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Auch ich gehöre nun dazu
Hallo zusammen,
ich weiß nicht recht warum ich mich nun hier regestriert habe, auch so sind alle lieben Menschen in meiner Umgebung schon belastet genug. Seit Anfang Dezember 2006 habe ich die Diagnose Lungenkrebs mit Metastasen an Leber, Niere und am Knochenbau. Die Ärzte sehen keine Chance für eine Heilung, sie baten mir zwar eine Chemotheapie an, doch diese habe ich nach einmal drüber schlafen abgelehnt. Im Moment nehme ich leichte Schmerzmittel und bekomme einmal im Monat eine Infusion ( damit die angegriffenen Stellen am Knochen aufgefüllt werden ) Wie kann/ darf es einem nun mit so einer Diagnose gehen? Ich seh es schon fast als unnormal an wie ich damit umgehe. Ich war beim Bestatter und hab meine Beerdigung geplant, ich war beim Pfarrer um meine Abschiedsfeier zu gestalten, ich mache die Runde bei Freunden um mit ihnen über den nahen Tod zu sprechen. Man kann fast sagen das ich diese ganze Diagnose als ein großes Gnadengeschenk ansehe, es ist ja nicht alltäglich das Menschen damit rechnen müßen in naher Zukunft zu sterben. Nicht all zu viele dürfen sich wirklich gründlich auf das gehen vorbereiten. Da ich noch nicht viel in diesem Forum gelesen habe und darum auch noch nicht weiß was die Hauptanliegen der Schreiber sind, werde ich für jetzt zum Schluß kommen und mich ein wenig umsehen. Doch eine Frage hätte ich schon auch, kann jemand beschreiben was die möglichen Todesursachen bei LK sind? |
AW: Auch ich gehöre nun dazu
Liebe Kamelle,
Leider kann ich dir diese frage nicht beantworten.Ich weis nun selber seid drei Tagen was Du durch machen musst.Mein Bruder hat genau das gleiche. Unheilbar und geht in so kurzer zeit zuende. Ich würde dir sogerne Hoffnung geben,das kann ich leider nicht. Aber bitte mache alles was du nur tun kannst was dir Persöhnlich freude macht.Genieße alles.Denke nur nicht zu sehr daran.Ich weis,ich habe gut Reden.Ich Möchte doch nur Etwas Trost geben.Ich mus selbst mitansehen wie hilflos man daneben steht wenn der eigene Bruder .... Halte aus solange es geht,und spreche viel darüber wenn deine Familie zu dir steht.Mache Dinge die du immer schon wolltest. Ich Wünsche Dir ganz viel Kraft, Tiffy |
AW: Auch ich gehöre nun dazu
Hallo Kamelle,
als ich Deinen Beitrag gelesen habe ist mir die Antwort meiner Mutter eingefallen, die sie dem Arzt gegeben hat als er ihr nach der Diagnose der Hirnmetas als weitere Behandlung eine Chemo angeraten hat: "Ich fühle mich gesund und Sie machen mich dann krank!". In dem Moment als sie das gesagt hat ging es ihr auch recht gut. Die ersten Anzeichen der Hirnmetastasen (völlige Persönlichkeitsveränderung, Sprachstörungen, ....) waren durch Cortison und Kopfbestrahlungen abgeklungen. Nach der Chemo ging es ihr tatsächlich dann nciht mehr so gut, sie hat die Haare verloren, aber - sie lebt seit über 6 Monaten mit Hirnmetastasen, ist zwar auf den Rollstuhl angewiesen, hat Probleme mit dem Kurzzeitgedächtnis, aber sie kann noch regen Kontakt mit ihren Freunden/Verwandten pflegen. Ich will damit nicht Deine Entscheidung in Frage stellen. Jeder Betroffene muß für sich diese Entscheidung treffen. Wenn Du Deine Entscheidung für die richtige hältst, dann ist sie es auch. Alles andere würdest Du ohne Überzeugung tun und dann wäre es auch nciht gut. Ich will damit nur sagen, daß ein Leben mit Einschränkungen auch noch ein schönes Leben sein kann. Liebe Grüße Andrea |
AW: Auch ich gehöre nun dazu
Liebe Kamelle!
Es tut mir so leid, daß Du auch diese Sch...diagnose hast..., ich heul grad Rotz und Wasser...! Und ich bewundere Dich grenzenlos für Deine Einstellung, das ist so mutig und ich bin fest davon überzeugt, daß es für Dich der richtige Weg ist...!!! Mein Papa hatte auch Lungenkrebs mit Hirnmetastasen, Lymphknoten und später Leber. Die erste Chemo packte er spielend weg, ab der zweiten ging es unaufhörlich abwärts... Vielleicht hätte er ein lebenswerteres, menschenwürdigeres Leben gehabt, wenn er auf die Chemos verzichtet hätte, ...man weiß es einfach nicht! Er hat so viel Hoffnung in die Behandlungen gesetzt, ich glaube, wir hatten uns den Ernst der Lage nicht wirklich vorstellen können! Ich hoffe, Du hast Familie, Freunde, etc, die sich mit Dir darüber auseinandersetzen. Anscheinend hast Du ja den Gesprächsbedarf und ich weiß, es ist schrecklich, wenn man sich nicht austauschen kann! Ich war Papas Bezugsperson, ich habe ihn begleitet und mußte nur für alle stark sein. Hier kann ich mich auch mal ausheulen - wenn Du was auf der Seele hast, dann hoffe ich für Dich, daß Du immer ein offenes Ohr findest... Ich werde Dich im Auge behalten, wenn ich darf...? Fühl Dich gedrückt - ich bete für Dich, daß ganz schnell was gegen diesen Mist gefunden wird!!!!!! Liebe Grüsse Jenny |
AW: Auch ich gehöre nun dazu
Hallo Kamelle,
ich kann mich der Jenny nur anschließen. Hut ab vor deiner Stärke und Mut. Ich wünsche dir alles alles Gute!!!! Liebe Grüße Carmen |
AW: Auch ich gehöre nun dazu
Hallo Kamelle
Du bist ein bewundernswerter Mensch. Wenn ich lese wie du schreibst - auch in anderen Threads - dann kann ich mich nur verneigen vor dir. Ich hoffe, daß es in dir drinnen auch so aussieht, wie du es nach außen darstellst. Verliere nie deinen Mut und die Kraft und natürlich auch deinen schwarzen Humor Alles Liebe und Stärke Ina |
AW: Auch ich gehöre nun dazu
Guten Morgen.
