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Brustkrebs Bin neu suche Entscheidungshilfe bzgl. CT
Hallo Mädels,
ich bin 45 jahre alt, bisher beruflich und auch privat sehr aktiv, lebe mit meinem 12jährigen Sohn geschieden, alleinerziehend. Am 30.04.08 erhielt ich die Diagnose: Brustkrebs. Zu einer Risikogruppe gehörte ich nicht und raus kam das ganze durch eine von mir angezeigte, vermeintliche Sportverletzung. Die Biopsie ergab einen ca 2cm gr.Tumor in der oberen, linken, äußeren Brust. Ansonsten galt und gelte ich als "kerngesund". Habe die OP am 27.05.08 erfolgreich hinter mich gebracht inkl. Axilarschnitt und Brustverkleinerung. Die Wundheilung verläuft gut. Seit Mitte dieser Woche bin ich wieder zu Hause. Habe jetzt (wenn ohne Prothese) etwas "Schlagseite" nach rechts und trage ein "schickes" ,weißes Kompressionsmieder, daher "Amazone" ;-) OP, Histologie und Pathologie ergaben Folgendes: Tumor unregelmäßig bis 2,1cm groß, G3, )-:,B5, 3 von 6 Wächterlymphknoten befallen, insges. 3 von 19 befallen, d.h Axilarknoten 1. und 2. Level neg. Alle anderen Untersuchungen des entfernten Gewebes und auf z.B Metastasen etc. waren auch negativ. Hormonrezeptoren Östrogen positiv IRS 12, Progesteron positiv IRS 9, HER2 negativ. Nun steht bei mir, ihr könnt es euch denken demnächst als 1. Therapieschritt eine CT an und ich erwäge ernsthaft mich gegen diese zu entscheiden! Wer hat das in einer ähnlichen Situation schon gewagt und mit welchem Resultat? Sollte ich mich doch auf die CT einlassen so hat man mir die Aufnahme in die Gain Studie angeboten. Was ich bisher dazu gelesen habe, auch hier in diesem Forum schreckt mich eher ab als mich zu motivieren dies einer Standard CT vorzuziehen. Worin seht ihr die gravierenden Unterschiede? Wer hat ähnliche Werte und ist in einer solchen Standardtherapie (Welcher?) oder hat sie schon hinter sich gebracht? Mit welchen Nebenwirkungen und welchem "Erfolg"? Mir gehts hier nicht um den Haarausfall oder so Kleinkram, da komme ich mit klar sondern um die wirklich gravierenden Nebenwirkungen, deren Folgen bzw. Spätfolgen! Egal für welche CT die Entscheidung fällt, würde sie in meiner mich betreuenden Klinik ambulant und per Infusion via Venenkatheter / Port durchgeführt werden. Vielen Dank fürs Lesen ! Freue mich auf zahlreiche, baldige Beiträge, denn ich werde mich bald entscheiden müssen )-:und brauche wirklich eure Hilfe kann kaum noch schlafen deswegen! Um mich herum gibts nur Ärzte, Familie oder Nicht-Betroffene... Liebe Grüße, Michaela |
AW: Brustkrebs Bin neu suche Entscheidungshilfe bzgl. CT
Hallo Michaela!
Ich glaube die Entscheidung eine Chemo zu machen oder nicht, das kann Dir keiner abnehmen. Das mußt Du, muß jeder, persönlich für sich entscheiden. Ich selbst bin in der Gain-Studie/EC-TX-Arm, und werde am 1.7.08 meine letzte Chemo haben. Von den Nebenwirkungen her ist es erträglich, die ersten 4 Infusionen waren nicht so toll, aber die Zeit geht vorbei. Hauptsache ist doch, man hat alles getan, um wieder gesund zu werden. Ich denke, es reagiert eh jeder anders. Ich selbst kann wirklich sagen, es ist auszuhalten, und bei weitem nicht so schlimm, wie ich es mir vorgestellt habe. Kopf hoch, ich wünsch Dir die für Dich richtige Entscheidung. :knuddel: Wenn Du Fragen hast, nur zu ! Viele Grüße Muri |
AW: Brustkrebs Bin neu suche Entscheidungshilfe bzgl. CT
Hallo zusammen,
ich bin auch neu hier. Ich bin 40 Jahre alt, habe einen Sohn mit knapp 6 Jahren und eine Tochter mit knapp 2 Jahren. Meine Diagnose bekam ich am10. April, danach ein hektisches Informationen sammeln und Meinungen einholen von verschiedenen Ärzten. Zunächst nur Teil-OP (07.05.08) und 3 Wächterlymphknoten, da aber 2 davon befallen waren in der selben OP Axilladissektion Level I und II. Nach Histologieauswertung waren noch 2 weitere Lymphknoten befallen und die Sektionsränder nicht frei. Daher wurde am 14.05.08 eine Mastektomie durchgeführt. Den tollen Prothesen BH kann ich leider (noch) nicht anziehen, weil die Wunde noch sehr empfindlich ist, hab also ständig Blusen an, weil`s da nicht so auffällt! Der Bügelaufwand ist jedoch enorm ;) Meine Histologie: 8 cm großes invasv. duktales Ma-Ca, diskontinuierlich wachsend. pT3pN2a(4/13)MoG2R0. Östrogenrezeptorpositiv IRS :8, Progesteronrezeptor positiv IRS:4 Her2/Neu: negativ Als Therapie vorgeschlagen wurde das volle Programm CT (6x TAC), Bestrahlung und Hormontherapie. Diese Woche war ich noch in einem anderen Krankenhaus um mir eine Zweitmeinung einzuholen. Die haben zwar auch dem Therapievorschlag grundsätzlich zugestimmt, aber auch vorgeschlagen bei der GAIN Studie mitzumachen. Wie auch Michaela fand ich die Beiträge zu diesem Thema hier im Forum eher abschreckend, zumal die Ärzte auch nicht wirklich die Vorteile beim Teilnehmen an dieser Studie angeben konnten. Schon allein die Häufigkeit der Infusionen schreckt mich etwas ab, zumal ja auch meine Kids jedes Mal „organisiert“ werden müssen und dann die Nebenwirkungen lt. Onkologe zwar nicht schlimmer (haha) aber häufiger sind. Deshalb eigentlich die gleiche Frage wie Michaela, was spricht dafür bei dieser Studie mitzumachen? Im I-net habe ich auch nicht gerade viel Info dazu gefunden. Wie ging´s euch allgemein so bei der Chemo? Kann mir im Moment gar nicht vorstellen, das ich demnächst so außer Gefecht gesetzt sein soll!! Davor graut mir am meisten, das man nicht sagen kann, wie schlimm es wird! Bin schon gespannt auf eure Antworten, da auch ich mich diese Woche entscheiden muß. Erstens ist meine OP jetzt 4 Wochen her außerdem werde ich sonst noch verrückt, wenn ich nicht bald weiß wie´s weitergeht. Einen Port werde ich mir auf jeden Fall legen lassen, habe von Betroffenen bisher nur positives gehört. Bloß schade, dass wohl die Hausärzte daraus kein Blut abnehmen wollen. Liebe Grüße Marion P.S. Ganz schön viel zum Lesen, Sorry das nächstmal fasse ich mich kürzer, aber das mußte jetzt mal raus! |
AW: Brustkrebs Bin neu suche Entscheidungshilfe bzgl. CT
Hallo Michaela,
