![]() |
Meine Mama hat Brustkrebs
Hallo !
Ich (25) bin neu hier und schreibe, weil meine Mama (56) heute erfahren hat, dass sie Brustkrebs hat. Das Karzinom ist etwa 3cm groß und befindet sich in der linken Brust. Wir haben um halb drei einen Termin mit den behandelnen Ärzten. Am Telefon wurde nur gesagt, dass das Karzinom auf jeden Fall raus operiert werden muss. Dabei wäre es möglich die Brust soweit zu erhalten. Mehr erfahren wir später. Ich möchte jetzt eigentlich wissen, wie ich meiner Mama nun helfen kann. Im Moment ist sie in einer sehr pessimistischen Phase und denkt an den Tod. Aber ich glaube, nach so einer Diagnose fällt man auch erst einmal in ein tiefes Loch. Wer von euch hat so eine OP schon hinter sich? Was kommt auf die Familienmitglieder alles zu? Bei mir persönlich dreht sich jetzt alles und ich habe das Gefühl irgendwie immer weiter zu fallen. Man verliert so schnell den Boden unter den Füßen. Und plötzlich werden große Probleme klein und man setzt andere Prioritäten. Danke für eure Hilfe Gruß Natascha |
AW: Meine Mama hat Brustkrebs
Hallo Natascha,
lass dich erst einmal ordentlich drücken. Ich kann mir vorstellen, dass dich als Tochter die Nachricht genauso umgehauen hat wie deine Mutter. Zunächst einmal gilt es Ruhe zu bewahren. In der Regel ist Brustkrebs kein wirklicher Notfall und es bleibt ein wenig Zeit zu überlegen und gegebenenfalls noch eine Zweitmeinung über die vorgeschlagene Therapie einzuholen. Wie's letztendlich weitergeht ist abhängig von der Histologie des Tumors und von weiteren Untersuchungen. Dazu gehört natürlich auch die Abklärung, ob es evtl. schon Absiedelungen (Metastasen) gibt, z. B. in den Lymphknoten in der Achsel. Am besten, ihr macht jetzt einen Schritt nach dem anderen, wartet zunächst einmal das Ergebnis des heutigen Arztgesprächs ab. Vielleicht kannst du dann ja hier berichten und sicherlich werdet ihr dann hier den einen oder anderen guten Rat bekommen. Ich nehme an, du begleitest deine Mutter zum Arztgespräch? Laßt euch auf alle Fälle Kopien der Befunde geben und legt eine eigene Krankenakte an. Ihr seid nicht allein mit der Gschichte, sowohl du als auch deine Mutter können jederzeit hierherkommen und es ist eigentlich immer jemand da, der weiterhelfen oder trösten kann. Brustkrebs muss kein Todesurteil sein, auch wenn man im ersten Moment nur daran denken kann. Aber das ist hier wohl sehr vielen so gegangen. Mir auch als ich vor 3 1/2 Jahren die Diagnose bekam (mit Amputation rechts, LK-Metas in der Achsel und am Hals). Inzwischen habe ich mich von all dem gut erholt, bin ins Ausland gezogen und arbeite auch wieder. Und hier gibt es noch viel mehr Frauen, die bei deutlich ungünstiger Prognose immer noch quietschfidel sind ;) . Also Natascha, lass den Kopf nicht hängen, es geht weiter. Es dauert nur halt, bis man so eine Nachricht verdaut hat und lernt damit umzugehen. Liebe Grüße und viel Glück für euch |
AW: Meine Mama hat Brustkrebs
Hallo Birgit,
danke für deine lieben Worte. Ja, ich finde es erschreckend, wie schnell ein Anruf erst einmal dein Leben verändern kann. Aber gut, wir müssen jetzt alle nach vorn schauen. Ohne dem geht es nicht. Der Arzt war super nett und wird meine Mama auch operieren. Nun aber erst mal zum Gespräch. Er hat gesagt, dass er bisher nur weiss, das es ein G2 T4 Tumor ist. Ich hab mich gerade etwas schlau gemacht. Bedeutet ja soviel wie, mittelschnell wachsend und bereits ins Brustgewebe/ Lymphen vorgedrungen. Eine Metastase ist in der Achsel zu sehen. Kann aber bei der OP direkt entfernt werden. So der Arzt. Er hat auch mich einen sehr kompetenten und vor allem vertrauenwürdigen Eindruck gemacht. Er wird auch operieren. Termin ist nächste Woche Dienstag. Montag werden noch Lunge und Leber geröngt und ich hoffe, dass da nichts zu sehen ist. Bei einer Mammographie Ende April/ Anfang Mai war wohl noch nichts zu erkennen. Hm... Mama (ehemalige Arzthelfeferin - nicht förderlich kann ich euch sagen) ist im Moment so down und redet ständig von Tod und Morphium, etc. Dabei einen positiven Eindruck zu vermitteln ist schwer. Ich hoffe, dass sich das mit der Zeit geben wird. Ich werde auf jeden Fall berichten. Und mich jetzt ein wenig durchs Forum arbeiten. Leider interessiert man sich gerade für solche Krankheiten erst, wenn man selber oder das nähere Umfeld betroffen ist. Gruß Natascha |
AW: Meine Mama hat Brustkrebs
Hallo!
Dem Bericht von Birgit ist eigentlich nichts hinzuzufügen. Aber ich sitze momentan im gleichen Boot wie Du. Meine Mutter hat die Diagnose im April bekommen und wurde im Mai operiert. Derzeit ist sie mitten in der Chemo. Ich als Tochter (27) kann insofern viel für sie tun, daß ich immer da bin, wenn sie mich braucht. Ich drücke Euch die Daumen, vielleicht können wir in Kontakt bleiben. Grüße Simone |
AW: Meine Mama hat Brustkrebs
Simone, wo kommst du denn her? Klar können wir Kontakt halten.
