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Ab wann ist ein Tumor groß...
Hallo,
nachdem wir nun am 20.12.05, die Diagnose meines Schwiegervaters (63) mit Verdacht auf ein Bauchspeicheldrüsenkopf-Karzinom erhalten haben, habe ich hier schon viel gelesen. Nun würde ich gerne wissen, ob ein Tumor von 2,7-3 cm Größe, noch Anfangsstadium ist oder eher groß und länger da. Bisher gehen die Ärzte davon aus, daß nur der Kopf der Bauchspeicheldrüse befallen ist und die Lymphknoten noch nicht befallen sind, ebenso sollen keine Metastasen vorhanden sein. Der Schwiegervater erzählte nun es würde der Tumor entfernt und dann wäre alles wieder gut. Naja da in meiner Familie schon 2 Pers. an Brustkrebs erkrankt sind, weiß ich, daß nie der Tumor alleine entfernt wird sondern immer auch noch die Region herum. Das späche nach hiesigen Berichten für eine Whipple-OP. Gibt es sonst noch andere OP-Möglichkeiten??? Abgesehen davon kommt mir ein Tumor von 2,7-3 cm als groß vor, da ich selber auch schon wegen eines Kirschkern großen Tumor in der Brust (glücklicherweise gutartig) operiert wurde. Kann mir vielleicht jemand seine eigenen Erfahrungen berichten mit der selben Diagnose?? Besonders schlimm empfinde ich den Umgang mit meinem eigenen Mann. Wir sind seit 10 Jahren zusammen und er hat vielleicht 3 x wären dieser Zeit geweint und nun... .... er hat einen Weinanfall nach dem anderen. Ich weiß nicht mehr was ich tun soll. Da mir mein Schwiegervater selbst sehr am Herzen hängt, bin ich selbst sehr traurig, ich dachte ich könnte meinem Mann (Micha)die kraft geben, die er nun braucht, aber ich scheine einfach nur zu versagen. Ich selbst informiere mich nun viel über diese Krankheit. Mit Micha trau ich mich schon garnicht mehr über das Thema zu reden, da er direkt zu macht. Vor 3 Tagen hatten wir mal einen lichten Moment wo er dann auch meinte eigentlich wollte er alles über diese Krankheit wissen und wissen welche Möglichkeiten es gibt. Aber direkt danach hat er wieder ganz zu gemacht. Ich fühle mich einfach nur hilflos. :undecided |
AW: Ab wann ist ein Tumor groß...
Liebe Krasi,
fühl dich erstmal kräftig gedrückt!!! Der Tumor meiner Mum wurde entdeckt als er 4cm groß war. Am Ende war er 7-8 cm groß. Aber ich denke die Tumorgröße ist garnicht so entscheidend. Wichtig ist die Lage und ob die Gefäße mitbetroffen sind. Ich habe gelernt mich nicht an "Größen" festzuhalten. Auch die sogenannten Tumormarker sind sehr unzuverlässig. Ich würde empfehlen sich einfach den Allgemeinzustand deines Schwiegervaters anzuschauen. Andere OP Arten als Whipple sind mir nicht bekannt und ich drücke Euch ganz fest die Daumen das die OP bei deinem Schwipa möglich ist. Die Zeit ist für deinen Mann sicherlich nicht einfach ..ich kann dir auch nur sagen wie mir mein Freund geholfen hat. Ich hatte oft Angst ihn zu sehr zu belasten. Kraft hat er mir einfach nur dadurch gegeben die Ruhe zu bewahren und mich einfach nur in Ruhe heulen zu lassen. Ich sah ihn oft hilflos und machte mir dadurch ein schlechtes Gewissen. Er hat mir so oft wie möglich ermöglicht meine Mum zu sehen und war einfach nur da. Empfehlen würde ich dir einfach zu warten bis Michael zu dir kommt und nach Info`s zu dieser Erkrankung fragt. Jeder hat seine eigene Art mit Wut Trauer und Hilflosigkeit umzugehen. Einfach nur zu Heulen war für mich selbst die beste Art und mein Schatz hat mir einfach neue Taschentücher in die Hand gedrückt :) Deine Liebe zu deinem Mann ist die Kraft die du ihm geben kannst. Aber eigentlich reicht es wirklich schon einfach da zu sein und zu warten bis er auf dich zukommt und Bereitschaft zum Reden und Handeln zeigt. Mein eigenes "zumachen" war eigentlich meistens darin begründet ihn nicht auch noch traurig zu sehen. So wie es scheint habt ihr die besten Chancen dieses schei.... Krebs zu besiegen also habt ihr allen Grund zur Hoffnung. Liebe Grüße Simone |
AW: Ab wann ist ein Tumor groß...
Hallo Krasi,
es ist ganz normal, das man nach dem ersten Schock der Diagnose vollkommen fertig ist. Wichtig ist, das dein Schwiegervater in eine gute Klinik geht. z.B. Heidelberg, Bochum oder Hamburg. Wenn du hier mitgelesen hast, weisst du ja, das "normale" KH nicht ganz das richtige sind. Also vor einer Operation sich wirkich an ein BSD-Zentrum wenden. Ob die Grösse eines Tumors eine so grosse Rolle spielt weiss ich nicht. Wichtig ist, ob er schon gestreut hat und um welche Art es sich handelt. Dies kann man aber erst nach dem histologischen Befund feststellen. Wenn wirklich die Möglichkeit einer OP besteht, dann geht es euch schon besser als vielen hier im Forum. Denn es ist nicht selbstverständlich, das man überhaupt operieren kann. Wo wohnt ihr denn? Und um was für ein KH handelt es sich? Liebe Grüsse Martina |
AW: Ab wann ist ein Tumor groß...