kann mich Regina und Muri nur anschliessen. Die Entscheidung kannst nur du allein treffen. Ich hatte auch G3, keine befallene Lymphknoten aber Lymphangiosis carcimatosa und würde mich auch heute, 2 1/2 Jahre danach, wieder für Chemo und Bestrahlung entscheiden. Zur Gain-Studie kann ich dir auch nichts sagen, aber deine Frage nach Erfolg einer Chemo solltest du so vielleicht nicht stellen. Wann soll frau wissen, dass die Chemo "Erfolg" hatte? Solange ich ich keine Metastasen habe glaube ich daran, dass "meine" Chemo ihren Job getan hat. Und auch die Bestrahlung. Ich hatte FEC, die Nebenwirkungen sind (ausser Haarausfall) sehr unterschiedlich, aber zu überleben. Kleinkram würde ichs nicht nennen, auch den Haarausfall, der für mich nicht wichtig war, aber dann doch nicht ganz emotionslos ablief und für viele Frauen auch nicht ganz so einfach wegzupacken ist. Ich wünsch dir, dass du für dich die richtige Entscheidung triffst - und dass es dir gut geht, egal wie du dich entscheidest. Liebe Grüsse mischmisch |
AW: Brustkrebs Bin neu suche Entscheidungshilfe bzgl. CT
Hallo Marion,
hab beim Schreiben getrödelt, daher warst du jetzt schneller. Erstmal willkommen (leider) und ich kann dir auch bz. Gain-Studie nicht weiterhelfen, denke aber dass dir noch einige Frauen hier darüber was sagen können. Mit deinen Kleinen ist das ja eine besondere Sorge, mach dich doch gleich mal bei deiner Krankenkasse schlau, soweit ich weiss kannst du für bestimmte Zeiten eine Hilfe bekommen, aber sicher lesen hier auch Frauen die dir diesbez. Tips geben können. Und fühl dich auch einfach mal in den Arm genommen Alles Liebe mischmisch |
AW: Brustkrebs Bin neu suche Entscheidungshilfe bzgl. CT
Hallo erstmal!
Ich habe meine Diagnose im Okt 2007 bekommen. Daraufhin habe ich mich - in Abstimmung mit allen meinen Ärzten - für Chemo zuerst entschieden - und es bis jetzt nicht bereut. Ich hatte 6. TCH bekommen, hatte die ersten Male zwar eine allergische Reaktion auf Taxotere, aber "meine" Krankenschwestern waren sofort zur Stelle und haben gegengehandelt. Die Chemo ist mir erstaunlich gut bekommen. Einzige richtige Nebenwirkung war der Haarausfall, sonst fast nichts. Tag 3 und 4 nach Chemo war ich extrem müde und fertig, habe mehr geschlafen, ab und an war mir nicht ganz so gut, aber das war´s auch schon an Nebenwirkungen. Ich konnte während der ganzen Chemozeit meine 6 Kinder versorgen, sie zu ihren diversen Verpflichtungen fahren usw. Ich schreibe das jetzt, weil ich auch mal Mut machen möchte. Chemo muß nicht immer ganz furchtbar schlimm sein, es geht auch anders. Ich hatte mich regelrecht auf die Chemo gefreut, denn sie half mir ja zu töten, was mich töten wollte. Ich wünsche euch beiden viel Glück und daß ihr die für euch richtigen Entscheidungen trefft. Liebe Grüße Karina |
AW: Brustkrebs Bin neu suche Entscheidungshilfe bzgl. CT
Tja, ich schliesse mich meinen Vorschreiberinnen an - aber etwas gibt es, was ich wirklich nicht so ganz nachvollziehen kann...
Der Schreck vor den Nebenwirkungen scheint immer grösser zu sein, als vor dem Krebs selber. Habt ihr euch schon mal darüber informiert, wie schlimm Krebs werden kann, wenn man ihn nicht versucht, so platt wie möglich zu machen? Natürlich ist die Chemo ein Eingriff, ein sehr massiver - der Krebs doch aber auch, nicht wahr? - Und die Nebenwirkungen müssen wirklich nicht mehr so schlimm sein- ich denke, ihr schreckt vor den Nebenwirkungen zurück, die unmittelbar auftreten können. Die Medizin heutzutage ist schon soweit fortgeschritten, dass sie die Nebenwirkungen - zumindest bei vielen - gut im Griff hat. Und denkt auch an eure Kinder - die brauchen euch auch noch. Karin |
AW: Brustkrebs Bin neu suche Entscheidungshilfe bzgl. CT
@ KarinaW
Ich find's total Klasse, was Du geschrieben hast - Respekt ! @ Nirak Mir geht's wie Dir - die Furcht vor Krebs war/ist auch bei mir um Einiges stärker, als die Angst vor der Chemo......... und ich kann bestätigen, dass man schon seit Jahren relativ gute "Mittelchen" gegen die unterschiedlichsten Nebenwirkungen kennt. Ich hatte beispielsweise u.a. große Probleme mit den Füßen durch Docetaxel und habe daraufhin Vitamin-B-Infusionen erhalten. Gegen Übelkeit und anderes wird ja standardmäßig sowieso Einiges getan. @ Michaela "Haarausfall oder so Kleinkram" - Du hast es schon für Dich selbst beantwortet ;), denn die möglicherweise gravierenden Nebenwirkungen sind n i c h t s im Vergleich zu ungebremst fortschreitendem Krebs :8 so sehe ich es. Dir - Euch - alles erdenklich Gute :pftroest: wünscht |
AW: Brustkrebs Bin neu suche Entscheidungshilfe bzgl. CT
Hallo,
möchte noch mal auf die Entscheidungskriterien für eine Chemo zurückkommen: Ein G3-Tumor bietet durch sein schnelles Wachstum der Chemo eine gute Angriffsmöglichkeit, denn die setzt ja beim Zellteilungsprozess an, und der ist beim G3-Tumor besonders schnell. Würde es sich dagegen um einen langsam wachsenden G1-Tumor handeln und ihr schon höheren Alters sein, wenn die Zellteilungsprozesse ohnehin langsamer ablaufen, könnte man auch darüber diskutieren, ob bei vorhandenen Hormonrezeptoren auf der Tumorzelle eventuell eine Antihormon-Therapie nicht ausreichen würde. BK-mäßig gesehen seid ihr aber beide noch sehr jung. Die Chemotherapie wird ja vorbeugend eingesetzt dafür, dass der Krebs eventuell schon systemisch geworden ist, d.h. sich irgendwo im Körper schon Tumorzellen abgesetzt haben. Nun stellt sich die Frage, ab welcher Grösse ein Tumor metastasiert. Es gibt da grundsätzlich die Aussage, dass gerade Brustkrebs sehr früh metastasieren kann – wohlgemerkt „kann“, muß aber nicht sein (es gibt immer wieder Fälle von Frauen mit einem ziemlich grossen Tumor, aber keinem oder nur geringem Lymphknotenbefall, aber auch genau das Gegenteil: Frauen mit kleinem Tumor, die trotzdem schon Metastasen haben). Neuere Forschungen konzentrieren sich ja auch auf die Tumorstammzelle, d.h. welche Tumorzellen sind überhaupt in der Lage, zu metastasieren und welche nicht und warum. Unter dem Aspekt, dass ja letztendlich die Metastasierung lebensbedrohlich ist und nicht der Primärtumor, der normalerweise erfolgreich wegoperiert wird, würde ich – meine persönliche Meinung – die Chance, den Tumor mit der Chemokeule „kleinzukriegen“, auf jeden Fall nutzen. Die Nebenwirkungen hielten sich bei mir in Grenzen, das muss zwar nicht bei jeder Frau so sein, jede reagiert anders, aber dafür gibt es Medikamente und vor allem, die Chemozeit ist begrenzt. Ich hoffe, ich konnte euch ein paar Argumente geben. Liebe Grüsse Ulrike |
AW: Brustkrebs Bin neu suche Entscheidungshilfe bzgl. CT
Liebe Michaela, Marion und alle anderen Frauen hier!
