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Vor 1 Jahr SD-Ca., jetzt Adenoca. im rechten Unterlappen
Hallihallo,
ich möchte mich erst mal bei Euch vorstellen. Meine Mutter ist 61 Jahre, war immer kerngesund und ging regelmäßig zu den Vorsorgeuntersuchungen und hat nie geraucht. Vor einem Jahr brach dann für uns die Welt zusammen, als zufällig ein SD-Ca. diagnostiziert wurde. Sie wurde in Marburg hervorragend operiert, hat 2 Radio-Jod-Therapien und 28 Bestrahlungen erhalten. Gerade wärend der Bestrahlungen ging sie durch die Hölle. Das ist inzwischen alles überstanden. Bereits im ersten Thorax-CT nach der OP fiel ein Infiltrat im rechten Unterlappen auf, das von den Radiologen aber als nicht bösartig, eher entzündlich oder als Lungenembolie eingestuft wurde. Der Befund wurde über ein Jahr beobachtet. Das Ding wuchs nicht, aber im Dezember meinte die Radiologie, ihr gefalle es ncht, sie würde es punktieren lassen. Nun ist meine Mutter keine Heldin und verweigerte die Punktion. Sie wollte es weiterhin kontrollieren lassen. Im Mai sagte die Radiologin dann, es habe sich größenmäßig nicht verändert, nur habe sich der Herd konsolidiert. Es gefalle ihr überhaupt nicht. Wenn sie die Vorgeschichte meiner Mutter nicht kennen würde, würde sie ein peripheres BC vermuten. Aber die alles passe nicht zu dem SD-Ca. und dass meine Mutter zu dem SD-Ca. auch noch ein BC haben soll, könne sie einfach nicht glauben. Nach langem Zureden ließ sich meine Mutter letzte Woche operieren. Nun haltet Euch fest, es handelt sich um ein Adeno-Ca. T2 N0 M0 G3. Wie die weitere Therapie ausschaut ist noch nicht bekannt. Vor der OP wurden auch 2 Pet-CTs gemacht (FDG und Dotatoc) in beiden leuchtete nur der Herd in der Lunge. Wir hatten so gehofft, es handele sich um eine Metastase des SD-Ca, zumal das TG ansteigend ist. Nun ist guter Rat teuer. Warum steigt das TG? Bislang konnte nichts gefunden werden. Aufgrund der schlechten Prognose des SD-Ca. ist meine Mutter natürlich psychologisch sehr angeschlagen. Vor der Lungen-OP sagte sie noch, eigentlich fühlt sie sich kerngesund. Zu allem Überfluß habe ich noch betreuungsbedürftige Großeltern. Mit ihrem Verhalten bringt meine Oma ihre eigene Tochter noch ins Grab. Dann steht bei uns auch noch ein großer Umzug an und ich bin dann ab August 450 km von meiner Mutter entfernt. Hat von Euch schon mal jemand was von einem Zusammenhang dieser Tumore gehört? In der 2. RJT hat das Ding in der Lunge doch tatsächlich ein wenig Jod gespeichert. Deshalb auch die Hoffnung, der TG-Anstieg hängt damit zusammen und es ist eine Metastase. Für uns ist es immer noch unbegreiflich, dass meine Mutter "Läuse und Flöhe" haben soll. Ich weiß, ich bin inzwischen reichlich konfus, aber ich hoffe, Ihr könnt dieser stichwortartigen Krankengeschichte folgen. Irgendwie drehe ich echt am Rad. Wir hatten so gehofft, es wäre erst mal alles überstanden. Ich weiß auch gar nicht, ob meine Mutter eine Therapie überhaupt noch mitmacht. Vielen Dank schon mal für Eure Antworten, LG Sabine |
AW: Vor 1 Jahr SD-Ca., jetzt Adenoca. im rechten Unterlappen
Hallo Sabine!
