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Darmkrebs op kommt dann das Ende?
Hallo zusammen...
ich bin neu hier und suche nach Erfahrungen mit Darmkrebs. Mein Partner hat am Heiligen Abend die Diagnose Darmkrebs bekommen. Am 28.12.09 wurde er dann operiert in einem sehr guten Darmcentrum in Westerstede.60 cm Dickdarm wurden herausgenommen,er bekam aber keinen Ausgang.Lympfdrüsen waren alle ok.Am Donnerstag,eine Woche später, bekam er Fieber und man leitete eine Notop ein. Sein Bauch war voller Flüssigkeit aber man konnte die Ursache nicht feststellen. Man legte ihm einen Dünndarmausgang und musste ihn reanimieren.Jetzt sind seine Lungen voller Wasser und er wird zwischendurch immer noch künstlich beatmet weil die Lungen nicht richtig funktionieren. Ich mache mir sehr große Sorgen und habe Angst das er stirbt. Hat jemand hier so eine ähnliche Erfahrung gemacht?? Wäre dankbar um jede Antwort. Lg Barbara |
AW: Darmkrebs op kommt dann das Ende?
Hallo Barbara,
nach einer Darm-OP Fieber zu bekommen und sich einer Not-OP mit Stomaanlage unterziehen zu müssen, kommt nicht so sonderlich selten vor. Meist ist eine so genannte Anastomoseinsuffizienz (eine undichte Darmnaht) die Ursache dafür. Das ist auch bei mir passiert und bei vielen anderen auch. Häufig kommt es dann nachfolgend noch zu einer Sepsis oder einer Bauchfellentzündung (Peritonitis). Letztere hatte ich dann auch. Was durchaus nicht üblich ist, ist, Wasser in der Lunge zu haben und reanimiert werden zu müssen. Ist unter der OP irgendetwas Besonderes passiert? Hast du die OP-Berichte gelesen? Oder ist dein Bruder möglicherweise herzkrank? Das ist mit Sicherheit keine einfache Situation für euch und durchaus auch nicht ungefährlich für deinen Bruder. Nichtsdestotrotz gibt es viele Menschen hier und auch in anderen Foren, die solch schwierige Situationen gut überlebt haben. Ich gehöre auch dazu, wenn mein Problem denn auch etwas anders lag. Mein Leben war 2005 keinen Pfifferling mehr wert. Da lag ich im Sterben und sowohl die Ärzte als auch ich selbst hatten mich schon abgeschrieben. Ein Jahr später konnte ich wieder Vollzeit arbeiten gehen. Ich drücke dich ganz doll und deinem Bruder drücke ich ganz fest die Daumen. :pftroest: Liebe Grüße chaosbarthi |
AW: Darmkrebs op kommt dann das Ende?
Hallo chaosbarthi,
danke für deine Antwort... das ist nicht mein Bruder sondern mein Partner... Hab bisher noch kein Opbericht lesen können.Irgendwie ist auch hier auf der Intensivstation nie ein Arzt zu sprechen. Laut Pfleger ist wärend der OP das Herz stehen geblieben.Herzkank war er noch nie..Es soll nichts aus dem Darm gelaufen sein,sondern der Bauch und die Lungen sind voller Wasser.Wie er da so an den Schläuchen liegt,so aufgedunsen ,es ist einfach schrecklich.Der Blutdruck zeigt 165/129 und der Ruhepuls 119.Das ist ja nicht normal.Und niemand weiß woher das alles kommt. Ich dachte er hätte es überstanden weil ja keine Metastasen da sind. Er schaut mich mit Tränen in den Augen an,als wollte er sich von mir verabschieden.Ich weiß nicht was ich denken soll...ich glaub ich schaff das selber nicht damit umzugehen. |
AW: Darmkrebs op kommt dann das Ende?
