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Auf einmal war er da, der Krebs bei meinem Papa!
Hallo Ihr Lieben!
Bin seit gut einer Woche stille Mitleserin und wollte bis zur endgültigen Diagnose bei meinem Papa auch nichts beitragen! Teilweise finde ich hier Hoffnung, mehr aber noch "Verstehende". Am Dienstag Abend, letzter Woche bekam ich den Anruf, der mein Leben durcheinander brachte und in ein völliges Chaos stürtzte! "Dein Papa hat Lungenkrebs", sagte seine Lebensgefährtin! Meine Welt brach zusammen, mein Papa? NEIN, mein Papa nicht! Er wird doch erst 61, auch wenn das sicher älter ist, als viele viele andere Betroffene hier! Er ging mit leichten Atembeschwerden zum Arzt, sonst keine Symptome! Die ersten Untersuchungen ergaben dann recht rasch, dass nur noch eine palliative Behandlung möglich ist, weil der Haupttumor zu groß ist (ca. Tennisball) und es viele viele kleine Metastasen im anderen Lungenflügel, sowie 2 weitere in der Leber gibt! Ich hab so eine Angst! Erschwerend dazu kommt, das er nun ein Loch im Rippenfell (Pneumothorax) hat, den man ihm wahrscheinlich bei der Lungenpunktion (er hatte über einen Liter Flüssigkeit im Pleuraspalt) zugefügt hat. Die Ärztin sprach den Satz nicht zu Ende, was passieren könnte, wenn sich das Ding nu entzündet :-( Ich wohne in Berlin, mein Papa liegt im KH in Hildesheim! Er ist sooooo weit weg. Gestern bekamm er die erste Chemo, die hat er super vertragen. Ich hoffe nun, dass er lange lange stark bleibt, und Jahre damit leben kann, auch wenn mein Verstand mir was anderes sagt. Ach so, es ist ein Plattenepithelkarzinom! Er selber ist sehr optimistisch und stark, aber auch realistisch! Das schlimmste sind die Fragen meines 6 jährigen Sohnes "Muss Opa sterben?" "Wann darf Opa nach Hause?". Ich bin stark, aber auch schwach, fühle mich so hilflos, will aber die Hoffnung nicht aufgeben, ich bin überfordert. Habe drei Prüfungen vor mir (schriftlich, halbpraktisch, praktisch), weiß nicht, wie ich das schaffen soll. Meine Gedanken sind bei meinem Papa und meinem Sohn, kann mich nicht konzentrieren! Es tut gut, es mal aufzuschreiben, viele liebe Grüße, Sanni |
AW: Auf einmal war er da, der Krebs bei meinem Papa!
Liebe Verena!
Danke für Deine liebe, verständnisvolle Antwort! Zuallererst einmal möcht ich Dir mein Beileid aussprechen, habe Deinen Beitrag gelesen, und er hat mich sehr berührt. Da es dafür keine tröstenden Worte gibt, lass ich den Versuch sein! Ich telefonier jeden Tag mit meinem Papa, er ist ja der selbe Mensch geblieben, wir, die Menschen um ihn rum, sind die, die sich verändern! Die Angst verändert uns, oder das Loch in das man eben fällt! Wir waren letzte Woche alle bei meinem Papa, er hat sich so gefreut, das wir alle gekommen sind (selbst mein Exmann, seine Exfrau, also meine Mama), mein Bruder, der auch woanders wohnt! Seine beiden Enkelkinder! Ich weiß das palliativ nicht das baldige Ende ist, das hab ich hier gelesen und erfahren, und es hat mir Hoffnung gemacht. Aber die Angst, die bleibt! Tut aber gut, sie sich hier von der Seele zu schreiben, um so öfter man es ausspricht um so einfacher wird der Umgang damit! Liebe Grüße, Sanni |
AW: Auf einmal war er da, der Krebs bei meinem Papa!
Hallo Dani!
Danke für Dein Verständnis und Deine lieben Worte! Mein Papa ist der Stärkste von uns allen, auch wenn er das vielleicht nicht weiß! Er bekommt ja von den Gesprächen die unter uns allen laufen nichts mit! Und er motzt, das wir uns alle belesen und informieren. Die grösste Sorge macht er sich um uns! Liebe Grüße Sanni |
AW: Auf einmal war er da, der Krebs bei meinem Papa!
