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Gutachten nach Behandlungsfehler
Hallo
ich war schon lange nicht mehr hier. Kurz gesagt, mir wurde 01 die li. Brust abgenommen, Chemo etc. Mein Arzt stellte fest, dass der Radiologe die Mammographie falsch gedeutet hat, jedenfalls habe ich bei der Gutachter und Schlichtungskammer in Frankfurt Beschwerde eingelegt. Dieser Gutachter hat dem besagten Röntgenarzt Recht gegeben. Mein Frauenarzt regte sich darüber derart auf und meine, ich solle weiterkämpfen. Naja, ich hab mir einen Anwalt genommen (gott sei dank bin ich im Rechtschutz). Die Sache liegt jetzt beim Landgericht Kassel. Achja, während meiner Psychokur Dez.05 teilte der Radiologe meinem Anwalt und der Schlichtungskammer ganz stolz mit, dass er ja Mitglied der Gutachterkommission Hessen sei. Mein Frauenarzt zeigte besagte Mammabilder einem ander Röntgologen und riet mir dann nochmals, weiter zu kämpfen. Das Landgericht hat einen Gutachter in Göttingen bestellt und dieser stellte einen schweren Behandlungsfehler des Röntgenarztes fest. Heute kam die Antwort der Gegenseite. Wenn ich sehe, dass ich gegen so eine Instanz wie die Gutachter u. Schlichtungskammer weiter angehe, alles Professoren und Ärzte, die einem Kollegen ein Gefälligkeitsgutachten erstellt haben, fühle ich mich ganz schön hilflos. Fazit der ganzen Sache ist: Ich ärgere mich maßlos, dass ich damals diesen Arzt aufgesucht habe, daß ich auf Anraten der Ärztekammer Beschwerde bei der Gutachter- u. Schlichtungskammer eingelegt habe und nicht sofort zum Anwalt bin. Warum eigentlich nicht? Alle, außer meinem Gyn, haben mir das Gefühl gegeben, die sucht nur einen Schuldigen. Befriedigend ist, zu sehen, wie sie alle schauen nach dem Gutachten, dass vom LG bestellt wurde und ich wohl doch nicht spinne. Aufgepaßt: Man muß die 3-Jahres Frist einhalten. Nach OP und Diagnose. Ich hab ca. 1 Monat vor Ablauf der Frist alles angeleiert. Ich brauchte einfach die Kraft für die Chemo etc. Was wichtig ist: Mein Anwalt hat jetzt die Mammobilder vom Gutachter angefordert, damit man Kopien fertigen kann. Scheiße ist, dass ich wohl lt. Gutachten einen Tumor habe, den nur 10 % bekommen und meine Chance, aufgrund der befallenen Lymphknoten zwischen 17 und 23 % sind die nächsten 10 Jahre zu überleben. 5 Jahre hab ich schon um, dann bleiben ja nur noch 5 |
AW: Gutachten nach Behandlungsfehler
Hallo Claudia,
würdest Du bitte noch erklären, was da falsch gedeutet wurde? Ich verstehe das nämlich auch nicht,. Was diese 10-Jahres-Überlebensfrist angeht, verstehe ich solche Aussage von Ärzten sowieso nicht. Manche sprechen in Prozenten, manche in Jahren und die Patienten bekommen es mit der Angst zu tun. Fixier Dich bitte nicht auf die 5 Jahre. Ich habe auch einen sehr hohen Anteil an befallenen Lymphknoten und bereits Metas. Aber eine Überlebenszeit wurde mir von keinen Arzt mitgeteilt. Denk nicht immer daran, das zermürbt Dich nur. Lieber Gruß Renate |
AW: Gutachten nach Behandlungsfehler
Hallo,
um das genau zu erklären, der besagte Röntgenarzt hat lt. Gutachten zwei auffällige Herdbefunde im Juni 01 übersehen (sie nicht für so wichtig gehalten). Er hätte das in seinem Bericht erwähnen müssen und eine TKA sowie eine gezielte Ultraschall-Untersuchung anraten müssen. Im Prinzip hätte ich schon im Juni/Juli operiert werden können und nicht erst Ende Oktober. Ich bin eigentlich ein recht lustiger und optimistischer Mensch. Nur wenn die Gutachten per Post ins Haus flattern, zieht mich das mitunter etwas runter. Lt. Gutachter hatte ich einen Tumor, der schnell wachsend und mit 10% aller Mammtumoren relativ selten ist. 04 bestand Verdacht auf Lungenkrebs, der sich zum Glück als Verschwartung der Lunge rausstellte. So gesehen geht`s mir richtig gut. Der Rechtsstreit bringt mich nur manchmal etwas durcheinander. Und jetzt werde ich erstmal meine Liege schnappen, den Sonnenschirm und mich mit meinem 7-jährigen Sohn vor die Werkstatt setzen (da haben wir in den letzten Wochen ca. 3 Tausend € hingeschleppt). Der Wagen wird gerade auch wieder hingebracht. Etwas Sarkasmus muß sein. Ich wünsch allen einen schönen Sommer Claudi |
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Hallo Claudia!
