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Alt 19.06.2005, 11:21
Gast
 
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Standard Auf wiedersehen Papi

Liebe Gaby,
tief in mir weiß ich schon, daß mein Pa mich nicht so leiden sehen möchte. Ich weiß auch, daß ich die Frage nach dem Warum niemals eine Antwort bekommen werde. Und trotzdem schreit sie täglich in mir. Mit Ungerechtigkeit konnte ich noch nie gut leben. Ich kann ihn einfach noch nicht loslassen. Vom Verstand her weiß ich, daß ich loslassen muß. Aber zwischen Verstand und Herz liegen unendliche Weiten. Alles in mir wehrt sich, daß unfaßbare zu akzeptieren. Ich kann es einfach nicht ertragen. Mit Hilfe meiner Trauerbegleitung versuche ich so einiges abzuarbeiten. Aber das braucht Zeit. Die Tatsache, daß seitdem mein Pa gegangen ist einfach nichts mehr klappt, macht es auch nicht besser. Mein ganzes Leben liegt in Scherben. Selbst meine Trauerbegleiterin kann schon nicht mehr glauben, wieviel Pech ich habe. Ich kommen einfach nicht zur Ruhe. Wie soll man da wieder auf die Beine kommen ? Mein Pa war mein Glück und er hat mein Glück offensichtich mitgenommen. Dennoch habe ich in mir die Hoffnung, daß sich irgendwann alles wieder zum Besseren ändern wird. Ich gebe nicht auf und werde dafür kämpfen meine Lebensfreude irgendwann wiederzubekommen und mein Leben irgendwann wieder im Griff zu haben.

Liebe Anita,
danke, für das schöne Gedicht. Es gefällt mir sehr gut. Ich hoffe, daß es mir bald gelingen wird, den richtigen Weg einzuschlagen.

Liebe Grüße
Marion
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