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Metastasen im Bauchraum
Hallo,
mein Vater (52) hat einen Magentumor. Erst hieß es, dass sich im umgebenden Fettgewebe Metastasen befinden, sonst aber nichts befallen sei. Nun - 3 Wochen und 2 Chemos später (man konnte den Tumor aufgrund seiner Größe T3 nicht operieren) - hieß es, dass operiert wird, der ganze Magen entfernt wird, sich aber Metastasen im gesamten Bauchraum gebildet haben. Was bedeutet das??? Gibt es eine Chance auf Heilung? Viele Grüße Vivi |
AW: Für alle, die einen Funken Hoffnung brauchen...
Hallo Vivienne,
ich bin ganz deiner Meinung. Ich selbst habe es erlebt. Ich stand damals stark unter Stress und mein Körper wollte einfach nicht mehr! Zum Glück ist alles gut gegangen! Liebe Grüße elke |
Magenkrebs und unendliche Angst
Hallo,
seit April 2008 wissen wir, dass mein Papa (53) Magenkrebs hat. Als sein Tumor entdeckt wurde, war er schon 16 cm groß. Er war operativ nicht zu entfernen, zuerst sollte eine Chemo durchgeführt werden. Nach 2 Sitzungen jedoch folgte ein Magenverschluss und so mussten die Ärzte doch den Magen entfernen. Leider blieben Metas im kompletten Bauchraum. Die Chemo wurde fortgesetzt. Seit Oktober hatte mein Papa Ruhe, keine neuen Metas und die Haare fingen wieder an zu wachsen. Wir schöpften Hoffnung. Dann - Anfang Mai - erreichte uns die Diagnose, dass wieder Metas im Bauchfell da sind und auch größer. Zusätzlich hat sich reichlich Wasser im Bauchraum gesammelt, so dass er seit 3 Wochen nichts mehr richtig essen konnte, weil das Wasser auf den Ersatzmagen drückte. Die Knochen und alle anderen Organe sind wohl noch Meta-frei. Letzten Freitag begann wieder seine Chemo und damit ein Alptraum. Ihm geht es so schlecht, er leidet so sehr. Kann nichts essen, nichts trinken. Mir ist klar, dass die Chemo weiter sein muss, um die Metas weiter "in Schuss" zu halten und nicht kampflos das Feld zu räumen. Aber es ist so heftig. Meine Mama ist nur noch ein Schatten ihrer selbst. Sie träumte von einer schönen Rentenzeit und einem tollen Lebensabend. Die Ehe war immer krisenfrei, die beiden sind ein Herz und eine Seele. Und sie ist so hilflos und zerbrechlich. Die beiden sind gerade mal um die 50... Wir hatten uns alle so gefreut, denn ich bin Einzelkind und werde im September ENDLICH das erste Mal Mama. Und mein Papa hat sich so auf unseren Kleinen gefreut. Was er alles mit ihm unternehmen wollte. Es ist so ungerecht!!! Und doch bin ich so sicher, dass wir den Kampf gegen diese blöde Krankheit jetzt schon verloren haben. |
AW: Magenkrebs und unendliche Angst
Hallo Vivienne, bei mir ist es meine Mama und ich weis das wir den kampf verloren haben den sie hat nur noch paar monate zu leben aber macht keine Chemo weil es nur zur Lebensverlängerung von einem halben jahr plus wäre.Ein krebs von 16cm das ist ja unfassbar und man hat nichts gemerkt?. Phuu was es alles gibt. Was sagen den die Ärzte wegen deinem Dad? Wann wirst du den mamaß meine ist am 8.9.08 geboren.Dein dad wird kämpfen was er nur kann. meine Eltern sind beide 54 Jahre also viel zu jung für meine Mama zu sterben.Woher weist du das ihr den kampf schon verloren habt geht es ihm so schlecht? Ja deine mama hat jetzt schwer zu kämpfen so wie mein dady aber es wird für meinen Dady erst schlimmer wenn sie nicht mehr da ist.Es ist wie ein Film,den ich hätte nie gedacht das es meine familie ist die jemanden wegen dem sch..... Krebs verliert, man sieht und hört und meint immer das einem das nie passieren würde:boese:Wir müssen stark sein vorallem noch du den du bist hochschwanger und hast dann Säugling der deine ganze Aufmerksamkeit braucht.Lg Tine