Ich bin eine Angehörige bzw. Hinterbliebene. Ich möchte gern auf Deine Frage, woran LK-Patienten sterben eingehen. Das war auch immer die Frage meiner Mutti. Sie hat gehofft und Chemo und Bestrahlung mitgemacht, aber auch das Schlimmste in Erwägung gezogen und alles (Testament,Gestaltung der Feier ect.) geregelt.Es war zwar schrecklich für uns, das Hoffen und Bangen, aber ich hatte so die Möglichkeit, für sie da zu sein und ihr ein klein wenig zurück zu geben. Es blieb kaum etwas unausgesprochen. Uns haben die Ärzte gesagt, wenn keine Chemo gemacht wird, wächst der Tumor rasant (war genau an der Luftröhre) und sie erstickt.Der Kleinzeller ist sehr agressiv.Durch die Chemo wurden uns ein paar Monate geschenkt.Dann kamen spinale und cerebrale Metastasen und alles ging ganz schnell. Sie hatte zwar keine Symptome für Hirnmetastasen, aber das Immunsystem war ganz unten, was noch durch das Kortison verstärkt wurde.Sie bekam eine schwere Lungenentzündung,an der sie dann auch 8 Monate nach Erkennen der Krankheit am 20.9.06 mit 51 Jahren verstarb. Es war auch eine Art Ersticken, die Lunge war kaputt (Krebs,Entzündung,Bestrahlung,Beatmung) und transportierte nicht mehr genügend Sauerstoff ins Blut und somit zu den Organen. Sie wurde dann ins Koma verlegt und als nach Tagen abzusehen war, dass ihre Lunge sich nicht mehr erholen wird und durch den steten Sauerstoffmangel langsam Zellen absterben, wurde das Narkosemittel erhöht und sie ist rüber gedämmert.Sie hat das nicht mitbekommen,keine Angst,kein Leiden. Die Geschichte meiner Mami ist auch etwas im thread "Gute Ergebnisse trotz schlechter Prognose gesucht" von mir beschrieben,einige Seiten weiter vorn. Viel Patienten sterben wohl eher an den Folgen der Erkrankung und der Therapien, weil ja die meisten Menschen auch alles versuchen wollen. Das sind je nach Ausbreitung z.B. Lungenembolie, Folgeerkrankungen eines nicht mehr vorhandenen Immunsystems(wobei das Immunsystem nicht unbedingt durch Chemo ect. zerstört bzw geschwächt wird,denn es hat schon zu Beginn Deiner Erkrankung nicht korrekt gearbeitet),Ausfall einzelner Organe ect. Aber für die meisten ist es kein Leiden, eher für die Angehörigen.Gute Einstellung durch Schmerzmittel und Begleitung durch ein Hospiz oder Pflegestelle erleichtern vieles. Ich schreibe jetzt so technisch über das Sterben...dabei geht es hier um Dein Leben und nicht etwas Abstraktes.. Ich akzeptiere Deine Entscheidung natürlich völlig und bin voller Bewunderung.Aber ich wüsste,wenn meine Mami diese Entscheidung getroffen hätte, wäre uns ein Sommer verloren gegangen,den ich trotz der Tiefen nicht missen möchte.Es war sehr intensiv und auch sehr schön.Zu Bedenken wäre für Dich vielleicht, das Deine Entscheidung auch der Meinung von Menschen beruht, die nicht allwissend sind und nur Prognosen geben können,die nicht immer so eintreffen.Doch es ist natürlich verständlich,dass Du Deinen Weg gehen musst.Ich wünsche Dir und Deinen Angehörigen die Stärke dafür. Alles liebe für Dich. Juliane |
AW: Auch ich gehöre nun dazu
Danke Juliane,
das technische Schreiben ist für mich OK und hilfreich ( ich bin ja ein Mann :tongue ) Das ich in meiner Situation die Lebensverlängernde Chemo abgelehnt habe ist sicher nicht auf den ersten Blick verständlich, nicht das ich Lebensmüde wäre, nein sicher nicht, ich bin ein Lebemensch und das soll auch so bleiben. Hätte ich eine Familie wäre meine Entscheidung sicher anders ausgefallen, da wäre jeder Tag, jede Stunde unermesslich wertvoll. Angehörige gibt es zwar, doch da gibt es nicht wirklich einen Kontakt. Es bleiben Freunde und das nicht wenige. Natürlich ist dann mein Sterben für sie auch ein Verlust, man darf aber nicht vergessen das meine Freunde alle ein eigenes Laben haben das auch ohne mich gelebt wird. Ich habe die Freiheit für niemandden als für mich verantwortlich zu sein, und das sehe ich auch als gut so an. Ich rechne weder mit einem baldigen Sterben noch mit einer Wunderheilung, wie schon in anderen Beiträgen geschrieben vertaue ich von ganzem Herzen GOTT. ER wird das richtige zulassen, auch die Leiden werden nicht größer werden als das ich es ertragen kann. Auch an all die anderen möchte ich ein Wort richten. Ich danke euch allen für eure Anteilnahme und auch die Tränen ( ich muß zumindest manchmal heulen wenn ich in diesem Forum Quer lese ) Es wurde nun schon ein paar mal die Stärke, die ich haben soll, angesprochen. Ob ihrs glaubt ocer nicht, ich bin nicht Stark. Alles was ich getan habe ist diese Krankheit zu respektieren und aus der Situation das beste zu machen. Zum Teil sicher auch mit schwarzem Humor, doch größtenteils dadurch das ich eine Hoffnung habe. Mein Glaube trägt mich und gibt mir einen inneren Frieden. Darum erscheine ich stark. Ich bin auch jederzeit dazu bereit über meinen Glauben zu reden, doch ich denke das dies nicht in aller Öffentlichkeit sein sollte, denn der Glaube ist eine intime und persönliche Sache. Ausserdem weiß ich nicht wie die Allgemeinheit dieses Forums reagieren würde wenn wir vom Thema Krebs auf den Glauben kommen. Auch wenn jemand Fragen zum oder rund um den Glauben haben sollte bin ich gerne bereit zu Antworten. Ich wünsche allen viel Mut und Kraft Kamelle |
AW: Auch ich gehöre nun dazu
Ich finde es gut, daß Du genau das machst, was DU für RICHTIG hälst, denke, genau so sollte es auch sein. Mein Vater ist auch an Lungenkrebs gestorben, leider konnte bei ihm schon keinerlei Therapie bei Feststellung der Erkrankung gemacht werden, da er schon zu schwach war und der Krebs an einer schlecht zugänglichen Stelle saß. Ich wünsche Dir von Herzen, daß Du den richtigen Weg für Dich gefunden hast. Alles Liebe! Petra
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AW: Auch ich gehöre nun dazu
Lieber Kamelle
Deine Haltung ist nachvollziehbar, aber auch der Gedanke vieler anderer sich doch dem ganzen zu stellen und anzukämpfen. Jeder muss für sich die Entscheidung treffen. Die familiäre Situation und der Glauben sind wicher für dich aber auch für jeden von uns bezüglich Entscheidungsfindung wichtig ja vioelleicht sogar wegführend. Willy hat auch alles geregelt - aber er kämpft und ich mit ihm. Auch ich kämpfe und er mit mir. Denn wir haben beide ein hmmm ne zwei Pack zu tragen. Wir haben aber eine Familie und Kinder. Kraft weünschen wir dir trotzdem von Herzen... dann das brauchen wir alle hier. Wir finden es sehr ehrlich von dir zu sagen du seist nict DER Starke den alle von dir annehmen, so geht es uns auch.... es ist eine ständige Berg- und Talfahrt auch nach über 4 Jahren. Liebe Juliane Erstmal tut es uns leid, dass deine Mutti es nicht geschafft hat - und doch tielen wir mit dir die Erfahrung die du machen musstest, dass die kurze Zeit für euch doch eine gewonnene Zeit war. Ein Zeit die du wie auch wir nicht missen möchten. Wir wünschen jedem, dass diese Zeit so in Erinnerung behalten werden kann. Und doch sind wir ab deinen Beiträgen sehr Unsicher geworden.... nicht wegen dem was ihr beide erlebt habt und was ihr daruas gemacht habt, davor kann man nur den Hut nehmen. Aber der Tatsache, dass offenbar deiner Mutter im Koma die Narkosemittel erhöht wurden damit sie sterben kann. Dies ist zumindest hier in der Schweiz aktive Sterbehilfe..... und hört sich so an wie wnen man eine Katze oder einen Hund "eingeschläfert" hat. Wir gehen davon aus, dass es nicht so war wie wir es nun aufgefasst haben, es macht uns aber doch sehr nachdenklich. Vielleicht haben wir es auch falsch gelesen, dann korrigiere uns bitte und kläre uns auf, Danke. Auch dir viel Kraft im neuen anderen Leben ohne Mutti. Liebe Grüsse s'Doppelpäggli |
AW: Auch ich gehöre nun dazu
Lieber Kamelle,
