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-   -   Das sagte der Gvnäkologe zu Tamoxifen (https://www.krebs-kompass.de/showthread.php?t=53641)

Tracey 05.12.2011 20:11

Das sagte der Gvnäkologe zu Tamoxifen
 
Als ich vor 4 Woche bei der Mammographiev und beim Ultraschall war, sagte ich ganz beiläufig zum Arzt, dass mich meine Gelenkschmerzen und andere Nebewirkungen des Tamoxifens nerven.
Da meinte er, ich solle sie doch weglassen,wenn sie meine Lebensqualität so stark beeinflussen.Sie wirken ohnehin nur bei 5% der Patienten.
Diese Zahl war mir nicht bekannt. Ich würde gern mal eure Meinung dazu hören.
LG
Tracey

Karin55 05.12.2011 21:09

AW: Das sagte der Gvnäkologe zu Tamoxifen
 
Hallo Tracey,

wie kann dein Gyn bloß so etwas sagen! Erst einmal kommt es ganz auf den Hormonstatus an, ob und wie viel Tamoxifen wirkt und was heißt eigentlich "wirken": Wenn man bei 5 % (ich kann mir nicht vorstellen, dass die Zahl stimmt) der Frauen damit einen Rückfall oder gar eine Metastasierung verhindert, dann rechtfertigt die Einnahme alles.

Gruß
Karin

juli 11 06.12.2011 01:06

AW: Das sagte der Gvnäkologe zu Tamoxifen
 
Hallo,
genau dasselbe sagte mein Gyn.auch vor einem Jahr...Hatte mich ziemlich umgehauen......Aber es wird empfohlen und ich möchte mir später nicht sagen; Ach hätte ich sie doch wenigstens versucht weiter einzunehmen..:mad:

gilda2007 06.12.2011 01:11

AW: Das sagte der Gvnäkologe zu Tamoxifen
 
So ist das wohl, aber wir alle hoffen, zu diesen 5 % zu gehören :)

Ilse Racek 06.12.2011 07:53

AW: Das sagte der Gvnäkologe zu Tamoxifen
 
@Tracey :winke:


Als ich 2003 mit der Einnahme von Tamoxifen begann und ich in der Folge dann auch noch Aromasin und Femara angewandt habe, hat mir Niemand einen "prozentualen Wert" gegeben, aber ich habe - nachdem's mit den Nebenwirkungen losging - natürlich den Begleitzettel des Medikamentes nochmal genauer gelesen und mich auch mit den Nachsorgeärzten unterhalten.

Bei einigen Ärztinnen und Ärzten hatte ich durchaus den Eindruck, dass sich diese über Antihormontherapie in ihrem Studium und der Praxis danach nicht all zu gründlich informiert hatten bzw. dass einige auffallend wenig Sachkenntnis hatten :mad:

Bezüglich der Neben- und Nachwirkungen kamen mir oft Zweifel, ob ich nicht "Teufel mit Beelzebub austreibe" .....


Nach über 6 Jahren stimmten dann schlussendlich die verschiedenen Ärzte noch nicht einmal überein, w i e l a n g e ich die AHT durchführen solle - ob die früher üblichen 5 Jahre oder die dann empfohlenen 10 Jahre :confused:

Ich habe dann die Einnahme nach über 6 Jahren aus eigenem Entschluss beendet.

Trotz nicht all zu rosiger Prognose sind inzwischen bei mir nun - seit Diagnose - über 9 Jahre vergangen und ich hoffe sehr, dass ich noch einige Jahre "unauffällig" bleibe :shy:


Allen Betroffenen alles Gute :pftroest:

wünscht

mit herzlichen Grüßen :winke:

Calypso 06.12.2011 10:17

AW: Das sagte der Gvnäkologe zu Tamoxifen
 
Die Aussage dieses Gynaäkologen ist einfach undifferenziert - 5 % wovon? Von allen? Von den hormonrezeptorpositiven? Adjuvant? Oder was?

