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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Mein Vater - Plattenepithelkarzinom der Lunge


Stina
17.07.2004, 12:25
Es geht um meinen Vater, 80 Jahre, noch knapp 46 kg. In den letzten Jahren oft Husten mit Auswurf, Atemnot, oft geröngt, nichts gefunden oder nun durch CT: Plattenepithel des linken LUngenflügels mit einer AUsdehnung von 2 x 3 x 5 cm. Keine Metastasen, Knochensyntigramm, Hirn usw. Diabetiker. Es wird überlegt, zu operieren, wäre die beste Möglichkeit, aber Vater ist sehr schwach. Der Tumor wäre schwierig zu operieren. Der Operateur schaut sich ihn montag persönlich an. Und entscheidet dann. Wie lange dauert so eine OP, wie lange die Zeit im Krankenhaus? Wer hat schon ein Plattenepithelkarzinom ohne Metastasen operiert bekommen? Wie groß sind die Überlebungschange ohne und mit OP?

Stina
29.07.2004, 20:54
Kennt sich jemand mit dem Kalium-Wert im Blut und mit Insulin bei LUngenkarzinomen aus? Bei meinem Vater wrude heute ein stark erniedrigter Wert festgestellt und er wurde deswegen und wegen erhöhtem Blutzuckerwert insgesamt und zu niedrigem morgens ins Krankenhaus eingewiesen. Wer hat ähnliches erlebt?

29.07.2004, 23:32
Liebe Stina

Insulin ist ein Problem der Bauchspeicheldrüse, resp. von speziellen auf der Bauchspeicheldrüse, ob hier ein Zusammenghang mti dem LK besteht ist eher anzuzweifeln. Wahrscheinlich ehr ein Problem von "Belzebub und Teufel"! Ausnahem könnte sein, wenn er im untere Lungenflügel sitzen würde un dort bestrahlt wurde und es zu Strahlenschäden auf der Pankreas gekommen wäre, dies sollte aber nicht der Fall sein.

Kaliumwerte die niedrig sind, sind oft im Sommer zu finden bei vielem Schwitzen und evtl. einer Darmgriippe mit/ohne Erbrechen und Durchfall, sicher es gibt noch andere Gründe, aber es ist ein Mineralsalz das via Darm auf genommen wird und auch dort ausgeschieden wird (bei Durchfall). Kalium beeinflusst die Herzfunktion u.a. und ist deshalb wichtig für das Herz. Aber auch hier ist die wahrscheinlichkeit, dass es vom LK kommt eher klein.

Sollte aber mit dem Arzt besprechen werden, beides kann man an sich gut behandeln.

Wie alt ist dein Paps und lag schon Diabetes vor?

LG Liz (Willy ist im KH)

Stina
30.07.2004, 07:31
Hallo Liz! Ja, Papa spritzt seit ca. 2 Jahre Insulin. Er ist 80 Jahre alt und kommt später ins Krankenhaus.

30.07.2004, 10:58
Mein Paps liegt auch schon seid fast 2 Wochen im Krankenhaus. Gestern musste er auch 2 Brausetabletten Kalium zu sich nehmen. Er bekommt jetzt morgens schon 16 Tabletten.......

30.07.2004, 12:30
Hallo ihr lieben,

kann es sein, Stina, dass dein Papa Kortison nimmt?
Bei einer längeren Einnahme kann nämlich der Kaliumspiegel sinken, was widerum die Herzfunktion beeinträchtigen kann.
Des weiteren ist Kortison ein "Gegenspieler" von Insulin, d.h.,
irgendwann kann der Körper das Kortison nicht mehr kompensieren und die Blutzuckerwerte steigen oder entgleisen sogar.
So hat mir das die Onkologin erklärt.
Ich hoffe, ein wenig geholfen zu haben und wünsche euch alles Gute!

30.07.2004, 12:33
Danke J. !
Da wirst du recht haben. Mein Paps muß Kortison nehmen.Und höhere Blutzuckerwerte hat er auch.

30.07.2004, 15:07
hi alex,
ist dein paps insulinpflichtig? Oder war er vorher gar nicht zuckerkrank?
weshalb bekommt er das kortison?

Liebe Grüsse!

Stina
30.07.2004, 16:21
Vielen Dank für Eure Antwort. Jedenfalls liegt mein Vater jetzt im Krankenhaus, bekommt Sauerstoff. Und er nimmt Kortison.

31.07.2004, 09:57
Kortison bekommt er wegen einer Lungenfibrose........
Tja und dann noch der Krebs dazu. (Alles eine Sch....)

