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finnegan 11.08.2007 00:15

der krebs tötet meine frau stückchenweise
 
im januar letzten jahres brachte meine frau unseren dritten sohn zur welt. seit november 2005 hatte sich ihre brust gerötet, war die brustwarze eingezogen etc. nach 5 monaten voller fehldiagnosen und fehlbehandlungen wurde der inflammatorische brustkrebs diagnostiziert.
chemo (epi + tax) op (eine brust) chemo weiter rezidiv herceptin (op andere brust) bestrahlung andere chemo (navelbiene mit mitomyzin) versagen avastin mit xeloda versagen bendamustin versagen lapatinib versagen jetzt gemza mit cysplatin. die letzten wochen rasantes wachstum. infiltatriv wohl in den knochen. schmerzen. angst. verzweiflung. hoffnungslose situation. meine frau hofft immer noch etwas und ich gelegentlich. ich bin für sie da, kümmere mich, versuche sie zu trösten, verdiene das geld, haushalt, kinder, versuche ihr liebe und kraft zu geben. gelingt so lala. selber abgemagert und komme nur noch durch die tage mit dhc und modafinil. würde gerne mit 250 gegen einen autobahnpfeiler oder tief in einem see tauchen und immer tiefer. aber diue kinder. trauer, schmerz, tränen scheinen unbegrenzt zu sein. sie stirbt und ich bin voller selbstmitleid. erbärmlich. so müde, so leer, so ausgebrannt. meine große liebe davor ein recht unerfreuliches leben gehabt. mutter alleinerzieheund, psychisch krank und trinkerin. selber drogen. in den 15 jahren mit ihr eine familie aufgebaut, glücklich gewesen. im beruf erfolgreich geworden. sie, unsere sonne. als chef in der firma muss ich weiterhin tatkräftig erscheinen, die dinge steuern. und als vater für die jungs kraft, mut, hoffnung ausstrahlen. in mir ein bloodfield. ein schlachtfeld nach der schlacht. der boden matschig, schlammig, regen nach explosionen und bränden. eingestürzte häuser, ausgebrannte autos, dreck, schutt und einige krähen auf der suche nach aas.

komisch hatte 95 geschrieben obwohl es 2005 war. das gerade ausgebessert. die restlichen schreibfehler gelassen.

maga 11.08.2007 00:45

AW: der krebs tötet meine frau stückchenweise
 
hallo ich kann sehr gut verstehen das es dir so geht meinem mann geht es auch so denn er muss auch miterleben wie der krebs mich jeden tag ein bisschen mehr auffisst aber du denken das du deiner frau nicht helfen kannst wenn du solche gedanken hast so schwer es auch ist du muss positiv sein denn nur so bist du eine hilfe für deine frau und auch für deine kinder die dich nun ganz besonders brauchen ich hoffe das du die kraft dazu hast alles liebe für euch alle Maga

martinaIna 11.08.2007 00:54

AW: der krebs tötet meine frau stückchenweise
 
Lieber Finnegan,

Selbstmitleid ist OK. Es ist ja auch genug zu bemitleiden.
Solange es Dir nicht die letzte Kraft raubt, ihr bei Seite zu stehen, darfst Du auch die Trauer um Dich und Deine zerstörten Träume zulassen.

Deine Schilderung ist sehr plastisch- eine gute Fähigkeit, die uns hilft zu empfinden, wie es Dir geht.

Ihr werdet diesen letzten Weg gemeinsam gehen... vielleicht kriechen, aber Du wirst sie nicht alleine lassen.

Und danach wirst Du funktionieren. Funktionieren für die Kinder, für die Firma, die Menschen, die von Dir abhängig sind. Denke nicht drüber nach - es bringt nichts. Steh einfach Tag für Tag durch.

Es wird leichter, irgendwann. Dann wirst Du stolz sein, dass Du bei ihr warst und dankbar, dass sie nun frei ist. Wirst Deine Kinder mit Freude sehen und wirst das Leben wieder entdecken. Es dauert, aber es wird so sein.

Wie gesagt, Tag für Tag, Schritt für Schritt, das Nötigste.

Und nimm Dir jede Hilfe, jeden Trost, den Du bekommen kannst. Alles was Kraft gibt, jeder, der dir was abnehmen kann, nutze es.

Du bist der Marschall in dieser Schlacht, das kann sie nicht auch noch sein. Setz deine "Truppen" so ein, dass der Rückzug geordnet gelingt. Verlasst das Schlachtfeld und sucht die stille Wiese, wo sie gehen kann.

Wir hören Dir zu
martina

Tanja.chris 11.08.2007 13:23

AW: der krebs tötet meine frau stückchenweise
 
Hallo Finnigan,
ich fühle mit! Denn mir geht es genau so! Mein Mann, jetzt 40, ist an Bauchspeicheldrüsenkrebs erkrankt. Mit Metastasen in Leber und Darm. Aussichtslos. Der Krebs nagt und nagt. Die Chemo ist unerträglich geworden. Erbrechen, Schüttelfrost, Fatiguesyndrom...etc. Er ist nur noch im Bett und auf der Couch. Unser Sohn ist 2004 geboren und jetzt erst 3 Jahre alt. Er bemerkt schon so viel und wird immer aggresiver. Er ahnt die Ausweglosigkeit irgendwie und weiß wahrscheinlich auch nicht wohin mit seiner Trauer! Wie wir alle. Ich bewundere Dich, dass Du arbeiten gehen kannst. (Welche Medikamente nimmst Du? Vielleicht würden die mir auch helfen.) Ich kann keinen klaren Gedanken mehr fassen bin unfähig meine Schüler zu unterrichten. Bloodfield trifft das ganze Dilemma und die Ausmaße der Tragödie. Tu es ür Deine Kinder. Wie kommen die mit der Situation zurecht? Wie schaffst Du neben Beruf die Pflege Deiner Frau? Ich weiß manchmal nicht wies weiter gehen soll! Aber irgendwie geht jeder Tag vorbei. Ich hoffe auf bessere Tage! Tanja