Ich habe Tam nach der ED nicht genommen. 2010 hatte ich ein Rezidiv mit Knochenmetas, habe dann mit Tam begonnen - die Knochenschmerzen von den Metas waren nach 4 Wochen vollkommen weg, die TM sind rapide gesunken. Also gehöre ich zu den "5 %"

Und zu den Nebenwirkungen: Eine Kollegin, etwas jünger als ich, gesund, in den Wechseljahren - hat viel schlimmere Beschwerden von Hitzewallungen über Gelenkschmerzen bis Schlaflosigkeit. Vielleicht sollte man nicht immer alles aufs Tam schieben - die Beschwerden wären vielleicht in den Wechseljahren auch ohne Medikamente gekommen.

Wenn man ein wenig in den Studien liest stellt man schnell fest, dass Tamoxifen bei ER/PR+ - Tumoren das potenteste Mittel von allen ist und, was die "progressionsfreie Überlebenszeit" angeht am besten dasteht. Tam nicht zu nehmen würde berdeuten, auch alle anderen Medikamente ablehnen zu müssen, weil der Prozentsatz zu niedrig ist.

gilda2007 06.12.2011 10:52

AW: Das sagte der Gvnäkologe zu Tamoxifen
 
http://www.brustkrebs-kompetenz.de/h...trogen_th.html

Das habe ich auf die schnelle gefunden: Die 5 % beziehen sich darauf, dass es bei Frauen, die Tamoxifen nehmen, es nach 60 bzw. 71 Monaten eine 5%ig seltenere Rückfallquote gibt.

Itzibitzi_ 06.12.2011 11:06

AW: Das sagte der Gvnäkologe zu Tamoxifen
 
Hallo an alle,
bei mir waren die NWs aufgrund Tamoxifen, aber noch mehr durch Zoladex bzw. Trenantone, wahnsinnig stark. Von großen Stimmungsschwankungen, über schlimme Hitzewallungen und starken Knochenschmerzen. Aber nach ein paar Monaten waren die NWs nur noch minimal zu spüren und das ist auch noch heute so - nach 2,5jähriger Einnahme.

Ich habe mir auch schon überlegt, die Medikamente abzusetzen, weil eine Heilpraktikerin behauptet, Tam würde nur 2 Jahre helfen und würde danach nur noch unnötig belasten. Mein Frauenarzt hat über diese Aussage dann nur den Kopf geschüttelt.

Ich habe mich für die Medikamente entschieden, da ich mir irgendwann einmal keine eventuellen Vorwürfe machen will ... Und ich seh's so: Wir können wenigstens etwas einnehmen. Patientinnen mit triple-negativ würden vielleicht gerne ein Medikament nehmen, aber es gibt keines.

Grüße,
Itzi

mara64 06.12.2011 11:08

AW: Das sagte der Gvnäkologe zu Tamoxifen
 
und das habe ich auf die Schnelle gefunden:

http://www.aerzteblatt.de/v4/news/news.asp?id=45200

http://www.aerzteblatt.de/v4/news/news.asp?id=46804

Ich kann Calypso nur zustimmen; einige meiner Bekannten leiden ebenfalls extrem unter Wechseljahrsbeschwerden und das ganz ohne Tamoxifen.

gilda2007 06.12.2011 11:19

AW: Das sagte der Gvnäkologe zu Tamoxifen
 
Meine Nebenwirkungen waren offenbar fast ausschließlich auf das Zoladex zurückzuführen, vom Tamoxifen merke ich eigentlich gar nichts -- nehme es jetzt 4 Jahre

Der Vergleich mit den natürlichen Wechseljahren hätte mir bei der Entscheidung damals nicht geholfen, denn die waren ja noch weit weg für mich. Also war schon die Frage, jetzt die Nebenwirkungen oder nicht. Die natürlichen Wechseljahre wären nach dem Absetzen nach 5 Jahren eh noch irgendwann gekommen. (Inzwischen habe ich die Eierstöcke entfernt, so dass keine natürlichen Wechelsjahre mehr kommen werden.)

Gledi 06.12.2011 11:33

AW: Das sagte der Gvnäkologe zu Tamoxifen
 
Hallo mitsammen!

Anno 2009, kurz nach der Diagnose, als es um die weitere Behandlungsstrategie nach der OP ging hat mit Adjuvant online folgende Zahlen geliefert:
Nur OP, keine weitere Therapie: ca. 70% krankheitsfreies Überleben
OP mit AHT: 85-90%
OP+AHT+Chemo: 90-98%.

