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Kikki567 03.11.2005 13:39

Misteltherapie
 
Hallo zusammen,

hab noch mal ne Frage: Ich hab morgen einen Termin bei meinem FA bezüglich Nachsorgeuntersuchungen, weitere Therapie etc.

Er sprach mich schon des öfteres an, ob ich nicht eine Misteltherapie machen möchte.

Was haltet ihr davon bzw. hat jemand im Anschluss an Chemo und Bestrahlung eine Misteltherapie gemacht? Ich bin da ziemlich zwiegespalten. Meine Onkologe rät mir davon ab, aber mein FA hält große Stücke darauf. Glaub man muss diese selber zahlen oder?

Für ein paar Ratschläge oder Meinungen wäre ich dankbar.

Lieben Gruß,
Kikki :winke:

Brigitte57 03.11.2005 13:54

AW: Misteltherapie
 
Hallo Kikki,
auch ich habe im Anschluß an meine Therapien( das war Mai04) mit einer Misteltherapie angefangen. Ich kann das nur befürworten. Mir ging es einfach besser. Körperlich sowie auch seelich. Leider mußte ich dieses Jahr im August wieder damit aufhören, weil ich an der Schilddrüse erkrankt bin(Basedow).
Aber sobald ich mir der Behandlung durch bin, werde ich mit meinem Onkologen sprechen, das ich damit wieder anfangen kann.Bei mir wurde die Misteltherapie von der Krankenkasse übernommen.
Liebe Grüße Ute

Manuela46 03.11.2005 14:02

AW: Misteltherapie
 
Hallo Kikki,

auch ich habe schon während der Chemotherapie mit einer Misteltherapie begonnen und spritze noch weiter. Mein Arzt der die Mistel macht hat mir empfohlen die Therapie wenn es geht 5 Jahre durchzuführen. Bis jetzt hat die Kasse die Kosten problemlos übernommen. Allerdings hab ich im Vorfeld nachgefragt.

Mir bekommt die Therapie sehr gut. Nur direkt vor und nach der Chemo habe ich Pause gemacht. (März bis Juli 2004 hatte ich Chemo) Und das Spritzen selbst ist kein Problem, kann man gut selbst durchführen.

Hoffe ich habe dir mit dieser Info weiterhelfen können. Alles Gute noch.

Gruß
Manuela

Delfine1 03.11.2005 14:39

AW: Misteltherapie
 
Hallo !

Ich schlage mich schon seit zweieinhalb Jahren damit rum. Manche Ärzte sagen, die Misteltherapie sei sinnvoll. Andere sagen, es sei mehr der Glaube daran, der hilft. Ich habe da aber so meine Zweifel. Heißt das in der Konsequenz, dass es mir nicht hilft, weil ich nicht daran glaube? Ehrlich gesagt ist mir die Vorstellung, mich zwei Mal (oder öfter?) pro Woche spritzen zu müssen, sehr unangenehm. Andererseits habe ich auch große Angst vor einem Rezidiv und vor Metastasen. Ausserdem, würde eine Misteltherapie zwei Jahre nach der Behandlung überhaupt noch Sinn machen. Was meint Ihr?

Liebe Grüße
Delfine

Elfe 03.11.2005 19:14

AW: Misteltherapie
 
Liebe Kikki :)
Mir ging es wie Manuela :winke: .
Zur Chemo habe ich über 6 Monate zuerst Helixor, danach Lektinol gespritzt -> und es ging mir mit 12mal FEC-Chemo "eigentlich" ganz gut damit :o.
Nach 2 Jahren habe ich dann jedoch damit aufgehört, weil ich mich "pudelwohl" fühlte. :D
Die Krankenkassen sollten die Kosten bei einer Krebstherapie bezahlen, da gab es ein Urteil aus April 2005 :( :
http://www.123recht.net/article.asp?a=12632&f=&p=1
und:
http://www.astrazeneca.de/az/content...3F0C48747347CF

... und nun generell zu Mistel allgemein. ;)
In Heidelberg läuft ja gerade eine Studie an, vielleicht wohnst Du in der Nähe und möchtest teilnehmen :confused: :
http://www.aerztezeitung.de/docs/200.../medizin/krebs
... auch Witten/Herdecke forscht dazu, siehe:
http://www.geocities.com/krebsforsch...forschung.html

und hier Infos:
http://www.gesundheit-aktuell.de/Jue..._d.1502.0.html
Also, probier es einfach aus, wie Du Dich damit fühlst ;).
Alles Gute und liebe Grüße Elfe

