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AW: Selbsthilfegruppe Zungenkarzinom
Hallo Atlan http://www.smilies-smilies.de/smilie...ies/pisces.gif
Heute ist Dei Burzeltag http://www.smilies.4-user.de/include...ie_geb_095.gif http://www.smilies.4-user.de/include...ie_geb_037.gif mögen sich all Deine Wünsche erfüllen. Liebe Grüsse Tina n. http://www.smilies.4-user.de/include...ie_geb_058.gif |
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hallo Atlan
da ich heutre morgen noch zu verpeilt war folgt jetzt noch der geburtstagsgruß. möge da neue Lebensjahr besser werden wie das alte war. liebe Grüße silverlady |
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Hallo liebe Jule :) ,
auf jeden Fall ein Willkommen in dieser Runde..... wenngleich es bestimmt bessere Gründe gibt, solch einer beizutreten. Also ist deine Mutter auch leider nicht sofort an einen guten Arzt geraten.... oder waren es gleich mehrere ? Gute Kliniken haben ein Übergangsmanagment, die nötigenfalls Hilfe organisieren, wenn Patienten nach Hause entlassen werden ( vielleicht Kontakt zu einem Pflegedienst vermitteln ). Die Bestrahlung und Chemo in dieser Art ist üblich - der Port für die Chemo unbedingt nötig ( auch für andere Medis ). Sollte sie nicht essen können unter der Behandlung, wird man ihr eine PEG nahelegen, ein Schlauch direkt an der Bauchdecke - die meisten Patienten sind letztlich dankbar dafür. Ich bin persönlich nicht der Meinung, dass du viele Mittel vom Heilpraktiker findest, die die NW der Bestrahlung u. Chemo erträglicher machen. Unter Umständen verträgt sie die Chemo ganz gut. Meine Mutter hatte keinen Haarausfall, nur etwas Übelkeit und ihre Nierenwerte haben gelitten. Das hat sie allerdings kaum wahrgenommen. Bei der Bestrahlung benötigt deine Mutter auf jeden Fall ein Mittel gegen Mundsoor, am besten jetzt schon vorbeugend ( z.B. Ampho-Moronal Suspension ). Meine Ma hatte keine Schmerzen im Mund - sie hat ingesamt 3 Bestrahlungseinheiten in 3 Jahren erhalten... Gegen den Sonnenbrand auf der Haut hilft äußerlich auf jeden Fall Aloe- Vera, das heilt super. Auch Mundtrockenheit wird sich einstellen, die Speicheldrüsen werden durch die Bestrahlung nicht mehr arbeiten. Auch da gibt es bestimmt Tipps hier im Forum. Vielleicht hat ja jemand eine Idee, wie man deine Mutter vorher noch etwas stärken kann. Ich glaube nur, die Zeit ist knapp. Ich hoffe, dass ihr die kommenden 6 Wochen etwas optimistischer angehen könnt. Alles, was deine Mutter nun beginnt, wird dieses Schalentier in die Knie zwingen. lg und viel Kraft ;) Ute |
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Hallo liebe Ute :)
lieber Atlan :) Ich möchte mich nochmals herzlich bei Euch bedanken und hoffe auch, daß nicht wieder ein Rezidiv nach Krieg schreit! :( Trotzdem werde ich seit heute immer ein bisschen nervös, wenn das Telefon klingelt, denn jetzt kann ich ja wohl schon mit dem Ergebnis rechnen - oder? ;)Schade, daß ich kein Foto hab machen lassen von mir und meiner Nase! Wahrscheinlich bin ich jetzt erst recht der "bunte Hund" in der Klinik! :) :1luvu: und ganz liebe Grüße Eure bonita Liebe Jule :) Schön, daß Du hier gelandet bist - sei herzlich willkommen hier in der Runde! Der Anlaß ist zwar nicht so schön, aber ich kann nur bestätigen, daß Du Dich hier wohlfühlen kannst! :) Ich habe im Dezember l.J. durch Zufall dieses Forum entdeckt und wurde so lieb aufgenommen - einfach unglaublich! Es ist schon schlimm, was Deine Mom schon mitmachen mußte - mir fehlt da wohl das Verständnis dafür! Bei mir lief alles so schnell und problemlos - eigentlich erschreckend gut! 02.12.04 - Untersuchung bei meinem HNO daheim - Überweisung in die Klinik /03.12.04 - Biopsie in der Ambulanz /1o.12.04 - Befund und Einweisung für OP - Plattenepithelkarnzinom