Auch nur Statistik, niemand kann mir sagen ob ich nicht doch irgendwann zu den "falschen" 2-10% gehören werde. Aber immerhin eine Statistik, die sich auf meine konkreten Tumordaten bezieht.
Ich sehe jedenfalls jede Tam-Tablette und jede Trenantone-Spritze einzeln als kleines Helferlein. Auch wenn ich die Nebenwirkungen manchmal verwünsche.

Liebe Grüße, Gledi

nicci71 06.12.2011 13:10

AW: Das sagte der Gvnäkologe zu Tamoxifen
 
Hallo alle Zusammen!!!

Ich nehme Tamoxifen jetzt seit ca. 3 Monaten. Die Nebenwirkungen wie Hitze-
wallungen etc. schob ich zuerst auch auf das Tamoxifen, allerdings sagte mein
Gyn das die Beschwerden auf die eingeleiteten Wechseljahre zurückzuführen sind und nicht auf das Medikament. Eigentlich leide ich nur noch unter der Hitze
und die anfänglichen Schlafstörungen sind wieder verschwunden.
Ich denke in unserer Situation sollte man alles mitnehmen was es an Behandlung so gibt, mehr kann man nicht machen.

Ich möchte nicht in einigen Jahren sagen müssen, ach hätte ich doch.......

Grüsse Nicci

Jule66 06.12.2011 15:37

AW: Das sagte der Gvnäkologe zu Tamoxifen
 
Zitat:

Zitat von Itzibitzi_ (Beitrag 1080105)
Patientinnen mit triple-negativ würden vielleicht gerne ein Medikament nehmen, aber es gibt keines.

DANKE!!!!!
Genauso ist es!
LG,Jule

gilda2007 06.12.2011 15:47

AW: Das sagte der Gvnäkologe zu Tamoxifen
 
Ich verstehe Euch ja, aber wenn man nicht TN ist, hilft es einem bei der Entscheidung nicht weiter ;)

(Vielleicht erinnert es mich zu sehr an Lehrer, die uns erzählten, wir sollten froh über irgendwas sein, weil andere Kinder nicht die Möglichkeiten hätten ... trotzdem waren Matheaufgaben blöd. :tongue)

Jule66 06.12.2011 16:06

AW: Das sagte der Gvnäkologe zu Tamoxifen
 
Zitat:

Ich verstehe Euch ja
Brauchst mich aber nicht zu siezen:D-bin doch die einzige TN hier im Thread:rolleyes:
Mir selber kommen die 5% extrem niedrig vor-wenn ich die doch ansteigende Rückfallquote nach 5 Jahren,wenn die AHT abgeschlossen ist,bedenke.
Sind nur meine Gedanken dazu...
verschwinde jetzt hier,habe natürlich nix hier verloren;)
LG,Jule

joanajo 06.12.2011 16:18

AW: Das sagte der Gvnäkologe zu Tamoxifen
 
Hallo
möchte auch mal meinen Senf dazu geben.
Ich habe keine Chemo gemacht und gehe mal ganz stark davon aus, dass das Tam hilft.
In den USA werden hormonrezeptorpositive Frauen(ich hatte einen pt1c Tumor) ohne befallene Lymphknoten fast nur noch mit der AHT behandelt.
Warum wohl?
Mir hätte die Chemo einen Vorteil von 3% gebracht, lt. Aussage der Ärzte, bedenkt man die lange Zeit und die NW- auch die Langzeit-NW, dann ist das nicht viel. Meine Ärzte sagen, dass das Tam in dem Fall eine sehr gute Behandlungsmöglichkeit ist!
Auch mein Arzt sprach evtl. von 10 Jahren Tam, ich würde sie auch noch länger nehmen!
Ich habe übrigens bis jetzt keine NW- bis auf verstärkten Haarausfall, welcher sich aber normalisiert hat.
LG joanajo

gilda2007 06.12.2011 16:45

AW: Das sagte der Gvnäkologe zu Tamoxifen
 
Nein, die 5 % beziehen sich nicht auf die Anzahl der Patientinnen, bei denen Tam wirkt bzw. die es verstoffwechseln können. Es soll 5 % weniger Rückfälle geben in den ersten 5 Jahren geben, als in der Vergleichsgruppe. Das ist ein Unterschied ;)