finnegan 13.08.2007 01:20

AW: der krebs tötet meine frau stückchenweise
 
danke für die ermunterungen. ja irgendwie geht es. manchmal werde ich gefragt wie ich das alles schaffe und antworte - und das kennt ihr hier wohl alle - ich habe keine wahl.
ich habe heute von kluun das buch mitten ins gesicht gelesen. da will er nach irgendeinem streit mit seiner (krebskranken) frau gehen und bleibt stehen und es fällt ihm auf, dass seine frau krebs hat, er also nicht gehen kann.
ich bemühe mich meiner frau gegenüber positiv zu sein und ihr ihre - nicht so wahrscheinliche - hoffnung nicht zu nehmen und mich auf positive tage oder stunden zu konzentrieren.
naja meine süße ist kein pflegefall. sie kann halt manchmal nur wenig machen. wir haben ne tagesmutter und morgens und abends und am wochenende bin ich ja da. hm. morgens bißchen haushalt. kind weg bringen. büro. nebenher einkaufen und so kram. abends haushalt, kleines kind, die großen und die süße wollen natürlich auch was von einem...dann wenn alle pennen gegen 22 oder 23 noch bißchen arbeit am laptop (unter tags bleibt immer mal was liegen bin nicht voll fit und sehr viel zu tun und streß grade). an 2x die woche fitness halte ich fest. das ist wichtig. irgendwie geht das alles aber wenn dann eine neue stufe kommt.
STUFE. also seit der diagnose im frühling 06 gehen wir eine treppe runter. stufe für stufe. chemo op chemo rezidiv op chemo rezidiv und immer mal begleitkankheiten (entzündungen hier und da...das bliche möchte ich fast sagen...)....naja wenn wir eine neue stufe runter müssen dann ist es hart...irgendwie gibt es dann zeiten wo es sich nicht verschlechtert da geht es dann irgendwie...ich schlimmste ist der zunehmende verlust an hoffnung das ist schlimmer als alles köperliche...obwohl sie derzeit grade starke schmerzen hat und naja...
SCHREIBEN
ne zeitlang habe ich nebenher eine geschichte geschrieben die so zur hälfte die krebsgeschichte ist und zur hälfte erinnerungen, gedanken, träume hab da in den nächten einiges geschafft aber in letzter zeit hab ich da nicht genug power abends und nachts...aber das hier hilft auch...vielleicht noch mehr weil man gleich antworten bekommt...also nicht so allein mit dem schmerz und der schlafenden familie ist...
vor zwei woche sagte sie mir als wir in einem cafe in der sonne saßen, dass sie jetzt ihr pläne und visionen für die zukunft aufschreiben muss, weil sie unter der chemo wieder nichts machen kann und nur leidend im bett liegen wird und alle ziele verliert...und erzählte mit strahlenden augen in ihrem wunderschönen doch so schmal gewordenen gesicht und funkelnd und lächelnd wie das mädchen dass ich so in ihr liebe mit zärtlicher stimme von den chi-gong sachen die sie mit kindern machen will und da blitzte mein hippiemädchen auf (hippiemädchen weil sie sich nie viel aus materiellen dingen gemacht hat, immer aus feinem gewebe gesponnen war, süß war und sexy - nicht war: IST IST IST !!!) dem die jahre und der krebs nur äußerlich etwas anhaben konnten.

finnegan 13.08.2007 01:23

AW: der krebs tötet meine frau stückchenweise
 
Tanja - wie lange geht das schon bei euch ????

martinaIna 13.08.2007 20:43

AW: der krebs tötet meine frau stückchenweise
 
Zitat:

Zitat von finnegan (Beitrag 445999)
manchmal werde ich gefragt wie ich das alles schaffe und antworte - und das kennt ihr hier wohl alle - ich habe keine wahl.

Hallo Finn,
ja, genauso ist es. Es gibt einfach keine Alternative - nicht wirklich.

Den einzigen Trost den es gibt, ist, dass es einander sehr nahe bringt.

In der Liebe verspricht man sich Manches und nun ist die Zeit zu beweißen, was damit einst gemeint war.

Gut, dass Du 2 x die Woche Fitness machst. Halt weiter dran fest.

Die vielen Medikamente machen mir etwas Sorge. Ich kenn mich zuwenig damit aus, deshalb vielleicht. Aber Du sprichst das mit einem Arzt ab?

Dein Hippiemädchen, sie wird das immer bleiben.

