Krebs-Kompass-Forum seit 1997

Krebs-Kompass-Forum seit 1997 (https://www.krebs-kompass.de/index.php)
-   Forum für Angehörige (https://www.krebs-kompass.de/forumdisplay.php?f=49)
-   -   Die Hoffnung stirbt zuletzt... (https://www.krebs-kompass.de/showthread.php?t=26227)

jelo75 16.06.2007 16:58

Die Hoffnung stirbt zuletzt...
 
Hallo,

mein Name ist Jens und ich bin durch gezielte recherche auf dieses Forum Aufmerksam geworden. Ich habe momentan einfach mal das Bedürfniss mich jemanden mitzuteilen. Bisher stand ich dem Thema Krebs recht gelassen gegenüber - weil so etwas in unserer Familie doch gar nicht passieren kann...

...Leider glaube ich zur Zeit selbst nicht mehr daran.

Mein Vater, 59 Jahre - starker Raucher seit dem Jugendzeitalter, hatte Anfang des Jahres mit starkem Gewichtsverlust (unerklärlich) zu kämpfen. Ausserdem kann er auch seit diesem Zeitraum nicht mehr richtig schlafen. Jede Nacht hat er starke Schweissausbrüche, ist klatschnass. Da mein Papa eher ein Typ ist der in solchen Dingen nach dem Motto "Ist von alleine gekommen - geht auch von alleine" handelt hat er einen Besuch bei seinem Hausarzt recht erfolgreich verdrängt. Als er sich dann eines Nachts mit starken Schmerzen in der Brust und starken Schweissausbrüchen konfrontiert war ging er am nächsten Tag zum Arzt. Der hat ihn sofort krank geschrieben. Bis dahin noch eine ganz passable Geschichte. Mal wieder ein Parade Beispiel dafür das der Mensch, und vor allem mein Vater, solche Dinge super verdrängen kann - bis es einfach nicht mehr geht. Erledigung durch Aussitzen, das ist sein Motto. Wann werden Eltern eigendlich Erwachsen?
Ok, zurück zum Arztbesuch. Da der Arzt sich den Gewichtsverlust auch nicht erklären konnte schickte er meinen Vater zur Magenspiegelung und verschrieb ein paar Antibiotika. Bei der Magenspiegelung wurde dann festgestellt dass da ein paar Bakterien im Bauch sind die da nicht hingehören. Soweit so gut. Um die Sache weiter einzugrenzen wurde ein Termin zur Darmspiegelung vereinbart. Vorher sollte aber beim Röntgen (Bauch) festgestellt werden ob da vielleicht noch irgendetwas ist... Röntgentermin war am 6.6 - und dabei wurde ein (wenn ihr mich fragt zwei) Schatten auf der Lunge festgestellt. Zurück zum Hausarzt, der hat ihn einen Termin für ein CT besorgt. Nachdem CT 13.6 hielten sich die Ärzte recht bedeckt mit irgendwelchen Aussagen - Er muss sich aber am Montag im Krankenhaus vorstellen und dort soll dann eine Art Lungenspiegelung durchgeführt werden. Da meine Schwester sich mit der Aussage der Ärzte nich zufrieden geben wollte rief Sie bei Papa´s Hausarzt an, wo ihr die Sprechstunden hilfe erklärte dass da wohl "in nächster Zeit einiges auf uns zu kommen wird...". Mama hatte gestern Geburtstag und wir saßen alle (ausser mein Vater der schlief weil er immer schwächer wird/ und auch immer dünner) und haben zum erstenmal das ausgesprochen was wir alle denken... Ich glaube ich habe noch niemals einen so beschissenen Geburtstag gefeiert, zumal meine Mama auch noch einige Ereignisse zu Papa´s nächtlichem Verhalten kunt tat die ich besser nicht wissen wollte - Er schläft nicht und distanziert sich von meiner Mutter (getrennte Schlafplätze).

Okay, ihr habt ja recht - bis jetzt wurde noch keine Diagnose gestellt, es kann alles mögliche sein z.B. eine verschleppte Lungenentzündung und nach der Lungenspiegelung bekommt Papa eine rosa Wunderpille und die nächste Woche darauf geht er wieder zur Arbeit... Also erstmal abwarten und bloss keine Gedanken machen. Das ist aber einfacher gesagt als getan! Meine Recherchen zu diesem Thema waren auch nicht gerade motivierend - eher
das Gegenteil. Ich habe hunderttausend Gedanken, in den letzten Stunden mehr geheult als die ganzen 10 Jahre davor. Ich habe Angst! Und Fragen wie z.B. was bedeutet so etwas wie "Klassifizierung T4, N2-3, M1". Ist die Untersuchungsmethode meines Vaters sinnvoll/ folgerichtig? Was kommt bei der Lungenspiegelung raus? Wozu macht man das überhaupt?

Tut mir leid euch hier mit so einer vermuteten Diagnose - die noch gar nicht gestellt worde zu belästigen... Ich habe ja auch Anfangs geschrieben das ich mich eigendllich nur einmal jemanden mitteilen will. Ich habe momentan das Gefühl dass etwas grosses auf uns zu kommt - und ab nächste nichts mehr so ist wie es einmal war...

Bis dahin,
Gruß
Jens

Wolf66 16.06.2007 17:27

AW: Die Hoffnung stirbt zuletzt...
 
Zitat:

Zitat von jelo75 (Beitrag 424325)
Hallo,

wo ihr die Sprechstunden hilfe erklärte dass da wohl "in nächster Zeit einiges auf uns zu kommen wird...".

Lieber Jens,
solche Aussagen machen mich richtig wütend, denn so etwas zu sagen, aber nicht mehr, verunsichert die Angehörigen und natürlich denkt man dann das Schlimmste. So etwas ist unverantwortlich und Du solltest, falls ähnliches wieder geschieht, auf einer konkreten Aussage des Arztes bestehen.
Aber das eigentlich nur nebenbei - ich drücke die Daumen, daß es wirklich etwas Harmloses ist und die Chancen dafür stehen ja gut. Ich bin kein Mediziner, aber ich weiß inzwischen, daß selbst bei angeblich hoffnungslosen Fällen die Chance auf Heilung besteht. Ich selber bin ein Beispiel dafür.
Aber das muss ja alles nicht sein. Ich wünsche jedenfalls Deinem Vater und Dir alles Gute und hoffentlich ein baldiges Aufatmen.
Liebe Grüße
Wolf

Juliane1979 16.06.2007 17:32

AW: Die Hoffnung stirbt zuletzt...
 
Lieber Jens,

der Name Deines Threads ist schön und ich hoffe Du kannst das beherzigen, egal was die Spiegelung ergibt.

Die Warterei macht mürbe und sollte sich das Schlimmste bestätigen, ist das erst der Anfang... ihr habt vielleicht eine schwere Zeit vor Euch.

Das was Du beschreibst, Gewichtsverlust und nächtliche Schweißausbrüche, besonders aber diese Schatten auf der Lunge können für ein Tumorgeschehen stehen. Mit der Lungenspiegelung (Bronchoskopie) wird versucht, eine Gewebeprobe zu entnehmen, nur damit kann man sicher bestimmen, ob es ein Bronchialkarzinom ist, und wenn ja, welches - das ist wichtig, weil sich danach die Therapie richtet.