Uuups... sorry, Barbara... Ich weiß nicht, wie ich auf den Bruder kam. :confused:
Fieber nach der Darm-OP mit nachfolgender Not-OP deuten eigentlich fast immer auf eine Anastomoseinsuffizienz mit nachfolgenden weiteren Komplikationen hin. Und das ist durchaus nicht so selten. Egal, was die Ärzte sagen, es gibt eigentlich kaum eine andere Möglichkeit für das Erscheinungsbild als die Folgen einer bakteriellen Infektion. Ärzte gebärden sich mitunter, als würde ihnen ein Zacken aus der Krone fallen, wenn sie das zugeben. Sie haben oft Angst, dass Verwandte das einem Behandlungsfehler zuschreiben. Tatsächlich ist es aber so, dass das auch dem besten Chirurgen bei einer Darm-OP passieren kann. Der Darm ist nun mal kein super-sauberes Organ. Ich bin kein Arzt, aber das, was du beschreibst, könnte auf eine Sepsis mit septischem Schock hindeuten, wahlweise auf ein toxisches Schocksyndrom. Letzteres wird durch das Bakterium Staphylococcus aureus ausgelöst, das in vielen Kliniken auch als resistenter Keim vorkommt. Mit Beteiligung eines resistenten Keims ist es übler. Wenn es ein toxisches Schocksyndrom ist, wird sich in 1 bis 2 Wochen die Haut von Hand- und Fußflächen abschälen. Dass eine Reaktion auf das Narkosemittel zum Herzstillstand geführt hat, glaube ich persönlich nicht, da es ja erst bei der zweiten OP zum Herzstillstand kam. Die Ödembildung (Wasseransammlung) ist nicht ungefährlich und muss ursächlich abgeklärt werden. Was sagen die Ärzte dazu? Gibt es einen ursächlichen Zusammenhang mit dem Herzstillstand und deshalb ein ähnliches Erscheinungsbild wie bei einer Herzinsuffizienz? Oder versagen die Nieren, was als Folge des Schocks ebenfalls vorkommen kann? Dann müsste an eine vorrübergehende Dialyse gedacht werden. Unabhängig davon, welche der Vermutungen ursächlich ist, müsste dein Partner neben stabilisierenden und ggfs. entwässernden Medikamenten (Diuretika) eigentlich auch Antibiotika bekommen (Vancomycin als Infusion?). Dein Partner ist sehr schwer krank und ja, er trägt das Risiko, das nicht zu überleben. Genauso kann es sich aber zum Guten wenden. Dafür drücke ich euch Beiden ganz doll die Daumen. Es gibt sehr viele Menschen, die solch schwierige Situationen überlebt haben. Warum sollte dein Partner nicht dazugehören? Mache ihm Mut und gebe die Hoffnung nicht auf, auch wenn er sich innerlich schon verabschiedet. Du schaffst das, damit umzugehen. :pftroest: Sei einfach da. Viel mehr kannst du im Moment sowieso nicht machen. Erzähle ihm, dass du mich hier getroffen hast und dass ich auch von den Toten wieder auferstanden bin. Ich habe da damals auch nicht dran geglaubt. Nie werde ich vergessen, wie der Chirurg nachts nach seiner letzten OP an meinem Bett saß, meine Hand nahm und die Tränen liefen ihm dabei über das Gesicht... Auch er dachte nicht, dass ich noch eine Chance haben würde. Ich drück dich mal ganz doll. Ganz liebe Grüße chaosbarthi |
AW: Darmkrebs op kommt dann das Ende?
Der Anblick, einen geliebten Menschen so "aufgepumpt" zu sehen ist schrecklich, ich erlebte dies mit meiner Mutter. Das sollte dich aber nicht so sehr beunruhigen, das ist bei künstlicher Beatmung normal. Ich will nicht sagen, dass man sich daran gewöhnt, aber man lernt, damit umzugehen. Das Wasser in Bauch und Lunge kamen bei ihr von einer Herzinsuffizienz, dazu kamen mehrere schwere Infekte. Trotz eines schlechten Gesamtzustands hat sie sich wieder erholt, es gibt immer Hoffnung. (Die Nächte, in denen Ärzte uns anriefen, um die Erlaubnis für Notoperationen einzuholen, waren schrecklich, aber auch die hat sie überstanden.) Ich wünsche dir viel Kraft für diese schwere Zeit!
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AW: Darmkrebs op kommt dann das Ende?
Danke euch allen für die ermutigenden Worte und Umarmungen,das hilft mir sehr.