Liebe Grüße
martina

Elli 14.08.2007 00:01

AW: der krebs tötet meine frau stückchenweise
 
Lieber finnegan,
bin eigentlich durch Zufall hier "reingerutscht".
Ich möchte Dir nur mal sagen,das ich den Hut vor dir ziehe,wie Du das alles schaffst.Ich habe selber seit 2001 inflammatorischen Brustkrebs, seit 2003 immer wieder Knochenmetas und 2006 habe ich mal wieder bei Verteilung der Lebeermetas "hallo hier bin ich " gebrüllt.
Trotz den ganzen chemos geht es mir noch relativ gut.Obwohl auch die Krankheit mich ab und zu imer eine Stufe weiter nach unten bringt,wie Du es so schön ausdrückst. Wenn ich Dich richtig verstanden habe,dann sind bei Deiner Frau auch Knochenmetas festgestellt worden. Bekommst Sie denn Bestrahlungen und Biphosphonate dafür? Ich habe sofort bei den Knochenmetas immer gleich Bestrahlungen bekommen,und so waren die Schmerzen recht bald weg.
Habt Ihr Euch denn vielleicht schon mal überlegt Euch eine Zweitmeinung einzuholen,oder einen Chemosensitivtest machen zu lassen? Im BK-Forum wurde dies schon einmal diskutiert.
Ich versuche trotz meiner fortschreitenden Erkrankung immer nach vorne zu blicken,und meine Familie immer wieder aufzubauen.Ich glaube für meinen Mann ist jede neue Diagnose immer wieder ein Schock.Da ich meine Prgonose kenne,ist es für mich eigentlich gar nicht mehr so dramatisch. Ich versuche jeden Tag einfach ganz bewust zu leben,und mich den "normalen Wahnsinn" immer wieder zu stellen. Mit meine Erkrankung gehe ich ganz offen um,sodaß auch meine töchter imer wieder auf dem neuesten Stand sind. Mein Mann hat sich auch ein Hobby zu gelegt. Und das finde ich auch ganz wichtig,
Ich möchte auf keinen Fall ,das er sein Hobby aufgibt,da er diese Zeit auch einfach für sich braucht um einfach mal abzuschalten. Dahe nimm Dir die Zeit,und mache Deine Fitness,damit Du Deinen Kopf wieder klar bekommst.

Ich wünsche Euch von ganzem Herzen ganz viel Mut und Kraft

Liebe Grüsse
Elli

finnegan 14.08.2007 16:36

AW: der krebs tötet meine frau stückchenweise
 
Hi Elli,
Knochenmetas ist noch nicht sicher. Szinti bald (wieder). Ja 2t Meinung und 3t Meinung. Ist einfach ein sehr schnell wachsender Tumor. Dass Du jetzt 6 Jahre macht einem ja direkt Hoffnung. Die ganze Zeit unter Chemos ? Was hat den bei dir gut angeschlagen ?
Heute mühsamer Tag. Durch die Platinchemo ging es Ihr superdreckig - werden wir auch nicht weiter machen - und wir waren heute in der Praxis und Sie konnte wegen der Blutwerte nix bekommen und frust und logischerweise bekomme ich dann alles ab und das ist schon anstrengend. Jetzt bißchen groggy im Büro aber wird schon wieder. Das Tag für tag das beste daraus machen hat meine Süße auch gut drauf, ich tue mich da schwer, bin ein ungeduldiger Mensch und es fällt mir sehr schwer die Dinge auf mich zukommen zu lassen.
Naja ohne das Platin wirds jetzt hoffentlich besser und hoffentlich bleibt der Krebs jetzt bißchen stehen bis Sie wieder was bekommt.

Metas ? Trotz Herceptin ? Hm dachte der IBC wächst eher infiltatriv ? Lapatnib schon bekommen ? Avastin ?

