AW: Hinterblieben, nur wo?
Hallo Alaska,
schade, dass ich deinen Beitrag nicht mehr lesen kann. Ich weiß von deinem Beitrag nur, was mir andere zugetragen haben und was ich aus den Antworten lesen kann. Leider hast du deinen Beitrag gelöscht. Warum? Ich sehe da keinen Grund für. Du hast dich anscheinend in deiner Trauer getroffen gefühlt und ich finde es gut, wenn du das dann auch ausdrückst.
OK. Es ist gut und schön Zustimmung zu erhalten zu dem, was man schreibt. Ich freue mich auch darüber. Keine Frage. Auf der anderen Seite ist Kritik schliesslich auch nicht verkehrt. Sowohl das Eine als auch das Andere ist nötig, um im Leben voran zu kommen. Das gilt ganz besonders in der Trauer. In den Arm nehmen, mal ein Knuddler ist genau so nötig wie auch ab und an mal ein Tip, ein Rat oder vielleicht auch mal ein Tritt in den Hintern. Nur so hab ich es überhaupt bis heute und hier geschafft.
Die Trauer hat viele Gesichter. Dieser Thread ist nur genau ein Aspekt der Trauer, zudem ein fortgeschrittener und, genau wie bei vielen anderen Threads auch, einem ständigen Wandel unterlegen. Als aufmerksame Leserin kannst da das fast überall feststellen.
Was ich hier (und auch sonstwo) schreibe, ist meine persönliche Sicht der Trauer im jeweiligen Hier und Jetzt. Ob gestern, vorgestern oder vor 4 Jahren. Warum und weshalb ich genau so schreibe habe ich gestern morgen zur Genüge beschrieben. Ich könnte jetzt sagen: "OK. War ein Fehler. Ich lösche diese Büttenrede."
Nein. Mach ich nicht. Denn diese Büttenrede drückt aus, was ich an diesem Tag fühlte: die wieder gefundene Freude am Leben. Sie drückt genau das aus, was diesen Abschnitt der Trauer kennzeichnet: einerseits oft überschäumende Lebensfreude und, wie aus dem Beitrag davor zu lesen, die immer noch existierende tiefe Trauer, das Verletztsein und der Zweifel am Geschehenen. Auch in den Antworten auf dein Posting ist das deutlich zu lesen.
Sei lieb gegrüßt,
Helmut
Geändert von HelmutL (21.02.2012 um 15:23 Uhr)
Grund: redaktionelles
|