Hab heute nachmittag eine Ärztin sprechen können. Sie meinte zuerst, das sie nicht wüßte wo die Flüssigkeit herkäme. Ich hab sie vielleicht ein wenig genervt aber nicht locker gelassen.ich wollte die Wahrheit wissen. Jetzt mußte sie raus mit der Sprache. Also,man hatte nach der ersten OP keinen Ablaufschlauch für Wundwasser gelegt.Nach 7 Tage,er sollte ja am Donnerstag entlassen werden kamen dann die schlimmen Schmerzen,Fieber und Schwindel.Bei der Enduntersuchung hatte man ein Kontrastmittel zum Röntgen gegeben.Man wollte sehen ob der Darm dicht ist. Ja und dieses Mittel ist in den Bauchraum gelaufen und hat eine sehr schwere Bauchfellentzündung verursacht.Der Blutdruck ist abgefallen und es kam soweit,das er reanimiert werden mußte.Weil man bei einer Bauchfellentzündung austrocknet habe man ihm 9 Liter Flüssigkeit zugefügt.Das wiederum war viel zu viel und das ist jetzt die Flüssigkeit,die im Bauchraum und Lungen ist. Wenn der Beatmungsschlauch ab ist, bekommt er zu wenig Luft und das Gerät über ihm fängt an zu pipsen.Dann versorgt er sich selber mit einer Sauerstoffmaske.Die Ärtzin sagt aber es würde ihm besser gehen und er würde morgen auf einer normalen Station kommen. Das kann ich garnicht glauben....wie denn wenn er keine Luft bekommt. Ich hab so ein Hass auf die Ärzte...warum haben die mich nicht gleich aufgeklärt.Warum sagt man,das man nicht wüßte ,wo die Flüssigkeit herkommt?Das Krankenhaus ist hier im Norden ein sehr gutes KH mit den besten Ärzten und sie sind spezialisiert auf Krebs.Was soll ich da noch glauben?Sie belügen sich doch gegenseitig. Ich hoffe das es ihm wirklich morgen besser geht...obwohl er heute noch dickere Hände und noch ein dickeres Gesicht hatte als gestern. Liebe Grüße und bleibt gesund Barbara |
AW: Darmkrebs op kommt dann das Ende?
Hallo Barbara,
klasse, dass du nicht nachgegeben hast. :cool: Ich sagte doch, du schaffst das. Du bist stärker, als du dachtest. :) Ich denke, da hast du etwas falsch verstanden oder sie haben schon wieder Mist erzählt. Wenn das Kontrastmittel in die Bauchhöhle ausgetreten ist (also doch eine Anastomoseinsuffizienz), hat man das gleich gesehen. Dafür hat man die Untersuchung ja schließlich gemacht und ich schätze, er ist ziemlich direkt danach operiert worden. Eine Peritonitis ist möglich, auch wenn m. E. das Ganze eher für eine Sepsis spricht. Die wurde dann aber in jedem Fall durch die in den Bauchraum vorab schon aus dem Darm ausgetretenen Bakterien verursacht und nicht durch das Kontrastmittel. Nur die Bakterien hatten überhaupt die Zeit zu einem entzündlichen Prozess zu führen. Wegen der fehlenden Drainage hat man das Ganze nicht eher bemerkt. Hätte eine Drainage gelegen, hätte man gesehen, dass sich das Wundwasser eintrübt. So war es bei mir. Es gilt allerdings nicht als Kardinalfehler, keine Drainage zu legen. Im Gegenteil. Es gibt Studien, die belegen, dass das sogar besser ist. Allerdings hätte man insbesondere dann in jedem Fall sofort auf eine sich erhöhende Temperatur achten müssen. Ich weiß ja nicht, wie lange es gedauert hat, bis sie das bemerkt haben... Es liest sich insgesamt jedenfalls so, als seien da keine wirklich gravierenden Fehler passiert zu sein. Das Einzige, was nicht ins Bild passt, ist das Herumgelüge. So etwas lässt dann den Verdacht aufkommen, dass da noch irgendetwas verborgen wird. Lasst euch die OP-Berichte, alle Lichtbilder und sonstigen Behandlungsunterlagen aushändigen. Sie stehen deinem Partner zu. Man darf sie ihm nicht verweigern. Man kann höchstens verlangen, dass die Kopierkosten übernommen werden. Wer weiß, was da noch zu Tage kommen könnte. Tut euch den Gefallen und macht das gleich. Bei mir waren später alle Unterlagen auf mysteriöse Weise verschwunden. :mad: Ich denke, dass es ein gutes Zeichen ist, wenn dein Partner selbst zur Sauerstoffmaske greifen kann. Von daher kann ich mir schon vorstellen, dass er morgen auf Station kommt. Wäre er in kritischem Zustand, würde man ihn ggfs. in ein künstliches Koma versetzen und ihn künstlich beatmen. Also von daher... Halte die Ohren steif! Ganz liebe Grüße chaosbarthi |
AW: Darmkrebs op kommt dann das Ende?
