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Alt 07.10.2011, 23:39
Panui Panui ist offline
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Standard AW: Knoten auf der Rippe Brustansatz b. Mammogr. nichts zu sehen

Hallo Yoki,
ich könnte mich glatt bei Sunny einreihen.
Ich hatte vor zwei Jahren, ebenfalls 47 jährig einen Knoten bei bei 6 Uhr und er rutschte immer zwischen die Rippen, so daß es auch schwer war ihn zu tasten. Der Gynäkologe hielt ihn nach dem Ultraschall für unauffällig (Fibroadenom) und schickte mich noch zur Mammographie. Dort wurde auch nichts entdeckt, sie wollten mir gar nicht glauben, dass da etwas sei und der Befund sei unauffällig. Ich hatte von Anfang an ein ungutes Gefühl, aber mein Gynäkologe sagte nur das sei harmlos und man könne so dicht am Rippenfell nicht punktieren oder stanzen.
Weil ich aber hartnäckig blieb, gab er mir schließlich eine Überweisung zum Brustzentrum. Dort machte der Chef ebenfalls einen Ultraschall und kam zum selben Ergebnis-- harmlos.
Inzwischen waren 3 Monate vergangen und ich hatte das Gefühl, der Knoten veränderte sich von "Erbse zu Bohne".Aber man hält sich dann ja selber schon für verrrückt. Mein Hausarzt gab mir schließlich einfach eine Einweisung ins Krankenhaus , weil ich auch noch Herzrhytmusstörungen hatte. Und ich wurde auch dort dem Gynäkologen vorgestellt, der den Knoten auch als harmlos beurteilte. Aber er sagte auch, er würde mir angesichts meines Alters doch auch dazu raten ihn zu entfernen, da man ihn an der Stelle einfach nicht punktieren könne.
Ich bin heilfroh dass er das gesagt hat.
Nach der PE war es klar es war ein invasives lobuläres Carcinom nur 1 cm groß aber schon invasiv. Lobuläre Carcinome kann man in der Mammographie oft nicht erkennen!! Nachresektion, Chemo, Bestrahlung.
Ich habe 5 Monate gebraucht bis das Ding raus war und auch nur, weil ich immer wieder Druck gemacht habe.
Wenn es möglich ist lass den Knoten auf jeden Fall stanzen !!!!
Wenn das nicht geht und du weiter beunruhigt bist, dann lass ihn ganz entfernen.
Ich habe für mich in der Nachsorge durchgesetzt, das ich einmal jährlich ein Mamma MRT bekomme, das ist die einzig aussagefähige Methode bei lobulären Carcinomen
Und hallo Leuri,-----Ja das mit dem Vertrauen zu Ärzten ist für mich seit den ganzen Fehldiagnosen auch ein großes Problem. Ich bin brusterhaltend operiert worden und habe immer wieder Stellen, "die nicht normal" aussehen im Ultraschall und jedesmal schrillen bei mir die Alarmglocken, wenn die Ärztin, dann sagt:"Das sieht eigentlich ganz harmlos aus". Ich überlege ernsthaft, ob ich die Brust ganz entfernen lasse ( ist eh nicht mehr viel übrig)

Auf jeden Fall, dranbleiben und nicht auf die lange Bank schieben !
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