AW: friedlich einschlafen lassen - ab wann?
Hallo... ich melde mich einfach noch mal um zu erzählen, dass meine Mutter ja nun den fünften Tag im Hospiz ist und sich dort sehr wohlfühlt.
Nette Räumlichkeiten, leckeres Essen, und vor allem richtig liebe Schwestern.
Meine Mutter meinte, wenn sie das vorher gewusst hätte, wäre sie früher gegangen.
Sie, der es so wichtig war, bis es wirklich nicht mehr ging in ihrem "Zuhause" zu bleiben, sagt nun nach nur fünf Tagen auf die Frage, ob wir nochmal zum Kaffeetrinken nach Hause fahren sollen (also in ihre Wohnung, nur ein paar Kilometer entfernt): "Nöö, lass mal. Das hier ist jetzt mein Zuhause."
Ich könnte mir vorstellen, dass es bei manchen anderen Menschen auch so ist, dass man sich irgendwie an das Zuhause, an das eigene Bett usw. klammert, weil der Gedanke an ein Hospiz was Fremdes, Ungewisses und vielleicht Angst machendes ist.
Wir scheuen ja oft vor Dingen zurück, die wir nicht kennen, wo wir nicht wissen, was uns erwartet.
Zu uns kann ich nur sagen, dass es sowohl meiner Mutter als auch uns Kindern jetzt besser geht.
Wir alle haben jetzt ein gutes Gefühl, weil rund um die Uhr professionelle Pflege jederzeit ansprechbar ist und wir uns irgendwie getragen fühlen, dadurch entspannter sind.
Der körperliche Verfall geht leider unbarmherzig seinen Weg, es tut so weh, dies mit ansehen zu müssen, aber meine Mutter ist mental gut drauf, weiterhin optimistisch, weil sie zwar nicht weiß, wieviele Tage noch, aber sie ist optimistisch, dass es gute Tage sein werden.
Und sie fühlt sich wie befreit bei dem Gedanken, jetzt nicht mehr ins Krankenhaus zu müssen.
Ich wünsche Euch allen hier, dass Ihr auch für Euch und Eure Lieben eine wie auch immer, aber Hauptsache gute Lösung finden werdet.
Viele Grüße
Triangel
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