Elfe 04.11.2005 01:07

AW: Misteltherapie
 
Liebe Kikki :)
... und noch ein gutes, positives Ergebnis zur Misteltherapie ;):
http://www.journalonko.de/newsview.php?id=908
Liebe Grüße Elfe

Heike60 04.11.2005 12:43

AW: Misteltherapie
 
Hallo zusammen,

ich bekomme bisher die Misteltherapie auf Privatrezept verordnet und
zahle zunächst selbst - reiche dann bei der KK ein und bekomme dann
das Geld erstattet.
Ich habe mal gelesen das einige KK auch auf Kassenrezept abrechnen.
Wird bei euch die Therapie auf Kassenrezept verordnet? Wenn ja könnt
ihr mir bitte mitteilen bei welchen Kassen das so ist - dann könnte ich
das meiner KK mitteilen und die würden sich dann dafür einsetzen das
es bei mir auch so abgerechnet wird. Aber erst wollen sie wissen welche
Kassen das so machen.
Vielen Dank an euch

Kikki567 04.11.2005 14:39

AW: Misteltherapie
 
Hallo zusammen, :winke:

vielen Dank für die schnellen Antworten und Elfe "Danke" für die Links. Helfen mir echt weiter. Super.
War heute morgen bei meinem FA. Obwohl ich im gesagt habe, dass die Misteltherapie nun von der Krankenkasse bezahlt wird. (Hab gestern extra nachgefragt), behauptet er felsenfest das diese nicht bezahlt wird. Er hätte sich haargenau damit auseinander gesetzt. Er ist 100% für die Therapie, aber nur wenn ich sie selber bezahlen würde.
Ist das normal? Wie überzeuge ich ihn denn jetzt davon?

Die Seiten von Elfe werde ich auf jeden Fall mal ausdrucken und im zeigen, mal sehen was er dann sagt!

Liebe Grüße,
Kikki

bea777 10.11.2005 22:16

AW: Misteltherapie
 
Hallo Kikki,

ich wollte dich noch einmal in deinen Versuchen beflügeln :engel:

Meine Mum ist im Februar 2003 an BK erkrankt und hat von Anfang (bis heute) eine Misteltherapie gemacht, die ihr Gyn anstandslos bezahlt hat. Sie ist übrigends überzeugt davon, dass sie nur deswegen Chemo und Bestrahlung ohne Komplikationen überstanden hat. Du solltest tatsächlich das Urteil von April 2005 ausdrucken und das nächste Mal zu deinem FA mitnehmen. Sollte er sich dann immer noch weigern, dann kannst du doch versuchen, dass ein anderer Arzt dir die Misteln verschreibt.

Wenn du noch Fragen hast, ich bin gerne bereit mich noch mal zu erkundigen, wie das bei meiner Mum abrechnungstechnisch läuft. Vielleicht gibt es auch Unterschiede bei den Krankenkassen? :confused:

Liebe Grüße und alles Gute für Dich.

Renate2 11.11.2005 17:56

AW: Misteltherapie
 
Hallo Heike60,

wir sind über die BKK versichert. Meine Mistelampullen bekomme ich auch auf Rezept und brauche nicht in Vorlage zu treten.

Lieber Gruß
Renate

Rubbelmaus 12.11.2005 01:40

AW: Misteltherapie
 
Hallo Kikki,

ich habe nach meiner Behandlung mit der Misteltherapie angefangen. Ich habe ca. 2 Jahre (mit Zwischenpausen) 3x pro Woche Misteln gespritzt. Ich kann jetzt nicht sagen, ob die Misteln mich vor einem Rückfall bewahrt haben. Aber ich gehe auf jeden Fall davon aus, das sie mir durch die Stärkung meines Immunsystems dabei geholfen haben. Da ich bei einer Heilpraktikerin in Mitbehandlung bin, musste ich die Therapie leider selbst bezahlen. Aber das war es mir wert. Ich habe übrigens keinen Arzt vorher gefragt, weil ich wusste, 3 Ärzte, heisst 3 verschiedene Meinungen.