Ich schick dir mal ne PN :) |
AW: Meine Mama hat Brustkrebs
Hallo Natascha,
es tut mir leid, das Deine Mutter auch erkrankt ist. Wie Du treffend schreibst, schaut man wirklich erst genau hin, wenn man selbst betroffen oder betroffener Angehöriger ist. Nur hat man kaum Ruhe zu recherchieren, weil eine Entscheidung nach der anderen gefällt werden muss. Man wird regelrecht überrollt. Es gibt ein sehr aufschlussreiches Buch 'Das Überlebensbuch Brustkrebs' von Ursula Goldmann-Posch. Dort ist wirklich alles an medizinischen Hintergründen aufgeführt, was frau wissen muss, um für sich selbst die Verantwortung zu übernehmen. Dazu gibt es hilfreiche Fragebögen, die man mit zu Arztgesprächen nehmen kann. Lass Deine Mutter nie allein zu den ärztlichen Gesprächen gehen. 4 Ohren hören immer mehr als zwei. Vielleicht beherzigst Du noch einen Rat. Laß Deine Mutter entscheiden, was ihr im Moment gut tut. Sei ihr nicht bös, wenn sie mal so ganz anders reagiert, als Du erwartest. Sie ist im Moment mit allem total überfordert und muss für sich erstmal sortieren. Ich habe den Eindruck, das Du eine sehr gute Stütze für Deine Mutter bist. Toll, das Du sofort hierhin gefunden hast und recherchierst! Viel Kraft und Mut wünsche ich Euch allen! Heike |
AW: Meine Mama hat Brustkrebs
Hallo Natascha,
danke für dein kleines 'Update' nach dem Arztgespräch. Das ist sicherlich alles sehr viel, was jetzt auf euch einstürmt, an Informationen aber auch an weiteren Fragen und vor allem an widersprüchlichen Gefühlen. Ich habe damals angefangen ein Tagebuch zu führen, weil ich irgendwie das Gefühl hatte, dass ich all die Dinge sonst vergesse, die mich bewegen. In einer Rückschau habe ich festgestellt, dass meine Gedanken damals auch sehr viel um Angst und Sterben kreisten. Insofern kann ich deine Mutter sehr gut verstehen. Ich habe die Zeit von der Diagnose bis zur OP (12 Tage) als die schlimmsten empfunden, weil ich mich da sehr hilflos gefühlt habe. Mit der OP, wenngleich auch die Brust ab war, ging's mir besser, irgendwie erleichert weil ich etwas getan hatte. Als Literatur zu Brustkrebs kann ich dir die Bücher von Ursula Goldmann-Posch 'Überlebensbuch Brustkrebs' und von Lilo Berg 'Wissen gegen Angst' empfehlen. Ist ja wirklich so, dass man über eine Krankheit, die einen nicht betrifft, eben doch meistens nicht Bescheid weiß. Da ging's mir damals auch nicht anders als euch. Dass der Tumor bei der letzten Mammo nicht zu sehen war ist nicht so außergewöhnlich, da gibt's hier viele Beispiele, denen es ähnlich ging. Bei mir war das Ding auch innerhalb von 4 Monaten von 0 auf 5,5 cm gewachsen. Also wenn du Fragen hast, melde dich einfach und ansonsten sei für deine Mutter da, versuche ihr Mut zu machen, aber wenn ihr weinen müßt, dann weint eben auch. Das hilft manchmal sehr. Liebe Grüße |
AW: Meine Mama hat Brustkrebs
Oh man, man wird im Netz ja richtig erschlagen von all den Informationen über Krebs. Unglaublich.
Mir ist gerade noch eingefallen, dass der Arzt etwas von einem invasiven duktal Karzinom erzählt hat. Jetzt hab ich mal ein wenig gegoogelt und hab herausgefunden, dass es sich um einen Krebs in den Milchgängen handelt. Abgesehen davon nicht abgrenzbar. Ok, die befallene Lymphe in der Achsel ist dafür wohl ein Zeichen. Jetzt hab ich natürlich Schiss, dass es doch schon in die Leber und Lunge gestreut hat. Oder geht das bei dem invasiven duktal Karzinom nicht so schnell? Sorry übrigens an alle die mir hier lieb antworten und ich aber selbst noch nicht helfen kann. Weiss einfach noch zu wenig über die Krankheit. |
AW: Meine Mama hat Brustkrebs
Hallo Natascha,
dass es bereits mindestens (eine) sichtbare LK-Metastase gibt, ist natürlich kein so gutes Zeichen. Es bedeutet, dass bereits Krebszellen ind die Lymphbahnen und ins Blut gelangt sein können. Das bedeutet aber nicht zwangsläufig, dass auch woanders Metas sein müssen. Das kann alles noch lokal begrenzt sein. Insofern ist natürlich auch schon wichtig, dass die anderen Untersuchungen wie Oberbauch-Sono, Szintigramm und Lungen-Röntgen gemacht werden. Eine Anschlußthrapie ist auch davon abhängig, wieviel LK-Metas es in der Achsel tatsächlich gibt, ob es Fernmetas gibt, wie die Rezeptoren an den Krebszellen sind usw. Bei mir waren von 20 entnommenen Achsel-LK 16 befallen, dazu hatte ich Metas in Lymphknoten am Hals. Aber eben keine weiteren Metas und mittlerweile bin ich seit 3 Jahren gesund. Mach dir mal keinen Kopf, ob du uns jetzt helfen kannst. Wichtig ist jetzt, dass du deine Mutter unterstützt und wie ich das so sehe, bis du da auf dem richtigen Weg. Wissen hilft gegen Angst. Einen Feind den man kennt kann man bekämpfen. Liebe Grüße |
AW: Meine Mama hat Brustkrebs
Ja das ist alle richtig. Aber ich finde die Tage bis zur OP nächsten Dienstag soooooo lang. Hab mir jetzt erst einmal vorgenommen, nicht mehr soviel im Netz zu suchen und meine Suche hier auf's Forum zu beschränken. Sonst werde ich noch verrückt.