Liebe Sanni,
ganz liebe Willkommensgrüße auch von mir. Ich bin selber Betroffene. Ich habe es schon ein paar mal erzählt, wie ich damit umgegangen bin. Ich hatte vollstes Vertrauen zu den Ärzten, keine Ahnung, was es wirklich heißt, diese Scheixxx Krankheit zu haben. Ich bin so vollkommen unbedarft durch die ganze Therapie marschiert. Meine Tochter ist Krankenschwester, sie wußte, was passiert und hat auch ihre Brüder informiert. Aber ich wußte nichts und wollte es vielleicht auch nicht wissen. Erst nach der Reha, bin ich angefangen und hab mich schlau gemacht, was war das, was Du hattest? Vielleicht wäre es gut Deinem Vater auch nicht zu viel zu erzählen? Vielleicht will er es auch nicht so genau wissen, weil er sonst vielleicht den Mut verlieren würde? Du machst das schon richtig, sei für ihn da, telefonieren oder schreiben. Ich wünsche Euch allen erst einmal alles Gute. Liebe Grüße Waltraud |
AW: Auf einmal war er da, der Krebs bei meinem Papa!
Liebe Waltraud!
Ich musste erstmal gleich meinen Papa anrufen, nachdem ich Deinen Bericht las, so sehr überkam mich die Sehnsucht bei ihm zu sein. Ja, ich denke mein Papa empfindet so wie Du, lieber nicht zu viel wissen! Ich erzähl ihm nie, was ich so gelesen habe im Internet. Aber es stimmt, zu wissen, was evtl kommen kann, das ist schlimm. Ich will doch nicht, das er leidet! Er sagt immer es geht ihm gut, nur müde ist er, von der Chemo. Aber er hustet viel, denke das kommt von dem Loch im Rippenfell! Bist Du geheilt? Ich hoffe es sehr! Alles gute, für Dich, Sanni |
AW: Auf einmal war er da, der Krebs bei meinem Papa!
Liebe Dani!
Nein, ich weiß die Zusammensetzung leider nicht! Weiß nur, das es eine gut verträgliche ist. Kann meinen Papa nicht so oft besuchen, habe weder Auto noch Führerschein, noch steh ich finanziell besonders gut da! Aber mein Exmann wird in etwas längeren regelmässigen Abständen mit uns hinfahren! Das Wissen beruhigt mich! Das Husten bei meinem Papa kommt sicher nur von diesem Loch (Pneumothorax, wenn ich richtig informiert bin) Liebe Grüße, Sanni |
AW: Auf einmal war er da, der Krebs bei meinem Papa!
Hallo Sanni
Liegt Dein Vater jetzt mit dem Pneumothorax noch in Hildesheim/ diekholzen? Wahrscheinlich. Bei meiner Mutter ist das auch passiert, während sie ihr den Port gelegt haben. sie hatte dann für eine Woche eine Drainage und dann ging es eigentlich schon wieder recht gut. Wer ist denn die Ärztin? Fr. Dr. G.? Und was kann man vorbeugend tun, damit sich nichts entzündet? Ich hoffe und drücke selbstverständlich alle, alle Daumen, dass sich fürs Erste der Pneumothorax zurückbildet. Dann geht es sicher auch wieder weiter mit der Chemo, oder? Wie ich Dir gestern schon geschrieben habe: das KH ist ganz eng mit Heidelberg vernetzt, sie haben irgendwie eine Tumorboard-Kollektivkonferenz und wir fühlen uns dort wahnsinnig gut aufgehoben. Alles Gute, ich denk an Euch Thessa |
AW: Auf einmal war er da, der Krebs bei meinem Papa!
Hallo Thessa!
