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marianne13 29.04.2008 23:36

Bin Neu Und Weiss Nicht Weiter
 
soeben habe ich erfahren dass mein chef(ich bin seidt 20jahren bei dem paar) LEBERKREBS IM ENDSTADIUM HAT
leider bin ich total überfördert und weiss nicht damit umzugehn
diese leute sind wie meine eltern und die frau ist sehr schwer parkinson krank
jetzt soll ich morgen arbeiten gehn und weiss nicht was ich sagen soll bin nur am heulen was soll ich nur machen

marianne13 01.05.2008 18:09

AW: Bin Neu Und Weiss Nicht Weiter
 
schade dass ich nicht eine antwort gekriegt habe in so einer schweren situation:(

agdoy 01.05.2008 19:01

AW: Bin Neu Und Weiss Nicht Weiter
 
Denke auch, der Rat zum Hausarzt zu gehen ist gut, er kann Dir vielleicht etwas geben, das Dich beruhigt. Sicher ist die Situation schrecklich, Du leidest bestimmt auch sehr darunter. Du musst Dich auch in die Lage Deines Chefs versetzen, bei so einer Diagnose zieht es einem die Füße unter dem Boden weg. Wie er sich jetzt gerade zu Dir oder zu anderen verhält ist nicht gegen Euch gerichtet. Ich denke er muss zuerst einmal damit fertig werden und das geht nicht so schnell. Du bist jetzt gefordert, versuche einfach stark zu sein und nimm das alles nicht persönlich, sonst kannst Du niemandem helfen. Wünsche Dir viel Kraft und dass Du den richtigen Umgang mit diesem schweren Thema findest. Alles Liebe Agdoy

marianne13 01.05.2008 19:39

AW: Bin Neu Und Weiss Nicht Weiter
 
danke ja ich weiss dass ich stark sein muss habe meinem chef ja auch das versprechen gegeben immer auf seine frau aufzu passen
leider ist das thema sterben für mich sehr schwer und deshalb bin ich froh dieses forum gefunden zu haben
ich will kein beruhigungstabletten mehr habe diese sucht vor 8jahren in einer deutschen klinik geheilt und seidtdem nie mehr was genommen
ich muss es so aushalten und mit euch darüber reden die ihr auch betroffen seidt
danke@all

Reiner1 04.05.2008 10:33

AW: Bin Neu Und Weiss Nicht Weiter
 
Liebe Marianne,

erst einmal herzlich willkommen in dem Forum, auch wenn der Anlass ein sehr trauriger ist. Ich kann sehr gut nachvollziehen, wie es ist, wenn nicht oder nur teilweise über die Krankheit und das bevorstehende Ende geredet werden kann. Meine Mutter hat auch Lebemetastasen und noch viele weitere Metastasen. Auch bei ihr ist es klar, dass sie nicht mehr lange leben wird, was sehr sehr traurig ist.

Sie macht sich allerdings immer noch Hoffnungen und „verhandelt“ mit dem Tod: „Wenn ich aus dem Schlamassel erst einmal draußen bin, dann gehe ich jede Woche in die Kirche/ werde ich ein besserer Mensch….“ Es gibt viele schöne Momente und mal können wir mehr darüber reden und mal weniger. Das schwankt einfache.

Ich schreibe das, weil ja nicht gesagt ist, dass es gleich in den nächsten Tagen vorbei ist sondern es beleibt euch noch Zeit einen Umgang zu finden. So eine Diagnose ist immer ein Schock und es ist immer schwer damit umzugehen für alle Beteiligte. Für den Erkrankten genau so wie für die Angehörigen oder Freunde oder wie bei Dir als quasi Tochter.

Du bist natürlich nicht verantwortlich für das Heil deines Chefs und seiner Frau zu sorgen. Du hast ja selbst auch zu kämpfen mit den Gefühlen und Ängsten die bei Dir mobilisiert werden. In so einer Zeit gibt es kein Rezept was das Richtige ist. Jeder muss für sich und wenn es geht auch für die anderen sorgen.

