Hallo Ulphin, Erle, Miriam, Morgana, Ilse und alle anderen,
herzlichen Dank für eure lieben Wünsche. Da ich zur Zeit ja nicht zu Hause bin, konnte ich nur ein langes Telefongespräch mit meiner Jüngsten führen. Wie sie mir sagte (und wie sie sich anhörte) fühlt sie sich rundum pudelwohl. Alles ist also in bester Ordnung. Ich freue mich schon riesig darauf, sie gegen Ende der Woche mal so richtig fest-vorsichtig

drücken zu können.
Mein kleines Köfferchen habe ich immer bei mir. Ohne gehe ich gar nicht aus dem Haus. Geht gar nicht!
Vor ein paar Tagen habe ich bei einem Spaziergang Fotos gemacht. Als ich mir dann die Fotos auf mein Läppi lud, um sie zu bearbeiten, ist mir eines aufgefallen. Ich war verblüfft und fasziniert, es ließ mich nicht mehr los. Noch absolut wage formte sich dazu eine Geschichte. Ein bisschen passt sie zu dem vorherigen Thema und ich bin überzeugt, es kam nicht von ungefähr, dass ich gerade dieses Foto machte. Danke.
Am nächsten Morgen kroch ich sehr früh leise aus dem Bett und am Schreibtisch kamen folgende Zeilen zu Papier:
Lass mich los
Klein und hilflos
kamst du auf die Welt,
Hab dich geboren,
Dich genährt.
Hab ein Nest
für dich gestellt,
Dir Lieder vorgesungen
Und dir Schutz gewährt.
Hab deine Hand gehalten
Und dich das Laufen gelehrt.
Hab versucht zu ahnen,
Was das Leben für dich begehrt.
Nun wird es Zeit
Lass mich langsam, langsam los.
Bin nur ein kleiner Wicht
Und kenne das Leben nicht.
Will es erobern Schritt für Schritt
Bitte, geh noch ein Stückchen mit.
Noch hab ich Zeit.
Lass mich nur langsam, langsam los.
Alles Liebe,
Helmut
PS: Achso .... eins glaube ich jetzt klar stellen zu müssen. Nicht, dass da falsche Vorstellungen in Umlauf gehen. Ich mag den festen Boden unter meinen Füßen sehr. Das wirkliche Fliegen ist nämlich nicht so meine Sache. Ich meinte das eher im übertragenen Sinne.

Frei wie ein Vogel zu fliegen wohin mein Herz mich zieht.