Der Arzt war eigentlich recht zuversichtlich. Meine Mama hatte Mitte Juni 2006 einen Unfall im Haushalt, wo sie sich den 3. Lendenwirbel gebrochen hat. Also absolute Bettruhe und mindestens für 6 Monate ein Korsett. Sie hat in der Zeit als Schmerztheraphie Paracetamol AL Saft genommen. Nachdem sie den abgesetzt hat, traten die Beschwerden in der Brust auf. Echt Schitt. Und bei diesem Sturz wurde auch die Lunge geröngt, oder war es CT :confused: Egal, auf jeden Fall war da nichts zu sehen. Ich hoffe, dass das bis jetzt auch so geblieben ist. Ich weiss aber auch, dass Metas in Lunge und Leber keine guten Voraussetzungen sind. Und ich weiss leider nicht, ob meine Mama einer Behandlung zustimmt, wenn die Diagnose so ausfällt. |
AW: Meine Mama hat Brustkrebs
He Sandra,
vielen Dank für deinen super langen Beitrag. Irgendwie hat das hier alles eine beruhigende Wirkung auf mich. Kann das auch nicht erklären. Mir kommen wirklich die Tränen, wenn ich hier manche Schicksalsschläge lese. Da sag ich mir dann "mensch bis jetzt haben wir es noch gut". Klar, ob es Metas in der Lunde und/oder Leber gibt sehen wir dann Montag. Übrigens kann man bei meiner Mama wohl keine Knochenszintigraphie machen. Das hat mit ihrem gebrochenen 3. Lendenwirbel zu tun. Am 31.08. muss sie auf jeden Fall noch mal zum CT, ob der Bruch "steht". Macht mir jetzt natürlich etwas Angst, dass man da im Moment nicht gucken kann. Aber gut, Lunge und Leber sind ja auch ziemlich wichtig. Meine Mama war heute zeitweise besser drauf. Hat sogar ein paar Witze gemacht. Aber dann gibt es auch Momente, da muss sie einfach weinen. Hab ihr gesagt, dass sie sich nicht genieren muss. Ist alles völlig normal. Ist ja auch ne seelische Geschichte. Erzähle ihr viel hier vom Forum und ich glaube das macht ihr Mut. Zuhause haben meine Eltern keinen PC. Aber Mama hat vesrprochen nach der OP mal hier "Hallo" zu sagen. Ich hab mir fest vorgemommen, dass die Tatsache Krebs jetzt nicht mein Leben bestimmen wird. Ich informiere mich, hole mir Rat und versuche von meinen Erfahrungen die ich jetzt machen werde, auch hier etwas beizutragen. Freitag gehen Mama und ich erst einmal shoppen. Muss ja chic für's Krankenhaus sein :) |
AW: Meine Mama hat Brustkrebs
Hallo !
Irgendwie verstehe ich jetzt gerade die Welt nicht mehr. Meine Mama hat sich heute morgen die Brust angeguckt und die blaue Verfärbung ist weg. Abgesehen mal davon fühlt sie den Knoten auch nicht mehr so groß. Uah. Werde mir das heute Abend aber mal selber ansehen. Aber da sie selber Arzthelferin ist, denke ich schon, dass sie das abschaätzen kann. Abgesehen davon, hat jetzt der Arzt angerufen, bei dem Sie im Mai die Mammographie hat machen lassen. Und der hat gesagt, dass er sich nicht vorstellen kann, dass ein Tumor so schnell wächst?!?!? Tja, ziemlich verwirrend alles. Jetzt sprechen die Ärzte noch einmal untereinander. Und wenn es nicht anders geht, dann müssen noch mal Gewebeproben entnommen werden. Ich kann mir jetzt zwar nicht vorstellen, dass die Proben vertauscht worden sind…. Aber vielleicht war das Gewebe um den Tumor doch entzündet und das ist es jetzt nicht mehr. So dass der Tumor an sich vielleicht doch kleiner ist. Denn die Brust war warm, rot und dick. Und dann halt mit einer Verhärtung. Und auf den Bildern ist auch eindeutig ein kreisrundes Etwas mit einem Durchmesser von 3cm zu sehen. Ok, ich versuche ruhig zu bleiben. Ich denke jetzt eher, dass es ein Karzinom ist, aber vielleicht nicht in der Größe wie vermutet... |
AW: Meine Mama hat Brustkrebs
Hallo Natascha,
obwohl ich mir kaum vorstellen kann, dass die Proben vertauscht wurden sollten die beiden Ärzte sich auf alle Fälle noch einmal unterhalten. Die Annahme allerdings, dass ein Tumor so schnell nicht wachsen kann ist unsinnig. Hier im Forum gibt es viele Fälle, bei denen es genau so gelaufen ist. Auch bei mir. Ich hab anfangs gedacht, dass jemand auf den vorhergehenden Bildern (4 1/2 Monate vor der Diagnose) etwas übersehen hat, aber Gutachten haben bestätigt, dass da definitiv nichts drauf zu erkennen war. Was mich viel mehr beunruhigen würde wäre die Erklärung, dass da zusätzlich zu dem tastbaren Knoten noch eine Entzündung ist oder war. Das könnte ein Hinweis auf ein inflammatorisches Mammakarzinom sein. Auf alle Fälle solltet ihr die Diskrepanzen in den unterschiedlichen Aussagen jetzt zügig abklären lassen. Liebe Grüße |
AW: Meine Mama hat Brustkrebs
Hallo Birgit :winke:
Meine Mama wurde vom Hausarzt mit Verdacht auf inflammatorisches Mammakarzinom zur Untersuchung ins Krankenhaus überwiesen. Das hat man dort allerdings ausgeschlossen. Ich hab jetzt allerdings gelesen, dass man an ein inflammatorisches Mammakarzinom ganz anders ran geht als an ein invasives duktal Karzinom. Ok, bevor ich hier am Teller drehe, warten wir mal die Aussagen der Ärzte ab. Ich melde mich, sobald wir Gewissheit haben, was es denn nun ist. Danke :) |
AW: Meine Mama hat Brustkrebs
Hallo Natascha,