Zur Klassifizierung (steht die auf einem Arztbericht??):

T4 ist das ausgedehnteste von den 4 Stadieneinteilungen. Egal wie groß der Tumor ist, er ist automatisch T4, wenn Fernmetastasen vorhanden sind.

N2-3 bezeichnet den Befall der regionären Lymphknoten

M1 gibt eine Fernmetastase an


Sollte es Krebs sein, braucht ihr als Familie alle Kraft, um für Deinen Vater da zu sein. Warte ab, aber es ist gut, Dich schon einmal zu informieren, was auf Euch zukommen könnte. So schlimm es klingt und auch ist, mach Dir den Titel Deines Threads zum Leitspruch.

Ich wünsch Dir alles Gute

halte uns bitte auf dem Laufenden

viele Grüße

Juliane

jelo75 16.06.2007 18:13

AW: Die Hoffnung stirbt zuletzt...
 
Hallo Juliane,

danke für die tröstenden Worte. Ich muss dir auch sagen das ich im Rahmen meiner Recherchen, beim lesen deiner HP ganz besonders viele Tränen vergossen habe.

Ich werde deinen Rat beherzigen und den Titel meines ersten Thread´s zu meinem Motto machen. Ich denke das passt auch irgendwie zu mir (Charakter). Ich habe auf jeden Fall den Titel dieses Thread´s in meine Signatur übernommen.

Zu der Klassifizierung - Die habe ich willkürlich aus einem anderen Beitrag kopiert, weil ich sehr oft auf solche Kürzel gestossen bin und mir deren Bedeutung nich klar war/ ist. Das ist auch ein grosses Problem für mich - die ganzen Fachausdrücke und das ganze Vokabular. So viel unbekannte Worte die erstmal schrecklich klingen... Da ich aber jemand bin der gerne versteht was er tut gestaltet sich die Recherche nach solchen Begriffen als sehr zeitintensiv. Ich hoffe dass ich mich nicht damit auseinander setzen muss diese Begriffe in meinen Wortschatz zu integrieren. Aber das ist natürlich auch der Sinn einer Fachsprache - Das ein Leihe nicht versteht was gemeint ist. Da unterscheide ich mich sicher von meinem Vater - Er steckt den Kopf in den Sand solange bis das Problem ausgesessen ist und ich gehe aktiv dagegen. Momentan bin ich aber auch ziemlich wütend über das Verhalten meines Vaters. Er hat niemals gelernt über Probleme zu reden, er war ist immer das Alpha Tier - Er ist der Ernährer der Familie, ein richtiger Kerl eben mit allem drum und dran. Jetzt wo er vermutlich seine Aufgaben nicht oder nur noch teilweise wahrnehmen kann sieht er sich in einer für ihn sehr ungewohnten/ hilflosen Rolle und damit kann er nicht umgehen.
Es ist immer wieder schön solche tollen und auch beeindruckenden Geschichten wie z.B. über Lance Armstrong zu lesen. Wie ich vor ein paar Jahren dieses Buch las war das Thema allerdings ganz, ganz weit weg. Ich habe das Buch wieder rausgeholt und heute lesen sich einige Passagen ganz anders. Aber trotzdem, er hat es gepackt. Der Grundton von ihm ist positiv. Lance ist ein Kämpfer, ich bin ein Kämpfer - mein Vater ist es aber leider nicht. Damit ist aber auch einer meiner Befürchtungen begründet. Sollte er diese Diagnose erhalten dann wird er sich gehen lassen. Wer nicht kämpft hat bereits verloren...

Ich halte euch auf dem laufenden...

Juliane1979 16.06.2007 18:38

AW: Die Hoffnung stirbt zuletzt...
 
Lieber Jens,

das was Du hier an Einzelschicksalen liest, nimmt einen oft sehr mit (so auch sicher manches auf meiner HP, tut mir leid:( ) aber Du kannst da keine Rückschlüsse ziehen, was bei Euch passieren kann/ wird.

Diese Krankheit kann schrecklich sein und stösst einen so manches Mal in ein tiefes Loch. Verlustangst und das mit ansehen müssen, wie ein geliebter Mensch leidet... dabei dürfen wir Angehörigen aber nie vergessen, dass unsere Ängste mit denen, sterben oder leiden zu müssen, nicht wirklich vergleichbar sind.
Will sagen: sei Deinem Vati nicht böse. Vergeude Eure Zeit nicht damit, das meine ich nicht böse. Aber Du wirst ihn nicht ändern können, wer weiß schon, wie man in so einer bedrohlichen Situation reagiert.
Meine Mama war auch stur wie ein Bock. Sie ist nur unter Protest und viel zu spät zum Arzt, alle Termine und Gespräche liefen über mich, manchmal fühlte es sich an, als liegt die ganze Welt auf meinen Schultern. Sie hat ganz so wie Dein Vater plötzlich statt neben ihrem Mann nur noch neben mir geschlafen und sie war manchmal ungerecht und trotzig. Aber alles in allem war sie mir so lieber als die riesige Leere, die sie hier hinterlassen hat.
Lieber Jens, Dein Vater hat Angst, vielleicht steckt er sogar den Kopf in den Sand.. dann hängt plötzlich alles an den Kindern, aber im Nachhinein ist man froh, etwas für seine Eltern tun zu können. Villeicht kannst Du etwas für Deinen Vater mitkämpfen. Ich bin sicher, Deine Stärke wird das Wichtigste für ihn sein.

Aber, ich rede hier als wär schon alles klar. :augendreh

Wegen Fremdwörtern findest Du auch ein kleines Lexikon auf der InfoSeite www.lungenkrebs.de.

Ich drücke Euch trotzdem die Daumen, dass es harmlos ist!

:knuddel:

Juliane

jelo75 16.06.2007 22:17

AW: Die Hoffnung stirbt zuletzt...
 
Hallo Juliane,

deine Worte gehen runter wie Öl :remybussi
Man merkt ganz deutlich dass du weisst wovon du sprichst...
Zitat:

Sie ist nur unter Protest und viel zu spät zum Arzt, alle Termine und Gespräche liefen über mich, manchmal fühlte es sich an, als liegt die ganze Welt auf meinen Schultern.
Ganz genau bei diesem Part erkenne ich mich wieder...

Zitat:

Aber Du wirst ihn nicht ändern können, wer weiß schon, wie man in so einer bedrohlichen Situation reagiert.
Auch da stimme ich dir zu. Ich war gerade ein paar Stunden draussen und bin für mich zu der Erkentniss gelangt dass wir unseren Vater wirklich nicht ändern können. Mein Vater in der Rolle des Ernährers und Beschützer der Familie, die Mama hält das Haus sauber, zieht die Kinder groß... Das funktionierte prima, eine Fabelhafte Ergänzung. Das war bestimmt früher öfter so. Diese Rollenverteilung meine ich. Das ist eben das Denken einer anderen Generation. Mich tröstet die Erklärung allerdings ungemein und hilft mir mich in die jeweilige Rolle reinzudenken bzw. das entsprechende Verständniss aufzubringen.
Allerdings hat das auch Nachteile. Ich habe zum Beispiel gerade gestern Erfahren dass meine Mutter überhaupt gar keine Ahnung von finanziellen Dingen hat. Sie kann noch nicht einmal eine Überweisung tätigen! Ihr fehlt total der Überblick... Ist das Haus bezahlt? Was ist auf dem Konto? Wieviel kostet dies oder jenes? Das ist ein Part der mir/ uns (meiner Schwester und mir) momentan Kopfzerbrechen bereitet. Machen wir uns mal nichts vor, so wie es aussieht müssen sich meine Schwester und ich bald einen Überblick verschaffen damit wir nicht alles mit einmal vor den Kopf geknallt bekommen. Vorbereitungen treffen, du verstehst? Ich habe aber auch bedenken dass ich bei diesem Projekt auch wieder etwas Erfahre was ich eigendlich nicht wissen will...

