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Wieder Metastasen - und nun?
Seit bei meinem Vater vor gut einem Jahr durch Zufall ein nicht kleinzelliges Bronchialkarzinom festgestellt wurde, lese ich hier im Forum mit. Nun hat er heute wieder ein CT-Ergebnis. Und das ist schlecht. Aber mal von Anfang an. Meine Eltern waren vor einem Jahr bei mir zum Spargelessen eingeladen. Es war ein schöner Tag. Als meine Eltern nach Hause fahren wollten, hatte mein Vater einen Reifen mit wenig Luft. Er konnte aber noch nach Hause fahren. Aber wie Väter nun mal sind, die brauchen keine Hilfe. Also versuchte er, den Reifen zu wechseln. Durch das Bücken ist irgend etwas passiert, er kam so grade noch nach Hause, sah aber aus, als würde er jeden Moment zusammenbrechen. Meine Mutter rief mich an und teilte mit, dass mein Vati mit Verdacht auf Herzinfarkt ins Krankenhaus käme. Ich also gleich ins Krankenhaus. Dort würde eine Röntgenaufnahme gemacht, und dort war ein Tumor auf der Lunge zu sehen. Es war ein riesiger Schock für uns alle. Es wurden zwei Wochen später zwei Bronchoskopien gemacht, die Ergebnisse waren positiv, also gutartig.
Unsere Freude war natürlich groß, obwohl gesagt wurde, dass trotzdem operiert werden muss. Die OP (Entfernung eines Lungenlappens) verlief gut und mein Vati hat sich gut erholt. Leider bekam er nach 8 Wochen furchtbare Schmerzen. Meine Mutter rief mich wieder an und ich sofort hin. Mein Vater war schneeweiß und konnte sich vor Schmerzen nicht bewegen. Wir riefen den Notarzt und der brachte meinen Vater mit Verdacht auf Herzinfarkt ins Krankenhaus. Dort stellte sich heraus, dass er keinen Herzinfarkt hatte, dafür aber Flüssigkeit im Körper. Weil die Ärzte vermuteten, dass die OP-Narbe aufgegangen war, wurde er in das Krankenhaus verlegt, wo die Lungen-OP stattgefunden hat. Er wurde notfallmäßig versorgt, musste wiederbelebt werden und dann stellten die Ärzte heraus, dass er aus drei "Löchern" im Herz blutet. Es wurde noch ein Arzt aus der Uni-Klinik gerufen, der die "Löcher" flickte. Woher die Löcher kamen, konnten die Ärzte nicht sagen. Im Internet habe ich dazu nur eine Komplikation während einer Herzkatederuntersuchung gefunden, und die hat er gemacht bekommen. Er bekam mehrere Bluttransfusionen und lag nach der OP mehrere Tage im künstlichen Koma, aber er hat es geschafft. Einige Tage später haben Sie ihm noch die Gallenblase entfernt - wieder Narkose. Anschließend hatte er Halluzinationen. Aber auch das ging wieder weg. Durch diesen Zwischenfall konnte die Chemo nicht begonnen werden. Nach etwa einem Jahr hat er vor Ostern 2009 die erste Chemo bekommen. Die hat er auch ganz gut vertragen. Wegen der Feiertage bekam er eine zweite Chemo in der gleichen Woche. |
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Uups, meine Geschichte war noch nicht zu Ende.
Um meinen Eltern etwas Erholung zu verschaffen, buchte ich mit meinem Mann und unserer Tochter eine Kurzurlaub über Ostern. Leider bekam er vor Ostern Verstopfung - was er aber nicht gesagt hat. Wir also Karfreitag losgefahren und bereits Samstag ging es meinem Vater so schlecht, dass ich den Notarzt anrufen musste. Der meinte, er würde ihn ins Krankenhaus überweisen, dort würde ein Einlauf gemacht und danach wäre alles ok. Leider war dem nicht so, er hatte einen Darmverschluss. Da meinem Vater im Krankenhaus seine notwendigen Herzmedikamente nicht gegeben wurden, bekam er auch noch Herzprobleme und war nicht mehr ansprechbar. Der Chefarzt teilte uns mit, dass es sehr schlecht aussehen würde, die Leukozyten waren auf 800 gesunken und es sähe aus, dass wir ihn nicht lebend mit nach Hause nehmen würden. Ich war so wütend, und schrie ihn an, man sollte ihm doch seine Medikamente endlich geben worauf der Chefarzt erschrocken sagte, er würde die doch über die Vene bekommen. Das war aber laut Stationsschwester nicht so. Sofort wurde meinem Vater die notwendigen Medikamente gegeben, und sein Zustand besserte sich zumindest so, dass wir ihn auf eigene Verantwortung eine Woche später mit nach Hause genommen haben. Allerdings war er dann für ca. 4 Wochen ein Pflegefall mit allem drum und dran. Aber er kämpfte so lange, bis er wieder aus dem Pflegebett mit Pflege, und aus dem Rollstuhl rauskam. Wie haben wir uns gefreut, da einige Ärzte ihn schon aufgegeben hatten. Wir waren jetzt für eine Woche in Belgien in einem Centerpark. Man was war das toll. Mein Vater strahlte, meiner Mutter ging es gut, und so ging es mir auch gut. Und nun das CT-Ergebnis. Die operierte Lungenseite ist voller Metas. Was nun??? |