Mundhöhle /15.12.04 - Aufnahme, letzte Untersuchungen /16.12.04 - große Untersuchung - Panendeskopie (OP konnte nicht mit durchgeführt werden) /17.12.04 - OP Mundhöhle und Neck diss. linke Seite /24.12.04 - Entlassung - mir ging es gut, die Wundheilung war ideal, die Lymphknoten nicht befallen! Im Mai 2008 wurde ein Rezidiv festgestellt und am 04.06. wurde ich schon operiert -Pech gehabt! Diesmal war aber eine Strahlentherapie unumgänglich. Beginn am 02.07. bis einschl 13.o8.08. Die Nebenwirkungen der Strahlentherapie bestanden aus ca. 3 Tage Müdigkeit zu Beginn und später die Entzündung der Mundschleimhaut, verbunden mit einer Pilzinfektion, weil die reinigende Wirkung des Speichels immer mehr fehlte, was aber vollkommen "normal" ist. Man gewöhnt sich dran, daß man immer genug zu trinken bei hat. Ich hatte keine Magensonde, weil ich wohl auch so ganz gut zurecht kam, obwohl ich auch ein Leichtgewicht war und bin. Ich wog bei einer Größe von 165 cm nur knapp 47 kg vor den Operationen und nun ca. 43 kg. Durch die Schleimhautentzündung konnte ich aber nicht mehr essen, weil alles nur noch brannte. So wurde mir als erstes ein Supercocktail verschrieben (wird in der Apotheke gemischt - Schmerzmittel / Entzündungshemmer / Oberflächenanästhesie - genaue Zusammensetzung habe ich notiert - kann ich Dir gerne bei Bedarf geben) und "Fresubin"- Flüssignahrung. Schmeckt immer besser, denn der Geschmackssinn kommt auch langsam wieder. Und das war´s! Alles in Allem habe ich das Ganze gut überstanden - mir geht es gut - ich kann mich nicht beklagen. Außerdem kann das Vieh mich nicht meinen, denn ich mag keinen Krebs - der will was von mir und da kann er lange drauf warten! :DGanz ehrlich - ich wollte auch nicht unbedingt Krieg mit mir haben:D! Zudem hat mein Arzt mir auch gesagt, daß ich wohl trotz Allem überall den Joker gezogen habe. Also!!!! Nur Mut! :) Ich glaube, mein Mann als Angehöriger hat mehr gelitten als ich und ich habe mehr an ihn gedacht, wie schlecht es ihm geht! Trotzdem kommen da schon mal so blöde Gedanken auf und manchmal macht sich auch Angst breit, aber dann weiß ich, daß ich hier gut aufgehoben bin. Das wünsche ich Dir und Deiner Mom auch von ganzem Herzen :) und auch die gleichen Joker, die ich habe und noch ein paar mehr! Liebe Grüße :1luvu: bonita :) |
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hallo freunde,
vielen dank für euere geburtstagswünsche. ich habe mit meiner familie einen richtig schönen tag verbracht. da ich mich einen tag urlaub genommen hatte war das eine richtig schöne sache. hallo jule, weißt du wie groß der tumor deiner mom nach der TNM-Klassifikation war? das ist entscheidend für die therapie. ich vermute nach deinen schilderungen, dass er schon ziemlich groß gewesen sein muss, wenn sie die zunge rekonsruieren mussten. dann wird deine mom leider auch nicht um die chemo und die bestrahlung herum kommen, denn nur so können alle tumorzellen vernichtet werden. die chemotherapien sind heute nicht mehr "so" anstrengend, obwohl das auch immer individuell ist. die bestrahlung ist der hammer. eine bestrahlung im gesicht-hals-bereiche ist die anstrengendste bestrahlung überhaupt. stellt euch auf eine ganz schelchte zeit ein. stürzt euch auch nicht bei heilpraktikern in hohe kosten. ich kann arnica d 20 globulie empfehlen. davon jeden tag vier kügelchen unter die zunge packen und schüßler salze. da vor allem das salz nr 7 als norfallmedikament wenn es einem schlecht geht. es gibt gute wochenendseminare in dem man den umgang mit schüßlersalzen selbst erlernen kann. ich baue auch auf das medizinische qi gong, oderspeziell auf das guolin qi gong. damit kann man geziehlt die nebenwwirkungen von chemo und radatio bekämpfen. das sind ganz leichte übungen, die man auch im sitzen machen