AW: Verzweifelt, doch zu spät
Liebe Enchantee,
mein aufrichtiges Mitgefühl zum Tode Deines Papa. Ich nachvollziehen, wie es sich anfühlt, wenn ein Elternteil – auch dann wenn es absehbar ist, dass er oder sie sich bald auf die Reise ohne Wiederkehr begeben wird – dann doch irgendwie von einem Augenblick auf den anderen nicht mehr da ist. Sei von Herzen umarmt.
So, wie Du es beschreibst, konntet Ihr als Familie Deinen Papa auf seiner letzten Reise begleiten. Ich bin sicher, dass dies Euch helfen kann, bei allem Schmerz und aller Trauer auch den Blick wieder nach vorne zu richten.
Ob Du heute oder in drei Monaten hier schreibst, ich denke, das ist egal. Der Austausch über das Schreiben, den ich in einer bestimmten Phase meiner Trauer überwiegend im Chat mit Betroffenen, Angehörigen, Hinterbliebenen fand, hat mir persönlich sehr geholfen. Möge dies auch für Dich so sein.
Ich könnte mir daher vorstellen, dass diese Zeilen Dich auf den Weg der Auseinandersetzung mit dem Tod Deines Papas bringen. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass dies ein schmerzlicher Prozess ist, mir aber in bestimmten Dingen Klarheit gebracht hat.
Ich wünsche Dir, dass Du nicht in das tiefe Loch fällst, dass Dein Papa hinterlassen hat.
Es grüßt Dich herzlich
ulphin
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