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Hallo,
wenn ich meinem Text etwas ergänzen will, muss ich dann "Antworten"??? Wäre schön, wenn mir jemand antwortet, bin im Augenblick am Boden zerstört und weiß nicht, wie ich meinen Vater zum Kämpfen motivieren kann. Er hat mir heute gesagt, dass er für sich keine Chance mehr sieht. Aber ich gebe ihn nicht auf. Ich will, dass er kämpft. Heike |
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Hallo Heike,
deine Geschichte hat mich berührt.Auch wenn es für dich schwer isst du solltest den Willen deines Vaters wenn du kannst respektieren. Vielleicht hat er einfach nur den Wunsch nach einer kleinen Verschnaufpause. So ein Kampf ist anstrengend und Kräftezehrend. Was du tun kannst ist, so toll für ihn da zu sein wie du es bisher warst. Liebe Grüße von Erika |
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Hallo Erika,
danke für deine Antwort. Ja, vielleicht muss er es erst mal selber verdauen. Ich war gerade bei meinen Eltern. Sie sind beide sehr tapfer, aber man sieht die Angst in ihren Augen. Ich werde natürlich alles tun, um meine Eltern, speziell meinen Vater, zu motivieren. Ich habe noch zwei Geschwister, eine ältere Schwester, die leider an MS erkrankt ist, und einen jüngeren Bruder. Aber von uns Kindern bin ich eigentlich die Familienglucke. Ich fahre nicht gerne weg, ohne meine Lieben im Schlepptau. Sonntags nehmen wir meine Eltern meistens zum Essen mit und machen uns einen schönen Nachmittag. Meinem Vater geht es ja erstaunlich gut. Selbst die Ärzte können es kaum glauben. Ich bin immer ansprechbar, auch wenn ich zur Zeit selber in einem Loch hänge. Bin froh, mich endlich hier registriert zu haben. Bisher habe ich immer nur mitgelesen. Aber ich muss sagen es tut gut, sich mal alles von der Seele schreiben zu können. Liebe Grüße Heike |
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Am Freitag ist Termin bei der Onkologin. Hoffe inständig, dass noch was zu machen ist. Vielleicht eine OP? Das Warten macht einen ganz fertig. Mein Vater hat im Augenblick jeden Lebensmut verloren. Ich werde zwar für Ablenkung sorgen, aber das ist ja nur was für kurze Zeit. Gut, dass das CT erst nach unserer Woche Urlaub gemacht wurde. So konnten sich meine Eltern und auch ich uns etwas entspannen.
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Hallo Heike,
für Freitag drücke ich deinem Vater sämtliche Daumen. Ich weiß wie das Warten einen zermürben kann. Ich denke deinem Vater tut Ablenkung gut. Vielleicht braucht er dabei auch ein Ohr zum Zuhören. Das könnte vielleicht sogar deine Mutti ein wenig entlasten. So eine Tochter wie du sie bist würden sich nicht nur in so einer angepannten Situation viele Eltern wünschen. Denk daran dass auch du Zeit für dich zum Verschnaufen und Kraft tanken brauchst. Dein Pappa hat ganz bestimmt noch einige Lebenszeit vor sich. Er wird auch seinen sogenannten Lebensmut wiederfinden. http://www.animaatjes.de/bilder/e/engel/128.gif Ich stelle euch diesen kleinen Schutzengel als Hilfe an die Seite. Auch wenn er noch ein wenig Probleme mit seinem Heiligenschein hat, ist er seiner Aufgabe gewachsen. Ich glaube überigens selber an Schutzengel. Ob sie nun in Wirklichkeit so aussehen wie dieser kleine Kerl wissen wir natürlich nicht. Liebe Grüße von Erika |
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Hallo!
Wünsche euch für Freitag alles Liebe und Gute!!!1:winke: Liebe Grüsse schickt dir susanne |
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Liebe Erika, vielen Dank für den Schutzengel. Ich habe meinem Vater zu Beginn seiner Erkrankung auch einen geholt, damit er ihn immer sehen kann. Ich glaube ganz fest an Schutzengel. Es ist gut, dass er jetzt zwei hat. Kann ja nie schaden. Ich habe zur Zeit Urlaub, da kann ich meine Eltern etwas ablenken. Morgen werde ich die Ablage meines Vaters auf Fordermann bringen. Er will mir dabei helfen. Leider spricht er nicht so über seine Gefühle. Er zeigt sich immer ganz stark. Aber in seinen Augen kann ich die Angst sehen. Und die habe ich auch. Immer wenn man denkt, jetzt ist er auf einem guten Weg, kommt wieder etwas neues. Aber ich denke positiv und versuche alles, damit mein Vater auch positiv denken kann. Das hat bisher geholfen.