um das Knochenzintigram bei deiner Mutter würde ich mir im Moment am wenigsten Sorgen machen. Selbst wenn sie Knochenmetastasen hätte, wäre das das kleinste Problem, da man diese sehr gut behandeln kann. Nach Aussage meiner Ärzte (ich habe selbst Knochenmetas) kann man damit uralt werden. Falls Beschwerden auftreten kann bestrahlt werden und es gibt sehr gute knochenstärkende Tabletten oder Infusionen. Also Kopf hoch. Wartet jetzt erst mal die OP ab und dann geht es "step by step". Ihr werdet auch merken, dass bei dieser Krankheit die Geduld zu eurem zweiten Vornamen wird. Ich wünsche für Dienstag alles Gute und drücke ganz feste die Daumen. Liebe Grüße Monika |
AW: Meine Mama hat Brustkrebs
Hallo :winke:
Ich habe mir heute aus dem Krankenhaus den Bericht der Pathologie besorgt. Für mich natürlich alles Fachchinesisch. Vielleicht könnt ihr mir helfen. Also, es wurde 6 Stanzproben entnommen, davon war "nur" eine Probe positiv. Sie schreiben, es sei ein mittelgradig differentiertes Karzinom, mit duktal invasiver Ausprägung. Ok, das wusste ich ja schon. Dann steht: Mitosen 2-10, G2 (Mitosen sind ja Zellteilungen oder so ähnlich) Und dann noch ein Code: ICD-0 (da habe ich gar keine Ahnung; ok, das ist wohl ein Schlüssel. Da steht auch noch 8500.3 ) Die Blutwerte sind alle ok. Keine erhöhten Leberwerte. Auch die Tumormarker zeigen nur wenig an. Danke euch schon mal :knuddel: |
AW: Meine Mama hat Brustkrebs
Hallo Natascha,
ich finde es toll, wie sehr du dich für deine Mama einsetzt. Ich drücke euch die Daumen, dass ihr die kommende Zeit gut übersteht. Ich kann gut nachvollziehen, wie du dich jetzt fühlst. Meine Mama ist im Februar 2004 an BK erkrankt. Für mich war das der absolute Schock. Nach Chemo, Bestrahlung und Hormontherapie geht es ihr bis heute gut und wir hoffen, dass das auch so bleibt. Du wirst sehen, nach dem anfänglichen Chaos kommen auch wieder Momente, in denen ihr euch auf die gemeinsame Zukunft freut und die Krankheit ihren Schrecken verliert. BK muss kein Todesurteil sein!!! Meiner Mutter hat es damals gut getan, dass ich mir Zeit für sie nehmen konnte (ich war im Mutterschaftsurlaub). Meine Mutter hat jegliche Informationen abgelehnt. Sie wollte auch keinen Kontakt zu anderen Betroffenen. Hatte sie mal eine Frage, bin ich auf die Suche gegangen. Dieses Forum hat mir dabei sehr geholfen. Auch das Buch von Ursula Goldmann-Posch fand ich sehr informativ. Ich denke an euch und wünsche euch und auch allen anderen hier viel Kraft für die kommende Zeit. Wenn du Fragen hast, dann immer raus damit! Beatrice |
AW: Meine Mama hat Brustkrebs
Mädels (und Jungs) ich könnte die ganze Welt umarmen :rotier2: :rotier2:
Die Lunge und auch die Leber sind Metas frei. Das haben sowohl die Blutwerte als auch die Röntgenaufnahmen gezeigt. Ok, Knochenszintigraphie steht noch aus, aber das muss warten. Wobei ich auch da von einem guten Ende ausgehe :lach2: Morgen um 9h wird sie operiert. Brusterhaltend ist immer noch geplant, aber was es am Ende wird, weiss man halt nicht. Aber auch das werde ich euch berichten. Dann folgt Chemo hat der Doc gesagt. Aber amulant und wohl nur leicht. Was dieses "leicht" jetzt bedeutet, kann ich nicht sagen. Mal eine Frage, der Arzt hat gesagt, die OP dauert zwischen 1-3 Stunden, je nachdem wieviel Brust entfernt werden muss. Wie lange dauert es denn dann, bis sie wohl wach wird. Im Regelfall?? Würde sooo gern da sein, wenn sie die Augen öffnet. Dann ist sie nicht allein. Ps: ich danke euch allen, die mich schon mal bis hier begleitet haben. Auch wenn das bis jetzt vermutlich der "leichtere" Weg war. Ihr seid wirklich super lieb :pftroest: |
AW: Meine Mama hat Brustkrebs
Hallo Natascha,
meine Mutter bekam 04 die Diagnose Brustkrebs. Der Tumor war acht cm gross und drei Lymphknoten waren befallen. Sie bekam zuerst eine Chemo (5 Zyklen) die ganz gut wirkte und den Tumor verkleinerte,sodass operiert werden konnte. Anfangs hiess es noch,das brusterhaltend opieriert werden könne,doch dann mussten sie die Brust entfernen. Ich kann dir gar nicht mehr sagen wie lang oder wie kurz das dauerte,ich musste an dem Tag arbeiten und habe zwar ständig auf die Uhr geguckt aber heute weiß ich das nicht mehr. Ich wünsche deiner Mutter für morgen alles,alles Gute und dir natürlich auch. Und euch beiden auch ganz viel Kraft für alles was noch kommt! Wichtig ist,dass man trotz allem nach vorne schaut (auch wenn das natürlich nicht immer gelingt) Alles Liebe, Ylva |
AW: Meine Mama hat Brustkrebs
Hallo Natascha,
das sind ja schon mal gute Nachrichten! :rotier2: Wann Deine Mutti aufwacht, hängt von der Narkose ab. Ich war im Aufwachraum schon recht fidel. Meine Narkose war so eingestellt, das ich nach etwa 10 Minuten des Eingriffs wieder wach war. Frag doch mal nach, ob das bei Deiner Mutter auch so ist und ob Du dorthin darfst. Alles Gute für Euch alle wünscht Euch Heike |
AW: Meine Mama hat Brustkrebs
hallo,
