![]() |
Die Angst "danach"
Liebe BK-Schwestern,
während der ersten Wochen des Wartens auf die Diagnosen und der Behandlungen war ich öfters schockerstarrt. Jetzt, nach OP und in der Strahlenbehandlung löst sich diese Schockstarre langsam und ich werde etwas ruhiger. Grund dazu hätte ich, da meine Histologie vergleichsweise "freundlich" war. Dennoch überfällt mich manchmal eine ganz tiefsitzende Zukunfts-Angst, die plötzlich auftaucht und recht heftig ist. Ihr habt vermutlich ähnliche Erfahrungen. Möchte gerne verschiedene Vorschläge sammeln, die sich bewährt haben und im Alltag gut umsetzen lassen. Vielen Dank für Eure Erfahrungen! sagt Euch die Christl |
AW: Die Angst "danach"
Diese Sammlungen gibt es hier schön. Einfach ein bisschen stöbern und ggf. wiederbeleben.
|
AW: Die Angst "danach"
Liebe Christl :winke:
da kann ich mich eigentlich nur noch Gilda anschließen will aber gerne noch hinzufügen, dass sich die Schockstarre bei mir durch den Kontakt mit anderen Betroffenen rasch gelöst hatte. Nach der OP und während ChemoZyklen und BestrahlungsTerminen habe ich super Frauen kennengelernt....(und jetzt kommt der alte Spruch) "Ausnahmen bestätigen natürlich die Regel" ;) Meine Histologie war im Übrigen nicht freundlich und so hieß es, scharfe Geschütze auffahren. Nachfolgenden Satz schreibe ich mit besonderer Begeisterung: "Das ist über 10 Jahre her" .......weniger gerne aber absolut ehrlich gemeint sage ich im sicheren Einvernehmen mit vielen anderen Betroffenen: "Eine gewisse Sorge bleibt". Alles Gute und liebe Grüße :winke: |
AW: Die Angst "danach"
@gilda 2007
Vielen Dank, liebe Gilda. Ich würde eben gerne zu diesem speziellen "danach"-Thema Einiges sammeln. Unter dem Thema Angst erscheint ansonsten im Forum eine unüberschaubare Menge von Beiträgen, die auch das Warten auf Befunde,Entscheidungen, Behandlung, Chemo usw. betreffen. Das Thema Angst begleitet uns natürlich auch vorher dauernd. Ich meine hier aber speziell die Zeit, in der wir langsam wieder zurück ins "normale" Leben sollen. Man könnte also auch fragen: Wie verarbeitet ihr diesen Schrecken und die Angst vor einem Rezidiv? @Ilse Racek Vielen Dank, liebe Ilse. Das erhoffe ich mir auch und versuche ich, durch Gespräche mit Gleichbetroffenen, besonders in der AHB, diesem Schrecken seine Macht zu nehmen. Alles Gute Euch allen! Christl |
AW: Die Angst "danach"
Hier ist der Hauptthreads:
http://www.krebskompass.de/showthrea...ighlight=Angst http://www.krebskompass.de/showthrea...ighlight=Angst |
AW: Die Angst "danach"
Hallo,
Auch ich möchte mich hier als "Angsthase" outen ;-) Die Diagnose war in 9/12 und nä Monat hab ich wieder ein komplettes staging als Nachsorge oder Vorsorge.. je nachdem wie man es nennen mag. ich befinde mich z zt noch in Reha und der Austausch mit anderen Frauen hat mich schon ein Stück weiter gebracht. Aber die Angst kriecht gern den Nacken hoch u lässt sich vor solchen Terminen schwer beherrschen. Ich hoffe auf langweilige Befunde (die wünsch ich euch allen). Ansonsten hilft mir gut informiert zu sein. Gibt mir das Gefühl nicht so völlig ausgeliefert zu sein. wie schon einige Frauen hier geschrieben haben, eine gewisse Angst bleibt. Ich hoffe noch aufs Patentrezept diese völlig beherrschen zu können, aber das ist wohl zuviel verlangt. Ich wünsch euch allen Tage an denen ihr der Angst ein Schnippchen schlagt indem ihr sie mit Freude, Spaß und lieben Menschen füllt, die euch gut tun butterfly |
AW: Die Angst "danach"
Hallo,
ich habe meinen ersten Mammographie-Termin am 8.11. (leider ging es nicht früher) und ich spüre jetzt doch etwas Angst, was dabei herauskommt. Die Angst, dass wieder etwas ist, wird wohl noch sehr lange bleiben. LG Doris |
AW: Die Angst "danach"
Hallo, es ist nicht leicht mit der Diagnose umzugehen aber ich glaube einfach, dass es besser ist, das der BK erkannt wurde/entfernt wurde/die Behandlung begonnen hat.