kann. vielleicht kann deine mom das noch. ich wünsche euch alles gute und grüsse an deine mom hier aus dem forum. wenn du willst können wir auch für sie beten. mir hat der glaube sehr geholfen, aber man muss gott auch um hilfe bitten und ihn auf sich aufmerksam machen. allerdings halte ich persönlich nichts von dieser ganzen engelsanbeterei, die in den letzten jahren so in mode gekommen ist. mein glaubensverständnis ist da anders gerpägt. liebe grüsse atlan p.s. sliverlady ich weiß ich bin eine treulose tomate, aber ich melde mich ich verspreche es hoch und heilig. danke für deinen morgengruß, da habe ich noch selig geschlummert. liebe grüsse atlan |
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Hallo alle miteinander!
Zunächst mal viiiiiiiiiiiielen Dank für eure Rückmeldungen und die Willkommensgrüße!:augendreh Und nachträglich alles Gute zum Geburtatsg Atlan ;) @ atlan: ich habe nur den Befund von dem Chirurgen gesehen, der die Biopsie gemacht hat und erinnere mich an T2, angeblich ca. 2,5 cm, und mäßig differenzierendes PlEp ca, Malignitätsgrad ist mir entfallen. Zu der WUnde im Mund kommt hier eben auch noch der Arm dazu, der getackert wurde wie ein Reissverschluss ;) Ich nenne Mami jetzt manchmal Frankenstein`s Cousine :smiley1: Da ich schon seit der Diagnose in diesem Forum wild auf Informationssuche war, ist mir mittlerweile bewusst, dass die Radiochemo ne übliche Form der Weiterbehandlung ist. Ich finds nur so fies, dass die Ärzte es nie für nötig halten, den Patienten ganzheitlich aufzuklären, deshalb war die Chemo so ein Schock. Mir persönlich ist nun ganz klar, dass das jetzt der nächste, wenn auch schwer zu begehende, Schritt in Richtung Gesundheit ist. Nur meine Mom sieht das ein wenig anders. Sie hat unsagbare Angst vor diesem Ungetüm CHEMO und misst dieser z.B. auch schlimmere Nebenwirkungen bei als den Strahlen. Das kommt daher, dass sie eigentlich gar nicht wissen will, was da so alles kommen kann. Sie hat mehr Angst vor den möglichen Verhärtungen und einem dicken Hals als dem drohenden Speicheldrüsenverlust, weil sie von dem letzteren gar nichts ahnt! So ganz hat sie noch nicht eingesehen, dass sie nach einer solchen Hammer-OP schon wieder so gequält werden soll. Blöderweise verschieben sich ihre Prä-Chemo Untersuchungen wegen Lapalien, so dass die ganze Chose erst 6 Wochen nach OP beginnt. Die Ärztin meinte sowas wie "na hoffentlich isses dann noch nicht zu spät..." ohne ihren Spruch zu erklären. Spitzenmäßig Olle! Hinzukommt, dass meine Mom alleine auf dem Dorf lebt und jeden Tag mit dem Auto zur S-Bahn und zur Bestrahlung fahren muss. Ich habe Angst sie alleine zu lassen, und zu mir kann ich sie nicht nehmen, weil sie dann 120 km zur Klinik hätte... Ich werde mich jetzt auf Teilzeitdienst umstellen lassen um mehr bei ihr sein zu können und hoffen, dass die Nebenwirkungen nicht so sehr schlimm ausfallen. Ich selbst habe am meisten vor dem Zeitpunkt Angst, wo sie mich anschaut und mir sagt, dass sie nicht mehr will. Der würde unweigerlich kommen sagte man uns. Wie gings Euch Bestrahlten (Erleuchteten?! ;)) mit der Willenskraft? War es nicht jeden Tag wieder Überwindung DA hin zu fahren und weiter zu machen? War bei euch immer jemand zu Hause oder hat das jemand alleine durchgestanden? Vielen Dank auch für die Tips mit den verschiedenen Mittelchen, hab mir jedes einzelne notiert! Das mit den Schüsslersalzen ist gut zu wissen, da ist meine Mom eh schon bissl drin. MOregn geht sie mal zu ner Heilpraktikerin, aber wohl nicht zur Dauertherapie, nur mal alle Kanäle checken. ARnika hab ich ihr nach der OP immer gefüttert, hat augenscheinlich geholfen. Von dem medizinischen Qi Gong hab ich noch nix gehört, werds aber mal weiterreichen, vielleicht hat sie da Lust drauf. Ach ja noch