Liebe Grüsse
Rubbelmaus

Henne 12.11.2005 15:44

AW: Misteltherapie
 
Hallo alle zusammen,

ich habe nach meinem zweiten BK Mistel gespritzt. Das war 2001.

Nun hatte ich die Brustabnahme 2004. Ich habe nicht wieder angefangen.

Ich glaube aber, was ich hier von Euch lese das ich wieder anfangen werde.

Die Kosten werden und wurden auch bei mir von der krankenkasse übernommen.

Aber nochmal eine frage. Es gibt doch verschiedene Mistelpräparate. Ich hatte damals ich glaube (Apfel) und am Tag danach einen mächtigen roten Kreis im Einstichbereich der auch noch fürchterlich gejuckt hat.

Was nehmt Ihr für Mistel ?

Drücke Euch Henne

Elke8 12.11.2005 16:22

AW: Misteltherapie
 
Hallo Kikki,

Auch ich spritze Mistel. Und das schon seid 4Jahren. Seid 2 Jahren mache ich immer eine Pause von 3 Monaten. Dann geht es weiter. Die Dosis hat angefangen mit 0,1 mg, und hat sich nachher gesteigert bis auf 10 mg. Meine Ampullen verschreibt nicht mein FA, sondern mein Hausarzt. Das wird auch von meiner Krankenkasse bezahlt. Ich verstehe Deinen Arzt nicht, warum er das nicht verschreibt.

Hallo Henne,

Auch ich habe das Mistelpräparat Apfel. Vielleicht hattest Du eine zu hohe Dosis. Anfangen sollte man mit 0,1mg. Und das über einen längeren Zeitraum. Danach wird die Dosis erst erhöt. Bei mir war das genauso. Der rote Kreis und das jucken, weil es am Anfang zu hoch war. Danach hatte mein Arzt gesagt das ich ganz niedrig anfangen soll, und dann wird erhöt. Es ist alles gut gegangen. Hoffe ich konnte Dir helfen.

Liebe Grüße
Elke
http://smileys.smileycentral.com/cat/16/16_5_20.gif

sonjaCH 12.11.2005 16:58

AW: Misteltherapie
 
Ich spritze seit knapp 3 Monaten Iscador, bin erst jetzt bei 10mg angelangt.

Apfel ist für "Mamma" vor und während der Menopause und
Kiefer/ Tanne nach der Menopause. Nachzulesen auch unter www.kompendium.ch und dann bei Präparat Iscador eingeben.

Alles Gute
sonjaCH

Henne 13.11.2005 14:19

AW: Misteltherapie
 
Danke an Euch

und danke Dir Elke8 Du haßt mir sehr geholfen

Liebe Grüße Henne :winke:

Renate2 13.11.2005 16:47

AW: Misteltherapie
 
Hallo Henne,
ich spritze Lektinol (2x wöchtentlich), bisher war auch noch keine Rede davon, ob die Dosis mal erhöht werden muß oder eine Pause gemacht werden sollte.

Lieber Gruß
Renate

Rubbelmaus 13.11.2005 18:16

AW: Misteltherapie
 
Hallo Renat2,

Ich habe Cefalektin 3x1 Ampulle pro Woche gespritzt. War bei mir auch immer die gleiche Dosis. Ich werde morgen wieder anfangen.

Grüsse
Rubbelmaus

inter 14.11.2005 10:07

AW: Misteltherapie
 
Hallo Renate2,

ich kam mit den Spritzen nie zurecht.
Wie hast Du das gemacht?´
Lektinol bekommt man ja leider nicht spritzferig.

Lieben Gruss :-)