Tut mir leid das du dich wieder wegen eines Gutachtens ärgern musstest. Aber ich bin froh mal von jemandem zu lesen der auch gegen einen Arzt klagt. Bei mir war es im Sommer 2003, ich ertastete einen kleinen Knoten in meiner rechten Brust, da meine Oma Brustkrebs (mit 49die eine und 10 Jahre später die andere Brust verlohr) hatte, ging ich am 01.07.2003 zu meinem Gyn. Der machte ein Sono und tastete die Brust ab, und meinte das sei ein Lipom(o,5cm). Auf die Andeutung zu meiner Oma bekam ich nur zu hören das müsse schon 2-3 mal in der Familie auftreten, bis man von familiären BK sprechen könne, da solle ich mir mal keine Sorgen machen und wenn nichts weiter wäre im Oktober noch mal zur Kontrolle kommen.:( Also hab ich das weiter beobachtet und war dazu noch mit dem Beginn einer Umschulung beschäftigt. Doch es lies mir keine Ruhe, da es auch weiter wuchs bin ich am 15.09.2003 wieder bei meinem Gyn aufgelaufen und hab ihm das gezeigt. Der machte wieder Ultraschall und meinte "er gehe davon aus das das ein Lipom (1,3cm) sei!" Auf meine Frage ob man das nicht lieber rausschneiden sollte meinte er nur..solange das nicht störrt und schmerzt, würde man unnötig eine NArbe an der Brust bekommen und das sei ja bei einer jungen Frau wie mir, mit 26J., auch nicht erwünscht.:mad: Naja man will es ja auch glauben!!! Also hab ich mir eingeredet er hat wohl recht und ich hab meine innere Stimme verdrängt, denn die hat mir was anderes gesagt! Ich bekam dann einen Termin für den 16.12.2003 um mich wieder bei meinem Gyn vorzustellen... doch der hat mich nie wieder gesehen! Denn der Knoten wuchs weiter und meine innere warnende Stimme war nicht mehr zu überhören, nach dem ich mich einer Freundin anvertraute sprach ich mit meiner ältesten Schwester drüber, die Krankenschwester auf der Gyn ist, und fragte sie ob sie mir einen anderen Gyn empfehlen könne. Sie aber sprach gleich am nächsten Tag mit der Oberärztin der Station, denn die war in anerkennung zum Brustzentrum. Die Oberärztin war geschockt, das bei der Wachstumstendenz noch keine Mommographie gemacht wurde und auch noch keine OP! :eek: Mir hat meine Schwester das dann etwas milder beigebracht und gesagt ich solle eine Überweisung zur Mammo besorgen, die hab ich mir von meinem Hausarzt geholt. Ihm die ganze Geschichte erzählt und er hat mich abgetastet und ihm ist schlagartig die Mine aus dem Gesicht gewichen, so was hatte ich bei ihm noch nie erlebt und ich kannte den schon über 20 Jahre! Dann gin alles sehr schnell: 01.12.2003 Mammo, bösartiger Tumor re deutlich zu sehen danach Stanzbiobsie 02.12.2003 Ergebnis der Stanze: invasiv duktales MammaCa re G2 anschließend Op besprechung 04.12.2003 über 4 Std OP, großzügige Quadrantenresektion und Axilladissektion und Defektdeckung mittels Latissimus dorsi-Plastik Ergebnis der Histologie: invasiv duktales MammaCa re 3,5x1,7x2,8 cm, pT2 pN2a (4/11) G2, Oestrogenrezeotor pos. 60% Gestagenrezeptor pos. 80% HER/neu/c- erbB Score 1+ gesam. negativ und ich hab von dem alten Gyn in der Zeit schön weiter die Pille bekommen :eek: Na im Januar hab ich gleich kontakt mit meiner Rechtschutz aufgenommen und seit dem laufen mit der Versicherung die außergerichtlichen Verhandlungen, die uns aber nicht weit gebracht haben. Sie haben bis her 8.000€ gezahlt und meinen das müsse doch vür den vergrößerten Op-Umfang reichen, denn weiter hätte das ja keine Konsequenzen für mich gehabt.:eek: NA darum reichen wir jetzt Klage ein, da meine 3 Jahre ja am Ende des Jahre auch ablaufen. bin mal gespannt wie lange das noch dauert. Vor allem hat der Ex-Gyn den Fehler indirekt vor der Ärztekammer zu gegeben und da er im Winter 2004/5 bei einem Autounfall verstarb (war 63) kann wohl seine Versicherung die Aussage nicht wiederrufen, bzw was anderes behaupten. Also sollten meine Chancen doch ganz gut stehen... aber mal abwarten. So das erst mal zu meiner Geschichte. Ich würd mich gern mal mit dir über deine Erfahrungen mit deinem Anwalt und so austauschen. Wir werden uns nichts gefallen lassen und kämpfen, auch für die anderen Frauen, die leider nicht klagen können!:prost: :prost: Liebe Grüße aus Berlin Kiki |