was, kennt ihr Orthomol? Zur Stärkung der Immun-Abwehr insbesondere nach Bestrahlung etc. Das hat sie jetzt geschenkt bekommen von den Eltern aus ihrem Kindergarten, weiß aber nicht, wann man dat Zeuch nimmt! Kennt sich da jemand aus? Ich habe mir alle Joker zur Seite gelegt, für schlechte Tage, vielen Dank bonita ;) Auf dem Kanal "nach oben" war bei meiner ganzen Familie immer nur Rauschen zu vernehmen, sodass ich selber keine große Beterin bin und auch nicht jetzt, in Notzeiten, meine/unsre Portion Glück abrufen will - käme mir nicht richtig vor. Wenn aber du atlan, der ja nen ganz heißen Draht zum Himmel zu spüren scheint, mal unsere Geschichte ansprechen könntest, wäre das bestimmt nicht hinderlich ;) Vielleicht erinnert er sich an uns Heidenkinder ;) Ich bin immer wieder fasziniert, wie viele Menschen Kraft aus dem Glauben schöpfen und frage mich, warum das bei mir nie geklappt hat, aber was solls :rolleyes: man kanns nicht erzwingen. Nachdem ich euch nun so vollgeschwallt habe, wünsche ich euchg schon mal einen schönen Abend und auch ein gemütliches Wochenende! Drück euch alle, Jule (PS: Kann sonst noch jemand 1,5m Schnee vorweisen ?! ;) ) |
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:winke:Hallo Leute
Nach einem Umzug bin ich, völlig entkräftet, wieder im Netz. Hatte insgesamt 3 Wochen keinen Internetzugang. Man merkt erst einmal, welchen Stellenwert dieses www einnimmt, wenn man es plötzlich nicht mehr zur Verfügung hat. Eigentlich beängstigend, oder? Was ein Umzug bedeutet, muß ich nicht erklären, nur so viel, daß ich total fertig bin. Allen Neuen hier, ein herzliches Willkommen !! @Jule Manchmal ist es besser, nicht zu wisssen was auf einen zukommt. Die Angst verstärkt die schlimme Zeit nur unnötig. Mir wurde nur gesagt (wörtlich), daß es kein Zuckerschlecken wird. Ende. Sicherlich habe ich mich über diese Aussage sehr geärgert, aber heute mit einem gewissen Abstand, war das völlig in Ordnung. Hätte der Strahlendoc mich über alle Dinge aufgeklärt, ich hätte es im ersten Moment nicht geglaubt und beim Eintreten der ersten Beschwerden sofort auf die nächsten gewartet. So habe ich von alldem nichts geahnt und habe immer gedacht schlimmer kanns nicht werden. Der Gang zur täglichen Bestrahlung war für mich ab der Hälfte ca. nicht mehr allein zu schaffen. Die Fahrten dorthin zahlt übrigens die KK und zwar mit dem Taxi!!! Zur s-Bahn laufen und damit fahren wäre bei mir nicht drin gewesen. Über das Abbrechen habe ich nur kurz nachgedacht und wurde von meinem Ehemann davon glücklicherweise wieder abgebracht. Aber ich sage hier immer, daß es bei jedem andere Auswirkungen hat. Es kommt auf den Allgemeinzustand und natürlich auf die Strahlendosis an. Hier habe ich oft gelesen, daß die Beschwerden nach der Bestrahlungszeit relativ schnell abnehmen. Bei mir war das leider nicht der Fall. Die Entzündungen im Mund hatte ich noch etliche Monate. Habe die Ärzte auch nach diversen Mitteln, z.B. Orthomol, gefragt. Meine Ärzte meinten einheitlich, das wäre reine Geldmacherei. Lediglich in der Reha waren die dafür zugänglich. So nehme ich noch heute zur Stärkung des Immunsystems Selen in Ampullenform. Ich wollte noch was zum "Draht nach oben" schreiben. Als meine Krankheit im Freundes-und Bekanntenkreis bekannt wurde, haben unabhängig voneinander, sehr viele für mich gebetet und in den Kirchen regelmäßig Kerzen angezündet. Allein der Gedanke, daß auf der Ebene was für mich getan wird, hat mir sehr, sehr geholfen. Glaube versetzt Berge, das ist so. Die Hoffnung niemals aufgeben, ganz wichtig. So, genug schlaue Worte. Atlan kann sich da besser ausdrücken (alles Gute nachträglich, mach weiter so;)). Alles Liebe und Gesundheit Davina |
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Hallo Forum, hallo Davina!