Stina
01.08.2004, 18:27
Bei meinem Vater wurde vor ca. 3 WOchen Lungenkrebs festgestelle. Das Karzinom ist 2 x 3 x 4 cm groß, keine Metastasen. Es wurde keine OP gemacht und auch vorläufig keine Chemo und Bestrahlung, da er nur noch 42 kg wiegt.
Er war 14 Tage im Krankenhaus, 10 Tage zu Hause, die Atemnot wurde immer schlimmer, die Blutzuckerwerte sind völlig entgleist, der Kaliumwert auch, einfach alles. Ist seit Freitag wieder im Krankenhaus, morgen wird eine LUngenfunktionsprüfung gemacht, er liegt nur noch, will "nach Hause", aber da würde er wohl ersticken, so schlecht wie er Luft bekommt. Leider versteht man im täglich schlechter, da es sehr auf die Stimme schlägt. Wer hat ähnlcihes erlebt?

03.08.2004, 10:45
hallo stina!

bei meiner mutter wurde ende januar rachenkrebs diagnostiziert, da wog sie nur noch 36 kg! trotz alle dem hat man mit ihr über 2 monate eine wöchentliche chemotherapie gemacht, die ihr, glücklicherweise, auch gut bekommen ist! nach der chemo wog sie dann vielleicht 38 kg und ab da hat man dann mit einer täglichen strahlentherapie angefangen! du siehst, es geht auch mit wenigen kilos! haben die ärzte euch bzw. dir gesagt, warum sie keine chemo oder so machen wollen?

ach ja, und wenn dein vater unbedingt nach hause möchte, dann lass ihn! es gibt auch zuhause genug möglichkeiten sich um ihn zu kümmern und so ist er dann wenigstens in seiner gewohnten umgebung!

lg manuela

Stina
03.08.2004, 11:10
Mein Vater war jetzt in drei verschiedenen Krankenhäusen. ALle sind spezialisiert auf Chemo bzw. Bestrahlung. Jeder lehnt die Bestrahlung ab, da er nur noch 42 kg wiegt, noch zusätzlich eine Chron. Bronchitis und COLD-Erkrankung der Bronchien hat und außerdem unter Herzrytmusstörungen leidet, diese würden bei Chemo sich noch verschlimmern und bei der Bestrahlung würde das Herz auch teilweise mitbestrahlt, da der Tumor in Herznähe sitzen würde. Er kommt Freitag nach Hause.

03.08.2004, 21:39
Stina..... Liebes - gib die Hoffnung nicht auf. Habe mir jetzt etliche Bücher über Lungenkrebs bestellt. Wie ist es mit deinem Vater, lässt er sich hängen (meiner ja, und das tut verdammt weh..)
Habt ihr ein Sauerstoffgerät zu Hause ? Das hift meinem Vater sehr gut.... Bin da wenn du jemanden zum reden brauchst..
Liebe Grüße
Alex

Stina
03.08.2004, 21:54
Hallo Alex! Danke für Deine "Aufmunterung". Auch ich habe Bücher über Lungenkrebs gelesen, im Internet nachgesehen, er war in verschiedenen Kliniken, ich habe mit verschiedenen Ärzten gesprochen, gemailt, überall in Deutschland. Nix zu machen. Der Tumor kann rasch wachsen, langsam wachsen, es sind momentan noch keine Metastasen da, können aber schnell kommen. Ein Sauerstoffgerät hat er. Auch mein Vater läßt sich hängen. Wie alt ist Dein Vater? Man versteht ihn kaum noch beim Sprechen und er kann auch kaum noch Sprechen, bekommt dann noch weniger Luft als so schon. Er liegt nur noch. Ein Sauerstoffgerät ist bestellt. Im Krankenhaus bekommt er Sauerstoff, aber dies hilft auch nichts. Seit heute ist er von der Inneren auf die Palliativ-Station verlegt worden, da ist wenigstens keine richtige Krankenhausatmösphäre, sondern so ähnlich wie eine Ferienwohnung. Zur Not könnte meine Mutter auch mal dort bleiben. Wie geht es Deinem Vater? Wie alt ist er? Sind Metastasen betroffen? Wie wird er behandelt?

04.08.2004, 07:02
Mein Vater ist 66. Ob Metastasen da sind weis ich nicht. In der Uni Klinik ist kein Arzt zusprechen und Fragen möchte ich meinen Vater auch nicht. Er spricht nicht über Krankheiten...... Behandelt wird er zu einem mit Iressa und dann noch div. Pillen ( Kortison, etc.....)

