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Gekämpft,Gehofft,Verloren
Hallo liebe Angehörige ,Trauernde, stille Leser
Nun bin auch ich mit meiner Tochter Lisa hier auf dieser Forumseite /Thema Hinterbliebene gestrandet. Mein Mann und Lisa`s Papa, ein Kämpfer bis zum letzten Tag starb bei Sonnenschein und in unserem Beisein am 15.07.2012 Unsere Diagnose: Adenokarzinom der rechten Parotis cT4 cN2c M1 ( mediastinale Lymphknotenmetastasen) G4 Dieses wurde uns am 20.02.2012 mitgeteilt. Nachdem ich die Bilder gesehen hatte und die worte des Arztes hinterfragte, wußte ich was auf uns zukommt. Jürgen war ein Kämpfer, spielte es herunter um uns nicht zu verunsichern. Er machte die Chemo und Bestrahlung mit, wie kein Anderer. Mit der höchsten Dosis von 70 Gy wurde er bestrahlt. Es war unserem Kämpfer egal, ob er dabei das augenlicht verlieren könnte oder nichts mehr trinken konnte,schlucken,riechen,hören. Er wollte nur Leben. Er bekam eine Magensonde. Hatte das was mit trinken und essen zu tun ????? Heute weiß ich die Antwort. NEIN. Ich selber kann nur MITFÜHLEN, was Krebskranke Menschen in der Therapiezeit durchleben. Ich weiß auch, das man an seinem Leben hängt. Aber ich weiß auch, das meine Entscheidung eine andere Entscheidung sein wird, was die Therapie betrifft. Ich habe alles versucht. Es gab kein Termin, wo ich nicht dabei war. Jede Minute, habe ich meinen Mann und Lisa`s Papa begleitet. Es war sehr schmerzhaft, diese Erfahrung selber zu machen. 5 Monate und 2 Tage dauerte unsere Hoffnung und unsere Angst. Und unser Kämpfer sagte genau 7 Tage vor seinem Tod " ich kann nicht mehr". Wir akzeptierten es, wir nahmen es hin, wir weinten,lagen uns in den Armen, unsere Uhr blieb stehen, unsere Gedanken waren weg, unserer Glaube an Jesus und die Ärzte war vollkommen auf Null. Wir fühlten uns wie in einem bösen Traum. Und dann, dann wurde es Zeit klar zu Denken. Denn wir hatten ja das große GLÜCK: " WIR KONNTEN UNS VERABSCHIEDEN" Vielen Menschen geht es nicht so. Da verunglücken die Angehörigen auf der Straße, plötzlicher Herzstillstand, ertrinken,bringen sich um u.s.w. Doch wir ,wir hatten das Glück uns zu verabschieden. Es war der Mittwoch der 11.07.2012 ein Tag an dem die Wolken tief über unsere Stadt hingen. Der Papa schlief schon 2 Tage und Nächte. War nur kurze Zeit wach und sprach im Schlaf. Ich nahm unsere Tochter in meine Arme, sagte:" Lisa, es wird Zeit sich vom Papa zu verabschieden ". Sie sah mich mit großen Augen an. Mit 13 Jahren nicht ganz einfach zu verstehen, zu begreifen. Dann sagte die Maus zu mir: " Mama bring du mich an Papa`s Bett. Ich möchte mich an Papa ankuscheln. Darf ich das ???? Na klar. Ich legte eine CD ein, Adele sang. Und da lagen die Beiden. MEINE BEIDEN. So wie früher. Und plötzlich legte der Papa seine Hand um unsere Tochter. hielt das Kind, streichelte durch ihr Haar und drückte Lisa fest an sich. Dann ging ich. Wollte die zwei Mäuse alleine lassen. Zeit für sich. Nach 30 Minuten rief mein Kind. Mama !!!!!! Sie weinte, sie lachte, sie war entzetzt,erschüttert,traurig,ämgstlich,ruhig und dann sagte sie mit leiser Stimme:"Mama, ich habe Papa gesagt er darf gehen und ich wünschte Papa eine gute Reise. Er soll uns nicht vergessen. Und ich habe ihm gesagt in meinem Herzen trage ich dich immer weiter". Danke Mama, das du mir den Zeitpunkt gesagt hast und ich mich verabschieden konnte. Das werde ich dir nie vergessen. Ich liebe EUCH Beide. Es war Stille im Raum. Wir hielten uns in den Armen und weinten. Lisa blieb zu Hause, wurde von der Schule befreit. Unsere Trauerzeit begann schon, da lag mein Mann und Papa von Lisa noch in seinem Bett und schlief. Dann kam der Freitag. Freitag der 13.te . Lisa sagte Mama, ein Tag der immer nur Pech gebracht hatte. Bitte Heute nicht. Bitte sag Papa HEUTE NICHTTTTTTT. Ich ging an Papa`s Bett , nahm seine Hand und sagte :" Jürgen, Heute ist ein schlechter Tag, du bist ein besonderer Mensch, also gehe auf deine Reise an einem besonderen Tag. Bitte". Es sollte auch nicht der 14.te sein, denn Lisa hatte an einem 14.ten Geburtstag. Ich hoffte es passiert nicht an diesem 14.ten. Es gab keine Minute, wo er alleine war. Immer war einer an seinem Bett. Das war mir sehr wichtig, denn ich hatte fest versprochen, er wird nicht alleine sterben müssen. Nun spürte ich, das es auch für mich Zeit wird, sich für immer zu verabschieden. Es war Sonntag, der 15.07.2012, um 2.15 Uhr wurde mein Mann ganz unruhig, ich versuchte ihn zu beruhigen. Aber nix, es gelang mir nicht. Plötzlich setzte er sich ins Bett, sagte: " Komm lasse uns eine Runde spazieren gehen.Ich sagte ihm, es ist Dunkel, mitten in der Nacht. Verschieben wir es auf den Vormittag. Nein JETZT. Er sprach ganz klar und deutlich. Was die letzten Tage nicht möglich war. Dann schoss die angst durch meinen Körper. Ich sagte zu Jürgen:" Na klar du hast recht, komm lasse uns spazieren gehen. Wir liefen durch die ganze Wohnung, er blickte aus jedem Fenster, schaute in den Himmel, nur in das zimmer unserer Tochter ging er nicht. Da blieb er vor der Tür stehen und sagt: " Mama, die kleine Hexe lassen wir schlafen. Nun bin ich Müde,will mich zur Ruhe legen und schlafen. Ich brachte Jürgen ins Bett und dann sagte er : " Mach mir die Tür auf, ich bin soweit". Ich hielt seine Hand, begann in mich zu weinen und plötzlich sagte er:" Warum hast du so dicke Augen". Ich sagte:" Ich verstehe die Welt nicht. Ich schicke dich auf deine Reise. Lasse dich nun gehen, du mein Kämpfer.Danke für ALLES. Und ich verspreche dir, alle für unser kind zu tun. Ich passe auf, so gut ich kann. Und wenn du im Himmel angekommen bist, dann schicke uns ein Zeichen. Bitte. Ich hoffe du findest deinen Papa(70) und Britta(42) und Daniel(5) . Du darfst loslassen, geh in eine Welt wo es viel schöner ist. wo du deine Ruhe findest. Wir lieben dich und werden dich nie vergessen................ Er lächelte mich an und schlief ein. ........... Gegen 5.00 Uhr begann die Atmung flach und flacher zu werden. es wurde hell. Es war schon lange Sonntag. Noch immer saß ich an seinem Bett. Doch plötzlich schlief ich ein. Um 7.25 wurde ich wach. Die Atmung kaum noch da. Ich streichelte ihn, hielt seine Hand, erzählte ihm liebe Dinge und sagte, Papa...... du kannst gehen, mußt dich hier nicht mehr quälen. Er tat es. Punkt 7.30 Uhr am 15.07.2012 starb mein Mann in meinen Armen . Ganz friedlich schlief er ein. Sein Tod war ein wunderschöner Tod. Ohne Schmerzen. Ohne diesen Kampf der letzten Minuten. Er ging und die Sonne schien. Ich blieb an seinem Bett und weinte mir alles von der Seele. Ich befreite mich von meinen Ängsten. Denn ich versprach meinem Mann, nicht ins Krankenhaus zu müssen. Ich versprach Ihm, er darf zu Hause sterben. Was ich vergessen hatte, ich wußte nicht ob ich es kann und ob ich es schaffe und ob es laut Ärzte überhaupft geht. Aber ich versprach es meinem Mann. Und nun fiel mir der Stein vom Herzen, das ich es geschafft habe, seine Wünsche zu erfüllen. Ich weckte unsere Tochter. Sie wußte was passiert war. Sagte mir:" Mama unser Papa ist was ganz besonderes. Er kam an einem Samstag auf die Welt und ging an einem Sonntag". Dann nahmen wir uns in die Arme und weinten.Die Angst stand uns ins Gesicht geschrieben. Lisa holte ihre Taufkerze, stellte diese auf den Tisch und zündete diese an. Und ich nahm seine Lieblingskerze ,die wir nie anbrennen durften und zündete diese für Jürgen an. Legten eine CD mit seiner Lieblingsmusik ein, öffneten das Fenster und ließen seine Seele ziehen. So erlebten wir diesen Tag des Gehen`s. Die Trauerfeier mit Urnenbeisetzung fand am Mo. den 30.07.2012 statt. Es war unser 14.ter Hochzeitstag und es war sein Geburtstag. 