Im Augenblick ist diese Ungewissheit das was mich beschäftigt. Bekommt der Alte jetzt einen Schuß vor den Bug und er kommt mit einem blauen Auge davon? - Und hält sich an seine Versprechungen/ Vorsätze ... z.B. Rauchen aufgeben oder läuft es so wie bei einem Zahnarztbesuch - Du gehst vor lauter Schmerzen zum Arzt -in diesem verzweifelten Moment würdest du ihm alles versprechen und alles tun damit du wieder schmerzfrei bist-, er kümmert sich erstmal um das eigendliche Problem und sagt dir das noch einiges gemacht werden muss und und am nächsten Morgen stehst du auf, die Schmerzen sind weg und alles ist vergessen... Kennst du das? Mein Papa ist predestiniert für so etwas... Klar dann werde ich Ihn in den A.... treten, aber kann das so richtig sein?
Manchmal sage ich mir, wenn ich ihn in der Küche sitzen sehe und er wieder nichts/ kaum gegessen hat sich aber seine Zigarette anzündet, einfach ihm kann es noch nicht schlecht genug gehen. Anderseits stehe ich dem so hilflos gegenüber das ich momentan nichts intelligentes zu diesem Thema beisteuern kann... :weinen:

Vor uns liegt eine verdammt harte Woche...

Bis denn...

Jens

*Fühldichgedrückt* :knuddel:

bärchen3 16.06.2007 23:59

AW: Die Hoffnung stirbt zuletzt...
 
Hallo Jens,

ich kann gut verstehen welche Ängste du hast. Die kann dir auch keiner nehmen. Deinen Leitspruch den finde ich sehr gut. Mein Papa hat T3N2M0 und ich will dass er es schafft. Er ist auch kein Kämpfer und kann nicht mit Problemen umgehen. Aber Juliane hat recht, man muß es einfach akzeptieren. Man kann keinen Menschen ändern, sondern nur sich selbst, indem man Dinge annimmt und sich überlegt wie man damit umgeht.
Ich wünsche euch alle Kraft und hoffe für euch, dass die Diagnose nicht so negativ ausfällt.
Liebe Juliane,

ich verfolge oft, was du schreibst, alles über deine Mutter hat mich sehr sehr berührt. Ich möchte dir sagen dass ich dich bewundere. Du schaffst es hier wirklich vielen Menschen zu helfen und hast immer die richtigen Worte. Ich drück dich einfach mal in Gedanken und finde es, obwohl ich dich nicht kenne, schön dass es dich gibt.

Liebe Grüße
Sonja

jelo75 17.06.2007 00:10

AW: Die Hoffnung stirbt zuletzt...
 
Hallo Sonja,

obwohl ich erst seit einigen Stunden registriert bin weiss ich dass das die richtige Entscheidung war. Soviel Wärme und Verständniss habe ich selten Erfahren.
Zitat:

Man kann keinen Menschen ändern, sondern nur sich selbst, indem man Dinge annimmt und sich überlegt wie man damit umgeht.
Oder anders ausgedrückt: Wer etwas erreichen will was man bisher nicht hatte, wird etwas dafür machen müssen was er niemals zuvor tat...

Zitat:

dein Kommentar zu Juliane... Du schaffst es hier wirklich vielen Menschen zu helfen und hast immer die richtigen Worte. Ich drück dich einfach mal in Gedanken und finde es, obwohl ich dich nicht kenne, schön dass es dich gibt.
Das hast du sehr schön formuliert. Ich unterschreibe das. Sofort!

Drücke euch ganz fest,:knuddel:

Jens

Rosa98 17.06.2007 00:24

AW: Die Hoffnung stirbt zuletzt...
 
Hallo alle zusammen,

seit Anfang Mai lese ich hier im Forum mit und bin seit dem durch alle Emotionen gegangen. Freude, wenn der eine oder andere von Euch ein positives Ergebnis seiner Nachsorgeuntersuchung erhielt, Tränen und schmerzliche Erinnerung (Tod meiner Mutter durch Brustkrebs) beim Lesen von leidvollen Geschichten. Aber am meisten empfand ich HOFFNUNG und dafür möchte ich Euch danken.
Ob dies der richtige Weg ist mit Euch Kontakt aufzunehmen weiß ich nicht, ich hoffe es mal. Leider bin ich am Computer eine absolute Anfängerin!
Wie ich schon erwähnte lese ich seit Anfang Mai mit. Mein Freund erhielt Mitte Mai die Diagnose: Adenokarzinom linker Unterlappen. Metastase im Kleinhirn wurde 8 Tage vorher vollständig entfernt. Knochenzintigram war o.B und am 25.06.07 wird ihm der li. Unterlappen entfernt.
Diese Woche hatten wir ein Gespräch in der Klinik wegen der OP. Auf meine Frage wann denn ein PET gemacht wird, bekam ich die Antwort, daß das nicht nötig sei und die Kasse das auch nicht bezahlen wird.Es ist nur ein Ultraschall geplant. Kennt sich jemand in Sachen PET aus und kann mir vielleicht etwas aus eigener Erfahrung zu der Kostenübernahme und Notwendigkeit sagen?


Für alle von Euch ganz viele gute und liebe Wünsche
Gruss Rosa

Juliane1979 17.06.2007 09:55

AW: Die Hoffnung stirbt zuletzt...
 
Lieber Jens,

och dankeschön :o

Ich muss zugeben, vor der Erkrankung meiner Mutti war ich in ähnlicher Rolle, wie Du Deine Mutti jetzt beschreibst... Dank meiner Mutti habe ich fast immer ein sehr schönes Leben gehabt, ganz unabhängig davon wie es finanziell bei uns aussah, haben mich viele Freundinnen immer beneidet um meine "coole" Mama. Sie hat mir alles abgenommen. Umso erstaunlicher war es, dass wir unsere Rollen dann zum Schluß getauscht hatten. Ich denke, ähnlich wie ich, werdet ihr da nach und nach "reinwachsen" - mit Hilfe Eures Vaters, den ihr immer einbinden und fragen solltet (das lenkt ihn ab) kann Eure Mutti lernen, eine Online-Überweisung zu tätigen. :D
Es kommt so irre viel auf Euch zu, ihr braucht ein elendig dickes Fell und ich persönlich glaube, dass der "Aktionismus", den Du in dieser schweren Situation entwickelst, Dir hilfreich sein wird.

Wegen dem Rauchen - ich würde ihm, sollte er eine Chemo bekommen, das zeigen: http://www.krebs-kompass.org/Forum/s...ad.php?t=26208

Unter dem psychischen Stress ist es natürlich gar nicht leicht, aufzuhören.