das Du Deinen inneren Frieden mit dieser Diagnose gefunden hast finde ich auch sehr bewundernswert und auf jeden Fall hilfreich für Dich! Dein Glauben hilft Dir, dass freut mich! Vielleicht möchtest Du ein paar kleine Tipps im Umgang mit dieser Krankheit? Ich möchte nicht großartig über meine an Lungenkrebs erkrankte Mutter schreiben, denn es geht um Dich, aber vielleicht hätten wir damals einiges anders gemacht. Der Onkologe meiner Mutter sagte damals zu uns, der Krebs ernährt sich auch von ihrem Essen. Sie nahm kontinuierlich ab, zählte die Kalorien um wieder zuzunehmen, alles erfolglos, bis sie keinen Hunger mehr verspürte und das Essen zu einem "Muss" für sie wurde. Vielleicht solltest Du zusehen, dass Du ordentlich an Gewicht zunimmst, damit Du irgendwann eventuell nicht das gleiche Problem hast. Es gibt hochkalorische Kost, die auch die Hausärzte verschreiben wenn man etwas Druck macht. Desweiteren spritzten wir ihr Mistelpräparate, vielleicht vertrug sie dadurch ihre leichte Chemo so gut. Wie gesagt, es war eine leichte Chemo, die sie in ihrem Tagesablauf nicht beeinträchtigte. Das Schlimmste war für sie die Gewichtsabnahme und die dadurch verbundene Schwäche, die allerdings erst später auftrat. Ansonsten ist sie ganz friedlich, ohne Schmerzen eingeschlafen. Ich wünsche Dir, dass Du Deine positive Einstellung beibehälst, Dein Leben weiterhin genießt und vielleicht dadurch Deine Krankheit in "Schach" hälst, für eine sehr lange Zeit!!! Ich grüße Dich ganz herzlich! Sanne |
AW: Auch ich gehöre nun dazu
Lieber Kamelle,
ich kann deine Einstellung absolut nachvollziehen, sie ist ein Geschenk. Ich war vor 1 1/2 Jahren auch soweit zu gehen, habe alles geregelt und das Hospiz ausgesucht, aber dann kam alles ganz anders. VIele Fügungen haben dazu geführt, dass ich heute gut lebe und dafür bin ich unendlich dankbar. Da ich nicht operabel war, war ein Maxi-Chemoprogramm und Bestrahlung der einzige Weg, den ich gehen konnte - wenn ich denn wollte. Ich habe mich dazu entschieden, als ich mir plötzlich sicher war, dass immer jemand nicht sichtbar an meiner Seite stehen würde, mich beschützt und auffängt. Und das war auch nötig, denn von Lebensqualität war nichts mehr da. Gott gibt auch die Kraft, da durch zu gehen. Woher weißt du, dass deine Entscheidung richtig ist, nichts zu tun? Dass du keine Chemo machen willst, das kann ich gut verstehen. Ich werde das wohl auch nicht mehr tun, aber gibt es nicht noch alternative Behandlungen? Und Wunder (Spontanremissionen) gibt es auch - sie sind wissenschaftlich dokumentiert - aber sie haben nur stattgefunden, wenn die Patienten was getan und nicht nur den Tod abgewartet haben. Was das Sterben selbst angeht, kann ich dir nur raten, ein Patiententestament zu machen (mit Hilfe eines Arztes, der sich auf der Intensiv auskennt). Angst vor dem Sterben muss man eigentlich nicht mehr haben, vor allem nicht vor dem Ersticken, wenn man in ein Hospiz oder (gute!) KHs geht. Aber niemand kann ja vorausehen, was geschehen wird. Ich wünsche dir noch eine wunderschöne Zeit. VIelleicht wird sie ja viel länger als du glaubst. Das wäre auch schön für uns, damit wir noch viel von dir hören. Alles Gute für dich! Ulla |
AW: Auch ich gehöre nun dazu
Liebe Liz,
ich denke mal, dass sich Juliane falsch ausgedrückt hat! Das sogenannte Narkosemittel wird wohl ein Morphinpräparat gewesen sein. Da ich ja selber im Krankenhaus arbeite, ist es ein sehr humaner Werdegang, von sehr humanen Ärzten, die man leider nicht immer findet. Es ist keine aktive Sterbehilfe wenn ein Patient bei vollem Bewußtsein mitbekommt wie er erstickt, oder kurz vor dem Sterben vor Schmerzen schreit und um Schmerzmittel bettelt und dann durch Morphinpräparate ruhiggestellt wird. Genauso würde ich es mir auch wünschen! Liebe Grüße! Sanne |
AW: Auch ich gehöre nun dazu
Hallo Kamelle,
mein Mann bekam im August 2006 die Diagnose Adeno-Ca ohne Metastasen. Zum Glück konnte er operiert werden, der Tumor wurde vollständig entfernt, er bekommt jetzt 4 Chemo-Zyklen zur Absicherung, da die umliegenden Lymphknoten schon etwas angegangen waren. Die Chemos verträgt er verhältnismäßig gut, ein paar Tage danach etwas Übelkeit ist eigentlich schon alles, auch seine Haare sind noch da. Der Grund warum ich dir schreibe ist aber ein anderer. Eine Freundin von mir erkrankte vor ca. 3 Jahren an Blasenkrebs. Fortgeschrittenes Stadium. Als sie die Ärzte nach einer Prognose fragte, meinten die, sie hätte noch ca 1 Jahr, wenn sie nichts unternimmt. Ihre Lebensqualität war zu diesem Zeitpunkt noch sehr hoch, sie hatte kaum Probleme. Voller Hoffnung machte sie dann ihre Chemos, wurde operiert und bekam etliche Bestrahlungen. Es ging ihr aber leider mit jeder Behandlung immer schlechter, von Lebensqualität konnte man irgendwann nicht mehr sprechen. Schließlich starb sie nach 1 ½ Jahren - trotz intensivster Behandlungen bis zum Schluss. Ein Abbruch der Chemo und Bestrahlungen hätte ihr vielleicht doch noch etwas mehr an Lebensqualität beschert. Ich möchte dich jetzt nicht unbedingt bestärken in deiner Entscheidung, aber ich kann es verstehen. Ich bin seit dieser Zeit auch etwas zwiespältig eingestellt zu Chemos, Bestrahlungen und Co. Allerdings gibt es auch in diesem Forum viele, denen eine Chemo geholfen hat. Sicher ist es von Mensch zu Mensch verschieden und DIE Prognose an sich gibt es sowieso nicht. Aber einfach aufgeben? Sich von vornherein dafür zu entscheiden, gar nichts zu unternehmen und diesem fiesen „Untermieter“ alle Chancen zu geben, sich ungehindert im Körper breit zu machen? Ich persönlich würde versuchen, etwas dagegen zu tun, wenn auch nur bis zu einem bestimmten Punkt. Wenn es zu schlimme Nebenwirkungen gibt, kann man immer noch damit aufhören. Aber den Versuch ist es allemal wert. Es ist eine Chance – auch für dich. Bitte bleibe diesem Forum noch lange erhalten, denn nicht nur der Glaube sondern auch dieses Forum wird eine Kraftquelle für dich sein. Ich wünsche dir alles, alles Gute, vor allem aber noch ganz viel Zeit. Liebe Grüße Eve |
AW: Auch ich gehöre nun dazu
Hallo Kamelle,
ich finde es sogar sehr gut und interessant, das Thema Gott anzuschneiden. Schon als meine Mami noch lebte, habe ich (zum ersten mal in meinem leben) einmal in der Woche in der Kirche für sie gebetet und Kerzen angezündet. Ich schenkte ihr einen kleinen Kristallengel, den sie immer geküsst hat, wenn es mal eine gute Nachricht gab.Wir beide haben uns selten mit dem Glauben beschäftigt, aber es wäre sicher schön für sie gewesen,an ein leben danach zu glauben und es hätte ihr viel von der Angst vorm Tod genommen.Und auch für mich wäre das Wissen um ein Wiedersehen jetzt sehr hilfreich.Jede Nacht liege ich wach, weine oder spreche mit ihr, in der Hoffnung, etwas existiert noch. Ich erinnere mich mit einem lachendem und einem weinenden Auge wie wir kurz vor ihrem Tod Alf schauten. Wenige Nächte zuvor hatte sie geträumt, dass sie genau 10 Jahre nach ihrem Vater sterben wird - überlebt hat sie dieses Datum um 7 Tage. Ich habe ihr immer wieder gesagt, sie wird nicht an einer bescheuerten Lungenentzündung sterben...Jedenfalls lagen wir zusammen in ihrem Krankenbett und schauten Alf.Schon als ich klein war,haben wir das gern gesehen.Sie fragte mich dann, ob wohl Alf für sie auch noch wichtig ist,wenn sie dort ist (und schaute in den Himmel).Ich habe ihr immer Mut gemacht,dass es etwas wie Gott oder ein anderes Leben gibt,aber wenn ich vorher unsicher war,habe ich doch nach ihrem Tod den Glauben wieder völlig verloren.aber vielleicht war er auch gut zu ihr, ich weiß es nicht. Frage mich aber immer wieder,welchen Funken es in meinem Herzen braucht, mit ganzem selbigem an etwas zu glauben. Liebe Liz,lieber Willy, ich habe schon so manches von Euch gelesen,wie ihr immer wieder aufmuntert, trotz Eures Schicksals.Aber ihr habt Euch,das ist so wertvoll. Meine Mami hatte ja die schwere Lungenentzündung (Pilzbefall, nicht rechtzeitig erkannt).Die Ärzte gingen von einer normalen Entzündung aus und schickten uns mit Antibiotika heim.Nach ein paar Tagen bekam sie immer schlechter Luft,hustete rostigen Schleim und hatte Fieber.Ich brachte sie ins Krankenhaus und dort wurde sie noch vier Tage mit einem Antibiotika per Venentropf auf der Normalstation behandelt.