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-   -   Glioblastom, Angst frisst meine Seele auf (https://www.krebs-kompass.de/showthread.php?t=14140)

Sani 28.07.2007 21:33

AW: Glioblastom, Angst frisst meine Seele auf
 
Hallo conny,ich hab mich so gefreut von dir zu lesen,natürlich schau ich heut und morgen noch rein,gehört doch sowiesoe dazu,ohne euch geht nichts!!!

Danke für deine Wünsche,ich hab schon einen,hoffe,benita hat gute ,beruhigende Nachrichten,na,vielleicht hören wir noch was voneinander.

Hab schon egschrieben,das erste Glas geht auf euch alel hier,werde dran denken,jedne Abend,ja,ich freu mich jetzt nachdem Kofferpacken,,,,,

Also,werd morgen nochmal schauen,ansonsten,,wünsche ich euch auch zwei Wochen die schöne Momente mitsich bringen,Sonne nicht nur am Himmel!!:cool:
und ruhige Tage,ehrlich!Susanne

conny,ich meine,du hättest schon Urlaub gehabt,frag liebr ncohmal,wie hast du ihn verbracht,mit Freunden??Oder warst du liebr allein mit deinen Gedanken,Susanne

Biefie 28.07.2007 22:23

AW: Metastasen vom Glioblastom
 
Hallo, also das es Metastasen vom Glio gibt ist so gut wie ausgeschlossen. Habe mich in letzter Zeit intensiv damit beschäftigt, da bei meinem Mann im August 05 das Glio festgestellt wurde - damals hieß es auch: Prognose 6 Monate max. aber 1-2 Jahre. Nun sind 2 Jahre um, mein Mann nimmt seit 4 Monaten kein Temodal mehr und erst vor zwei Tagen war die Kontrolluntersuchung, kein aktives Wachstum mehr nachweisbar.
Aber zurück zu den Metastasen, ich habe mich wie gesagt intensiv damit beschäftigt, habe mit mehreren Spezialisten gesprochen und stamme selbst auch aus der Medizin, und das Glio bildet sich ja, wie ihr sicher wisst aus den Gliazellen im Gehirn - die es auch nur dort gibt - es ist zwar ein sehr aggressiver Tumor an sich, bildet aber nachweislich keine Metastasen, sondern wächst entweder aus den verbliebenen Zellen oder bei ganz viel Pech an anderer Stelle im Gehirn - was aber eher unwahrscheinlich ist.
Also macht Euch bitte nicht verrückt wegen irgendwelcher Aussagen, denn meistens wissen die Ärzte sowieso nicht was sie sagen sollen, weil diese Form des Hirntumors leider so eine Art Weltuntergangsstimmung an sich hat.
Gebt nicht auf ;)

Lothar62 29.07.2007 09:36

AW: Glioblastom, Angst frisst meine Seele auf
 
Hallo Sani

Ich wünsche dir einen wunderschönen und erholsamen Urlaub mit deiner Familie,es tut bestimmt gut mal raus aus dem Alltag und die Sorgen und Ängste mal zu Hause zu lassen.

Liebe Grüße Lothar

sanne2 29.07.2007 14:49

AW: Metastasen vom Glioblastom
 
Liebe Benita,
ich habe Eure Geschichte verfolgt und es tut mir sehr leid, dass Ihr nicht zur Ruhe kommt!
Das ein Glioblastom metastasiert habe ich noch nie gehört und ich arbeite seit Jahren auf einer Neurochirurgie mit Schwerpunkt Hirntumore, leider häufig Glioblastome. Ich hoffe der Tumor Deines Mannes kann gut behandelt werden.
Liebe Grüße
Sanne

Sani 29.07.2007 16:00

AW: Glioblastom, Angst frisst meine Seele auf
 
Hallo Lothar,Danke für deine Wünsche,ja jetzt grad wird es uns guttun,W.kommt nicht klar mit seiner Gesundheit,muß eventuell noch operiert werden,jetzt heißt es abschalten und die Seele baumeln lassen.Wißt ihr,was das beste ist??_Ja,denke schon,denn,da wo man hinfährt ist man nicht die,der kranke Mensch,da ist man Mensch und ....wird nicht "beobachtet",wenn man es nicht selbst jemandem sagt,stimmts!!
Ich denk an euch alle,benita,hoffe,ihr habt eure Ergebniss,conny,lothar,ich trink den ersten Roten mit euch allen,Susanne,bis Freitag ,den10.8:winke:

lauralove 30.07.2007 09:28

AW: Glioblastom, Angst frisst meine Seele auf
 
liebe benita :)

schau dir diese Seite mal an , wenn man glück hat kann man an dieser studie teilnehmen .http://www.magforce.de/ wünsche dir viel glück

:knuddel:

Sakurama 30.07.2007 12:03

AW: Metastasen vom Glioblastom
 
Liste der Anhänge anzeigen (Anzahl: 1)
Hallo Benita,

habe Euere "Geschichte" weiterverfolgt und bin sehr traurig, dass Ihr nicht zur Ruhe kommt. Habt Ihr schon ein Ergebnis? Es ist bekannt, dass Glio´s eigentlich nie metastasieren, aber ich muss leider sagen, Ausnahmen bestätigen bekanntlich die Regel. Jürgen hatte eine 2. Stelle auf der ganz anderen Hirnseite bekommen. Eine Bekannte, die in der Bestrahlung von Glio-Pat. gearbeitet hat, meinte es kommt sehr selten vor, dass Glio´s auf andere Nervenzellen übergreifen (z.B. in der Wirbelsäule). Aber sonst gibt es wohl keine Ableger. Ich hoffe, dass sich alles nur als ein Laborfehler herausstellt. Auch Laboranten machen mal Fehler. Hoffentlich wird das Wetter bald besser, dann ist alles irgendwie einfacher. Ich denke oft an Euch, auch an Sani und Lothar mit seiner Frau. Bleibt stark, Aufgeben ist nicht erlaubt, denn das wäre der Anfang vom Ende.
Ganz ganz liebe Grüße
Anhang 6984

Benita 30.07.2007 16:06

AW: Metastasen vom Glioblastom
 
Hallo Ihr Lieben,

die Neurochirurgen der Uni haben sich ein Gewebestück schicken lassen und es im Labor der Uniklinik untersuchen lassen, da auch sie der Meinung waren, dass eine Gliometastase eher unwahrscheinlich ist.
Nun liegt der Befund des 2. Labores vor und man vermutet nun ein Plattenephitelkarzinom. Dies ist eine Metastase und wir haben nun heute einen Termin beim Onkologen um die weitere Vorgehensweise zu besprechen. Zunächst muss im Körper nach dem Primärtumor gesucht werden. Außerdem sollen Untersuchungen zeigen, ob noch weitere Metastasen im Körper sind. Ich habe keine Ahnung, was jetzt auf uns zukommt.