Wegen dem Essen - hat er nie Appetit oder woran liegt es? Vielleicht könnt ihr Eurem Dad ganz liebevoll sagen, dass ihr ihn nicht verlieren wollt und das er aber Reserven braucht, um harte Therapien durchzustehen. Dabei könnte Euch Astronautenkost aus der Apotheke helfen.


Zitat:

er kümmert sich erstmal um das eigendliche Problem und sagt dir das noch einiges gemacht werden muss und und am nächsten Morgen stehst du auf, die Schmerzen sind weg und alles ist vergessen... Kennst du das?
ich kenne das eher von mir:rolleyes:
Bei mir hilft da nur Selbstmotivation. Sicher müsst ihr Eurem Vater viel abnehmen, damit er sich aufs Wesentliche konzentrieren kann. Aber es wäre für ihn bestimmt nicht schlecht, einiges hier selbst zu lesen.

Zitat:

Anderseits stehe ich dem so hilflos gegenüber das ich momentan nichts intelligentes zu diesem Thema beisteuern kann...
Du tust wirklich alles,ALLES, was man in Eurer Situation erst mal tun kann.

Denk unbedingt auch an Deine Nerven!

Ich denk an Euch nächste Woche.

:pftroest:

Juliane

Juliane1979 17.06.2007 10:08

AW: Die Hoffnung stirbt zuletzt...
 
Liebe Sonja

*schluck* vielen lieben Dank! :o :o :o bin sprachlos:lach2:


wenn ich Euch mal kurz was lustigens von meiner Mam erzählen darf:

Ich wollte heut Morgen mit dem Hund runter. Es hatte geregnet, darum habe ich meine alte Jogginghose rausgekramt. Die zog ich an und bin runter. Unten beim Bäcker wollte ich das Restgeld in meine Hosentasche stecken, doch das ging nicht :confused: Panisch dachte ich "Oh Nein! Ich hab die Hose falschrum an!" :rotenase: Bin wieder hochgeflitzt und stelle vorm Spiegel fest, dass meine Hosentasche außen zugenäht ist. Ich habe einen riesen Lachanfall bekommen - meine Mutti hatte nochmal zugeschlagen. oft, wenn sie etwas von mir genäht hat, hat sie einen Scherz mit eingebaut. :lach: Ich bin so froh, die Hose jetzt rausgesucht zu haben, ein toller Tag :rotier2:


liebe Sonja,

ich wünsch Dir und Deinem Vati einen schönen Sonntag und hoffe mit Dir!

sei lieb gegrüßt

:winke:

Juliane

Juliane1979 17.06.2007 10:20

AW: Die Hoffnung stirbt zuletzt...
 
um auch hier nochmal meinen medizinischen Senf dazu zu geben ;) :

Liebe Sandra,

schön dass Du hier bist :winke:


Zum PET:

Bei meiner Mam hat ihr Arzt das angeordnet und fertig, da hat die Kasse das auch getragen.

Dem Krebsinformationsdienst ( www.krebsinformationsdienst.de) habe ich forlgendes entnommen:

Zitat:

Bei der Kostenübernahme für eine PET unterscheiden die gesetzlichen Kassen zudem zwischen der Untersuchung beim niedergelassenen Facharzt oder in der Ambulanz eines Krankenhauses und der Untersuchung von Patienten während eines Klinikaufenthaltes.

Ist ein Patient stationär ins Krankenhaus aufgenommen, werden die Kosten für die PET unter Umständen im Rahmen der Gesamtabrechnung mitgetragen.
Dies gilt ebenso für die Anwendung im Rahmen von Studien, in denen das Verfahren weiter entwickelt werden soll. Im Zweifelsfall sollten Patienten ihre Ärzte vor der Durchführung auf die Kostenübernahme ansprechen.
Für ambulante Patienten ist die Kostenübernahme durch die gesetzliche Krankenversicherung im April 2007 nur bei folgenden Fragestellungen möglich:

zur Bestimmung des Tumorstadiums von primären nichtkleinzelligen Lungenkarzinomen einschließlich der Untersuchung auf Fernmetastasen;
zum Nachweis von Rückfällen bei nichtkleinzelligem Lungenkrebs
sowie zur Abklärung, ob Veränderungen in der Lunge gut- oder bösartig sind, wenn eine andere Untersuchung oder gar eine Operation zu belastend wären oder nicht möglich sind (hier eine Pressemitteilung des Gemeinsamen Bundesausschusses vom Januar 2007 unter http://www.g-ba.de/informationen/akt...eilungen/101/).

Ich hoffe das hilft Euch etwas weiter. Ich weiß ja nicht wo ihr wohnt, aber in Berlin kenne ich eine KLinik, die mit der Verordnung von PETs sehr freizügig umgeht, da sie auch auf dem Gebiet forschen. Allerdings muss man dort als Patient eingewiesen werden.

Alles Gute!

Juliane

jelo75 17.06.2007 15:01

AW: Die Hoffnung stirbt zuletzt...
 
Hallo ihr lieben,

schön hier diese Resonanz zu bekommen. Also Info für alle morgen kommt mein Papa ins Krankenhaus und dann wird die Bronchoskopie (ich lerne...) durchgeführt... Und dann sehen wir weiter. Weiss jemand von euch wie lange es dann dauert bis die Ergebnisse vorliegen? Ist das eine Ambulante Behandlung, oder bleibt Papa erstmal im Krankenhaus?
Nochmal zum besseren Verständniss für mich. Das normale vorgehen bei dem Verdacht Lungenkrebs ist:
1. Röntgen - zweidimensional, um festzustellen ob man dort irgendetwas sieht.
2. CT - das hat den Zweck die Größe des wasauchimmer festzustellen und um zu sagen ob das Ding klein genug ist um es operativ zu entfernen... und schon Erkenntnisse für eine evtl. Therapie festzulegen...
3. Bronchoskopie - um eine Probe von dem Zeug zu bekommen und festzustellen was es denn nun ist...

Habe ich das alles so richtig Verstanden?

@Wolf66 - *drückdich* ich werde dem Dok mal Feuer machen...

Gruß,

Jens

jelo75 17.06.2007 15:28

AW: Die Hoffnung stirbt zuletzt...
 
Mist, eine Sache habe ich noch vergessen zu fragen. Ich komme ja gerade von meinen Eltern.

Zitat:

Wegen dem Essen - hat er nie Appetit oder woran liegt es? Vielleicht könnt ihr Eurem Dad ganz liebevoll sagen, dass ihr ihn nicht verlieren wollt und das er aber Reserven braucht, um harte Therapien durchzustehen.
Dazu kann ich sagen dass das wohl eine Appetilosigkeit ist, in kombination mit der Naivität meines Papas. Zitat >>Ich habe in den letzten Monaten soviel abgenommen. Wenn ich dann wieder gesund bin nehme ich auch ganz schnell wieder zu und dann habe ich mein Idealgewicht... ...spare mir die Diät.<< bevor jetzt einer auf die Idee kommt mir zu sagen dass das eine gute Einstellung ist daem kann ich nur sagen mein Vater meinte das Ernstn (nicht das mit dem gesund werden, sonder das mit den Figurproblemen). Papa geht so Naiv mit diesem Thema um, der hat überhaupt gar keine Ahnung und auch kein Interesse daran sich ein wenig zu informieren *KopfindenSandsteck* Der weiss auch gar nicht was für Tabletten er da gerade nimmt (Antidepressiva). Er fragt auch gar nicht warum diese oder jene Untersuchung gemacht wird. ER FRAGT NICHT!!! Und diese gleichgültigkeit in kombi mit seiner Naivität -tut mir leid so etwas sagen zu müssen- diese Einstellunng weckt z.zT das Tier in mir, macht mich wütend... und traurig. Ich glaube er wird nächste Woche einen Riesen Hammer bekommen... und den Kopf noch tiefer in den Sand stecken.