Die Entscheidung muß jede für sich alleine treffen! Ich habe mich - ganz bewußt gegen Chemo und Strahlen Therapie entschieden - entgegen aller Ratschläge von Ärzten, Freunden und Familie.... allerdings waren bei mir die Lymphknoten frei und der Tumor wurde lt. Op bericht "im Gesunden" entfernt... wenn auch der Saum minimal war. wenn Lymphknoten befallen gewesen wären, das Grading statt 2 - 3 - gewesen wäre... hätte ich sicherlich auch die Chemo gemacht. Einen Port sollte man sich wohl legen lassen - das scheint wohl "angenehmer" zu sein. Ansonsten - ich kenne etliche Frauen, die Chemo und Strahlen ganz gut verkraftet haben - und bei vielen sieht man gar nicht, daß sie eine Perrücke tragen! Mir haben diese Kontakte und der Austausch die Angst davor genommen.... ich wünsche Euch ganz viel Kraft und das nötige Durchhaltevermögen!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! Liebe Grüße! Iris |
AW: Brustkrebs Bin neu suche Entscheidungshilfe bzgl. CT
@ iris
natürlich muss jede frau für sich entscheiden, und sicherlich hast du deine entscheidung gut durchdacht - und sicherlich mit dem onkologen auch durchgesprochen, weil er doch die erste anlaufstation sein sollte, wenn man eine versierte beratung haben will. es wäre hier vielleicht sinnvoller, nachzufragen, w i e wir die chemo überstanden haben, bzw. warum oder warum wir sie nicht über uns haben ergehen lassen. die frage, wie wir das mit der chemo sehen hat eigentlich überhaupt keine aussagekraft, weil wir grundsätzlich nur für uns sprechen können. bei solchen fragestellungen beschleicht mich immer das unangenehme gefühl, dass wir die entscheidungenn der ratsuchenden , wenn auch ungewollt, zum teil mittragen - und das ist nicht der sinn der sache. Karin Durchhaltevermögen und den unerschütterlichen glauben daran, dass wir es alle schaffen können, das wünsche ich allen, die mit dieser krankheit konfrontiert sind. |
AW: Brustkrebs Bin neu suche Entscheidungshilfe bzgl. CT
Hallo ihr alle,es kann euch wirklich keiner die Entscheidung abnehmen die müsst ihr selbst treffen.
Amazone ich habe fast die gleichen Werte wie du,ausser das bei mir in den Lymphknoten nichts gefunden wurde.Auch ich stand vor der Entscheidung Chemo oder nicht und hatte panische Angst davor.Aber wie hier die anderen schon geschrieben haben fallen die Nebenwirkungen bei jedem anders aus.Auch ich war/ bin ansonsten kerngesund,und mein Arzt meinte bei meiner körperlichen Verfassung würde ich das ohne Probleme hinkriegen.Ich hab mich dann dafür entschieden und der Arzt hatte Recht.Natürlich hatte ich auch Nebenwirkungen aber die hielten sich in Grenzen.Und ich habe mich schnell wieder erholt auch die Blutwerte sind nie ganz abgesackt und sind ziemlich schnell wieder auf den Normalwert gestiegen.Und Spätfolgen bis jetzt habe ich Gott sei Dank noch keine.Habe Übrigens 3x FEC und 3x Docetaxol bekommen.Und jetzt weiss ich das ich alles getan habe und mache mir hinterher keine Gedanken,wenn es jetzt wiederkommen sollte.Was ich ja nicht hoffe. Liebe Grüsse Tina |
AW: Brustkrebs Bin neu suche Entscheidungshilfe bzgl. CT
Hallo Amazone,
bist du noch da? Alles Gute mischmisch |
AW: Brustkrebs Bin neu suche Entscheidungshilfe bzgl. CT
upss da bin ich wohl in ein Wespennetz gestossen! Sooo vielen Antworten! Vielen lieben und herzlichen Dank euch Allen für die zahlreiche Unterstützung und euren Willkommensgruß!
Selbstverständlich erwarte ich von niemandem, dass er mit diese Entscheidung abnimmt! Die muss ich ganz allein treffen ! Mir ist schon bewußt, dass eine Ablehnung der CT bei meinem Befund sehr ketzerisch ist und mein Überlebensrisiko schmälern kann. Es ist aber tatsächlich so, dass ich mehr Angst vor der CT als vor dem Krebs selber habe! Und zwar Angst davor was während einer CT ggf alles passieren kann was mich im schlimmsten Fall für mein verbleibendes Leben in die Situation bringt mich mit Leukämie, einen Herzleiden etc. statt mit Brustkres abzufinden und dann eben daran zu sterben. Auch erschreckt mich die Vielzahl der Medikamente, die benötigt werden um die Nebenwirkungen der CT in Schach zu halten oder gegenzusteuern weil auch diese haben ja Nebenwirkungen oder? Zudem ist mir alles suspekt was in meine DNA eingreift. Ja, ich weiß das genau tut der Krebs auch..... Was mich beunruhigt ist, das mir die CT nicht als optimaler Therapieansatz erscheint sondern ein Audruck der Hilflosigkeit der Ärzte gegen Krebs manges besserer Diagnostik oder anderer Therapiemöglichkeiten. Es gab in den Jahren 2000-2004 in Deutschland die sogen. Zebrastudie. Hier wurde eine Probandengruppe mit genau meinem Befund (hochpositive Hormon-Rezeptoren, Stadium I od II, wenige Lymphknoten befallen, unter 50...) auschließlich mit einer neuen Kombi von Hormontherapie (und natürlich Bestrahlung) behandelt und diese Patientinnen zeigten bessere Ergebnisse als die Vergleichgruppe die sich der damals üblichen Standard Chemo CMF unterzogen hatten. Warum wird man hierüber nicht beraten??? Mir scheint die HT gilt immer als sowas wo man eben nach der CT 5 Jahre ne Tablette schluckt und das war´s. Wer möchte dagegenhalten dass diese Therapie nicht womöglich die bessere Wahl auch für mich wäre? Und man erspart sich auch noch den Port ;-) Morgen habe ich die div. Arztbesprechungen, dann sehe ich weiter, meine OP ist am Die ja erst 2 Wo her... Liebe Grüße und einen gesunden , erholsamen, heilsamen Schlaf heute Nacht! |
AW: Brustkrebs Bin neu suche Entscheidungshilfe bzgl. CT
Liebe Michaela!