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Hallo Claudia,
das ist natürlich eine ganz böse Sache. Eine frühzeitige Operation wäre da sehr wichtig gewesen. Ich hoffe, daß Du den Rechtsstreit nervlich durchhälst. Meine Frauenarzt hat mich damals zu einem Radiologen geschickt, der für mich etwas ungünstiger zu erreichen war, aber er meinte, es komme schließlich auf die Qualität an. Offensichtlich gibt es da große Unterschiede. Lieber Gruß Renate |
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Liebe Kiki,
das Gleiche wünsche ich Dir auch. Halte durch. Auch Du bist im Recht. Aber leider sind solche Dinge immer mit sehr viel Stress verbunden. Lieber Gruß Renate |
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Liebe kiki,
ich bin zutift geschockt über deine Geschichte. Ich arbeite selbst bei einem Gynäkolgen und bekomm auch oftmals unklare Befunde mit. Aber mein Chef macht lieber ein Mal zu viele eine Mammografie als einmal zu wenig. Notfalls würde ich die Mamografie auch selbst bezahlen einfach um wieder ruhig schlafen zu können. Aber ich muss echt feststellen jeder länger ich hier in diesem Forum lese desto mehr unfähige Ärzte scheint es zu geben. Die Gyn meiner Mutter hat Ihr gestagt Sie sei kerngesund und 3 Wochen später bekamm Sie im Krankenhaus die Diagnose Eierstockkrebs mit Peritonealkarzinose...also Stadium III. Und aus dem OP-Bericht läst sich deutlich entnehmen das man Tumore im kleinen Becken tasten konnte. Ich frage mich deswegen bis heute was die Gyn da gemacht hat. Bin drauf und dran Ihr auch ne Klage an den hals zu hetzen. :mad: |
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Hallo Renate!
Klar schaffen wir das!:prost: :prost: Wir lassen uns doch nicht so schnell unterkriegen. Und so viel hab ich ja nicht mit der Sache nicht zu tun, das meiste macht ja der Anwalt. Aber ist schon zermürbend was da an Zeit vergeht:rolleyes: Ich danke dir. und wünsche auch dir alles gute für die Zukunft :remybussi :remybussi :remybussi :knuddel: :knuddel: :knuddel: Ich drück dich Kiki |
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Hallo Dreamy!
Ja ist schon echt ne blöde Kiste, aber ich hoffe ich kann damit irgendwann mal so gut umgehen das es mich nicht mehr so aus der bahn wirft. Das geht zwar jetzt schon besser aber wird sicher noch etwas dauern. Auch ich bin immer wieder erstand das es doch viele Ärzte gibt die entscheidende Fehler begehen. Sehr traurig, vor allem weil es um Leben geht, die se da riskieren. Doch zum Glück gibt es auch ganz tolle Ärzte und ich denke wenn ich die nicht immer mal wieder erlebt hätte wär mein Vertrauen darin gänzlich dahin. Ich hab zwar immer wieder Misstrauen und Angst, doch ich bin auch dabei dies in den Griff zu bekommen. Informiere dich gut was da schief lief bei deiner Mama und besorg dir alle Unterlagen in Kopie. Wenn du Hilfe oder Infos brauchst sag mir Bescheid. Es tut mir leid das auch deine MA solche Erfahrungen machen musste. Alles Liebe und Gute euch und ganz viel Kraft.:pftroest: :pftroest: Kiki |
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Hallo Kiki,
Du wolltest wissen, welche Erfahrung ich mit meinem Anwalt gemacht habe. Zu Anfangs eigentlich die gleiche, wie mit allen anderen Leuten, denen ich von dem Verdacht auf einen Behandlungsfehler erzählt habe. Es ist einfach so, dass mir jeder (wirklich jeder) das Gefühl gegeben hat, dass ich einen Schuldigen suche. Wenn mein Frauenarzt mich vor der OP nicht schon auf diesen Fehler hingewiesen hätte und mich immer und immer wieder aufgefordert hat, mir dass von diesem Arzt nicht bieten zu lassen, wäre ich ja garnicht auf die Idee gekommen, dass der was falsch gemacht hat. Erst als ich meinen Mann mal mit zu meinem Gyn genommen habe und mein Gyn total ungehalten zu meinem Mann wurde, als er merkte, dass selbst er anfangs dachte, dass ich spinne, steht er total hinter mir, ist in besagte Praxis und hat Die Mammographien geholt (die gottseidank) noch vorhanden waren (man weiß ja nie) und dem Arzt gesagt, dass, wenn ich das nicht überlebe, er ihn