zeit von der Diagnose bis zum Tod Eurer Lieben, von Euch allen ob Angehörige oder sogar Betroffene, durchlebt wird.
Ich hatte zwar im Sept.02 eine Sitzwachenausbildung (Sterbebegleitung) gemacht, war jedoch bis zum 22.Juli 03 noch nicht im Einsatz gewesen.
Am 9.Juli erzählte mir mein Freund (43J.), nachdem er schon seit 4 Monaten körperlich abgebaut hatte, jedoch keinen Arzt aufsuchen wollte, von seiner schleichenden Erbkrankheit Polyposis Coli. Er hatte sich bereits vor 8 Jahren, nach dem er schon 6 Eingriffe hatte (Polypen im Darm entfernen) entschlossen mit jeglichen Behandlungen und Eingriffen aufzuhören. In seiner Familie und nahen Verwandtschaft hatte er wohl schon sehr viel Leiden hautnah miterlebt und für sich selbst diese Entscheidung getroffen.
Am Montag den 14.7. entschloss er sich nach einem qualvollen Wochenende ins Krankenhaus zu gehen. Sein Bauch war in der Lebergegend sehr dick geworden, er hatte nur ein Drittel Blut, dennoch klagte er wenig über Schmerzen.
Am Dienstag war die Sonograhie, mittwochs die Darmspiegelung, donnerstags die Computertomographie und freitags wurde er endlich operiert. Daß es sich um keinen heilenden Eingriff handelte war mir zwar klar, aber dennoch war ich erst mal froh, daß er im KH versorgt war. Das "kranke" Darmstück sollte entfernt werden, der Darm verlegt und ein Port gelegt für eine eventuelle Chemo, da die Leber Metastasen aufwies. Daß es bei ihm "kurz vor 12" war und er hätte längst zum Arzt sollen, bzw. die jährlichen Kontrolluntersuchungen machen lassen, war ihm wohl sehr bewußt.
Was dann geschah, war für mich trotz der schlechten Diagnose und dem Wissen, das ich mir in Kürze verschafft hatte, nicht vorstellbar. Ich hatte nicht im geringsten damit gerechnet, daß er nach der OP nicht mehr ansprechbar sein könnte. Obwohl ich wußte,daß es ganz schlecht aussieht um ihn.
Die OP war wohl viel schlimmer als erwartet. Er hatte 2 Liter Eiter !! im Bauch, eine Bauchfellentzundung, da sein Darm durchlässig war. Für die Ärzte war es unvorstellbar, wie ein Mensch mit einer solchen Entzündung bis zum bitteren Ende ohne Schmerzmittel aushalten kann.
Diese Entzündung war`s letztendlich, die ihn nicht mehr weiterleben ließ. Er wurde in ein künstliches Koma versetzt, mit der Hoffnung, daß seine Bauchfellentzündung ausheilen kann.
Leider ohne Erfolg, er bekam Fieber und es war nicht mehr möglich ihn aufwachen zu lassen. Auch die hoffnungslose und qualvolle Diagnose, die er dann bekommen hätte, wäre genau das gewesen, was er wohl nicht gewollte hätte, sonst hätte er vor 8 Jahren den weiteren Kampf gegen diese Krankheit in Angriff genommen.
Alles was an Gefühlen, Gedanken, Zweifeln, Fragen und Hoffnungslosigkeit über mich hereinbrach in diesen 2 Wochen, kann ich leider hier nicht in Kürze beschreiben.
Ich lese Eure Geschichten der langen Leidenswege,sehe meine 2 Wochen, bis mein geliebter Freund verstarb und es fehlen mir einfach die Worte.
Das Einzigste was ich überhaupt noch für ihn tun konnte, ich saß 8 Stunden an seinem Bett, bis er seinen letzten Atemzug machte und schmerzlos, schlafend gehen durfte.
Ich redete, ich schwieg, ich bedankte mich, ich heulte, ich bin auf seinem Arm eingenickt, ich streichelte ihn, ich küsste ihn.... Es waren die schlimmsten Momente, die ich in meinem Leben bisher hatte.
Leider kann ich all meine Gefühle, die ich in diesen 2 Wochen hatte nicht in Kürze beschreiben.
Von der Zeit danach ganz zu schweigen. Ich fühle mich so leer und von tiefer Traurigkeit umhüllt. Wie es weiter gehen soll...ich weiß es nicht.
Viele Fragen sind offen und ich fühle mich hilflos in dieser Trauerzeit. Es war sein Wille, das Leben bis zum Schluß ohne künstlichen Darmausgang, ohne OP`s und ohne Chemo auszukosten. Und es war seine Absicht mich, seine Tochter und alle Familienangehörigen von jeglichen Sorgen fernzuhalten.
Nachdem ich Eure Geschichen gelesen habe, kann ich seine Entscheidung - bis zum bitteren Ende auszuhalten - besser verstehen.
Trotzdem frage ich mich warum ?!
Ich danke ihm für seine menschliche Stärke.
Das sind die Starken
die unter Tränen lachen
eigene Sorgen verbergen
und andere glücklich machen.
Das war mein geliebter Freund !
Ein wundervoller, kostbarer, und liebenswerter Mensch.
Ich danke ihm für seine allumfassende Liebe, die er mir immer geschenkt hat.
Euch allen wünsche ich weiterhin sehr viel Kraft.
In Gedanken begleite ich Euch mit auf all den schwierigen Lebenswegen.
Petra
Tigermaus_2001@gmx.de
Liebe Petra,
mir fehlen die Worte... Fühl dich einfach nur ganz fest gedrückt!
Kerstin
Liebe Petra,
Worte des Trostes kann ich zu Deinem Verlust nicht finden. Doch ich will Dir hier kurz unsere Geschichte erzählen.
Nach 2,5 Jahren immerwährendem Kampf und bis zum Ende ungebrochener Hoffnung, gegen den Darmkrebs und seine Tochtergeschwülste in Lunge, Leber und Gehirn ist mein Mann am 22.07.2003, mittags um 12.00 im Beisein von unserer Tochter und mir endlich erlöst eingeschlafen. Zwar habe ich schon seit einiger Zeit gewußt, dass er an den Folgen dieser Krankheit sterben muß, wenn der Moment aber kommt, ist man nicht darauf vorbereitet. Er war in den letzten 2 Wochen vor seinem Tod gar nicht mehr ansprechbar. Aber der Arzt hat uns am Tag seines Todes gesagt, dass wir ihm ruhig alles sagen sollen, was uns am Herzen liegt. Das haben wir auch getan und als ob er nun beruhigt gehen könnte, ist er wenige Minuten später ganz ruhig eingeschlafen. Dieses sanfte Hinüberschlummern und plötzliche Abfallen von Schmerz und Leid werde ich mein Leben lang nicht vergessen. Nach all dem, was er durchgemacht hat, darf man nicht egoistisch denken und sollte ihm seine wohlverdiente Ruhe gönnen. Doch der Schmerz sitzt tief und ich fühle mich total allein. Doch ich darf nicht undankbar sein, wir waren 20 Jahre zusammen und bis zum Schluß haben wir uns sehr geliebt. Nun ist meine neue Aufgabe, meine Tochter, sie ist 16 und braucht ihre Mama noch sehr. Sie soll trotz allem einen guten Start ins Leben bekommen. Dieser Gedanke treibt mich jeden Tag vorwärts.Mein Dank gilt besonders dem Palliativ-Team in der Uniklinik München-Großhadern, die ihm auf alle erdenkliche Arten versucht haben, das Leiden zu erleichtern. Auch für uns Angehörige waren die Ärzte, Schwestern und Pfleger zu jeder Zeit da. Liebe Petra, vielleicht können wir uns einmal austauschen, wie man mit dem Schmerz und diesem absoluten Verlustgefühl zurecht kommt, ich würde mich sehr freuen. Selbstverständlich würde ich mich auch gerne mit allen anderen schreiben, die das erlebt haben. Allen anderen wünsche ich viel Kraft für den schweren Weg den sie noch vor sich haben.
Er ist nun frei, und unsere Tränen wünschen ihm Glück. (Goethe)
Birgit
Liebe Kerstin
ich fühle mich von Dir gedrückt, dass tut schon einfach sehr gut. Dass den Menschen die Worte fehlen erlebe ich oft, daher ist es schön "irgend eine" Reaktion zu erleben.
Darf ich Dich fragen, ob Du ähnliche Erfahrungen gemacht hast ?
Gruss Petra
Liebe Birgit,
danke auch für Deinen Beitrag. Ich würde mich freuen, wenn wir im Austausch bleiben können. Du darfst auch gerne auf meine obige e-Mail Adresse schreiben.
Ich werde mich die nächsten Tage hinsetzen und Dir über meine Gefühle berichten, die mich täglich bewegen. Momentan bin ich nicht in der Lage es zu tun.
in einem tiefen Mitgefühl für Euch alle
Petra
Völlig verzweifelt sitze ich hier am Computer und weiß nicht mehr weiter.
Vor einer Woche habe ich erfahren, daß meine Mutter einen Darmkrebs hat der nicht mehr operiert werden kann.Wir haben von drei Ärzten jeweils total unterschiedliche Meinungen für die weiteren Terapien bekommen.
Der eine meinte man kann garnichts mehr machen, ein anderer rät von einer Chemotherapie ab und empfiehlt uns eine Misteltherapie, der dritte Arzt jedoch meinte man solle unbedingt eine Chemotherapie machen. Nun weiß ich gar nicht mehr für was wir uns entscheiden sollen, kann mir vielleicht von euch jemand helfen oder mir sagen an wen ich mich wenden soll?
Die Tumormarker meiner Mutter sind :
CEA <2,5 ng/ml 3905.H3 *34.9
CA 0-37 U/ml 3902.H3 *422.6
mit diesen Angaben die mir der Arzt erst nach langem hin und her gegeben hat kann ich leider nichts anfangen und eine Auskunft wie weit denn der Tumor bereits fortgeschritten ist gibt uns auch niemand, deshalb hoffe ich daß mir auf diesem Wege jemand weitehelfen kann.
Der Bauch meiner Mutter ist schon sehr aufgedunsen , da er mit Wasser gefüllt ist desweitern ist meine Mutter bereits 75 Jahre alt jedoch bis zu der vernichtenden Nachricht sehr fit für Ihr Alter, sie ist Diabetikerin und hat seit 3 Jahren eine biologische Herzklappe.Dies denke ich ist alles auch wichtig für den wohl vor uns liegenden Krankheitsverlauf und einer evtl. Therapie.
Kerstin
ich habe am Freitag erfahren,das meine Oma sterben wird.Sie hat seit über ein jahr Darmkrebs,und die Ärzte haben schon lange festgestellt,das es keine hoffung mehr gibt.Sie ist halt zu spät zum Arzt gegangen.Als sie erfahren hat das sie Krebs hat,teilten uns die Ärzte mit das der krebs schon zu sehr ausgebreitet ist im ganzen Unterleib.Sie ist noch keine 70 jahre.Sie war sonst noch so fit gewesen,bevor es anfing mit bestrahlung und chemotherapie.Es ging ihr letzte Woche wieder etwas besser,und sie sollte am Montag eigentlich wieder ins Altersheim zu zurück,und plötzlich übernacht ging es berg ab mit ihr.Was kann ich tun um ihr zu helfen?Ich denke man sollte die hoffung nie aufgeben,solange sie noch lebt.Das krankenhaus wo sie liegt,ist nicht gerade das beste.Die Ärzte kümmern sich gar nicht mehr um sie,sie geben ihr nur noch ein schmerzmittel.Gibt es nicht irgent eine methode die ihr noch hilft um den krebs zu besiegen?gruss Natascha name@domain.de
Liebe Natascha,
ich kann Dir weder Trost noch Rat geben, mein Freund mußte mit 43 Jahren sterben, er wurde zwar noch operiert, aber ohne Erfolg. Er bekam ebenfalls nur noch Schmerz- und Schlafmittel, ausreichend Sauerstoff und Flüssigkeit, mehr hatten die Ärzte auch nicht für ihn tun können. Ich konnte ihn nur noch auf seinem letzten Weg begleiten.
Nütze jede freie Zeit, die Dir mit Deiner Oma noch bleibt, rede mit ihr, sage ihr alles was Dir noch auf dem Herzen liegt, frage sie nach ihren Wünschen, versuche sie ihr zu erfüllen, bedanke Dich bei ihr für alles was sie für Dich getan hat, für Eure gemeinsame Zeit, die ihr hattet. Begleite sie auf ihrem Weg, sei ihr nahe damit sie sich nicht alleine fühlt.
Ich wünsche Dir Mut Deine Oma zu begleiten. Und ganz viel Kraft es zu tun. Ich denk an Dich und fühl Dich gedrückt.
Petra
Liebe Petra,erstmal danke für deine Antwort.Es tut mir mit dein Freund sehr leid.Ich fühle mit dir.Ich werde meine Oma besuchen gehen,das problem ist nur das ich im schwarzwald wohne seit zwei jahren,und meine Oma ist in Duisburg.Seit Samstag war ich am überlegen ob ich hin gehen sollte,weil ich von meiner mutter erfahren habe das sie halt sehr schlimm aussieht,und ich sollte sie lieber so in errinnerung behalten wie ich sie kenne.Ich war das letzte Mal im Juni bei ihr,und es fiehl mir sehr schwer sie zu sehen,weil mir kamen damals schon die tränen als ich sie sah.Sie war im Juni zwar noch mit vollenbewusssein da und redete mit mir,aber es tat mir so weh sie so zu sehen,im Rollstuhl und so abgemagert.Sie hatte sehr viel gewicht verloren und war sehr blaß im gesicht.Ich bewundere die kraft meiner Mutter,die fast jeden Tag bei ihr ist und ihr hilft.Für sie ist es noch schwerer als für mich.Sie und mein Vater waren die einzigen die für meine Oma da waren.Meine Tante also die andere tochter von meiner Oma,hatte sich das ganze Jahr nicht gemeldet und jetzt wo meine Oma im sterben liegt ist sie auf einmal wieder da.Ich finde es unmöglich von ihr,aufeinmal die besorgte Tochter zu spielen.Ich mache mir auch vorwürfe das ich nicht so oft bei ihr war,aber ich wohne halt weit weg von ihr.ich hoffe das meine Oma es versteht,das ich nicht oft bei ihr war.Dank deine E-Mail ist mir klar geworden das ich sie noch mal besuchen gehen sollte am wochende.Ich hoffe sie lebt bis da noch.Ich will ihr sagen wie sehr ich sie lieb hab,und das ich oft an sie denken muss.wünsch mir glück.Gruss Nataschaname@domain.de
Liebe Natascha,
ich kann deine Ängste nachfühlen. Ich habe heute morgen meinen Onkel verloren. Um 5.45 Uhr ist er in einem Hospiz gestorben, in dem man sich sehr liebevoll um ihn gekümmert hat. Meine Mutter war seine engste Angehörige und hat sich bis zum Schluss um ihn gekümmert. Mein anderer Onkel (der relativ weit weg wohnt) hat ähnlich wie du zunächst Bedenken gehabt, ihn noch einmal zu besuchen, er wollte ihn so in Erinnerung behalten wie er war. Einerseits ist das verständlich und manch einer muss das vermutlich aus Gründen des Selbstschutzes auch so handhaben. Dennoch sollte man auch immer an den Kranken denken, der selber auch lieber in einem anderen Zustand wäre und dem es glaube ich sehr hilft, wenn er spürt, dass man ihn auch in dieser schrecklichen Zeit nicht alleine läßt. Und mein Onkel sah schrecklich aus.
Urteile auch nicht zu hart über deine Tante. Niemand kann in die Seele eines anderen blicken oder dessen Beweggründe für bestimmte Verhaltensweisen 100% verstehen. Kann es nicht sein, dass sie die liebevolle Tochter nicht "plötzlich spielt", sondern erkannt hat, was eine Mutter bedeutet und auch, was es bedeutet, sie zu verlieren?
Ich wünsche euch allen viel Kraft auf eurem Weg und allen Betroffenen, dass ihr niemals den Mut verliert, dass ihr euch aber auch eure Traurigkeit zugesteht.
Ich denke an euch,
viel Glück
Engelke
Hallo,
meine Oma ist am 21.08.2003 auch verstorben. Sie hatte noch eine Gehirn-Operation, die aber nicht erfolgreich war. An dem Tumor im Gehirn ist sie letztendlich gestorben. Sie durfte zu Hause sterben, meine Mutter und mein Opa waren bei ihr, und ich war auch dort bis kurz vorher. Ich bin unendlich traurig und weiß noch nicht, wie es weitergehen soll ohne sie. Ich bin bei ihr mehr aufgewachsen als bei meiner Mutter.
