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2,5 Jahre nach BK Schatten auf Lunge
Hallo zusammen,
aufgrund von leichtem, aber anhaltendem Husten hatte ich heute ein CT der Lunge. Dabei wurde auf der linken Seite ein ca. 3cm großer "Schatten" gesichtet. Meine Ärztin, mit der ich später telefoniert habe, nannte es eine "Raumforderung". Montag soll ich in eine Lungenfachklinik (Bremen Ost), um genaueres herauszufinden. Niemand nannte es eine Metastase, aber als ich fragte, was es denn gutartiges sein könnte, wurde geschwiegen. Meine FÄ, die das CT veranlasst hat sagte, eine kleine Chance gäbe es immer, dass es gut sei... Das klingt echt beschissen! Was es alles "böses" sein kann, weiß ich jetzt zur Genüge, kann mir jemand sagen, was es alles harmloses sein könnte? Google schmeißt mir nur die schlimmen Sachen raus. Eine Entzündung schließt der Radiologe eher aus, weil es dafür ein zu runder Herd sei. Da es auf der 2011 von BK befallenen Seite ist und ich damals neben TAC Chemo auch Bestrahlung bekommen habe, dachte ich, dass es vielleicht davon kommen könnte... ist das möglich? Was könnte es sonst noch sein, hat jemand Erfahrung? Mir fällt einfach nichts "gutes" ein und ich habe so eine Panik... ich bitte und bete, dass es keine Metastase oder Tumor ist... :sad::sad::undecided |
AW: 2,5 Jahre nach BK Schatten auf Lunge
Hallo,
hast du denn mal in der Zeit "danach" ein CT oder Röntgen von der Lunge machen lassen? Oder müsste das bei dir nicht sein? Bei mir wird wieder im neuen Jahr eine Röntgenaufnahme von der Lunge gemacht, da bei mir auch ein Verdacht anfangs bestand einer Metastase:eek:. Hat sich nicht bestätigt zum Glück!!! Daher kann ich deine Angst voll verstehen.İch drücke dir alle Daumen für ein gutes Ergebnis. Wie lange musste denn noch warten darauf? Ganz liebe Grüße von mir:1luvu: Rotfuchs |
AW: 2,5 Jahre nach BK Schatten auf Lunge
Hallo Tati,
oh Schreck... ich kann mich an einen Thread von Wurmi erinnern, hier ist er. Da sah es nach Lungenmetastasen aus, waren aber GsD keine. Lies mal. http://www.krebs-kompass.org/showthread.php?t=31557 Ich drücke Dir ganz feste die Daumen, dass es sich ebenso als was ganz anderes herausstellt!:pftroest: LG, Jule |
AW: 2,5 Jahre nach BK Schatten auf Lunge
Hallo Rotfuchs,
bisher wurde kein CT oder Röntgen der Lunge gemacht. Man hat sich zur Nachsorge nur auf die Brust gestürzt. @Jule: Der Bericht von Wurmi klingt wundervoll. Ich glaube zwar eher nicht, dass der Schatten im Bestrahlungsfeld liegt (der Röntgenarzt zeigte eher an die Seite bis hinten), aber ich weiß auch nicht, wie weit die Strahlen durch den Körper gehen. Ich hoffe und bete... und habe keine Ahnung, wie ich bis nächste Woche einen klaren Kopf behalten soll... |
AW: 2,5 Jahre nach BK Schatten auf Lunge
Hallo Tati,
ich hatte 2007 ebenfalls TAC-Chemo und ca. 3 Jahre später wurde bei einem CT, im unteren Bereich des rechten Lungenflügels, eine Verdichtung festgestellt, BK war jedoch links. Bei einem weiteren CT sechs Monate später hatte sich nichts verändert und deshalb hieß es gutartig, vermutlich Folge einer Entzündung. Wegen meiner COPD folgten inzwischen 2 weitere CT's und nach wie vor keine Veränderung in dem Bereich. Ich drücke dir die Daumen, dass auch bei sich ein langweiliger Befund einstellt. Gruß. Katzenmama6 |
AW: 2,5 Jahre nach BK Schatten auf Lunge
Hallo Tati,
ich kann mir vorstellen wie du dich fühlst!! Ich drücke auch alle Daumen, dass es sich als harmlos herausstellt. Ich hatte Anfang des Jahres ein CT der Lunge wegen anhaltendem Husten. Dabei wurde in Angrenzung an das Bestrahlungsfeld etwas entdeckt. Es stellte sich als subpleurale Fibrose heraus, als Folge der Bestrahlung. Also nicht Böses. Ich denk an dich und wünsch dir auch ein langweiliges Ergebnis!! Kirsten |
AW: 2,5 Jahre nach BK Schatten auf Lunge
Ach Leute, ich habe keine Ahnung, wie ich die Zeit bis Montag, Dienstag aushalten soll.