Ich weiß leider nicht wie die Ärztin heisst! Meinen Informationsfluß bekomm ich ausschliesslich von der Lebenspartnerin meines Vaters! Da der aber gut funktioniert, hab ich bis jetzt noch keinen zwingenden Bedarf gehabt selber mit der Ärztin zu sprechen! Auch wenn mein Herz nach eigenen Infos schreit! Die Gefahr einer Entzündung geht zurück, wenn wieder Wasser übers Loch läuft! Bei meinem Papa hat der Druckausgleich nicht funktioniert, der Lungenflügel ist nach wie vor in sich zuammengefallen (kollabiert?). Es tut gut zu hören, daß die Klinik gut ist! Also wenn das jemand anders sagt als jemand aus der Familie, macht das einen weit aus besseren Eindruck auf mich! Dafür möcht ich Dir danken! Ach so, die erste Chemo hat er bekommen und super gut vertragen! Nächste oder übernächste Woche gehts weiter, Loch hin oder her! Es sei denn es entzündet sich. ABER DAS WIRD ES NICHT!!!!!!! Liebe Grüße Sanni |
AW: Auf einmal war er da, der Krebs bei meinem Papa!
Liebe Sanni,
ich möchte Dir auch wieder einen lieben Gruß hinterlassen und alles Gute wünschen.:pftroest: Ob ich geheilt bin, weiß ich nicht. Im Okt. 07 war die OP, dann Chemo und Bestrahlung. Und jetzt gilt die Wartezeit von 5 Jahren mit regelmäßigen Untersuchungen. 1 Jahr hab ich geschafft. Die nächste Untersuchung ist im Januar. Liebe Grüße Waltraud |
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Liebe Waltraud!
Herzlichen Glückwunsch zu Deinem Jahrestag! :) So wünscht man sich das Ausgehen einer solchen Krankheit! Und genau solche Geschichten machen mir Mut! Mein Papa bekommt schwer Luft, das macht mir ein bisschen Angst! Aber sonst gehts ihm gut, keine Schmerzen, keine Nebenwirkungen ausser Müdigkeit und leichte Appetitlosigkeit und schlechte Laune weil er das blöde KH satt hat! Typisch mein Papa! Es tut so gut sich hier mit Euch auszutauschen! Liebe Grüße Sanni |
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Hallo Ihr lieben!
Mein Papa ist heute entlassen worden, alle Werte soweit ganz gut! Was mir ein bisschen Sorgen macht ist, das er so schnell aus der Puste ist! Aber der eine Lüngenflügel ist ja nach wie vor kollabiert! Hat ein Sauerstoffgerät mit nach Hause bekommen! Mir ging es eine knappe Woche ganz gut, ohne Tränen! Gestern in der Schule hatte wir dann einen Dozenten, der mich ein wenig an Papa erinnerte! Meine Stärke war futsch, hockte in der Ecke und heulte! Auch heute hab ich still geweint! Aber mein Papa hört sich super an, die Krankenhaus-Lethargie ist aus seiner Stimme verschwunden, aber er will nicht dass ich jeden Tag anruf :( Kanns verstehen, so wird ihm wahrscheinlich nur bewusst, wie ernst er krank ist! Euch eine schöne Restwoche, lg Sanni |
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Hallo Sanni,
ich drücke für deinen Vater sämliche Daumen. Ist doch toll das die Krankenhausletargie von deinem Vater gewichen ist.Das du heulst und angst um deinen Papa hast ist doch normal. Ich hoffe deine Umwelt in der du lebst versteht das. Dein Vater und seine Lebensgefährtin werden noch sehr viel Kraft für den Weg brauchen der nun vor ihnen liegt. Da freuen sie sich bestimmt über deine mentale Unterstützung. Wenn man sich noch nie so richtig mit Tod und sterben auseiandergesetzt hat ist natürlich nicht einfach sich mit den Fragen des Kindes auseianderzusetzten. Aus eigener Erfahrung weiß ich das es gut ist dem Kind schon zu sagen dass der Opa sterben könnte und es ihm aber dort wo er dann ist auch gut geht. Kinder wollen disbezüglich nicht angelogen werden. Die Idee deinem Papa einen Brief zu schreiben finde icht gut. Dort kannst du ihm dann sagen wie lieb du ihn hast und in Gedanken oft bei ihm bist. Wenn du magst kann dein Sohn noch ein schönes Bild für seinen Opa malen dass mit in den Umschlag hineinkommt. Liebe Grüße von Erika |
AW: Auf einmal war er da, der Krebs bei meinem Papa!
Hallo Ihr Lieben!