Na hoffentlich kannst du dich jetzt ein wenig erholen von dem Umzugsstress, ist ekelhaft, ich weiß es. Bin selber vor paar Monaten umgezogen: 2 Haushalte in einen zu packen über eine Distanz von 750 km... Abgesehen davon ist ein Umzug immer lästig, auch wenns nur um Stockwerke geht ;) Darum: volles Mitgefühl!! Du hast schon recht Davina, was man nicht weiß, setzt einen nicht unter Druck. Aber andersrum fehlt einem die Dankbarkeit und Demut, wenn die Nebenwirkungen nicht so heftig ausfallen. Ich will meine Mom nur immer gerne mal so richtig schütteln, wenn sie wieder anfängt mit "ich will aber keinen dicken Hals..." Grr! Wie immer gibt es Vor- und Nachteile für beide Wege... Ist das mit der Fahrt zu den Bestrahlungen eigentlich von der KK abhängig? Seid ihr gesetzlich oder privat versichert? Wir sind seit gestern in diser Sache ein ganzes Stück weiter: Meine Mom war bei einer Psychoonkologin, welche festgestellt hat, dass bei ihr die Angst vor der Radiochemo bereits vor der Behandlung soo groß ist, dass die Ärztin nicht verantworten will, meine Mutter alleine zu Hause wohnen zu lassen. Sie hat ihr deshalb vorgeschlagen, sich für die Tage der Bestrahlung (4 x Mo-Fr) in die Psychosomatische Klinik einweisen zu lassen, so dass sie nie alleine sein muss, an Therapien teilnehmen kann, nicht so weit fahren muss und ich keinen Teilzeitdienst machen muss! Ich hab echt gedacht ich hör nicht richtig! Seit wann gibt es eine so eindeutig positive Massnahme für eine gesetzlich Versicherte?! Damit wären viele unserer Probleme gelöst, die mit der Bestrahöung in Verbindung stehen! Mann, meine Freude könnt ihr euch vielleicht vorstellen:rotier2: Eine professionellere Betreuung für diese Situation kann ich mir echt nicht vorstellen. Und abbrechen ist natürlich überhaupt nicht drin, das werd ich meiner Mutter dann nötigenfalls schon klar machen *ärmelhochkrempel* Das Orthomol soll sie jetzt einfach mal schlucken, solange das mit der Entzündung nicht eingesetzt hat und dann sehn wa ma weiter. Schaden sollte es ja nicht. Noch eine Frage zur Reha: Meiner Mom wurde vom MKG-Chrurgen nur hämisch mitgeteilt: "Reha bekommen bei uns nur die Dementen und die Omis ohne Familie" und Logopädie bräuchte sie doch gar nicht "sie können doch reden!" Erklär dem mal, dass man als Erzieherin doch recht deutlich reden können muss! Idiot! Wie lange nach der Bestrahlung/OP habt ihr denn die Reha angetreten? Ende April wäre meine Mom (nach jetzigem Stand) durch. Und in welchen Dingen hat euch die Reha geholfen? Logos, Alltag, Schmerzen, Entspannung? Ich danke euch für alle Infos! (und Gebete :rotier: da es ja offensichtlich wirklich wirkt!) Pfiat Eich! Die Jule |
AW: Selbsthilfegruppe Zungenkarzinom
Hallo Chili,
wenn Du am Dienstag die Reha in Wyk / Föhr beginnst, vergesse bloß eine dicke Jacke und Pullover nicht...... Ich war im letzten Jahr von Ende April bis Mitte Mai in der Sonneneck- klinik. Wenn Du schon feste Nahrung essen kannst, wirst Du die Klinik mit einem guten Hotel vergleichen.... Aber es gab auch Patienten, die mit Sonderkost bedient wurden. Auf eigene Kosten hatte ich meine Frau mit- genommen und hatten eine Ferienwohnung in der Waldstr. gegenüber der Sonneneck Klause. ( Gute Kneipe ) Ich wünsche Dir eine gute Reha und guten Erfolg und allen anderen gute Besserung bei unserem Schicksal !!! Viele Grüße, Niklas |