Elli 14.08.2007 23:05

AW: der krebs tötet meine frau stückchenweise
 
Hallo finnegan,

habe damals (2001) 4 Zyklen Ec ,Bestrahlungen und 4 Zyklen CMF bekomen. Die Behandlung sind heute wohl etwas anders aus. Aber auf dem Sektor tut sich ja gottseidank laufend was neues. also ich habe seit s2004 immer mit Unterbrechungen Chemos bekomen. 2004 bekam ich Gemcitabin,2005 gabs Myocet (ist dem Epirubicin gleichzusetzen,nur nicht herzschädigend),2006 ab Oktober gabs dann 8 Zyklen Navelbine und Xeloda wegen Lebermetas. Leider hat die Chemo wohl nicht so angeschlagen wie es erwartet wurde. Ich bekome daher am Donnerstag meinen 3.Zyklus Docetaxel (Taxotere) und wiede Xeloda. bisher geht es mirt wirklich gut. Hoffe jetzt einfach mal das dieses Zeugs wirkt. Herpecin kommt für
mich nicht in Frage ,habe da schon nach gefragt,und mein Doc hat sich auch noch mal mit den Pathologen kurzgeschlossen. Je nachdem,wie mein MRT ausfällt,werde ich wohl mal nach Avastin fragen. Wenn bei mir mal keine Chemo leif,bekam ich für die Knochenmetas immer Biphos als Infusion.
Das Deine Frau Frust hat,kann ich gut nachvollziehen. Als ich damals die Diagnose bekam ,ging es mir unter der EC Chemo auch nicht so berauschend. voralem war ich psychisch ziemlich am boden,da ich mich mit einer Zicke von Ärztin rumschlagen musste. Aus lauter Wut und Frust habe ich dann unsere ganzen Bäume im Garten abgesägt. Mit hat das jedenfalls recht gut getan. Den Bäumen logischerweise nicht. Mein Mann war auch nicht gerade begeistert,aber er hat sich an meine "Ausbrüche" gewöhnt.
Mein Mann kümmert sich ganz toll um mich,allerdings ist er auch sehr ungeduldig,und kann mit den immer auftretenden Metas auch nicht sehr gut umgehen. Ich denke da ist die Angst einfach da. .Dahe erzähle ich ihm auch nicht immer ales so haargenau. Allerdings kommt er auch aus der Medizin,und kann die Situation doch recht gut einschätzen. Inzwischen hat er allerdings auch akzepiert,das ich meinen ganz eingenen Weg gefunden habe,um mit der Krankheit umzugehen. Mir hilft halt das Forum doch sehr viel.allerdings lese ich keine Statistiken mehr. Da ich für mich beschlossen habe,das die nicht auf mich zutreffen. Desweiteren betrachte ich mich auch nicht als unheilbar krank. sondern einfach nur als chronisch krank,genau wie ein Diabetiker(der kann ohne das Insulin auch nicht leben).
Meinem Mann fiel es anfangs auch schwer,meinen Weg zu verstehen,inzwischen geht es aber ganz gut.
Ich bin mir eigentich ziemlich sicher,das ich immer wieder Chemos brauche,um die Biester in Schach zu halten. Aber solange ich dadurch noch Lebensqüalität habe,ist das für mich in Ordnung. Für mich ist jeder Tag ein gewonnener Tag.Vielleicht wird jamal irgendwann das ultimative Mittel gegen diese Sch....krnakheit gefunden. Ich denke mit der Papilomenimpfung bei Gebärmutterhalskrebs ist schon ein großer Fortschritt gemacht worden. Bestimt gibt es auch mal irgendeinen Impfstoff gegen die anderen Krebsarten.

Ich wünsche Dir und Deiner Frau alles ,alles Gute

Liebe Grüsse
Elli

finnegan 15.08.2007 02:24

AW: der krebs tötet meine frau stückchenweise
 
Hi !
meine Süße hat Nasenbluten weil Thromos unten und hm...wir waren heute in der Arztpraxis wo der Arzt der die Urlaubsvertretung für unseren Arzt macht sie blutend vor sich sitzen sah und ihr erklärte dass sie mit den wenigen thrombós aufpassen muss...tja und gerade habe ich einen tollen bekannten von uns gefragt (der palliativmediziner im kh ist - wahrscheinlich der beste der welt..) was man tun soll (er war glücklicherweise noch wach) und er meinte man muss thrombos geben...und zwar bei blutungen und den miesen werten auf jeden fall und hm hm hm ob der arzt dass mit dem blut nicht gemerkt hat...- gute frage also meine frau saß mit blutigen tüchern an der nase vor ihm und hat ihm gesagt dass das mit dem nasenbluten arg ist....also er hätte es merken können...
das war eh der der ihr das paltin gegeben hat, wegen dem es ihr so mies geht und da auch noch das falsche...wahnsinn und der macht die vertretung für unseren der echt gut ist...
Wächst es bei dir nicht über die haut ??? also so lokalrezidive ? und hast du ops gehabt ???
so jetzt schreit auch noch unser nachzügler...ich glaube ich muss mir bald anti-faltencreme kaufen...

Elli 15.08.2007 18:43

AW: der krebs tötet meine frau stückchenweise
 
Hallo finnegan,

schick Dir einfach mal nen Tiegel Antifaltencreme und ein Anti-Stress-Bad rüber. Vielleichts hilfts ja.
Meine Kinder hatten auch imer die Angewohnheit,die Nach zum Tage zu machen. War die Eine im Bett,fing die andre an zu schreien. Manchmal hätte ich die Beiden wirklich.......
(erspare mir die Äußerung meiner Gedanken).
Z u den Thrombos kann ich Dir nicht wirklich viel sagen,müsste mich erstmal schlau machen. Ich weiß allerdings das ich unter der EC auch zum Teil Nasenbluten hatte,allerdings nicht heftig,nur beim Nase putzen.
Ja,ja die Vertretungen,scheinen wirkliche das gelbe vom Ei zu sein. Ich hatte damals eine Strahlenverbrennung ,und der Vetreter meines Hausarztes,wusste auch nicht weiter.
bin damals fast verrrückt geworden,und war heilfroh,als mein Hausarzt wieder da war. Da hieß es dann erstmal verhandeln. Der wollte mich doch glatt ins Krankenhaus stecken (Hauttranplanation),habe aber damals einen Deal gemacht. Wenn wir die Sache übers Wochenende in dne Griff kriegen,durfte ich zu Hause bleiben. Ich kann Dir
sagen,wir haben vielleicht geackert. Bin damals echt nochmal um einen Kranknehausaufenthalt rum gekommen.

So jetzt aber mal zu Deiner Frage. Ne,Lokalrezidive habe ich keine (Gottseidank ),und an OPs hatte ich nur die Ablatio und zweimal ein Port Op. Das wars. Hat mir ehrlich gesagt,aber auch gereicht.