Du machst es genau richtig! Laß' Dir Zeit, denn die hast Du ja.... Überlege und berate Dich mit den Ärzten - wäge Für- und Wieder ab. Du wirst den Weg für Dich finden mit dem Du gut leben kannst! Ob mit oder ohne Chemo! Liebe Grüße!!!!!!!!!!! Iris |
AW: Brustkrebs Bin neu suche Entscheidungshilfe bzgl. CT
Hallo Michaela,
also ich weiß nicht... irgendwie bist du mir unheimlich. Du hast am 30.04.2008 die Diagnose BK erhalten; das ist jetzt etwa *Blick zum Kalender*... 5 Wochen her. Vor 2 Wochen erst wurdest du operiert. In deinen beiden bisherigen Beiträgen ist aber dermaßen viel "Fachwissen", dass es mir die Sprache verschlägt. Da dein Therapie-Gespräch ja schon gleich stattfindet und du auch schon viele Antworten bekommen hast, erübrigt sich meine Meinung. Egal, wie du dich entscheidest: möge es die Richtige sein! Liebe Grüße Norma Diagnose BK Nov. 2001 |
AW: Brustkrebs Bin neu suche Entscheidungshilfe bzgl. CT
Zitat:
Ja, wieviel Zeit liegt denn gewöhnlich zwischen Diagnose und OP? Hätte ich die OP vor der Chemo gemacht (wie´s ursprünglich geplant war), hätte es bei mir auch in etwa 3 Wochen gedauert. Mir wurde von der Susan G. Komen Gesellschaft auch geraten, in Sachen OP bloß nichts zu überstürzen. |
AW: Brustkrebs Bin neu suche Entscheidungshilfe bzgl. CT
Hallo Michaela
Vielleicht ist es, solltest Du Dich für die Chemotherapie entscheiden, garnicht notwendig, einen Port zu bekommen. Ich habe acht Chemotherapien über die Hand- und Armvenen erhalten, die ersten vier links, die folgenden vier nach der OP rechts. Auch alle Blutabnahmen fanden postoperativ nur noch rechts statt. Meine Venen haben prima mitgespielt, es war überhaupt kein Problem, die Zugänge zu legen oder Blut zu zapfen. LG Sandra |
AW: Brustkrebs Bin neu suche Entscheidungshilfe bzgl. CT
Mir ging´s ähnlich wie Sandra, ich habe die ganze Chemo und die wöchentlichen Herceptin-Gaben auch ohne Port sehr gut überstanden. Meine Venen waren und sind super.
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AW: Brustkrebs Bin neu suche Entscheidungshilfe bzgl. CT
Guten Morgen an alle,
ich habe die erste Chemo (1 von 6 TAC) in die Armvene bekommen, hatte dann an der Einstichstelle braune Flecken, die erst nach ca. 8 Monaten verschwunden sind. Die restlichen fünf liefen durch einen Port, über den ich schon froh war. Konnte während der Infusionen meine Käppis mit dazupassenden Pullis häkeln. Perücke habe ich nicht getragen. Zu den Nebenwirkungen: gegen die Übelkeit gibt es ja schon standardmäßig die Mitteln. Hatte immer "Mandragora" Tropfen dabei, ein homöopatisches Mittel, gegen "schlechtsein". Wenn der metallische Geschmack auf der Zunge kam, putzte ich die Zähne und die Zunge mit etwas Basenpulver auf der Zahnbürste. Mir ist es an der Tagen der Chemos und am Tag danach recht gut gegangen, dann kamen zwei Tage, an denen ich Scherzen hatte und wahnsinnig müde war. Trotzdem bin ich in der Zeit von der ersten Chemo (5. Dez. 06) bis Ende der CT (letzte Chemo 21. März 07) nur fünf Tage nicht spazieren gegangen. Es war mühsam, doch das Ziel, den Krebs zu besiegen - ich hatte ihm in der Nacht nach der OP einen Namen gegeben, ihn gezeichnet und immer ein gräßliches Bild vor Augen - hatte mir die Kraft gegeben, diese Behandlung relativ gut zu überstehen. Für mich waren die danach anschließenden täglichen Bestrahlungen weitaus schlimmer. Für eine CT würde ICH mich wieder entscheiden. Ich wünsche euch einen schönen Tag und viel viel Kraft! Beli |
AW: Brustkrebs Bin neu suche Entscheidungshilfe bzgl. CT
Liebe Michaela,
ich finde auch, dass Du ein gutes "Fachwissen" hast und so ist ja der Titel des von Dir eröffneten Threads ein winziges Bisschen irreführend ;) Du suchst eigentlich gar keine Entscheidungshilfe, sondern hast wohl schon eine relativ feste eigene Meinung ...... Aber wie sagt man so schön: Der Mensch sucht eigentlich in den meisten Lebenslagen "nur" Bestätigung für seine eh' schon vorgefassten Meinungen ;) Aber Spaß beiseite: Du hast ja heute das Gespräch mit den Doc's und so wirst Du Deine Erkenntnisse mit den ihren messen....... LG und alles Gute wünscht |
AW: Brustkrebs Bin neu suche Entscheidungshilfe bzgl. CT
Hallo ihr Lieben,
wüßte ich schon genau was gut und richtig für mich ist würde ich sicher nicht die Zeit investieren in diesem Forum hier zu diskutieren! Sicherlich hat man trotzdem schon eine Tendenz für sich.. Zur Frage nach der Zeit zwischen Diagnose und OP: es waren ca 4 Wochen und den OP Termin hat der Chefarzt der Klinik vorgegeben, hierauf hatte ich gar keinen Einfluss. man hat mir aber sowohl in meiner Klinik als auch seitens der Uniklinik Heidelberg wo ich einen Zweitbefund eingeholt hatte versichert dass der Zeitabstand völlig im Rahmen und nicht gefährdend wäre. Zur Frage G3 kontra Frühstadium I und II : G3 sagt lediglich etwas aus über die Bösartigkeit des Tumorgewebes -dies wird u.a.daran gemesen wie schnell sich diese Zellen teilen. I / II /III/ IV etc. beurteilt das Gesamtstadium der Krebserkrankung. Meine Klinik ist sehr engagiert. Ich habe daher die Chance gehabt direkt nach der OP an einem sogen. "Mammaprint" teilzunehmen. Das Tumorgewebe wurde hierzu in einer Genanalyse-Studie untersucht, die die G- Klassifikation differenzieren, ergänzen bzw. ablösen soll, hier erhielt ich trotz anfänglicher G3 Einstufung nur "low risk". Warum ich mich fachlich so gut auskenne (sofern das überhaupt der Fall ist !) liegt daran dass ich 2 Ärzte in meinem Freundeskreis habe die mich unterstützen und mich damit was für mich essentiell wichtig ist auch intensiv auf allem Ebenen auseinandersetzen und entsprechend recherchiere. Also alles nur angelesen und in (Fach-) gesprächen