AW: Selbsthilfegruppe Zungenkarzinom
Hallo Jule,
Zu Deiner Frage, wobei die Reha am besten hilft: Mir haben am meisten geholfen: a) zu sehen, daß man nicht allein ist ! Es hat sich ein Grüppchen Betroffener zusammengetan, die alle positiv in die Zukunft geschaut haben und eine gesunde Portion Galgenhumor entwickelten. Damit kann man jede Menge Unannehmlichkeiten - auch nach der Reha noch - sehr gut wegstecken b) die Gymnastik-Übungen, die ich immer noch mache, damit der Hals/Schulterbereich beweglich wird/bleibt c) Spaß am Nordic Walking entdeckt (was für Psyche und auch für den Hals-/Schulterbereich wieder prima ist) Reha war bei mir 6 Wochen nach Therapie-Ende (auch in Wyk in der Sonneneck-Klinik - super !) Logopädie gabs in der Reha für mich auch - aber irgendwie hats mir nix gebracht. Das ist aber bei jedem anders (Meine Bekannten sagen übrigens, daß ich fehlerfrei rede - manchmal so, als wenn ich ein Bonbon im Mund hätte. Mir kommts immer so vor, als wenn ich undeutlich rede - aber Fremde empfinden das gar nicht). Orthomol-immun hab ich mir seit Start der Therapien gegönnt. Vielleicht hilfts, vielleicht auch nicht. Mir hat der Glaube daran, daß es mich stark macht, geholfen. Noch ein Tip für das 'Tal der Tränen' (so hab ich die Zeit genannt, als sämtliche orale Freuden weg waren - kein Geschmack mehr usw.): ich hab mir immer Duftkerzen angemacht - schnuppern konnte ich noch prima. So hab ich mir dann auch 'was leckeres' gönnen können. Im Frühjahr kann man natürlich auch die natürlichen Duftspender (Pflanzen, Blumen - ggf.aufm Balkon) nutzen ! ging bei mir nicht - meine Zeit im Tal der Tränen war im Herbst/Winter.... viel Erfolg ! Birgit |
AW: Selbsthilfegruppe Zungenkarzinom
Hallo @ alle,
@Niklas: Danke für die nähere Beschreibung der Sonneneck-Klinik, ich denke schon, dass es mir dort gefallen wird, auch wenn ich derzeit leider keinen einzigen Bissen essen bzw. schlucken kann :( Ich lege in die Reha all' meine Hoffnung rein weil mir das "Tal der Tränen" wie es Birka so treffend beschrieben hat rein psychisch extrem zusetzt; es ist vielleicht schlimmer als alle Behandlungen vorher. Ich versuche zur Zeit, mit "Kunstspeichel" (heisst Saseem-Mundspray und gibt's um die 11 Euro in der Apotheke [meist müßen die's aber erst bestellen, auch mein HNO-Doc kannte es vorher nicht]) das Drama mit den Speicheldrüsen abzumildern aber so richtig will das alles noch nicht gelingen. Überhaupt setzt mir persönlich zur Zeit die Psyche heftigst zu, ich hoffe bloss, dass das in der Reha besser wird denn sowas ist einfach nur noch grausam... Wünsch' euch allen ein beschwerdefreies, hoffentlich halbwegs sonniges WE! Chili :) |
AW: Selbsthilfegruppe Zungenkarzinom
hallo Chili
es tut mir leid das du nun doch so heftig auf die Behandlung reagierst. Aber in den meisten Fällen lassen die Folgen relativ schnell nach. An künstlichem Speichel gibt es auch noch Glandosane. Gibt es auch in der Apotheke. Vielleicht hilft das besser. Mein Mann hat es zwar gehabt aber er hat lieber mit Salbeitee gespült. Und immer seine Wasserflasche mitgehabt. Ich hoffe du kannst deine Reha geniessen. silverlady |
