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Alt 19.05.2013, 10:24
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Elisasgirl Elisasgirl ist offline
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Standard AW: Selbsthilfegruppe Zungenkarzinom

Hallo Sonnenblümchen, Du solltest wirklich erst mal abwarten, was die Ärzte nach der OP zu sagen haben. Erst DANN wirst Du wissen, wie es wirklich weitergeht und es macht keinen Sinn, über ungelegte Eier nachzugrübeln, besonders nicht, wenn man seine Kraft für die aktuelle Situation braucht.
Sinn macht es, bei den Ärzten nachzufragen und denen notfalls auch die Würmer aus der Nase zu ziehen, wenn ihr etwas nicht verstanden habt. Denn nur die behandelnden Ärzte können wirklich sagen, was Sache ist, was sie sich vorstellen und wie die Behandlung erfolgen soll. Ausserdem kann Dir hier im Forum mit wirklich detaillierten Angaben zur Krankengeschichte Deiner Mutti ggf. viel besser geholfen werden, als wenn Du uns nur allgemeine Fragen stellst.
Deine Mutti hat einen Weg vor sich, der garantiert kein Spaziergang ist, aber der mit gutem Willen und viel positivem Denken durchaus zu schaffen ist. Ständiges Jammern (das sage ich jetzt mal so allgemein, damit meine ich nicht, dass du jammerst!) ändert rein gar nix und kostet nur Kraft, die der Körper für die wirklich wichtigen Aufgaben braucht.
Die meisten von uns haben Bestrahlung (6 Wochen, so gut wie IMMER ambulant) durch und überlebt, ein sehr grosser Teil hatte noch die Chemo dazu. Ich sags jetzt mal ein bisschen flapsig: An den Folgen der Behandlung ist soweit ich weiss keiner verstorben, wohl aber an der Ablehnung der Behandlung, weil der Patient klüger war als seine behandelnde Ärzte.
Ein in meinen Augen weiterer, sehr wichtiger Punkt ist die persönliche Einstellung Deiner Mutti. Wenn sie schon mit Entsetzen an die Behandlung herangeht, so wird sie garantiert mehr Probleme haben (oder als solche empfinden) als wenn sie die Behandlung als grosse Chance sieht. (selbsterfüllende Prophezeihung).

Aber alles das ist nur meine persönliche Meinung, die ich aber auch nicht vorenthalten möchte, auch wenn sie sich ein wenig von anderen unterscheidet. Vielleicht macht es Deiner Mutti etwas Mut wenn ich schreibe, dass ich während meiner gesamten Bestrahlung weitergearbeitet habe und das für mich eine der grössten Hilfen überhaupt war (der Krankheit und den Nebenwirkungen nicht den Stellenwert einzuräumen, den sie fordern.) Klar war ich nicht immer topfit, und klar ging es nicht spurlos an mir vorüber. Aber meine Nebenwirkungen und ich haben uns arrangiert und so haben wir uns gegenseitig überstanden ...

Ich wünsch Deiner Mutti alles Gute. Und noch was: Die Diagnose bedeutet heutzutage nicht unbedingt mehr das Ende und auch mit Einschränkungen lernt man, das Leben wieder lebenswert zu finden.

@alle anderen: ich wünsche euch ein schönes Pfingstfest, das Wetter tut ja grad mal dumm, aber vielleicht berappelt es sich ja noch.

@boebi: wer hat Vorsprung beim Heilen: Du oder Deine beste aller Frauen?

Herzliche Grüsse
Elisa
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Geändert von Elisasgirl (19.05.2013 um 10:26 Uhr) Grund: 2 Wochen Bestrahlung ... war falsch, geändert in 6 Wochen
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