57 Jahre wäre Jürgen geworden. Wir suchten bewußt diesen Tag aus. So konnten wir an diesem Tag alles zusammen feiern. Lisa trug ihren geliebten Papa selber aus der Kirche und hin zu seiner letzten Ruhestätte. So konnte Lisa einen Abschied feieren, wie kein ANDERER. Am Nachmittag gab es dann Kaffee und Kuchen und Gulaschsuppe. Und na klar, es gab auch ein Bier. So wie es sich Jürgen gewünscht hatte. Das war unserer Kampf gegen den Krebs. Der Krebs war Sieger. Aber unser Kämpfer hat sich so toll geschlagen, dafür sind wir so Dankbar. Der Tod meines Mannes schmerzt uns sehr. Doch im inneren wissen wir, das es keinen Sinn mehr gemacht hätte so zu leben. Das hatte mit LEBEN nix zu tun. Ich danke diesem Forum hier, das ich meine Gedanken frei schreiben darf. Das es hier Menschen gibt, die all die Sorgen,Ängste,Gefühle verstehen. Ich schicke einen ganz lieben Gruß in die Runde und schicke ein Kraftpaket für euch Alle hier. Liebe Grüße von Grit mit Lisa fest an der Hand und Jürgen fest im Herzen |
AW: Gekämpft,Gehofft,Verloren
ich muss weinen als ich das gelesen habe und ich weine noch immer
das was du dein ehemann gegeben hast ist sehr viel ich weis nicht was ich sagen soll meine mama hate selbst krebs und ich weis was du enfindest man kann keine tröstene worte finden kannst du deine tochter sagen das ihr papa immer bei ihr ist und das er dich nicht vergessen wird und du bist sehr tapfer und ich weis das du sehr traurig bist und ich weis wie du dich fühlst ich habe auch keine mama mehr und ich weis genau was du denkst das du dein vater zurück haben wilst aber du hatest noch eine schöne zeit mit dein vater,konntest dich noch so schön verabschieden und das , das du ihn so auf dieser weise auf wieder sehen gesagt hast und die auch die zeit genom hast, kannst du dir vor steln das dein papa jetz ein engel ist oder ein stern oder eine sonne das hilft mir oft manschmal wenn ich traurig bin vieleicht hilft es dir auch wenn du ein brief an dein papa schreibst du kannst deine mama auch nach ein grab licht fragen und den brief dan dort rein tun dann kann es dein papa lesen |
AW: Gekämpft,Gehofft,Verloren
Ich bin sprachlos gerade!
Ihr seid ein tolles Team, Du und Deine Tochter. Wünsche Euch alles Gute! Mehr kann ich im Moment dazu nicht sagen. LG Aqui |
AW: Gekämpft,Gehofft,Verloren
Die Weltkugel dreht sich. Alles bewegt sich und nur mein Kind und ich bleiben stehen.
Du bist nun 2 monate und 2 Tage weg lieber Jürgen und lieber Papa. Es ist leer. Jeden Tag sind wir am Grab. Bringen dir Blumen und reden mit dir. Nichts ist mehr so wie es war. Unsere Welt liegt in Trümmern. Unsere Tränen laufen. Unsere Trauer hört nicht auf. Und die Frage nach dem WARUM ist immer da. Wir vermissen dich so sehr. Hier schrieb eine Angehörige, du hattest einen schönen Tod. Sie hat recht. Wie wir damit klarkommen, das hat mich nie in all den Wochen beschäftigt. Jetzt erst beschäftigt mich es und ich stelle fest, wir kommen nicht klar. Lieber Jürgen, wir haben alles gegeben und verloren. Wie soll man das verstehen oder begreifen ? Die Uhr steht SILLLLLLLL. Viele Gedanken und Träume kommen wieder. Deine letzten Tage des Kampfes spielen immer wieder eine Rolle. Ich durchlebe diese Zeit immer und immer wieder. Zur Ruhe kommen wäre schön. Aber der Schmerz , der Schmerz bestimmt unser trauriges Leben. Egal wo du auch bist lieber Jürgen. Wir tragen dich in unserem Herzen. Deine Lisa ist so genial. Sie fährt dich gern alleine besuchen. Bringt dir Blumen. Es ist für mich so schön und gleichzeitig so traurig. Wir vermissen dich so unendlich. Ich hoffe dort wo du bist hast du deinen Frieden gefunden. Vorallem aber deinen Papa. Ich schicke dir einen dicken Knuddelgruß zum Himmel. Sage DANKE für ALLES. von ganzen Herzen deine Grit mit Lisa ganz fest an der Hand und unseren Kämpfer fest im HERZEN |
AW: Gekämpft,Gehofft,Verloren
Liebe Grit, Liebe Lisa,
ich möchte euch einfach nur in den still in den Arm nehmen und ein wenig Trost spenden. Ich habe euren anderen Thread immer verfolgt und ich finde es schön, dass ihr wieder den Weg hierher gefunden habt. Ihr zwei habt so viel für deinen Mann und lieben Papa getan. Oft hab ich mit euch geweint, wenn ich wieder deine oder Lisas Beiträge las. Ihr seid eine tolle Familie und ich bewundere euch sehr, was Ihr alles getan habt. Mein Papa ist auch eingeschlafen und auch wir waren alle bei ihm. Leider war es bei uns alles andere als friedlich aber ich bin trotzdem froh, in den letzten Momenten bei ihm gewesen zu sein. Wie du schon schreibst, die Welt dreht sich weiter. Jeder Tag vergeht und ein nächster folgt. Und wir? Wir stehen immer an der gleichen Stelle, der Schmerz groß, alle anderen aber leben als wäre nichts passiert. Wie geht das überhaupt? Ich wünsche Euch viel Kraft und alles Liebe Jäcky |
AW: Gekämpft,Gehofft,Verloren
Liebe Odelbie,
es geht mir auch so wie dir. Vier intensive Monate liegen hinter uns, in denen wir alles gegeben haben und doch von Anfang an verloren hatten. Das Leben spielte sich außerhalb ab, wir waren in unserer eigenen Welt, deren Zentrum allein mein lieber Mann war. Ihm galt alles und dennoch vermochten wir ihn nicht zu halten. So machtlos waren wir. Wie grausam er uns genommen wurde. Immer wieder gehen auch mir die letzten begleitenden Stunden durch den Kopf, kann schlecht schlafen, immer wieder kommen die Tränen. Es kommt mir alles so sinnlos vor. Dieses "neue" Leben ohne ihn fühlt sich so bitter an, so fremd, ich will es so nicht. Und wie du suche ich auch immer noch nach einer Erklärung, nach einer Antwort auf die Frage "warum?" ... Ich bin unendlich traurig und fühle dennoch mit dir und deiner kleinen Tochter. Wie nur kann es weitergehen, wie kommen wir aus diesem "tiefen dunklen Tal" heraus? In Gedanken auch bei euch, herzlichst Dickie |
AW: Gekämpft,Gehofft,Verloren
Liebe Grit, liebe Lisa,
ich bin grad erst über deine Zeilen gestolpert und habe gerade rotgeweinte Augen.... Das ging mir so nah, das kannst du dir gar nicht vorstellen. Ich wünsche euch so, dass ihr langsam lernt, mit dem Schmerz umzugehen und sich eure Welt wieder dreht... Herzliche Grüße, SweetSecret |
