Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Leben mit der Diagnose und Familie(4Kinder)
Hallo an alle Betzroffenen,
ich bin 1998 als 44-jährige an Brustkrebs erkrankt.Die linke Brust musste entfernt werden,in der rechten befanden sich zunächst nur Mikrokalkstellen,die man im Auge behalten wollte.Zu meiner eigenen Sicherheit entschied ich mich dafür,die Brustdrüse ebenfalls zu entfernen.Der Brustmuskel und das Fettgewebe konnten hierbei bestehen und ausser einer Grössenreduzierung ist die rechte Brust erhalten.Da eine leichte Hormonrezeptorabhängigkeit nachgewiesen wurde,bekomme ich seit Oktober 98 Tamoxifen.Ich vertrage es gut und hoffe,dass es mir wirklich hilft.Bei aller Lebensfreude,die ich immer noch empfinde,möchte ich wissen, ob ebenfalls Betroffene einen Weg wissen, wie man über die ständig vorhandenen düsteren Gedanken hinwegkommt,die mich immer wieder einholen.Es wäre toll,wenn sich Frauen zum Gedankenaustausch bei mir melden könnten.Wer ist ungefähr in der gleichen Situation und schreibt mir?Ich bin Mutter von 4 Kindern-das Jüngste ist gerade 7 Jahre alt geworden.Wen ergreift auch manchmal Panik,wenn er an seine Zukunft und an die seiner Kinder denkt?Schreibt recht bald Petra
Billyrally@aol.com
Liebe Petra,
auch mich hat es 1999 mit 50 Jahren "erwischt" und ich dachte, das Leben ist für mich vorbei. Wie Du, habe ich überlegt, ob ich mir beide Brüste vorsorglich abnehmen lasse. Ich habe mir an Infomaterial geholt, was ich kriegen konnte und mich dann nach reiflicher Überlegung (Bauch und Kopf) für den unüblichen Weg entschieden. Nach der OP (Lymphknoten waren frei) habe ich eine empfohlene Brustentfernung, Chemo und Bestrahlung abgelehnt. Bewußt habe ich negative durch positive Gedanken ersetzt. Das hört sich jetzt so einfach an ist es aber nicht!! Habe mir meine Freiräume geschaffen, tue Dinge die mir Spaß machen und lasse mich von keinem mehr unter Druck setzen. Treibe Sport und bin heute fitter als vor der Diagnose. Ein Arzt hat mir mal nach der OP gesagt: "Aus medizinischer Sicht sind Sie gesund nur stark gefährdet". Wer ist nicht in diesem Leben gefährdet??? Also, ich glaube ganz fest an meine Gesundheit und bedanke mich jeden Tag beim Lieben Gott dafür. Gedanken können sehr viel in unserem Körper bewirken. Ich kann Dir empfehlen, Dir mal die Seiten über Bruno Gröning im Internet anzuschauen. Mir hat es unheimlich viel gegeben (bruno-groening.at/default.htm). Die Angst fühle ich heute manchmal nur noch als einen leisen Hauch. Ich will leben.
Ich wünsche Dir von Herzen alles Gute, und daß Du Deine düsteren Gedanken ganz schnell los wirst.
Hallo Petra:
mich hat es 1999 gleich mit Metastasen erwischt, aber z.Zt. geht es mir sehr gut. Die trüben Gedanken haben wir wohl alle immer wieder mal. Das ist auch normal und ok. Zum Aufbauen mache ich Visualisierungsübungen nach Simonton oder lese z. B. Denise de Boer oder Lawrence LeShan. die beiden bauen mich immer wieder auf. Ich wuensche Dir alles liebe und das Du deinen Weg aus der düsteren Welt herausfindest. Vera
Hallo Petra,
ich als Betroffene weiß, wie schwer so eine Diagnose trifft. Aber Krebs, so schwer diese Krankheit auch ist, muß kein Todesurteil sein. Es sind schon Menschen gesund geworden, denen die Ärzte nur noch wenige Wochen gaben. Ich selbst kenne so einen Fall. Warum also nicht auch Du oder ich??? Wenn mich mal trübe Gedanken anfallen, versuche ich bewußt an etwas schönes zu denken oder lenke mich anderweitig ab, weil ich sonst zulasse, daß diese Krankheit zu sehr mein Leben bestimmt, was sie ja ohnehin schon zu Genüge tut. Ist nicht einfach, aber meistens klappt es. Ich habe gehört, daß NLP Wunder wirkt. Vielleicht hilft es Dir ja Deine Gedanken etwas unter Kontrolle zu bekommen.