Ist es nicht schlimmer wenn wir nichts merken und der Krebs in Ruhe streut. Meine Cousine hatte das CUP, der Primärtumor wurde nie gefunden und sie hat es leider wegen Lungenmetas nicht überlebt. Denkt daran, dass es einfach eine echte Chance bedeutet wenn der Tumor vielleicht noch rechtzeitig entdeckt und behandelt wurde. Die Angst frisst sonst die Seele auf. Gruß Amy |
AW: Die Angst "danach"
@Amy :winke:
Das Bedrückendste ist vielleicht, dass ja wohl nie so ganz geklärt sein wird "was ist rechtzeitig" :confused: Beim heutigen Stand der Medizin und modernen Verfahren sieht man krankhafte Veränderungen schon sehr viel eher, als noch vor Jahren. Trotzdem bleibt ja die Unsicherheit, ob man von Fall zu Fall früh genug und vor Allem A l l e s erkannt hat :rolleyes: Wie stark die Angst überhand nimmt, ist oft auch von den Lebensumständen abhängig :knuddel: :winke: |
AW: Die Angst "danach"
Liebe gilda 2007,
vielen Dank für die genannten threads, hätte sie vielleicht sonst nicht gefunden. Ihr seid ja schon länger "hier" und kennt euch besser im Forum aus... Ein großer Teil der hochkommenden Ängste ist wohl dadurch verursacht, dass es in meinem Fall, wie sicher auch bei vielen anderen. mehrmals Uneinigkeit zwischen verschiedenen Ärzten vor der Diagnose (Birads 3 oder 4), über das OP-Ergebnis (Resektionsrand ausreichend oder nicht) und den Behandlungsverlauf (Chemo oder nicht, Bestrahlungsbeginn erst nach 6 Wochen) gab. Das hat mich sehr verunsichert. Muss erst wieder lernen, der Schulmedizin zu vertrauen. Ich halte es durchaus für wichtig, eine kritische und mündige Patientin bleiben (dabei hilft mir das Überlebensbuch Brustkrebs, sonst hätte ich diese bisher vorgekommenen "Fehler" in meiner Behandlung kaum bemerkt), aber gleichzeitig muss ich jetzt damit klarkommen, dass diese eben nicht zu 100% wie aus dem Lehrbuch abgelaufen ist. Das ist halt die Schattenseite von Informationen zum Thema. Diese Ängste, dass etwas versäumt worden sein könnte, versuche ich, in Zukunft nach und nach langsam mehr loszulassen und das Vertrauen in meinen Körper, das erheblich erschüttert ist, neu zu gewinnen. Das Forum hier ist ein Teil des Plans, es nimmt mir das Gefühl der Einsamkeit mit der Diagnose, informiert, relativiert, und gleichzeitig kann es beunruhigen, deprimieren und den Blickwinkel verengen, wenn man es zu viel nutzt. Sehr wertvoll ist das Forum in jedem Fall unter dem Aspekt des Mitgefühls für die Mitbetroffenen und des gegenseitigen Unterstützens. Der ist Gold wert. Einen ruhigen kuschligen Herbsttag zu Hause oder bei einem Spaziergang im Blätterwirbel draußen wünscht Euch die Christl |
AW: Die Angst "danach"
Ich glaube, man muss auch einfach akzeptieren lernen, dass die Dinge nicht immer so eindeutig sind, wie wir uns das vorstellen. Einerseits wird der Schulmedizin vorgeworfen, dass sie uns auf Zahlen und Fakten reduzieren würde und uns nicht als ganzen Menschen sieht. Wenn man dann aber krank ist (und das gilt nicht nur für Krebs, ich habe MS, meine Mutter ist zudem noch schwer herzkrank), stellt man fest, dass es auch in der Schulmedizin mehrere Wege gibt, Ergebnisse nicht immer eindeutig sein können (ein Tumor ist kein einheitliches Gebilde, je nachdem, welchen Teil man untersucht, kann es verschiedene Ergebnisse bzgl. Rezeptoren etc geben) und die sich vor allem auch verändern können.