Liebe Grüße Heike |
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Hallo Susanne,
danke für deine lieben Grüße. Gruß Heike:winke: |
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Heute war ich bei meinen Eltern, habe mit meinem Vater seine Ablage sortiert. Er war ganz gut drauf, obwohl er meinte, wir sollten alles so machen, dass wir wichtige Unterlagen finden, falls ihm mal was passiert. Hat mich erst ganz schön geschockt, dann habe ich ihm gesagt, dass ich das auch gemacht habe, ich könnte ja morgen vom Bus überfahren werden. Meine Mutter hat lecker gekocht, wir haben dann noch lecker gegessen. Er hat einen guten Appetit und sieht irgendwie gar nicht krank aus. Ihm fehlen zwar noch einige Kilos bis zum alten Gewicht. Man kann gar nicht glauben, dass in ihm der Teufel steckt, der ihn haben will. Aber ich gebe ihn so schnell nicht her. Wenn der Teufel kämpfen will, hat er die ganze Familie am Hals.
Nach dem Essen hat er noch mit unserem Hund im Garten gespielt. Meine Tochter und meine Nichte waren auch da, er hatte viel Spaß. Bin echt auf morgen gespannt und auch sehr nervös. Der Termin ist erst nachmittags. Hoffe, es gibt bei all den schlechten Nachrichten morgen etwas gutes. :winke: Heike:confused: |
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Ich war heute mit meiner Tochter im Kino (Harry Potter). Dachte, das würde mich etwas ablenken, da mein Vater heute nachmittag (16.00 Uhr) seinen Termin bei der Onkologin hatte. Wenn ich gewusst hätte, dass der Film Überlänge hat, wäre ich wohl in einen anderen Film gegangen. Ich war ziemlich kribbelig, aber Gott sei Dank gab es um 18.00 Uhr eine Pause. Ich sofort raus, um bei meinen Eltern anzurufen. Die waren aber noch nicht zu Hause. Um 19.00 Uhr war der Film (endlich) zu Ende und ich im Eiltempo nach Hause. Dort war auch schon ein Anruf von meiner Mutter auf dem AB. Es ist wohl so, dass es keine OP gibt, da auch schon Metas in der anderen Lungenseite festgestellt wurden. Jetzt gibt es eine andere Chemo, weiß aber noch nicht, wie die heiß. Meine Mutter hat den Zettel auf die Schnelle nicht gefunden. Die erste Chemo hat er ja nicht gut vertragen (Darmverschluss). Die Ärztin meinte, es wäre eine Muskellähmung gewesen, und so was hat Sie in ihrer Laufbahn noch nicht gehabt. Frage mich nun, wie lange ihre Laufbahn denn ist. Sie hat meinen Vater gefragt, ob er die Behandlung direkt möchte oder erst, wenn er Beschwerden bekommt. Was soll das denn????
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Irgendwie kriege ich keine langen Texte hin, der Platz ist bei mir sehr begrenzt. Woran liegt das nur?
Naja, jetzt werde ich mich morgen mit der neuen Chemo befassen. Mal sehen, was da an Nebenwirkungen im Internet beschrieben wird. Hoffe mal, dass die wenigstens gut anschlägt. Ich hatte ja gehofft, mit einer OP die meinsten Metas entfernen zu können und den Rest dann mit Chemo. Mist!!! Schönen Abend:weinen: |
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Die erste Chemo, die mein Vater bekommen hat, war Vinorelbin. Soll eigentlich sehr gut vertragen werden. Mir scheint, bei meinem Vater kommt immer wieder etwas anderes dazwischen. Hoffe mal, dass die nächste Behandlung (ab nächsten Mittwoch) von ihm gut vertragen wird und die weitere Streuung jetzt mal gestoppt wird.
Bin im Augenblick einfach nur traurig! Heike |
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Heute waren wir mit meinen Eltern erst schön Essen und dann zu Rheinbach classics - mit Petticoats, Elvis-Tolle und Autos aus den 50er und 60er Jahren. Mein Vater bekam glänzende Augen, da er auch ein Fahrzeug entdeckte, mit dem er seine erste Fahrstunde für den Führerschein absolvierte. Außerdem gab es alte Feuerwehrfahrzeuge, und da mein Vater bei der Werkfeuerwehr eines Chemieunternehmens gearbeitet hat und sich auch immer für Feuerwehr im allgemeinen interessierte, war das auch noch ein Highlight. Anschließend haben wir noch in einem Café Kaffee getrunken und uns ein Stück Kuchen gegönnt.
Es war ein schön entspannter Tag, an dem meine Eltern mal die Krankheit zurückgedrängt haben. Ich glaube, sie haben es sehr genossen. Mir geht es immer auch gut, wenn ich meinen Vater mit glänzenden Augen erzählen höre, wie das früher so war und was sie alles so gemacht haben. Morgen werde ich mich weiter durch die Ablage meines Vaters arbeiten. :DHeike:winke: |
AW: Wieder Metastasen - und nun?