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AW: Magenkrebs und unendliche Angst
Liebe Tine,
heute habe ich endlich erreicht, dass bei meinem Papa eine Hyperthermie durchgeführt wird. Da die Nebenwirkungen der Chemo momentan wirklich extrem sind und er nur liegen schlafen, nichts essen und trinken kann, erscheint mir das nicht gerade der sinnvolle Weg so weiterzumachen. Es tut weh ihn so zu sehen oder seine schwache Stimme am Telefon zu hören. Von dem Tumor hat er - trotz der Größe - nicht gemerkt, da dieser längs im Magen gewachsen ist und immer ausreichend Platz hatte. Bis er nichts mehr essen konnte, weil schlichtweg alles vom Tumor voll war. Eine blöde Erfahrung ist: Die Ärzte reden nicht miteinander. Der Arzt in der Klinik tüdelt dort, der Onkologe in seiner Praxis und alles andere nehmen sie nicht wahr. Das regt mich auf. Würden die mal alle miteinander reden und auch externe Experten einbeziehen, könnte man da schon die ein oder andere Synergie wecken. Ist es nicht blöd, wenn man die Eltern so hilflos erlebt??? Außer in den Arm nehmen kann man wirklich nicht viel tun. Und das weiß man leider. Es ist bei uns in der Family schon der 3. Krebsfall. Die beiden vorher (Oma mit 56, Opa mit 70) sind leider auch tödlich verlaufen... Mein kleiner Schatz rumort im Bauch ordentlich, weil er die Aufregung mitbekommt, die ich leider nicht ganz abschotten kann. Er wird Ende August/Anfang September kommen. Ich bin schon gespannt... Liebe Grüße Vivi |
AW: Magenkrebs und unendliche Angst
Da haben wir das gleiche den die Seite von meiner Oma sind auch fast alle an krebs gestorben. Leider ist der Leberkrebs wie auch Bauchspeichelkrebs fast immer zu böse um ihn zu überstehn.Ist bei deinem Dady eine chemo noch hilfreich oder ist das nur noch eine Lebensaufschiebung.Meine mama macht keine weil sie sagt lieber die letzte Zeit so als nur Leiden ,Nebenwirkungen, und haarausfall den dann lebt man ja die letzte Zeit auch nicht mehr und so geht es ihr noch sehr gut was sich aber schnell ändern kann.Das mit den Ärzten ist leider so es kommt immer ein anderer und keiner weis irgendwie etwas nur jeder hat Bruchteile.Das dürft ihr euch nicht gefallen lassen :boese:den es geht hier um ein Menschenleben (Deinen geliebten Vater) und nicht um ein Tier.Den sollte was sein macht ihr euch immer vorwürfe warum habe ich nicht oder hätt ich doch.Weist du schon was dein baby wird? Pass du nur auf dich auf den jetzt dürfte es nicht kommen.Letztes jahr Mai hab ich das mit meiner mama erfahren und der frauenarzt meint ich solle sehr Vorsichtig sein und ruhe bewahren. :knuddel: Deine Tine
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AW: Magenkrebs und unendliche Angst
Einige Krebsarten haben es leider wirklich in sich. Man hofft, bangt, dann geht es ein Stück abwärts, plötzlich beruhigt sich die Situation wieder und dann kommt der nächste Schub. Das ist so gemein!!!