Irgendwie bin ich innerlich vollkommen tot. ich kann nicht mal mehr heulen.
Erst Darmkrebs, dann Glio und nun eine 3. Krebserkrankung. Mein Mann ist schockiert und wirft sich inzwischen Beruhigungstabletten ein, um nicht durchzudrehen.

Mein Gott, wie sollen wir das noch alles durchstehen? Was kommt jetzt wieder auf uns zu? Meine Kinder wissen bisher noch nichts, aber ich werde ihnen über kurz oder lang wohl reinen Wein einschenken müssen.

Gibt es eine Steigerung von Verzweiflung? Schlimmer gehts glaub ich nicht mehr.

Herzlichen Dank, dass ihr euch hier meldet. Inzwischen hab ich das Gefühl, dass es sonst niemand mehr wissen will. Ich fühle mich vollkommen allein und mag sonst niemanden mehr ansprechen. Es fragt auch keiner, wie es einem geht. Also wollen sie auch nichts hören. Scheißleben.....

Liebe Grüße, Benita

Benita 30.07.2007 16:12

AW: Glioblastom, Angst frisst meine Seele auf
 
Hallo Laura,

vielen Dank für den Link. Wir haben nun erfahren, dass mein Mann
keine Gliometastase
hat. Im Moment steht der Verdacht im Raum, dass er ein Plattenepithelkarzinom hat. Ich weiß noch nicht genau, was das für uns bedeutet. Wir haben heute einen Termin beim Onkologen und danach werden wir wohl mehr wissen. Ob uns das dann beruhigen kann, ist eine andere Frage.

3 verschiedene Krebserkrankungen in 7 Jahren sind einfach zuviel für einen Menschen und ich muss ehrlich sagen, ich bin mit meinem Latein ziemlich am Ende. Ich habe einfach nur noch ANGST!!!!!

Benita

Ani60 30.07.2007 20:42

AW: Metastasen vom Glioblastom
 
Liebe Benita,

hab Angst. Du hast allen Grund dazu.
Vielleicht hilft Dir der Gedanke, dass es nicht schlimmer werden kann.
Angst ist Angst. Da gibt es keine Schattierungen.
Und wieviele, unterschiedliche Tumore jetzt auch immer in Euer Leben eindringen, sie können die Angst nicht steigern, was auch immer ein Pathologe in seinen Befund schreibt, es ist zuviel, aber Angst ist Angst.

Das Gefühl. "da will uns jemand mit System fertig machen", kenne ich gut und doch: Es gibt hoffnungsvolle und hoffnungslose Zeiten.

Bei sovielen Baustellen, die Euch irgendein Teufel aufmacht, habt Ihr garnicht die Chance, Atem zu holen und hoffnungsvolle Momente aufzusaugen.
Ihr löscht ein Feuerchen und um Euch herum glühlt der Schwelbrand.

Würde ich jetzt fragen, wie es Dir geht, wäre es eine rein rhetorische Frage.
Die Antwort ist klar. Ich frag Dich trotzdem:
Wie geht es Dir, wie holst Du Luft, erträgst Du Dein Leben, kannst Du noch??
Ich würde es gerne wissen, hälst Du nur durch, um Deinen Mann beizustehen, hast Du vielleicht eine gute Freundin/einen guten Freund, bei denen Du Dich richtig auskotzen kannst ohne jemanden schonen zu müssen ??
Ich wünsche es Dir so.
Eine herzliche Umarmung, mit traurigen, herzlichen Grüßen
Anita

Benita 31.07.2007 21:24

AW: Metastasen vom Glioblastom
 
Liebe Anita,

ja, du sprichst mir aus dem Herzen. Genauso fühle ich mich.
Das mit der Angst kommt jedoch immer stärker. Bisher hatten wir immer noch Hoffnung, auch wenn wir wußten, dass die Zeit die uns gemeinsam bleibt, begrenzt ist. Nun befürchte ich, dass das was ich von mir geschoben habe immer näher rückt. Ich kann mich dem einfach nicht stellen.
Zum Luftholen fehlt mir irgendwie die Zeit. Wenn ich dann mal nichts zu tun habe, kreisen die Gedanken nur noch schlimmer, also baggere ich mich mit Arbeit zu.

Heute habe ich zumindest den Schritt gewagt, meiner Chefin reinen Wein einzuschenken und sie auf meine persönliche Situation aufmerksam zu machen. Sie war natürlich geschockt, doch ich glaube weniger von der menschlichen Seite sondern mehr weil sie Panik kriegt, wenn ich ausfalle. Doch das ist mir ziemlich egal.

Ich habe eine ganz liebe Freundin, mit der kann ich auch ganz offen reden, doch leider finden wir viel zu selten die Zeit um miteinander zu quatschen. Sie ist voll berufstätig und wenn Sie nach Hause kommt, erwarten Mann und zwei fast erwachsene Söhne, dass daheim alles gerichtet ist. Die reißt sich für ihre Family den Hintern auf und kommt auch zu nichts. Sie schafft es einfach nicht, etwas daran zu ändern. So bleibt für uns wenig Zeit.

Manchmal denke ich wirklich, ich schaff es nicht mehr. Doch ich muss durchhalten, für meinen Mann und für meine Kinder.

Immer wieder sagen Menschen zu mir, sie bewundern meine Stärke. Die haben überhaupt keine Ahnung. Ich bin gar nicht stark, im Gegenteil ich muss nur die Starke spielen. Diese Riesenverantwortung erdrückt mich total. Also denke ich lieber gar nicht drüber nach und tue, was zu tun ist, fertig. Die Angst vor der Zukunft zermürbt mich mehr und mehr. Ich habe auch Angst, dass diese andauernde seelische Belastung mich eines Tages selbst von den Füßen holt. Wer ist dann für meine Kinder da. Und wer für mich?

Ohwei, ich höre lieber auf, sonst krieg ich gleich noch das große heulen. Ich bin einfach eine arme Socke. Irgendwie gehts schon weiter. Es hat mich aber sehr gefreut, dass du so liebe Worte an mich gerichtet hast.

Hier im Forum kann man mit wildfremden Menschen über seine Ängste sprechen und das tut gut. Warum fragt das nächste Umfeld nicht mal nach einem? Das ist doch echt schade. Ich bin bestimmt ein positiver Mensch, doch die Erfahrungen in meinem Leben haben mir schon viele menschliche Enttäuschungen bereitet und das tut weh. So bin ich froh, dass ich hier so nette Menschen finde, die ihr Herz und ihre Ohren öffnen. Danke dafür.