Hallo Simone und Martina,
erst mal Danke für Eure Antwort. Also ich habe auch den Vorschlag gemacht in ein Krebszentrum zu fahren, allerdings wurde er abgelehnt, da mein Schwiegervater seit 30 Jahren mit zwei Krankenhäusern beruflich zusammen arbeitet, möchte er in Bardenberg operiert werden. Wir wohnen alle in Erkelenz. Er würde sich dort wohl fühlen, da er dort alle Ärzte kennt und weiß wer ihn operiert. Er ist dort halt keine Nummer. Ich selber habe aufgrund der Erfahrungen mit meiner MUM auch ein Zentrum für sinnvoller erachtet. Ich wollte aber nicht zu sehr dahin drängen, da ich auch weiß, daß das Wohlbefinden oder in dem Fall "gut" aufeghoben finden, sehr wichtig ist. Ich selber bin damals auch zu einem Spezialisten nach Köln gefahren. Micha meinte aber ich solle es nun gut sein lassen. Mein Schwiegervater geht nun am 4+5. Jan. zur Voruntersuchung ins KH und soll am 09. Jan. operiert werden. Das er operiert werden soll, läßt mich auch selber hoffen. Tja, der Gesundheitszustand hat sich in den letzten Wochen stark verändert. Er ist ein Arbeitstier durch und durch. Er liebt seine Arbeit. Aber seit 4 Wochen ist er jeden Abend zwischen 20-21 Uhr bereits im Bett verschwunden und klagt seit ca. 8 Wo. über starke Rückenschmerzen und seit ca. 4 Wochen unter Bauchschmerzen. Dazu kommt er hat seit ca. 4-5 Wochen dauernd (sobald er was isst) Durchfälle. Er (seine ganze Fam. ) schiebt dass auf die Schmerzmittel. Naja kann ja sein, aber diese Weihnachtstage hab ich gedacht, daß das andere ursachen haben wird. Auch vom Gesicht her sieht er krank aus, dass war auch der Grund warum wir Ihn gedrängt haben zum Arzt zu gehen. Naja hauptsächlich auch wegen der Rückenschmerzen und den Erschöpfungszuständen. Naja und nach dem alles eigentlich ok wäre und die Röntgenaufnahmen auch keine Probleme an der Wirbelsäule zeigten, ließ der Doc zum Glück ein CT mit Kontrastmitteln machen, dabei gab die erste Untersuchung auch keinen Aufschluß, so daß noch eine weitere gemacht wurde. Tja und dann kam am Dienstag diese Schock-Nachricht, die uns alle aus der Bahn warf. Zum Glück ist er selbst ein sehr optimistischer Kämpfertyp und anstelle sich verrückt zu machen, trifft er nun alle vorkehrungen für seine Familie in einer fast gelassenen Art. Es ist bewundernswert!!! Aber so war er schon immer, er kümmert sich immer um alle und hilft wo er kann. Es ist so ungerecht, daß es meistens so liebevolle wunderbare Menschen trifft. Liebe Grüße, Silke |
AW: Ab wann ist ein Tumor groß...
Hi Silke
da hast Du recht es trifft immer die falschen und leider bleibt keiner vor Krankheiten verschont...Das ist ja das schlimme,man kann nur hoffen |
AW: Ab wann ist ein Tumor groß...
Hallo Silke,
wenn Dein SchwiPa gute Erfahrungen mit den KKH gemacht hat, dann ist es okay wenn er sich dort Untersuchen und auch weiterbehandlen lässt. Was die OP angeht würde ich ihm noch einmal dringenst ins Gewissen reden. Stell Dir vor, der Körper ist ein Porsche. Normalen Reifenwechsel, Glühbirne auswechseln- das kann man in der Werkstatt nebenan regeln. Einen Motor allerdings lässt man nur in der Fachwerkstatt wechseln. Eine Whipple-OP ist mehr als nur ein einfacher Motorwechsel. Es ist so ziemlich die komplizierteste OP die man machen kann. Ich würde, wenn ich die Wahl habe nur zu dem besten Operateur gehen, den ich bekommen kann und in Deutschland haben wir das große Glück ein paar sehr gute zu haben. Nutzt die Möglichkeiten die es gibt. Nicht jeder hat das Glück einer OP. Überlegt gut, evtl habt ihr nur eine Chance! LG und alles Gute Euch!! |
AW: Ab wann ist ein Tumor groß...
Hallo Silke,
bin froh, das Katharina ihren Beitrag geschrieben hat, und sie hat es so super erklärt. Wir haben die selbe Geschichte wie du hinter uns, nur mit meiner Schwiemu. Sie wollte unbedingt in "ihrem" KH bleiben und es hat mit meinen Schwägerinnen viel Stress gegeben. Aber wir haben nicht locker gelassen, bis sie sich wenigstens in einem BSD-Zentrum vorgestellt hat. Dort war sie sofort von der Kompetenz der Ärzte überzeugt. Heute hat sie eine aufwendige Linskresektion-OP in Bochum hinter sich, bis jetzt keine Metastasen und es geht ihr super gut. Der Vergleich mit dem Auto ist wirklich gut gewählt. Bitte überdenkt eure Entscheidung und wenn es ein gutes Krankenhaus ist, wird "euer" Krankenhaus euch sogar raten, an eine Fachklinik zu gehen. Bitte lese alle Threads z.B. von Ole und Volker nochmal genau durch. Es ist wirklich unerlässlich in ein BSD-Zentrum zu gehen. Liebe Grüsse Martina |
AW: Ab wann ist ein Tumor groß...
