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creepy 05.01.2007 14:52

...die schreckliche wahrheit,kleinzelliger Bronchialkarzinom ,
 
hallo,ich bin ganz neu hier,heisse yvonne ,komme aus dem ruhrgebiet mutter von 2 kindern!ich bin auf die seite gestossen nachdem ich heute morgen den befund meiner mum mitbekommen habe.
im vorfeld möchte ich mich gleich für meine schlechte rechtschreibung entschuldigen (das ich alles in klein schreibe) und das ich auch nicht gerade die richtigen begriffe zur hand habe!im moment fühle ich mich wie in einem schlechten film und warte die ganze zeit darauf das er endlich aufhört!als wir die diagnose vom arzt bekamen hab ich nur noch die ersten sätze verstanden,dann war alles wie in trance..ich sah den arzt sprechen,ich schaute ihn auch an,aber mir wirbelten tausend dinge durch den kopf!

aber jetzt mal zum anfang.meine mutter ist irgendwann zum doc weil sie schrecklichen husten hatte der einfach nicht weggehen wollte..darauf hin bekam sie medikamente..es verging einige zeit und zu dem husten kam dann atemnot wenn sie sich anstrengte,also wieder zum arzt,der tippte dann auf eine lungenentzündung,lies sie röntgen und verschrieb ihr wieder pillen die sie über einen zeitraum von 10 tagen einnehmen musste..würde sich der zustand nicht bessern,würde wieder geröngt was dann auch getan wurde.dann sollte sie ins kkh eine bronchoskopie machen.gesagt getan,es kam weihnachten und meine mum durfte bis anfang dieser woche zuhause bleiben,sollte dann aber wieder ins kkh,weil sie dann die ergebnisse hätten und dann weiter maßnahmen mit mir besprechen würden.sie also mittwoch dieser woche rein,gestern dann CT und heute der paukenschlag :( kleinzelliger lungenkrebs den sie nur mit chemo zur leibe rücken wollen.
ich muss dazu sagen das meine mum schon erfahrung in sachen krebs sammeln musste,weil sie vor 4 jahren brustkrebs hatte der erfolgreich bekämpft worden ist..sie hat schon einmal das ganze durch ,chemo,bestrahlung,haarausfall..die schwindene hoffnung,und jetzt das:cry:

ich habe mir nachher nochmals den arzt gegriffen um nochmals nachzufragen..weil für mich der begriff "kleinzellig" erstmal positiv klang,wenn man das überhaubt so sagen kann! der erklährte mir dann auch,das er zwar meist gut auf die behandlung anspricht,aber in den meisten fällen wiederkommt! er beruhigte mich zwar,weil ich gleich nen bisschen in panik geriet als er meinte,man kann nie sagen wie das weitere wird,das muss man absehen!

nun,meine mum brach in tränen aus und ich nahm sie in dem arm,was sagt man in dem moment?!..ich sagte nichts,ich konnte nichtmal weinen obwohl im am boden bin,was wird werden...was soll der sch..ss verdammtnochmal..warum wieder sie?! WARUM?ich hab ihr gesagt das sie nicht aufgeben darf,das wir alles schaffen,wir den brustkrebs auch geschafft haben,das die blöden haare wieder kommen werden..sie muss nur kämpfen..!!

irgendwann bin ich dann nach hause..die gedanken drehen sich nur noch darum und ich habe seiten gesucht auf der ich mich informieren kann und hab dann diese gefunden!nunja..ich muss gestehen das ich nun noch mehr gebeutelt bin als ich alles genau durchgelesen hab..lebenserwartung 2 jahre...immer wiederkehrender krebs der ressistent wird.das kann ich ihr doch nicht sagen! sie würde aufgeben das weiß ich,was sage ich ihr?! kann ich die hoffnung ganz aufgeben das es ihr jemals wieder besser gehen wird? war das nun das ende?bast,feierabend?kann man nichts machen?

naja ich bin ein bisschen durcheinander..mir wirbeln sämtliche sachen durch den kopf!
bitte entschuldigt den langen text..aber ich musste mir das von der seele schreiben..ich habe ehrlich große angst meine mum zu verliehren und noch größere das ich nicht stark genug bin sie zu unterstützen!

Tanni2006 05.01.2007 16:39

AW: ...die schreckliche wahrheit,kleinzelliger Bronchialkarzinom ,
 
Hallo, diese Diagnose erhielt ich am 17.12.06, wenn du reden willst schreib mir einfach. Wir haben das gleiche Problem. Lese nicht weiter über diese Krankheit nach. Das nimmt dir die Hoffnung.

Juliane1979 05.01.2007 19:46

AW: ...die schreckliche wahrheit,kleinzelliger Bronchialkarzinom ,
 
Hallo Yvonne,
Ich kann nachfühlen, wie verzweifelt Du sein musst und welche Angst Du hast. Es kamen gerade wieder viele Bilder hoch, als ich Deine Zeilen las.

Es ist eine schreckliche Situation, aber Du wirst dem gewachsen sein und auch sicher mehr leisten und aushalten können, als Du Dir jetzt vorstellen kannst.
Es war genau am Freitag, 13. Januar 2006 als meine Mami (50) den Kleinzeller diagnostiziert bekam. An diesem Tag habe ich mich schrecklich betrunken und war absolut hilflos. Aber umso mehr Hilfe meine Mami brauchte, umso mehr habe ich funktioniert. Ich las alles vom Kleinzeller und auch, das nur 5 % die 2 Jahres Rate überleben. Sie bestand auf die Wahrheit...ich weiß nicht, ob ich sie ihr heute nochmal sagen würde.Aber meine Mami sagte, sie will es genau wissen und sie versucht, zu den anderen 5 % zu gehören. Und sie hatte die Möglichkeit, alles zu regeln. Auch ich habe bis zu ihrem letzten Atemzug am 20.9. die Hoffnung nie aufgegeben. Und es gibt auch Hoffnung - es gibt eben die, die es schaffen. Und zum anderen kann man ohne diese Hoffnung nicht richtig da sein.Ich habe es so gesehen: ich dachte, gut, es kann passieren dass sie stirbt.Aber ich werde alles für sie tun und das beste hoffen. Das so viele und auch meine Mami es nicht geschafft haben, darf Dich nicht davon abhalten, an einen guten Ausgang zu glauben.

Es wird eine so schwere Zeit auf Euch zukommen,aber es gibt diese kleine realistische Chance auf Heilung.Und wenn es ein frühes Stadium ist, ist die Chance auch höher.Der Arzt hat Recht:Niemand weiß was passiert.Du darfst ruhig Angst haben und traurig sein, aber wenn der erste Schock überwunden ist, solltest Du versuchen,einfach nur für Deine Mami da zu sein,der Halt,den sie jetzt so dringend braucht.Ich weiß,das ist alles andere als leicht.Aber das schaffst du.
Ich wünsche Dir viel Kraft und Zuversicht für die nächste Zeit und Deiner Mam, dass sie den Krebs besiegt.

Alles Gute
Juliane

creepy 05.01.2007 23:38

AW: ...die schreckliche wahrheit,kleinzelliger Bronchialkarzinom ,
 
..danke euch beiden,für eure antworten!..nachdem ich eure zeilen gelesen hab,musste ich weinen!ich fühl mich so hilflos verlohren..heute mittag hab ich mit meiner oma gesprochen,hab ihr sagen müssen wie es um ihre tochter steht,das ist so ungerecht warum immer wieder ? warum? fragte sie mich..ich hatte keine antwort darauf.
ich muss dazusagen,das mein opa(geschieden von meiner oma),,nach langem leiden auch an lungenkrebs starb..als er die diagnose bekam sagte er uns nicht viel,eigentlich nur das er nun bald behandelt werden würde,er wollte nie über das thema sprechen.erst am sterbebett haben meine mum und ich erfahren das er unheilbar war und er das auch wusste,aber uns nicht sagte!wir verbrachten eine woche tag und nacht bei ihm bis es am 27.10.2002 zuende war :(

mein onkel,der bruder meiner mum,hatte im jahre 1999 die diagnose hirntumor bekommen.ich werde nie den tag vergessen an dem er mich anrief.sie haben ihn daran operiert aber bei der op festgestellt das sie ihn nicht ganz entfernen können und er somit irgendwann wieder operiert werden müsste.mein onkel lehnte das aber ab..er wollte das nicht nocheinmal mit machen,wollte seine restliche zeit die er noch hatte mit seiner damaligen freundin verbringen und nicht in kkh.er wusste das er nichtmehr lange hatte ,hörte auch nicht auf uns .am anfang ging es ihm noch gut,er veränderte sich zwar durch die argressiven therapien aber er konnte wieder lachen..aber auch er baute zusehends ab..konnte erst nichtsmehr sehen,nachher nichtmehr laufen,war vollkommen auf fremde hilfe angewiesen,bis er zum schluß uns nichtmehr erkannte..er verstarb im gleichen jahr wie mein opa am 25.12.2002 :(

der lebensgefährte meiner oma erkrankte ebenfalls an krebs..kehlkopf,wurde behandelt und der krebs wurde (laut den ärzten) besiegt..allerdings zahlte er bis heute einen bittern preis...er bekam 3 schlaganfälle,wurde auf einem auge blind,hat alle seine zähne verlohren,kann kaum sprechen,und ist vollkommen auf die hilfe anderer angewiesen!