AW: Gekämpft,Gehofft,Verloren
Hallo Ihr LIEBEN,
ich finde nicht wirklich Worte. Soll ich schreiben :" Schön das es mir nicht ALLEINe so geht ?" Ich schreibe das nicht so, sondern so:" Wie kommen wir klar, mit unseren Verlusten. Da die Mama, dort der Papa, hier das Kind, die Oma, der Opa, die Freunde und ,und , und. Wie soll man verstehen, das ein Leben begrenzt ist ? Wie soll man verstehen, das der Krebs immer Sieger ist ? wie soll man verstehen, das der Weg Gemeinsam zu Ende ist ? Wie denn nur ?????????????????? Welche Antwort bekomme ich auf all meine offenen Fragen ? Keine. Weil mir die Fragen nicht beantwortet werden können. Welche Worte soll man finden, wenn die Spucke fehlt, welche Berge sollte man laufen wenn doch die Kraft fehlt ? Wohin treibt uns der Wind ? Ich bin mit unserer Lisa hier auf Erden und Jürgen ist hinaufgeflogen zum Himmel. Wir müssen hier LEBEN. Aber keiner sagt uns WIE. Na klar geht es irgendwie. Aber es sollte doch nicht so schwer sein, wie es sich "Tatsächlich" anfühlt. Jeden hier kann ich verstehen. Ich bin natürlich froh, das Jürgen losgelassen hat. Denn man konnte es nicht wirklich mit anschauen, wie der Mensch zerfällt. Das Gegenbeispiel dazu, wie Glücklich war ich, als unser Kind auf die Welt kam. Mensch wie ist die Maus gewachsen. Stück für Stück. Sie begann an der Semmel zu lutschen, konnte bald die Flasche alleine halten, es kamen LAUTE,LÄCHELN und noch vieles mehr. Wir waren so STOLZ auf unser Kind. Es entwickelte sich so schön. Diese Form kannte ich. Was der Krebs nun mit meinem Mann un Lisa`s Papa machte, war ja genau das Gegenteil. Nix mehr ESSEN,TRINKEN,LACHEN,SCHLAFEN,und so weiter. Es gab nur Trauer und Traurigkeit. Natürlich haben wir auch mal gelacht. Aber unser Leben war ein ganz anderes LEBEN geworden. Ich bin DANKBAR,das er gehen konnte und durfte. Ich bin Dankbar das Jürgen losgelassen hat. Er brauchte sich nicht quälen. Ich sagte Ihm ganz oft ich bringe es hin. Ich werde alles MEISTERN. Ich habe Ihn angelogen, weil ich es nicht wirklich kann. Auch wenn ich noch so will. Es geht nicht. Vielleicht erwarte ich zuviel von mir ? Vielleicht sollte ich trauern ,vielleicht sollte ich aufstehen und Leben. Ich weiß es nicht. Ich möchte euch ganz lieb Danke sagen, das IHR mir helft zu verstehen. Ich kann natürlich mit Lisa sprechen. Aber es gibt Dinge, die kann ich nicht in Kinderohren legen. Das würde Lisa verunsichern. Und der Verlust vom Papa ist ,so denke ich schon GENUG für ein Kind. Danke das es euch hier gibt. Das hilft über die Ängste , das hilft über die Zeit der Trauer. Danke und dann schicke ich euch ein Kraftpaket, denn auch Ihr habt genau wie ich die Gedanken und die Gefühle und die Verluste zu verarbeiten. Auch Ihr müßt genau wie ich damit Leben und zurechtkommen. GGLG Grit mit Lisa ganz fest an der Hand und unseren Kämpfer fest im Herzen |
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Lieber Jürgen,
Wir vermissen dich so sehr. Heute bin ich mit unserer Lisa in Bamberg. Wir waren beim einkaufen, dein und meine Maus ist ständig am wachsen. Wir sprachen über dich und unsere Gefühle. Unsere Maus vermisst dich so sehr. Die Tränen liefen und wir suchten Trost in der Natur. Ach Papa , seit deiner Krankheit leben wir in Angst, haben Zweifel und vermissen dich ohne Ende. Hilf uns es zu verstehen. Bitte. I Miss Youuuuuuuuuuuu Dein Grit mit unserer Tochter Lisa fest an der Hand |
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Liebe Grit, liebe Lisa,
dein Jürgen, dein Papa... sicherlich schaut er zu, schmunzelnd wie seine kleine Maus wächst in fürsorglicher Begleitung seiner liebevollen Frau, deiner liebevollen Mutter... genauso wie Jürgen es euch gewünscht hat. Für uns Hinterbliebene beginnt eine neue Zeitrechnung, schwer verständlich, begreifbar... zu sehr verbunden mit dem Gewesenen... aber nach fast 9 Monaten sehe ich kleine Lichter am Firmament blitzen... Grüße und Bestärkung aus einer anderen Welt... und wie verrückt es aus klingen mag... sie weisen mir meinen Weg... holprig... kräftezehrend... unbegreiflich....aber auch wachsend. Euch beiden alles Gute und kraftvolle Momente für heute und morgen Sjarissa |
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Hallo Ihr Lieben hier,
Heute ist für uns wieder ein besonderer Tag. Mein Mann und Papa von Lisa bekommt seinen Stein gesetzt. Es lag mir sehr am Herzen, diesen so schnell wie möglich zu bekommen. Morgen am Tag der deutschen Einheit ist unser Grab fertig. Morgen gehe ich mit unserer Tochter zum ersten Mal an das Grab von Jürgen ,wo er mit viel Liebe eingebettet wurde. Ich freue mich darauf, eine Kerze anzuzünden, die nicht durch den Wind wieder ausgeht. Alles geordnet an seinem Platz. Uns bedeutet es sehr viel, das unser Grab fertig gemacht wird durch den Steinmetz. Das gibt uns eine Form von Trost und hilft im Kopf. Wenn ich ein zurückdenke, da sehe ich unser Ehebett, dann wurde daraus das Pflegebett und nun ist es der Grabstein mit seiner Umrandung und allem was dazugehört. Kein Tag vergeht, wo unsere Gedanken die Zeit umdrehen wollen. Es ist so schwer, zu verstehen was man erlebt ,durchlebt hat. Ich funktioniere. Die Angst spielt eine große Rolle in meinem Leben. Zu unserer Trauerfeier, deiner Verabschiedung gab uns der Pfarrer in der Kirche ein gesegnetes Tonkreuz. Es hängt an unserer Bilderwand. Immer und immerwieder Blicke ich das Kreuz an. In Gedanken stelle ich Fragen. Aber eine Antwort erhalte ich nicht. Es sind fast 3 Monate vergangen, als mein Mann ging. Und es ist so, als wäre es gerade erst passiert. :engel: Unser Papa ist im Himmel und denkt wir machen das schon. Papa, wir hätten dich noch gebraucht. Wir wollten doch noch sooooo viel machen. Ich begreife es einfach nicht. I Miss you. Deine Lisa ist im Moment sehr verschlossen. Sie trauert, weint und stellt die Fragen nach dem Warum. Oh Jürgen , ich denke an dich und mein Herz weint. Und schalte ich meinen Verstand ein, dann weiß ich, das es für dich besser war zu gehen. Weil das was die Krankheit aus dir gemacht hat ist sehr schlimm gewesen. Wir vermissen dich unendlich sehr. Ich kann keine Worte mehr finden. Lisa, dein Papa hat alles gegeben. Papa konnte sich diese Krankheit nicht erklären. Woher diese kommt oder durch was. Wir durften Papa haben und nun haben wir unseren eigenen Schutzengel. Wir lieben dich von ganzen Herzen- deine Mama mit deinem Papa als :engel: Ich schicke Allen einen lieben Gruß Ein dickes Kraftpaket Und Frieden Liebe Grüße Grit mit Lisa fest an der Hand und unseren Kämpfer fest im Herzen |
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Hallo Zusammen,