Dank Ihr Lieben,
daß Problem ist, daß sich außer mir glaub ich keiner bisher richtig über diese Krankheit informiert hat. Und das Thema ein totales Tabu ist, was ich persönlich nicht verstehen kann. Mein Mann hatte gestern den ersten weinkrampflosen Tag, aber auch nur weil überhaupt nicht über die Krankheit gesprochen wurde, im TV kein Familienfilm lief. Ich habe mich erleichtert gefüllt, hört sich bescheuert an. Nun ja, daß mit der Klinik werde ich auf jedenfall ansprechen, aber das schlimme daran ist, daß ich jetzt schon weiß, daß ich da auf taube Ohren stoßen werde. Nun ja ich kann es ja auch verstehen, daß man am Anfang nicht vor Augen gehalten bekommen möchte, wie schlecht die Prognose mit dieser Diagnose ist, aber ich denke es ist nötig um die entsprechenden Maßnahmen (Klink und co.,) treffen zu können. Bisher wird die Diagnose bei den Schwieltern so behandelt: Es muß einfach alles gut gehen und wenn das Ding raus ist dann ist alles in Ordnung. Naja das kann ich persönlich nicht verstehen. Mein Mann verbindet nur den TOD mit dieser Diagnose und das überfordert Ihn absolut. Vorgestern habe ich ihm mal wieder bei einem Weinkrampf in die Arme genommen und ihm gesagt, daß das nicht heißen muß, daß sein Pa direkt oder innerhalb der nächsten Jahre sterben muß, habe ihm erzählt, daß hier einige im Forum schon lange mit der Erkrankung leben. Eigentlich wollte ich ihm noch mehr erzählen, aber er hat wieder dicht gemacht und wollte nicht. Was soll ich nur noch tun? Natürlich werde ich es wieder versuchen und auch nicht aufgeben, aber es fällt mir schwer. LG Silke P.S:Danke für Eure Antworten |
AW: Ab wann ist ein Tumor groß...
Hallo liebe Silke,
zuerst einmal unbekannterweise viele herzlich Grüße an Dich und Deine Lieben. Ich kann so gut mit Euch fühlen. Wir wissen seit einem Dreivierteljahr, dass mein lieber Mann (65 J.) an unheilbarem, inoperablen BSDK erkrankt ist. Es war ganz ähnlich wie bei Deinem Schwiegerpapa. Er lehnte sofort eine OP ab, wollte unter keinen Umständen ins Krankenhaus und wird seit März von einem sehr guten Onkologen ambulant behandelt. Natürlich haben wir (meine erwachsenen Kinder und ich) versucht, ihn dazu zu überreden, sich in einem dafür spezialisierten KH behandeln zu lassen. Letzten Endes haben wir seinen Wunsch akzeptiert, sich nicht operieren zu lassen. Er bekam über 20 mal Chemotherapie (ebenfalls ambulant). Leider sind sowohl der Tumor als auch die Metastasen weiter gewachsen. Mittlerweile wurde die Chemo beendet, weil sie ihn zu sehr belastet. Zum Glück hat er bis jetzt kaum Schmerzen, ist allerdings sehr schwach, aber das Wichtigste für ihn ist, dass er zu Hause in seiner vertrauten Umgebung sein kann. Wie lange wir noch beieinander sein können, wissen wir nicht, auch unser Arzt kann und will sich da nicht festlegen. Was Deinen Mann anbetrifft, habe ich ganz viel Verständnis für ihn. Auch für unsere Kinder ist es unendlich schwer zu akzeptieren, dass sie ihren geliebten Papa irgendwann demnächst verlieren werden. Auch wenn es für Dich vielleicht neu und sehr erschreckend ist, ihn so oft weinen zu sehen, nimm ihn einfach in den Arm und weine mit ihm, falls Dir das hilft. Man kann nicht immer stark sein, auch wenn man es so sehr möchte. Ihr habt das Recht, sehr traurig zu sein. Es dauert ziemlich lange, bis man einigermaßen mit dieser schrecklichen Diagnose umgehen kann. Was die Weiterbehandlung Deines Schwiegerpapas betrifft, sagt ihm, welche Möglichkeiten es evtl. für ihn gibt, aber lasst ihn selbst entscheiden. Es ist sein Leben. Ich denke oft an Euch und wünsche Euch ganz viel Kraft für die kommende Zeit. Liebe Grüße und eine feste Umarmung, Anemone |
AW: Ab wann ist ein Tumor groß...
Liebe Anemone,
erst mal ganz vielen Dank für Deine Worte. Ich wünsche deinem Mann, daß er weiterhin schmerzfrei bleib. Lass Dich drücken :pftroest: ! Aufgrund der Erfahrungen mit dem Krebs und Tod meiner Mutter, bin ich der Meinung man sollte erst alles zumutbar Mögliche versuchen und dann wenn es nicht mehr geht, versuchen in Ruhe und mit viel Fürsorge die letzte Zeit mit einander verbringen (auch wie bei Euch ohne weitere Massnahmen und wenn möglich Zuhause). Allerdings will mein SchwiPa auf der einen Seite operiert werden, aber in einem "Landkrankenhaus" mit wenig Erfahrung auf dem Gebiet und genauso wurde damals auch meine Mutter operiert. Leider stellte sich später raus, daß die OP nicht "richtig" gemacht worden war, so daß sich der Krebs weiterausbreiten konnte. Der darauf folgende Spezialist schüttelte nur mit dem Kopf. Da wir Ihn auch privat kennen(aber er lebte damals 300 km entfernt), er klärte er uns später hätte man früher nach dieser anderen Methode operiert, hätte meine Mum noch die Chance gehabt, daß sich keine Metastasen bilden.Daher habe ich natürlich bedenken, daß das nun ein zweites Mal so passiert. Natürlich weiß ich, daß das nicht passieren muß, aber die Wahrscheinlichkeit ist in einer Spezialklinik denke ich doch geringer. LG Silke |
AW: Ab wann ist ein Tumor groß...