Stina
04.08.2004, 08:22
Wie seit Ihr an IRESSA gekommen? In welcher Klinik? Bei uns in der NÄhe soll es keine geben, die an den IRESSA-Studien teilnehmen...

04.08.2004, 23:45
Uni Göttingen....haben ihm gleich nach am 2 tag angesprochen,ob er mit iressa einverstaden ist..................

Stina
12.09.2004, 09:42
Mein Vater hat ein Plattenepithel-Karzinom. Diese Nacht hustete er so stark, daß meine Mutter meinte, er würde ersticken. Dabei kam relativ viele Tropfen helles Blut. Was ist das?

12.09.2004, 10:13
Liebe Stina!

Das Blut kann von einem geplatzten Äderchen kommen,das durch die Anstrengung vom Husten kaputt gegangen ist.
Es kann aber auch etwas ernsteres sein.Ich würde sofort zum Arzt fahren um es abklären zu lassen.

Liebe Grüße Binchen

Stina
22.09.2004, 10:20
Bei meinem Vater wurde vor 12 Wochen ein Plattenepithel-Ca der Lunge, wegen reduziertem Allgemeinzustand jedoch keine OP, Chemo und Bestrahlung möglich, festgestellt. Vor 2 und 1 Woche kam beim Husten Blut gespritzt.
Die Diagnose vor 12 Wochen lautete:
Nicht-kleinzelliges Bronchialkarzinom linker Oberlappen (C34.1).
Plattenepithel-Karzinom
Tumorstadium T2C2, N0C2, M0C2
Diabetes mellitis
COPD
Kachaxie
Das CT vom Thorax ergab ein ca. 2 x 3 x 4 cm großes cavernenhaltiger Prozess im linken Oberlappen. Keine eindeutig pathologisch vergrößerten Lymphknoten mediastinal/hilär. Struma mit regressiven Veränderungen/Verkalkungen.
Gestern wurde ein Kontroll-CT gemacht. Diagnose jetzt:

Am oberen Hiluspol li ausgedehnte tumoröser Raumforderung mit Durchmesser von 5,5 x 4,5 cm. Eine große zentrale Nekrose und wächst deutlich ins mittlere Mediastinum ins aortapulmonare Fenster. Umschließt den Oberlappenbronchus.
Im li Oberfeld fleckförmige und flächtige Belüftungsstörungen durch zentral sitzende Raumforderung. Außerdem im lateralen Oberfeld einen ovalären 2 x 1,5 cm großen Herdbefund. DD: Im sSinne eines Streuherges. Peritumorale lokale Infiltration.
Kein Nachweis eines intrapulmonalen Rundherdes rechts und kein Infiltrat rechts. Kein Pleuraerguß bds.
Im mittleren Mediastinum Weichteiltumor, der sich per continuitatem vom Hiluspol ausgebreitet hat. Isoliert liegende pathol. vergrößerte Lymphknoten zeigen sich mediastinal nicht.
Kein Nachweis einer Raumforderung in beiden Nebennieren. Große Zyste am oberen Nierenpol rechts.

Hat sich der Befund gegenüber von vor 12 Wochen verschlechter?
Hat der Tumor gestreut?
Gibt es nun Metastasen?

Da die Hausärztin meines Vaters leider für 3 Wochen in Urlaub ist, werden wir erst dann ein "klärendes Gespräch" führen können. Bitte Sie um Stellungnahem und Ihre Meinung. Herzlichen Dank!

22.09.2004, 14:38
Versuchen sie es hier einmal: http://www.m-ww.de/foren/list.html?num=9

22.09.2004, 15:41
Hallo Stina,
holen Sie irgendwo anders noch eine Zweitmeinung ein. Und zwar sofort. Alle Unterlagen (Befundberichte, CT's, R-Bilder, etc.) die Sie haben (wenn noch nicht dann anfordern, darf nicht verweigert werden) mitnehmen und dort vorlegen.
Es besteht immer Hoffnung. Viel Glück und alles Gute für Ihren Vater, für Sie und für Ihre ganze Familie. Liebe Grüße

23.09.2004, 10:05
Hallo Stina,

den kompletten Befund wird Dir wohl wirklich nur ein Arzt erklären können.
Was ich da im Wesentlichen rauslese: der Tumor ist leider gewachsen und hat im unmittelbaren Umfeld gestreut. Die rechte Lungenseite ist nicht befallen, die Nebennieren auch nicht und die große Zyste am oberen Nierenpol kann alles mögliche sein.
Betrachte aber meine Einschätzung bitte mit äußerster Vorsicht. Ich bin auch nur Laie, deshalb lass Dir das schnellstmöglich von einem Arzt erklären. Am Besten von einem der behandelnden Ärzte.

