AW: Mama
Ach Herrje, du Arme! Es ist alles so furchtbar schlimm, und wenn ich deine Zeilen lese, dann möchte ich dich am liebsten ganz fest drücken. Ich kann das alles so nachvollziehen, dieser Zustand ist echt arg, wenn man so mitansehen muss wie die geliebte Mama gehen muss, sie aber am liebsten retten würde. Leider kannst du dein letztes Hemd geben und es nützt alles nichts, der Sch...Kerl ist oft stärker.
Ich muss dir gestehen, dass seit dem meine Mama gegangen ist, es etwas erträglicher für mich ist, weil ich sie nicht mehr leiden sehen muss, leider kommt halt jetzt das starke Vermissen dazu, gegen das ich aber auch nichts tun kann. Zumindest kann ich mir sicher sein, egal was uns da oben erwartet, meiner Mama geht es dort besser als hier zum Schluss ihrer Krankheit. Und vielleicht hat sie es tausendmal schöner als hier, muss nie traurig sein, kann trotzdem hier bei mir und meiner Familie sein und ist schmerzlos und nur glücklich. Ich wünsche es mir von ganzen Herzen, dass es so ist.
Zum Thema "alleine sein". Ich hatte auch oft das Gefühl, es wäre sehr schlimm für meine Mama alleine Zuhause zu sein, sie hatte ja auch keinen Partner, nur mich, Ihren Vater und ganz liebe Freundinnen. Aber ich hab das ganz ehrlich mit Mama besprochen und sie hat mir versichert, dass sie die Zeit alleine benötigt und genießt, sie wollte sie nutzen um sich um ihr Leben Gedanken zu machen, um besser mit allem umgehen zu können. Vielleicht ist es auch für deine Mama nicht so schlimm wie für dich, und vielleicht kannst du sie ja diesbezüglich fragen.
Ich hoffe für dich, dass die Zeit bis Sonntag recht schnell vergeht und ihr zwei dann einen schönen Tag miteinander erleben dürft. Lass den Kopf nicht hängen, ich denke ganz viel an euch. Ich wünsche dir nur das Beste, Bellarina!
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