Rosa98 17.06.2007 15:47

AW: Die Hoffnung stirbt zuletzt...
 
Hallo Juliane,

vielen Dank für Deine Info. Das hilft mir schon weiter und wir werden versuchen während des stationären Aufenthalts ein PET zu bekommen. Wir wohnen im Raum Heidelberg und sind dort in der Thorax-Klinik bestimmt gut aufgehoben. Hoffe, es war einfach nur die falsche Ärztin am falschen Tag zur falschen Zeit !!
Nochmal vielen Dank und an der Stelle möchte ich Dir auch mal sagen, daß ich es ganz toll finde, daß Du Dich hier immer noch so engagierst und versuchst den anderen Mut zu machen und Hoffnung zu geben.


Alles Gute für Dich

Gruß
Rosa

Juliane1979 17.06.2007 18:40

AW: Die Hoffnung stirbt zuletzt...
 
Hallo :)

@ Jens

Ich glaube die Ergebnisse der Bronchoskopie brauchen einige Tage bis 1 Woche... glaube ich. Ob stationär oder ambulant (beides ist möglich) hätte man Euch ja schon mitteilen können, zwecks Sachen einpacken ect. Sie wie Du es aufgezählt hast ist meiner Erkenntnis nach ein normaler Ablauf zur Diagnosestellung. Vielleicht bleibt Dein Vater gleich stationär und es wird ein Staging gemacht. Der Zweck ist zu schauen, ob sich irgendwo Metas befinden (CT o. MRT Schädel, Knochenszynthigramm, OberbauchSono oder dort auch CT).

Es tut mir echt leid, dass Du manchmal wütend und hilflos bist durch das verhalten bzw. Nicht-Verhalten Deines Vaters. Ich erinnere mich an ähnliche Gedanken, wie Du sie hast und auch Sandra, ich wünsche Euch wirklich, dass ihr das besser durchsteht als ich - ohne das man danach manches bereut..:knuddel:

@Rosa

gern geschehen - auch alles Gute für Euch!



liebe Grüße @ all

Juliane

Annito 17.06.2007 23:50

AW: Die Hoffnung stirbt zuletzt...
 
Hallo zusammen!

Lieber Jens,

bei mir geht es um meinen Schwiegervater, der seine Bronchoskopie schon hinter sich hat. Ich habe einen sehr lieben Schwiegervater und seine neue Krankheit (nach Magenverwachsungen, Darmkrebs, Gürtelrose, ...) macht uns fassungslos. Mein Mann ist gefühsmäßig stärker beteiligt als ich und ich merke, dass ihm möglichst viele Informationen (wie es Dir offensichtlich auch geht) über den Krebs helfen, das leisten zu können, was jetzt von ihm erwartet wird, nämlich für meinen Schwiegervater der Alte zu bleiben und als der mittlere von drei Söhnen die richtigen aufmunternden Worte zu finden, wenn er bei ihm ist. Da mein Schwiegervater aber ähnlich wie Dein Vater immer gewohnt war, der Macher und auf sämtlichen Gebieten des Alltags Experte und Berater zu sein, schafft er es nicht, unsere sachlichen Gesprächsangebote über das,was jetzt kommen kann und was man die Ärzte fragen könnte, anzunehmen!

Wir haben ihm heute erklären wollen (nachdem wir mit Kindern 2 Stunden beim Kaffe zusammen saßen und über alles Mögliche nur nicht DAS sprachen...), dass einer von uns gerne dabei sein möchte, wenn er das Ergebnis der Bronchoskopie mitgeteilt bekommt. Das hat er mit einem "Ach was, wer weiß, wann der Arzt kommt, nicht nötig" abgetan. Das kann man doch herausfinden, wann das Ergebnis kommt?! Sicher, meine Schwiegermutter ist meistens im Krankenhaus (30km entfernt) und wir haben unsere Arbeit und Kinder, aber sie ist eher labil und mit ihrer - und Schwiegervaters- anerzogener Ehrfurcht vor Ärzten...

Gerade mein Mann würde gerne alles mitbekommen und zumindest die Information nicht verpassen, ob es klein- oder nichtkleinzellige Tumore sind (3 an der Luftröhre, Lunge offensichtlich frei), wer weiß, ob meine Schwiegereltern das heraushören. Darauf angesprochen (also, dass man danach fragen sollte) bekam ich von Schwiegervater zur Antwort "Das kann man doch alles noch nicht sagen." Er kann das doch nicht wissen, oder?! Und ihm reicht die Aussage von einem Arzt "Wenn die Stammzellen in Ordnung sind, ist alles bestens." Was soll denn das heißen???

Ich bin echt ratlos. Sicher, in unseren 13 Ehejahren ging es mir mit ihm immer so, dass er unsere Sichtweisen der Dinge, egal was, oder unser Wissen um irgendwas widerlegt oder belächelt hat. Er ist ja auch ein gebildeter und praktisch begabter Mann. Damit konnten wir immer gut umgehen, aber jetzt? Er lässt sich halt von uns nichts sagen und das wäre in dieser Situation doch wichtig, oder? Oder ist es eher für uns wichtig...???

Vielleicht finde ich hier Antworten! Ich lese seit einer Woche im Forum und finde es klasse, wie hier jeder für jeden da ist! Ein Freund hat mir abgeraten, so ein Forum zu verfolgen, man würde runtergezogen von den Krankheitsberichten, aber das kann ich nicht bestätigen. Ihr seid alle super! Ich wünsche mir auch, dass meine Kinder später so für mich da sind, wenn es nötig sein sollte...

Liebe Grüße Anja

jelo75 18.06.2007 22:25

AW: Die Hoffnung stirbt zuletzt...
 
Hallo alle ihr lieben,

@Anja
Danke, lass dir nicht enreden dass es schlecht sei so ein Forum zu verfolgen. Angst durch Wissen zu ersetzen und dieses Wissen anzuwenden, damit arbeiten - die eigenen Fähigkeiten erweitern und an/ mit den Problemen wachsen. Sich Informieren was auf einen zukommen kann... Was soll denn daran schlecht sein??? Nur die dummen wissen alles besser...

@alle

Gibt Neuigkeiten. Mein Vater war heute im Krankenhaus und es wurde keine Bronchoskopie gemacht sondern es war so eine Art Eingangsbefund/ Untersuchung. Der Arzt sprach jetzt ganz konkret von einem Tumor! Des weiteren stellte er fest, dass die Schweissausbrüche vom Kopf her kommen. Das positive daran ist allerdings das mein Papa keine Kopfschmerzen hat... Auf jeden Fall geht er Freitag ins Krankenhaus und muss dort für min.10 Tage bleiben. Am Freitag fangen die an mit der Bronchoskopie, Röntgen bzw. CT vom Kopf!!!

Klingt alles nicht so gut.