vor genau 3 Monaten ging mein Mann. Heute vor 3 Monaten. Und es ist, als wäre er gerade gegangen. Ich ging am Morgen zum Grab und zündete eine Kerze an. Ich würde alles geben, um mit Jürgen noch einmal auf eine Kerzenlänge zu plaudern. Ihn in meine Arme zu nehmen, ihn zu halten. Immer wieder sind die Gedanken da, es wäre ein Traum. Ich kann es nicht beschreiben, was alles in mir und Lisa passiert. Wir werden hin und her geworfen. Sind viel gefordert . Wir mussten unser Leben neu ordnen.Den Freundeskreis neu ausrichten. Es gab viel schmerzliche Momente und Tage. Ich bin geschockt, wie sich manche Leute benehmen. Wie schmerzlich ihre Wortwahl ist und war. Ich kann sowas nicht ordnen.ich komme mit solchen Dingen nicht klar. Jürgen ist gegangen und hat uns hier zurückgelassen. Es tut so weh. Es tut so unendlich weh. Wir vermissen dich lieber Papa und Ehemann. Ich hoffe du schickst uns eine Nachricht, das es dir dort oben gut geht. Gib uns den Mut, den du hattest. Gib uns das Lachen, mit dem du gegangen bist. Gib uns deine Wärme, bitte Papa. Du unser Schutzengel und Kämpfer. Ohne dich ist es leer hier und kalt. Ohne dich zu leben ist grausam. Papa i Miss Youuuuuuuuuuuu In unserem Herzen lebst du immer weiter und weiter und weiter, du unser Kämpfer. Ich wollte dir sagen, wie sehr unsere Maus dich vermisst. Sie malt Bilder und singt für dich Lieder, die Lisa selber schreibt. In Ihrer Schlagzeugkabine im Keller spielt sie nur für dich. Das ist unser Rückzugsort. Dort stört uns keiner. Papa wir vermissen dich soooooooo sehr. Ruhe in Frieden und finde deine Ruhe. Danke das du so gekämpft hast. In Liebe und großer Dankbarkeit Schicken wir dir einen dicken Knuddler zum Himmel Deine Grit mit Lisa an der Hand und den Kämpfer fest im Herzen |
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Liebe Grit und liebe Lisa,
Mir laufen die Tränen über mein Gesicht. Es muss so schwer sein, kaum vorstellbar der Schmerz. Ich habe meinen Papa auch verloren, sowie Lisa ihren, ich bin aber schon 33 Jahre alt und ich vermisse ihn so sehr. Für Lisa und für dich liebe Grit ist es sicher noch viel schwerer. Ich finde ihr beiden macht das ganz toll. Ich kann dir leider nicht schreiben was euren Schmerz lindern könnte, aber einfach nichts zu schreiben bei einem Beitrag der mich so sehr berührt, konnte ich auch nicht. Liebe Grüße andrea |
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Liebe Andrea,
Danke für deine lieben Worte. Sorry, das ich erst jetzt antworte. Es gibt Tage, da kann ich nicht schreiben, weil die Trauer,der Schmerz, die Wut, der Zorn so tief sitzen. Die Welt beginnt zu brechen. Die heile Welt ist kaputt. Das Märchen ist nicht von Grimm, sondern eine Familiengeschichte. Es gibt kaum ein Lachen. Es sind die Trauer und die vielen Fragen, die überwiegen. Es ist nicht zu verstehen. Wie auch. Ich könnte den Tod meines Mannes verstehen, wäre er verunglückt, mit dem Auto . Aber nein, mein Mann verstarb an Krebs. 5 Monate und 2 Tage, dauerte es nur. Wie soll man sowas denn verarbeiten ? Ich merke, wie ich immer mehr daran zerbreche, weil ich es nicht verstehen kann, wie der Krebs so sein kann. Wir laufen auf dem Zahnfleisch. Vermissen unseren Papa und Mann. Gern würde ich die Zeit anhalten, die Uhr zurückdrehen. Aber es geht nicht. Ich denke es wird dir in deinen Gedanken genauso gehen liebe Andrea. Ich schicke dir ein dickes Kraftpaket. Wünsche dir alles Liebe aus tiefstem Herzen. Und auf den Weg gebe ich dir einen Tip. Behalte deinen Papa so in Erinnerungen wie er war. Trage ihn bei dir und lasse dir von keinem Menschen etwas anderes einreden. :pftroest::pftroest::pftroest: Dein Papa ist wie Lisas's Papa ein :engel: Wir schauen jeden Abend zum Himmel und freuen uns an dem schönen Anblick der Sterne. Dort oben sind eure Papa's. Sie sind in guter Gesellschaft. Sie wissen jedoch nicht, das wir hier unten auf der Erde um Sie trauern. Ich Danke euch hier im Forum für eure Hilfe. Ich schicke ein dickes Kraftpaket in die Runde. GglG Grit mit Lisa fest an der Hand und unseren Kämpfer fest im Herzen |
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ach liebe grit..
ich nehm dich einfach mal in gedanken in den arm.. danach ist mir, nachdem ich deine zeilen gelesen habe. ich fühl so mit euch. euer schmerz ist deutlich spürbar. ich hab meine geliebte mama am 15.oktober verloren. ich durfte sie 12tage und nächte im hospiz auf ihren weg begleiten. wie du schon treffend geschrieben hast: alles gegeben und verloren sie fehlt mir und ich ignoriere grad, daß sie für immer weg ist. will es nicht wahrhaben. ich wünsche dir und deiner maus weiterhin viel kraft und ruhe. fühl dich herzlich umärmelt von tine |
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Hallo fraunachbarin,
man kann dem Leben leider nicht mehr tage geben und die Zeit leider nicht zurückdrehen. Alle betroffenen würden sicher alles geben um Zeit zu gewinnen. Ich arbeite wie verrückt um nicht zuhause zu sein, weil ich sonst ohne sie verrückt werde. Alles erinnert an meine Frau und außer arbeiten gehen habe ich sonst keinen Antrieb unsere Tochter ist gerade in der stationären Therapie so gehe ich malochen damit ich nicht an alles zuhause erinnert werde. |
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lieber driver68
wie gut verstehe ich dich. dieses wegrennen wollen, um nicht diese leere zu spüren. ich wünsch dir viel kraft für diese schwere zeit. ganz liebe grüße von tine |
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Hallo Zusammen,
verrückt werden, vor lauter Schmerz ?????? Ja das könnte man so sagen. Oft hört man die Worte, es muss weiter gehen. Wohin muss es weiter gehen ??? Der Eine sucht die Arbeit, der Andere sucht Gespräche. Die Nächste sucht den Trost, ein nettes Wort, eine Schulter zum anlehnen. Einfach HILFE. Im Moment geht es mir richtig schlecht. Ich krieche auf dem Zahnfleisch. Schaue mir ständig die Bilder meines Mannes an und überlege, was ich wohl falsch gemacht habe. Kein Tag ist mehr, wie es mal war. Er ist weg und ich bin mit all den Sorgen und Gefühlen ALLEINE hier. Habe die Verantwortung für unsere gemeinsame Tochter. Ich möchte schreien. Mein gesamter Körper geht vor die Hunde. Immer ist etwas anderes. Es nervt. Ich komme nicht zur Ruhe. Meine Gedanken sind da und gehen nicht weg. Ich vermisse meinen Jürgen. Ich vermisse seine Stimme. Ich vermisse seine Ruhe. Ich vermisse seine Schulter. Meine Schultern sind so breit geworden, das ich mit dieser Last nicht mehr lange laufen kann. Sorry mein Kind. Ich wollte Stark sein und bin ganz schwach. Ich wollte dir noch viel von der Welt zeigen, mit unserem Papa im Herzen. Aber ich glaube ich kann es nicht mehr. Ich bin am Ende. Lieber Jürgen, bitte verzeih mir, wenn ich schwach werde. Gib du mir ein Zeichen das hinterm Horizont weiter geht. Meine Füße tragen mich nicht mehr lange. Hilf du mir. Bitte. Das Leben ohne dich ist ein Leben ohne Leben. Wir vermissen dich so sehr. Wir lieben dich, auch wenn du weg bist. Du sollst wissen, wie sehr wir dich vermissen. I Miss YOUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUU deine Grit |
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liebe grit..