Yvonne
Liebe Yvonne,
es tut mir so leid für dich, ich fühle mit dir. Es ist schön, dass deine Omi zu Hause sterben konnte und ihr ihr vielleicht noch Trost und Kraft für diesen unvermeidlichen Weg geben konntet. Für uns war es heute auch noch mal schlimm (Beerdigung). Zwar ist bei allem der Gedanke "er hat es nun überstanden" tröstlich, aber die letzten Wochen waren so grausam - am schlimmsten für meine Mutter. Sie erzählte heute noch einmal kleine Szenen aus den letzten Tagen, die alle so erschütternd waren und meine Mutter ist so tapfer. Mich hat es immer zu Tränen gerührt. Was ist bloß der Sinn dieses einen kurzen Lebens? Wozu nur das alles? Ist diese kurze Zeit hier eine Gnade oder eine Qual? Ich werde es nie begreifen. Und ich denke an dich und hoffe, dass es dir besser geht, wo auch immer du jetzt bist und was auch immer mit dir passiert. Leb wohl.
Ich fühle mit euch allen und sage euch mein Beileid.
Engelke
Hallo Engelke,
vielen Dank für Deine lieben Worte... Morgen ist jetzt noch die Urnenbeisetzung. Hab auch schon wieder Angst davor. Mir fehlt meine Oma so schrecklich. Und es wird jeden Tag schlimmer. Hoffentlich geht es uns allen irgendwann wieder gut. Aber fehlen werden die Lieben immer.
Yvonne
Meine Gedanken sind bei Euch, bei all jenen, die so sehr daran verzweifeln, einen lieben Menschen zu verlieren.
Verliert nicht den Mut.
Nachdem am 08.06 dieses Jahr mein vater elendig verstorben ist, habe ich heute noch meine Oma gehen lassen müssen.
Ich fange an zu verstehen.
Das Leben. Der Tod. Die Geburt. Anschied. Liebe.
Alles gehört zusammen. Wie ein sich schließender Kreis.
Es gibt nur eines, das wichtig ist:
Niemals. Niemals zögert, einem lieben Menschen zu sagen wieviel er Euch bedeutet oder im leben einmal bedeutet hat.
Ich wünsche allen viel Kraft für diesen Weg.
Janine
Liebe Yvonne, liebe Janine,
es tut so gut, von euch zu hören. Ich glaube dieser Austausch wird helfen, Dinge zu akzeptieren, die wir nicht ändern können, vor allem wenn die Traurigkeit und die Angst - und manchmal sicher auch die Hoffnungslosigkeit übermächtig werden wollen vor der Erkenntnis, dass (fast?) nichts auf dieser Welt Bestand hat.
Dennoch: Ich glaube daran, dass ein Mensch so lange für uns nicht verloren ist, wie es andere Menschen gibt, die sich seiner in Liebe erinnern.
Liebe Grüße an euch alle und danke für eure Worte,
versucht, nicht zu verzweifeln, sondern stets das Licht am Ende des Tunnels zu sehen oder wenigstens daran zu glauben, auch in der ausweglosesten Lage. Vielleicht kann man das, was mal zu Licht werden will, manchmal noch gar nicht erkennen.
Engelke
Vielen lieben Dank an Euch für die vielen tröstlichen Worte und die liebe Unterstützung... Es tut wirklich gut, zu hören, dass andere ein ganz ähnliches Schicksal durchmachen wie man selber. Und es ist schön, so frei reden zu können. Ich habe immer das Gefühl, wenn ich das nicht kann platze ich...
Danke!
Yvonne
Hallo,
als ich Eure Berichte gelesen habe, mußte ich weinen.
Ich habe vorher noch nie in einem Vorum geschrieben, doch Ihr macht mir Mut!
Mein Opa ist auch an Darmkrebs unheilbar erkrankt. Die Ärzte haben die Hoffnung aufgegeben. Sie sagten noch eine Operation würde er nicht überstehen.
Nun ist er die letzten paar Tage oder Monate daheim. Keiner kann genau sagen wie lange er noch hat.
Es geht ihm von Tag zu Tag schlechter. Er hat große Angst vor dem Tod.
Es ist für mich unerträglich, die Gewißheit, dass man dem ganzen völlig machtlos gegenübersteht.
Ich weiß einfach nicht wie ich mich verhalten soll.
Es ist so viel Trauer und Hoffnungslosigkeit in mir!
Mein Vater ist schon sehr früh gegangen.
Wir selber sind, mit mir 4 Kinder.
Ich bin fast mein ganzes Leben bei meinen Großeltern aufgewachsen.
Sie sind wie Eltern für mich, sind immer für mich da wenn ich sie brauche.
Ich wäre ja damit klar gekommen wenn er "normal" von uns geht, aber so!
Ich habe furchtbare Angst vor dem Tag X!
Und wenn ich dann noch Eure Berichte lese, was da noch auf mich zukommen kann wird mir ganz anders.
Ich fühle mich so leer und unendlich traurig.
Vielleicht könnt Ihr mir ja helfen mit meinen Gefühlen umzugehen, wie ich mich verhalten soll meinem Opa "Vater" gegenüber.
Jedesmal wenn wir uns sehen schauen wir uns in die Augen und müssen weinen.
Wir wollen jetzt auch noch ein paar Tage an die See fahren. Er hat es sich so sehr gewünscht, noch einmal an die See. Das rauschen der Wellen den Sonnenuntergang.
Einfach nochmal auf andere Gedanken kommen.
Wir haben einfach die Hoffnung aufgegeben!
Hallo Anonym,
ich kann Dich sehr gut verstehen, da auch ich größtenteils bei meinen Großeltern aufgewachsen bin. Meine Beziehung zu meiner Oma ging weit über eine normale Oma-Enkel-Beziehung hinaus. Und dann kommt diese schwere Erkrankung, seit fast einem Jahr jeden Tag die Angst, sie könnte sterben. Die Wut, warum meine liebe Oma so eine Krankheit bekommen muss. Die Trauer, dass sie, die ihr ganzes Leben lang nur lieb, gut und für andere da war, nur gearbeitet hat, jetzt im Alter noch gegen so eine Krankheit ankämpfen muss. Das Gefühl, das hat sie doch nicht verdient. Und jedesmal, wenn ein Hoffnungsschimmer auf uns zukam, wieder neuen Mut gefaßt, und jedesmal kam nach kürzester Zeit der nächste Rückschlag, und jedesmal war es schlimmer. Bis zum Hirntumor, an dem sie schlußendlich gestorben ist. Die Ohnmacht, nicht helfen zu können. Kein Arzt hatte uns gesagt, dass sie nach der Gehirn-OP zuerst zum Pflegefall wird, und dann innnerhalb kürzester Zeit sterben wird. Wir hatten bis zuletzt Hoffnung, dass wird schon wieder. Nur sie hat wohl gewußt, was mit ihr los ist. Wollte wohl aber nichts sagen, wegen uns. Und dann ist sie gegangen. Sie ist einfach weg, und ich kann es nicht fassen. Nicht mehr mit ihr reden, sie nicht mehr umarmen, einfach nicht mehr da.
Ich kann Dir nur einen Rat geben. Nutze die Zeit, die Euch bleibt. Das haben wir auch getan. Sei da, wann immer er Dich braucht. Zum Reden, oder zum Schweigen. Sei für ihn da, wenn er Hilfe braucht. Wenn er über seine Ängste reden will, sprich mit ihm, auch wenn es Dir das Herz zerreißt. Es wird ihm helfen. Fahr mit ihm an die See, wenn er sich das so sehr wünscht. Das hat er sich verdient. Und, was ganz wichtig ist wie ich finde: Lass ihn los. Klammer Dich nicht fest, denn dann wird er sich quälen, weil er nicht gehen will und an dieser Welt festhält. Lass ihn los, damit er, wenn die Zeit gekommen ist, in Frieden gehen kann. Zeig ihm, dass Du traurig bist, dass er gehen muss, aber das Du es akzeptieren kannst, weil es nun sein muss. Das wird ihn erleichtern.
Ich weiß nicht, ob Du an Gott glaubst, eine andere Religion, oder ob Du nicht gläubig bist. Ich bin es nicht. Aber ich fühle es, dass meine Oma immer noch da ist, dass sie auf mich achtgibt und zu mir "runterschaut". Irgendwo gibt es einen Platz, wo unsere Lieben hin gehen (der Himmel oder wie auch immer), und von dort schauen sie zu uns. Sie sind immer noch da, nur nicht körperlich. Die Seele geht nicht verloren. Du wirst es spüren, wenn es soweit ist, was ich meine. Und ich weiß, dass wenn ich hinüber gehe, dass meine Oma mich abholen wird. Sie ist auch abgeholt worden, dass hat man in ihren letzten Minuten gemerkt. Dein Opa wird immer bei Dir sein.
Ich wünsche Euch viel Kraft, diese schwere Zeit durchzustehen, zu akzeptieren, was man nicht ändern kann, und die Kraft, loszulassen.
Alles Liebe,
Yvonne
Lieber / Liebe Anonym,
Ich verstehe Dich gut.
Mein Vater war mein bester Freund, mein Herzblut, mein Seelenverwandter. Es war anfangs unerträglich traurig mitanzusehen und zu ertragen, dass er sterben wird, sterben auf eine unerträgliche Art und Weise.
Aber jetzt verstehe ich besser und mein Instinkt hat mir in den letzten Monaten geholfen, das Richtige zu tun.
Natürlich bist Du / seid Ihr traurig. Natürlich hat Dein Opa Angst. Wir haben alle Angst vor dem Tod. Tut alles, was Ihr zusammen tun wollt und sagt Euch alles, was zu sagen ist. Für Euch beide ist das ungeheuer wichtig, Euch gegenseitig auf diesem Weg verstehen und begleiten zu können. Mehr Nähe und Liebe kann man nicht geben, als einen solchen Weg zusammen zu gehen. Für beide ist er schwer. Es wäre so leicht, egoistisch zu sein, wegzusehen, um es nicht ertragen zu müssen. Wenn Du bei ihm bist bis zum Ende, seine Schmerzen erträgst, ihn auch ohne Worte verstehst, hast Du alles getan und gegeben, was er sich wünschen kann.
Jeder Mensch stirbt, wie er gelebt hat. Mein Vater war ein Kämpfer. Deshalb mußte er sich so lange quälen. Er hat gekämpft bis zum Ende. Und ich bin sicher, er war glücklich, dass ich / wir bei ihm waren, als er seinen letzten Atemzug getan hat. Das anzusehen, ist schwer zu verkraften. Aber das auf sich zu nehmen, ist Liebe.
Sei bei ihm. Bis zum Ende.
Sprecht über den Tod. Darüber, das er immer bei Dir sein wird. Wünsch Dir etwas von ihm, dass Dich an ihn erinnert. Frag ihn, was er sich von Dir wünscht.
Mein Vater hatte sich gewünscht, dass ich die Trauerrede halte. Das habe ich getan.
Ich habe ihn begleitet.
Ich habe ihn gehen lassen.
Er ist immer bei mir.
Versuche ein inneres Lächeln zu finden auf diesem Weg. Ein Lächeln, das Dir sagt, dass es unabänderlich ist, dass er Dich verlassen wird. Ein Lächeln, dass Dir hilft, das zu ertagen, was er durchmachen muss. Ein Lächeln, dass Dir sagt, dass er ein Teil von Dir ist, bist Deine Zeit kommt. Ein Lächeln, dass Dir sagt, dass er auf Dich warten wird, wenn Du diese Welt verläßt. Auch, wenn Du nicht an Gott glaubst.
Dann glaub an Dich.
Ich wünsche Euch viel Kraft.
Wenn Du in den letzten Tagen - und Du wirst wissen, wann es soweit ist - Hilfe brauchst, Dich ausheulen willst, kannst Du mir gern schreiben. Es hilft.
Janine
jreiche@andersstatement.de
Ende November vergangenen Jahres erfuhren wir von der Darmkrebserkrankung unserer damals 65jährigen Mutter, die immer gesund, lebensfroh, fleißig und für uns alle der Mittelpunkt der Familie war. Anfang Dezember wurde der Tumor entfernt, darauf folgte Chemo gegen die Metastasen in der Leber und in den Lymphen. Die Chemo schlug sehr gut an und im April hieß es bei der Kontrollunersuchung, es sei auf den CT-Bildern nichts mehr zu sehen, alles wäre in Ordnung. Noch während des darauf folgenden Kuraufenthaltees bekam meine Mutter Rückenschmerzen, zunächst dachten wir, es sie die Bandscheibe, denn der Krebs war ja weg! Die Schmerzen wurden immer schlimmer und im Juni wurden neue Metastasen entdeckt, schlimmer als vorher! Sie musste ungeheure Mengen an Medikamenten einnehmen, aß zuerst kaum noch, später gar nichts mehr, war apatisch und schlief sehr viel. Es war nicht mehr unsere Mutter, wie wir sie kannten. Es folgten Krankenhausaufenthalte, so richtig getan wurde aber nichts mehr. Weitere Chemo konnte sie wegen der starken Schmerzen und ihrem schlechten Allgemeinzustand nicht mehr bekommen. Am 8. August ist sie gestorben, der Krebs hatte sich im gesamten Bauchraum ausgebreitet und mehrere Darmverschlüsse verursacht. Es wir schlimm, dieses Leiden mitanzusehen und nichts tun zu können. Ich frage mich die ganze Zeit, wie der Krebs so schnell und so mächtig wiederkommen konnte,im April war doch noch alles gut. Die Ärzte haben einem immer wieder Hoffnung gemacht. Selbst an dem Freitag, als sie starb wurden wir nicht richtig darüber aufgeklärt, wie es um unsere Mutter steht. Plötzlich hieß es "sie können heute Nacht hier bleiben". Wir waren wie vor den Kopf gestoßen, es war alles so unwirklich - und das ist es heute noch. Nichts tröstet wirklich!
Liebe Christiane.
Es tut mir unglaublich leid. Ich weiß, es ist schlimm. Es ist so irrsinnig schwer, diese Bilder der Qual zu ertragen. Es ist so schwer zu verstehen, warum eine geliebter Mensch so etwas durchmachen muss. Es ist so schwer, sich so hilflos zu fühlen. Es ist schwer nicht auf die Ärzte wütend zu sein, die einem selten sagen, wie schlimm es ist.
Sie tun nur ihre Arbeit, manche besser, manche schlechter. Sie wollen niemanden demotivieren, die Therapie durchzustehen. Sie sind auch nur Menschen, in einem schweren Job. Verzeih ihnen.
Es hätte nichts geändert.
Es war ihre Zeit, warum auch immer.
Du warst bei ihr.
Das ist das einzige, was zählt.
Sprich darüber. Lass Dir Zeit, diese Sache zu verarbeiten. Ich weiß, wie schwer das ist. Nimm Abschied, schreib ihr einen Brief. Ich tue das so und lege ihn auf das GRab meines Vaters. Es hilft mir. Mein Schmerz wird weniger. Ich kann meine Hilflosigkeit teilen.
Ich habe Pfingsten meinen Vater so verloren.
Sie wird immer bei Dir sein, egal wo das ist.
Mach Deinen Frieden mit dem Abschied.
Mein Herz fühlt mit Dir, vielleicht hilft das ein ganz klein wenig.
Fühl Dich gedrückt,
Janine
Liebe Janine,
Dank für Deine lieben Zeilen und trösenden Worte. Ich versuche ja, zu verstehen, ich versuche es, doch es gelingt mir noch nicht. Gestern kamen meine Schwester und mein Vater zu Besuch, kurz bevor sie kamen, dachte ich wie schön es doch wäre, wenn ich die Haustüre aufmache und Mutti wäre auch dabei und ich könnte sie anfassen, sie hören, mit ihr reden....
Nichts wird mehr so sein wie es war.
Man fühlt sich so sicher, wenn es einem gut geht. Es trifft immer die anderen, doch nicht einem selbst. Jetzt hat es uns getroffen. Diese Krankheit hat uns nicht nur unsere Mutter (Ehefrau, Oma) genommen, sie hat auch uns amputiert.
Ich weiß, dass viele das gleiche Schicksal haben. Doch jeder muss da wohl letztendlich alleine durch.