Aber ich würde mich gar nicht an diesen 5 % aufhängen. Im Gegenteil, ich denke, ich würde es gerne länger nehmen, da die Rückfallrate nach den ersten 5 Jahren erschreckend ist.

susaloh 06.12.2011 22:26

AW: Das sagte der Gvnäkologe zu Tamoxifen
 
Hallo,
ich musste an ein Gespräch mit meinem Onkel denken, einem kürzlich pensionierten Orthopäden, der früher eine große Praxis in Hamburg hatte. Der erzählte mir mal, der große Umschwung bei seinen Brustkrebspatientinnen (die ihn wohl wegen Knochenmetas konsultierten) sei "damals", also vor 25 Jahren oder so, die Einführung des Tamoxifens gewesen, das sei ihm sehr aufgefallen.Bei 5% frage ich mich, wie er das überhaupt mitgekriegt hat. Noch auffälliger war für ihn natürlich die Einführung von Zometa gewesen. Danach seien die Knochenmetastasen-Patientinnen praktisch kaum noch ein Thema gewesen in seiner Praxis. Fand ich interessant.

Cori87 06.12.2011 23:25

AW: Das sagte der Gvnäkologe zu Tamoxifen
 
Zitat:

Zitat von Jule66 (Beitrag 1080170)
Mir selber kommen die 5% extrem niedrig vor-wenn ich die doch ansteigende Rückfallquote nach 5 Jahren,wenn die AHT abgeschlossen ist,bedenke.
Sind nur meine Gedanken dazu...

wie ist das mit der "ansteigenden Rückfallquote" gemeint...? Macht Tamoxifen dann überhaupt wirklich Sinn? (mit steht das früher oder später whrsl. auch bevor...

Jule66 09.12.2011 00:28

AW: Das sagte der Gvnäkologe zu Tamoxifen
 
Zitat:

Zitat von Cori87 (Beitrag 1080250)
wie ist das mit der "ansteigenden Rückfallquote" gemeint...? Macht Tamoxifen dann überhaupt wirklich Sinn? (mit steht das früher oder später whrsl. auch bevor...

Liebe Cori,
es ist kein Geheimnis,dass die Rückfallquote bei Hormonpositiven nach 5 Jahren ansteigt und bei triple negativen abnimmt.
Nichtsdestotrotz macht Tamoxifen Sinn: es gibt zumindest für 5 Jahre relative Sicherheit.
Es ist ja so: Zwei Drittel aller! BK Patientinnen bekommen nie einen Rückfall.
Beim anderen Drittel ist es wohl so: (wenn die 5% stimmen),dann sind es vielleicht 5% derer,die ohnehin einen Rückfall erlitten hätten,die dann eben aufgrund Tamoxifen keinen Rückfall bekommen.
Ich möchte noch mal drauf hinweisen,dass es noch etliche andere Faktoren gibt außer Hormonrezeptoren und Her2 neu,die einen Rückfall begünstigen können.
Da keiner weiss,auf welcher Seite er steht,kann man schon auf die 5% Seite hoffen.Es werden Chemos gemacht,die auch nur 5% oder weniger versprechen-und mal ehrlich,eine Chemo ist wesentlich eingreifender in den Körper als die AHT.
Zumal ich die 5% als sehr niedrig einschätze...
PS. habe den Artikel jetzt noch nicht gelesen,sind also nur meine Gedanken dazu.
LG,Jule

Finistère 09.12.2011 00:55

AW: Das sagte der Gvnäkologe zu Tamoxifen
 
Zitat:

Zitat von Jule66 (Beitrag 1080702)
und mal ehrlich,eine Chemo ist wesentlich eingreifender in den Körper als die AHT.

dafür muss man sich mit den Nebenwirkungen der AHT aber mindestens 5 Jahre lang rumplagen

liebe Grüße
Gaby

Ilse Racek 09.12.2011 08:54

AW: Das sagte der Gvnäkologe zu Tamoxifen
 
@Gaby :winke:


Du hast Recht - in der Regel sind Patienten im Rahmen der Chemo mit deren Nebenwirkungen nicht so lange konfrontiert, wie es bei der AHT der Fall ist ...