Das hört sich doch gut an. Adeno, operiert T2N0M0....da folgt doch normalerweise keine Therapie mehr, deine Mutter hat doch nach der Lungen-OP alle Chancen auf ein tumorfreies Leben. Sicher ist es schrecklich, daß sie beides hatte, Schilddrüsenkrebs und dann auch noch Lungenkrebs......aber zumindest beim LK hat sie doch eine gute Prognose. Ganz liebe Grüße Susanne (Plattenepithel,T1N1M0,operiert,Chemo....vor fast einem Jahr. Seitdem zwei Nachsorgeuntersuchungen o.B.) |
AW: Vor 1 Jahr SD-Ca., jetzt Adenoca. im rechten Unterlappen
Hallo Susanne,
danke für Deine Antwort. Das hört sich ja vielversprechend an. Ich war mir nicht ganz sicher, ob nicht vielleicht doch eine Chemo in Frage kommt, die Lehrbücher sagen da unterschiedliches. Aber die Hauptsorge gilt ja dem TG. Solange das nicht wieder sinkt bedeutet das, es muß noch irgendwo etwas sein, nur wo. Bislang ließ sich eben nichts nachweisen. Also müssen wir Daumen drücken und hoffen. Schönen Abend noch und LG Sabine |
AW: Vor 1 Jahr SD-Ca., jetzt Adenoca. im rechten Unterlappen
Hallo Sabine,
erstmal willkommen hier. Es tut mir leid, dass es euch so heftig erwischt hat. Viel helfen kann ich dir leider nicht, da ich mich mit Schilddrüsenkrebs nicht auskenne. Und schon gar nicht mit den Tumormarkern. War das denn auch ein Adeno? Wenn nicht, ist es wohl tatsächlich ein weiterer Primärtumor. Dann kommt es für die weitere Behandlung auf die Größe an. Ab 4 cm gibt es Chemo, habe ich gerade gelernt. Die Lymphknoten sind ja zum Glück frei, daher denke ich auch, dass die Prognose gut wäre. Aber das werden die Ärzte euch sicher noch alles erklären. Schöne Grüße Bettina |
AW: Vor 1 Jahr SD-Ca., jetzt Adenoca. im rechten Unterlappen
Hallo Bettina,
stimmt, das habe ich ganz vergessen zu erwähnen. Bei dem SD-Ca. handelt es sich um ein anaplastisches mit follikulärem Anteil. Die Anaplasten haben leider eine katastrophale Prognose, das sie meistens zu spät erkannt werden und sehr agressiv sind. Somit haben wir schon unwahrscheinliches Glück gehabt, dass der Tumor bei ihr so klein war. Wahrscheinlich ein Zufallsbefund, der meiner Mutter evtl. das Leben gerettet hat. Die Ärzte meinten nur, wenn sie in 1 Jahr noch lebt, dann hätte sie es geschafft. Nun, das Jahr ist rum und nun das Ding in der Lunge. So wie es aussieht haben die beiden wohl wirklich nichts miteinander zu tun. Keine Chemo, da würde meiner Mutter ein großer Stein vom Herzen fallen. Sie fürchtet sich sehr vor den Nebenwirkungen, vorallen den Äußerlichkeiten wie Haarverlust. Ich sage ihr dann nur, dass wir das auch noch durchstehen, viel schlimmer als die Halsbestrahlung kann es nicht mehr werden (hoffentlich :-) ) Viele Grüße Sabine |
AW: Vor 1 Jahr SD-Ca., jetzt Adenoca. im rechten Unterlappen
So, nun ist es gewiß, die Ärzte schlagen eine Chemo vor, in der Tumorkonferenz entschiden.
Sie empfehlen uns das Nordwestkrhs. in Frankfurt. Meine Mutter ist am Boden zerstört, wobei ihre erste Frage war, ob sie ihre Haare verliere. Ich habe ihr versucht gut zuzureden, das die Haare nur ein kosmetisches Problem und sicherlich das eher kleinere sei. Aber sie hat nur noch geheult. Wie kann ich ihr nur klarmachen, dass der Haarverlust sicherlich unschön ist, jedoch nur vorübergehend und gut kaschierbar ist. Sie schämt sich in Gedanken jetzt schon, wenn sie abends ins Bett geht. Dabei ist lt. Ärzten gar nicht gesagt, dass sie wirklich die Haare verliert. Ich habe versucht, sie zu trösten, in dem ich ihr vor Augen gehalten habe, dass sie die Halsbestrahlung ja auch überstanden hat. Ich hoffe, die Chemo wird nicht ganz so schlimm. Wie läuft so etwas überhaupt ab? Wird das ambulant oder stationär gemacht? Was bedeuten 6 Cyclen, bzw. wie lange dauert so etwas? Ich würde sie morgen ja gerne etwas beruhigen, doch mir fehlt jeder Rat. Liebe Grüße Sabine |
AW: Vor 1 Jahr SD-Ca., jetzt Adenoca. im rechten Unterlappen
Liebe Sabine,
bleib mal ganz ruhig und atme erstmal durch. Ich verstehe gut, dass deine Mama große Angst hat. Schließlich hört man immer die schlimmsten Sachen. Mein Papa hat bei der Chemo nicht ein Haar verloren, das ist nicht immer so. Falls es doch so kommt, geh mit ihr rechtzeitig zum Frisör, lasst eine Perücke machen, dann wird es für die Umwelt ein nahtloser Übergang. Einen geeignete Frisör gibt es doch sicher bei euch, das bekommst du raus. Lies doch mal drüben bei Christel-Mouse im Adeno-Thread. Dort wurde dieses Thema vor ein paar Wochen ausführlich besprochen. Um es schneller zu finden kannst du die Suchfunktion nutzen. Mit den Zyklen ist das unterschiedlich. Es kommt darauf an, was deine Mama bekommt. Frag dazu bitte den Arzt. Chemos werden sowohl stationär, als auch ambulant gemacht. Mein Pa war immer 3 Tage in der Klinik, unsere Christel macht es ambulant. Das ist ganz unterschiedlich. Liebe Grüße und alles Gute für euch |
AW: Vor 1 Jahr SD-Ca., jetzt Adenoca. im rechten Unterlappen
Hallo Sabine!