Was machst du hier, bist du betroffen oder Angehörige?
Erzähl mir doch von dir. Ich würde mich freuen.

Herzliche Grüße, Benita

Patrick30 31.07.2007 23:55

AW: Metastasen vom Glioblastom
 
Hallo benita,

ich denke schon, dass sich viele über die Dinge anderer unterhalten. Nur, die meisten haben Angst es einem persönlich zu sagen bzw. danach zu fragen.

Ich habe es schon oft erlebt, dass mich Leute auf meine Krankheit angesprochen haben. Wenn man mal gefragt wird entschuldigen sich die meisten vorher und fragen ob ich überhaupt darüber reden will. Ich weiß nicht wie ich das beschreiben soll. Meiner Meinung nach haben viele Angst etwas falsches zu fragen oder zu sagen.

Bei meiner Schwiegermutter in lauer Stellung ist das ähnlich. Sie hat Schmerzen beim gehen. Sie hat eine sehr seltene Muskelkrankheit. Sie sagt immer es fragt keiner nach meinem Gesundheitszustand. Und ich bekomme das des Öfteren mit, dass sich die Verwandtschaft und auch Freunde usw. Gedanken über sie machen.

Nimm es also nicht persönlich! Ich denke Angst spielt eine sehr große Rolle!


Liebe Grüße

Patrick30

Benita 01.08.2007 19:23

AW: Metastasen vom Glioblastom
 
Hallo Patrick,

du hast sicher recht. Diese Erfahrung musste ich leider schon öfter machen. Natürlich haben viele Leute Hemmungen einen anzusprechen, da sie mit einer Antwort rechnen, auf denen ihnen nichts mehr einfällt. Dabei rede ich sowieso nur von der Erkrankung meines Mannes, wenn sich jemand nach seinem Zustand erkundigt. Dabei halte ich es einfach ehrlich aber kurz, da ich die Details auch nicht umbedingt rumerzählen mag. Für mich sind diese Leute sowieso nicht der Grund, warum ich enttäuscht bin. Mich enttäuscht das Verhalten der Personen, die mir eigentlich immer nahe standen und von denen ich eigentlich dachte, dass sie mir zur Seite stehen. Ich glaube, ich habe den Fehler gemacht, dass ich in den Personen echte Freunde gesehen habe und nun erkennen muss, dass sie es nicht sind. Letztendlich ist nur die Familie auf die man sich hundertprozentig verlassen kann.

Mein erster Sohn hatte ebenfalls einen Hirntumor. Ich war mit ihm 10 Monate am Stück in der Uniklinik. Damit konnte niemand umgehen. Selbst meine allerbeste Freundin nicht, mit der ich schon aus der Schulzeit befreundet war. Wir waren durch dick und dünn gegangen, auch wenn wir ziemlich weit voneinander entfernt wohnten. Sie hat sich dann einfach nicht mehr gemeldet. Das hat mich tief verletzt. Drei Monate nachdem mein Sohn verstorben war, meldete sie sich bei mir, um mir freudig mitzuteilen, dass sie schwanger sei. Ich habe die Freundschaft beendet, da ich merkte, dass die Verletzung viel zu tief saß. All die Jahre habe ich mich ziemlich zurückgehalten was Freundschaften anbelangt und habe nun seit 13 Jahren eine liebe Freundin gewonnen. Dachte ich. Und nun wiederholt es sich. Anfänglich hatten wir regelmäßig Gespräche. Doch nun meldet sie sich kaum. Sie wohnt nur ein paar Häuser weiter und trotzdem war sie seit 8 Wochen nicht mehr bei mir. Ich weiß, dass sie beruflich viel um die Ohren hat, trotzdem hat sie ja auch Zeit für alle anderen Aktivitäten. Zuerst habe ich mich immer wieder gemeldet, doch inzwischen rufe ich auch nur noch selten an. Ich denke, wenn ich ihr wichtig wäre, würde sie sich melden. Sie weiß doch, in welcher Situation ich stecke. Das alles frustriert mich ganz schön.

Benita

Pflegefrau 01.08.2007 22:33

AW: Metastasen vom Glioblastom
 
Hallo Benita!
Ich kann mich so gut in Deine Lage hineinversetzen! Du fühlst Dich alleingelassen -bist es ja auch- und alles scheint ausweglos zu sein. Und die Freunde, von denen man eigentlich Beistand erwartet, trauen sich nicht Dich anzusprechen, sie sind sicherlich überfordert und auch ratlos! So sehe ich es jedenfalls. Auch ich fühlte mich so alleingelassen, selbst von meinem Mann! Wenn ich mit ihm über unsere Tochter reden wollte, es war nicht möglich! Immer wieder das Gleiche: die Kunst ist heute groß, Du siehst alles zu schwarz, das wird wieder usw. usw. Es war grausam und ich ging immer mehr zugrunde. Ich hatte außer im Forum auch niemanden, dem ich meine Ängste anvertrauen konnte, ganz zu Schweigen jemandem, der meine Sorgen nachvollziehen konnte! Und somit mußte ich eine 8wöchige psychosomatische Reha machen, es ging einfach nichts mehr, ich war nicht mehr ich und total überfordert. Heute bin ich so dankbar, daß ich diese Reha gemacht habe und mir geht es gut. Ich habe ganz andere Perspektiven, auch wenn sich die Situation unserer Tochter ja nicht ändert. Auch kann ich jetzt mit meinem Mann darüber reden und er versucht auch nicht mehr mich mit seinen Ängsten zu verschonen! Das machte doch alles nur noch schlimmer, ein Teufelskreis.
Ich würde Dir so gerne helfen, und wenn Du jemanden brauchst um Dampf abzulassen, so darfst Du mir gerne eine persönliche Mail schreiben. Ich werde versuchen, immer für Dich da zu sein!:knuddel:
Für den schweren Weg wünsche ich Euch ganz viel Kraft, nutzt die gemeinsame Zeit und schöne Augenblicke bringen Licht und Freude.

Seid gedrückt
Hedwig

HeikeF 01.08.2007 22:46

AW: Metastasen vom Glioblastom
 
Warum fragt das nächste Umfeld nicht mal nach einem?

habe in der Zeit gedacht: Viele möchten auch vielleicht nicht mit einem reden weil einem dann die eigene Sterblichkeit/ Verletzlichkeit bewußt wird.
Viele können oder möchten sich nicht mit ernsten Krankheiten auseinander setzen-erst Recht nicht mit sterben oder der Vorstellung dessen.
Leiden, Krankheit, sterben, Tod sind leider immer noch Tabu und durch unsere Umwelt die immer schön, perfekt und ewig jung sein soll wird es noch zusätzlich verdrängt.
Ein Armutszeugnis dieser Gesellschaft denke ich oft.