Moin Caosbarthi..
ach ich weiß nicht was ich den Ärzten glauben soll... Also,die Enduntersuchung war einen Tag vorher..das Fieber und die Schmerzen kamen am frühen Morgen darauf.Die Nachtschwester war nur da und sagte ,sie könnte keine Medis geben und er müßte warten bis zur Visite. Tja ich muß das wohl glauben,weil ich überhaupt keine Ahnung habe. Montag weiß ich bestimmt mehr.Es ist ja etwas Gewebe bei der zweiten OP abgenommen worden und zur Pathologie geschickt worden.Was die Ärztin nicht weiß,das wir ein wenig Vitamin B haben.In der Pathologie arbeitet meine Schwester,die das auch selber untersucht.Sie bespricht das mit ihrem Chef und der will Montag die Klinik anrufen.Die Ärzte kennen sich untereinander sehr gut. Ja ich habe die Kraft....wir werden kämpfen... |
AW: Darmkrebs op kommt dann das Ende?
Hallo zusammen..ich muß mir erstmal Luft machen...
Heute ist mein Partner auf die normale Station gekommen...Wasser ist so gut wie weg,er kriegt wieder Luft... Er ist am ganzen Körper kalt,schweißgebadet,hat Schmerzen ohne Ende.. Medis helfen garnicht...er wird immer dünner,weil er so brechen muß.. Dann ,als ich nach dem Besuch Zuhause war,ein Telefonanruf...die Klinik.. Wir leiten jetzt nochmal eine Not OP ein..möglicherweise eine zweite Bauchfellentzündung....wie halt ich das nur aus...und wieder Intensivstation. Habe heute seinen Vorsorgepass gesehen,aber komme mit diesen Abkürzungen nicht zurecht...lauter bömische Dörfer... pT36...L0....V0...pN0....pMx...R0...G2...was bedeutet das? Lg Barbara |
AW: Darmkrebs op kommt dann das Ende?
Hallo Barbara,
es ist mit Sicherheit keine zweite Bauchfellentzündung. Das ist genau so ein Blödsinn als wenn du zwei Schnupfen hättest. Wahrscheinlich wird es aber schlimmer. Dann wieder zu eröffnen, ist die richtige Strategie. Die Bauchhöhle muss dann dringend mit Antibiotika gespült werden. Es ist auch möglich, dass sie den Bauch nach der OP offen lassen, um schnell wieder heranzukönnen. Auch das ist normal. Auch ich war so ein Kandidat... Übelkeit und Kotzerei sind Nebenschauplätze und können diverse Gründe haben, die sich zu gegebener Zeit aber alle wieder legen werden. Bei mir war es wohl eine Reaktion auf das Vancomycin, die es angeblich gar nicht geben soll. Es endete aber mit dem Absetzen der Infusion. Also denke ich, dass meine Vermutung richtig sein wird. Erleichterung hat mir während der Medikamentengabe eine Magensonde gebracht. Und dann die Übersetzung für dich: pT36 wird wohl pT3b heißen: Der Tumor ist in alle Schichten der Darmwand eingewachsen (T3), perimuskulär 1-5 mm eingedrungen (b), pathologisch (p), also mit chirurgischem Eingriff und histopathologisch festgestellt. L0: keine Lymphgefässinfiltration V0: keine mikroskopische Veneninvasion pN0: pathologisch keine Anzeichen für Lymphknotenbefall pMx: pathologisch keine Aussage über Fernmetastasen möglich R0: kein Tumor im Organismus mehr nachweisbar (Operation ins Gesunde) G2: Die Tumorzellen sind nicht mehr gut differenziert, was bedeutet, dass sie dem Ursprungsgewebe weniger ähnlich sind. Das sog. Grading (G) wird von 1 bis 4 bewertet. Der Tumor gehörte also noch zu den weniger bösartigen. Das ist insgesamt ein ganz schönes Ergebnis. Mein Tumor war weiter verbreitet und auch bösartiger... Ich drücke euch weiterhin die Daumen! :pftroest: Liebe Grüße chaosbarthi |
AW: Darmkrebs op kommt dann das Ende?
Danke Chaosbarthi...Dann sieht das mit dem Krebs schon gut aus.
Ich rufe jetzt mal auf der Intensivstation an ..vielleicht sagt man mir ja was sie gefunden bzw. was gemacht worden ist.Das macht mich sonst noch wahnsinnig.. Bis denne Barbara |
AW: Darmkrebs op kommt dann das Ende?
So Anruf getätigt...Der Bauch ist gespült worden und ein Abzes an der Leber ist weg gemacht worden...Bauch bleibt offen und er liegt im künstlichem Koma ...
Na toll:( |
AW: Darmkrebs op kommt dann das Ende?