Ich weine nur noch, stehe kaum aus dem Bett auf, schlurfe den ganzen Tag im Schlafanzug rum, esse nichts und weine, weine, weine nur. Es raubt mir schier den Atem, diese Angst. Gestern habe ich meinem Hausarzt die CT Bilder gezeigt, ich selber habe sie dort erstmalig gesehen, hatte mich vorher nicht getraut sie mir anzusehen. Also am linken Lungenflügel (links war auch der Brustkrebs), fast ganz unten in der Spitze sitzt eine 3,2x3,3cm große "Kugel". Mein Hausarzt war der erste, der es gleich Metastase nannte. Der Röntgenarzt und meine Frauenärztin äußerten sich da vorsichtiger. Ich sagte zu meinem HA "Aber das wissen wir doch noch gar nicht, das wird Montag doch erst in der Lungenklinik untersucht..." Darauf schwieg er... Der "Vorteil" sei, dass dieses "etwas" so nah am Rand sitzt, dass man es leicht wegschneiden kann. Es sitzt nicht mittendrin. Das ist schon mal gut. Das wars dann aber auch schon mit dem gut... Ich habe panische Angst, dass es das gewesen ist. Verdammt, ich will diese Diagnose nicht bekommen, nicht zusammenbrechen, mich nicht wieder in diese Mühlen von Behandlungen begeben jede Nacht aufwachen, 3 Sekunden lang denken "alles gut" und dann merken "nein, nichts ist gut, Du hast Krebs, Du wirst sterben" ich will diesen Albtraum nicht... ich will doch einfach nur in Ruhe weiterleben. Wenn es schon nicht geht, dass ich richtig alt werde, dann doch bitte noch so 10, vielleicht 15 Jahre in Gesundheit... ich hab noch zu wenig Zeit nach der letzten Behandlung gehabt... Und ich habe keine Ahnung, wie ich die Zeit bis Montag überstehen soll. Und dann habe ich Angst vor den Untersuchungen. Hey, wer steht schon auf Lungenpunktion? Ich habe keine Vorstellung was da an Untersuchungen auf mich zukommt und das macht mir auch Angst... Die Angst beherrscht wieder mein Leben und ich hasse das! |
AW: 2,5 Jahre nach BK Schatten auf Lunge
Oh je Tati!
Als ich gerade Deinen Thread gelesen habe, musste ich schlucken. Ich drücke Dir sooo sehr die Daumen, dass nix ist!!!!!!!! Dein Tumor hat doch damals sehr gut auf die Chemo angesprochen, oder? Hattest Du nicht fast eine pcr? Lieben Gruss, ich drnke an Dich. Tina |
AW: 2,5 Jahre nach BK Schatten auf Lunge
Ich wollte dir nur mal sagen, dass ich heute an dich denke und dir ganz fest die Daumen für einen Fehlalarm drücke!!!
Ich weiß nicht, was ich sonst noch Tröstendes sagen soll, wahrscheinlich geht das vielen hier so. Von Herzen alles gute für dich! D. |
AW: 2,5 Jahre nach BK Schatten auf Lunge
Gerade habe ich einen Anruf von meiner Frauenärztin bekommen, eigentlich wollte ich sie fragen, ob sie sich um einen CT Termin im Rahmen des Stagings nächste Woche kümmert.
