AW: Leberkrebs
Hallo,
ich bin neu hier. Gestern haben wir meine Mutter ins Krankenhaus gebracht mit unklaren Bauchbeschwerden.
Zur Vorgeschichte:
Meine Mutter hat vor 2 J. einen Brusttumor entfernt bekommen mit anschließender Strahlenbehandlung. Anfang d. Jahres bekam sie ein neues Hüftgelenk - von dieser OP hat sie sich nicht mehr so richtig erholt. Unklare Beinschmerzen, aber keiner der verschiedenen Ärzte konnten ihr helfen. Sie bekam den Hinweis, das kann sich hinziehen, bis zu einem halben Jahr bis das weggeht.
Seit 6 Wochen hat sie Bauchbeschwerden. Urlaubszeit: Hausarzt in Urlaub, dann 2x Vertretungsarzt, 2 verschiedene Internisten, es dauerte sehr lange bis der letzte sie nun richtig untersucht hatte und sie nach einem Ultraschall zum Leber-CT geschickt hatte. Es dauert halt bis man als Kassenpatient einen Termin bekommt und ruckzuck sind ein paar wertevolle Wochen herum. Am Freitag war sie nun beim CT und in der folgenden Nacht hatte sie so schlimme Schmerzen, dass wir sie gestern ins Krankenhaus haben einliefern lassen. Ich wollte, dass sie gleich in eine onkologische Kinik bzw. Klinik mit Fachrichtung Onkologie kommt, aber das ginge nicht.
Bei der Aufnahme habe ich gefragt, ob sie weiterverlegt würde, ja sie könnten hier die Untersuchungen machen und dann weiterverlegen.
Jedenfalls haben wir noch keinen Befund, nur den Hinweis sie ist im fortgeschrittenem Stadium, was immer das auch heißt? Jedenfalls ist ihr Allgemeinzustand sehr labil und sie hat auch Luftprobleme, keine Appetit, Sodbrennen, und schon sehr viel abgenommen. Die Leber ist nach Tastbefund vergrössert, es wurde ein Röntgenbild der Lunge gemacht. Mehr weiss ich Moment noch nicht. Hoffe, dass ich heute Abend bzw. Morgen mehr in Erfahrung bringen kann, wie schlimm die Leber befallen ist u.ä. Der Befund vom CT liegt dort vor, wurde uns nicht gezeigt (dürfen die das?)
Ich habe die letzten 2 Tage hier sehr viel gelesen und sehe, dass die Aussichten bei Leberkrebs nicht so toll sind. Und mein dad hatte diese Woche schon von einer Beerdigung geträumt.
Jedenfalls wünsche ich allen hier viel Kraft diese schlimme Krankheit durchzustehen und es macht mich traurig, dass auch schon so viele junge Menschen betroffen sind. Meine Mutter ist 76 Jahre und ich hoffe, sie bekommt noch eine Chance und wenn nicht, hoffentlich muss sie dann nicht leiden. Sie hatte ihren Bruder (der war Anf. 40) sehr leiden sehen (Kehlkopfkrebs mit Metastasen), und der ist qualvoll krepiert, weil die mit der Schmerztherapie sehr zurückhaltend waren. Meine Eltern sprachen sehr oft, wie schlimm ihr Bruder gestorben ist. Ich hoffe, dass sich die Behandlung in den letzten Jahrzehnten verbessert hat und alles getan wird um Schmerzen zu linden.
Rückblickend vermute ich, dass der Krebs nach der Hüft-OP sozusagen „aktiv“ wurde.
Würde mich über Infos über Leberkrebs und Tipps über gute Kliniken vorzugsweise in Hessen bedanken.
Gruss Petra
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