(Zu der Zeit waren alle Metas stillgelegt oder weg).Ich kam jeden Morgen um sie zu Waschen und wir schauten fern (alf) bis zum frühen Nachmittag.Dann kam ich Morgens und sie war auf die Intensiv verlegt,aber noch ansprechbar.Von da an schlief ich bis zu ihrem Tod neben ihrem Bett und verließ das Krankenhaus nicht mehr.Für 7 Tage.Am 2.Tag intensiv wurde es trotz minimal invasiver Atemmaske schlechter,dann Bronchoskopie.Am 3 Tag stand das Ergebnis der Bronchoskopie fest:ein seltener Pilz.Ab da bekam sie rst das richtige Antibiotikum.Aber der Gasaustausch funktionierrte zusehends schlechter,so dass die Ärzte ein Koma vorschlugen,um sie per Intubator beatmen zu können.Intubation bedeutet aber auch immer noch mehr Stress für die Lunge.Ihre Sauerstoffwerte im Blut sackten immer etwas ab,man starrt ja 22Stunden am Tag auf diesen Monitor.Irgendwann vielen die Werte unter 70 - 100% - 95% ist normal.Sind längere Zeit so geringe Werte,ist das Gehirn unterversorgt und stirbt ab.Meine Mutti war 1 Tag unter oder bei 70.Ihr Herzschlag konstant bei 150.Sie hat sich so gequält,man sah es richtig,wie das Herzchen pumpte.Der Arzt sagte dann,wenn er sie jetzt wachmachen würde,es wäre nicht mehr der Mensch,den ich kannte.Wenn sie nicht innnerhalb eines Tages von allein stirbt,würden sie gern das Narkose und das Schmerzmittel erhöhen.sie wurde es mir erklärt und ich war einverstanden.da lag nicht mehr meine mami,sondern nur noch ihr Körper.Ich hab das im Nachhinein erst richtig realisiert,immerhin war ich 7 tage am Stück in einem sterielen piependem Raum ohne viel Schlaf oder Ruhephasen.Es kam mir auch vor, wie eine Art Euthanasie,aber es ist wohl alles rechtens.Bei anderen Krankheiten stellt man eben die Geräte ab, aber in dem Fall wären die Werte eben einfach tagelang weiter gesunken.Selbst wenn dann die Lunge es wieder erwarten noch mal geschafft hätte, ihre Nieren, Leber und Herz wäre schwer geschädigt gewesen wegen der hohen Medikamntegabe und wie gesagt, im Hirn wäre keine Aktivität mehr gewesen.Vielleicht war es wirklich gut so.Ich kann es nur hoffen. es klingt wohl sehr schrecklich,da zuzustimmen.und ich hätte vorher ganz bestimmt immer gesagt,ich will meine Mutti lebend,egal wie.Aber das stimmt nicht.Es ist nicht egal wie.Ich hatte ihr versprochen,nicht egoistisch zu handeln. Ich wollte das sie in Würde gehen kann und nicht unnötig lange im Sterben liegt.Ich war ihr das schuldig. liebe grüße Juliane |
AW: Auch ich gehöre nun dazu
Ach p.s. lieber Kamelle,
ich schreibe nur von meiner Mami und es sprudelt einfach so ohne punkt und komma aus mir heraus,es beschäftigt mich noch sehr,sonst würde ich mich nicht mehr hier "rumtreiben". Reden bzw. schreiben tut ungemein gut, im privatem Umfeld gibt es wenige,die Krebserkrankungen und damit verbundene Schicksalsschläge kennen,da es meist junge leute sind. Aber auch wenn ich so los plappere von Mami, ist mir Dein Schicksal wichtig, denn Du lebst. und hast viele wichtige Dinge zu sagen. Ich hoffe auf einen Austausch und Du sagst einfach,was Dir in den Sinn kommt und Dich beschäftigt. Mich würde vor allem interessieren,wie Du zu Gott gefunden hast.Welche Art LK hast Du? viele grüße Juliane |
AW: Auch ich gehöre nun dazu
Nachdem ich nun hier immer wieder von den unterschiedlichsten Krebsarten gelesen habe, und selbst nicht genau wußte welchem Gast ich Wirt bin, habe ich mir nun die Diagnose aus dem KH geben lassen. Da ja bereits hier nachgefragt wurde werde ichnun mal die Einzelheiten auflisten:
Nicht kleinzelliges Bronchialkarzinom ( Histologisch wenig diferenziertes, teils großzelliges Karzinom der Lunge, Tumorstadium cT3 cN2 cM1 ) Primärtumor im rechten Oberlappen (C34.1) Ipsilaterale mediastinale Lymphknotenmetastasen (C77.1) Multiple Lungenmetastasen bds., basal betont (C78.0) Lebermetastasen im Bereich des rechten Leberlappens (C78.7) Verdacht auf Nebennierenmetastasen links (74.9) Knochenmetastasen (C79.5) :eek: :confused: :rolleyes: ganz ehrlich, ich kann mit diesen Angaben im Moment nicht viel mehr anfangen als ich vorher schon wußte, das einzigste was mir neu ist sind die Lymphknotenmetastasen. Alles in allem sieht die Weißkittelfraktion 0% Heilungschance, was von den Lebenserwartungsprognosen zu halten ist wißt ihr alle selber, es sind Mittelwerte die in beiden Richtungen veränderbar sind. Auf mein Drängen hin haben mir die Ärzte im KH eine Prognose von 3 - 12 Monaten gegeben, mal sehen. @Juliane, somit hab ich mal die eine Deiner Fragen beantwortet. Das Du von Dir und Deiner Mami erzählst stört mich keinesfalls, es ist Dir wichtig und hat Dich verändert, zu dem gemacht was Du heute bist. Das Du an meiner und der Situation anderer Anteil nimmst wird durch die Trauer um Deine Mami nicht geschmählert. Ich danke Dir für Deine Reaktionen, natürlich auch all den anderen, dadurch wird klar das man hier nicht nur an eine Wand redet. Ihr lieben, gebeutelten Angehörige, bleibt auch wenn Eure Lieben gehen durften diesem Forum erhalten, denn die Betroffenen haben nur bedingt Einfluß darauf. Nun bitte ich alle die nchts von GOTT und JESUS hören wollen nicht weiter zu lesen, denn der Rest wird davon handeln wie ich zum Glauben gekommen bin. Ich wuchs in einer evangelischen, Kirchenfremden Familie auf, sicher bin ich getauft worden. Dann kam eines tages meine Mutter und teilte mir mit das ich nun zum Konfirmandenuntericht muß, alles sträuben hatte keinen Sinn. Für mich war diese kirchliche Sache fremd und unwichtig. Mit viel wiederwilen brachte ich die Zeit der Vorbereitung hinter mich, am Tag der Konfirmation erlebte ich dann das erstemal das jemand von meiner Familie sich in der Kirche blicken gelassen hat. Da sich Menschen mit gleichen Befindlichkeiten ja immer erkennen hatten sich auch ein paar Konfirmanden zusammen getan die das alles nicht ernst genommen haben. Wir saßen wärend dem Gottesdienst in der Bank und sahen uns an was wirklich unser Interesse hatte: Pornohefte. Nach diesem Gottesdienst ging ich aus der Kirche und hab beschloßen das ich kein gottgeweihtes Haus mehr betreten will. Das hab ich auch in den nächsten Jahren mit wachsender Begeisterung getan, ich sammelte Argumente gegen das Christentum und wetterte wo es nur ging gegen die Kirchen. Der Hunger in meinem Inneren wurde dadurch jedoch nicht gestillt, ich hatte den Hunger zu erfahren was den nun der Sinn des Lebens ist, ich wollte wissen woher und wohin. Aus diesem Grund begann ich mich mit den Weltreligionen zu beschäftigen. Budismus, Hinduismus, Islam, Judentum, die Naturreligionen und der Humanismus gaben mir viel Stoff um mich mit dieser Materie auseinander zu setzen. Als ich etwa 19 Jahre alt war dachte ich einen gangbaren Weg gefunden zu haben, ich sah mich als Humanisten. Etwa ein Jahr später hatte ich an einem Tag, im Abstand von etwa 2 Stunden, zwei Krampfanfälle. Das war sehr verwirrend für mich und nach dem 2. Anfall kam ich dann in ein KH zur Abklärung der Ursache. Obwohl ich nur einen Kratzer an der Nase hatte wurde ich in die Chirugische Ambulanz gebracht. Die Schwester die mich aufgenommen hat wird dann später noch wichtig in meinem Leben werden. Nachdem ich dann auf der Inneren stationär aufgenommen war begann ein Unersuchungsmarathon, alle erdenklichen medezinischen Errungenchaften wurden angewand um eine Diagnose zu erstellen. Bei einem CT wurde dann endlich ein Schatten in meinem Kopf endeckt, die Ärzte waren froh etwas sagen zu können, wenn sicherlich nicht über den Inhalt ihrer Aussage. Die Diagnose war: Es könnte ein operabler Tumor sein. Ich war natürlich etwas gerädert nach dieser Aussage. Eines Abends lag ich dann auf der Terasse der Station und rauchte, ich dachte nach was das denn zu bedeuten habe. Da ich ja ein aufgeklärter junger Mann war und schon damals von den Ärzten wollte das sie tacheles mit mir reden, dachte ich darüber nach was denn die Folgen einer OP sein könnten. Vor allem wenn irgend etwas schief gehen sollte. OP bedeutet Infektionsgefahr, eine zitternde Hand könnte sesible Stellen meines Hirns beschädigen. Wie ich es auch drehte ich