Was ich eigendlich wissen wollte, warum 10Tage im Krankenhaus, dauern die Untersuchungen so lange???? Die erste Chemo? Was zum Geier machen die denn da?

Gruß,

Jens

destiny68 18.06.2007 22:41

AW: Die Hoffnung stirbt zuletzt...
 
Hallo Jens,

ich denke, dass während des Krankenhausaufenthaltes Deines Vaters alles wirklich gründlich durchgecheckt werden soll. 10 Tage hört sich zwar lange an, aber das braucht ja auch alles seine Zeit - vor allem, bis die einzelnen Ergebnisse der Untersuchungen vorliegen. Alle diagnostischen Untersuchungen müssen ja erstmal ausgewertet werden, damit man wirklich herausfindet, was denn nun Deinem Vater fehlt.

Ich kann Deine Angst und die Unsicherheit gut verstehen, aber ich glaube wirklich, dass das Krankenhaus da einen gut Job macht, wenn sie Deinen Dad "auf den Kopf" stellen. Vermutlich wird auch in einem nachgesehen, ob eventuell irgendwo Metastasen vorhanden sind (Bauchraum, Nieren, Leber, Knochen, Schädel). Das klingt sehr beunruhigend, ich weiß. Es muss auch wirklich nicht so sein, dass Metas vorliegen, aber es muss eben abgeklärt werden, damit Dein Dad die richtige Therapie bekommt. Und vielleicht kann man gleichzeitig etwas unternehmen, damit er wieder ein bisschen Appetit bekommt.

Leider bedeutet das für Euch jetzt erstmal wieder eine Zeit des Wartens.
Ich wünsche Euch gute Nerven dafür und vor allem sehr gute Ergebnisse und einen schnellen Beginn der Behandlung.

Lieben Gruß
Helga

Susanne28 18.06.2007 22:53

AW: Die Hoffnung stirbt zuletzt...
 
Hallo Anja,
wir haben auch immer versucht dabei zu sein, wenn irgendwelche Ergebnisse mitgeteilt wurden, und teilweise konnte man das ganz gut abschätzen, weil z.B. der Prof immer gegen Abend kam und Tumorkonferenz immer gegen 14 Uhr war.... sowas findet man dann eben raus oder sucht anderweitig das Gespräch und ist dabei manchmal schneller. Letztlich hab ich mir immer Termine beim Prof geben lassen- bei denen mein Vater gar nicht dabei sein wollte, und hab alles hinterfragt und mit detailliert erklärn lassen. Und je mehr man z.B. hier oder anderswo liest, desto besser kann man fragen und verstehen... Mein Vater will das alles gar nicht so genau wissen, aber ich habe ein sehr wachsames Auge über alles und nach der ein oder anderen Merkwürdigkeit die uns widerfahren ist, bin ich auch der Meinung, dass das recht wichtig ist.....
Hallo Jens,
ich glaube mein Vater war anfangs auch recht lange in der Klinik, es wird einfach nach Tumor und Metastasen gesucht, per CT, MRT, Szintigramm, Ultraschall, Magenspiegelung, Darmspiegelung sowie Gewebeproben per Bronchoskopie oder wie bei meinem Vater per Feinnadelbiopsie entnommen und ausgewertet. Das dauert einfach. Und bevor das alles komplett ausgewertet war , haben wir auch wenig genaues erfahren. Im Anschluss wurde dann sofort mit der Chemo begonnen und die wird z.B. bei Cisplatin auch stationär durchgeführt.....
Alles Gute,
Susanne

Rosa98 18.06.2007 22:53

AW: Die Hoffnung stirbt zuletzt...
 
Hallo Jens,

zu der Frage "warum so lange ins Krankenhaus", kann ich Dir nur von unseren Erfahrungen berichten.
Wir wohnen im Raum Heidelberg und deswegen ist die Uniklinik dort für uns die Anlaufstelle. Das hieß in unserem Fall, daß der Zulauf dort sehr, sehr groß ist und man die Termine für die Untersuchungen nicht fortlaufend bekommt, sondern immer einige Tage dazwischen lagen. Wenn dann die ersten Ergebnisse und Befunde vorliegen, gibt es so etwas wie eine "große Runde", wurde uns gesagt. Das heißt, daß sich Fachärzte verschiedener Bereiche zusammen setzen und die Therapie zusammen besprechen und festlegen.
Das kostet Geduld und Nerven, aber ich denke, daß ist nun mal der übliche Weg.Danach geht dann aber alles ganz schnell.
Mein Freund hat übermorgen die letzte von 10 Bestrahlungen und wird kommenden Montag operiert.
Seh es positiv, daß sie Deinen Vater gleich in die Klinik bestellen, dann kann so schnell als möglich mit der Therapie begonnen werden. Mit 10 Tagen seid Ihr wirklich gut dran.

Viel Kraft für Euch und alles Gute

Liebe Grüsse
Rosa

Schnucki 18.06.2007 22:55

AW: Die Hoffnung stirbt zuletzt...
 
Hallo Jens,

die Dauer ist völlig normal. Meine Mutter war am Anfang, bis alles durchgecheckt war, auch 14 Tage in der Klinik. Ist zwar unangenehm, diese Warterei, aber sie gehört leider dazu.

LG

Astrid

Mae-Geri 19.06.2007 02:03

AW: Die Hoffnung stirbt zuletzt...
 
Ich möchte mich an diesen Beitrag dran hängen.

Ihr kennt mich noch nicht, ich bin die Schwester von Jens.

Wie gesagt, der Doc sprach von einem Tumor. Auf dem bereits gemachten CT kann er wohl auch eine Beteiligung der Lymphknoten erkennen... Dort soll auch eine Gewebeprobe entnommen werden.

Meine Gefühle schwanken unglaublich, und es fällt mir sehr schwer meinen Vater anzusehen, der so langsam ahnt was passiert und nur noch so lange leben möchte bis er es geschafft hat meine Ma davon zu überzeugen, dass es auch ohne ihn lebenswert ist. Nicht falsch verstehen: Er wird eine Therapie machen aber ich glaube er gibt auf. Ich habe Angst, ich weine und die jetzigen Gefühle sind so heftig, dass ich sie nicht in Worte fassen kann.

Jens - Du bist ein klasse Bruder!!! Da wir uns dazu entschlossen haben beide hier zu schreiben (ich lese schon seit 1,5 Wochen still mit) lass uns bitte dafür Sorge tragen, dass wir erst hier von Befunden oder Ergebnissen lesen wenn sicher gestellt ist, dass der andere Geschwisterteil sie auch bereits kennt. *lassdichdrücken*

@all: Dieses Forum ist Klasse und ich bin von Anfang an (wie gesagt, ich lese schon geraume Zeit mit) fasziniert wieviel Wärme hier gegeben wird.

Gute Nacht
Sandra

Juliane1979 19.06.2007 18:37

AW: Die Hoffnung stirbt zuletzt...
 
Liebe Sandra,

schön, dass Du und Dein Bruder so zusammen haltet, ihr seid Eurem Vater sicher eine riesen Stütze. In der nächsten Zeit wird es sicher ein Auf und Ab ohne Ende werden, aber mit Euch steht Euer Vater das durch. Er braucht sicher auch seine Zeit, diese Diagnose zu verarbeiten. Ich hoffe sehr, dass seine Selbst-Aufgabe nur eine Vorrübergehende ist!