erfahren. Ich bin weder Ärztin noch habe ich eine sonstige medizinische Ausbildung ! Ich möchte eben im Kopf und im Bauch das Gefühl haben den richtigen Schritt zu gehen und eben etwas nicht nur daher für mich als gut und richtig zu akzeptieren weil es mir andere, wenn auch fachlich kompetente so sagen, sondern weil es mich auch überzeugt! Zudem finde ich es in so einer Situation durchaus legitim auch eine unpopuläre Diskussion anzuregen, wie eben öffentlich darüber nachzudenken ob eine CT wirklich sein muss und eben auch Alternativen wie eine modifizierte HT statt "gar nichts weiter tun" oder Naturheilverfahren zu hinterfragen. UND ICH FINDE MAN DARF EINFACH NIE SEINEN HUMOR VERLIEREN und sich auch mal ein wenig über sich selbst lustig machen! Komme grade von der Info über den Beschluss der Tumorkonferenz: keine Gain Studie stattdessen TAC vorgeschlagen. Was wäre nun das kleinere Übel ;-)? , TAC gilt ja nun auch nicht grade unagressiv... Heute Nachmittag Termin beim Onkologen, danach bin ich sicherlich noch ein ganz gutes Stück weiter! Möchte mich spätestens Mittwoch entgültig entscheiden. Einen wunderschönen, sonnigen , schmerzfreien Tag voll positiver Energie euch allen! Michaela |
AW: Brustkrebs Bin neu suche Entscheidungshilfe bzgl. CT
Liebe Michaela
Fürwahr ein Wespennest, in das Du da stichst. Beginn 2004 an einem G3-Tumor erkrankt mit befallenen Lymphknoten unter dem Brustbein, versuchte ich mich auch blitzartig auf den neusten Stand der Dinge in Sachen Brustkrebs zu bringen. Das machst Du gut, denn was anderer Leute Arbeit, ist unser Leben und da dürfen wir nicht darauf hoffen, dass alle Beteiligten mit demselben Engagement dabei sein werden... Die Diskussion um Chemo ist ein ewige. Die Zahlen, die dafür sprechen sind ja nicht 90% gesichtertes Ueberleben und wenn Du es nicht machst bist Du gleich hin :rotier2:Aber im Ernst: Du kannst alle Infos sammeln und musst dann letztlich auf Dein Gefühl hören. Eine Chemo zu machen ist kein Spaziergang und wenn man innerlich nicht (oder noch nicht) soweit ist, dann ist es noch schlimmer. Aber es ist eine überschaubare Zeit und sie ist zu meistern. Ich war mir damals ganz sicher, dass ich keine Zeit zu vergeben hätte und habe das volle Programm durchgemacht. Hätte ich einen G1 gehabt, keine befallenen Lymphknoten hätte meine Entscheidung vielleicht anders ausgesehen? Es ist müssig, dies zu überlegen. Nebst der klassischen Schulmedizin habe ich komplementäre Methoden begleitend oder anschliessend genutzt. Wenn Du auf diese Studie vertraust, dann geh den Weg. Neuere Studien sagen einfach nichts oder wenig aus über die durchschnittliche Ueberlebensdauer. Wieviele leben nach 5 Jahren noch, wie viele sind metastasenfrei? Die Angst ist ein schlechter Ratgeber, hab ich mal hier im Forum gelesen. Ja, das ist sie. Das Bauchgefühl dagegen ein Guter. Zu unterscheiden sind sie manchmal nur schwer, diese beiden Begleiter! Alles Gute und viel Mut zu was auch immer Du Dich entschliesst! Barbara |
AW: Brustkrebs Bin neu suche Entscheidungshilfe bzgl. CT
Hallo Amazone,
Es gab in den Jahren 2000-2004 in Deutschland die sogen. Zebrastudie. Hier wurde eine Probandengruppe mit genau meinem Befund (hochpositive Hormon-Rezeptoren, Stadium I od II, wenige Lymphknoten befallen, unter 50...) auschließlich mit einer neuen Kombi von Hormontherapie (und natürlich Bestrahlung) behandelt und diese Patientinnen zeigten bessere Ergebnisse als die Vergleichgruppe die sich der damals üblichen Standard Chemo CMF unterzogen hatten. Warum wird man hierüber nicht beraten??? Mir scheint die HT gilt immer als sowas wo man eben nach der CT 5 Jahre ne Tablette schluckt und das war´s. Wer möchte dagegenhalten dass diese Therapie nicht womöglich die bessere Wahl auch für mich wäre? Und man erspart sich auch noch den Port ;-) Die CMF Chemo wird heute, soweit ich weiß, gar nicht mehr verwendet, weil sich andere Chemos als wesentlich wirksamer herausstellten. Ich weiß, das sagt in Deinem Fall noch nichts darüber aus, ob die Hormontherapie nicht auch reichen würde, aber ich denke, gerade bei befallenen Lymphknoten ist, wenn man sich für CT entscheidet eine Chemo Kombi mit Taxanen die erste Wahl. Ich finde es gut, dass Du versuchst möglichst viel herauszufinden - und Dich auch nicht beirren lässt, die meisten hier haben nun mal "Standardtherapie" gemacht - und die Alternativen für Dich abzuwägen. Und gleichzeitig macht mir auch Angst, dass Du Dich aus lauter Furcht vor den Nebenwirkungen so entscheiden könntest, dass Du Dir in ein paar Jahren sagst: hätte ich bloss ... Ich kann nur für mich sagen, dass ich meine Entscheidung für die Chemo nie infrage gestellt habe und gut damit gefahren bin. Die letzte Chemo bekam ich vor über drei Jahren und inzwischen habe ich nicht das Gefühl, noch unter irgendwelchen dadurch bedingten Nachwirkungen zu leiden. Ich glaube, ich hätte die Chemo auch gemacht, wenn mein Tumor rezeptorpositiv gewesen wäre. So war Chemo nun mal neben OP und Radiation die einzige Therapie-Option. Alles Gute für Dich! Susanne |
AW: Brustkrebs Bin neu suche Entscheidungshilfe bzgl. CT
Hallo Michaela und alle anderen :lach2:,