kam immer zu dem Schluß das etwas zu meinem Tod oder zu einer Geistesvewirrung führen könnte. Ich lag da also auf der Terasse und schaute in meine Gedanken vertieft in den Sternenhimmel, plötzlich kam mir in den Sinn das ich beten muß. Das erste ernsthafte Gebet das ich sprach war in etwa so: "Du Gott Abrahams und Isaaks, wenns Dich wirklich gibt will ich Dich kennen lernen!" An diesem Abend unterhielt ich mich noch mit der Nachtschwester und welch erstaunen bei mir, sie war Christ. Naja, wirklich erstaunlich war es ja nicht, ich war ja in einem Diakonissen Krankenhaus. Am kommenden Tag bat ich meine Mutter das sie mir meine Konfirmantenbibel bringen soll. Trotz ihrem erstaunen brachte sie mir dieses Buch ohne zu murren. Als ich dann die Bibel irgendwo augfgeschlagen habe las ich in etwa folgenden Satz: So wie du behandelt werden willst, so behandel auch die Menschen um dich. Diese Aussage konnte ich mit gutem Gewissen unterschreiben und aus diesem Grund hab ich die Bibel nicht gleich wieder zur Seite gelegt. Kurz drauf lief mir die Schwester aus der Notaufnahme über den Weg und wir unterhielten uns sehr gut, am Tag meiner Entlassung ging ich abends mit ihr weg und von da an sahen wir uns, für etwa fünf Jahre, fast täglich. Sie konnte mir sehr viele Fragen beantworten und half mir mich in der Bibel zurecht zu finden. Etwa ein halbes Jahr nach meinem Gebet auf der Terasse gab ich mein Leben an GOTT ab, bekannte vor IHM was ich alles für Mist gebaut hatte, beschloß nach der Pilosophie Jesu zu leben und hab für mich in Anspruch genommen das JESUS für meine Verfehlungen am Kreuz gestorben ist. Das war vor 22 Jahren und seit dem habe ich oft erfahren dürfen das daß Christentum eine lebendige Religion ist, die Kirchen sind ein anderes Thema, da will ich jetzt nicht drauf eingehen. So, das war der Anlass der mich bewogen hat an den GOTT der Bibel zu glauben. Ach ja, wegen dem Tumor ------------ nach der dritten CT setzte ich dann die Krampfunterbindenden Pillen ab und war bei keinem Arzt mehr. Das letzte Gespräch mit einem Neurologen endete recht nett. Er erklärte mi das es sich wohl nicht um einen Tumor handelte sonder ehr ein Blutgerinsel sei, denn es verkleinere sich ganz langsam. Auf die Frage wo es denn herkommen würde meinte er: Wahrscheinlich von dem Krampfanfall. Als ich weiter bohrte und wissen wollte was den Krampfanfall verursachte kam die ultimative Antwort: Das ist sicher durch das Blutgerinsel gekommen. Wie auch immer, ich brach die Therapie ab und hatte nie wieder Beschwerden. Als ich im letzten Dezember untersucht wurde, haben sie auch meinen Kopf per Kernspinn angesehen. Es ist kein Schatten mehr da. Das wurde ja nun ein richtiger kleiner Roman, dann höre ich mal besser auf. LG an alle die durchgehalten haben;) |
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Hallo Kamelle,
Hättest du erwartet dir so viele Gedanken über das Leben machen zu mussen wenn Du nicht diese Schreckliche Diagnose bekommen hättest? Wenn alles Ok wäre mürde man weniger oder garnicht darüber Nachdenken?So ist es immer bei mir! Ich habe schon ganz oft feststellen können ,das Gott da ist ,wenn du dran Glaubst.Mir hilft es immer eine Kerze anzu Zünden und mit ihm zu Reden,auf meine weise.Ich bedanke mich für seine Hilfe wenn ich Krankheiten hatte die mich selber schon um Angst und Sorge brachten.Im November 06 hatte ich eine Total Op,habe geweint und war sehr Verbittert und meine Angst in der Narkose zu Sterben.Ich saß in der Kapelle und Weinte eine ganze Stunde lang. Ich betete um mein Leben,ich wollte noch nicht Sterben.Weist Du,das war nicht die erste Op.Die 18. war es schon.Ich hatte immer wieder Knoten oder andere Dinge.Ich habe vielleicht kein Krebs,aber das macht ein genauso Vertig,ich weis nie ob mal was anderes raus kommt.Und nun das mit meinem Bruder. Genau diese ganzen Dinge haben mich so zum Nachdenken gebracht, das ich mir immer mehr sage;ich habe eine Aufgabe in meinem Leben die ich unbedingt noch Erfüllen muss.Ich glaube auch zu wissen welche das ist. Einmal für mein Bruder da zu sein,dann habe ich Erkannt das Tiere meine Hilfe brauchen.Seid dem ich das mache erkenne ich oft wenn meine Krankheit mich wieder erwischt warrum ich Gesund werden muss. Alleine dieser Gedanke läst mich nicht Aufgeben.Ich Kämpfe dann um jeden Strohhalm.Ich kann nicht sagen das es immer Funktioniert,aber sicher bin ich mir das Gott in allen von uns einen Menschen mit einer Lebensaufgabe sieht. Viele denken nur an sich selber.Materielle Dinge oder.... Wenn man sein Leben wie du sagst gelebt hat,da gibt es etwas was Du tun musst um einen Sinn zu bekommen eine Krankheit vielleicht doch mal den gar aus zu machen.Der Wille zählt.Wenn Gott es wollte,glaube mir,er würde jeden von uns holen,auch ohne Krankheit.Manchmal ist die Krankheit dafür da um sich noch mal zu Überlegen,was habe ich vergessen? Schau Dich mal ganz genau um,kannst du sehen wo jemand wartet,oder ist da etwas wo du hingehen kannst wo Menschen sind die gerne helfen? Ganz bestimt.Chemo oder Bestrahlung,egal,geh hin und mache es einfach.Alles was du kriegen kannst.Auch wenn Sie Dir sagen das bringt nichts mehr,so ganz stimt das nicht,alles hat seinen Sinn.Du Lebst und dein Leben Zählt sehr.Unser vater im Himmel will Dich doch noch garnicht,Du allein kannst jetzt zeigen was und wie du dieses Leben Leben willst.Dann geht es auch weiter.Ich weis Du bist Stark,dein Wesen ist toll und zeigt das da noch Hoffnung ist. Ich möchte auch meinem Bruder diese Kraft geben solange es geht. Ich merke das er auch Leben will und es mal schlechte und gute Tage gibt. Wir haben nicht die Fäigkeit zu wissen wieviele Jahre wir auf der Erde Leben,aber eines ganz gewiss,jeder einzelne Tag in unserem Leben Bedeutet immer was ganz besonderes.Es liegt an uns.Und dann wenn die zeit da ist gehen wir stolz und Zufrieden.Denn nur Gott Entscheidet wann und wo. Ich Drücke dir die Daumen so fest ich kann,in der Hoffnung Du gibst nicht auf. Du schaffst das. Gruß Tiffy |
AW: Auch ich gehöre nun dazu
Guten Morgen,
also Du hast von den beiden großen Lungenkrebsarten (nicht-kleinzellig und kleinzellig) die weniger agressive Form.Histologisch weniger differenziert heißt,dass die Zellen so entartet sind,dass die Ursprungszelle kaum noch erkennbar ist.ein großzelliges Karzinom ist eine eher seltenere (10%) Unterform der nicht-kleinzelligen Karzinome. Das Tumorstadium sagt aus, wie groß und örtlich begrenzt der Primärtumor (T3) ist,N2 bedeutedet fortgeschrittener Lymphknotenbefall (Krebs breitet sich ja auch über die Lymphbahnen aus) und Fernmetastasen (M1). Ja in diesem fortgeschrittenem Stadium (wohl insg. Stadium 4) sind die Heilungschancen gering.Aber auch ohne Heilung kann man längere Zeit mit Krebs leben.Der Großzeller spricht oft weniger gut auf Zytostatika an,aber er ist weniger agressiv. Wachstumsblocker ( die sich auf den Wachstumsrezeptoren des Tumors festsetzen und selbiges blocken) sollen aber ganz gute Erfolge erzielt haben.Eine Bestahlung kommt für Dich auch nicht in Frage?ich glaube es besteht ja eine hohe Bruchgefahr bei Knochenmetastasen und Bisphosphonate bremsen ihr Wachstum. Ich bin immer noch ganz baff wenn ich über Deine Haltung zu Leben und Tod nachdenke.es ist eher selten,dass man den Tod als zum Leben dazugehörig annimmt und über ihn als Teil des Lebens sprechen kann,zumal wenn es den eigenen Tod betrifft.(egal ob gläubig oder nicht) Du legst Dein Leben in die Hände Gottes,das verstehe ich, aber woher weißt Du denn,dass Du Gott nicht die Möglichkeit nimmst,Dir zu helfen, in dem Du Dich Ärzten entziehst? Und Wenn man an Gott glaubt, bedingt das nicht den Glauben an Wunder? Ich habe im Grunde immer den Ärzten vertraut,sowie ich meist grundsätzlich Vertrauen in andere und mich setzte. Aber was mich stutzig gemacht hat war diese Yvonne Wussow, die ja letztes Jahr an den Folgen von Brustkrebs gestorben ist.Sie war sicher als Person streitbar, hat aber ohne gängige Therapien so lang gelebt wie Frauen im Durchschnitt, die sich mit Chemo ect. behandeln lassen. alles liebe Juliane |