Gleichwohl haben diese Therapien ja auch unterschiedliche Aufgaben und sind nicht unbedingt miteinander vergleichbar.

Rückblickend stelle ich fest, dass meine Nachsorgeärzte doch recht überfordert waren mit der Frage, ob meine schweren Wassereinlagerungen von den damals gerade abgeschlossenen ChemoZyklen oder der zunächst ungewohnten Einnahme von Tamoxifen herrührten.

Ich habe es damals dankbar registriert, dass ich - begünstigt durch die Zustimmung zu meiner SchwerbehindertenAltersRente und den damit verbundenen VorRuhestand - meine Lebensweise stark verändern konnte.


Euch Allen alles Gute :pftroest:

mit herzlichen Grüßen :winke:

newbie 09.12.2011 09:37

AW: Das sagte der Gvnäkologe zu Tamoxifen
 
Zitat:

Zitat von Jule66 (Beitrag 1080702)
Liebe Cori,
es ist kein Geheimnis,dass die Rückfallquote bei Hormonpositiven nach 5 Jahren ansteigt und bei triple negativen abnimmt.

liebe jule

diese aussage habe ich bereits vor einiger zeit schon einmal von dir gelesen. habe dann meinen gyn und meinen onkologen darauf angesprochen und beide waren erstaunt. könntest du mir bitte deine quelle angeben, damit ich beim nächsten termin noch einmal mit den beiden darüber sprechen kann.

herzlichen dank und liebe grüsse
newbie

juli 11 09.12.2011 10:27

AW: Das sagte der Gvnäkologe zu Tamoxifen
 
Das würde mich auch brennend interessieren...so manches mal habe ich schon den Eindruck, das die Ärzte einem nicht alles so genau erklären wollen um keine Angst zu schüren....Ab wann ist Mamma Ca fortgeschritten? bei einem Lymphknotenbefall, oder Organmetastasierung? Den Arzt fragte ich auch damals,was ist nach den 5 Jahren, weil Tamoxifen die Tumorzellen doch nur besetzt...sind sie danach wieder frei??:shocked: Wenn Lymphe befallen sind, ist dann auch schon was im Blut?? Könnte noch 370 Fragen stellen:confused:
Hat jemand Zeit und Lust das zu erklären?
Danke und liebe Grüsse Juli

Ilse Racek 09.12.2011 12:46

AW: Das sagte der Gvnäkologe zu Tamoxifen
 
Liebe Juli :winke:


mir sagte man damals, dass Lymphknotenbefall (ohne erkennbare Organmetastasierung) durchaus "ausreiche", um aus allen Rohren zu schießen; das hieß für mich OP, Chemo, Bestrahlungen und AHT.


Liebe Grüße :winke:

Jule66 09.12.2011 15:25

AW: Das sagte der Gvnäkologe zu Tamoxifen
 
Zitat:

Zitat von gilda2007 (Beitrag 1080175)
Im Gegenteil, ich denke, ich würde es gerne länger nehmen, da die Rückfallrate nach den ersten 5 Jahren erschreckend ist.

Hallo,
wie ihr seht,bin ich nicht die Einzige,die das weiss.
Ihr fragt nach Quellen...schwierig,ich kann jetzt nicht stundenlang alles durchsuchen:(,teilweise darf man auch die Quellen nicht kopieren wg.Urheberrechtsverletzung.
Aber: zum einen habe ich es hier im Forum oft miterlebt,dass es nach den 5 Jahren wieder los ging:(
Zum anderen: was glaubt ihr,warum fieberhaft erforscht wird,wie man die AHT sinnvoll verlängern kann.Um die Patientinnen zu quälen ?Oder weil die Gefahr nach 5 Jahren vorbei ist?