einen Kopf kürzer macht. Naja, mit meinem Anwalt war`s da nicht viel anders (so hatte ich jedenfalls das Gefühl), zumal ich ja schon alles bei der Gutachter- u. Schlichtungskammer angeleiert hatt und von denen das Gutachten zu gunsten des Röntgenarztes kam. Welches meinen Gyn noch wütender machte und immer wieder meinte, lassen Sie sich das nicht bieten. Ich forderte dann meinen Anwalt auf, Klage einzureichen. Das Landgericht hat dann erneut ein Gutachten beauftragt, (ohne Rechtschutz, weiß nicht, ob ich das hätte bezahlen können 1.700€ kostet der Spaß). Nun ja, jedenfalls als von ca. 3 Wochen das Gutachten kam, war ich total glücklich, dass der Verdacht von mir und meinem Gyn bestätigt wurde. Es ist ja so befriedigend zu sehen, dass alle jetzt schnallen, dass da doch was dran ist. Mein Anwalt wird sicherlich sein bestes geben. Trotzdem habe ich immer die Befürchtung, dass die Richter die Ärzte gut kennen und man ja nicht gegen jemanden, mit dem man vielleicht golfen geht ein Urteil fällt. Desto trotz, habe ich meinem Anwalt jetzt schon mitgeteilt, dass ich, falls das Landgericht nicht in meinem/unseren Sinne entscheidet eine Instanz weiter vor`s Oberlandesgericht gehe. Dafür bin ich ja Allianzversichert und den Drecksäcken werde ich`s schon zeigen. Was für mich jetzt eigentlich wichtig ist, dass von den Bildern Kopien angefertigt werden, da ich wirklich sehr mißtrauisch bin und mit allem rechne. Liebe Kiki, ich weiß wie zermürbend das manchmal ist, wenn ich die Post lese, aber nach ein paar Tagen geht es mir wieder richtig prima. Eben ein Wechselbad der Gefühle, aber das kennen wir ja alle schon richtig gut und die Arbeit macht ja schließlich der Anwalt!!! |
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Hallo Claudia!
Da hast du recht das meiste sollte der Anwalt regeln. Ich hatte zunächst einen aus meiner aöten Heimatstadt, ein 0 8 15 Anwalt, aber von meiner Rechtschutz empfohlen bekommen.:rolleyes: Ich hatte noch das mit der Gutachter-u. Schlichtungsstelle der Ärztkammer in die Wegegeleitet und er hat nur so eine bisschen Schriftverkehr gemacht. Der Arzt hat die Sonobilder nicht rausrücken wollen und dann wohl muffe bekommen und sogar bei mir zu Hause angerufen und meine Mutter voll getextet, das es ihm doch Leid tue.:mad: Das Aber erst nachdem er Post von der Ärztekammer und meinem Anwalt bekam. Das konnte er sich da auch in die Haare schmieren, denn auf die Arztbriefe von den Diagnosen und Behandlungen, die er immer in Kopie erhalten hat hat er sich nicht gerührt:twak: :twak: Ich hatte dann in einem Forum ein gutes Buch empfohlen bekommen: Arzt Patient und Krankenhaus -Rechte und Plichten, von Martin Rehborn. 13€ die sich wirklich gelohnt haben. Und mich schon nach wenigen Kapiteln schlauer im Arzthaftungsrecht gemacht haben wie den Anwalt. Der doch glatt zu mir meinte, nachdem die gegnerische Versichung, übrigens die Allianz:(, mit der ersten Stellungnahme 3.000€ überwies, ich könne froh sein wenn ich noch 5.000€ bekomme:shocked: :shocked: Darauf wollte ich den Anwalt wechselm, weil der Fall doch offensichtlich seine Kopetenzen überstieg. Da meinte meine Rechtschutz, die ARAG doch glatt ich müsse erst die erste Instanz durchziehen, ich könne ja dafür alles ablehnen und ich würde ja entscheiden auf was ich mich einlasse, danach könne ich erst einen neuen Anwalt genemigt bekommen.:confused: :confused: :confused: Was ist das denn für eine wirtschaftlicher Rechnung? Die würden also lieber einen kompletten Prozess führen und dann die 2. Instanz asl die geringen Kosten einen Anwalltswechsels!!! NA ich war erst mal gefrustet und überlegte ständig wie ich das drehen kann. In der Reha letztes Jahr in Bayern lernte ich dann einen Anwalt kenn und fragte Ihn nach seiner Meinung. Der meinte das Arzthaftungsrecht wäre so komplex da bräuchte ich auf jeden Fall einen spezialisierten Anwalt, und er empfahl mir auch gleich einen. :) Das gab mir wieder hoffnung in der Sache. Zudem meinte er mir stände ja ein Fachanwalt zu und die müssten doch auf den Wechsel eingehen. Als ich dann wieder zu hause war rief ich gleich in der