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Hallo erst mal lb. Kamelle, grüße dich
@ich weiß nicht recht warum ich mich nun hier regestriert habe, auch so sind alle lieben Menschen in meiner Umgebung schon belastet genug. Ich habe das auch nach langem zögern getan, und habe mich richtig entschieden. Auch Du hast es richtig gemacht, dich hier an zu melden Zu Hause habe ich auch sehr viele nette und liebe Menschen im Freundeskreis in der Familie. Aber irgendwann überfordert man sie auch mit all unseren Angsten und sind zum Schluss selbst fix und fertig. Wissen nicht mehr, was sie sagen und einem für einen Rat geben, sollen. Nur hier findet man die richtigen Ansprechpartner, weil wir hier alle, der eine mehr belastet. als der Andere, im Grunde alles ein und das gleiche Thema ausdiskutieren. Nie werden sie müde, einen seelich wieder auf zu bauen und Trostpflaster aus zu teilen. Manche sehe ich hier als richtige Helden an, wie locker sie , trotzt der Schwere ihrer Krankheit anderen Mut machen. mvlb G. Samue |
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@Juliane1979:
Zitat:
In der Bibel finden sich verschiedene Textpassagen, die uns immer wieder versichern, dass wir uns nicht fürchten müssen vor dem was kommt, da wir durch unseren Glauben keinen Schaden nehmen können. Der physische Tod ist für den Gläubigen demnach lediglich eine veränderte Form des Daseins. Ganz nebenbei: Ich selbst bin gläubiger Christ, kann aber vor der Haltung Kamelles nur den Hut ziehen. Ich wüsste nicht, ob ich in einer ähnlichen Situation nicht zu einem jämmerlichen Waschlappen verkommen würde. @Kamelle Lieber Kamelle, mit weit aufgerissen Augen und einem offenen Mund habe ich Deine Beiträge gelesen. Ich kann Dir nicht sagen ob Deine Haltung richtig, falsch, gut, schlecht oder sonstwie ist. Was ich Dir aber unbedingt sagen möchte ist, dass ich sehr großen Respekt vor Deiner Einstellung zum Leben und Sterben habe. Zusätzlich freue ich mich darüber, dass Du offensichtlich einen undurchtrennbaren Draht zu Gott gefunden hast. Deine Zeilen zu dem Thema sind wunderbar kraft- und hoffnungsvoll. Kamelle, ich wünsche Dir noch viele schöne Momente auf dieser Erde. Möge der Herr zu der Erkenntnis kommen, dass er noch ein Weilchen auf Dich warten kann! Alles Gute und weiterhin viel Kraft! thomue. |
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Es ist wohl eher der Glaube, dass Gott den Weg eines jeden Menschen vorzeichnet und man das eigene Schicksal, im festen Glauben an ihn und die durch Jesus Christus erbrachte Erlösung, annehmen und akzeptieren soll.
In der Bibel finden sich verschiedene Textpassagen, die uns immer wieder versichern, dass wir uns nicht fürchten müssen vor dem was kommt, da wir durch unseren Glauben keinen Schaden nehmen können. Der physische Tod ist für den Gläubigen demnach lediglich eine veränderte Form des Daseins. Ganz nebenbei: Ich selbst bin gläubiger Christ, kann aber vor der Haltung Kamelles nur den Hut ziehen. Ich wüsste nicht, ob ich in einer ähnlichen Situation nicht zu einem jämmerlichen Waschlappen verkommen würde. als Religions-Laie und mitfühlender Mensch interessiert mich Kamelles Weg zu dieser doch sehr tiefgreifenden Entscheidung sehr, aber danke für deine Erläuterung.Bei deinem letzten Satz "ganz nebenbei......." finde ich den Bezug zu meinem Posting überhaupt nicht. Wie ich schrieb, finde ich die Einstellung bewundernswert und respektiere sie. Was aber nicht ausschließt, Dinge zu hinterfragen. mfg Juliane |
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hier versteckt sich ein feiger mensch hinter gott, weil er angst hat, zu kämpfen und vielleicht zu verlieren,und wird hier gefeiert, weil er sich gegen therapien entscheidet.super.und total mutig.dieses beispiel von völliger selbstaufgabe macht hoffentlich keine schule.
und julia:deine mutter ist elendig an krebs zugrunde gegangen.wieso bitte unterstützt du das hier noch?und finde dich besser mit ihrem tod ab und lebe dein leben weiter,anstatt nach irrwegen bzw. irgendeinem dubiosen gott zu suchen.oder hat er denn deiner mutter geholfen,dieser gott?wie barmherzig soll er sein,dass er menschen diesen weg vorzeichet?damit sie leiden,wie jesus am kreuz?man macht ihr euch das einfach. akzeptiert die realität. |
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Hi, Ula Carina;
Zitat:
Ich stimme nicht in allen Punkten mit dem Ausgangsposting überein und ganz sicher nicht damit, dass Gott die Wege vorzeichnet und damit letztllich der Verantwortliche ist... Letztlich liegt jede Entscheidung mit allen entsprechenden Folgen an uns selber - und es ist absolut egal, ob man die Dinge nun aus christlicher, buddhistischer oder welcher Sicht aus auch immer sieht. Nur andere verurteilen und ihre Sicht in den Boden treten - ich denke, das sollten wir mal bleiben lassen.... Gruß von RitaMaria ( die absolut religonsfrei ist, aber Gott in allen Religionen liebt und vor allem auch außerhalb von eben diesen.. ):rolleyes: |
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Hallo Kamelle,
ich lese die ganzen Tage schon mit, mir fehlten bis jetzt die Worte. Aber nun muß ich doch mal ein paar Zeilen dazu schreiben: Was ich unglaublich klasse von Dir finde ist, dass Du erwähnst, dass wenn Du Familie hättest sofort eine Chemo in Betracht ziehen würdest. Du zeigst Verantwortung mit dieser Aussage und ich habe sehr großen Respekt vor Dir. Mittlerweile bin ich mir nicht mehr sicher, ob mein Mann ohne die ganzen (sinnlosen) Chemos nicht doch mehr von seinem Leben gehabt hätte bzw. noch hat. Gleich nach der ersten Chemo der heftige Schlaganfall, weil sein Herz diese nicht verkraftet hatte. Vielleicht wären aus der damaligen Prognose von 6-12 Monaten wirklich nur 6 geworden, aber wir hätten UNS noch gehabt. Von meinem früheren Partner musste ich schon Abschied nehmen auf der Intensivstation nach dem Schlaganfall. Er liegt nur noch im Bett, hat kein Zeitgefühl mehr. Die ganze Familie leidet darunter. Wir (mein Sohn und ich) kommen selbst nachts nicht mehr zur Ruhe, da er bald stündlich nach uns ruft. Wäre er der Mensch geblieben, der er davor war...ich glaube er hätte es genauso lange geschafft wie bis jetzt mit Behandlung. Und ich bin mir sicher, wenn er klar denken könnte, er würde alles weitere ablehnen. Kamelle, Du wirst noch wunderschöne Momente bewusst erleben können, Dein Glaube hilft Dir dabei. Dadurch wirst Du stark und kämpfst so auf Deine Art. Ich wünsche Dir alles alles Gute!! UllaCarina: Du kannst einem nur leid tun, sorry. Dein Beitrag war einfach nur pietätslos! Petra |
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ich würde mit seiner diagnose und den heillungschancen genauso handeln! ich habe seine beiträge aufmerksam verfolgt und ziehe meinen hut vor ihm !!! ich finde man sollte so neutral genug sein können auch entscheidungen anderer leute akzeptieren zu können !! so falsch die in den eigenen augen auch sein mögen! ich wünsche kamelle alles gute und alle kraft die er braucht !! |
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Ist ja Zuckersüß wie manche miteinander Umgehen :twak: , tja ich sag ja immer das wir Menschen uns selber entscheiden können welchen Weg wir gehen, den der Liebe oder den des Hasses. Ich werde mich sicher nicht auf die Ebene Begeben die gerade so am beginnen ist. Das sich an JESUS die Geister scheiden ist mir klar, das ist auch nichts neues, doch das jemand, weil er damit nichts anfangen kann, beleidigend und verletzend wird ist mir neu. Aber jedem sein Ding, es wird sicher Gründe für diese Aussagen geben. Mich stört es nicht im geringsten wenn jemand meint ich sei feige, ich weiß das ich es nicht bin. Mich stört es auch nicht wenn jemand denkt ich würde nur auf den Tod warten, ich weiß das ich das nicht tue. Mich stört nicht wenn jemand denkt das ich mich hinter GOTT verstecke um meine Aufgabe zu vertuschen, ich weiß das es nicht so ist.