Bei mir gab es keine Uneinigkeit, bis auf kleine Differenzen: Die Zweitmeinung empfahl FEC statt FAC, Taxol statt Taxotere, erst OP, nicht neoadjuvant. Deshalb war nichts falsch, nur anders. Aber auf die Ängste hat das keinen Einfluss. Das Kopfkino hängt sich gerne an einem Faktor fest ("ich bin TN" oder "L1" etc.) und wägt dann gar nicht mehr ab, ob es neben Versäumnissen eben auch Übertherapie geben kann. Was im Fokus ist, hängt meinst mit dem eigenen Charakter zusammen. Ein komplexes Thema und bei 3 betroffenen Frauen in der Familie kann man lehrbuchhaft sehen, wie unterschiedlich Therapien und Kopfkino sind, ohne dass irgendwo was "falsch" lief. Denn auch andrere Wege hätten genauso richtig sein können. |
AW: Die Angst "danach"
Ich bin das 2. Mal erkrankt, 2 1/2 Jahre nach der Erstdiagnose.
Ein gesundes Misstrauen schadet nicht, auch wenn die Ärzte -zumindest innerlich- den Kopf schütteln. Ich hatte im August ein komisches Gefühl in der Brust. Weil ich auf einen Mammographietermin 4 Wochen hätte warten müssen, hab ich -etwas eigenmächtig und ein paar Monate vor dem geplanten Termin - ein MRT vereinbart. Die Nachsorge per MRT wurde mir ganz dringend von einer Radiologin aus dem Freundekreis ans Herz gelegt, als Regelnachsorge macht das auch mein Brustzentrum nicht, wo ich zur Nachsorge immer im Wechsel mit dem niedergelassenen Gyn bin. Das 1 cm große Rezidiv war dann auch tatsächlich nur im MRT sichtbar, nicht in der sofort danach gemachten Sonographie im Brustzentrum und auch nicht in der Mammographie, zu der ich auch noch geschickt wurde. Und ich sage Euch, wenn ich mit meinem "komischen Gefühl" in der Brust zu meinem niedergelassenen Gyn gegangen wäre ( bei dem ich ja 4 Wochen vorher zur Nachsorge samt Brustsono war) hätte er mir nach erneutem Ultraschall wieder gesagt " da ist nichts, und da kann gar nichts sein nach ihrer umfassenden Behandlung". Ein gesundes Misstrauen und Mitdenken schadet jedenfalls nicht! :grin: |
AW: Die Angst "danach"
@Jujamama :winke:
es verwundert mich immer wieder, wenn ich so etwas lese; seit vielen Jahren wird uns Betroffenen doch gesagt, dass die ersten 5 Jahre nach der Diagnose besonders brisant seien :confused: Da könnte man doch davon ausgehen, dass Hinweise auf eigene Beobachtungen durch Patientinnen - die mitdenken - besonders in dem Zeitraum, in dem Du wieder erkrankt bist, absolut Ernst genommen werden. Dass Tumoren manchmal "nur" im MRT gesehen werden, ist wohl leider schlicht Realität und dieses Verfahren müsste als Kassenleistung Standard werden. Dir alles erdenklich Gute wünscht von Herzen |
AW: Die Angst "danach"
Ja, Ilse, schade, dass Ärzte solche Sprüche drauf haben. Mein Gyn ist eigentlich sehr einfühlsam, hat x Fortbildungen in der Krebsnachsorge und ist auch mit dem Brustzentrum ganz gut vernetzt. Er wird selber von den gefährlichen 5 Jahren wissen, möchte aber wahrscheinlich die Patientinnen nur beruhigen. Aber dank der heutigen Informationsmöglichkeiten im Netz sind die Patienten aber nicht mehr so unwissend wie vielleicht noch vor 15 Jahren. Und da fühlt man sich dann als Patient nicht ernstgenommen, wenn man selber um die Rückfallgefahr weiß.