Ich würde mir an Deiner Stelle Unterstützung von einem Psychotherapeuten und einen Hospizverein holen. Dort gibt es Ansprechpartner die sich genau damit auseinandergesetzt haben, wie man Menschen in seelischer Not bzw. im Sterbeprozess begleiten kann. Ich habe damit sehr gut Erfahrungen gemacht. Wenn der Motor bei einem Auto stottert holt man sich ja auch die Hilfe von einem Spezialisten. In dem Fall gibt es die Hilfe sogar auf Krankenschein und im Fall des Hospizvereins ist der ebenfalls kostenlos.

Ich hoffe Dir etwas weiter geholfen zu haben und wünsche Dir viel Kraft für die kommenden Wochen und Monate!!!!!!!!

Du machst das schon richtig!!!

Herzliche Grüße

Reiner :raucht:

marianne13 04.05.2008 15:35

AW: Bin Neu Und Weiss Nicht Weiter
 
danke dir für deine worte
mein chef war beim onkologen und hat jetzt wieder hoffnung aber wir wissen dass es keine mehr gibt,egal er ist wieder ein bisschen besser und gestern habe ich den ganzen nachmittag mit ihm und seiner frau verbracht und es war sehr schön wenn auch mi momenten sehr schwer
ich war bei meinem artz und habe mit ihm über alles geredet und es hat mir geholfen e meinte wenn es mir gar nicht gut geht kann ich jederzeit zu ihm

ja es ist schwer und hier im forum habe ich leider erfahren dass es sehr viele so schwere schicksale gibt

ich weiss ja nicht wieviel zeit meinem chef bleibt aber ich werde ihm jeden wunsch erfüllen und viel zeit mit ihm verbringen

danke an alle und allen wünsche ich die kraft mit ihren schweren schicksale einigermassen klar zu kommen

marianne13 16.06.2008 14:30

bin hilflos
 
hatte ja geschrieben dass mein chef und ersatzpapa krebs hat,am anfang sagte man uns leberkrebs im endstadium
jetzt nach vielen untersuchungen heisst es darmkrebs mit lebermetastasen
allerdings sei der tumor so klein dass nicht operiert werden muss
er bekommt jetzt chemo im krankenhaus und chemotabletten
seidt der zweiten chemo im krankenhaus geht es ihm sehr schlecht wegen den nebenwirkungen dodass er jetzt ein paar tage im krankenhaus bleiben soll zum aufpäppeln und mit der chemo wird gepausst
hmm ich kenne mich nicht aus mit alldem aber wird bei darmkrebs nicht gleich operiert?
er ist 76 sehr schwach und besteht nur noch aus haut und knochen

avastinjunkie 20.06.2008 20:03

Kein...
 
....Krebs ist wie der andere. Mit 76 Jahren ist ne OP - zumal wenn Dein Ersatzpapa stark abgenommen hat - nicht ganz ohne.

Wenn Du sagst "Tabletten" kann ich mir in etwa denken welche Chemo er kriegt. Der eine verträgt sie, der andere nicht.

Bitte behalt die Nerven und sei für ihn da. Versteh es ja menschlich. Aber wenn Du sie jetzt verlierst hilfst Du Deinem Ersatzpapa kein bisschen. Vergiß nie daß - wenn man diese Sch..Krankheit hat - die Psyche ganz wichtig ist.

Kann Dir leider nicht mehr sagen, aber vielleicht hilft es ein wenig.....

PS: Ohne den Ärzten ins Handwerk pfuschen zu wollen, die Uniklinik Düsseldorf bietet die sog. RFTA-Methode speziell bei Lebermetastasen an. Googel Dich mal durch..;) Der Eingriff ist recht klein.

marianne13 20.06.2008 22:49

AW: bin hilflos
 
Danke Die Tabletten Heissen Xelodal

Andrea Susann 21.06.2008 00:16

AW: bin hilflos
 
Hallo Marianne13,

ich wüßrde Dir gern schreiben.......alles wird gut aber bei dieser Krankheit weiß man nie wie sie verläuft, es ist ständiges auf und ab aber manch einer packt es. Ich bin hier weil jemand aus dem nahen Bekanntenkreis vor 2 Jahren an Darmkrebs erkrannkte, man gab ihn damals auf, er lag im künstlichen Koma viele Wochen lang. Zur Zeit hat er Chemopause.