und nun meine mum :( ich war heute mittag mit meiner oma bei ihr.die stimmung war ungewöhnlich locker,ich versuchte so wie immer zu sein,fühlte mich aber grottenschlecht dabei..wie kann ich nur jetzt in dem moment über irgendwas lachen?! oder scherze machen?! es wurde wenig über die diagnose gesprochen die sie heute bekam,sie sagte nur das der arzt sie nochmal angesprochen hätte.das sie einen port bekommen würde und der ihr diesmal unter narkose gelegt werden würde,worüber sie sich freute,weil sie rollvenen hat und schon bei der chemo vom brustkrebs zu leiden hatte.

ich ertappen mich immer wieder dabei wir mir sachen durch den kopf gehen wie....sie wird deinen sohn nicht sehen wenn er erwachsen ist..sie wird deine tochter nicht sehen wenn sie vielleicht ihren ersten freund hat...!

..ich versuche standhaft zu bleiben,alleine schon wegen meinen kindern sie sehr an ihrer oma hängen..sie sollen mich nicht weinen sehen! es ist so verdammt ungerecht:cry: :cry:

Kirschen 07.01.2007 01:16

AW: ...die schreckliche wahrheit,kleinzelliger Bronchialkarzinom ,
 
Hallo Yvonne, ich kann deine Angst so gut nach-fühlen. Bei mir ist meine Schwester betroffen. Sie ist 47 Jahre, hat einen lieben Mann, drei wunderbare Kinder, .. ich bin zutiefst erschüttert, voller Angst um sie und jeder Tag ist davon geprägt. Dabei haben wir Grund zu hoffen, ihre Diagnose war im Juli 2006:Kleinzeller. Bisher alles gut überstanden und am 23.01. geht es gemeinsam mit ihrem Mann in die Reha. Ich will sooo geeerne hoffen, glauben an ein WUNDER..! Alles Liebe für dich von Sari

Kirschen 07.01.2007 01:20

AW: ...die schreckliche wahrheit,kleinzelliger Bronchialkarzinom ,
 
Ach ja: Gib die Hoffnung NIEMALS auf!!! Sie stirbt immer erst zuletzt. Meine Schwester hat die 6x Chemo und Brustbestrahlung und prophylaktisch 15x Kopfbestrahlung überstnden. Jetzt wird GEHOFFT mit allen Sinnen und allem Wollen .. Ich bete und bete und .... Sari

creepy 07.01.2007 02:21

AW: ...die schreckliche wahrheit,kleinzelliger Bronchialkarzinom ,
 
hallo sari,
ich danke dir für deine worte! ich taumel immer wieder zwischen hoffen und bangen,bin so durcheinander! immer wieder diese fragen die ich mir stelle! warum wird nicht operiert?kann man das zeugs nicht einfach wegschneiden? wieso direkt chemo,warum keine bestrahlung? was ist besser? was schlechter? welches krankenhaus ist dafür das beste? ist sie in einem guten? finde ich vielleicht ein besseres?
ich weiß nicht recht wie ich dem arzt gegenüber treten soll..wenn ich den mal endlich wüsste wer dafür zuständig ist..es waren immer wieder andere ärzte bei ihr.der ,der ihr die nachricht brachte.den hat sie an dem tag das erstemal gesehen! ist das normal? gibts irgendwelche medikamente oder sowas ,das in amerika eingesetzt wird dagegen und ihr nicht zugelassen wird,aber vielleicht bessere heilungschancen verspricht? mir schwirren 10000 gedanken durch den kopf..!! aber ich versuche auch,wie du,mir immerwieder zu sagen ..meine mama schafft das,meine mama schafft das..SIE MUSS ES SCHAFFEN

heute war ich wieder bei ihr..sie nimmt immer sauerstoff,sie sagt dann gehts ihr nen bisschen besser..sie ist ziehmlich(äusserlich) ruhig, redet nicht viel darüber was sie hat,nur was sie jetzt machen.morgen werd ich sie wieder besuchen!

creepy 08.01.2007 09:31

AW: ...die schreckliche wahrheit,kleinzelliger Bronchialkarzinom ,
 
heute bekommt meine mama ihren port für die chemo(unter narkose) dann soll sie heute auch noch die erste chemo bekommen!
ich sitze auf heissen kohlen weil ich nicht weiß wann ich wieder zu ihr kann,aber ich muss eh warten bis jemand kommt und auf meine kinder aufpassen kann.ich hoffe das es ihr gut geht.

tuctuc 08.01.2007 14:12

AW: ...die schreckliche wahrheit,kleinzelliger Bronchialkarzinom ,
 
Zitat:

Zitat von Tanni2006 (Beitrag 365190)
Hallo, diese Diagnose erhielt ich am 17.12.06, wenn du reden willst schreib mir einfach. Wir haben das gleiche Problem. Lese nicht weiter über diese Krankheit nach. Das nimmt dir die Hoffnung.

Liebe Tanni, ich heiße Brigitte und komme aus Graz/Österreich. Ich habe die Diagnose "kleinzelliges Bronchialkarzinom mit Lymphknotenmetastasten" erst im April 2006 bekommen, 4 Chemotherapien und 25 Bestrahlungen hinter mir. Meine Haare wachsen gerade wieder nach - ca. 2 cm "lang" - und ich habe im Moment eine Strahlenpneumonie. Es geht mir nicht besonders gut, denn ich spüre im Brustbereich, daß da was nicht stimmt. Allerdings macht es mich auch unsicher, wenn ich NICHTS spüre, es paßt mi einfach gar nichts im Moment. Ich habe große Atemprobleme, kann gerade mal 10 Schritte tun, dann muß ich rasten, dann geht es weiter. Wir sind auch eben gesiedelt - vom 4. Stockwerk ins Parterre, also nur mehr 7 Stufen statt 88 bis zur Wohnung. Wir, das sind mein erwachsener Sohn und ich. Hätte ich meinen Sohn nicht, dann gäbe es auch mich nicht. Er hat mir damals im März das Leben gerettet. Denn, hätte er nicht den Hausarzt gerufen damals, wäre ich vermutlich an diesem Abend gestorben. So kam ich "nur" ins Krankenhaus und das Schicksal nahm seinen Lauf. Ich möchte schon gerne noch ein wenig leben, denn ich bin ja "erst" grade mal 58 Jahre alt.
Vielleicht gibt es hier im Forum Leute, die das gleche Problem haben. Ich möchte schon gerne wissen, wieviel Zeit mir noch bleibt.
Ich grüße alle recht herzlich aus Graz
Brigitte :winke:

Kirschen 08.01.2007 22:28

AW: ...die schreckliche wahrheit,kleinzelliger Bronchialkarzinom ,
 
Ihr Lieben, ich kann keine medizinischen Fragen beantworten. Dafür bin ich zu unwissend. Meine Schwester ist ca. 600 km von mir entfernt. Ich kann mit ihr telefonieren, mailen und sie alle paar Monate sehen. Über Weihnachten zuletzt. Heute war die letzte Kopfbestrahlung. Sie fühlt sich gut und geht davon aus, dass jetzt alles ausgestanden ist (naives Gutglauben und ausgeprägter Optimus sind bei uns Schwestern Programm). Jetzt kommt ja bald die Reha, danach zieht sie um in ein kleineres, pflegeleichtes Haus. Und sie will unbedingt wieder berufstätig sein. Das ist ein ganz großer Wunsch von ihr. Ich kann nur beten, hoffen, Daumendrücken und da sein. Ich wünsche ihr und euch und allen Betroffenen alles erdenklich Gute. Sari

creepy 09.01.2007 02:53

AW: ...die schreckliche wahrheit,kleinzelliger Bronchialkarzinom ,
 
@tuctuc,erstmal einen lieben gruß von mir,und festes drücken meiner daumen das es dir bald ein bisschen besser geht!
..leider kann ich dir nicht viel sagen...meine mama und ich,wir sind da selber erst so reingeschleudert worden..ich versuche mich übers internet "schlau" zu machen,was aber leider nicht immer sehr einfach ist und auch ab und an verwirrend..die ganzen "fachbegriffe" mit denen man nichts anfangen kann und auch wieder hinterfragen muss..das viele negative was man list und zum teil auch am "eigenen leib" erfährt!
das was ich nun noch machen werde ist,einen zusätzlichen rat eines anderen facharzt zu holen! ich habe versucht..und ich betone "versucht" mit einem behandelden arzt im krankenhaus zu sprechen...aber der hatte wenig zeit,und wollte seine visite zu ende bringen..danach war er weg..heute war er nicht da,und der zuständige arzt hatte keine zeit..also such ich nun einen der sich zeit für meine mama nimmt!

sie sollte ja heute ihren port bekommen für die chemo..und das sollte unter narkose geschehen..ist aber leider nichts draus geworden weil,der arzt der ihr zusagte das sie das so bekommen würde,das so nicht weiter gegeben hat ,und weil die anderen ärzte das nicht wusste,wollten sie das ohne narkose machen..aber meine mama hat sich geweigert..weil sie bei dem ersten port starke schmerzen hatte..die vom einführen..bis zum endlichen entfernen nicht nachliessen!..die chemo bekam sie heute trotzdem..!
nun soll sie mittwoch den port bekommen und soll donnerstag entlassen werden..die nächste chemo würde dann in 3 wochen gemacht!

ist das der normale ablauf?!

zusätzlich soll sie morgen nochmal ins ct..weil man dann nachsehen wollte ob was in den knochen zu sehen sei.

es ging ihr recht gut..ihr wurde nicht schlecht oder dergleichen!

morgen bin ich natürlich wieder bei ihr..ihr hoffe das alles gut geht!

milki1 09.01.2007 10:42

AW: ...die schreckliche wahrheit,kleinzelliger Bronchialkarzinom ,
 
Liebe Yvonne!

Es tut mir sehr leid, dass Deine Ma einen Kleinzeller hat und wenn ich Deine Zeilen so lese, frage ich mich ob Ihr im richtigen Krankenhaus untergebracht seid!

Es ist zwar nie einfach einen Arzt zum reden zu bekommen, jedoch haben wir die Erfahrung gemacht, dass wenn man die Ärzte ansprach, diese zwar meist ihre momentane Visite erst zu Ende gebracht haben, jedoch dann auch Zeit für einen hatten, bzw. uns direkt einen Termin für ein Gespräch gaben. Zudem haben wir uns immer die Krankenakte über die Stationsschwester aushändigen lassen und auf unsere Nachfrage wurden die Befunde auch direkt für uns kopiert.

Du sagst in Deinen Berichten, dass du nicht verstehst, dass man den Krebs nicht einfach operiert und entfernt. Nun, das kann leider folgende Konsequenz sein: Da der Kleinzeller sehr aggressiv ist und sich innerhalb von 4 Wochen sehr schnell wieder teilt und verbreitet, wird er meist zu spät entdeckt und er hat dann bereits Lymphknoten befallen oder schlimmer noch, Metastasen gestreut. Sobald sich Metastasen irgendwo im Körper auffinden lassen, geht man nur noch von einer Palliativen (symptombezogen, lebensverlängernden) Behandlung aus, da sich die kleinen Biester dann bereits im Umlauf befinden und meist nur noch mit Chemo kleinzukriegen sind. Sobald dann wieder irgendwo etwas auftritt, wird je nach Einschränkung der Lebensqualität (starker Husten, Ummauerung der Luftfröhre oder starker Schmerzen bei Knochenmetas mit Einbruchgefahr einzelner Wirbel) direkt bestrahlt und Chemo meist jedoch abgewandelt, wieder eingesetzt.
Sollte man von vornherein Glück haben, dass es sich um einen kleinen Tumor handelt ohne Streuung, so wird direkt operiert und die Behandlung ziehlt auf Kurativ (Heilung) ab. Dann kommt es noch auf die größe des Tumors an. Ist er zu gross, es wurde jedoch noch nichts weiter befallen, so kann auch dieser nicht operiert werden, meist kommt dies beim Kleinzeller jedoch nur sehr selten vor, da er meist dann schon gestreut hat. Sollte es jedoch einmal so sein, würde man auch zuerst Chemo geben um den Primärtumor zu verkleinern und dann so schnell wie möglich eine OP durchzuführen, dies wäre dann auch wieder eine Behandlung auf Heilung.

Die Chemo wird meist, wenn es z.B. Firstline Therapie mit Cisplatin und Etoposid (Vepesid) ist, an 3 aufeinanderfolgenden Tagen durchgeführt und es kommt danach zu einer 3 wöchigen Pause. Daher kann es gut sein, dass Deine Ma dann auch direkt das KH verlassen kann. Dann sollte jedoch auch darauf geachtet werden, dass man ihr den grünen Therapieausweis mitgibt. Den sollte sie immer bei sich führen. Solltet ihr aufgrund von irgendwelcher Nebenwirkungen einen Arzt aufsuchen müssen (muss nicht aber kann sein), dann kann dieser in diesem Heft direkt alle für ihn notwendigen Infos herausfiltern. Darin steht zum einen der Behandelnde Onkologe (oder KH), der Krebstyp, die Daten der Therapie mit Angabe der Zytostatika, sowie der jeweiligen Blutwerte.

Ich hoffe ich habe Dich jetzt nicht zu sehr zugetextet. Solltest Du fragen haben, kannst Du Dich gerne jederzeit melden. Leider ist es immer so, dass man gerade am Anfang sehr Hilflos ist und sich alles wie ein Karussel dreht und die Gedanken schwer beisammen zu halten sind.

Ich wünsche Deiner Mutter alles alles Gute und das Sie den Kampf gegen den Krebs gewinnt! Für das Knochenszintigramm drücke ich Euch ganz doll die Daumen, dass nichts zu finden ist!

Viel Kraft!
Milki

creepy 09.01.2007 11:12

AW: ...die schreckliche wahrheit,kleinzelliger Bronchialkarzinom ,
 
hallo milki,
ich danke dir ersteinmal für deine sehr aufschlußreiche erklährung! also ist das eine nicht ganz auswegslose krankheit? hab ich das richrig verstanden?
je früher das erkannt wird desto besser die "heilungschancen"?

Zitat:

Ich hoffe ich habe Dich jetzt nicht zu sehr zugetextet. Solltest Du fragen haben, kannst Du Dich gerne jederzeit melden.
nein,überhaubt nicht.im gegenteil..endlich hat man mir/uns das mal vernüftig erklährt!und ich weiß nun auch nen bisschen worauf ich achten muss!!

ach,noch eine frage....macht die krankenkasse probleme wenn ich ,wie in meinem text oben beschrieben,noch den rat eines anderen arztes einholen will?der nicht aus dem zuständigen krankenhaus stammt.

milki1 10.01.2007 15:25

AW: ...die schreckliche wahrheit,kleinzelliger Bronchialkarzinom ,
 
Hallo Yvonne,

ob die Krankenkasse Probleme machen wird, weiss ich leider nicht, da unsere Bekannte selber Lungenfachärztin war und wir uns hier immer eine "Zweitmeinung" einholen konnten, bzw. ich ging mit den Unterlagen zusätzlich noch zu meinem Hausarzt (als es um Schmerzmedikamente, CT, MRT, Bestrahlung etc. ging), der sich die Unterlagen auch durchsah und mir immer weiterhalf.

Ansonsten würde ich die Krankenkasse einfach mal anrufen und anfragen ob die das übernehmen.

Ich glaube hier in dem Forum gibt es auch noch einen Thread, wo man über Behördengänge und sonstige Formalitäten bescheid weiss. Vielleicht kann Dir sonst auch da jemand helfen!