Kanzlei an, die zwar in Köln sitz, doch so weit war das ja auch nicht von mir weg. Der meinte er würde den Fall gern übernehmen und so wechselzte ich zu ihm, der alte Anwalt nahm mir das noch voll übel..aber das war mir doch wurscht! ICh musste dann etliche Fragen beantworten und so aber nach ca 4-5 Monaten stand für den Anwalt die Sachlage soweit fest, da ich einen erheblichen Anspruch auf Schmerzensgeld, Haushaltshilfe, Fahretkosten, sonstige finanzielle entschädigung und Verdienstausfall hätte und titulierte eine Gesamtforderung von über 265.000€ an die Allianz!!! :megaphon: Soviel zum Thema ich könnte froh sein noch 5.000€ zu bekommen, die der alte Anwalt zwar noch gefordert hatte und ich auch tatsächlich bekam. Doch der neue Anwalt hat schon in den Anschreiben einen ganz anderen Ton an den Gegner gerichtet, die natürlich erst mal komplett dicht gemacht haben und sich wahrscheinlich denken, zahlen müssen sie eh, und zögern jetzt nur noch den Zahlungszeitpunkt heraus! Ich warte jetzt auf die Klageschrift und weitere Infos von meinem ANwalt, der aber sicher auch jetzt erst mal Urlaub hat. Immer wieder eine Frage der Geduld! Wir schaffen das schon Claudia:prost: :prost: Habe auch schon oft dran gedacht mal die Medien einzuschalten, die wären sicher auch interessiert an so einer Geschichte.:rolleyes: Dir wünsch ich noch einen schönen Tag Alles Lieb Kiki :knuddel: |
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Hallo Kiki,
mein Anwalt ist Fachanwalt für Arzt- bzw. Patientenrecht, hatte ich mir in Kassel aus dem Telefonbuch rausgesucht. Also Ahnung hat er schon und die Klage beläuft sich auf ca. 34.000€ Ich muß mich jetzt um mein Kind kümmern. Bist Du morgen gegen 12 auch im Chat? Lieber Gruß Claudi |
Ich habe den Prozeß gewonnen!!!!!!
Hallo, ich kann es irgendwie immer noch nicht richtig fassen, heute hatte ich die Verhandlung vorm LG Kassel gegen den Röntgenarzt (hatte 01 den Knoten bei einer Mammog. übersehen). Was soll ich sagen, ich habe 5 Jahre auf diesen Tag gewartet. Nachdem der Gutachter alles ausführlich erleutert und erklärt hatte, hatten weder der Anwalt noch die Richter irgendwelche Fragen und wir haben einen Vergleich über 40.000 € geschlossen.
Es lohnt sich immer zu kämpfen. |
AW: Ich habe den Prozeß gewonnen!!!!!!
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Herzlichen Glückwunsch!!!!!:D
Kämpfen lohnt sich also wirklich. Viele Grüße von Gabielli |
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Hallo Claudia,
Zitat:
Aber egal. Auch, wenn noch so viele EUR die Folgen der Inkompetenz eines Arztes nicht wett machen können... Zumindest hast du etwas erreicht. Und dein Mut und deine jahrelange Ausdauer, um dahin zu kommen, nötigt mir riesigen Respekt ab ! Um so einen 'Kampf gegen die Institutionen' konsequent durchzustehen, gehört wirklich einiges an Traute, Widerstandsgeist und Durchhaltevermögen !!! Ich hätte sicher nicht den Mut zu sowas gehabt. Dabei verdienen es inkompetente Ärzte einfach nicht besser. Zumal in D IIRC jedes zweite Röntenbild falsch angefertigt oder interpretiert wird. WO man sich fragen muss, was Radiologen eigentlich gelernt haben... Erinnert mich an eines banales Beispiel meiner Frau. Die war zur Entfernung von Krampfadern in einer Klinik - und brachte die Röntgenbilder der radiologischen Fachpraxis x gleich mit. Und in der Klinik sagten die sofort: "Ach, die Bilder von der Praxis x... die können wir vergessen, da kommt nie was Brauchbares. Das machen wir besser gleich nochmal." Soviel zur Qualifikation von Fachärzten hierzulande :-( Viele Grüße, Stefan |
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Hallo Claudia,
das ist ja riesig. Ich freue mich mit Dir! Anhang 4874 Was stellst Du jetzt an? Eine Weltreise?? Viele Grüße Heike |
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Liebe Claudia,
auch ich freue mich, dass du den Prozess gewonnen hast. Bei so etwas geht es ja auch ums Prinzip. Aber wie sagte meine Oma immer: "Mit Geld weint es sich leichter." Herzliche Grüße Isabelle |
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Liebe Claudia !