Dass du deinen Vater verloren hast, tut mir sehr leid.
In dieser schweren Zeit begleitet mich ein Spruch,
den ich einmal gelesen habe.
"Ich bin nicht tot,
ich tausche nur die Räume,
und leb' in euch,
und geh' durch eure Träume.
name@domain.de
Liebe Christiane,
Das ist ein sehr schöner Spruch. Sehr schön.
Und ich glaube auch daran. Genau daran glaube ich wirklich.
Was mich nur fertig macht ist, dass ich mir so sehr wünsche, meinen Vater in meinen Träumen sehen zu können, zu wissen, dass es ihm gut geht, wo er jetzt ist.
Aber ich sehe nichts.
Heute ist ein schlechter Abend. Ich sehe nichts. Fühle mich verloren. In all dem Schmerz. Ich vermisse ihn. Meinen Seelenverwandten.
Es ist wirklich schwer.
Aber so ist wohl das Leben.
Unsere Aufgabe ist, etwas Gutes daraus zu machen. Dadaurch, dass wir uns gegenseitig Mut zusprechen.
Und wir sollten auch an die denken, die selbst erkrankt sind. Sie habe das schwerere Los.
Liebe Grüße, Janine
Sitze vorm Computer und weine nachdem ich die letzten Einträge gelesen habe. Mein Mann (50) ist vor 5 Jahren an Darmkrebs erkrankt und bis vor 4 Wochen die Chemos gut
vertragen und es ging ihm relativ gut. Doch jetzt hat er 15 Kg Gewicht verloren und Wasser in den Beinen und kann kaum mehr Treppensteigen.Außerdem sind seine Augen gelb verfärbt, was sich wieder etwas gebessert hat.Die Therapie im Krankenhaus ist
"abgeschlossen".Die Metastasen in der Leber vermehren sich und ich kann es einfach nicht glauben, daß nichts mehr zu machen ist. Nachdem ich Eure Berichte gelesen habe, ist der Tod wieder so nah. Ich weiß noch gar nicht wie ich es unserer Tochter (6 Jahre) sagen soll.
Jeder sagt genieß die Zeit mit deinem Mann, aber wie soll das gehen, wenn mann dauernd an den Tod denken muß.... Siebe Grüße PetraS.
Ich habe durch Zufall dieses Forum im Internet entdeckt und vermutlich geht es mit wie vielen von Euch; ich habe vorher noch nie in einem solchen Forum eine Zeile geschrieben.
Mein über alles geliebter Vater ist jetzt schon 3 1/2 Jahre tot und doch ist es, wo ich all diese Beiträge lese so, als sei es erst gestern gewesen und ich bin ziemlich aufgewühlt. Der Schmerz bleibt, wenn man einen geliebten Menschen auf eine solche Art und Weise verliert. Doch auch die Liebe mit der man an ihm gehangen hat. Und irgendwann kommt die Zeit, da kann man an den geliebten Menschen mit einem Lächeln auf dem Gesicht denken, statt mit einer Träne im Auge. Was immer bleibt ist die Sehnsucht noch einmal mit ihm sprechen zu können, sein Gesicht sehen zu können,.....
Der Leidensweg meines Vaters dauerte 2 1/2 Jahre. Es kam ganz plötzlich und unerwartet über ihn und die ganze Familie. Es wurde ein Darmverschluss diagnostiziert und bei einer ersten Operation entdeckte man einen Tumor im Endstadium im Dickdarm. Er hatte schon in die Leber ausgestreut. Ein künstlicher Ausgang wurde gelegt. Etwas, was mein armer lieber Vater nie richtig verwunden hat und in der darauffolgenden Zeit schwer auf ihm lastete. Es folgte eine Zeit der Ungewissheit und der Wahrheitsfindung. Man stand Ärzten mit ausweichenden Antworten gegenüber die einfach nicht in der Lage waren einem die Wahrheit zu sagen. Noch schlimmer, keiner war in der Lage meinem Vater die Wahrheit zu sagen. Heute kann ich auch die Situation der Ärzte verstehen. Selbst als schwerkranker 55 Jahre junger Mann war mein Vater auch als Patient immer ein liebenswürdiger und geduldiger Patient. Viele der behandelnden Ärzte waren im gleichen ALter und auch Familienväter. Ich glaube es war Hilflosikeit auf deren Seite.
Irgendwie will man das am Anfang der Diagnose vielleicht auch gar nicht hören. Denn man klammert sich immer noch an Hoffnung, so klein der Funke auch sein kann.
Es folgte eine zweite schwere Operation. Es traten Komplikationen auf: Blutvergiftung. Mein Vater war immer nur für seine Familie da und noch hatte er Kraft und kämpfte in dieser Zeit auf der Intensivstation um sein Leben. Er gewann, doch was gewann er damit? Zeit, ja aber auch die Aussicht auf einen langsamen, qualvollen Tod.
Es folgte eine Zeit der Genesung, der Chemo-Therapien und der Hoffnung. Wir verbrachten alle früher schon sehr viel Zeit mit meinem Vater, doch jetzt wurde es immer mehr. Es gab schon immer viel Liebe und Zusammenhalt in unserer Familie, doch es wurde noch mehr. In der darauffolgenden Zeit traf es meinen Vater sehr, das er verentet wurde. Von da an war auch mir nach einer Phase der Entspannung wieder einmal klar, wie schlimme es um ihn stand. Das Ende begann im Herbst 1999, als man ihm sagte, dass eine weitere Chemotherapie abgebrochen werden müsse, weil er so schwach sei. Von da an starb seine Hoffnung und jeden Tag auch Stückchen mehr von ihm. Wir redeten auch in der Folgezeit über den Tod. Zuerst gab es immer ein Ausweichen. Doch es war ihm wichtig und so nahm ich ihn auch ernst. Es war schwer darüber zu sprechen, aber ich glaube es gab ihm auch eine gewisse Erleichterung. Zum Schluss verstanden wir uns auch ohne Worte. Blicke genügten. Uns stand das traurigste Weihnachten aller Zeiten bevor. Er gab sich noch soviel Mühe uns ein schönes Fest zu bereiten, doch sehe ich heute noch seine traurigen Augen vor mir. Er wurde immer weniger, die Schmerzen immer mehr. Jeder nahm sich Urlaub und wir haben ihn zu Hause gepflegt. Niemals wäre uns auch nur der Gedanke gekommen, den geliebten Vater ins Krankenhaus zu geben. Es war eine schwerde Zeit. Ich will es nicht näher beschreiben, denn jeder stirbt anders und für sich. Das Sterben dauerte an sich zwei Wochen. Er bekam wegen der unerträglichen Schmerzen starke Morphiumdosen und dämmerte vor sich hin. Und es schmerzte zu sehen, wie er immer noch kämpfte und einfach nicht sterben konnte. Der Tod war letzlich Erlösung und ich habe sogar in der letzten Woche dafür gebetet. Ich habe vorher schon langenicht mehr gebetet.
Ich kann heute noch nicht darüber reden ohne in Tränen auszubrechen. Ich denke noch so oft an ihn und ich weiß irgendwie ist er immer bei mir. Was es mir so schwer macht ist, dass ein Mensch, der immer nur lieb und gut war und nur für seine Familie gelebt hat, sooo sterben musste.
Ich weiß gar nicht, ob ich hiermit irgendjemanden helfe und jetzt hört sich alles verwirrt und kompliziert an. Aber ich hatte das Gefühl ich musste das jetzt einmal schreiben. All die schrecklichen, aber auch all die schönen Momente, die Liebe und Zusammenhalt wiederspiegelten lassen sich eigentlich gar nicht in Worte fassen.
Noch heute bin ich für jede Minute dankbar, die ich mit ihm verbracht habe. Sich für jemanden Zeit nehmen ist gerade in der heutigen Welt besonders wichtig. Als er starn, starb aber auch ein Stück von mir und als er krank wurde, wure auch ein Teil von jedem in der Familie krank. Krebs ist nie etwas was eine Person betrifft. Die ganze Familie, das ganze Umfeld wird getroffen. Ich mache jetzt Schluss, denn irgendwie kann ich jetzt nicht mehr.
Hallo Nicole,
irgendwie macht es mich traurig als ich deine Zeilen las, aber irgendwie tröstet es mich auch, daß danach eine Zeit kommt in dem man an den anderen ohne Tränen in den Augen denkt. Wir haben das noch vor uns. Mein Mann
ist seit ein paar Wochen von den Ärzten als austherapiert
aus dem Krankenhaus entlassen. Darmkrebs und Metastasen in der Leber. Chemobehandlungen seit 5 Jahren.
Ich versuche so gut es geht meinem Mann zu helfen und ihm
Kraft und Hoffnung zu geben, denn man soll die Hoffnung
ja nie aufgeben, obwohl ich momentan selbst ziemlich am Ende bin. Auch unsere 6 jährige Tochter stellt schon Fragen und es ist gar nicht einfach diese richtig zu beantworten. Ich hoffe meinem Mann weiterhin so gut es
get beizusthehen, denn er würde das Gleiche für mich tun.
Liebe Grüße an alle Betroffenen.PetraS.
Hallo Petra,
ich weiß, dass es oft an die Grenzen der eigenen Belastbarkeit geht, jemanden zu pflegen und zu sehen, dass es trotzdem zu Ende geht. Doch es geht, bis zum Schluss. Gerade dass, nämlich all unsere Liebe und unsere Gegenwart ist das Einzige, was wir noch in den letzten Wochen und Monaten geben können. Dann kommt auch die Zeit in der man die Dinge beim Nahmen nennt und die Wörter Tod uns Sterben in den Mund nimmt. Man sollte ab diesem Zeitpunkt offen und ehrlich damit umgehen, auch wenn es einiges an Überwinung kostet. Auch Kindern gegenüber, denn oft verstehen sie viel mehr als wir glauben.
Ich wünsche Dir trotzdem alles Gute bei Deinem Weg der vor Dir steht.
Ich schaue ab und an hier hinein.
Immer, wenn ich sehe, dass jemand im Forum Endstadium etwas geschrieben hat, habe ich fast Angst es zu lesen. Weil ich weiß, dass es kein Wort der Welt schaffen kann, Menschen zu trösten, die dem ins Auge sehen müssen, einen lieben Menschen zu verlieren oder selbst dem Tod ins Gesicht sehen müssen.
Nicht einmal das Wissen darum, dass es viele Menschen gibt, die solche Wege beschreiten müssen, tröstet wirklich.
Liebe Petra.
Ich kann nicht mehr tun, als Dir einen lieben Gedanken aus tiefster Seele zu schicken und Dir viel Kraft zu wünschen. Es geht. Weil es gehen muss. Und auch dann, wenn man meint, es nicht mehr ertragen zu können, voll Wut auf Gott oder das Leben, - gerade dann - geht es doch.
Du wirst das schaffen, Du wirst all Deine Liebe aufbringen für Deinen Mann, Dein Kind, Euch. Nutze die Zeit. Es wird Dir helfen. Irgendwann. Das Wissen, "es richtig gemacht zu haben". Auch Dein Kind wird es verstehen. Das alles ist ein Teil unseres Lebens.
Meine Gedanken sind bei Euch.
Janine
Hallo Nicole, hallo Janine,
danke für Euere Worte, es tut gut sie zu lesen. Die Momente am Computer sind die einzigen Minuten, die ich für mich habe und die nimm ich mir auch. Danke nochmals
alles Liebe und Gute an alle,PetraS.
Hallo,
wir haben vor 5 Tagen unseren geliebten Vater verloren (56 Jahre). Er hatte Darmkrebs, später Lebermetasten, dann war das Zwerchfell befallen. Keine Chemo, kein Medikament hat angeschlagen. Wir haben alles versucht was möglich war. Die letzte Woche vor seinem Tod war die Hölle. Wir haben ihn zu Hause gepflegt. Der Arzt kam 2x täglich.
Das schlimmste war, als wir keine Hoffnung mehr hatten und wir mit ansehen mußten wie er sich Tag für Tag ein wenig mehr von uns verabschiedete.
Ich möchte allen die noch weiterkämpfen viel Mut und Kraft wünschen. Ich kann alle verstehen die sich an irgendwelche Wundermittel klammern und auf "Spontanheilung" hoffen.
Bei uns hat nichts geholfen. Von der Diagnose bis zu seinem Tod sind gerade mal 1 Jahr und 4 Monate vergangen. Wir hatten keine Chance.
Trotzdem hat mir dieses Forum so manches mal noch etwas Mut gegeben, wenn ich nicht mehr ein noch aus wußte.
Mein geliebter Vater ist in meinen Armen für immer eingeschlafen. Er wollte nicht gehen und wir wollten ihn nicht gehen lassen. Er fehlt mir so sehr.
Laßt euch nicht unterkriegen.
Gruß
Mandy
Hallo Mandy,
es tut mir sehr leid für Dich und Deinen Vater, ich weiß wie schrecklich das ist, denn ich befürchte, dass mir bald das gleiche bevorsteht, und ich habe sehr viel Angst vor dem was noch kommen wird. Ich würde mich sehr freuen, wenn Du mir schreiben würdest, wie du damit umgegangen und fertig geworden bist, die Unwissenheit macht mir im Moment mindestestens genauso große Probleme wie die traurigen Aussichten.
Gruß,
Annette
Liebe Annette,
ich kann gut verstehen das du große Angst hast. Ich hatte auch Angst. Manchmal weiß ich gar nicht wie ich das alles geschafft habe, aber solange er noch da war ist man einfach stark. Man kann sich ja nicht einfach aufgeben, er hat uns ja gebraucht. Ich habe vor 3 Jahren schon meine Tante ganz elendig an Brustkrebs sterben sehen. Da dachte ich schlimmer kann es nicht kommen. Aber es kam schlimmer. Mein lieber Papa hat die letzte Woche vor seinem Tod in einer völlig anderen Welt gelebt. Er konnte nicht mehr sprechen und hatte seinen Körper überhaupt nicht mehr unter Kontrolle. Er konnte nicht mehr schlucken und wurde nur noch per Infusion ernährt. Irgendwann haben die Nieren versagt, er konnte nichts mehr ausscheiden und eine Lungenentzündung kam auch noch dazu. Die Antibiotika, die vielen Medikamente zur Beruhigung und das viel Morphium haben seinen schwachen Körper einfach langsam vergiftet. Als er so langsam seinen Verstand "verloren" hat sagte der Arzt für ihn ist es nicht so schlimm wie für uns. Wir waren seine so tolle Familie die immer zusammengehalten hat. Gar nicht leiden konnte er wenn wir geweint haben. Also haben wir uns zusammengerissen und gute Miene zu bösem Spiel gemacht. Ein bischen Trost gibt mir das ich alles Menschen mögliche für ihn getan habe (meine Mutter und meine Geschwister auch). Irgendwie gehen die Tage aber weiter. Wir sind alle ganz furchtbar traurig und verzweifelt. Er fehlt uns so unendlich. Ich gehe jeden Tag auf den Friedhof und erzähle ihm was so passiert ist. Dann ist es so als wäre er noch da. Aber richtig realisiert haben wir es alle noch nicht. Manchmal warte ich abends das er von der Arbeit nach Hause kommt und manchmal suche ich noch immer im Internet nach irgendetwas was ihm noch helfen kann. Ich habe immer noch das Gefühl er ist hier bei uns. Aber Fotos kann ich mir nicht ansehen und nichts was die Leute sagen kann mich trösten.
Ich kann dir die Angst nicht nehmen. Das kann leider niemand. Sei da für ihn und versuche dich von ihm ganz langsam zu verabschieden, denn wenn es keine Hoffnung mehr gibt mußt du es akzeptieren und loslassen. (Kann ich aber auch noch nicht.)
Wir haben in letzter Zeit viel über die glücklicheren Zeiten gesprochen und ihm versprochen das wir jetzt erst recht ganz eng zusammenhalten. Ich weiß nicht was wir sonst noch hätten tun sollen.
Wie ich (wir) damit fertig werden sollen weiß ich leider auch nicht. Jeden Tag einfach so nehmen wie er kommt und nicht ganz verzeifeln. Papa wollte nicht das wir so traurig sind.
Halte durch du bist nicht allein.
Gruß
Mandy
Hallo,
ich finde es schön, dass man in diesem Forum soviel Hilfe und Unterstützung erhält. Leider ist mein Dad auch vom Krebs im Endstadium betroffen. Jetzt versuchen wir ihm die restliche Zeit
so schön wie möglich zu machen. Allerdings werden die Tage immer kürzer. Es tut nur weh diesen lieben Menschen leiden zu sehen.