Hallo Barbara,
ich weiß, das ist alles Andere als schön... muss aber so gemacht werden. Hat er auch ein Entlastungsstoma bekommen? Ihr habt nun noch eine lange und schwere Zeit vor euch. Du wirst dir viele Sorgen machen. Oft ist das aber bei Weitem nicht so schlimm, wie es aussieht und wie du denkst. Du darfst nur nie die Hoffnung aufgeben. Ich habe ein volles Jahr gebraucht, bis ich wieder auf den Beinen gestanden habe. Meine OP liegt jetzt aber fast 5 Jahre zurück. Ok, mein Stoma habe ich behalten und ich habe einen schweren Verwachsungsbauch. Äußerlich sieht man mir so aber nichts an und es geht mir gut. Kein Mensch würde denken, dass ich jemals so krank gewesen sein könnte. Ich schicke dir virtuell mal ein riesengroßes Kraftpaket rüber... Liebe Grüße chaosbarthi |
AW: Darmkrebs op kommt dann das Ende?
Man chaosbarthi wie hast du das alles geschafft...Hut ab..
Ich glaube alle hier im Forum haben ein schreckliches Leid zu tragen...das stimmt mich sehr traurig.Ich wollt ich hätte mehr Kraft.Hatte vor 2 Jahren einen schweren Herzinfarkt und bin nie wieder richtig auf die Beine gekommen..und nun das :undecided Ja, ein Entlastungsstoma hat er bei der ersten Not Op bekommen. nochmals liebe Grüße und ganz viel Glück und Gesundheit für alle Barbara |
AW: Darmkrebs op kommt dann das Ende?
Barbara,
du hast ausreichend Kraft, glaube mir. Du bist eine starke Frau. Sonst würdest du dich hier auch gar nicht informieren und dich gleich ins Kämmerlein zurückziehen... Hört sich blöd an, aber man wächst tatsächlich mit den Aufgaben, die zu bewältigen sind. :remybussi Liebe Grüße chaosbarthi |
AW: Darmkrebs op kommt dann das Ende?
Hallo Barbara,
ich muss ständig an euch denken... Gibt es etwas Neues? Liebe Grüße und viele Daumendrücker chaosbarthi |
AW: Darmkrebs op kommt dann das Ende?
Hallo Chaosbarthi,
ja es gibt was neues...gestern ging es ihm etwas besser. Der Professor kam sogar unangemeldet und wollte mich kennen lernen. Er sagte ich sollte mir keine Sorgen machen,es gehe wieder bergauf. Auch wenn es so schrecklich aussehen würde mit den Schläuchen,wäre es aber nur halb so schlimm.Er würde sich persönlich um Uwe kümmern. Heute wieder hin..120 Kiliometer...mal sehen wie es ihm heute geht. Melde mich aber heute Abend hier noch ma. Ganz liebe Grüße Barbara Ps..Danke Für die vielen Kraftpakete |
AW: Darmkrebs op kommt dann das Ende?
Heute wieder ein Rückschlag.....er hat eine Lungenentzündung...
aber es geht ihm dabei noch einigermaßen gut. Am Montag wird er vielleicht auf die normale Station verlegt. Visite war da und ich hab nur Bahnhof und Koffer klauen verstanden... Nur so was wie Hämatom unterm linken Brustkorb wird punktiert..Lungenentzündung und Sorgenkind.... Mal sehen was heute wieder ist.. Liebe Grüße Barbara |
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Es geht ihm besser...Lunge ist punktiert worden..
Er hat nach 16 Tagen Joghurt gegessen,alle Schläuche sind entfernt und er atmet weiter... ich freu mich ja so doll... Heute erstemal auf eigenen wackeligen Beinen gestanden zum Bett beziehen.. Gestern sah das alles so schlimm aus und heute so eine schöne Veränderung:weinen: Lieb Grüße Barbara |
AW: Darmkrebs op kommt dann das Ende?
Hallo Barbara,
das ist ja toll. :D Ganz ehrlich, da hatte ich nicht mit gerechnet, dass das jetzt doch so fix besser wird. Ok, mit Rückschlägen muss man immer noch rechnen, aber insgesamt sieht das doch schon einmal ganz gut aus. Ich drücke euch weiter die Daumen! :) Liebe Grüße chaosbarthi |
AW: Darmkrebs op kommt dann das Ende?
Hallo Chaosbathi,
ja wer hätte das gedacht, das es über Nacht besser wird... Gestern hatte er wieder diesen kalten Schweiß und Fieber.. Der Professor hatte dann aber sofort geschnallt,das das an diesem Medikament liegt für die Darmbewegung und damit er Hunger bekommt. Etwa 4 Tage nach der Op hat er immer dieses Medikament bekommen und immer hatte er die Syntome dann.Gestern noch ,ist es abgesetzt worden und über Nacht waren dann auch diese Beschwerden weg. So jetzt noch ganz schnell zu Kräften kommen und dann gehts ab nach Hause. Ich hoffe bis auf weiteres geheilt. Liebe Grüße an dich Caosbarthi ..du warst die Einzige die mich ernst genommen hat und mir soooo viel Kraft gegeben hat. Barbara |
AW: Darmkrebs op kommt dann das Ende?