Hi,
vielleicht hilft bei Deinem Mann nur die "Schock-Therapie". Setzte ihn selber vor das Internet, bzw. vor dieses Forum. Augen zu machen hilft leider garnicht. Alles Gute EUch |
AW: Ab wann ist ein Tumor groß...
Liebe Silke,
wenn es natürlich so ist, dass Dein SchwiPa sich operieren lassen will, ist es wirklich besser, dies in einer speziellen Klinik durchführen zu lassen. Da ist dann das Beste gerade gut genug! Ich drück Euch die Daumen, dass er sich vielleicht doch noch von seiner Familie überzeugen lässt! Es wäre schön, weiter von Euch zu hören. Liebe Grüße, Anemone |
AW: Ab wann ist ein Tumor groß...
Liebe Anemone,
natürlich werde ich weiterberichten wie sich alles ergeben wird. Lg Silke |
AW: Ab wann ist ein Tumor groß...
Hallo Silke ,
soweit ich weiß ist die Größe eines Tumors nicht entscheidend für seine Bösartigkeit . Der Grad der Bösartigkeit wird nach der OP durch den Patholgen bestimmt . Er bestimmt das entnommene Gewebe und gibt in seinem Bericht dann das "Grading " an . Ich glaube das geht von G 1 (noch rel. gutartig) bis G 4 (sehr bösartig). Die Whipple-OP ist eigentlich Standard bei dieser Erkrankung , sollte aber möglichst nur in high-volume Krankenhäusern durchgeführt werden- nicht nur wegen der OP an sich auch wegen der Nachbehandlung und Nachuntersuchung! Mein Vater hatte einen G2-3 Tumor , Größe etwa 4 cm , wurde an einer Uniklinik nach Whipple operiert und dann ohne jeglich Nachbehandlung , Tips o.ä. entlassen . Bei den Nachuntersuchungen an der selben Klinik -die wir selbst organisiert und erbettelt haben- wurde nichts (!) festgestellt , wobei ein CT (bei einer niergelassenen Radiologin) wenige Tage später ein Rezidiv zeigte ! Eine Anschlußchemo an die Whipple-OP hätte das Wiedererkrankungsrisiko um die Hälfte senken können . Leider gilt die Erkrankung bei meinem Dad nun als unheilbar und die Chemo wird jetzt rein palliativ (lindernd) durchgeführt. Es ist wichtig sich sehr gut mit dieser Krankheit zu beschäftigen , dann wirst Du feststellen , dass es spezialisiertes Krankenhaus die beste Chance bietet !! Liebe Grüße Simone |
AW: Ab wann ist ein Tumor groß...
Danke Simone.
Das mit deinem Dad tut mir wirklich von Herzen leid, da ich -wie Du wahrscheinlich oben gelesen hast- das alles selber schonmal mit meiner Mutter erlebt habe. Ich kann Dir nur den Rat geben die Zeit mit deinem Dad zu nutzen und viele Fotos zu machen. Mir fehlen heute die Bilder, denn es gibt nur wenige Fotos von mir und meiner Mum. Laß Dich drücken :pftroest: . Es ist schwer es zu tolerieren, aber es zu akzeptieren dauert noch viel viel länger. Liebe Grüße, Silke |
AW: Ab wann ist ein Tumor groß...
Danke für Deinen Zuspruch !
Das mit den Fotos versuche ich schon , aber mein Pa lässt sich nicht mehr gerne fotografieren . Er war immer ein recht eitler Mensch und kann es nicht akzeptieren , daß er nun so abgemagert ist und krank aussieht . Du hast recht , man kann ein solch schweres Schicksal einfach kaum verstehen - auch wenn manche Leute behaupten , alles im Leben (auch Krankheit und Leid) habe einen Sinn - diesen Sinn kann und will ich NICHT sehen ! Um es zu verarbeiten schreibe ich heute einen Brief an den leitenden Oberarzt der betreffenden Uniklinik und lasse mal Dampf ab (weil ich finde , man hat eine große Chance vertan , indem man ihm keine Chemo nach der OP empfohlen hat)- auch wenn es wenig nutzen wird - denn meinem Pa wird es nicht mehr helfen. Ganz liebe Grüße Simone |
AW: Ab wann ist ein Tumor groß...
Hi Simone,
ich kann Deinen Schmerz und deine Wut sehr gut nachvollziehen, auch bei meiner Mum hat es Fehler gegeben. Es dauert sehr lange bis aus tolerieren ein akzeptieren werden kann, bis heute bin ich wütend, aber der Hass, den ich damals hegte hat nachgelassen. Vor ca. 2 Monaten habe ich einen der Ärzte per Zufall nach mittlerweile 10 Jahren im Media Markt gesehen und nur von seiner Stimme und der Gegenwart :aerger: wurde mir komisch und ich wurde knallrot, so daß Micha schon fragte was los wäre. Ich habe selbst nicht gedacht, daß mich nur die Stimme und die Gegenwart dieses Arztes, so ausser Konzept bringen würde und die Wut wieder so stark hoch holt. LG Silke |
AW: Ab wann ist ein Tumor groß...