Habe in dem letzten halben Jahr viele Erfahrungen gemacht-die mich sehr nachdenklich machten.

unsere Geschichte steht unter Wie, soll man das Leben überleben

Wünsche Dir viel Kraft, laßt Euch der schönen Momente nicht berauben!!!
Genießt sie und holt Euch Eure Kraft daraus.
Denke immer daran Ihr seit nicht allein!

Drücke Dich mal feste
Heike

Schnucki 01.08.2007 22:55

AW: Metastasen vom Glioblastom
 
Liebe Benita,

ich habe "Eure" Geschichte etwas mitverfolgt, ich bin aus dem LK- und Angehörigenforum.

Es tut mir sehr leid, dass nun bei Deinem Mann erneut etwas gefunden wurde, ich hoffte einfach, es wäre mal soweit Ruhe. Fühl Dich deshalb in den Arm genommen.

Das mit dem Alleinsein kann ich sehr gut nachvollziehen. Auch, dass sich jetzt herausstellt, wer wirkliche Freunde sind. Ich habe mich in 10 Monaten auch bereits von 2 sogenannten Freundinnen getrennt. Die eine - wirklich von Tuten und Blasen keine Ahnung - belehrte mich gleich bei der Diagnose meiner Mutter, dass Chemo etc. sinnlos wären, sie so was nie machen würde. So was braucht kein Mensch, vor allem keinen, der sich mit dem Thema nie beschäftigen mußte. Die zweite konnte mit der Erkrankung meiner Mutter nicht umgehen, obwohl ich hier nie groß was erzählte, bei ihr sogar nur auf Nachfrage. Sie wußte nicht, wie sie sich verhalten soll. Also hat sie beschlossen, besser gar nicht mehr anzurufen.

Ich fühle mich auch sehr sehr alleine. Ich bin Einzelkind, meine Mutter geschieden. Mit ihren 5 Geschwistern steht sie seit Jahren nicht besonders gut, ich durfte nichts sagen. Ihre eine Schwester, die von meiner Cousine von der Erkrankung erfahren hat, weiß es auch seit 10 Monaten und hat sich bisher nicht gemeldet. Die zweite Schwester hat es jetzt erfahren, aber nur, weil sie sich Gedanken machte, warum das Grab nicht mehr gepflegt wird.

Die dritte Schwester hilft mir. Mit ihr kann ich alles besprechen, aber es hängt die ganze Last an mir.

Bei den Brüdern ist gar nichts zu holen.

Freunde? Fehlanzeige. Hat meine Mum nicht.

Auch ich werde als Starke betitelt, aber ich funktioniere mittlerweile nur noch. Auch als die Ärztin mir gestern riet, keine weiteren Therapien mehr durchführen zu lassen, sogar die Ernährung abzustellen, ich war leer und handelte nur noch. Sprach heute mit meiner Mutter, telefonierte mit dem Hospiz etc.

Klar krieg ich Unterstützung von meinem Mann, in dem er mir den Rücken freihält. Aber gefühlsmäßig fehlt auch mir jemand, der mich in den Arm nimmt, der mit mir mal weint etc.

Es ist so traurig Benita, wie alleine man auf einmal dasteht. Da trennt sich der Spreu vom Weizen. Danach weißt Du, wer wirklich Deine Freunde sind.

Ich bin auch niemand, der rumjammert, aber manchmal möchte auch ich jemanden haben, mit dem ich sprechen kann, der mir zuhört ohne verklemmt dazusitzen und zu hoffen, dass ich bald das Thema wechsel.

Ich glaube inzwischen, so was geht fast nur mit anderen Angehörigen, die dasselbe Problem haben.

Melde Dich!

LG

Astrid

Benita 02.08.2007 21:56

AW: Metastasen vom Glioblastom
 
Hallo Ihr Lieben,

ich wusste es doch!

Ich bin nicht! allein.

Ihr seid nicht allein!

Es ist wohl einfach so, dass wir uns hier gefunden haben, um uns gegenseitig zu stützen. Ich bin so dankbar, dass es dieses Forum gibt. Ich bin nicht die einzige auf dieser Welt, die mit diesen Problemen zu kämpfen hat (als hätten wir nicht genug andere Probleme). Ich glaube, ich brauche nicht an mir zu zweifeln, es sind einfach die Umstände, die uns in diese Situation drängen. Euch geht es allen ebenso.

Ich finde es super, dass wir uns hier mal so richtig ausheulen können. Wobei ich eigentlich lieber lache als heule.

Ich drücke euch alle ganz dolle :knuddel: :knuddel: :knuddel: :knuddel:
und hoffe, dass wir uns gegenseitig helfen können.

Ich wünsche euch noch einen wunderschönen Abend und hoffe, dass uns der morgige Tag Sonne schickt und viele kleine Momente der Freude.

Herzliche Grüße, Benita

rosablu1944 03.08.2007 20:28

AW: Metastasen vom Glioblastom
 
hallo benita....ich weiss wie du dich fühlst es ist wie achterbahn fahren...
ich habe auch bis heute nichts davon gehört das ein glio metastasiert.
Ich weiss nur das wenn er wieder rezidiviert nicht immer an der gleichen stelle
nachwächst.und es geht sehr schnell mit dem wachsen ein onkologe beschrieb es ich zitiere:,,es ist wie eine explosion im gehirn wenn der glio nicht aufgehalten wird,ER macht was er will und wo er will und das ist das schlimme daran es gibt stellen im gehirn da kann kein noch so guter arzt operien``.aber ich will dich nicht entmutigen ..es muss gekämpft werden denn keiner sollte der krankheit die überhand geben..es gibt auch spontanheilungen.....alles gute

Benita 06.08.2007 10:01

AW: Metastasen vom Glioblastom
 
Hallo,

heute geht es also los. Es werden die ersten Untersuchungen (CT und MRT) gemacht, um den Primärtumor im Körper zu suchen. Morgen stehen dann die nächsten beiden CT und MRT Untersuchungen an. Mein Mann ist verständlicherweise total nervös. Es ist eigentlich das erste Mal in der langen Zeit, dass er mir gesagt hat: Ich habe Angst. Mir geht es ebenso. Man möchte zwar Gewissheit haben, sicherlich auch in der Hoffnung, dass man rechtzeitig eine Therapie beginnen kann, aber die Angst vor der Diagnose ist riesengroß. In den letzten Tagen hat mein Mann immer wieder davon gesprochen, was zu tun ist wenn, Testament, Beerdigung usw. Das hat mich vollkommen umgehauen. Er hat seit 7 Jahren Krebs, doch so offen hat er noch nie mit mir darüber gesprchen. Es zeigt mir, wie sehr er mit dem Schlimmsten rechnet. Ich bin volkommen sprachlos. Meine Kinder wissen immer noch nicht, was los ist.