hatte wegen eines befallenen Lymphknotens im letzten Jahr 6x TAC-Chemo. Die Nebenwirkungen hielten sich in Grenzen, insgesamt hatte ich nach jeder Chemo ca. 4-5 Tage wo ich schlapp war oä. Ich habe während der ganzen Zeit meine Familie versorgt (kochen eingeschlossen). In den 3 Wochen zwischen den Chemos habe ich vorgekocht und eingefroren (Suppen, Braten usw.) damit ich in den schlappen Tagen nur noch was Frisches dazugeben mußte. Das war gut zu schaffen. Die Chemos sind bei mir auch ohne Port gelaufen. Letzte Chemo war am 27.4 07. Habe in dieser Zeit auch mit Walken angefangen. Klar, es ist keine Vitaminkur, aber man kann es überstehen. Letztlich war mir wichtig, daß die Zellen eins auf die Mütze kriegen:twak:. Heute, nach 1 Jahr geht es mir gut. Ich bin froh, daß ich die Möglichkeit der Chemo hatte. Gibt mir für den Fall eines Rückfalls das Gefühl nichts versäumt zu haben . Hoffe, ich konnte mit meinem "Kurzbericht " etwas bei deiner Entscheidung helfen. Liebe Grüße und ich wünsche , daß ihr die richtige Entscheidung für euch trefft Lilli, die eigentlich Eva heißt:winke::winke: |
AW: Brustkrebs Bin neu suche Entscheidungshilfe bzgl. CT
Hallo Amazone,
ich kann dein Dilemma sehr gut verstehen. Mir erging es ähnlich. Bevor ich erkrankte, habe ich die CT (für mich) total abgelehnt. Im Krankenhaus wusste man davon und man hat mit Engelszungen auf mich eingeredet. Durch meinen Bekanntenkreis (Ärzte, Heilpraktiker) und eigene Weiterbildung hatte ich sämtliche Informationen, Ratschläge etc. pp. Aber wie du bereits selber sagtest, muss man selber eine Entscheidung, zu der man auch steht, treffen. Ich habe mich für die CT entschieden und bin jetzt bei Nr. 5 (von 6 x FAC). Begleitend mache ich eine Misteltherapie, die ich auch noch über mehrere Jahre fortführen werde. Hast du dich diesbezüglich schon informiert? Die CT ist kein Spaziergang, aber je länger ich dabei bin, desto mehr stehe ich hinter meiner Entscheidung - auch wenn es eventuell Spätfolgen gibt. Welche Angst ist größer?? Die Risiken muss jeder für sich abwägen. Du hast immer die Freiheit, dich zu entscheiden, aber du musst dann im Nachhinein dazu stehen, dass diese Entscheidung zu dem Zeitpunkt für dich die richtige war. Alles Gute für dich Ananda |
AW: Brustkrebs Bin neu suche Entscheidungshilfe bzgl. CT
Hallo Amazone und alle anderen!
Erst mal: Hut ab, Amazone! Wie du die Situation meisterst, ist wirklich beachtenswert. Als ich damals die Diagnose BK bekam (Juli 2004) brach für mich eine Welt zusammen und nichts war mehr wie vorher (geht/ging allen Betroffenen so). Wenn man aber deine Postings so liest, könnte man meinen, du redest über eine Zahnwurzelbehandlung und du wüsstest jetzt nur nicht, ob du eine Krone brauchst oder doch lieber ein Implantat haben würdest! Also so rein kosmetisch gesehen... Was ich damit sagen will ist: Es gibt Stadien dieser - entschuldige - beschissenen Krankheit, in denen man einfach keine große Wahl mehr hat. Das haben dir sicherlich deine beiden bekannten Ärzte auch schon gesagt. Wenn du drei befallene Lymphknoten hast, dann denke ich, solltest du schnellstens etwas unternehmen. Wenn man bedenkt, dass die Anzahl der befallenen LK ausschlaggebend für den Grad der Schwerbehinderung ist, dann zeigt das eigentlich schon ausreichend, wie gewichtig die LK bei dieser Erkrankung sind. Ich hatte vor vier Jahren gar keine andere Wahl. Ich hatte zwar keine befallenen LK, aber meine zwei Tumore waren 2 und 2,2 cm. Der größere hatte Verästelungen in einem Feld von 5 x 6 cm. Ich bekam neoadjuvant 4 x EC und siehe da: Bei der OP im Oktober war kein (!) Tumorgewebe mehr nachweisbar. Also habe ich ihn klein gekriegt! Und das ist wichtig! Nebenwirkungen und Spätfolgen habe ich auszuhalten. Das ist das "kleinere Übel". Ich wünsche dir ganz viel Kraft, die richtige Entscheidung zu treffen! Sei lieb gedrückt. Luna |
AW: Brustkrebs Bin neu suche Entscheidungshilfe bzgl. CT
Hallo, Amazone,
also ich frage mich schon, warum sich die Ergebnisse aus der Zebra-Studie nicht stärker insofern ausgewirkt haben, dass Frauen mit stark hormonempfindlichen Tumorzellen von Anfang an nur die Anti-Hormon-Therapie empfohlen wird als Alternative zur Chemo, so wie es in der Studie – sogar bei jüngeren Frauen – erfolgreich durchgeführt wurde. Fakt ist, dass die Chemo die Tumorzellen während der Zellteilung angreift und „vernichtet“, während sie bei der Antihormontherapie quasi ausgehungert werden, d.h. es fehlt ihnen das Östrogen zum Wachsen. Nun gibt es allerdings das Phänomen, dass die Tumorzellen resistent werden bzw. ihre Eigenschaften ändern, d.h. es gibt Frauen, die einen hormonempfindlichen Tumor hatten, AHT gemacht haben und aufeinmal Rezidive/Metastasen bekommen, die keinerlei Hormonrezeptoren haben. Und vergiss auch nicht die „Schläferzellen“ – die Tumorzellen, die, bildlich gesprochen, sich klein und hässlich gemacht haben, sich irgendwo ins Knochenmark verkrochen haben und jedwede Therapie unbeschadet überstehen, um dann Jahre später sich wieder auf den Weg zu machen, sich irgendwo anzusiedeln und wieder zu wachsen. Könnte es nicht sein, dass die Ärzte die Wirkungen beider Methoden - CT und AHT – nutzen möchten, um die unberechenbaren Tumorzellen möglichst mit allen verfügbaren Mitteln zu bekämpfen? (Um es mal plakativ zu sagen: unterschätz deinen Gegner nicht....) Vermutlich müsste man wirklich deine Tumorhistologie bis ins letzte Detail anschauen, um deine Frage zu beantworten, ob du so „low risk“ bist, dass du auf die Chemo verzichten kannst. Du hast ja mit dem „Mammaprint“ optimale Voraussetzungen, um diesbezügliche Fragen mit deinen Ärzten abzuklären. Ich wünsche dir jedenfalls, dass du für dich eine gute Entscheidung triffst. Lieben Gruss Ulrike |
AW: Brustkrebs Bin neu suche Entscheidungshilfe bzgl. CT
Entschuldige bitte, Amazone oder Michaela,