Ich habe meine Chemo nach OP im März hinter mich gebracht, und habe meine Haare alle noch. Frag mal nach, welche Chemo deine Mum bekommen soll. Ich hatte Cisplatin/Vinorelbin, das ist eine oft nach erfolgreicher OP angewandte Kombination. Klar wachsen die Haare wieder nach, aber wenn es sich evtl. verhindern lässt.....deine Mutter hat schon so viel durchgemacht in der letzten Zeit, irgendwann kann der stärkste Mensch nicht mehr. Ganz liebe Grüße Susanne:pftroest: |
AW: Vor 1 Jahr SD-Ca., jetzt Adenoca. im rechten Unterlappen
Ihr Lieben,
es ist so tröstlich von Euch zu lesen. Meine Mutter wird am Montag erst aus dem Krhs. entlassen nach der OP. Wenn ich sie abhole werde ich nochmal mit dem Thoraxchirurgen sprechen. Mal sehen, wie und wann es dann weitergeht. Der Onkologe war gestern bei der Tumorkonferenz wohl anwesend. Bestimmt wird sich meine Mutter nächste Woche noch bei ihm vorstellen. Dann werden wir sicher mehr Details und Infos bekommen. Gestern dachte ich ja noch sie käme um die Chemeo herum. Zu blöd, dass ich demnächst 450 km weg ziehe. Ich sitze schon auf gepackten Kisten. Aber auch das werden wir schaffen. Ich hoffe nur, meine Mutter gibt nicht auf. Schönen Abend und WE und liebe Grüße Sabine PS: Ich kämpfe mich durch die 149 Seiten von Christels Thread, kann nch etwas dauern, bis ich alles gelesen habe |
AW: Vor 1 Jahr SD-Ca., jetzt Adenoca. im rechten Unterlappen
Liebe Bine,
bei der ersten Platin-chemo mit 6 Zyklen ging bei meiner Mama (auch Adeno) fast kein Haar aus. Es muss nicht passieren. Liebe Grüße Jutta |
AW: Vor 1 Jahr SD-Ca., jetzt Adenoca. im rechten Unterlappen
Hallo Ihr Lieben,
so , seit gestern ist meine Mutter wieder zuhause. Daheim blüht sie richtig auf, könnte Bäume ausreißen. Die Schmerzmittel hat sie auch gleich reduziert. Heute gehen wir erst mal zum Nuklearmediziner zur Blutentnahme. Mal sehen, was der TG-Wert macht. Er sagte nur, evtl. kann die Chemo auch bei dem Anaplast der SD was ausrichten. Freitag stellen wir Mutti dann im Nordwest bei den Onkologen vor. Ich bin gespannt, was dabei herauskommt. Die Chemo soll dann wohl so in 3-4 Wochen (lt. Thoraxchirurgen) losgehen. Langsam freundet sich Mutti mit dem Gedanken auch an. Ich versuche ihr klar zu machen, dass die Chemo ihr neuer bester Freund ist, egal wie sehr sie auch wehtun mag. Dieser neue Freund wird den blöden Parasiten, der sich bei ihr eingenistet hat dann wohl hoffentlich endgültig vertreiben. So, nun werde ich mal wieder ein paar Kisten packen, bevor es dann später in die Uniklinik geht. Euch allen liebe Grüße und nochmal Danke für den Zuspruch Sabine |
AW: Vor 1 Jahr SD-Ca., jetzt Adenoca. im rechten Unterlappen
Guten Abend Ihr Lieben,
vielen Dank für Eure lieben Zusprüche. Am Freitag waren wir bei der Onkologin. Sie war sehr nett und empfahl 4 Zyklen Chemo. Es soll eine Kombi aus Carboplatin und Navelbine werden. Am 28 Juli geht es los. Dafür soll sie 2 bis 3 Tage stationär aufgenommen werden. Ich vermute mal, damit bei eventuellen Nebenwirkungen gleich gegengesteuert werden kann. Sie soll alle 4 Wochen die große Infusion bekommen, wöchentlich nur Navelbine, das dann auch ambulant. Christel hat mir ja schon geraten, rechtzeitig mit Antikotz-Tabletten zu beginnen und auf regelmäßigen Stuhlgang zu achten. Habe ich schon weitergegeben. Die Onkologin sagte uns, wahrscheinlich würde meine Mama von der Chemo nicht sehr viel merken. Das kann ich mir bei den ganzen Berichten hier gar nicht vorstellen. Vielleicht sagt sie das allen Patienten, damit sie etwas ruhiger an die Sache herangehen. Meine Mama sagt allerdings, sie wüsste vorher lieber alles. Bei der Bestrahlung wurde ihr auch kaum etwas von den Nebenwirkungen gesagt, vorallem nicht, dass nach Bestrahlungsende das dicke Ende erst noch kommt, weil alles nachwirkt. Sie dachte immer, jetzt ist sie doch fertig, wieso wird es nicht besser mit den Beschwerden. So, heute abend werde ich wohl mal faul dei Füße hoch legen. Habe heute wieder reichlich Kisten packen können, das merke ich im Kreuz und an den Händen. Aber bald bin ich durch, dann kann der Möbelwagen kommen. Aber es dauert dann ja noch bis September bis wir einziehen können. Ich hoffe, wir können am 1. August mit den Renovierungsarbeiten im neuen Haus anfangen. Dafür haben wir nämlich nur 4 Wochen. Euch allen einen schönen Abend und bis bald, liebe Grüße Sabine |
AW: Vor 1 Jahr SD-Ca., jetzt Adenoca. im rechten Unterlappen
Liebe Sabine,