Seine Chemo ist palliativ. Das war von Anfang klar. Nur ihm hat es keiner gesagt, was auch richtig ist, um die Kampfstimmung aufrecht zu erhalten. Es ist ein mutiger Schritt von deiner Mama, dass sie sich gegen die Chemo entscheidet. Hut ab!!! Aber niemand weiß, was der richtige oder falsche Weg ist und welche Spur sich die Metas im Körper suchen. Ich wünsche ihr von ganzem Herzen, dass sie lange schmerzfrei bleibt!!! Und die Lebensqualität ohne Chemo ist sicherlich deutlich höher. Das setzt aber wieder voraus, dass man sich mit seiner Situation abgefunden und sein Schicksal anerkannt hat. Und das können die wenigsten. Bei mir wird es ein kleiner Junge. Wir freuen uns riesig auf ihn und er ist ein schöner Anker! Auch wenn ich gestern Abend nichts lieber gemacht hätte, als mit einem Glas Wein langsam wieder zur Beruhigung zu kommen... Aber das geht ja gerade nicht. Lass dich mal ganz feste drücken! Blödes Gefühl, was?!? Liebe Grüße Vivi |
AW: Magenkrebs und unendliche Angst
Liebe Vivi, Meinre mama weis nicht wie lange sie noch hat sie weis nur das es mit Chemo ein halbes Jahr länger wäre.Sie sagt halt das sie die Nebenwirkungen nicht mag und das sie die letzten Jahre noch geniessen will.Das es keine Jahre mehr sind und durch nichts mehr werden weiß sie nicht da der Arzt es nicht für gut hält. Was heist sie hat sich abgefunden, sie sagt mein Kind ich werde kämpfen.Gestern am Telefon meinte sie : Mein Bruder hat gesagt nächstesa Jahr im Sommer nimt er mich mit an die Ostsee,da freu ich mich schon:weinen:. Ich dachte ich platze vor traurigkeit und sagte nur,ja das ist schön Mama.Wenn Samuel (Enkel) bei ihr ist dann machen die zwei sich einen voll tollen Tag. Letzten Samstag sind sie mit dem Zug zur Dult gefahren und meine Mama ist mit ihm Autoscooter gefahren:eek: das hat sie noch nie gemacht.Am Abend durfte er bei ihr schlafen und als ich anrief wie es war,waren beide so Glücklich und aufgebracht von dem Tag das ich danach bitterlich geweint habe. Du siehst bei uns geht es sehr traurig ab:(. Wie alt bist du den Vivi? ich bin 27jahre. Aber wenn du lust hast können wir uns mal zamrufen und bisl reden als nur zu schreiben,das machen viele hier. Also wenn du willst sag einfach bescheid dann schicke ich dir privat meine Telefonnummer. Seit geknuddelt ihr zwei:knuddel:. Und streichle ihn mal von mir übern Bauch und sag liebe Grüsse von Tinchen.
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AW: Magenkrebs und unendliche Angst
Hallo Vivi!
Du sagst, dass bei deinem Vater jetzt eine Hyperthermie durchgeführt wird? Kannst du davon etwas mehr erzählen? Ich weiss nur, dass dabei mit Hitze gearbeitet wird, um die Metas noch gezielter anzugreifen. Stimmt das? Aber was genau macht man im Detail? In meinem Fall ist es meine Mutter und ich würde mich sehr freuen, mehr von Dir zu erfahren! Ich hoffe, deinem Vater geht es damit etwas besser... DANKE!!! |
AW: Magenkrebs und unendliche Angst
Liebe Vivi!
Bei uns wird es jetzt bald ein Jahr, dass diese sch... Krankheit gesiegt hat :weinen:. Meine Tante, die eher mehr sowas wie eine Schwester war für mich, hatte auch Magenkrebs :(. Als ich Deine Geschichte las, dachte ich, das könnte ich geschrieben haben... Ich will Dir nur viel Kraft wünschen für die kommende Zeit und pass auf Deinen "Burzel" auf :). lg Elke |
Hyperthermie leider keine Alternative
Hallo,
mein Papa hat Magenkrebs, der Magen wurde ihm bereits vollständig entfernt. Bereits zum OP-Zeitpunkt lag eine im Bauchraum verteilte Metastasierung vor. Nach seiner ersten Chemo hatte er erst mal Ruhe. Nun kamen die Beschwerden, wie Appetithaben, aber nichts essen können, starker Gewichtsverlust, Unverträglichkeit der neuen Chemo (aber gleiche Zusammensetzung wie beim ersten Zyklus) und Schmerzen, die sich durch den ganzen Oberkörper ziehen, hinzu. Es ist momentan keine große Lebensqualität. Heute haben wir mit einer Professorin gesprochen, die aber leider meinte, dass sie aufgrund der Metastasierung keine Hyperthermie durchführen kann. Meine Frage nun: Wie kann man ihm noch helfen??? Liebe Grüße Vivi |
Appetit ist da, aber er kann nichts essen
Hallo,