So jetzt aber nochmal zu Euch. Ich weiß nicht ob du es schon versucht hast. Bei Kindern unter zwölf Jahren (dies gilt imer für das jüngste Kind),sthet Euc hdoch eine Haushaltshilfe zu. Du musst Dir vom Doc ein Rezelt besorgen,gehtst damit zur Krankenkasse und lässt Dir eine Dame bewilligen. Soweit ich weiß,kostset das dich keinen Pfennig,wenn Du jemanden nimmst der nicht zur Familie gehört. Erkundige dich einfach mal .Dann seit Ihr doch Beide etwas entlastet.

So jetzt muss ich aber mal wieder düsen. Heute hat bei uns das Jazzfestival angefangen. Will mir unbedingt mal den Zwingenberger anhören. Soll echt gut sein. Mein Mann ist schon weg. Hat dort einenn Job zu erledigen.

Liebe Grüsse,und hoffentlich ein paar Nächte zum durchschlafen.

Elli

.

finnegan 16.08.2007 00:22

AW: der krebs tötet meine frau stückchenweise
 
im krankenhaus die thrombos bekommen. hat das bluten gestoppt. tja dann zusammenbruch mit tränen im aufenthaltsraum des khs als ich gerade die pizza geholt hatte. schade wäre mein erstes warmes essen seit 4 oder 5 tagen gewesen. kann man nixe machen. dann ganz schnell mit ihr raus. der verlust. der schatten über der zukunft. die wollten sie festhalten. hm. die süße dann ins bett. ich bißchen müde weil letzte nacht wegen ihrem bluten meinen schlaf so getimt, dass ich alle 30 minuten nach ihr geschaut habe. kann das inzwischen.
bin dann nach dem haushalt - abendessen machen - baby schlafen legen bißchen spazieren gegangen.
nachgedacht darüber wie alles gekommen ist und über die zukunft nachgedacht. nichtmal geweint dabei, einfach zu burn out und müde dazu. wie soll das mit den jungs werden ? allein erziehend mit 3 kindern - davon das jüngste noch nicht mal im kindergarten. tja. zurück wieder von der süßen angemotzt worden. blitzableiter für die schlechten stimmungen zu sein ist ja auch eine der aufgaben, wenn man den kranken partner pflegt. und man wird irgendwie einsam während sich die beziehung von der partnerschaft in eine pflegesituation wandelt. irgendwie kreist alles um die krankheit, die schmerzen, die leiden und den der leidet, die die leidet. der, der nicht leidet bleibt mit sich allein. immerhin kann man sehr viel liebe geben und beweisen. meine frau dachte immer, dass ich sie mal wegen einer jüngeren verlasse - nicht dass ich ihr gründe dafür gegeben hätte...sie dachte, dass das halt bei männern wie mir passiert...keine ahnung warum...anyway...allmählich weiß sie dass ich immer da sein werde. immer. wie sich das gehört.
als jugendlicher habe ich an einem herbsttag nach einem acid als ich im starken wind mit meinem parka spazierenging gedacht, dass wenn ich jetzt die arme ausbreite der wind mich davon tragen wird ... daran dachte ich beim spazierengang heute abend, daran wie schön es manchmal wäre.

hatten eine zeitlang eine haushaltshilfe bei der ersten chemo - 6 moante und länger ist anscheinend nicht möglich und die süße will auch nicht dauernd wen da haben und noch schaffe ich es ja am abend nach der arbeit und am we das ganze hinzukriegen.

wie kommt ihr - also andere angehörige - mit dem burn out eigentlich klar ? also arbeit und der kranke partner (die arztbesuche, krankenhausbesuche und man muss sich ja oft um therapiesachen und infos selber kümmern und dazu viel lesen etc. ) und die kinder im sinne von arbeit und organisation aber auch im sinne von zeit, trost etc. und die haushaltssachen und und und ? oder bin nur ich zu unfit ?

lima-mali 16.08.2007 01:32

AW: der krebs tötet meine frau stückchenweise
 
Lieber finnegan,

du und unfit??? :rolleyes: Ich kenne niemanden, der schafft, was du schaffst.

Ich habe monatelang versucht, Haushalt, Job, Pflege meines Mannes und ein bißchen "ich" unter einen Hut zu bekommen - der Hut war an irgendeiner Stelle immer zu klein...

Ich habe schmerzhaft lernen müssen, nach Hilfe zu fragen und diese anzunehmen. Das geht mir immer noch gegen den Strich, aber ich erkenne, dass ich jetzt mehr Zeit für meinen Mann habe und ausgeglichener bin - etwas zumindest...

Du brauchst Hilfe! Irgendwann klappst du seitlich weg - und dann???? Was passiert in diesem Fall mit euren Kindern?

Hast du dich nach Hilfsmöglichkeiten z.b. bei eurer Krankenkasse erkundigt? Eine Haushaltshilfe für die Versorgung der Kinder wäre ideal - der jetzige Zustand ist auf Dauer für keinen von euch haltbar. Falls nein: Gib dir einen Ruck - bevor es zu spät ist.

Du wirst noch ganz viel und ganz lange gebraucht. Bei allem Schmerz über das, was deine Frau durchmacht, bei aller Angst und Verzweiflung - du musst genügend Reserven haben, um für eure Kinder da sein zu können. Power dich nicht vollständig aus, bitte!

Versprochen?