Das hat aber doch wenig Sinn, den Patienten vorher schon Angst zu machen. Jeder reagiert doch anders auf Chemo. Man kann also gar nicht alles vorher wissen. Mein Mann zum Beispiel hat Taxol/Cisplatin locker weggesteckt, während manche sich dabei ziemlich quälen. Wenn man aber schon mit schlimmen Nebenwirkungen rechnet, steigt ja die Wahrscheinlichkeit, dass welche kommen. Vor allem bei Übelkeit spielt die Psyche mit. Navelbine gehört jedenfalls zu den "sanfteren" Chemos, und Carboplatin ist verträglicher als Cisplatin. Hier ist ein Link zu Erfahrungen mit Navelbine: http://s236047139.online.de/forum/sh...bine+cisplatin LG Bettina |
AW: Vor 1 Jahr SD-Ca., jetzt Adenoca. im rechten Unterlappen
Liebe Bettina,
danke für den Link, da stellt sich dann ja wohl die Portfrage. Die Onkologin geht davon aus, dass ein Port nicht nötig ist für die "paar" Infusionen, zumal meine Mama ganz gute Venen hat. Zu den Nebenwirkungen, ich sage meiner Mutter auch immer, dass jeder anders reagiert und sie eigentlich entspannt alles auf sich zukommen lassen soll. Sie sagt dann aber eben immer, bei der Bestrahlung wäre es ihr lieber gewesen alles vorher zu wissen. LG Sabine |
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Liebe Sabine,
vier Zyklen ist wirklich nicht so viel, und es ist ja eine adjuvante Chemo. Bei guten Venen kann man es sicher ohne Port probieren. Von einer schlechten Erfahrung würde ich mich da nicht kirre machen lassen. LG Bettina |
AW: Vor 1 Jahr SD-Ca., jetzt Adenoca. im rechten Unterlappen
Guten Abend Ihr Lieben,
heute war nun der große Tag bei meiner Mama. Wir waren um 10:00 uhr im Krankenhaus zur stat. Aufnahme. Es dauerte ja ewig und war eigentlich eher langweilig. Positiv war, das wir mal wieder richtige Mutter-Tochter-Gespräche führen konnten. Meine Mama bekam zwar schnell einen Zugang gelegt, Blut abgenommen und ein EKG, auch den Chemo-Fahrplan gab es zügig. Danach saßen wir auf dem Zimmer und warteten gespannt, wann es denn endlich losgeht. Irgendwann meinte die Schwester, vor 16:00 Uhr tut sich nichts, die Chemos werden dann erst frisch auf Station gebracht. Hätten wir das gewußt, dann wären wir doch nochmal nach draußen gegangen bei dem Wetter. Naja, als erstes durfte meine Mama dann die erste Antk...-Tablette schlucken, dann gab es eine Infusion mit Cortison. Anschließend 1000ml Elektrolyt-Lösung. Anschließend eine Injektion mit einem Antik... und dann kam noch das Navelbine. Stellt Euch vor, meine Mama war so gut drauf, dass sie sogar noch Witze gerissen hat: Jetzt denken meine Killerzellen: Was ist denn nun los? ABer wenn dann erst das Carboplatin kommt, dann machen wir ihnen den Garaus. Wir mussten lachen und ich sagte nur zu ihr, das sei endlich mal die richtige Einstellung. Um 18:00 Uhr fuhr ich dann frohen Mutes nach Hause. Gegen 20:30 war wohl alles drin und sie meinte, jetzt gibt es bestimmt eine ruhige Nacht. Bis jetzt merkt sie noch gar nichts. Ich drücke ihr mal die Daumen, dass es auch so bleibt. Jedenfalls ist sie jetzt etwas beruhigter, weil sie weiß, was in etwa auf sie zu kommt. Euch einen schönen Abend noch und viele Grüße Sabine |
AW: Vor 1 Jahr SD-Ca., jetzt Adenoca. im rechten Unterlappen
Liebe Sabine,
wie gut - der erste Tag ist schon mal überstanden. Da kann die Angst jetzt erst mal kleiner werden. Ich wünsch euch sehr, dass es genau so weitergeht. Was machen denn eigentlich die Schilddrüsenwerte? Ist da wieder alles im grünen Bereich? LG Bettina |
AW: Vor 1 Jahr SD-Ca., jetzt Adenoca. im rechten Unterlappen
Liebe Bettina,
mit der Schilddrüse ist eigentlich alles ganz gut. Die einzige Sorge, die wir haben ist der TG-Wert. Das ist der Tumormarker für die SD, allerdings mehr für die jodspeichernden Tumore. Das Anaplast meiner Mama speichert ja kein Jod, daher ist der Wert wohl nicht sooooo aussagekräftig (Habe das immer noch nicht so ganz kapiert), die Ärzte fragen jedoch immer wieder nach dem TG. Nun ja, das TG war nach der SD-OP vor einem Jahr auf 3, sollte gen 0 gehen. Vor der zweiten Radio-Jod-Therapie stieg es dann auf 17, unmittelbar vor der Lungen-OP war es 19. Da wir ja gehofft hatten, das Teil in der Lunge hinge irgendwie mit dem SD-Ca. zusammen, hofften wir, das TG sinkt wieder. Leider ist es weiterhin langsam aber stetig am Steigen, auf mittlerweile 24. Das ist zwar an uns für sich nicht hoch, Werte über 100 oder 500 sind eher beängstigend, doch die Tendenz zum Steigen beunruhigt etwas. Der Nuklearmediziner sagt jedoch, keine Panik, weiter beobachten und suchen. Das bedeutet regelmäßige Kontrollen wie Pet-CTs etc. Bislang war außer der Lunge im Pet nichts zu erkennen. Deshalb müssen wir weiter abwarten. Die Onkologen haben uns aber auch Hoffnung gemacht, dass die Chemo auch etwas bei dem SD-Ca. bewirkt. Insofern ist erst mal alles im grünen Bereich. Abgesehen davon wurde noch eine spezielle immunhistologische Untersuchung des Lungentumors angefordert, um evtl. doch noch einen Zusammenhang der beiden Tumore zu finden. Heute haben die Ärzte nochmal einige Tumormarker bestimmt, mal sehen, was dabei herauskommt. Am neugierigsten sind wir natürlich auf das TG. Wie geht es denn Deinem Mann? Hat er sich gut von der OP erholt? LG Sabine |