ich habe schon öfter Beiträge über meinen Papa (53) hier geschrieben. Er hatte im Mai 2008 Magenkrebs, der Magen wurde komplett entfernt, es folgte bis 10/2008 Chemo. In 05/2009 dann eine Befundverschlechterung, wieder Chemo und bis heute keine Besserung. Er hat eine gesicherte Peritonealkarzinose. Unser dringendstes Problem: Er hat großen Appetit, aber kann einfach nichts essen und magert immer mehr ab. Warum kann irgendwie keiner sagen. Beim "Schlauchschlucken" war alles frei, Aszites hat er sehr wenig, so dass diese nicht mal punktiert werden muss. Aber von irgendwo muss doch dieses "es geht nichts rein"-Gefühl kommen. Wer kennt das auch? Und wie kann man helfen??? |
AW: Appetit ist da, aber er kann nichts essen
Hallo,
ich bin erst ganz neu dabei. Mein Mann hat erst im April erfahren das er Magenkrebs hat der jetzt entfernt ist. Seit Mittwoch sind wir mit Chemos dabei. Kann dein Vater nur "feste" Sachen nicht runter bekommen oder gilt dieses für Flüssigkeiten auch? Versuch doch Milchshakes, Brühen - Suppen mit dem Mixstab und Maltrodextrin. Liebe Grüße |
AW: Appetit ist da, aber er kann nichts essen
Hallo,
mein Papa bekommt leider gar nix runter. Auch kein Wasser usw. Es ist so, als ob er z. B. 100 Gramm bzw. Milliliter zu sich nehmen kann - egal was das ist (Essen oder Trinken). Leider baut er damit weiter ab... |
AW: Appetit ist da, aber er kann nichts essen
Hallo Vivienne,
tut mir leid für deinen Vater. Ich kenne diesen Zustand leider aus eigener Erfahrung. Auch bei mir wurde eine Peritonealkarzinose vor 5 Wochen festgestellt. Bis die Diagnose in vielen Einzeluntersuchungen herausgearbeitet wurde, hab ich gute 10 kg verloren. Erst mit Start der Chemo ( Taxotere) und der zusätzlichen Gabe vorab von Pretnisolon kam der Hunger und ein stark verbessertes Gefühl des Essenkönnens ( sonst nur zaghaftes Herunterwürgen, Brechgefühl usw. (musste mich zwingen)) . Vielleicht hilft Deinem Vater ebenfalls dieses Pretnisolon weiter. Alles Gute auf Eurem Weg. |
AW: Appetit ist da, aber er kann nichts essen
Seine Onkologin hat gerade Urlaub, so dass wir leider nicht nach Prednisolon fragen konnten. Aber wir holen das nach. Inwiefern hilft das denn??? Was hast du sonst noch unternommen?
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AW: Appetit ist da, aber er kann nichts essen
Hallo Vivienne,
habt ihr es schon mal mit Spezialdrinks versucht, die gibt es auch auf Rezept und sind für solche Fälle zusammengestellt. Da ist alles drin, was dein Paps brauch in 125ml. Mein Mann bekommt die jetzt im Kh und verträgt sie sehr gut:) Liebe Grüße Birgit:knuddel: |
AW: Appetit ist da, aber er kann nichts essen
Hallo,
mein Papa verträgt die Spezialnahrung nicht richtig. Das ist das Problem... Er magert immer weiter ab, obwohl er Appetit hat. Kann mir jemand diese Frage hier beantworten: Warum kann man, wenn es einen Druck auf den Ersatzmagen gibt, aufgrund dessen er nicht richtig essen kann, nicht einfach die störenden Metas entfernen??? |
AW: Appetit ist da, aber er kann nichts essen
in der Apotheke gibt es Maltodextrin in den verschiedensten Stärken, nimm die größte für ihn. Ich nutze Maltodextrin 19 für meine Sportdrinks und auch fürs Essen. Maltodextrin ist geschmacklos und kann überall dran gemacht werden. Somit ist die Kohlehydratzufuhr abgesichert. glg Christian
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AW: Appetit ist da, aber er kann nichts essen
Hallo Vivienne,
hat dein Pa ein Port? Wenn ja, hätte er doch die Möglichkeit sich parenteral darüber ernähren zu lassen. Mein Bekannter hat nach seiner Magenentfernung auch große Probleme mit dem Essen und hat immer mehr an Gewicht verloren. Jetzt bekommt er seit ein paar Wochen abends Nahrung über Port angeschlossen (ambulanter Pflegedienst kommt) und erhält somit 1600 kcal am Tag. Die Nahrung läuft in der Nacht, so dass er sich tagsüber frei bewegen kann. Somit kann er sein Gewicht halten und muss sich nicht ständig quälen oral etwas runterzubekommen. LG und alles Gute für deinen Pa Petra |
AW: Appetit ist da, aber er kann nichts essen
Das Grundproblem ist, dass er gerne essen würde. Und KEINER erklärt uns, warum mechanisch nichts rein geht. Drücken da angeschwollene Lymphen oder Metastasen? WARUM GEHT DAS NICHT???
