AW: Es geht dem Ende zu
Ihr Lieben, nach bitteren Kämpfen während meiner Arbeitszeit habe ich es tatsächlich geschafft, dass wir am Freitag für Papa noch einen Rollstuhl bekommen haben. Meine Schwester hat ihn abgeholt und gleich zu Papa gebracht. Gestern bin ich auch hin und der Anblick tut so weh. Seien Frau und ich haben ihn gewaschen, ich habe ihn rasiert und wichtig für ihn ist immer, Hände waschen. Das haben wir dann also auch gemacht. er wollte unbedingt nach unten ins Wohnzimmer, aber das ging nicht mehr alleien. also, haben wir ihm einfach ein Kissen in die Jogginghose gestopft, das wollte er so, und ist dann ganz langsam auf dem Po die Treppen runtergerutscht. Den ganzen Samstag haben wir neben im verbracht auf dem Sofa, ganz leise. Alles war ruhig. Ein böser Schluckauf hat ihn geärgert und schlimmes Sodbrennen, also habe ich einen Arzt gesucht, der enstsprechendes injizieren kann. Er hat Papa auch Morphium gegeben. Um 22 Uhr ist der Arzt, dann auf unseren Wunsch nochmal gekommen, um für Papa eine ruhige Nacht zu schaffen. Heute Morgen war er schon sehr früh wach, seine Frau und ich haben beide mit ihm im Bett gesessen. Um 8.45 Uhr haben wir meine Schwester angerufen und sie gebeten, zu kommen. Der Weg sind 80 km - ich weiß nicht, wie meine Schwester das geschafft hat, aber entweder x mal geblitzt oder Motorschaden. Auf jeden Fall stand sie knapp 40 Minuten später auf der Matte. Papa hatte nur gewartet. Er ist um 9.45 Uhr eingeschlafen in den Armen der wichtigsten Menschen für ihn. Wir haben wenig mit ihm gesprochen, ihn nur berührt - damit er wußte, er ist nicht alleine.
|