Alles Gute und in Gedanken bei Euch
Milki

creepy 10.01.2007 16:03

AW: ...die schreckliche wahrheit,kleinzelliger Bronchialkarzinom ,
 
also irgendwie geht alles da nen bisschen durcheinander!
ich war gestern in krankenhaus bei meiner mum.sie sah garnicht gut aus und ihr war auch andauernd schlecht ..sie konnte kein essen drin behalten! gestern hat sie KEINE weitere chemo bekommen,was mich doch ziehmlich wunderte! sie sagte mir der arzt hätte gesagt das sie die nächste erst in 3 wochen bekommen würde!
gegen nachmittag haben sie ihr dann nen paar tropfen gegeben,damit die übelkeit verschwindet und sie auch mal nen bisschen was essen kann..sie meinte immer..sie habe zwar hunger,aber angst was zu essen weils dann im hohen bogen wieder rauskäme!

das mit dem "knochen" was die machen wollten haben die nun erst heute gemacht! das war aber wohl so ne art ct für den kopf..es soll sehr lange gedauert haben sagt meine mum und konnte auch nicht in krankenhaus gemacht werden..sie musste dazu extra woanders hin!

jetzt wird sie nun morgen nicht entlassen weil sie morgen erst noch ultraschall machen wollen..meine mum meinte den bauch wollen die dann checken!

ich bin doch schon ziehmlich durcheinander,weil sich die pläne des krankenhauses andauernd ändern..jedesmal ist was anderes! den port bekommt sie auch erst in 3 wochen wenn eben die nächste chemo anliegt!..man hat ihr gestern auch gesagt,das sie dann für die chemo wohl im krankenhaus verbleiben müsste,weil sie das mit der übelkeit unter beobachtung haben wollen!

heute hab ich bis jetzt nur mit ihr telefoniert,weil sie ja eben das mit dem kopf noch hatte!ich hoffe das sie heute nen bisschen besser aussieht als gestern..denn da sah sie echt schrecklich aus..sehr hager und blass!
leider kam ich ,aus welchen grund auch immer nicht ins forum..konnte deswegen nichts schreiben und auch keine pn´s nachsehen!

heute nachmittag ,wenn ich jemanden für die kinder habe werd ich sie wieder besuchen und hoffen das es ihr nen bisschen besser geht als gestern...werde dann nochmal berichten,vielleicht hat sie ja dann auch wieder was an den vorhaben der ärzte geändert!

PetraGP 10.01.2007 18:29

AW: ...die schreckliche wahrheit,kleinzelliger Bronchialkarzinom ,
 
Hallo Yvonne,

bei den ganzen Untersuchungen die Du hier beschreibst handelt es sich um ein Staging (Stadieneinteilung und Einstufung von bösartigen Tumoren in Bezug auf den Grad der Bösartigkeit und Ausbreitung im Körper) welches die Ärzte durchführen müssen. Die Ultraschalluntersuchung vom Oberbauch dient zur Feststellung ob Lebermetastasen vorhanden sind oder nicht. Das Knochenszintigramm bezieht sich auf evtl. vorhandene Knochenmetastasen.
Das CT vom Kopf wird wahrscheinlich ein MRT (Magnetresonanztomographie) sein um Hirnmetastasen auszuschließen bzw. festzustellen.
So ein Staging ist wichtig und unumgehbar und dauert ein paar Tage. Ich denke, dass sie deswegen auch nicht nach Hause darf. Yvonne, frag den Ärzten Löcher in den Bauch!! Lass Dich nicht abwimmeln und nimm zur Not jemand mit der Dich dabei unterstützt. Ich finds immer wieder erschreckend, wenn "hintenrum" ohne genaue Erklärungen irgendwelche Untersuchungen durchgeführt werden, da könnte ich platzen vor Wut. Die Angehörigen gehen in so einer Sch....situation ebenso durch die Hölle wie die Betroffenen selber, diese Heimlichtuerei würde mich wahnsinnig machen.
Und nun hoffe ich, dass Du von Deinem heutigen Besuch nur Positives berichtest!

LG, Petra

creepy 11.01.2007 01:15

AW: ...die schreckliche wahrheit,kleinzelliger Bronchialkarzinom ,
 
danke dir petra für deine erklährung :o muss halt noch ne menge lernen!..ja also was du so beschrieben hast trifft alles zu..ich wusste die ganzen fachbegriffe nicht und meine mum hat die sicher auch wieder vergessen :)
..als ich heute bei ihr war,war ich richtig positiv überrascht! sie sah sehr gut aus..hatte wieder farbe im gesicht und so super gelächelt als ich ins zimmer kam..ich war soo erleichtert...kein vergleich zu gestern!!
ergebnisse haben wir noch keine bekommen..leider...und immer wenn ich da bin..sind keine ärtze mehr aufzutreiben..ich hoffe nun ,weil ich morgen wohl wieder erst nachmittags kann,auf freitag wenn sie entlassen wird..das ich dann mal endlich nen arzt sprechen kann!
drückt bitte feste die daumen..das es ihr weiterhin besser geht!!

milki1 11.01.2007 09:59

AW: ...die schreckliche wahrheit,kleinzelliger Bronchialkarzinom ,
 
Hallo Yvonne!

Schön das Deine Mama wieder lächeln kann! Da geht bei einem selbst dann auch erstmal wieder die Sonne auf und es fallen etliche Steine vom Herzen!
Das war bei mir auch immer so! Ist die Diagnose auch noch so schlimm, solange man noch lächeln kann geht es einem doch direkt wieder besser! Ich wünsche Euch ganz ganz viele solcher Tage und kommende Monate und Jahre mit vielen schönen Stunden und herzhaften Lachen!

Nun noch ganz kurz zu dem Staging. Es ist so, dass Deine Ma ja auf jedenfall ein Abschlussgespräch bekommt und es wäre ganz gut wenn jemand mit dabei ist. Hier ist dann Eure Gelegenheit noch einmal alles genau zu erklären. Zudem lasst Euch den Abschlussbericht, sowie alle anderen Unterlagen (z.B. Rönten und CT Bilder, per Original oder per CD!) mitgeben. Eigentlich macht man das gerne, da dies zumeist auch Unterlagen für Euren Hausarzt sind. Sollten diese nicht mitgegeben werden...nachfragen! Keine Scheu! Sollte auch das nichts werde (falls die Unterlagen noch nicht fertig sind), lasst Euch in der kommenden Woche den Abschlussbericht von Eurem Hausarzt kopieren. Der bekommt normalerweise immer einen Bericht!

Ich drücke ganz ganz fest die Daumen, dass nirgends Metastasen zu finden sind und das sich Deine Ma weiterhin gut erholt!

Viel Glück
Milki

creepy 11.01.2007 23:48

AW: ...die schreckliche wahrheit,kleinzelliger Bronchialkarzinom ,
 
hallo milki,
gestern hat sie gelacht,heute geweint :(
als ich sie heute mittag besucht habe war alles wieder nen bisschen anders als gestern!sie sah verweint aus,sagte mir gegenüber aber erstmal nichts! ich habe sie dann gefragt,ob denn schon nun ergebnisse da wären,ja die wären da,sagte sie!naja ich fragte natürlich nach was rausgekommen sei..sie meinte das vom kopf wäre ohne befund(mir viel nen stein vom herzen),das vom bauchraum auch(der stein war noch größer)aber der arzt hätte ihr gesagt..das ,ich kanns garnicht so wiedergeben,sie ja wüsste,das dies nichts heissen würde,und sie damit eben damit rechnen müsste das der krebs auf jedenfall wieder käme und dann keine große hoffnung auf heilung zu erwarten habe,sie solle das machen was sie schon immer mal machen wolle usw...mir stockte der atem..mein herz schlug bis zum hals....ich war sowas von wütend und schockiert zugleich,ich kanns nicht beschreiben! meine mama weinte bitterlich..ich fragte sie wo der arzt wäre,sie meinte der müsste auf dem gang stehen!ich bin dahin..wie kann man einem menschen nur so jede kleinste hoffnung nehmen?!...der arzt der da nu stand und den ich fragte war,wie sollte es sein,nicht wirklich zuständig....ich fragte ihn was er meiner mum erzählt hätte..usw...ich fragte ihn ob man einem denn einfach so jede hoffnung nehmen kann?! was für eine chemo angewendet werden würde,ob er was von irgendwelchen studien gehört hätte(hatte ich hier gelesen) ich merkte schnell das er nen bisschen überfordert zu sein scheinte..er sagte dann..das er nicht so genau in dem fall meiner mutter bescheid wüsste,er aber einen arzt zu uns schicken würde der das wissen eben hätte! ich bin also zurück und wir warteten..kurze zeit später kam er dann..wieder ein assistensarzt der inneren..er erzählte dann was jetzt gemacht werden würde,wie der krebs drauf ansprechen könne..oder auch nicht...usw ..das was ich schon alles wusste..ich fragte ihn dann wie es aussieht mit alternativen medikamenten..mit eben dieser studie...da wusste er nichts von! ich solle das mal ausdrucken und dem chef..also endlich wohl nen onkolgen..zeigen und den dann fragen!..ich sagte ihm das ich mich informiert hätte..das es eben auch fälle gäbe in denen man das zwar vielleicht nicht ganz heilen könne,aber eben eindämmen..warum nimmt man dann jemanden alle hoffnung,einfach so?!..es war nicht wirklich angenehm das ich ihn das alles fragte ,hatte ich zumindest den eindruck! er sagt dann noch,das die chemo eben so lange gemacht werden würde(wenn denn der krebs zurückgeht) bis man keine krebs mehr "sehen"kann..dann würde die behandlung abgebrochen...und dann wird gewartet..bis er irgendwann wieder ausbricht...erst dann würde weiter behandelt! ich fragte dann nach warum man nicht weiter macht..oder ob es da nicht schon was gäbe,um das immunststem zu aktivieren..um eben diese "unsichtbaren " krebszellen zu attakieren..aber davon wusste er eben auch nichts..wir sollten uns dann an unseren hausarzt(kein onkologe) wenden,der würde uns dann weiter beraten!