Ansonsten bekommt er diese künstliche Ernährung über Port. Aber es ist eben keine Dauerlösung - in keiner Augen. Man muss wieder dafür sorgen, dass er normal und mit Appetit essen kann, was nach seiner Magenentfernung und vor diesem Rückfall auch möglich war... |
AW: Appetit ist da, aber er kann nichts essen
Hallo Vivienne.
Es ist die Frage was denn reingeht? Wenn garnichts reingeht dann haut was mit der Passage nicht hin. Wenn etwas reingeht aber nicht in der normalen Menge, dann liegt es daran das die Passage erst noch sich weiten muss. Man wird nie viel reinbekommen aber etwas mehr als vorher. Es ist also notwendig das er sich erneut spiegeln lässt bzw. ein Computertomogramm gemacht wird. Mit freundlichen Grüßen Christian |
AW: Appetit ist da, aber er kann nichts essen
Aber irgendwie ist das alles komisch. Der Magen wurde schon im Mai 2008 entfernt. Danach aß er normale Mengen weiter und alles war super. Erst seit April 2009 gehen nur noch minimale Mengen durch. Und irgendwie nimmt das kein Arzt ernst. Es ist wirklich zum Verzweifeln. Letztens wurden ihm sogar Appetitanreger verschrieben. Dabei hat er reichlich Appetit, kann die Nahrung nur nicht zu sich nehmen. Es ist wirklich so, dass meist 100 ml Flüssigkeit trinken oder ein Mini-Stück Brot essen zur Auswahl stehen. Beides zusammen ist schon zuviel... Und direkt nach dem Essen ODER Trinken kommt dann dieses Hicks-Geräusch, was kein Schluckauf ist...
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AW: Appetit ist da, aber er kann nichts essen
dann muss er zum Spiegeln und da würde ich mich auch nicht abdrängen lassen, normalerweise wird eh nach so kurzer Zeit alle halbe Jahre kontrolliert. Da stimmt was mit der Passage nicht oder was darum ist. glg
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DRINGEND: OP wegen Darmverschluss oder Sterben lassen?
SOS!!! Vorgestern hat mein Paps immer wieder brechen müssen. Gestern morgen, als ich zum Frühstück da war, auch wieder. Da sagt meine Mama in einem Nebensatz, dass das so doll stinken würde. Ich hab sie angestarrt, bin ins Zimmer gerannt und hab in die Schüssel geschaut. Es war Kot. Er hat Kot erbrochen. Da zählte ich eins und eins zusammen und gemeinsam mit seinen Bauchkrämpfen und dem extremen Ruhepuls von 140 tippte ich auf Darmverschluss. Dann fragte ich mal vorsichtig, wann er das letzte Mal Stuhlgang hatte. Es war vor 14 Tagen. Ich war wütend, schluckte die ganze Wut aber schnell runter und meinte, Papa, du hast einen Darmverschluss. Darum geht es dir so sehr schlecht (er hat fast alle 10 Minuten erbrochen, auch nachts und keine Tropfen haben geholfen). Dann habe ich ihm ruhig erklärt, dass ich jetzt einen Krankentransport organisiere und er in die Klinik kommt, weil ich ihn hier vor meinen Augen nicht vergiften lasse und auch nicht so leiden. Wir brachten ihn gestern hin und die haben CT, Röntgen, Sono und Gastroskopie gemacht und meinten aber aufgrund es fortgeschrittenen Stadiums würden sie es vorziehen nur einen Ausgang zu legen. Tja, heute kamen wir vormittags wieder in die Klinik und er war nicht in seinem Zimmer. Er war zur Untersuchung, weil morgen nun wohl doch operiert wird. Ich will nicht, dass sie ihn quälen, aber ich will auch nicht, dass er vergiftet und daran stirbt.