AW: Vor 1 Jahr SD-Ca., jetzt Adenoca. im rechten Unterlappen
Liebe Sabine,
mit der Schilddrüse kenn ich mich sowas von gar nicht aus, aber ich stell es mir überhaupt nicht prickelnd vor, immer so eine Ungewissheit ertragen zu müssen. Aber gut, dass regelmäßig kontrolliert wird. Und wenn die Ärzte sagen, dass Panik nicht angesagt ist, kann das ja durchaus beruhigen. Mein Mann erholt sich gut von der OP. Mit der Hitze kommt er besser zurecht als ich, läuft mit dauernd weg. :rolleyes: Was ihm zu schaffen macht, sind die Therapiefolgen und die Schultern (Kalk), deren Behandlung aufgeschoben werden musste. Aber er ist guter Dinge, und das ist schön. Und er hofft, das dies die erste Woche in diesem Jahr ohne Arztbesuch wird ... LG Bettina |
AW: Vor 1 Jahr SD-Ca., jetzt Adenoca. im rechten Unterlappen
Liebe Bettina,
na dann drücke ich Euch mal die Daumen für die arztfreie Woche. :) Was soll denn mit den Kalkschultern unternommen werden? Stoßwelle? Auch ich kämpfe ganz gut mit der Hitze und habe mich in den kühlen Keller verzogen. Die armen Kinder liegen schweißnass in ihren Betten. Unterm Dach ist es aber auch richtig heiß. Schönen Abend, Sabine |
AW: Vor 1 Jahr SD-Ca., jetzt Adenoca. im rechten Unterlappen
Liebe Sabine,
weißt du irgendwas über Stoßwellen? Irgendwelche Erfahrungen. Ich weiß nämlich nur, dass es heftig umstritten ist und von der Kasse nicht bezahlt wird. Wir sind noch am Sammeln von Meinungen. Eine halbwegs schweißfreie Nacht wünsch ich dir. Wir haben Durchzug gemacht. Da dürfte es gehen. LG Bettina |
AW: Vor 1 Jahr SD-Ca., jetzt Adenoca. im rechten Unterlappen
Hallo Bettina,
endlich kann ich auch mal ein bisserl helfen: ich habe vor mehreren Jahren schon Stoßwellen an der Schulter machen lassen - ich meine es waren 10 Sitzungen, zu jeder habe ich damals ca. 20,- DM zugezahlt. Ich bin heute weitgehend beschwerdefrei, habe das Tennisspielen eingestellt und muss nicht unbedingt Zimmerdecken streichen. Dann kommt es schon mal zu aktuten Entzündungen aber die Dauerbeschwerden sind weg. LG Beate:) |
AW: Vor 1 Jahr SD-Ca., jetzt Adenoca. im rechten Unterlappen
Liebe Bettina,
zur Stoßwelle kann ich Dir nicht wirklich viel sagen. Mein Chef (jetzt leider Exchef, da wir ja am Umziehen sind) hat auch Stoßwellenbehandlungen durchgeführt. Die Patienten waren überwiegend eigentlich sehr zufrieden. Teilweise hat er auch ganz gezielt Spritzen gesetzt mit einer Mischung aus Lidocain und einem Cortison-Produkt. Die Stoßwelle soll ganz gezielt den Kalk auflösen und einen Reiz geben zum Abtransport des Kalkes. Wenn der Doc an der richtgen Stelle war hat es den Pat. auch immer ganz schön weh getan, war aber wohl auszuhalten. Wie gesagt, den meisten ging es danach besser. Zu den Kosten kann ich Dir leider auch nichts sagen, da ich in einer reinen Privatpraxis gearbeitet habe, da bekamen alle eine Rechnung. Keine Ahnung, inwieweit etwas von den Kassen bezuschusst wurde. Tut mir leid, dass ich Dir nicht mehr dazu sagen kann. Bei uns hat es eben ein wenig getröpfelt, Regen konnte man das nicht nennen, aber es hat doch minimal abgekühlt. Jetzt wird erst mal Durchzug gemacht. Meine Mama ist auch wieder zuhause und fühlt sich wie ein Fisch im Wasser. Somit ist alles im grünen Bereich. Nur das TG ist weiter angestiegen, auf 57. Jetzt heißt es abwarten. Am Montag bekommt sie ambulant ihren nächsten Cocktail. LG Sabine |
AW: Vor 1 Jahr SD-Ca., jetzt Adenoca. im rechten Unterlappen
Liebe Sabine, liebe Betae,
vielen Dank für eure Infos. Mal sehen, was der Orthopäde sagt; empfohlen hat es nämlich der Chirurg, der die Fäden aus der Narbe rausgeschnitten hat, die sich nicht auflösen wollten. Beate, "auch mal helfen"? Du bist doch hier auch immer für alle da, die es brauchen. Sabine, das mit dem Umzug habe ich nicht mitgekriegt - wo geht es hin? Und hast du schon einen neuen Job? Und deine Mutter - Fisch im Wasser klingt super. So soll es bleiben. LG Bettina |
AW: Vor 1 Jahr SD-Ca., jetzt Adenoca. im rechten Unterlappen