Naja, damals stellte sich auch erst während / nach der OP heraus, dass der Tumor multifokal war. Dank meiner extrem großen Brust wurde Brust erhaltend operiert, aber ganz ehrlich, wenn man VORHER ein MRT gemacht hätte, hätte man die Ausbretung des Tumors vorher gesehen ( die Mammo zeigte nur 1 Knoten...) und dann wäre niemals BET operiert worden. Aber mir ist auch klar, dass eine Mastektomie nicht vor Rückfall schützt...deshalb hadere ich nun nicht. Die Nachsorge müsste halt dringend an die neuesten Diagnose- und Therapiemöglichkeiten angepasst werden. Ich finde es wirklich tragisch:shocked:, dass (normalerweise) erst Beschwerden da sein müssen, bevor man MRT/ Knozi/ Tumormarker/Leberwerte etc bekommt. |
AW: Die Angst "danach"
Hallo,
leider ist es immer noch so, dass die Kassen diese Leistungen nicht generell in der Nachsorge anbieten und die Ärzte befürchten finanziell in Regress genommen zu werden. Wie so häufig in unserer Gesellschaft zählt auch hier das Geld vor dem Menschen. Und das bei Menschen, die lebensgefährlich erkrankt waren. Das macht mich traurig. Katzenmama6 |
AW: Die Angst "danach"
Hallo Silverlining,
mir erging es anfangs auch so wie dir, ich hatte nach 4 Fehldiagnosen ein sehr großes Problem Ärzten zu Vertrauen. Auch die Nachsorgeuntersuchungen bei einem verständnisvollen Onkologen gaben mir keinerlei Sicherheitsgefühl und ich hatte immense Angst vor einem Rezidiv, dass vielleicht wieder nicht erkannt würde. Auf meine vielen Fragen: ....was ist wenn...... wie kann man das erkennen......und wie soll ich mir denn bitteschön sicher sein, dass da nichts ist? Antwortete er schließlich: " Wenn sie nicht aufhören sich solche Fragen zu stellen, werden sie nicht mehr glücklich!" Ich war zuerst richtig sauer auf ihn, aber schließlich habe ich kapiert, dass er recht hat. Ich musste lernen mit der Ungewissheit zu leben und nicht ängstlich in die Zukunft zu schauen, sondern jetzt zu leben und zu genießen. Was mir persönlich geholfen hat mit der Angst besser umgehen zu können sind meine sportlichen Aktivitäten. Ich habe Neues ausprobiert, gewagt, auch wenn es zunächst etwas Angst machte: Ich habe angefangen zu reiten. Das war/ ist eine Herausforderung und Glück und Angst liegen dabei am Anfang sehr dicht beieinander. Ich bin mit meinen Töchtern klettern gegangen. Hatte plötzlich total Angst und wollte doch nach oben, und bin weiter geklettert. Ich habe Windsurfen ausprobiert und bin nach 20 Jahren wieder Skifahren gegangen. Es kommt glaube ich einfach nur darauf an, dass man sich fordert, dass muss gar nicht "gefährlich" sein, es muss einen nur persönlich etwas Mut kosten. Dadurch gewinnt man einfach wieder mehr Selbstvertrauen und Vertrauen in den eigenen Körper. Nebeneffekt: Wenn man so gefordert ist, vergisst man alles andere um einen herum. LG Panui |
AW: Die Angst "danach"
So ganz und gar...
ist auch bei mir die Angst nicht verschwunden. Man horcht irgendwie immer in sich hinein, wenn irgendein "Zipperlein" auftaucht und ein ungutes Gefühl hochkommt. Zumindest weiß ich aber, dass im Falle des Falles... also wenn ich der Meinung bin, da ist jetzt etwas, was ich unbedingt abgeklärt haben will... meine Onkologin mich ernst nimmt und entsprechend reagieren wird. Sie kennt mich seit über 10 Jahren und weiß, dass mich dann wirklich etwas sehr beunruhigt. MRT wäre also kein Problem; da bin ich sicher. Trotzdem würde sie vorher US und Mammo anordnen, einfach deshalb, um Vergleichsmaterial zu haben. Was die Ängste angeht, so kann ich sagen, dass die ersten drei Jahre die schlimmsten waren. Danach wurde es nach und nach weniger; ganz weg aber nie. Auch bei meinem Mann hat es drei Jahre gedauert, bis die schlimmsten Ängste weniger wurden und auch bei ihm ist immer noch eine unterschwellige Angst zu spüren. LG Norma Diagnose Brustkrebs Nov. 2001 (somit bald 12 Jahre geschafft :-)) Diagnose Darmkrebs Juni 2007 bei meinem Mann |
AW: Die Angst "danach"
Nur noch kurz zum Thema Ärzte/Schulmedizin, damit ich nicht falsch verstanden werde:ich wollte nicht polarisieren und ich bin sehr froh und wirklich dankbar für die kompetenten Behandlungen, die ich von ärztlicher Seite erhalten habe.