Mein Papa hatte gestern seine 2. Chemo und ihm gehts soweit gut! Aber mir, mir gehts, ja wie gehts mir eigentlich schlecht? Ja eher schlecht! Ich stehe vor ein paar Prüfungen (schriftliche am Mittwoch), danach jeweils eine im Dezember und noch eine im Januar (praktische) und habe das Gefühl ich schaff das alles nicht! Heute früh bin ich aufgewacht aus einem völligen Chaostraum. Mein Papa war darin gestorben, ich hab die Prüfung nicht geschafft, keiner hat mich verstanden! Das Gefühl, das ich dieser Situation momentan nicht gewachsen bin, macht sich breit! Das hab ich dann meinem Exmann erzählt, der mich dann erstmal zusammenfaltete, wenn ich die Prüfung nicht machen würde, spricht er nicht mehr mit mir! Hat mir aber auch Hilfe angeboten! Ich habe Angst das jemand sagt ich würde meinen Papa als Ausrede benutzen! In Wahrheit dreht sich in meinem Kopf nur alles! Als könne er sich nicht entscheiden mit welchen Gedanken er sich zuerst auseinander setzen soll. Versteht das hier einer? Ich fühl mich so hilflos! Liebe Erika! Lieben Dank für Deine Zeilen. Ich habe mit meinem Sohn gesprochen! Ich war davon ausgegangen, dass er weiß wie es um seinen Opa steht, ich hatte ihm erzählt, dass er nicht mehr gesund wird! Aber er hatte das nicht verstanden, das hab ich an seinem Blick erkannt! Als ich ihm dann erzählt habe, was es bedeutet, nämlich dass der Opa vlt vor dem Uropa in den Himmel geht, schaute er ganz traurig. Das brach mir fast das Herz! Am liebsten wär er gleich zu seinem Opa gefahren! Habe das Gefühl meinem Kind dauernd was gutes tun zu müssen, bei allem was er grad durchmacht! Seine Mama hat Angst um ihren Papa und steckt voll im Prüfungsstress! Sein Opa wird nicht mehr gesund. Ich hoffe seine kleine Kinderseele verkraftet das alles! Liebe Grüße Sanni |
AW: Auf einmal war er da, der Krebs bei meinem Papa!
Liebe Sanni,
habe Dir drüben bei mir geantwortet. Dir und Deinem Papa alles Liebe, Sarah :pftroest: |
AW: Auf einmal war er da, der Krebs bei meinem Papa!
Liebe Sarah!
Habs gelesen, gleiches gilt für Dich :knuddel: Hallo alle anderen! Habe gerade mit der Lebensgefährtin von meinem Papa telefoniert! Habe den "Diagnoseschlüssel" ausm Entlassungsbericht parat! cT2 N2-3 M1 Weiß jemand von Euch was das kleine c vor dem T bedeutet? Wie ich gerade erfuhr hat mein Papa kein reines Plattenepithel, sondern eine Mischform mit Adeno! Die Chemozusammensetzung weiß ich nicht, aber er verträgt sie gut, ist nur müder danach und hat etwas weniger Apetit. Sorgen macht mir aber am meisten, daß er so wenig Luft bekommt, hat einer von Euch Erfahrung damit, ob das wieder was besser wird? Papas linker Lungenflüge ist kollabiert und im rechten sitzen viele kleine Metas! Wird die Luft besser, wenn die Chemo die Metas "besiegt"? Entschuldigt meine laienhafte Ausdrucksweise! Bitte schildert mir Eure Erfahrung, sie helfen mir so unwahrscheinlich, vielen lieben Dank dafür! Liebe Grüße und einen schönen Sonntag, Sanni |
AW: Auf einmal war er da, der Krebs bei meinem Papa!
Hallo Sanni
Ich kann Dir nicht wirklich helfen aber ich schubs Dich mal nach oben das Deine fragen hier nicht untergehn. Alles liebe für Dich.Nettie |
AW: Auf einmal war er da, der Krebs bei meinem Papa!
Hallo Sanni,
hier ist alles sehr gut beschrieben: http://de.wikipedia.org/wiki/TNM-Klassifikation Grüsse Gabi |
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Danke Ihr Lieben!!! :)
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AW: Auf einmal war er da, der Krebs bei meinem Papa!