aber nun bin ich davon überzeugt, dass deine Beiträge nicht der Wahrheit entsprechen. Warum ich das nicht nur vermute, sondern BEHAUPTE? In deinem letzten Beitrag schreibst du allen Ernstes, dass du trotz G3 als low risk eingestuft wurdest. Meine liebe Michaela, das kann definitiv NICHT stimmen! Nach deiner eigenen Aussage im ersten Beitrag schreibst du, dass 3 von 6 Wächterlymphknoten bereits BEFALLEN gewesen sind, richtig? Also, da wird man NIEMALS als low risk eingestuft! Irgendwie eigenartig fand ich bereits deinen ersten Beitrag, deinen zweiten sowieso. Dein dritter Beitrag sollte dein letzter hier bleiben, findest du nicht auch? Willst du hier Frauen für dumm verkaufen oder was soll das? Und nun schreibe bitte nicht, dass du armer Tropf dich da wohl vertan haben müsstest. Zumindest ICH glaube dir kein Wort mehr. Grußlos: Norma Diagnose Brustkrebs Nov. 2001 |
AW: Brustkrebs Bin neu suche Entscheidungshilfe bzgl. CT
Das kenne ich... Menschen, die grundsätzlich immer alles besser wissen und einen so richtig vollfett als Lügner darstellen, eben, weil sie ja eh alles besser wissen...:rolleyes:
Ich frage mich nur, warum Ärzte immer so lange studieren müssen, und Onkologen sich noch immer jahrelang spezialisieren müssen.. es reicht wohl vollkommen, einmal erkrankt zu sein, um erkennen zu können, was richtig und was falsch ist..:confused: Irgendwatt mach ich falsch...:eek: und - komisch- ich habe keine Probleme, Michaela zu glauben.... Karin |
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Entschuldige bitte, Norma,
bist Du der Meinung dass das so in Ordnung ist, wie du mit Amazone umgehst?? Oder hab ich da was nicht begriffen??? Amazone tut nichts anderes als ich damals in der gleichen Lage, nämlich sich mit ihrer Situation und ihren Möglichkeiten auseinanderzusetzten. Und wenn man sich eine EIGENE Meinung bilden will, ist man gezwungen, sich in das Thema einzuarbeiten. Auch ich bin nicht sofort nach der Diagnose unter das Messer gekommen, mir wurde auch gesagt, dass es bei dieser Diagnose nicht auf 2 Wochen rauf und runter ankommt. Und ich finde es nur legitim, wenn sie hier nach Meinungen zu dem Thema um Rat fragt, wo denn sonst, bitte? Von einen Arzt und dessen vielzitierter 2. Meinung wird sie nämlich nichts anderes hören, als sie bereits weiß, da sich jeder Arzt nach dem Katalog der Tumorkonferenz St. Gallen von wasweißichwann richten muss und ihr gar nix anderes erzählen DARF! Und es geht um ihr Leben, da werden doch ein paar berechtigte kritische Fragen erlaubt sein? Ulrike, ich habe einen Artikel aus Natur + Science gelesen, in dem beschrieben war, dass sich die von Dir beschriebenen Schläferzellen überhaupt nciht um eine Chemo scheren, das würde bedeuten, dass man seinen Tumor und dessen Rezidive kleinkriegt, aber die Stammzelle bleibt. Ob das so stimmt, oder nicht, kann ich auch nicht beurteilen. Es ist nur so, dass die Forschung in diesen Bereichen noch nicht so weit ist, wie man gerne glauben möchte. Mit vielen Grüßen, auch an Norma Damali |
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Hallo, Norma,
gut, "low risk" mit Lymphknotenbefall und G3? Eigentlich nicht möglich. Aber zumindest gibt es beim Lymphknotenbefall die Unterteilung in die Gruppierungen 1-3 Lymphknoten befallen, 4-9, mehr als 9. Bei der Zebra-Studie waren Frauen mit Lymphknotenbefall, die "nur" eine AHT machten und diese AHT zeigte sich in der Wirkung einer CMF-Chemo gleichwertig. Die Argumente für eine Chemo habe ich ja schon angeführt, aber wenn Michaela sich "nur" für die AHT entscheiden würde, würde es meiner Meinung nach durchaus eine Rolle spielen, wieviele Lymphknoten befallen sind und 1-3 Lymphknoten können grenzwertig sein hinsichtlich des Risikos. Das Problem ist doch, dass Michaelas Tumor generell grenzwertig ist, auch von der Grösse her (s. St. Gallener Konsensus und das Kriterium Tumorgrösse größer/kleiner 2 cm bei der Risikoeinteilung.) und sich daher für jemand, der der Chemo ohnehin sehr kritisch gegen- übersteht, durchaus die Frage stellt, machen oder nicht. Ich verstehe nicht, warum du gar so konsterniert reagierst, selbst wenn Michaelas Fall nur konstruiert wäre, ist mir dieser Thread lieber als wenn jemand kommt, überhaupt keine Chemo, AHT, Bestrahlung machen will und stattdessen seinen Krebs völlig aus der Luft gegriffen mit warmen Fussbädern wegkriegen will.... Immerhin ist die Zebrastudie ja kein Hirngespinst.... Damali, danke für den Hinweis auf den Artikel! Lieben Gruss Ulrike |
Brustkrebs Entscheidung getroffen
Hallo ihr alle,
ich bin wirklich beeindruckt, wie viele sich hier mit meinem Wohl auseinandersetzen. Vielen Dank Mädels, das ist echte Solidarität und ich denke die brauchen wir! Mir gefällt auch, dass die meisten mails sehr sachlich und konstruktiv ausfallen, eine Auseinandersetzung mit Niveau. Ihr müsst euch aber nicht gegenseitig angreifen wegen mir, kann mich schon ganz gut alleine verteidigen Liebe Norma, wer immer Du auch bist und was immer Du mit bzw. wegen deiner Erkrankung erlebt hast: ich bin ganz real und nichts an meinen Aussagen ist konstruiert! Kannst Du nicht einfach akzeptieren dass unser Krebs und wie sowohl wir selbst als auch unsere Ärzte damit umgehen trotz aller Klassifikations- und Prognosemöglichkeiten so individuell ist wie jede einzelne von uns und unsere Entscheidungen? Warum also so agressiv mir gegenüber? Warum so misstrauisch? Wer sollte Spaß daran haben hier einfach mal so als Fake Unruhe zu stifen, warum und wozu? Ich kenne Dich weder noch habe ich Dir etwas getan.Gerne gebe ich Dir meine Tel. damit Du überprüfen kannst dass es mich gibt.... Um Missverständnisse wg G3 und "low risk" auszuräumen: Der Mammaprint läuft über eine neue, noch nicht gesicherte Studie um zusätzliche, bzw. alternative Prognosefaktoren bzgl. der Tumoreigenschaften zu ermitteln. Soweit ich es verstanden habe auf Basis von Genuntersuchungen, Genvergleich. Hier kam bei mir eben trotz G3 Einstufung (nach anderen Methoden) "low