WAS IST JETZT DER RICHTIGE WEG??? ICH WEISS ES NICHT!!! Bitte gebt mir einen Rat!!! Ich werde die Frage auch noch mal als eigenes Thema einstellen, um auch die zu erreichen, die ähnliche Erfahrungen hatten. |
AW: DRINGEND: OP wegen Darmverschluss oder Sterben lassen?
Liebe Vivienne, es tut mir leid, dass es Deinem Vati so schlecht geht! So wie Du es beschreibst, befindet er sich in einer lebensbedrohlichen Situation, durch das Erbrechen hat sein Körper viel Flüssigkeit verloren. Diese muss, bevor er operiert werden kann, mit Infusionen ersetzt werden. So wie Du seinen Zustand schilderst, können die Ärzte erstmal nur einen künstlichen Darmausgang zur Entlastung schaffen. Eine größere Operation würde er zur Zeit nicht überstehen, außerdem darf dies bei einem akuten Darmverschluss auch nicht gemacht werden. Die Gefahr von Komplikationen ist hier zu groß.
Wenn der Darm verschlossen ist, können Bakterien in den Bauchraum wandern und dort eine massive Bauchfellentzündung verursachen.Also wird ein provisorischer Ausgang über die Bauchdecke gelegt, es gibt dazu spezielle Verfahren. Die Entscheidung, ob nun eine Operation durchgeführt oder nicht, entscheidet nie nur ein Arzt allein. Mit meinen Zeilen hoffe ich, Dir ein bißchen weiter geholfen zu haben, ich schicke Euch noch ein großes Kraftpaket auf die Reise! Elisabethh. |
AW: DRINGEND: OP wegen Darmverschluss oder Sterben lassen?
Die Ärzte kamen heute zur gleichen Entscheidung. Sie haben den Ausgang bereits gelegt. Eine OP wird es nicht geben, da sein gesamter Magen metastasiert ist. Nun war die Frage, ob man ihn nach dem Klinikaufenthalt in eine Palliativstation gibt. Das will er nicht und somit wollen wir das nicht. Er wird nach Hause kommen. PUNKT!
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AW: DRINGEND: OP wegen Darmverschluss oder Sterben lassen?
Hallo Vivienne,
mein Schwiegervater hatte das gleiche Problem, bei ihm konnte kein Ausgang mehr gelegt werden, es war zu spät. Er lebte 6 Wochen mit dem Darmverschluss, hat auch Kot erbrochen zum Schluß. Dann kam das Wasser in die Lunge. Wir hatten ihn auch bis zum Schluß zu Hause, Schwiegermutter und alle Kinder haben ihn abwechselnd gepflegt. Das war das Beste für ihn. Obwohl es für uns eine harte Zeit war sind wir sicher es war das Richtige. Ich wünsche deinem Vati das er nicht so schrecklich leiden muß. Liebe Grüße Clarissa |
AW: DRINGEND: OP wegen Darmverschluss oder Sterben lassen?
Liebe Vivienne.