Liebe Bettina,
ja, das mit dem Umzug liegt mir schon sehr schwer im Magen. Das ist eine etwas längere Geschichte. Mein Mann war längere Zeit bei einer Firma, zu der er täglich 115km einfach gefahren ist. Er ist als Elektroingenieur (Energietechnik) im Vertrieb tätig. Zuvor war er lange bei der AEG, später Alsthom und Areva, in Frankfurt tätig. Da das aber alles nicht so gut lief wechselte er zu einem großen Ingenieurbüro im Rhein-Main-Gebiet als Consultant. Die schickten ihn nur so in der Weltgeschichte herum. Klar, mein Mann spricht Englisch und Französisch wie Deutsch, die Fremdsprachen sind sein Kapital. Das ganze letzte Jahr war er überwiegend nur im Ausland, erst Mosambique, dann jeweils 8-12 Wochen am Stück in Abu Dhabi. Dazwischen immer nur 1 Woche zuhause. Es war die Pest. Eigentlich sollten wir dann für 4 Jahre nach Abu Dhabi oder Quatar entsandt werden. Da dann aber bei meiner Mutter die Krankheit losging, ich auch noch betreuungsbedürftige Großeltern habe und der Stiefvater meines Mannes ein Pflegefall nach LK-OP war, sagte mein Mann nur, momentan sei eine Entsendung nicht günstig, da fast 4 Pflegefälle in der Familie sind und seine Frau nicht ins Ausland könne. Da meinte sein Chef doch nur, na dann gehen sie eben alleine. Mein lieber Göga erwiderte nur, er habe nicht geheiratet und 2 Kinder in die Welt gesetzt, um dann alleine für 4 Jahre ins Ausland zu gehen. Also wieder die Firma gewechselt, wieder Probezeit etc. Nun ist er seit Januar in Holzkirchen (Oberbayern, nähe Tegernsee). Wunderschöne Gegend, aber erst mal alleine wegen der Probezeit. Die ist nun um und wir betreiben sozusagen eine Familienzusammenführung. Meine Mutter knabbert schon schwer daran, dass ihr einziges Kind so weit weg zieht, aber meine Kinder brauchen auch ihren Vater. Es ist für uns alle nicht wirklich leicht, aber auch ich möchte gerne wieder mit meinem Mann als Familie leben. So ist dann eben die Entscheidung gefallen. Jetzt hat mein Sohn 12 Wochen Ferien, da Hessen ja schon früh begonnen hat. Zu allem Unglück ist der Stiefvater vor 2 Wochen seinem Krebsleiden erlegen, was es für meine liebe Schwiegermutter auch nicht leichter macht. Aber er muß nun nicht mehr leiden und hat es bestimmt besser. Wir sitzen jetzt jedenfalls auf gepackten Kisten, da unser neues Haus noch renoviert werden muß, wir können aber erst ab Montag rein. So pendeln die Kids und ich zwischen Frankfurt und Holzkirchen bis alles in trockenen Tüchern ist. Um einen neuen Job werde ich mich dann später kümmern, erst mal muß ich sehen, wie das so mit der Schule läuft. Mein Sohn kommt in die 4. Klasse und da ist es ja schon entscheidend wie es später weitergeht. Die bayerischen Schulen sind ja berüchtigt :D Konntet Ihr Euch jetzt zu einer Stoßwellentherapie entschliessen? Es wüde mich interessieren, ob es Deinem Mann hilft. Ich drücke Euch die Daumen für eine hoffentlich weiterhin ärztefreie Woche, liebe Grüße Sabine |
AW: Vor 1 Jahr SD-Ca., jetzt Adenoca. im rechten Unterlappen
Liebe Sabine,
das ist ja eine recht vertrackte Geschichte. Aber du hast offenbar einen netten Mann - es sind ja nicht wenige, die der Karriere wegen sich um ihre Familie nicht weiter scheren. Ein Glück ist es allerdings auch, wenn man es sich leisten kann zu kündigen. Auch für dich ist ja Tegernsee immer noch besser als Abu Dhabi. ;) Und wenn du noch nicht wieder arbeitest, kannst du ja eher mal nach deiner Mutter schauen. Wie lange musst du da fahren? Na ja, es ist schon eine schwierige Situation - und ich wünsch dir, dass du das gut hinkriegst. Dass ihr bald zur Ruhe kommt. Und dass es deiner Mutter weiter gut geht, natürlich. LG Bettina |
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Liebe Bettina,
stell Dir vor, wir waren eben mit meiner Mama essen. Sie hat wunderbar gegessen und sogar noch einen Nachtisch verputzt. Mit dem schnell mal rüberfahren wird es nicht so leicht, immerhin liegen 450km dazwischen. Mit dem Zug sind wir mit Umsteigen 5 Stunden unterwegs, Mit dem Auto ca. 4, kann aber leicht auch mehr sein. Die Strecke Frankfurt-München und auch München-Salzburg ist leider sehr befahren. Aber wir bekommen ein schönes Gästezimmer. Ich hoffe, meine Mama kommt dann auch mal bei uns vorbei. Was macht Dein Mann? Du hast Recht, mein Mann ist ein richtiges Goldstück. Ich hätte keinen besseren finden können. Immerhin hat er auch 9 Jahre auf mich gewartet, weil ich erst mal erkennen mußte, dass es keinen besseren für mich gibt. LG Sabine |
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Huhu,