Neuigkeiten:
Also vorgestern abend habe ich mit meinem SchwiPa gesprochen und ihm ans Herz gelegt zu einem Spezialliten zu gehen. Er selst hatte bereits darüber nachgedacht, aber den Gedanken unteranderem dadurch verworfen, daß man dort ja normalerweise immer lang af eine Termin warten muß. Somit habe ich dann gestern in Bochum angerufen, um zu erfragen wie lange es dauern würde dran zu kommen. Ich wurde gefragt worum es sich denn handelt und habe es dann geschildert. Daraufhin bekam ich direkt einen Termin in 2 Wochen, den ich doch meinem SchwiPa vorschlagen sollte und wenn er es nicht wolle, könnte ich den Termin ja jederzeit absagen, damit jemand anderes die Chance bekommt. Ich war und bin darüber fürchterlich glücklich. Gestern Abend habe ich mit Micha dann Klartext geredet und ihm von der Möglichkeit erzählt. Er mußte die Informationen erstmal eine halbe Stunde sacken lassen und war dann von dieser Möglichkeit sehr angetan, so daß wir zu seinem Bruder und seiner Freundin efahren sind, um zu fragen was er davon hält. Gut, schlecht oder egal. Anstatt sich erstmal alles anzuhören, meinte er auch er habe sich informiert und das würde auf jeden fall gut sein und falls das dann doch bös wär könnte man dann überlegen was zu tun wäre. Er fände es unmöglich, daß wir seinen Vater dem es ja eh nicht gut geht mit sowas noch zusätzlich zu belästigen. Dann kam er wie immer von obenherab, darauf das er ja aus dem med. bereich käme und ich ja nur zuviel Zeit hätte und auf weitere Streitigkeiten, die seitlangem verschwiegen unter uns beiden herrschen. Er hat überhaupt nicht zu gehört, daß wir etwas gutes für seinen Vater wollen. Auf der anderen Seite war er dran, daß das ja nicht alles wäre und da ja auch der Väterliche Betrieb und seine Mutter dran hängen würde, also gerade so als ob sein Vater sofort sterben würde. Er hat wirklich nichts von dem Verstanden was wir ihm erklären wollten. Micha hat ihn dann am ende nur noch gefragt, findest du es gut, schlecht oder ist es dir egal. Da meinte er es wäre ihm egal und wenn wir meinen würden wir müßten es seinen Eltern erzählen, dann sollten wir da alleine hinfahren. Das einzige was seine Freundin sagte war "Sie wollen doch nur eine andere Möglichkeit geben", so daß wir beide denken, daß sie unseren Vorschlag eigentlich ganz gut fand, da sie auch sonst nix dazu gesagt hat. Wir sind also dann zu Michas Eltern gefahren, sein Vater lag wie immer bereits im Bett und wir haben erstmal seiner Mutter davon erzählt, sie fand den Vorschlag ganz gut, machte sich nur sorgen um dei Fahrerei, wobei ich ihr direkt angeboten habe sie täglich zu fahren. Micha ist dann erstmal alleine zu seinem Vater und hat ihm von der Möglichkeit erzählt. Nun haben sie sich darauf geeinigt, daß die Untersuchungsunterlagen schon vor an Herrn Prof. Uhl gehen und er sich bitte dazu äußern solle, wie schwer die OP ist und ob man sie auch in jedem anderen KH ohne Bedenken machen lassen kann , was er über die Untersuchungsergenisse denkt und ob er wirklich von bösartigem Krebs ausgeht. Er fänd es ganz gut, daß ein Speziallist sich dann seine Unterlagen noch anguckt, so daß er dann noch eine zweite Meinung habe. Er würde falls der Prof. eine OP im Zentrum zeitnah empfehlen würde, dann auch nach Bochum gehen. Dann habe ich heute morgen erneut im Klinikum angerufen und bin dann mit Micha hingefahren um die Unterlagen hinzubringen. Fr. Janz wußte direkt um was /wen es geht und das wir zweimal miteinander telefoniert hatten, sie würde nun dafür sorgen dem Prof Dr. Uhl die Unterlagen vorzulegen und wir würden dann Die oder Mittw. vom Prof. telefonisch Bescheid bekommen. Auf der Heimfahrt, war Micha ganz begeistert davon, daß man direkt wußte worum es geht und sich direkt um die Befunde gekümmert wird und wir mitte der nächsten Woche schon einen Anruf vom Prof. Dr. Uhl erhalten werden. Er meinte, er würde sich sicherer fühlen, wenn sein Vater nach Bochum gehen würde, da er nun glaubt, daß er dort besser aufgehoben ist. Naja nun noch ein paar Tage warten, dann wissen wir mehr und mein SchwiPa kann sich entscheiden. Liebe Grüße, Silke |
AW: Ab wann ist ein Tumor groß...
Liebe Silke: Gut so! Und weiter so!
BDSK ist schon ziemlich katastrophal, aber NICHT ZWINGEND der Tod auf Raten! Wenn Dein Schwiegervater operiert werden kann, steigen seine Chancen ganz enorm. Ich weiß, wovon ich rede. Meine Diagnose BDSK (Kopf) und meine Whipple-OP waren im März 2001. Und inzwischen lebe und arbeite ich ganz normal. Im nächsten Jahr werde ich 53, damals dachte ich, dass ich nicht mal die 50 schaffe. Lasst Euch nicht entmutigen und von der restlichen Familie demotivieren. Es fühlt sich für alle viel besser an, wenn man etwas unternimmt. Und der Gang in die Fachklinik ist das im Moment einzig Sinnvolle, was man unternehmen kann - und muss. Alles Gute für Euch, Lili |
AW: Ab wann ist ein Tumor groß...
Hallo Silke,
hab mich so über deinen Thread gefreut! Schön, das ihr die Möglichkeit mit Bochum ergreift. Natürlich bleibt die Diagnose erstmal gleich schlimm, aber etwas tuen zu können, hat uns immer sehr geholfen, die Krankheit zu aktzeptieren. Wir sind mit Bochum Prof. Uhl und Prof. Schmidt soooooo zufrieden und wünschen Euch ganz viel Kraft und vor allen Dingen viel Zuversicht. Solltest du Fragen haben, kannst du mir auch schreiben. Liebe Grüsse Martina |
AW: Ab wann ist ein Tumor groß...