Gestern habe ich mit meinem Vater wieder seine Ablage sortiert, war etwas anstrengend, weil mein Vater sehr oft sagte, dass er froh ist, dass ich die Unterlagen sortiere und weiss, wo was zu finden ist, wenn er mal nicht mehr da ist. Da hat mir ganz schön ein Kloß im Hals gedrückt und ich hatte Mühe, nicht zu heulen. Dann gab es auch noch Stress mit meiner Mutter, die sich wohl nicht beachtet fühlte. Sie hat so häßliche Dinge zu meinem Vater gesagt, ohne jeden Grund, dass ich ganz geschockt war. Mein Vater hat nur dagesessen und geschaut, als hätte man ihn geschlagen. Dieser Gesichtsausdruck verfolgt mich seitdem und ich bin nur noch am heulen. Ich weiss gar nicht, was sich meine Mutter dabei gedacht hat.:twak::weinen:
Heute war ich wieder bei meinen Eltern, habe ihnen einige Berichte zu der morgen beginnenden Chemo (u.a. Nebenwirkungen) gebracht, um sich noch ein paar Verhaltensregeln geben zu lassen, falls Nebenwirkungen auftreten. Er wird mit Gemzar behandelt. Hoffe mal, dass diesmal die Nebenwirkungen nicht so schlimm werden. Schönen Abend Heike |
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Hallo,
gerade hat meine Mutter angerufen, dass sie von der Chemo wieder zurück sind. Mein Vater ist jetzt etwas geschafft, aber das liegt sicher nicht an der Chemo. So schnell kann das ja nicht gehen. Ich hoffe, dass er diesmal nicht so starke Nebenwirkungen hat. War aber heute nur die halbe Dosierung. Hoffentlich behält er seine (wenn auch kurzen) Haare.:D Morgen wollen wir alle ins Phantasialand - sofern es meinem Dad gut geht. Meine Mutter hat von uns Kindern zum 70. Geburtstag einen Tag "Zeit" bekommen, und sie wollte gerne ins Phanta-Land. Wenn das Wetter und vor allem die Gesundheit meines Vaters mitmachen, dann gehts morgen los. Ist zumindest wieder etwas Ablenkung. Gruß Heike |
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hallo heike,lese deinen traurigen Thread und möchte dir erstmal sagen,das dein Vater sicher ganz stolz auf dich ist,du kümmerst dich so lieb um ihn und deine Mutter.Ich wünsche deinem Vater,das er ohne Nebenwirkung diese Chemo weg steckt.ich bin ja selbst mit dieser Sch... krankheit befallen,ordne auch oft meine sachen,obwohl ich kämpfe,aber das macht wohl jeder hier.Ich wünsche dir sehr viel kraft,ganz liebe Grüße Birgit
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Hallo Birgit, danke für deine netten Worte. Ja ich sortiere auch meine Unterlagen, nur hier kommt immer dazu, dass mein Vater dass auch so betont, falls er nicht mehr ist. Aber vielleicht würde ich auch so denken. Trotzdem habe ich dabei einen dicken Kloß im Hals, weil ich ja nicht weinen möchte, wenn er dabei ist. Er soll sich nicht noch zusätzlich Gedanken machen.
Heute wollten wir eigentlich einen Familientag im Phanta-Land verbringen. Wurde aber wegen starkem Regen abgesagt. Schade, wäre auch eine gute Ablenkung gewesen. Meinem Vater geht es super und er sieht auch gut aus, aber bei der ersten Chemo ist das glaube ich noch normal. Nächsten Mittwoch steht die nächste an. Hoffe wirklich, dass sich die Nebenwirkungen in Grenzen halten. Mein Vater sagte in einem Nebensatz, dass meine Mutter ja nur 60 % seiner Rente bekommt wenn er mal nicht mehr da ist. Er meinte, dass wäre ja schon wenig. Ich habe ihm gesagt, es bliebe ihm dann nichts anderes übrig, als noch sehr lange bei uns zu bleiben. Da hat er dann gestrahlt und gesagt, dass er das auch gerne möchte. Schönen Abend, bei uns ist gerade Gewitter.:eek::winke: Heike |
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Hallo heike,
ich habe gerade Deine ganzen Beiträge gelesen. es ist sicherlich eine enorm schwere Zeit für Dich. Aber eben für Deine Mutter auch. Sie hat sicherlich die gleichen Ängste und Sorgen, wie Du. Sie ist ja die ganze Zeit mit Deinem vater zusammen, bekommt alles mit, muß alles "ertragen". Ab und an gehen einem mal die Nerven durch, das ist doch ganz normal. Jeder geht anders mit solchem Streß um. Meine Mutter hat ein Adenokarzinom, anfangs inoperabel, durch Chemo und alternative Methoden dann doch operabel. Seit Monaten vergeht keine Woche, an der ich nicht wenigstesn einmal zu ihr ins Krankenhaus gehe, wenn Sie Chemo hat. Und in der zeit der OP war ich natürlich jeden Tag da. Ich arbeite Vollzeit als Juristin, ein anstrengender Job. danach in KH-15 Stunden-Tage waren normal im letzten Monat. Irgendwann geht man einfach auf dem zahnfleisch, ich konnte eigentlich keine Sekunde richtig entspannen. die Angst bleibt ja. Ich vermute mal, ich war bisweilen ganz schön unausstehlich. Sicherlich wünschst Du dir, Deinen Vater noch lange zu haben. Auch er will sicherlich noch nicht gehen. Und wenn er das möchte, soll er um jeden Tag kämpfen, er hat ja Unterstützung. Nur irgendwann, wenn dein Vater nicht mehr kämpfen kann oder will, dann ist solltet ihr einfach die verbleibende Zeit genießen. Krebs ist heimtückisch, gemein und er macht uns oft hilflos. Immerhin kann es aber jeden treffen, arm, reich, alt, jung... Meine Oma ist damals ganz plötzlich gestorben. Ich konnte mich nicht verabschieden. Das war auch nicht wirklich besser, wenn ich so zurücksehe. Ich wünsche Dir alle Kraft, die Du brauchst. Ich glaube nicht an kleine Wesen mit Flügeln, aber ich bin gläubige Christin. Und ich wünsche Dir und Deiner Familie viel viel Segen. Katrin |