gib bitte nicht auf.. das wollt dein jürgen ganz bestimmt nicht. er hat dir eure tochter anvertraut, weil er weiß, daß sie bei dir in guten händen ist. daß du ihr eure ganze elternliebe geben wirst. du darfst auch mal schwach sein. immer stark, geht nicht. laß deinen schmerz raus, trauer in deiner tiefe. aber steh wieder auf, bleib nicht liegen. du wirst es schaffen. du wirst wieder zu kräften kommen. ganz bestimmt. ich will ganz fest an dich denken und wünsch dir, daß du deine starken schulter entspannen kannst. atme grit.. atme das leben..dein leben. fühl dich lieb gedrückt von tine |
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Liebe Grit,
ich sag jetzt nicht, dass Du stark sein musst. Aus eigener Erfahrung weiss ich, dass es hilft, wenn man sich bewusst macht, dass es immer nur EIN EINZIGER Tag ist, der überstanden werden will. Ein einziger Tag. Setz Dich mal hin und schreibe einen Plan, WAS Dir wichtig ist. Beispiel: 1. dem Kind soll es gut gehen. Was kannst Du tun dafür, an diesem einen Tag ? Mir hat es geholfen, ganz viel zu unternehmen-bloss nicht zuhause alleine mit den Kindern zu sein. Aber jeder muss es selber lernen, mit dem Leben klarzukommen. Er wird Dir immer fehlen, aber Du musst weiterleben- nicht nur weitermachen, sondern leben. Diese grauen Tage sind schwer zu ertragen, aber Du musst ja nicht fröhlich sein. Aber für Dein Kind musst Du da sein. Gib Dir Zeit, und denke daran dass das Leben kostbar ist. Ich weiss noch, wie dringend ich damals einfach nur mal in den Arm genommen werden wollte und dass mir jemand sagt...alles wird wieder gut.... und ich erinnere mich noch genau dass ich nicht in der Lage war, meine Schwäche zu zeigen , weil ich wusste es würde meine Eltern umbringen wenn sie sich auch um mich noch sorgen müssten... ich habe wirklich unendlich viel rumgerödelt um abends vollkommen erschossen einzuschlafen......nie habe ich geträumt, alles schwarz. Erst so 2 Jahre später habe ich angefangen mich in Träumen mit dem verschwinden meines Liebsten auseinanderzusetzen... und immer war ich dankbar, dass wir Beide zwei tolle Kinder miteinander haben. Bitte, nicht aufgeben. Das Leben wird schon wieder. Einen Tag nach dem Anderen. |
AW: Gekämpft,Gehofft,Verloren
Liebe Grit,
halte irgendwie durch! Such dir Hilfe, was ist mit deinem Hausarzt oder besser einem Psychologen? Nimmst du irgendwas ein, damit deine Psyche vielleicht ein klein wenig gestärkt wird.? Oder eine Trauergruppe, da musst du nicht stark sein, kannst weinen und dich fallen lassen und du wirst verstanden. Wenn du merkst, du kannst nicht mehr, lass dich in Kur schicken. Vielleicht auch mit deiner Tochter zusammen. Liebe Grit, ich kann nicht viel tun, ich schick dir einen Schutz:engel: und ich drück dich fest. Monika |
AW: Gekämpft,Gehofft,Verloren
ich glaube am Anfang ist man in einer Art schockzustand. alles ist unwirklich und wirklich schrecklich ist es bei mir zb jetzt. nach 6 Monaten in denen meine Mama ein Engel ist. alle Erinnerungen kommen hoch... es wird mir bewusst wie schlimm alles war und wie arm sie war. ich muss so viel weinen... und sie fehlt einfach.
ich kann euch so gut verstehen. und schicke ganz viel kraft. liebe grüße, Nadine |
AW: Gekämpft,Gehofft,Verloren
DANKE für die lieben Worte, die ihr für mich hier geschrieben habt.
Ganz herzlichen Dank. Heute, heute ist der 14.11.2012 und es ist, als bleibt mein Herz stehen. Ach Jürgen, könntest du nicht wenigstens HEUTE kurz kommen. Um 14.01. vor genau 14 Jahren ist unsere Tochter auf die Welt gekommen. Wäre das nicht ein Grund, hier bei uns zu sein ??? Oh Jürgen, du weißt garnicht, wie es aussieht in uns. Es tut so verdammt weh. Ich war schon am Morgen bei dir, habe unter das Gesteck dein Geschenk für Lisa gelegt. Ich holle unser Kind dann von der Schule ab und wir kommen zu dir, an dein Grab. Es ist ein Schutzengel. Du bist der Schutzengel. Unsere Kleine ,große Tochter ist tapfer. Sie kämpft sich durch. Ich hingegen habe hilfe, seit letzter Woche gehe ich zur Psychologin. Ich bringe die Bilder nicht aus dem Kopf, kann nicht schlafen, bin nur am weinen. Ich bringe es nicht hin. Wir vermissen dich so sehr. Komm doch wieder, wir brauchen dich hier. Bitteeeeeeeeee. Warum wir, warum immer wir ? Diese Frage stellt mir Lisa auch sehr oft. Ich kann diese nicht beantworten. Oh Jürgen, es gibt viele Menschen dich dich vermissen. Morgen sind es 4 Monate. Und es ist noch immer nicht zu verstehen. Ich nehme dich in meine Arme und halte dich, lehne dich an und bleib bei uns . Es gibt keine Worte für den Schmerz, den wir in uns tragen. I MISS YOUUUUUUU, deine Grit mit Lisa fest an der Hand und dich als:engel: fest im Herzen PS.: Liebste Lisa, ich weiß wie sehr dir dein Papa fehlt und ich weiß wie sehr du ihn vermisst. Er wird dasein, er wird immer dasein, egal wo du sein wirst. Und er würde alles auf der Welt dafür tun, dich zu halten, dich zu beschützen. Er ist nicht einfach gegangen, er lebt weiter mit uns. Mit uns und den Erinnerungen, die wir BEIDE haben. Papa liebt dich über alles auf der Welt und den dicken, fetten Kuss zum Geburtstag, den soll ich dir geben, von deinem Papa Jürgen. Er liebt dich , weil du ein Teil seines LEBEN`S bist. Oh mein Kind, wir schaffen es. Sei nicht Böse auf Papa, das er nicht so hiersein kann wie sonst. Aber in Gedanken ist er so da. I LOVE YOU deine Mama mit Papa im Herzen |
AW: Gekämpft,Gehofft,Verloren
Liebe Grit,
mit Tränen in den Augen habe ich deinen Eintrag gelesen.... Ja, es schein nicht fair zu sein, warum das Schicksal bei manchen Menschen so hart zuschlägt.... Ich hoffe, es ist für dich in Ordnung, dass ich deiner Tochter hier etwas schreibe: Liebe Lisa, du wirst heute 14 Jahre alt und hast schon soviel Trauriges in deinen jungen Jahren erlebt. Es scheint mir, als wärst du ein ganz besonderes Mädchen und ich möchte dir von Herzen zu deinem Geburtstag gratulieren: http://wuerziworld.de/Smilies/par/par19.gif Ich wünsche dir trotz deines schweren Herzens und deines Kummers ein neues Lebensjahr, welches viele schöne Momente und auch eine große Portion Glück enthält! Und dass für dich und deine Mama gaaanz oft die Sonne hinter den Wolken hervorkommt.... GLG |
AW: Gekämpft,Gehofft,Verloren
Hallo,
Gerade habe ich eine Freistunde in IT. Mama ich sitze am Pc und dachte ich schreibe hier was für meinen Papa. Und dann lese ich hier wie traurig du bist und wie wir schwer zu kämpfen haben. Es stimmt, es ist sehr schwer. Doch ich denke , Papa würde wollen das wir es schaffen. Danke an Frau Puppe für die lieben Zeilen. Es hat mich sehr gefreut. Danke das Sie sich die Zeit genommen haben. Liebe Grüße Lisa Liebe Mama, nun möchte ich dir hier sagen wie sehr ich dich brauche, weil ich dich Liebe. Meinen Papa habe ich in meinem Herzen. Ich möchte mit dir zusammen die ganzen Sachen vergessen, die in unseren Köpfen dreht. Ich weiß die Bilder noch alle ganz genau. Wie mein Papa aussah, als er Gesund war und wie schnell er sich veränderte,als Papa sterben ging. Mama, ich brauche dich. Bitte höre auf, dir Vorwürfe zu machen, weil du denkst nicht genug für Papa getan zu haben. Ich kann mich noch genau erinnern, wie du mit der Kasse gekämpft hast für die Sachen, die Papa brauchte, oder mit den Ärzten. Mama, du warst großartig. Wirklich. Du hast gekämpft wie verrückt. Mama, du hast alles für Papa getan. Und Papa ist nicht weg, er ist immer bei uns. Glaube daran. Unsere Freunde sind da und das du nun zu dieser Frau gehst ist toll. Die wird uns helfen. Mama ich möchte dir Danke sagen für den gelungenen Geburtstag. Danke, das wir bei Papa am Grab waren und danke für den Schutzengel, den ich von Papa bekommen habe. Es war einen sehr schöne Idee von dir meiner Mama, dafür Liebe ich dich ganz arg. Papa, egal wo du bist, ich habe dich fest bei mir. Ich hoffe du bist gut bei Opa angekommen und hast ihm erzählt von meiner Musik. Ich mache weiter und weiter. Ich spiele solange , bis ihr mich im Himmel hören könnt. Ich vermisse dich ganz sehr mein lieber Papa. Aber ich weiß das die Schmerzen bestimmt nicht weiter zu ertragen waren. Ich habe dich gesehen, wie du gekämpft hast und was der Krebs mit dir gemacht hat. Papa, du bist so toll. Du hast dich nicht aufgegeben. Chrisi sein Papa trinkt nur , aber er lebt. Er lebt in einer Wohnung wo man nicht hinein kann. Gestern war Chrisi bei mir. Er sagte mir dann, wie sehr er seinen Vater hasst. Weil er nicht für seinen Sohn da ist und alles versäuft. In mir löste das was aus. Chrisi drückte mich fest und hat mir versprochen immer auf mich zu achten, schließlich hast du ihn ja auch immer wie einen Sohn behandelt. Und Chrisi sagte, er übernimmt jetzt das was du nicht vom Himmel aus machen kannst. Papa, ich bin. So Stolz auf dich und Mama. Ihr hab soviel zusammen gekämpft. Du hast mit Mama alles gegeben. Ich weiß es. Du hast nicht einfach aufgegeben wie Chris sein Vater. Papa ich Liebe dich :1luvu: Liebe Mama und lieber Papa, Ich bin froh das ich euch habe. Ich weiß wie schwer alles ist. Ich habe euch versprochen alles zu geben. Das tue ich. Ich liebe euch von ganzen Herzen. Eure Tochter Lisa:1luvu: |
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Grit und Lisa, ihr zwei seit so ein tolles Team. Ich habe den Beitrag vor ein paar Stunden schon gelesen, war aber nicht fähig etwas zu schreiben. Ich habe so geweint als ich lisa's Worte gelesen habe. So berührend. Grit dein Tochter und du ihr seit gemeinsam stark.