inter 14.11.2005 10:16

AW: Misteltherapie
 
Test vor jeder Misteltherapie

Ich staune über manchen Beitrag, denn:
b e v o r man überhaupt mit einer Misteltherapie beginnen darf, sollte man einen Allergietest machen. Bei mir wurde das vom Arzt durchgeführt. Nach 2-3 Tagen dann das Ergebnis: alles paletti. Man spritze mir ein wenig von dem Präparat in den Unterarm (ähnlich wie bei Allergietests).
Begrundung:
viele vertragen das Präparat nicht, reagieren allergisch mit Juckreiz, Ausschlag und anderen Erscheinungen.
Das muß also unabdingbar vorher abgeklärt werden.
Daß die Krankenkassen das bezahlen, ist richtig, allerdings nur in den ersten beiden Jahren nach Erstdiagnose.
Ähnliuch wie bei Selen.
Ich muß Euch gestehen, ich habe das mit der Zeit alles stark vernachlässigt (wurde 1 Jahr bei mir seit OP/BET). Mir erscheint das manchmal doch wie Humbug und Placebo, weiß nicht...:-)
Aber vielleicht fange ich ja auch mal wieder an, zu substituieren.
Zumal ich wieder eine interessante Abhandlung zu Krebs im allgemeinen las und dort wieder behauptet wurde, Krebs sei eine Schwäche des Immunsystems, ergo: wir müssen unser Immunsystem reparieren und stabilisíeren, nur wie <seufz>?

Eine schöne Woche allen, die hier mitlesen.

Wittmann 14.11.2005 15:01

AW: Misteltherapie
 
Also ich bin bei Dr. Wagner in Stuttgart zur Behandlung. Bevor er ein Mistelpräparat verschreibt, wird zuerst getestet auf welches man am Besten reagiert. Ich bekomme z.B. Iscador Eiche. Habe mit Serie 0 begonnen und spritze jetzt 5mg, 7 Ampullen dann wieder 1 Monat Pause. Ob das Präparat noch wirkt wird alle 3 Monate über Blutwerte getestet. Mein Mann mußte jetzt das Präparat wechseln.Es gibt auch sehr interessante Bücher von meinem Arzt z.B. Iscador und Brustkrebs.

sonjaCH 14.11.2005 16:05

AW: Misteltherapie
 
Hallo

Also, ich war direkt in der Lukasklinik, habe mich dort beraten lassen.

Bei www.kompendium.ch sieht man bei welchen Krankheiten welcher Wirtsbaum empfohlen wird.

M Malus steht für Apfel, Q Quercus für Eiche, P Pinus für Föhre, A Abies für Fichte/ Tanne und U Ulmus für Ulme

Eiche wäre also demzufolge nicht gegen Brustkrebs...

Alles Gute
sonjaCH

Rubbelmaus 14.11.2005 18:28

AW: Misteltherapie
 
Jetzt bin ich doch etwas durcheinander.

Bei mir wurde weder ein Allergietest gemacht, es wurde auch nie die Dosis vom Cefalektin verändert. Damals habe ich die Miteltherapie wegen der vielen Nebenwirkungen der AHT abgesetzt. Die AHT habe ich ja seit Oktober 2004 abgesetzt und dadurch haben auch die furchtbaren Hitzewallungen aufgehört. Ich habe noch 50 St. Cefalektin im Kühlschrank und werde heute wieder damit anfangen.
Wenn ich die verbraucht habe, werde ich mal mit meinem Gyn.sprechen und fragen, was er für ein Mistelpräparat empfiehlt und ob die Dosis verändert werden muss.

Jetzt bin ich doch "leicht verwüstet". :zunge:

Grüsse
Rubbelmaus

sonjaCH 15.11.2005 11:06

AW: Misteltherapie
 
Lieber Wittmann, liebe Rubbelmaus

Ehrlich gesagt bin ich jetzt auch durcheinander...
denn ich habe mich gestern Nachmittag versucht etwas schlau zu machen. Und ich muss sagen, dass dieser Arzt Richard Wagner ja anscheinend ein Krebs- und Iscadorspezialist ist. Ich war ja direkt in der Lukasklinik bei einem Arzt und es war nie die Rede davon mein Blut zu untersuchen. Ich bekam direkt P (Föhre) verschrieben.
Seltsam...

Viele Grüsse aus der Schweiz
sonjaCH

Avalon 18.11.2005 17:57

AW: Misteltherapie
 
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Hallo Ihr da!
Ich habe gerade das ganze Mistelthema durchgelesen und festgestellt, dass mir da doch einiges Wissen abgeht ;) . Ich spritze seit 1 1/2 Jahren Lektinol, immer in der gleichen Dosis (nach der Bestrahlung wurde angefangen, Chemo hatte ich keine) und die Krankenkasse bezahlt die ganze Geschichte auf Rezept. Ab und zu fängt es seit einiger Zeit bei mir das Brennen um die Einstichstelle herum an, vergeht aber gleich wieder.
Liebe Grüße
Avalon


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