darf ich hier im beitrag auch "mitmischen"? ich hab so vieles, was ihr schreibt, auch so ähnlich miterlebt...:( meine mutter hat auch vor kurzem die diagnose brustkrebs erhalten, wird nächste woche operiert, danach bestrahlt...allerdings kämpft sie schon seit vorigem herbst gegen einen anderen krebs; sie hatte zuerst ein mundbodenkarzinom, dann lymphknotenmetastasen, wurde immer wieder operiert (neck dissection beiderseits, aber nicht gleichzeitig operiert)... anfangs war sie ja noch recht gefasst und "kampfbereit", mittlerweile ist sie durch die vielen operationen und bestrahlungen samt nebenwirkungen total kaputt, der kreislauf ist am ende, sie ist abgemagert und wirkt teilnahmslos, kann und will nicht mehr essen und trinken, lebt nur noch von flüssignahrung, die ihr mein vater aufzwingt, ach, ich hab das gefühl, sie hat sich schon aufgegeben.:cry: sie will weder darüber reden noch genauere informationen, wollte ihre jetzige diagnose sogar uns allen verschweigen, hat zuerst jegliche behandlung abgelehnt.:undecided es ist sehr schwer, ich kann nichts tun außer da sein, auch für meinen vater, der ebenfalls sehr unter der situation leidet und große angst um sie hat. eine frage habe ich auch an euch, vielleicht kann mir die jemand beantworten? meine mutter sagte, der brustkrebs hätte nichts mit dem mundbodenkrebs zu tun (plattenepithelkarzinom), sondern wäre durch zufall entdeckt worden, es wurde nach abschluß der behandlungen ein oberkörper-ct durchgeführt. kann brustkrebs als metastase eines anderen krebses auftreten oder nicht? tut mir leid, dass sich nur so trauriges hier schreiben kann; es ist meine einzige möglichkeit, diese gefühle loszuwerden...habe zwar auch mit mann und kindern darüber gesprochen, kann aber nicht aufhören, darüber nachzudenken und informationen zu suchen... alles gute für euch alle, ich wünsche euch und euren angehörigen das allerbeste...gut, dass es dieses forum hier gibt! :) |
AW: Meine Mama hat Brustkrebs
Hallo Natascha,
mache weiter so, es hilft Deiner Mutter sehr, wenn Du einfach da bist. Meiner Mutter wurde vor längerer Zeit die linke Brust abgenommen. Wir standen alle unter Schock. Im Oktober bei der Vorsorge war noch alles in Ordnung, im Dezember war der Tumor schon so groß wie ein Hühnerei. Es ist eine heimtückische unberechenbare Krankheit. Aber meine Geschwister und ich waren immer da, bei meiner Mutter kam die schlimme Zeit erst während der Chemotherapie. Dann ging es ein paar Jahre gut, bis der Krebs wieder an der gleichen Stelle ausbrach. nach dieser OP gab s Bestrahlungen. Alles war gut, nun ist diese teuflische Krankheit schon wieder ausgebrochen, wieder an der gleichen Stelle. Die OP hat sie gut überstanden, nun fangen die Bestrahlungen an. Ich fühle mich einfach so hilflos! Ich verstehe sehr gut, wie Du Dich fühlst, aber ihr müßt Euch sagen "wir schaffen das, gemeinsam sind wir stark" Die Liebe der Familie hilft beim gesund werden. An etwas anderes darfst Du gar nicht denken. Liebe Grüße Ingrid |
AW: Meine Mama hat Brustkrebs
Hallo amoebe :knuddel: :knuddel:
Klar darfst du hier auch mitmischen. Ich meine, wenn es passt, warum nicht. Also mach dir darum mal keine Sorgen. Hm, ich habe leider keine Ahnung, ob der Mundkrebs Metastasen in der Brust auslösen kann. Oder ob das "einfach" ein neu entstandenes Karzinom sein kann. Aber dazu bekommst du hier vielleicht von anderen noch Rat. Sonst guck doch mal in dem speziellen Forum ob du da etwas findest. Weisst du, meine Mama hat gesagt, wenn sie Metas in der Lunge hat, würde sie jede Behandlung ablehnen und lieber mit Morphium sterben. Das tat so weh. Aber man kam an sie nicht ran. Da sie auch kein Internet hat, konnte sie sich selber nicht informieren. Erschwerend ist natürlich die Tatsache dass sie Arzthelferin ist und sicher einiges mitbekommen hat. Aber ich hab ihr dann von all den Betroffenen hier erzählt und das es vielen viel schlimmer gehen würde als ihr. Und das hier keiner den Kopf in den Sand steckt. Egal wie die Diagnose lautet. Dann hat sie sich ein wenig geöffnet und mittlerweile reden wir ganz offen darüber. Gut, meine Mutter hat jetzt auch keine diversen OP's hinter sich und auch keine weiteren Metas. Das ist denke ich noch ein anderes Problem bei euch. Ich kann dir nur den Rat geben, für deine Mama da zu sein, wann immer sie dich braucht. Man muss nicht immer reden. Manchmal hilft allein auch schon das Gefühl, das da jemand ist. Und wenn sie nicht reden will, dann würd ich es ihr auch nicht aufzwingen. Versuche ihr Mut zu machen, von den schönen Dingen zu erzählen. Und ganz wichtig. Sei in ihrer Gegenwart fröhlich. Zumindest hab ich gelesen, dass es den Menschen hilft. Weil sonst auch das Gefühl entstehen kann, sie seien an deiner traurigen Stimmung Schuld. Ich weiss, nicht einfach. Lass dich einfach mal :knuddel: :knuddel: Jetzt mal eben zu meiner Mama. Sie hat die OP relativ gut überstanden. Es gab nur ein kleines Problem, da sie plötzlich eine allergische Reaktion hatte. Auf was, kann ich leider noch nicht sagen. Es musste Cortison gespritzt werden. Habe gerade schon mit ihr telefoniert. Die Brust ist auch nicht ganz entfernt worden. Aber wohl das ganze befallene Gewebe. Lymphen wurden auch aus der Achsel entnommen, aber davon habe ich noch kein Ergebnis. Fahre gleich erst einmal ins Krankenhaus. :rotenase: :rotenase: :rotenase: Habt ihr den Stein von meinem Herzen fallen hören???? :rotenase: :rotenase: :rotenase: |