Desweiteren finde ich das auch logisch...die AHT ist nunmal ein Schutz,der nach 5 Jahren wegfällt.
Zitat:

Der Verlauf ist bei jeder Patientin ja doch unterschiedlich und ich finde das manche Aussagen auch verunsichern
Richtig,das habe ich auch niemals bezweifelt.
Aber: wollen wir hier INfos oder Märchen?
Ich selber weiss um die Tatsache,dass TN die ersten 3 Jahre eine große Rückfallgefahr haben.Und...ich bin TN.Es wird ja nicht besser dadurch,dass man die Augen verschließt;)
Und,ich hatte auch folgendes geschrieben:
Zitat:

Zwei Drittel aller! BK Patientinnen bekommen nie einen Rückfall.
also,nicht so selektiv lesen!
Letztendlich wollte ich Cori nur bestätigen,dass sich die Tamoxifen Einnahme lohnt!
Wenn ich einen Link zu den 5 Jahren finde,stelle ich ihn natürlich ein.
Jule

Jule66 09.12.2011 16:16

AW: Das sagte der Gvnäkologe zu Tamoxifen
 
http://www.aerztezeitung.de/medizin/...77&h=437336344
ganz allgemein zu Tamoxifen.
Wer den Link nicht öffnen kann,dem schicke ich ihn gerne.

Calypso 09.12.2011 16:58

Das sagte der Gvnäkologe zu Tamoxifen
 
Zitat:

Zitat von juli 11 (Beitrag 1080757)
Ab wann ist Mamma Ca fortgeschritten? bei einem Lymphknotenbefall, oder Organmetastasierung?

Fortgeschritten, als IV bezeichnet man den BK, wenn er über die nähere Umgebung der Brust hinausgeht. Lokoregionäre Rezidive und befallene Achsellymphknoten gehören nicht dazu.

Zitat:

Zitat von juli 11 (Beitrag 1080757)
Den Arzt fragte ich auch damals,was ist nach den 5 Jahren, weil Tamoxifen die Tumorzellen doch nur besetzt...sind sie danach wieder frei??

Die Rezeptoren sind wichtig für die Versorgung der Zellen, wenn die Rezeptoren blockiert oder abgebaut werden, können sie sich nicht mehr richtig "ernähren" und verkümmern. Leider wohl nicht immer, nicht alle, nicht vollständig, denn sonst gäbe es ja keine Rückfälle. Man vermutet, dass es immer ein paar Zellen gibt, die diese Rezeptoren nicht haben (es sind nie alle Zellen im Tumor rezeptorpositiv), und die dann doch wachsen können.

Zitat:

Zitat von juli 11 (Beitrag 1080757)
Wenn Lymphe befallen sind, ist dann auch schon was im Blut??

Das weiß man nicht. Man weiß auch nicht, ob die Zellen woanders hingewandert sind. Man geht aber davon aus, dass die befallenen LK deshalb metastasiert sind, weil sie dazu da sind, "fremde" Zellen abzufangen und sozusagen ihren Dienst erledigt haben.

@ Gaby
Wenn du hier ein wenig herumliest wirst du feststellen, dass viele Frauen auch lange nach Abschluss der Chemo noch mit deren Nebenwirkungen zu kämpfen haben. Und erst jetzt habe ich gelesen, dass man beginnt, bei den Langzeitüberlebenden noch nach Jahren festzustellen, dass sie mehr gesundheitliche Probleme als der Durchschnitt haben. Muss mal den link suchen, stelle ihn dann ein.
Da ich Metastasen habe, denke ich natürlich "lieber später Einschränkungen, als später nicht zu erleben". Aber zunächst geht man ja davon aus, dass man gesund ist. Die Langzeitfolgen von Chemo und Bestrahlung dürften gravierender sein als die von Tamoxifen, das in vielen Fällen "nur" die Wechseljahresbeschwerden vorweg nimmt (bei vielen von uns nur einige wenige Jahre).

http://www.aerztezeitung.de/medizin/...spx?sid=680642

juli 11 10.12.2011 00:31

AW: Das sagte der Gvnäkologe zu Tamoxifen
 
Danke.....jetzt ist mir einiges klarer :cool3:
LG Juli
ich wünsche Euch einen schönen dritten Advent:1luvu:

newbie 10.12.2011 14:44

AW: Das sagte der Gvnäkologe zu Tamoxifen
 
danke für die links zur aht, die die frage "warum bei tn nach 5 jahren das risiko sinkt und bei hormonpositvem bk steigt" für mich persönlich noch nicht abschliessend klären.

jule, solltest du irgendwann mal wieder über den link zu deiner aussage stolpern, wäre ich nach wie vor sehr daran interessiert, selbstverständlich vorausgesetzt er darf weitergegebn werden. :knuddel:

Isi66 02.01.2012 15:52

AW: Das sagte der Gvnäkologe zu Tamoxifen
 
Hallo,

wollte keinen neuen Thread aufmachen.