LG andrea |
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Nach langer Zeit,
lang ist es her das ich hier schrieb. Ich weiß nicht was das Leben mit uns macht. Ich weiß nicht wohin unser Weg führt. Aber ich weiß und spüre es, wie sehr ich IHN vermisse. Heute sind es genau 5 Monate und 2 Tage her, als mein Mann ging. Es ist genau die gleiche Zeit, von der Diagnose bis zum Sterbetag. Voller Hoffnung und Kraft, voller Angst so begann unser Kampf. Und Jetzt ???? Jetzt ist es Still, jetzt ist der Kampf vorbei. Die Erinnerungen leben. Und die Gedanken kreisen noch immer. Die Tränen trocknen nicht. Immer und immer wieder die gleichen Gedanken, die gleichen Fragen, die gleichen Abläufe. Immer wieder die Frage nach dem Sinn, der ständige Blick aus dem Fenster zum Himmel. Der einzigste Wunsch dich noch einmal zu sehen und zu spüren. Ist das zuviel verlangt ? Unsere Tochter ist so Tapfer. Ach Jürgen, ich hätte dir soviel zu erzählen. Lisa hat im Werken eine Rose für dich gebaut. Sie ist Wundervoll geworden. Ach Jürgen, komm doch mal her.Lisa zündete für dich in unserer Kirche eine Kerze an. Für alle Menschen, die in unserer Gemeinde gestorben sind Eine. Doch die Kerze, die für dich war, war Lisas handgefertigte Kerze. Mit ganz viel Liebe gemacht, stellte Lisa die Kerze ab. Der Kerzenschein strahlte so schön wie deine Augen. Und deine Maus freute sich, das sie die Kerze selber anzünden durfte. Unser Pfarrer ist sehr Hilfsbereit und sehr auf uns bedacht. Papa, er hilft uns mit seinen Worten. Ich würde alles geben um die Uhr zurückzudrehen. Wir vermissen dich so sehr. Wir tragen dich in unseren Herzen Meine liebes Kind, du unser liebstes Kind, du unsere Tochter Lisa, ganz lieben Dank für deinen Eintrag hier. Ich bin froh dich zu haben und Papa im himmel natürlich auch. Ich kann nicht in dich schauen mein Schatz, ich kann es aber fühlen, wie sehr auch du deinen Papa vermisst. Papa sieht uns, und ich spüre wie du kämpfst. Wir werden Papa immer in unseren Herzen tragen mein / unser Schatz. Papa hätte dir das nie angetan, dich zu verlassen. Der Krebs hat uns ihn genommen. Ich finde nicht wirklich Worte meine Lisa, die dich trösten, die dir deinen Papa ersetzen oder den Papa wieder auf die Erde bringen. Papa wäre gern hier geblieben, er wollte dich doch sehen, wie du in der Band spielst, auf der Bühne stehst und genau so Musik machst wie dein Opa. Du hast Recht, spiele solange und so laut, bis dich Papa und Papa hören. Sie werden es sicher genießen. Liebste Lisa, wir lieben dich von ganzen Herzen deine Mama und dein Papa Ich möchte hier gern einen lieben Gruß lassen, für EUCH ALLE hier. Ein großes Paket , gefüllt mit Kraft stelle ich her. Liebe Grüße von Grit mit Lisa fest an der Hand und unseren Kämpfer fest im Herzen Jürgen, ich vermisse dich so sehr...................................... |
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Kennst du das Gedicht..............
es Weihnachtet sehr........................ eine Zeit der Gedanken, die Gefühle überkommen mir. Diese Stille,eigentlich eine gemütliche Stille und doch schmerzt es in diesem Jahr so sehr. Und weil das alles noch nicht reicht, liegt meine Oma mit 98 Jahren im Sterben. Welche Worte soll man finden ? Ich bin leer, ausgelutscht, abgebrannt. Morgen fahre ich zu meiner Oma in die Klinik, in der Hoffnung ich komme nicht zu spät. 400 km die uns trennen und bald wird die Entfernung noch weiter sein. Ich möchte mich verabschieden. Ich möchte ihr noch einmal sagen wie sehr ich meine Oma liebe und ich möchte ihr eine gute Reise wünschen und ganz liebe Grüße an meinen Jürgen und Lisas`s Papa mit auf den Weg geben. Ja meine geliebte Oma, ich weiß das du sehr alt geworden bist, TOP FIT bis letzte Woche. Alles alleine noch gemeistert.In ihrer Wohnung. Und trotzdem bin ich sehr ,sehr traurig, das auch du nun gehen wirst. Ich verstehe es nicht. Finde keine Worte, bin in voller Trauer. Es schmerzt so sehr. Wann komme ich zur Ruhe? Wann finde ich zu mir zurück ? Wie lange geht meine Trauer, an der ich spüre zu zerbrechen ? Es ist als bleibt die Uhr stehen , es ist als würde alles an mir ausgehen, es ist als wäre bald alles vorbei. Jürgen, ich vermisse dich. Die Lücke die du gelassen hast, kann ich nicht ersetzen, kann diese nicht schließen. Ich versuche alles. Gebe mir die größte Mühe und bringe es nicht hin. Sei mir nicht Böse vom Himmel oben her, es redet sich immer leicht und macht sich sehr schwer. Wir lieben und vermissen dich. In unseren Herzen tragen wir dich und geben dir die Wärme. I MISS YOUUUUUU, deine Grit und deine Tochter Lisa Weihnachtswunsch: komm wieder, wir brauchen dich so sehrrrrrrrrr |
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Liebe Grit,
:pftroest::pftroest::pftroest: ich wünschte, ich könnte mehr für dich tun.... |
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Liebe Grit,
oje, dieses Jahr fordert aber wirklich viel von dir... Ich hoffe, dass du rechtzeitg bei deiner Oma eintriffst, um ihr Lebewohl sagen zu können. Und ich hoffe, dass sie friedlich hinübergehen kann. Es tut mir wahnsinnig leid, dass ihr, Lisa und du, so eine schwere Zeit hattet und immer noch habt. Sei geduldig mit dir, denn der Verlust deines Jürgen und Lisas Papa reißt so tiefe Wunden... Die benötigen viel Zeit und die solltet ihr euch geben. Es gibt sicherlich Tage, an denen ihr besser zurecht kommt und dann diese Tage, da man eigentlich nicht aufstehen mag. Dazu gehört sicherlich auch Weihnachten, das dir und Lisa wiederum bewusst macht, wie sehr euch Jürgen hier fehlt. Als Außenstehende kann ich nur sagen, dass ihr ein ganz wunderbares Team seid und euch gegenseitig stützt. Ihr seid beide unglaublich tapfer und ich bin mir sicher, dass es euch irgendwann auch wieder besser gehen wird, dass da ein Licht am Horizont erscheint. Mag es noch so weit entfernt sein, es ist immer da! In diesem Sinne alles Liebe für euch beide Miriam :pftroest: |
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Hoffentlich ist das Jahr gleich um...................