Einen Rat kann ich dir nicht geben, aber vielleicht das Gefühl, dass du nicht alleine bist mit deinen Ängsten. Als ich deinen verzweifelten Beitrag las, kamen mir die Tränen. Ich fühle mich um 2 Jahre zurückversetzt... Eine ähnliche Situation haben wir mit meinem Papa erlebt. Mein Papa litt an einem Prostata-Ca und hatte einem Tumor in der Blase, der die Harnleiter „außer Gefecht“ setzte. Ergo staute sich der Urin in den Nieren und er bekam eine Kaliumvergiftung, die er 2 – 3 Tage mit sich „rumschleppte“, ohne dass er wusste, wie tödlich ernst sein Zustand war. Papa wollte niemandem „Umstände“ machen, keinen Aufriss, keinen Doktor. Aber meine Mama rief dann den Notarzt, ohne zu wissen, dass sie ihm damit das Leben rettete. Eine weitere Nacht Zuhause und er wäre nicht mehr aufgewacht. Im Klinikum bekam er eine Kurzzeit-Dialyse. Die Ärzte sprachen mit uns und klärten uns über die Optionen auf, die meinem Papa noch blieben: Entweder die schwere OP - mit einem künstlichen Ausgang im Rücken über die Nieren – oder ihn „einfach“ einschlafen lassen... Die Ärzte fragten daher nach einer Patientenverfügung. Zum damaligen Zeitpunkt hatte er noch keine PV. Ich war geschockt, entsetzt, bin vor dieser Horror-Vision zusammengebrochen. Unfassbar! Das wollten wir nicht hören. Das sollte niemals passieren! |
AW: DRINGEND: OP wegen Darmverschluss oder Sterben lassen?
Mein Papa hat trotz aller körperlicher Schwäche seinem Arzt gestern erzählt, dass er die OP will, weil er will, dass sie diesen ganzen Scheiß-Krebs rausschneiden. Schließlich hätte er ja genug Darm... Und der Arzt hat es wirklich in Erwägung gezogen und mir erklärt, dass die Maxime die Entscheidung des Patienten ist. Draußen habe ich ihm dann gesagt, dass mein Papa nicht wahrhaben will, wie schlimm das alles ist und er hat fast geweint. Nun bekommen wir eine Sozialberatung und ich kümmere mich, dass hier eine Palliativpflege herkommt, weil wir ihn alleine nicht handeln können. Bisher hat er sich über seinen Port komplett selbst versorgt, aber das kann er nun nicht mehr.
Letztens lag er im Bett (weil er auch nicht mehr aufstehen kann und auch nicht mehr die Kraft hat im Rollstuhl zu sitzen) und da fragte die Ärztin, warum er keinen Pflegedienst kommen lässt und er starrt sie an und sagt: weil ich dann zeitlich so gebunden bin - mein Papa :knuddel: Sie hat wie ein Schwein ins Uhrwerk geschaut. Er will noch nicht von dieser Welt gehen und das soll er auch noch nicht. Am Samstag kommt eine Freundin, die sich mit Informationsmedizin beschäftigt und die einfach mal schauen soll, warum alles so ist, wie es jetzt ist. Sie hat einen besonderen Draht zu ihm... |
AW: DRINGEND: OP wegen Darmverschluss oder Sterben lassen?
Liebe Vivienne, habe schon gestern abend Deinen Beitrag gelesen und gesehen, dass der entlastende Darmausgang bei Deinem Vati schon gelegt worden ist.
Für den Arzt ist der Wille des Patienten entscheidend und solange Dein Vati im Vollbesitz seiner geistigen Kräfte ist, läßt sich daran auch nichts ändert. Allerdings kann der Arzt auch die Durchführung der Operation ablehnen, wenn der Allgemeinzustand des Patienten so schlecht ist, dass er diese nicht übersteht. Es gibt immer wieder Menschen, welche nicht wahrhaben, dass ihr Zustand sehr schlecht und die verbliebene Lebenszeit äußerst begrenzt ist. Klar kann man den betroffenen Abschnitt im Darm entfernen, nur ob Dein Paps die Zeit nach der Operation übersteht? Ich kann mir schon vorstellen, dass der Arzt hier in einer ziemlichen Zwickmühle steckt. Ihr habt beschlossen, dass Ihr ihn wieder nach Hause nehmt, wenn er das Krankenhaus nicht mehr braucht, aber ich würde Dir trotzdem empfehlen die Palliativstation einmal anzuschauen. Dort arbeiten Ärzte, Schwestern, Sozialpädagogen, welche eine Zusatzausbildung haben, um Menschen in ihrer letzten Lebensphase, entsprechend deren Bedürfnissen zu betreuen. Besonders wenn es um die Schmerztherapie und die psychische Betreuung sind dies richtige Experten. Anbei noch die URL von einer Webseite, wo Du nach Palliativpflegediensten im Raum Berlin suchen kannst.http://www.wegweiser-hospiz-palliativmedizin.de Auf der rechten Seite ist ein Button Adressuchmaschine, darauf klicken! Liebe Grüße und ein großes Kraftpaket für Euch alle! Elisabethh. |
AW: DRINGEND: OP wegen Darmverschluss oder Sterben lassen?