Hallo Leute,
lange nix mehr von mir hören lassen. Ich weiß und ich streue auch fleißig Asche auf mein ohnehin langsam ergrauendes Haupt. Habe mittlerweile meinen 2. TÜV hinter mich gebracht, zwischendurch immer wieder mal diverse Untersuchungen außerhalb der Karzinom-Sprechstunde. Naja, was red ich, ihr kennt das ja alle, die Vor-Ängste, die Freude, wenn "der Schmerz nachläßt " (die Angst). Ein klitzekleines Beispiel: Ich brauche eine Brücke. Am Mittwoch war die Besprechung wie und was und warum.
Zahnärztin: "Ich brauche noch die Meinung eines Kieferchirurgen wegen einer verschatteten Stelle im Röntgenbild" Ich: "???????????" Zahnärztin: "Da ist eine Stelle...(ich kürze ab)...aber die ist da schon seit 2002" Ich:"??????????" Zahnärztin: "Bevor ich die Prothese (Brücke)......" Ich:"Na, wenn die Stelle schon seit 2002, warum dann erst jetzt....(usw)" Zahnärztin: "Ich denke, das ist nix weiter, will mich aber ABSICHERN" Ich:"Wenn Sie schon 2002, warum damals keinerlei Reaktion?" Ich kürze das Ganze ab: Termin bei einem Kieferchirurgen, ging schneller als ich gedacht hatte, aber eben wieder 2 Tage Angst: "Kalk...." :D...naja, in meinem Alter...:-)))) Eigentlich hätte ich mir doch denken sollen, daß bei einem so alten Befund keine Probleme zu erwarten seien. Ich hab mir als Laie daheim die Röntgenbilder angeschaut und gesehen, daß sich seit 2002 nix verändert hat. Und trotzdem hatte ich (Großmaul was ich sonst bin) Angst. Soweit zu meiner Gesundheit. Eigentlich alles im relativ grünen Bereich. Arbeitsmäßig weniger, mein Arbeitgeber ist am pleitemachen. Toll. Vielleicht braucht hier jemand nen Webdesigner der/die auch von zu Hause aus arbeiten kann (nachweislich...)....:lach2: Danke Leute, daß ihr meinen Sermon gelesen habt. Allen alles Gute, wie, wo, warum und weshalb auch immer.Wir packen das. @Chili: schnapper ein wenig Seeluft für mich mit...ich liebe das Meer, aber nicht im Sommer.... |
AW: Selbsthilfegruppe Zungenkarzinom
Hallo Jule,
ich bin gesetzlich krankenversichert, der Strahlendoc hat mir sogar verboten, mit dem Auto zur Bestrahlung zu kommen und hat mir im Vorfeld schon einen Taxischein für 8 Wochen gegeben, welchen ich mir von meiner KK binnen kürzester Zeit habe abstempeln lassen. Dann habe ich mir ein Personenbeförderungsunternehmen meiner Wahl :D ausgesucht und denen den Taxischein gegeben. Fertig. Von da an stand täglich ein Taxi zur verabredeten Zeit vor meiner Tür und hat mich brav in die Klinik gefahren, dort auf mich ca. 20Min. gewartet und wieder nach Hause kutschiert. Komfortabler gehts nicht. Vor der Bestrahlung habe ich keine Logopädie gebraucht, wurde ja nicht operiert. Während der Bestrahlung ging es mir viel zu schlecht. Meine Bestrahlung endete Mitte November (07) und meine erste Logo hatte ich im Februar, aber eigentlich um das Schlucken zu lernen, denn das ging nicht mehr. Zungenbewegungen waren auf ein Minimum beschränkt und der Mund ging auch nicht mehr richtig auf (Kiefersperre). Das war eine sehr mühsame