meine mum iss wieder ziehmlich am boden..aber sie sagte das sie froh ist das sie mit uns reden kann...ich habe ihr gesagt sie solle die hoffnung nie aufgeben..auch wenn die chancen nicht gut stehen...immer vorwärts denken,kämpfen...es kann doch sein das sie glück hat,oder?! bitte sagt mir einer das man es schaffen kann!

raspel 12.01.2007 12:39

AW: ...die schreckliche wahrheit,kleinzelliger Bronchialkarzinom ,
 
Hallo creepy,

Ich habe eben deinen gesamten Tread durchgelesen und verschiedentlich den Eindruck gewonnen, daß ihr momentan im falsche Krankenhaus seid.

Erkundige dich doch bitte nach einer Thoraxklinik in eurer Nahe, einen zweiten Artzt wolltest du ja sowieso befragen, nocxh besser wäre sicher eine andere Klinik. Ich gehe davon aus, daß in einer Klinik in der man onkologische Patienten erfahren behandelt, idealerweise eine Thorax, auch ein CT und MRT Gerät zur 'Verfügung steht, da das zur Diagnostik und Weiterbehandelnden Kontrolle einfach notwendig ist.

In der Regel haben diese Kliniken eine Ambulanz, dort kann jeder jederzeit hin und von dort werdet ihr dann Vorschläge zur Weiterbehandlung erhalten. Nehmt alles mit, was ihr bisher an Unterlagen und Bildern habt. Nur als Info, falls du Bedenken hast, daß die Krankenkasse einem Klinikwechsel nicht zustimmt.

Alles Gute für euch
Andrea

PetraGP 12.01.2007 21:57

AW: ...die schreckliche wahrheit,kleinzelliger Bronchialkarzinom ,
 
Liebe Yvonne,

keine Heilung heisst nicht, dass man sterben muss! Ein Kleinzeller lässt sich sehr selten heilen, da er ja oft sehr früh Metastasen setzt. Aber man kann damit leben.
Deine Mutti hat noch keine Metas und das ist wirklich eine super gute Nachricht. Natürlich können irgendwo welche im Körper ruhen, die irgendwann mal ausbrechen...aber es muss nicht so sein! Diesen Befund wünschen sich alle mit einem Kleinzeller, ich freu mich für Euch, wirklich.
Es gibt Langzeitüberlebende, daran besteht kein Zweifel. Man muss in so einer schlimmen Lebenssituation anfangen nach vorne zu schauen, es gibt nur noch einen Weg...es gibt kein zurück. Ich musste das auch lernen, glaubs mir.
Bestärke sie dass sie kämpft. Achte darauf, dass sie sich gesund ernährt. Es gibt so viele Möglichkeiten das Immunsystem zu stärken und die innere Einstellung ist ebenfalls wichtig.
Es ist für die Ärzte immer schwer in Bezug auf Lungenkrebs etwas zu sagen. Sie müssen sich leider an Statistiken halten um überhaupt irgendwelche Prognosen zu stellen. Woher, wenn nicht aus Statistiken, soll die Medizin ihre Erfahrungswerte erhalten? Aber es gibt IMMER Ausnahmen! Und wenn von 100 Patienten 10 überleben hat Deine Mutti gute Chancen unter den 10 zu sein!
Ich wünsche Euch alles Gute und toitoitoi, dass Deine Mutti dieser Sch....krankheit den Gar aus macht.

LG, Petra :winke:

bleifrei_2000 12.01.2007 22:49

AW: ...die schreckliche wahrheit,kleinzelliger Bronchialkarzinom ,
 
Hallo yvonne,

Ich habe ebenfalls deinen gesamten Tread durchgelesen.Bin eigentlich bis jetzt nur leser.Ich möchte Dir (Euch) die Hoffnung, das alles gut verläuft, weder bestärken noch nehmen.Ich kann Dir nur aus meiner Erfahrung raten: nutze jeden Tag mit Deiner Mum.Sehe jeden Tag ,an der Ihr es gut geht, als geschenk.
Wenn Sie aus dem Krankenhaus entlassen und wieder zu Hause ist wird Sie sich besser fühlen.Lasst diese sch.... Krankheit nicht im Vordergrund stehen .Genießt die angenehmen Dinge des Lebens. Toi Toi..

Alles Gute
Klaus

creepy 13.01.2007 01:03

AW: ...die schreckliche wahrheit,kleinzelliger Bronchialkarzinom ,
 
..ihr lieben:) ich sitze hier vorm pc,lese eure postings..habe tränen in den augen,aber nicht weil ich im moment traurig bin,ich bin so ergriffen von den worten die ich da lese...soviel beistand den man hier bekommt! ICH DANKE EUCH ALLEN DAFÜR!!!

..heute morgen ganz früh bin ich zu meiner mama,nachdem ich meine kinder in den kindergarten/schule gebracht hatte!
ich dachte je früher,desto eher seh ich da nen arzt :)naja...als ich da ankam stand meine mum schon gestriegelt und gebürstet im zimmer,hatte mir nen halbes brötchen geschmiert(weil sie weiß das ich nie frühstücke*g*) und sagte"so du isst nu erstmal was..ich muss eh noch auf den bericht warten" gesagt getan!nach so ner halben stunde,sind wir dann auf den gang..aber weder arzt noch bericht in sichtweite! nach ner weiteren halben stunde haben wir dann ne schwester gefragt wie lange das denn noch dauern würde...die bekam dann nen ganz verschrockenen blick,so nach dem motto...ohh hab ich ganz vergessen und verschwand dann wieder mit den worten"ja ich sag jetzt bescheid"..ich hab ihr das nichtmal krum nehmen können irgendwie..sind ja alles nur menschen...und schwestern haben ja eh viel stress da!..nach 5 minuten kam dann der "gestresste arzt" von gestern..sagte meiner mum,wir haben ja alles besprochen und drückte ihr den abschlußbericht in die hand mit der bitte ,dem den arzt zu geben!meine mum verabschiedete sich beim arzt,ich wollte noch was fragen,aber sie hielt mich zurück und zuckte wild mit den augen und meinte..das besprechen wir dann alles mit dem anderen arzt!

gut,ich ergab mich da rein weil ich wusste sie wollte nur noch da weg..und wir packten die sachen und sind dann da raus!

ich hab sie nach hause gefahren..wir sind einkaufen gegangen(sie wollte auch unbedingt) und haben dann noch nen kaffee getrunken!

heute nachmittag war ich dann nochmal bei ihr ,um ihr den flur zu putzen(es will ja jeder seine ordnung haben)und wir haben dann nachher nochmal ein bisschen geredet..mein bruder hat ein großes prob die krankheit zu verstehen bzw zu akzeptieren..er ist sehr still gewesen,will nie darüber sprechen(was meiner mum garnicht gefällt) und hällt sich deswegen sehr zurück!er sagte zu meiner mum das er das nicht will das ,das mit ihr passiert..er kann da besser mit umgehen wenn er sich einredet das es eine krankheit ist,die man heilen kann..!