Da sagte sie, sie hätte gerade die Histologie meiner Proben, die Dienstag via Bronchoskopie entnommen wurden bekommen. Es wurde keine(!) Tumorzellen gefunden! Dafür sehr hohe Entzündungswerte. Das an sich ist erstmal spitze und ich konnte es mir auch nicht verkneifen zu jubeln, klar. Meine FÄ sagte mir, dass das schon mal sehr gut sei, ABER es kann immernoch sein, dass man bei der Bronchoskopie nicht richtig getroffen hat. Dafür müsse noch eine Nadelbiopsie von aussen gemacht werden. Aber sie sagte, die Chancen dass es nichts ist, steigen und ich dürfe vorsichtig Hoffnung schöpfen. Als ich dann in der Lungenklinik angerufen habe um einen Termin für die Punktion zu machen, holte mich der dortige Arzt ziemlich unsanft auf den Boden zurück. Er sagte, es gäbe noch überhaupt keinen Grund zur Entwarnung, der Stand ist immernoch der gleiche wie vor der Bronchoskopie! Dort ist etwas, das dort nicht hingehört und wir müssen klären, was es ist. Ich sagte, aber dass in den Proben schon mal nichts gefunden sei, sei doch gut, weil die Chance, dass sie bei drei Proben kein mal getroffen haben, sei doch recht gering, oder? Darauf ist er gar nicht eingegangen, er hat mich vollkommen ausgebremst und gesagt, er meldet sich, wenn er einen Termin für die Punktion hat... Klar, er ist vorsichtig, muss er sein und natürlich müssen wir jetzt weiter schauen, aber... Leute, ich weiß nicht, was ich denken soll. JA, jubeln sollte ich noch nicht, es gibt noch keine vollständige Entwarnung, ABER ich habe das Gefühl, dass meine Chancen nicht mehr 99:1 stehen, sondern zumindest 50:50. Oh mein Gott... das wäre ja... auch wenn ich nächste Woche ziemlich unsanft auf dem Boden der Tatsachen lande, im Moment habe ich zumindest Hoffnung... Was mir noch einfällt: Die betreuende Ärztin in der Lungenklinik sagte, wenn man sich die CT Bilder genau ansieht, sieht man einen winzig kleinen Lufteinschluss in dem Gebilde. Das sei wohl recht untypisch für eine Metastase... ich kann das nicht beurteilen, aber das zusammen mit den Entzündungswerten und den nicht vorhandenen Tumorzellen... |
AW: 2,5 Jahre nach BK Schatten auf Lunge
Halli hallo, da bis du ja endlich! Ach seufz... Typisch Ost , die holen einen immer so auf den Teppich zurück! Nimm dir das nicht so zu herzen! Ich finde auch, der Hoffnungsschimmer darf ein bisschen aufblitzen😉 die Ärztin im kh war das Frau Dr. S..? Ich drück dir weiterhin ganz fest die Daumen!!!! Lg launi
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AW: 2,5 Jahre nach BK Schatten auf Lunge
Liebe Tati,
ich habe die ganze Zeit an dich gedacht... Ja, Du darst hoffen und das ist gut so. Wenn man in 3 Proben nichts gefunden hat...die machen doch jeden Tag Bronchoskopien, ich kann mir nicht vorstellen, dass die dann 3 mal daneben treffen. Ich drücke Dir weiterhin die Daumen und hoffe mit Dir. Liebe Grüße, Jule |
AW: 2,5 Jahre nach BK Schatten auf Lunge
Hallo Launi, nein, es war eine Frau Dr. Eng... mit recht ausgeprägtem russischen(?) Akzent, aber sehr nett.
Ich danke Euch beiden, für Euren Zuspruch. Ich denke auch, dass es Grund zur Hoffnung gibt. Denn immerhin haben sie "das Gebilde" getroffen, sonst wüßten sie ja nicht von dem so hohen Entzündungswert. Meine Frauenärztin, die eine onkologische Zusatzausbildung hat und in diesem Gebiet forscht hat gesagt, dass sie zwar keine Lungenfachärztin sei, aber das mit dem hohen Entzündungswert und dem Lufteinschluss doch eher auf eine Entzündung deutet, wo auch immer die herkommt. Und die ursprüngliche Geschichte war ja, dass ich im März diesen Jahres eine Grippe hatte, mit der ich 3 Wochen flach lag, u. a. mit hohem Fieber und starkem Husten und Antibiotika. Dieser Husten ist aber nie richtig weggegangen. Seitdem huste ich. Zuerst dachte ich, das braucht wohl noch ein bißchen, ist wohl etwas hartnäckiger, dann kamen im Frühling die Pollen, im Sommer war ich im Urlaub an der See, dachte dort wird der Husten bestimmt besser, stattdessen wurde er deutlich schlimmer (ich tippe auf den Sandorn, der dort wächst), zu Hause wieder besser. Dann begann das nasse Wetter und ich hüstelte immernoch... und nur durch Zufall erwähnte ich dieses bei der letzten Nachsorge bei meiner FÄ. Ich huste seit der Grippe... vielleicht habe ich was verschleppt, das Antibiotikum nicht richtig eingenommen oder was auch immer... Vielleicht rede ich es mir schön, aber das ist die Hoffnung und die brauche ich gerade so dringend. Ach so, gerade die Termine für nächste Woche bekommen: Montag zur Vorbesprechung in der Radiologie Bremen Ost, dann wieder nach Hause (Bettenmangel), Dienstag dann der Eingriff und je nachdem wie ich den vertrage, bzw. wie meine Lunge darauf reagiert (man sprach von eventueller Lungenablösung... äääh...) darf ich Dienstagabend schon nach Hause oder bleibe eine Nacht, bis Mittwoch. Das sind Termine, das ist ein Plan, das ist Hoffnung. |
AW: 2,5 Jahre nach BK Schatten auf Lunge
Das klingt doch gut und lässt hoffen! Ich drücke weiter fest die Daumen!!!
