AW: Papa, bitte trag mich zurück ins Leben
Hallo Anja, Lischa und alle anderen!
Liebe Lischa, es tut mir sehr leid, dass du deinen Papa auch an diesem fiesen und heimtückischen Kleinzeller verloren hast! Ich rätsle auch immer ob gewisse Dinge Zeichen von meinem Papa sind und ob es das wirklich gibt. Aber auch ich gebe die Hoffnung nicht auf dass mein Papa da irgendwo herumschwirrt und auf mich aufpasst und (wenn auch nicht sichtbar für uns) bei uns ist!
Ja, da liegst du richtig Anja, mein Papa war keiner der Lob unbedingt brauchte und wollte. Er hat es ja gerne gemacht für sich und für uns!
Wir haben Papa gestern als wir vom Kurzurlaub zurückgekommen sind gleich neue Blumen am Grab angesetzt. Wir waren ja in Österreich, in der Steiermark auf Urlaub. Es war wunderschön, wir haben auch ein berühmtes STift (von außen da ja Gina mit dabei war) besichtigt und haben bei der Stiftsgärtnerei gleich zugeschlagen.
Bevor wir gefahren sind war ich nicht sonderlich gut drauf, mir fehlte Papa ganz besonders! Auch als wir dort diese wunderschöne Landschaft genossen haben kam mir Papa immer wieder in den Sinn und dass ihm diese Landschaft auch gefallen hätte.
ICh weiß dass Papa jetzt überall mit dabei ist aber es tut trotzdem sooooooooooo sehr weh! Natürlich war Papas Glücksbringer und sein Pass wieder mit dabei!
Papa, morgen bist du schon 3 Monate nicht mehr bei uns! Am 23. Februar, ganz bald in der Früh bist du von uns gegangen und morgen ist der 23. Mai! Wir haben so ziemlich alles geregelt (also besser gesagt Mama hat alles im Griff). Es fällt ihr zwar schwer und sie ist körperlich und auch psychisch etwas angeschlagen aber sie schlägt sich tapfer durch! Dein Auto ist jetzt auch von der Versicherung freigegeben worden. Heute hat Mama deine Nummerntafeln bekommen und bald wird sie damit fahren.
Papa, ich weiß du musst jetzt nicht mehr leiden und bist jetzt wieder ganz und heil. Es wäre nicht mehr geworden, das haben wir gewusst! Es ist alles so schnell gegangen, ich wollte nur stark sein für uns und habe kaum Leid zugelassen. Heute kommt die Trauer und die Aufarbeitung dieses Leids in Wellen.
Im Urlaub habe ich eine Nacht von deiner Krankheit und von dir geträumt. Ich habe geträumt dass dir an der Hand ein Knübbel gewachsen ist (wahrscheinlich ein Lympfknoten). Du hast ihn dir weggeschnitten und gedacht es ist wieder alles beim alten. Ich wusste aber dass er wieder kommt und wollte dich aber in deinem positiven Glauben lassen.
Ein schrecklicher Traum! Ich hoffe ich träume nicht mehr von dieser furchtbaren Krankheit. Ich will ja träumen von dir Papa, aber schöne Dinge, als du noch gesund und heil warst!
Ach Papa, ich vermisse dich!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
Papa, ich hab dich so lieb!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
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Mein Papa: Kleinzelliges Bronchialkarzinom
Diagnose am 21.12.2011
 am 23.2.2013
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