ich sagte ihr,das es vielleicht erstmal für ihn das beste ist und man ihn vielleicht nicht zwingen kann.

meine oma(ihre mutter) ist total am boden!sie kanns garnicht verstehen..hat natürlich totale angst ihre tochter zu verlieren..meine mum macht sich vorwürfe das sie das nun so mitbekommt,und sagte es wäre vielleicht besser gewesen,wenn sie das nicht erfahren hätte...wenigstens nicht in dem maße!

nunja...ich hatte das mit meiner mum besprochen das wir zusammen einen geeignten arzt suchen,bei dem vor allem sie sich auch gut versorgt fühlt!
das mit der klinik werde ich auch ansprechen!ich will ja auch das sie bestmöglich versorgt wird!am montag werden wir das in angriff nehmen!

jetzt freut sich meine mum erstmal das sie wieder zuhause ist,ihren kleinen liebling(ein wellensittich) wieder bei sich hat...und sie macht pläne für die kommende woche! obwohl wir darüber reden,scheint sie optimistisch(was mich sehr freut)und sie sagt selber,man darf nur nach vorne gucken!ich hoffe nur das es nicht nur ein schein gegenüber mir ist,da mit ich mir keine sorgen um sie mache! aber das mache ich mir eh immer,das war schon immer so!

ich danke euch allen nochmal für euren beistand und die ratschläge...ich wünsche euch allen und euren lieben das beste und drücke allen die daumen! ich werde weiter berichten!

milki1 13.01.2007 17:39

AW: ...die schreckliche wahrheit,kleinzelliger Bronchialkarzinom ,
 
Hallo Yvonne!

Schön das Deine Ma jetzt erstmal wieder zu Hause ist. Versucht jetzt erstmal das Wochenende gemeinsam zu genießen. Wenn Ihr am Montag zum Arzt geht, kopiert vorher den Arztbrief!

Wir haben für meine Vater zu Hause auch immer alles in Kopie gehabt, schongar wenn wir wirklich mal in ein anderes Krankenhaus mussten, war das nicht schlecht, wenn wir die ganze Krankengeschichte anhand von Arztkopien mitnehmen konnten.

Ich wünsche Euch ein schönes Wochenende und alles alles Gute mit Daumendrücken für Montag!

Liebe Grüsse
Milki

Kirschen 13.01.2007 19:23

AW: ...die schreckliche wahrheit,kleinzelliger Bronchialkarzinom ,
 
Liebe Yvonne, auch ich wünsche dir und deinen Lieben ein gutes Wochenende mit den allerbesten Wünschen für deine Mam! Meine Schwester sagt immer wieder, die besten Zeiten sind die, wenn sie die Krankheit völlig vergessen kann. Sie möchte "so normal wie möglich leben und behandelt werden". Das ist für sie das allerwichtigste. In zehn Tagen beginnt ihre Reha, ihr Mann macht mit und beide freuen sich riesig darauf. Ich selbst glaube unbedingt an Wunder!!! Es gibt sie. Immer wieder geschehen Wunder! Alles Liebe und Gute auch für alle anderen hier von Sari

Tiffy05 14.01.2007 09:53

AW: ...die schreckliche wahrheit,kleinzelliger Bronchialkarzinom ,
 
Hallo Creepy, das tut mir alles so Leid was Ihr Durch machenb musst.
Ich weis genau wie es einem dabei gehen muß.
Ich habe schon 12 OPs hinter mir.Konnte immer durch zufälle schlimmeres Verhindern.Man Riet mir mal zur Abnahme der Brust.Wäre mir egal gewesen.Die Haubtsache;ich kann weiter Leben.Manchmal helfen auch kleinere Eingriffe.Niemals den Mut Verlieren und hoffen solange es geht.
Ich weis es ist immer so leicht gesagt als getan.Ich habe die 5 Jahre geschafft,ich weis es kann immer wieder kommen solange man Sie dann nicht Entfernen lässt.Nicht böse sein,mir war auch nicht zum lachen.
Seid drei Tagen weis ich,mein Bruder muss Sterben,er bekam keine Chance.Solange ihr könnt und die Ärzte sagen man kann Operieren,dann überlegt nicht lange.Das ist besser als zusehen zu müßen wenn garnichts mehr geht.
Ich Wünsche euch alles gute,ihr schafft es.

liebe grüße
Tiffy::)

creepy 14.05.2007 23:39

AW: ...die schreckliche wahrheit,kleinzelliger Bronchialkarzinom ,
 
hallo ihr lieben!
nach einer langen pause wollte ich mich mal wieder melden..in der letzten zeit hatte meine mum und ich viel stress...sie mit ihren chemos,ich privat durch trennung!
meine mum hat letzten monat ihre letzte chemo überstanden..bei jeder einzelnen ging es ihr sehr schlecht! sie konnte tagelang nichts richtig essen weil ihr immer wieder schlecht geworden ist,selbst wasser hat sie erbrochen!wir waren zwischenzeitlich auch in einer anderen klinik und haben uns einen 2ten rat eingeholt..das erstemal hat sie dort auch mal erklährt bekommen wie nun ihre röntgenaufnahmen aussehen..und das auch er krebs zurückgegangen ist!..dort wusste man auch bescheid als ich auf das thema studie zu sprechen kam..im großen und ganzen hat ihr der 2te besuch nen bisschen mut gemacht,wenn auch nicht viel..ihrer haare sind direkt bei der ersten chemo ausgefallen..und bis heute..(3 monate) nicht wiedergekommen!ihre stimme die seid der bronchoskopie mehr kreischen als sprechen ist,wird auch nicht besser!...bei gutem wetter gehts ihr einigermaßen gut..wenn es so ist wie jetzt,dann bekommt sie schlecht luft und mag garnichtmehr aus dem haus gehen..wobei sie ja auch noch in der dritten etage wohnt und die treppen nichtmehr schafft...wir suchen zwar schon was neues,aber das sie vom amt lebt hat man da nicht wirklich die auswahl :(
jetzt gerade hat sie wieder eine schlechte phase..ist sehr schnell erschöpft,und auch antriebslos..als ich heute mit ihr telefonierte und sie fragte wie es ihr ginge,meinte sie das sie immer noch schlecht luft bekäme..und wir ja wüssten das dies kommen würde! ich wüsste da nichtsvon..und auf mein nachfragen gab sie mir auch nicht wirklich eine antwort :( ihre letzte chemo ist nun ca 3 wochen her...und so schnell kommt der krebs doch wohl nicht wieder ,oder!?
ich war erst guter dinge,aber jetzt hab ich auch wieder nen kleines tief.....

Norchen 16.05.2007 00:08

AW: ...die schreckliche wahrheit,kleinzelliger Bronchialkarzinom ,
 
Hallo Creepy,
ich habe mir deine Geschichte nun ganz durchgelesen und habe, was deine letzte Nachricht betrifft, gemischte Gefühle. Ich habe meine Mutter vor einem Jahr am kleinzelligen Brochialkarzinom verloren und muss immer wieder feststellen, dass fasst alle Krankheitsverläufe, die hier immer wieder geschildert werden, fasst identisch sind. Vom Tod meiner Mutter aber mal abgesehen möchte ich dir nur eines sagen. Meine Mutter hat bis zum Schluss gehofft, dass sie es schaffen kann. Wir haben wenig bzw. gar nicht über den Tod gesprochen, das hat sie immer abgeblockt und immer gesagt:"Ich schaff das!" Meiner Mama (Tumor hatte schon gestreut bei Diagnose) hat die erste Chemo sehr gut getan und alles schien super. Es dauert aber nur 5 Wochen, bis der ganze Krebs zurück war und sogar noch größer wurde. Von da an hat sie eine Chemo nach der anderen bekommen und nichts half mehr. Ich war völlig am Ende, hochschwanger und wollte sie eigentlich nur umarmen. Long story short..meine Ma ist in ihrem letzten Jahr noch 1000km Fahrrad gefahren. Alle haben sie für verrückt gehalten und sie gebeten, sich auszuruhen. Manchmal hat sie sich nur von A nach B geschleppt, weil sie zu schwach war. Ich hab sie gelassen und mich gefreut, dass sie das geschaft hat. Ich habe bis zuletzt nicht mit ihr über das Ende reden können, weiß aber, dass man niemals aufgeben sollte, zu hoffen. Ich schicke dir ganz viel Kraft und Wärme und hoffe, dass es bei euch ankommt!
Sabine