LG Di |
AW: 2,5 Jahre nach BK Schatten auf Lunge
Hach Tati!
Das hört sich gut an und ich denke, dass da nix ist, so wie Jule schon schreibt, ist es sehr unwahrscheinlich, dass die bei dreimal nichts gefunden haben, obwohl da was sein könnte... :augen: |
AW: 2,5 Jahre nach BK Schatten auf Lunge
Hallo Tati,
ich habe auch die ganze Zeit an dich gedacht und Daumen gedrückt. Ich find auch das es sich eigentlich doch gut anhört!! Ich hatte auch mal so einen Arzt der mich immer auf den Boden holte und meinte er könne mir nichts versprechen. Ich halte auf jeden Fall die Daumen weiter!!! Alles Liebe von Kirsten |
AW: 2,5 Jahre nach BK Schatten auf Lunge
Hallo Ihr Lieben,
mal ein kurzes Lebenszeichen von mir, auch wenn es leider noch nichts Neues gibt. Dienstag dieser Woche war ich zur Lungenpunktion unter CT Kontrolle (NICHT SCHÖN!), wo nochmal Proben genommen wurden. Dabei hat sich leider ein Pneumothorax gebildet und ich musste im Krankenhaus bleiben. Inzwischen geht es mir besser, habe aber leider noch keine Ergebnisse der Proben. Eigentlich haben wir Freitag damit gerechnet, die Ärzte sagten aber, wenn das ergebnis nicht eindeutig ist, werden weitere Tests gemacht und dann kann das Ergebnis bis Mitte nächter Woche dauern... Tja und so warte ich also weiter. Nicht schön, aber nicht zu ändern. Ich melde mich wieder, wenn ich weitere Infos habe. |
AW: 2,5 Jahre nach BK Schatten auf Lunge
Danke fürs Bescheid geben, ich fiebere mit dir und werde jetzt erst mal googlen, was du Neues hast.
Alles Gute!!!! Di edit: Habs gefunden... Meine Güte, können die das nicht besser im KH? Das finde ich so ätzend an unserer Krankheit, dass man durch die Behandlungen/Untersuchungen immer noch neue Probleme kriegt. Als ob es nicht schon reichen würde.... Ich drück dich mal, du schaffst das! |
AW: 2,5 Jahre nach BK Schatten auf Lunge
Tja Leute, ich hab Euch versprochen sofort zu schreiben, wenn ich Ergebnisse habe. Heute Nachmittag hat der Arzt angerufen.
Es mag dramatisiert sein oder auch verfrüht, ans sterben zu denken, aber das ist halt mein vorherrschender Gedanke... Der Krebs ist zurück. Ich habe tatsächlich eine Lungenmetastase. Man weiß nur noch nicht, ob es ein Brustkrebs oder ein Lungenkrebs ist. Auf jeden Fall soll er Her2neu positiv sein... mehr weiß man noch nicht. Kann ein Lungenkrebs Hormonrezeptoren haben? Ich weiß gerade nicht, was ich denken soll... ich habe einfach nur Todesangst. Das kann doch nicht sein... das darf nicht sein... ich weiß nicht, was ich denken soll... Nächsten Montag wird erst das weitere Staging gemacht. Oberbauch und Thorax MRT und Knochenszintigram... Wenn es NUR die Lungenmetastase ist und man die wegschneiden würde... muss man dann noch Chemo bekommen? Ist bei Metastasen überhaupt eine Chemo angesagt? Ich würde gerne per Cyberknife das Ding schrumpfen lassen und dann den Rest wegschneiden lassen... nur keine Chemo... Ich weiß, ich habe noch keine vollständige Histologie, aber... was wisst ihr? Ich brauche Wissen über dieses Ding... kann man damit leben? Ich habe Angst, dass mir nur zwei oder vier Jahre bleiben... ich weiß, das kann keiner wissen, aber... kann man damit leben oder... was passiert? Das warscheinlich Metas nachkommen weiß ich aber... gibt es irgendetwas, an dem ich mich festklammern kann? Zeit? Statistiken? Irgendetwas? |
AW: 2,5 Jahre nach BK Schatten auf Lunge
Ach Tati...:(,
oh man,ich hatte so gehofft, dass es keine Metastase ist. Es ist wie es ist, nun bleibt zu hoffen, dass es eine Meta vom BK ist. Bei einzelnen Metas ist -glaube ich- immer eine OP am günstigsten. Ob dann noch Chemo angesagt ist...einerseits, um evtl. andere Minimetas, die man noch nicht diagnostizieren kann, zu vernichten. Andererseits hebt man sich in der Situation vielleicht die Munition auf... In der Situation würde ich auf jeden Fall eine Zweitmeinung einholen, vielleicht in Heidelberg bei Prof.Schneew... Ich habe hier einen Artikel über Oligometastasen gefunden( Einzelmetastasen), das klingt gar nicht mal so schlecht. http://www.kkm-mainz.de/fachkliniken...etastasierung/ Vielleicht kann Dir das ein wenig Hoffnung machen. Ich hätte Dir so sehr ein anderes Ergebnis gewünscht...aber nicht die Hoffnung aufgeben. Es gibt bei Krebs nichts, was es nicht gibt. Jule |