Für alle von euch: Viel Kraft und Geduld.
Liebe Grüße Gabi
Liebe Mandy,
Du und Deine Familie haben mein tiefstes Mitgefühl. Ich weiß es ist schwer. Aber Du hast alles menschenmögliche getan und damit all Deine Liebe gegeben.
Ich wünsche Dir viel Kraft.
Liebe Grüße.
Hallo meine Lieben,ich bin froh diese seite gefunden zu haben,auch unser papa leidet seit gut 1 Jahr an Leber und Darmkrebs und die Meterstasen sind leider schon überall gestreut,apa wurde vor einen Jahr operiert wo man ihm 80cm Darm entfernte und ein Stoma legte womit er sich nie anfinden konnte.Vor 4 Mnaten wurde er noch mal op und man hat den Darm zurückverlegt,wodurch noch alles viel schlimmer wurde Mein papa bekommt Morhpinpflaster jeden 2 Tag und er hat trotz allen unerträgliche schmerzen kann kaum was Essen noch was Trinken,und seit neuersten bildet sich furchtbar viel Gewebewasser im Bauch uaf der Seite im Hoden also am ganzen körper .Gestern haben wir in wieder ins kh gebracht da er keine Luft mehr bekamm die haben ihm sofort das Gewebewasser punktiert und ich muss ehrlich sagen so was hab ich noch nie gesehen das waren binnen von einer halben Stunde 4 Liter gelbe Flüssigkeit vergleichbar wie Vanieliesosse,Papa ist auch immer sehr müde und verwirrt und sehr sehr schwach ich habe solche angst das kann ich niemanden sagen das wir ihn bald verlieren werden.Ich habe kein gutes Gefühl dabei,und für mich oder besser gesagt für uns ist es am schlimmsten wenn man einen geliebten Menschen nicht helfen kann wenn man zusehen muss wie er so leidet *Tränchen rollen*ie ärzte geben ja auch keine auskunft wie lange paps noch leben wird aber rein von meinen Gefühl her denk ich nicht mehr lange.Er ist auch so grau und ganz eingefallen im gesicht und kann auch fast nicht mehr gehen nur mal gerade mit unterstützung auf die Toilette,ichmöcht noch dazu sagen unser paps ist 63 Jahre alt .Vielen Dan das ich mir das kurz von der Seele schreiben durfte das es das Forum gibt*Vieleicht kann mir der eine oder andere antworten ich wäre sehr dankbar.Liebe Grüsse Ute*
hallo liebe ute,
ich wollte dir einfach nur viel kraft für die nächste zeit wünschen. ich würd dir so gern tröstende worte schreiben, aber es ist so schwer, welche zu finden. nutze einfach jeden tag, den du mit deinem papa verbringen kannst. ich denke, es ist einfach wichtig für ihn, zu wissen, dass ihr da seit. ich habe meinen papa im januar diesen jahres wegen darmkrebs verloren, und ich kann so verdammt gut nachvollziehen, wie du dich fühlst. wenn du magst, dann schreib einfach weiter. es ist gut, sich die ganze sache von der seele zu schreiben.
liebe grüße und viel kraft für dich und deine familie
cas
Hallo Ute,
in Gedanken drück ich dich ganz fest. Hab viel Kraft und Geduld.
Auch bei meinem Vater ist es nur noch eine Frage der Zeit. Jetzt gerade hat er Gelbsucht, kann nichts mehr essen und übergibt sich ständig. Es tut saumäßig weh unsere Lieben leiden zu sehen.
Ganz liebe Grüße
Gabi
Liebe gabi und cas ich nöcht mich gan lieb für eure antworten bedanken haben mir sehr gut getan:-)Sehr gerne möchte ich mit euch weiter in Kontakt bleiben denn ich sehe es tut mir bissi gut nicht aallein dazustehen .noch kurz zur anmerkung meien paps haben sie in 3 Tagen nun 11 Liter Flüssigkeit entnommen und es wird täglich immer mehr.Liebe grüsse und danke das es euch gibt.Ute*
Liebe Ute!
Auch ich drück Dich aus der Ferne und wünsche Dir viel Kraft. Bei dem was Du schreibst kommen die Bilder von meinem Vater wieder hoch. Er ist im Juni gestorben. Es war sehr hart. Ich wünsche Dir alle Kraft bei ihm zu sein bis zum Schluß. Es wird ihm helfen. Es wird Euch helfe, es zusammen durchzustehen. Und es wird Euch danach trösten. Sagt Euch alles, was zu sagen ist. Es ist die letzte Chance. Leider.
Ich denk an Dich.
Janine
Liebe Gabi - das gilt natürlich auch für Dich!!!!!!
Hallo Janine,
tut mir leid mit Deinem Vater. Es ist sehr traurig das die meisten Menschen den Kampf gegen Krebs verlieren. Ich weiß nicht wie euch gegangen ist, aber ich denke wir sind uns da sehr ähnlich. Man hofft, kämpft und versucht alles um die Krankheit auf irgendeine Weise zu stoppen. Ich hatte seither keinen direkten
Krebskranken in meinem Umfeld, daher hatte ich keine Ahnung was da auf uns zu kommt. Jetzt kann ich mich deinen Worten nur anschliessen.
Vielen Dank für die lieben Worte und ganz liebe Grüße
Gabi
Hallo Ute,
melde dich doch mal wieder. Wie geht es denn deinem Dad???
LG Gabi
Hallo Gabi Hallo Ute!
Wie geht es Euch???
Habe an Euch gedacht und Euch in Gedanken viel Kraft geschickt!
Knuddel
Janine
Hallo liebe Janine,
die Gedanken und Kraft kamen an. Vielen lieben Dank auch. Tja seit gestern liegt mein Dad nun im Krankenhaus. Heute kam es schon, von seiner Seite aus, zur Verabschiedung. Er spricht vom Licht und wir wissen alle, was das heíßt. Nun hat meine Ma die Möglichkeit im Krankenhaus zu übernachten. "Gott sei Dank". Er freut sich so sehr darüber dass er nicht alleine ist. Heute sagte er mir auch dass er Angst hat und nicht alleine sein möchte. Tja ich denke die Zeit ist gekommen, alles was wir ihm sagen wollten ist gesagt und die Liebe die er spüren sollte ist angekommen. Wir haben ihn heute zum erstenmal, nach sehr langer Zeit, wieder glücklich und zufrieden gesehen. Vielen Dank nochmals für deine Kraft und Gedanken. Ich melde mich wieder.
Ganz arg liebe Grüße Gabi
Hallo meine Lieben,unser Papa ist am 1.dezember endlich nach langen sehr schweren leiden eingeschlafen.Liebe Grüsse Ute*Ich werde aber nach wie vor bei euch bleiben*
Hallo liebe Ute,
tut mir wirklich leid. Ich wünsche Dir und Deiner Familie weiterhin viel Kraft.
Ich drück euch in Gedanken ganz fest.
Ganz liebe Grüße und eine feste Umarmung Gabi
Liebe Ute,
auch mir tut es wirklich leid. Auch ich wünsche dir und deiner Familie viel Kraft, die anstehende Zeit zu überstehen. Melde dich einfach wieder, wenn dir danach ist.
Ganz liebe Grüße
Cas
Auch wenn es noch schwer zu glauben ist, die Erinnerungen bleiben einem, und sie helfen einem dabei, da durchzukommen.
Wer im Gedächtnis seiner Lieben lebt,
der ist nicht tot, der ist nur fern;
tot ist nur, wer vergessen wird.
Immanuel Kant
Liebe Gabi,
se ist schwer, in einer solchen Zeit die richtigen Worte zu finden, denn eigentlich können sie nicht wirklich helfen. Es bleibt meist nur, viel Kraft zu wünschen! Egal was passiert, er wird immer bei euch sein!
Ich denke an Euch,
Cas
Hallo ihr Lieben
Ich kann euch nur sagen, seit tapfer und habt die Kraft, denn je mehr die Tagen vergahen, desto schwieriger wird es daran zu glauben, dass der liebe Mensch nicht mehr unter uns ist. Mein Vater ist mit 56 J. am 20.10.2003 gestorben. Ich vermisse ihn von Tag zu Tag immer mehr und irgendwie kann ich es immer noch nicht glauben, dass er tot ist.
Ich drücke euch alle ganz fest.
Liebe Grüsse
Hallo Suzi,
auch ich drück dich ganz fest. Ich glaube ganz fest daran, dass dein Vater immer bei Dir ist. Es gibt einen sehr schönen Spruch:
"Wenn ihr mich vermisst, sucht mich in euren Herzen, und wenn ihr mich findet, bin ich bei euch."
Ganz liebe Grüße und eine dicke Umarmung
Gabi
Liebe Ute, liebe Suzi,
ich sende Euch mein tiefstes Mitgefühl. Es tut mir sehr sehr leid.
Ich weiß, dass das kaum trösten kann. Immer wieder kommen Zeiten, in denen man sich nichts sehnlicher wünscht als noch einmal mit dem lieben Menschen sprechen zu können.
Aber auch wenn das ncht geht. Er ist bei Euch. Immer.
Ich schicke Euch viele liebe Gedanken und wünsche Euch viel Kraft.
Janine
Hallo Ihr lieben.
am Himmel gibt es einen neuen Stern. Unser Papa ist heute morgen eingeschlafen.
Liebe Grüße und danke an euch alle
Gabi
Liebe Gabi,
Mein Aufrichtiges beileid dir und deiner Familie,aber es sollte dir ein Grosser Trost sein ,wie auch uns das ein Geliebter Mensch nicht mehr leiden muss.Ich weis es ist in dieser Schweren Stunde kein Trost aber du wirst sehen,jemehr Zeit vergeht um so leichter wird es .Am 22.12. haben wir die Urnenbeisetzung von unseren Papa wir denken sehr viel an ihn,und sind froh das,das schlimme Leiden ein Ende gefunden hat.Ich wünsche dir sehr viel Kraft*und drück dich ganz lieb*
Ute*
Liebe Gabi,
Mein Aufrichtiges beileid dir und deiner Familie,aber es sollte dir ein Grosser Trost sein ,wie auch uns das ein Geliebter Mensch nicht mehr leiden muss.Ich weis es ist in dieser Schweren Stunde kein Trost aber du wirst sehen,jemehr Zeit vergeht um so leichter wird es .Am 22.12. haben wir die Urnenbeisetzung von unseren Papa wir denken sehr viel an ihn,und sind froh das,das schlimme Leiden ein Ende gefunden hat.Ich wünsche dir sehr viel Kraft*und drück dich ganz lieb*
Ute*
Andrea21
29.12.2003, 16:30
Hallo Gabi,
auch mein Vater ist am 20.12.2003 um 13.05Uhr friedlich eingeschlafen. Aber es ging alles so schnell! Im Juni 2003 erfuhren wir er Dickdarmkrebs hat, nach sechs Chemoblöcken nahm es dann ein trauriges Ende! Sein letzter Chemotag war am 12.12. und wir haben uns alle riesig gefreut, das jetzt alles vorbei ist. Aber es war doch nicht an dem!
Am 19.12. ist mein Vater ins Krankenhaus gekommen, da haben die Ärzte meiner Mum schon eröffnet das er mit dem Sterben angefangen hat. Da ich selber ca. 700km weit weg von meiner Familie wohne, bin ich sofort heim gefahren. Ich hab ihn Abend auch noch gesehen, er hat auch noch reagiert. Ich arbeite auch in der Pflege und wollte ihn dieses Jahr Weihnachten überraschen. Leider hat es dann doch nicht geklappt.
Am 20.12. sind wir wieder in die Klinik und er lag da wie ein kleines hilfloses Kind in Pampers. Er hat uns auch noch begrüsst, doch mit einmal ist er kollabiert und hat die Augen verdreht, da wusste ich jetzt beginnt der letzte Teil des Sterbens. Wir waren die ganze Zeit dabei, es tat sehr gut.
Aber woran er jetzt verstorben ist, weiss keiner so wirklich. Wir vermuten das er Wasser in der Lunge hatte.
Am 23.12.2003 war die Beerdigung, es war ein sehr schwerer Gang für uns alle.
Doch jetzt, je mehr die Zeit schwindet muss ich sagen das ich mir nicht vorstellen kann, das ein Mensch in einem Sarg liegt und dort verwehst! Genau dieser Gedanke kommt jetzt jeden Tag stärker hoch. Mein Elternhaus liegt genau neben dem Friedhof wo mein Vater liegt. Es tut mir in der Seele weh, das ich weiss das er allein dort drüben liegt und wir neben an im Haus sind.
Es tut so weh!
Ich würde mich freuen, wenn ihr mir helfen könnt meine Trauer zu bewältigen, ich suche gleichgesinnte.
Mein Vater ist 62 Jahre alt geworden!
Es ist alles so unwahr :-(glaschick-andrea@web.de
Hallo liebe Andrea,
fühl dich umarmt und fest gedrückt. Es tut mir so leid für Dich und Deine Familie. Aber bedenke immer, dass Deinem Vater viel Leid erspart blieb. Manchmal schau ich Abends in den Himmel und sehe leuchtende Sterne und bin mir dann ganz sicher, dass unsere Väter über uns wachen und sehr stolz auf uns sind. Momentan kann ich Dir leider nicht mehr Trost geben, da ich genauso wie Du fühle. Für Dich und Deine Familie viel Kraft und ganz liebe Grüße Gabi
an Ute und Cas und Janine
ich vermisse euch. Meldet euch mal wieder, möchte gerne wissen wie es euch geht.
Liebe Grüße Gabi g.kurka@t-online.de
Meine Lieben,ich hoffe ihr habt das Weihnachtsfest so weit gut überstanden,ja es war schwer ohne unsere Lieben aber ich denke immer und auch unsere Familienangehörige was unseren Paps noch alles erspart blieb.Aber wir wissen das er immer in unsere Mitte ist den Papa ist nicht gestorben er ist immer noch ein fester Teil in unserer Familie täglich reden wir von ihm was uns sehr gut tut*Ich denke oft an euch und wie es euch gehen wird*Viele Liebe Grüsse ich drück euch*Und wünsch euch auf diesen Wege *Ein besseres neues Jahr*Ute*
PS:Unsere Sternchen wachen über uns*
Hallo Ute,
mann ist das schön mal wieder von Dir zu hören. Freue mich wirklich. Habe in letzter Zeit so oft an Euch gedacht. Na ja die Feiertage waren nicht so toll und vor morgen graut es mir auch schon. Aber was solls, ist mal so. Ich wünsche Dir und Deiner Familie ein gesundes glückliches Jahr 2004. Und drück Dich ganz fest. Morgen werde ich für alle unsere geliebten Väter Leuchtraketen in den Himmel schicken. Ganz liebe Umarmung und melde dich mal bitte wieder.
Ganz liebe Grüße Gabi
Liebe Gabi, liebe Ute.
Es tut mir sehr sehr leid. Ich wünsche Euch ganz viel Kraft in dieser traurigen Zeit.
"Ich bin nicht tot.
Ich wechsel nur die Räume.
Ich leb in Euch
und geh durch Eure Träume."
Eure Väter werden immer bei Euch sein. Dankbar für so viel Liebe. Seid tapfer und auch wenn es noch so weh tut: Euer Leben geht noch weiter, bis unsere Zeit kommt. So lange ein lieber Mensch in Euren Gedanken ist, sterben sie nicht wirklich.
Ich weiß, dass Zeiten kommen, in denen man sich nichts sehnlicher wünsche, als nochmal mit dem Lieben sprechen zu können. Silvester war schlimm für mich.
Ich wollte nicht feiern. Wie auch.
Ich schreibe ihm Briefe und lege sie auf sein Grab. Das hilft mir.
Und er geht durch meine Träume.
Ich drücke Euch und schicke Euch einen lieben Gedanken!
Janine
Hallo Andrea,
für Dich auch mein herzlichstes Beileid. Es tut mir sehr leid.
Janine
Hallo Ute, Hallo Gabi!
Sorry, dass ich so lange nichts habe hören lassen und so so spät von Euren Schmerz erfahren habe.
Aber Weihnachten und Silvester waren für mich sehr schlimm. ES kam alles nochmal hoch. Die schrecklichen Bilder, sein Leid und wie sehr ich ihn vermisse.
Ich konnte einfach nicht hier reinschauen ohne zu heulen.
Ich hoffe, Euch geht es einigermassen und ihr kommt zur Ruhe.