Herzlich Willkommen hier im Forum Sandra.

:winke:

Juliane

jelo75 19.06.2007 22:30

AW: Die Hoffnung stirbt zuletzt...
 
So langsam kommt hier wohl eine gewisse Eigendynamik in Spiel,

also für alle, Sandra und ich habe gemeinsam entschieden dass es besser ist wenn wir hier nicht beide vertreten sind und unsere Gefühle hier darlegen. Da sind dann sicher Punkte/ Formulierungen die den einen oder anderen weh tun. Jeder der Tagebuch schreibt weiss was ich meine! Anmerkung: Sandra und ich haben bereits vor diesem Ereigniss Tagebuch geführt und sind bereits dort zu der Erkentniss gelangt dass es besser ist die Tagebücher des anderen nicht zu lesen!!! Auszugsweise, mit Genehmigung - gerne! Aber niemals komplett! Wir haben uns übrigens auch versprochen, wenn der Fall eintreten sollte das einen von uns beiden etwas passiert der andere die Aufgabe hat die Tagebücher an sich zu nehmen - und ungelesen zu vernichten!!!

Ich weiss nicht wie ihr das seht, aber Tagebücher zum lesen "freizugeben" - Das ist der grösste Vertrauensbeweis den ich zu geben im Stande bin.

Und was anderes mache ich hier ja eigendlich auch nicht...

@Juliane: Zumindest von dir glaube ich das Du mich/ uns verstehst welchen Wert solche Aufzeichnungen haben bzw. warum es besser ist sich nicht "nackt" zu machen... Ansonsten hättest Du dein Tagebuch auf deiner Seite wohl nicht geschützt...,oder?!

@all

Ich soll euch schön von meiner Schwester Grüssen und euch mitteilen dass Sie dieses Forum hier nicht mehr betritt. Sie hat sich in einem anderen Forum angemeldet und stellt dort ihre Fragen - Ich weiss nicht welches das ist und ich werde nicht danach suchen... Ansonsten kommt hier wohl noch viel mehr Eigendynamik ins Spiel - das ist nicht gut... Ich versichere euch aber, dass meine Schwester und ich im Austausch miteinander stehen...

Die Warterei ist schrecklich...

Gruß
Jens

Annito 19.06.2007 23:25

AW: Die Hoffnung stirbt zuletzt...
 
Hallo zusammen,

es wäre schön, wenn ich hier noch etwas mitschreiben könnte, ist das ok? Jens? Du hast von einer gewissen Eigendynamik geschrieben,die sich entwickelt hat. Meinst Du, ich habe mich in Dein Thema eingemischt? Es war nur so, dass ich mit einem von mir eingeführten Aufruf nicht weiter kam. Ich probiere es aber nochmal an der Stelle.

Danke Susanne, ich werde versuchen, der "Kernfamilie" gut zuzureden, das auch zu tun! Bisher traut sich keiner, weil der Erkrankte selber nicht möchte, dass jemand außer ihm mit einem Arzt spricht. Freitag wird er operiert, ohne vorherige weitere Untersuchungen außer der Bronchoskopie unter Vollnarkose. Momentan sind alle relativ optimistisch, ich auch, ich hoffe nur, dass alles entfernt werden kann!?

Liebe Grüße Anja

Juliane1979 20.06.2007 13:19

AW: Die Hoffnung stirbt zuletzt...
 
Hallo Jens,

das ist ganz allein Eure Entscheidung wie ihr das handhaben wollt.

Mein Tagebuch auf meiner Homepage ist aus folgendem Grund nicht freigegeben: Ich habe dort kurz nach dem Tod meiner Mutti angefangen zu schreiben, oft war ich so verzweifelt. Da dort viele Freunde und Verwandte mitgelesen haben und sich viel zu viele Sorgen um mich gemacht haben, habe ich es nur noch für mich und einen ganz ausgewählten Kreis weitergeführt (der mein Gejammer sorgenfrei ertragen kann :) )

viele Grüße

Juliane

jelo75 20.06.2007 21:17

AW: Die Hoffnung stirbt zuletzt...
 
Hallo alle,

@annito bzw. Anja : Es ist Ok das du dich hier eingeklinkt hast. Das mit der Eigendynamik war nicht auf dich bezogen sondern das meine Schwester auf einmal mit gemacht hat. Das Thema haben wir aber geklärt.

@Juliane: Aus eigener Erfahrung weiß ich das Tagebücher sehr interessant sein können, leider fangen die Leute meistens aus einem traurigen Grund an Tagebuch zu führen. Das ist zwar sehr wichtig wenn man sich den Streß/ Angst oder was auch immer von der Seele schreiben kann allerdings erlangt das ganze eine ganz andere (positive) Dimension wenn Du permanent schreibst. So als kleiner Hinweis am Rande... schreibst Du heute auch noch Tagebuch?

Jens

Juliane1979 20.06.2007 22:04

AW: Die Hoffnung stirbt zuletzt...
 
Nabend :)

ich habe in meinem bisherigen Leben immer mal Dinge niedergeschrieben. In Tagebüchern, Notizblöcken, Zetteln, das meiste habe ich lose gesammelt. Ist sicher witzig, als ältere Frau in mein Seelenleben als Teeni zurück zu schauen.

Ich habe ernsthaft geschrieben, als meine Mutti krank wurde. Ich habe als einzigste mit den Ärzten geredet und habe vieles allein mit mir abgemacht - das ging am besten schriftlich.
Einen letzten, leider sehr traurigen Ausschnitt aus diesem Tagebuch ist der öffentliche Teil auf der Homepage in "Koma". Ich habe aber den Tag, an dem sie in meinen Armen starb, vernichtet. Es reicht, dass es fest in mein Hirn und Herz gebrannt ist.
Ich schrieb danach weiter in dem nicht-öffentlichen Teil, bis heute. Leider ist meine Trauer noch nicht wirklich weniger geworden, sie wurde nur stumpfer. Da ist es ein ganz gutes Ventil, alles aufschreiben zu können. Ich schreibe es als Briefe, adressiert an meine Mama, denn es ist auch irgendwie für sie, auch wenn ausgerechnet sie es nicht mehr lesen kann.

Ich hoffe es geht Dir einigermaßen, konntest auch mal etwas durchatmen.

liebe Grüße

Juliane

jelo75 21.06.2007 21:07

AW: Die Hoffnung stirbt zuletzt...
 
Hallo Juliane,

die Warterei, die elende Warterei... Gott sei dank bin ich beruflich zurzeit soweit unter Dampf dass ich keine Zeit habe darüber nachzudenken. Aber wenn die Zeit da ist dann ist gefühlsmässig Achterbahn... Morgen früh geht´s los. Dann geht Papa ins Krankenhaus und dann heißt es warten... warten... Auf die Diagnose und alles was dann noch kommt...

Drückdich :knuddel:

Jens

jelo75 24.06.2007 19:12

AW: Die Hoffnung stirbt zuletzt...
 
Hallo,

die ersten Neuigkeiten habe ich gestern Erfahren...
... also, Tumor in der Lunge, war ja klar,
...hinzu gekommern ist jetzt ein Tumor im Kopf...

... Papa ist noch im Krankenhaus, Untersuchungen laufen...

Gruß,

Jens

Wolf66 24.06.2007 20:11

AW: Die Hoffnung stirbt zuletzt...
 