AW: Meine Mama hat Brustkrebs
liebe natascha,
ja, ich habs plumpsen hören :prost: ! fein, dass deine mama jetzt die operation hinter sich gebracht hat! danke auch für deine nette begrüßung hier. ich mache es genau so, wie du beschreibst, es ist halt schwer...vor allem, weil sie auch schon ein paar mal gesagt hat, sie mag nicht mehr weiter therapiert werden. aber mal sehen, hoffentlich geht mit ihrer op alles gut und sie hat "wenigstens" noch keine metastasen... alles liebe!!! amöbe |
AW: Meine Mama hat Brustkrebs
Hallo Amöbe,
ich drück dir und deiner Familie ganz doll die Daumen, dass es keine Metas gibt und deine Mum die Kraft hat doch noch zu kämpfen. Gerade bei Brustkrebs ist es nicht direkt aussichtslos :pftroest: :pftroest: Falls du einfach mal so schreiben möchtest, können wir das auch gern mal via mail oder so machen. Ich schick dir ne PN :) |
AW: Meine Mama hat Brustkrebs
Hallo Natascha,
den gleichen Befund hatte ich auch; das war vor 4 Jahren und 8 Monaten. Der Code ist nur ein Verschlüsselungs-Code für die Krankenkasse und bedeutet Mamma-Carcinom. Du machst das wirklich gut! Bleib weiter dran; lass dir immer Kopien geben und hinterfrage auch, welche Therapien vorgeschlagen werden. Bist du unsicher, dann frage erst einmal hier im Forum nach. Gib deiner Mama mal einen dicken Kuss von mir :1luvu: , sie soll den Kopf nicht hängenlassen! Es gibt tatsächlich einen Weg aus dem Laborynth, in das sie hineingeschubst wurde! Liebe Grüße Norma (Diagnose Brustkrebs Nov. 2001) |
AW: Meine Mama hat Brustkrebs
So, noch mal neue Infos.
Der CA-15.3 Wert liegt bei 31. Ich glaube das ist im Grenzbereich. Zumindest hab ich das so im Internet gefunden. Oder könnt ihr mir etwas anderes sagen? Der CEA-Wert selbst ist ok, sagen die Ärzte. Genaue Werte hab ich da nicht. Fahre gleich ins Krankenhaus und will man nach dem Ergebnis der Lymphen fragen. Sie haben 10 Stück entnommen. Das Gewebe drum herum war aber nicht befallen. |
AW: Meine Mama hat Brustkrebs
Hallo Natscha,
deine Berichte über das Herantasten an die Erkrankung deiner Mutter folge ich seit ein paar Tagen. Ich wünsche euch alles, alles Gute. Auch ich habe eine ähnliche Erfahrung in meinem Leben gemacht. Meine Mutter ist an Brustkrebs erkrankt als ich 24 war. anschließend kam das volle Programm auf mich und unsere Familie zu. Ich stand amals ziehmlich alleine da und hatte zwar gute Gespräche und Hilfsangebote von meinem Mann und Freunden, fühlte mich aber von meinem Vater und vorallem von den behandelnden Ärzten allein gelassen und habe halt versucht das Beste für meine Mutter und meine kleinen Geschwister zu tun. Aus meiner heutigen Sicht und aus dem was ich über Krebsentstehung gelernt habe, wünsche ich dir, dass du für dich professionelle psychotherapeutische Hilfe in Anspruch nimmst. Es gibt verschiedene Richtungen, da musst du selber schauen, was für ein Typ Mensch du bist und was am besten zu dir passt. Das selbe gilt auch für deine Mutter. Es gibt gute Programme, die sich sowohl um die Krebspatientin als auch um die Bezugspersonen kümmern. Ich habe durch meine eigene Erkrankung und die nun erfolgte Betreuung gelernt, dass mir wohl persönlich durch eine frühzeitige psychologische Betreuung viel Leid und Angst in meinem Leben erspart geblieben wäre. |
AW: Meine Mama hat Brustkrebs
Hallo Kugelrot,
ich muss gestehen, dass ich deinen Beitrag nicht so ganz verstehe :confused: Ich komme im Moment mit der ganzen Sache recht gut klar. Gehe normal arbeiten und lerne jeden Abend für mein Fernstudium, da ich am 25.09. Prüfung habe. Eine Psychologin war heute bei meiner Mama, sieht aber keinen Bedarf für eine Behandlung. Meine Mutter war ziemlich down, hat sich aber gut gefangen. Vermutlich geht es nach der Chemo (6-8 Sitzungen sind geplant) mal wieder runter, aber auch das werden wir schaffen. Ich werde mich aber nicht scheuen, Hilfe in Anspruch zu nehmen, wenn ich sie wirklich brauchen sollte. Nur bis jetzt komme ich mit der ganzen Angelegenheit gut klar. Was aber auch daran liegt, dass bis jetzt alles gut gegangen ist. Die 10 Lymphen sind übrigens nicht mit Krebszellen behaftet. Und der Arzt hat gesagt, dass es kein streuendes Karzinom war. Für nächsten Di ist jetzt glaub ich das Knochenszyntigramm angesetzt. Aber wir und der Arzt gehen davon aus, dass auch dort nichts zu finden ist. |
AW: Meine Mama hat Brustkrebs
Hallo Natascha,