Ich glaube, solchen Schmerz kann man nicht verarbeiten, nur akzeptieren.
Seid ganz lieb gedrückt. Ich wünsche Euch ein besseres Neues Jahr mit viel innerer Kraft, der Trauer so zu begegnen, dass sie nicht krank macht.
Janine
Hallo Andrea,
ich glaube, dass Du darüber nachdenkst, wie Dein Vater dort unten liegt im Grab, gehört zum Abschied nehmen.
Diese Gedanken tun schrecklich weh, aber sind wohl unvermeidlich.
Ich versuche mich damit zu trösten, dass das nur seine Hülle war, die krank war und jetzt nicht mehr gebraucht wird. Mein Vater wurde auch 62 und ich hätte ich ein so schnelles Ende gewünscht, wie Dein vater es hatte.
Ich vermisse ihn unglaublich.
Hast Du mal daran gedacht, ein Foto ans Grab zu stellen und ihm einen Brief zu schreiben? Mir hat das sehr geholfen.
Wenn's Dir ganz doll mies geht, kannst Du mir gerne schreiben. info@andersstatement.de
Sei ganz lieb gedrückt
Janine
Andrea21
05.01.2004, 18:14
Liebe Janine,
einen Brief habe ich zur Beerdigung meines Vaters geschrieben, ich hab ihm eine Rose, ein Marzipanherz (aß er so gern) und einen Brief mit einer Postkarte die ich ihm im Sommer aus Kroatien ans Krankenhaus geschrieben habe ins Grab gelegt.
Das tat mir auch sehr gut.
Am Tag der Beerdigung hatten wir auch noch Bilder vom Grab gemacht, diese möchte ich gern als Bilderreihe bei mir daheim aufstellen!
Seit dem das neue Jahr angefangen hat, habe ich mit 2003 erstmal so gut es geht abgeschlossen!
Ich habe dieses Jahr noch viel vor, im Juli fangen die härtesten drei Monate für mich an, dort ist mein Examen und es war mein Vater sein grösster Wunsch gewesen, das ich dies schaffe!
Und so hart wie auch alles ist, aber man muss nach vorn blicken.
Vielen Dank für dein Mitgefühl!
Liebe Grüsse Andrea
Seit nunmehr einem Jahr wissen mein Mann und ich, dass er an Darmkrebs erkrankt ist und ausgeprägte Metastasen in der Leber vorhanden sind. Wir waren, wie viele Menschen, völlig erstaunt. So etwas passiert doch nicht uns, sondern immer nur den anderen. Mein Mann war zum Zeitpunkt der Diagnose 54 Jahre alt. Ich bin im letzten Nov. 47 geworden. Diese langweiligen Details schreibe ich nur, weil ich seit März 2003 sehr intensiv diese Forum-Seite verfolge und deshalb denke, dass es für Euch wichtig ist. Es folgte alles das, was Ihr auch schon beschrieben habt. Mir wurde von Anfang an die volle Tragweite der Diagnose ins Gesicht geschleudert. Der behandelnde Arzt sagte mir, dass mein Mann die OP wahrscheinlich gar nicht überlebt, dass aber eine OP notwendig sei, da sonst ein Darmverschluss zum Ende führt. Er hat aber die OP sehr gut überstanden. Es folgte die Chemo-Therapie. Ich hatte mir sofort einen Internet-Anschluss besorgt, um nach den besten Kliniken und Möglichkeiten zu forschen. Meine Bemühungen führten zum selben Chemo-Mittel, wie es auch der behandelnde Arzt vorgeschlagen hatte und auch ein weiterer Facharzt bestätigte. Dieses Mittel (Campto in Verbindung mit 5 FU und Folin)hat bei ihm bis jetzt angeschlagen. Das ist jetzt ein Jahr her und mein Mann lebt immer noch. Wir hatten noch zwei wirklich schöne Urlaube und auch sonst noch eine Zeit, in der wir uns alles sagen konnten, was wir uns ohne diese Krankheit vielleicht nie gesagt hätten. Mein Mann hat die Gefährlichkeit der Krankheit verdrängt. Er erzählt unseren Freunden, dass die eigentliche Krebserkrankung überstanden sei. Er habe nur noch mit den Nachwirkungen zu kämpfen. Für mich ist das sehr schlimm. Den Menschen, mit dem ich bisher über alles reden konnte und vor dem ich auch keine Heimlichkeiten hatte, muss ich auf einmal belügen um ihn zu schützen. Umso schlechter es ihm geht umso mehr erklärt er unseren Freunden wie sehr es bergauf geht. Menschen, die so eine Situation nicht erlebt haben, können nicht nachvollziehen, wieviel Kraft so etwas kostet. Ich spiele seit einem Jahr sein Spiel von der vollständigen Genesung mit und lache wo ich eigentlich nur noch weinen will. Er braucht mich so sehr und ich brauche Euch. Helft mir, ich kann nicht mehr. Seit einer Woche muss er Mophium nehmen. Er hat sich so lange dagegen gesträubt. Ich brauche keine medizinischen Ratschläge. Ich weiß alles über diese Krankheit. Ich brauche diese Verbundenheit, die ich bei den Besuchern dieser Seite empfunden habe. Gebt mir etwas von Eurer Kraft. Ich glaube keine mehr zu haben.
Hallo Kerry,
ich lese deine Zeilen und weiß nicht was ich Dir raten kann. Es ist eine sehr schwere Situation. Vielleicht hilft es Dir wenn Du dich mit Menschen in diesem Forum austauschen kannst oder Dir einfach die Last von der Seele schreibst. Alle in diesem Forum sind in Gedanken bei Dir. Ich habe es zwischenzeitlich selber erleben dürfen und es ist unwarscheinlich schön und beruhigend. Man hat das Gefühl nicht alleine mit dem Schmerz zu sein. Liebe Kerry, ich drücke dich in Gedanken und gebe dir etwas Kraft von mir. Viel habe ich nicht zu geben, da ich sie derzeit selbst noch brauche. Aber denke immer daran; es gibt Menschen die mit Dir fühlen und du bist nicht alleine. Zumindest hier im Forum.
Ich bin sehr froh es gefunden zu haben.
Ich drück dich fest und fühl die Kraft
Gabi
Liebe Gabi
vielen lieben Dank, dass Du sofort reagiert hast. Wir Betroffenen sind ja in einem Zustand ,in dem wir nicht immer sofort reagieren können. Da Du schreibst, dass Du selbst Deine Kraft für Dich brauchst, denke ich, Du hast selbst so viel am Hals, dass Du schreien möchtest. Ich danke Dir für Deinen Zuspruch. Ich kann alle Hilfe brauchen, die ich kriegen kann. Gestern war eine Untersuchung im Krankenhaus. Jetzt will der behandelnde Arzt eine neue Chemo-Therapie ausprobieren. Mein Hausarzt sagt, dass er in seinem Zustand eine Therapie mit den erneuten Nebenwirkungen, wie Haarausfall, Übelkeit usw. für völlig unnötig hält, da es ohnehin keinen Sinn mehr hat. Mein Mann will kämpen und ich kann ihm doch nicht einfach sagen "Du wirst ohnehein sterben, was soll die Quälerei". Ich will, dass er kämpft. Ich merke, das baut ihn auf. Heute hat er allen seinen Freunden gesagt,dass es nicht gut aussieht. Ich bin völlig neben mir. Ich muss mir Minuten wie diese erkämpfen. Danke für dieses Forum und Danke an Dich, liebe Gabi.
Liebe Kerry,
lasst nichts unversucht. Kämpft weiter auch wenn es schwer ist. Für die Nebenwirkungen der Chemotherapie, wie z.B. Übelkeit gibt es Tropfen MCP AL. Die hat mein Vater auch bekommen und sehr gut vertragen. Habt Ihr auch schon an Misteltherapie gedacht??? (Für die Nebenwirkungen) Falls nein schau bitte mal im Forum nach oder frag mich nochmal. Viel Kraft und alles alles Liebe
Gabi
Liebe Kerry,
es tut mir unglaublich leid. Auch ich weiß eigentlich, dass keine Rat, keine noch so klugen Worten helfen können.
Ich kann verstehen, dass es schwer für Dich ist, dass Du nicht offen darüber reden kannst, weil Dein Mann diese Fassade braucht. Ich denke, Du machst alles richtig,für viele Krebskranke ist soviel Normalität, wie möglich wichtig. Auch mein Vater wollte sich nicht ständig damit auseinandersetzen. Unsere Familie war zum Schluß ein kleiner isolierter Kreis, der Bescheid wußte, aber auch nicht so sehr viel darüber sprach. Wir waren ständig zusammen, haben über Gott und die Welt geredet, Witze gemacht...eben Normalität. Das tat ihm sehr gut. Es hilft manchen Menschen nicht, sich permanent damit zu befassen, dass sie vielleicht oder sicherlich bald sterben werden.
Wir haben nie aufgegeben, bis klar war, dass doch nichts mehr geht. Aber auch dann war das nicht oft Thema. Nur wenn er es wollte.
Du tust das richtige, wenn Du ihn dabei unterstützt, SEINEN Weg zu gehen. Es kostet viel Kraft, ich weiß. Es macht wütend, entmutigt, macht Angst.
Aber es ist richtig, und nur darauf kommt es an. Das sind diese Moment, in denen man begreift, dass wir nicht in Watte leben, dass das Leben eben so ist, wie es ist. Manchmal hart.
Du wirst das alles schaffen. Ich schicke Dir in Gedanken ganz viel Kraft. Und drück Dich einmal.
Janine
Liebe Gabi, liebe Janine
ich danke Euch für Euren Zuspruch. In letzter Zeit kann ich diese Seite nicht mehr besuchen, da mein Mann eigentlich immer bei mir ist. Das ist auch schön aber es bedeutet auch, dass ich meine Gefühle ständig unter Kontrolle halten muss. Das gelingt mir nicht immer und ich muss immer öfter während seiner Anwesenheit weinen. Er versteht das sehr gut und tröstet mich. Das macht mir so ein schlechtes Gewissen. Er sollte von mir getröstet werden und nicht umgekehrt. Bisher war es mir möglich in seiner Anwesenheit immer Zuversicht zu verbreiten.
Heute hat die neue Chemo angefangen. Er ist so voller Hoffnung. Die Nebenwirkungen waren dann auch nicht so schlimm wie angekündigt. Er bekommt "Zofran" gegen die Übelkeit. Zur Sicherheit hat man ihn über Nacht im Krankenhaus gelassen. Liebe Gabi, liebe Janine, ich bin so froh über diesen Austausch. Euch muss ich meinen Seelenzustand nicht erklären. Ihr habt dies alles selbst erlebt. Ich habe erfahren müssen, dass angeblich gute Freunde plötzlich nicht mehr da waren aber ich habe auch erfahren wie die Familie noch dichter zusammenwächst und Menschen, von denen man es nicht erwartet hätte, zu wirklichen Freunden werden. Danke für Eure Hilfe. Ich kenne Euch nicht und spüre doch Eure Umarmungen und habe das Gefühl Euch nahe zu sein. Wenn Ihr eine Weile nichts von mir hört, liegt das daran, dass ich diese Seite ja nur aufsuchen kann, wenn mein Mann nicht in der Nähe ist. Bitte schreibt mir trotzdem. Ich habe bei Euch beiden gelesen, dass Ihr beide Eure Väter an diese schreckliche Krankheit verloren habt. Ich selbst habe eine sehr innige Beziehung zu meinem Vater. Ich werde für ihn immer sein kleines Tienchen bleiben, egal wie alt ich werde. Er ist ebenfalls an Darmkrebs erkrankt und vor zwei Wochen operiert worden. Ich konnte ihn durch die Erkrankung meines Mannes nicht einmal besuchen, da er 450 km von mir entfernt wohnt. Durch das Schicksal meines Mannes ist mein Vater zu einer Darmspiegelung gegangen und da ist es dann erkannt worden. Zum Glück im Frühstadium. Er hat aber alles sehr gut überstanden und ein Teil seiner Kraft liegt wahrscheinlich darin, dass er seinem "Tienchen" nicht noch zusätzlich Kummer machen will. Wir telefonieren sehr viel und ich versuche ihm Mut zu machen und ihn nicht merken zu lassen, wie sehr ich selbst Mut brauche. Aber wer hat gesagt, dass das Leben fair ist. Ich hatte bisher das Glück gepachtet. Jetzt muss ich auch mit der Kehrseite der Medaille umgehen. Wie hast Du geschrieben, Janine, das Leben ist wie es ist, manchmal hart. Bleibt stark in Eurer Trauer und schließt mich ein in Eure Gedanken.
Kerry
Hallo Kerry,
Deine Zeilen zu lesen machen Mut und geben Kraft auf unserem weiteren Weg. Mein Mann, 42 Jahre ist seit 2002 an Darmkrebs erkrankt, OP`s an Darm und Leber, Chemo mit Oxaliplatin, Campto und Xeloda haben bisher nichts gebracht, Am 03.02.2004 beginnt er mit Strahlentherapie. Ich denke, dass es seine letzte Chance ist, den Resttumor und die vielen Metastasen in der Bauchdecke in Schach zu halten, wenn nicht gar zu verkleinern.
Es ist wirklich schwer mit dieser Situation umzugehen, wir leben auch in unserer kleinen Welt. Der Gedanke, dass er eines Tages nicht mehr da ist macht mich wahnsinnig, manchmal kommt mir so ein Gedanke, dass ich doch einfach mitgehen könnte, aber ich glaube, dass möchte er auch nicht. Schön zu wissen, dass man mit seinen Problemen hier nicht allein ist. Ich lese schon seit 1 Jahr hier im Forum und viele Gedanken und Krankheitsgeschichten gleichen sich, das gibt Kraft und Mut, vielleicht beeilen sie sich mit der Forschung und finden doch noch mehr Medikamente für Krebskranke. Uns allen wünsche ich weiterhin viel Kraft auf unserem gemeinsamen Weg.
Petra
Hallo Petra,
ich habe auch Darmkrebs mit Leber- und Lungenmetastasen.
Wie wurden die Metastasen in der Bauchdecke festgestellt?
Konnte man die auch auf dem CT sehen?
Es gibt ein neues Medikament Erbitux. Dein Mann muß den Onkologen darauf ansprechen. Bei mir wird noch getestet, ob ich dieses Medikament bekommen kann.
Ich wünsche Deinem Mann alles Gute.
Viele Grüße
Imi
Hallo Imi,
vielen Dank für Deine Zeilen. Die Bauchdeckenmetastasen sind von außen sichtbar und auch tastbar, im CT und auch im MRT wurden sie dann nachgewiesen. Mein Mann hat ja aber nicht nur die Metastasen, auch noch einen Resttumor von der Darm-OP, der liegt so ungünstig, dass er nicht mehr operiert werden kann.
Vielen Dank für Deinen Tip mit dem Erbitux, das ist doch das Schweizer Präparat? Wir werden auf alle Fälle die Onkologin nach der Strahlentherapie darauf ansprechen, außerdem will mein Mann nun auch mal deutlich wissen, was es denn nun bei ihm für ein Krebs ist, man spricht zwar immer von Darmkrebs, aber bisher hat er auf keine Chemo reagiert, die speziell gegen Darmkrebs sind. Außerdem waren seine Tumormarker bisher immer sehr niedrig.