Liebe Grüße und euch allen alles Gute + ein Maxikraftpaket!

lima-mali

Elli 16.08.2007 09:46

AW: der krebs tötet meine frau stückchenweise
 
Hallo finnegan,

lina-mali hat es Dir auch noch ma gesagt. Setze Dich mit der Krankenkasse in Verbndung und besorg Dir eine Hilfe,damit Du etwas entlastet bist. Ich denke
das die auch unberistet gewilligt werden kann.Ausserem kann man sich an die Deutsche Krebshilfe wenden. dort gibt es einen Härtefond,aus dem man je nachdem eine einmalige finanzielle Unterstützung bekommen kann.Mich hat damals die Sozialarbeiterin im KH darauf aufmerksam gemacht.
Weißt Du Finegan,lina-mali hat recht,wenn Du nicht langsam anfängst an Dich zu denken,dann ist es irgendwann vorbei. Kein Mensch hält die Belastung aus. Hast Du denn keine Freunde mit denen Du dich mal kurzschließen kannst oder Menschen,die Euch Beiden mal die Kinder abnehmen,damit Du mit Deiner Frau mal etwas zusammen unternehmen kannst,wenn es Ihr gut geht? Für meinen Mann wa es damals sehr wichtig,wenn es mir gut ging,mal gemeinsam Essen zu gehen,oder einfach nur im Garten zu sitzen. Nun waren unsere Kinder damals auch schon älter. Freunde von uns,haben mir auch die Kinder nach der Schule auch sehr oft abgenomen,sodaß wir dann auch mal Zeit für uns hatten.
Alerdings gab es auch eine Zeit,da ist mir mein Mann tierisch auf die Nerven gegangen. In alles,aber auch in alles hat er sich eingemischt. Es hat eine ganze Zeit gedauert,bis er dann verstanden hat,das ich schon sage wenn ich Hilfe brauche.Er sagte mir einmal: " Du bist krank,und kämpfst um Dein Leben,also lass mich deinen Part übernehmen."Sein Part sah dann wie folgt aus: Beruf (Schichtdienst,Haushalt,Kinder,Hausaufgaben usw. usw.) Mir war seine Fürsorge manchmal zuviel.Irgendwann merkte ich dann,das es so nicht weitergehen konnte und wir haben uns dann geeinigt,das ich ,wenn ich Hilfe brauche ich mich melde. Das haben wir bis heute so gehalten. Seit dem geht es uns Beiden besser. Jeder spricht über seine Wünsche und Bedürfnisse,jeder hat seinen ganz persönlichen Freiraum und seine Aufgaben die mal mehr,mal weniger perfekt erledigt werden.Meistens erledige ich meine Aufgaben nicht so perfekt,aber damit können wir ganz gut leben.

Hoffe das bei Euch bald wieder Ruhe einkehrt.

Liebe Grüsse
Elli

martinaIna 16.08.2007 09:47

AW: der krebs tötet meine frau stückchenweise
 
Hallo Finn,

Du bist nicht unfit, nur es ist einfach zu viel.

Wieso bekommt ihr die Haushaltshilfe nur 6 Monate? Kommt jetzt kein Dreck mehr ins Haus, brauchen die Kinder kein Essen mehr? Versteh ich nicht.
Ich verstehe, dass man niemand fremdes im Haus haben will. Ist schon blöd. Aber es wird auf Dauer nicht anders gehen.

Es klingt, als wärst Du kurz vorm Kollaps. Unregelmäßiges Essen, kaum Schlaf, Arbeit ohne Ende, das ist zuviel. Die harte Pflegezeit habe ich nur einen Monat gehabt (und keine Kinder nur Haustiere) und war echt an der Grenze. Such dir jetzt sofort Hilfe. Lass es nicht zum Kollaps kommen, Du trägst alleine zuviel als dass es verantwortbar wäre. Es ist ja nicht unrealistisch zu fragen, was passiert, wenn Du zusammenklappst.

Auch hier die Frage nach einem ambulanten Hospizdienst. Telefonier doch mal mit denen, ob die ne Idee haben.

Sicher haben die Wünsche deiner Süßen Vorrang aber noch mal: Du bist jetzt der "Marschall", Du musst entscheiden für Euch alle, sie kann das nicht überblicken.
Vor allem scheint sie nicht erfassen zu können, wie sehr Du am Ende bist. Du bist wohl Superman für sie. Aber wir wissen doch, du bist auch nur ein ziemlich trauriger und verzweifelter Mensch.

Laß Dir helfen!
martina

finnegan 17.08.2007 00:41

AW: der krebs tötet meine frau stückchenweise
 
Wieso bin ich nicht Supermann :augen: Du kennst mich doch gar nicht...Im Ernst, Sie möchte keine Hilfe von außen, Sie sagt, dass es Ihr jetzt ja wieder besser gehen wird. Hoffentlich hat Sie recht. Heute mal wieder ein mich-anmotz-Tag. Super gereizt und dauernd Vorwürfe und Stänkerei. Ich weiß, dass es eben eine der Aufgaben des Partners ist die Blitze abzuleiten, aber heute eher schwer, weil müde und erschöpft.
Morgen gehts ne Woche in Urlaub. Mit Freunden in ein Ferienhaus. Naja. Das bedeutet jede Menge Arbeit und Nerverei für mich aber ich freue mich trotzdem, mal wieder raus hier und dann bald darauf fährt Sie zu Ihrer Mutter und ich fliege ne Woche mit einem Freund...wenns klappt wär das traumhaft.
Gehen euch - bei aller Liebe - eure kranken Partner auch ab und zu auf die Nerven und das ganze Leben in der Krebsstation ? Ich hab schon n schlechtes Gewissen, wenn ich das so schreibe....trotzdem.