Auch ich möchte Dir herzlich gratulieren ! "Hut ab", dass Du Dich bis zum Letzten für Dein Recht eingesetzt hast und wirklich ungewöhnliches Durchhaltevermögen bewiesen hast. Du verdienst meine vollste Hochachtung ! |
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Hallo Claudia,
es freut mich aus tiefstem Herzen, daß Du diesen Prozess gewonnen hast. Endlich einmal hat jemand etwas gegen die "Weißkittel" unternommen. Gönn Dir was schönes. Liebe Grüsse kathalina |
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Hallo Claudia!
Glückwunsch. Tu Dir etwas gutes damit. Ich habe Dir eine persönliche Nachricht geschickt. Viele Grüße Thea D. (43) |
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Hallo Claudia,
auch von mir herzlichen Glückwunsch.Wahnsinn das man 5 Jahre für sein Recht kämpfen muss. Liebe Grüße Silke |
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Hallo Ihr Lieben,
das war eine turbulente Woche, natürlich sind viele der Meinung, ich hätte keinen Vergleich schließen sollen, aber ich war nach Rücksprache mit meinem Anwalt zufrieden, vielleicht hätte mir der Richter (mit Sicherheit sogar) mehr zugesprochen wie wir gefordert haben, aber es war einfach ein großer Sieg für mich persönlich, dass auch das Gericht der Meinung ist, dass ein Arzt an mir einen Fehler begangen hat und dieser besagte Arzt ist/war selbst Mitglied dieser Gutachterkammer, welche ihm ein Gefälligkeitsgutachten erstellt hat. Das dies alles ans Licht gekommen ist und auch noch einiges nach sich ziehen wird (die Haftpflichtversicherung des Arztes hätte sich ja einiges ersparen können, Prozeßkosten etc., wenn die Schlichtungsstelle nicht so einen Mist gebaut hätte). Nun ja, meine Krankenkasse wird da auch noch Regress- ansprüche stellen. Es ist ja so eine Genugtuung, alle die mir das Gefühl gaben, die spinnt, die sucht nur einen Schuldigen, sind eines besseren beleht worden. Ich habe heute noch kurz etwas dazu im rechtlichen u. finanziellen geschrieben. Gruß Claudia |
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Hallo Claudia,
Zitat:
Ich musste in einer ganz anderen Sache mal 3 Prozesse über 6 (oder 7?) Jahre führen. Wo ich gemerkt habe, dass die meisten Leute, die als persönlicher Ratgeber den hardliner spielen (Du musst auf dein Recht bestehen! Das musst du bis zum Ende durchfechten! Lass' dich da bloss nicht abservieren! usw...) sowas einfach noch nie selbst mitgemacht haben. Wenn sie das hätten, wüßten sie nämlich, wie fürchterlich aufreibend so ein Kampf ist. Ich war damals am Ende so fertig, dass ich ein Vierteljahr krank war. Und heilfroh - nicht nur darüber, dass ich gewonnen hatte. Sondern v.a. auch darüber, dass der ganze Sche*ss jetzt einfach ein Ende hatte; und ich mich nicht mehr wöchentlich mit irgendwelchen neuen Anwalt-Schriftstücken rumärgern musste. Von daher: freu' dich darüber, dass das Ganze jetzt endlich vorbei ist! Und ich kann mich nur Thea anschließen: nimm' die Kohle und tu dir damit etwas Gutes! Das ist mit Sicherheit gesünder als ein Prozessmarathon ohne Ende. Viele Grüße, Stefan |
AW: Ich habe den Prozeß gewonnen!!!!!!
Ihr habt ja so recht,
wir haben gestern erstmal einen Flug nach La Palma/Kanaren für 2 Wochen gebucht, der 1. Familienurlaub seit 6 Jahren. Auch wenn die Jungs 12. u. 2. Klasse 1 Woche in der Schule fehlen. Doch ich hätte alles Geld wieder hergegeben, wenn ich unseren Hund damit hätte retten können, mußte sie Donnerstag einschläfern lassen. Sie fehlt mir sehr. einen lieben Gruß Claudia |
AW: Ich habe den Prozeß gewonnen!!!!!!
Boah,
ich hab gerade kräftig Gänsehaut...vor Freude! Auch wenn es sich "nur" um 40.000 Euronen handelt (ich halte die Summe für SEHR wenig, wenn ich da an Entscheidungen in Amerika ;-) denke), so zeigt sich ganz deutlich, dass keine Frau sich vor einem Prozess scheuen sollte. Wer als Arzt kein Mammo-Bild deuten kann, sollte einen anderen Beruf wählen! So, und nun genieße deinen Erfolg und lass im Urlaub alle Anspannung und Aufregung los! Ich freue mich riesig für dich! Liebe Grüße Norma |
AW: Ich habe den Prozeß gewonnen!!!!!!
PS: Ich weiß, wie sehr du um deinen Hund trauerst! Wir haben unsere beiden Lieblinge innerhalb von 6 Monaten verloren; aus Altersgründen.