will mal wieder Piep sagen. Letzte Woche lief die Chemo bei meiner Mama problemlos, außer Müdigkeit und leichten Unwohlsein am Abend keinerlei NW. Heute haben wir telefoniert. Ich wollte wissen, wie es gestern bei der Chemo gelaufen ist. Ihre Leukos waren nur bei 1000. Deshalb haben sie gar nichts gemacht. Der Arzt sagte nur, er dürfe ihr eigentlich gar keine Hand geben, sie solle sich gut die Hände desinfizieren und Menschenmengen wegen Infektionsgefahr meiden. Zusätzlich bekommt sie noch ein Antibiotikum. Ist das normal, dass schon 2 Chemos so eine starke Blutbildveränderung hervorrufen, dass ausgesetzt werden muß? So wie ich meine Mutter verstanden habe, soll diese Chemo sogar ganz ausfallen. Nächsten Montag soll es dann nach Plan weitergehen. Bin etwas iritiert, dass der gestrige Termin ersatzlos gestichen werden soll. Meine Mutter fragte mich nur, ob die Kids erkältet sind. Wir haben am Wochenende nämlich eine Familienfeier. Wären die Kinder krank, würde diese dann wohl ausfallen. So weit der Stand für heute. Ganz liebe Grüße Euch allen Sabine |
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Liebe Sabine,
deine Frage kann ich dir nicht beantworten, aber lass trotzdem wieder von dir hören. Oder steckst du schon im Umzug? LG Bettina |
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Liebe Sabine,
habe gerade gesehen, dass du wieder da bist. Wie gehts deiner Mutter? Wie war der Umzug? Und hast du dich schon ein bisschen eingelebt? Wenn du verdaut hast, was hier in der Zwischenzeit geschehen hast, meld dich mal. LG Bettina |
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Liebe Bettina,
das ging aber flott, dass Du mich entdeckt hast :D Eigentlich wollte ich mich erst mal wieder etwas einlesen, bevor ich mich zu Wort melde. Da sind ja wirklich viele schlimme Dinge während meiner Abwesenheit passiert. Ich kann immer nicht fassen, wie schnell es gehen kann. Meiner Mama schaeint es oberflächlich betrachtet gut zu gehen. Ich formuliere das etwas eigenartig, da durch unseren Umzug unser Verhältnis nicht gerade zum Besten steht. Sie sieht eigentlich gut aus, wie das blühende Leben. Mein Vater sagt jedoch, es gehe ihr gar nicht gut. Sie ist sehr müde und psychisch mies drauf. Dazu kommt die Sorge um meine Großeltern, also ihre Eltern. Die sind beide 86 und betreuungsbedürftig. Mein Opa hat einen Alzheimer im Anfangsstadium und mit dem Leben abgeschlossen. Das will nur keiner begreifen. Alle meinen, sie müßten ihm sagen, was für ihn am Besten ist. Klaus iß doch dies, Klaus mach doch das,... Meine Oma ist sehr anstrengend. Für ihr gesegnetes Alter geht es ihr meiner Meinung nach noch hervorragend. Ok, sie hat eine Spinalkanalstenose, die auch schon operiert wurde, und eine ausgeprägte Osteoporose. Daraus resultieren auch diverse Wirbelkörperfrakturen. Ich bin überzeugt, sie hat sehr starke Schmerzen, doch merkwürdigerweise hat keinerlei Schmerztherapie bisher angeschlagen. Die meisten Medis lehnt sie sowieso ab, aber betont immer wieder, dass es so nicht weitergehen könne. Bitte verstehe mich nicht falsch, ich habe meine Großeltern sehr lieb. Es ist für mich nur unverständlich, dass meine Oma nur sich selbst sieht. Sie hat die Erkrankung ihrer Tochter in keinster Weise realisiert. Meine Mutter rennt und springt jedoch den ganzen Tag für ihre Mutter herum. Dabei ist meine Mama nun wirklich krank und muß alle Kraft auf ihre eigene Heilung verwenden. Jegliches Zureden brachte keinen Erfolg. Sie meinte nur, dann läge sie eben vor Ihren Eltern unter der Erde, sie könne sie so nicht hängen lassen. Da kommt dann wieder der unterschwellige Vorwurf an mich, dass ich ja alle im Stich lasse, dass ich ja froh bin, wenn ich weg ziehe, da ich mich dann um niemanden mehr kümmern muß. Rufe ich meine Großeltern an, ist immer alles bestens. Ruft meine Mutter an, wird immer alles ganz schlecht gemacht, dann hat man Schmerzen, etc. So, genug gewettert. Meine Mutter hat heute wieder ihren Navelbine-Cocktail bekommen. Habe noch keine Nachricht, wie es ihr geht. Fest steht nur, dass sich ihre Blutwerte sehr schlecht erholen. Sie hat sich wohl zwischezeitlich gespritzt, um das Knochenmark anzuregen. Allerdings sind die Ärzte damit sehr zurückhaltend. Sie begründen das mit einer Gewöhnung des Knochenmarks an die Spritzen. Dann würde es gar nicht mehr produzieren. Soweit zu meiner Mutter. Unser Umzug ging reibungslos über die Bühne. Allerdings werden wir noch eine ganze Weile Kisten auspacken dürfen, 483 Kisten sind ja auch eine ganze Menge. Meine Tochter hatte letzte Woche ihren ersten Schultag und auch der Sohn scheint sich in der neuen Klasse ganz gut einzuleben. Jetzt hoffe ich nur, nicht noch mehr schlechte Nachrichten zu lesen. Wie geht es Euch, was macht Dein Mann? Viele Grüße von einer traurigen Sabine |