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Hallo Katrin,
es tut mir leid, dass Deine Mutter auch betroffen ist. Es ist schon schwer, neben seinem eigenen Alltag und der Hilfe für die Eltern immer gelassen zu bleiben. Meine Mutter bekommt ja das Meiste ab. Besonders schlimm war die Zeit ab Ostern, wo mein Vater rund um die Uhr Hilfe benötigte. Das war eine schlimme Zeit, und ich habe zwar versucht, meine Mutter so gut es ging zu entlasten und ihr Freiräume zu schaffen. Sicher kann ich verstehen, dass ihr Akku manchmal leer ist. Aber jetzt ist mein Vater mal die Hauptperson, die Zuspruch, Trost und Hilfe in besonderem Maße benötigt. Er will ja auch kämpfen, und wir feuern ihn dabei an. So hat er sich ja aus völliger Hilflosigkeit wieder auf die Beine gearbeitet. Er sagte, nachdem er realisiert hat, dass er völlig auf Hilfe angewiesen ist, war sein Ziel, wieder aus Pflegebett, Versorgung, Toilettenstuhl und später Rollstuhl rauszukommen. Und das hat er geschafft. Er ist ja von den Ärzten schon drei Mal für Tod gesehen worden, und immer wieder hat er es geschafft. Er wird auch weiter kämpfen und sich noch eine schöne Zeit erkämpfen. Wie lange - wird man sehen. Meine Geschwister (begrenzt) und ich werden alles tun, was den Eltern hilft und guttut. Schicke Dir und Deiner Mutter ein großes Kraftpaket. Heike:winke: |
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Hallo,
heute ist mein letzter Urlaubstag und den haben wir ganz "faul" verbracht. Morgens waren wir allerdings erst mal mit unserem Hund in der Tierklinik. Ich hatte das Gefühl, er hat irgend etwas im Hals stecken. Der Tierarzt hat erst mal Fieber gemessen (unverschämt an den heiligen Popo unseres Hundes zu gehen:D) und es stellte sich raus, dass er 39,9° Fieber hatte. Der Arzt schaute auch noch ins Maul und meinte, er hätte eine Halsentzündung. Also zwei Spritzen und einige Tabletten, dann konnten wir erleichtert nach Hause und faul sein. Habe eben mit meinen Eltern telefoniert, denen geht es gut und sie sind heute auch faul (sitzen schön im Garten). Mein Vater hat sich die von mir mitgebrachten Johannisbeeren schmecken lassen und ist gut drauf. Am Mittwoch gehts wieder zur Chemo. Hoffe mal, dass es ihm dann auch noch so gut (oder ähnlich gut) geht. Schönen Abend wünscht Heike:winke: |
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Guten Abend Heike,
wir teilen das Leid des letzten Urlaubstages. Ich wünsche Deinem Papa, Dir und Deiner Familie alles gute für die Zukunft. Mag der Hund nicht mehr beleidigt sein. Michael |
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Ach, heute ist für mich ein schöner Tag, denn
meinem Vater gehts sehr gut (morgen ist aber die nächste Chemo), aber heute ist heute unserem Hund gehts auch wieder gut und einen schönen Arbeitstag hatte ich auch.:cheesy: Wünsche allen auch einen schönen Tag:winke: |
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Ich bin heute total happy. Der Tag geht auch gut zu Ende:cheesy:. Meine Eltern waren eben noch bei mir - und mein Vater sah gut aus. Wenn man ihn so sieht, kann man gar nicht glauben, dass er so krank ist.
Gewichtsmäßig hat er auch noch mal zugelegt, von 68 kg um Ostern rum auf 80 kg heute. Das ist doch echt super.:D Ach, mir gehts heute mal so richtig gut. Ich würde gerne, wenn ich könnte, euch allen etwas von diesem Glück abgeben. Morgen gegen 12.00 Uhr bekommt mein Vater die zweite Chemo und dann erst wieder zwei im August. Es wäre so schön, wenn er diesmal nicht so starke Nebenwirkungen bekommen würde. Gerne würde er auch seine Haare behalten. Ist halt auch in seinem Alter noch eitel.:D Wünsche einen guten Abend. Gruß Heike |
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Hallo,
gestern bekam mein Vater die zweite Chemo und es ging im auch recht gut. Ich komme gerade von meinen Eltern, weil ich nach dem Rechten sehen wollte. Meinem Vater geht es auch heute gut, letzte Nacht hatte er wohl Schüttelfrost. Das hatte die Ärztin aber bereits erwähnt, und so gab es Paracetamol und dann ging es auch nach einer Weile wieder. Lediglich das Gewitter letzte Nacht hat ihn ein paar mal aus dem Schlaf geholt. Würde mir wünschen, dass es diesmal keine lebensbedrohlichen Nebenwirkungen gibt. Schüttelfrost ist sicher nicht schön, aber damit kann man gut leben. Mal sehen. Heute freue ich mich erst mal über diese Nachricht. Tschau:winke: Heike |
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So, ich bin heute gleich nach der Arbeit zu meinen Eltern. Wollte sehen, wie es meinem Vater heute geht bzw. hören, was die Lady von der Pflegeversicherung, die heute angekündigt war (nach 4 Monaten), gesagt hat.