Werden die Marker bei Dir noch gemessen und welche Chemo hast Du schon bekommen?
ich drück Dir die Daumen und wünsch Dir viel Kraft
Viele Grüße Petra
Hallo Kerry,
habe erst heute deine Zeilen gelesen. Ich kann dich gut verstehen und mit dir fühlen, weil es bei meinem Mann ähnlich war. Er ist leider am 30.12.03 verstorben. Heute vor 2 Jahren bekamen wir die Diagnose Darmkrebs mit Lebermetastasen. Die OP war erfolgreich, die Metast. wurden mit Chemo behandelt. Eigentlich ging es meinem Mann bis zum Mai 2003 recht gut, er war voller Zuversicht die Krankheit zu besiegen. Dann stellte sich aber Gelbsucht ein, dann doppels. Lungenembolie dann wurde er immer schwächer, die Muskulatur baute immer mehr ab. Trotz des sichtbaren Verfalls gab es für ihn kein Aufgeben. Er besorgte sich Hanteln mit denen er die Muskeln wieder aufbauen wollte. Er kaufte sich noch im Oktober einen Motorroller, weil er kein Fahrrad mehr fahren konnte. Er versuchte immer wieder zu laufen, kam aber kaum noch Treppen hoch, er sprach nur davon dass es wieder besser wird. Selbst als sich Wasser in den Beinen einlagerte gab er nicht auf. Auch die Ärzte konnten ihm nicht sagen dass er sterben wird, weil er auch ihnen gegenüber immer voller Hoffnung war. Ab Dezember kamen noch Probleme mit den Nieren hinzu und die Schmerzen wurden immer stärker. Mit Morphium hat er erst ca. 1 Woche vor seinem Tod begonnen, aber es wurde von Tag zu Tag mehr...aber wenn du glaubst dass er seine Hoffnung aufgab.. nein, selbst am Abend vor seinem Tod sagte er noch.. merkst du auch, dass es immer besser wird?.. Es ist einfach nur schlimm, dabei ruhig zu bleiben und nicht einfach los zu weinen--Ich habe auch in der Zeit, in der er so krank war nur im Forum gelesen, aber so gut wie nie geschrieben, weil nicht frei schreiben konnte.---Ich wünsche dir die Kraft, die du brauchst um für deinen Mann da zu sein! Alles Liebe Jessy
Liebe Jessy,
Genau wie Du es beschreibst, verhält sich mein Mann. Er ist so unglaublich tapfer und zuversichtlich. Er ignoriert diesen aufgetriebenen Bauch und die Schmerzen will er aushalten. Er nimmt zwar inzwischen auch Morphium aber er behauptet ständig, dass er darauf bald wieder verzichten kann. Unseren Freunden erzählt er ständig, er sei zu zwei Dritteln geheilt. Ich kann das alles oft einfach nicht mehr hören. Ich weiß, er wird diese Krankheit nicht überleben und ich weiß nicht, wie ich das alles aushalten soll. Ich stehe oft einfach neben mir und weiß nicht mehr wie ich reageren soll. Dieses Forum schenkt Kraft und ich danke Dir für Deine Antwort auf meinen Hilferuf. Wie hast Du denn letztendlich den Tod Deines Mannnes empfungen und wie versuchst Du dieses Trauma zu verkraften. Ich wünsche mir augenblicklich nur noch, dass ihm noch mehr Leid erspart bleibt.
Danke für dieses Gespräch. Man ist in dieser Zeit so isoliert. Keiner Deiner Freunde versteht Dich wirklich und auch die Familie hat Angst vor der Situation.
Alle da draußen, bleibt stark. ich hole mir augenblicklich Kraft aus diesem Forum. Es hilft mir sehr.
Kerry
Liebe Kerry, ich fühle mich sehr mit dir verbunden, weil sich dein Mann, ähnlich meinem verstorbenen Mann, verhält. Als mir im Krankenhaus anfang Dezember gesagt wurde, dass mein Mann sterben wird, wusste ich nicht damit umzugehen, obwohl mir es eigentlich schon seit Sommer klar war, dass die Zeit des Abschieds nicht mehr weit war und mir der behandelte Chirug auch im August schon sagte, es wird nicht mehr lange gut gehen. Ich habe eine Tochter von 18 Jahren die in dieser Zeit einige Klausuren schrieb. Ihr die, bisher nie ausgesprochene , Wahrheit zu sagen viel mir schwer und ich wartete bis die Klausurzeit vorbei war. Wir gaben und geben uns gegenseitig Kraft und Trost. Ich habe meinen Mann in der Weihnachtszeit einmal gefragt ob er Angst habe, an dieser Krankheit zu sterben. Wir haben zusammen geweint und er sagte nur dass er Angst um uns habe, was danach aus uns würde, er selbst habe keine Angst vorm Sterben...aber sein Abschlußsatz war...aber ich habe noch lange nicht aufgegeben. Danach haben wir nicht mehr über Tod gesprochen. Er wollte allerdings gern zu Hause bleiben, nicht mehr ins Krankenhaus, aber die Schmerzen wurden 1 Tag nach Weihnachten so stark, dass die Morphium Tabletten nicht schnell genug halfen und er selbst wieder ins Krankenhaus wollte. Dort bekam er dann Spritzen und Morphium Pflaster um evtl. wieder nach Hause zu können. Die Schmerzen wurden aber immer stärker, er starb am 30.12. nach einer durchkämpften Nacht. Ich durfte im Zimmer meines Mannes übernachten und war somit bei ihm als er starb. Jeder sagt mir ich sei so stark, aber ich habe dass Gefühl dass mit ihm auch meine Kraft verschwunden ist. Wir waren EINS, und es fällt mir sehr schwer ohne ihn weiter zu leben. Wir haben sehr viele und gute Freunde, die mir stehts helfen wollen, aber ich muß es selbst für mich verarbeiten. Ich bin recht früh wieder arbeiten gegangen und versuche viel draussen an der Luft zu sein, dann geht es einigermaßen.....
Mein Rat...laß deinen Mann nicht die Schmerzen aushalten, dass hat meiner auch versucht, er war im KH dafür bekannt, dass er viel zu spät nach Schmerzmittel fragte. Laß ihn keine Schmerzen ertragen, der Körper muß durch die Krankheit schon genug leiden, dann bitte nicht noch Schmerzen. Vielleicht findest du auch einen Weg, doch das Thema Sterben mit deinem Mann zu besprechen, vielleicht ist er ja sogar froh es auch einmal auszusprechen, aber tu es unter 4 Augen, ich glaube, dass dein Mann nicht will, dass ihr leidet und er will wohl auch kein Mitleid von Freunden, daher verhält er sich so..? Ich wünsche dir die Kraft, was auch kommen mag durchzustehen und dass du deinem Mann eine "Hilfe" bist. Jessy
Hallo,
leider müssen wir zur Zeit bei unserem besten Freund, der "erst" 49 Jahre ist, diese schlimme Zeit erleben. Der letzte Strohhalm in Form einer neuen Chemotherapie kann leider nicht mehr eingesetzt werden.
Abschied nehmen fällt sehr schwer.
Hallo Volkmar,
wünsche euch viel Kraft und Geduld. Seid eurem Freund die besten Freunden die man sich nur wünschen kann. Verbringt viel Zeit mit ihm und begleitet ihn durch die schwere Zeit.
Alles Liebe und Gute
Gabi
Hallo Folkmar, es ist schön, dass du als Freund auch im Forum bist. Unsere Freunde standen uns stehts bei und sind auch jetzt nach dem Tod meines Mannes (50 auch zu früh) immer für mich da. Sie leiden auch sehr unter dem Verlust. Schön dass es gute Freunde gibt.
Alles Liebe auch an Gaby
Jessy
Hallo Ihr Lieben,
ich habe lange nicht vorbei geschaut, aber oft an Euch gedacht, wie es Euch wohl geht.
Ich wünsche Euch viel Kraft für alles was kommt und alles , was Ihr hinter Euch lassen müßt.
Nachdem mein Vater letztes Jahr gegangen ist, bin ich nun schwanger, ebenso wie dir Frau meines Bruders. Fast in der gleichen Woche.
Es ist wie ein Zeichen, nach vorne zu schauen, bei aller Trauer.
Das wünsche ich Euch auch.
Liebe Kerry, Dir wünsche ich viel Kraft. Du wirst das schaffen, wenn es denn unvermeidlich ist.
Alle Liebe
Janine
Hallo Janine,
endlich mal wieder eine schöne Nachricht. Herzlichen Glückwunsch!!!! Ich hoffe es geht Dir ansonsten recht gut. Würde mich freuen mal wieder etwas von Dir zu hören.
Ganz liebe Grüße Gabi
wenn ich das alles lese, muss ich weinen, bin seite heute angehörige eines Krebskranken es macht mich total fertig.................
Hallo Bine,
dann laß Dir von uns etwas helfen. Auch ich und viele andere waren Angehörige eines Krebskranken und es hat uns sicherlich allen geholfen sich hier gegenseitig zu unterstützen. Versuche die Erfahrungen von den anderen zu nutzen, es hilft. Bin bin froh und dankbar dass es dieses Forum gibt. Mir persönlich hat es geholfen.
Liebe Grüße Gabi
Hallo Bine,
erzähl ein bißchen. Um wen geht es? Was wurde festgestellt? Was beschäftigt Dich?
Wenn noch nicht klar ist, dass der Krebs ganz schlimm fortgeschritten ist, orientiere Dich an den Bereichen im Forum, die Informationen austauschen, was man alles versuchen kann. Wenn Ihr es erst seit vorgestern wißt, ist vielleicht noch alles offen. Krebs heißt nicht = Tod. Manchmal ja.
Aber viele, viele Menschen schaffen es auch.
Melde Dich, wenn Du magst. Das Forum ist eine tolle Sache, es hat mir in allen Phasen sehr geholfen. Auch wenn mein Papa es leider nicht geschafft hat.
Liebe Grüße, Janine
Hallo Janine,
auch mein Vater ist nun seit über einem Jahr nicht mehr bei uns. Und wie bei euch, haben auch wir uns im letzten Jahr entschieden, wieder nach vorn schauen zu wollen. Unsere kleine Maus kam am 31. Januar (genau 13 Monate nach Papas Tod) auf die Welt und hat uns gezeigt, dass das Leben bei all der Traurigkeit weiter gehen muss. Außerdem glaube ich ganz fest, dass mein Pa sie uns irgendwie "geschickt" hat. Er hätte immer so gern ein Enkelkind gehabt, aber damals waren wir noch nicht bereit dazu.
Dir wünsche ich alles Gute für deine Schwangerschaft!
Herzliche Grüße, Kerstin
Gestern haben wir unseren Freund leider zu Grabe getragen. Ich bin froh, ihn 2 Tage vor seinem Tod noch einmal besucht zu haben, obwohl er eigentlich keinen Besuch mehr haben wollte. Dass dieser Besuch ein Abschied für immer werden würde, war mir dabei durchaus bewusst. Trotzdem war die Todesnachricht schrecklich. Seine Frau war bei ihm, als er gestorben ist. Verwandte und Freunde haben sie bisher tatkräftig unterstützt.
Ich denke aber, dass Hilfe und Beistand besonders dann wichtig werden wird, wenn wieder der triste Alltag beginnt.
Ich wünsche allen viel Kraft und Beistand, die sich zur Zeit in einer ähnlichen Lage befinden.
Es tut mir sehr leid, Volkmar.
Ich wünsche Dir viel Kraft und natürlich auch seiner Frau.
Es geht ihm jetzt besser, ganz sicher!
Alles Liebe
Janine
oh,es tut sehr weh das alles hier zulesen,ich habe im Mai 2002 mein Bruder verloren,er hatte darmkrebs.erkämpfte bis zum letzen tag,dachte bis zuletzt das er es schafft,die krankheit zu besiegen,aber leider hat er es nicht geschafft,er ist 32Jahe geworden,ich fühle mit euch,gruß
peter
Kann es nicht glauben dass er schon mit 16 Darmkrebs hat! Ist sowas überhaupt möglich?Kann das einfach nicht glauben!Wenn der entfernt wurde kann der dann wieder kommen?Kann mir jemand Antworten?Bitte bin verzweifelt! :(
Servus M.S.
Hallo an alle,
als ich diese Seite gelesen habe, mußte ich feststellen das es noch mehr Menschen auf dieser Welt gibt, die so wie ich momentan Schwiereigkeiten haben ,dies alles zu verarbeiten und auch zu verstehen.
Mein Mann hatte im Dezember 2002 eine schwierige OP.Darmkrebs,danach künstlichen Darmausgang.
Es folgte Bestrahlung und Chemo.
Nun hat eine Niere versagt.Er trägt einen Nierenkatheder.
Seid einiger Zeit verändert sich seine Hautfarbe.Sie ist blau/weiß, die Augen sind leicht gelb.
Hinzukommt das er immer noch trinkt,obwohl im Dezember 02 eine Akut toxische Leberzirrhose dazu kam.In dieser Zeit hat mein Mann niemals aufgehört zu trinken.Während der ganzen Behandlungen hatte er niemals Probleme mit den Alkohol bekommen.
Wie auch immer trinkt er noch, nimmt seine Medikamente nicht.Und sagt ihm geht es gut.ER wolle sein Leben geniessen.
Für mich und die KInder ist das schwer zu verstehen.Und ich weiß nicht mehr weiter.
Was soll ich den Kindern nur sagen?
(Sie stellen mir ständig Fragen)
Wie wird es weiter gehen mit mein Mann ?
Was kommt da noch auf uns zu ?
Fragen über Fragen und ich bin Ratlos.
Ich habe Angst.
hallo tine,dein mann sollte am besten aufhören zu trinken und seine medikamente nehmen,sonst kann er sein leben nicht mehr lange genießen,mein bruder hatte auch ein künstlichen ausgang,er verstarb im mai 2002,mit 32 jahren,es war echt schlimm ihn leiden zu sehen,versuch doch alles das dein mann nicht mehr trinkt,er soll doch auch mal an dich und die kinder denken,das ist doch jetzt das wichtigste,ich wünsche dir alles gute und hoffe das ihr noch viel zeit miteinander verbringen könnt
Hallo,
vielleicht kann ich mit diesen Informationen helfen:
Wenn Sier den Noni Fruchtsaft von TNI noch nicht kennen solltet, dann kauft oder leiht folgende Bücher aus:
Noni - Die Frucht es Indischen Maulbeerbaumes von
Claus-Peter Leonhardt ISBN 3-442-16301-3 Preis 6,90 Euro
Heilwirkung der Morinda - Die Wunderfrucht aus der Südsee von
Sigrid Hirsch ISBN 3-901279-96-2 Preis 10,50 Euro
Der Vorteil von Tahitian Noni gegenüber herkömmlichen Noni-Säften ist der: Die Frucht Morinda citrifolia (Noni) wächst in französisch Polynesien auf einem Boden, der aus Vulkangestein besteht. Dadurch erhält der Baum sehr viele Nährstoffe bzw. kann sie bilden. Die meisten Studien ( z.B. von Dr. Neil Solomon) wurden auf Basis von Tahitian Noni gemacht, welche auch in meinen Buchtipps erwähnt werden.
Wenn Sie noch weitere Fragen haben, können Sie mich gerne anrufen oder mailen Sie mir doch einfach. Ich helfe Ihnen gerne weiter.
Gruß aus Siegen
Rainer Brück 8:)
Fon: 0271-89951
Email: brueck.rainer@t-online.de
Mein Gott macht mich das wütend !!!
Wir kämpfen hier mit unseren Gefühlen und es gibt doch tatsächlich Idioten, die daraus noch Kapital schlagen wollen. Wie sonst soll ich diesen blödsinnigen Buchtip sonst verstehen ?
Mensch Tine, du machst tatsächlich eine schwere Zeit durch. Ich verstehe dich sehr gut, aber auch deinen Mann kann ich verstehen. Es ist widersinnig zu trinken und die Hoffnung zu haben, man könnte sein Leben genießen. Wenn es die Leber nicht ist, die deinen Mann umbringt, dann ist es der Krebs. Vielleicht hat dein Mann trotz der Krankheit nicht vor sein Leben zu ändern. Ich glaube, dass er sich der Krankheit noch nicht gestellt hat und in den Alkohol flüchtet.
Mein Vater hat Dickdarmkrebs mit Lebermetastasen. Die Metastasen sind im letzten Monat gewachsen, er ist etwas schwächer geworden, ansonsten geht es ihm den Umständen entsprechend gut. Auch mein Vater hat immer viel getrunken ( Bier ). Ich gönne es ihm jetzt, wenn er mal ein Bier trinkt, denn mehr ist es nicht mehr. Wenn er jetzt mal eins trinkt, dann weiß ich, es geht ihm gut.Er hat Hoffnung und sich der Krankheit gestellt. Ich wünsche dir einen ähnlichen Erfolg. Sei deinen Kindern gegenüber so ehrlich wie möglich, auch sie müssen sich mit der Krankheit auseinandersetzen.
Ich wünsche dir viel Kraft diese schwere Zeit durchzustehen.
