Kleinzeller und Chemo
Hallo liebe Carmen,
schön Dich zu lesen. Das mit Deinen Haaren...belastet Dich das dolle ? Bei den Männern ist es oft einfacher. Eine Freundin von mir hat auch durch die Chemo und Bestrahlung die Haare verloren. Anfangs war sie dadurch in ein kleines tiefes Loch gefallen. Allerdings hat sie sich da schnell wieder hochgekrabbelt. Ich hoffe, daß es für Dich auch so ist/sein wird.
Liebe Sarah,
auch mein Paps ist hochmotiviert. Na ja .. das heisst anfangs hat es ihm auch ganz schön die Beine unterm dem Hintern weggezogen, weil er damit in keinster Weise gerechnet hat. Ich hatte mir schon meine Gedanken gemacht, als das erste Röntgenbild mit dem Teil zu sehen war. Er war aber noch immer "guten Mutes". Dann begann er zu kämpfen. Alles machte er tapfer mit. Viel Trinken, ausgewogene Ernährung, sich ausruhen, etc. Hätte der Doc gesagt, daß er morgens und abends Kniebeugen machen müsste, hätte er auch das gemacht ;-) Und genau das habe ich an ihm bewundert.
Mittlerweile ist er ja mit der Therapie "durch". D. h. Chemo- und Strahlentherapie hat er hinter sich gelassen. Nun können wir nur hoffen und beten, daß diese gaaaaaaaaaaaaannnnnnnnzzzzzzz lange anhalten. Zweimal war er zur Nachuntersuchung. Nun muss er nach 5 Wochen wieder hin. Bei ihm ist es so, daß er noch immer hochmotiviert ist. Er tritt sich selber in den Allerwertesten und sagt, heute muß ich raus spazieren gehen. Heute muß ich das und das machen. Ich finde es gut, denn er kann seine Kräfte am besten für sich einteilen.
Was mir aufgefallen war ist, als eines Tages (noch während der Chemo und da ging es ihm nicht so prickelnd) ein ehemaliger Arbeitskollege da war, machte er einen auf Lustig. Er überspielte seine Ängste, Sorgen und die Scheiß Krankheit. Ich glaube, daß es wie ein Schutzschild ist. Mein Paps ist ein Typ Mensch der viel mit sich alleine abmacht. Wir reden (leider) oft über seine Krankheit, aber seine richtigen Ängste hat er noch nie geäußert. Dein Vater wird auch mit sich alleine kämpfen. Liegt vielleicht in seiner Natur. Ich habe es immer so hingenommen. Wenn es meinem Vater richtig besch***** ging dann merkte ich es und wir unterhielten uns. Na ich fing das Gespräch an und er war dankbar darüber.
Manchmal habe ich das Gefühl, daß mein Paps so ist, damit wir uns nicht noch mehr Sorgen um ihn machen. Vielleicht ist es das Denken von ihm ?! Hm.. müsste ihn direkt mal ansprechen.
So Ihr lieben... noch ein schönes restliches Wochenende.
Liebe Grüße
Katrin B.
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