Zu den Tabletten kann ich Dir leider nichts sagen und auch sonst nicht viel, nur eines, Du bist nicht allein mit Deinem Kummer, ich weiß wie es ist wenn man sich so hilflos fühlt........

Lieben Gruß

Susann

avastinjunkie 21.06.2008 13:26

AW: bin hilflos
 
Zitat:

Zitat von marianne13 (Beitrag 565939)
Danke Die Tabletten Heissen Xelodal

Zitat:

Zitat von marianne13 (Beitrag 565944)
die chemo wurde abgestellt er ist zu schwach und die weissen blutkörper sind sehr niedrig:(

Ahnte ich. Xelodal ist die orale Form von 5-fluor-Uracil, das zusammen mit Folinsäure seit Jahrzehnten die Standardchemo bei Darmkrebs ist. Erheblich besser verträglich.

Nochmal: Bitte behalt die Nerven. Denk positiv! Es ist die beste Hilfe für deinen Ersatzvater wenn dieses positive Denken auf ihn abstrahlt.

Die Chemo könnte umgestellt werden. Was er am besten verträgt weiss man erst nachher.

marianne13 21.06.2008 17:08

AW: bin hilflos
 
also es ist jetzt so dass er seidt tagen schluckauf hat,der tumor drückt auf das zwerchfell die onkologin meinte er wäre sehr wichtig die chemo weiter zu machen aber der zustand von ihm lässt es einfach nicht zu

ich kenne mich nicht aus mit alldem aber wenn er so leiden muss hat er denn überhaupt ne chance,mein verstand sagt mir dass es bald vorbei ist auch wenn es hart klingt:confused:

avastinjunkie 21.06.2008 22:51

AW: bin hilflos
 
Googel was rum, ich weiss nicht in welcher Ecke von Dland Ihr seid. Hol Dir in irgendeiner kompetenten Uniklinik ne zweite Meinung ein.Onkologen sind auch nur Menschen und wissen nicht immer alles.

Sorg dafür dass Du vom Arztgeheimnis entbunden wirst (Unterschrift von Deinem Ersatzvater ist nötig) besteh auf ner Kopie der Akte, lies Dich ein, Frag hier wenn Du was trotz Googeln (ersma selber machen) nicht raffst. Dann werden Sie geholfen..

Zweite meinung hab ich mir von der Uni Köln eingeholt.
http://www.medizin.uni-koeln.de/klin...hstundeCLL.php

Desweiteren: Die Krebsberatung des Deutschen Krebsforschungszentrums in Heidelberg, den link find ich jetzt nicht. Stunde Topgespräch mit Wahnsinns Ideen auf höchstem Nivau.

Wenn Du Deinem Ersatzvater über die emotionale Hilfe hinaus helfen willst dann mußt Du Dich reinarbeiten. Ich hatte nach meiner OP auch keine Ahnung. Also hau rein!!

Wenn Du sachliche Fragen hast frag hier.Laufen mußte jetzt selber :D

Du schaffst es !!!!!!!

marianne13 22.06.2008 12:39

AW: bin hilflos
 
bin aus luxemburg:embarasse

avastinjunkie 22.06.2008 13:06

AW: bin hilflos
 
Dann ist Köln garnicht so weit.

Besorg die Krankenakte, mach nen Termin (ca 1 Monat Wartezeit). Kontaktformular = link in posting Nr. 8

Du bist jedenfalls danach schlauer, weißt um mögliche Alternativen und weißt auch ob Die bei Euch vor Ort eingeschlagene Bdehandlung das Optimum ist oder nicht.

Nochn link: www.krebsinformationsdienst.de
Ich hab wohl den Eindruck dass man sich ein wenig in die Materie eingearbeitet haben sollte bevor man den Kontakt zu den Heidelbergern aufnimmt.


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