Beachmaus13 16.05.2007 09:23

AW: ...die schreckliche wahrheit,kleinzelliger Bronchialkarzinom ,
 
Hallo Creepy,

ich kann mich Norchen leider auch nur anschließen...:( Bei meinem Dad ist es ähnlich... Die Diagnose bekamen wir im Oktober 06, es wurde direkt mit Firstline-Chemo begonnen, die auch zunächst sehr gut angeschlagen hat. Kurz vor Weihnachten (nach der zweiten Chemo) hieß es alles wäre super, der Tumor konnte deutlich zurück gedrängt werden... aber auch wir wurden 5 Wochen später wieder auf den Boden der Tatsachen zurück geholt... Trotz Chemo (mein Dad ist wohl restistent geworden, was beim Kleinzeller leider sehr schnell geht) ist der Tumor wieder deutlich gewachsen und noch größer als zu Anfang... Es folgte eine direkte Bestrahlung... Nach der Bestrahlung bildeten sich jetzt aber trotzdem 4 sichtbare Metastasen und er bekam wieder Chemo (Topotecan) Auch die Metastasen gingen durch die Chemo wieder deutlich zurück... Bis zum zweiten Zyklus vergingen jetzt aber wieder 5Wochen, da die Blutwerte zu schlecht waren... Seit dem Wochenende sehen wir die Metastasen wieder... Lange Rede kurzer Sinn... der Kleinzeller ist nun mal sehr hinterhältig und agressiv... Man sollte nie zu lange warten... Immer wieder den Ärzten auf die Füße treten wenn es nicht voran geht... Man hat einfach keine Zeit...Wichtig ist aber, dass man trotz der Rückschläge die Hoffnung nicht aufgibt... Es gibt auch Beispiele hier im Forum von Leuten, die es geschafft haben auch den Kleinzeller zu bekämpfen, bzw. die auf dem guten Weg dahin sind... Hoffnung ist immer wichtig auch wenn es schwer fällt... Warum sollen wir nicht auch mal Glück im Unglück haben??? Also Creepy, sei dir bewusst, dass eure Zeit beschränkt sein könnte, nutzt diese Zeit so gut es geht...und freut euch, wenn es noch gaaanz viel Zeit ist...

Ich wünsche euch auf alle Fälle alles Gute und ganz viel Kraft...Haltet zusammen...

lg, Nadin

Kirschen 16.05.2007 22:58

AW: ...die schreckliche wahrheit,kleinzelliger Bronchialkarzinom ,
 
Ich bin`s nach langer Zeit: meiner Schwester geht es noch immer gut und oft sogar sehr gut, wie sie selber sagt. Inzwischen ist sie umgezogen in ein kleineres Haus mit wesentlich kleinerem grundstück. Sie fühlt sich dort pudelwohl. Allerdings ist sie jetzt Rentnerin. Während der Wiedereingliederungsphase hat bei der BfA wohl jemand bemerkt, dass sie ein Fall für die Berentung ist. Zunächst war sie (und ihr Chef, Chefin, Kollegen) darüber sehr bestürzt, inzwischen hat sie das akzeptiert und sogar die "Schokoladenseiten" dabei entdeckt. Immerhin hat sie unzählige Talente und Interessen, Fertigkeiten und Hobbies .. ich freue mich für sie, dass endlich Zeit ist für ganz viel Schönes! Ich schreibe das zum Mutmachen ... auch für mich selbst .. und auch für andere .. ich bin sooo froooh und dankbar .. . Ich bete, dass es so bleiben möge. Viele gute Wünsche und gebt die Hoffnung niemals auf .. es grüßt Sari

creepy 17.05.2007 01:39

AW: ...die schreckliche wahrheit,kleinzelliger Bronchialkarzinom ,
 
ich danke euch allen erstmal für eure worte...! meine mum und ich sind froh doch nicht so ganz alleine zu sein,es kommt einem nämlich im grauen alltag so vor! andauernd gelangt man an menschen die kein mitgefühl haben oder verständnis!das traurige daran ist..das es gerade vielfach solche menschen sind die einem so hart engegentreten,von denen man hilfe und zuspruch erwartet..ärzte...ämter ...behörden!

ich versuche mit jeder faser meines körpers meiner mum zu helfen..sie zu unterstützen ..ich versuche alles in der welt das es ihr besser geht!
ich will das sie endlich umzieht..sie soll nichtmehr die treppen steigen müssen..aber die ämter...ja sie ziehen es in die länge :(

ich hatte gestern hier einen intressanten beitrag in bezug auf selen und krebs gelesen..habe den arzt angerufen..wollte ihn fragen,was er davon hält! aber pustekuchen..der hat keine zeit!er sagte mir ,klar können sie das präperat haben..aber das übernimmt keine kasse!ich hab bei der kasse angerufen..bei apotheken und wieder nachgefragt...und die erzählen mir was anderes:confused: ich wollte dann den doc zu rede stellen..aber er war ja nicht zu sprechen...stattdessen hatte ich dann die sprechstundenhilfe..die mir sagte es gäbe dafür keine zuzahlung...und deren buget wäre erschöpft..die können ihr das präperath nicht umsonst geben,weil sonst nen herzpatient seine pillen nichtmehr bekäme...ja hallo?!ich wieder in die apotheke..hab mir das von denen schriftlich geben lassen..das es sich bei dem zeugs um verschreibungspflichte sachen handelt..und irgendwann nach ner 3/4 stunde suchen und verhandeln..hat sie es dann gefunden...und mir nen rezept geschrieben!

meine mum fragte sich...warum hat der arzt das selen nicht schonmal vorher verschrieben?!..warum muss man alles alleine machen..warum wird man alleine gelassen?

sorry..ich bin ein bisschen gefrustet...mich regt soviel kaltschnäuzigkeit auf!

ich weiß das meiner mum evtl nichtmehr viel zeit bleibt...auch wenn ich das nicht wirklich akzeptieren will...ich kann mir jetzt ein leben ohne sie nicht vorstellen und das werd ich auch nicht:mad: ich will das sie lebt verdammtnochmal..sie soll leben

Schnucki 17.05.2007 10:34

AW: ...die schreckliche wahrheit,kleinzelliger Bronchialkarzinom ,
 
Creepy: Bei meiner Mutter hat der Arzt bei der kassenärztlichen Vereinigung beantragt, dass sie außerhalb des Budgets läuft (war ein Tipp der Pflegeschwester, die zum Portnadelwechseln kommt - sie hatte auch mit dem Arzt besprochen). Seitdem bekommt sie wirklich alles, weil er nicht mehr um sein Budget fürchten muß.

Selen gäbe es auch nicht verschreibungspflichtig mit 100 mg pro Tablette, da muß man halt dann mehrere am Tag nehmen. Diesen Tipp hatte mir meine Apothekerin gegeben, weil mir Selen gut hilft, wenn ich so infektanfällig bin. Mir verschreibt keiner mehr Selen, laut Uniklinik hab ich damals 200 mg am Tag nehmen müssen. Ich bin halt auf die andere Variante ausgewichen.

LG

Astrid

Juliane1979 17.05.2007 12:56

AW: ...die schreckliche wahrheit,kleinzelliger Bronchialkarzinom ,
 
Hallo Creepy,

wenn Deine Mam schlecht Luft bekommt, muss nicht unbedingt der Krebs dahinter stecken, klärt das schnellst möglich ab, das mindert die Lebensqualität ja enorm. Bei Lungenkranken haben sich oft mehrere Lungenkrankheiten mit der Zeit entwickelt. Natürlich muss man bei der Vorgeschichte immer an Krebs denken, aber COPD und andere chronische Lungenkrankheiten oder auch Entzündungen entwickelt sich auch oft paralel und bedürfen einer Behandlung.
Wir haben immer No-Name Selen-Produkte in der Apotheke gekauft, die waren nicht besonders teuer und die Packung hat lange gereicht. Ich habe gelesen, dass vielen Krebskranken Selen und Enzyme empfohlen werden und Deutschland soll ja auch ein Selenmangelgebiet sein?! Enzyme kosten schon einiges (werden auch nicht verschrieben soweit ich weiß) aber sie unterstützen die Wirkung von z.B. Selen wohl sehr.