So dann bin ich wieder, also Micha und ich sind gestern morgen nach Bochum gefahren und haben die CT_Bilder und Befunde dort abgegeben. Zuvor hatte ich mit Fr. Janz telefoniert, die trotz nur einem Anruf zuvor direkt wußte, wer ich bin. Dann haben wir die Sachen gepackt und uns auf den Weg nach Bochum gemacht. Als wir aus der Klinik kamen, sagte Micha direkt zu mir, daß er sehr positiv überrascht sei, daß sie direkt wußte wer wir sind und sie dafür sorgen wird, daß wir spätestens Mittwoch etwas vom Prof. persönlich hören würden. So daß er sich wünscht, daß sein Pa dort operiert wird. Am Abend als wir nicht zuhause waren hatten wir bereits einen Anruf vom Prof. Dr. Uhl auf dem Anrufbeantworter, der mich um Rückruf auf sein Handy bat. Zuerst fragte er nach dem Gesundheitszustand meines SchwiPas und ich erzählte ihm von den starken Rückenschmerzen und den Durchfällen nach Essen. Er erklärte die BSD könnte durch den Tumor schon keine Enzyme mehr bilden, dann fragte er noch ob mein SchwiPa schon gelb wäre, was er zum Glück aber noch nicht ist. Er erklärte mir, daß er sich die CT-Bilder angeschaut hat und er der Meinung ist der Tumor sein resektabel (entfernbar). Es müßte aber dringend sofort gemacht werden und ihm sei der Termin am 09.01 zur OP im anderen KH zu spät. Wir würden Montag einen Anruf bekommen mit einem Aufnahmetermin. Auf Nachfrage von mir steht er sogar meinem SchwiPa auf Handy am Wochenende (!!!trotz Sylvester/Neujahr!!!!) für Fragen zur Verfügung. Ich bin erstmal sehr begeistert, wie schnell und sehr persönlich der Prof. Dr. Uhl sich unserer Sorgen annimmt und direkt für eine Aufnahme im Klinikum sorgen will. Allein durch sein gezeigtes Angagement habe ich das Gefühl, daß er dort gut aufgehoben ist. Danke für Eure Empfehlung!!!! Nun muß sich nur noch mein SchwiPa davon überzeugen, daß er dort gut aufgehoben ist, denn das meint er von seinem KH, wo er die Ärtze und Schwestern kennt. Er wird heute bei dem Prof. Dr. uhl anrufen und sich selbst informieren. Seine Söhne haben ihm gestern abend dann das erste Mal erklärt, daß sie meinen, daß man es schon merkt. Bisher wurde untereinander nur so gesprochen, daß es doch gut wäre und das seine Ärzte auch zu ihm gesagt haben, daß das Ding raus kommt und es ihm dann wieder gut gehen würde. Kein Wort von Whipple , Chemo und co. Also drückt uns die Daumen, daß mein SchwiPa das Angebot von Prof. Dr. Uhl annimmt und nach Bochum geht und natürlich, daß er alles gut übersteht.
LG Silke |
AW: Ab wann ist ein Tumor groß...
Ich bin totral nervös. Ich würde sogerne jetzt schon wissen was aus dem Gespräch zwischen meinem SchwiPa und dem Prof. Dr. Uhl herauskommt. Es treibt mich fast in den Wahnsinn. Ich weiß, daß das nichts bringt versuche mich dauernd abzulenken, aber klappt einfach nicht. Diese Nacht habe ich schon kaum geschlaffen. Es wäre mein größter Wunsch, daß mein SchwiPa nach Bochum geht. natürlich weiß ich, daß er es selbst entscheiden muß und egal wie er sich entscheident, müssen wir hinter ihm stehen. Aber es ist nun mal meine größte Hoffnung.
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AW: Ab wann ist ein Tumor groß...
Hallo Silke,
dann werde ich mal beim Daumendrücken helfen. Halt uns auf dem Laufenden. Martina |
AW: Ab wann ist ein Tumor groß...
Hi Martina,
ja ich werde euch weiter berichten sobald ich etwas weiß. Danke schon mal fürs Daumen drücken. |
AW: Ab wann ist ein Tumor groß...
Das sieht doch momentan gar nicht so schlecht bei Euch aus. Prof. Uhl kann zwar auch keine Wunder vollbringen doch gehört er zu den 3-5 besten Chirurgen in unserer Republik.
Ihr seid in wirklich guten Händen. |
AW: Ab wann ist ein Tumor groß...
Liebe Silke,
auch ich drücke Euch sämtliche Daumen, dass Deinem Schwiegerpapa in Bochum geholfen werden kann. Ich wünsche Euch allen für 2006 von ganzem Herzen viel Glück und viel Kraft. Liebe Grüße und eine feste Umarmung, Anemone |
AW: Ab wann ist ein Tumor groß...
Hi Holger,
das sehe ich ja auch so, aber daß Problem ist, daß mein SchwiPa diese Chance eventuell nicht annehmen will. Daher hoffe ich, daß der Prof. Uhl ihn davon überzeugen kann. Er würde sonst in ein Landkrankenhaus gehen, daß nur wenig Erfahrung auf dem Gebiet hat. Gruß, Silke |
AW: Ab wann ist ein Tumor groß...
Vielleicht ändert er seine Meinung ja nach dem Gespräch in Bochum.
Ich finde es aber gut, dass ihr jede Entscheidung unterstützen wollt. Denn es ist sein Leben und nur er kann entscheiden. Oft fühlt der Betroffene auch schon mehr als die Ärzte sehen können. Aber er braucht Eure Unterstützung und vielleicht überträgt sich Euer Mut und Eure Hoffnung auf ihn über. Alles Gute und viel Kraft |
AW: Ab wann ist ein Tumor groß...
Hallo Silke,
Prof. Uhl wird deinem Schwiegerpapa die richtigen Worte sagen das er sich auch von Ihm behandeln läst. Sag deinem Schwpa., wenn man mit dem Schmitt reden kann soll man nicht mit dem Schmittchen reden. Alles Gute Volker |
AW: Ab wann ist ein Tumor groß...
