AW: Mein Vater, Diagnose Hautkrebs
Hallo Mina,
es tut mir sehr leid, dass Dein Vater so krank ist.
Und es ist kein Blödsinn, wenn Du das hier so schreibst, wie Du das gerade empfindest.
Mein Vater hat auch Krebs und wir haben nur noch Tage oder eventuell Wochen. Vor ca. 8 Jahren hatte er auch schwarzen Hautkrebs, allerdings ohne befallene Lymphknoten. Heute hat er Adenokarzinom mit Metas im Gehirn, in den Knochen und im Bauchraum. Hängt vielleicht auch alles mit dem Hautkrebs zusammen, wer weiß das schon.
Dass Deine Mutter so reagiert, das kenne ich auch. Meine Eltern wollten auch beide nicht, dass ich mich einmische. Ich hätte immer gut reden und wüßte ja gar nicht, wie es wirklich zu Hause aussieht - sagten sie.
Ich wollte mich zB um betreutes Wohnen kümmern, war gegen die Strahlentherapie, die meinen Vater jetzt so fertig gemacht hat.
Sag Deiner Mutti einfach, dass Du Dir große Sorgen machst und frage sie, was sie an Hilfe jetzt braucht.
Bei uns kam sehr schnell der Tag, an dem meine Eltern froh waren, dass ich alles organisiert und geregelt habe (Heimaufnahme meines Vaters). Meine Mutter hätte gar nicht die Kraft dazu gehabt.
Zwischendurch habe ich auch einfach mal etwas übers Internet bestell, wenn ich merkte, dass sie das alleine nicht hinkriegen.
Es ist bestimmt sehr schwierig für Euch alle im Moment. Ich mußte auch erst lernen, dass das nicht persönlich gegen mich geht, sondern eben jeder anders mit der Situation umgeht. Auch die Wesensänderungen des Krebspatienten sind wohl normal. Das hat mir jedenfalls der Psychologe so gesagt.
Gibt nicht auf. Ich wünsche Dir viel Kraft.
Grüße
Carla
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