Gruß Nessie
Hallo Tina! Was mich etwas verwundert, verträgt Dein Mann denn den Alköhol???Ich hab ja auch ein Stoma vertrage seitdem nur ganz wenig Alkohol.Hab früher gern mal bei Veranstaltungen 2,3 Schoppen Rotwein getrunken, da krieg ich heute Durchfall ohne Ende, von Bier bekomm ich Blähungen.Also laß ichs. Vielleicht kommt daher der schlecht Zustand Deines Mannes.Mir hat man auch gleich in der Klinik gesagt, das Alkohol schädlich ist, besonders "harte" Getränke.Hat mir ja nichts ausgemacht(Schnäpse mochte ich noch nie)Ich glaube Männer tun sich überhaupt schwerer wenn Sie Ihr Leben ändern müssen,es ist ja auch nicht leicht zu akzeptieren für den Rest seines Lebens mit "einem Beutel an Bauch" rumzulaufen. Wenn man sich aber damit abgefunden hat, das es anders kein Leben gibt, kann man damit sogar sehr alt werden.Gibts bei euch in der Nähe keine Selbsthilfegruppe der ILCO ??? Vielleicht wenn Dein Mann sieht das man weiterleben kann, findet auch er wieder Sinn in seinem Dasein. Jedenfalls der Alkohol hilft Ihm nicht.
Ich wünsch Dir noch viel Kraft das alles durchzustehen
Waltraud
Hallo.
Heute habe ich erfahren, dass meine Mam Magen-Darm-Krebs hat. Ich habe solche angst, ich kann es nicht beschreiben. Der Krebs ist fast so groß wie ein Kinderkopf. Am Montag soll sie opperiert werden. Die Ärzte haben gesagt, dass ihre Chancen nicht sehr gut stehen. Ich bin fix und fertig. Wie wird es weiter gehen?
Hallo Nicole,
ihr müsst erst mal die OP abwarten. Wie es weiter geht wird sich meist erst danach ergeben. Ausschlaggebend wird sicher sein, wo der Krebs genau liegt und ob er schon gestreut hat. Also jetzt erst mal nach vorne sehen und positiv denken !
Lieben Gruß
Nessie
Danke schön. Die Ungewißheit jetzt ist dolle schwer. Und es ist schwer sie zu sehen, da sie nur noch Haut und Knochen ist. Wir werden das schon schaffen.
Hi Silke,
mein Vater starb am 20. 12. 2003 nach knapp sechs Monaten Diagnosestellung. Es war wahnsinnig. Da ich Kinderkrankenschwester bin und Weihnachten das erste Mal frei hatte, hatte ich mir fest vorgenommen mit ihm Weihnachten zu feiern, aber leider musste ich meinen Vater dann am 23.12.2003 einen Tag vor Weihnachten unter die Erde bringen, es war ein tollen Weihnachten :-(
Aber wer weiss was unseren Vätern alles erspart blieb!
Es ist hart, aber es muss weiter gehen.
In meinem Herzen ist er immer und da kann ihn mir niemand nehmen, nicht einmal der TOD!!!
Hallo Andrea,
mittlerweile ist mein Vater über zwei Jahre tod. Dieses Forum hat mich seitdem sehr unterstützt, und es freut mich sehr, daß es immer noch Reaktionen gibt. Auch das anderen Betroffenen damit geholfen wurde und Kontakte geknüpft wurden freut mich.
Auch mein Vater lebt in meinen Herzen immer weiter, darin ist er unsterblich.
Ich wünsche allen Betroffenen, ob selbst erkrankt oder Angehöriger, auch weiterhin die Kraft, diese schlimme Krankheit durchzustehen. Im Gedanken bin ich bei Euch.
Mein Papa ist im September 2003 verstorben. Ich war die ganze Zeit bei ihm, bis er friedlich eingeschlafen ist. Die letzten Wochen hatte er sich aber sehr gequält. Auch wenn das hart klingt, aber ich war irgendwie erleichtert, als er eingeschlafen war, weil er jetzt keine Schmerzen mehr ertragen muss!! Ich werde dich nie vergessen Papa! name@domain.de
Liebe Tine,
zu dem, was du über deinen mann schreibst, denke ich:
es ist SEIN leben.. und es wird SEIN tod sein.
er scheint es so zu wollen und er allein ist dafür verantwortlich.
sorge gut für dich und eure kinder. es scheint mir so, als könntest du nichts für ihn tun, was sein leben verlängert.
du kannst vielleicht dazu beitragen, dass er seinen frieden findet.
herzliche grüße
Maria
hallo ihr lieben
ich verfolge nun in regelmässigen abständen dieses forum und möchte mich heute auch einmal melden.
Unsere Mama hat seit 2 jahren krebs (zuerst Eierstock krebs und mitlerweile ist der gesamte Bauchbereich (magen Darm..) befallen
Vor 3 Tagen haben wir sie wieder ins KH gebracht und diesmal wurde uns nicht mehr viel hoffnung gemacht.
das wasser im Bauchraum erneuert sich rapide schnell und sie muss alle 2 tage punktiert werden.
Morphin Pflaster erhält sie auch.
Sie kann seit Wochen GAR NICHTS MEHR ESSEN und auch nichts mehr TRINKEN.
und wird nur noch künstlich ernährt .
Nun liegt sich im Bett , hat wahnsinnige Bauchschmerzen und muss sich alle 2,3 min übergeben.
Gestern wurde ihr dann noch eine Magensonde gelegt damit das erbrochene nicht über die (angegriffene) Speiseröhre sondern über den schlauch aus der Nase heraus"transportiert" wird.
ES BRICHT MIR DAS HERZ MEINE MUTTER SO LEIDEN ZU SEHEN......
Ich wünsche ihr dass sie diese Qual nicht noch viel länger ertragen MUSS und dass sie friedlich einschlafen darf .
Es hört sich zwar schlimm an aber ich denke dass sie da wo sie "hingehen" wird keine schmerzen ertragen muss und es ihr dort viel besser gehen wird.
ES TUT MIR ALLES SO LEID UND ICH WÜRDE IHR SO GERNE EINIGE SHMERZEN ABNEHEM WENN ICH NUR KÖNNTE....
VIELEN DANK FÜR DIESES FORUM:
So fühlt man sich nicht so alleine und kann sich mit ebenso betroffenen austauschen und Schmerzen und Trauer besser verarbeiten.
Würde mich über Email sehr freuen:
teeny@regina-schwarz.de
hallo,ich weiß nicht ob mein eintrag hier richtig ist.
auch mein papa ist an darmkrebs im fortgeschrittenen stadium erkrankt und hat metastasen in der leber. er bekommt chemo 5fu mit oxaliplatin und hat jetzt den dritten chemoblock. der erste chemoblock hatte nicht angeschlagen. nach dem zweiten wurde bei den untersuchungen festgestellt, daß 2 metastasen weg sind und die anderen bis auf 3 cm geshchrumpft sind. wir haben uns alle natürlich sehr gefreut. jedoch sieht seit montag die welt anders aus. er hat durchfall (dünn wie wassser) und leidet auch an appetitslosigkeit und übelkeit. wir wisssen nicht mehr weiter. heute soll er wieder eine chemo kriegen, muß jedoch vorher zu seiner ärztin rein. weiß jemand was das sein könnte? ich würde mich über jede antwort
sehr freuen.
viele liebe grüße manuela
Bärchen`s Petra
21.04.2004, 14:38
Hallo Manuela,
es ist schön, dass 2 Metastasen weg sind und die anderen schrumpfen. Die Nebenwirkungen mit Durchfall, Übelkeit und Appetitlosigkeit sind aber "normal" bei einer Chemo. Mein Mann hat hierfür "MCP - Tropfen" verschrieben bekommen, außerdem läuft mit der Chemo ein Mittel gegen Übelkeit und Erbrechen. Schau einfach mal bei "GOOGLE" unter "Oxaliplatin" da findest Du Angaben über das Medikament und die Nebenwirkungen, auch hier im KK sind viele Hinweise zu finden.
LG Petra
Ich verfolge seit langer Zeit dieses Forum..Manchmal hat es mir Mut und Kraft gegeben, oft war ich aber verzweifelt und bin in Hoffnungslosigkeit verfallen..
Meine Mami ist 1995 an Leukämie erkrankt. Das traf uns wie ein Keulenschlag..Aber wie durch ein Wunder hat meine Mutti diese sonst sehr aussichtslose Krankheit überlebt. Danach folgten sechs Jahre in denen sie alle drei Monate ihr Blut kontrollieren ließ..alles immer in Ordnung lt. ihres Onkologen.Und dann 2001 die Diagnose Darmkrebs..!!Wir haben die Welt nicht mehr verstanden. Warum wurde bei Ihrer Blutuntersuchung nie ein Tumormarker kontrolliert? Warum hat der Onkologe keinen Stuhlprobentest angeordnet obwohl meine Mamschi seit einem Jahr vorher schon über immer blutende Hämorhoiden geklagt hat..??Ein Tumor in der grösse 30x30wurde entfernt. Danach Xeloda die sie ein halbes Jahr genommen hat-jede menge Nebenwirkungen und die Lebermetastasen konnten schön brav wuchern..Inoperabel..Man hat ihr 2 Port zur Leber gelegt,dort eine Chemolösung direkt reinlaufen lassen, doch ein Port war defekt und die Chemo lief in den Bauchraum - unerträgliche Schmerzen folgten, bis man mal drauf kam woher sie denn stammen. Man schob das einfach auf ihr Essverhalten - somit hat sie sich garnix mehr essen u. trinken getraut und hat in wenigen Tagen satte 10 kg verloren. Sie ist mit zunehmender Chemozeit immer schwächer und müder geworden. Sie hat begriffen, dass sie die Chemo als Lebensverlängerung bekommt und viele Dinge w.z.b. ihre Enkeltochter die sie sehr geliebt hat nicht mehr aufwachsen sehen wird.Am 11.4 hat sie dann unerträgliche Magenschmerzen bekommen und alles was sie an Flüssigkeit (..essen ging schon lange vorher nicht mehr) zu sich genommen hat, hat sie sofort wieder erbrochen.Trotz Hausarzt der ihr Buscuban und Paspartin gespritzt hat wand sie sich regelrecht..wir haben sie am 13.4.ins Spital einliefern lassen weil wir keinen anderen Ausweg mehr wussten..Und da hat sie schon gesagt"..es ist vorbei, ich sag euch tschüss.."am 14.4 ging sie mit uns eine Runde am Gang - starke Sepsis war der Grund für ihre schlechte Verfassung und ihre Haut bekam auf einmal lauter Blutergüsse..aber man meinte trotz starker Vergiftung würde man alles in den Griff bekommen....trotzdem hat sie jeden Schluck erbrochen - alles Grün, auch beim Stuhl alles flüssig und grün und trotz 8 Imodium am Tag wurde es jetzt jeden Tag schlechter.Am 15.4. hatte sie auf einmal Probleme mit dem Sprechen - hat nur noch geschlafen, bekam 39 Fieber und die Flecken begannen sich auszubreiten. Man konnte regelrecht zusehen wie alles förmlich explodierte..!!Am 20.4. war sie schon total aphatisch..nur müde und auch zum trinken hat sie an diesem Tag aufgehört. Das war auch der Tag wo wir von den Ärzten hörten, es gibt keine Rettung mehr..Unfassbar, wenn Dir 2 Tage vorher ein Arzt sagt sie wird wieder..?Gestern, dem 21.4, einem Monat vor ihrem 63 Geburtstag hat sie in der Früh noch kurz registriert, dass ich da bin, aber heute, am 22.4. hat ihr der Tod seine Maske aufgesetzt.
Am 08.06. jährt sich zu ersten Mal der Todestag meines Papas. Ich muss jetzt schon viel an die letzten schweren Tage denken. Ich vermisse ihn furchtbar.
Was mich tröstet ist, dass ich nun in drei Monaten meine Tochter bekommen werde, so mein Bruder in knapp drei Monaten (ja, wirklich!)seinen Sohn bekommen wird - und ich weiß, dass er da oben seine Finger im Spiel hatte. Vielleicht klingt es albern, aber es hilft mir zu glauben , dass in den KIndern ein Stück von ihm bei uns sein wird.
Ich wünsche allen in schweren Situationen viel Kraft.
Das Forum hat mir damals sehr geholfen.
Liebe GRüsse
Janine
Hallo Janine
vielen Dank für Deine Zeilen
Ich hab meine Mama nach 2 Jahren Kämpfen und Hoffen am 20.04 04 verloren und es tut sooooooo schrecklich weh.
Das einzig tröstliche war , dass sie am Ende nicht mehr leiden musste und unter Morphium ganz friedlich und ruhig gehen durfte.
Doch wenn ich an die letzte Zeit zurück denke , das Leiden, die Schmerzen, das ewige erbrechen, nichts mehr essen und trinken können, die vielen Aufenthalte im KH, das Hoffen und Bangen dass es vielleicht doch wieder besser wird.
Leider haben wir alle den Kampf gegen diese SCHRECKLICHE KRANKHEIT verloren und wieder mal hat der Krebs gesiegt............
Ich wünsche allen in diesem Forum viel viel Kraft und Trost
Liebe Grüsse
Regina
Ich bin vor ein paar Wochen auf dieses Forum gestoßen, da ich auf der Suche nach evtl. neuen Therapien war.
Jetzt ist es aber doch leider eingetreten. Am 02.06.04 ist mein bester Freund eingeschlafen. Nach 2 Jahren ständiger Angst, Qälerei und Hoffnung bis zum letzten Tag hat er diesen Kampf verloren. Es ist einfach nur furchtbar. Volker, wir werden Dich nie vergessen!!!
liebe antje,
ich weis wir schrecklich es ist einen geliebten menschen zu verlieren
meine mutter ist am 17.05.04 gestorben
auch bei ihr waren es höhen und tiefen
ich wünsche dir für dir kommenden tage viel kraft
liebe grüße
kailua
Meine Schwiegermutter litt ca. 2000 an Brustkrebs, ein über 2,5 cm Karzenom. Sie wurde erfolgreich operiert und hat sich vor kurzem ihre Brust wieder aufbauen lassen. Nach diesem ganzen Theater kommt jetzt der nächste Schock, mein Schwiegervater, Enddarmkrebs. Er möchte sich jetzt in Heidelberg operieren lassen. Es gibt da eine andere Möglichkeit sich behandeln zu lassen
Beitragsänderung durch die Moderatorin:
2. Unterstützung des Arzt-Patienten-Verhältnis
Nutzer, die mit ihren Beiträgen das Arzt-Patienten-Verhältnis stören möchten, etwa durch eine Propagierung der sog. "Neuen Medizin" oder vergleichbaren nicht anerkannten "Therapierichtungen", werden zum Schutze der anderen Nutzer sofort von der Nutzung ausgeschlossen.
Oder wie hier geschehen, werden Teile aus dem Beitrag gelöscht. Jutta - Moderatorin
Ich hoffe ein bisschen geholfen zu haben. Viele Liebe Grüsse......
mein mann ist mit 39 jahre am 25.02.04 am Darmkrebs gestorben.(seit diagnose war das 10 Monate)Ich kann nur sagen das er nicht gelitten hat,was für mich sehr wichtig war.er war durch ganze 10 monate nur ambulant im krankenhaus(chemioterhapi)und fast bis ende geht ihm gut.er warv sogar noch mit kinder anfangs februar zu ski urlaub,ist nicht ski gefahren,aber könnte die zeit genisen mit dem kinder(20 und 80jahre Alt)
mein mann ist mit 39 jahre am 25.02.04 am Darmkrebs gestorben.(seit diagnose war das 10 Monate)Ich kann nur sagen das er nicht gelitten hat,was für mich sehr wichtig war.er war durch ganze 10 monate nur ambulant im krankenhaus(chemioterhapi)und fast bis ende geht ihm gut.er warv sogar noch mit kinder anfangs februar zu ski urlaub,ist nicht ski gefahren,aber könnte die zeit genisen mit dem kinder(20 und 80jahre Alt)
Liebe Janine,
wir haben uns zu früheren Zeiten über dieses Forum einige Mails geschickt. Auch mein Vater ist vor 1,5 Jahren leider an Darmkrebs verstorben. Seit 6 Monaten habe ich nun auch eine kleine Tochter. Das Enkelkind, dass er sich immer gewünscht hatte. Auch ich bin der festen Überzeugung, dass uns die Kleine "der Himmel geschickt hat" und dass in ihr ein Stück ihres Großvaters weiterlebt.
Für den Rest der Schwangerschaft, die Geburt und die Zeit mit deinem Kind wünsche ich dir alles, alles Gute. Es ist so schön zu sehen, dass das Leben weitergeht, auch wenn wir unsere Lieben nie vergessen werden.
Liebe Grüße, Kerstin
hallo Sabine, wie geht es Dir? Ehrlich...
bin auch erkrankt an den scheiss, sorry, Krebs, op, am Darm erfolgreich, habe aber Metestasen an Leber und beiden Lungen.