AW: 2,5 Jahre nach BK Schatten auf Lunge
Hallo Tati,
Deine Diagnose tut mir wirklich, wirklich leid. Ich weiss wie schlimm das ist, bei mir wurde im Maerz MBC diagnostiziert (ich habe 2 oder 3 Knochenmetas). Und genau wie Du dachte ich auch erstmal, mein Leben ist zu Ende. Das stimmt aber nicht - heute gibt es hervorragende Behandlungsmethoden und Medikamente, die den Krebs ueber viele Jahre kontrollieren koennen. Und dass Du HER2+ bist, wird heute oft als ein Vorteil gesehen, weil man da zusaetzlich und zeitweise auch anstatt der Chemo sogenannte "targeted therapy" bekommen kann. In meinem Fall (ich bin auch HER2+++, HR-) wurde nach der Diagnose erst Chemo (6 Zyklen Taxotere, Herzeptin und Perjeta) gemacht. Dazu bekomme ich Xgeva fuer die Knochen. Bisher alle 4 Wochen, ab jetzt alle 3 Monate. Ich bekomme weiterhin (und zwar so lange es wirkt) alle 3 Wochen Herzeptin und Perjeta als Infusion. Klingt jetzt nicht so toll, aber die Behandlung hat minimalste Nebenwirkungen bei mir (so wie bei den meissten anderen Frauen), ich lebe ganz normal weiter, ich arbeite, ich reise (sowohl privat als auch geschaeftlich), ich mache Sport, und lebe ein ganz normales Leben. Ich komme grade vom Gespraech mit meiner Onkologin nach dem Re-Staging zurueck - alles in Ordnung, kein Fortschreiten der Krankheit. Waere ich lieber gesund? Na klar! Aber das Leben ist nicht zuende - Du wirst sehen, sobald die Behandlung anfaengt und Du ein bisschen Zeit hattest, Dich mit der Situation auseinanderzusetzen, kommen definitiv viel mehr gute als schlechte Tage! :knuddel: Annette |
AW: 2,5 Jahre nach BK Schatten auf Lunge
Ich möchte nicht schon wieder die Haare verlieren... ich hab noch keine schöne Frisur... da können die doch nicht schon wieder ausfallen...
Ohne Haare und mit Krebs nimmt einen doch keiner als Frau wahr. Man ist immer nur die mit dem Krebs und die Leute gucken so mitleidig... Ich möchte einen Mann kennenlernen, jemanden mich mag und den ich mag... sowas geht nicht mit Krebsfrisur... da sind alle nur voller Scheiß Mitleid... Ich weiß, Luxusprobleme, aber... ich bin echt nicht bereit für schon wieder eine Chemo... |
AW: 2,5 Jahre nach BK Schatten auf Lunge
Tati, es tut mir leid! Du bist jetzt bestimmt in einem absoluten Gefühlschaos. Hast Du gute Leute um Dich herum, die Dich einfach nur in den Arm nehmen und Dich halten?
:knuddel::remybussi |
AW: 2,5 Jahre nach BK Schatten auf Lunge
Liebe Tati,
einen kleinen Mutmacher habe ich für Dich noch auf Lager. Als ich nach der Metastasendiagnose rumgelesen habe, habe ich mich auch ziemlich viel auf englischen Seiten herumgetrieben (über meine komischen Metastasen gibt's nämlich fast nichts auf deutsch), und mir ist ein Artikel besonders in Erinnerung, in dem sehr (!) gute (!!) Prognosen aufgestellt wurden für einzelne Metastasen. Also wenn es wirklich bei der einen Lungenmetastase bleibt, musst Du, glaube ich, überhaupt nicht verzweifeln. Wegoperieren und da weitermachen, wo Du vorher warst. Deine Chancen stehen dann im Grunde nicht schlechter. Ich finde den Artikel jetzt natürlich nicht mehr, aber frag Deine Ärzte mal danach. Herzlich, Lola |
AW: 2,5 Jahre nach BK Schatten auf Lunge
Da sind sie wieder, die Nächte, in denen man 100 Mal aufwacht und für ein, zwei Sekunden ist die Welt noch in Ordnung. Bis die Erinnerung zurück ins Bewusstsein kommt, das nichts in Ordnung ist. "Ach nein, Du hast ja Krebs..."