Deine Mutti ist sicher sehr dankbar dafür, wie Du Dich für sie einsetzt, und es ist verständlich, dass Du große Angst hast, aber vielleicht kannst Du auch Beiträge wie von Kirschen an Dich heran lassen.

Alles Gute

Juliane



Hallo Kirschen,

wirklich toll zu lesen wie gut es Deiner Schwester geht! Wenn ich an Deine ersten angstvollen Beiträge denke, hat Euer Schicksal eine sehr glückliche Wendung genommen.
Alles Gute weiterhin!

Juliane

Norchen 17.05.2007 15:10

AW: ...die schreckliche wahrheit,kleinzelliger Bronchialkarzinom ,
 
Liebe Creepy,
meine Mutter hatte kleinlichst jeden Bericht über sich angefordert, gelesen und archiviert. Jedes Röntgenbild und Ct etc. kopiert und archiviert. Jeder Lungenfacharzt wurde kleinlichst aufgeklärt und kein Versuch wurde von ihr ausgelassen. Aber Ärzte...einer ´hat sogar mal zu ihr gesagt, als sie ihm erzählte, wie toll die erste Chemo angeschlagen hatte: "Jaja, so ist das bei diesem Krebs, schmilzt wie Butter und kommt dann komplett wieder und dann,...tja!" Sie hat danach so viel geweint und wir mussten viel Zusprechen, bis sie darüber hinwegkam. Ich weiß, wie es dir geht! Der Weg ist steinig und du denkst dir, dass schaff ich nicht. Aber sei dir gewiss, du schaffst das! Du wirst dich noch wundern, wie viel Kraft du noch hast. Akzeptieren kann diese Krankheit, glaub ich, niemand.
LG
Sabine

creepy 17.05.2007 23:31

AW: ...die schreckliche wahrheit,kleinzelliger Bronchialkarzinom ,
 
@schnucki,
Zitat:

bei der kassenärztlichen Vereinigung beantragt, dass sie außerhalb des Budgets läuft
danke dir für diesen tip!werde ich beim nächsten arztbesuch direkt mal auf den tisch bringen!

Zitat:

Selen gäbe es auch nicht verschreibungspflichtig mit 100 mg pro Tablette
dies stimmt so nicht!
ich habe bei der googleei einen sehr intressanten beitrag gefunden,dieses präperath was dort beschrieben wird,ist verschreibungspflichtig..und wir haben dies auch bekommen...wenns auch nen bisschen was an überredungskunst gekostet hat,warum auch immer!http://www.gesundheit.com/gc_detail_7_gc01070218.html


@juliane,
Zitat:

vielleicht kannst Du auch Beiträge wie von Kirschen an Dich heran lassen
ja du hast schon recht,und sowas baut mich doch sehr auf....nur meine mum,ich glaube ,das sie mir nicht glaubt was ich ihr erzähle..ich hab das gefühl das sie meint ich sage ihr das nur alles damit sie den mut nicht verliehrt!sie hat keinen pc/internet und weiß nur eben das was sie von den ärzten zu hören bekommt,was ja leider wie wir wissen nicht gerade immer in einer netten form getan wird!

@norchen,
Zitat:

Aber Ärzte...einer ´hat sogar mal zu ihr gesagt, als sie ihm erzählte, wie toll die erste Chemo angeschlagen hatte: "Jaja, so ist das bei diesem Krebs, schmilzt wie Butter und kommt dann komplett wieder und dann,...tja
genau das mein ich..und was machen sie?! na sie glauben den ärzten natürlich!ein einziger arzt der hat dies so geschildert das man nicht den mut verliehrt..aber solche ärzte sind selten..leider regiert viel kälte und stumfsinnigkeit in den krankenhäusern/kliniken usw!

@all,ich danke euch wirklich sehr..ihr helft mir so viel ,das ich darüber reden bzw schreiben kann!

8engel 21.05.2007 13:20

AW: ...die schreckliche wahrheit,kleinzelliger Bronchialkarzinom ,
 
Guten Tag,

ich wage kaum zu antworten. Hatte auch kleinzelligen Lungenkrebs. Meine Werte waren alle durcheinander und ich kaum ansprechbar. Es war sofortige
Behandlung angesagt (Chemo) sonst hätte ich keine zwei Tage mehr überlebt.

Nach dem zweiten Zyklus war ein durchschlagender Erfolg sichtbar.
Nach dem vierten Zyklus - der letzte , stellte man eine absolute Remmision fest. Der Röntgenarzt bestätigte, dass ich keinen Lungenkrebs hatte und kein
solch ein Krebs zu erwarten sei.

Von Anfang an hatte ich diese Krankheit nicht ernst genommen. Mein Optimismus war nicht zu bremsen.

Heute habe ich nur unter den Folgen der Chemo zu leiden, doch das wird besser und besser.

Gruss Holger

Norchen 22.05.2007 17:12

AW: ...die schreckliche wahrheit,kleinzelliger Bronchialkarzinom ,
 
Hallo 8Engel,
wow, herzlichen Glückwunsch. Wann feierst du denn jetzt immer deinen 2. Geburtstag?
LG
Sabine

creepy 24.06.2007 23:50

AW: ...die schreckliche wahrheit,kleinzelliger Bronchialkarzinom ,
 
hallo ihr lieben,
ich wollte mal wieder nen bisschen was schreiben wie es meiner mum zur zeit geht..!
also..sie ist ja jetzt in so einer art"pause"..die chemos sind erstmal abgeschlossen und haben ja auch gut angeschlagen!den nächsten kontrolltermin hätte sie nächsten monat!mal hat sie sehr gute tage an denen ihr das laufen oder auch treppen steigen nichts ausmacht..dann wiederum gibts auch tage an denen sie schlecht luft bekommt und jeder art anstrengung ihr zu schaffen macht!..als ich heute mit ihr telefonierte sagte sie mir das sie wieder unter husten leidet und auch heute morgen blut gespuckt hätte beim husten..das macht mir natürlich wieder angst..ich habe natürlich sofort gesagt,das wie zu einem arzt müssen damit der das untersuchen kann! aber sie sagte..man yvonne,wir wissen doch beide was los ist..da kann man nichtsmehr machen:embarasse ..es hat einige überredungskunst gekostet das sie nun endlich sich morgen einen termin geben lassen will um das abzuchecken!..sie sagt aber auch das sie sich keiner neuen bronchoskopie unterziehen will weil sie an den folgen der ersten immernoch zu leiden hat...was um alles in der welt kann ich nur machen damit sie da mehr intinative ergreifen will und das alles nicht so einfach schleifen läss`?!..das es keine einfache krankheit ist weiß ich ja selber..wie der häufige verlauf ist,weiß ich auch..aber man kann doch nicht einfach die flinte ins korn werfen und sagen..das ist der verlauf der krankheit und ich muss nu damit leben?!
ich bin richtig geschockt und hoffe inständig das wir schnell einen termin bekommen damit der arzt das untersuchen kann..

Juliane1979 25.06.2007 06:13

AW: ...die schreckliche wahrheit,kleinzelliger Bronchialkarzinom ,
 
Hallo Creepy,

schön wieder von Dir zu lesen, auch wenn Dein Bericht eher traurig klingt.

Vielleicht kann man ja auch ohne Bronchoskopie abklären, was dahinter steckt.
Das mit der Initiative kennen sicher viele, aber gegen die Angst Deiner Mam ist erst mal kein Kraut gewachsen, ich denke, momentan hängt es leider eher an Dir.:pftroest: Drängt in jedem Fall schnell auf einen Termin oder einfach Notaufnahme.

liebe Grüße
Juliane

Out of mind 25.06.2007 22:20

AW: ...die schreckliche wahrheit,kleinzelliger Bronchialkarzinom ,
 
Ich kenne mich damit überhaupt nicht aus deswegen frag ich einfach ich bin total verzweifelt meine freundin ist 17 und sie haben ihr gesagt das sie metastasen in ihren lyphem hat ( blut? ) ,dabei war auch die rede vom kleinzelligen bronchialkarzinom und das kommt vom Lungentumor, obwohl sie paar wochen vorher gesagt haben lungentumor ist gutartig und sie versuchen mit Medikament wegzumachen , ich würde ganz ehrlich wissen :( kann man das wegbekommen ? ich gebs zu ich bin total am ende aber bitte sagt mit die wahrheit. :( :confused:


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