Vielleicht spielen die drei ja jetzt und tollen über die Himmelswiese... Nochmals Grüße Norma |
AW: Gutachten nach Behandlungsfehler
So, Dienstag war die Verhandlung, wir haben einen Vergleich geschlossen und es ist rausgekommen, dass es sich bei dem Gutachten um ein Gefälligkeitsgutachten zugunsten des Arztes gehandelt hat.
Selbst, wenn es zum Vergleich gekommen ist, fühle ich mich als Sieger, da es nun bald amtlich ist (sobald ich alles schriftlich vom LG vorliegen habe), dass der Arzt wirklich grob fahrlässig gehandelt hat und von seinen Kollegen, da er selbst Mitglied dieser Gutachterkommission ist, ein Gefälligkeitsgutachten bekommen hat. Gestern haben wir erstmal einen Flug auf die Kanaren gebucht, besuchen dort für 2 Wochen einen Freund. Der erste Familienurlaub seit 01. einen lieben Gruß Claudia |
AW: Gutachten nach Behandlungsfehler
Ich habe gerade alles in diesem Thread gelesen und überlege mir jetzt auch, ob ich meine Ex Gynäkologin verklagen soll.
Ich war regelmäßig zur Untersuchung und trotzdem hatte ich einen 9 cm großen Tumor, den meine Gyn für Zysten hielt. Glücklicherweise handelte es sich dabei überwiegend um ein carcinoma in situ. Der Invasive Herd war noch lokal begrenzt. Im Brustzentrum wurde mir gesagt, dass ich diese Veränderung schon seit Jahren haben muss. Allerdings habe ich etwas Angst vor den finanziellen Folgen, denn ich bin nicht rechtschutzversichert. Was muss ich tun, um ein Gutachten zu bekommen, oder sollte ich doch einen Anwalt einschalten? Vielleicht kann mir jemand einen Rat geben. liebe Grüße Susi |
AW: Gutachten nach Behandlungsfehler
Hallo Claudia!
Super ich gratuliere dir!!!:prost: :prost: :prost: Meine Klage läuft noch, ist ende letzten Jahres zum LG nach Bielefeld gegangen und ich habe leider noch keinen Termin für eine Verhandlung, doch dein Ergebniss macht mir wieder mehr Mut! Bei mir geht es um einen Streitwert von 265.000€ und ich habe zum Glück auch einen super Anwalt. ICh hoffe so sehr das es auch bei mir bald mal weiter geht, denn auch ich Kämpfe schon drei Jahre! Ganz liebe Grüße Kiki :knuddel: |
AW: Gutachten nach Behandlungsfehler
so, Ihr Lieben,
das Schmerzensgeld ist auf meinem Konto, - hätte nie gedacht - dass eine Versicherung 1 Woche nach der Verhandlung anstandslos bezahlt. Ach ja, wir leben ja in Deutschland, da ist das ja alles nicht so viel wert - aber in Amerika wäre ich jetzt sicherlich eine von den Reichen! Man will ja nicht unverschämt sein. Im Kleinen liegt das Glück? lieben Gruß Claudia |
AW: Gutachten nach Behandlungsfehler
Hallo!
Auch ich möchte mich den Gratulationen anschließen!! Ich freue mich sehr für Dich! Ich habe eine ähnliche Geschichte. Arzt hat den Tumor mehr oder weniger "übersehen" oder wollte es nicht wahrhaben. Tumor wuchs in der Zwischenzeit von 2 cm auf 5 cm. Das war vor 2 Jahren und ich hatte bis jetzt nicht den Mut, den Schritt zu wagen. Eure Berichte haben mir nun derart den Rücken gestärkt, daß ich heute den ganzen Nachmittag damit verbrachte einen Brief und eine Sachverhaltsdarstellung zu schreiben, die ich jetzt der Patientenanwaltschaft übergeben werde! Ich weiß nicht woher das Gefühl plötzlich kommt, aber im Moment spüre ich, daß ich damit ein wichtiges Kapitel in meiner Geschichte abschließe! Egal, wies ausgeht (natürlich mag ich auch soviel Geld bekommen ;) ), aber ich glaub, daß ist einfach wichtig für mich! Der Champagner steht schon im Kühlschrank :D ! Vielen lieben Dank für Eure indirekte Hilfe :remybussi ! Eure Sonja! |
AW: Gutachten nach Behandlungsfehler
Hallo Busenfreundin,