Gestern war meine Schwester da und wir haben alle drei lange miteinander gesprochen. Das hat mir unglaublich gut getan. Ich hoffe, wir kriegen den Tag heute einigermaßen gut rum. Melde mich, sowie ich Neuigkeiten habe.

Liebe Grüße an euch alle hier.

Benita

HeikeW. 06.08.2007 13:10

AW: Metastasen vom Glioblastom
 
Liebe Benita...


ich denke oft an euch....

Benita 06.08.2007 17:46

AW: Metastasen vom Glioblastom
 
Hallo Heike,

wir sind gerade zurück. Den Befund haben wir mit dem Arzt noch nicht durchgesprochen. Ich konnte meinen Mann davon überzeugen, dass es ausreicht, wenn wir morgen nach den nächsten Untersuchungen alles gemeinsam besprechen. So haben wir es für einen Tag aufgeschoben.
Die Sonne lacht und wir veruschen den restlichen Tag auf der Terrasse zu genießen. Morgen sehen wir weiter.

Ich wünsche dir auch einen sonnigen Restmontag.

Liebe Grüße, Benita

Lothar62 18.08.2007 09:17

AW: Glioblastom, Angst frisst meine Seele auf
 
Hallo Ihr Lieben

Es ist hier in letzter Zeit ein wenig ruhig geworden,ich hoffe dass das nur gutes zu bedeuten hat !!!
Bei uns ist soweit alles OK, meiner Frau geht es soweit ordentlich,keine Chemo,keine Tabletten, und das nächste MRT ist anfang Oktober.

Liebe Grüße Lothar

Anneli 18.08.2007 15:54

AW: Metastasen vom Glioblastom
 
Liebe Benita,
unbekannter Weise(lese seit12/06 "still" im Forum, mein Bruder hatte einGliobl.)
möchte ich dir/euch viel Stärke fürs Durchhalten,fürs Leben,fürs Lieben
und Positives wünschen.
liebe Grüsse
Anneli

Sani 23.08.2007 16:19

AW: Glioblastom, Angst frisst meine Seele auf
 
Hallo zusammen,ja Lothar ,da muß ich dir vollkommen recht geben,es ist ruhig,fast schon zu ruhig.....

Da wir ja auf Zypern waren gibt es "nur"Urlaubserinnerungen zu berichten und ich sag euch,so einen faulen Urlaub hatte ich ,bzw.in den sechs Flugjahren noch nie.Uns beschlug die Brille,wenn wir das Zimmer verließen,duschen war ..umsonst..44Gr.und über 70% Luftfeuchte,es war zuviel um Touren zu unternehmen.Eignetlich muß ich nach drei,vier T.raus,denn,jedes Hotel,jeder club könnte ja irgendwie in unserer Nachbarsch.stehen,es ist ja eine künstl.Welt und hat doch wenig mit dem betreffenden Urlaubsland zutun,aber,diesmal ging es nicht,ausser zum Meer,was an den Club grenzte war nichts möglich.Zum "Dank"ans Nichtstun hab ich wieder das linke Bein schmerzhaft mit heim gebracht,wieder der Hauptmuskel eingeklemmt.Mein Doc meinte,dreieinh.St.Flug wären zuviel,nee,verg.Jahr waren es zehn und es ging mit Heparin Sp.,das wäre Zufall gewesen..was man dann wem auch immer glauben soll,sei dahingestellt.Wir lassen uns davonnicht das jetzt fliegen dürfen nehmen....


so,das zur aktuellen Sit.jetzt würde auch ich mich mehr als freuen,wenn benita du und auch conny und Lothar ein kleines Hallo geben könnten,wüßte gerne benita,wie es euch beiden mit der neuen Diagnose bisher geht und was geschieht,susanne

Sani 29.08.2007 09:14

AW: Glioblastom, Angst frisst meine Seele auf
 
Hallo Conny,ja, für dich ganz persönlich!!!!!

Denn du hast heut Geburtstag und für diesen Tag wünsch ich dir von Herzen alles erdenklich Gute!!

Für jede Stunde einen Gedanken,der die nächste Stunde erhellen möge!

für jede Stunde ein Lächeln auf deinen Lippen,das du mitnimmst ,den ganzen Tag!

für heut Nachmittag ein dickes Stück Pflaumenkuchen mit nochmehr Sahen obenauf,dazu Kaffe und ein gutes Gespräch!

Dazu mach eine besonders schöne Kerze an und dein Mann wird mit jedem flackern des Kerzenlichts dir einen Gruß senden,Susanne



und denkt daran,man kann dem Leben nicht mehr Stunden geben,
aber
den Stunden mehr Leben!!

Benita 01.09.2007 19:12

AW: Glioblastom, Angst frisst meine Seele auf
 
Hallo Sani,

schön, dass du dich aus dem Urlaub zurückgemeldet hast. Ich hoffe, du konntest ihn in vollen Zügen genießen und er gibt dir Kraft für die nächste Zeit.

Ich bin auch schon wieder urlaubsreif, aber an Urlaub ist bei uns nicht zu denken. Die letzten Wochen haben wir fast täglich bei Ärzten und Kliniken verbacht, mittlerweile gehe ich auf dem Zahnfleisch. Es ist jetzt sicher, dass das Teil, das sie entfernt haben, eine Metastase eines Plattenepitelkarzinoms ist. Um den Primärtumor zu finden wurden bei ihm zwei CT's und zwei MRT's gemacht. Einzige Auffälligkeit war im Bereich der Speiseröhre/Magen. Also gleich in die Klinik zur Spiegelung. Dabei haben sie festgestellt, dass dort wohl kein Tumor sitzt, aber das Gewebe in diesem Bereich hat sich verändert. Daraus könnte sich ein Tumor bilden. Tolle Nachricht. Da ein Plattenepi auch Hautkrebs sein könnte, wurde mein Mann wegen zwei Stellen am Bein zum Hautarzt geschíckt, um diese zu entfernen. Das war letzte Woche Montag. Der Hautarzt entfernte die zwei Teile und stellte dann fest, dass er unter dem Auge auch eine verdächtige Veränderung hat. Die hat er gleich mitentfernt. Sein Kommentar: "Die Stellen am Bein sind ok, aber das Ding unter dem Auge ist mit Sicherheit eine Vorstufe von Krebs. Bumm, das hat gesessen. Montag müssen wir wieder hin, Fäden ziehen und Befund abholen. Außerdem hat der Onkologe nun an die Krankenkasse geschrieben, dass dringend!!! eine PET Untersuchung gemacht werden musss. Ist aber keine Kassenleistung. Die Kosten für die Untersuchung belaufen sich auf 1.200 €. Ich hoffe, dass sie wenigstens einen Teil davon bezahlen.