Und man möchte einfach nur ewig weiterschlafen und nicht in diesen Albtraum aufwachen... Bis ich einen nächsten Arzt sehe, der sich damit auskennt, wird es mitte nächter Woche werden... mein Hausarzt kennt sich nicht gut genug damit aus, meine Frauenärztin ist im Urlaub, ihre Vertretung weiß nicht, was er machen soll... ich brauch nen Onkologen, der mir nach dem Staging nächste Woche sagt, was sache ist und vor allem, wie es weiter geht. Brustkrebs ist kein Notfall, sagt man immer, wie ist es mit Metastasen? Da ist schnelles handeln erforderlich, oder? |
AW: 2,5 Jahre nach BK Schatten auf Lunge
Ach Tati :cry:
Es ist so gemein... wir alle haben nach dem Zwischenbefund auf Entwarnung gehofft. Zu Metastasen kann ich dir nichts sagen, aber du hast ja schon einige aufmunternde Hinweise bekommen. Lass nichts unversucht, um den Krebs in seine Schranken zu weisen. Die Haare wachsen wieder, aber es ist ein Schei... gefühl. Ich hatte seit meiner Teeniezeit hüftlange blonde Haare, die waren mein Markenzeichen.. tja, das war einmal, nun gibt es Wichtigeres. Gib nicht auf!!!!!! LG Di |
AW: 2,5 Jahre nach BK Schatten auf Lunge
Liebe Tati,
Ich weiss leider wenig ueber die Fragen, die Du gestellt hast. Ich wollte mich nur melden, um Dir zu sagen wie betroffen es mich macht, dass es Dich wieder erwischt hat. So ein Mist! Ich habe diesen Thread mitverfolgt und so sehr gehofft, dass es was Harmloses ist. Ich wuensche Dir nur das Allerbeste fuer die kommende schwierige Zeit! Bitte gib nicht auf! Liebe Gruesse, Dolores |
AW: 2,5 Jahre nach BK Schatten auf Lunge
Liebe Tati,
auch eine Metastase ist kein Notfall - wenn es so wäre, würde man Dich nicht so lange warten lassen. Aber die Nerven, die sind natürlich schlimm dran in so einer Situation. Irgendwen muss es doch geben, der Dir schon mal was sagen kann. Bei mir war es ein Sandkastenfreund, der inzwischen Onkologe ist. Später manchmal die Psychoonkologin, die auch Allgemeinmedizinerin ist und sich gut auskennt. Und ansonsten denk immer dran: Eine Chemo ist eine Option, aber bis sie Dir jemand vorschlägt, weißt Du nicht, ob Du eine machen musst. Vielleicht kommst Du mit Herzeptin und Hormonpräparaten aus. Übrigens hatte ich auch mal einen Pneumothorax, nach Portlegung. Das war ein Drama damals, fürchterlich. Und jetzt bist Du davon noch angeschlagen und musst so die ungewissen nächsten Tage aushalten, das ist schwer. Ich drücke Dir die Daumen, dass es erstens alles nicht so schlimm ist, wie Du es Dir jetzt nächtens ausmalst - und zweitens es Dir gelingt, Dich ein bisschen abzulenken in den nächsten Tagen! Herzliche Grüße Lola |
AW: 2,5 Jahre nach BK Schatten auf Lunge
Liebe Tati,
es tut mir so leid,ich habe wirklich ein anderes Posting erhofft:( Mein erster Gedanke war sofort wegschneiden und Chemo drauf...aber nein,Jule hat Recht. Vielleicht reicht ja erstmal Herceptin und Chemo bleibt der Joker? Das das Teil nun von Hormon neg. auf wenigstens HER2 gezwischt ist,sehe ich mal ein bisschen als positiv an, denn dann greift wenigstens Herceptin! In welchem Brustzentrum bist Du denn? Ich lege Dir wirklich Mitte ans Herz, der Chef Dr. A... ist wirklich gut auf dem neusten Stand! Tati, ich wünsch Dir aus tiefsten Herzen das allerbeste,das dein Kampfgeist durchkommt und du hoffentlich jemanden hast mit einer starken Schulter! Bitte halte uns auf dem laufenden... Lg launi |
AW: 2,5 Jahre nach BK Schatten auf Lunge
Zur Schlaflosigkeit - das verstehe ich so gut, aber du musst ja irgendwie bei kräften bleiben.