Liebe Elisabethh, danke für den Tipp, mein Paps will UNBEDINGT nach Hause, auch wenn ich glaube, dass er nur herkommen will, um hier zu sterben. Aber für ihn ist das gerade so wichtig. Ich habe vorhin mit seinem Arzt geredet und wir versuchen ihn davon zu überzeugen, dass er wenigstens bis Freitag dort bleibt. Der Darmabgang setzt sich zu, muss regelmäßig gespült werden. Die Nierenwerte sind grottenschlecht. Die Lunge ist voller Wasser. Nun rotieren wir, dass wir mit dem sozialen Dienst im Krankenhaus eine Pflege organisiert bekommen, die all das abdeckt.
Der Arzt sagte vorhin "Mein Gott, der Wille ist das einzige, was ihrem Papa noch bleibt" und er hat Recht. Wenn sein Wille ist, dass er heim will, dann soll er heim kommen. Er bekommt nun ein Krankenbett etc. geliefert. Wir haben gerade Möbel gerückt, da meine Eltern eine sehr sperrige Couch haben. Und mein Mann - samt Kind und ich überlegen, ob wir nun hierher ziehen, da wir eh hier bauen wollen... Meine Mama ist am Ende des Erträglichen... |
AW: DRINGEND: OP wegen Darmverschluss oder Sterben lassen?
Hallo liebe Forum-Freunde,
Papa hat gestern, um 22.30 Uhr, die Schmerzen besiegt. Meine Mama, mein Mann und ich waren an seinem Bett und hielten 2 Stunden seine Hand, bis er dann von uns gegangen ist. Mehr konnten wir nicht tun. Es war schlimm ihn so leiden zu sehen und mir fällt es auch nicht leichter, wenn ich denke, dass er jetzt nicht mehr leiden muss. DENN: Warum musste er überhaupt leiden? WARUM? Noch bis Freitag war er stationär im Krankenhaus, bekam einen künstlichen Darmausgang. Dann wurden ein Krankenbett, eine Spezialmatratze, ein Toilettenstuhl und so weiter geliefert, die er dann nur bis gestern nutzen konnte. Es ist schlimm zu sehen, wie ein Mensch stirbt und gleichzeitig kann man ihn einfach nicht allein lassen... Ich danke euch für eure Unterstützung in all der Zeit!!! |
AW: DRINGEND: OP wegen Darmverschluss oder Sterben lassen?
:cry: Liebe Vivienne
mein aufrichtiges Mitgefühl,es tut mir unendlich leid daß es mit so grauenvoller Quälerei verbunden war. alles Liebe,Elli |
AW: DRINGEND: OP wegen Darmverschluss oder Sterben lassen?
Liebe Vivienne,
mein herzlichstes Beileid zum Tod deines Vater´s. Bei uns werden es nun bald 2 Jahre und der Schmerz hat sich gewandelt in dankbare Erinnerung. Ich wünsche dir und deinen Lieben einen guten Weg durch die Trauer und dass auch euer Schmerz eines Tages nachlässt... Elke |
AW: DRINGEND: OP wegen Darmverschluss oder Sterben lassen?
Liebe Vivienne, ich möchte Dir, Deiner Mutti, Eurer Familie und allen Freunden mein tiefempfundenes Beileid zum Heimgang Eures Vatis aussprechen. Es tröstet zu wissen, dass es Euch möglich war, ihm seinen Wunsch zu erfüllen und im eigenen Zuhause den letzten Lebensabschnitt zu verbringen.
Seid still umarmt! Elisabethh. |
AW: DRINGEND: OP wegen Darmverschluss oder Sterben lassen?
liebe Vivienne,
ich möchte dir und deiner familie mein aufrichtiges beileid aussprechen. Wer im Gedächtnis seiner Lieben lebt, der ist nicht tot, der ist nur fern. Tot ist nur, wer vergessen ist.(Immanuel Kant) ich wünsche dir und deiner familie jetzt viel kraft. lg eispiratin |
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