Aber ............., meine Eltern waren nicht da:confused: Also bin ich erst mal nach Hause, mich um Hundi kümmern. Danach habe ich es noch mal telefonisch bei meinen Eltern versucht - und siehe da, sie waren gerade nach Hause gekommen. Meinem Vater geht es gut, hatte vergangene Nacht keinen Schüttelfrost.:D Er hat nur etwas Luftprobleme und ist ein wenig geschafft. Sind das kleine Nebenwirkungen :confused: oder vielleicht auch nur das Wetter. Ich bin auf jedenfall wirklich froh, dass es weiter erst mal keine Probleme gibt. Schönen Tag wünscht Heike |
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Hallo Heike,
ich wünsche Dir und Deinen Eltern ein entspanntes Wochenenden ohne Schmerzen, Luftnot und Nebenwirkungen. Verbringt viel Zeit miteinander - das ist sehr wichtig. Liebe Grüße Ulli:winke: |
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Hallo Ulli,
danke für deine lieben Wünsche. Ja, ich werde das Wochenende mit meinen Eltern verbringen. Mache ich auch gerne. Diesmal sind meine Tochter und mein Mann nicht mit dabei, die machen einen Kurzurlaub in der Schweiz und im Ällgäu. Somit verbringe ich noch mehr Zeit mit meinen Eltern, Samstag erst shoppen mit meiner Mutter, in der Zeit kann mein Vater auch mal machen, was und wie er will.:D Anschließend wollen wir zusammen auf einen Sommermarkt - sofern mein Vater fit genug ist. Sonntag gehen wir zusammen essen, anschließend wird bei mir im Garten - wenn das Wetter schön bleibt - schön Kaffee trinken und leckeren Kuchen essen. Schönes Wochenende:winke: Heike |
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Guten Abend,
ich habe gerade noch mal mit meinem Paps telefoniert um zu hören, wie der Rest des Tages für ihn war. Hat sich wohl etwas überanstrengt, wollte ja auch den Rollstuhl nicht mitnehmen. War dann gegen Mittag ganz erschöpft, bekam Kopfschmerzen und Schüttelfrost. Aber nach den Medis hat er etwas geschlafen und jetzt geht es ihm, bis auf Luftprobleme, wieder besser. Werden morgen, wenn es bei ihm möglich ist, den Rollstuhl auf jeden Fall mitnehmen. Dann kann er selbst entscheiden, ob er laufen möchte oder doch lieber gefahren werden möchte. Ich bin aber zur Zeit sehr zufrieden mit ihm, er isst gut und trinkt auch freiwillig.:D Schönen Abend wünscht Heike |
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Hallo und guten Abend,
puh, ich bin ganz schön geschafft heute. Erst war ich heute morgen ab 09.00 Uhr mit meiner Mutter in der Stadt zum Shoppen. Gut, dass ich nicht reich bin und das jeden Tag machen müsste. Gegen Mittag waren wir wieder zurück, dann habe ich nach meinem Vater geschaut. Dem ging es bis auf kleine Sachen - Schlappheit, Appetitlosigkeit - recht gut. Dann bin ich erst mal nach Hause und mit dem Hund fast 1,5 Std. spazieren gegangen. Danach meine Eltern ins Auto geladen und mit samt Rollstuhl zum Sommermarkt. Mein Vater hat sich richtig wohl gefühlt, sah auch deutlich besser als morgens aus. Er war froh, dass wir den Rollstuhl mitgenommen hatten. So konnte er den Nachmittag gut genießen.:D Mein Vater hatte letzte Nacht einen Traum, und zwar hat er die ganze Nacht Metastasen "zerdrückt". Ich habe ihm gesagt, dass ich glaube, dass er den Biestern jetzt den Kampf angesagt hat und daher vielleicht der Traum kommt. Ich helfe beim Zerdrücken. War alles in allem ein schöner Tag. Aber jetzt bin ich geschafft. Habe mir morgens beim Duschen den Nacken verrenkt. Wie das geht, weiß ich auch nicht so genau. Liegt vielleicht am Alter.:D:D:D Jetzt geht´s wieder unter die Dusche, vielleicht renkt sich der Nacken ja wieder ein. Tschüüüssss Heike |
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Hallo,
heute habe ich meine Eltern mittags abgeholt und wir sind Essen gegangen. Mein Vater leidet zur Zeit etwas unter Appetitlosigkeit und Atemnot. Ich war ganz überrascht, wie viel er gegessen hat, und es sah aus, als hätte er auch gerne gegessen. :D Anschließend sind wir zu mir gefahren, haben etwas gequatscht und Kaffee getrunken. Dazu gab es Pflaumenkuchen, auch davon hat mein Vater ein großes Stück mit Sahne gegessen. Auffällig war, dass er hin und wieder Hustenanfälle bekam. Gehört das auch zu den Nebenwirkungen - oder was ist das jetzt?:confused: Er fühlt sich etwas schlapp, aber sonst ganz gut. Die nächste Chemo steht erst Mitte August an. Es war ein sehr schöner Sonntag für mich - und wohl auch für meine Eltern. Haben sie jedenfalls gesagt:D Wünsche allen einen schönen Rest-Sonntag.:winke: |