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Liebe Sabine,
das ist aber ein ziemliches Kuddelmuddel in deiner Familie. Ich fürchte, da ist nichts zu machen. Wenn keiner mit dem anderen offen reden kann, wird dein Zureden auch nicht helfen. Du wirst sie alle nicht mehr ändern können. Da kannst du nicht mehr tun, als die Klagen anhören, die offenbar das einzig mögliche Ventil sind. Und zieh dir die Vorwürfe nicht an, du hattest ja keine Wahl. Oder nur die zwischen Pest und Cholera. Wenn die Chemo erst mal vorbei ist, wird es deiner Mutter besser gehen. Dann wird sich sicher auch eure Beziehung wieder verbessern. Und sie wird sich daran gewöhnen, dass du nun weiter weg bist. Und merken, dass du trotzdem für sie da bist. Immerhin ist es eine adjuvante Chemo, vergiss das nicht. Wie stehts denn inzwischen um die Tumormarker? Uns gehts ganz gut. Mein Mann macht viel Muskelaufbau, und das wirkt sich positiv auf die Schultern aus. Auch die Beine werden langsam kräftiger. Gerade bin ich trotzdem nervös, denn am Mittwoch hat er PET-CT. Hoffe sehr, dass nichts gefunden wird. So, dann lies dich mal weiter ein - es gibt auch ein paar gute Nachrichten. Und viel Spaß noch mit den 483 Kisten! LG Bettina |
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Liebe Bettina,
werde am Mittwoch an Euch denken. Unsere Daumen sind gedrückt. Danke für Deine tröstenden Worte, ich denke auch, mit der Zeit wird sich meine Mutter an die Trennung gewöhnen. Schönen Abend noch Sabine |
AW: Vor 1 Jahr SD-Ca., jetzt Adenoca. im rechten Unterlappen
Habe heute mit meiner Mama telefoniert. Sie hat die Chemo gestern gut verkraftet. Das Einzige, was nicht so dolle ist, sind die Laborwerte. Zu den Tumormarkern können sie momentan nicht viel sagen, da die durch die Chemo verückt spielen können. Am Freitag soll ein Kontroll-CT gemacht werden. Ich hoffe, Ihr drückt die Damen.
LG Sabine |
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Liebe Sabine,
alles was zur Verfügung steht wird gedrückt.:pftroest: |
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Liebe Marita,
Danke :1luvu::1luvu::1luvu: |
AW: Vor 1 Jahr SD-Ca., jetzt Adenoca. im rechten Unterlappen
Guten Abend Ihr Lieben,
habe eben mit meiner Mama telefoniert. Sie ist am Boden zerstört. Die Radiologen haben einen 6 mm großen Rundherd im CT gesehen, der vor 2 Monaten noch nicht da war. Da die Untersuchung ja nur ohne Kontrastmittel gemacht werden darf, wegen dem SD-Ca, können sie nicht sicher sagen, worum es sich handelt. Meine Freundin ist Radiologin. Sie ist daraufhin extra nochmal in die Praxis gefahren und hat sich die Bilder angeschaut. Auch sie kommt zu der gleichen Meinung. Sie hält es allerdings nicht für eine Metastase des BC, sondern für eine vom SD-Ca. Da das TG ja auch langsam aber stetig steigt, wäre das dann wohl auch eine Erklärung dafür. Am Montag wird jetzt erst mal die nächste Chemo angehängt, dann heißt es mit den Onkologen und dem Nuklearmediziner überlegen, wie es weitergeht. Vielleicht steht mal wieder eine Radio-Jod-Therapie an. Meine Mama hat jedenfalls schon gesagt, sie will sich nicht schon wieder operieren lassen. So, das müssen wir jetzt erst mal verdauen. Ich wünsche Euch ein schönes Wochenende und den nach Kassel reisenden viel, viel Spaß. LG Sabine |
AW: Vor 1 Jahr SD-Ca., jetzt Adenoca. im rechten Unterlappen
Liebe Sabine, ich nehm dich einfach nur mal in die Arme.:knuddel::knuddel:
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AW: Vor 1 Jahr SD-Ca., jetzt Adenoca. im rechten Unterlappen
Liebe Marita,
Danke!!!:1luvu: |
AW: Vor 1 Jahr SD-Ca., jetzt Adenoca. im rechten Unterlappen
Liebe Sabine,
so ein Mist. Da schien alles auf gutem Weg, und nun das. Allerdings schriebst du ja von Anfang an von den Besorgnis erregenden Tumormarkern. Die scheinen bei diesem Ca. ja wirklich zuverlässig zu sein. Vielleicht ist es ja ein kleiner Trost, dass die Meta so winzig ist. Die muss wegzukriegen sein. Aber Radiojodtherapie? Wirkt die auch bei Metas, nicht nur lokal? Wo ist sie denn überhaupt? Ich drücke euch die Daumen, dass rasch eine Lösung gefunden wird. Und dass ihr euch übers Wochenende ein wenig von diesem neuen Schock erholen könnt. LG Bettina |
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