Liebe Sigrid,
ja, ich bin auch dankbar, dass dann doch alles so schnell gehen konnte.
Dankbar bin ich besonders dem "Hausarzt" (Olaf hatte nie einen, da er ja immer gesund war), der die Flankenschmerzen ernst genommen hat.
Dankbar bin ich allen Ärzten im UKE, die einen tollen Job gemacht haben.
Dankbar bin ich so sehr Birdie für das Gespräch und die Rückversicherung, dass wir im UKE in guten Händen seien.
Dankbar bin ich so sehr Euch mit Euer Erfahrung.
Mir ist bewusst, dass pT4 mehr als Sch... ist. Aber ich möchte derzeit nicht, dass Olaf es so bewusst ist. Er muss erst einmal wieder auf die Beine kommen.
Ich habe den "Schritt-für-Schritt-Gedanken" nach der Erfahrung mit meinem Vater gut annehmen können. Ich freue mich, dass Olaf erst einmal die Chance hat, in seinen Alltag zurückzukommen. Was dann kommt, müssen wir sehen. Und wie er sich entscheidet, ist allein seine Sache.
Ich habe ihm jetzt auch hoch und heilig versprochen, dass es keine Besuche ohne seine Absprache geben wird (auch wenn er zugibt, dass sie schön waren).
Ich bedränge ihn auch nicht. Versprochen!

Das macht eher seine Mutter, die ich (auf Olafs Bitte hin) so weit wie möglich von ihm fernhalte.
Ich bin von Anfang an sehr offen mit seiner Krankheit umgegangen. Alle wichtigen Menschen um uns herum wissen Bescheid; ich mache niemanden etwas vor. Das könnte ich auch gar nicht.
Als wir vor der ersten Lungen-OP zur chirurgischen Vorbesprechung in HH waren, lagen im Warteraum Broschüren der Deutschen Krebshilfe aus. Ich nahm zwei in die Hand ("Bewegung und Sport bei Krebs"/"Hilfen für Angehörige"). Olaf meinte: "Nimm die mal beide mit!"
Von der
Anlaufstelle für Nierenkrebs-Patienten habe ich auch so viel Info-Material bekommen !!
Derzeit wird Olaf all dies nicht lesen (wollen), aber irgendwann..........
Seit gestern Abend ist die "Schmerz-/Betäubungspumpe" ab (war damit fast zehn Tage dran) und eigentlich bestand die Aussicht, dass Olaf am Dienstag nach Hause kommen kann. Ich habe etwas Angst, Olaf hier ohne medizinische Beobachtung zu Hause zu haben, bevor die Reha beginnt. Aber ich merke, wie wie wichtig es für Olaf ist, mal wieder etwas anderes als Weißkittel und Krankenhausgerüche um sich zu haben - und er freut sich so auf den unseren Hund und den so schönen Garten zu dieser Jahreszeit.
Aber heute früh rief er mich an und meinte, dass er wieder ein Morphiumpflaster bekäme, da die Nacht so schlimm gewesen sei. Er wird gerade wieder mit Schmerzmitteln "vollgepumpt". Ich lehne diese in keiner Weise ab - ganz im Gegenteil.
Aber nach der zweiten OP und der Entfernung der "Pumpe" war er so down, dass ich befürchte, dass es mit unserem Entlassungstermin nichts wird.....
Aber bleiben wir mal optimistisch!
Oh je, das ging jetzt alles etwas durcheinander - verzeih'!
Ganz liebe Grüße und ein wundervolles, sonniges Wochenende
Kathleen