Zitat:
Ich kann dich sehr gut verstehen-es bricht eine Welt zusammen wenn mann die Diagnose hört und fällt in ein tiefes schwarzes Loch-Hier nun mal kurz meine Geschichte.Alles begann am 12.09.2008.Meine Mutti (75 Jahre) stand morgens vor mir und weinte bittere Thränen.Sie konnte auf einmal ihre Bluse nicht mehr schliessen und nicht mehr greifen und hatte Gangschwierigkeiten.Sie kam nach langem hin und her mit dem Verdacht auf einen Schlaganfall ins Krankenhaus.Heute wünschte ich es wäre ein Schlaganfall gewesen und ich hätte sie jetzt noch bei mir.Nachmittags dann die erschütternde Diagnose-3 Hirnmetastasen wobei der haupttumor in der Lunge vermutet wird.Für mich die als Krankenschwester täglich mit Kranken und Sterbenden umgeht brach eine Welt zusammen.Wie sollte ich das ganze meiner Mutter beibringen und ich drückte mich erstmal an diesem nachmittag davor.Mir fehlte auch zu diesem Zeitpunkt jemand mit dem ich darüber erzählen konnte-einfach nur unendliche Leere.In den nächsten Tagen bestätigte sich dann die Diagnose -Lungenkrebs stadium 4 mit Hirnmetastasen.Aber nachdem ich ihr die Diagnose nahe gebracht hatte unter Thränen hiess es gleich Bestrahlungen,Chemotherapie und dann OP und alles wird gut.Und ich in meinem unsagbarem Schmerz war so blauäugig und glaubte dass alles und machte ihr auch noch Mut-das wir das zusammen schaffen.Ich sollte mich irren wie ich es noch nie zuvor getan habe-meine Mutter verstarb nach einen quallvollen gang durch Betrahlung und Chemo am 25.10.2008 im Krankenhaus von jetzt auf gleich.Ich konnte nicht bei ihr sein in ihren letzten Stunden und mache mir heute die grössten Vorwürfe sie in diese richtung gelenkt zu haben und es tut unendlich weh einen geliebten menschen so zu verlieren-dass wird mir jeden tag an dem sie nicht mehr hier ist mehr klar.Ich drücke dir aber trotz alledem ganz fest die Daumen und wünsche euch einen besseren ausgang. ganz liebe Grüsse Marlis |
AW: Auf einmal war er da, der Krebs bei meinem Papa!
Hallo Ihr Lieben!
Mein Papa ist heute wieder ins KH gegangen, weil er "unter Belastung" keine Luft bekommt (die Belastung beschränkt sich auf normale Gänge im Haushalt, wie in die Küche, zum Klo oder zur Haustür!) Am Sonntag wollten wir alle zu Papa heim fahren seinen Geburtstag nachfeiern, ich kann gar nicht beschreiben wie ich mich fühle, ich hab Angst! Ich hoffe im KH ist er gut aufgehoben und kann am Sonntag nach Hause! Liebe Marlis! Es tut mir leid das Deine Geschichte ein so schnelles Ende nahm! Liebe Diana! Danke für Deine lieben Worte! Auch ich hoffe darauf! Mein Sohn weiß Bescheid, wie schon bereits erwähnt konnte ich ihm eine passende Erklärung geben! Viel lieber würde ich uns diese Erfahrung ersparen! Aber den Gedanken/den Wunsch, auf so eine Erfahrung verzichten zu können, teilen gewiss die meisten von uns! Liebe Grüße an Euch alle, Sanni |
AW: Auf einmal war er da, der Krebs bei meinem Papa!
Bei meinem Papa sind die Leukos im Keller und irgendein Entzündungswert hoch!
Ich darf ihn nicht anrufen, er will seine Ruhe haben! Wir wollten ihn am Sonntag besuchen, fällt aus! Er ist zu schwach! Und will uns nach der langen Fahrt nach Hildesheim nicht nach ner halben Stunde wieder rausschicken müssen, weil er keine Kraft hat und es ihm zu viel wird! Ich verstehs ja! Aber ich bin so traurig.... |
AW: Auf einmal war er da, der Krebs bei meinem Papa!