risk" raus und das haben meine Ärzte bei der Prognose mit berücksichtigt- müssten sie aber nicht da wie gesagt nicht gesichert... Ich sehe das einzig und allein als weiterer Hinweis dass das was mein Bauch mir sagt nicht völlig falsch sein kann. Klassifikationen fassen doch immer nur die Gesamtheit von vielen unterschiedlichen Fällen in einem Schema zusammen. Ist es für einen Rückfall oder drohende Metastasierung nicht letztendlich unerheblich ob ich "fast noch G2" oder "doch schon G3" bin? Ob ich "fast noch T1" bei 1,99 cm Tumor bin oder "doch schon "T2" weil 2,1 cm? Es gibt Frauen die hatten einen kleinen Tumor, keine Lymphknoten befallen und sind trotzdem an Brustkrebs gestorben. Andere hatten eine schlechte Prognose und leben damit gesund und munter ohne Rückfall seit mehr als 10 Jahren. Die einen haben alles aber auch alles getan um eine Heilung herbeizuführen und sind doch gescheitert, die anderen haben nichts getan und wurden trotzdem nicht kränker. Je mehr ich gelesen habe, mit je mehr Ärzten ich gesprochen habe um so mehr wird mir bewußt wie wenig wir noch über Brustkrebs und dessen Behandlung wissen. Wir können zwar vieles unternehmen um unsere Chancen zu verbessern aber bisher kann uns niemand garantieren, dass wir dadurch geheilt werden. Ich habe mich übrigens für die Chemo entschieden. Mir wurde das TAC Schema empfohlen. Da ich mich mit den Taxanen aber so gar nicht anfreunden kann haben wir uns jetzt auf 6x FEC geeinigt. Ich werde ja im Anschluss auch noch eine Strahlenbehandlung und eine AHT bekommen, uff... Ich darf jetzt noch mal Urlaub machen, jipeh, das war mir sehr wichtig um Kraft für alles Weitere schöpfen zu können. Ich freue mich schon sehr auf die Tage mit meinem Sohn (12) und meinem Süßen an der Ostsee bei meiner Mama. Für die Angehörigen ist das Ganze ja auch sehr belastend. Am 30.06 bekomme ich dann den Port gelegt und am 01.07 gehts los... Liebe Grüße an alle aus dem sonnigen Wiesbaden, Michaela |
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Hallo Michaela,
geniesse die Ostsee mit Kind und Kegel, tanke Kraft und dann Ärmel hoch und pack´s an. Wünsche Dir alles Gute für die weiteren Therapien....:D Liebe Grüße, Lilli, die eigentlich Eva heißt:winke::winke: |
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Hallo Zusammen,
auch ich bin neu. habe mich gestern nacht schon im profil bk-neu eingetragen. liebe barbara vielen dank für deine rückmeldung. ich stell mich einfach nochmal kurz vor: ich heiße sandra bin 30 jahre und mein sohn ist im april 5 jahre alt geworden. meine diagnose mit brustkrebs habe ich im mai 2008 erhalten. ich bin auf eigenen Wunsch ins krankenhaus gegangen um mir eine harmlose zyste entfernen zu lassen. im aug.2007 wurde mein knoten das erst mal gestanzt und es war alles ok, 2 x nachkontrolle, das letzte mal im april 08- da wurde ich nach hause geschickt und es war alles ok!!! ich hatte angst und wollte gerne auf eigenen wunsch dieses ding entfernen lassen- und dann kam die große überraschung!! ich habe brustkrebs, egal- jetzt ist es so und ich brauche hilfe. die erste op war am 22.05. tumor wurde entfernt und weiter 23 lk´s, nur der wächter war befallen, gestern war ich zur befundbesprechnung und mir wurde gesagt, dass nachoperiert werden muss. es ist noch ein DCIS??? aufgetreten. ich soll entscheiden welche op besser ist, total oder brusterhaltend. hat jemand irgendwelche erfahrungen??? vor der chemo habe ich auch voll angst, soll ich ambulant oder stationär??? mein problem ist mein diabetes typ 1 ( mit sprizten) , wie schlecht ist mir danach, kann ich essen falls ich eine unterzuckerung habe und und und - ich hab so viele fragen??? ich freue mich über antworten. ganz liebe grüße , sandra |
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Hallo Michaela,
jetzt ist die Entscheidung gefallen und es war die für dich Richtige. Freue dich auf deinen Urlaub, geniesse deine Familie, die Luft, das Wasser (vermisse das Meer) tanke Kraft und dann für deine Therapie alles Gute. Ich hatte auch 6 mal FEC und Bestrahlung und der Port ist wirklich eine gute Sache. Ich habe meinen auch nach 2 1/2 Jahren noch. Lass doch wieder von dir hören. Alles Liebe mischmisch |
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Hallo Sandra,
erstmal willkommen, aber du bist hier in Michaelas Thread gelandet. Vielleicht solltest du besser einen eigenen aufmachen, damit hier nix durcheinander kommt und du dort auch deine "eigenen" Antworten bekommst. Lieber Gruss mischmisch |
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liebe michaela,
sorry, dass ich mich in dein profil mit eingeloggt habe. ich bin neu und seh noch nicht richtig durch, aufgeregt bin ich auch etc...! gerne hätte ich auch meinen senf dazugegeben, leider bin ich noch nicht soweit. wünsche euch viel spaß an der ostsee. liebe grüße sandra |
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Hallo Michaela,
im Medizin-Forum steht ein Beitrag zu Chemos bei negativen HER-2 Rezeptoren http://www.journalonko.de/newsview.php?id=2326 Danach wäre die FEC Therapie für dich nicht sinnvoll, da du von den Anthracyclinen nur Nebenwirkungen aber keine Wirkung auf die Tumorzellen haben dürftest. Die Empfehlung deiner Ärzte zu Taxanen wäre danach sinnvoller. MfG Eva |
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Oh Eva,
ich war triple negativ und hatte FEC, und jetzt erfahr ich dass meine Chemo nicht sinnvoll war? Das macht mich jetzt aber nachdenklich. (Entschuldige,Michaela, dass ich jetzt hier einfach so schreibe, aber grad so stehn lassen mag ichs dann doch nicht) mischmisch |
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