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Hallo,
meine Nerven liegen blank. Ich habe heute morgen gegen 10.30 Uhr am Arbeitsplatz einen Anruf von meiner Mutter bekommen. Konnte sie vor lauter Weinen nicht gut verstehen, sie sagte, ich sollte nach der Arbeit direkt vorbeikommen. Ich habe alles stehen und liegen lassen - mein Chef und meine Kollegen waren sehr lieb, wollten mich fahren, auf jeden Fall meinen Schreibtisch aufräumen und abschließen - und bin sofort zu meinen Eltern. Ich habe am ganzen Leib gezittert und war kreidebleich, weil ich Angst hatte, dass mein Vater vielleicht gestorben sein könnte. Als ich ankam, lag mein Vater ermattet auf der Couch. Mein Bruder war da, meine Mutter heulte. Als ich sah, dass mein Vater lebt, habe ich erst mal vor Erleichterung mit geheult. Meine Eltern waren heute morgen routinemäßig beim Hausarzt. Dort hat mein Vater das erste Mal gefragt, wie die Aussichten mit der Chemo sind. Der Arzt sagte zu meinen Eltern, mit und ohne Chemo sehr sehr schlecht. Wenn mein Vater möchte, wird die Chemo trotzdem weiter gemacht, was aber dazu führen kann, dass er in Kürze wieder im Pflegebett landet. Wenn er die Chemo abbricht, kann er aber die Zeit bis zum Tod bei besserem Befinden erleben.:confused: Ich habe ihm gesagt, dass er zwar die Entscheidung alleine Treffen muss, ich aber der Meinung bin, nach zwei Chemos noch gar kein Urteil fällen zu können, ob die Chemo anschlägt. Auch wenn mir seine Entscheidung evtl. nicht gefällt, werde ich sie akzeptieren müssen. Vielleicht hat der Arzt auch so eine Ahnung, weil er ja jetzt doch verstärkt Hustenreiz hat. Er hat sich zeitlich nicht geäußert - was ich auch gut finde - hat aber gesagt, dass es sehr begrenzt ist. Mein Vater will auf keinen Fall noch mal ein Pflegefall werden, also befürchte ich, dass er sich gegen eine weitere Chemo entscheidet. Ich habe so gehofft, dass es unter der Chemo (Gemzar) zum Stillstand kommt, im besten Fall vielleicht auch besser. Wieso wirkt der Mist nicht? Muss mich jetzt erst mal sammeln und nachdenken. Traurige Grüße:weinen: Heike |
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Habe eben noch mal mit meinen Eltern telefoniert. Zuerst hatte ich meinen Vater am Apparat. Die Stimmung ist natürlich im Keller, es ist für ihn jetzt so endgültig, dass er bald sterben wird.:weinen:
Habe ihm noch mal die Nebenwirkungen von Gemzar vorgelesen, unter anderem steht da auch Husten. Habe ihm auch gesagt, dass ich es gut finden würde, wenn er wenigstens den Chemozyklus abschließen würde. Dann kann man ja sehen, ob es eine Veränderung gibt. Dann kann er ja immer noch entscheiden, die Chemo abzubrechen.:weinen: Er kann sich doch jetzt nicht in den Sessel setzen und darauf warten, dass er stirbt. Ich weiss im Augenblick gar nicht, was ich denken soll. Habe den ganzen Tag wie im Koma rumgesessen, konnte nichts machen - saß einfach nur da. Habe versucht, ihn weiter zum Kämpfen zu motivieren, ob mir das aber gelingen wird, ist fraglich. Aber nur mit Kampf kann er gewinnen - und wenn es nur Zeit ist, die er gewinnen kann. Heilung ist ja laut Ärzte ausgeschlossen.:weinen: Hab anschließend noch meine Mutter am Telefon gehabt und nach den Blutwerten gefragt. Werte sind etwas im Keller. Der Hausarzt sagt, sie sollen am Mittwoch die Onkologin ansprechen bzgl. Bluttransfusion. Die will er aber nicht, weil er meint, dann würde er ja noch schneller sterben. Ich weiss im Augenblick nicht weiter.:weinen: Traurige Grüße Heike |