Wenn aus dem bisher von mir geschriebenen hervorgeht das ich keine Lust habe weiter zu leben, dann hab ich es vieleicht falsch ausgedrückt. Ich hab keine Lust von der Diagnose an zu Leiden! Und ich hab vertrauen zu GOTT das ER wenn ER will mich heilen kann und wird! Wie das dann geschieht, ob durch die Schulmedizin oder ein Wunder, das ist seine Sache. Viele werden nun sicher Lachen, aber GOTT wird mir sagen wenn es Zeit ist den einen oder anderen Weg zu gehen, im Moment ist es drann abzuwarten. Im übrigen, wenn hier einer gefeiert wird, dann nicht ich. Sondern der der mir die Kraft gibt auf Menschen wie UllaCarina nicht mit Groll zu reagieren. Ich hab bis her hier Respekt füreinander erfahren und fände es schön wenn das so bleiben kann. |
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hey Kamelle, danke für deine Antwort, es tut mir echt leid das es dich so erwischt hat. Ich finde es unwarscheinlich wie du mit der sch... krankheit umgehst. Das du alles geregelt hast kostet doch sehr viel überwindung und Kraft. Wir reden zwar auch über das sterben und wie er es sich vorstellt, aber ich muss dann immer raus zum heulen, weil ich es einfach nicht wahr haben will und ich denke die Hoffnung stirbt zum schluss. er hat morgen seine 2 chemo.die erste hat er gut überstanden und laut Blutbild auch angeschlagen. Warum versuchst du es nicht doch einmal, deine Fam und Freunde stehen doch bestimmt hinter dir und wir alle aus dem Forum auch.
In welchem Krankenhaus bist du zur Kontrolle? Wir sind in Karlsruhe im alten Vinc. das ist das nähste von uns. In Heidelberg gibt es eine Krebsberatungsstelle, die sind sehr fit.Es wäre toll wen du da mal hingingst. Mein Mann hätte auch keine chemo gemacht, wenn er alles gleich gewust hätt:e, aber ich habe mit dem Arzt besprochen, das er ihm die ganze wahrheit erst hinterher sag., Das er eine chemo macht und dann selbst entscheidet ob er eine zweite macht. Ich wünsche Dir viel Kraft und drücke Dich Inge:remybussi |
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öh..ich bin grad bissel baff Ulla Carina... ich weiß überhaupt nich was ich dir antworten soll, außer vielleicht,dass du meine mam da raus lässt.was weißt du schon über sie oder die trauer um sie.das is echt daneben...
Juliane |
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Lieben Gruß, RitaMaria P.S. An die Betreiber: An welcher Stelle werden solche übergreifenden Dinge evtl. besser besprochen????? |
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Hallo lieber kamelle, mein Mann hat Zungenkrebs. Unsere Familie ist sehr gläubig. Jeden Tag habe ich gebetet, mein Mann soll den Tag gut überstehen, die Schmerzen mögen erträglich sein, er soll gesund werden! Der liebe Gott hat uns erhört. Es ist so!!! Meinem Mann geht es gut. Die letzte Nachuntersuchung war positiv! Ich wünsche Dir von ganzem Herzen viel Kraft für die Zeit, die kommt. Alles erdenklich Gute für Dich und für Deine Familie und Deinen Freunden!!! Viele liebe Grüsse sendet Dir Regina |
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@UllaCarina:
In diesem Forum wollen wir uns gegenseitig unterstützen und nicht fertigmachen @Birgit: Schließe mich allem an, was du gesagt hast. Deine Krankengeschichte ist bemerkenswert! Es gehört viel Vertrauen und Zuversicht dazu, diesen Weg zu gehen. Er möge noch viele Kilometer lang sein! Ulla |
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Grundsätzlich gehört dieser Thread nicht irgendwo versteckt hingeschoben - versorgt oder gar entsorgt, sondern mitten ins Leben, und da ist er wo er jetzt ist genau am richtigen Ort. Wir sind ebenfalls "Gläubige" auch wenn wir nicht täglich in die Kirche rennen, denn wir sind überzeugt Gott ist überall um und in uns. Lieber Kamelle Willy ist seit August 2002 Lungenmkrebskrank, es hiess am Heiligabend 2002 dass er noch 2-3 Moante zu leben hat. Mit eisernem Wille, Glaube und der Hilfe der Docs hat er es bis heute geschafft. Sicher zeitweise war die Lebensqualität sehr eingeschränkt, und doch haben wir verrückte Sachen noch gemacht wie den St. Gotthard Pass hoch zu laufen (er LK und sie MS) oder auf das Klein Matterhorn zu gehen. Um Kraft zu tanken für seine bevorstehende schwere OP. sind wir nach Einsiedeln ins Kloster gegangen - Willy wusste nichts davon, nichts von meienm Kraftweekend, er wusste nicht dass wir dahin gehen werden, wie auch ich wusste es ja nicht mal! Denn auch ich wusste nicht wo wir hinfahren würden. Ich wüberraschte ihn, packte ohne sein Wissen das Auto und wollte nur, dass wir in die Kirche gingen die mein Vater 1963 machte - ich wollte hier seine Nähe spüren, starb er doch viele Jahre zuvor auch an LK. Danach sagte ich zu Willy, nun lassen wir uns treiben, der Wind wird uns schon irgendwo hintreiben und sonst gibt es noch eine andere Macht die uns den Weg zeigen wird. Der Weg wurde uns gezeigt, denn gelandet waren wir im Kloster Einsiedeln - es wurde uns Zeichen gesetzt, ja gezeigt auf das wir aufbauen udn glauben könenn bis heute. In der sehr grossen, sehr hohen, sehr kalten (war Februar) und dunklen Kirche des Klosters, während des Gottesdienstes, waren viele Menschen, wir sahen sie beim rein gehen und doch als wir auf der Bank sassen und den Worten lauschten waren wir nur noch zu zweit resp. zu Fünft. Nur ganz weit oben an der Decke der Kirche schien sehr zaghaft die Wintersonne durch die Fenster rein. Im Laufe des Gottesdienstes fielen plötzlich ein paar wenige Sonnenstrahlen von rechts durch eines der Fenster bis runter zum "Boden" - nein sie fielen nicht auf den Boden, auch nicht auf die Wand, sondern direkt und ausschliesslich auf Willy. Wenige Minuten Später war es wieder dunkel, weil die Sonne in einem anderen Winkel rein kam und sie z.T. sich hinter Wolken verbarg. Das Erlebnis der Sonnenstrahlen auf Willy's Kopf und Schulter, das Bild und die Kraft die uns dabei beiden geschenkt wurde war ein einmaliges Erlebnis, es hält bis heute an. Als es vorletztes Jahr dann bei mir auch losging, war es selbstverständlich, dass wir wieder ins Kloster Einsiedeln und zu unseren anderen Schwestern gehen. Ich habe so viel Kraft schöpfen können, dass ich kaum das Bedürfnis habe mich mit Gleichbetroffenen auszutauschen, sondern weiterhin in unseren beiden Threads uns daheim fühlen. Sicher ich lese oft im anderen Forum, hole mir Infos etc. aber es sind soviele Paralellen, da muss ich mich nicht auch noch austauschen. Wir wissen auch um die Kraft der Gebete, im Wissen, dass die Schwestern eines ganzen Klosters uns täglich in ihre Gebete einbezogen haben. Wir wissen abe rauch, dass selbst Nonnen Zweifel haben wenn sie schwere Schicksalschläge aufgelastet bekommen, und doch sie verlieren schlussendlich ihren Weg nicht. Genauso wie du deinen Weg auch nicht verlieren wirst, egal wie er ausgehen wird. Wir