Gleichzeitig halte ich es für wichtig, als Patientin gut informiert zu werden, um Entscheidungen mitzutragen und Mitverantwortung fürs Gesundwerden zu übernehmen. Dazu gehört zuvor eine gute Aufklärung und Information durch die Ärzte, die in meinem Fall tatsächlich zu kurz kam. Schulmedizin (und Komplementärmedizin) und mündige BK-Patientinnen arbeiten zusammen für ein gemeinsames Ziel. |
AW: Die Angst "danach"
:winke:
Im Idealfall funktioniert das - leider nicht immer.... :winke: |
AW: Die Angst "danach"
Hallo,
ich habe auch Angst vor dem danach. Und in mir wächst immer mehr der Gedanke "warum tu ich mir das an". Mit antun meine ich schon auch die AHT, aber vor allem meine ich die Angst davor, dass das erst der Beginn ist. Decis rausgeschnitten, Bestrahlungen noch vor mir - alles überschaubar und mit dem Restrisiko kann ich auch umgehen, glaub ich. Aber was ist, wenn an anderer Stelle nicht auch schon was schlummert (Mikroverkalkungen wären ja genug dafür da), wäre es nicht am einfachsten, mir die Brüste abnehmen zu lassen, hätte ich da (mit größter Wahrscheinlichkeit) nicht für immer eine Ruh? Diese Körperstelle war mir nie sooo wichtig, und dass sie plötzlich die vielen kommenden Jahre mein Leben so dominieren soll, geht mir gar nicht ein. Ich habe bis jetzt im Forum nichts gefunden, betreffend nicht notwendiger vorsorglicher Masektomie (außer bei den genetisch Betroffenen), gibt es dazu vielleicht schon Diskussionsrunden? |
AW: Die Angst "danach"
Hallo Ihr
Habe vorhin gelesen, dass 80 Prozent der BK Frauen nach 5 Jahren noch leben und 60 Prozent nach 10 Jahren noch. Oh man, das zieht mich ungemein runter. 60 Prozent? Das sind nicht viele... Wie geht ihr mit der Angst um? :undecided Danke Euch! |
AW: Die Angst "danach"
Liebe Tina280,
ist halt schon von vielen Faktoren abhängig, daher sind solche %-Sätze mit Vorsicht zu genießen. Ich halte mir öfters vor Augen: Meine Mutter war vor 25 Jahren an der Kippe, mit weit fortgeschrittenem hormonabhängigem Brustkrebs, wurde brusterhaltend operiert, vor 13 Jahren dann neuer Tumor (aber nicht Rezitiv), nur Amputation notwendig, und seitdem lebt sie glücklich und gesund, hat aber auch immer schon auf Ernährung und Gewicht etc. geschaut. Das seh ich schon als Lichtblick, bei ihr hätten die %-Sätze was ganz anderes vorausgesagt. Und wenns ganz eng wird im Kopf denk ich mir: "zu Tode gefürchtet ist auch gestorben":cool:...hilft manchmal! Alles Liebe! |
AW: Die Angst "danach"
Hallo Tina,
ich finde 80% nach 5 Jahren und 60% nach 10 Jahren ist ganz schön hoch. Es gibt Krebserkrankungen bei denen es wesentlich schlechter aussieht. Diese Prozentzahlen kann man optimistisch - das Glas ist halb voll - oder pessimistisch - das Glas ist halb leer - sehen. Für mich habe ich beschlossen, daran zu glauben, den :smiley11: Mistkerl :smiley11: besiegt zu haben, zu den 80%/60% zu gehören und mich nicht von Angst beherrschen zu lassen. Liebe Tina, ich wünsche dir Möglichkeiten zu finden, deine große Angst in den Griff zu bekommen. Denn, wenn du zu den Glücklichen gehörst, die die Krankheit für lange Zeit besiegt haben, wird diese Angst dir die kommenden Lebensjahre schwer machen. Ganz liebe Grüße :pftroest: . Katzenmama6 |
| Alle Zeitangaben in WEZ +2. Es ist jetzt 05:45 Uhr. |
Powered by vBulletin® Version 3.8.7 (Deutsch)
Copyright ©2000 - 2026, vBulletin Solutions, Inc.
Copyright © 1997-2025 Volker Karl Oehlrich-Gesellschaft e.V.