Hi Silke ,
das ist eine tolle (einmalige) Chance und ich hoffe , Dein Schwiegervater wird sie nutzen . Vor der OP an sich mußt Du keine Angst haben . Da ist Prof. Uhl und sein Team erfahren genug ! Ich drücke Euch alle verfügbaren Daumen und wünsche Euch in diesem Sinne einen guten Start ins Neue Jahr ! Simone |
AW: Ab wann ist ein Tumor groß...
Erstmal danke an alle für die positiven Worte.
Ich hoffe wirklich, daß er die richtigen Worte findet. Das mit der Unterstützung Hoffnung und Mut seiner Lieben ist relativ. Sie sind in meinen Augen noch in einer Art Schockstarre. Ich finde viele Beiträge gerade über Eure Erfahrungen mit Prof. Uhl sehr wichtig und Kraft schöpfend, so daß ich sie auch schon Micha geben wollte, aber er will patou damit nicht Konfrontiert werden. Ich bin schon froh, daß ich den Mut gefunden habe ihm die nötigsten Infos per Holzhammernarkose zu verpassen (und auch nur weil keine Zeit bleibt), so daß er mein Vorhaben unterstütz auch wenn er auch weiter nur das nötigste wissen will. Auch der Rest seiner direkten Familie steht unter Schock und ich war gestern nur heil froh, daß sein Bruder erkannt hat, daß es nicht verkehrt ist einen Spezialisten hinzuzuziehen. Auch wenn ich nicht wirklich weiß wie stark er dahintersteht. Es war zumindest schon mal gut, daß sie mit Ihrem Vater geredet haben. Nun liegt also immer noch alles in der Entscheidung meines SchwiPa. Alles Liebe und Gute fürs neue Jahr möchte ich Euch aber jetzt doch wünschen, auch wenn ich mich selbst nicht ganz danach fühle. Aber nachdem das alte Jahr nun so besch... zu Ende geht, hoffe ich wirklich auf gute Nachrichten fürs neue Jahr. Lg Silke |
AW: Ab wann ist ein Tumor groß...
Neuigkeiten:
Habe gerade den Kurzbericht von Micha bekommen: Mein SchwiPa hat mit dem Prof. Uhl telefoniert. Der Prof. hat ihm erklärt, daß er sich ihm nicht aufdrängen will und ihm die Situation und die schwere der OP erklärt. Nun ist mein SchwiPa wohl auf der einen Seite der Meinung es wäre besser nach Bochum zu gehen, allerdings will er seinem Bekanntem (der Arzt den er seit 20 Jahren kennt , der ihn eigentlich operieren sollte) nicht vor den Kopf stoßen. Das werden wir nun auch noch schaukeln (hoffe ich). LG Silke |
AW: Ab wann ist ein Tumor groß...
Dann schlag ihm doch vor, dass er seinen langjährigen Arzt ja eng mit einbinden kann. Unser Hausarzt (Thread "Meine Mutter hat es getroffen")
hat auch mit Bochum viel telefoniert. Wir fanden das wichtig, dass unser Hausarzt mit eingebunden wird. Und er hat sich auch sehr viel gekümmert. Der Arzt von Deinem Schwiegervater müsste doch eigentlich kein Problem damit haben, dass ein Spezialist für Deinen Schwiegerpapa "besser" ist. |
AW: Ab wann ist ein Tumor groß...
:) Erst mal hoffe ich, daß Ihr alle gut ins neue Jahr rein gekommen seid und sich eure Wünsche erfüllen mögen.
Vielen Dank HolgerS,Volker P, Simone W und und und für all Euren Beistand. Ich bin dann gestern zu meinen Schwiegereltern gefahren und als ich ankam stand die Entscheidung schon fest und ich mußte keine Überzeugungsarbeit mehr leisten. :engel: :engel: Prof. Dr.Uhl hat die richtigen Worte gefunden!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! :engel: :engel: Ich bin sehr erleichtert. Wahrscheinlich bereits morgen Nachmittag kann mein SchwiPa nach Bochum (wir bekommen morgen früh entgültig bescheid) Besonders gut gefiehl meinem SchwiPa die aufrichtige unkomplizierte Art des Prof. und das er sich ihm nicht aufdringen wollte und ihm das Gefühl gegeben hat, daß er alles ihm Mögliche tun würde, daß er schnell die richtige Behandlung erhält. Ebenso, daß Prof. uhl ihn über die OP-Zahlen im vergleich zum Pangreas-Zentrum aufgeklärt hat, sowie über die schwere des Eingriffs. Am Ende wurde noch vom Prof. die Kassen zugehörigkeit erfragt und auch da punktete er, da es ihm egal war bei welcher Kasse mein SchwiPa versichert ist (Ersatzkasse). Alles zusammen stimmte einfach alles und nun bringe ich ihn wenn alles gut geht schon morgen Nachmittag nach Bochum. Ein Erfolg auf ganzer Linie. Nun habe ich wieder eine große Zuversicht, daß doch alles gut wird. Liebe Grüße, Silke |
AW: Ab wann ist ein Tumor groß...
Das ist doch prima.
Das Jahr fängt doch gut an. |
AW: Ab wann ist ein Tumor groß...
Ja das Jahr fängt doch gut an!!!
Morgen Nachmittag wird mein SchwiPa in Bochum aufgenommen. Und dann startet unser Kampf gegen den Krebs. Mein SchwiPa strahlt eine innere Ruhe aus, die mich einfach nur beeindruckt. Er hat nun am Wochenende noch alles für seine Frau und Kinder, sowie seinen Betrieb geregelt, Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung aufgesetzt und über alles mit allen in Ruhe gesprochen. Er ist einfach nur bewundernswert und gibt einem Kraft und Mut. Es muß einfach gut gehen und wir werden siegen. LG Silke |
AW: Ab wann ist ein Tumor groß...