es war mir sehr sehr wichtig, Menschen zu zeigen, dass dieser Arzt unfähig ist. Zum Glück bin ich rechtschutzversichert und die haben die Kosten für das letzte Gutachten übernommen. Ich denke, wenn wir das Gefühl haben, man hat an uns einen Fehler gemacht, sollten wir dagegen etwas tun. Die ersten Wochen/Monate habe ich nach der Amputation geträumt, ich würde mich "oben ohne" in seine Praxis setzen und die anderen Frauen verschrecken. Gebracht hätte es mir nur das Abführen durch die Polizei. Nach der Beschwerde bei der Gutachter- u. Schlichtungskammer wurde ganz viel wieder aufgewühlt und ich habe mich oft gefragt, ob es richtig war, mein Anwalt hat mir ja letztendlich alles abgenommen. "Ich wäre ohne diese Klage und Richtigstellung nicht glücklich geworden (trotzdem, dass ich seit 5 Jahren keinen Krebs habe). Ich hätte immer gedacht, ich hätte etwas versäumt. Nach der OP und der Beschwerde hätte mir eine Entschuldigung gereicht. Nun denk ich, jeder muß für seine Fehler gerade stehen. Ich habe immer für alles gerade gestanden. Warum dann nicht die Götter in weiß. Ich hoffe, meine Vergleich vor dem LG Kassel ist ein weiterer Schritt dahin, dass sich die Frauen wehren gegen die Unfähigkeit mancher Ärzte. Klar ist es wunderschön, toll, herrlich, plötzlich soviel Geld auf dem Konto zu haben, aber in 1. Linie, mußte ich mir selbst beweisen, dass ich getan hab, was ich tun mußte. "Ich habe mich gewährt!!!!!!!!!!!!!!!!!!" und das tut so unverschämt gut. Ich wünsche Dir alles erdenklich Gute, halte die 3-Jahresfrist ein, sprech mit Deiner Krankenkasse, Beschwerde bei der Gutachter- u. Schlichtungskammer einlegen (nicht jeder Arzt, der pfuscht ist Mitglied dieser Gutachter, was ich bei dem Arzt für einen Witz halte, nun ja, die kriegen von der Haftpflichtversicherung dieses Arztes auch noch einen über gezogen, soll nicht mein Problem sein). Wenn Du rechtschutzversichert bist - ist doch alles ganz easy. Wichtig es geht uns gut! Alles Liebe Claudi |
AW: Gutachten nach Behandlungsfehler
Hallo Busenfreundin,
ich vergaß zu erwähnen, dass ich die Beschwerde kurz vor Ablauf der 3- Jahresfrist eingereicht, vielleicht aus dem Grund, dass alle, außer meinem Frauenarzt, gedacht haben, ich suche nur einen Schuldigen. Ohne die immer wiederkehrende Bestätigung, Vergewisserung, ich solle mich dagegen währen und mir das nicht bieten lassen und klagen, weiß nicht, wahrscheinlich hätte ich nach dem Gutachten der Schlichtungskammer aufgehört zu kämpfen. Mein Frauenarzt hatte dann die Mammog. noch mal mit einem befreundeten Röntgologen überprüft und das war dann ausschlaggebend für meine Klage. Was soll ich sagen "Mein Frauenarzt ist mein Lieblingsarzt und ich würde ihn nicht mehr hergeben. Er und mein Anwalt bekommen eine Karte von La Palma. lieber Gruß Claudia |
AW: Gutachten nach Behandlungsfehler
Liebe Claudia!
Deine Worte sind Balsam für meine Seele und Du sprichst mir vom Herzen. Ich will dem Menschen ja nichts Böses! Jeder macht Fehler. Trotz allem hat der Arzt, meiner Meinung nach, fahrlässig gehandelt. Ich bin an und für sich der Typ, der immer alles hinnimmt und zu allem "ja und Amen" sagt! In meinem Inneren ist irgendeine Wandlung vor sich gegangen und ich beginne mich zu wehren!! Es ist so befreiend! Eigentlich erwarte ich mir nichts, weil die Ärzte einfach zu gut abgesichert sind, aber ich glaube trotzdem, daß es für mich einfach sehr wichtig ist! Noch eine Frage: Ab wann gilt diese 3 Jahres Frist? Ab der endgültigen Diagnose? Oder ab der ersten Konsultation (trotz falscher Diagnose)? Ich wünsche Dir einen wunderschönen und erholsamen Urlaub! Alles Liebe, Sonja! |
AW: Gutachten nach Behandlungsfehler
Hallo Busenfreundin,
meines Wissens nach, fängt die 3-Jahres-Frist mit dem Verdacht auf einen Behandlungsfehler an. Wenn das bei Dir 2 Jahre her ist, hättest Du noch 1 Jahr, aber wozu warten? Hätte ich das nicht 4 Wochen vor Ablauf der Frist (ich wußte ja schon vor der OP, dass der Röntgologe falsch diagnostiziert hat) hätte ich schon 1 Jahr früher einen bombastischen Familienurlaub machen können und ich wäre 1 Jahr früher zufriedener gewesen. Ja, diese Verhandlung hat mich im tiefsten Inneren zufrieden gemacht, obwohl ich mir null Chance auf Schmerzensgeld ausgerechnet habe, habe ich allen bewiesen, was für feige und arrogante Drecksäcke es doch gibt. Also, pack es an, verkehrt kannst Du nichts (aber auch garnichts mehr machen)! Viel Glück Claudi |
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