Angelegenheit. Der Reha konnte ich mich gar nicht entziehen, denn ich wurde per Einschreiben von meiner KK dazu aufgefordert, da ich zu der Zeit bereits ein Jahr krankgeschrieben war. Und so bin ich dann im Sommer 08 in die Reha gekommen. Logopädie hatte ich dort täglich. Und es stimmt, daß man während der Reha viele Leidgenossen trifft, die einem mit einem grandiosen Galgenhumor begegnen. Das muntert auf und wenn man dann in der 3. oder vielleicht 4. Woche die "Neuen" begrüßt, hat man sich diesen Humor angeeignet. Ich finde es eine sehr gute Maßnahme, daß deine Mom während der wahrscheinlich schwierigen Zeit kompetente Helfer um sich hat. Für mich wäre das nicht in Frage gekommen, habe mich strikt geweigert , denn ich habe eine noch relativ junge (damals 7 Jahre) Tochter und die wollte ich nicht missen, auch wenn ich nicht mit ihr reden konnte aber ich war wenigstens da. In eurem Fall ist das natürlich ganz anders und die beste Lösung. Da ist auch eine evtl. Gewichtsabnahme unter Kontrolle, sehr wichtig. Ich drücke euch die Daumen, daß es nicht so arg schlimm wird. Chilli hats hart erwischt, Elisasgirl hatte es da z.B. besser. Weißt du denn die Gesamtdosis (Gray) der Bestrahlung schon? Ich wünsche Dir und allen noch ein schönes Restwochenende. Alles Liebe Davina |
AW: Selbsthilfegruppe Zungenkarzinom
Hallo ihr alle :winke: :winke: ,
ich wünsche euch erst mal ein schönes WE........ @ Davina: Hoffe, du hast dich vom Umzug erholt. So eine Zeit lang ohne Netz schon grausam, bei mir waren es ca. 1 1/2 Wochen wegen Serverwechsel. :( Gut wieder von dir zu hören...... ;) @Elisagirl: " Laß dir nicht bange machen" sagen wir Westfalen , auch wenn es im Moment nicht so rund läuft. Das mit dem Kalk halten wir im Auge :D - das wird schon nicht mehr werden ! Ich wünsche dir, dass die beruflichen Aussichten sich wieder bessern - drücke dir die Daumen. @ Jule: Eine notwendige Reha nach der Radio-Chemo muss ja gottlob nicht von den ( doofen ) MKG- Leuten beantragt werden, dass wird ja vermutlich die Klinik ( Sozialarbeiter ) dann in die Wege leiten. Den Anspruches hat deine Mutter schon aufgrund der Krankheit und der OP, die Radio-Chemo gehört auch noch zum Paket. Ist diese beendet, folgt in der Regel 4 - 6 Wochen später die AHB ( Anschlußheilbehandlung ). Dann kann deine Mutter im Folgejahr nochmals eine Reha beantragen, wenn der Arzt dies für gut erachtet. Ich hoffe, dass ist in Bayern genauso geregelt...... Meine Mutter bekam in der AHB Logopädie, Klangtherapie zur Entspannung und vor allem auf sie zugeschnittenes Essen. Sie ist dort wunderbar zur Ruhe gekommen. @ Chili: Apropo Ruhe - ich wünsche dir, dass du deinen Tank wieder auffüllen kannst - ich kann verstehen, dass du im Moment noch nicht so an Besserung glauben magst. Du wirst auch eine Bereicherung für die Klinik sein - das glaube ich ganz sicher :lach2: - und man wird dir das danken.... die kommen gar nicht umhin, dich liebevoll zu pflegen und zu verwöhnen. Dann kriegst du auch wieder die Kurve - denk' daran .... laß' nix liegen ..... alles wird gut !! Genieß' das Meer - für mich ein bißchen mit - lg Ute ;) |
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