Liebe sanni,
nun habe ich deinen Thread gelesen und wollte dir sagen, wie leid es mir tut, dass auch den Weg hierher so hast finden müssen. Diese Schwäche von der du hier schreibst, die ist sicherlich eine Nebenwirkung von der Chemotherapie. Wenn die Blutwerte dann noch im Keller sind, kann man sich vorstellen, dass dein Papa sich sehr schlapp fühlt. Hat dein Papa eine Drainage liegen, wegen des Pneumothorax? Wieviele Zyklen Chemo sind denn erst einmal geplant? Ich hoffe das es deinem Papa bald wieder besser gehen wird und die Nebenwirkungen nicht gar so heftig sind. Alles liebe für dich und ich drück dich mal Iris |
AW: Auf einmal war er da, der Krebs bei meinem Papa!
Liebe Iris!
Danke für Deine lieben Zeilen! Nein, mein Papa HATTE zu Anfang eine Drainage. Da sich dieses "Loch" aber nicht entzünden darf (Oh ScheiXX, hoffentlich isses nicht das, fällt mir grad wie Schuppen von den Augen) haben die Ärzte gemeint, es wäre besser wenn da wieder Flüssigkeit drüberliegt, so stellt das Loch keine akute Entzündungsgefahr dar! Die Ärztin meinte, das dürfe auf GAR KEINEN FALL passieren und sprach den Satz was wäre wenns passiert wohl nicht zu Ende!!! Sind mit Zyklen die einzelnen Sitzungen gemeint? Dann soviel ich weiß erstma 6, 2 hatte er schon! Der Information seiner Lebensgefährtin zufolge gabs beim ersten mal eine Mischung aus 2 "Zutaten" beim letzten mal die dritte! Ich kenn die Zusammensetzung nicht, muss nochmal nachfragen! Ich hoffe ich kann ihn alsbald besuchen, die Entfernung raubt mir die Nerven! Drück Dich zurück :knuddel: lg, Sanni |
AW: Auf einmal war er da, der Krebs bei meinem Papa!
Ich weiß nicht mal, ob ich jemanden erreiche oder erreichen will, wenn ich hier aufschreibe wie es mir oder meinem Papa geht, ich tus weil es mir das Gefühl gibt was getan zu haben und weil es dann nicht alleine auf meiner Seele liegt!
Habe heute wieder mit meinem Papa gesprochen, es tat mir weh zu hören wie ihn das sprechen anstrengt, weil ihm die Luft fehlt! Sowohl die weißen, als auch die roten Blutkörperchen sind im Keller, die roten wohl deswegen weil der Körper zu wenig Sauerstoff bekommt! Der Entzündungsherd ist nicht gefunden! Das Röntgenbild, welches gleich am Freitag gemacht wurde, nee Donnerstag, wurde bisher nicht erwähnt! Also geh ich davon aus, dass es ohne Befund war, mein Papa hat vergessen nachzufragen! Meine Prüfungsvorbereitung hängt mal wieder, keine klaren struturierten Gedanken vorhanden, aber die Zeit ist rar! Meine Mama muss am 23!!!! Dezember zur Kur! Als wenn Weihnachten nicht diesjahr schon bescheiden genuch wär, auch noch das! Und sie bleibt bis weit in den Januar, so dass mein Babysitter für meinen Sohn auch ausfällt, wenn ich Prüfung habe! Wieso kommt eigentlich immer alles auf einmal? Ich merke wie ich unter dem ganzen Druck immer kleiner werde, Selbstzweifel, Kraflosigkeit und Angst sich in mir breit machen! "Sanni mach die Prüfung, es wäre falsch und unvernünftig sie zu verschieben! JA WEISS ICH, aber wenn ich doch nimmer kann? Ich möchte keine Notlösung für meinen kleinen Schatz finden, will nicht dass er drei Tage leidet weil er nicht zu Hause schlafen kann, er schläft überhaupt nirgends, ausser bei der Oma! Ich weiß nicht an welchem Gedankenknäuel ich zuerst das Endwirren anfangen soll! Danke an die Lieben die hier immer ein paar nette Worte für mich übrig haben, weiß das sehr zu schätzen, Sanni |
AW: Auf einmal war er da, der Krebs bei meinem Papa!
Liebe Sanni,
Es tut mir leid, dass gerade alles so ueber Dir zusammenbricht. Verrueckt auch, dass eine Kur am 23. Dezember beginnen kann! Ich denke fest an Dich...ein Wollknaeuel nach dem anderen. Du schaffst das. Sei lieb gegruesst, Sarah :pftroest: |
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Liebe Sarah!