haben uns in den letzten 4 1/2 Jahren sehr oft die Frage gestellt, wie weit soll und will - ja kann man gehen bei der Therapie. Willy hatte anfangs resigniert, heute kämpft er. Heute fragen wir uns auch ob es vielleicht nicht auch andere Wege gegeben hätte, de nn der Preis für diese verlängerte Zeit war udn ist immer noch sehr hoch (Lähmungen, Lungenentzündungen, immer wieder Klinikaufenthalte und weitere Therapien etc.) hier wieder Metas und doch Willy und nun ich durften beide mitansehen wie aus unseren Jungs, junge selbständige Männer wurden die im Sommer nun ihren Berufsabschluss machen werden. Wir durften erleben wie beide ihre Freundinnen fangen und ein eigenes Leben aufbauen. Willy sagt immer er will zumindest ein Enkelkind im Arm halten - und ioch hoffe immer, dass unser Sohn (der andere Sohn bekommt keine eigene Kids - hat dafür ne Freundin mit 2) noch lange keine Kids bekommt, damit Willy noch lange bei mir ist. Wollte eigentlich gar nicht soviel schreiben, aber ähnlich wie Julia, es sprudelt nur.... Dir, lieber Kamelle, danken wir, dass wir hier über dieses so spezielle Thema schreiben, lesen und unss Gedanken machen dürfen - es ist ein Tabu Thema wie das Thema Sterben/Tod selber und Sexualität bei Krebs Tbauthemen sind. Liebe Grüsse s' Doppelpäggli @ UllaCarina Das was du geschrieben hast hat nicht mit dem Glauben oder Nichtglauben zu tun, sondern schlicht weg mit Toleranz und Respekt anderen gegenüber, nicht nur Kamelle und Julia, sondern alle die hier mitlesen und schreiben. |
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Hallo Zusammen,
ich sehe schon es ist mehr als Traurig ,wenn man euch zuhört. Ich könnte mein Leben nicht so weg schmeissen. Mein Bruder hat Lungenkrebs und musste heute in ein Spezielles Krankenhaus. Wisst ihr wie es mir und meinem Bruder geht? Bescheiden schlecht.Erst sein Kreislauf,jetzt auch noch Abgemagert und alles voll mit Metastasen. Er Kämpft um jeden Atemzug und will nicht Aufgeben.Auch wenn es Sinnlos scheint.Der Tag ist noch nicht gekommen auch nicht für einige von euch.lasst euch doch nicht so hängen.Ihr müsst Kämpfen und euch zugestehen auch mal Geboren worden zu sein.Eure Eltern(Mütter) haben die Schmerzen gehabt. Man sollte sein einzieges Leben was wir nun einmal haben nicht so Undankbar weg werfen.Auch wenn es schwer fällt,meine lieben,nutzt die zeit die euch bleibt.Kämpft,Kämpft.... Meine Dewiese: Trete dein Leben nicht mit den Füßen. Du bist mit liebe Erschaffen und Geboren worden. Als du da lagst und wehrlos,Umsorgte dich deine Mutter. Du bekamst Essen,Trinken,Kleider(Hosen),u.Schuhe,Spielzeug Du lerntest gehen,Freunde,und lerntest einen Beruf. Dein Leben war Geschaffen und nun? Ist es da zuende?Nein,es gibt dir die chance zu beweisen wie Stark du bist. Die chance etwas zu Bewältiegen. Aufgeben? Das machen nur die die keine Lösung haben. Schenke dir und deinem Körper die chance ein neuer Mensch zu sein.... Tiffy Gruß Tiffy |
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@Tiffy:
Ich weiß nicht wie Du immer wieder darauf kommst das ich aufgegeben hätte, das hab ich sicher nicht. Ich geh einen anderen Weg als andere, das mag so sein, hat aber nichts mit aufgabe zu tun. Aufgeben würde bedeuten auf dem Bett zu sitzen und auf den Tod zu warten. Aufgeben würde bedeuten keine Pläne mehr zu machen die über das Morgen hinaus gehen. Aufgeben würde bedeuten hoffnungslos zu sein. Das ich geheilt werde liegt nun mal nicht wirklich in der Hand der Schulmedizin, und wenn ein Wunder geschen soll, dann wird es auch ohne Chemo geschehen. Das was mir die Chemo anbietet hat für mich nichts mit Lebensqualität zu tun, doch wenn meine persönliche Situation anders wäre ( wie schon mal geschrieben Frau und Kinder ) würde ich die Chemo machen um jede erdenkliche Minute mit meiner Familie zusammen sein zu können. Da ich nun mal aber alleine lebe habe ich mich gegen ein Leiden entschieden. Was vieleicht auch mal gesagt werden muß, der Tod ist für mich nicht das Ende. Ich glaube daran das ich dann in ewiger Gemeinschaft mit GOTT leben werde. Das Gott alle Tränen abwischen wird, das es kein Leid mehr geben wird an dem Ort wo mir eine Wohnung bereitet ist. @inge-kuntz: Bis jetzt ist noch kein Bedarf an Kontrolle da, ich war zur Diagnose in der Lungenfachklinik Wangen i. Allgäu. @Liz und Willy&DiemitdemPCkämpft&Birgit4: Danke für Euer Bekenntniss, seit gesegnet und seit weiter ein Segen. |
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Hallo
Mir liegt eins auf dem Herzen und das mal ganz deutlich zu sagen: Wir sollten uns gegenseitig so respektieren wie wir sind und nicht verurteilen auf Grund einer anderen Religion, Glauben, Einstellung, Hautfarbe usw Ich selber bin aus der Kirche - kath. - vor Jahren ausgetreten. Ich möchte nicht sagen, daß ich nicht glaube, aber ich respektiere Kamelle und seine Einstellung voll und ganz und das sollte manch anderer hier im Forum auch tun. Wie heißt es so schön: Fair play und keine Schläge unterhalb der Gürtellinie. Dir Kamelle wünsch ich alles Gute und viel Kraft und bleib uns im Forum erhalten. Du bist ein interessanter Mensch. LG Ina |
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ich revidiere und konkretisiere:rolleyes: Das Hauptforum hier heißt Lungenkrebs und der Inhalt dieses(!) Threads ist in etwa: " Hilfe durch den Glauben " - also nicht wirklich identisch... Es geht mir nicht um versorgen oder gar entsorgen, sondern es geht mir um einen geschützten, spezifizierten Ort, an dem man über solche Dinge spezifiziert sprechen kann, ohne quasie innerlich mit den Augenbrauen zu wackeln, weil´s irgendwie doch nicht so ganz passt... Lieben Gruß, Rita |
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Hallo Kamelle,
Tatsächlich,jeder hat eine andere Auffassung zum Leben. Nun gut,ich merke schon ihr ärgert euch. Dennoch lese ich aus deinen Texten das aufgeben. Eigendlich wollte ich Mut machen für alle. In Versteckten Worten gibst du es zuverstehen,Umschreibst es. OK,ich kann nichts mehr dazu sagen;Trotzdem,an dieser Stelle, Mein Leben ist für mich in jeder Sikunde Wertvoll,meine chance bis zum Schluß sagen zu können,ich habe alles getan um länger durch zu halten,erst dann wenn der Tag da ist und Gott spührt ich habe gekämpft und Verdient zu gehen,erst dann werde ich geholt.Nicht früher. Tiffy |
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@Rita
ich denke es passt doch hier hin, denn es ist nicht eine Allgemeine Diskussion über den Glauben und wie er einem bei Krankheiten Kraft geben kann. Sondern es geht hier um mich, der LK hat, und das ich mich auf Grund der Hoffnung die mir mein Glaube gibt gegen eine Chemo entschieden habe. |
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Lieben Gruß, Rita |
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