Mein Tipp: Besorge dir Hörbücher, leih dir welche, damit schlafe zumindest ich wieder ein. Mit Musik oder Naturgeräuschen klappt das nicht, weil man dabei noch denken kann. Ich drück dich!!!! Di |
AW: 2,5 Jahre nach BK Schatten auf Lunge
Hallo Tati,
daran kann ich mich auch gut erinnern - das Gefuehl nachts aufzuwachen und fuer einen Moment zu glauben, alles ist ok - bis es einem wieder einfaellt. :sad: Ich wuerde mir an Deiner Stelle ueberlegen, Dir vom Hausarzt (oder wer auch immer erreichbar ist) Schlaftabletten verschreiben zu lassen - nicht schlafen ist definitiv nicht gut fuer Dich! Ich hab' auch welche genommen, am Anfang - seit es mir besser geht, und wieder ein bisschen Ruhe eingekehrt ist, brauche ich sie nicht mehr. Ich glaube auch, dass Mets kein Notfall sind. Wenn's ein Notfall waere, dann wuerde man Dich auch so behandeln. Meine Onko hat mir jedenfalls gestern erklaert, dass sie meine 3-woechentlich Herzeptin/Perjeta Gabe vom 24.12 auf nach Weihnachten verschieben will, und da UEBERHAUPT keine Bedenken hat. Glaube mir - es wird nicht wieder wie "frueher", aber es kommen wieder bessere Zeiten! :pftroest: |
AW: 2,5 Jahre nach BK Schatten auf Lunge
Also bisher bin ich nur bei meiner Frauenärztin in "Behandlung". Der Befund aus der Lunge kam aus Bremen Ost, das Staging wird am St. Joseph Stift gemacht. Und dann meinte die Vertretung meiner FÄ, dass meine FÄ alles weitere machen würde, da sie eine onkologische Ausbildung hat.
Ich mag sie sehr und ich weiß, dass sie viel auf dem Gebiet forscht, aber ich möchte auch an ein zertifiziertes Brustzentrum. Dieses Mal allerdings nicht nach Bremen Mitte, sondern Hamburg Eppendorf. Die sind im Bereich Brustkrebs, wie auch Lungenkrebs/Lungenerkrankungen ganz oben auf (Heidelberg wäre mir lieber, ist aber einfach zu weit weg). Von daher denke ich, dass Eppendorf eine sehr gute Alternative ist. Zudem gibt es in Hamburg ein Strahlungszentrum, welches die Cyberknifemethode anwendet. Ich weiß ja noch nicht, welche Behandlungsmethoden für mich in Frage kommen, aber wenn Bestrahlung, dann Cyberknife und dann kann man das in Hamburg vielleicht miteinander verbinden. So wäre zumindest mein Wunsch nach heutigem Stand. Ich kann mir keine halben Sachen mehr leisten. Ja, Bremen Mitte ist gut, ich habe mich damals auch gut "behandelt" gefühlt, aber ich habe auch nicht vergessen, dass ich einmal die falsche Chemo angehängt bekommen habe und dass zweimal Blutwerte vertauscht wurden. Die Station ist katastrophal, wenn gleich die Schwestern alle sehr bemüht waren. Aber jeden Tag einen anderen Arzt sehen, weil jeder Neuling, jeder Assistent auf die Station geschickt wird... Nein, das geht besser und ich muss auf "besser" achten. Ansonsten... versuche ich den Kopf nicht hängen zu lassen. Ich war heute im Büro und habe meine Vorgesetzen und Kollegen informiert... bei einem so großen Laden wie unserem habe ich viel Zeit mit erzählen und gemeinsamen weinen verbracht. Aber es war auch schön, so aufgefangen zu werden. Ausnahmslos jeder hat mich in die Arme genommen und auch wenn das der MOment war, wo bei mir die Dämme brachen, es war schön. Jetzt bin ich allerdings auch echt leer. Und so müde ich auch bin, gleich kommen noch mein Mann (wir leben getrennt) und eine Freundin von früher, die mir Gesellschaft leisten. Alleine sein ist zur Zeit das schlimmste. Die restliche Woche habe ich mir vollgepackt, damit ich nicht zu viel nachdenke. Es gilt, die Zeit bis Montag rumzukriegen. Das ist das wichtigste. Und dann mal weiter sehen. Ich danke Euch sooo sehr für Euren Zuspruch... es hat mich beim letzten Mal schon fasziniert, wie so ein Gemeinschaftsgefühl zwischen eigentlich fremden Leuten entstehen kann. DANKE! |
AW: 2,5 Jahre nach BK Schatten auf Lunge
Liebe Tati, auch ich habe mit Schrecken von dem Ergebnis gelesen. Ich habe dir von Herzen ein anderes Ergebnis gewünscht!! Jetzt heißt es wieder KÄMPFEN!! Ich drück dir ganz fest die Daumen und lass dir wie schon vorgeschlagen wurde evtl. was zum Schlafen geben. Ich drück dich und wünsche dir ganz viel Kampfgeist!!!!! Wenn ich irgendwie helfen könnte...