Danke für Deine tröstenden Worte :knuddel: Ich habe heute mit meiner Schule gesprochen (bzw mehr geheult), ich werde die Prüfung im Sommer machen wenn mit der Krankschreibung nichts schief geht, und bekomme auch weiterhin Unterstützung von der Schule! Ich weiß, dass es vlt nicht der klügste Weg ist, aber manchmal muss man Umwege laufen, für mich ist es im Moment der Beste! Und bis zum Sommer ist dann das eine oder andere Knäuel entwirrt! Meine zuständige Ansprechpartnerin hatte soviel Verständnis, ich brauchte gar nicht viel reden.. Liebe Grüße, Sanni |
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Hey, Du Liebe.
Ich freue mich, dass sich damit ein Wollknaeuel erstmal erledigt hat. Nur Du kannst wissen, was Dir gut tut und wenn Du diese Entscheidung fuer Dich getroffen hast, dann wird es auch die richtige sein. Schoen, dass Du Menschen um Dich hast, die Dich auch ohne grosse Worte verstehen. :) Liebe Gruesse, Sarah |
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Hallo liebe Sanni
Mensch, das tut mir leid. Ist das Verschieben tatsächlich eine gute Lösung? Was ich ganz und gar nicht verstehe: der Beginn einer Kur am 23.12.. Das erscheint mir fragwürdig. Magst Du Dich nicht mal erkundigen, ob man da etwas ändern kann? Ich würde alles probieren. Dein Papa ist momentan zu Hause, richtig? Was passiert mit den Blutwerten? Bekommt er irgendwas? Diekholzen setzt als Leukopusher ein Medikament namens Granocyte ein. Hat meine Mami zweimal bekommen. Wann ist der nächste Vorstellungstermin im KH? Kann er nach dem Röntgnebild fragen? Ich drücke Dir die Daumen, dass die vielen Haufen ein bisschen kleiner werden.... vielleicht kann man wirklich beim Kurbeginn anfangen. Alles Liebe Thessa |
AW: Auf einmal war er da, der Krebs bei meinem Papa!
Liebe Sarah!
Ja, für mich isses im Moment der bessere, bin seit dem Gespräch bestimmt fünf Kilo leichter! Drück Dich, Sanni Liebe Thessa! Meine Mama hat extra bei der Kur angerufen und gefragt ob die da tatsächlich über die Feiertage Therapien machen, die Frage wurde bejaht! Ich kann Dir nicht sagen ob meine Entscheidung eine gute ist, es ist für mich aber im Moment die bessere! Ich habe den Punkt erreicht, wo ich merke mir eingestehen zu müssen, das ich nimmer kann und die Kraft die ich für meinen Sohn brauche, sollte immer da sein und nie schwinden! Mir ging es heute früh so schlecht, dass das für mich erstmal der EINZIGE Weg war/ist! Vlt bereue ich das, vlt auch nicht! Meine Eltern denken das es für mich gut ist! Sicher, ich weiß nicht, wie es meinem Papa im Sommer geht, aber man hofft ja immer das beste! Papa liegt zur Zeit im KH, weil er sehr schwer Luft bekommt! Röntgenbild ist ohne Befund! Heute wurde er nochmal punktiert um zu gucken ob die Flüssigkeit irgendwelche Hinweise auf die Entzündung gibt! Er bekommt Antibiotikum und irgendwelche anderen Medis, die eine leichte Besserung gebracht haben! Er steht nicht mal auf um auf die Toilette zu gehen, das erschreckt mich schon sehr! Und die kleinen Angstmonster, wenn ich ihn so atmen höre, werden dann immer gleich größer! Ich konnte am WE nicht zu ihm weil er so schlapp war, und das zerrt zusätzlich! Sei lieb gegrüßt, Sanni |
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Hallo Ihr Lieben!