ich war noch pünktlich bei meiner geliebten Oma angekommen. Sie wartete auf mich. Wir sprachen noch 2 Stunden. Ich hielt ihre Hand. Und ich sagte ihr wie lieb ich sie habe. Und ich sagte ihr auch, sie solle ALLE MENSCHEN ganz lieb Grüßen, die im Himmel sind. Ich sprach mit ihr, wie sehr ich sie vermissen werde und wie sehr ich Jürgen vermisse. Ich habe meiner Oma gesagt das sie gehen darf. 98 Jahre wurde sie alt. Sie machte alles selber, den ganzen Haushalt,Wäsche ,einkaufen u.s.w. Sie war vollkommen Klar bei Verstand. Das reden fiel ihr schwer, weil sie nicht richtig atmen konnte. Nach 2 Stunden sagte meine Oma zu mir:" ich bin jetzt Müde und mag schlafen, geh nach Hause mein geliebtes Enkelkind ". Aber ich wollte doch bei ihr bleiben. Mein Mann wollte es und ich dachte Oma mag es auch. Nein, Oma wollte alleine sein. Es war ein Abschied für IMMER. Ich küsste und umarmte meine geliebte Oma. Als ich die Tür hinter mir zumachte, wußte ich, das ich bald keine Oma mehr habe. Um 02.45 rief die Klinik an. Es geht ihr sehr schlecht , ich solle kommen wenn ich mag. Als ich in die Klinik kam, war ich 1 verdammte Minute zu spät. Oma starb allein. Sie war entspannt und lag wie ein Engel im Bett. Erlöst von den Schmerzen und der Atemnot. Und es tut so verdammt weh. Meine geliebte Oma, ich schicke dir einen dicken Kuss in den Himmel. du hast so tapfer gekämpft. Die Ärzte meinten, deine ganzen Schmerzen kamen von Knochenkrebs. 2 ganze Wochen hast du tapfer versucht alles zu ertragen. Ich bin froh das ich dich so lange haben durfte. Nun RUHE in Frieden. Ich werde dich nie vergessen. Ich hoffe du bist gut im Himmel angekommen und hast Jürgen,Britta, Daniel, deinen Sohn Harry und all die anderen begrüßt. Ich hoffe du hast die leiben Grüße ausgerichtet. Oma , ich liebe dich so sehr. Und ich vermisse dich unendlich. Danke, das du auf mich gewartet hast. Danke das ich mich von dir verabschieden durfte. I MISS YOUUUUUUUUUUUU Lieber Jürgen, nun hast du Oma im Himmel. Sie war ja immer so lieb zu uns. Ich hoffe du hast sie gleich erkannt und ihr geholfen einen schönen Platz zu finden. Verbringt das Weihnachtsfest zusammen. Ich liebe und vermisse dich Liebe Grüße deine Grit mit Lisa fest an der Hand und Jürgen und Oma Erna fest im Herzen |
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Liebe Grit,
es tut mir so leid, dass du dich nun auch von deiner Oma verabschieden musstest und gleichzeitig bin ich froh, dass es geschafft hast, ihr Lebewohl zu sagen. Sei nicht traurig, dass sie allein gehen wollte. Das hat sie so für sich entschieden, es war ihr Weg. Nun hoffe ich, dass du trotz der Trauer mit Lisa dennoch ein paar schöne Tage verbringen kannst. Es wird für euch das erste Weihnachten ohne Jürgen sein und nun auch ohne deine Oma. Das ist unvorstellbar, wer hätte das vor einem Jahr gedacht... Und es wird ganz anders sein... Vielleicht ist es dieses Jahr einfach nur traurig, doch ich wünsche euch, dass es irgendwann auch wieder schön und festlich sein wird. Aber verstehen kann ich nur allzugut, dass du dir wünschst, dass dieses Jahr nun endlich endet. War auch nicht mein Jahr! Insofern blicke ich hoffnungsvoll auf das kommende... Alles Liebe und ein gesegnetes Weihnachtsfest für euch beide wünscht Miriam :winke: |
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Liebe Grit,
ich denke an dich und Lisa, ich schicke dir eine innige Umarmung und Kraft das alles zu überstehen! Drück dich, du schaffst das!!! Micky |
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Was für ein Weihnachtsfest ,
Tränen laufen die Wange herunter und es werden immer mehr. Weihnachten wo bist du ?? Ich bin froh das dieses Fest vorbei ist. Außer Schmerzen empfand ich nichts. Lieber Jürgen, als ich mit Lisa am 24.12. an deinem Grab stand, leuchtete es mit ganz vielen Kerzen. Der ganze Friedhof leuchtete so schön. Ich stellte mir vor,wie schön es wohl von Oben anzuschauen war. Ich redete mir alles schön. Dann ging ich mit Lisa zur Kirche. Kaum war ich drin, kamen mir die Tränen. Ich hätte dich gern bei uns gehabt. Der Pfarrer tröstete Lisa und mich. Wir bekamen eine Nuss geschenkt.Die sollte uns der liebste Mensch öffnen. Ich habe Lisa, natürlich und wir haben uns entschlossen, dir die 2 Nüsse zu bringen. Nun liegen diese bei dir am Grab und würden es Nussbäume werden, so geben uns diese Kraft. Du hättest es sehen sollen, die Augen unserer Tochter. Wir waren im Wohnzimmer und Lisa packte aus. sie packte es aber anders aus, als all die Jahre vorher. Dann kamen ihr die Tränen. Sie sagte mir vor Glück und Traurigkeit. Dann stimmte Lisa die Bass-Gitarre und los ging es. Es klang schön und schön laut. Ich saugte die Musik auf und versuchte mich daran zu erfreuen. Dann waren meine Gedanken wieder extrem bei dir. Wir vermissen dich. Sich eine Zeit nicht zu sehen, würde ja gehen, aber zu begreifen, sich nie wieder zu sehen........... Unvorstellbar. Und dann meine geliebte Oma.Warum Jürgen ??? Warum wir ??? Ich finde keine klaren Gedanken. Worte gleich zweimal nicht. Es ist so schlimm, nun weiter zu leben.Alleine weiterzuleben. Die Träume sind geplatzt, einfach weg. Verschwunden. Mein Kopf ist leer. Weißt du was am 25.12. passierte mein lieber Jürgen, unser Weihnachtsbaum ist umgefallen. Einfach so. Was wird wohl da wieder passieren ? Du fehlst, Oma fehlt und kein Wort oder viele Wörte gibt es, die euch wieder zurückbringen. I MISS YOUUUUUUUUUUU Unsere Lisa ist Toll und Tapfer. Ich bin erstaunt, wie sie das alles meistert. Danke, das du es Lisa etwas leichter machst. Du warst ein wundervoller Dad.Der BESTE AUF DER WELT. Ich schicke dir einen dicken , fetten Kuss zum Himmel. Noch einmal mit dir reden, noch einmal bei dir sein.................. Wir vermissen dich mein lieber Jürgen und Papa Gib uns ein Zeichen vom Himmel, das wir dich sehen können. I Miss Youuuuuuuuuu deine Grit mit Lisa fest an der Hand Liebe Oma, ich hoffe du bist gut angekommen. Meine Gedanken sind auch bei dir. Ich habe dich fest in meinem Herzen verankert. Oft gehe ich unsere letzten gemeinsamen 2 Stunden nochmal durch. Höre deine Worte, fühle deine Hand, streiche dir übers Gesicht und sage dir wie lieb ich dich habe und wie froh ich bin dich zu haben. Ich wünschte dir einen gute Reise, Aber eigentlich hätte ich es gewollt, wenn du noch hier auf Erden geblieben wärst. Und auf der anderen Seite gönne ich dir deine wohlverdiente Ruhe. Aber wer gibt mir die Hilfe , mit diesen Verlusten fertig zu werden. Du hast mich an deinem Sterbebett noch getröstet, hast mir Mut gemacht. Doch diese Verluste kann man nicht einfach wegstecken. Ach Oma, ich liebete dich von ganzen Herzen. Du hast mich beschützt als ich Kind war. Du warst immer für mich da. Und ich ? Ich habe dich alleine gehen lassen. Halte mir einen schönen Platz frei, da oben im Himmel. Aber es wird noch viele Jahre dauern, denn ich möchte Lisa erst richtig Erwachsen bringen und vielleicht mal ein Enkelkind im Arm halten. Oma, Danke für alles was du für mich getan hast. Nie werde ich dich vergessen. Oma, auch du bist jetzt mein:engel: Deine Enkelin Grit mit deinem Urenkel Lisa fest an der Hand und Papa Jürgen fest im Herzen PS.: Danke Ihr Lieben hier für euere Worte, nicht alleine zu sein tut verdammt gut. Und doch muss ich den Weg alleine weiter gehen. Ich schicke einen ganz lieben Gruß in die Runde LG Grit |