Hallo Barbara,
das glaube ich nicht, dass ich die Einzige war, die dich ernst genommen hat. Du steckst nur in einer besonders schwierigen Situation. Krebs zu haben oder als Partner Zuspruch zu benötigen ist eine Sache... Mit Komplikationen konfrontiert zu werden und die Situation dann einigermaßen vernünftig einzuschätzen, ist eine ganz andere. Wir sind hier alle keine Mediziner. Von daher denke ich, dass viele Menschen in deinem Thread sprachlos mitlesen und einfach nicht wissen, was sie dazu sagen sollen. Da können nur ganz Wenige mitreden, weil es ihnen einmal ähnlich ergangen ist... ;) Auf deinen Beitrag werden jetzt 1.247 Hits angezeigt. Das können unmöglich wir beide alleine verursacht haben. :D Halte die Ohren steif! Auf das es ab jetzt nur noch bergauf gehen möge. :winke: Liebe Grüße chaosbarthi |
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Hallo Barbara!
Ich habe immer mitgelesen. Aber wie chaosbarthi schon schrieb, ich konnte nichts dazu beisteuern...aber ich habe so gehofft, daß es bald bergauf geht- umso froher war ich,von den tollen Fortschritten zu lesen:)))) Macht weiter so!!! Alles Liebe, hope |
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Huhu Barbara,
wie habt ihr's? :winke: Liebe Grüße von der neugierigen chaosbarthi |
AW: Darmkrebs op kommt dann das Ende?
Hallo Barbara,
ich habs auch mitgelesen, und war einfach nur sprachlos. chaosbarthi hats aber auf den Punkt gebracht, und manchmal denke ich, Sie ist doch ne Medizinerin. Viel Glück weiterhin für Deinen Uwe! René |
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Zitat:
:winke: chaosbarthi |
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Habe mich lange nicht mehr gemeldet..hier war einfach zu viel Action im Haus.
Mein Schatz ist letzten Freitag entlassen worden,er brauchte mich fast den ganzen Tag. Jetzt geht es ihm wesendlich besser...er hat schon 1 Kg zugenommen. Heute werden die Klammern gezogen und dann hört auch das pieksen auf. Was mich etwas stutzig macht, ist das er trotz Stoma ,zu 70 % auf dem normalen Wege abführt.Es sieht so aus,als ob der Stoma immer kleiner wird und immer weiter nach innen geht!Habe schon bei der Klinik angerufen,die aber meinten das wäre normal. Und essen kann er nur Süßes,sonst wird es immer bitter auf der Zunge... Liebe Chaosbarthi,ich weiß,du hast auch dafür eine Erklärung!!!! Bedanke mich bei allen anderen Mitlesern für ihr Interesse.... Barbara |
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Hallo Barbara,
wow... er ist schon wieder zu Hause? :D Hmmmh... Erklärungen wohl nicht, Gedankenanstösse kann ich aber sicherlich geben. :) Stoma und normale Entleerung Auch der stillgelegte Darm produziert immer noch Schleim. Dieser wird auf "normalem" Weg hinten hinaus befördert und ist zumeist sehr hell bis kaffeefarben. Das ist normal. Werden bei einem Ileostoma, das ja insbesondere zu Beginn sehr viel und sehr flüssig fördert, 70% auf herkömmlichem Weg ausgeschieden, ist das eine Untersuchung wert. Das ist im Allgemeinen nicht normal und spricht dafür, dass sich möglicherweise eine Fistel zwischen benutztem und stillgelegtem Darm gebildet hat. Fistelbildungen werden durch Infektionen nach der OP begünstigt. Es wäre also denkbar. Stoma auf dem Rückzug... Es ist richtig, dass das Stoma sich verändert, wenn das so genannte Stoma-Ödem, die noch durch die OP bedingte Schwellung, sich zurückbildet. Wenn das Stoma sich dabei unter Hautniveau zurückzieht, spricht man allerdings eher von einer Komplikation (Retraktion). Dazu kann es beispielsweise kommen, wenn der Darm nicht ausreichend fixiert wurde oder wenn das Stoma unter Spannung angelegt wurde. Mitunter ist es auch möglich, dass es sich während der OP einfach nicht anders umsetzen ließ. Das ist dann ärgerlich, aber nicht wirklich eine (ungewollte) Komplikation. Ein Stoma sollte prominent angelegt sein und deutlich über den Bauch hinausstehen. Meines steht nur knapp 1 cm vor und ist damit schon zu flach angelegt. Das lässt sich nach meiner Gewichtszunahme schon nur noch mit Trick versorgen. :o Ernährung und Geschmackssinn Der Darm ist ein Sensibelchen und zickt nach der OP noch eine ganze Weile herum. Dein Schatz wird merken, dass er Vieles, was er immer lecker fand, auch nicht mehr so gut verträgt wie früher. Da hilft das Führen eines Ernährungstagebuches und ein langsamer Kostaufbau. Es kann bis zu einem Jahr dauern, bis sich das wieder normalisiert, ist aber zumindest nichts Schlimmes. Tipps 1. Fragt eure Krankenkasse mit welchen Stomatherapeuten sie zusammenarbeitet. Ihr braucht unbedingt Jemanden, der sich das einmal anschaut und ein fundiertes Statement dazu abgibt. 