das sind ja sehr gute Nachrichten, dass die Lymphknoten frei waren. Drücke die Daumen, dass das so weiter geht. Ich weiß leider nicht genau, was du an meinem Beitrag nicht verstehst??? Vielleicht ist daran mein Chemo-Hirn schuld, das nicht mehr so ganz klar ist.:aerger: Also, bei mir (damals 24) und meinen Geschwistern damals 12 und 17 Jahre alt, war es eben so, dass kein Bedarf für eine psychologische Betreuung gesehen wurde. Wir waren sehr selbstständig, gut informiert (damals ohne Internet nicht so einfach, wie heute) und haben unsere Mutter sehr umsorgt. Dennoch haben wir alle auf verschiedene Weise heute psychische Probleme und ich denke, dass jeder von uns damals aus der enormen Angst heraus sein ganz eigenes Trauma entwickelt hat. Bei dir muss das natürlich nicht so sein. Ich wollte dir nur ans Herz legen, dass du ganz besonders gut aufpasst und nicht meinst, dass du das alles alleine tragen kannst und dabei noch auf anderen Gebieten Leistung erbingen kannst oder mußt. Und da weiß ich genau wovon ich rede. Ich war damals schon verheiratet, habe 200 km weit weg studiert und bin jeden Abend zu meiner Mutter gefahren, um sie zu versorgen, Wäsche zu waschen, mich um meine Geschwister zu kümmern etc. Ich wünsche dir, die Unterstützung die du für deine Ängste brauchst und mache ein Kerzchen für dich an. Alles Liebe:knuddel: |
AW: Meine Mama hat Brustkrebs
Hallo Kugelrot,
danke für deine zusäzliche Erklärung :knuddel: War wirklich irritiert im ersten Moment. Aber ich weiss was du meinst. Und wie ich schon geschrieben habe, werde ich Hilfe in Anspruch nehmen, wenn ich sie brauche. Ich habe keine Angst davor zu einem Psychologen zu gehen. Immerhin sind das auch nur Menschen wie du und ich. Meine Mama ist bereits bei einer Psychologin, aber aus einem ganz anderen Grund. Die Sitzungen werden aber immer weniger. Sie war auch noch nie labil oder ähnliches. Sie ist eine sehr starke Persönlichkeit. Kommt ja auch immer drauf an, wie man das alles verarbeitet. Im Moment geht es uns allen gut. Sollte sich daran aber etwas ändern, dann werde ich auf professionelle Hilfe zurückgreifen . |
AW: Meine Mama hat Brustkrebs
Hallo !
Mama hat mir gerade am Telefon wilde Fachbegriffe um die Ohren geworfen. Alles hab ich gar mitschreiben können. Muss mir mal die Tage den Bericht kopieren und dann erneut hier fragen. Also das hat sie gesagt: pT2 RIS 9/12 bzw. 3/12 herzept score 3+ Öhm kann mir jemand schon mal sagen was das heißt? Danke :knuddel: |
AW: Meine Mama hat Brustkrebs
Hallo Natascha,
versuche es einfach mal: pT2 - T steht für den Primärtumor, pT2 = Tumor mit einer Größe von mehr als 2 cm aber nicht mehr als 5 cm an der Stelle seiner größten Ausdehnung RIS 9/12 bzw. 3/12 - kenne den Ausdruck so nicht, könnte mir aber vorstellen, dass es sich dabei um die Scores der Hormonrezeptoren handeln könnte, wobei 12 der höchste Wert ist. Das solltest du aber noch einmal nachfragen. Her2-neu - Score 3+ - bestimmt die Zahl der Her-2-neu Rezeptoren an der Oberfläche der Krebszellen. Sie haben eine wachstumsfördernde Wirkung. Wenn sich übermäßig viele dieser Rezeptoren auf den Krebszellen nachweisen lassen, wie im Fall deiner Mutter mit 3+ , kann das eine schlechte Prognose bedeuten. Allerdings gibt's seit einiger Zeit mit dem Mittel Herceptin einen serh wirksamen Antikörper, der diese Rezeptoren blockiert. Mit dem Score von 3+ kommt das Mittel auch für deine Mutter in Frage. Liebe Grüße |
AW: Meine Mama hat Brustkrebs
Hallo an alle!
Bin ich froh, dass ich euch gefunden habe! Meine Mama (59) hatte heute eine Untersuchung - wohl eine Stanzbiopsie wie ich mittlerweile nachrecherchiert habe. Die Ärztin meint, auf dem Ultraschall einen ca. 1 cm großen Knoten zu sehen, der schwarz umrandet ist und sehr nach etwas bösartigen aussieht, wie sie meint. Im Ultraschall ist jedoch an den Lymphknoten nicht zu sehen, was ich nach euren Aussagen als positiv werte. Befund gibs am Donnerstag, was noch 3 Tage zähes Warten für uns bedeutet. Die bisherigen Antworten haben mir schon sehr geholfen, wenn ich auch dem was uns eventuell noch bevorsteht relativ hilflos und angstvoll entgegensehe. Optimalerweise gibs am Donnerstag einen negativen Befund, sonst würde ich mich freuen, wenn ich hier wieder vorbeischauen kann und mit euch Ratschläge und Erfahrungen austauschen könnte. Natascha, Raiba, bea, amoebe, ich finde es bewundernswert, wie ihr euren Müttern beisteht, in dieser schweren Zeit. Ich hoffe, ich habe, falls es soweit kommt auch die Kraft dazu! Man fühlt sich wirklich so unglaublich hilflos und ich würde alles Glück, das ich dieses Jahr mit Uniabschluss und neuem Job hatte, dafür hergeben, dass sich die schlimmsten Befürchtungen nicht bewahrheiten und es meiner Mama gut geht. Und auch allen anderen, vielen Dank für die Erfahrungen und aufmunternden Worte, das Lesen hier hat mir echt sehr geholfen die nächsten Tage bis zum Befund zu überstehen. |
AW: Meine Mama hat Brustkrebs
hallo ihr alle,