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Liebe Grit,
ich denke, dass ein Fest wie Weihnachten besonders schlimm für euch ist... Da kommen so viele Erinnerungen hoch und der Verlust ist unerträglich. Der liebste Mensch fehlt... Und dann musstest du dich auch noch kurz zuvor von deiner Oma verabschieden. Das ist unsagbar schwer. Und dennoch ist es gut, dass du weinen kannst, dass du traurig bist und all das zulassen kannst. Es wird sicherlich noch seine Zeit dauern, bis du auch wieder die schönen Seiten des Lebens wirst sehen und genießen können, doch auch diese Zeit wird kommen. Bis dahin ist es ein anstrengender und steiniger Weg, der einen oft zurück stößt und manchmal mögen wir auch ganz einfach nicht weiter gehen, weil wir zu erschöpft sind. Wie schön, dass du Lisa an deiner Seite hast! Liebe Grit, ich hoffe, dass du jemanden hast, mit dem du immer sprechen kannst, wenn dir danach zumute ist, der deine Traurigkeit ertragen kann und sie dir nicht ausreden möchte, der für dich stets ein offenes Ohr hat und der dich auch mal in den Arm nimmt, wenn du gehalten werden möchtest. Liebe Grüße Miriam |
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Weihnachten, Geburtstag und neues Jahr,
alles geschafft. Es waren Tage voller Leere, Angst, Ungewissheit,Trauer. Wir brachten viele Kerzen zum Grab, selbst Lisa schmückte für Papa einige Tannenzweige mit Weihnachtskugeln. Meinen von Lisa zum Geburtstag geschenkten Blumenstrauß brachten wir zu Papa. Was soll ich beschreiben ? Es war Grausam, es war sehr schmerzlich, es war auch unerträglich. Warum Jürgen nur du ? Und dann noch Oma. Ich hoffe sie ist gut angekommen. Gestern hatte dein Papa Geburtstag lieber Jürgen, Lisa und ich waren am Grab. wir brachten Opa Fritz eine rote Rose und eine Kerze. Ich hoffe ihr habt schön gefeiert. Wir vermissen dich so unendlich. Hier ist es anders geworden. Ruhig und Still. Wir kuscheln viel und halten uns in den Armen. Deine Lisa ist sehr fleißig. Sie übt ihre Musik. Spielt jeden Tag. Ich denke so verarbeitet Lisa das erlebte. Wir gingen an Silvester Punkt Mitternacht nach unten. 3 Raketen hatten wir. Die erste schossen wir gemeinsam mit ganz vielen BITTEN in den Himmel. Die 2. Rakete war für dich lieber Jürgen und Lisa hatte noch einen kleinen Zettel dran geklebt mit lieben Grüßen von uns an euch im Himmel und die 3. Rakete war für Oma, die ja erst kurz vor Weihnachten starb. Lange standen wir da und hielten uns umarmt. Es tat so verdammt weh, dich nicht mehr hier zu haben. Euch nicht mehr hier zu haben. Ach Jürgen, weißt du, eigentlich wollte ich hier nicht schreiben. Oft denke ich mir, wieviel ELEND dieser Krebs wohl in Familien bringt. Weißt du wieviele Frauen,Männer,Kinder,Eltern,Tanten, Onkel und Freunde hier schreiben ? Jeder trägt vom Anderen die Last mit. Wir weinen hier zusammen, stützen uns hier,trösten uns hier, geben und bekommen Tip`s und vielen mehr. Ich kann es nicht verstehen, warum alles so sein soll,ist oder wie auch immer. Ich bin froh, das ich hier schreiben darf, was mich bewegt. Leute schreiben mir Antworten, in denen man Trost findet. Weißt du mein Schatz, ich versuche es ja zu verarbeiten. Aber wie soll man das schaffen, wenn es immer die Bilder im Kopf gibt, die mir sagen wie sehr wir dich vermissen. Oder wenn die Arzttermine nochmal ablaufen, als sie uns nach Hause zum Sterben schickten weil keine Behandlung mehr was bringen würde. Den Schmerz trage ich immer und immer wieder. Ich weiß ich muss weiterleben. Aber wie nur ??? Lachen , nein ich kann nicht lachen. Lisa liegt in deiner Betthälfte, sie sucht in der Nacht die Nähe zu mir. Nicht ich möchte das sie bei mir im Bett schläft sondern Lisa will es so. Sie verarbeitet es Nachts im Schlaf. Ach Papa, Lisa hat einen Freund. Er heißt Andy. Ein lieber Junge. Sie gehen Hand in Hand mit Shadow durch den Wald. Es sieht so Süß aus. Veränderungen, die wir eigentlich gemeinsam erleben wollten. Ich hoffe du kannst im Himmel diese Zeilen lesen. Und ich hoffe Oma hat dir noch viele Sachen erzählt, die ich ihr mit auf die Reise gegeben hatte. Jürgen, wir vermissen dich sehr. Deine Grit mit Lisa fest an der Hand, den Kämpfer und die Oma fest im Herzen |
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ich lese seit geraumer zeit mit und möchte dir einfach eine dicke fette umarmung schicken! deine tochter und du, ihr seid so tapfer!
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Liebe Grit
Ich finde es so schön, dass du dich mit deiner Lisa so gut verstehst und dass ihr miteinander traurig sein könnt. Das vermisse ich ein wenig, dass ich niemanden habe, der ähnlich traurig ist wie ich - am meisten Trost finde ich noch bei seinem Freund, der in seinen letzten Tagen jeden Tag mit mir an Sigis Bett gesessen ist und dem sein Tod auch sehr, sehr nahe gegangen ist. Zum Glück besucht er mich jetzt auch noch regelmäßig und hilft mir wo er kann. Ich bin froh, dass ich wenigstens ihn jetzt habe. Es ist so schwer ohne unsere geliebten Männer. Irgendwie habe ich es noch gar nicht realisiert, dass er nie mehr da sein wird. Ich habe immer irgendwie das Gefühl, dass er gleich mal zur Tür herein kommen wird - und weiß doch ganz genau, dass das nie mehr so sein wird. Ach Grit, wie du schon geschrieben hast: wir sind nicht die Einzigen - so viele trauern um ihre Lieben, aber es ist für jeden von uns trotzdem so unheimlich schwer zu ertragen: dieses "nie wieder".... Liebe grüße Edith |
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Ich kann nicht mehr,
ich zerbreche Stück um Stück. Oma, ich hoffe du hast Jürgen die liebsten Grüße ausgerichtet. Ich möchte schreien,ich möchte so gern verstehen, warum ihr gehen mußtet. Ich würde gern wissen wollen, warum dieser Krebs die geliebten Menschen nimmt, egal ob Kind,Frau,Mann,Oma,Opa, Freund oder Freundin oder Bekannnte. Warum du scheiß Krebs bist du so STARK ? Ich habe verloren. Wir haben verloren. Daniel war 5, er war erst 5 Jahre und wurde uns genommen. Krebs. Knochenkrebs. Britta 42 Bauchspeicheldrüsenkrebs. Onkel Harry 70 Leberkrebs. Opa Martin 68 Knochenrebs. Mein Jürgen Ohrspeicheldrüsenkrebs. Und Oma Erna Knochenkrebs. Und nun zerbreche ich an all diese Gedanken. Ich bin fertig. Ich bin so leer. Warte auf meine Therapeutin um zu versuchen noch etwas zu retten. Aber was ? Ach mein 7 unser Kind, liebste Lisa ich weiß nicht wie weit ich es schaffe alles zu verarbeiten. Aber ich möchte das du weißt das ich dich Liebe und auch dein Papa liebt dich über alles. Er ist unser Engel. Den kann uns keiner nehmen. Ich weiß wie sehr wir Papa vermissen. Ich hätte dir das alles gern erspart. Mein Schatz du bist unser Sonnenschein. I LIVE YOUUUUUUUUUU Deine Mama Euch sage ich Danke für all die lieben Worte. Danke für eure Unterstützung. Liebe Grüße Grit mit Lisa fest an der Hand und unseren Kämpfer und Oma Erna fest im Herzen |
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Liebe Grit,
auch ich lese seit einiger Zeit mit und heute musste ich mit dir mitweinen. Ich wünsche dir und deiner Lisa ganz viel Kraft und drück euch beiden, wenn ich darf, mal ganz fest. Ich hoffe, deine Therapeutin konnte dir ein wenig helfen. LG. Brigitte |
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