Jens,
Tumor in der Lunge hatte/habe ich ja auch und ich hatte auch einen (Metastase) im Kopf. Hatte, weil der jetzt komplett weg ist.
Hat also noch nicht alles zu bedeuten
Liebe Grüße
Wolf

Juliane1979 25.06.2007 06:05

AW: Die Hoffnung stirbt zuletzt...
 
Lieber Jens,

das ist ein heftiger Befund, tut mir sehr leid:embarasse Vermutlich lässt sich damit auch ein Teil der Gefühlslagen erklären, leider.

Ist es denn ein extra Tumor im Kopf, also ein Hirntumor? Wenn es eine Metastase ist, wie Wolff schon vermutet, gibt es da (gerade wenn es "nur" eine ist) neben Chemo und Bestrahlung auch die Laserchirurgie. ´So schlimm es ist, das jetzt zu verdauen, schau Dir Wolf an. Er ist hier und konnte Dir diese Nachricht schreiben.
Wisst ihr denn schon, welcher LK es ist?

Sei umarmt

:pftroest:

Juliane

jelo75 26.06.2007 23:16

AW: Die Hoffnung stirbt zuletzt...
 
Leider haben wir noch keine genauen Infos. Im Augenblick laufen die Untersuchungen noch und es werden Gewebeproben entnommen - wie das beim Kopf genau laufen soll möchte ich mir gar nicht vorstellen. Kompletter Bericht bzw. Diagnose ist für Montag geplant...

*Drückeuchganzfest* :knuddel:

Jens

jelo75 03.07.2007 21:23

AW: Die Hoffnung stirbt zuletzt...
 
Hallo,

jetzt haben wir die Ergebnisse:

- Nicht kleinzelliger Tumor in der Lunge (bösartig),
- Metastase im Gehirn.

Papa hat sich auch stark verändert. In der einen Minute weint er wegen einer Kleinigkeit in der anderen scheisst Er dich wegen einer anderen Kleinigkeit zusammen.

Am Dienstag kommt er ins Krankenhaus und am Mittwoch soll der Tumor im Kopf rausoperiert werden, soweit zur Theorie das Problem ist nur dass im Augenblick nicht operiert werden kann weil ein Wert nicht passt (crp >200). Solange der Wert nicht passt wird nicht operiert (Hat irgendetwas mit dem Infektionsrisiko zu tun). Einstellung des Wertes theoretisch über stark dosierte Antibiotika möglich...

Und lache, wenn dir die Kraft zum weinen fehlt...

Wie war euer Tag?

Schnucki 03.07.2007 21:34

AW: Die Hoffnung stirbt zuletzt...
 
Hallo Jens,

Zitat:

crp >200
CRP ist der Entzündungswert, 200 kann eigentlich gar nicht sein, der Normwert liegt bei unter 0,5, ab 20 - 40 ist es schon lebensbedrohlich!

Meine Mutter hat nämlich zur Zeit auch einen schwankenden CRP-Wert. Leider kriegen sie ihn nicht wirklich in Griff. Laut Ärztin liegt der Tumor blöd, somit keine vernünftige Belüftung der Lunge, somit können sich die Bakterien schön einnisten.

LG

Astrid

jelo75 03.07.2007 21:47

AW: Die Hoffnung stirbt zuletzt...
 
Zitat:

ert liegt bei unter 0,5, ab 20 - 40 ist es schon lebensbedrohlich!
Woher hast Du denn die Werte, das mit dem lebensbedrohlich...?
Also laut dem hier habe ich etwas anderes verstanden. http://de.wikipedia.org/wiki/C-reaktives_Protein
Ich lese daraus bei >100 schwere Infektion... und das kommt ja auch hin.

Gruß

Jens

morningsun 03.07.2007 23:28

AW: Die Hoffnung stirbt zuletzt...
 
Hallo Jens,

ein Tumor-Patient ist leider "schnell" in Lebensgefahr - das stimmt schon, weil wir hier ja nun mal von einem sowieso schon kranken Menschen reden und da ist jede hinzukommende Krankheit sicherlich ernst zu nehmen.
Ich spreche aus Erfahrung, da unsere Väter wohl unter ähnlicher Diagnose leiden und mein Vater musste schon oft kämpfen!
Vor kurzem hatte er auch eine Entzündung im Körper - der CRP-Wert lag knapp unter 150 - er hat dann sofort Antibiotika genommen und das hat auch relativ schnell gewirkt. Nach ein paar Tagen war der Wert bereits um die Hälfte gesunken!
Bedenke auch, dass der CRP-Wert bei Lungenkrebspatienten allgemein etwas höher im Normalbereich liegt (laut Arzt ist der Wert bis 30 völlig normal)!
Du hast dein Thema "Die Hoffnung stirbt zuletzt" genannt - halte auch jetzt daran fest!
Achtet aber auf evtl. Begleiterscheinungen wie Fieber, Schüttelfrost usw. - also bei Unsicherheit lieber einmal mehr beim Arzt nachfragen!
Nun wünsche ich dir erst mal alles Gute!!
LG

mouse 04.07.2007 00:19

AW: Die Hoffnung stirbt zuletzt...
 
Lieber Jens,
im April hatte ich eine Lungenentzündung und der Arzt im Krankenhaus sagte mir, dass mein CRP Wert bei 295 liegt. Das galt als hammermäßig viel! Du siehst Schnucki, diese Werte gibt es. Entlassen wurde ich mit einem Wert von 60 und bei dem letzten Blutbild war er bei 5.
Die Antibiotica, lieber Jens, werden helfen. Irgendwo hat Dein Vater eine heftige Entzündung.
Diese Gemütsverfassung von weinen bis jemanden zusammenzuscheissen kenne ich so nicht. Aber das ist bei jedem wohl anders. Weinen kenne ich allerdings zur Genüge.
Liebe Grüße
Christel

Schnucki 04.07.2007 09:55

AW: Die Hoffnung stirbt zuletzt...
 
Hallo Ihr Lieben,

es kommt hier anscheinend auf die Maßeinheit ein. Gemessen wird in mg/l oder mg/dl.

Zitat:

Werte zwischen 10 und 50 mg/l: Leichte oder lokale (örtlich begrenzte) Entzündungen. Des Weiteren kann CRP bei Rauchern oder Ausdauersportlern leicht erhöht sein.
über 50 mg/l: Schwere Entzündungen
über 100 mg/l: Schwere Erkrankungen, bakterielle Infektionen (Blutvergiftung (Sepsis), bakterielle Hirnhautentzündung oder Lungenentzündung, komplizierte Bauchspeicheldrüsenentzündung (Pankreatitis), schwere Operationen, schwere rheumatische Erkrankungen im aktiven Stadium, aktiver Morbus Crohn, manche ausgedehnte Tumoren)
Meine Mutter hatte einen CRP von 34 mg/dl, also 340 mg/l - das gilt als schwere Erkrankung, laut Onkos als lebensbedrohlich.

LG

Astrid


Alle Zeitangaben in WEZ +2. Es ist jetzt 10:45 Uhr.

Powered by vBulletin® Version 3.8.7 (Deutsch)
Copyright ©2000 - 2026, vBulletin Solutions, Inc.
Copyright © 1997-2025 Volker Karl Oehlrich-Gesellschaft e.V.