meine mama hat grade angerufen, operation überstanden, es geht ihr so weit ganz gut, sagt sie zumindest. achsellymphknoten wurden auch mit entfernt, genaueres weiß ich noch nicht...ich werde sie so bald wie möglich besuchen und mit einem arzt reden. liebe julia, danke für deine lieben worte, mir hilft es auch sehr, hier meine gedanken niederschreiben zu können, vor allem, weil ich weiß, hier finde ich immer offene ohren (bzw. augen eigentlich, genaugenommen :lach2: ). es ist für mich gar nicht anders möglich, als meinen eltern in dieser schweren zeit möglichst gut beizustehen, hab sie ja lieb...und es ist ohnehin nicht viel, was ich tun kann, außer da zu sein, zuzuhören, mut zu machen. bin froh, dass es euch alle hier gibt! ich melde mich wieder, wenns neuigkeiten gibt! :winke: lg amöbe |
AW: Meine Mama hat Brustkrebs
He Amöbe,
das ist wirklich schön zu lesen, dass die OP gut verlaufen ist :knuddel: Da fällt einem erst einmal ein Stein vom Herzen. Kenne das. Drücke weiterhin ganz doll die Daumen ;) Kurz zu meiner Mama. ich habe mir gestern den Bericht durchgelesen und erst einmal alles übersetzt. Sie haben aus der Brust ein 70x30x50mm großes Stück entfernt. Der Tumor selber war 25x21x18mm groß. Im ersten Schnellschnitt war der Tumor selber. 80% der Tumorzellen reagieren mit/an Östrogenrezeptoren stark positiv, weniger als 10% mit Progesteron, wenn ich das jetzt noch richtig im Kopf habe. Mit KI-67 (ist wohl ein Färbungsmittel) reagieren etwa 30%. Ok, score 3+ wusste ich ja schon. Im zweiten und dritten Schnellschnitt wurde nur tumorfreies Gewebe gefunden. Es wurde ein 10mm Sicherheitssaum gelassen und dort haben sich auch keine Tumorzellen befunden. Von daher sag ich mal so, der Krebs konnte zumindest für's erste entfernt werden. Das Knochenzintigramm hat gestern auch nichts ergeben, dort also auch Entwarnung. Im Prinzip ist Mama metasfrei. Heute entscheidet sich, ob es Chemo, Betrahlung oder etwas anderes gibt. Sie wird auf jeden Fall etwas gegen dieses HER2-Protein bekommen, damit die Rezeptoren blockiert werden. Herceptin ist es aber nicht. Irgendetwas mit T glaube ich. Hab jetzt allerdings gelesen, dann Chemo gerade bei einem score von 3+ nicht "besonders gut" wirkt. Viele von euch haben doch auch so einen Wert. Wie läuft das denn bei euch? Und sagt mir mal bitte, was ihr bis jetzt von der Diagnose haltet. Ich bin nicht super zufrieden aber ich würd sagen es gibt schlimmeres. Das 80% der Tumorzellen stark positiv reagieren ist natürlich nicht gut. Heißt ja, dass der Tumor deshalb auch so schnell gewachsen ist. Aber wenn doch erst einmal alles entfernt ist :confused: |
AW: Meine Mama hat Brustkrebs
hallo. meine daten waren her -neu score 3 .östrogen 85 ,und progesteron 85 , also alles stark positiv .habe 4ac und 4taxel chemo bekommen 1 jahr lang herceptin . 30 strahlen und 5 jahre aromasin , bin jetzt fertig mit herceptin , herzeptin wird in der fachsprache trastzumab genannt , könnte mir vorstellen das ,das mit dem t gemeint war , hoffe dir etwas geholfen zu haben , liebe grüsse und alles gute , jaki
|
AW: Meine Mama hat Brustkrebs
He Jaki,
vielen Dank für deine Infos. Hast du dann deine Diagnose vor einem Jahr erhalten? Weil du geschrieben hast, dass du mit Herceptin fertig bist. Und bisher hat Herceptin hoffentlich gut seine Wirkung gezeigt. Bin gespannt wie es bei meiner Mama wird. Irgendwie bin ich trotz des scores von 3+ nicht negativ eingestellt. Ach, der Befund von den Lymphen ist auch da: pT2R0pN1 Es hieß zwar, dass die Lymphen nicht befallen waren, aber eine war es doch. Allerdings wurde die Lymphe vollständig entfernt und es ist kein eindringen knotenartiges Gewebe im Umfeld nachweisbar. Alle anderen Lymphen waren wohl nicht befallen. Morgen wird Mama entlassen und heute erfahren wir wie es theraphiemäßig weitergeht. :cool2: |
AW: Meine Mama hat Brustkrebs
hallo ja , habe meine diagnose im märz 2005 erhalten , pt1c pn1a mo pro , bei mir waren 2 lymphe befallen aber ohne kapselüberschreitung, bis jetzt bin ich guter dinge , weil man mit herceptin und antihormone gut gegen die krankheit angehen kann, wie du schon sagst mit chemo ist so ne sache , aber wen lymphe befallen sind , ist es doch die sichere seite , hatte mir auch mehrere meinungen eingeholt , aber alle waren einer meinung. hoffe das es deiner mutter weiter gut geht , und sie immer positiv an die ganze sache ran geht, ist eine schwere zeit . aber sie geht auch rum , heute sehe ich viele sachen gelassener . alles gute jaki
|
AW: Meine Mama hat Brustkrebs
Also meine Mama bekommt jetzt 6-8 Sitzungen Chemo (ich weiss da noch nicht welche) und das über 24 Wochen. Anschließend Bestrahlung (auch hier keine Ahnung wie viele Sitzungen). Dabei Iscador und Herceptin (es lebe die private Krankenzusatzversicherung :rotenase: )
Chemo wird als Sicherheit für die befallene Lymphe in der Achsel eingesetzt. Bestrahlung findet dann direkt auf/an der Brust statt. Also auf in den Kampf und Zähne zeigen :D |
| Alle Zeitangaben in WEZ +2. Es ist jetzt 16:38 Uhr. |
Powered by vBulletin® Version 3.8.7 (Deutsch)
Copyright ©2000 - 2026, vBulletin Solutions, Inc.
Copyright © 1997-2025 Volker Karl Oehlrich-Gesellschaft e.V.