Habe seit einigen Wochen leichte Schmerzen und ein Druckgefühl unter dem rechten Rippenbogen (dort sitzt die Gallenblase und die Leber). Nach Ultraschall (2 verschiedene Ärzte) und Blutabnahme ist alles unaufällig.

In dem Beipackzettel von Tamoxifen steht unter Nebenwirkungen: Selten Beschwerden des Gallesabflusses.

Hat jemand ähnliche Beschwerden? Bin sehr verunsichert und ängstlich.

ISI

karlchen40 02.01.2012 20:04

AW: Das sagte der Gvnäkologe zu Tamoxifen
 
Hallo Isi,
was bin ich froh, dass ich Deinen Beitrag gefunden habe.
Komm mir schon langsam total blöd vor.
Alle paar Wochen ein anderes Wehwehchen. Zuerst hatte
ich auch leichte Rippenbeschwerden (rechte Seite), aber
nach Knochensinti die Gewissheit - keine Knochenmetastasen.
Zum Glück, aber nun plagt mich auch seit einigen Wochen
so ein Völle- Druckgefühl (schwer zu beschreiben). Habe
auch schon die Galle in Verdacht, oder die Leber. Aber
ich bin es momentan einfach leid schon wieder zum Arzt
zu rennen. Der denkt doch langsam ich bilde mir alle paar
Wochen was anderes ein.
Bin am 18.01.12 wieder bei meiner Frauenärztin
zur Nachsorge. Werde dann meine Probleme mal schildern.
Hast Du schon einen Arzt konsultiert ?
LG
Karoline

joanajo 02.01.2012 20:47

AW: Das sagte der Gvnäkologe zu Tamoxifen
 
Hallo
ich hatte auch so ein komisches Gefühl unterhalb des rechten Rippenbogens, so wie du es beschreibst. Am meisten habe ich es gemerkt, wenn ich auf der linken Seite einschlafen wollte. Hab mich auch schon verrückt gemacht, zumal mein LDH Blutwert erhöht war und ich dachte sofort an Lebermetas. War aber zum Sono- alles ok.
Vielleicht kommt es doch von Tam?
Wenn ich das hier so lese, bin ich froh, nicht die Einzige zu sein, die ständig denkt, sie hat etwas.
Man wird echt bekloppt im Kopf.
Hab seit ein paar Tagen so Schmerzen unter der rechten Brust- dachte ans Herz oder die Lunge. Keine Ahnung, war aber gerade zum MRT der Brust- da war wohl alles ok, habe jedenfalls keinen Anruf bekommen, Brief bei ok folgt.
Diese blöden Gedanken immer!
Liebe Grüße :angry:
joanajo

Isi66 02.01.2012 22:20

AW: Das sagte der Gvnäkologe zu Tamoxifen
 
Hallo,

war heute beim Arzt und bekomme am Donnerstag ein CT. Falls es ohne Befund ist - Magen- und Darmspiegelung. Bin auch keine die ständig zum Doc rennt. Habe ihn auch auf Tam angesprochen. Er glaubt nicht, dass es davon kommt. Hat aber erst mit der Einnahme angefangen!!!!

Werde nach meinem CT berichten.

Viele Grüße
ISI

mutzilein 03.01.2012 16:40

AW: Das sagte der Gvnäkologe zu Tamoxifen
 
Hallo zusammen,

ich möchte gerne meine Erfahrungen diesbezüglich schildern, da ich diese Beschwerden - Schmerzen, Druck- und Völlegefühl kenne. Ich nehme Tamoxifen seit fast 5 Jahren und beende die Einnahme im Februar. Im November 2010 war ich beim Internisten und dieser hat mich genau untersucht, Ultraschall, Blutwerte, Nahrungsmittelallergie usw. hat aber nichts gefunden. Die Beschwerden blieben, allerdings abhängig von meiner Ernährung und die Menge, die ich gegessen habe. Im November 2011 war ich zur Kontrolle, weil ich auch Angst vor Lebermetas hatte und mir sehr oft sehr übel war. Aber - Gott sei dank - nichts gefunden ! Die Galle ist seit Jahren meine Schwachstelle, schon vor meiner BK Erkrankung und der medikamentösen Behandlung, deshalb kann ich es nicht alleine auf Tam schieben, aber ich habe gelesen, dass Tam auch eine Fettleber und Gallenbeschwerden verursachen kann.