Nachdem ich gestern Vormittag mit meinem Papa gesprochen hatte und das Gefühl hatte es geht ihm besser, war es wohl nachmittags wieder super eng mit seiner Luft! Nun haben sie wohl Verdacht auf eine Lungenentzündung! AHA! Und es besteht weitere Verdacht darauf, dass die Chemo das Knochenmark angegriffen hat und deswegen keine neuen roten Blutkörperchen produziert werden! Die für heute geplante Chemo fällt natürlich aus! Jetz heisst wieder ständig abwarten, kontrollieren, abwarten! Man, ich wünsch mir zu Weihnachten zusätzlich zu allen anderen Wunderwünschen ein Paket stabilerer Nerven! Seid lieb gegrüsst, Sanni |
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Ich brech zusammen
Meinem Papa gehts ganz schlecht, die Ärzte sagen es wäre kritisch und er würde mit dem Rücken zur Wand stehen und müsste da ganz schnell weg. Chemo hat bisher nicht angeschlagen, neue kann nicht gegeben werden, weil Entzündungswert in die Höhe geschossen ist! Sie wissen nicht wo sie her kommt. Der andere Lungenflügel ist auch nicht mehr voll da! Hilfe mein Papa, ich hab so Angst! Er hat mir alles selber gesagt, konnte schwer sprechen, war ganz gefasst "Es kann nicht immerr gute Nachrichten geben Schnecke" Bitte bitte lass es ein gutes Zeichen sein, dass er mir das alles selber gesagt hat! Kann erst am Sonntag hin! |
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Liebe Sanni,
dass Du nicht mehr ein noch aus weißt, dass kann ich mir so gut vorstellen. Ich hoffe, die Ärzte finden ganz schnell die Ursache. Ganz schnell. Dass er selbst mit Dir gesprochen hat, wenn auch unter sehr starken Beschwerden, das möchte ich auch als gutes Zeichen sehen. Warum kannst Du erst Sonntag hin? Ich drücke Euch alle Daumen. |
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Liebe Bibi!
Danke für Deine schnelle Antwort, ich fühl mich so hilflos, ao allein, so ausgeliefert! Papa in Hildesheim - Sanni in Berlin - Ich hab weder FS noch Auto, fahr mit meinem Ex (Papa von meinem Kind), deswegen erst Sonntag! Mein Bruder fährt Samstag! Der wohnt in der Nähe von Lüneburg! Sind alle verteilt! Meine Güte die Angst soll aufhören, mein Sohn fragt dauernd was mit mir los is! |
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Liebe Dani!
Danke! Kann jetzt auch gar nicht mehr schreiben, bin nur am rumheulen und versuchen die Angst zu vertreiben! Lg Sanni |
AW: Auf einmal war er da, der Krebs bei meinem Papa!
Das ist das schlimme an der Angst, sie ist immun gegen irgendwelche Rezepturen!
Habe nochmal mit Papa gesprochen, seine Stimme war schleppend! Er is high vom Morphium! Er will nochmal nach Amerika hat er zu seiner Lebensgefährtin gesagt! Ich hab Angst das die Nacht ihn holt! Aber ich hoffe sein Wille reicht! Die Hoffnung stirbt zuletzt! Liebe Dani, danke für Deine vorsichtige Umarmung, wenn ich mich heulend reinschmeissen darf, nehm ich sie gerne an! Zu welchem berliner Bezirk darf ich denn rüber winken? LG Sanni :knuddel: |
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*reinschmeiss*:weinen:
:winke:aus Buckow |
AW: Auf einmal war er da, der Krebs bei meinem Papa!
Ich bin eingeschlafen auf der Couch!
Habe vor dem einschlafen ein Stern damit beauftragt all meine Liebe und Kraft zu Papa zu schicken, damit ers schafft! Fühle mich leer und ausgepowert, ich glaub es hat geklappt! Bitte Ihr Lieben, drückt die Daumen für morgen, dass mein Papa sich vom "Keller" entfernt hat und wieder eine Stufe hinaufgeklettert ist! |
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Liebe Sanni,
Ich drücke alles und denke ganz fest an Euch. Bin froh, dass Du zumindest ein bisschen hast schlafen können. Ich umarme Dich, Sarah :pftroest: |
AW: Auf einmal war er da, der Krebs bei meinem Papa!
Liebe Sarah!
Ich dank Dir ganz doll, es tut so gut doch nicht so allein zu sein! Sanni :knuddel: |
AW: Auf einmal war er da, der Krebs bei meinem Papa!
Ich hab geträumt, dass der Stern bei meinem Papa angekommen ist, und er heute am Telefon klang wie immer!
Ich bete und hoffe so sehr das es stimmt wenn ich um acht anrufe! Ich bekomm kaum Luft so sehr hat das Angstmonster mich im Griff! Sanni |
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