Inzwischen hat mein Mann ziemlich abgebaut, vor allem psychisch. Er ist an einem Punkt, wo er nicht mehr kämpfen will. Das macht mir riesig Angst. Er sagt, dass er müde ist und nicht mehr will. Er kämpfe nur für mich aber er ist total depressiv und kann sich über nichts mehr freuen. Das ist nach fast 8 Jahren Kampf mehr als verständlich und ich wei einfach nicht mehr weiter. Ich weiß nicht, wie ich ihn aus dem Loch holen soll, sitze ich doch selbst drin.

Wieviel Leid kann ein Mensch noch ertragen? Woher soll er die Kraft nehmen? Ich bin inzwischen mit meinem Latein am Ende und tue einfach, was zu tun ist, doch als Leben kann ich das wirklich nicht bezeichnen. Die Angst vor der Zukunft ist einfach unermesslich. Meine Kinder sind beide auch ziemlich durch den Wind und ich schaffe es einfach nicht mehr, das alles zu kompensieren.

Mittlerweile habe ich auch zu nichts mehr Lust und bin froh, wenn der Tag rum ist und ich schlafen kann, damit ich nicht nachdenken muss. Es ist einfach nur grausam.

Liebe Grüße, Benita

Sani 01.09.2007 21:09

AW: Glioblastom, Angst frisst meine Seele auf
 
Hallo benita,

ehrlich,hab mich zuerst sehr gefreut,zu sehen,da hat benita geschrieben,aber dann,mir stehen die Tränen noch in den Augen....
Es macht hilflos,sprachlos,ich weiß nicht,was alles noch..benita,du weißt,ich bin täglich hier,schreib dir alles von der Seele,schrei,weine,verfluche,alles,nur damit es raus ist aus deinem Kopf,aus deiner Seele,ein winzig kleines Stückchen.
Das nichtmehr kämpfen wollen ist auch bestimmt ein Hilferuf,ein ruf danch,das es wohl nie aufhört,ein Fluchtversuch,nach dem Motto,wenn ich nicht mehr kämpfe ,ist es nicht mehr da...du verstehst bestimmt,was ich meine,e sist schwer auszudrücken.
Sag ihm und sag dir,er soll nicht kämpfen,das kostet zuviel Energie,ihr sollt die schönen Augenblicke sehen,davon zehrne,euch am Abend an die Hand nehmen,die stille Vertrautheit spüren,ein zuzwinkdern,ein Blick,das dasein ,zusammensein ist jetzt gerade der Rettungsanker schlechthin.ach,könnt ich euch nur helfen,kann nur der Anker hier sien und euch einen Ersatzanker zuschmeissen,schnapp ihn,nimm ihn an,benita ich drück dich feste,fühl dich gehalten,Susanne

HeikeW. 01.09.2007 22:15

AW: Glioblastom, Angst frisst meine Seele auf
 
Hallo benita...
Susanne kann das alles so gut ausdrücken. Ich leider nicht. Ich verstehe deine Frage, wieviel ein Mensch ertragen kann, sehr gut. Auch mir stellt sich die Frage immer wieder. Leider hab auch ich keine Antwort darauf. Meine Kraft ist auch am Ende, aber irgendwie schaffe ich es immer wieder, mich aufzuraffen.
Genießt auf jeden Fall die schönen Stunden....
Ich drück dich ganz fest....:pftroest:

Benita 02.09.2007 12:07

AW: Glioblastom, Angst frisst meine Seele auf
 
Hallo Sani, du Zaubermaus!

Du bist einfach unglaublich. Ich bin wirklich glücklich, dass ich dich hier gefunden habe. Allein zu wissen, da ist jemand, dem bin ich nicht egal, und dass obwohl wir uns doch gar nicht kennen. Ich habe noch nie daran gedacht, mit dem Kämpfen aufzuhören. Ist das nicht Resignation, bedeutet es nicht Aufgabe und letztlich Ende? Ich denke, er hat doch noch eine Chance und die sollten wir versuchen zu nutzen. Ich glaube, er will auch kämpfen, er ist einfach nur müde und erschöpft. Und ich bin es auch. Aber wir müssen weiterkämpfen, ich liebe ihn unglaublich und ich habe Angst ihn zu verlieren.
Alles was du mir räts, das machen wir bereits, doch es hängt so oft Wehmut und unausgesprochene Angst in unseren Blicken, dass es manchmal unerträglich ist.

Ich bin imMoment zu aufgewühlt und melde mich später.

Danke für deinenAnker, Benita

Sani 02.09.2007 12:41

AW: Glioblastom, Angst frisst meine Seele auf
 
Hallo benita und Danke für deine Worte,sie kamen jetzt grad richtig gut zu mir rüber,im richtigen Augenblick!

Benita,so hab ich auch früher immer gedacht,kämpfen=nicht aufgeben,aber,irgendwann hab ich es mal gelesne und wohl auch verinnerlicht.Das ewige denken ausschließlich daran,was ich noch wie tun könnte,was alles helfen könne,es nimmt auch viel Lebensqualität und verdeckt den Blick für das "andere"alles im Leben.Es heißt nicht,nicht zu sehen,was man tun kann,jdes chance zu nutzen,nur,wenn man das Leben erstmal sieht und dann die Krankheit,es akzeptiert und sich sagt,okay,ich muß dies und jenes duchstehen,mitmachen um weiterleben zu können ,aber nicht mehr den verzweifelten Kampf=es kostet viel Energie,an erster Stelle sieht,vieleicht wird es euch dann leichter ums Herz.
Ich weiß es anders nicht gut auszudrücken,vielelicht ist es nur dieses grosse Wort Kampf,es hört sich so negativ an und ihr beide habt soviele positive Momente schon gespürt,versucht ihnen den Vortritt zu lassen und euch daran zu nähren,es klappt,davon bin ich überzeugt.Weißt du,bei mir waren es jetzt am 18.8.drei Jahre mehr,als man mir damals vorausgesagt hatte.Ich hab auch jeden Tag Angst,was ,wann kommen wird,aber,ich lebe und will ihm nicht die Macht geben,verstehst du,was ich meine,sonst würd ich jedenfalls verrückt werden,muß jetzt schliessn,die Gefühle übermannen auch mich gerade,drück dich und !!!halt den anker fest!!Susanne