Wie schon geschrieben, bin ich fast am Ende meiner AHT und bin gespannt, ob sich die Beschwerden verändern, besser werden oder vielleicht ganz weg sind. Wenn es euch interessiert, werde ich davon berichten. Auch bezüglich Hitzewallungen, Knochenschmerzen und den ganzen anderen Sachen, die kein Mensch braucht...
LG von der Mutz

Foxie 03.01.2012 17:42

AW: Das sagte der Gvnäkologe zu Tamoxifen
 
Hallo,
ich nehme seit dem 8. Dez 11 Tamoxifen. Zwar bemerke ich kaum Nebenwirkungen, jedoch ist genau dieser merkwürdige Schmerz/Druck, unter dem rechten Rippenbogen auch bei mir vorhanden. Ich hatte sowas allerdings vor Jahren schon einmal (1/2 Jahr, nachdem ich eine Malaria durchgemacht hatte) und hatte das damit in Verbindung gebracht. Habs untersuchen lassen (Sonographie, Tropenklinik) kein befund. Später war es weg und nun ist es wieder da. Schon komisch. Mag sein, das es mit der Einnahme von den Medikamenten zusammenhängt, damals die während der malaria, heute Tam??

Liebe Grüße Foxie

Mary-Lou 03.01.2012 18:28

AW: Das sagte der Gvnäkologe zu Tamoxifen
 
Vielleicht wäre es mal einen Versuch wert, den Hersteller zu wechseln.
Es ist zwar überall derselbe Wirkstoff drin, allerdings sind die Bindemittel unterschiedlich und werden halt auch unterschiedlich vertragen.

Schaut mal, wir hatten dieses Thema schon vor einiger Zeit, klickt bitte mal den folgenden Link dazu an

http://www.krebs-kompass.org/showpos...84&postcount=4

Lieben Gruss

frollein 03.01.2012 19:50

AW: Das sagte der Gvnäkologe zu Tamoxifen
 
Hallo,

das Druckgefühl unter dem rechten Rippenbogen habe ich ebenfalls. Beim letzten Sono hat mir eine meiner Ärztinnen erzählt, dass ich bereits eine Fettleber entwickelt habe auf Grund des Tam, sei nicht ungewöhnlich - kommt wohl auch bei vielen anderen Dauermedikamentationen vor, da die Leber doch einiges zu leisten hat.
Eine Löwenzahntee Kur soll sehr gut helfen. Den probiere ich die Tage mal aus. Wärmflasche auflegen ebenfalls. Und klar, vom Arzt abklären lassen, dass nix anderes hinten ansteht.
Das Tam hatte ich vom Hersteller ebenfalls gewechselt, allerdings wegen Knochen- und Muskelschmerzen und bilde mir ein, dass es mir mit dem einen Hersteller besser geht. Nicht weg, aber besser.

LG - Hach ja, auch eine die gelegentlich komische Gedanken hegt wenn´s überall mit einemal zwickt und kneift...:winke:

Isi66 03.01.2012 21:03

AW: Das sagte der Gvnäkologe zu Tamoxifen
 
Hallo an Alle,

schon interessant - bin also wohl keine "Ausnahme". Beruhigt mich schon und ich hoffe beim CT wird es auch keine böse Überraschung geben.

@Mutzilein: Ja, würde sehr gerne hören wie es Dir ohne TAM geht.

@ Mary-Lou: Herstellerwechsel ist eine gute Idee

Werde von meinem CT berichten.

Bis dahin alles Gute für Euch.

ISI

seelöwin 04.01.2012 13:21

AW: Das sagte der Gvnäkologe zu Tamoxifen
 
Hallo, nehme seit fast 2,5 Jahren Tam, hatte diese Beschwerden auch. Seit längerer Zeit nehm ich jetzt Mariendistel als Leberschutz,, und alles ist ok.
LG seelöwin


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