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Alt 21.01.2005, 11:41
Gast
 
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Standard Rezidiv nach 3 Jahren und wir kämpfen

Liebe Elfie,
danke für Deine lieben Worte.
Ja, mein Vater ist nun völlig überfordert mit der Sitation. Allerdings hatte er schon immer die Angewohnheit seinen Frust an mir abzulassen. Das geht nun seit ca. 15 Jahren so. Mama hat darunter immer sehr leiden müssen, weil sie damit nicht klar kam, dass ihr Mann ihr Kind als Prellbock benutzt. Seit einigen Jahren versucht sie sich nicht mehr "einzumischen". Ich war damals heilfroh, dass sie diesen Entschluss gefasst hat, sich aus den Problemen zwischen uns beiden rauszuhalten. Es reicht schließlich, wenn eine Person darunter leidet. Allerdings geht das im Moment nicht so einfach. Sie sagt, dass sie mich braucht...er läßt mich aber nicht zu ihr... Tja, was soll ich sagen! Leider ist mein Vater ein Mensch, der sich von NIEMANDEN etwas sagen lassen würde. Er ist pensionierter Polizeibeamter...Freunde und Bekannte verjagt er, wenn sie nicht seine Meinung teilen. Er ist mittlerweile sehr einsam. Das Problem mit dem Alkohol ist eigentlich nebensächlich, wenn man bedenkt, was er meiner geliebten Mom alles antut. Die letzten Monate habe ich gedacht: egal, was er mit mir macht, die Hauptsache ist, dass er Mom in Ruhe läßt. Leider spricht er nun seit 3 Tagen nicht mehr mit ihr, weil er meint, sie müsste zu ihm stehen. Er ist wütend, wenn sie sich mit mir trifft. Ich habe ihr angeboten, dass wir uns erstmal nicht sehen...aber sie braucht mich, sagt sie. Was tun? Ich weiß es nicht. Wir wollten dieses Thema eigentlich weit weit weg schieben und uns nur auf die Krankheit von Mama konzentrieren, aber das wird uns sehr schwer gemacht.
Jetzt erzähle ich hier über eigentlich belanglose Themen, die nichts mit der Krankheit zu tun haben...es tut mir leid, genau das wollte ich eigentlich vermeiden. Wir sind zurzeit nur so verzweifelt...
Ganz liebe Grüße
Vreni
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