lillifee39 17.08.2007 01:04

AW: der krebs tötet meine frau stückchenweise
 
hallo ihr zwei:winke:

macht ihr erst einmal alle urlaub nach dem ganzen stress ,dann sieht vieles schon wieder ganz anders aus...

wünsche euch allen einen schönen urlaub und pass schön auf deinen schatz auf.

die lillifee39;)

Elli 17.08.2007 02:21

AW: der krebs tötet meine frau stückchenweise
 
Hallo finnegan,

na dann will ich moc hdoch auch anschließen. Macht mal Urlaub,vielleicht sieht die Welt dann wieder etwas anders aus.
Hoffentlich könnt Ihr Euch ein bisschen erholen.

Wünsche ich Euch auf jedenfall.eine schöne Zeit.

Elli

finnegan 19.09.2007 01:16

AW: der krebs tötet meine frau stückchenweise
 
Aus dem Urlaub zurück der wirklich schön war. Ich weiß schon gar nicht mehr. Zwischendurch einmal Carboplatin mit grausamen Nebenwirkungen aber 2 Wochen Tumor-Stop. Jetzt Gemza/Herceptin/Avastin und der Tumor wächst. Aber erst 2 x Gemza deshalb noch am warten. Morgen Krankenkassenarzt ob wirklich Arbeitsunfähig....cool oder ? Krebs mit Rezidiven, beide Brüste ab, 1 1/2 Chemos ohne Pause, total krank und erschöpft...vielleicht simuliert Sie ja nur ???
Seit einiger Zeit schläft Sie kaum noch weil Sie sagt, dass Sie nicht mehr viel zeit hat. Dazu super unruhig und Aggressiv. Heute hieß es dann, dass ich an ihrem Krebs schuld bin, weil wir nicht so harmonisch sind. Naja.
Ich hoffe nur, dass das kein Zeichen ist, dass Sie wirklich nicht mehr viel Zeit hat.
Naja.

Heike.P. 19.09.2007 09:42

AW: der krebs tötet meine frau stückchenweise
 
Zitat:

Zitat von finnegan (Beitrag 447404)
Wieso bin ich nicht Supermann :augen: Du kennst mich doch gar nicht...Im Ernst, Sie möchte keine Hilfe von außen, Sie sagt, dass es Ihr jetzt ja wieder besser gehen wird. Hoffentlich hat Sie recht. Heute mal wieder ein mich-anmotz-Tag. Super gereizt und dauernd Vorwürfe und Stänkerei. Ich weiß, dass es eben eine der Aufgaben des Partners ist die Blitze abzuleiten, aber heute eher schwer, weil müde und erschöpft.
...
Gehen euch - bei aller Liebe - eure kranken Partner auch ab und zu auf die Nerven und das ganze Leben in der Krebsstation ? Ich hab schon n schlechtes Gewissen, wenn ich das so schreibe....trotzdem.


Hallo Finnegan!

Bei mir liegt die Sache etwas anders, wir haben nicht diese Krebsspirale mit Chemo und Rezidiven. Die Leukämie meines Mannes ist vor 2 Jahren mit einer Transplantation erfolgreich (bis jetzt) bekämpft worden. Nach ungefähr einem Jahr fingen die ganzen Nebenwirkungen (GvHD) an, Haut kaputt, dann die Augenhornhaut (nur noch max 10 % Sehkraft und warten ob eine neue Hornhaut transplantiert werden kann), und jetzt innerhalb kurzer Zeit erst ein Herzinfarkt mit 3facher Bypass-OP. Vorgestern Dann habe ich ihn wegen Atembeschwerden in die Klinik gefahren: die Lunge hat 12 cm Wasser und das Herz schwimmt nur so.
In der Klinik dann ein neuer Infarkt. Dei Spirale dreht sich unaufhörlich und immer schneller abwärts.:cry:

Auch er lehnt jede Hilfe von aussen ab, alles bleibt auf meinen Schultern liegen.
Ich war deswegen schon sehr oft einfach nur wütend auf ihn weil ich mich so alleine und überfordert fühle. Immer der Blitzableiter zu sein und dabei noch gute Laune zu verbreiten (wir haben auch noch 2 Töchter), ich werde einfach immer weniger mit allem fertig!

Ich habe gestern aber klar erkannt, das ich alleine nicht mehr klar komme. Hab noch aus der Intensiv meine Hausärztin angerufen und sie gebeten, mir einen Termin beim Psychologen zu vereinbaren.
Hoffentlich bekomme ich da die Hilfe, die ich so dringend brauche!
Ich (wir alle Angehörigen) brauchen alle Unterstützung, um unseren Lieben ein einigermaßen "normales" Leben zu ermöglichen.

Finde für dich eine Lösung die dir Kraft schenkt.
UND - du bist nicht Schuld!:pftroest:

Alles alles Liebe!