2. Schaut mal hier: www.stoma-welt.de Da findet Ihr viele wichtige Tipps und Hinweise und im zugehörigen Forum eine super-nette Betroffenengemeinde, die immer hilfsbereit ist. :winke: Liebe Grüße chaosbarthi |
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Moin moin
@ chaosbarthi: Morgen fahren wir in die Klinik um das Stoma mal einem Arzt zu zeigen.Mein Schatz geht genauso oft zur Toilette wie vorher...kann ja nicht richtig sein....der Beutel füllt sich nur ganz wenig mit Flüssigkeit. Beim wechseln hab ich gemerkt,das nur noch ein ganz kleines Löchlein als Auslaß dient.Und der Bauch tut darunter ganz schön weh...Ist das Ding vielleicht zugewachsen? Dauert das so lange mit dem bitteren Geschmack? Oje,dann wird er ja noch dünner.... Ich melde mich morgen zurück..hoffe das er nicht da bleiben muß. Schönen Abend noch Barbara |
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Hallo Barbara,
während der Chemo hatte ich auch mit heftigen Geschmackveränderungen zu kämpfen und konnte kaum noch etwas essen. Es hat sich im Laufe der Zeit wieder viel gebessert, doch 100%ig weg ist es nicht gegangen. Gewisse Dinge (scharfe Lebensmittel) brennen auch heute noch auf meiner Zunge.:( Was ich damals nicht wusste, und mir anfangs auch keiner sagte, es gibt hochkalorische Zusatznahrung. Das ist ähnlich wie flüssiger Joghurt. Wenn du mal googels, kommst du schnell auf Seiten von Herstellern dieser Produkte. Du kannst die Firmen anschreiben und kurz schildern warum dein Schatz diese Nahrung braucht (Gewichtsverlust nach Darmkrebs OP). Ich wurde damals großzügig mit Mustern versorgt und konnte mir dann von meinem Hausarzt das verschreiben lassen, was mir am besten schmeckte. Mir hat das nach der OP ungemein geholfen wieder auf die Füße zu kommen. Wie Chaosbarthi auch schon schrieb finde ich auch: das Stoma solltet ihr auf jeden Fall einer Stomaschwester zeigen, denn sie ist die Fachfrau. Die Ärzte haben weit weniger Erfahrung, so meine Erfahrung. |
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Ich muss mich jetzt hier auch mal melden.:tongue
Oh Manno mann, da habt Ihr aber was miterleben müssen, Barbara47.- Respekt von einer Angehörigen. Da ist ja die Geschichte meines Mannes harmlos. Er hat sich nach der OP schnell erholt, das Stoma ist gut angelegt und er soll 1/4 Jahr nach der OP am 18.12.09 wieder rückverlegt werden. Die 1. Chemo ist gut gegangen. aber, 11 Chemos hat er noch vor sich. Er spritzt auch Mistel, Genehmigung der GKV ist nur für 1/2 Jahr. Aber wir sind zuversichtlich! Barbara47, ich hab alles gelesen, aber wirklich alles, halt zu ihm, Liebe hilft wirklich. Ich war NUR 6 Tage mit auf der Intensivstation gesessen und habe alles miterlebt und mitempfunden, aber Deine Geschichte wäre für mich unerträglich gewesen. Da bin ich ja schon halb zusammengeklappt und meine Tochter (27) hat mich wieder aufgerichtet und mir wieder Halt gegeben! Daran sehe ich, dass du eine verdammt starke Frau bist.:D Bleib weiter bei ihm und begleite ihn überall, ihr schafft das sicherlich. Ich weiß, das sagt sich so leicht. Weiß ich, was noch kommt? Die Chemos, die Kotzerei, die Wunden im Mund....:eek: Noch ist mein Mann saugut drauf, voll der Optimist. Er will sogar schon wieder arbeiten, der Kerle..... Und Wiedereingliederung machen, um der Krankenkasse nicht auf der Tasche zu liegen. Ich kanns aber auch verstehen..... Aber, das in einem anderen Tread! Ganz viel Kraft an Dich und Deinen Partner. LG rostlaube55 |
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Oje rostlaube55,dann hast du ja auch genug mit gemacht.