Wünsche Euch viel Glück

Joachim

23.09.2004, 12:56
Liebe Stina

Grundsätzlich muss wirklich der Arzt dir die nötige Auskunft erteilen.

Auch wenn die Hausärztin abwesend sein sollte, sollte der Befund mit einem Onkologen unbedingt besprochen werden, so wie es Joachim empfiehlt. Hierzu ist auch der Onkologe der zentrale Ansprechpartner und nicht die Hausärztin.

Die Tatsache dass Diabetes, Kachexie sowie COPD vorliegen machen für die Ärzte eine Operationsentscheidungsfindung wirklich nicht einfach.

Die Diabetes aufgrund der Wundheilung, der Infektionsrisiken sowie dem Entgleisen der Diabetes und der Gefahr eines Diabetes Komas.

Die COPD stellt Probleme dar betreffend einer oft bereits bestehenden ungenügenden Lungenfunktion. COPD betrifft im normalfall beide Lungen, somit sind sie schon vor der Operation unabhängig von der Lungenkrebserkrankung reduziert in ihrer Funktion. Stelle aber nicht zwingend eine Kontraindikation für die Operation dar, das kann nur die Lungenfunktionsprüfung weiter helfen.

Die Kachexie kann aufgrund der Tumorerkrankung entstehen aber auch aufgrund des Alters (wie alt ist dein Vater?) oder der Diabetes und deutet schon auf eine deutliche Schwächung des ganzen Körpers und der Organe hin, was die Wahl für eine Therapie ebenfalls einschränkt. Sie ist als Folge anzusehen.

Eine Zyste ist ein mit Flüssigkeit gefüllter Hohlraum und das ist an sich im Normalfall bei bildgebenden Diagnostikverfahren als solche auch ersichtlich. Zysten können sich auch spontan zurückbilden.

Hat dein Vater Schmerzen und werden diese wenigstens adäquat behandelt? wenn nicht sollte es unbedingt gemacht werden.

Wie bereits erwähnt, sollte dringend eine KLÄRENDES GESPRÄCH mit den JETZIGEN BEHANDELNDEN FACHÄRZTEN die die Entscheidung keine Behandlung zu machen gefällt haben.

Desweiteren ist ebenfalls eine DRINGENDE ZWEITGESPRÄCH zu empfehlen. Mit der Frage ob man zumindest nicht eine Chemo machen könnte.

Melde dich wieder, unterdessen viel, viel Glück und viel kraft und Zuversicht für dein vater und für dich dich.

LG Liz und Willy

Stina
23.09.2004, 13:08
Vielen Dank für Eure Antworten. Ich habe mir gestern und heute noch 2 Meinungen angehört. Es sieht nun wie folgt aus:
Morgen früh um 7 Uhr kommt ein Krankenwagen und fährt meinen Vater (übrigens 80) auf die Palliativstation. Dort war er ja auch schon mal vor einigen Wochen.
Dort wird versucht, die Atemnot etwas zu lindern und die Entzündung via Infusionen zu behandeln. Chemo und Bestrahlung ist nicht mehr möglich, auch wegen des sehr schlechten Allgemeinzustandes meines Vaters. Der Haupttumor war vor 10 Wochen noch um etliches kleiner, damals noch keine Metastasen, heute schon eine Metastase, die sich Richtung Luftröhre vorbewegt, zudem noch eine Stimmbandlähmung, auch hieraus resultierend. Eine Metastase hat sich schon nekrotisch zersetzt, d.h. es kommen beim Husten "Bröckel und Blut" und er riecht sehr stark aus dem Mund. Dadurch ist auch eine ENtzündung entstanden. Diese hat die Hausärztin versucht, mit Antibiotika zu behandeln, was allerdings in diesem Fall oral nichts bringt, geht nur via Infusion. Somit bin ich nun etwas schlauer, wenngleich auch nicht glücklicher. Ich danke Euch allen und wünsche Euch persönlich alles Liebe und Gute!

23.09.2004, 22:45
Liebe Stina

Tut uns sehr leid, dass auch die weiteren Meinungen keinen guten Bescheid hervorbrachten.

Wir wünschen dir von Herzen viel, viel Kraft für die kommende Zeit und hoffen innigst, dass die Atemnot rasch gelindert werden kann. Denken an dich und deinen Vater. Falls du das Bedürfnis hast melde dich wieder, es gibt immer Leser die dich "les-hören" und für dich da sind, so auch wir.

Ganz liebe Grüsse und viel Licht am trüben Himmel für dich und dein Vater Liz und Willy