Conny47 02.09.2007 20:20

AW: Glioblastom, Angst frisst meine Seele auf
 
Liebe Sani,

hab heute mal wieder reingeguckt und erstmal ganz lieben dank für deine geburtstagsgrüße - ich knuddel dich mal - ich hab mich einfach nur gefreut dass so viele leute die ich in der Zeit der krankheit von erhard kennengelernt habe immer wieder an einen denken, ist einfach nur schön dass es solche Freunde die man persönlich doch fast gar nicht kennt einem so verbunden sind. lass dich mal knuddeln. Wie geht es den bei euch im Moment, wie deinem Mann mit seinem Bluthochdruck, alles wieder soweit im grünen Bereich? Ich wünsch es euch und auch dass ihr auch die glücklichen Stunden in eurem Leben so genießen könnt wie du es auch für andere immer wünschst.

Susanne es ist schön dass es dich gibt!!!!

Liebe Grüße Conny:knuddel:

Conny47 02.09.2007 20:23

AW: Glioblastom, Angst frisst meine Seele auf
 
Hallo Benita,

du weißt ja jederzeit bin ich für dich für euch da. War diese Woche trotz allem schön mit dir zu telefonieren und wie haben wir gesagt, wir schaffen dass! wir sind starke Frauen. Ich denk an dich und meld dich morgen mal wenn ihr was erfahren habt beim Doc.

Lieben Gruß Conny
:remybussi

Conny47 02.09.2007 20:28

AW: Glioblastom, Angst frisst meine Seele auf
 
Hallo Lothar,

hab gelesen, dass es deiner Frau im Moment wieder ganz gut geht und damit bestimmt auch dir. genießt einfach die schönen stunden und tage!!!

lieben gruss conny

Benita 03.09.2007 19:08

AW: Glioblastom, Angst frisst meine Seele auf
 
Hallo Ihr Lieben,

Sani, ich verstehe genau, was du sagen willst und ich bin mir sicher, du hast recht. Vielleicht komme ich irgendwann zu der gleichen Erkenntnis und erleichtere mir damit dieses Leben. Ich finde es großartig, wie du als Betroffene damit umgehst und uns alle ringsherum auch noch stützt. Du bist ein großartiger Mensch und ich danke dir für deine ehrlichen, lieben und hilfreichen Denkanstöße.

Heute wurden meinem Mann die Fäden gezogen. Die beiden Stellen am Bein haben sich tierisch entzündet. Alles ist puterrot und voll Eiter. Diese Deppen haben ihm nach der Entfernung viel zu kleine Pflaster aufgeklebt. Diese hatten sich schon auf dem Heimweg an der Hose abgerubbelt und dabei ist sicherlich Schmutz in die frischen Wunden gekommen. Also keine Chemo, wieder eine Woche verschieben, nur weil der Arzt die Wunden nicht richtig versorgt hatte. Das Ding unterm Auge ist definitiv ein beginnender Hautkrebs. Doch nicht der Primärtumor. Der Arzt meinte, dass mit der Entfernung die Sache erledigt sei. Doch möchte er ihn in 5 Wochen wiedersehen, um evetl. Veränderngen an der Haut sofort zu erkennen. Das finde ich jetzt wieder richtig gut, dass er sich kümmert. Von der Krankenkasse haben wir wegen der PET Untersuchung noch keine Antwort. Wenn morgen Mittag nichts da ist, werde ich anrufen und nachfragen. Ob die sich Gedanken machen, dass die Zeit drängt? Ich befürchte, nein!


Ich wünsche euch einen schönen Abend und drück euch ganz doll:knuddel: :knuddel: :knuddel: :knuddel: :knuddel:


Liebe Grüße Benita

Benita 03.09.2007 19:21

AW: Glioblastom, Angst frisst meine Seele auf
 
Hallo Heike,

vielen Dank auch für deine lieben Worte. Ich weiß, dass du im Moment in einer besonders schwierigen Situation steckst. Wie ich gelesen habe, geht es deiner Schwiema immer schlechter. Und du stehst nebendran. Trotzdem findest du noch Zeit, ein paar aufmunternde Worte an mich zu richten. Dabei hast du die doch selbst gerade besonders nötig.
Mir geht es ähnlich wie dir, dass ich hier unter "Fremden" mehr Unterstützung habe, als in meinem "echten" Umfeld. Das tut echt weh. Ich bin mir sicher, dass es weder an dir noch an mir liegt, dass unsere Mitmenschen nicht so reagieren, wie wir es es wünschen. Die können einfach nicht anders.
Darum ist diese Forum hier wirklich wichtig und gut.

Ich wünsch dir viel Kraft für die nächste Zeit. Du wirst das schaffen!!!!
Gemeinsam sind wir alle stark. Jeder darf mal die Flügel hängen lassen und Schwäche zeigen. Wir sind schließlich keine Maschinen. Im Gegenteil, wenn das Leben ständig Stärke von einem fordert, dann muss man sich auch mal hängen lassen dürfen. Hier dürfen wir das alle mal. Hier ist immer jemand, der einen auffängt. Das ist unglaublich viel wert.

Also, fühl dich ganz herzlich gedrückt. :pftroest: :pftroest: :pftroest:

Liebe Grüße, Benita

Sani 03.09.2007 19:43

AW: Glioblastom, Angst frisst meine Seele auf
 
Hallo benita,
ich schau grad rein,ehrlich auf die Schnelle,denn,bei uns in der Nähe kann man nciht direktr sagen,aber was sind schon dreizig km ist ein vierzehnj.Mädchen tot aufgefunden worden,sie ist am Mittwoch verg.Woche nicht von der S-Bahn heimgekommen,es ist Wahnsinn,hab solche Angst wenn ich sowas höre und möcht gern gleich die Nachrichten scahuen.aber,da conny schrieb,ihr wärt heut beim Doc hab ich gehofft,du meldest dich,e sist toll,einen Doc zu haben,der sich wirklich kümmert,da fühlt man sich aufgehoben.Nur die zukleinen Pflaster,Mensch,wo gibts denn sowas,ehrlich es ist auch Wahnsinn...die PET sollte doch bei bestehender Diagnose selbstverständlcih sein,oder??Ach,als wenn ihr keine anderen Sorgen hättet,als sich mit solchen Dingen auch noch auseinandersetzen zu müssen,deutsche Bürokratie oder wie nennt man sowas ???