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Hallo heike,das macht einen schon betroffen,wenn man diese Zeilen von dir liest.Erst noch so hoffnungsvoll und nun so zwiespältig.Ich kann deinen Vater irgendwie verstehen,das er Angst vor der Vorstellung hat,ein Pflegefall zu werden.Ich bin ja selbst betroffen und habe hier im Forum immer viel Hoffnung und Mut bekommen.Auch mein Mann bestärkt mich,immer weiter zu kämpfen,aber manchmal bin ich trotzdem ohne Hoffnung,ich glaube,das geht vielen Betroffenen so.Das du immer für ihn da bist,ist für deinen Vater das schönste,dann fühlt er sich nicht alleine und auch für deine Mutter ist es gut,dich immer präsent zu haben.Toll,das es solche Kinder gibt.Ich wünsche dir viel Kraft für die kommende Zeit und ich würde auch nicht aufgeben,kein Arzt weiß,wann man gehen muss,er vermutet es vielleicht,oder seine Erfahrung in den Statistiken läßt ihn prognosen abgeben,aber oftmals leben Patienten noch einige Jahre mehr,wie diagnostiziert wurde.Liebe Grüsse Birgit
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Hallo Birgit,
danke für Deine lieben Worte. Seine Entscheidung hängt von dem Gespräch morgen mit der Onkologin ab. Ich hoffe jetzt, dass sie nicht ähnlich redet wie der Hausarzt. Ich war heute nach der Arbeit wieder bei meinen Eltern und habe nach dem Mittagessen (mein Vater hat gut gegessen:D) mit meinem Vater an seiner Ablage weiter gearbeitet. Wir haben die alten Unterlagen entsorgt und Struktur in die Ablage reingebracht. Nachdem meine Mutter kurz den Raum verlassen hat, hat er mir gesagt, wo er gerne beerdigt werden möchte - Urnengrab:eek: - ein schattiges Plätzchen, damit ihm nicht so warm wird:weinen: Ich habe ihm gesagt, dass ich schon gut für ihn sorgen werde. Außerdem habe ich ihm gesagt, dass man nicht im Lotto gewinnen kann, wenn man nicht mitspielt. Deshalb soll er auch zumindest einen Zyklus Chemo durchstehen und dann das Ergebnis abwarten. Heute ging es ihm viel besser, obwohl ihn die Aussage des Hausarztes wie ein Keulenschlag getroffen hat. Ich könnte dem Typ eins :twak:. Er bekam extra von meiner Mutter vor einiger Zeit die Ansage, erst mit ihr zu sprechen, damit abgesprochen wird, was mein Vater wissen muss und was nicht. Ich denke, die Aussage hat doch nichts Positives gebracht. Außer, dass er jetzt seinen Kampf gegen die Krankheit in Frage stellt. Jetzt wartet er auf seinen Tod. Puh, jetzt bin ich zu Hause - das Gespräch hat mich wieder geschafft. Hoffe nur, dass morgen aus dem Gespräch ein Fünkchen Hoffnung rausspringt. Liebe traurige Grüße Heike |
AW: Wieder Metastasen - und nun?
Hallo,
mein Vater hatte heute vormittag seinen Termin bei der Onkologin wegen Überwachung der Blutwerte. Sie war leider nicht da, nur eine Vertretung. Die Werte sind gar nicht so schlecht - dass ist aber das einzige Gute. Auch Sie bestätigte in etwa das, was der Hausarzt schon gesagt hat, will aber nicht der behandelnden Ärztin vorgreifen - Ha, ha, hat sie aber doch getan. Sie haben noch eine Röntgenaufnahme der Lunge gemacht. Es sind wohl noch weitere Metas zu sehen.:weinen::eek::weinen: Ich weiß nicht, was die Ärzte sich manchmal denken. Warum liefern sie bei solchen Aussichten (nämlich keine) nicht gleich den Strick mit. Ach, ich bin im Augenblick ziemlich wütend:angry: Mensch, wie soll man denn die (ach so begrenzte) Zeit überstehen, wenn man abends ins Bett geht und nicht weiß, ob man am nächsten Morgen am Frühstückstisch sitzt. Ich bin so traurig, kann im Augenblick gar nicht richtig denken. Heike |
AW: Wieder Metastasen - und nun?
Hallo Heike,
ich fühle so mit dir, ich sitze auch hier am PC, meine Frau schläft Gottseidank schon und auch die Frau meines Bruders. Diese verdammte Hilflosigkeit und diese vielen vielen schwarzen Gedanken..... Ich schicke dir viel Kraft Liebe Grüße Gert |
AW: Wieder Metastasen - und nun?
Ich bin so verzweifelt. Hätte mein Vater doch nicht gefragt. Dann hätten wir wenigstens noch die Hoffnung. Und jetzt?? Ich heule seit Stunden, bin so machtlos. Was soll ich bloß machen. Mir ist immer irgend etwas eingefallen. Aber jetzt...?!?
Ich will meinen Vater nicht verlieren, kann aber nichts dagegen tun. Sehe immer nur seine traurigen Augen. Heike |
AW: Wieder Metastasen - und nun?
Verzweiflung, Wut, Hilflosigkeit und nun das Warten, auf das Unausweichliche, es ist so grausam....
Liebe Grüße Gert |
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