Habe scheiss Angst, aber nicht wegen mich, sondern wegen meinen
Kids, 4, 5, 11, und 12 und bin alleinerziehend. Die Ärzte sagen
nie nicht was ist, aber habe so im Internet geschaut, und gesehn
das meine Lebensdauer nicht so hoch ist, ich denke mal 2 Jahre, wenn nicht etwas entscheidenes in Wissenschaft geschied.
Wie geht es Dir heute, bitte, schreibe mal, weil ich brauche
Feetback.
Wenn du nicht schreiben willst auch ok.
Wünsch dir auf alle Fälle alles Gute.
Maren
Hallo zusammen ,
Meine Ma hat einen Hirntumor Endtadium. Es tut so weh, sie so leiden zu sehen und so hilflos daneben zu sitzen...Ich pflege Sie, aber manchmal denke ich auch, ich mache alles Falsch...
Hallo alle hier,
ich habe schon ab und zu hier im Forum wegen meiner Mama geschrieben. Die Überschriften "Endstatium" und "Letzte große Reise" haben mich jetzt bewegt, mich noch einmal zu melden.
Wir haben meine Mama vor einer Woche aus der Klinik geholt. Ärztlicherseits kann man nichts mehr für sie tun. Jetzt wollen wir ihr ihren Wunsch zu Hause zu sterben ermöglichen.
Sie wird jeden Tag schwächer, hat keine Schmerzen, aber was alles dennoch schrecklich erschwert und kaum mit anzusehen ist, ist ihre fürchterliche Unruhe. Trotz Beruhigungs- bzw. Schlafmittel kommen wir dagegen nicht an. Tagsüber geht es noch, sogar ohne Medikamente einigermaßen. Aber gegen Abend, heute seit 17.00 bis jetzt, versucht sie sich im Bett von einer Seite auf die andere zu schaffen, stöhnt dabei, findet einfach keinen Frieden. Wir reden mit ihr, versuchen wirklich alles und erreichen keine Linderung dessen, was für uns nach schrecklicher Quälerei aussieht.
Wir sind manchmal sehr verzweifelt. Kennt jemand von Euch diese Symptome bei einem seiner Lieben, die auch den Kampf gegen diese Krankheit verloren haben oder sich noch auf der letzten großen Reise befinden.
Eine schöne Formulierung, glaube ich doch auch, dass sie an einem schönen Ort enden wird, so beschwerlich der Weg im Augenblick auch scheint.
Dennoch wäre ich für eine Rat, eine Erfahrung dankbar.
Liebe Grüße, Billa
Hallo Billa,
war bei meinem Vater so ähnlich. Wir hatten auch den Eindruck
dass er halb hier und halb schon auf der Reise war. Was sehr schlimm war er hat nicht mehr geredet sondern nur gestöhnt und war unruhig. Ob er Schmerzen hatte wissen wir leider nicht, aber wir denken nein. Geh mal bitte auf folgenden Link:
http://www.ahora.ch/HTML/st.html#
Stehen recht interessante Dinge darin. Vielleicht hilft es euch weiter. Wünsche euch viel Kraft und lasst euere Mam nicht allein. Alles liebe Gabi
Liebe Kerstin,
ich danke Dir. Ich bin jetzt kurz vor der Geburt und träume viel von meinem Vater. Er wird in meiner Tochter weiterleben.
Auch Dir alles Gute!
Janine
Hallo Anabelle,
Habe Deine Zeilen gelesen, meine Mutter liegt auch in Spanien (Reus) bei Taragona im Krankenhaus. Momentan liegt sie wieder
seit Freitag im Krankenhaus, wegen Brechen. Sie hat eine Magen Darmentzündung. Man hat ihr Säure mit einer Sonde rausgeholt.
Heute morgen hat man ihr 3 Fläschen Blut abgenommen, um den Großbild zu machen. Sie hat ein Problem, dass die Gefahr besteht, dass der Darm durch die Metastasen zuschließt und kein Stuhlgang mehr haben kann. Heute hätte die Ärztin zu mein Vater gesagt, sie hätte nur noch 3 Monate zu leben. Ich war heute am Ende. Habe von der Arbeit sofort frei bekommen. Ich kann es mir nicht vorstellen, es sind keine Metastasen zu anderen Organen rübergegangen, nur unten, dann sagt meine Mutter sie hätte hunger wie ein Stier,aber sie muss jetzt Haferschleimdiät essen, wegen der Entzündung. Meine Bekannten hier (Apotheken, Krankenschwester,usw.) haben gesagt, es kann ja nicht sein. Die irren sich. Mein Vorhaben ist, meine Mutter nach Deutschland zu holen, ist aber zur Zeit nicht Reisefähig. Ein Krankenrücktransport würde mir 7.000,00 Euro kosten.
Bin einfach mit dem Nerven am Ende.
Hat jemand Rat oder Erfahrung davon ?
Viele liebe Grüsse
Susana
Hallo Anabelle,
sobald deine Mutter reisefähig ist, solltes du versuchen, sie per Charterflug nach Deutschland zu holen, oder wenn dir die Zeit zu lange wird, frage doch in deinem Freundeskreis ob dich jemand mit Geld für diese Aktion unterstützen kann. Ich glaube ich würde nach Spanien fliegen oder mit einem "Europabus" fahren um mir selbst ein Bild zu machen und mit den Ärzten zu sprechen.
Alles Liebe
Jessy
Seit Jahren nehme ich Hoffnung beim Lesen in diesen Seiten. Mein Mann ist 11/00 an Darmkrebs pT3NoMo operiert worden, alle Nachkontrollen o.B., Anstieg der Tumormarker 12/03, kein klin.Befund, alles untersucht, CT,MRT, Sono,Szintigramm,PET nichts. Schmerzen, Morphiumpumpe auf Grund ungeklärter Schmerzen.Jetzt inoperabler Beckentumor,Lungen- und Knochenmetastasen keine Hoffnung.Heute Colostoma, wenn er die op übersteht, was bleibt? Eine Chemo wurde schon vor 4 Jahren abgebrochen wegen NW. Ich kann diese Aussichtslosigkeit nicht akzeptieren und darf doch vor ihm nicht weinen und auch weinen hilft ja nicht. Nichts hilft. Was verspreche ich mir hier? Beim Lesen dieser Zeilen Mit-Leid fremder Menschen, anonymer Trost, fachlichen Rat? Von wem? Neue Therapien? Wo? Gäbe es eine Therapie gegen Krebs, stüneden diese Seiten nicht voll von Leid....
Roth August
13.11.2004, 21:39
Wenn ich das alles lese wird es mir angst ich habe auch Lebermetatasen
ich glaube fast es wird mir genauso erghen wie bring ich das nur meier schwester bei
Anna:
Das ist wirklich schlimm - habt Ihr
das von der Krebsgesellschaft vorgeschlagene
Nachsorge-Programm gemacht (1/4-jährlich
bis 1/2-jährliche Untersuchungen mit Sono,
Röntgen-Thorax etc. für 2 Jahre usw.) ?
Wahrscheinlich ja.
Darf ich fragen, wie lange die letzte
Nachsorge-Untersuchung vor der Diagnose
der Metastasen her war und in welchem
Zeitabstand die Nachsorge in der Zeit vor
dem Aufspüren der Metastasen war ?
Grüße
hallo anna
Welche chemo hast dein mann denn damals bekommen, es sind neuere auf dem markt.
Gruß und alles gute.
Ulla
Neues Medikament im Einsatz gegen Darmkrebs
Ein neues Medikament verspricht bessere Heilungschancen bei Darmkrebs. Bei einer Tagung der Amerikanischen Gesellschaft für klinische Onkologie in San Francisco sprach Leonard B. Saltz vom Memorial Sloan-Kettering Krebszentrum in New York City von einem Durchbruch in der Behandlung von Darmkrebs und möglicherweise weiteren Krebsarten.
Das Präparat mit der Bezeichnung IMC-C225 wurde in einem klinischen Versuch bei 120 Patienten eingesetzt, die an Darmkrebs im Endstadium litten. Bei einem Viertel der Erkrankten verkleinerte sich der Tumor um bis die Hälfte seiner Größe.
Die Wirkungsweise des Medikaments beruht auf einem besseren Verständnis der Mechanismen, die das unkontrollierte Wachstum von Tumoren verursacht. Während bei einem Großteil der bislang üblichen Therapien jedes schnellwachsende Gewebe im Körper angegriffen wird, zielt der neue Wirkstoff auf einen Vorgang, der Krebszellen von gesunden Zellen unterscheidet. Viele Krebszellen produzieren eine große Anzahl von Wachstumsfaktoren, das sind Botenstoffe, die ein Signal zur Zellteilung geben. Treffen diese auf die Rezeptoren in der Krebszelle, entsteht ein Kreislauf, der zu einer ständigen Vergrößerung des Tumors führt.
Die Forscher vom Sloan-Kettering-Krebszentrum haben nun mit ihrem Präparat einen Weg gefunden, das den Rezeptor am Empfang des Zellteilungssignals hindert. Auch wenn dieser Prozess den Krebs nicht vernichtet, macht er ihn doch kontrollierbarer und empfindlicher für weitere Formen der Behandlung, beispielsweise die Effekte der Chemotherapie. Außer einem akneähnlichen Hautausschlag wurden bislang keine Nebenwirkungen beobachtet.
Saltz erklärte in San Francisco, dass diese Entwicklung eine neue Hoffnung für viele Krebspatienten darstellt, weil sie einen anderen Weg der Krebstherapie repräsentiert. Eine Erfolgsrate von 25 Prozent in einer Gruppe, wo es kaum noch Hoffnung gab, beschrieb er als unglaublich.
Marion Herzog
Ach Papa.
Zwei Jahre ist es nun her. Du hast Dich so gequält. Bis heute verfolgen mich die Bilder.
Ich vermisse Dich.
Deine Enkeltochter ist jetzt 9 Monate alt.
Ich hoffe, Du kannst Sie sehen.
Deine Janine
Hallo zusammen,
ich habe inzwischen auch so viel über Krebs gelesen, aber irgendwie habe ich immer noch das Gefühl, ich habe keine Ahnung...
Meine Mutter wurde im Mai letzten Jahres an einem Dickdarm-Karzinom fortgeschrittenen Stadions operiert. 6 von 10 entnommenen Lymphknoten waren auch befallen und auch ein Eierstock wurde entfernt.
Seither bekam sie Chemo, die zweimal "verstärkt" wurde, weil sie nciht anschlug. Vor der letzten Änderung wurde Rezidive im kleinen Becken und am Harnleiter festgestellt, die wohl inoperabel sind. Leider hat die letzte Chemo-Phase sie körperlich komplett umgeworfen. Sie hat nichts mehr gegessen und jeden Tag Fieber gehabt, von Schleimhautproblemen ganz abgesehen...Nach einer Woche mit künstlicher Ernährung zu Hause und fast durchgängigem Fieber, haben mein Vater und ich sie ins Krankenhaus gebracht. Dort liegt sie nun seit vier Wochen und die Ärzte können das Fieber nicht dauerhaft senken. Mama bekommt jeden Tag fiebersenkende Medikamente und Antibiotika, von denen bisher aber noch keines angeschlagen hat. Zusätzlich bekommt sie momentan Durogesic-Pflaster und flüssiges Morphin. Wie geht es nun weiter? Am Mittwoch wollen die Ärzte sie entlassen, weil sie "den Entzündungsherd nicht finden können" und sie soll mit den gleichen Beschwerden, wegen denen wir sie eingeliefert haben, wieder entlassen werden. Ist das denn der klassischer Verlauf einer Krebserkrankung? Können auch Tumore Fieber hervorrufen und heißt dass jetzt, dass ihre Zeit knapp wird? Das Einzige, was uns der Arzt gesagt hat in Sachen Zukunft, ist der Vorschlag, uns doch schon mal mit Hospizen in Verbindung zu setzen. Ich bin so empört und fühle mich so hilflos irgendwelchen Ärzten ausgeliefert. Außerdem habe ich Angst vor der Zukunft und davor, meiner Mutter einfach nicht helfen zu können und ohne Hilfe der Ärzte "weiter machen zu müssen"...Ich weiß ja noch nicht mal, ob das das Endstadium ist, aber ich gehe mal davon aus...
Was sagt Ihr dazu und wie sind Eure Erfahrungen mit erkrankten Verwandten? Gab es da ähnliche Erfahrungen?
Ich habe ganz schreckliche Angst!
Hallo Ellen, veranlasse doch mal, dass sie einen elektromagnetischen Bluttest macht, da kann man rausfinden wo der übeltätiger sitzt. du kannst mir gerne schreiben wenn du noch fragen hast, lg sabine
Hallo Ellen,
Es muß nicht unbedingt ein Tumor sein, der in diesem Stadium Fieber hervorruft.
Ich würde Euch raten, Deinen Ausführungen zufolge, nach einem Hospiz oder einer palliativen Station zu schauen. Bitte sei nicht empört, die Ärzte sehen, daß keine Behandlung mehr anschlägt, und Deine Mutter immer schwächer und es für sie nur noch eine Quälerei sein wird. Falls Ihr sie zu hause behalten möchtet, kannst Du auch den lokalen mobilen Hospizverein kontaktieren, sowie einen Sozial- und Pflegeverein, die Euch unterstützen können.
http://www.hospize.de/texte/adressenliste/AUSWAHL.HTM
Ich wünsche Euch viel Kraft.
Liebe Grüße
Jutta
Hallo Sabine, Hallo Jutta,
danke für Eure schnellen Antworten. Tatsächlich haben wir heute abend auch einen Termin wegen ambulanter Betreuung zu Hause durch ein Hospiz. Ich bin eigentlich auch weniger empört darüber, dass die Ärzte das ansprechen, als dass sie andererseits nicht wirklich mit offenen Karten spielen. Mal ganz im Ernst, ich sehe ja ein, dass es meiner Mutter schlecht geht und man wahrscheinlich nicht mehr viel daran ändern kann, aber dann möchte ich doch auch einen Arzt haben, der mich über diesen Zustand detalliert aufklärt! Aber Zeit ist halt Geld, das wird mir in den letzten Monaten in Bezug auf Ärzte immer mehr bewußt...jedenfalls bei denen, auf die ich getroffen bin.
@ Sabine: Was ist denn ein elektromagnetischer Bluttest. Davon habe ich noch nie was gehört...muss man dafür zum Spezialisten oder kann man ihn theoretisch in jedem Kreiskrankenhaus durchführen? Wird da nur Blut entnommen und eingeschickt...Fragen über Fragen :-)!
Eigentlich möchte ich auch wissen, wo wir nun im Krankheitsverlauf stehen, alleine schon, um mich darauf vorzubereiten und für meine Mama das Leben so angenehm wie möglich gestalten zu können...sie tut mir so leid, weil sie immer gekämpft hat und sogar fünf Wochen Fieber bisher jeden Tag weggesteckt hat, ohne aufzugeben...
Hallo Ihr,
ich habe gestern erst erfahren wie schlimm es um meine Schwiegermutter steht. Sie hat einen künstlichen Darmausgang gelegt bekommen um einem Darmverschluss zu verhindern. Es ist aber ursprünglich Eierstockkrebs, der sich über den ganzen Bauchraum ausgebreitet hat. Der Arzt meint, Chemo oder sonstige Therapien wären nur Quälerei, es bleibt nur noch Schmerztherapie und Flüssigkeitszufuhr. Sie ist schon 77 aber noch guter Verfassung.
Jetzt soll sie in den nächsten Tagen entlassen werden. Ich mache mir grosse Sorgen, weil wir in Spanien leben und zuhause nur ihr Mann und ihr ältester Sohn sind. Die sind beide absolut nicht in der Lage sie zu versorgen oder den Haushalt zu führen oder sonstwie hilfreich zu sein.
Was kann ich jetzt zweckmässigerweise tun/veranlassen??
Kann mir jemand raten?
Liebe Grüsse,
Elena
Danke Ellen!
Ich werde mal schauen ob es da auch so ambulante Hospizdienste gibt. Die werden wir sicherlich brauchen. Und mich mit der KK in Verbindung setzen. Ich bin sicher, dass weder mein Schwiegervater noch mein Schwager es auf die Reihe kriegen, daher versuche ich von hier aus soviel wie möglich zu erledigen. Mein Mann fliegt dann nächste oder übernächste Woche nach Deutschland und kann dann das Nötige vor Ort veranlassen.
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