Melde dich und halte uns auf dem laufenden! Alles Liebe Kirsten:) |
AW: 2,5 Jahre nach BK Schatten auf Lunge
Liebe Tati,
ich möchte mal vorsichtig nachhören, wie es dir geht? Bist du einigermaßen zur Ruhe gekommen und siehst etwas klarer, was den weiteren Weg betrifft? Ich wünsche dir gute Nerven und ganz viel Kraft. Wir fühlen mit dir :knuddel: LG Di |
AW: 2,5 Jahre nach BK Schatten auf Lunge
Hallo ihr Lieben,
heute hatte ich ja das Oberbauch/Thorax CT und das Knochenszintigram und es ist beides ohne Befund! Alles sauber, soweit. An der Leber hat die Ärztin einen kleinen Bereich gesehen, der etwas schlechter durchblutet ist, als das andere Gewebe, das sei aber nun nichts, dass sie beunruhigt, das hätten viele Leute und wüßten gar nichts davon. Nur bei mir, mit der Vorgeschichte, erwähnt sie es. Zur Vorsicht soll ich von meinem Hausarzt ein Ultraschall machen lassen, damit könne man den Befund nochmal absichern. Also erstmal ist das ja schon ein super Ergebnis. Es verbessert meine Situation nicht, aber das wichtigste ist, dass es sie nicht verschlechtert! Es ist ein Teilerfolg und das war so wichtig! Jetzt heißt es weiter schauen, welchen Plan meine FÄ für mich entwickelt und wie es weiter geht. |
AW: 2,5 Jahre nach BK Schatten auf Lunge
Tati, in der Tat ein gutes Ergebnis, wenn man so sagen darf und kann.
Wenigstens nicht noch schlimmer. Weiterhin viel Kraft und alles Gute |
AW: 2,5 Jahre nach BK Schatten auf Lunge
Hallo Tati,
das ist wirklich gut! Ich freue mich fuer Dich! Weiter so! |
AW: 2,5 Jahre nach BK Schatten auf Lunge
Nächste Woche Donnerstag soll die erste Chemo starten. Docetaxel und Bevacizumab.
Nur OP kommt nicht in Frage, weil wir dann nicht wissen, ob die Chemo anschlägt und es gilt auch wiedermal potentielle andere Krebszellen im Körper zu vernichten. Meine FÄ schickt meine Unterlagen zwecks Zweitmeinung nach Eppendorf und in zu so einem Onlineportal, wo unabhängige Onkologen bewerten. Wenn wir nächsten Do. noch keine Zweitmeinung haben, starten wir erstmal. Wir hätten nicht viele Möglichkeiten der Medikation bei triple negativ Metastasen. TAC käme nicht in Frage, weil es für Anthrazykline wohl eine lebenslange Höchstdosis gäbe, die verabreicht werden kann und diese hätte ich schnell erreicht, weil ich halt schon die TAC bekommen habe. Ich kann nicht mehr denken, bin am Ende. Habe das Gefühl, dass mir die Felle wegschwimmen, wir nicht genug tun, das es zu wenige Möglichkeiten gibt, mir die Zeit wegläuft. Morgen zu sterben, ohne es vorher zu wissen, das würde ich mir wünschen |
AW: 2,5 Jahre nach BK Schatten auf Lunge
Tati, Du schaffst das! Ich glaube ganz fest daran!!:remybussi:remybussi:knuddel: Puh, es is soooo einfach geschrieben, dass weiss ich. Schlag dem schei.... Krebs erneut ordentlich in die Fres..... Der bekommt Dich nicht!!! Krönchen wieder richten und los geht's.
Weisst Du schon, was diese Chemo für NW hat? Die TAC kann es doch bestimmt nicht übertreffen, oder? |
AW: 2,5 Jahre nach BK Schatten auf Lunge
Meine FÄ sagt, wer TAC hinter sich hat, den haut das hier nicht um. Aber das Bevacizumab soll wohl recht starke Nebenwirkungen haben. Ich konnte mir nur akneartigen Ausschlag im Gesicht merken.
Es reicht ja nicht, dass man Krebs hat und einem die Haare ausfallen, man muss auch noch durch Akne entstellt werden. Alle anderen NW interessieren mich eigentlich nicht. Was kommt, das kommt und wenn es zu schlimm wird, höre ich auf. Ich habe keinen Kampfgeist mehr. |
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