Ich wünsche Dir und Deiner Familie alles Gute
Michaela
Hallo an Euch alle, die mir hier Mut machen.Ich freue mich riesig über Euer Interesse,Tipps,Mitgefühl.Jeder von Euch hat genau wie ich Schlimmes erlebt und Jeder hat irgendwie einen Weg für sich gefunden,die Sache anzugehen.Vielen Dank an Euch alle,nur so als kleine Zwischereaktion.Ich werde sicher einige Ratschläge auch für mich probieren.Zumindest habe ich eine Botschaft für mich verstanden:Es gibt immer Hoffnung.Das hat mir sehr gutgetan.Danke auch an alle bisherigen Schreiber für die guten Wünsche an mich und meine Kinder.Eine Sache habe ich bereits begonnen.Ich fange an, mein Leben neu zu sortieren,etwas mehr an mich zu denken,mich nicht mehr so unter Druck zu setzten oder setzten zu lassen.Es wäre toll,wenn wir noch viel und lange alle voneinander hören könnten.Ich hoffe das Beste für uns alle. Petra
Hallo Petra,
nach Brustkrebsop. und Chemos habe ich seit einem Jahr Knochenmetastasen. Ich konnte einige Monate fast nie aufstehen und wir haben uns alle damit arrangiert. Meine Töchter sind neun und zehn Jahre
alt. Wir leben nach dem Motto, es ist okay, oder es wird besser und wir machen das Beste draus; und erleben viele schöne Momente. Und entgegen aller Wahrscheinlichkeiten geht es mir jetzt viel besser als vor einem halben Jahr. Ich brauche nach der Strahlentherapie und einer Spezialmatratze für zu Hause (die Krankenkasse übernimmt die Kosten) so gut wie keine Schmerzmittel mehr. Meine Kinder sind fest in dem Glauben, dass es besser wird und ich widerspreche ihnen nicht, auch wenn es nicht so sonnig ausschaut. Ich habe viel Zeit für sie, da ich ja immer da bin und ihnen zuhören kann.
Also Kopf hoch und dem Ganzen die positiven Seiten
abgewinnen.
Alles Liebe Anette
Ich bin 37 Jahre und seit Juli 2001 brusterhaltend operiert worden. Ich habe 2 Kinder, 13 und 6 Jahre alt. Mir geht es eigentlich auch so,daß ich dunkle Gedanken bekomme, wenn ich vor allem an die Zukunft meiner Kinder denke. Vielleicht schreibt ja mal jemand und gibt mir gute Tipps.
Hallo Heike,
ich bin seit April diesen Jahres betroffen und ich kenne diese trüben Gedanken natürlich auch. Ich habe festgestellt, dass ich seit der Diagnose viel besser spüre was mir gut tut und danach lebe ich :-))
Auch gehe ich 1x wöchentlich zum Psychotherapeuten, mit dem ich über meine Ängste reden kann. Kann ich nur empfehlen - alles Gute - Gerda
Hallo Petra, Annette und Heike,
habe gerade erst am 30.12.01 die Diagnose innflammatorisches Ma-CA erhalten. Mir steht alles noch bevor. Was mich am meisten mitnimmt, sind die Gedanken um meinen Sohn. Bin alleinerziehend, erst ist sechs und gerade erst in die Schule gekommen.
Würde gerade gerne mit Frauen KOntakt aufnehmen, die auch Kinder haben.
Lieben Gruss
Heike
mailto:heike_1902@web.de
Hallo Heike,
Habe gerade deinen Eintrag gelesen.
Wie gehts die zur Zeit?
Bist du schon in der Chemo?
Ich kann mich nur zu gut in deine Gedanken hineinvers.
Bin seit 11 Monaten erkrankt. Habe OP. Chemo ,Bestrahlung, hinter mir. Ich habe auch eine kleine Tochter 9 Jahre ,sie geht in 6 Wochen mit zu Kommunion.
Glaub an dich, dann hast du die Kraft das ganze durchzustehen.