Heute Morgen bekamen wir schon um 8.00 Uhr Bescheid (vom Prof. Uhl persönlich), daß mein SchwiPa gegen 10.00 Uhr bitte zur Aufnahme erscheinen könne. Also haben Micha und ich ihn hingebracht. Er hatte heute dann Blutabnahme und Röntgenuntersuchungen. Morgen folgt eine Magen-Dünndarm-Spiegelung und übermorgen eine Endosonographie (innere Ultraschalluntersuchung). Mein SchwiPa wurden beide Behandlungen genau von einem Assistenz-Arzt erklärt, die Schwestern sind sehr nett und heute abend kurz nach 20 Uhr kam sogar noch Prof Uhl persönlich vorbei. Wir hoffen nun auf eine OP am Freitag. Dafür bete ich.
LG Silke |
AW: Ab wann ist ein Tumor groß...
So mein Tagesbericht:
Heute wurde eine Sonographie der BSD sowie der naheliegenden Organe gemacht, auch dort wurde erneut bestätigt, daß keine Metastasen vorliegen. Die Ärzte haben nochmal betont wie viel Glück mein SchwiPa hatte, daß der Tumor so früh festgestellt wurde, dass gibt uns Anstoß zum hoffen, daß wirklich alles gut wird. Danach kam dann die Endoskopie, leider haben wir davon noch keine Ergebnisse gehört. Mein SchwiPa hatte auch keine Nebenwirkungen von der Narkose. Es geht ihm ausgesprochen gut und er ist sehr optimistisch. Belasten tut ihn nur, daß man seiner Frau die Sorgen ansehen kann und sie ihm das auch sehr stark zeigt. Das macht ihm mehr zu schaffen als alles andere. Ich denke nur mit graus daran, was mit Ihr ist, wenn er dann wirklich operiert ist und es ihm wirklich schlecht geht. Micha hat ja mitllerweile seine Schock-Phase überwunden und informiert sich einwenig bei mir. Habe ihm auch schon das Forum vorgeschlagen, aber das ist noch nix für ihn. Auf jeden Fall ist es nun etwas einfach zwischen uns. Er macht sich zwar sehr große Sorgen und will mittags immer einen Zwischenbericht aus der Klinik, aber kommt nun scheinbar besser damit mit klar. Ich werde immer zuversichtlicher, weil ich nun wirklich überzeugt bin, daß mein SchwiPA in den besten Händen ist und sich alle sehr liebevoll um Ihn sorgen. Also wirklich soweit sehr empfehlenswert!!!! Danke schonmal an alle die hier Bochum und Prof. Dr. Uhl empfohlen haben, ihr habt wirklich nicht zu viel versprochen. ;) Liebe Grüße Silke |
AW: Ab wann ist ein Tumor groß...
Hallo Silke ,
ich kann die Sorgen Deiner Schwiegermutter verstehen . Ich hatte auch unsagbar große Angst , als mein Vater operiert wurde . Ich habe noch abends auf der Intensiv-Station angerufen und nachgefragt - hinfahren sollten wir nicht , hätten eh nicht zu ihm gedurft . Man beruhigte mich dann , alles sei gut gelaufen und er atme sogar schon selbst . Am nächsten Morgen musste er sich schon auf die Bettkante setzen und gegen Mittag kam er wieder auf die normale Station . Natürlich ist es eine schwere Operation , aber die Sterblichkeitsrate ist dennoch relativ gering und Ihr seid ja nun wirklich bei den PROFIS ! Gegen die Schmerzen gibt es gute Schmerzmittel , die bei meinem Vater tagelang über den Tropf liefen . Insgesamt hat er sich erstaunlich schnell von der OP erholt und ich bin sicher - so gut wie es Deinem Vater geht wird es bei ihm genauso sein. Bis er wieder ganz der Alte ist , dauert zwar einige Monate , aber das wird schon ! Vor allem hoffe ich , daß er hinterher wieder ganz gesund wird , was bei meinem Pa wegen der schelchten Nachsorge leider nicht geklappt hat ( und auch diesbezüglich seid Ihr bei Prof. Uhl bestens aufgehoben). Ich glaube , Ihr könnt froh und sicher sein , daß dort alles getan wird , was nach den neuesten Erkenntnissen möglich ist ! Ich drücke Euch die Daumen ! Simone |
AW: Ab wann ist ein Tumor groß...
Hallo Simone,
danke für deine Wünsche. Entschuldige die Frage, aber in welchem Stadium war den Pa und was wurde bei der Nachsorge falsch gemacht?? Würde mich wirklich interessieren. So nun zum heutigen Tag: Heute wurde die Endosonographie gemacht. Auch die hat er ohne jegliche Beschwerden nun hinter sich gebracht. Nachdem er dadurch die Visite verpasst hat und bis heute nachmittag kein arzt da war. habe ich den Stationsarzt um Info gebeten, der kam ca. 10 Min. später und erklärte die Ergebnisse. Es wurden keine Metastasen gefunden und der Tumor hat keine Gänge blockiert. Es ist nun für Mittwoch eine Probeeklation (weiß nicht ob es der richtige Ausdruck ist???) vorgesehen laut OP-Plan, so daß er erstmal aufgeschnitten wird, um vor Ort zu sehen was nun wirklich Sache ist, dann würde der Prof. entsprechend entscheiden, ob wieder zu gemacht wird oder ob eine große Op durchgeführt wird. Auf Nachfrage was normalerweise gemacht würde, sagte der Doc eine OP nach Whipple. Er hat wirklich gut erklärt und wir fühlen uns wirklich gut aufgehoben. Liebe Grüße Silke |
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