Heike

Elli 21.09.2007 09:15

AW: der krebs tötet meine frau stückchenweise
 
Hallo Finnegan,

mensch bei Euch steppt ja echt der Bär.
Kann Dir wirklich nur nochmal dringend empfehlen,Euch
Hilfe zu holen. Nofalss auch gegen den Willen Deiner Frau.
Ich wollte damals auch keine Haushaltshilfe,aber mein Mann hat dann ein Machtwort gesprochen,und ich war eigentlich ganz froh darüber,das er mir die Entscheidung abgenommen hat.Es war dann wirklihc eine Riesenerleichterung für uns ALLE. War wohl damals nicht in der Lage die Notwendigkeit zu erkennen.also handel ,auch gegen den Willen Deiner Frau.
Ich bin auch der Meinung das Ihr Euch ganz schnell psychologische Hilfe holen solltet. Es gibt spezielle Psychoonkolgen die Deine Frau und auch die gsamte Familie mitbetreuen. an vielen Kliniken gibt es auch Ärzte die in Psychoonkologie ausgebildet sind,bezw. man wird Euch mit Adressen weiterhelfen können.

Jetzt noch mal eine Frage: Wer muss zum KK-Arzt.Deine Frau ? Um arbeitsfähig geschrieben zu werden. Hallo,Sie hat doch noch Erziehungsurlaub oder nicht? Möchte den Arzt sehen,der eine Patienten,die mitten in den Chemos steckt gesund schreibt. Das gibts ja wohl nicht!!! .Also macht Euch darüber keinen Kopf.
Ich denke Deine Frau ist auch durch den Schlafentzug so schlecht drauf. Dazu die Nebenwirkungen der Chemos und die gesamte Belastung (Kinder,Haushalt usw.).Da wird man halt einfach ungerecht und manchmal auch "bösartig".
Entschuldige bitte dieses harte Wort. Mein Mann meinte gestern auch zu mir. Während der chemos bin ich doch immer recht grantig. Dabei geht es mir doch noch relativ gut. Aber manchmal bin ich auch durch den Schlafentzug einfach nur müde und genervt. Da sage ich auch oft Sachen ,die falsch rüberkommen bezw. die ich gar ncht so meine.
Inzwischen können wir diese Sachen aber ganz gut klären und mein Mann und die Kinder haben glernt damit umzugehen.Ich allerdings auch.
Also handel und holt Euch Hilfe,den Stress hält ja kein Mensch aus. Ist auch für die Kinder nicht gut. versuche Deine Frau über die Verantwortung für die Kinder zu kriegen. Vielleicht hilft Ihr das,wenn sie erkennt,das es so nicht wietergehen kann. Denn nur eine Mutter die mit der Situation einigermaßen zurecht kommt (notfalls auch mit Hilfe von aussen)kann den Kindern zumindest teilweise gerecht werden. Ansonsten habt Ihr keine Freunde oder Verwandte die Euch im Moment etwas entlasten könnten,auch wenn es nur ein paar Stunden am Tag sind? Evtl. wäre Deine Frau bereit diese Hilfe anzunehmen.

Denkt mal darüber nach.

Liebe Grüsse
Elli

finnegan 22.09.2007 23:59

AW: der krebs tötet meine frau stückchenweise
 
Danke für die Antworten. Also über ne Tagesmutter für den ganz kleinen ist etwas entlastung da. Noch mal ne Pflegekraft übernimmt die KK nicht und dass ich privat eine anheuere will meine frau nicht und im Moment gehts auch gtad so. Ich denke Sie glaubt almählich eher, dass es ein Jahr als zehn Jahre sein werden und dass nimmt sie mit. Auch glaube ich dass die Benzos bzw. Zopiclon/Zolpidem nicht mehr wirken.

dutzelchen 29.09.2007 18:24

AW: der krebs tötet meine frau stückchenweise
 
lieber finnegan,
ich wollte dir nur auf diesem wege ganz viel kraft schicken und mich bedanken für deinen beitrag, der mir das gefühl gibt, nicht alleine zu sein....
mein mann (45) hat seit dezember 2005 lymphdrüsenkrebs....
ich kann und will gar nicht schildern wieviele treppen wir schon hoch und runter gegangen sind....nur soviel....erste diagnose und erste therapie waren falsch....viele lungen-op´s mit op-keimen, weitere chemo....nun heisst es, die falsche....krebs sei zu aggressiv....usw....es macht einen so mürbe und trotzdem....muss auch ich meinen kopf immer wieder hochhalten, denn unsere kleine maus marie(4) soll nicht zuviel traurigkeit und verzweiflung spüren....ich schicke euch ganz viel licht und wünsche euch alles liebe!

Elli 29.09.2007 23:36

AW: der krebs tötet meine frau stückchenweise
 
Hallo Finnegan,

falls die KK keine Haushaltshilfe mehr übernimmt (kann ich mir eigentlich nicht vorstellen-wenn der Arzt das für nötig hält),dann versuche doch Hilfe über ein caritative Organisation zu bekommen.
Der Kollege meines Mannes,hat über mehrer Jahre hinweg,eine Hilfe für seine Kinder bekommen. Seine Frau musste immer wieder in die Klinik bezw. war nicht in der Lage sich um die Kids zu kümmern. Beide waren damals auch noch relativ klein. Entweder ging das über die Krankenkasse oder über caritative Einrichtungen (z. B. Rotes Kreuz,Malteser Hilfsdienst usw. ) . Bitte versteh dies nur als kleinen Tip.

Liebe Grüsse
Elli


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