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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Letrozol (Femara) in der adjuvanten Therapie???


28.07.2004, 20:22
Hallo!
Meine Mutter hat Brustkrebs, ist bereits operiert worden und denkt jetzt darüber nach, ob sie die chemo über sich ergehen lassen will oder nur Bestrahlung und Anti-Hormon-Therapie anwendet. In diesem Zusammenhang meine Frage: Wir haben bisher nur davon gelesen, dass Letrosol (Femara) im Anschluss an die Behandlung verabreicht wird. Nun habe ich gehört, es würde auch Sinn machen es von Anfang an zu nehmen.

Gibt es Studien, in denen Letrozol in der adjuvanten Brustkrebstherapie mit Lymphknotenbefall eingesetzt wurde???schubski@yahoo.com

Elfe
28.07.2004, 23:32
Lieber Torsten,
etwas weiter unten, hat sich Nina zu diesem Thema geäußert.
Siehe
http://www.krebs-kompass.org/Forum/showthread.php3?id=10448

Nach ähnlichen Ergebnissen einer Studie zu Anastrozol und Tamoxifen wurde der Aromatasehemmer "Arimidex" ziemlich schnell auch für die neoadjuvante Therapie "zugelassen". Wenn das bei Femara derzeit noch nicht der Fall sein sollte, ist bald damit zu rechnen, dass es ebenfalls die Zulassung bekommen wird.
Liebe Grüße und alles Gute für Deine Mutter
Elfe

31.07.2004, 02:09
Lieber Torsten,

Femara ist ebenfalls zur adjuvanten Therapie bei hormonrezeptorpositivem Brustkrebs bei postmenopausalen Patientinnen zugelassen und hat laut Studien gegenüber Tamoxifen einen Vorteil in der Überlebensrate.

Der Nachteil ist, dass die Langzeitwirkung von Femara noch nicht so gut erforscht sind wie bei Tamoxifen. Bekannt ist jedoch, dass das Osteoporoserisiko bei Femara gegenüber Tamoxifen erhöht ist.

Ich hab elange überlegt, was ich nehmen soll und habe mich für Femara entschieden. Ich vertrage es relativ gut abgesehen von leichten Knochenschmerzen ab und zu, die ich aber für eine geringeres Rezidivrisiko gerne in Kauf nehme.

Manchmal muss man beim Arzt etwas drängeln, um Femara zu bekommen - es ist erheblich teurer als Tamoxifen.

Alles Gute + viele Grüsse
Andrea