Wußte garnicht,das Chemo so schlimm ist, kenn mich ja damit nicht aus. Da wird echt der Mund innen kaputt? Mein Schatz ist letztens nicht zum Krankenhaus mitgegangen,weil er Angst hatte,das er da bleiben muß. Die Stomaschwester sagt das sei normal,das es hinten auch rauskommt.Es würde sich schon einpendeln. Wenn die wüßte.....er geht mittlerweile 6-7 mal täglich zur Toilette wie vorher auch.Er konnte schon immer so häufig. Nachts wird er immer um 4 Uhr wach und geht auch nochmal,da kann man die Uhr bei stellen.Das Dumme ist nur,er will überhaupt nicht mehr raus,weil er ja nicht weiß wann es hinten wieder drückt.Da bleibt er lieber in seiner gewohnten Umgebung. Der bittere Geschmack war letzte Woche ruckartig weg und dennoch kann er nicht gut essen.Alles macht nur Durchfall. Mittlerweile kann ich das schon nicht mehr hören....immer nur das Gejammere. Er ist der Mittelpunkt der Familie und soooooooo krank....alles muß springen.... So sind sie eben,die Männer.... Liebe Grüße mal vom Hafen Carolinensiel an euch alle und weiterhin gute Besserung Barbara |
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Hallo Barbara,
den Durchfall hab ich auch ganz schlimm gehabt nach der OP, ich musste 20 - 30 Mal rennen am Tag. Manchmal hab ichs nicht mehr geschafft bis zum Klo. Es ging bei mir so 4 -5 Wochen, dann war es weg. Der Arzt sagte, es sei nicht normal, aber auch nicht ungewöhnlich. Der Darm sei jetzt beleidigt. Flohsamen hat geholfen und Loperamid. Ich konnte auch nicht mehr vor die Tür gehen, weil dauernd eine neue Attacke kommen konnte. ich hatte auch schreckliche schmerzhafte Krämpfe, es war furchtbar. Gegen die Krämpfe hat Buscopan geholfen. Hoffentlich geht es deinem Mann bald besser Flieder50 |
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Hallo Barbara,
schön, dich zu lesen. :) Ich entnehme deinem Beitrag, dass dein Mann das mit dem Stuhlgang nicht abklären lassen hat? Dann ein hartes Wort von Betroffener zu Betroffenem (kannst du ihm ausrichten): Er soll nicht so blöd sein. Er sitzt in dem Körper, mit dem den Rest seines Lebens klarkommen muss. Rummaulen und ansonsten nichts tun, hilft ihm da nur wenig weiter. :rotenase: Die Lieben herumkommandieren ist auch kein feiner Zug. :boese: Ich weiß, dass ich damals sehr aggressiv und oberblöd war. Das bringt diese Krankheit mitunter mit sich. Ich kenne das auch von meinem Vater. Hat man uns in Ruhe gelassen, haben wir aber auch die Anderen in Ruhe gelassen. Jammern und gleichzeitig nichts tun bringt deinen Mann aber nicht weiter. Richte ihm bitte meine Frage aus, ob er ein Mann oder eine Maus ist. Er soll den Mist endlich abklären lassen. Wer nichts wagt, hat von vornherein verloren... Ich drücke dich und schicke dir ein virtuelles Kraftpaket. ;) Liebe Grüße chaosbarthi |
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Hallo..muß mich doch noch mal melden....
So ...nachdem der Stoma fast zugewachsen war,wurde er auch zurück verlegt. Mein Schatz arbeitet jetzt wieder voll. Das mit dem Durchfall hat sich prima gelegt bzw.hat mein Schatz das im Griff bekommen.Auf der Arbeit nix essen,dann passiert auch nix.Abends nix essen,damit er nachts nicht raus muß. Jetzt bin ich heilfroh,das wir alles gut überstanden haben. Bedanke mich für eure freundlichen Worte und eure Unterstützung,die mir sehr geholfen hat. Wünsche allen Betroffenen viel viel Glück und gute Besserung. Liebe Grüße Barbara |
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