Hoffe sehr,die Wundversorgung bekommt ihr in den Griff,fragt doch mal den netten Doc den du beschrieben hast,viellicht hilft er auch dabei....

Ja,Ehrlichkeit,sie ist wichtig,sonst fühlt man sich vera...und leider meist von den Menschen,denen man im "ersten Leben"vertraut hat,ich denk oft,keine Zeit zu haben um Schmu zu reden,klar,man eckt auch an aber,mir geht es besser damit und wers nicht mag ,der soll woanders reden,stimmts?!
So,jetzt werd ich mal Nachrichten anschauen,V.sitzt auch mit vorm Fernseher,ich möchte ,das sie sich das anschaut und auch meine Ängste daduch besser verstehen lernt und sich selbst zu schützen weiß,benita,ich drück dich und wünsch euch einige angenehme Momente heut Abend,Ssuanen

Sani 03.09.2007 20:09

AW: Glioblastom, Angst frisst meine Seele auf
 
Hallo,ich bins nochmal,

ja benita ich denke du bist auf dem besten Weg,es so zu akzeptieren wie es im Moment für euch lebbar ist.Was soll ich anders machen?Verrückt werden..nein..leben,das ist die Alternative und wenn es dir hilft,einwneig vom "Kampf"wegzudenken,dann hat es sich doch schon gelohnt,oder??
Weißt du,denn mich jemand fragt,warum ich kache wo es doch soo regnet und ich sage,Mensch es ist nur Wasser,manch jemand wäre froh,den Regen nochmal auf de rHaut spüren zu dürfen,dann mag er,sie mich für verrückt halten,aber,ich hab soviele damals in der Tagesklink sterben gesehen,ich glaube wirklich,das hat geprägt für mein ganzes Leben .Und wenn es das sein soll,was die Sicht der Dinge ausmacht,dann ist es so okay,verstehst du??

Euch allen wünsch ich einen Sonnenstrahl im Herzen und einen dicken Regentropfen mitten auf der Nase,Susanne

Benita 05.09.2007 19:03

AW: Glioblastom, Angst frisst meine Seele auf
 
Hallo Sani,

es ist wirklich schlimm, was mit Hannah passiert ist. Der Alptraum jeder Mutter. Es ist sicher wichtig, dass du mit deiner Tochter darüber sprichst, trotzdem solltest du dich nicht zu sehr ängstigen. Wohnt ihr in Königswinter?
Die Kinder müssen gewarnt sein vor solchen Verbrechern, trotzdem sollten sie unbelastet aufwachsen. Eine Gratwanderung in der Erziehung.

Am Donnerstag werden die Ärzte der Krankenkasse darüber entscheiden, ob sie die PET Untersuchung bezahlen. Ich hoffe, dass die Entscheidung zu unseren Gunsten ausfällt. Mir macht es unheimlich zu schaffen, wie mein Mann mehr und mehr in eine tiefe Depression versinkt. Ich habe kaum was dagegen zu setzen. Er nimmt zwar seit einiger Zeit Medikamente dagegen, doch konnte ich bisher keine Besserung feststellen. Ich denke, dass ihn zunehmend das Alleinsein zu schaffen macht. Wenn ich arbeite, grübelt er unentwegt. Ich kann ihn nicht mal aufraffen, mit ihm spazieren zu gehen.

So freue ich mich, dass ich das nächste Wochenende nicht arbeiten muss, so dass ich ganz für ihn da bin.

Machs gut meine Liebe,

bis bald Benita

Sani 09.09.2007 14:39

AW: Glioblastom, Angst frisst meine Seele auf
 
Hallo benita,da der Donnerstag ja schon;) :) :winke: :rotier2: vorbei ist,wollte ich mal nachhören,ob die Herren und Damen es auch richtig entschieden haben!!!
Es sollte doch eigentlich garkeine Fragestellung sein und wenn es abgelehnt worden wäre,was hätten sie für eine Begründung??
so in etwas wie mein Neurologe im verg.Jahr,in meinem Endstadium brauchte ich keine kostspielige Beh.ich könne ja die Schmerztherapie erhöhen,bin immer noch sprachlos..

Benita wir wohnen nicht dort,aber,e sist in der Nähe wo wir gerne am Wochenende hinfahren,ca35min.entfernt.Jetzt ist hier am Gymnasium auch gewarnt worden,e szeige sich gegen Abend ein Mann vor den Kids,da dort ein Internat einegliedert ist und ein schmaller Weg hinführt,es ist Wahnsinn und dann wird gesgat,man dürfe erst was unternehmen,wenn was geschieht..
V.möchte jetzt vom Bus wieder abgeholt werden,okay.Das in ihrer Schule kein Ton dazu gesgat worden ist,finde ich nicht gut,aber,wer kann es ändern...In der benachbarten Hauptschule ist eine Schulst.darüber gesprochen worden und so können Ängste doch auch ausgesprochen werden,oder?
So,jetzt wünsch ich mir ein Zeichen,ein Hey,es wird eine PET gemacht und es wird für uns positiv werden,ich drück euch alle,Susanne

Benita 10.09.2007 18:40

AW: Glioblastom, Angst frisst meine Seele auf
 
Hallo Sani,

ja, der Donnsertag ist vergangen und das Wochenende auch. Ohne Nachricht. Also haben wir heute morgen bei der Krankenkasse angerufen.
Es hat am Donnerstag zwar eine Besprechung stattgefunden, doch der anwesende Arzt wollte oder konnte keine Entscheidung treffen, da er kein Onkologe sei. Also würde der "Fall" nächste Donnerstag erneut vorgetragen, diesmal im Beisein eines Onkologen. Ich glaube die spinnen, die Zeit verrinnt. Die machen sich keine Gedanken. Mein Mann steht unter einer solchen Anspannung durch die ständigen Verschiebungen. Er hat am Freitag mit der Temodalchemo begonnen, weil er nicht länger warten wollte. Wir haben nun unseren Onkologen gebeten, auf jeden Fall einen Termin für ein PET zu machen. Dafür muss er zwei Tage stationär ins Krankenhaus. Wer die Kosten für die Unterbringung übernimmt wissen wir nicht. Ist mir erstmal egal, hauptsache die Untersuchung findet bald statt. Nächste Woche hat mein Mann Geburtstag und ich hoffe, dass er nicht ausgerechnet dann den Termin bekommt.

Das in der Schule deiner Tochter nicht über den Vorfall gesprochen wird, finde ich auch nicht ok. Die Kinder haben doch ne Menge Ängste und darüber sollte man mit ihnen reden. Ihr hilft es sicherlich, wenn du sie vom Bus abholst.
Muss schnell weg, melde mich später wieder.

Liebe Grüße, Benita


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