Schau dir deinen Sohn an , genau dafür lohnt es sich zu kämfen.
Kopf hoch , Bis dann
Gaby
Hallo ich bin 36 Jahre altund habe im Sept.02 meine Diagnose Brustkrebs im erweiterten Zustand mit Knochenmetastasen,befallende Lympfknoten und mitlerweile befallende Lympfflüssigkeit in den Lungenflügel. Ich habe große Angst. Wer kann mir Therapiehinweise geben und Lebensbewältigungsstrategien. Ich babe auch vier Kinder ( 13j.,8j.,6j.,3j.) Ich möchte sie sogerne groß werden sehen und bei ihnen bleiben.
Gruß Bettina
Emailnummer: betty_zeller@hotmail.com
Hei Bettina,
habe dich versucht über deine e-mail adresse zu erreichen, leider hat dies nicht funktioniert! Dir einen Therapiehinweis zu geben ist für den Laien schwierig! und ich weiss darüber nicht genug.
Von Herzen wünsche ich dir natürlich, dass du deine 4 Kinder "grosswerden" siehst.
Alles Liebe und Gute
Uschi
Hallo
ich habe fast einen ganzen Monat ziemliche Depressionen gehabt und konnte nicht schreiben nun versuche ich etwas mehr auf mich zu hören und mir freiräume schaffen wieder an das Leben zudenken auch mit dieser Diagnose. Ich habe Probleme beim Einschlafen und Durchschlafen und nehme vorrübergehend Angstbefreiende Mittel zur nacht. Ich hoffe das ich nun lagsam aus den düsteren Raum herauskomme.Durch viel Ablenkung, wird es mir hoffe ich gelingen.
Liebe Grüße Bettina
Hei Bettina,
schön von dir zu hören! Du hast dich aus deiner schlimmen Depression, welche für mich nachvollziehbar ist, lösen können und dich gemeldet! Super! Wirklich ein Superlob! Diese Schlafmittel zur Nacht sind sicherlich für dich gut, denn Schlaf ist was ganz Wichtiges für unseren Körper! ich wünsche dir so sehr, dass es dir wieder besser geht!
Gruss Uschi
Hallo Bettina, habe mich vor genau einem Jahr hier schon einmal gemeldet. Bin mittlerweile durch Chemo, OP und Strahlenbehandlung durch und werde in drei Tagen in die Reha fahren. Mein Sohn ist sieben und hat alles natürlich hautnah mitbekommen. Ich habe versucht ihn nicht im Unklaren über meine Krankheit zu lassen aber es auch nicht zu dramatisieren. Eigene Ängste reichen ja aus und ich habe auch große Probleme mit den Nächten, da grüble ich viel und lese dann auch oft einfach. Manchmal nehme ich auch eine Schlaftablette und gehe einmal in der Woche zur Psychotherapie. Versuche jetzt auch noch einmal in der Reha mich mit Entspannungtechniken auseinander zu setzen. Und sicher, Ablenkung ist auch super wichtig, so weit es geht am Leben teilhaben. Weiter so, deine Einstellung klingt gut.
Ich wünsche Dir alles Gute
Heike
Ich habe es geschafft, in den zwei Jahren seit meiner erkrankung mir Freiräume zu schaffen, aus denen ich auch für meine Familie Kraft tanken kann. Zuerst dachte ich, es sei egoistisch , aber jetzt weiß ich, dass alle davon profitieren, wenn es mir gut geht. HAbe mich nach einem Jahr erst einer Selbsthilfegruppe angeschlossen, nach zwei Jahren mit einer Psychotherapie angefangen. Meine Therapeutin sagte, es sollte zur Pflicht werden, eine Therapie zu machen. Eine Maltherapie habe ich jetzt auch noch, die mir unheimlich viel bringt. Beruflichhabe ich mich noch einmal neu orientiert und mit meinen Kindern (13 und 21) rede ich viel. Insgesamt geht es mir gut mit den von mir gewählten Mitteln, vor allem weil man nicht so einfach abwartend herumsitzen muß. Es gibt mir ein gutes gefühl,das Leben in die eigenen Hände zu nehmen. Kann ich jedem empfehlen, der ein wenig, auch noch so wenig Kraft dafür hat!!!Bettina, ich wünsche dir tausend positive Gedanken und viel Kraft.Alles Gute Heike(42)
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